V/0159/2008
NRW-Sportschule
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Beschlussvorlage
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V/0159/2008 DER OBERBÜRGERMEISTER Sportamt Betrifft NRW-Sportschule Beratungsfolge 28.02.2008 Ausschuss für Personal, Recht und Ordnung Vorberatung 04.03.2008 Sportausschuss Vorberatung 04.03.2008 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 04.03.2008 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 05.03.2008 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 11.03.2008 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Vorberatung 12.03.2008 Hauptausschuss Vorberatung 12.03.2008 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Das Konzept des Landes NRW zu den NRW-Sportschulen mit seiner überregionalen Tragweite wird zur Kenntnis genommen (Anlage 1). 2. Die Abgabe eines Projektantrages für die NRW-Sportschule an das Land NRW wird unter folgende Bedingungen gestellt: Zur Realisierung der NRW-Sportschule wird die Verwaltung beauftragt, für den Baustein „Sportinternat“ einen Träger zu finden, der vertraglich zusichert, folgende Aufgaben in eige- ner Verantwortung zu übernehmen: - Planung, Errichtung und Finanzierung eines Sportinternats mit 30/32 Plätzen unter Ein- beziehung der Bauunterhaltung und der Betriebskosten für das Gebäude über einen Zeitraum von 20/25 Jahren auf einem Grundstück im Umfeld des Pascal-Gymnasiums als NRW-Sportschule. - Beantragung von Sportfördermitteln des Landes NRW bei gleichzeitiger verbindlicher Verpflichtung gegenüber dem Land NRW als auch der Stadt Münster, sowohl den Lan- deszuschuss als auch die städtischen Mittel gemäß den entsprechenden Bedingungen der jeweiligen Förderrichtlinie über den Zweckbindungszeitraum zu sichern. - Bereitschaft zur Übernahme des Internatsbetriebes in eigener Verantwortung und zur Gewährleistung einer umfassenden Betreuung der Athletinnen und Athleten entspre- Vorlagen-Nr.: V/0159/2008 Auskunft erteilt: Herr Schirwitz Ruf: 492 52 00 E-Mail: Schirwitz@stadt-muenster.de Datum: 18.02.2008 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0159/2008 chend den gesetzlichen Bestimmungen der Internatsführung und den Vorgaben der Sportverbände für die Kaderbetreuung ohne weitere Zuschüsse der Stadt Münster. 3. Sollten die vorgenannten Bedingungen sach- und zeitgerecht sowie mit hinreichender Ver- bindlichkeit erfüllt werden können, wird die Verwaltung ermächtigt, einen Projektantrag zu stellen. In dem Projektantrag stellt die Verwaltung sicher, dass die Stadt Münster auch für den Fall der vorzeitigen Projektaufgabe keinerlei Haftung für landesseitig gezahlte Projekt- mittel übernimmt. Über die Antragstellung ist in den zuständigen Gremien zu berichten. Für den Fall der Projektrealisierung stimmt der Rat zu, dass 3.1. bei Sicherstellung der o.g. Bedingungen die Stadt Münster dem Träger einen einmaligen maximalen Zuschuss zur Errichtung des Sportinternats in Höhe von rund € 700.000 brutto auf der Basis eines Errichtungs- und Zuschussvertrages als 30%ige Komplementärförde- rung zum 70%igen Zuschuss des Landes NRW zur Verfügung stellen wird. 3.2. die bauliche Erweiterung der Sporthalle am Pascal-Gymnasium in städtischer Trägerschaft auf der Grundlage des Raumprogrammes (vgl. Begründung) umgesetzt und die Verwaltung beauftragt wird, einen Baubeschluss vorzubereiten. Zur Finanzierung stellt der Rat der Stadt Münster eine maximale finanzielle städtische Beteiligung von rund 337.140 € (30 Prozent der Gesamtbausumme von 1.123.810 €) zur Verfügung. Die restliche Summe von 786.670 € wird als 70 %igen Zuschuss des Landes NRW zu den Baukosten erwartet. 3.3. bei einer erfolgreichen Bewerbung dem Pascal-Gymnasium bedarfsabhängig und maximal zusätzliche Sekretariatsstunden zur Verfügung gestellt werden: ab 01.08.2009 (Schuljahr 2009/2010) 5,00 Std./Wo. Die Rahmenbedingungen der sich derzeit in Überarbeitung befindlichen Bemessungs- grundlagen für Sekretariatsstunden in Schulen sind ggf. zu beachten. Die maximalen Mehraufwendungen belaufen sich auf 5.230 € (Ganzjahreskosten) Zur Finanzierung der materiellen Ausstattung ist ein jährlicher Betrag von 15.000 € im Haushalt ab dem Schuljahr 2009/2010 anzusetzen. II. Kosten/Folgekosten Maßnahme voraussichtliche Gesamtkosten maximaler Anteil Stadt erwartete Betei- ligung des Lan- des NRW max. Folge- kosten für die Stadt Münster Erweiterung Sporthalle 1.123.810 € 337.140 € 786.670 € 50.230 € Errichtung Sportinternat 700.000 € keine Personalaufwendungen 5.230 € Sachaufwendungen 15.000 € Jährliche Folgekosten für die Bauinvestition incl. Abschreibungen der Ausstattung in Höhe von 50.230 € unter Berücksichtigung des Landeszuschusses sowie Personal- und Sachaufwendungen sind als Folgekosten im Sinne einer Vollkostenrechnung nach NKF ebenfalls bedarfsgerecht in den Haushalt einzustellen. Insgesamt ergeben sich somit Folgekosten in Höhe von ca. 70.460,00 €. III. Finanzierung/Mittelbereitstellung Die o. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren: 1.) Sportinternat Auszahlungen - 3 - V/0159/2008 Nr. Bezeichnung Haush .- jahr Betrag € Bemer- kungen Produktgruppe 0801 Sportentwicklung, Sportanlagen und -stätten Teilfinanzplanplan (Zeile) 11 Auszahlung von aktivierbaren Zuwendungen Investitionsmaß- nahme 4120 Baukostenzuschuss Errichtung Sportinternat Finanzstelle 520 0 0801 01 4120 2008 2009 50.000 VE 250.000 650.000 700.000 € Max. städt. Anteil Sachkonto 780700 Insgesamt: 700.000 Die Mittel werden bis zur Entscheidung des Landes über den Projektantrag des Trägers gemäß Beschlussziffer 3 mit einem Sperrvermerk versehen. Die Verwaltung fertigt das entsprechende Veränderungsblatt zum Haushalt 2008. 2.) Anbau an die Sporthalle des Pascal-Gymnasiums 2.1) Baukosten ab dem Haushaltsjahr 2008: Auszahlungen Nr. Bezeichnung Haush .- jahr Betrag € Bemer- kungen Produktgruppe 0801 Sportentwicklung, Sportanlagen und -stätten Teilfinanzplan (Zei- le) 08 Auszahlungen für Baumaßnah- men Investitionsmaß- nahme 4121 Bauk. Anbau Sporthalle Pascal- gymnasium Finanzstelle 520 1 0801 02 4121 Finanzposition 782000 / 783000 2008 2008 2009 50.000 VE 250.000 1.073.810 337.140 € 30 % städt. Anteil 786.670 € 70 % Anteil des Landes Insgesamt: 1.123.810 Die Mittel werden bis zur Entscheidung des Landes über den städtischen Projektantrag gemäß Beschlussziffer 3 mit einem Sperrvermerk versehen. Einzahlungen Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemer kun- gen - 4 - V/0159/2008 Produktgruppe 0801 Sportentwicklung, Sportanlagen und -stätten Teilfinanzplan (Zeile) 01 Einzahlungen aus Zuwendungen für Investitionsmaßnahmen Investitionsmaßnah- me 4120 Bauk. Anbau Sporthalle Pascal- Gymnasium Finanzstelle 520 1 0801 02 4121 Finanzposition 680100 2009 786.670 70 % Anteil des Landes Insgesamt: 786.670 Die Verwaltung fertigt die entsprechenden Veränderungsblätter zum Haushalt 2008. 2.2) Folgekosten ab dem Haushaltsjahr 2009: Aufwendungen Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemer kun- gen Produktgruppe 0112 Gebäudemanagement Teilergebnisplan (Zei- le) 13 Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen Kostenstelle/Auftrag 4 650 10 00 00 Sachkonto 522100 ff 2009 ff ca. 50.230 jährlich Insgesamt: Die notwendigen Mittel für die Jahre ab 2009 werden durch die Verwaltung zum Haushalt 2009 ff angemeldet. 3.) ggfl. weiterer Mittelbedarf: Aufwendungen Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemer kun- gen Produktgruppe 0301 Leistungen für Schulen Teilergebnisplan (Zei- le) 11 Personalaufwendungen Kostenstelle/Auftrag 6 401 9 0000 Sachkonto 500100 ff 2009 5.230 jährlich - 5 - V/0159/2008 Insgesamt: Auszahlungen Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemer kun- gen Produktgruppe 0801 Sportentwicklung, Sportanlagen und -stätten Teilfinanzplan (Zeile) 09 Auszahlungen für den Erwerb von beweglichem Anlagevermö- gen Investitionsmaßnah- me 0100 Beschaffungen für Sporteinrich- tungen Finanzstelle 520 9 0801 00 0100 Finanzposition 783000 2009 ff 15.000 jährlich Insgesamt: 15.000 Die Verwaltung wird im Rahmen der jährlichen Etatplanung den Mehrbedarf zum jeweiligen Haus- haltsjahr ermitteln. Die Mittelbereitstellung steht jedoch unter dem Finanzierungsvorbehalt künftiger Haushaltsjahre. Begründung: Zu 1: Anliegen des Landes NRW, NRW-Sportschulen Die Landesregierung NRW hat am 12.09.2006 entschieden, fünf neue Sportschulen in Nordrhein- Westfalen in den nächsten fünf Jahren aufzubauen und dafür einen Wettbewerb auszuschreiben. Die Teilnahme am Auswahlwettbewerb erfordert einen Beschluss des Schulträgers und die Vorla- ge eines Konzeptes, das auf der Grundlage der in der Anlage 1 beigefügten "Rahmenvorgaben für NRW-Sportschulen" basieren soll. Bewerben können sich alle Schulträger mit Schulen ab der Se- kundarstufe I, die dieses Anforderungsprofil erfüllen. Das Konzept soll folgende Punkte beinhalten: - Bewerbungskonzept der Schule - Daten zur Schule (Anzahl der Lehrkräfte, Schüler/innen, Raumausstattung) - Angaben zur Infrastruktur (Sportstättenausstattung mit Nutzungsmöglichkeiten, mögliche infrastrukturelle Rahmenbedingungen für ein Internat) - Erfahrung mit leistungssportlichen Aktivitäten (Anzahl der Kaderathleten/-athletinnen, Projekte, Kooperationen mit Vereinen/Verbänden) - Beschlüsse der Schulkonferenz, der Lehrerkonferenz und der Fachkonferenz Sport "Die NRW-Sportschulen sollen die Spitze sportlicher Förderung durch die Schulen in NRW darstel- len. Sie sollen eine neue Qualität leistungsorientierten Sports für alle Schülerinnen und Schüler verkörpern und zugleich die Förderung sportlich hochbegabter Schüler/innen sicherstellen. Dabei wird davon ausgegangen, dass die erfolgreiche Leistungssportförderung nur in einem sport- freundlichen und zugleich leistungsfreundlichen Klima möglich ist. Deshalb sollen die NRW- Sportschulen ein klares Schulprofil speziell für sportlich hochbegabte Kinder und Jugendliche ent- - 6 - V/0159/2008 wickeln, das neben dem allgemeinen schulischen Anforderungsprofil verbindlich ist. Ein sport- freundliches Klima auf einer breiten, das ganze Schulleben erfassenden Programmatik ist dazu erforderlich. Schulträger, kommunale Behörden, unterstützende Unternehmen und Institutionen, Lehrkräfte, Eltern und Schüler/innen arbeiten unter der Prämisse der Anerkennung des hohen Stellenwertes des Leistungssports für die Gesellschaft zusammen." (Zitiert nach Anlage 1: Rah- menvorgaben für NRW-Sportschulen I. Grundsätze, Seite 1 f.) Die Landesregierung strebt eine regionale Verteilung dieser NRW-Sportschulen an, so dass eine flächendeckende Versorgung gewährleistet werden kann. Das Land NRW hat angekündigt, die Aufwendungen des Schulträgers im Falle Münsters mit 70 %iger Bezuschussung der bezuschussungsfähigen Kosten zu fördern, so dass die Gesamtfinan- zierung mit einem 30 %igen städtischen Anteil komplettiert werden kann. Aufwendungen für die Bauunterhaltung sowie Betriebskosten werden von Seiten des Landes nicht gefördert. Zu den finanziellen Rahmenbedingungen der personellen Versorgung der NRW-Sportschulen wird auf den Punkt VI. der Anlage 1 verwiesen. Auftrag des Sportausschusses der Stadt Münster vom 23.05.2007: In Kenntnis der Initiative des Landes NRW zur Entwicklung von NRW-Sportschulen hat der Sport- ausschuss folgenden Auftrag der Verwaltung erteilt: „Der Sportausschuss begrüßt einvernehmlich ei ne Weiterentwicklung der Sportbetonten Schule und beauftragt die Verwaltung unter Beteiligung des Pascal-Gymnasiums (Sportbetonte Schule), der beteiligten leistungsorientierten Sportvereine in Münster, den Fachverbänden sowie des Stadt- sportbundes zu prüfen, unter welchen Bedingungen es möglich ist, die Sportbetonte Schule zu einer Sportschule weiterzuentwickeln. Dabei soll besonders dargestellt werden, - welche zusätzliche Infrastruktur benötigt wird (z. B. Sportstätten, Internat etc.) d. h. welche investiven Kosten fallen an, - welche Betriebskosten und Personalkosten notwendig sind, - welche Förderungsmöglichkeiten z. B. durch das Land u. a. bestehen.