Mandari Insight

3064/2019

Projektbericht: Qualitative und quantitative Bestandsermittlung und Evaluation der Proberaumsituation in Köln

Mitteilung Ausschuss 04.09.2019

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 17.09.2019, TOP 8.7

3064-2019 Anlage 1 Projektbericht Proberäume

· application/pdf

Ansehen

Mitteilung Ausschuss

· application/pdf

Ansehen

3064-2019 Anlage 1 Projektbericht Proberäume

75867 Zeichen

1
Projektbericht:
Qualitative und quantitative  
Bestandsermittlung und Evaluation 
der Proberaumsituation in Köln

Kulturamt
IMPRESSUM
Auftraggeber:
PopkulturKöln e. V .
Heliosstr. 6a
50825 Köln
Auftragnehmer:
SocioCologne e. V .
Universität zu Köln
Institut für Soziologie  
und Sozialpsychologie
Albertus Magnus Platz
50923 Köln
Verfasser: 
Heiko Rühl
ruehl@wiso.uni-koeln.de
Köln, im Juni 2019

3
INHALTSVERZEICHNIS
1  Aufgabenstellung und Zielsetzung...................................................................4
2  Einordnung. ..........................................................................................................5
3  Exkurs: Privater Klein- und Kleinstanbietermarkt. .......................................10
4  Recherche und Methodik ...............................................................................11
4.1  Recherche .........................................................................................................11
4.2  Methodik ..........................................................................................................11
4.3  Erhebungs- und Evaluationsleitfaden .................................................................12
4.4  Durchführung der Erhebung ..............................................................................12 
5  Empirische Ergebnisse.....................................................................................13
5.1  Bestand, Lage, Erreichbarkeit und Nutzbarkeit ..................................................13
5.2  Quantitative und qualitative Merkmale  .............................................................15
5.3  Mietkosten ........................................................................................................18
5.4  Sicherheitsrelevante Ausstattung .......................................................................19
5.5  Zugangskriterien und Nutzung ..........................................................................20
6  Evaluation des Proberaumangebotes von PopkulturKöln e. V . ................23
7  Zusammenfassung. ...........................................................................................26
8  Handlungsempfehlungen................................................................................29
Literaturverzeichnis ...................................................................................................31

4
1 Aufgabenstellung und Zielsetzung
Ziel des Projektes ist eine umfangreiche und sys-
tematische Erhebung der Musikproberäume für 
Rock-, Pop- und Jazzmusiker*innen unter quanti-
tativen und qualitativen Gesichtspunkten. Hierzu 
wird neben den professionellen Proberaumanbie-
tern des freien Marktes auch das Proberaumange-
bot des Vereins PopkulturKöln e. V . untersucht und 
evaluiert. 
PopkulturKöln e. V . erhält regelmäßig Fördergelder 
der Stadt Köln, um Proberäume zu unterhalten so-
wie neue Proberäume zu schaffen. Daher wird in 
Kapitel 6 erläutert, wie sich das mit öffentlichen 
Fördergeldern unterstützte Proberaumangebot 
des Vereins hinsichtlich Qualität und Nutzung von 
den Anbietern des freien Marktes unterscheidet. 
Die Konzeption der Erhebung wurde vom Auf-
traggeber PopkulturKöln e. V . durch die Bereitstel-
lung von Kontakten und Fachwissen zur Thematik 
unterstützt. 
Im zweiten Kapitel wird zunächst auf die Relevanz 
von Proberäumen als Arbeitsstätte der Künst-
ler*innen eingegangen. Dies wird ergänzt durch 
eine weitere Recherche zur Proberaumsituation in 
anderen deutschen Städten und die wichtigsten 
Befunde aus Medienberichten und Befragungen 
sind komprimiert dargestellt. Aus diesen Erkennt-
nissen entstand ein umfangreicher Erhebungsbo-
gen, der die qualitativen und quantitativen Aspek-
te der Proberäume erfasst. 
Im dritten Kapitel stellt ein Exkurs den privaten 
Proberaummarkt dar. Dieser sogenannte Graue 
Markt ergänzt das professionelle Angebot. 
Das vierte Kapitel erläutert die Recherche und die 
gewählte Methodik zur Erhebung des Proberaum-
angebotes. Die Entwicklung des Erhebungsleitfa-
dens ist kurz erläutert ebenso wie die Durchfüh-
rung der Erhebung. 
Die Ergebnisse dieser Erhebung finden sich in Ka-
pitel 5, das die empirischen Befunde detailliert 
darstellt. In Kapitel 6 werden die Proberauman-
gebote des PopkulturKöln e. V . mit dem Gesamt-
markt verglichen. Anhand der gewonnenen Be-
funde, der Einschätzungen der Befragten und der 
Literaturrecherche werden in Kapitel 7 die wich-
tigsten Ergebnisse gebündelt dargestellt. 
Abschließend wird in Kapitel 7 eine Reihe von 
Handlungsempfehlungen aufgelistet, die dazu 
dienen soll, den Bestand der aktuell vorhandenen 
Proberäume zu sichern, und es werden Maßnah-
men aufgezeigt, die die Schaffung neuer Räume 
ermöglichen.

5
2 Einordnung
Die städtische Unterstützung für Proberäume von 
Musiker*innen oder Atelierräume von Künstler*in-
nen anderer Kultursparten stellt eine aktive inf-
rastrukturelle Förderung der lokalen Kultur- und 
Kreativszene dar. 
Im Popkulturförderkonzept der Stadt Köln (2016)
ist  daher die Förderung von Probe- und Produk-
tionsräumen verankert. Es sieht vor, dass die Her-
richtung, der Ausbau und die Ertüchtigung von 
Proberäumen unterstützt werden. Um eine ent-
sprechende Förderung zu erhalten, muss die Nut-
zung der Räume für mindestens fünf Jahre ge-
währleistet sein und die Mieten im Rahmen des 
Mietspiegels liegen. 
So sind Proberäume für Musiker*innen für den jun-
gen musikalischen Nachwuchs in der Erprobung 
seines kreativen Potenzials ebenso bedeutend wie 
für bereits etablierte Bands, die in einem profes-
sionellen Umfeld ihre Karriere weiter vorantreiben 
möchten. Proberäume sind zudem notwendig, 
um ein breites Angebot an Musikunterricht durch 
professionelle Musiker*innen zu ermöglichen, die 
außerhalb etablierter Musikschulen arbeiten. 
Die vorhandenen Räume in Köln, die teilweise mit 
öffentlichen Mitteln finanziell gefördert werden, 
dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, 
dass dieses Angebot die Nachfrage nach geeigne-
ten Räumlichkeiten für Künstler*innen und Musi-
ker*innen nicht hinreichend befriedigen kann. Dies 
wird durch die Umfrage zur Ateliersituation und 
den Atelierbedarfen der Stadt Köln (2018) belegt. 
Die Situation auf dem Markt für Proberäume wird 
durch die Vorlage dieses Berichtes für die Sparte 
Musik ergänzt.
Die Stadt Köln unterstützt seit mehr als zwei 
Jahrzehnten den Verein PopkulturKöln e. V . durch 
regelmäßige finanzielle Förderungen, die es die-
sem ermöglichen, ein umfangreiches Angebot 
von Proberäumen zu unterhalten. Neben der 
Verwaltung der Objekte ist der Verein auch ak-
tiv in der Entwicklung und dem Bau neuer Pro-
beraumkomplexe. Aktuell entsteht eine weitere 
Halle mit 15 Proberäumen in Köln-Dellbrück auf 
einer Gesamtfläche von 400 Quadratmetern. Die 
Investitionskosten belaufen sich dabei auf rund 
400 000 Euro.  
Trotz des kontinuierlichen städtischen Engage-
ments ist ein ausreichendes Angebot an bezahl-
baren und qualitativ guten Proberäumen jedoch 
nach wie vor nicht gänzlich gegeben (Stadt Köln, 
2017). Ein Mangel an Proberäumen ist daher noch 
immer vorhanden – eine Tatsache, die auch in der 
Kulturentwicklungsplanung der Stadt Köln (2019) 
erneut thematisiert wird. Dieser konstatiert, dass 
bezahlbare Probe- und Atelierräume von zentraler 
Bedeutung sind, um das künstlerische und kreati-
ve Potenzial vollumfänglich zu entfalten. Es ist zu 
begrüßen, dass die Raumfrage für alle freien Kul-
tursparten zukünftig eine noch wichtigere Rolle 
im kulturpolitischen Handeln einnehmen soll, um 
zum einen bestehende Flächen zu erhalten und 
zum anderen neue Flächen zu erschließen. 
Proberäume stellen eine wichtige Arbeitsgrund-
lage für Künstler*innen dar – hier können sie ihr 
musikalisches Schaffen erproben und professiona-
lisieren. Der Verein PopkulturKöln e. V . schätzt, dass 
es in Köln mittlerweile über 1500 Bands gibt, die 
ein professionelles Proberaumumfeld benötigen 
(Christ, 2014). Ein wachsender Bedarf an Probe-

6
und Atelierräumen für Künstler*innen ist dabei 
nicht nur in der Stadt Köln, sondern auch in wei-
teren deutschen Großstädten wie Hamburg, Ber -
lin, Frankfurt, Düsseldorf, Chemnitz oder München 
(Neller, 2004; Dinger, 2009; Bons 2012; Winde 
2012; Biedermann, 2014; Röschenkämper 2014; 
Trenkler, 2017; Hartmann, 2019; Schulze 2019) 
festzustellen. 
Das bestehende Angebot an derartigen Räumen 
gerät teilweise zunehmend unter Druck, da Flä-
chen mit ebendiesen Nutzungen im Rahmen von 
Stadtentwicklungsmaßnahmen beispielsweise dem 
Bau von Wohnungen oder anderen ökonomisch 
gewinnbringenderen Nutzungen weichen müs-
sen. Verschärfte Sicherheitsanforderungen an be-
stehende Proberäume führen zudem dazu, dass 
Orte nicht weiter genutzt werden können, wenn 
sich der Betreiber eine Ertüchtigung – vorrangig 
aufgrund gestiegener Brandschutzauflagen – nicht 
leisten kann. 
Im Rahmen der Literaturrecherche zu diesem Pro-
jekt wurde man auf Medienberichte zu bedrohten 
Proberaumstandorten in vielen deutschen Städten 
aufmerksam, darunter Düsseldorf, Berlin, Trier, 
Chemnitz, Hamburg und München. In Köln sind 
nach den Kenntnissen des PopkulturKöln e. V . ak-
tuell drei Standorte in ihrem Fortbestand bedroht, 
die Bestandteil dieser Erhebung sind. Die drei Zen-
tren bieten zusammen etwa 60 Proberäume an. 
In den folgenden Absätzen wird erst auf eine Be-
standsaufnahme zum anbieterseitigen Proberaum-
angebot in Düsseldorf (2012) eingegangen. Da-
nach wird die Proberaumsituation an deutschen 
Musikhochschulen dargestellt. 
Anschließend folgen die Resultate aus Befragun-
gen von Bands, die deren aktuelle Proberaumsi-
tuation untersucht und ausgewertet haben sowie 
Mängel und Bedarfe aus Sicht der Musiker*innen 
aufgelistet werden konnten. 
Proberaum-Recherche Düsseldorf
Die Proberaum-Recherche (zakk, 2012) für Düs-
seldorf listet stichpunktartig, sortiert nach den 
einzelnen Standorten, den jeweiligen Umfang 
der Räume in den Zentren auf. Dies wird ergänzt 
durch eine eher unsystematische Aufzählung 
von weiteren Ausstattungs- und Sicherheits-
merkmalen der Räume und enthält Angaben zu 
den aktuellen Mietkosten und der Auslastung. 
Abgerundet wird der Bericht durch eine ebenso 
stichpunktartige Auflistung von Handlungsemp-
fehlungen, um konkret einzelne bedrohte Zen-
tren im Bestand zu halten, sowie Anregungen, 
städtische Immobilien für die Erschließung als 
Proberaumzentren zu überprüfen. Die Recher -
che zählt rund 300 Proberäume in Düsseldorf; 
während der Erstellung des Berichtes waren auf-
grund brandschutztechnischer Mängel zwei Orte 
akut in ihrem Fortbestand bedroht, die zusam-
men rund 120 Räume beherbergen. 
Befragung Musikhochschulen
Eine große Studierendenbefragung zu künstleri-
schen Übungs- und Proberäumen (Tyllilä, 2016) 
an neun deutschen Hochschulen für die Studien-
gänge Musik und Darstellende Künste ergab, dass 
Studierende die nicht ausreichende Anzahl von 
Räumen als stärksten Mangel bewerten. Das Ver-
gabeverfahren zum Zugang zu den Räumlichkei-
ten sowie die eingeschränkte zeitliche Verfügbar -
keit erhielten ebenso negative Bewertungen. Als 
eher befriedigend bewerteten die Befragten die 
Akustik sowie die Ausstattung der Übungs- und 
Proberäume. Positiv bewertet wurde die Lage der 
Räumlichkeiten – diese resultiert aus den eher zen-
tralen Lagen der jeweiligen Hochschulen innerhalb 
der Stadt.

