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V/0061/2019

Genuss ohne Restmüll: Mehrweg-Kaffeebecher für Münster

Vorlagen 17.01.2019

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Nächste Beratung: Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen, Sitzung am 26.02.2019, TOP 6.6

Anlage A

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Ansehen

Anlage: Ratsantrag A-R/0043/2017

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage A

1578 Zeichen

Anlage A zur V/0061/2019 
Kurzüberblick 
 
Beschlussvorschlag zur Umsetzung des Ratsantrags „Mehrweg-Kaffeebecher für Münster“ 
 
 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Bezugsrahmen ist die Nachhaltigkeitsstrategie Münster 2030, insbesondere das strategische Ziel:   
 
-  Münster ist Vorbild für zukunftsfähige Produktions- und Konsummunster (weniger, ein-
fach, besser) 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: 11.02 Abfallwirtschaft (Finanzierung aus Abfallgebühren) 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja x Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja x Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja  Nein  teilw. 
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja  Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja x Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja x Nein   
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist x vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig frei-
willig 
Grundlage: EU-Abfallrahmenrichtlinie, Kreislaufwirtschaftsgesetz 
Gemäß der EU-Abfallrahmenrechtslinie – auf nationaler Ebene umgesetzt durch § 46 Kreis-
laufwirtschaftsgesetz (KrWG) – sind die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger im Rahmen 
der ihnen übertragenen Aufgaben in Selbstverwaltung zur Information und Beratung über 
Möglichkeiten der Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Abfällen verpflichtet.  
 
 
 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Klimaschutz durch Ressourcenschutz (Mehrweg statt Einweg → Abfallvermeidung)

Anlage: Ratsantrag A-R/0043/2017

37792 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0043/2017 
                  Münster, den 27.06.2017 
 
 
Ratsantrag der Ratsgruppe Piraten/ÖDP 
 
 
„Genuss ohne Restmüll: Mehrweg-Kaffeebecher für Münster“ 
 
Der Rat möge beschließen: 
 
1. Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit de n Abfallwirtschaftswerken 
Münster (AWM) sowie ggf. mit Gastronomen, Einzelhändlern und thematisch 
informierten Umweltgruppen ein Konzept zu entwickeln, wie der Gebrauch von 
Einwegbechern in Münster erheblich eingeschränkt werden kann. 
 
2. Sollte dies wünschenswert sein, so kann die Verw altung zur (Weiter)Entwicklung 
und Umsetzung des Konzepts einen runden Tisch einberufen, welcher besteht aus 
Vertretern von allen unter 1. genannten Akteuren und der Politik. 
 
 
Begründung: 
 
Einwegbecher sind ein Wegwerfprodukt, das große Folgen für die Umwelt hat. Durch die 
Qualitätsanforderungen an den Becher kann bei der Produktion zunächst kaum 
Recyclingpapier verwendet werden. Durch die Beschichtung der Becher ist eine Wieder- 
verwendung dieses neuen, hochwertigen Papiers nur zu einem sehr geringen Prozentsatz 
möglich, weswegen der Größtteil des Materials in der die Müllverbrennung 'verwertet' wird 
(siehe: Anlage 1). Aus diesen und anderen Gründen (u.A. die Vermüllung des öffentlichen 
Raumes durch nicht entsprechend entsorgte Einwegbecher) ist es sinnvoll, die Entstehung 
und Verbreitung von diesem nicht notwendigen Abfall von vornherein zu reduzieren. 
Diese Idee ist bundesweit in mehreren Städten aufgegriffen worden. Hierbei hat die Stadt 
Freiburg in Zusammenarbeit mit der mehrheitlich stadteigenen Abfallwirtschaft Ende 2016 
testweise für zunächst ein Jahr ein Pilotprojekt mit einem Mehrweg-Pfandbecher mit 
Freiburg-Skyline (den sog. Freiburg-Cup) entwickelt, welche in mehreren Cafés, 
Backstuben und Geschäften zu einem Pfand von einem Euro ausgeliehen wird. 
1  In 
Freiburg werden nach Schätzung der Stadtverwaltung ca. 10 bis 20% der Kaffees in 
wiederverwendbaren Bechern (Siehe: Anlage 2) konsumiert. 
 
In Nordrhein-Westfalen ist das Thema Mehrweg-Kaffeebecher im vergangenen April u.A. 
in den Düsseldorfer Stadtrat eingebracht worden. Die örtliche CDU-Fraktion hat sich in 
diesem Rahmen für die Umsetzung des sogenannten Coffee to go again-Prinzips 
ausgesprochen 
2, während die Fraktion DIE LINKE. ihre Vorliebe für das Konzept aus 
                                                 
1Höhl, Simone: Freiburg startet Mehrwegsystem für Kaffeebecher , abrufbar unter: http://www.badische-
zeitung.de/freiburg/freiburg-startet-mehrwegsystem-fuer-kaffeebecher, Stand 12.06.2017.

Freiburg kundgetan hat 3. Stand heute sind beite Anträge nicht fertig beraten worden. 
 
Im zu erarbeitenden Konzept können unter anderen der Mehrweg-Pfandbecher der Stadt 
Freiburg und der Coffee to go again-Ansatz (und/oder prägende Elemente aus ihnen) 
näher berücksichtigt und mit Blick auf die Nachhaltigkeit begründet zunächst testweise 
umgestetzt werden. Ebenso wäre es in diesem Rahmen wünschenswert, wenn die Stadt- 
verwaltung darlegt und begründet, ob und wenn ja, wie die Möglichkeit der Einführung 
oder Erhöhung einer Abgabe für Einwegbecher durchgesetzt werden kann. 
 
Eine lobenswerte Initiative zur Vermeidung von Einwegbechern gibt es in Münster mit dem 
sog. Gildebecher der Münsterschen Gilde-Bäcker. 
4 Diese Becher werden jedoch leider nur 
in Verkaufsstellen der Gilde-Bäcker angeboten und sind z.B. keine Pfandbecher. Eine 
Online-Umfrage auf der Seite der Westfälische Nachrichten zum gleichen Thema hat aber 
erwiesen, dass 85% der über 1.100 Beteiligten sich ein Mehrweg-Pfansystem für 
Kaffeebecher in Münster wünschen. 5 
 
In der Berichtsvorlage V/0599/2016 Bürgerumfrage 2016: Zentrale Ergebnisse zum  
Fragenkomplex "Parks und Grünanlagen"  (Anlage 3) wird berichtet, dass die Zufriedenheit 
mit den Parks und Grünanlagen in Münster allgemein hoch ist den Erwartungen 
weitesgtehend entspricht. Die Möglichkeit der Befragten, Verbesserungsvorschläge 
einzubringen wurde hierbei rege genutzt. Die zweit- und drittmeisterwähnten Vorschläge 
befassen sich hier mit den Themen Müllbeseitigung (10,1 %) und Sauberkeit (8 %) in 
Parks und Grünanlagen und zeigen, wie wichtig das Thema auch für die Stadtbevölkerung 
ist. Durch das Verhindern von Einwegbechern ist es annehmbar, dass weniger Müll seinen 
Weg in den öffentlichen Raum und damit die Park- und Grünanlagen findet und dadurch 
zu einem besseren allgemeinen Wohlbefinden beiträgt. 
 
Aus diesen und vielen weiteren Gründen sollte die Ausgabe von Einwegbechern in 
Münster erheblich reduziert werden. 
 