“ zu 2: Private Trägerschaft zur Realisierung des Bausteins „Sportinternat“ Der Auftrag an die Verwaltung, den gesamten Baustein „Sportinternat“ unter Inanspruchnahme eines externen Trägers zu realisieren, geht von der Grundüberlegung aus, dass es nicht Aufgabe der Stadt Münster ist, ein „Sportinternat“ zu planen, zu errichten, in seiner Gesamtheit zu finanzie- ren, das Gebäude zu unterhalten oder die Betriebskosten zu übernehmen. Dementsprechend soll ein externer Träger diesen Baustein in seiner Gesamtheit verantwortlich tragen. Darüber hinaus soll der Träger auch die Absicherung der gesamten Fördermittel (Land NRW / Stadt Münster) gewährleisten, so dass bei einer vorzeitigen Aufgabe des Projekts vor Ablauf der Zweckbindungsfrist die Stadt Münster einerseits keine Rückzahlungen an das Land NRW zu leis- ten hat und andererseits selbst eine anteilige Rückzahlung vom Träger einfordern kann. Neben dem Gebäude- und Finanzierungsmanagement soll auch die Betriebsführung des Internats so durch den externen Träger gewährleistet werden, dass kein Risiko bei der Stadt Münster ver- bleibt. Begleitend zu den Verhandlungen mit dem externen Träger wird sicher zu stellen sein, dass auch der Zuschuss des Landes NRW unter diesen Voraussetzungen bewilligt werden kann. zu 3.: Voraussetzung - 7 - V/0159/2008 Erst nachdem das strategische Ziel einer privaten Trägerschaft für die Realisierung des Sportinter- nats durch die Verwaltung tragfähig geklärt ist, ist eine Bewerbung in Kooperation mit dem Pascal- Gymnasium beim Land NRW möglich. Ebenso können die Beschlusspunkte 3.1 bis 3.3 erst zu diesem Zeitpunkt realisiert werden. Bis dahin werden auch die Haushaltsmittel mit einem Sperr- vermerk versehen. Der Bewerbungsstand der Schule (Anlage 2) stellt sich wie folgt dar: Nachdem das Pascal-Gymnasium im Jahre 2005 mit einem innovativen Ansatz der ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung mit den Bausteinen Kunst, Musik, Theater und Sport ein nicht nur in Fachkreisen bundesweit viel beachtetes Konzept, das nicht auf die Einrichtung von reinen Sport- klassen ausgerichtet ist, vorlegte, hat sich die Schule nun mit der Weiterentwicklung zu einer NRW-Sportschule auseinandergesetzt. Dabei wird nicht nur die Entwicklung zur S portbetonte Schule und die erfolgreiche Umsetzung während der letzten zwei Jahre allein unter sportlichen Aspekten betrachtet. Die Athletinnen und Athleten werden in dem vielfältigen Beziehungsgeflecht zwischen schulischen Aufgaben und An- forderungen einerseits und leistungssportlichen Herausforderungen von Training und Wettkampf unter den besonderen Systemzusammenhängen der Schulzeitverkürzung und der damit verbun- denen täglichen Unterrichtsstundenausweitung andererseits in den Mittelpunkt gestellt. Dabei pro- fitieren auch die Sportlerinnen und Sportler von dem ganzheitlichen Ansatz der Persönlichkeits- entwicklung, da sie in diesem schulischen Umfeld auch musischen und kulturellen Interessen in den Bausteinen Kunst, Musik und Theater nachgehen können. Die pädagogische Qualität des Un- terrichts, der Projekte, die Intensität der nachführenden Unterrichtsangebote und der Hausaufga- benbetreuung werden hervorgehoben. Die effiziente stundenplantechnische Verknüpfung von Un- terricht und Trainingseinheiten ist beispielhaft und wird in Fachkreisen anerkannt. Die Zusammen- arbeit mit Vereinen und Verbänden im Trainings- und Wettkampfbereich konnte erfolgreich entwi- ckelt werden. Die Grundlagenausbildung für die Klassen 5 - 7 ist bereits ebenso initiiert wie etliche Sportmodule. Insgesamt sieht sich das Pascal-Gymnasium in der Lage, die schulischen Anforderungen an eine NRW-Sportschule zu erfüllen. Im Ergebnis haben alle Mitwirkungsgremien des Pascal-Gymnasiums (Sportfachschaft, Lehrerkon- ferenz, Schulpflegschaft, Schülervertretung und Schulkonferenz) sich mit der Anfrage der Stadt Münster befasst. Die Anfrage wird positiv gesehen. Die Schulkonferenz des Pascal-Gymnasiums hat am 11.10.2007 auf der Basis der in Kapitel 3.2 (Anlage 2) genannten Rahmenbedingungen einer Fortschreibung von der Sportbetonten Schule zur NRW-Sportschule zugestimmt. zu 3.1: Zuschuss der Stadt Münster für den Baustein „Sportinternat“ Bei Erfüllung dieser Voraussetzung stellt Rat der Stadt Münster einen städtischen Zuschuss in Höhe von maximal 700.000 € als 30%ige Komplement ärförderung auf der Basis eines Zuschuss- und Errichtungsvertrages für das Projekt zur Verfügung. Bei einer 70%igen Bezuschussung durch das Landes NRW entsprechend der Landesrichtlinie kann die Gesamtfördersumme für den Bau- stein „Sportinternat“ bis zu 2.258.520 € betragen. Die Notwendigkeit der Errichtung eines Sportinternats stellt sich folgendermaßen dar: "Zur Gewährleistung einer regionalen und überregionalen Wirkung der Kooperation zwischen Schule und Verein / Verband sind Hausaufgabenbetreuung, Förder- / Stützunterricht, Freizeitges- taltung und Wohnen mit entsprechender Betreuung erforderlich. Dies wird durch die Einrichtung eines Sportinternates als verbindlichem Element einer NRW-Sportschule sichergestellt. Das Sport- internat stellt ein Bindeglied zwischen den beiden Säulen Schule und Verein / Verband dar, in dem die meist individuell ausgerichteten sozialen und pädagogischen Maßnahmen gebündelt werden. Die Betreuungsform im Sportinternat ist in enger räumlicher Nähe zu den sportlichen und schuli- schen Ausbildungsstätten angeordnet." (Anlage 1, S. 7) Darüber hinaus bildet eine NRW-Sportschule mit einem Sportinternat auch die Voraussetzung für eine erhebliche Vergrößerung des Einzugsbereichs Münsteraner Sportvereine zur Talentsuche - 8 - V/0159/2008 und -förderung und damit für eine erfolgreiche Nachwuchsförderung im Leistungssport. Die Größe des Internats mit bis zu 32 Plätzen ist im Vergleich zu anderen Standorten eher kleiner einzuschätzen. Gleichwohl bietet es die größere Gewähr für eine dauerhafte Auslastung und damit für einen effizienten und wirtschaftlichen Betrieb. zu 3.2: Erweiterung der Sporthalle Die strukturelle Erweiterung der Halle ist zur Schaffung sportartübergreifender Trainingsvorausset- zungen für die Leistungssportförderung notwendig. Zur Förderung des Leistungstrainings von Ka- derathletinnen und -athleten ist die Einrichtung eines Kraft- und Fitnessbereiches sowohl zum Muskelaufbau als auch zur Rekonvaleszenz unabdingbar notwendig und an anderen NRW- Sportschulen bereits realisiert. Die Erstellung eines Außengeräteraumes ist zur Unterbringung der Sportgeräte notwendig. Eine partielle Unterbringung von Sportgeräten in einem Teil eines Umklei- deraumes war eine Notlösung und ist aufgrund der hohen Auslastung durch den Schul- und Ver- einssport und zusätzlich durch den Jugendleistungssport im Rahmen der NRW-Sportschule nicht mehr möglich. Die Einrichtung eines Gymnastikr aumes zum Training für Tanz, Teile der Rhythmi- schen Sportgymnastik und Kampfsportarten ist unter dem vermehrten Trainings- und Ausbildungs- betrieb während der Schulzeit notwendig. Arbeitsräume für Trainer und einen Besprechungsraum für Versammlungen, Mannschafts- und Teambesprechungen schaffen durch dieses Raumpro- gramm an der nördlichen Stirnseite der Sporthalle am Pascal-Gymnasium die Voraussetzungen, dass Sportflächen nicht für den Trainingsbetrieb blockiert werden. In der Sporthalle am Pascal-Gymnasium findet ein umfangreiches Schul- und Vereinssportangebot in der Woche statt. Darüber hinaus ist diese Dreifach-Sporthalle als Veranstaltungshalle am Wo- chenende stark in Anspruch genommen, obwohl die Sporthalle für Zuschauer mit einer improvisier- ten Tribüne ausgestattet ist. Gänzlich fehlen ein Eingangsbereich, Sanitäreinrichtungen, ein Orga- nisationsraum, um dem Veranstaltungsbetrieb unter akzeptablen Bedingen Rechnung tragen zu können. In Anbetracht der Tatsache, dass dieser Anbau direkt an der Nordseite der Sporthalle platziert werden soll, ist aus Kosten- und Effizienzgründen eine infrastrukturelle Anbindung (Heizung, Strom, Wasser, etc) an die Sporthalle notwendig und zweckmäßig. Die Planung und Durchführung der Maßnahme wird durch das Amt für Immobilienmanagement realisiert. zu 6: Personelle Aufwendungen - Materielle Ausstattung Das Pascal-Gymnasium hat im Rahmen der Sportbetonten Schule 15 Sekretariatsstunden bean- tragt und bis heute 7 Stunden erhalten. Die Aufstockung auf 15 Stunden ist ab dem 01.08.2008 bedarfsgerecht vorgesehen. Die Realisierung im Rahmen der NRW-Sportschule auf 20 Stunden pro Woche soll ebenfalls bedarfsgerecht schrittweise ab dem Schuljahr 2009/2010 erfolgen. Für die kontinuierliche Wiederbeschaffung von s portartspezifischen Großgeräten und Sportmate- rialien sowie sportinfrastrukturelle Verbesserungen ist aufgrund hoher Beanspruchungen und Ver- schleiß bzw. zur Gewährleistung der im Landeskonzept vorgesehenen sportlichen Grundlagen- ausbildung ein jährlicher Betrag von 15.000 € ab dem Schuljahr 2009/2010 im Haushalt anzuset- zen. zu II Kosten / Folgekosten Aus dem Anbau der Sporthalle und der Erstanschaffung der Einrichtungsgegenstände resultieren unter Berücksichtigung der Landeszuschüsse jährliche Folgekosten in Höhe von 50.230,00 €. Die- se Kosten setzen sich aus Abschreibungen des Anbaus und der Ersteinrichtung, den Kosten für Energie, Reinigung und Bauunterhaltung zusammen. In dieser Berechnung ist bereits die Minde- rung dieser Kosten durch die „Abschreibung“ der Zuschüsse des Landes, die als Ertrag verbucht werden, enthalten. Unter Berücksichtigung der genannten Personal- und Sachkosten ergeben sich jährliche Folgekosten in Höhe von 70.460,00 €. Zur Antragslage - 9 - V/0159/2008 Damit ist der von der CDU / FDP Koalition in der Sportausschusssitzung am 14.02. 2008 einge- brachte Antrag (Anlage 3) und die darin enthaltene Konzeption aufgegriffen und erledigt. i. V. Dr. Hanke Stadträtin Anlagen 1. Konzept NRW-Sportschule 2. Konzept Pascal-Gymnasium 3. Antrag der CDU / FDP Koalition
Anlage 3 - Koalitionsantrag vom 14-02-2008
