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2008/0056

Bundeswettbewerb IDEE.NATUR

Magistratsvorlage 15.02.2008

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X

Top Trails of Germany

der ablauf mehr infos

Bewerben können sich kommunale Einrichtungen, Zweckver- Ausschreibungsunterlagen

bände, Vereine, Stiftungen oder anders organisierte regionale Ein komplettes Informationspaker miallen

. . Wettbewerbsunterlagen kann angefordert werden

Partnerschaften. Voraussetzung: Sie müssen die Umsetzung der berder asschsfesielledeswenbewerke:

vorgeschlagenen Projekte unter Beteiligung aller relevanten Ak-

teure gewährleisten können. Geschäftsstelle Bundeswettbewerb
idee.natur - Zukunftspreis Naturschutz

.. =
ee Eee ee visionäre gesucht
Bewerbungsschluss: 31. Januar 2008. Maximal 20 Seiten. Chemiepark Knapsack < 5 \J
Tikalkzeine kurzbeschreibung.der Regionsoswiedie.Dareilüng Tädustriesträße Bundeswettbewerb Naturschutzgroßprojekte ©—” und ländliche Entwicklung
der Naturschutz- und sozioökonomischen Entwicklungsziele. 50354 Hürth Infos und Bewerbungsunterlagen unter www.idee-natur.de

Zudem benennt sie die beteiligten Akteure und Partner vor Ort. Bewerbungsschluss: 31. Januar 2008

Für Anfragen per Telefon und E-Mai

ten ein Preisgeld in Höhe von jeweils 10.000 Euro. Die Preis- 02233 481440
verleihung findet im Mai 2008 statt. info@idec-natur.de

Bis zu zehn Ideenskizzen werden öffentlich prämiert und erhal-

i.:Peter Eschweiler | 5.4 0.re.:TopTrails of Germany | 5.4 u.: Jan Albert Vroegop | 5.5;

Denken Sie groß. Entwickeln Sie die

Stufe 2 - Integrierter Projektantrag natürlichen und ökonomischen Poten-

Abgabefrist: 31. Dezember 2008. Maximal 80 Seiten. Die Preis-

träger aus Stufe I konkretisieren ihre Ideenskizzen zu einem

Informationsveranstaltungen ziale Ihrer Region durch ein vom Bund

Im November 2007 können alle interessierten Bewerber an gefördertes Naturschutzgroßprojckt.

integrierten Projektantrag. Eine unabhängige Jury wählt daraus Verknüpfen Sie vorhandene Initiativen

in

Informationsveranstaltungen teilnehmen, wahlwei:

bis zu fünf Konzepte aus. Diese werden im Juni 2009 öffentlich _Bonn, 5. November 2007 AN aESEN Ideen. Holen Sie sich Partner
ausgezeichnet und erhalten ihren Bewilligungsbescheid. Berlin, 7. November 2007 ins Boot. :

Zen . u Nutzen Sie die einmalige Chance der
Kriterien Förderung durch zwei Bundesminis-
Auswahlkriterien sind die gesamtstaat- ER Ferien,
lich repräsentative Bedeutung, ein schlüs- &uLS LUs) www.idee-natur.de

siges Gesamtkonzept sowie ein partner- R Mehr Infos zum Wettbewerb einschließlich Veranstaltungsorte,
Die Auswahl der Gewin-
ner in beiden Stufen des

relevanten Akteure berücksichtigt und in Wettbewerbs wird durch es im Internet unter oben angegebener Adresse.

schaftlich kooperativer Ansatz, der alle Uhrzeiten und Programm der Informationsveranstaltungen gibt

den Entscheidungsprozess einbinder. EUKETEL UL RL

übergreifende Jury ge
troffen. Sie umfasst u. a

Gefördert werden vor allem solche An-

träge, die die Integration von anspruchs-
Vertreter aus Kommunen,

Naturschutzverbänden,
Entwicklung modellhaft und besonders TIERE REINEM

vollen Naturschutzzielen und ländlicher

Be IDEE NATUR

Meran Zukunftspreis Naturschutz

Fotos: Titel 0.: Derrick Budden | Titel u.:Marcus Gloger | 5.2 u.:Uwe Heilmann | 5.4 0.