 
Gez. 
Johannes Schmanck 
Franz Pohlmann 
 
 
 
 
Anlage 1: Fact-Sheet – Umweltproblem Coffee to go-Einwegbecher 
Anlage 2: Vom Mund in den Müll, Scan der S. 34 der Wochenzeitung DIE ZEIT vom 
08.06.2017. 
Anlage 3: Berichtsvorlage V/0599/2016 Bürgerumfrage 2016: Zentrale Ergebnisse zum  
Fragenkomplex "Parks und Grünanlagen" 
                                                                                                                                                                  
2Antrag: Kampagne „Coffee to go again“ auch in Düsseldorf st arten , Antrag der CDU-Ratsfrakion Düsseldorf, 
abrufbar unter: http://www.cdu-fraktion-duesseldorf.de/anfragen-und-antraege/antrag-kampagne-coffee-go-again-
auch-duesseldorf-starten, Stand: 12.06.2017. 
3Mehrweg-Pfandsystem für Kaffeebecher, Antrag der Fraktion DIE LINKE. Düsseldorf, abrufbar unter: 
http://www.linksfraktion-duesseldorf.de/nc/ratsarbeit/detail/zurueck/umweltauschussarchiv/artikel/mehrweg-
pfandsystem-fuer-kaffeebecher/, Stand: 12.06.2017. 
4Hillmoth, Gabriele: Gildebecher gegen „Coffee-to-go-Müll“ , abrufbar unter: 
http://www.wn.de/Muenster/2017/03/2753166-Baecker-stellen-neuen-Mehrwegbecher-vor-Gildebecher-gegen-
Coffee-to-go-Muell, Stand: 12.06.2017. 
5Ebenda.

Fact-Sheet | Stand: 01.09.2015
Umweltproblem Coffee to go-Einwegbecher
Die wichtigsten Fakten
Verbrauch
Nach Berechnungen der Deutschen Umwelthilfe werden deutsch-
landweit rund 2,8 Milliarden Coffee to go-Becher pro Jahr ver-
braucht. Stellt man diese mit dem dazugehörigen Plastikdeckeln 
aufeinander, entsteht ein 300.000 km hoher Turm. In Form einer 
Kette ließe sich die Erde damit mehr als sieben Mal umrunden. 
Jeder Deutsche verbraucht 34 Einwegbecher im Jahr. Bundesweit 
fallen jeden Tag rund 7,6 Millionen Coffee to go-Becher an. Das 
macht pro Stunde 320.000 Stück. 
Einsatz von Holz- und Papier
Für die Herstellung von Pappbechern sind in Deutschland pro 
Jahr 29.000 Tonnen Papier notwendig. Für dessen Produktion 
werden 64.000 Tonnen Holz verbraucht. Oder anders gesagt: Für 
den schnellen Kaffee-Genuss im Einweg-Becher müssen jährlich 
43.000 Bäume gefällt werden.
Wasserverbrauch
Für die Herstellung der Papierfasern sind große Wassermengen 
notwendig. Die Produktion von einem Kilo Papier verschlingt 
über 50 Liter Wasser. Für die Anfertigung eines Coffee to go-
Einwegbechers benötigt man über einen halben Liter Wasser – also 
in der Regel mehr als für das Aufbrühen des Kaffees in dem Becher 
verwendet wird. Um die in Deutschland jährlich verbrauchten 2,8 
Milliarden Coffee to go-Becher herzustellen, werden 1,5 Milliarden 
Liter Wasser benötigt. Umgerechnet auf den durchschnittlichen 
täglichen Wasserverbrauch eines Deutschen (121 Liter) entspricht 
das dem Tagesverbrauch von mehr als 12 Millionen Menschen oder 
dem Jahresverbrauch von 32.000 Bürgern.
Energieverbrauch
Für die Herstellung der Papierfasern von Einweg-Kaffeebechern 
wird viel Energie benötigt – nämlich umgerechnet 320 Millionen 
kWh pro Jahr. Mit dieser eingesetzten Energie könnten mehr als 
100.000 Musterhaushalte 1 Jahr lang mit Strom versorgt wer-
den. Das entspricht mehr als dem jährlichen Stromverbrauch der 
Einwohner der mecklenburgischen Landeshauptstadt Schwerin. 
Verwendung von Kunststoff
Der Deckel und die im Coffee to go-Becher enthaltenen Beschich-
tungen, bestehen aus Kunststoff, für deren Produktion Rohöl 
Deutsch e Umwelthilfe e.V.
Anlage 1 zum Antrag A-R/0043/2017

2
Fact-Sheet – Umweltproblem Coffee to go-Einwegbecher Deutsche Umwelthilfe e.V.
benötigt wird. Ein Standard-Einwegbecher besteht etwa zu fünf 
Prozent aus dem Kunststoff Polyethylen. Für die in Deutschland 
jährlich verbrauchte Menge an Einwegbechern sind 1.500 Tonnen 
Polyethylen notwendig. Die dazugehörigen Deckel verschlingen 
9.400 Tonnen Polystyrol. Für die Herstellung der Polyethylen-
Beschichtungen der Kaffeebecher und der Polystyrol-Deckel kom-
men jedes Jahr rund 22.000 Tonnen Rohöl zusammen.
Klimabelastung
Durch die Produktion der jährlich in Deutschland verbrauchten 
Coffee to go-Becher entstehen 83.000 Tonnen CO
2-Emissionen. 
Die Herstellung der dazugehörigen Polystyrol-Deckel verursacht 
zusätzlich rund 28.000 Tonnen CO
2-Emissionen. Der Ersatz von 
Einwegbechern durch wiederverwendbare Mehrwegbecher verrin-
gert den Ausstoß schädlicher Klimagase.
Abfallaufkommen
15 Minuten. So lange dauert es etwa, um einen Becher Kaffee zu 
trinken. Damit ist die Lebensdauer eines Coffee to go-Bechers 
noch kürzer als die einer Plastiktüte, die nach 25 Minuten zu Abfall 
wird. Allein in Berlin fallen pro Tag fast eine halbe Million Coffee 
to go-Einwegbecher an. Pro Jahr verursachen Einwegbecher 
in Deutschland 31.000 Tonnen Abfall und zusätzliche 9.000 
Tonnen durch Plastikdeckel. Diese 40.000 Tonnen Abfall ent-
sprechen dem Gewicht von mehr als 33.000 Volkswagen Golf.
Umweltverschmutzung
Der Verbrauch von Einweg-Kaffeebechern hat seit Jahren ständig 
zugenommen, besonders in großen Städten und touristischen 
Ballungsgebieten, wie z.B. Berlin. Dort werden täglich mehr als 
460.000 und jährlich 170 Millionen Pappbecher verbraucht –  
Tendenz steigend. In einer repräsentativen Umfrage von TNS Em-
nid vom Mai 2015 im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe gaben 
85 Prozent der Befragten an, dass Coffee to go–Einwegbecher 
Plätze und Parks verschmutzen sowie öffentliche Papierkörbe 
überlasten. Es ist davon auszugehen, dass sowohl der Verbrauch 
der Einwegbecher, als auch ihre falsche Entsorgung in der Umwelt 
weiter zunehmen werden.
Einsatz von Neumaterial
Coffee to go-Einwegbecher bestehen überwiegend aus Papier-
fasern, für deren Herstellung in aller Regel Neumaterial ver -
wendet wird. Recyclingpapierfasern kommen praktisch nicht 
zum Einsatz. Grund hierfür sind zum einen die Verkürzung der 
Papierfasern durch das Recycling und zum anderen die Belastung 
des Recyclingpapiers durch mineralölhaltige Substanzen sowie 
durch Druckchemikalien. Deshalb sind Recyclingpapierfasern nur 
eingeschränkt als Verpackungsmaterial für Lebensmittel geeignet. 
Für die Herstellung neuer Becher werden in der Regel neue 
Bäume gefällt.
Problem Entsorgung
Selbst wenn Einweg-Pappbecher mit anderen Verpackungen und 
Wertstoffen über die gelbe Tonne oder den Papiermüll entsorgt 
werden, ist ein vollständiges Recycling kaum möglich. Landen 
beschichtete Pappbecher in der gelben Tonne, werden sie in 
der Regel in die Papierfraktion einsortiert und landen, genauso 
wie die in der Papiertonne entsorgten Becher, in Papierrecy-
clinganlagen. Aufgrund der Kunststoffbeschichtung löst sich 
meistens aber nur ein kleiner Teil der Papierfasern vom Becher. 
Der überwiegende Teil wird mit den nicht recycelbaren Resten 
als sogenannte „Spuckstoffe“ abgeschieden und zusammen mit 
dem Restmüll verbrannt.
Die Deutsche Umwelthilfe hat Literaturdaten ausgewertet und eigene 
Berechnungen für den Rohstoffeinsatz, den Energieaufwand und die 
Klimabelastung von Coffee to go-Bechern durchgeführt. Die DUH-Be-
rechnungen gehen von Coffee to go-Einwegbechern aus beschichteter 
Pappe der Standardgröße 0,3 l und einem Durchschnittsverbrauch von 
162 Liter Kaffee pro Kopf und Jahr aus.
Becher (Standard: 0,3 l)
10-18 g Deckel (passend 
für Standard-
größe)
3-3,7 g
Papiermanschette
ca. 4 g
Rührstab
ca. 0,8 g
Becherhalter 
für 4 Becher
30 g
Einweg ist nicht nur der Becher
Kontakt:
Deutsche Umwelthuilfe e.V. | Thomas Fischer | Leiter Kreislaufwirtschaft 
Hackescher Markt 4  | Eingang: Neue Promenade 3 |10178 Berlin 
Tel.: 030 2400867-43 | Mobil: 0151 18256692 |E-Mail: fischer@duh.de
Hanna Grießbaum | Projektmanagerin Kreislaufwirtschaft  
Tel.: 030 2400867-45 | E-Mail: griessbaum@duh.de | www.duh.de 
www.becherheld.de
www.facebook.com/becherheld

