1694/2025
Unfallhäufungen und tödliche Verkehrsunfälle des Jahres 2024 im Stadtbezirk Lindenthal
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2024 - Dreijahresbetrachtung Anlage 2 - BV 3
1512 Zeichen
lfd. Nr. Straße Bezirk 1 2 3 4 Summe 1 2 3 Summe
36
Innere Kanalstraße/Aachener
Straße/Universitätsstraße 1+3
1 9 23 0 33 1 R 4 R 23 R, 3 F 28 R, 3 F X
54 Sülzgürtel/Berrenrather Straße 3 0 1 8 0 9 0 1 F 7 R, 2 F 7 R, 3 F X
161
Dürener Straße - zwischen Geibelstraße
und Lindenburger Allee 3 0 1 4 0 5 0 5 R 1 F 5 R, 1 F X
162
Dürener Straße - zwischen Herbert-Lewin-
Straße und Universitätsstraße 3 0 0 5 0 5 0 0 4 R, 1 EKF 4 R, 1 EKF X
170
Gleueler Straße - Strecke zwischen
Decksteiner Straße und Koppensteinstraße 3 0 1 4 0 5 0 1 R 4 R 5 R
X*
186
Rhöndorfer Straße - zwischen Pohligstraße
und Gottesweg 3 0 2 14 0 16 0 2 R 13 R 15 R X
192
Sülzburgstraße - zwischen Emmastraße
und Luxemburger Straße 3 0 0 5 0 5 0 0 5 R 5 R X
195
Weißhausstraße - zwischen Luxemburger
Straße und Rhöndorfer Straße 3 0 4 10 0 14 0 0 12 R, 1 F 12 R, 1 F X
* Unfallkategorien
1 - Unfall mit einer getöteten Person
2 - Unfall mit einer schwer verletzten Person
3 - Unfall mit einer leicht verletzten Person
4 - Unfall mit erheblichem Sachschaden
* Kontrollen des ruhenden Verkehrs
Anzahl der Verkehrsunfälle nach Kategorien 1 bis
4
Übersicht aller aktuellen Dreijahres-Unfallhäufungsstellen und -linien im Jahr 2024 (Jahre 2021 - 2023) im Straßennetz der Stadt Köln Anlage 2
Unfälle Radfahrende (R) , E-Scooter (EKF) und zu Fuß
Gehende (F) nach Kategorien Maßnahmen
sind erfolgt
Maßnahmen
in
Vorbereitung /
werden
geprüft
Prüfuung ist
erfolgt -
keine
geeignete
Maßnahme
ersichtlich
Mitteilung BV
8009 Zeichen
Dezernat, Dienststelle III/64/644/5 644/5 Vorlagen-Nummer 1694/2025 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 23.06.2025 Unfallhäufungen und tödliche Verkehrsunfälle des Jahres 2024 im Stadtbezirk Lindenthal Die Arbeit der Unfallkommission bezieht sich auf Unfallhäufungsstellen und –linien sowie auf die Untersuchung von tödlichen Verkehrsunfällen. Zuständig für die erste Auswertung von Verkehrsunfällen ist das Polizeipräsidium Köln. Dort werden alle Unfälle nach den Kriterien Unfallkategorie (Schwere des Unfalles) und Unfalltyp (Konfliktsituation, aus welcher der Unfall entstanden ist) festgehalten. Laut Erlass des Ministeriums für Verkehr, Energie und Landesplanung vom 10.06.2021 liegt eine Unfallhäufungsstelle innerhalb der Einjahresbetrachtung grundsätzlich dann vor, wenn sich auf einem Knoten oder einer Strecke drei Unfälle der Kategorie 1 – 4 des gleichen Typs ereignen. Sofern dieses Kriterium erreicht ist, wird der Knoten bzw. die Strecke durch die Poli- zei als Unfallhäufungsstelle gemeldet. Aufgrund der Verkehrsbelastung eines Knotens kann sich die Anzahl der Unfälle, die zu einer Identifikation als Unfallhäufungsstelle führt, erhöhen. Die Unfallkategorien sind wie folgt aufgeteilt: Kategorie 1: Verkehrsunfall mit Getöteten Kategorie 2: Verkehrsunfall mit Schwerverletzten Kategorie 3: Verkehrsunfall mit Leichtverletzten Kategorie 4: Schwerwiegender Verkehrsunfall mit Sachschaden Kategorien 5 – 7: Sonstige Sachschadenunfälle Neben diesen Einjahresbetrachtungen meldet die Polizei grundsätzlich Unfälle nach der Drei- jahresbetrachtung. Bei dieser Betrachtung sind die Richtwerte für die Meldung als Unfallhäu- fung sehr niedrig angesetzt. Treten beispielsweise in einem Knoten innerhalb von drei Jahren fünf Unfälle auf, bei denen Radfahrende oder zu Fuß Gehende leicht verletzt wurden, führt diese Zahl – unabhängig von den Ursachen oder von der Verkehrsbelastung – zur Meldung. Eine Meldung innerhalb der Dreijahresbetrachtung erfolgt ebenfalls, wenn in einem Knoten oder einer Strecke innerhalb dieses Zeitraums drei Verkehrsteilnehmer*innen schwer verletzt oder getötet wurden. Im Jahr 2024 wurden insgesamt 195 Unfallhäufungen