7
Befragung München 
Umfangreiche Befragungen von Bands zu deren Pro-
beraumsituation wurden in München (2018) beauf-
tragt durch die Fachstelle Pop im Feierwerk München 
und in Münster (2014) von der städtischen Initiative 
münsterband.netz durchgeführt. Bei beiden Befra-
gungen standen die grundsätzlichen Gegebenheiten 
des städtischen Proberaummarktes im Zentrum der 
Untersuchung. Die Berichte liefern detaillierte Zah-
len zu unter anderem den Mietkosten und der qua-
litativen Ausstattung der zur Verfügung stehenden 
Räumlichkeiten. Neben der faktisch vorhandenen 
Ausstattung wurden zudem Merkmale und Anfor-
derungen abgefragt, nach denen ein Proberaum als 
„gut“ empfunden würde. 
Beide Erhebungen generieren zahlreiche interes-
sante Einblicke in die jeweiligen Strukturen der 
Proberaummärkte, die größtenteils exemplarisch 
mit der Situation auf dem Kölner Markt vergleich-
bar sind. Diese Befunde sind in diesem und den 
folgenden Absätzen kurz zusammengefasst. In 
München gaben rund 50 % der befragten Bands 
an, nach drei Monaten einen Proberaum gefunden 
zu haben. Weitere 15 % suchten bis zu sechs Mo-
nate lang, über ein Jahr waren nochmals 15 % der 
Befragten auf der Suche. 
Befragung Musiker*innen Münster
In Münster haben knapp 30 % der Bands keinen 
festen Proberaum zur Verfügung, in München sind 
es 20 %. Der wichtigste Grund dafür, dass kein 
Proberaum angemietet werden kann, ist ein zu 
hoher Mietpreis. Drei weitere Gründe sind Kündi-
gung durch den Vermieter, Abriss des Proberaums 
und veränderte Anforderungen an den Raum. Die 
drei relevantesten Mängel in bestehenden Probe-
räumen bilden eine unzureichende Schallisolation 
sowie eine nicht vorhandene oder nicht ausrei-
chende Belüftung. 30 % der Befragten geben an, 
dass die nicht vorhandene Heizung das relevan-
teste Problem sei. 
Die von den Bands geäußerten Merkmale, die ein 
Proberaum aufweisen muss, um als „gut“ empfun-
den zu werden, spiegeln diese Situation. Die Befun-
de zur gewünschten Ausstattung und den Eigen-
schaften des Proberaums können in zwei Blöcke 
untergliedert werden. Es handelt sich zum einen um 
raumspezifische Merkmale wie das Vorhandensein 
von Lüftung, Heizung, Fenster und/oder Tageslicht 
sowie eine ausreichende Schallisolation zwischen 
den Räumen und nach außen. Zudem wird eine 
Raumgröße zwischen 20 und 30 Quadratmetern 
als adäquat betrachtet, um den Raum mit weiteren 
zwei bis vier Bands teilen zu können. 
Der zweite Block der objektspezifischen Eigen-
schaften umfasst die Erreichbarkeit der Proberäu-
me mit dem ÖPNV und das Vorhandensein eines 
einfachen Be- und Entladewegs sowie ausreichen-
der Parkmöglichkeiten. Ebenso wird auf ein siche-
res Umfeld des Proberaumzentrums und saubere 
Sanitäreinrichtungen Wert gelegt. 
Zentrale Ergebnisse anderer Studien
Fasst man die Befunde der Untersuchungen und 
Befragungen zusammen, lässt sich eine Merkmal-
liste aus Sicht der Nutzer erstellen, die ein gutes 
Proberaumangebot charakterisiert: 
• Vorhandensein von Heizung und Belüftung
• Trockenheit des Proberaums
• Nutzbarkeit rund um die Uhr
• Existenz ausreichender Parkmöglichkeiten
• Vorhandensein einer Schließanlage für das 
Objekt und die Räume
• Sauberkeit der sanitären Anlagen
• Ausreichende Raumgröße für Mehrfachbele-
gung

8
Beide Erhebungen liefern zudem Einblicke in die 
Anbieterstruktur in den jeweiligen Städten. In 
München werden rund 400 Proberäume aufge-
führt, wobei der Großteil der Räume von einigen 
wenigen Anbietern zur Verfügung gestellt wird. 
Zusätzlich gibt es in Jugend-, Bürger- oder Stadt-
teilzentren ein Angebot an Räumen. Dieses um-
fasst im Regelfall nur einen Raum, einige Instituti-
onen bieten zwei oder drei Räume an. Der Zugang 
zu diesen Räumen ist stets reglementiert. Zum ei-
nen können diese Räume nur von Bands genutzt 
werden, deren Mitglieder in ihren frühen Zwanzi-
gern sind. Zum anderen ist die zeitliche Nutzbar -
keit auf wenige Stunden täglich begrenzt, wes-
halb das Angebot dieser Institutionen keine große 
Relevanz für den gesamten Proberaummarkt einer 
Stadt besitzt. Dies zeigen auch die Ergebnisse aus 
Münster: Hier proben rund 50 % der Bands in 
Zentren einiger weniger großer Anbieter. Weite-
re 42 % sind in privaten Räumlichkeiten bzw. Ge-
bäuden untergekommen. In Räumen öffentlicher 
Institutionen und Jugendzentren proben rund 10 
% der Bands.
Proberaumangebot in Köln
Das Angebot an Proberäumen in Köln lässt sich 
nach verschiedenen Anbietern aufschlüsseln, die in 
der folgenden Liste exemplarisch dargestellt sind: 
• Professionelle Betreiber von Proberaumzentren
• Private Klein- und Kleinstanbieter
• Öffentliche Einrichtungen (bspw. Jugend-, Bür-
ger oder Stadtteilzentren sowie Schulen und 
Kunst- und Musikhochschulen)
• Musikschulen (Nutzung geknüpft an Musik-
unterricht)
• Private Proberäume
Im Rahmen dieser Studie als professionelle Betrei-
ber von Proberaumzentren eingestuft werden sol-
che, die einen Mindestumfang von fünf Räumen 
am Markt anbieten. Die Betreiber können zudem 
anhand des Geschäftsmodells klassifiziert werden. 
Der überwiegende Teil der Befragten betreibt da-
bei ein „klassisches“ Vermietungsgeschäft. Ein 
Proberaum wird an einen Hauptmieter vermietet, 
dem zur Kostenreduktion eine Untervermietung 
erlaubt wird. Die Untervermietung wird vor allem 
von Laienmusiker*innen in Anspruch genommen. 
Musiker*innen, die (semi-)professionell arbeiten, 
sowie Einzelmusiker*innen, die regelmäßig Musik-
unterricht in ihren Räumen anbieten, teilen auf-
grund der eigenen hohen Auslastung ihre Räume 
nicht. 
Ein kleiner Teil der Anbieter arbeitet nach dem so-
genannten Sharing-Prinzip. Diese Anbieter vermie-
ten an alle Nutzer direkt und regeln überdies die 
Vergabe der Probetage und -zeiten in einem vorge-
gebenen Rhythmus. Die Anbieter von Sharing-Pro-
beräumen maximieren dadurch ihren finanziellen 
Ertrag und stellen, wie bei den Ortsbegehungen 
festgestellt, ein qualitativ gutes Proberaumange-
bot zur Verfügung. 
Die Raumangebote stehen unabhängig vom ge-
wählten Geschäftsmodell grundsätzlich allen Mu-
siker*innen offen, die zu den vorgegebenen Miet-
bedingungen ein Mietverhältnis eingehen. Die 
qualitative und quantitative Analyse dieser Ange-
bote steht im Zentrum dieser Untersuchung, die 
empirischen Ergebnisse werden detailliert in Kapi-
tel 5 präsentiert. 
Private Klein- und Kleinstanbieter haben im Regel-
fall nur einen Raum und in Ausnahmefällen bis zu 
drei Räume in der Vermietung. Die Angebote die-

9
ser Anbieter, die im Rahmen des Projektes ausfin-
dig gemacht werden konnten, fließen jedoch nicht 
explizit in die Darstellung der empirischen Ergeb-
nisse in Kapitel 5 dieses Berichtes ein. Da es sich 
jedoch um ein relevantes Angebot für den Kölner 
Proberaummarkt handelt, wird auf die Strukturen 
sowie die Qualität und Quantität dieser Angebote 
in Kapitel 3 eingegangen. 
Öffentliche Einrichtungen wie Jugend-, Bürger- 
oder Stadtteilzentren sowie Schulen und Kunst- 
und Musikhochschulen sind in der Vergabe ihrer 
Proberäume größtenteils klientelgebunden. In 
Einrichtungen wie Jugend-, Bürger oder Stadtteil-
zentren sind es Jugendliche und Schüler, die die 
Proberäume nutzen dürfen. An Hochschulen ste-
hen die häufig mit einem soliden Grundstock an 
Equipment ausgestatteten Räume den Student*in-
nen nur bis zum Abschluss des Studiums zur Ver -
fügung. Entsprechend müssen Musiker*innen ab 
einem bestimmten Alter (Anfang 20 ist das gän-
gigste Kriterium) oder mit Beendigung des Stu-
diums anderweitige Angebote für Proberäume in 
Anspruch nehmen. Eine weitere Gemeinsamkeit 
dieser Proberaumangebote ist, dass die Nutzung 
nur in einem bestimmten, häufig zeitlich stark re-
glementierten Zeitfenster möglich ist. Darüber hi-
naus ist ein Proberaum in Schulen oder Jugend-, 
Bürger- oder Stadtteilzentren hinsichtlich der qua-
litativen Ausstattung nicht mit den Angeboten des 
freien Marktes vergleichbar. 
Musikschulen bieten, wenn sie Proberäume in 
ihren Räumlichkeiten zur Verfügung stellen, diese 
nur zur Nutzung an, wenn das Dienstleistungsan-
gebot des Musikunterrichts ebenso wahrgenom-
men wird. Da es sich hierbei um eine Vermischung 
von Dienstleistung und Proberaumangebot han-
delt, spielt es für eine tiefergehende Betrachtung 
innerhalb dieses Berichtes keine Rolle. 
Durch die Gespräche mit Musiker*innen im Rah-
men des Projektes wurden immer wieder private 
Proberäume thematisiert. Sowohl semiprofessio-
nelle als auch professionelle Musiker*innen haben 
sich in finanzieller Eigenregie selbst teilweise sehr 
hochwertige Räume für Probe- und Aufnahme-
zwecke ausgebaut. Diese Räume können aufgrund 
des mangelnden Zugangs nicht in diesem Bericht 
berücksichtigt werden.