Anlage 2 zum Antrag A-R/0043/2017

V/0599/2016 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
Betrifft 
Bürgerumfrage 2016: Zentrale Ergebnisse zum Fragenkomplex "Parks und Grünanlagen" 
Beratungsfolge 
03.11.2016 Bezirksvertretung Münster-Ost Bericht 
03.11.2016 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen Bericht 
15.11.2016 Bezirksvertretung Münster-Mitte Bericht 
15.11.2016 Bezirksvertretung Münster-Südost Bericht 
15.11.2016 Bezirksvertretung Münster-Nord Bericht 
17.11.2016 Bezirksvertretung Münster-West Bericht 
17.11.2016 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Bericht 
28.11.2016 Kommunale Seniorenvertretung Bericht 
29.11.2016 Ausschuss für Gleichstellung Bericht 
01.12.2016 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Bericht 
07.12.2016 Haupt- und Finanzausschuss Bericht 
Bericht: 
1. Bürgerumfrage 2016 zu aktuellen Themen der Stadtentwicklung
Die Bürgerumfrage 2016 wurde vom 12.01. - 16.02.2016 als schriftliche Mehr-Themen-Umfrage 
zu aktuellen Themen der Stadtentwicklung durchgeführt (Anlage 1, Folie 1 ). Mit der Vorlage 
V/0349/2016 wurden bereits nachstehende Themen aufbereitet und dokumentiert: 
 Stadtentwicklung in Münster: Ziele für die nächsten Jahre, Einflussfaktoren/Trends bis 2030
 Einkaufsstandort Innenstadt: Auswirkungen Online-Handel
 Lebensbedingungen: Zufriedenheit mit Angeboten/Einrichtungen und deren Wichtigkeit
Die vorliegende Vorlage präsentiert die Ergebnisse zu dem Fragenkomplex „Parks und Grüna n-
lagen“ in geschlechterdifferenzierter und grafischer Aufbereitung . Damit stehen die Ergebnisse 
für fachplanerische Prozesse zur Verfügung. Für eine der nächsten Beratungsketten wird dann 
das Thema „Digitale Stadt Münster“ dokumentiert. 
Die Umfrage stieß auf gutes Interesse, wie die Rücklaufquote von 36,5 % (2015: 35,3 %) zeigt. 
Grundlage der Umfrage ist eine Zufallsstichprobe unter der Hauptwohnsitzbevölkerung ab 18 
Jahre. Der Rücklauf zeigt hinsichtlich wichtiger Strukturmerkmale (Geschlecht, Alter, Stadtbezirk) 
eine hohe Übereinstimmung mit der Struktur der Münsteraner Bevölkerung, so dass sich die E r-
gebnisse der Umfrage grundsätzlich übertragen lassen dürften (vgl. Anlage 2). 
Vorlagen-Nr.: 
V/0599/2016 
Auskunft erteilt: 
Herr Prof. Dr. Hauff 
Ruf: 
492-6135 
E-Mail: 
HauffTho@stadt-muenster.de 
Datum: 
05.10.2016 
Öffentliche Berichtsvorlage 
Anlage 3 zum Antrag A-R/0043/2017

2 
V/0599/2016 
 
 
 
2. Zentrale Ergebnisse im Überblick (vgl. Anlage 1) 
2.1 Ausbau und Zustand der Park- und Grünanlagen: Zufriedenheit und Wichtigkeit 
Im Zuge eines kontinuierlichen Stadtmonitorings wurde auch in der Bürgerumfrage 2016 wieder 
die Zufriedenheit mit den Lebensbedingungen und deren Wichtigkeit erh oben. Dabei wurden 30 
Faktoren abgefragt, zu denen auch „Ausbau und Zustand der Park - und Grünanlagen“ g ehört 
(vgl. V/0349/2016, S. 4ff.). Hierzu wurden folgende Gobalurteile abgegeben (vgl. Folien 2-3): 
 Zufriedenheit: 8 % „sehr zufrieden“, 57 % „zufrieden“ (Mittelwert 2,3) 
 Wichtigkeit: 26 % „sehr wichtig“, 53 % „wichtig“ (Mittelwert 2,0) 
 
Der Vergleich der Mittelwerte für Zufriedenheit (= IST) und für Wichtigkeit (= SOLL) zeigt nur eine 
geringe Differenz von – 0,3-Punkten. Damit sind die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger 
nahezu erfüllt. Bei vielen anderen Lebensqualitätsfaktoren wurden deutlich größere Erwartung s-
lücken bei der Bürgerumfrage 2016 artikuliert, die Werte von – 1,0-Punkten und darüber hinaus 
erreichten (vgl. V/0349/2016, Folien 14/15). 
 