überzeugend darstellen und Medien.

ıdee.natur

der wettbewerb

Das Bundesumweltministerium (BMU) und das Bundesamt für
Naturschutz (BfN) rufen in Kooperation mit dem Bundes-
landwirtschaftsministerium (BMELYV) zur Teilnahme am Bundes-

hutz“ auf.

wettbewerb „idee.natur - Zukunftspreis Natu

Unter dem Titel „Naturschutzgroßprojekte und ländliche Ent-
wicklung“ werden frische Ideen für neue Naturschutzgroß-

projekte in Deutschland gesucht. Ideen, die Naturnutzer und

-schützer zusammenbringen. Ideen, wie Natur als Mehrwert für
ganze Regionen gesichert und genutzt werden kann. Visionär
und realisierbar, kreativ und naturschutzfachlich fundiert,
gesamtstaatlich repräsentativ und beispielhaft in der Kooperati-

on.

Es gilt, Allianzen zwischen Naturschützern und Naturnutzern

zu schmieden. Die Projekte sollen national bedeutende Land-

aften erhalten und Impulse für eine nachhaltige regionale
Entwicklung geben, die den Schutz der Natur als Chance für die
Region und die dort lebenden und arbeitenden Menschen ver-
steht. Sodass am Ende alle gewinnen: die Natur und die Men-
schen.

die vision

Ein moderner, nachhal
tiger Naturschutz: die
Natur mit den Ansprü
chen der Menschen
Schutz und Nutzen in

Einklang bringen.

die chancen

Die institutionelle Kooperation zwischen Umwelt- und Land-

hrige BMU-

schaftsministerium betont die Chance, das lang
Förderprogramm für Naturschutzgroßprojekte mit BMELV-För-

dermaßnahmen der ländlichen Entwicklung zu verknüpfen.

Die:

schiedlichen Interessengruppen, Initiativen und Akteuren vor

erleichtert nicht nur die Zusammenarbeit mit den unter

Ort, es eröffnet auch ganz neue Entwicklungsmöglichkeiten für

die Region.

r den Wettbewerb gilt ein erheblich beschleunigtes Antrags-
verfahren. Die Gewinnerprojekte können bereits im Juni 2009

mit einer konkreten mehrjährigen Förderzusage rechnen. Die

verstärkte öffen

he Wahrnehmung erleichtert außerdem die

Akzeptanzbildung in der Region.

Der Wetrbewerb ist zweistufig. Für die erste Stufe ist eine 20-

ze einzureichen. Bis zu zehn Beiträge werden

seitige Ideens

mit einem Preisgeld v ).000 Euro ausgezeichnet, Von diesen

werden in der zweiten Stufe bis zu fünf Projekte ausgewählt, die

im Rahmen des Wettbewerbs gefördert werde:

Für die übrigen besteht darüber hinaus die Möglichkeit, nach
weiterer Ausarbeitung ihrer Projektanträge in die reguläre För-
derung nach dem Bundesprogramm für Naturschutzgroß-

projekte übernommen zu werden.

infos: www.idee-natur.de

die förderung

Die Themenschwerpunkte des Wettbewerbs sind „Wälder“,
„Moore“ und „Urbane/industrielle Landschaften“. Einer dieser
Biotop- bzw. Landschaftstypen muss für das Kerngebiet der
beantragten Region charakteristisch und von nationaler Bedeu-

tung sein.

Fördermittel

Für die Förderung der bewilligten Wettbewerbsprojekte stellt
das BMU Fördermittel in Höhe von mehreren Millionen Euro
pro Naturschutzgroßprojekt bereit. Der Förderzeitraum er-

streckt sich dabei auf bis zu zwölf Jahre.

Das BMELV fördert unter bestimmten Voraussetzungen flankie-

rende Maßnahmen zur ländlichen Entwicklung. Die Fördermit-

tel belaufen sich hier au samt bis zu 5 Mi ro fü

onen

eine Laufzeit von fünf Jahren.