10
3 Exkurs:  
Privater Klein- und Kleinstanbietermarkt 
Wie bereits im vorherigen Kapitel erläutert, existie-
ren in Köln zahlreiche private Anbieter von Probe-
räumen, die häufig nur einen, in Ausnahmefällen 
bis zu drei Räume in ihrem Bestand haben. Diese 
Angebote bilden einen Grauen Markt für Probe-
räume, da sie in der Qualität und der sicherheits-
relevanten Ausstattung häufig nicht den gängigen 
Marktstandards entsprechen. 
Während der Projektlaufzeit wurde der Versuch 
gemacht, den Umfang dieses Angebotes mithilfe 
einer Online-Recherche zu ermitteln. Dies gestal-
tete sich aufgrund nicht vorhandener Onlineprä-
senzen der meisten dieser kleinen Anbieter jedoch 
schwierig. Durch die Einbeziehung von Onlinepor-
talen wie proberaum.de oder eBay-Kleinanzeigen 
konnte am Ende eine Reihe von Angeboten identi-
fiziert werden. 
Auffällig war bei dieser Art von Onlineangeboten, 
dass nur in Ausnahmefällen namentlich genann-
te Ansprechpartner oder firmenähnliche Kontakt-
daten vorhanden sind. Telefonnummern, die eine 
direkte persönliche Kontaktaufnahme ermöglicht 
hätten, waren in fast keinem Fall vorhanden. Im 
Regelfall musste eine Anfrage über die internen 
Nachrichtenseiten der jeweiligen Portale gestellt 
werden. Daher wurde wie bei den professionellen 
Anbietern eine E-Mail gesendet, in der der Zweck 
der Untersuchung erläutert und ein Terminwunsch 
für ein persönliches Gespräch zu den angebotenen 
Räumen formuliert wurde. Rückmeldungen auf 
diese Kontaktversuche gab es selten. Wenn den-
noch ein schriftlicher oder telefonischer Kontakt 
zustande kam, wurde nach einer weiteren Erläu-
terung des Untersuchungsvorhabens eine Teilnah-
me abgelehnt. Auch bestand kaum Bereitschaft, 
telefonisch nähere Auskunft über die Eckdaten der 
angebotenen Räume hinsichtlich der qualitativen 
Ausstattung zu geben. Aufgrund der teilweise vor-
handenen Bilder in den Onlineanzeigen kann da-
von ausgegangen werden, dass der Großteil dieser 
Räume hinsichtlich der Qualität nicht mit dem pro-
fessionellen Proberaummarkt vergleichbar ist. 
Der schwierige Zugang zu diesen Anbietern von 
(Einzel-)Räumen sowie teilweise veraltete Anzei-
gen für Proberäume machen es schwierig, den 
genauen Umfang des Angebotes auf dem Grauen 
Markt zu beziffern. Auch bei Gesprächen mit den 
Musiker*innen in den einzelnen Proberaumzentren 
wurde mehrfach auf diese Art der Angebote hin-
gewiesen. Da diese Räume ebenso wie die Räume 
in Proberaumzentren häufig über die persönlichen 
Netzwerke der Musiker*innen bzw. Mundpropa-
ganda vermittelt werden, ist davon auszugehen, 
dass die gefundenen privaten Proberäume nur 
einen Teil dieses Marktes darstellen. Insgesamt 
wurden bei der wiederholten Suche nach Probe-
raumangeboten in diesem Marktsegment rund 30 
Angebote für insgesamt rund 50 Räume gefun-
den, die für die Nutzung als Proberaum für Musi-
ker*innen geeignet erschienen. 
Da für diese Angebote an Proberäumen kein um-
fassender Marktüberblick gegeben ist, kann der 
absolute Umfang dieser Räumlichkeiten nicht 
qualifiziert benannt werden. Daher fließen die im 
Rahmen der Recherche gefundenen circa 50 Pro-
beräume nicht in die Darstellung der Erhebungs-
ergebnisse in Kapitel 5 mit ein.

11
4 Recherche und Methodik
4.1 Recherche
Die Recherche zu den Anbietern von Proberäu-
men wurde unterstützt durch den Auftraggeber. 
So wurde gewährleistet, dass ein möglichst voll-
ständiger Überblick über das Marktangebot ge-
geben ist. Zusätzlich wurde während der Projekt-
laufzeit in regelmäßigen Abständen wiederholt 
zu Proberaumangeboten zur Haupt- oder Unter -
miete recherchiert. Obwohl eine hohe Nachfra-
ge nach Proberäumen existiert, liefert kein Portal 
einen umfassenden Überblick über alle Probe-
raumangebote innerhalb einer Stadt. Die beste 
Übersicht über potenziell verfügbare Proberäume 
bietet das Portal proberaum.de. Zusätzlich finden 
sich in regelmäßigen Abständen Angebote bei 
eBay-Kleinanzeigen. Die Annoncen lassen sich in 
drei Kategorien unterteilen. Zum einen handelt es 
sich um Angebote von Musiker*innen, die einen 
Raum in einem Proberaumzentrum eines profes-
sionellen Anbieters mieten und einen Untermieter 
für bestimmte Zeitfenster suchen. Die zweite Ka-
tegorie bildet Angebote für Proberäume ab, die 
sich bei tiefergehender Recherche vornehmlich an 
andere Kunstsparten, beispielsweise Tanz, richten 
oder nur für bestimmte Musiksparten, zum Bei-
spiel Trommelgruppen, anmietbar sind. Zudem 
beschränkt sich die Verfügbarkeit bei diesen An-
geboten häufig auf bestimmte Zeitfenster in der 
Woche. Zuletzt handelt es sich um Proberauman-
gebote, die an Angebote von Tonstudios gekop-
pelt sind.
4.2 Methodik
Zur Erhebung der professionell vermarkteten 
Proberaumangebote in Köln wurden leitfaden-
gestützte, teilstandardisierte Interviews als Unter-
suchungsmethode gewählt. Zusätzlich zu den 
Interviews mit den Betreibern oder deren Ange-
stellten wurden größtenteils auch die Objekte und 
die dortigen Proberäume begutachtet. Die Cha-
rakteristika eines guten Proberaums aus Sicht der 
Musiker*innen wurden durch eine Literaturrecher-
che gesammelt und sind in Kapitel 2 dargestellt 
(Flick, 2011). Ergänzt wird dieser Multimethoden-
ansatz schließlich durch eine Reihe von Zeitungs-
berichten, die Proberäume häufig im Kontext einer 
drohenden Schließung thematisieren. Abgerundet 
werden die gewonnen Befunde durch die persön-
lichen Gespräche mit Bandmitglieder*innen, die 
das Kölner Proberaumangebot nutzen (Kuckartz, 
2014). 
Ziel der Erhebung ist neben der detaillierten Dar -
stellung des professionellen Proberaumangebotes 
in Köln auch die Evaluierung des Proberaumange-
botes des Vereins PopkulturKöln e. V ., das ausführ-
lich in Kapitel 6 dargestellt wird. Die Evaluation 
soll eine Grundlage liefern, um zu bewerten, ob 
die öffentlichen Mittel, die der Verein regelmäßig 
erhält, zielgerichtet zu einer effizienten Probe-
raumversorgung in Köln beitragen (Stockmann, 
2004). Im Besonderen wird untersucht, ob die zur 
Verfügung gestellten Proberäume des Popkultur -
Köln e. V . für die Nutzer qualitativ gute Räumlich-
keiten sind. Zudem wird dargestellt, wie die Preis-
struktur dieses Angebotes im Vergleich zum freien 
Markt einzuordnen ist. Die Evaluation soll dazu 
beitragen, dass die gewonnenen Erkenntnisse in 
die zukünftige praktische Arbeit des Vereins mit-
einfließen, um das Angebot effizient und effektiv 
auf die Nachfrage abstimmen zu können.

12
Darüber hinaus sollen die Erkenntnisse über den 
Kölner Proberaummarkt eine Grundlage für die 
Ableitung von Handlungsempfehlungen liefern. 
Diese Empfehlungen zielen einerseits darauf ab, 
dass bestehende Orte und Flächen im Stadtgebiet 
auch bei zukünftigen Stadtentwicklungsmaßnah-
men berücksichtigt und in die Entwicklung inte-
griert werden. Zusätzlich werden Möglichkeiten 
aufgezeigt, neue Räume zu schaffen, um die hohe 
Nachfrage nach ebendiesen besser befriedigen zu 
können.
4.3 Erhebungs- und  
Evaluationsleitfaden
Der Erhebungs- und Evaluationsleitfaden wurde 
anhand der Ergebnisse der Literaturrecherche er -
arbeitet und unter Mitwirkung des Auftraggebers 
finalisiert. Um den Erhebungsbogen zu testen, 
wurden zwei Ortsbegehungen in den Objekten 
des PopkulturKöln e. V . durchgeführt. Anschlie-
ßend wurden nochmals kleinere Anpassungen für 
die Erhebung der weiteren Zentren vorgenom-
men. 
Der Erhebungsbogen ist in vier Elemente aufge-
teilt. Zunächst werden die relevanten Faktoren 
zum Objekt und zu dessen Nutzbarkeit erfragt. Im 
zweiten Block stehen die qualitativen Aspekte der 
Proberäume im Fokus. Im dritten Block werden 
die sicherheitsrelevanten Merkmale festgehalten 
und im vierten Block werden der Zugang sowie 
sonstige Merkmale erfasst. Der Erhebungsbogen 
wurde so konzipiert, dass eine zukünftige Über -
prüfung der hier dargestellten Ergebnisse möglich 
ist.
4.4 Durchführung der Erhebung
Die Kontaktaufnahme zu den Betreibern bzw. 
Mitarbeitern der Proberaumzentren erfolgte tele-
fonisch oder schriftlich. Hierbei wurden das Pro-
jekt sowie dessen Ziele erläutert. Zudem wurde 
um einen persönlichen Interviewtermin und einen 
Termin zur Besichtigung der angebotenen Räum-
lichkeiten gebeten. Die Anbieter zeigten sich mit 
einer Ausnahme sehr offen für die Projektteilnah-
me. Abgesehen von zwei Interviews konnten alle 
persönlich durchgeführt werden, in den beiden 
Ausnahmefällen wurden die Fragen telefonisch 
beantwortet. Bei den Ortsbegehungen zur Begut-
achtung der qualitativen Ausstattung der Räum-
lichkeiten wurden stets entweder eine ausreichen-
de Anzahl oder alle vorhandenen Räumlichkeiten 
zugänglich gemacht. Die Interviews und Ortsbe-
gehungen fanden zwischen März 2018 und Janu-
ar 2019 statt.

13
5 Empirische Ergebnisse
Die Ergebnisse der Ortsbegehungen professionel-
ler Proberaumzentren in Köln sowie die Rauman-
gebote des PopkulturKöln e. V . werden in den fol-
genden Unterkapiteln dieses Abschnitts detailliert 
dargestellt. 
Zunächst werden die Lage und die Verteilung der 
Zentren sowie ggf. vorhandene Einschränkungen 
in der zeitlichen Nutzbarkeit präsentiert. Die qua-
litativen und quantitativen Merkmale, die in Ka-
pitel 5.2 aufgeführt werden, zeigen die Varianz 
des Marktangebotes auf. Zudem wird auf die Kos-
ten dieser Angebote detailliert eingegangen. Im 
Unterpunkt 5.4 stehen die sicherheitsrelevanten 
Ausstattungsmerkmale im Vordergrund. Abschlie-
ßend wird der Zugang zu freien Raumangeboten 
in dem von einer starken Nachfrage geprägten 
Markt aufgezeigt. 
In Kapitel 6 wird anhand der Gliederung des em-
pirischen Teils das Proberaumangebot von Pop-
kulturKöln e. V . evaluiert, um es mit den Anbietern 
des freien Marktes zu vergleichen.
5.1 Bestand, Lage, Erreichbarkeit 
und Nutzbarkeit
Die Karte zeigt die geografi  sche Verteilung der 
Proberaumzentren im Stadtgebiet. Es ist klar zu 
erkennen, dass die Proberaumzentren bis auf we-
nige Ausnahmen allesamt am Rand oder außer-
halb des innerstädtischen Stadtgebietes liegen. 
bis 10 Proberäume 10 - 20 Proberäume 20 - 30 Proberäume 30 - 40 Proberäume über 50 Proberäume

14
Klassifiziert man die jeweiligen Lagen anhand des 
Flächennutzungsplans, liegt der überwiegende 
Anteil der Zentren in Misch- oder Gewerbegebie-
ten. Diese Lagen bieten den Vorteil, dass im Re-
gelfall keine Wohnbebauung in der unmittelbaren 
Umgebung ist und potenzielle Beschwerden Drit-
ter durch den Proberaumbetrieb nicht vorkom-
men.  
 
Eine Einschränkung der zeitlichen Nutzbarkeit ist 
bei 72 % der Proberäume nicht vorhanden, das 
heißt, die Musiker*innen können dort rund um die 
Uhr proben. 
 