Ein Vergleich mit den weiteren 29 abgefragten Faktoren ermöglicht eine Einordnung von Zufri e-
denheit und Wichtigkeit im Gesamtkanon der Lebensbedingungen. Insgesamt rangieren „Ausbau 
und Zustand der Park - und G rünanlagen“ hinsichtlich der Zufriedenheit mit einem überdurc h-
schnittlichen Mittelwert von 2,3 auf Rang 1 1. Trotz der hohen Wichtigkeit (Mittelwert 2,0) lagen 
die Park- und Grünanlagen im Gesamtkanon auf Rang 19, da anderen Faktoren noch eine höhe-
re Wichtigkeit beigemessen wurde (vgl. V/0349/2016, Folien 10/12). 
 
Im Hinblick auf die Zufriedenheit bestehen auf gesamtstädtischer Ebene keine Unterschiede zw i-
schen Urteilen von Frauen und Männern, auf Stadtbezirksebene werden bei einigen Stadtbezi r-
ken durchaus B ewertungsunterschiede deutlich, die aber keinem einheitlichen Muster folgen 
(vgl. Folie 2). Bei den Einschätzungen zur Wichtigkeit wird deutlich, dass Frauen den Ausbau 
und Zustand der Park - und Grünanlagen in vielen Stadtbezirken für noch wichtiger eracht en als 
Männer (z. B. Nord + 0,3 Punkte beim Mittelwert) (vgl. Folie 3). 
 
 
2.2 Nutzung von Erholungsgebieten und Grünanlagen in Münster 
2.2.1 Gesamtstädtische Perspektive 
Die Befragten wurden gebeten, für 13 Erholungsgebiete und Grünanlagen anzugeben, ob un d 
wie häufig sie diese nutzen. Wie bereits bei der Bürgerumfrage 2004 1 wurde hier wieder eine 
fünfstufige Skala verwendet, die von „(fast) täglich“ über „mindestens wöchentlich“ und „minde s-
tens monatlich“ bis zu „seltener“ und „nie“ reicht. Dabei wird aus gesamtstädtischer Sicht folgen-
des Nutzungsmuster deutlich (vgl. Folie 4):  
 Die mit Abstand höchste Nutzung erfährt die Promenade: 21 % „(fast) täglich“, 24 % „minde s-
tens wöchentlich“, 26 % „mindestens monatlich“. Bei Bewohnerinnen und Bewohnern aus Mi t-
te liegt der Wert für eine „(fast) tägliche“ Nutzung sogar bei 37 %. Dabei ist zu berücksicht i-
gen, dass die Promenade nicht nur für Freizeit - und Erholungszwecke genutzt wird, sondern 
ebenso eine sehr wichtige Funktion als Wegeverbindung für den Fuß - und Radverkehr spielt 
(Spitzenwert: 1.570 Radfahrer pro Stunde an einem Meßabschnitt nördlich der Salzstraße).  
                                                
1 Stadt Münster – Amt für Stadt - und Regionalentwicklung, Statistik (Hg.) (2005): Bürgerumfrage 2004. 
Münster, S. 22 – 32 (= Beiträge zur Statistik 91).

3 
V/0599/2016 
 
 An zweiter Stelle folgt die Freie Landschaft: 12 % „(fast) täglich“, 17 % „mindestens wöchen t-
lich“, 23 % „mindestens monatlich“. Für die Außenstadtteile liegen die Werte noch deutlich hö-
her: z.B. Stadtbezirk Ost: 26 % „(fast) täglich“.  
 Nahezu gleichauf folgen der Dortmund-Ems-Kanal (7 % fast täglich) und der Aasee (5 % fast 
täglich). Dabei spielt der Dortmund -Ems-Kanal insbesondere für Befragte aus den St adtbezir-
ken Hiltrup und Ost eine wichtige Rolle, während der Aasee insbesondere für die Mitte und 
den Stadtbezirk West von Bedeutung ist. 
 
Aus gesamtstädtischer Perspektive zeigen sich keine nennenswerten Unterschiede im Hinblick 
auf die Nutzungsmuster von Frauen und Männern (vgl. Folie 5). 
 
Mittels Freitexteingabe konnten die Befragten noch weitere Erholungsgebiete und Grünanlagen 
benennen. Insgesamt 313 Nennungen wurden abgegeben. Dabei entfielen Anteile von über 10 % 
auf „Direktes Wohnumfeld“ und „Werse“  (vgl. Folie 6). Im Hinblick auf die Tendenz stimmen die 
Nennungen von Frauen und Männern überein (vgl. Folie 7). 
 
Im Vergleich zu den in der Bürgerumfrage 2004 ermittelten Nutzungswerten zeigen sich keine 
wesentlichen Unterschiede (vgl. Folie 8). Die bereits 2004 herausgehobene Position von „Freier 
Landschaft“, „Dortmund -Ems-Kanal“ und „Aasee“ wird auch 2016 deutlich. Die „Promenade“ 
wurde 2004 nicht abgefragt. Die hohen Nutzungswerte 2016 unterstreichen die Richtigkeit der 
Berücksichtigung der Promenade bei der aktuellen Bürgerumfrage.  
 
2.2.2 Stadtbezirksbezogene Perspektive 
Eine Reihe von Erholungsgebieten und Grünanlagen erreichen zwar aus gesamtstädtischer Pe r-
spektive keine hohen Nutzungswerte, sind aber gleichwohl für die einzelnen Stadtbezirke von 
großer Bedeutung. Um diese stadtbezirksbezogene Perspektive zu würdigen, werden im Folge n-
den die Hauptnutzungen nach Stadtbezirken skizziert. Die detaillierten räumlichen Nutzungsmus-
ter der Erholungsgebiete und Grünanlagen sind den Folien 23 – 35 zu entnehmen. 
 Stadtbezirk Mitte: v. a. Promenade, Aasee, Dortmund-Ems-Kanal 
 Stadtbezirk West: v. a. Promenade, Freie Landschaft, Aasee, „Grüner Finger“ (Gievenbeck) 
 Stadtbezirk Nord: v. a. Freie Landschaft, Promenade, Rieselfelder 
 Stadtbezirk Ost: v. a. Freie Landschaft, Promenade, Dortmund-Ems-Kanal 
 Stadtbezirk Südost: v. a. Freie Landschaft, Wolbecker Tiergarten, Dortmund-Ems-Kanal 
 Stadtbezirk Hiltrup: v. a. Dortmund-Ems-Kanal, Freie Landschaft, Hiltruper See, Hohe Ward 
 
Auch aus bezirksbezogener Perspektive zeigen sich keine relevanten Unterschiede für Frauen 
und Männer. 
 
2.2.3 Am häufigsten besuchtes Erholungsgebiet (Offene Frage) 
Um die Ergebnisse weiter zu fokussieren, den Kontext für die nachfolgenden Bewertungsfragen 
zu schaffen und die Kategorie „Freie Landschaft“ weiter aufzugliedern, wurden die Befragten mit-
tels einer offenen Frage gebeten, das Erholungsgebiet bzw. die Grünanlage zu benennen, die sie 
persönlich am häufigsten aufsuchen. Dabei ergab sich folgendes Bild (vgl. Folie 9): 
 21,3 %: Aasee 
 17,5 %: Promenade 
 11,1 %: Dortmund-Ems-Kanal

4 
V/0599/2016 
 
 4,6 %: Wienburgpark 
 4,1 %: Direktes Wohnumfeld (ortsnah) 
 
Dabei stimmen Nennungen von Frauen und Männern sehr weitgehend überein (vgl. Folie 10). 
 