nach der Dreijah- resbetrachtung gemeldet. Alle Unfallhäufungen wurden besprochen, jedoch wurden die Mel- dungen, bei denen direkt ersichtlich war, dass sie auf persönlichem Fehlverhalten beruhten oder sich die Unfälle stark voneinander unterschieden, in einem reduzierten Gremium zwi- schen Polizei und Verkehrsbehörde behandelt. Sie sind dann auch aus Gründen der Über- sichtlichkeit und der pragmatischen Arbeitsweise nicht in den Anlagen aufgeführt. Unfallhäu- fungen nach Dreijahresmeldung, bei denen sich tatsächlich Konzentrationen ergaben, wurden in den regulären Sitzungen der Unfallkommission besprochen und nach Lösungen gesucht. Diese Stellen und Linien sind in den Anlagen genannt. Bezeichnend ist hier aber auch, dass 2 nur bei wenigen Meldungen tatsächlich mögliche verkehrstechnische Maßnahmen gefunden oder geprüft werden konnten. Außer diesen Betrachtungen werden auch die tödlichen Verkehrsunfälle, die sich auf dem Köl- ner Stadtgebiet – mit Ausnahme der Unfälle auf den Autobahnen – ereigneten, besprochen. Nach Meldung der Unfallhäufungsstelle tritt die Unfallkommission, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Köln und der Polizei zusammensetzt, zusammen. Sie entscheidet – meistens unter direkter Beteiligung der Bezirksregierung – über Maßnahmen, die zur Reduzie- rung des Unfallaufkommens geeignet sind. Im Jahr 2024 wurde im Zuge der Einjahresbetrachtung für den Stadtbezirk Lindenthal neun Kreuzungen/Einmündungen und fünf Strecken als Unfallhäufungen gemeldet. Im Bereich der Aachener Straße/Klosterstraße/Oskar-Jäger-Straße verstießen Pkw-Fahrer auf der Aachener Straße, die nach links in die Klosterstraße abbiegen wollten, gegen das Rot- signal und kollidierten mit Straßenbahnen, die die Aachener Straße in Richtung Westen be- fuhren. Hier ließ die Verwaltung bereits Blenden an den Signalgebern installieren, da anzu- nehmen war, dass die Autofahrenden das Linksabbiege- und das Geradeaussignal verwech- selten. Die Innere Kanalstraße/Aachener Straße/Universitätsstraße trat immer wieder wegen Un- fallgeschehens in Erscheinung, bei dem Pkw-Fahrende, die von der Aachener Straße aus nach rechts auf die Universitätsstraße abbiegen wollten, mit den Radfahrenden auf dem zwei- richtungsradweg kollidierten. Alle einfachen Maßnahmen, wie Verdeutlichung des Radweges, Schutzblinker oder auch Ergänzungen der Verkehrszeichen brachten keine deutliche Redu- zierung der Unfälle. Hier beschloss die Verwaltung, dass der frei laufende Rechtsabbieger von der Aachener Straße auf die Universitätsstraße mittels Poller zu blockieren sei, damit die Pkw- Fahrenden nun auch signalisiert nach rechts abbiegen und so die Radfahrenden geschützt werden. Diese Maßnahme wurde im Zusammenhang mit der Einrichtung einer Fahrradstraße auf der Nebenfahrbahn der Universitätsstraße eingerichtet und erfolgte unter anderem auf er- heblichen Druck der Bezirksregierung als Aufsichtsbehörde. Die Unfallhäufungslinien der Zülpicher Straße waren in erster Linie auf Stürze von Radfah- renden im Schienenbereich zurückzuführen. Die Kölner Verkehrsbetriebe erprobten im Umfeld der Neusser Straße in Longerich Schienenabdeckungen bzw. Inlays, die solche Unfälle ver- hindern sollten. Leider wurden diese Versuche nicht von Erfolg gekrönt. In Deutschland und auch in den benachbarten Ländern (beispielhaft sei die Schweiz genannt) gibt es derzeit keine Absicherungen, die Schienenunfälle von Radfahrenden verhindern könnten. Alle anderen Unfallhäufungsstellen und –linien wurden geprüft. Bei allen waren die verkehrs- technischen Ausstattungen eindeutig und ausreichend und angemessene Maßnahmen zur zielgerichteten Erhöhung der Verkehrssicherheit waren nicht ersichtlich. Für die Dreijahresbetrachtung der Unfallhäufungsstellen wurden die Kreuzungen Berren- rather Straße/Sülzburgstraße und Sülzgürtel/Berrenrather Straße mit noch ausstehenden Maßnahmen