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RATSFRAKT ION Münster, 14.02.2008 Haushalt 2008 Änderungsantrag Der Sportausschuss möge beschließen: 1. Der Haushaltsansatz für die Produktgruppe 0801 / Transferaufwendungen wird im Jahr 2008 zweckgebunden um den Betrag eines 30-proz entigen Baukostenzuschus- ses für das Sportinternat Münster erhöht. Dieser st ädtische Baukostenzuschuss wird einem von Dritten zu gründenden und zu betreibenden "Träger… Sportinternat Müns- ter" zur Verfügung gestellt. Der Zuschuss ist abhän gig von einer entsprechenden Lan- desförderung. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, beim Land NRW ei nen 70-prozentigen Baukostenzu- schuss zum Bau eines Sportinternats in Münster zu b eantragen. Die Größe des Sport- internats orientiert sich an der untersten genehmig ungsfähigen Größe für im Rahmen der Landesförderung förderfähige Sportinternate. De r landesseitige Baukostenzu- schuss wird ebenfalls dem "Träger… Sportinternat Mü nster" zur Verfügung gestellt. 3. Die Stadt Münster wird nicht Bauherrin und / ode r Betreiberin des Sportinternates sein. Die Stadt Münster wird sich auch nicht an den Betri ebskosten dieses Sportinternats beteiligen, wobei davon ausgegangen wird, dass die Personalkosten ohnehin vom Land getragen werden. Gegenüber dem Land übernimmt die Stadt Münster keinerlei Verpflichtungen, Sicherheiten oder Bürgschaften für die Landesförderung. Begründung: CDU und FDP werden das Angebot des Innenministerium s NW aufgreifen, Sportinternate mit Kapazitäten zwischen 50 bis 100 Plätzen in mehr eren Städten mit einem Baukosten- zuschuss von 70% zu finanzieren. Die Einrichtung eines Sportinternats, die aus dem S portbereich große Unterstützung er- fährt, wird auch von CDU und FDP unterstützt. Beson ders die Vereine, die in Landes- und Bundesligen spielen, erhoffen sich durch dieses Int ernat eine Unterstützung des Leis- tungssports im Kinder- und Jugendalter. - 2 - CDU und FDP erklären sich bereit, die restlichen 30 % der Baukosten für ein Sportinternat, dessen Größe sich an der untersten genehmigungsfähi gen Größe orientiert, aus dem städtischen Haushalt zu finanzieren. Dieser Baukost enzuschuss wird einem „Träger… Sportinternat Münster“ zur Verfügung gestellt. CDU und FDP sehen es entsprechend den Förderrichtli nien des Landes nicht als kommu- nale Aufgabe an, das Sportinternat selbst zu bauen oder zu betreiben oder das Risiko für den Betrieb und den Bestand des Sportinternates zu tragen. Diese Aufgabe wird dauerhaft ein Trägerverein übernehmen, der noch von Dritten zu gründen ist. gez. gez Günter Schulze Blasum Manfred Hahn Edgar Drüge FDP - Ratsfraktion CDU - Ratsfraktion
Anlage 1 - Rahmenvorgaben für NRW Sportschulen
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Rahmenvorgaben für NRW-Sportschulen I. Grundsätze Die Landesregierung NRW hat am 12. September 2006 e ntschieden, fünf neue Sportschulen in Nordrhein-Westfalen in den nächsten Jahren aufzubauen. Sportlich begabte Schülerinnen und Schüler sollen h ier in Zukunft mit Blick auf eine Karriere im Leistungssport verstärkt gefördert werden. Das Ziel ist es, zu- sammen mit den Schulen des Verbundsystems Schule un d Leistungssport für möglichst viele Schülerinnen und Schüler aus NRW Vo raussetzungen zu bie- ten, um künftig Spitzenleistungen im Sport erbringen zu können. Die Förderung des Sports und speziell des Leistungs sports trägt in besonde- rem Maße zu einer insgesamt gesellschafts- und bild ungspolitisch erwünschten Entwicklung bei. Sie kann einen wichtigen Beitrag z ur Verbesserung der Lern- bereitschaft und -befähigung in den kognitiv ausgep rägten Fächern leisten so- wie die Ausprägung von Selbstorganisation, Diszipli n und sozialem Verhalten fördern. Der Umfang und die Qualität des Sportunter richts und der außerunter- richtlichen Bewegungs- und Sportangebote sollen pos itive Effekte für die Leis- tungsbereitschaft und -leistungsentwicklung auch fü r die anderen Fächer, für das Schulklima und das Miteinander sowie für die Pe rsönlichkeitsentwicklung bewirken. Die NRW-Sportschulen sollen die Spitze sportlicher Förderung durch die S chu- len in Nordrhein-Westfalen darstellen. Sie sollen e ine neue Qualität leistungs- orientierten Sports für alle Schülerinnen und Schül er verkörpern und zugleich die Förderung sportlich hochbegabter Schülerinnen u nd Schülerinnen sicher stellen. Dabei wird davon ausgegangen, dass erfolgreiche Lei stungssportförderung nur in einem sportfreundlichen und zugleich leistungsfr eundlichen Klima möglich ist. Deshalb sollen die NRW-Sportschulen ein klares Schulprofil als speziell für 2 sportlich hochbegabte Kinder und Jugendliche entwic keln, das neben dem all- gemeinen schulischen Anforderungsprofil verbindlich ist. Ein sportfreundliches Klima auf einer breiten, das ganze Schulleben erfas senden Programmatik ist dazu erforderlich. Schulträger, kommunale Behörden, unterstützende Unter- nehmen und Institutionen, Lehrkräfte, Eltern und Sc hülerinnen und Schülern arbeiten unter der Prämisse der Anerkennung des hoh en Stellenwertes des Leistungssports für die Gesellschaft zusammen. Die NRW-Sportschulen schaffen optimale organisatori sche Rahmenbedingun- gen für eine größere Anzahl von Kaderathletinnen un d –athleten, insbesondere in den älteren Jahrgängen, in denen die Trainingsum fänge und Wettkämpfe zunehmen. Sie sind Teil des Verbundsystems Schule u nd Leistungssport in NRW. II. Anforderungsprofil einer NRW-Sportschule Ausgangspunkt ist, dass alle Schülerinnen und Schül er den allgemeinen Anfor- derungen zur Erreichung des Bildungs- und Erziehung szieles und dem Erwerb entsprechender Abschlüsse genügen. Dieses Ziel wird durchgehend kombiniert mit zusätzlichem Sportunterricht und außerunterrichtlichen Sportangeboten. Bekenntnis zur Leistung im und durch den Sport Auf der Grundlage des in der Landesverfassung und i m Schulgesetz vorgege- benen Bildungs- und Erziehungsauftrages und im Rahm en der sich aus den Richtlinien und Lehrplänen für die unterschiedliche n Bildungsgänge ergeben- den besonderen Zielsetzungen der weiterführenden Sc hulen legt die Schule im Rahmen ihres Schulprogramms besondere Ziele, Schwer punkte und Organisa- tionsformen ihrer pädagogischen Arbeit fest. Diese berücksichtigen die beson- deren Befähigungen und Neigungen der Schüler und Sc hülerinnen wie auch die spezifischen Gegebenheiten des regionalen Umfeldes. 3 Das ausgeprägte sportliche Leitbild der NRW-Sportsc hule wird durch die Aus- richtung auf Bewegung, Spiel und Sport als integral e Bestandteile des schuli- schen Lebens und Lernens im Rahmen des Schulprogram ms realisiert. Zugrunde liegt dieser Ausrichtung die Überzeugung aller Beteiligten (Schullei- tung, Lehrerkollegium, Elternschaft), dass sportlic he Betätigung nicht nur die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und Jugendlic hen begünstigt und einen Beitrag zur gesunden Entwicklung leistet, sondern d as Streben nach Leistung einen in sich hohen Wert und eine insgesamt gute Le bensvorbereitung dar- stellt. Daraus wird die Forderung abgeleitet, dass die bewegungsfreudige Ges- taltung des Schullebens eine Schlüsselfunktion inne rhalb des Schulprogramms übernimmt. Sportliche Grundlagenausbildung für alle (Klassen 5 bis 7) In den Klassen 5 bis 7 beträgt die Pflichtstundenza hl für das Fach Sport ver- bindlich 5 Wochenstunden. Durchschnittlich wird mindestens 1 Stunde Sportun- terricht pro Schultag erteilt. Nachmittags werden t äglich weitere Sport- und Be- wegungsangebote verbindlich wahrgenommen. Die 5 Stu nden Sportunterricht werden als Pflichtunterricht für alle Schülerinnen und Schüler erteilt. Dabei wird eine motorisch vielseitige sportliche Ausbildung an gestrebt. Es gelten die obli- gatorischen Festlegungen der Richtlinien und Lehrpläne Sport. Über den in der Stundentafel verankerten Sportunter richt hinausgehend erfolgt eine Förderung der Schülerinnen und Schüler in Frei willigen Schulsportge- meinschaften in den Klassen 5 bis 7. Die Zielsetzun g liegt dabei in der Förde- rung bereits ausgeprägter sportartspezifischer Neig ungen, im Kennenlernen neuer Sportarten und in der Heranführung sporttalen tierter Schülerinnen und Schüler an einzelne Sportarten. Die Durchführung de r Freiwilligen Schulsport- gemeinschaften erfolgt durch Lehrkräfte, Übungsleit er und Trainer der koope- rierenden Vereine. Ergänzend oder ersatzweise können für die Freiwilli gen Schulsportgemein- schaften auch Übungs- bzw. Trainingseinheiten von V ereinen/Verbänden wahrgenommen werden. 4 Für die Sportarten Gerätturnen, Rhythmische Sportgy mnastik, Schwimmen und Eiskunstlaufen ist gemäß den Rahmentrainingskonzept ionen der jeweiligen Fachverbände eine wesentlich frühere sportartspezif ische Ausbildung erforder- lich. Sofern erforderlich sollte auch vom Modell de r Schulzeitstreckung für die- sen Personenkreis Gebrauch gemacht werden können. Schullaufbahn im Sportzweig (Klassen 8 und 9) Am Ende der Klasse 7 wird festgestellt, wie viele und welche Schülerrinnen und Schüler für eine weitere leistungssportliche Entwic klung geeignet sind. Ab der Klasse 8 werden die Schülerinnen und Schüler, die d urch ernsthaftes, zielstre- biges und kontinuierliches Training ein höheres spo rtliches Leistungsniveau anstreben, gegebenenfalls in Sportklassen zusammeng efasst. Diese Sport- klassen setzen sich ausschließlich aus Nachwuchsleistungssportlerinnen und - sportlern zusammen. Ein Auswahlkriterium im Sinne e iner Leistungssportorien- tierung ist der Kaderstatus. Kaderathleten und -ath letinnen anderer Schulen wird ein Wechsel in die eingerichteten Sportklassen durch die NRW- Sportschule ermöglicht. Ggf. sind individuelle Förd ermaßnahmen erforderlich. Insofern sind die NRW-Sportschulen Konzentrationspu nkte der Nachwuchsleis- tungssportentwicklung einer ganzen Region. Die Zusa mmenarbeit mit entspre- chenden Schulen der Region ist sicherzustellen. Eine sportartspezifische ausgerichtete Unterrichtsg estaltung (Training) erfolgt im Zuge einer Spezialisierung auf eine Sportart in den Klassen 8/9 gemäß den Rahmentrainingsplänen der jeweiligen Sportart. Da i n den Sportklassen Leis- tungssportler und -sportlerinnen unterschiedlicher Sportarten mit verschiedenen Trainingsschwerpunkten zusammengefasst sind, kann z ur Aufstockung der Trainingsgruppengröße vom jahrgangsübergreifenden S portunterricht bzw. Training Gebrauch gemacht werden. Die Unterstützung konzentriert sich ab der Klasse 8 auf zusätzliche Angebote für die Schülerinnen und Schüler in der Sportklasse , für die in der Zusammen- arbeit mit Vereinen und Verbänden die erforderlich en Trainingseinheiten sowie 5 ergänzende Maßnahmen gesichert werden. Hochbegabte Sportlerinnen und Sportler sollen dadurch durchschnittlich mindestens 2 Stunden täglich am Sportunterricht bzw. Trainingseinheiten während der Regelunterrichtszeit teil- nehmen. Das heißt, dass in dieser Phase der sportli chen Entwicklung in Ab- hängigkeit von Trainingsvolumen und -intensität der Schulsport als (zweites) Leistungstraining am Vormittag eingesetzt werden kann. Die bestmögliche Entwicklung der Kinder und Jugendl ichen in sportlicher und schulischer wie auch in sozialer und persönlicher H insicht soll auf diesem Weg in jedem Schulabschnitt gesichert werden. Zugleich soll den Anforderungen des Nachwuchsleistungssports, gekennzeichnet durch kont inuierlich wachsende Umfänge des sportlichen Trainings, entsprochen werd en. Der notwendige Be- darf für ergänzende schulische Betreuungsmaßnahmen zur Sicherstellung der Schullaufbahn der jugendlichen Talente, insbesonder e in den Phasen des Auf- bau- und Anschlusstrainings, ist dabei zu sichern. Sportmodule Im Hinblick auf die Binnenstruktur der Schule und d es Schullebens sollen ein- zelne sportliche Module dazu beitragen, dass die Id ee einer bewegungsgeleite- ten und -ausgerichteten Schule spürbar und evident wird. In ihrer Gesamtheit ergeben diese Sportmodule der Schule ihr charakteristisches Sportprofil. Die Sportausrichtung soll sich insbesondere in eine r breiten sportlichen