Eine Differenzierung der Ergebnisse nach Stadtbezirken liefert ein weitergeh endes Bild (vgl. Fo-
lie 11): 
 Stadtbezirk Mitte: Promenade (28 %), Aasee (26 %), Dortmund-Ems-Kanal (12 %) 
 Stadtbezirk West: Aasee (32 %), „Grüner Finger“ (Gievenbeck) (15 %), Promenade (13 %) 
 Stadtbezirk Nord: Rieselfelder (19 %), Aasee (14 %), Gasselstiege (14 %), Promenade (10 %)  
 Stadtbezirk Ost: Dortmund-Ems-Kanal (16 %), Werse (15 %), Boniburg (Handorf) (13 %) 
 Stadtbezirk Südost: Wolbecker Tiergarten (24 %), Direktes Wohnfeld (13 %), Werse (11 %), 
Dortmund-Ems-Kanal (10 %) 
 Stadtbezirk Hiltrup: Dortmund-Ems-Kanal (25 %), Hohe Ward (21 %), Hiltruper See (20 %)  
 
 
2.3 Beurteilung von Ausstattung und Nutzbarkeit der öffentlichen Park- und Grünanlagen 
2.3.1 Gesamtstädtische Perspektive 
Im Hinblick auf die Ausstattung und Nutzbarkeit der öffentlichen Park- und Grünanlagen in Müns-
ter haben die Befragten folgende Globalurteile abgegeben. Dabei wurde eine fünfstufige Skala 
von „sehr gut“ (1) bis „mangelhaft“ (5) verwendet. Die abgefragten Merkmale erhielten folgende 
Bewertungen (vgl. Folie 12): 
 Erreichbarkeit: 22 % „sehr gut“, 57 % „gut“ 
 Pflegezustand: 10 % „sehr gut“, 54 % „gut“ 
 Blumenschmuck: 10 % „sehr gut“, 44 % „gut“ 
 Wegebeschaffenheit: 7 % „sehr gut“, 50 % „gut“ 
 Sauberkeit: 9 % „sehr gut“, 43 % „gut“ 
 Sitzgelegenheiten: 3 % „sehr gut“, 27 % „gut“, 14 % „ausreichend“, 12 % „mangelhaft“ 
 Wetterschutz: 1 % „sehr gut“, 14 % „gut“, 21 % „ausreichend“, 19 % „mangelhaft“ 
 
Insgesamt zeigt sich somit für viele Punkte eine hohe Zufriedenheit (v. a. Erreichbarkeit, Pfleg e-
zustand). Die geringste Zufriedenheit wird bei den „ Sitzgelegenheiten“ und beim „Wetterschutz“ 
artikuliert. 
 
Die aufgezeigten Bewertungen stimmen bei Frauen und Männern sehr weitgehend überein. Im 
Hinblick auf die Mittelwerte der Bewertungen wird deutlich, dass die Urteile der Frauen bei vielen 
Merkmalen noch leicht besser ausfallen (+ 0,1 Punkte) als bei den Männern (vgl. Folie 13). 
 
Bei dieser Frage bestand auch die Möglichkeit, mittels einer Freitexteingabe weitere Themen zu 
benennen. Insgesamt wurden 110 Nennungen abgegeben. Dabei wurden am häufigsten g e-
nannt: „Mülltonnen/Reinigungshäufigkeit“ (16,4 %), „Beleuchtung“ (10 %), „Hundeproblematik“ 
(10 %), „Toiletten“ (9,1 %) (vgl. Folie 14).

5 
V/0599/2016 
 
In der Bürgerumfrage 2004 wurde ebenfalls der Pflegezustand der Parks bzw. öffentlichen Grü n-
anlagen abgefragt. Hier ga ben 54 % an, mit Pflegezustand zufrieden zu sein 2. 2016 betrug der 
Anteil von „sehr gut“ und „gut“ zusammen 64 %, d.h. nahezu zwei Drittel waren global betrachtet 
mit dem Pflegezustand zufrieden.  
 
2.3.2 Stadtbezirksbezogene Perspektive 
Die Differenzierung  der Merkmale nach den Stadtbezirken trägt der unterschiedlichen Struktur 
und räumliche Lage der in diesen Stadtbezirken vorrangig besuchten Grün - und Parkanlagen 
Rechnung. Dabei wird Folgendes anhand der Mittelwerte deutlich (vgl. Folien 36 – 42): 
 Erreichbarkeit: 1,8 (Mitte) - 2,3 (Hiltrup)  
 Pflegezustand: 2,2 (Mitte) – 2,6 (Hiltrup) 
 Blumenschmuck: 2,3 (West) – 2,6 (Südost) 
 Wegebeschaffenheit: 2,4 (Mitte, West) – 2,7 (Südost, Hiltrup) 
 Sauberkeit: 2,4 (Mitte) – 2,8 (Südost, Hiltrup) 
 Sitzgelegenheiten: 3,0 (Mitte, West) – 3,3 (Nord, Südost) 
 Wetterschutz: 3,5 (Mitte, West, Ost) – 3,7 (Südost, Hiltrup) 
 
2.3.3 Bewertungen nach Altersgruppen 
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sind die Bewertungen auch nach Altersgru p-
pen zu differenzieren. Hier zeigt s ich bei vielen Merkmalen mit steigendem Lebensalter eine 
schlechter werdende Bewertung. Dies trifft vor allem auf folgende Merkmale zu: 
 Erreichbarkeit: von 1,8 (18 – 29 Jahre) bis 2,2 (ab 70 Jahre)  
 Pflegezustand: von 2,1 (18 – 29 Jahre) bis 2,5 (Altersgruppen ab 50 Jahre)  
 Sauberkeit: von 2,2 (18 – 29 Jahre) bis 2,7 (Altersgruppen ab 50 Jahre) 
 Wegebeschaffenheit: von 2,2 (18 – 29 Jahre) bis 2,7 (ab 70 Jahre) 
 Wetterschutz: von 3,4 (18 – 29 Jahre) bis 3,7 (ab 70 Jahre) 
 
Interessant verläuft die Entwicklung d es Merkmals „Blumenschmuck“ nach Altersgruppen. Diese 
verschlechtert sich von 2,3 (18 – 29 Jahre) auf 2,6 (50 – 59 Jahre) und verbessert sich dann wie-
der auf 2,3 (ab 70 Jahre). 
 
Nahezu einig sind sich alle Altersgruppen im Hinblick auf die Bewertung der „S itzgelegenheiten“. 
Diese reicht von 3,0 (18 – 29 Jahre) bis 3,2 (ab 70 Jahre).  
 