Bei vier Zentren ist eine Nutzung nur in einem 
Zeitfenster von 7:00 Uhr bis 22:00 Uhr bzw. 7:00 
Uhr bis 24:00 Uhr möglich. Ein Zentrum ist nur 
ab 16:00 Uhr bis morgens um 7:00 Uhr für Bands 
nutzbar. Die vorhandenen zeitlichen Einschränkun-
gen des Proberaumbetriebes resultieren haupt-
sächlich aus Auflagen des Bauaufsichtsamtes. Das 
Proberaumzentrum, das eine Nutzung nur in der 
Zeit von 16:00 Uhr bis 7:00 Uhr gestattet, befin-
det sich unterhalb eines Bürogebäudekomplexes, 
sodass eine Nutzung während der regulären Büro-
zeiten nicht erlaubt ist. 
 
Alle Proberaumzentren können sowohl mit dem 
Pkw als auch mit einem (kleineren) Transporter 
angefahren werden. Dieser Aspekt ist für das Be- 
und Entladen des teilweise sperrigen Equipments 
der Bands essenziell. Die Anfahrt mit einem Lkw 
ist bei 55 % der untersuchten Objekte möglich.
Anfahrtsmöglichkeiten
Pkw
Transporter
Lkw
100 %
100 %
55 %
Be- und Entladesituation
Ebenerdig
Rampe
AufzugTreppe
20 %
15 %
15 %55 %
Baurechtliches Nutzungsgebiet
 Mischgebiet
Wohngebiet
50 %
10 %
40 %
Gewerbe-
gebiet
Zeitliche Nutzbarkeit
24 Stunden
75 %
25 %
unter 24 
Stunden

15
Anfahrt mit ÖPNV
Bahn
Bus
100 %
80 %
Lage der Proberäume
OG
EG
UG
35 %
65 %
50 %
Parkmöglichkeiten
genügend
keine
ungenügend
86 %
9 %
5 %
  Je nach Größe der Proberaumzentren sind die 
Räume über verschiedene Etagen im Gebäude ver-
teilt. Schwerpunktmäßig ist dies das Erdgeschoss, 
65 % der Zentren haben dort Proberäume. Vor al-
lem für die Be- und Entladung sind solche Räume 
von Vorteil. In der Hälfte der untersuchten Zentren 
befinden sich zudem Räume im Untergeschoss. 
 
Im Obergeschoss liegen nur 35 % der Räume. Die 
Mieter von Räumen im Unter- oder Obergeschoss 
müssen die Be- und Entladung über Treppen oder 
Aufzüge erledigen, wobei Aufzüge nur in sehr we-
nigen Zentren vorhanden sind und das Equipment 
somit häufig über das Treppenhaus in die Räume 
des Ober- oder Untergeschosses gebracht werden 
muss. 
 
Parkmöglichkeiten sind bei fast allen Objekten in 
ausreichender Zahl – im Verhältnis zu der jewei-
ligen Anzahl der Mieter – vorhanden. Lediglich 
zwei Orte haben nur ein eher unzureichendes An-
gebot an Parkmöglichkeiten für die Anfahrt und 
die Be- und Entladung. Ein Zentrum verfügt über 
keinerlei Parkplätze, die Be- und Entladung erfolgt 
hier über das Parken im öffentlichen Straßenland. 
 
Die Erreichbarkeit mit dem ÖPNV ist bei allen 
Zentren gegeben. Eine KVB-Haltestelle liegt fuß-
läufig durchschnittlich zwischen 10 und 20 Minu-
ten entfernt. Bei 80 % der Zentren gibt es zudem 
eine Busanbindung, die Haltestellen sind fußläufig 
zwischen 5 und 15 Minuten entfernt. Bei einer 
Nutzung des Proberaums bis in die späten Abend-
stunden ist somit auch eine Abreise mit dem ÖPNV 
noch möglich. 
5.2 Quantitative und qualitative  
Merkmale 
Die folgende Tabelle zeigt die Anzahl sowie die 
Größenverteilung der untersuchten Proberäume. 
Von den 418 analysierten Räumen fallen 24 % 
in die Größenklasse 15 bis 19 Quadratmeter und 
weitere 28 % in die Kategorie 20 bis 24 Quadrat-
meter. Große Räume mit 35 Quadratmetern und 
mehr haben einen Anteil von 15 % am Gesamt-
bestand. Rund 10 % der angebotenen Proberäu-
me messen 14 Quadratmeter und weniger. Die 
Befragungsergebnisse der Münchner Studie zur

16
notwendigen Mindestgröße zeigen, dass solche 
Räume von Bands nicht präferiert werden, da sie 
für eine Mehrfachbelegung ungeeignet sind. Die-
se Räumlichkeiten bieten sich allenfalls für Einzel-
musiker*innen oder -produzent*innen als adäqua-
tes Arbeitsumfeld an. Die aufgeführten kleinen 
Räumlichkeiten entfallen zu rund 80 % auf einen 
größeren Anbieter im Kölner Markt. 
Die akustische Qualität eines Proberaums hängt 
maßgeblich von seiner baulichen Struktur ab. Die 
bauliche Struktur der Raumtrennung ist dabei we-
sentlich dafür, wie schalldicht der jeweilige Raum 
ist, um die Beeinträchtigung zu den benachbarten 
Räumen möglichst gering zu halten. Gemauer -
te Trennwände bieten dabei einen guten Schall-
schutz, rund 55 % der untersuchten Proberäume 
in Köln sind entsprechend gebaut. Die anderen 
Proberäume sind durch sogenanntes Ständerwerk 
voneinander getrennt. Die Güte der Schallisola-
tion wird dabei bestimmt durch die verwendeten 
Materialien. Die qualitativ hochwertigste Bauwei-
se ist gegeben, wenn das Ständerwerk von beiden 
Seiten doppelt beplankt ist und die verwendeten 
Platten zusätzlichen Schallschutz aufweisen. Zu-
dem wird zwischen dem Ständerwerk eine spe-
zielle Isolationsdämmung eingebracht, um die 
Schalldurchlässigkeit zusätzlich zu minimieren.
Zusätzlich zu der Bauweise mit Ständerwerk in 
einem sogenannten „Raum in Raum“-System 
zeichnen sich hochwertige Proberäume durch die 
Entkopplung der Böden von den Trennwänden 
mithilfe von Fließestrich aus. Die bauliche Um-
setzung für eine solche Maßnahme ist aufwendig 
und kostenintensiv, weshalb sie nur in 35 % der 
Proberaumzentren umgesetzt ist. 
55 % der Proberäume verfügen nicht über Fens-
ter oder Deckenlichter für direktes oder indirektes 
Tageslicht. In den verbleibenden 45 % der Zent-
ren sind zumindest teilweise Räume mit Tageslicht 
vorhanden. 
 
Eine Lüftungsanlage ist in 60 % der Zentren in al-
len Räumlichkeiten vorhanden. Bei weiteren 15 % 
ist eine Lüftungsanlage nur teilweise vorhanden. 
Aufgrund der baulichen Gegebenheiten und der 
damit verbundenen hohen Investitionskosten ist 
der weitere Lüftungsausbau bis dato nicht reali-
siert worden. Ein Viertel aller Proberaumzentren 
verfügt über keine Belüftungsmöglichkeit für die 
Proberäume. 
Lüftungsanlage
ja
teilweise
nein 60 %25 %
15 %
Raumgrößen 
in m2
Anzahl der 
Proberäume
Anteile  
Proberäume
1–4 7 1,7 %
5–9 8 1,9 %
10–14 29 6,9 %
15–19 101 24,2 %
20–24 120 28,7 %
25–29 67 16,0 %
30–34 21 5,0 %
35–39 44 10,5 %
40+ 21 5,0 %
Gesamt: 418

17
Heizung
ja
teilweise
nein
10 %
55 %
35 %
Backline Bestand
ja
nein
10 %
90 %
 
Bei 55 % der Proberaumzentren sind Heizungen in 
den Proberäumen vorhanden. Bei weiteren 10 % 
der Zentren sind zumindest in manchen Räumen 
Heizungen vorhanden. Bei 35 % der Zentren gibt 
es keine fest installierte Heizungsanlage, teilweise 
wurde darauf aufgrund der hohen Investitions-
kosten verzichtet. Gemäß den Informationen der 
Betreiber ist eine Heizung vor allem dann nicht er-
forderlich, wenn die Proberäume gut isoliert sind. 
Dann temperieren sich die Räume durch die Gerä-
te der Musiker*innen schnell selbst. Zusätzlich ist 
der Einsatz von Stromradiatoren möglich. 
Sanitäre Anlagen sind in allen Zentren vorhanden, 
häufig auch mit separaten WCs für Damen und 
Herren. Die Reinigung wird stets vom Anbieter 
der Räume organisiert und findet in wenigen Fäl-
len täglich, üblicherweise ein- oder zweimal wö-
chentlich statt. Die besichtigten Sanitäranlagen 
schienen allesamt in einem zumindest ordentli-
chen Zustand zu sein. 
 
Tonstudios für professionelle Aufnahmen sind nur 
an vier Standorten verfügbar. In einer Reihe von 
Proberäumen, die eine ausreichende Grundlage 
aufweisen, haben sich die Musiker*innen in Eigen-
regie und auf eigene Kosten teilweise semiprofes
sionelle Aufnahmestudios eingebaut. Bei der Re-
cherche wurden einige Anbieter identifiziert, die 
mit einem Proberaumangebot warben, das jedoch 
an die Nutzung der dortigen Aufnahmemöglich-
keiten gekoppelt war. Das reine Proben ohne In-
anspruchnahme der Dienstleistung des integrier -
ten Tonstudios war nur in Einzelfällen möglich. 
 
Eine Equipment-Basisausstattung – mit beispiels-
weise Drumkits, PAs oder Mischpult – ist nur bei 
zwei professionellen Anbietern vorhanden, die 
ihre Räume nach dem Sharing-Prinzip betreiben. 
Die teilweise weitergehende Ausstattung mit 
sonstiger Backline stellt ein Serviceangebot des 
Tonstudio
ja
nein
20 %
80 %

18
Raumgrößen 
in m2
Mietpreis pro 
qm / warm 
Minimum
Mietpreis pro 
qm / warm 
Maximum
Raummiete 
warm / Mini-
mum
Raummiete 
warm/ Maxi-
mum
Raummiete 
warm/ Pop-
kultur
1–4 23,00 € 23,00 € 80,00 € 80,00 € n/a
5–9 14,00 € 23,00 € 98,00 € 161,00 € n/a
10–14 10,50 € 21,00 € 126,00 € 252,00 € n/a
15–19 7,65 € 21,00 € 130,00 € 459,00 € n/a
20–24 9,50 € 27,00 € 210,00 € 590,00 € 265,00 €
25–29 10,50 € 27,00 € 290,00 € 725,00 € 325,00 €
30–34 10,50 € 18,00 € 336,00 € 850,00 € 384,00 €
35–39 7,65 € 27,00 € 390,00 € 800,00 € 407,00 €
40+ 7,65 € 18,00 € 330,00 € 775,00 € 400,00 €
Anbieters dar, das sich im Mietpreis der Räume 
widerspiegelt.
Gemeinschaftlich nutzbare Aufenthaltsräume, 
teilweise mit der Möglichkeit des Getränkeer -
werbs, bieten nur fünf größere Zentren für ihre 
Mieter an. Noch seltener ist die Möglichkeit gege-
ben, innerhalb des Proberaumzentrums auf einen 
Aufführungsraum zurückzugreifen; lediglich ein 
Zentrum bietet diese Möglichkeit an.
5.3 Mietkosten
Die Information über die Mietpreise für Räume in 
Proberaumzentren ist für die Mietinteressenten 
bei den meisten Anbietern online nicht verfügbar. 
Wenn Preise angegeben sind, werden im Regel-
fall die Warmmiete pro Quadratmeter sowie der 
Gesamtpreis angeben. Eine klare Aufschlüsselung 
zwischen den geforderten Kalt- und Warmmiet-
preisen erfolgt in der Regel nicht. Die Vermieter 
berechnen meistens eine Nebenkostenpauschale, 
die sich an Erfahrungswerten orientiert. 
Die Höhe der monatlichen Mietpreise insgesamt 
sowie pro Quadratmeter, die in der folgenden Ta-
belle dargestellt sind, wurde gestaffelt nach den 
Raumgrößen erhoben. Anbieter, die ihre Mietprei-
se nicht online darstellten, wurde im Rahmen der 
Befragung um eine entsprechende Aufschlüsse-
lung gebeten. Bis auf zwei Betreiber wurde die in-
terne Preisstruktur offen kommuniziert. Die Miet-
preise in zwei Zentren, in denen keine exakten 
Angaben erfolgten, konnten die Preise dennoch 
approximativ festgehalten werden. 
Die Warmmiete pro Quadratmeter liegt in einer 
Spanne von knapp 10 € pro Quadratmeter bis zu 
27 Euro pro Quadratmeter. Die Differenzen der 
aufgerufenen Preise spiegeln dabei nur teilweise 
die qualitativen und sonstigen Ausstattungsmerk-
male der Räume wider. Das obere Ende der Preise 
für die Warmmiete von circa 20 Euro pro Qua-
dratmeter und mehr ergibt sich durch Anbieter, 
die ihre Räumlichkeiten nach dem Sharing-Prinzip 
vermieten. 
Vergleicht man die Warmmiete pro Quadratme-
ter anhand der Raumgrößen, lässt sich feststel-
len, dass kleinere Räume überproportional mehr 
kosten als größere oder große Räume mit einer 
Grundfläche von 30 Quadratmetern und mehr.