Eigenanteil
Die Förderrichtlinien für Naturschutzgroßprojekte des Bundes

sehen eine Kofinanzierung durch das jeweilige Land sowie eine

finanzielle Beteiligung des regionalen Projektträgers vor.

die themen-
schwerpunkte

Wälder

Moore

Urbane | industrielle

ndschaften

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11554 Zeichen

Antragsteller und Projektträger
Projektpräsentation
IDEE.NATUR
Ideenskizze zum Bundeswettbewerb
Naturschutzgroßprojekte und ländliche Entwicklung
Projekt Messeler Hügelland

Der Naturraum Messeler Hügelland
liegt im Zentrum der europäischen Metropolregion
Rhein-Main-Neckar und gehört überwiegend zum
Landkreis Darmstadt-Dieburg
sowie zur Stadt Darmstadt.
© ecoplan 2008
Messeler Hügelland
Hessen
Inmitten der Region befindet sich das
UNESCO-Weltnaturerbe Grube Messel
mit weltweit einzigartigen Funden
aus dem Frühtertiär (Eozän).
Lage des ProjektgebietesLage des Projektgebietes

Die Projektregion mit einer 
Flächengröße von ca. 10.100 ha 
umfasst den größten Teil des 
ökologisch bedeutsamsten 
Naturraums des Rotliegenden
in Deutschland, das „Messeler
Hügelland“.
Es handelt sich mit insgesamt 
ca. 9.000 ha um eines der 
größten zusammenhängenden 
Waldgebiete in Südhessen, 
daher steht das Thema „Wald“
auch im Zentrum der 
Projektziele.
Kartengrundlage:
Topographische Karte 1 : 50000 der Hessischen
Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation© ecoplan 2008
Abgrenzung des ProjektgebietesAbgrenzung des Projektgebietes

Geschichte und NutzungGeschichte und Nutzung
Das Gebiet verdankt seinen Waldreichtum und seine Natürlichkeit
in weiten Teilen dem karolingischen Königsforst Dreieich.
Heutige forstwirtschaftliche Situation – historisch bedingt
z im Westteil des Gebietes Staatsforsten mit überwiegend 
Jahrhunderte langer Laubholz-Hochwaldnutzung 
z im Ostteil des Gebietes Kommunalforsten mit Mischbeständen aus 
Laub- und Nadelholz
Landwirtschaftliche Nutzung
z findet auf zahlreichen eingestreuten Waldwiesen statt
z darüber hinaus sind kleinräumige Ackerstrukturen vorhanden
Im gesamten Projektgebiet starke Erholungs- und Freizeitnutzung
© ecoplan 2008

LebensräumeLebensräume
© ecoplan 2008
Das naturräumliche Lebensraum- und Arten-Potential
ist äußerst hoch
z Lage im Übergangsbereich zwischen subatlantischem, 
submediterranem und subkontinentalem Klimaeinfluss
z Übergang von der Rhein-Main-Ebene zum Odenwald zwischen 
planarer und collin-submontaner Höhenstufe
z großflächige, historisch sehr alte wie bundesweit hoch-
repräsentative Wälder und Waldwiesen
Es gibt hier mindestens 175 verschiedene Pflanzengesellschaften
und 18 Lebensraumtypen des Anhangs I der FFH-Richtlinie
z sehr naturnah ausgeprägte Eichen- und Buchenmischwälder:
großflächig vor allem Hainsimsen-Buchenwald, Waldmeister-
Buchenwald und Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwald
z Feuchtwald-Lebensräume: Traubenkirschen-Erlen-Eschenwald, 
Hainmieren-Bacherlenwald, Walzenseggen-Erlenbruchwald u.a
z kleinräumige Niedermoore und im Bereich von Flugsanddünen 
auch Sandrasen

Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum), Tieflands-Ausbildung mit Traubeneiche, zusammen mit dem 
Waldmeister-Buchenwald vorherrschende Klimax-Waldgesellschaft im Messeler Hügelland
© ecoplan 2008
LebensräumeLebensräume

Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwald (Stellario-Carpinetum), großflächige Ausprägungen auf den zahlreichen 
wechselfeuchten Rotliegend- und Auenstandorten des Messeler Hügellandes
© ecoplan 2008
LebensräumeLebensräume

Traubenkirschen-Erlen-Eschenwald (Pruno-Fraxinetum) mit Flatterulme, typische Auenwald-Gesellschaft des 
Messeler Hügellandes
© ecoplan 2008
LebensräumeLebensräume

Walzenseggen-Erlenbruchwald (Carici elongatae-Alnetum), kleinräumige Niedermoor-Waldgesellschaft des 
Messeler Hügellandes
© ecoplan 2008
LebensräumeLebensräume

ArtenArten
© ecoplan 2008
Das Gebiet beinhaltet eine sehr hohe Zahl an geschützten und 
bestandsbedrohten Arten
z Pflanzenarten (mindestens 104 Rote Liste-Arten)
z Tierarten (mindestens 156 Rote Liste-Arten)
z zahlreiche Arten der Anhänge II und IV der FFH-Richtlinie und des 
Anhangs I der EU-Vogelschutzrichtlinie
z darüber hinaus haben Teile des Gebietes ein großes Habitat-
potential für Schwarzstorch, Uhu, Fischotter und Wildkatze.
Aus diesen Gegebenheiten resultiert eine herausragende 
naturschutzfachliche und gesamtstaatlich repräsentative 
Bedeutung der Projektregion.

Haarstrang-Wasserfenchel(Oena
nthe peuc
eda
nifolia
)
Sibirische Schwertlilie
(Irissib
irica)
Breitblättriges Wollgras (Eriophorum latif
oliu
m)
Bestandsbedrohte Pflanzenarten Bestandsbedrohte Pflanzenarten 
Gräbenveilchen(Viola
persi
cifolia
)
Pillenfarn
(Pilularia globulif
era)
Kleines Helmkraut (Scut
ellaria minor)
Saumsegge(Carex hostia
na)
© ecoplan 2008

Bergklee
(Trifolium
m
ont
an
um)
Sumpfstendelwurz 
(Epi
pactis palustri
s)
Kiebitz
Davallsegge
(Carex davallian
a)
Lungenenzian
(Gentiana pneumona
nt
he
)
Geflecktes Knabenkraut(Dac
tylorhi
za
m
ac
ulat
a)
Prachtnelke
(D
ia
nt
hussuperbus)
Knolliges Mädesüß
(Filipe
ndul
a
vulgari
s)
Bestandsbedrohte Pflanzenarten Bestandsbedrohte Pflanzenarten 
© ecoplan 2008

Hirschkäfer
(L
uc
an
us c
ervus)
Bechstein-Fledermaus
(Myotis bechsteinii)
Waldschnepfe 
(Sc
olop
ax ru
sticol
a)Springfrosch 
(R
an
a da
lm
atin
a) Laubfrosch 
(Hyla arbo
rea)
Braunes-Langohr
(Plecotus a
uritus)
Bestandsbedrohte TierartenBestandsbedrohte Tierarten
© ecoplan 2008

Ziegenmelker (Capri
mulgus europae
us)
Heller Ame
isenbläulin
g
(Ma
culinea
 teleius) 
Kleiber 
(Sit
ta europa
ea)
Kaisermantel(Argynnis paphia
)
Sumpfmeise 
(Parus palustri
s)
zukünftige Einwanderer ?
Weitere z.T. bestandsbedrohte TierartenWeitere z.T. bestandsbedrohte Tierarten
Wildkatze 
(Felis sil
vestri
s)Schwarzstorch 
(Cic
onia
nigra)
© ecoplan 2008