Ange- botsvielfalt und der gezielten Förderung talentiert er Sportler und Sportlerinnen widerspiegeln. Neben dem täglichen Sportunterricht in den Klassen 5 bis 7 sind beispielsweise folgende - fest im Schulprogramm zu verankernde - Sportmodu- le denkbar: 6 - Pausensport - Wandertage und Klassenfahrten mit ausgewiesenem s portlichen Schwer- punkt (Skiwanderfahrten, Basketball-Camps, Fahrrad touren, Kanu- Wanderfahrten etc.) - "Motto-Sporttage"/"Aktionstage" widmen sich einem sportlichen Schwer- punkt - Schul- und Sportfeste unter Einbindung der ganzen Schulgemeinde (Schü- lerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern) - Wettkampfbeteiligung, z.B. durch verpflichtende B eteiligung am Landes- sportfest der Schulen - Praktika in Sportvereinen, bei Stadt-/Kreissportb ünden, Sportfachverbänden - Übungsleiter- und Schiedsrichterausbildung in den Jahrgangsstufen 9/10 Sport als Neigungsfach Die Schülerinnen und Schüler der Sportklassen müsse n das Fach Sport in der gymnasialen Oberstufe als Neigungsfach wählen. Sie können dieses Neigungs- fach als Fach der Abiturprüfung wählen und dort die entsprechenden Fachprü- fungen ablegen. Kopplung von Schule und Sport Eine zielgerichtete Nachwuchsförderung mit den unte rschiedlichen Partnern ist integraler Bestandteil des Schulprogramms und der S chulprogrammentwick- lung. Der Handlungsrahmen zur Förderung sportlich talenti erter Kinder und Jugendli- cher steht auf einer breiten Basis sowohl innerhalb der Schulgemeinschaft als auch in Vernetzung mit den außerschulischen Partnern. Das ist eine wesentliche Voraussetzung, damit das E ngagement der Jugendli- chen im Leistungssport nicht zu schlechterer Schulb ildung, geringerem Ausbil- 7 dungsniveau und somit zu schlechteren Berufsperspek tiven führt. Somit ist die Vereinbarkeit von Leistungssport und schulischer Ausbildung oberstes Gebot. Zur Erreichung leistungssportlicher Zielsetzung ist es deswegen erforderlich, dass Schulen sowie Sportverbände und -vereine koope rieren, um Stundenplä- ne, Trainings- und Wettkampftermine abzustimmen. Di e Schule ist deshalb ein- gebettet in die regionalen Leistungssportstrukturen , welche ein dichtes Netz aus Sportvereinen, Landes-/Bundesleistungsstützpunkten, Landes-/Bundesleis- tungszentren und Olympiastützpunkten bilden. Selbst verständlich ist hierbei eine hochleistungsgerechte Sportstätteninfrastruktu r. Innerhalb dieses Netz- werkes gewährleistet die systematische und regelmäß ige Zusammenarbeit der Vertreter der Schule einerseits mit den Verantwortl ichen auf Vereins- /Verbandsebene andererseits die Wahrung einer solid en Schulbildung der Sporttalente. Die die jugendlichen Sporttalente unt errichtenden Lehrkräfte ste- hen in Kontakt mit den jeweiligen Vereinen und Spor tfachverbänden. Unter Mitwirkung der Schulleitung, der die ergänzende unt errichtliche Betreuung durchführenden Lehrkräfte und der die sportliche Fö rderung leitenden Vereins- bzw. Verbandstrainern können schulische Anforderung en und sportliche Erfor- dernisse vereinbar gemacht werden. Sportinternat Zur Gewährleistung einer regionalen und überregiona len Wirkung der Koopera- tion zwischen Schule und Verein/Verband sind Hausau fgabenbetreuung, För- der-/Stützunterricht, Freizeitgestaltung und Wohnen mit entsprechender Betreuung erforderlich. Dies wird durch die Einrich tung eines Sportinternates als verbindlichem Element einer NRW-Sportschule sic hergestellt. Das Sportin- ternat stellt ein Bindeglied zwischen den beiden Sä ulen Schule und Ver- ein/Verband dar, in dem die meist individuell ausge richteten sozialen und pä- dagogischen Maßnahmen gebündelt werden. Die Betreuu ngsform im Sportin- ternat ist in enger räumlicher Nähe zu den sportlic hen und schulischen Ausbil- dungsstätten angeordnet. 8 In einem ersten Schritt sind an den NRW-Sportschule n zunächst Teilinternate erforderlich, in denen die Mittagsverpflegung siche r gestellt ist und die Hausaufgabenbetreuung sowie Förder-/Stützunterricht durchgeführt werden kann. Langfristig sind an allen Standorten, soweit noch nicht vorhanden, Vollin- ternate einzurichten. Schülerinnen und Schüler, die das leistungssportlic he Profil nicht erfüllen, kön- nen aus der Sportklasse in andere Klassen der Schul e wechseln und dort ihre Schullaufbahn fortsetzen. Im Bedarfsfall können sie im Internat verbleiben. Sportstätten Die Kommunen bzw. die Schulträger tragen zur Realis ierung des Konzeptes dadurch bei, dass sie den zusätzlichen Bedarf an Sp ortstätten, insbesondere in der Bereitstellung von Sporträumen, Hallen, Sportplätzen, Schwimmbädern etc. garantieren, z. B. dadurch, dass sie zusätzliche Öf fnungszeiten für Schülerin- nen und Schüler der NRW-Sportschulen ermöglichen. Fahrkosten Die Schulträger gehen freiwillig die Verpflichtung ein, auch jenen Schülerinnen und Schülern die Fahrkosten zu erstatten, die nach der Schülerfahrkostenver- ordnung keinen Anspruch auf Erstattung ihrer Fahrkosten haben. III. Aufnahmevoraussetzungen Um die Funktion der NRW-Sportschule zu ermöglichen und eine maximale An- zahl von talentierten Sportlerinnen und Sportlern z u erreichen, erfolgt über die bereits bestehenden Aufnahmekriterien an weiterführ enden Schulen hinaus auch eine verbindliche Absolvierung eines sportmoto rischen Leistungstests 9 (einschließlich einer sportmedizinischen Untersuchu ng). Dieser Leistungstest wird durch das Innenministerium vorgegeben. IV. Finanzielle Rahmenbedingungen Im Endausbau erhalten NRW-Sportschulen die folgenden Mittel: Den NRW-Sportschulen werden für die Erteilung der t äglichen Sportstunde in den Klassen 5 bis 7 pro Jahrgangsstufe 0,25 Stellen zur Verfügung gestellt. Für die Hausaufgabenbetreuung sowie den Stütz- und Förderunterricht erhalten sie in den Jahrgangsstufen 5 bis 7 rd. 0,4 Stellen pro Jahrgangsstufe, ab der Jahrgangsstufe 8 pro Sportklasse rd. 0,2 Stellen. M it Einrichtung der Sportklas- se ab der Jahrgangsstufe 8 fällt zusätzlicher Koord inierungsbedarf an, der den Schulen im Umfang von 0,4 Stellen für verwaltungsfa chliche Aufgaben zur Ver- fügung gestellt wird. Bei einer dreizügigen vollstä ndig ausgebauten NRW- Sportschule erhält die Schule insgesamt 3,35 Stellen zusätzlich. Für die Aufwandsentschädigung der Lehrkräfte und/od er Übungsleiter/innen, die in den zusätzlich angebotenen Freiwilligen Schu lsportgemeinschaften ein- gesetzt werden, werden entsprechende Mittel bereit gestellt.
Ergänzungsvorlage V/0159/2008/1
5074 Zeichen
DER OBERBÜRGERMEISTER Sportamt Vorlagen-Nr.: V/0159/2008/1. Erg. Öffentliche Beschlussvorlage Auskunft erteilt: Herr Schirwitz Ruf: 492 52 00 E-Mail: Schirwitz@stadt-muenster.de Datum: 07.03.2008 Betrifft NRW-Sportschule Beratungsfolge 12.03.2008 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Vorberatung 12.03.2008 Hauptausschuss Vorberatung 12.03.2008 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Das Konzept des Landes NRW zu den NRW-Sportschulen mit seiner überregionalen Tragweite wird zur Kenntnis genommen (Anlage 1). 2. Die Abgabe eines Projektantrages für die NRW-Sportschule an das Land NRW wird unter folgende Bedingungen gestellt: Zur Realisierung der NRW-Sportschule wird die Verwaltung beauftragt, für den Baustein „Sportinternat“ einen Träger zu finden, der vertraglich zusichert, folgende Aufgaben in eige- ner Verantwortung zu übernehmen: - Planung, Errichtung und Finanzierung eines Sportinternats mit 30/32 Plätzen unter Ein- beziehung der Bauunterhaltung und der Betriebskosten für das Gebäude über einen Zeitraum von 20/25 Jahren auf einem Grundstück im Umfeld des Pascal-Gymnasiums als NRW-Sportschule. - Beantragung von Sportfördermitteln des Landes NRW bei gleichzeitiger verbindlicher Verpflichtung gegenüber dem Land NRW als auch der Stadt Münster, sowohl den Lan- deszuschuss als auch die städtischen Mittel gemäß den entsprechenden Bedingungen der jeweiligen Förderrichtlinie über den Zweckbindungszeitraum zu sichern. - Bereitschaft zur Übernahme des Internatsbetriebes in eigener Verantwortung und zur Gewährleistung einer umfassenden Betreuung der Athletinnen und Athleten entspre- chend den gesetzlichen Bestimmungen der Internatsführung und den Vorgaben der Sportverbände für die Kaderbetreuung ohne weitere Zuschüsse der Stadt Münster. V/0159/2008/1 - 2 - 3. Sollten die vorgenannten Bedingungen sach- und zeitgerecht sowie mit hinreichender Ver- bindlichkeit erfüllt werden können, wird die Verwaltung ermächtigt, einen Projektantrag zu stellen. In dem Projektantrag stellt die Verwaltung sicher, dass die Stadt Münster auch für den Fall der vorzeitigen Projektaufgabe keinerlei Haftung für landesseitig gezahlte Projekt- mittel übernimmt. Über die Antragstellung ist in den zuständigen Gremien zu berichten. Für den Fall der Projektrealisierung stimmt der Rat zu, dass 3.1. bei Sicherstellung der o.g. Bedingungen die Stadt Münster dem Träger einen einmaligen maximalen Zuschuss zur Errichtung des Sportinternats in Höhe von rund € 700.000 brutto auf der Basis eines Errichtungs- und Zuschussvertrages als 30%ige Komplementärförde- rung zum 70%igen Zuschuss des Landes NRW zur Verfügung stellen wird. In diesem Zusammenhang wird die Verwaltung aufgefordert, weitere möglichst kos- tengünstigere Lösungen als die bislang zur Diskussion stehenden Varianten (DJK Sportschule, Neubau am Pascal-Gymnasium) für die Errichtung eines Sportinternats im Umfeld des Pascal-Gymnasiums aufzuzeigen (z. B. Mitnutzung des neu eröffneten 60 Zimmer-Haus des Studentenwerks - mit Mensa - in der Coerdestraße). 3.2 das Sportinternat und die Sporteinrichtungen der Sportschule offen sein müssen für Schülerinnen und Schüler aller Schulformen. Dementsprechend soll die Verwaltung ein Konzept erarbeiten, wie Kooperationen mit entsprechenden Partnerschulen in der Stadt umgesetzt werden können. 3.3 Münsteraner Sportvereine, die für sportlich talentierte Kinder und Jugendliche per- spektivisch ähnliche Angebote auf Internatsbasis schaffen möchten, von Anfang an in das Konzept der NRW-Sportschule integriert werden. 3.4 die bauliche Erweiterung der Sporthalle am Pascal-Gymnasium in städtischer Trägerschaft auf der Grundlage des Raumprogramms (vgl. Begründung) umgesetzt und die Verwaltung beauftragt wird, einen Baubeschluss vorzubereiten. Zur Finanzierung stellt der Rat der Stadt Münster eine maximale finanzielle städtische Beteiligung von rund 337.140 € (30 Prozent der Gesamtbausumme von 1.123.810 €) zur Verfügung. Die restliche Summe von 786.670 € wird als 70 %igen Zuschuss des Landes NRW zu den Baukosten erwartet. 3.5 bei einer erfolgreichen Bewerbung dem Pascal-Gymnasium bedarfsabhängig und maximal zusätzliche Sekretariatsstunden zur Verfügung gestellt werden: ab 01.08.2009 (Schuljahr 2009/2010) 5,00 Std./Wo. Die Rahmenbedingungen der sich derzeit in Überarbeitung befindlichen Bemessungs- grundlagen für Sekretariatsstunden in Schulen sind ggf. zu beachten. Die maximalen Mehraufwendungen belaufen sich auf 5.230 € (Ganzjahreskosten) Zur Finanzierung der materiellen Ausstattung ist ein jährlicher Betrag von 15.000 € im Haushalt ab dem Schuljahr 2009/2010 anzusetzen. Begründung: In der gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Schule und Weiterbildung und des Sportaus- schusses am 04.03.2008 ist die Beschlussvorlage ergänzt worden (Ergänzung Fettdruck) und dem Rat empfohlen worden, entsprechend zu beschließen. I. V. gez. Dr. Hanke Stadträtin V/0159/2008/1