19
Die Quadratmeterpreise für sehr kleine Räume mit 
Flächen unter neun Quadratmetern sind am teu-
ersten. 
Die am häufigsten verfügbaren Raumgrößen in 
Köln liegen zwischen 15 und 24 Quadratmetern. 
Zusammen bilden sie über 50 % der insgesamt 
verfügbaren Räume ab. Die Preise für diese Räu-
me haben dabei eine beträchtliche Spannweite. In 
der Kategorie 15 bis 19 qm variieren die Preise von 
130 Euro bis knapp 460 Euro Miete pro Monate. 
Die nächste Kategorie von 20 bis 24 qm hat eine 
Spannweite von 210 Euro bis zu 590 Euro monat-
lich. Die Preise am oberen Ende sind bedingt durch 
Sharing-Anbieter, die durch ihr Geschäftsmodell 
die Auslastung und den Ertrag maximieren.
PopkulturKöln e. V . verfügt überwiegend über Pro-
beräume, die in die Kategorie 20 bis 24 qm fallen 
oder in den darüber befindlichen Raumkategorien 
liegen. Der Vergleich der monatlichen Mietkosten 
des Vereins mit dem Gesamtmarkt zeigt deutlich, 
dass die Preise stets am unteren Ende des allge-
meinen Marktpreises liegen. Im Vergleich zu den 
jeweils teuersten Anbietern jeder Kategorie sind die 
Mietpreise des Vereins teilweise um bis zu 50 % 
niedriger.
Die Nebenkosten für Strom und Heizung – soweit 
diese vorhanden sind – werden bei 75 % der An-
bieter pauschal abgerechnet und in Abhängigkeit 
der Quadratmeterzahl des jeweiligen Raums auf 
die Kaltmiete aufgeschlagen. 
 
Eine verbrauchsgetreue Abrechnung der Neben-
kosten ist hingegen bei PopkulturKöln e. V . gege-
ben. Die Mieter zahlen zusätzlich zur Kaltmiete 
eine monatliche Vorauszahlung für die Nebenkos-
ten, die einmal jährlich mit dem Verbrauch abge-
glichen wird. 
5.4 Sicherheitsrelevante Ausstattung
Sicherheitsrelevante Aspekte für Proberäume las-
sen sich in zwei Teilbereiche aufgliedern. Zum 
einen handelt es sich hier um die Sicherheit des 
Proberaumzentrums im Hinblick auf den Zugang 
zum Gebäude und den Räumen selbst sowie um 
dessen Überwachung. Zum anderen spielen in 
diesem Zusammenhang die Sicherheitsauflagen 
eine Rolle, die im Kontext der Bauauflagen (vor -
beugender Brandschutz) zu beachten sind, wie 
bspw. Brandmeldeanlagen, Brandschutztüren so-
wie ausreichende Flucht- und Rettungswege und 
deren Kennzeichnung.
Abrechnung Stromkosten
pauschal
Zähler
75 %
25 %
Kameraüberwachung
janein 50 %50 %

20
Brandmeldeanlage
nein
optisch
akustisch
beides
25 %
25 %
35 %
15 %
Um Einbruch und Diebstahl von Equipment vorzu-
beugen, ist rund die Hälfte der Objekte mit einer 
Kameraüberwachung ausgestattet. Diese befindet 
sich stets im äußeren Zugangsbereich der Objekte 
und teilweise auch innerhalb der Proberaumzent-
ren in den Gängen. Kameraausstattung findet sich 
dabei vorwiegend in den größeren Zentren. 
Ein weiteres wichtiges Sicherheitsmerkmal stellen 
Schließanlagen dar. Schließanlagen sind ein in sich 
geschlossenes Schließsystem, das den Zugang zu 
einem Objekt und den jeweiligen Räumen ermög-
licht. Diese Art von Anlagen gehört bei 90 % der 
untersuchten Objekte zum Standard. Mit den Si-
cherheitsschlüsseln können die Bandmitglieder die 
Eingangstüren zum Objekt und ihren jeweiligen 
Proberaum öffnen. Die Schließanlage dient dabei 
dem Schutz vor unberechtigtem Zugang Dritter 
und dem Schutz des Equipments vor Diebstahl. 
Da in einer Reihe von Proberaumzentren jedoch 
nur der Hauptmieter vertraglich erfasst ist, kann 
von den Betreibern nicht lückenlos nachvollzogen 
werden, welche Personen bzw. Untermieter Zu-
gang zum Objekt haben.   
Eine ausreichende Anzahl an Flucht- und Ret-
tungswegen ist in fast allen Proberaumzentren 
vorhanden. Die Kennzeichnung der Fluchtwege-
führung durch entsprechende Symbole und (hin-
terleuchtete) Piktogramme ist ebenso größtenteils 
gegeben. 
Brandschutztüren der Klassifizierung T30 und teil-
weise sogar T90 sind abgesehen von einem Ob-
jekt gemäß den Angaben der Interviewpartner 
zum großen Teil vorhanden. 
 
Brandmeldeanlagen sind eine Sicherheitsvorkeh-
rung zum Schutz der Nutzer, die primär in Objek-
ten vorhanden ist, die nach dem Jahr 2000 in Be-
trieb genommen wurden. Objekte hingegen, die 
bereits in den 1990er-Jahren betrieben wurden, 
hatten diese Auflage noch nicht zu erfüllen. In 
Proberaumzentren mit einer hausinternen Brand-
meldeanlage sind stets alle Räume und Flure mit 
Meldern versehen, die im Brandfall mindestens mit 
einem optischen Alarm (Warnlicht) und teilweise 
zusätzlich mit einem akustischen Signal warnen.  
5.5 Zugangskriterien und Nutzung
Die vorhandenen Proberäume in Köln sind beina-
he zu 100 % belegt. Während der Recherche und 
Feldarbeit wurden punktuell immer wieder Ange-
bote für freie Räume ausfindig gemacht, jedoch 
Schließanlage
ja
nein
10 %
90 %

21
Fluktuation
sehr gering
gering
unbekannt
75 %
10 %
15 %
Anzahl der Interessenten auf der Warteliste
0-9
10-19
20-29
30-40
50 %
10 %
35 %
5 %
nur bei Anbietern, die dem oberen Preis-Segment 
zugehörig sind. Aufgrund der hohen Nachfrage 
nach Proberäumen hat sich gezeigt, dass selbst 
Räume mit (unter-)durchschnittlicher Qualität und 
einem verhältnismäßig hohen Quadratmetermiet-
preis bereits nach (deutlich) weniger als vier Wo-
chen vergeben sind. Zudem wurden hin und wie-
der Angebote entdeckt, die eine Mitnutzung eines 
Proberaums zu bestimmten Tages- und Uhrzeiten 
beinhalteten. Auch bei diesen Angeboten hat sich 
gezeigt, dass die hohe Nachfrage in kürzester Zeit 
zu einer Belegung führt. 
 
Zusammengefasst wird somit festgestellt, dass 
die Wiederbelegung eines freien Proberaums 
oder freier Zeitfenster im Regelfall innerhalb eines 
Monats vonstattengeht, was den hohen Nach-
fragedruck unterstreicht. Vielfach werden freie 
Zeitfenster in einem Proberaum überhaupt nicht 
öffentlich inseriert, da durch Netzwerke der Mu-
siker*innen oder durch die den Betreibern be-
kannten Bedarfe von Bands die Vermittlung eines 
Raums zur Mitbenutzung unmittelbar erfolgt.
  
Die starke Nachfrage nach Proberäumen sowie 
die im Regelfall nahtlose Wiederbesetzung einer 
freien Raumkapazität zeigt sich auch daran, dass 
nur die Hälfte der befragten Betreiber über Warte-
listen verfügt, um Mietanfragen zu sammeln. Die 
Zahl der Interessenten auf vorhandenen Wartelis-
ten variiert und ist in der folgenden Grafik dar -
gestellt. 
Wenn solche Listen geführt werden, befinden sich 
darauf laut Aussage der Betreiber mindestens 10 
und bis zu 30 Interessenten. Aufgrund der lang-
jährigen Erfahrung der Betreiber, die mit Warte-
listen arbeiten, werden freie Raumkapazitäten 
jedoch nicht zwangsläufig über die Reihenfolge 
des Bewerbungseingangs vergeben, sondern an-
hand der persönlichen Einschätzung der verant-
wortlichen Personen im Hinblick darauf, welche 
Band gut mit den aktuellen Mietern harmoniert 
und sich somit am besten für ein frei werdendes 
Kontingent eignet. 
Die Belegung eines Proberaums durch mehrere 
Bands kann bei Raumgrößen ab circa 15 Quad-
ratmetern grundsätzlich als Standard betrachtet 
werden. Die Ergebnisse der Erhebung zeigen, dass 
durchschnittlich von einer Belegung von zwei bis 
drei Bands im Minimum auszugehen ist. Eine hö-
here Belegungsdichte von bis zu fünf Bands bei 
größeren Räumen ist ebenso keine Seltenheit.

22
Wenn Proberäume hingegen von (semi-)profes-
sionellen Bands belegt sind oder von Einzelmu-
siker*innen, die dort regelmäßig Musikunterricht 
anbieten, findet keine Mehrfachbelegung statt. 
Diese Nutzerklientel benötigt die Räume allein 
aufgrund der teilweise täglichen Eigennutzung. 
Zudem ist den es Mietern möglich, die monatli-
chen Mietkosten allein zu tragen. Ein kleinerer Teil 
dieser Nutzer kann trotz nur semiprofessioneller 
Ausrichtung die Mietkosten aufgrund des sonsti-
gen Erwerbseinkommens allein tragen. 
Die Belegung der Proberäume erfolgt bei Anbie-
tern, die nicht nach dem Sharing-Prinzip arbeiten, 
in der Regel über den Hauptmieter des Raums. Bei 
den meisten Zentren ist die Untervermietung ex-
plizit erlaubt, ein großer Anbieter duldet diese zu-
mindest. Die folgende Grafik zeigt, wie die Unter-
vermietung durch die Betreiber geregelt ist. 
 