 
2.4 Gründe für den Besuch der öffentlichen Grün- und Parkanlagen in Münster  
2.4.1 Gesamtstädtische Perspektive 
Die Ergebnisse der Frage nach den Gründen für den Besuch der G rün- und Parkanlagen in 
Münster macht vier Hauptgründe deutlich (vgl. Folie 15): 
 Wegen der frischen Luft:  Mittelwert 1,7 (53 % „trifft völlig zu“, 30 % „trifft eher zu“) 
 Um spazieren zu gehen, zu wandern: Mittelwert 1,8 (49 % „trifft völlig zu“, 27 % „trifft eher zu“) 
 Zur Entspannung: Mittelwert 1,9 (40 % „trifft völlig zu“, 36 % „trifft eher zu“) 
                                                
2 Ebenda, S. 67, Tab. 8.

6 
V/0599/2016 
 
 Um der Natur nahe zu sein: Mittelwert 2,1 (35 % „trifft völlig zu“, 29 % „trifft eher zu“) 
 
Darauf folgen zwei weitere Gründe, deren Mittelwert noch oberhalb von 3,0 (teils/teils) liegt: 
 Als Wegeverbindung:  Mittelwert 2,6 (25 % „trifft völlig zu“, 24 % „trifft eher zu“) 
 Um sportlich aktiv zu sein:  Mittelwert 2,7 (25 % „trifft völlig zu“, 21 % „trifft eher zu“) 
 
Mittelwerte von 3,0 und jenseits weisen auf: 
 Um Tiere und Pflanzen anzuschauen:  Mittelwert 3,0 (13 % „trifft völlig zu“, 19 % „trifft eher zu“) 
 Um mit Menschen zusammen zu sein: Mittelwert 3,1 (12 % „trifft völlig zu“; „17 % trifft eher zu“) 
 Zum Besuch von Veranstaltungen …: Mittelwert 3,4 (6 % „trifft völlig zu“; „16 % trifft eher zu“) 
 
Am Ende der globalen Besuchsgründe rangieren Motive, die vor allem für bestimmte Gruppen 
(Familien mit Kindern, Hundebesitzer) interessant sind: 
 Um Kindern das Spielen im Freien zu ermöglichen:  Mittelwert 3,8 
 Um den Hund auszuführen:  Mittelwert 4,4 
 
Eine geschlechterdifferenzierte Auswertung der Besuchsgründe zeigt auf, dass die Rangfolge der 
Gründe bei Frauen und Männern identisch ist, allerdings für Frauen eine Reihe von Gründen 
noch deutlich höheres Gewicht besitzt (vgl. Folie 16). In diesem Kontext sind zu hervorzuheben: 
 Wegen der frischen Luft:  Frauen: 59 % „trifft völlig zu“; Männer: 46 % 
 Um spazieren zu gehen, zu wandern: Frauen: 56 % „trifft völlig zu“; Männer: 41 %  
 Zur Entspannung: Frauen: 46 % „trifft völlig zu“; Männer: 34 % 
 Um der Natur nahezu sein: Frauen: 43 % „trifft völlig zu“; Männer: 27 % 
 
2.4.2 Stadtbezirksbezogene Perspektive 
Auch hinsichtlich der Besuchsgründe bietet eine stadtbezirksbezogene Auswertung weitergehen-
de Einsichten. Dabei wird Folgendes anhand der Mittelwerte deutlich (vgl. Folien 43 – 53): 
 Wegen der frischen Luft:  1,5 (Mitte) – 1,9 (Nord, Ost, Südost) 
 Um spazieren zu gehen, zu wandern: 1,7 (Mitte) – 2,0 (West, Nord, Ost) 
 Zur Entspannung: 1,7 (Mitte) – 2,1 (Nord, Ost) 
 Um der Natur nahe zu sein: 2,0 (Mitte) – 2,2 (West, Ost, Hiltrup) 
 Als Wegeverbindung:  2,2 (Mitte) – 3,1 (Hiltrup) 
 Um sportlich aktiv zu sein:  2,4 (Mitte) – 2,9 (Südost, Nord)  
 Um Tiere und Pflanzen anzuschauen:  2,8 (Nord) – 3,0 (Mitte, West, Südost, Hiltrup) 
 Um mit Menschen zusammen zu sein: 2,9 (Mitte) – 3,4 (Nord, Südost) 
 Zum Besuch von Veranstaltungen …: 3,3; (Mitte, West) – 3,5 (alle anderen BVs) 
 Um Kindern das Spielen im Freien zu ermöglichen:  3,6 (Nord, Südost) – 3,9 (Mitte) 
 Um den Hund auszuführen:  4,0 (Ost) – 4,6 (Mitte) 
 
Diese Differenzierungen dürften sich wesentlich auf unterschiedlichen räumlichen Strukturen und 
die unterschiedlichen Haushaltestrukturen der einzelnen Stadtbezirke zurückführen lassen.

7 
V/0599/2016 
 
 
2.4.3 Differenzierung der Besuchsgründe nach Altersgruppen 
Eine Differenzierung der Besuchsgründe nach Altersgruppen in der Bürgerumfrage macht deu t-
lich, dass hinsichtlich der ersten drei Ränge Übereinstimmung besteht: „Wegen der frischen Luft“ 
(Rang 1), „Spazieren gehen, wandern“ (Rang 2), „zur Entspannung“ (Rang  3). Unterschiede zei-
gen sich erst auf den Rängen 4 und 5. Während „um sportlich aktiv zu sein“ bei der Gruppe 18 – 
39 Jahre auf Rang 4 und bei der Gruppe 40 – 63 Jahre auf Rang 5 liegt, stehen in der Gruppe 64 
Jahre und älter die Motive „Naturnähe“ und „Tier- und Pflanzenwelt“ im Vordergrund. 
 
Rang Umfrage 18 – 39 Jahre  40 – 63 Jahre 64 Jahre u. älter 
1 Münster 2016 
GALK e.V. (2014)3 
Wg. der frischen Luft 
zur Entspannung 
Wg. der frischen Luft 
zur Entspannung 
Wg. der frischen Luft 
Wg. der frischen Luft 
2 Münster 2016 
GALK e.V. (2014) 
Spazieren gehen, … 
Wg. der frischen Luft 
Spazieren gehen, … 
Wg. der frischen Luft 
Spazieren gehen, … 
Spazieren gehen, … 
3 Münster 2016 
GALK e.V. (2014) 
Zur Entspannung 
Spazieren gehen, … 
Zur Entspannung 
Um der Natur nahe zu sein 
Zur Entspannung 
Um der Natur nahe zu s. 
4 Münster 2016 
 
GALK e.V. (2014) 
Um sportlich aktiv zu 
sein 
Um der Natur nahe zu sein 
Um der Natur nahe zu 
sein 
Spazieren gehen, … 
Um der Natur nahe zu 
sein 
zur Entspannung 
5 Münster 2016 
 
GALK e.V. (2014) 
Als Wegeverbindung 
 
Um sportlich aktiv zu sein 
Um sportlich aktiv zu 
sein 
Tiere/Pflanzen ansehen 
Tiere/Pflanzen ansehen 
 
Tiere/Pflanzen ansehen 
 
Ein Vergleich der Ergebnisse der Bürgerumfrage 2016 mit der bundesweiten Internetumfrage der 
Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz (GALK e.V.) aus dem Jahr 2014 macht deutlich, dass bei 
beiden Umfragen identischen Motive unter den TOP 5 rangieren (v. a. „Frische Luft“, „Spazieren 
gehen“, „zur Entspannung“, „Naturerleben“), allerdings eine leicht unterschiedliche Priori sierung 
vorgenommen wird. So ist in Münster „um sportlich aktiv zu sein“ etwas stärker vertreten, ebenso 
wird in der Gruppe 18 – 39 Jahre der Aspekt „Wegeverbindung“ betont. 
 
 
2.5 Entwicklung der Grün- und Parkanlagen in den letzten Jahren aus Sicht der Befragten 
Bei der Frage nach der Entwicklung der Grünflächen in den letzten Jahren haben 51 % der B e-
fragten angegeben, dass diese „gleich geblieben sind“. 22 % sind sogar der Ansicht, dass diese 
„insgesamt besser geworden“ sind, lediglich 7 % attestieren ein e Verschlechterung. Hinsich tlich 
dieser Einschätzung stimmen Frauen und Männer weitgehend überein (vgl. Folie 17).  
 