GefährdungenGefährdungen
© ecoplan 2008
Konflikte und Gefährdungen wie z.B.
z Entwässerung und Eutrophierung
z Nutzungsintensivierung und Nutzungsaufgabe, Ruderalisierung
z hoher Anteil nicht standortgemäßer Baumarten
z potentielle Gefährdung durch Einflüsse des Energiemarktes auf 
Land- und Forstwirtschaft
z hoher Besucherdruck
existieren auch in dieser sehr naturnahen und ökologisch reichhaltigen 
Region, woraus sich eine hohe Schutzbedürftigkeit der 
bestandsbedrohten Lebensräume und Arten herleitet.
Die im Umfeld zahlreich stattfindenden Eingriffe in Natur und 
Landschaft führen u.a. zu einem hohen Bedarf an forst- und 
naturschutzrechtlichen Kompensationsmaßnahmen, für die das
Messeler Hügelland ein prädestinierter Kompensationsraum ist.

© ecoplan 2008
BesucherströmeBesucherströme
Beispiele nicht gesteuerten Erholungsverkehrs
z Steinbrücker Teiche bei Darmstadt
z Grube Prinz von Hessen bei Darmstadt
Der Rhein-Main-Ballungsraum 
hat eine sehr hohe Siedlungs-
dichte von ca. 950 Menschen 
pro km2 (insgesamt ca. 2,5 Mio. 
Menschen). 
Im hier abgegrenzten wald-
reichen Projektgebiet des 
Messeler Hügellandes hingegen 
leben nur ca. 4.000 Menschen, 
was einer Siedlungsdichte von 
nur 40 Menschen pro km2 ent-
spricht.
Der „Naherholungsbereich Messeler Hügelland“ist einem zunehmenden Besucherdruck 
ausgesetzt, der die Wald- und Wiesen-Lebensräume vielerorts beeinträchtigt.

VisionVision
© ecoplan 2008
Unsere Vision liegt darin, den bundesweit einzigartigen Wald-
Naturraum „MesselerHügelland“als ein Leben spendendes, multi-
funktionales und nutzbares Ökosystem zu schützen, zu entwickeln und 
für den Menschen begreifbar zu machen. Voraussetzung dafür ist ein 
tragfähiger Brückenschlag zwischen den verschiedenen Interessen-
gruppen durch Aufbau von Dialogbereitschaft und gegenseitigem 
Vertrauen.
Identität stiftende Schwerpunkte
z naturnahe, landschaftlich reizvolle Wald- und Waldwiesen-
Landschaften
z naturschutzverträgliche forst- und landwirtschaftliche Nutzung
z Vermarktung regionaler Produkte
Forstwirtschaft und Landwirtschaft bleiben somit selbstverständliche 
und allseits akzeptierte Glieder eines Wirtschaftens mit der Natur.

Ziele und MaßnahmenZiele und Maßnahmen
© ecoplan 2008
Das wichtigste naturschutzfachliche Ziel ist die Schaffung eines 
Systems dynamischer Lebensraum- und Artenschutzmaßnahmen im 
Wald.
z Entwicklung und Sicherung eines naturnahen Wald-Biotopverbundes, vor 
allem durch die Erhaltung eines dynamischen Mosaiks von Altholzbeständen 
z Arten- und lebensraumbezogene Maßnahmen, die über die ordnungsgemäße 
forstwirtschaftliche Nutzung hinausgehen
z Renaturierungsmaßnahmen, Auenwaldvegetations-Begründung und andere 
Maßnahmen zur Redynamisierung im Bereich der zahlreichen Gewässer
z naturschutzgerechtes, nachhaltiges Nutzungskonzept für die Freiflächen mit 
der örtlichen Landwirtschaft
z Integration der aktuellen Schutzflächen (FFH, NSG) in den Biotopverbund, 
Hand in Hand mit der FFH-Maßnahmenplanung und NSG-Pflegeplanung
Generell werden besondere Vereinbarungen zwischen Naturschutz, 
Forstwirtschaft und Landwirtschaft angestrebt, deren konkrete Ziele 
sich neben der heutigen potentiellen natürlichen Vegetation und 
Fauna sowie den Eichenmischwald-Lebensräumen weithin am 
gezielten Artenschutz orientieren werden.