Teilweise muss bei Untervermietung eine Meldung 
beim Betreiber gemacht werden, damit dieser für 
jeden Untermieter einen potenziellen Ansprech-
partner bereithalten kann. Bei zwei größeren An-
bietern ist die Möglichkeit zur Untervermietung 
abhängig von der Raumgröße geregelt. Die Un-
tervermietung ist dann nur erlaubt bei Räumen 
ab einer Größe von 10 Quadratmetern und mehr, 
kleinere Räume sind von der Untervermietung ver-
traglich ausgenommen. 
Anbieter, die ihre Räume nach dem sogenannten 
Sharing-Prinzip vermieten, weisen eine noch hö-
here Belegungsdichte auf. Aufgrund des gewähl-
ten Vermietungsmodells als grundlegendes Ge-
schäftsmodell wird die Belegung vollständig vom 
Vermieter organisiert und jede Band ist Vertrags-
partner mit dem Anbieter. Dies ermöglicht zum 
einen ein hohes Maß an Kontrolle und maximiert 
bei entsprechender Auslastungsmöglichkeit des 
Raumangebotes zusätzlich die Mieteinnahmen 
der Betreiber. Die (eher) höherpreisigen Angebote 
werden hier unter anderem durch qualitativ sehr 
gut ausgestattete Räumlichkeiten gerechtfertigt. 
Üblicherweise sind die Proberäume selbst profes-
sionell gedämmt und mit einem resonanzarmen
Untervermietung
erlaubt
geduldet
verboten
gemischt
60 %
10 %
10 %
20 %

23
6 Evaluation des Proberaumangebotes von 
PopkulturKöln e. V . 
Der Verein PopkulturKöln e. V . verwaltet, vermie-
tet und errichtet ein umfangreiches Proberaum-
angebot in Köln an insgesamt fünf Standorten 
in sieben Objekten im Kölner Stadtgebiet. Dabei 
wird der Verein durch öffentliche Fördergelder der 
Stadt Köln finanziell unterstützt. Aktuell befindet 
sich zusätzlich ein Objekt in der Bauphase – in 
Köln-Dellbrück entstehen neben den dort bereits 
vorhandenen Proberäumen weitere 15 Räume für 
Musiker*innen, die voraussichtlich im August 
2019 fertiggestellt werden. Nach Fertigstellung 
dieser Räume wird der Verein über knapp 100 
Proberäume in Köln verfügen, die von ihm auch 
verwaltet werden. 
In diesem Kapitel werden analog zu den empiri-
schen Ergebnissen in Kapitel 5 die Qualität und 
Ausstattung der Proberaumangebote von Popkul-
turKöln e. V . mit den Angeboten des freien Mark-
tes verglichen. Dieser Vergleich soll aufzeigen, ob 
der Verein ein in qualitativer Hinsicht hinreichend 
gutes Proberaumangebot im Vergleich zum Ge-
samtmarkt erbringen kann und die öffentlichen 
Mittel zielgerichtet eingesetzt werden.
Bestand, Lage, Erreichbarkeit  
und Nutzbarkeit
Die sieben Objekte des Vereins befinden sich in 
den Stadtteilen Nippes, Longerich und Dellbrück. 
Die beiden Forts liegen im äußeren Grüngürtel an 
der Militärringstraße. Alle Objekte sind mit dem 
ÖPNV erreichbar. Bei den beiden Standorten im 
äußeren Grüngürtel bedarf es eines Fußwegs von 
etwa 10 bis 15 Minuten, um diese zu erreichen. 
Eine Anfahrt mit Pkw und Transporter ist bei allen 
Objekten möglich, auch die Anzahl der vorhande-
nen Parkplätze ist überall ausreichend. Einschrän-
kungen in der zeitlichen Nutzung der Proberäu-
me sind bei keinem der Objekte vorhanden, die 
Musiker*innen können sie rund um die Uhr nut-
zen. Dank der Lage in Misch- oder Gewerbege-
bieten gibt es zudem keinerlei Probleme mit der 
Nachbarschaft aufgrund von Schallemissionen. In 
fünf der sieben Objekte liegen alle Räume eben-
erdig. Die Be- und Entladung des Equipments ist 
demnach problemlos möglich. In einem Zentrum 
sind auch Räumlichkeiten im Untergeschoss vor -
handen; dieses Objekt ist mit einem Lastenaufzug 
ausgestattet, über den sich Equipment bequem 
transportieren lässt. 
Quantitative und qualitative  
Merkmale der Proberäume
Die angebotenen Proberäume des Vereins sind im 
Vergleich zum Gesamtmarkt überdurchschnittlich 
groß. Knapp 50 % der Räume haben eine Größe 
von 20 bis 29 Quadratmetern. Die anderen Probe-
räume des Vereins messen zwischen 30 und 39 
Quadratmeter. 
Die Grundflächen entsprechen somit allesamt den 
Ansprüchen an einen guten Proberaum, wie sie 
im Rahmen der Musikerbefragungen geäußert 
wurden, und lassen deshalb eine Mehrfachbele-
gung zu. Dennoch hat der Verein auch Räume in 
Einzelnutzung in der Vermietung; diese werden 
von professionellen Bands oder Einzelmusiker*in-
nen genutzt, die dort Musikunterricht anbieten.

24
Eine Lüftungsanlage ist in fünf der sieben Objekte 
vorhanden. Keine Lüftungsanlage gibt es in den 
beiden Standorten in den Forts, diese Räume ver-
fügen jedoch alle über Fenster und können da-
durch gut belüftet werden. Eine Heizungsanlage 
ist nicht überall vorhanden, Räume ohne Heizung 
können jedoch über Stromradiatoren beheizt wer-
den. Sanitäre Anlagen sind überall vorhanden so-
wie funktionsfähig und werden – genauso wie die 
Allgemeinflächen in diesen Zentren – wöchentlich 
durch eine Reinigungsfirma gesäubert. 
Alle Räumlichkeiten des Vereins punkten mit einer 
sehr guten baulichen Qualität. Die, die sich in den 
beiden Forts befinden, sind als Massivbau errich-
tet – somit sind sie nicht nur aufgrund ihrer Lage, 
sondern auch aufgrund der baulichen Struktur 
gut für die Nutzung als Proberäume geeignet. 
In den anderen Zentren sind jeweils voneinan-
der entkoppelte Wände in sogenannter „Raum 
in Raum“-Bauweise integriert, sodass eine gute 
Schallisolation zwischen den Räumlichkeiten ge-
geben ist. Die verwendeten Materialien weisen 
allesamt zusätzlich Schallschutzeigenschaften auf 
und auch die Böden sind von den Wänden durch 
Fließestrich entkoppelt, um die Schallübertragung 
zwischen den Räumen zu minimieren. Die Brand-
schutztüren aller Proberäume haben die Schutz-
klasse T30 und sind teilweise noch mit einer zu-
sätzlichen Schalldämmung ausgestattet.
Gemeinschaftsräume, Tonstudios oder ein Backli-
ne-Bestand, der den Nutzern zur Verfügung steht, 
sind in den Räumlichkeiten hingegen nicht vor -
handen. 
Mietkosten
Die monatlichen Mietkosten der Proberäume lie-
gen trotz der hohen baulichen Qualität am un-
teren Ende des Preisspektrums in Köln. In allen 
sieben Objekten setzt sich der Mietpreis aus der 
Kaltmiete sowie einer Vorauszahlung auf die Ne-
benkosten zusammen. Die aufgerufenen Warm-
mieten liegen zwischen 11 Euro und 12 Euro pro 
Quadratmeter. Aufgrund der vorhandenen Strom-
zähler in den einzelnen Proberäumen kann eine 
verbrauchsgenaue und transparente Abrechnung 
der Nebenkosten für jeden Raum erfolgen. 
Um den Preisunterschied im Vergleich zu den 
sonstigen professionellen Anbietern am Markt zu 
illustrieren, wird ein Raum mit einer Grundfläche 
zwischen 25 und 29  Quadratmetern von Pop-
kulturKöln e. V . mit dem Marktpreis verglichen: Die 
monatliche Warmmiete bei PopkulturKöln e. V . be-
trägt für diesen Raum 325 Euro; auf dem freien 
Markt werden hierfür in der Spitze hingegen bis 
zu 700 Euro aufgerufen. Der Preisunterschied ver-
deutlicht, dass Bands gerne andere Zentren ver -
lassen, wenn sie die Möglichkeit haben, zukünf-
tig in den Räumlichkeiten des Vereins proben zu 
können.  
Sicherheitsrelevante Ausstattung
Um die Sicherheit des Equipments einer Band zu 
gewährleisten, verfügen alle Proberäume des Ver-
eins über Sicherheitsschlüssel für die Proberäume 
bzw. eine Schließanlage. Eine Kameraüberwa-
chung an den Objekten ist hingegen nicht vor -
handen. Die Flucht- und Rettungswege in den 
Objekten sind überall gut zu erkennen und durch 
Rettungswegzeichen ausreichend markiert, so-
dass eine sichere Entfluchtung im Brandfall ge-
währleistet wird. Brandmeldeanlagen sind in fünf 
der sieben Objekte vorhanden und die Proberäu-
me und Flure sind mit entsprechenden Meldern 
ausgestattet. 
Zugangskriterien und Nutzung
Die Proberäume des Vereins sind aktuell vollstän-

25
dig vermietet. Der Verein berichtet von 10 bis 20 
monatlichen Anfragen bezüglich freier Raumka-
pazitäten. Möchte man sich bewerben, muss über 
die Internetseite des Vereins ein Kontaktformular 
ausgefüllt werden, das neben den persönlichen 
Angaben des Bewerbers Einzelheiten zur Band er-
fasst, so zum Beispiel die Anzahl der Mitglieder 
und das musikalische Genre. Zusätzlich müssen 
die Bewerber die gewünschte Mindestgröße des 
Proberaums sowie die bevorzugten Probetage 
und -zeiten angeben. Darüber hinaus werden der 
für die Band finanzierbare monatliche Mietpreis 
erfragt sowie die Möglichkeit der Mitbenutzung 
eines Raums. Anhand der gesammelten Informa-
tionen kann der Verein die Bands bestmöglich auf 
ggf. freiwerdende Raumkapazitäten verteilen.
Eine Untervermietung der Proberäume an ande-
re Bands ist gestattet, muss dem Verein jedoch 
angezeigt werden. Die Räumlichkeiten sind vor -
wiegend mit zwei, manchmal drei Bands mehr -
fach belegt, es gibt allerdings auch eine Reihe 
von Räumlichkeiten, die nur von einer einzelnen 
professionell arbeitenden Band oder einem/einer 
Einzelmusiker*in genutzt werden. In diesen Fällen 
kann eine Mehrfachbelegung aufgrund der hohen 
Auslastung nicht erfolgen. 
Die Fluktuation der Mieter wird von dem Betreiber 
als sehr gering angegeben. So lagen in den ver -
gangenen Jahren maximal zwei Kündigungen pro 
Jahr vor. Frei werdende Kapazitäten können stets 
nahtlos wiederbesetzt werden – dabei erfolgt die 
Auswahl der Bands einerseits mittels der vorlie-
genden Bewerbungsformulare, andererseits an-
hand der persönlichen Einschätzung der Betreiber, 
welche Band sich am besten in den Raum sowie 
das jeweilige Zentrum einfügen lässt. 
Viele Mieter des PopkulturKöln e. V . nutzen ihre 
Proberäume bereits seit über zehn Jahren. Die 
vielen langfristigen Mieter und die dauerhaft voll-
ständige Auslastung der Proberäume zeigt zum 
einen, dass eine starke Nachfrage nach Räumen 
existiert, und unterstreicht zudem, dass die hohe 
bauliche Qualität der vom Verein angebotenen 
Räumlichkeiten und das gute Preis-Leistungs-Ver -
hältnis einen dauerhaften Verbleib der Mieter be-
günstigen. 
Bewertung der Proberaumangebote  
des PopkulturKöln e. V .
Die Proberäume des Vereins liegen stadtweit ver -
teilt in den Vierteln Nippes, Longerich und Dell-
brück. Die Proberäume in den Forts befinden sich 
im äußeren Grüngürtel. Alle Objekte sind mit dem 
ÖPNV erreichbar. Die Anfahrt zu den Zentren mit 
dem Pkw oder einem Transporter ist an allen fünf 
Standorten problemlos möglich und die Be- und 
Entladesituation ist aufgrund der ebenerdigen 
Lage und der guten Infrastruktur mit Aufzügen 
bei allen Räumen unproblematisch. Die Nutzung 
der Proberäume unterliegt keinen zeitlichen Ein-
schränkungen. Die hohe bauliche Qualität der 
Räume im Hinblick auf ihre Schallisolation sowie 
der am unteren Ende des Spektrums befindliche 
monatliche Mietpreis zeugen für einen guten Ein-
satz der öffentlichen Fördermittel. 
Auch die sicherheitsrelevante Ausstattung der Pro-
beraumzentren mit Schließanlagen oder Brand-
meldeanlagen befindet sich im Vergleich zu den 
anderen Anbietern auf einem hohen Niveau. Die 
vollständige Auslastung der Proberäume sowie 
die steten Anfragen nach freien Kapazitäten von-
seiten der Bands unterstreichen das gute Probe-
raumangebot.

