AN/1293/2021
Sachstand Sanierungsstau an der Tages- und Abendschule (TAS) Köln, Genovevastr. 64-66 und 72 (städtische Gebäude)
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Gem. Anfrage nach § 4 (Grüne)
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Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln Die Linke – Fraktion im Rat der Stadt Köln Volt-Fraktion im Rat der Stadt Köln An die Vorsitzende des Betriebsausschusses Gebäudewirtschaft Stefanie Ruffen Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 04.06.2021 AN/1293/2021 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft 14.06.2021 Ausschuss Schule und Weiterbildung 30.08.2021 Sachstand Sanierungsstau an der Tages- und Abendschule (TAS) Köln, Genovevastr. 64-66 und 72 (städtische Gebäude) Sehr geehrte Frau Ruffen, sehr geehrte Frau Reker, die Tages- und Abendschule Köln (TAS) ist als Einrichtung des Zweiten Bildungsweges ein staatlich anerkanntes Weiterbildungskolleg (Abendrealschule bis zur Fachhochschulreife). Schulträger ist der Verein zur Förderung abschlussbezogener Jugend- und Erwachsenenbil- dung e.V. (VFJ e.V.). Jährlich erhalten ca. 1.100 überwiegend benachteiligte Jugendliche und Erwachsene die Möglichkeit, in unterschiedlichen Zeit- und Organisationsformen einen nachträglichen Schulabschluss zu erwerben. Zusätzlich wird die Vermittlung einer An- schlussperspektive in Ausbildung, Arbeit oder weiterführende Qualifizierung unterstützt. Etwa 71% aller Teilnehmenden haben einen Migrationshintergrund, 49% sind Neuzugewanderte und Geflüchtete. Um den Schülerinnen und Schülern einen möglichst bedarfsgerechten Zugang zur Schulbil- dung der 2. Chance zu gewährleisten, ist die TAS sowohl linksrheinisch (Müngersdorf), als auch rechtsrheinisch (Mülheim) vertreten. Der Standort in Müngersdorf ist von einem priva- ten Vermieter angemietet. Der Hauptstandort Mülheim ist seit 01.08.1996 von der Stadt Köln angemietet, wird von der Gebäudewirtschaft (GW) verantwortlich verwaltet; sie weist aber seit 2002 einen hohen Sanierungsbedarf auf. Sachstand Gebäudesanierungsbedarf laut VFJ e.V. Zur besseren Orientierung hinsichtlich des Gebäudebestandes einigte man sich mit der GW darauf, das Schulgebäude Genovevastraße 64-66 mit Gebäude A, den eingeschossigen Zwischentrakt mit Gebäude B und das Hauptgebäude Genovevastraße 72, mit Gebäude C zu benennen. - 2 - Anlässlich der am 22.10.2014 durchgeführten Brandschau, wurden u.a. die veralteten Elekt- roleitungen erneut thematisiert. Die sich aus dieser Brandschau ergebenden Haupt-Handlungsfelder sind: der 1. Flucht- und Rettungsweg der 2. bauliche Rettungsweg Aufrüstung diverser Türen zu Brandschutz- und/oder Rauchschutztüren Erneuerung der Elektroinstallation Im Dezember 2015 wurden die Planungen und teilweise Umsetzung zur dringend notwendi- gen Elektrosanierung wieder aufgenommen, auf Rechnung der Stadt Köln. Zum aktuellen Stand ist diese Sanierung in den Gebäuden A und B nahezu abgeschlossen („Nacharbeiten“ und Abnahme stehen noch aus). Die ebenfalls notwendige Elektrosanierung des Hauptgebäude C wurde bisher nicht vorge- nommen. Die Brandschutzmaßnahmen hinsichtlich des 1. Fluchtweges (Verantwortungsbe- reich/Kosten Vermieter) wurden besprochen. In den Gebäuden A und B sind die Installatio- nen für die