AN/1706/2023
Absage einer partizipativ vereinbarten Jugendveranstaltung (Open Air Kino) durch den Bürgerverein Volkhoven/Weiler
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Linke Anfrage nach § 4
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Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln An die Oberbürgermeisterin Frau Henriette Reker An den Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses Herrn Dr. Ralf Heinen An die Vorsitzende des Ausschusses für Kunst und Kultur Frau Elfi Scho-Antwerpes Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln Postanschrift: Postfach 103564 · 50475 Köln Tel: 0221/221 -27840 · Fax: 0221/221-27841 E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de Fraktionsvorstand Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 21.09.2023 AN/1706/2023 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Jugendhilfeausschuss 26.09.2023 Ausschuss Kunst und Kultur 26.09.2023 Absage einer partizipativ vereinbarten Jugendveranstaltung (Open Air Kino) durch den Bürgerverein Volkhoven/Weiler Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender, sehr geehrte Frau Ausschussvorsitzende, die Fraktion DIE LINKE bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der kommenden Sitzungen des Jugendhilfeausschusses und des Ausschusses für Kunst und Kultur zu setzen. Am 5., 6. und 7. September 2023 sollte im Generationenpark in Volkhoven/Weiler der Dokumentarfilm „Ask, Mark ve Ölüm / Liebe, D-Mark und Tod“ in einem Open-Air-Kino gezeigt werden. Das Filmhaus Köln war der Veranstalter. Der für den Deutschen Filmpreis nominierte Film erzählt die Entwicklung einer eigenständigen Musikkultur der türkischen community in Deutschland von den 70er Jahren bis heute. Er wurde in einem partizipativen Prozess von Jugendlichen ausgesucht, die das Kinder- und Jugendzentrum „Die Villa“ des SKM besuchen. Nach der ersten Aufführung entzog der Bürgerverein Volkhoven/Weiler, dem diese Fläche innerhalb des Parks von der Stadt verpachtet wird, den Veranstalter*innen die Erlaubnis, die beiden anderen Aufführungen durchzuführen. Sie mussten als Notlösung im Jugendzentrum stattfinden. Die ortsansässigen Jugendlichen wurden aus dem öffentlichen Raum vertrieben. Das Filmhaus berichtet, dass sich bei der Aufführung am 5.9. anwesende Vertreter*innen des Bürgervereins an dem Film störten und behaupteten, er schüre Ressentiments gegen Deutsche. Dazu hat die Fraktion DIE LINKE folgende Fragen: 1. Wieso wird einem Bürgerverein eine Fläche in einem öffentlichen Park verpachtet und diese somit der öffentlichen Nutzung entzogen? 2. Wie viel Abgaben zahlt der Bürgerverein jährlich für diese Fläche an die Stadt? 3. Die Polizei wusste auf Nachfrage des Filmhauses nichts von Hinweisen auf gewaltbereite Gegner*innen des Filmprogramms, ebenso wenig von Anzeigen gegen den Bürgerverein. Beides hatte der Bürgerverein aber als Begründung für seine Absage angegeben. Da diese Argumentation sich aber als unwahr herausstellte, liegt es nahe, rassistische Motive in der Absage zu suchen. Wie stellt die Verwaltung sicher, keine Vereine mit öffentlichen Gütern zu unterstützen, die rassistisch agieren? 4. Welche Konsequenzen hat die Weigerung, den Park für ein laufendes Projekt der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen, für die Verantwortlichen im Bürgerverein? 5. Welche Botschaft wird den Jugendlichen vermittelt, die das Gefühl haben, die Beschäftigung mit (ihrer) migrantischen Geschichte ist in Volkhoven/Weiler nicht erwünscht und gestattet? Eine demokratische und damit gute Botschaft könnte sein, dass es Konsequenzen hat, wenn sie aus offensichtlich rassistischen Motiven aus dem Generationenpark verdrängt werden. Mit freundlichen Grüßen Gez. Michael Weisenstein Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1706/2023
- Typ
- Die Linke. Anfrage nach § 4
- Datum
- 21.09.2023
- Erstellt
- 21.09.2023 11:15