2490/2022
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum der Stadt Köln - Quartalsbericht II/2022
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Mitteilung Ausschuss
5385 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle II/II/2 Vorlagen-Nummer 29.08.2022 2490/2022 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Betriebsausschuss Veranstaltungszentrum Köln 05.09.2022 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum der Stadt Köln hier: Quartalsbericht II/2022 Gemäß § 13 der Betriebssatzung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Veranstaltungszentrum der Stadt Köln hat die Betriebsleitung die Oberbürgermeisterin und den Betriebsausschuss vierteljährlich über die Entwicklung der Erträge und Aufwendungen sowie über die Abwicklung des Vermögens- plans schriftlich zu unterrichten. Der Wirtschaftsplan 2022 des Veranstaltungszentrums wurde vom Rat der Stadt Köln in seiner Sit- zung am 14.12.2021 nach Vorberatung im Finanzausschuss am 06.12.2021 festgestellt. Nach dem vorläufigen Abschluss des ersten Quartals zeigt sich im Vergleich zur ursprünglichen Planung folgen- de Entwicklung: (A) Erfolgsplan Der Wirtschaftsplan 2022 weist im Erfolgsplan einen Jahresfehlbetrag von rd. 1,5 Mio. € aus. Das Ergebnis berücksichtigt den aus dem städtischen Haushalt bereitgestellten und über den Eigenbetrieb weitergeleiteten Betriebskostenzuschuss an die KölnMusik GmbH in Höhe von rd. 5,8 Mio. €. Der Plan-Verlust der KölnMusik GmbH wird in der Erfolgsrechnung als Abschreibung auf Finanzanlagen ausgewiesen. Da der geplante Verlust 2022 der KölnMusik GmbH den städtischen Zuschuss um rd. 0,5 Mio. € übersteigt, führt die Abschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von rd. 6,3 Mio. € zu einer entsprechenden Belastung der Erfolgsrechnung des Veranstaltungszentrums. Des Weiteren beinhal- tet der Erfolgsplan einen direkten Zuschuss der Stadt Köln an den Eigenbetrieb in Höhe von 3,0 Mio. €. Daneben erhält das Veranstaltungszentrum eine Schuldendiensthilfe (Zinsanteil) für die Darlehen zur Finanzierung der Florasanierung sowie für die Finanzierung von Kapitaleinlagen in die Rücklage der Koelnmesse GmbH. Da der Eigenbetrieb - mit Ausnahme der Verpachtung der Erbbaurechtsgrundstücke und der für den Betrieb der Kölner Philharmonie, des Gürzenichs und der Rheinterrassen sowie des Tanzbrunnens erforderlichen Immobilien an die jeweiligen Betreiber - keine weiteren eigenen wirtschaftlichen Tätig- keiten entfaltet, wird das Ergebnis im Erfolgsplan des Eigenbetriebes in der Hauptsache durch die Abschreibungen und die Zinsaufwendungen für die in den Betriebsteilen getätigten Investitionen be- einflusst. Nach Abschluss des zweiten Quartals ergeben sich bei einem ansonsten plangemäßen Geschäfts- verlauf aufgrund der Ende Dezember gemäß der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW aufer- legten Beschränkung auf 750 Besucher (reguläre Kapazität der Philharmonie: 2.195 Besucher) Er- tragsminderungen bei der KölnMusik GmbH, die nicht in voller Höhe durch Einsparungen aufgefan- gen werden konnten. Die hieraus resultierende Ergebnisverschlechterung um rd. 152 Tsd. € führt bei der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zu entsprechend höheren Abschreibungen auf Finanzanla- gen. Leichte Verbesserungen sind dagegen im Bereich der Zinsen wegen des mit der Sparkasse neu 2 vereinbarten Kreditrahmens für die Inanspruchnahme von Firmenkredit-Tagesgeld zu verzeichnen. Im Saldo erhöht sich der vorläufige Fehlbetrag um rd. 150 Tsd. € (+9,8%) auf 1.682 Tsd. € (siehe Anla- ge). Die zu erwartende Erhöhung der Energiekosten ist in der beigefügten Hochrechnung mit Stand 30.06.2022 noch nicht berücksichtigt. In Bezug auf die Stromkosten, die bisher rd. 2/3 der Energie- kosten ausmachten (Ist 2021: 340 Tsd. €), sind aufgrund einer Festpreisvereinbarung nach derzeiti- gem Kenntnisstand keine Steigerungen zu erwarten. Für die Abnahme von Fernwärme (Ist 2021: 