26
7 Zusammenfassung
Der vorliegende Projektbericht stellt umfassend 
und systematisch die Befunde zu Musikproberäu-
men in Köln im Bereich Rock, Pop und Jazz dar. 
Hierzu wurden die Proberaumangebote der pro-
fessionellen Marktteilnehmer in Köln erhoben. 
Neben der Erhebung des Proberaumumfangs 
wurden die bauliche Qualität sowie die Sicher -
heitsausstattung der Proberäume untersucht und 
ein Überblick über die monatlichen Mietkosten 
der Räumlichkeiten gegeben. Ebenso wurde der 
Zugang zu den Räumen, der Belegungsumfang 
und die Auslastung analysiert. 
Die vorhandenen Berichte zur Proberaumsituation 
aus Sicht der Musiker*innen in anderen deutschen 
Städten wurde ebenso dargestellt, um Vergleiche 
mit den Befunden in Köln zu ziehen. Einer der 
wesentlichen Befunde ist, dass überall eine hohe 
Nachfrage vonseiten der Kreativen nach geeigne-
ten und guten Proberäumen, die ein Mindestmaß 
an Qualität in Bezug auf die bauliche und sonstige 
Ausstattung aufweisen, vorhanden ist. Die Nach-
frage nach Räumen kann mit den Angeboten des 
Marktes nicht gedeckt werden. 
Die wesentlichen Merkmale eines guten Probe-
raums aus Sicht der Künstler*innen sind:
• Tägliche Nutzbarkeit rund um die Uhr
• Gute Erreichbarkeit/Lage
• Trockenheit
• Belüftung
• Gute Schallisolierung
• Sicherheit des Equipments
• Anfahrts- und Parkmöglichkeiten
• Sauberkeit der sanitären Anlagen
Um die Proberaumsituation der Bands aus Sicht 
der Nutzer bewerten zu können, kann ergänzend 
noch eine Online-Erhebung über die Verteiler der 
Proberaumzentren sowie über die Netzwerke der 
Musiker angedacht werden. Analog zu den im 
zweiten Kapitel genannten Befunden aus anderen 
Städten ließe sich die Proberaumangebote noch-
mals genauer bewerten und auch der Umfang des 
Grauen Marktes sowohl quantitativ als auch qua-
litativ bestimmen. Zusätzlich können die Bedarfe 
auf Seiten der Musiker*innen in Köln dezidiert 
erfasst werden und Mängeln bei den verschiede-
nen Anbietertypen genauer identifiziert werden. 
Durch die Spiegelung einer solchen Befragung 
mit den Ergebnissen dieser Untersuchung ist eine 
noch passgenauere Einschätzung der hiesigen 
Proberaumsituation möglich. 
Marktstruktur der Proberaumanbieter  
in Köln
Der Markt für Proberäume in Köln wird dominiert 
von einigen professionellen Anbietern, die mehr 
als 400 Proberäume zur Vermietung anbieten. 
Betreiber, die im Rahmen dieser Untersuchung 
als professionelle Anbieter klassifiziert werden, 
verfügen über mindestens fünf Proberäume. Das 
Geschäftsmodell ist dabei primär auf die Ver -
marktung dieser Räume und die Generierung von 
laufenden Einnahmen zum Unterhalt der Räum-
lichkeiten fokussiert. 
Daneben gibt es eine quantitativ nicht genau er -
fassbare Anzahl von Proberäumen von privaten 
Kleinstanbietern, die häufig nur einen und höchs-
tens drei Räume vermieten. Im Rahmen der Re-
cherche zu diesem Projekt wurden rund 50 Pro-
beraumangebote dieser Art identifiziert. Da die

27
Vermittlung und Vergabe von freien Proberaum-
kapazitäten häufig über die Netzwerke der Mu-
siker*innen untereinander erfolgen, kann davon 
ausgegangen werden, dass die faktische Anzahl 
solcher Raumangebote (weit) größer ist. Die Pro-
beraumangebote, die während der Projektlaufzeit 
identifiziert wurden, weisen jedoch im Vergleich 
zu den professionellen Raumangeboten häufig 
eine unzureichende Ausstattung auf, vor allem 
in Bezug auf die bauliche Qualität und die sicher -
heitsrelevante Ausstattung. Die annoncierten mo-
natlichen Mietpreise waren allerdings größtenteils 
auf dem Niveau der professionellen Marktteil-
nehmer. Dies kann als klares Indiz dafür gewertet 
werden, dass die Nachfrage nach geeigneten Pro-
beräumen entsprechend hoch ist. 
Zusätzlich existieren Proberäume in öffentlichen 
Einrichtungen wie Jugend-, Bürger- oder Stadtteil-
zentren sowie Schulen und Hochschulen. All diese 
Proberaumangebote haben gemeinsam, dass die 
Vergabe und der Zugang stets klientelgebunden 
sind. Die zeitliche Nutzbarkeit der Räumlichkeiten 
ist zudem eingeschränkt und nur zu den üblichen 
Öffnungszeiten der Gebäude möglich. 
Zentrale empirische Ergebnisse und  
Ableitung des potenziellen Bedarfs
Die Proberaumzentren sind im kompletten Kölner 
Stadtgebiet verteilt. Die fußläufige Erreichbarkeit 
aller Zentren mit den ÖPNV-Angeboten ist an je-
dem Standort gegeben. Auch die Anfahrt mit dem 
Pkw oder mit einem Transporter, um Equipment 
be- und entladen zu können, ist bis auf eine Aus-
nahme überall gegeben. Auch eine ausreichende 
Anzahl an Parkmöglichkeiten ist bei fast allen Ob-
jekten vorhanden. 
Die bauliche Qualität der Räumlichkeiten sowie die 
sicherheitsrelevante Ausstattung mit Schließanla-
gen, Brandmeldeanlagen oder Kameras zur Über-
wachung des Zugangs sind größtenteils positiv zu 
bewerten. Lüftungsanlagen, um Raumfeuchtig-
keit zu vermeiden, sind überwiegend vorhanden. 
Die bauliche Struktur mancher Objekte sowie die 
hohen Investitionskosten verhindern teilweise 
einen flächendeckenden Einbau von Lüftungsan-
lagen. Heizungen befinden sich nur in etwa der 
Hälfte der Proberäume, aufgrund der guten Iso-
lierung insbesondere neuerer Räume sind diese 
allerdings oftmals nicht notwendig.  
Die Mietkosten der Räume variieren mit der Quali-
tät des Angebotes und liegen auf den Quadrat-
meter umgerechnet in einem Preisspektrum von 
10 Euro bis zu knapp 30 Euro Warmmiete pro 
Quadratmeter. Die preisliche Differenzierung spie-
gelt dabei nicht immer die angebotene Qualität 
der Räume wider. Kleine Räume sind – ähnlich wie 
auf dem Wohnungsmarkt – proportional teurer 
als große oder sehr große Räume. 
Durchschnittlich sind die Proberäume bei profes-
sionellen Anbietern in Köln mit zwei bis drei Bands 
mehrfach belegt. Diese Mehrfachbelegung ist bei 
Anbietern, die nach dem Sharing-Prinzip arbei-
ten, nochmals höher und liegt zwischen vier und 
sechs Bands pro Raum. Zudem gibt es eine ganze 
Reihe von professionellen Bands sowie Einzelmu-
siker*innen, die teilweise auch Musikunterricht in 
den Räumen anbieten. Aufgrund der hohen Nut-
zungsfrequenz dieser Klientel sind diese Räume 
nur einmal belegt.  
Die meisten Zentren sind aktuell fast vollständig 
ausgelastet. Nur bei den teuersten Anbietern sind 
punktuell komplett freie Proberäume für Neuver -
mietungen verfügbar. Die Besetzung einer freien 
Proberaumkapazität erfolgt bei den meisten An-
bietern dadurch, dass ein bisheriger Untermieter

28
neuer Hauptmieter des Proberaums wird. Die ent-
standene Belegungslücke in einem Proberaum 
wird dann entweder durch die Belegung aus dem 
Netzwerk der Musiker*innen oder über die teil-
weise vorhandenen Wartelisten der Betreiber ge-
schlossen. Dies geschieht nach Aussage der Be-
treiber stets nahtlos. 
Die befragten Proberaumanbieter berichten von 
durchschnittlich zehn Mietanfragen pro Monat. 
Die Mehrheit der Proberaumanbieter ist deshalb 
gewillt, das eigene Raumangebot zu erweitern. 
Der Zugang zu einem passenden Objekt bzw. 
einer geeigneten Fläche stellt jedoch eine große 
Hürde dar. Zudem erfordern die mittlerweile ho-
hen Sicherheitsauflagen eine große Investitions-
summe, die die Refinanzierung eines solchen Vor-
habens erschwert. 
Aufgrund der sehr geringen Fluktuation in den 
Kölner Proberaumzentren und der steten Nach-
frage nach als gut empfundenen Proberäumen 
vonseiten der Musiker*innen kann von einem un-
zureichenden Angebot an Proberäumen in Köln 
ausgegangen werden. Der Wunsch, die eigenen 
Proberaumkapazitäten zu erweitern, deutet auf 
ein konservativ geschätztes Potenzial von mindes-
tens 50 und bis zu 100 zusätzlichen Räumen hin, 
die nötig sind, um die hohe Nachfrage zu bedie-
nen. Etwaige Schließungen bestehender Zentren 
würden den konservativ geschätzten Bedarf zu-
sätzlich erhöhen.

29
8 Handlungsempfehlungen
Ein angemessener Bestand an Proberäumen für 
Bands ist eine Grundvoraussetzung für ein viel-
fältiges Kulturangebot der Stadt Köln. Die Räu-
me sind das elementare Arbeitsumfeld für junge 
und bereits etablierte Künstler*innen zur Erpro-
bung und Professionalisierung ihres musikalischen 
Schaffens. Die vorliegende Untersuchung hat ge-
zeigt, dass das bestehende Proberaumangebot in 
Köln nahezu vollständig ausgelastet ist und die 
Anbieter die regelmäßigen Anfragen nach freien 
Raumkapazitäten nicht vollständig bedienen kön-
nen. Die fehlende Versorgung mit qualitativ guten 
und bezahlbaren Proberäumen wird daher sowohl 
in den Berichten des Kulturamtes der Stadt Köln 
als auch im Kulturentwicklungsplan thematisiert. 
Die Stadt Köln hat im Jahr 2018 bei Stadtentwick-
lungsmaßnahmen einen Fokus auf die grundsätz-
liche Integration von kreativen und kulturellen 
Raumbedarfen gelegt. Hierzu gehören auch die 
Flächen und Örtlichkeiten, in denen Proberäume 
untergebracht sind. 
Gerade bei großen Stadtentwicklungsmaßnah-
men wie beispielsweise im Deutzer Hafen, der 
Parkstadt Süd auf dem Gelände des Großmark-
tes oder in Mülheim sollten Standorte für Probe-
raumnutzungen geschaffen werden. Die aktuelle 
Verteilung der bestehenden Proberaumzentren 
zeigt, dass sowohl in der Südstadt als auch in den 
unmittelbar rechtsrheinischen Stadtgebieten nur 
wenige Räume im Bestand vorhanden sind. Die 
innenstadtnahe Lage sowie die gute Verkehrs-
anbindung dieser drei Stadtentwicklungsgebiete 
sind ideale Grundvoraussetzungen dort zukünfti-
ge Angebote zu schaffen. 
Eine Möglichkeit, um Räume für kulturelle und 
kreative Nutzungen zu ermöglichen ist auf Kon-
zeptvergaben zu setzen. Dieses Vorgehen wird für 
den Wohnungsbau bereits seit dem Jahr 2016 in 
Köln umgesetzt. Im Zentrum eines solchen Verfah-
rens steht der Gedanke, dass Grundstücke oder 
Gebäude nicht an den Höchstbietenden vergeben 
werden, sondern an den Anbieter mit dem besten 
Konzept, das neben der notwendigen Schaffung 
von Wohnraum zukünftig auch Kulturräume be-
inhaltet. Wiederum können Flächen, die sich im 
städtischen Bestand befinden durch die Vergabe 
von Erbpachtverträgen Nutzern überlassen wer -
den, die kreative und kulturelle Räume betreiben 
oder schaffen möchten. Eine weitere Möglichkeit 
in ihrem Fortbestand bedrohte Räume zu erhal-
ten ist der Erwerb dieser Flächen durch städtische 
Mittel.
Die vorliegende Untersuchung will dazu beitra-
gen, den aktuellen Bestand an Proberäumen im 
Stadtgebiet zu erfassen. Aufgrund der Ergebnisse 
dieser Untersuchung empfiehlt es sich, die Nut-
zungen in das aktuell entstehende Kataster für 
kulturelle Nutzungen zu integrieren, damit bei 
Stadtentwicklungsmaßnahmen die Bestände in 
den Planungen berücksichtigt werden können. 
Anhand festgeschriebener Planungsverfahren 
kann die Integration von Proberaumzentren über-
prüft und es können neue Flächen erschlossen 
werden. Insbesondere in Gewerbegebieten sind 
Raumpotenziale aus stillgelegten Industriebe-
trieben vorhanden, die aufgrund ihrer baulichen 
Struktur für Proberäume geeignet sind.