Anlage 2 - Bewerbungsschrift Pascal-Gymnasium als NRW-Sportschu
88928 Zeichen
Bewerbungsschrift
Pascal-Gymnasium Münster
als NRW-Sportschule
Bewerbung des Pascal-Gymnasiums Münster als NRW-Sportschule
INHALTSVERZEICHNIS
1 Einleitung ...............................................................................................................................................1
2 Bestehende Voraussetzungen...................................................................................................................1
2.1 Bestehende Voraussetzungen im schulischen Umfeld ...........................................................................1
2.2 Bestehende Voraussetzungen am Pascal-Gymnasium...........................................................................1
2.2.1 Entwicklung des Pascal-Gymnasiums zu einer sportlich ambitionierten Schule.................................2
2.2.2 Vereinbarkeit von gymnasialen Anforderungen und Jugendleistungssport.......................................2
2.2.3 Stellenwert der sportlichen Hochbegabung am Pascal-Gymnasium.................................................3
2.2.4 Jugendleistungssportler am Pascal-Gymnasium auf der Basis der Sportbetonten Schule im
Schuljahr 2007/08 .....................................................................................................................3
2.2.5 Besondere Ausrichtung des Pascal-Kollegiums..............................................................................4
2.2.6 Sportstätten im direkten Umfeld und am Pascal-Gymnasium .........................................................5
2.2.7 Pascal-Gymnasium als Sportbetonte Schule .................................................................................6
2.2.7.1 Konzept Ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung....................................................................6
2.2.7.2 Bestehender Organisationsrahmen..........................................................................................7
2.2.7.3 Klassen- und jahrgangsstufenübergreifende Sportförderung .....................................................9
2.2.7.4 Allgemeiner Sportmotorischer Test der Jahrgangsstufe 5........................................................10
2.2.7.5 Vormittagstraining...............................................................................................................11
2.2.7.6 Nachführ-, Förderunterricht und Hausaufgabenbetreuung.......................................................11
2.2.7.7 Pausensport........................................................................................................................12
2.2.7.8 Außerunterrichtlicher Sport und Arbeitsgemeinschaften..........................................................12
2.2.7.9 Unterrichtsfahrten...............................................................................................................13
2.2.7.10 Sportfeste und Wettkämpfe .................................................................................................14
2.2.7.11 Aufnahmevoraussetzungen am Pascal-Gymnasium.................................................................14
2.2.8 Teilzeitinternat mit Mittagessenausgabe, Hausaufgaben- und Übermittag-Betreuung.....................15
2.2.9 Sportinternat Münster als Vollinternat........................................................................................15
2.2.10 Kooperation mit Vereinen und Verbänden in verschiedenen Sportarten ........................................16
2.2.11 Zusammenarbeit mit der WWU Münster ....................................................................................17
2.2.12 Verkehrsanbindung..................................................................................................................17
3 Zu schaffende Voraussetzungen für die Arbeit als NRW-Sportschule ..........................................................18
3.1 Durch das Pascal-Gymnasium zu schaffende Voraussetzungen............................................................18
3.1.1 Konzept ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung.......................................................................18
3.1.2 Organisationsrahmen...............................................................................................................18
3.1.3 Stabilisierung und Ausweitung der Betreuungsmaßnahmen.........................................................18
3.1.4 Einbindung weiterer Schulformen..............................................................................................19
3.2 Durch die Stadt Münster, durch das Land NRW und durch Sportinstitutionen zu schaffende
Voraussetzungen............................................................................................................................19
4 Ausblick................................................................................................................................................21
Bewerbung des Pascal-Gymnasiums Münster als NRW-Sportschule
BEWERBUNG DES
PASCAL-GYMNASIUMS MÜNSTER
ALS NRW-SPORTSCHULE
1 EINLEITUNG
Im Vorfeld des neuen Schulgesetzes NRW hat sich das
Pascal-Gymnasium seit 2004 mit den zu erwartenden
Ausweitungen der Schulzeitverkürzung und der
erheblichen Wochenstundendeputatserhöhung auch in
unteren Jahrgangsstufen befasst.
Dem Wunsch von Politik, Sport und Verwaltung
Münsters auf Einführung der Sportbetonten Schule
hat das Pascal-Gymnasium 2006 entsprochen und das
Pascal-eigene innovative Sportförderkonzept im
Rahmen der ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung
mit den Bausteinen Kunst, Musik, Theater und Sport
entwickelt. Das Pascal-Gymnasium beschreitet damit
einen neuen Weg.
Die Pascal-Schulgemeinde sieht es als besondere
Anerkennung ihres neuen Konzepts der Leistungs-
sportförderung an, dass nun die Stadt Münster und
zahlreiche Sport-Interessenvertreter anfragen, ob und
unter welchen Rahmenbedingungen das Pascal-
Gymnasium sich zur Weiterentwicklung seines
Leistungssportfördermodells entschließen könnte, um
sich zu einer der fünf zu gründenden NRW-
Sportschulen akkreditieren zu lassen.
Alle Mitwirkungsgremien des Pascal-Gymnasiums
(Sportfachschaft, Lehrerkonferenz, Schulpflegschaft,
Schülervertretung und Schulkonferenz) wurden seit
Schuljahresbeginn 2007/2008 eingehend mit der
Anfrage der Stadt Münster befasst. Sie haben die
Anfrage der Stadt Münster positiv beschieden und
zugestimmt, das Pascal-Gymnasium auf der Basis der
ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung von der
Sportbetonten Schule zur NR W-Sportschule weiterzu-
entwickeln.
2 BESTEHENDE VORAUSSETZUNGEN
2.1 BESTEHENDE VORAUSSETZUNGEN
IM SCHULISCHEN UMFELD
Ausgehend von der Prämisse, dass Schule erste
Priorität für die sich in der schulischen Ausbildung
befindlichen Jugendlichen zu sein hat, damit sie einen
ihren Fähigkeiten und Begabungen entsprechenden
schulischen Abschluss erwerben können, nehmen
Leistungssport und Leistungstraining den nächstwich-
tigen Stellenplatz im Leben von jungen
Leistungssportlern ein.
Die Grundeinstellung zur Vereinbarkeit von schulischer
und sportlicher Leistungsentwicklung hat am Pascal-
Gymnasium seit seiner Gründung eine positive
Tradition. Dies hat mit zu herausragenden Erfolgen
unter anderem in den Bereichen Musik und Sport
geführt.
Die Sportinfrastruktur in der Stadt und Region
Münster stellt keine auch nur annähernd ausreichende
Zahl an Kadersportlern zur Verfügung, so dass eine
dem Klassenbildungserlass entsprechende reine
Sportklasse ab der Jahrgangsstufe 5 gebildet werden
könnte. Im Münsterland gibt es viele Sportarten, die
erst im Alter von 14 Jahren, also ab Klasse 9,
Sichtungen oder Kadertraining anbieten bzw.
durchführen.
Erste positive Veränderungen sind vor dem Hinter-
grund der Ernennung des Pascal-Gymnasiums zur
„Sportbetonten Schule“ in den Sportstruktur gebenden
Vereinen und Verbänden zu erkennen. So wurden
zahlreiche sportinteressierte und talentierte Kinder zur
Klasse 5 am Pascal-Gymnasium aufgenommen.
Der erste Jahrgang, der nach dem Konzept der
„Ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung“ ausgebil-
det wurde, befindet sich jetzt in der Jahrgangsstufe 7.
Diese Schülerinnen und Schüler beginnen jetzt mit
dem intensiveren, sportartspezifischen Training
teilweise noch auf Schulebene, zum überwiegenden
Teil auf Vereinsebene.
2.2 BESTEHENDE VORAUSSETZUNGEN
AM PASCAL-GYMNASIUM
Es bestehen am Pascal-Gymnasium für die Förderung
von jugendlichen Hochleistungssportlerinnen und
-sportlern positive Voraussetzungen, die sich über
Jahre herausgebildet haben.
Eingang des Pascal-Gymnasiums
- 1 -
Bewerbung des Pascal-Gymnasiums Münster als NRW-Sportschule
- 2 -
2.2.1 ENTWICKLUNG DES PASCAL-
GYMNASIUMS ZU EINER
SPORTLICH AMBITIONIERTEN
SCHULE
1967 besuchten die ersten Schülerinnen und Schüler
das neu errichtete Pascal-Gymnasium. Vom ersten
Tag an fühlten sich hier junge Sporttalente zu Hause.
Die für ein innerstädtisches Gymnasium zum
damaligen Zeitpunkt einzigartigen Sportanlagen waren
- neben dem attraktiven neuen Schulgebäude - ein
Anziehungspunkt für die bewegungs- und sport-
freundliche Schülerschaft und vor allem für die
Sportvereine der Stadt.
Viele der in den späteren Jahren erfolgreichen jungen
Leistungssportler haben im Sportunterricht und in den
von der Schule eingerichteten Sportarbeitsgemein-
schaften erste Bewegungserfahrungen gesammelt
und auf dieser Grundlage ihre besonderen Begabun-
gen in den Partnervereinen der Schule
weiterentwickelt. Das Ergebnis der über die Jahre
kontinuierlich erweiterten Angebote im außerunter-
richtlichen und unterrichtlichen Sportbereich waren
bemerkenswerte Erfolge auf regionaler, nationaler
und internationaler Ebene. Erinnert sei hier an die
Pascalschülerinnen und -schüler die bei Deutschen
Meisterschaften (Leichtathletik), Europameisterschaf-
ten (Bogenschießen, Teakwondo), Welttitelkämpfen
(Fechten, Segeln, Moderner Fünfkampf) erste Plätze
erreichten und an die Sportler, die bei Olympischen
Spielen Medaillengewinner waren (Rudern).
2.2.2 VEREINBARKEIT VON
GYMNASIALEN ANFORDERUNGEN
UND JUGENDLEISTUNGSSPORT
Das neue Schulgesetz mit der Verkürzung der
gymnasialen Schulzeit auf acht Jahre hat eine
erhebliche tägliche Unterrichtsstundenausweitung vor
allem ab Klasse 8 zur Folge. Auch die schulischen
Rahmenbedingungen für Jugendleistungs- und
-hochleistungssportlerinnen und -sportler erschweren
sich dadurch deutlich; die täglichen Trainingsmöglich-
keiten im frühen Nachmittagsbereich verschieben sich
zwangsläufig in den späteren Nachmittags- bzw. in
den frühen Abendbereich. Bei dem heute erforderli-
chen Trainingsaufwand im Jugendleistungs-/-hochleis-
tungssport ab 14/15 Jahren von über 20 Wochen-
stunden ist mehrmaliges Vormittagstraining
unerlässlich.
Das Pascal-Gymnasium ermöglicht den einzelnen
Jugend-(Hoch-)Leistungssportlerinnen und -sportlern
schulische Rahmenbedingungen, die mit den
Trainingserfordernissen kompatibel sind (vgl. 2.2.7.2).
Allen leistungssportorientierten Schülerinnen und
Schülern kann ab Jahrgangsstufe 8 ein mehrmaliges
Vormittagstraining in der Woche angeboten werden.
In höheren Jahrgangsstufen wird ein ein- bis
dreimaliges Vormittagstraining durch stundenplan-
technische Koordination ermöglicht.