notwendige Brandmeldeanlage und eine Amokalarmierung vorbereitet, jedoch soll die Brandmeldeanlage erst nach entsprechender Installation im Hauptgebäude C ge- meinsam in Betrieb genommen werden; dies ist entgegen einer zwischenzeitlichen Überle- gung seitens der GW, eine Zwischenlösung (auf separatem Rechner aufgelegt), zu realisie- ren. Die Maßnahmen des 2. Fluchtweges im Hauptgebäude C (die laut Mietvertrag im Verantwor- tungsbereich des Mieters liegen) beinhalteten u.a. die Einrichtung des Feuer- und Amokal- arms (notwendig bei Nutzung als Schulgebäude). Diese erweist sich jedoch aufgrund der fehlenden Elektrosanierung (Verantwortungsbereich Vermieter) des Hauptgebäudes C als nicht erfüllbar. Der 2. bauliche Fluchtweg in Form einer „Außen-Fluchttreppe“ wurde durchgeplant und vor- ab seitens der GW mit einem Aufwand von ca. 100 T€ geschätzt. Inzwischen beläuft sich die Vorplanung per Stand 03.2020 auf ca. 1.650 T€, inklusive einer 6%igen Preissteigerung bei Baubeginn in 2022. Zurzeit wird der 2. Fluchtweg durch ein von der GW fest installiertes und von der Feuerwehr abgenommenes Stahlgerüst sichergestellt. Die dringend notwendigen Sanierungen des Wasserleitungssystems und der Sanitäranlagen sind in den Gebäudeteilen A und B bereits erfolgt, jedoch wurden sie im Hauptgebäude C bis heute nicht durchgeführt. Ein großes Problem der Toilettenanlage. Sämtliche Sanierungsbedarfe im Hauptgebäude C sind an das Ergebnis einer Prüfung durch die GW hinsichtlich der Gesamtwirtschaftlichkeit gekoppelt. Das Ergebnis dieser Gesamt- wirtschaftlichkeitsprüfung wurde bereits für Ende 2019 / Anfang 2020 zugesichert und nach mehrfacher Verschiebung nunmehr für Februar 2021 zugesagt. Dies ist aber nicht erfolgt. Vor diesem Hintergrund der Stellungnahme des VfJ e. V. bitten wir um Beantwortung der nachfolgenden Fragen bzw. Stellungnahme zu den einzelnen Punkten: 1. Wann ist mit einem zeitnahen Ergebnis der Prüfung hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit der Generalsanierung des Hauptgebäudes C zu rechnen? 2. Warum ist die Brandmeldeanlage für die Gebäude A und B nicht, wie bisher von der Gebäudewirtschaft vorgeschlagen, mittels Zwischenlösung in Betrieb genommen worden, um den brandschutzrechtlichen Anforderungen zu entsprechen? 3. Warum wurde mit der für 2020 geplanten und zugesagten Sanierung der Sanitäran- lagen des Hauptgebäudes C, Erdgeschoss, nicht begonnen und wann ist mit dieser verbindlich zu rechnen? - 3 - 4. Wie kommt es bei dem 2. Fluchtweg zu der Abweichung der Kostenschätzungen sei- tens der GW und dem Ingenieurbüro von zunächst ca. 100 T€ zu nunmehr ca. 1.650 T€, was eine nicht darstellbare Belastung für den Trägerverein VFJ e.V. darstellt? Mit freundlichen Grüßen gez. Lino Hammer gez. Mike Homann GRÜNE-Fraktionsgeschäftsführer SPD-Fraktionsgeschäftsführer gez. Niklas Kienitz gez. Michael Weisenstein CDU-Fraktionsgeschäftsführer DIE LINKE Fraktionsgeschäftsführer gez. Ulrich Breite gez. Lucas Sickmöller FDP-Fraktionsgeschäftsführer Volt-Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: zur weiteren Bearbeitung in die Verwaltung überwiesen
Zur SitzungBeschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1293/2021
- Typ
- Gem. Anfrage nach § 4 (Grüne)
- Datum
- 15.06.2021
- Erstellt
- 02.06.2021 16:04