30
Anhand der Untersuchung des Angebotes pro-
fessioneller Proberaumzentren und der daraus 
gewonnenen Erkenntnisse wurden die folgenden 
Handlungsempfehlungen erstellt. Diese erste Auf-
listung an Empfehlungen dient der Erhaltung von 
bestehenden Proberäumen und soll gleichzeitig 
Möglichkeiten aufzeigen, wie sich neue Räume 
schaffen lassen. 
Handlungsempfehlungen für den Bestand
• Beibehaltung und Aufstockung von  
Baukostenzuschüssen
• Unterstützung bei Nutzungskonflikten,  
bzw. bei heranrückender Wohnbebauung
• Aufkauf von Flächen, die im Bestand bedroht 
sind
• Öffnung von Schallschutzfonds auch  
für Proberaumzentren 
• Finanzielle Unterstützung bei Sicherheits-
auflagen
• Stadtentwicklungsmaßnahmen, die  
den Bestand integrieren
• Schaffung eines Portals für Proberaum-
angebote in Köln
Handlungsempfehlungen für die Schaffung 
von Räumen und Flächen
• Überprüfung der Nutzbarkeit von städtischen 
Gebäuden und Liegenschaften 
• Zurverfügungstellung städtischer Flächen für 
die Errichtung neuer Proberäume 
• Konzeptvergaben und langfristige Mietverträ-
ge/Erbpachtverträge für kreative Nutzungen
• Stadtentwicklungsmaßnahmen, die Räume für 
kreative Nutzungen stärker berücksichtigen 
und miteinplanen
• Überprüfung der Eignung vorhandener  
Gebäude in Stadtentwicklungsgebieten 
• Erleichterungen bei der Genehmigung  
kreativer Zwischennutzungen
• Konversion von ungenutzten Büroflächen

31
LITERATURVERZEICHNIS:
Biedermann, Markus: Problematische Proberaum-Situation? So 
beurteilen Bands und Musiker die Lage wirklich! In: Backstage 
Pro vom 31.07.2014. http://www.backstagepro.de/thema/prob-
lematische-proberaum-situation-so-beurteilen-bands-und-musi-
ker-die-lage-wirklich-2014-07-31-SXHbg327Ty . Zuletzt abgerufen 
am 06.05.2018
Bons, Katharina: Kein Platz für Musik. In: Welt vom 03.08.2012. 
https://www.welt.de/regionales/duesseldorf/article108471035/
Kein-Platz-fuer-Musik.html. 
Zuletzt abgerufen am 04.06.2018
Christ, Tobias: Popkultur Köln Neue Refugien für die Kreativen. 
In: Kölner Stadtanzeiger vom 12.03.2014. https://www.ksta.de/
koeln/-popkultur-koeln-neue-refugien-fuer-die-kreativen-910516. 
Zuletzt abgerufen am 06.05.2018
Dinger, Alex: Der Traum vom Raum. In: 371 Stadtmagazin vom 
01.05.2009. http://www.371stadtmagazin.de/371magazin/
items/saechsische-kulturlandschaft.html. Zuletzt abgerufen am 
15.05.2018
Flick, Uwe (2011) Triangulation. Eine Einführung. Qualitative 
Sozialforschung, Band 12, 3. Verlag für Sozialwissenschaften. 
Wiesbaden.
Forwart e. V . (2018): Proberaum-Umfrage München 2018. Hrsg: 
Feierwerk Fachstelle Pop
Hartmann, Philipp: Proberäume im Bunker wurden gekündigt. In: 
Berliner Woche vom 15.04.2019. https://www.berliner-woche.de/
tempelhof/c-soziales/proberaeume-im-bunker-wurden-gekuen-
digt_a209515. Zuletzt abgerufen am 27.04.2019
Kuckartz, Udo (2014): Mixed Methods. Methodologie, For-
schungsdesigns und Analyseverfahren. Verlag für Sozialwissen-
schaften. Wiesbaden.
Neller, Marc: Musiker kämpfen um ihre Platte. In: Der Tagesspie-
gel vom 21.07.2004. https://www.tagesspiegel.de/berlin/musi-
ker-kaempfen-um-ihre-platte/533076.html.  Zuletzt abgerufen am 
06.05.2018
Münsterbandnetz (2014): Die infrastrukturellen Rahmenbedingun-
gen der Musikszene in Münster. Hrsg: Initiative Münsterbandnetz
Röschenkämmer, Maggi und Bastian, Andreas: Proberäume in 
Köln – Eine Problemzone. In: Seconds online vom 06.06.2014. 
http://www.seconds.de/proberaeume-koeln-eine-problemzone/. 
Zuletzt abgerufen am 06.05.2018
Schulze, Rita: Aus für Rockhaus: Proberaum-Projekt muss schlie-
ßen. In: Berliner Morgenpost vom 20.03.2019. https://www.
morgenpost.de/bezirke/lichtenberg/article216709081/Aus-fu-
er-Rockhaus-Proberaum-Projekt-muss-schliessen.html. Zuletzt 
abgerufen am 21.03.2019
Stadt Köln (2016): Popkultur – Förderkonzept Köln
Stadt Köln (2017): Geschäftsbericht Kulturamt. Hrsg: Kulturamt. 
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
Stadt Köln (2018): Online-Befragung zur Ateliersituation und zum 
Atelierbedarf in Köln. Hrsg: Kulturamt der Stadt Köln, Referat für 
Bildende Kunst, Literatur und Atelierverwaltung. 
Stadt Köln (2019): Kulturentwicklungsplanung.
Stockmann, Reinhard (2004): Was ist eine gute Evaluation. CEval 
Arbietspapiere, 9. Centrum für Evaluation. 
Trenkler, Anastasia und Kreiter, Philipp: Viele Musiker haben das 
Gefühl, dass sie vertrieben werden. In: Süddeutsche Zeitung vom 
01.10.2017 https://www.sueddeutsche.de/muenchen/uebungsra-
eume-fuer-musiker-viele-musiker-haben-das-gefuehl-dass-sie-ver-
trieben-werden-1.3690965. Zuletzt abgerufen am 06.05.2018
Tyllilä, Silja (2016): Künstlerische Übe- und Proberäume: zu 
wenig, nicht verfügbar oder einfach zu schlecht? In: Leitfaden zur 
Flächenbemessung von Hochschulen für Musik und Darstellende 
Kunst. Hrsg: HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V .
Winde, Michael: Das Proberaumproblem: Zu wenig Platz für zu 
viele Bands. In: Westdeutsche Zeitung vom 18.01.2012. https://
www.wz.de/nrw/duesseldorf/das-proberaum-problem-zu-wenig-
platz-fuer-zu-viele-bands_aid-30498543. Zuletzt abgerufen am: 
06.05.2018
Zakk (2012): Proberaum Recherche Düsseldorf. Zentrum für Kul-
tur, Aktion und Kommunikation.

Mitteilung Ausschuss

3969 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VII/41/41/2 
 
Vorlagen-Nummer 04.09.2019 
 3064/2019 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 17.09.2019 
 
Projektbericht: Qualitative und quantitative Bestandsermittlung und Evaluation der 
Proberaumsituation in Köln 
In der Sitzung des Kulturausschusses vom 07.05.2019 wurde im Spartenbericht Popkultur auf die 
Erstellung eines Berichts zur Proberaumsituation in Köln hingewiesen. Dieser liegt nun vor und wird in 
der Anlage zur Kenntnis vorgelegt. Die umfangreiche Untersuchung wurde vom Popkultur Köln e.V. 
mit Hilfe einer Förderung des Kulturamts Köln in Auftrag gegeben. Auftragnehmer ist der SocioColog-
ne e.V., der dem Institut für Soziologie und Sozialpsychologie der Universität zu Köln assoziiert ist. 
 
Die Ergebnisse der Untersuchung sind ab Seite 26 zusammengefasst, aus Sicht der Kulturverwaltung 
sind dies die folgenden Punkte: 
- Es wurden ca. 400 Proberäume professioneller Anbieter im Stadtgebiet Köln erfasst. 
- Das Raumangebot bewegt sich einem Preisspektrum von 10 bis knapp 30 EUR pro Quadrat-
meter. 
- Die meisten Räume sind mehrfach belegt, die Zentren sind fast vollständig ausgebucht. 
- Ausgehend von den Befragungen der Betreiber von Proberäumen geht die Untersuchung von 
einem aktuellen Bedarf an 50 bis 100 zusätzlichen Proberäumen für Köln aus. 
 
Die Kulturverwaltung nimmt zu den Ergebnissen der Untersuchung wie folgt Stellung: 
 
Nach Auffassung des Kulturamts zeigt die Studie, dass die Ausrichtung der Proberaumförderung, wie 
sie im Popkulturförderkonzept beschrieben ist und wie sie seit Jahrzehnten praktiziert wird, den Ge-
gebenheiten der Popkultur-Szene entspricht. Die Proberäumförderung verfolgt das Ziel der Stärkung 
der Strukturen und Rahmenbedingungen der Popkultur-Szene in Köln. Gefördert werden Anbieter von 
Proberäumen bei der Erschließung und Ertüchtigung von Proberäumen, z.B. der Einrichtung von ein-
zelnen Proberäumen in größeren Hallen durch Umsetzung eines Raum in Raum Konzeptes oder bei 
der Umsetzung von Maßnahmen des Schallschutzes. Um eine Förderung erhalten zu können müs-
sen die Anbieter bestimmte Kriterien erfüllen: Miethöhen für die Bands müssen moderat und am Miet-
spiegel orientiert sein; es muss eine Bestätigung des Eigentümers einer längerfristigen Nutzung des 
Standortes als Proberaum(zentrum) vorgelegt werden. Die Förderung mit Mietzuschüssen direkt an 
Bands und Musiker ist für die Popkulturszene – wie die Untersuchung gezeigt hat – nicht praktikabel. 
Hiergegen spricht die sehr hohe Anzahl der Bands und Musiker, die hohe Fluktuation und die gängige 
Praxis der Unter- und Drittvermietung der Bands untereinander. 
 
Die Untersuchung hat auch gezeigt, dass die Förderung für den Popkultur Köln e.V. in der Umset-
zung seines Proberaumangebots eine Sicherung von Qualitäts- und Preisstandards darstellt. Immer-
hin können über das Angebot des Popkultur Köln e.V. ca. 80 Proberäume städtisch gefördert werden. 
 
Die Verwaltung ist bemüht, das Angebot an städtisch geförderten Proberäumen zu erhöhen; langfris-
tig wäre eine Anzahl von 100 geförderten Räumen wünschenswert. Hierzu sind zusätzliche Haus-
haltsmittel erforderlich. Die Förderung sollte nach Auffassung des Kulturamts vor allem Zentren von 
Musikerinitiativen, die Probe- und Produktionsstätten zusammendenken, im Fokus haben und diese

2 
 
bei der Erschließung neuer Standorte unterstützen. Für solche Nutzungskonzepte sind langfristige 
Nutzungen an einem Standort und Synergien für die Szene zu erwarten. 
 
Fast alle Handlungsempfehlungen „für den Bestand“ werden bereits umgesetzt. 
Die Handlungsempfehlungen „für die Schaffung von Räumen und Flächen“ sind im größeren Kontext 
der Stadtentwicklung zu sehen. Hier agiert das Kulturamt sowohl als Schnittstelle in die anderen 
Dienststellen für bestehende Nutzungskonzepte als auch als Hinweisgeber über neue Entwicklungen 
in die Szene hinein. 
 
Gez. Laugwitz-Aulbach

Beratungsverlauf (1)

17.09.2019 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 8.7 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3064/2019
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
04.09.2019
Erstellt
02.09.2019 15:52