Der Bereich Sport wird auch im Rahmen einer NRW-
Sportschule als maßgeblicher Schwerpunkt am Pascal-
Gymnasium angesehen. Darüber hinaus wird großer
Wert darauf gelegt, dass die Leistungssportlerinnen
und -sportler auch am allgemeinen schulischen Leben
Anteil nehmen und von den integrierenden schuli-
schen Angeboten profitieren. Einige Angebote sollen
hier exemplarisch genannt werden:
• Allen Schülerinnen und Schüler der verschiedenen
Pascal-Jahrgangsstufen und auch Leistungssport-
lerinnen und -sportlern anderer Schulen wird die
Möglichkeit der Mittagesseneinnahme auf dem
Schulgelände des Pascal-Gymnasiums (Schulkan-
tine „Essbar“, Terrasse, Kiosk, etc.) geboten.
• Alle Kinder der Jahrgangsstufen 5 und 6 erhalten
nach eigenem Wunsch und Möglichkeiten der
Schule Gelegenheit, an mindestens einem zusätz-
lichen Angebot im Bereich Kunst, Musik, Theater
und Sport (Jahrgangsstufen 5 bis 7) teilzuneh-
men. Kinder und Eltern der Jahrgangsstufe 5
(Schuljahr 2007/08) haben sich entschieden, die
zweistündigen Angebote der Bausteine 1 bis 4
(Kunst/Musik/Theater und Sport) am Mittwoch-
nachmittag nach dem gemeinsamen Mittagessen
in der Kantine ab 13.35 Uhr bis 15.10 Uhr wahr-
zunehmen. An der zweistündigen sport-
motorischen Grundlagenausbildung der Jahr-
gangsstufe 5 nehmen 50 Kinder teil.
• Alle Kadersportler einer Jahrgangsstufe werden
- wenn möglich - in einer Eingangsklasse ab Jahr-
gangsstufe 5 und auch als Quereinsteiger ab der
Jahrgangsstufe 7 oder 8 in einer Klasse zusam-
mengefasst.
• Alle besonders leistungssportorientierten
Schülerinnen und Schüler des Pascal-Gymnasiums
und der kooperierenden Schulen - insbesondere
Kadersportlerinnen und -sportler - können auch
im Rahmen des Teilinternats sowie im Schulalltag
durch ergänzende, unterstützende und nachberei-
tende außerunterrichtliche Betreuung
pädagogisch, zum Beispiel durch Hausaufgaben-
betreuung und Nach- und Vorbereitung von
Fachunterricht oder Klausuren, gefördert werden.
• Die Schule hat ein seit Jahren erfolgreiches
differenziertes Begabungs- und Förderkonzept
entwickelt (Drehtür/Enrichment/Springer, nachho-
lender und stützender Unterricht), das zu einer
der in NRW niedrigsten Nichtversetzungsquote für
alle Schülerinnen und Schüler geführt hat.
• Alle Oberstufenschülerinnen und -schüler und
damit auch die Leistungssportlerinnen und
-sportler haben die Möglichkeit, entsprechend der
vorhandenen Neigungen, Kurse individuell anzu-
wählen und somit ein bestmögliches Abitur
anzusteuern. Die Oberstufe wird ab 2007/08 von
367 Pascal-Schülerinnen und Schülern besucht
Bewerbung des Pascal-Gymnasiums Münster als NRW-Sportschule
- 3 -
und ist damit eine der größten in Münster. Die
Kursangebote und -wahlen werden durch die
langjährige Kooperation mit der Partnerschule
Geschwister-Scholl-Gymnasium erweitert und
durch Zusammenarbeit mit weiteren benachbar-
ten Gymnasien (Schiller-, Schlaun-,
Ratsgymnasium) optimiert. Auf sportlicher Ebene
ist eine besonders enge Kooperation mit dem
Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium als
Partnerschule des Leistungssports sinnvoll und
wird von beiden Gymnasien angestrebt. Die Leis-
tungskurse D, E, F, I, S, Ku, Ek, Ge, M, Bi, Ch, Ph
werden teilweise doppelt geführt. Im Grundkurs-
bereich sind in den „großen“ Fächern bis zu fünf
Kurse je Jahrgangsstufe eingerichtet. Die entspre-
chende Freisetzung von Leistungssportlern für
Trainingseinheiten am Vor- und/oder Nachmittag
stellt daher durch frühzeitige Koordinierung und
geschickte Kurswahlsteuerung kein Problem dar.
2.2.3 STELLENWERT DER SPORTLICHEN
HOCHBEGABUNG AM PASCAL-
GYMNASIUM
Am Pascal-Gymnasium besteht eine lange positive
Tradition mit vielfältigen Sonderbegabungen im
gesamten Fächerspektrum des Gymnasiums, so auch
in Musik und Sport. Für Musik-Bundespreisträger und
sportlich Hochbegabte (Olympia-Teilnehmer,
Europameister, Deutsche Meister, Nationalmannschaf-
ten) wurden seit Bestehen der Schule stets
Hochleistung fördernde schulische Entscheidungen
getroffen. So hat sich ein positiver Erfahrungsschatz
bei Schülern, Eltern, Kollegium und schulischen
Entscheidungsträgern aufgebaut, der die erforderliche
Eigenmotivation der einzelnen Schülerin und des
einzelnen Schülers würdigt und in Begabung,
Selbstorganisation, Eigenverantwortung, Zeitmana-
gement, Initiative, Durchhaltevermögen seine
grundlegenden Pfeiler hat.
Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass wirkliche
Talente nicht nur Begabungen in einem Teilsegment
haben. Diese Basisbegabunge n, die zum Beispiel zu
besonderen Leistungen im Sport befähigen, führen
auch zu beachtlichen schulischen Leistungen und
Abschlüssen und zu einer breiten Basis der Persön-
lichkeitsentfaltung.
Ausgangsbasis zu dieser Erfolg versprechenden
Entwicklung ist nicht die Monostruktur des Nur-
Sportrahmens, sondern die gesamte Palette des
jugendlichen Erfahrungsspielraums unter besonderer
Beachtung des Aufbrechens des zu einseitigen Nur-
Sportrahmens. Zusätzlich besteht die Möglichkeit zur
Nutzung der vielfältigen Angebotspalette zur
ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung, wie sie seit
vielen Jahren am Pascal-Gymnasium mit Erfolg
aufgebaut und stetig weiterentwickelt wurde (z.Zt. 60
Arbeitsgemeinschafts-Angebote).
Jugendleistungs- und Jugendhochleistungssport sind
somit weitere wichtige Elemente der Bereicherung des
vielfältigen Schulprofils, das Schülerinnen und
Schülern alle Möglichkeiten der Entfaltung bietet.
Die von der Schülerschaft im Rahmen dieses
Schulprofils erzielten Ergebnisse reichen von Höchst-
leistungen in den Fremdsprachen (1. Preis im Bundes-
wettbewerb Fremdsprachen in Englisch 1995, Klasse
10; 1. Preis im Bundeswettbewerb Fremdsprachen
Französisch, 2007, Klasse 6 f) über Teilnahmen an der
Biologie-Olympiade (1999, 2006) und Chemie-
Olympiade (1999) bis hin zur Sportolympiade (Becker:
Rudern) und zu Welt- und Europameisterschaften
(Wellmann: Weltmeisterschaften Fechten, Fünfkampf;
Hellermann: Europameisterschaften 2007 Teakwondo;
Schoeder: Europameisterschaften 2007 Bogenschie-
ßen).
Das anspruchsvolle, seit Jahren aufgebaute und
weiterentwickelte Schulprofil führt insgesamt zu einer
sehr leistungsbereiten und -starken Schülerschaft. So
gehört das Pascal-Gymnasium seit drei Jahren zu den
NRW-weit 20 erfolgreichsten Gymnasien mit der
geringsten Nichtversetztenquote, wie das MSW
Düsseldorf im August 2007 festgestellt hat.
2.2.4 JUGENDLEISTUNGSSPORTLER AM
PASCAL-GYMNASIUM AUF DER
BASIS DER SPORTBETONTEN
SCHULE IM SCHULJAHR 2007/08
Am Pascal-Gymnasium zeigt sich die Leistungssport-
orientierung der Schülerinnen und Schüler in
unterschiedlichen Ausprägungen. Die sportbegeister-
ten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5
und 6 werden zunächst im Baustein Sport in einer
grundmotorischen Ausbildung auf mögliche leistungs-
sportliche Aktivitäten vorbereitet.
Aus dem Sport-Baustein 6 des Schuljahres 2006/07
sind etwa 20 Schülerinnen und Schüler erwachsen,
die bereits an Basketballmeisterschaften (Jungen) und
Volleyballmeisterschaften (Mädchen) teilnehmen.
Auch der neue Sport-Baustein 6 (2007/08) nimmt
bereits im Jahr 2007 an Meisterschaften im Vereinsbe-
trieb teil.
In den Bausteinen 5 und 6 des Schuljahres 2007/08
sind zurzeit ca. 80 Schülerinnen und Schüler über den
Sportunterricht hinaus sportlich aktiv. Ein erheblicher
Teil dieser Schülerinnen und Schüler hat eine
durchaus leistungssportliche Perspektive.
Weiterhin sind in der Schülerschaft des Pascal-
Gymnasiums etwa 25 Sportlerinnen und Sportler in
Kreiskader- bzw. Kreisauswahlgruppen in den
unterschiedlichsten Sportarten zu finden.
Darüber hinaus gibt es am Pascal-Gymnasium 22
Sportlerinnen und Sportler mit außerordentlichen
Leistungen:
Bewerbung des Pascal-Gymnasiums Münster als NRW-Sportschule
1. Maxi Gerbig (6e2): Wasserspringen, NRW-Kader,
Deutsche Meisterschaften 2007 2. Platz
Maxi Gerbig beim Training im Münsteraner Ostbad.
2. Stephan Odenthal (6f1): Wasserspringen, NRW-
Kader, NRW-Meisterschaften 2006 6. Platz
3. Jessica Hellermann (8f): Schwimmen, Bezirks-
Kader, Jahrgangsmeisterin 2007, Deutsche Meis-
terschaften 1. Platz, Taekwondo Europameister-
schaften 2007 1. Platz
4. Jonas Wätzel (9f): Hockey, Westfalen-Kader
5. Kim Behrens (9e1): Volleyball, Bundes-Kader,
Landesmeisterin Bremen 2007
6. Sina Fuchs (9e1): Volleyball, Bundes-Kader,
Bundespokal 2007 1. Platz
7. Anna Hoja (10ef): Volleyball, Bundes-Kader,
Bundespokal 2007 1. Platz
8. Valerie Ludwig (10ef): Volleyball, Jugend-NRW-
Liga
9. Rebecca Schäperklaus (10ef): Volleyball, Bundes-
Kader, Bundespokal 2007 1. Platz
10. Christian Sterz (10ef): Handball, Westfalen-
Kader, Oberliga B-Jugend
11. Linus Materna (10e): Judo, NRW-Kader
12. Ines Bathen (11): Volleyball/Beachvolleyball,
Bundes-Kader-Beach, NRW-Kader-Halle, Bundes-
pokal 2007 1. Platz
13. Sabine Berkemeyer (11): Volleyball, NRW-Kader,
Bundespokal 2007 1. Platz
Sabine Berkemeyer (USC Münster) bei einem Spiel in der 2. Volleyball-Bundesliga.
14. Pascal Koopmann (11): Fußball, A-Jugend
Bundesliga
15. Marie-Sol Reindl (11): Volleyball/Beachvolleyball,
Jugend-NRW-Liga
16. Lisa Schmiedeshoff (11): Leichtathletik, NRW-
Kader, Mittel- und Langstrecke
17. Jonte Flachmeyer (11): Judo, NRW-Kader, NRW-
Meister 2004, Deutsche Meisterschaften 2007
7. Platz
18. Elisabeth Baumeister (13): Westernreiten,
Deutsche Meisterschaften 2006 6. Platz
19. Atilla Göknil (13): Basketball, NRW-Kader,
Bundes-Kader Junioren (Ersatz)
20. Jonathan Kersting (13): Basketball, NRW-Kader
21. Kieran Schulze-Marmeling (13): Fußball, A-Ju-
gend Bundesliga
22. Nora Schoeder (13): Bogenschießen, Bundes-
Kader, NRW-Meisterschaften 2006 2. Platz, Euro-
pameisterschaften 2007 1.Platz
2.2.5 BESONDERE AUSRICHTUNG DES
PASCAL-KOLLEGIUMS
Die mit Unterstützung der Bezirksregierung Münster in
vielen Jahren am Pascal-Gymnasium aufgebaute
Kollegiumsstruktur (5 x Kunst, 5 x Musik, 3 x Theater-
pädagogik, 16 x Sport) ermöglicht in Zusammenarbeit
mit den anderen (auch „harten“) Fächern ein hohes
Verständnis des Kollegiums und der Schulgemeinde
nicht nur für den Jugend(hoch)leistungssport, sondern
für die gesamte Breite der besonders begabten
Schülerinnen und Schüler.