aufgeführt. Hier steht noch die Umgestaltung der Berrenrather Straße an, die eine Erhöhung der Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden mit sich bringen dürfte. Einfache, kurzfristig umzusetzende Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit waren hier derzeit nicht ersichtlich. Diese Aussage gilt auch für die Dürener Straße. Sie wurde mit zwei Bereichen in denen sich Unfälle mit Radfahrenden ereigneten, gemeldet. Da diese Un- fälle aber auf unterschiedlichen Ursachen beruhten, waren auch hier keine kurzfristig umsetz- baren Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit ersichtlich. Auf der Weißhausstraße soll die Führung der Radfahrenden zukünftig über einen Fahrradschutzstreifen auf der Fahr- bahn erfolgen. Dazu muss aber zunächst eine Sanierung der Fahrbahn durchgeführt werden, die erst im Jahr 2026 beginnen soll. Maßnahmen, mittels derer die Verkehrssicherheit verbes- sert und die sofort umgesetzt werden könnten, waren auch hier nicht ersichtlich. 2023 ereigneten sich im Stadtbezirk Lindenthal ein tödlicher Verkehrsunfall. Am 09.04.2024 3 wurde eine Radfahrerin, die den Sülzgürtel in Richtung Luxemburger Straße befuhr, von ei- nem Lkw-Fahrer überrollt, der nach rechts in die Luxemburger Straße abbiegen wollte. Mög- licherweise hatte der Fahrer die Frau im Spiegel nicht wahrgenommen. Die Unfallkommission besichtigte diesen Bereich, stellte aber fest, dass die Beschilderung, Markierung und Signali- sierung grundsätzlich eindeutig und ausreichend waren. Die signaltechnische Trennung von geradeausfahrenden Radfahrenden und dem rechtsabbiegenden motorisierten Verkehr wurde untersucht, ließ sich aber nicht umsetzen. Anlagen 1. Unfallhäufungsstellen 2024 nach Einjahresbetrachtung 2. Unfallhäufungen 2024 nach Dreijahresbetrachtung (Unfallhäufungsstellen) 3. Tödliche Verkehrsunfälle 2024
2024 - Tödliche VU Anlage 3 - BV 3
371 Zeichen
Anlage 3 Datum Zeit Bezirk Straße Beteiligung (Alter) Folgen Ursac he 09.04.2024 15:51 Klettenberg Luxemburger Straße/Sülzgürtel/Klettenberg- gürtel Lkw (52) - R (63) 1 T (63) Lkw-Fahrer will nach rechts abbiegen und überrollt R - möglichereise "Toter-Winkel-Unfall" R - Radfahrerin T - Getöte/r Tödliche Verkehrsunfälle des Jahres 2024 im Stadtbezirk Lindenthal
2024 - Einjahresbetrachung Anlage 1 - BV 3
1486 Zeichen
Unfallhäufungsstellen 2024 im Bezirk Lindenthal Anlage 1 Standort Stadtteil Verkehrs- unfälle der Kategorie 1 - 4* davon Verkehrs- unfälle mit zu Fuß Gehenden davon Verkehrs- unfälle mit Rad-/E- Scooter- Fahrenden Unfallfolgen (T - Getötet / SV - Schwer- verletzt / LV - Leicht-verletzt Maßnahmen sind erfolgt Maßnahmen in Vorbereitung/ werden geprüft Kreuzung wurde überprüft - keine geeigneten Maßnahmen ersichtlich Aachener Straße/Klosterstraße/Oskar-Jäger- Straße Lindenthal 4 0 1 3 SV, 6 LV X X Bachemer Straße/Geibelstraße Lindenthal 4 0 1 2 LV X* Innere Kanalstraße/Aachener Straße/Universitätsstraße Lindenthal Neustadt-Nord 15 3 10 2 SV, 14LV X Luxemburger Straße - Strecke zwischen Scherfginstraße und Militärringstraße Klettenberg 6 0 5 3 SV, 3 LV X* Luxemburger Straße/Universitätsstraße/Weißhausstraße Sülz 6 1 3 1 SV, 5 lV X Zülpicher Straße - Strecke zwischen Ägidiusstraße und Redwitzstraße Sülz 3 0 3 3 LV X Zülpicher Straße - Strecke zwischen Leichtensternstraße und Sülzburgstraße Sülz 3 0 3 3 LV X Zülpicher Straße - Strecke zwischen Universitätsstraße und Gymnicher Straße Sülz 4 0 4 4 LV X Zülpicher Straße - Strecke zwischen Weyertal und Ägidiusstraße Sülz 4 1 2 3 LV X * Überwachung * Unfallkategorien 1 - Unfall mit einer getöteten Person 2 - Unfall mit einer schwer verletzten Person 3 - Unfall mit einer leicht verletzten Person 4 - Unfall mit erheblichem Sachschaden
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1694/2025
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 06.06.2025
- Erstellt
- 27.05.2025 17:24