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AN/0954/2021

Jugendkriminalität 2020 - Auswertebericht für das Polizeipräsidium Köln

FDP/KSG Anfrage nach § 4 27.04.2021

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Nächste Beratung: Jugendhilfeausschuss, Sitzung am 07.09.2021, TOP 6.1.1

FDP Anfrage nach § 4

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FDP Anfrage nach § 4

3758 Zeichen

www.FDP-Koeln.de 
 
An die Oberbürgermeisterin 
Frau Henriette Reker 
 
An den Vorsitzenden des 
Jugendhilfeausschusses 
Dr. Ralf Heinen 
 
 
Rathaus · 50667 Köln 
Fon 0221. 221-23830 
Fax 0221. 221-23833 
fdp-fraktion@stadt-koeln.de 
www.fdp-koeln.de 
 
 
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 27.04.2021 
AN/0954/2021 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Jugendhilfeausschuss 15.06.2021 
 
Jugendkriminalität 2020 - Auswertebericht für das Polizeipräsidium Köln 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender, 
die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln bittet Sie folgende Anfrage auf die Tagesordnung der 
nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses zu setzen. 
Aus der Mitteilung an den Jugendhilfeausschuss zum Jugendkriminalitätsbericht 2020 des 
Polizeipräsidiums Köln geht hervor, dass die Jugendkriminalität insgesamt – insbesondere 
im Jahr 2020 – zurückgegangen ist. Wie in dem Fazit des Berichts zutref fend dargestellt, 
wird dies gerade auch auf die Einschränkungen des öffentlichen Lebens aufgrund der 
Corona-Pandemie zurückzuführen sein. Jedoch ist dabei auffällig, dass die Anzahl der Tat-
verdächtigen in Hinblick auf Straftaten gegen die sexuelle Selbstbe stimmung und Nachstel-
lung (Stalking) kaum rückläufig ist. Im Zeitraum von 2016 bis zum Jahr 2019 ist es bei Straf-
taten gegen die sexuelle Selbstbestimmung sogar zu einem kontinuierlichen Anstieg von 
Tatverdächtigten unter 21 Jahren gekommen. Im Jahr 2020 g ing die Anzahl der Tatverdäch-
tigen nur geringfügig zurück ( -6,28%) – insbesondere im Vergleich zu anderen Delikten -. 
Mehr als jeder 5. Tatverdächtigte eines Delikts gegen die sexuelle Selbstbestimmung ist un-
ter 21 Jahre alt. Dabei sind die meisten Tatverd ächtigen bei Begehung der Tat zwischen 14 
– 18 Jahre alt. 
Anlässlich dieser Auffälligkeit bitten wir die Verwaltung ggfls. in Zusammenarbeit mit dem 
Polizeipräsidium Köln um die Beantwortung folgender Fragen: 
1. Wie ist der Anstieg der Tatverdächtigenanzahl i n den letzten Jahren in Hinblick auf 
Delikte gegen die sexuelle Selbstbestimmung gerade im Bereich von Jugendlichen 
und Heranwachsenden zu erklären? Inwieweit spielen dabei insbesondere die Re-
formen des Sexualstrafrechts sowie die größere Sensibilisierung der Bevölkerung im 
Hinblick auf das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung eine Rolle? 
2. Wieso könnte ein Rückgang dieser Delikte auch während der Corona -Pandemie so 
gering ausgefallen sein? Gibt es insbesondere mehr Tatorte an nicht öffentlichen Or-
ten, sodass eine „Verlagerung“ in den privaten Bereich stattgefunden hat? Wie viele 
FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

- 2 - 
www.FDP-Koeln.de 
Straften gegen die sexuelle Selbstbestimmung finden in Schulen, in Ausbildungsbe-
trieben und Weiterbildungsstätten statt und wie viele in der Freizeit? 
3. Inwieweit gibt es auf kommunaler Ebene bereits Präventionskonzepte oder auch Prä-
ventionsarbeit? Und inwieweit sind in diesem Feld tätige Träger sowie städtische und 
nichtstädtische Fachberatungsstellen unmittelbar in Schulen, die sich als Lernorte 
anbieten, um sexualpädagogische (Präventi ons-)Angebote zu unterbreiten, zu die-
sem Thema aktiv? 
4. Inwiefern wird diese Thematik bereits im Zusammenhang mit dem Sexualkundeunter-
richt aufgegriffen? Welche Anlaufstellen haben Schulen und Jugendhilfe bei Ver-
dachtsfällen?  
5. Sollte es eine solche Beratungs stelle auch für Opfer geben: Inwieweit können Ein-
schätzungen gemacht werden, wie viele Anschuldigungen nicht zur Anzeige gebracht 
werden?  Aus welchen Gründen werden diese nicht zur Anzeige gebracht? 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
Gez. Ulrich Breite      Chantal Schalla 
Fraktionsgeschäftsführer     Jugendpolitische Sprecherin

Beratungsverlauf (1)

07.09.2021 Jugendhilfeausschuss
TOP 6.1.1 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0954/2021
Typ
FDP/KSG Anfrage nach § 4
Datum
27.04.2021
Erstellt
27.04.2021 11:20