Der Fachschaft Sport gehören zurzeit 16 Sportlehre-
rinnen und -lehrer und ein Sportreferendar an. Damit
gehört die Fachschaft zu den größten der Schule.
Sowohl Schulleitung als auch stellvertretende
Schulleitung verfügen über die Fakultas Sport. Somit
sind Sportlehrerinnen und -lehrer über das jeweilige
Zweitfach in allen anderen Fachschaften vertreten.
Dies fördert das Verständnis für die besonderen
Belastungen der jungen Leistungssportlerinnen und
-sportler.
Die hohe Anzahl von Sportkolleginnen und -kollegen
unterstreicht noch einmal die Bedeutung des Sports
im Pascal-Schulleben. Da ein erheblicher Anteil dieser
Kolleginnen und Kollegen selbst aktiv im Leistungs-
und Hochleistungsbereich al s Sportler bzw. Trainer
tätig sind oder waren, findet man am Pascal-
Gymnasium eine hohe Akzeptanz des gesamten
Kollegiums gegenüber Schülerabsenzen bei Trainings-
maßnahmen oder besonderen Wettkämpfen. Diese
Akzeptanz wird auch leistungsorientierten Schülerin-
nen und Schülern z. B. im Bereich Musik, Sprachen,
Naturwissenschaften etc. entgegengebracht.
Es liegen sehr gute Erfahrungen mit der Freistellung
von Unterrichtsverpflichtungen für Jugendleistungs-
- 4 -
Bewerbung des Pascal-Gymnasiums Münster als NRW-Sportschule
sportler oder Jugendleistungsmusiker vor. Selbstorga-
nisation, Zeitmanagement, Arbeitseifer,
Eigenmotivation, Durchhaltevermögen sind von diesen
Schülerinnen und Schülern seit vielen Jahren im
täglichen Unterrichtsbetrieb und mit überzeugenden
schulischen Leistungen gelebt worden und im
Gesamtkollegium anerkannt.
Vor diesem Hintergrund ist die Anfrage der Stadt
Münster an das Pascal-Gymnasium zu den Möglichkei-
ten einer Ausweitung der „Sportbetonten Schule“ zur
NRW-Sportschule durch Lehrerkonferenz, Schulpfleg-
schaft und Schülervertretung sehr positiv auf-
genommen und zur Entscheidung an die 1. Schulkon-
ferenz am 11.10.2007 weitergeleitet worden.
2.2.6 SPORTSTÄTTEN IM DIREKTEN
UMFELD UND AM PASCAL-
GYMNASIUM
Auf dem vergleichsweise großen und naturnahen
Schulgelände des Pascal-Gymnasiums, im benachbar-
ten Nordpark und fußläufig erreichbar in den
umliegenden Stadtvierteln befinden sich bereits jetzt
zahlreiche zeitgemäße Sportstätten:
1. Sporthallen
Dreifachsporthalle:
• Spielfelder: ein Handballfeld, ein Basketball-
feld längs, drei Basketballfelder quer, ein
Volleyballfeld längs, drei Volleyballfelder quer,
neun Badmintonfelder
• kleine Tribüne mit zwei Sitzreihen an einer
Längsseite der Halle
• Hallenausstattung für folgende Sportarten:
Basketball, Badminton, Fußball, Handball, Vol-
leyball, Turnen (Reck, Ringe, Boden,
Trampolin, Sprung), Leichtathletik, Tischten-
nis, Hockey, Tanzen
Einfachsporthalle:
• Spielfelder: ein Basketballfeld, ein Volleyball-
feld, drei Badmintonfelder
• Hallenausstattung für folgende Sportarten:
Basketball, Volleyball, Badminton, Tischtennis,
Turnen
2. Außensportanlagen an der Schule
• Tartanmehrzweckfeld (zwei Handball- bzw.
Fußballfelder mit Toren, ein Basketballfeld,
Weitsprunganlage mit vier Bahnen, Kugel-
stoßanlage, 150 m Lauf-Runde)
• Beachvolleyballfeld mit Wettkampfmaßen
Beachvolleyballfeld auf dem Schulgelände des Pascal-Gymnasiums
• 100m Tartanbahn mit vier Bahnen
• Boulderwand und Turngarten an der Einfach-
sporthalle (ab 2007)
• drei Tischtennisplatten
• drei Streetballfelder
3. Sportanlagen in angrenzender Lage
• Nordpark mit Joggingstrecken, Rasenflächen
einem weiteren Beachvolleyball- und Street-
ballfeld
• Sportplatz DJK-Sportschule Coburg (Rasen-
fußballfeld, 400m Bahn)
• Freibad Coburg mit 50m Wettkampfbecken
und Sprungturm (1m, 3m, 5m)
• Beachvolleyballanlagen, Leichtathlethikanla-
gen und Dreifachsporthalle an der DJK-
Sportschule
• Sportanlagen des Fachbereichs Sport an der
Westfälischen Wilhelms-Universität
• Sportplatz Wienburgstraße (sanierungsbedürf-
tig) mit 400 m Laufbahn und weiteren Leicht-
athletikanlagen
- 5 -
Bewerbung des Pascal-Gymnasiums Münster als NRW-Sportschule
2.2.7 PASCAL-GYMNASIUM ALS
SPORTBETONTE SCHULE
Das Pascal-Gymnasium hat sich vor vier Jahren mit
der Ankündigung des neuen Schulgesetzes und der
Verkürzung der Gymnasialzeit auf acht Jahre die
Frage gestellt, wie die Erhöhung des Wochenstun-
dendeputats auf 33 bis 35 Wochenstunden auch in
unteren Gymnasialjahrgängen für die Kinder und
Jugendlichen verkraftbar ist, ohne Überforderungser-
scheinungen in physischer, mentaler und psychischer
Sicht zu generieren.
Der Schulgemeinde wurde schnell deutlich, dass die
erhöhten Anforderungen an Jugendliche durch die
erhebliche Erhöhung des Tagesstundendeputats
zusätzliche Belastungen im physischen, psychischen
und mentalen Bereich stellen. Die Schule hielt es
daher für notwendig, den persönlichkeitsbildenden
und Ausgleich schaffenden Fähigkeiten zusätzlich Zeit
und Raum zur Entfaltung zu geben. Kunst, Musik,
Theater und Sport verhelfen dem einzelnen Kind und
Jugendlichen zu Ausgleich, Regeneration und Gesund-
erhaltung. Aus pädagogischer Verantwortung heraus
wurden Bedingungen geschaffen, um der Belastungs-
steigerung durch Massierung der verkopften Fächer
an einzelnen Tagen entgegenzuwirken und um den
Schulalltag besser rhythmisieren zu können.
Die Eröffnungsveranstaltung zur „Sportbetonten
Schule“ am 6. September 2006 in Anwesenheit des
NRW-Innenministers Dr. Ingo Wolf und weiterer
Persönlichkeiten aus Politik, Schule, Verwaltung und
Sport hat diesen Ansatz deutlich gemacht. Es gelang,
eine Aufbruchstimmung auch bei denen zu bewirken,
die dem Pascal-Modell der Sportförderung mit
ganzheitlichem Ansatz zunächst kritisch gegenüber
standen.
- 6 -
Innenminister Dr. Ingo Wolf, Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann und Schulleiter
Heiner Lübbering bei der Urkundenübergabe während der Eröffnungsveranstaltung zur
„Sportbetonten Schule“.
2.2.7.1 KONZEPT GANZHEITLICHE
PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG
Der ganzheitliche Bildungsansatz eröffnet der
einzelnen Schülerin und dem einzelnen Schüler
besondere Möglichkeiten.
Auch im Rahmen der Entwicklung zur „Sportbetonten
Schule“ steht nicht der einseitig interessierte
„Nursportler“ im Blick, der dann über entsprechende
Fächerkombinationen auch Abitur machen kann. Der
ganzheitliche Ansatz des pädagogischen Schulver-
ständnisses setzt darauf, dass die einzelnen Schülerin
und der einzelne Schüler nicht nur in den verkopften
Fächern seinen Begabungen und Fähigkeiten
entsprechende Leistungen bringt.
Seit dem Schuljahr 2005/06 führt das Pascal-
Gymnasium in den Jahrgangsstufen 5 und 6 einen
ergänzenden Unterricht in den Bereichen Kunst,
Musik, Theater und Sport du rch. Diese so genannten
„Bausteine zur ganzheitlichen Persönlichkeitsentwick-
lung“ stellen ein breites Angebot dar und sprechen
alle Sinne der Schülerinnen und Schüler an. Als
wesentliches Merkmal des Pa scal-Schulprofils wurde
diese ganzheitliche Förderung in das Schulprogramm
aufgenommen.
Über den normalen Unterricht hinaus entscheiden sich
die Kinder für zwei ergänzende Unterrichtsstunden an
einem Nachmittag in der Woche mit zum Teil
außerschulischen Partnern. Dieser zusätzliche Unter-
richtsaufwand wird durch entlastende Stundenplanung
(Verteilung der Fächer über die Woche) und ange-
passte Hausaufgabenstellung für die Schülerinnen und
Schüler erleichtert.
Die Bausteine sind:
• Baustein Kunst: Im Kunst-Baustein probieren
die Kinder unterschiedliche Mal- und Zeichen-
techniken aus und werden zum plastischen
Gestalten mit Ton und Gips angeleitet. Außerdem
werden sie in die Mediengestaltung mit digitaler
Fotografie eingeführt.
• Baustein Musik: Kinder, die sich besonders für
Musik interessieren, wählen den Baustein 2. Die-
ser Unterricht wird von Musiklehrern und von
Musiklehrkräften der Musikschule Nienberge er-
teilt. Das Pascal-Gymnasium arbeitet schon seit
über zehn Jahren äußerst erfolgreich mit der
Musikschule Nienberge zusammen. Innerhalb des
Bausteins Musik können sich die Fünft- und
Sechstklässler für die Gesangs- und Chorgruppe
oder für die Bläsergruppe entscheiden.
• Baustein Theater: In der Theatergruppe - dem
Baustein 3 - finden sich Kinder zusammen, die
unter sachkundiger Anleitung einer Theaterpäda-
gogin ihre Freude am darstellenden Spiel
ausleben möchten. Spontane Spielszenen und
Stücke des Jugendtheaters fördern die jungen
Schauspieler in Ausdruck, Gestik, Mimik und
Sprache.
• Baustein Sport: Im Baustein 4 (Sport) nutzen
Schülerinnen und Schüler ihre zusätzlichen Wo-
chenstunden für eine sportmotorische Grund-
lagenausbildung. Sie entscheiden sich nach
zweijähriger Anleitung durch Sportlehrer und Di-
plomtrainer der mit dem Pascal-Gymnasium
kooperierenden Vereine für ein sportartengebun-
Bewerbung des Pascal-Gymnasiums Münster als NRW-Sportschule
denes Aufbautraining (z.B. Basketball, Handball,
Leichtathletik, Rudern, Volleyball etc.).
- 7 -
Symbole für die vier unterschiedlichen Bausteine der „Ganzheitlichen Persönlichkeitsent-
wicklung“ bei der Auftaktveranstaltung „Sportbetonte Schule“
Mit diesen vier Bausteinen fördert das Pascal-
Gymnasium durch optimale schulische Rahmenbedin-
gungen die Entwicklung von besonderen Fähigkeiten
und Begabungen der Schülerinnen und Schüler.
Nach zwei Jahren der Erprobung steht die gesamte
Schulgemeinde mit großer Überzeugung hinter diesem
Modell der ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung,
da es nicht nur Sporttalenten, sondern auch Kindern
mit Begabung in Kunst, Musik oder Theater zusätzli-
che Entfaltungsmöglichkeiten bietet. Beeindruckend
sind die erreichte Qualität und die Vielfalt ihrer
Leistungen.
Profilbausteine und Möglichkeiten der ganzheitlichen
Persönlichkeitsentwicklung schaffen zudem das
Ausgleichspotential für die erhöhten Anforderungen
des „verkopften“ Unterrichts in den Aufgabenfeldern 1
(Deutsch und Fremdsprachen) und 3 (Mathematik/
Naturwissenschaften).