Unterschiede werden allerdings im Hinblick auf Wohnort und Altersstruktur der Befragten deu t-
lich. Überdurchschnittlich hohe Werte in der Ka tegorie „insgesamt besser geworden“ weisen die 
Stadtbezirke West und Nord auf (jeweils 28 %), unterdurchschnittliche Werte wurden demgege n-
über im Stadtbezirk Südost artikuliert (13 %). Hinsichtlich der Altersstruktur fällt auf, dass die 
Werte in der Katego rie „insgesamt besser geworden“ mit zunehmendem Alter ansteigen: Übe r-
                                                
3 GALK e.V. (Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz) (Hg.) (2014):Wie zufrieden sind Bürger mit städtischen 
Grünflächen? Ergebnisse der vierten bundesweiten Internetbefragung. O.O., S. 14.

8 
V/0599/2016 
 
durchschnittlich sind sie in den Altersgruppen über 60 Jahre (z. B. 60 – 69 J.: 30 %) (vgl. Folie 
17). 
 
 
2.6 Verbesserungswünsche der Befragten für die Grün- und Parkanlagen 
Mit einer off enen Frage hatten die Befragten die Gelegenheit, ihre Wünsche zur Verbesserung 
der Grün- und Parkanlagen in Münster zu äußern. Hiervon wurde rege Gebrauch gemacht: 1.018 
Befragte (55 % aller Rücklaufe) gaben 1.889 Nennungen ab. Folgende Punkte erhielten 50  und 
mehr Nennungen (vgl. Folie 18): 
 Sitzgelegenheiten: 12,5 % (236 Nennungen) 
 Genügend Mülleimer/Müllentsorgung öfter: 10,1 % (190 Nennungen) 
 Sauberkeit: 8,0 % (151 Nennungen) 
 Wetterschutz/Unterstellmöglichkeiten: 4,5 % (85 Nennungen) 
 Beleuchtung (nachts): 3,5 % (67 Nennungen) 
 Blumenschmuck: 3,4 % (64 Nennungen) 
 Mehr/bessere öffentliche Toiletten: 2,8 % (52 Nennungen) 
 Hunde (mehr Kontrollen/weniger Hundekot): 2,7 % (51 Nennungen) 
 Mehr/bessere Kinderspielplätze: 2,6 % (50 Nennungen) 
 
Die Antworten dieser of fenen Frage stimmen bei Frauen und Männern grundsätzlich überein. 
Wesentliche Unterschiede werden bezüglich folgender Vorschläge deutlich. Frauen präferieren 
noch stärker „Sitzgelegenheiten“ als Männer (14,8 % Frauen, 9,7 % Männer). Männer haben das 
Thema „Sauberkeit“ stärker genannt (Frauen 6,7 %, Männer 9,6 %) (vgl. Folie 19). 
 
Folie 20 gibt die Ergebnisse auf die Frage nach den Verbesserungsvorschlägen für die einzelnen 
Stadtbezirke wieder. Hier zeigt sich, dass in nahezu allen Stadtbezirken das Thema „S itzgele-
genheiten“ an der Spitze steht, gefolgt von den Themen „Mülleimer/Müllentsorgung“ und „Sa u-
berkeit“. Von den Befragten aus dem Stadtbezirk Ost, die sich hier geäußert haben, wird dem 
„Müll- und Sauberkeitsthema“ die höchste Priorität eingeräumt (vgl. Folie 20). 
 
Insgesamt werden bei dieser offene Frage Vorschläge zu Punkten formuliert, die bei der gestüt z-
ten Bewertung durchaus eine geringere Zufriedenheit und teilweise auch Kritik erfahren haben (v. 
a. „Sitzgelegenheiten“: 12 % „mangelhaft“, 14 % „ausreichend“) (vgl. Punkt 2.3, Folie 12). 
 
 
2.7 Beurteilung des Angebotes an öffentlichen Kinderspielplätzen in Münster 
Für eine kinderfreundliche und zugleich wachsende Stadt ist ein adäquates Angebot an öffentl i-
chen Kinderspielplätzen von großer Bedeutung. Deren Entwicklung ist eng mit der Grün - und 
Freiflächenplanung verbunden, so dass die Befragten in diesem Fragekomplex auch gebeten 
wurden, das Angebot an öffentlichen Kinderspielplätzen zu beurteilen. 
 
Hier ist zunächst darauf hinzuweisen, dass 50 % angab en, diese Frage nicht beurteilen zu kö n-
nen. Dies ist angesichts des Anteils der Haushalte mit Kindern unter 18 Jahren in Münster (2015: 
16 %) plaus ibel. 30 % antworteten „genau richtig“. 16 % waren der Ansicht, das Angebot ist zu 
gering, 2 % gaben demgegenüber an „zu viel“ (vgl. Folie 21).

9 
V/0599/2016 
 
Zur Einschätzung des Angebotes an öffentlichen Kinderspielplätzen sind die Antworten der B e-
fragten mit Kindern unter 18 Jahren aufgrund ihres spezifischen Erfahrungshintergrundes von 
besonderem Interesse. Diese gaben folgende Einschätzung ab (vgl. Folie 21): 
 52 %: genau richtig 
 27 %: zu wenig  
 2 %: zu viel 
 
Diese Ergebnisse lassen sich auch nach Stadtbezirken differenzieren. Hier ist allerdings zu b e-
rücksichtigen, dass aufgrund der relativ geringen Zahl der Antworten in den einzelnen Stadtbezir-
ken die Ergebnisse eher als Tendenzaussagen zu werten sind (vgl. Folie 22). 
 
 
3. Verwendung der Ergebnisse und Ausblick 
Mit den Ergebnissen der Bürgerumfrage 2016 – Teil „Parks und Grünanlagen“ wurde ein aktue l-
les Thema der Stadtentwic klung in der Bürgerumfrage aufgegriffen 4. Aufgrund der besonderen 
Relevanz des Themas „Parks und Grünanlagen“ für die Arbeit der Bezirksvertretungen wird hier 
ein Schwerpunkt in der Auswertung gesetzt (vgl. Anhänge zum Foliensatz: Folien 23 – 53). Da-
mit wird insbesondere auch eine zusätzliche Informationsquelle zur Nutzung von Grünanlagen in 
den Stadtbezirken erschlossen. Die inhaltlichen Schlussfolgerungen aus den Umfrageergebni s-
sen sollen im Rahmen der entsprechenden Fachplanungen diskutiert werden.  
 
Im Internetangebot des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung werden im 
Bereich „Stadtentwicklung/Stadtforschung“ unter „Bürgerumfrage 201 6“ weitere tabellarische 
Aufbereitungen der Umfrageergebnisse nach soziodemografischen Strukturmerkmal en zum 
Download bereitgestellt5. 
 
Die Auswertung der Bürgerumfrage 201 6 wird mit dem Teil „Digitale Stadt Münster “ fortgesetzt 
und abgeschlossen. 
 
 
 
I.V. 
 
gez. 
 