NaturerlebnisNaturerlebnis
© ecoplan 2008
Die Schutzbemühungen erfordern ein begleitendes ökotouristisches 
Konzept der Besucherlenkung und –information.
z Integration der Bevölkerung in einer zwischen Naturschutz und 
Erholungssuchenden ausgewogenen Naherholungskonzeption 
z Naturraumbezogenes Bildungsnetzwerk mit den Hochschulen, 
regionalen Schulen, Volkshochschulen, Kindergärten und 
Waldkindergärten, z.B. Lernort Bauernhof auf dem Hofgut Oberfeld
z Attraktivitätszentren UNESCO-Weltnaturerbe Grube Messel, 
Jagdschloss Kranichstein und das südwestlich angren-
zende Jugendstilzentrum Mathildenhöhe Darmstadt: einmalige
Voraussetzungen für ein ökologisch-kulturell vernetztes, touri-
stisches Gesamtkonzept
So können die verschiedenen Aspekte der Natur (Pflanzen- und 
Tierwelt, Gesteine, Mineralien, Nutzung und Schutz) den Menschen
noch näher gebracht werden, im Sinne einer Identität stiftenden 
Aufklärung für Kinder und Erwachsene.

Regionale ProduktvermarktungRegionale Produktvermarktung
© ecoplan 2008
Im sozio-ökonomischen Bereich geht es um die Förderung der 
regionalen Produktvermarktung aus naturschutzgerechter Produktion. 
Ein wichtiges Ziel ist der Aufbau eines regionalen Vermarktungs-
netzwerkes
z Regionale Vermarktungsinitiativen zwischen Naturschutz, Wald-
besitzer, Forstwirtschaft und dem regionalen Holz verarbeitenden 
Gewerbe
z Entwicklung integrierter Strategien in Kooperation mit den Land-
wirten und der regionalen Landwirtschaftsverwaltung
z Ermittlung der Vermarktungschancen 
z Produktinnovation und Vermarktung (z.B. Gesundheitsheu, Pferde-
apotheke) 
z Volkswirtschaftlicher Nutzen durch die Infrastrukturleistung einer 
reichhaltigen Landschaft

Als Antragsteller und Projektträger fungieren der Kreis Darmstadt-Dieburg, die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) als 
anerkannter Naturschutzverband, mit ihrem wissenschaftlich und organisatorisch 
qualifizierten Personal.
Partnerschaft in der RegionPartnerschaft in der Region
© ecoplan 2008
Regionale Partner: Hessen-Forst und Bundes-Forst, Regierungspräsidium Darmstadt,
Kommunen Dieburg, Eppertshausen, Groß-Zimmern, Messel, Münster, Ober-Ramstadt, Reinheim und 
Roßdorf, UNESCO-Weltnaturerbe Grube Messel, Stiftung Hofgut Oberfeld.
Darüber hinaus erfolgt eine Einbindung der Landwirtschaftverwaltung und der Kreis- und Ortslandwirte in den 
Projektablauf. Die Naturschutzverbände (über die SDW hinaus) sind ebenfalls eingeladen.
z Im Rahmen der Prozesskoordination haben alle vorbereitenden Gespräche mit den regionalen Projekt-
partnern stattgefunden - die grundsätzliche Zustimmung liegt von allen Seiten vor. Die Kooperation 
zwischen den Partnern ist damit sichergestellt.
z Die geplante Laufzeit für das Naturschutzgroßprojekt: 2009 bis 2019.
z Eine wissenschaftliche Projektbegleitung ist vorgesehen.

© ecoplan 2008
IDEE.NATURIDEE.NATUR

2008/0056

3678 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
20.02.2008 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat III  
 
Amt: Grünflächen- und 
Umweltamt  
an den Magistrat 
 
  zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 OBW bei abschl. Beschluss-
fassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein 
Öffentlich:     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2008/0056 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
 
Betreff: Bundeswettbewerb IDEE.NATUR 
 
Vorlage vom: 15. 2.2008 
 
Beschlussvorschlag: 
Der Bericht des Grünflächen- und Umweltamtes vom 15.02.2008 wird zur Kenntnis genommen 
 
 
 
 
Anlagen: Flyer-IDEE-NATUR 
Präsentation-Messeler-Hügelland 
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
... 
 