170 Tsd. €) erfolgt vertragsgemäß eine Preisanpassung zum 01.10.2022. Hier ist mit einem deutlichen Preisanstieg zu rechnen, der jedoch erst im nächsten Quartalsbericht beziffert werden kann. (B) Vermögensplan Das im Vermögensplan 2022 ausgewiesene Investitionsvolumen beläuft sich für die Betriebsteile Gürzenich, Kölner Philharmonie, Rheinterrassen/Tanzbrunnen insgesamt auf rd. 4,4 Mio. €. Mit dem Planungsbeschluss zur Generalsanierung der Bastei am 07.09.2020 hat der Ausschuss Mittel in Hö- he von 600 Tsd. € freigegeben. Der Vermögensplan sieht zur Weiterführung der Maßnahme vorsorg- lich Mittel in Höhe von 3,0 Mio. € vor. Auf der Ausgabenseite wurden ferner Mittel für die Abdeckung des Jahresverlustes sowie für die Tilgung der bestehenden Darlehen veranschlagt. Zur Finanzierung werden bei einem negativen Liquiditätsbestand zu Jahresbeginn von rd. 0,7 Mio. € Eigenmittel in Höhe von rd. 7,9 Mio. € und eine plangemäße Neukreditaufnahme in Höhe von 12,0 Mio. € vorgesehen. (C) Liquiditätsbestand Der Liquiditätsbestand der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung beläuft sich zum 30.06.2022 auf -4,8 Mio. €. Liquiditätsanlagen wurden im 1. Halbjahr 2022 keine getätigt. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2022 sind weder im laufenden Geschäft bei der Abwicklung des Erfolgsplanes noch aus der Ausführung des Vermögensplanes im Bereich Investition und Kredit- wirtschaft erfolgsgefährdende Entwicklungen eingetreten, so dass eine Anpassung des vom Rat am 14.12.2021 genehmigten Wirtschaftsplanes nicht erforderlich ist. Anlage - vorläufige Erfolgsrechnung zum 30.06.2022 Gez. Prof. Dr. Diemert
Anlage - VZ Quartalsbericht II 2022
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Anlage
Wirtschaftsplan 2022 der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln
Quartalsbericht zum 30.06.2022
Erfolgsplan
Plan Hochrechnung
2022 2022
Euro Euro Euro %
Umsatzerlöse (Pachtentgelte etc.) 3.133.855 3.133.855 0 0,0
Sonstige betriebliche Erträge
Betriebskostenzuschuss Stadt Köln 3.000.000 3.000.000 0 -
1.097.056 1.097.056 0 -
720.701 720.701 0 -
Erträge aus der Aufl. SoPo m. Rücklageanteil 289.537 289.537 0 -
Verlustübernahme KölnMusik durch die Stadt 5.817.300 5.817.300 0 -
Sonstige Erträge 8.640 8.730 90 1,0
Summe 10.933.234 10.933.324 90 0,0
Bezogene Leistungen, Sachaufwand 0 0 0
Abschreibungen 3.410.000 3.410.000 0 -
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Grünpflege Tanzbrunnen 72.000 72.000 0 -
Bewachung Heinrich-Böll-Platz 285.000 285.000 0 -
Instandhaltung Betriebs- und Geschäftsausstattg. 1.040.000 1.040.000 0 -
Instandhaltung technische Anlagen 350.000 350.000 0 -
Anteil Energiekosten Philharmonie 650.000 650.000 0 -
Versicherungen 91.300 91.300 0 -
Leistungsentgelte BKE städt.Dienstst. 18.800 18.800 0 -
Leistungsentgelte Personalgestellung 54.500 54.500 0 -
Rechts- und Beratungskosten 100.000 100.000 0 -
Nebenkosten Geldverkehr 1.000 1.000 0 -
Sonstige 200.000 200.000 0 -
Summe 2.862.600 2.862.600 0 -
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Bankzinsen, etc. 0 2.000 2.000 > 100
Zinsertrag aus Abzinsung von Rückstellungen 0 0 0 -
Summe 0 2.000 2.000 > 100
Abschreibungen auf Finanzanlagen
und Wertpapiere des Umlaufvermögens 6.256.700 6.408.900 152.200 2,4
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Darlehenszinsen 3.020.000 3.020.000 0 -
Sonstige Zinsen 50.000 50.000 0 -
Summe 3.070.000 3.070.000 0 -
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit -1.532.212 -1.682.321 -150.110 9,8
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 0 0 -
Sonstige Steuern 3.235 3.235 0 -
Jahresergebnis -1.535.447 -1.685.556 -150.110 9,8
Schuldendiensthilfe Stadt (Zinsanteil) für
a) Darlehen Kapitaleinlage Koelnmesse
b) Darlehen zur Finanzierung Florasanierung
Abweichung
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2490/2022
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 29.08.2022
- Erstellt
- 09.08.2022 14:53