Schultheiß 
Stadtdirektor 
 
Anlagen: 
Anlage 1: Foliensatz 
Anlage 2: Bürgerumfrage 2016: Hinweise zur Methodik und Übertragbarkeit der Ergebnisse 
 
 
 
  
                                                
4 Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (Hg.) (2015): Grün in der Stadt – 
Für eine lebenswerte Zukunft. Grünbuch Stadtgrün. Berlin.  
Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein -Westfalen (Hg.) 
(2012): Urbanes Grün in der integrierten Stadtentwicklung. Strategien, Projekte, Instrumente. Düsseldorf. 
5 http://www.stadt-muenster.de/stadtentwicklung/kommunale-umfragen.html

Beschlussvorlage

5268 Zeichen

V/0061/2019 
V/0061/2019 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Genuss ohne Restmüll: Mehrweg-Kaffeebecher für Münster 
Antrag der Ratsgruppe Piraten/ÖDP an den Rat Nr. A-R/0043/2017 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   21.02.2019 Betriebsausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Vorberatung 
   26.02.2019 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Es wird zur Kenntnis genommen, dass das Unternehmen CUPFORCUP derzeit ein Mehrwegb e-
cher-Pfandsystem in Münster aufbaut und aktuell ein Netz von 15 teilnehmenden C a-
fés/Bäckereien, die den entsprechenden Pfandbecher „GOODCUP“ ausgeben und wieder entge-
gennehmen, besteht. 
 
2. Die Initiative „Münster für Mehrweg“ unterstützt den weiteren Ausbau dieses Netzes durch geziel-
te Öffentlichkeitsarbeit zur Coffee-to-go-Problematik und entsprechende Netzwerkarbeit in Müns-
ter.  
 
3. Der Antrag A -R/0043/2017 der Ratsgruppe Piraten/ÖDP „ Genuss ohne Restmüll: Mehrweg -
Kaffeebecher für Münster“ vom 27.06.2017 (s. Anlage) ist damit erledigt. 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Es wird ein Budget in Höhe von 10.000 Euro/Jahr angesetzt, das für die Bewusstseinsbi l-
dung/Motivation zum Thema „Mehrwegbecher statt Einwegbecher“ eingesetzt wird. Die Finanzi e-
rung erfolgt aus Abfallgebühren.  
 
 
Begründung: 
 
Unter Federführung der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) wurde Ende 2016 der Runde 
Tisch „Münster für Mehrweg“ ins Leben gerufen. Die Initiative ist ein Zusammenschluss aus Vertr e-
terinnen und Vertretern der Stadtverwaltung, des Handels, von Umweltverbänden und weiteren l o-
kalen Akteuren, die sich für nachhaltige Mehrweg -Lösungen in Münster stark machen.  Gründungs-
mitglieder sind neben den AWM das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit, Münster Mar-
Abfallwirtschaftsbetriebe 
Münster 
 
29.01.2019 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Frau Feldkamp 
Telefon: 60 52 14 
FeldkampM@awm.stadt-
muenster.de

- 2 - 
V/0061/2019 
keting, der Handelsverband NRW Westfalen – Münsterland e.V., die Initiative starke Innenstadt 
Münster, die Interessensgemeinschaft der Marktbe schicker Münster e.V. und das Umweltforum 
Münster e.V.  
 
„Münster für Mehrweg“ macht bestehendes Engagement für Mehrweg-Lösungen in Münster sichtbar 
und sorgt durch gezielte Netzwerkarbeit dafür, dass Synergien erfolgreich im Sinne der Ablösung 
von Einwegl ösungen zu Mehrweglösungen genutzt werden. Weitere Informationen zur Initiative 
„Münster für Mehrweg“ gibt es auf der Seite: 
https://awm.stadt-muenster.de/abfallvermeidung/muenster-fuer-mehrweg.html 
 
Im Zuge des monatlich stattfindenden Runden Tisches hat „Münster für Mehrweg“ den o.g. Ratsa n-
trag vom 27. Juni 2017 im Juli 2017 besprochen und zunächst recherchiert, wie die Umsetzung eines 
solchen Systems aussehen könnte . Dazu wurden u.a. Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern 
von Kommunen geführt, in denen das System bereits umgesetzt wurde. Anbieter sind nur in seltenen 
Fällen die Städte selber. Hintergrund dafür sind  die für ein solches System erforderliche Logis tik und 
die nötigen personellen Ressourcen. Beides könnte auch über die Stadt Münster aktuell nicht abg e-
bildet werden. Viele Städte unterstützen deshalb Unternehmen, die Mehrwegbecherpfandsysteme 
anbieten durch begleitende Öffentlichkeitsarbeit und Aktione n. Zu den größeren Anbietern gehören 
hier z.B. „RECUP“ und „CUPFORCUP“.  
 
Diesen Weg will auch „Münster für Mehrweg“ gehen und steht dazu seit 2018 in Kontakt mit dem U n-
ternehmen „CUPFORCUP“. Damit ein Mehrwegbecher -Pfandsystem nachhaltig funktioniert, bedarf 
es eines entsprechend dichten Netzes an Cafés/Bäckereien etc., die den Becher ausgeben und auch 
wieder zurücknehmen. Das Unternehmen „CUPFORCUP“ strebt aktuell an, ein solches Netzwerk in 
Münster auszubauen. Entsprechende Bestrebungen anderer Anbiet er gibt es nach aktuellem Kenn t-
nisstand in Münster nicht. 
 
Wünschenswert wäre insbesondere, die rund 225 Verkaufsstellen von Bäckereien, die der Bäcker -
Gilde Münster angehören, für eine Beteiligung an einem Mehrweg-Pfandsystem zu gewinnen. „Müns-
ter für Meh rweg“ hatte dazu im vergangenen Jahr bereits Kontakt mit Vertretern der Bäcker -Gilde 
aufgenommen und das System gemeinsam mit einem Vertreter von „CUPFORCUP“ vorgestellt. Da 
die Bäcker -Gilde aber seit März 2017 ihren eigenen Mehrwegbecher verkauft, hält si e ein parallel 
laufendes Mehrwegbecher-Pfandsystem aktuell nicht für sinnvoll. „Münster für Mehrweg“ bleibt aber 
weiterhin dazu im Gespräch mit der Bäcker -Gilde und informiert diese über die weiteren Entwicklu n-
gen.  
 
Nach der ersten Akquise in 2018 hat das  Unternehmen CUPFORCUP aktuell 15 C a-
fés/Bäckereien/Marktbeschicker gewonnen, die sich an dem Mehrwegbecher -Pfandsystem in Mün s-
ter beteiligen. Laut Information des Unternehmens gibt es zahlreiche weitere Interessenten. „Münster 
für Mehrweg“ wird durch gezielte Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit weiter dabei unterstützen, diese 
positive Entwicklung in Münster zügig voranzutreiben.  
 
 
I. V. 
 
gez. 
Peck 
Stadtrat 
 
 
Anlagen:   
- Anlage A zur V/0061/2019 
- Ratsantrag Nr. A-R/0043/2017 der Ratsgruppe Piraten/ÖDP „Genuss ohne Restmüll: Mehrweg-
Kaffeebecher für Münster“ inclusive Anlagen 1- 3

Beratungsverlauf (2)

21.02.2019 Betriebsausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe
TOP 4 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
26.02.2019 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen
TOP 6.6 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (7)

  • Salzstraße
  • Feldkamp
  • Gasselstiege
  • Promenade 3
  • Tiergarten
  • Hohe Ward
  • Werse

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0061/2019
Typ
Vorlagen
Datum
17.01.2019
Erstellt
06.10.2020 14:37