 
Begründung zu Magistratsvorlage vom 15.02.2008 (Vorlage-Nr. 2008/0056): 
 
Das Bundesumweltministerium (BMU) und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) haben in Koopera-
tion mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) den Bundeswettbewerb „idee.natur-
Zukunftspreis Naturschutz“ ins Leben gerufen.  
 
Unter dem Titel „Naturschutzgroßprojekte und ländliche Entwicklung“ werden frische Ideen für neue 
Naturschutzgroßprojekte in Deutschland gesucht. Ideen, die Naturnutzer und  
-schützer zusammenbringen. Ideen, wie Natur als Mehrwert für ganze Regionen gesichert und ge-
nutzt werden kann. Visionär und realisierbar, kreativ und naturschutzfachlich fundiert, gesamtstaat-
lich repräsentativ und beispielhaft in der Kooperation.  
 
Es gilt, Allianzen zwischen Naturschützern und Naturnutzern zu schmieden. Die Projekte sollen 
national bedeutende Landschaften erhalten und Impulse für eine nachhaltige regionale Entwicklung 
geben, die den Schutz der Natur als Chance für die Region und die dort lebenden und arbeitenden 
Menschen versteht.  
 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt (Dezernat III) beteiligt sich in Kooperation mit dem Landkreis 
Darmstadt-Dieburg und der „Schutzgemeinschaft Deutscher Wald“ an diesem Wettbewerb. Es wur-
de eine Ideenskizze eingereicht, den Waldbereich des Messeler Hügellandes, zu dem ein großer 
Teil des Ostwaldes von Darmstadt gehört, für den Natur- und Artenschutz sowie die Naherholung 
und sanfte Erschließung aufzuwerten.  
 
Der Wettbewerb ist zweistufig. Für die erste Stufe ist eine 20-seitige Ideenskizze einzureichen. Bis 
zu zehn Beiträge werden mit einem Preisgeld von 10.000,00 € ausgezeichnet. Von diesen werden 
in der zweiten Stufe bis zu fünf Projekte ausgewählt, die im Rahmen des Wettbewerbs gefördert 
werden. Unter diesen werden bis zu 5 Mio. € verteilt. Diese Entscheidung wird im Juni 2008 getrof-
fen.  
 
Für die übrigen besteht darüber hinaus die Möglichkeit, nach weiterer Ausarbeitung ihrer Projektan-
träge in die reguläre Förderung nach dem Bundesprogramm für Naturschutzgroßprojekte übernom-
men zu werden.  
 
Finanzierung: 
 
 
Die Kosten in Höhe von rund 4.000,00 € für die Erarbeitung der Antragsunterlagen wurden von der 
Schutzgemeinschaft Deutscher Wald vorfinanziert. Von Seiten der Schutzgemeinschaft Deutscher 
Wald wurde zwischenzeitlich der Wunsch geäußert, dass sich die anderen beiden Projektpartner 
finanziell anteilig beteiligen.

3 
... 
 
Bei erfolgreicher Bewerbung und Förderung sehen die Förderungsrichtlinien für Naturschutzgroß-
projekte des Bundes eine Kofinanzierung durch das jeweilige Land sowie eine finanzielle Bete ili-
gung des regionalen Projektträgers vor.  
 
Der Magistrat wird über den Fortgang der Bewerbung zu gegebener Zeit berichten.  
 
 
Darmstadt, 15.02.2008 
67-41 dr.ju-hr 
 
 
Dezernat III 
 
 
 
Klaus Feuchtinger  
Stadtrat

Beratungsverlauf (1)

TOP 113

Details

Vorlagen-Nr.
2008/0056
Typ
Magistratsvorlage
Datum
15.02.2008
Erstellt
29.09.2026 00:00