2.2.7.2 BESTEHENDER
ORGANISATIONSRAHMEN
Sportliche Grundlagenausbildung für alle leistungs-
sportorientierten Schülerinnen und Schüler der
Klassen 5 bis 7:
Von der Jahrgangsstufe 5 an ist das System der
„Bausteine zur ganzheitlichen Persönlichkeitsentwick-
lung“ eingeführt. Nicht im Rahmen von abgetrennten
Klassenverbänden, sondern in Neigungsgruppen für
Schülerinnen und Schüler mit speziellen Interessen
und/oder Begabungen werden zurzeit zwei Ergän-
zungsstunden in den Bereichen Sport, Kunst, Musik
und Theater erteilt:
Di Baustein
Sport
Baustein
Kunst
Baustein
Musik
Baustein
Theater
7. 5e1, 5e2,
5f1, 5f2
5e1, 5e2,
5f1, 5f2
5e1, 5e2,
5f1, 5f2
5e1, 5e2,
5f1, 5f2
8. 5e1, 5e2,
5f1, 5f2
5e1, 5e2,
5f1, 5f2
5e1, 5e2,
5f1, 5f2
5e1, 5e2,
5f1, 5f2
Dieser „Bausteinunterricht“ wird in der
Jahrgangsstufe 6 fortgeführt:
Mi Baustein
Sport
Baustein
Kunst
Baustein
Musik
Baustein
Theater
7. 6e1, 6e1,
6f1, 6f2
6e1, 6e1,
6f1, 6f2
6e1, 6e1,
6f1, 6f2
6e1, 6e1,
6f1, 6f2
8. 6e1, 6e1,
6f1, 6f2
6e1, 6e1,
6f1, 6f2
6e1, 6e1,
6f1, 6f2
6e1, 6e1,
6f1, 6f2
Dem Pascal-Gymnasium ist es wichtig, ab der
Jahrgangsstufe 5 die gesamte Bandbreite an
schulischer Ausbildung anbieten zu können (Nimm-
Zwei-Modell; vgl. 2.2.2). Würde eine reine Sportklasse
in der Jahrgangsstufe 5 beginnen, wären die
schulischen Ausbildungsmöglichkeiten der Schülerin-
nen und Schüler schon zu diesem Zeitpunkt sehr stark
eingeschränkt.
Bausteinunterricht im Fach Sport der Jahrgangsstufe 5
Die sportlich ambitionierten Schülerinnen und Schüler
werden im Baustein Sport durch eine sportmotorische
Grundausbildung zusätzlich gefördert und erhalten so
insgesamt fünf Unterrichtsstunden pro Woche im Fach
Sport. In diesem Bereich sind ausschließlich sportliche
Schülerinnen und Schüler zu finden, die alle zusätzlich
in einem oder mehreren Vereinen aktiv sind.
Dass Schülerinnen und Schüler über den gewohnten
Rahmen hinaus an Schulsportgemeinschaften
teilnehmen, ist in den ca. 20 Sportangeboten (vgl.
2.2.7.8) im Nachmittagsbereich ablesbar. Auch an
dieser Stelle wird die sportliche Ausrichtung des
Pascal-Gymnasiums deutlich.
Fortführung der Grundlagenausbildung in der
Klasse 7:
Ab der Jahrgangsstufe 7 würden von anderen Schulen
wechselnde Jugendliche in einer Klasse zusammenge-
führt und durch zusätzliche pädagogische Unter-
stützung in das Pascal-Ausbildungsprofil integriert.
Der Baustein Sport wird für die talentierten, eventuell
schon einem Kader angehörenden Schülerinnen und
Schüler im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften
fortgeführt.
Bewerbung des Pascal-Gymnasiums Münster als NRW-Sportschule
- 8 -
Sportartspezifische Spezialisierung in den Jahrgangs-
stufen 8 – 13:
Spätestens ab der Klasse 8 sollten leistungsorientierte
Sportlerinnen und Sportler in das gezielte sportarten-
spezifische Training einsteigen, um Höchstleistungen
erreichen zu können. Dies gilt insbesondere für
Sportarten mit einem hohen Höchst-
leistungdurchschnittsalter. Das Pascal-Gymnasium
bietet vormittägliches jahrgangsstufenübergreifendes
Training von Schülerinnen und Schülern in unter-
schiedlichen Sportarten.
Sportartspezifisches Training im Schulvormittag in der
Klasse 8:
Im Vormittagsbereich bestehen zwei Möglichkeiten,
den leistungssportorientierten Schülerinnen und
Schüler dieser Jahrgangsstufe Trainingsmöglichkeiten
in einem Umfang von bis zu fünf Unterrichtsstunden
zu schaffen. Durch ein jahrgangsstufenübergreifendes
Blockungsraster über eine Jahrgangstufe hinweg
können diese Schülerinnen und Schüler eine Stunde
aus einem „weichen“ Fach (Erdkunde, Politik, Biologie,
Physik, etc.) und eine Stunde aus einem vierstündi-
gem Hauptfach zu Trainingszwecken freigesetzt
werden. Das bedeutet, dass alle Klassen dieser
Jahrgangstufe z. B. dienstags in den ersten beiden
Stunden Erdkunde und Deutsch haben. Die Deutsch-
lehrer A und C führen den notwendigen
Nachführunterricht nach Absprache im Nachmittags-
bereich durch.
Di 8e1 8e2 8f1 8f2
1. Deutsch
Lehrer A
Erdkunde
Lehrer B
Deutsch
Lehrer C
Erdkunde
Lehrer D
2. Erdkunde
Lehrer B
Deutsch
Lehrer A
Erdkunde
Lehrer D
Deutsch
Lehrer C
Zusätzlich kann der normale dreistündige Sportunter-
richt durch sportartspezifisches Training ersetzt
werden. Gerade diese Maßnahme wurde bereits
intensiv mit den Landestrainern Wolfgang Schütz
(Volleyball, NRW) und Winfried Vonstein (Leichtathle-
tik, NRW) erörtert und findet großen Zuspruch auch in
weiteren Sportarten (Fußba ll, Handball, Hockey), da
die Belastungen des Sportpflichtunterrichts häufig
nicht die Belastungssteuerung der Leistungssportle-
rinnen und -sportler unterstützen.
Do 8e1 8e2 8f1 8f2
1. Sport Sport Sport Sport
2. Sport Sport Sport Sport
Mi 8e1 8e2 8f1 8f2
3. Sport Sport Sport Sport
Sportartspezifisches Training im Schulvormittag in den
Klassen 9 und 10 (später 8-9*):
* bedingt durch Schulzeitverkürzung
Auch in den Jahrgangsstufen 9 (Erdkunde) und 10
(Geschichte/Politik) kann nach dem oben angegebe-
nen Verfahren das Vormittagstraining maximal mit bis
zu fünf Stunden durchgeführt werden.
Mo 9e1 9e2 9f1 9f2
1. Mathematik
Lehrer A
Erdkunde
Lehrer B
Mathematik
Lehrer C
Erdkunde
Lehrer D
2. Erdkunde
Lehrer B
Mathematik
Lehrer A
Erdkunde
Lehrer D
Mathematik
Lehrer C
Fr 9e1 9e2 9f1 9f2
1. Sport Sport Sport Sport
2. Sport Sport Sport Sport
Mi 9e1 9e2 9f1 9f2
4. Sport Sport Sport Sport
Zusätzlich kann im Differenzierungsbereich ein
Angebot Mathematik/Informatik/Sport für die
leistungssportorientierten Schülerinnen und Schüler
eingerichtet werden. Auch das bereits bestehende
Differenzierungs-Angebot Biologie/Chemie ist für
diese Schülerinnen und Schüler von besonderem
Interesse.
Mo Latein Biologie/
Chemie
Geschichte/
Englisch
Mathematik/
Sport/
Informatik
5. 9e1, 9e2,
9f1, 9f2
9e1, 9e2,
9f1, 9f2
9e1, 9e2,
9f1, 9f2
9e1, 9e2,
9f1, 9f2
6. 9e1, 9e2,
9f1, 9f2
9e1, 9e2,
9f1, 9f2
9e1, 9e2,
9f1, 9f2
9e1, 9e2,
9f1, 9f2
Mi Latein Biologie/
Chemie
Geschichte/
Englisch
Mathematik/
Sport/
Informatik
1. 9e1, 9e2,
9f1, 9f2
9e1, 9e2,
9f1, 9f2
9e1, 9e2,
9f1, 9f2
9e1, 9e2,
9f1, 9f2
Sportartspezifisches Training im Schulvormittag in den
Jahrgangsstufen 11 – 13 (später 10-12*):
* bedingt durch Schulzeitverkürzung
In der Jahrgangsstufe 11 müssen die Schülerinnen
und Schüler ein breites Kurs-Fundament für ihre
Oberstufenlaufbahn legen. Aus diesem Grund sind
möglichst viele Fächer anzuwählen, um in der
Qualifizierungsphase hinreichende Wahlmöglichkeiten
zu besitzen. Es können für das Vormittagstraining bis
zu zwei Kursblöcke mit jeweils drei Unterrichtstunden
vorgesehen werden. In dieser Jahrgangsstufe wird
der Sportunterricht durch Tr aining ersetzt. Sollte ein
weiteres Training benötigt werden, wird ein zweiter
Grundkursblock hierfür verwendet.
Bewerbung des Pascal-Gymnasiums Münster als NRW-Sportschule
- 9 -
In den Jahrgangsstufen 12 und 13 werden zwei
normale Grundkursblöcke für das Vormittagstraining
genutzt. Dies ist ohne größere Einschränkungen für
die Schülerinnen und Schüler möglich. Da die
Leistungskursblöcke bereits in den ersten beiden
Stunden fest liegen, müssen diese Stunden in der 3.
und 4. Stunde angesetzt werden.
Di Block 3
Jahrgangsstufe
11
Block 3
Jahrgangsstufe
12
Block 3
Jahrgangsstufe
13
3. Mathematik
Sport
Training
Englisch
Biologie
Training
Physik
Deutsch
Training
4. Mathematik
Sport
Training
Englisch
Biologie
Training
Englisch
Biologie
Training
Fr Block 3
Jahrgangsstufe
11
Block 3
Jahrgangsstufe
12
Block 3
Jahrgangsstufe
13
3. Mathematik
Sport
Training
Englisch
Biologie
Training
Physik
Deutsch
Training
Do Block 4
Jahrgangsstufe
11
Block 4
Jahrgangsstufe
12
Block 4
Jahrgangsstufe
13
3. Deutsch
Italienisch
Training
Mathematik
Erdkunde
Training
Englisch
Chemie
Training
4. Deutsch
Italienisch
Training
Mathematik
Erdkunde
Training
Englisch
Chemie
Training
Fr Block 4
Jahrgangsstufe
11
Block 4
Jahrgangsstufe
12
Block 4
Jahrgangsstufe
13
4. Deutsch
Italienisch
Training
Mathematik
Erdkunde
Training
Englisch
Chemie
Training
Durch diese spezielle Blockung ist für die Leistungs-
sportlerinnen und -sportler ein ganz normales Abitur
möglich. Es gibt keine Beschränkungen oder
Verpflichtungen bei der Wahl der Leistungs- und
Grundkurse. Die Schülerinnen und Schüler können
ihre individuellen Fächerkombinationen anwählen und
ihr Vormittagstraining durchführen. Sie können
lediglich nicht die maximal mögliche Anzahl von
Kursen belegen.
Zusammenstellung der Maßnahmen im Rahmen der
„Sportbetonten Schule“ über den gesamten gymnasia-
len Verlauf:
Jahrgangs-
stufe
Sportunterricht Zusatzangebot im
Rahmen der
Sportschule
Maximale
Anzahl der
Sportstunden
in der Woche
Klasse 5 3 U-Stunden Baustein Sport
2-U-Stunden
5 Stunden
Klasse 6 3 U-Stunden Baustein Sport
2-U-Stunden
5 Stunden
Klasse 7 3 U-Stunden Ergänzungssport
2-U-Stunden
5 Stunden
Klasse 8 (3 U-Stunden) Vormittagstraining
Max. 2x3 U-Stunden
6 Stunden
Klasse 9 (2-3 U-Stunden) Vormittagstraining
Max. 5 U-Stunden
Differenzierung
Ma/Sp/Inf o. Bi/Ch
5 Stunden
(3 Stunden)
Klasse 10 (3 U-Stunden) Vormittagstraining
Max. 6 U-Stunden
Differenzierung
Ma/Sp/Inf o. Bi/Ch
6 Stunden
(3 Stunden)
11 Block 3
3 U-Stunden
Vormittagstraining
Max. 6 U-Stunden
Block 4
3 U-Stunden
6 Stunden
12 Block 13
3 U-Stunden
Vormittagstraining
Max. 6 U-Stunden
Block 3
3 U-Stunden
Block 4
3 U-Stunden
9 Stunden
13 Block 13
3 U-Stunden
Vormittagstraining
Max. 6 U-Stunden
Block 3
3 U-Stunden
Block 4
3 U-Stunden
9 Stunden
Festlegung der Stunden für Vormittagstraining im
Stundenplan:
Std. Di. Mi. Do. Fr.
1. Jahrgangsstufe
(7), 8 und 9
Mathematik/
Erdkunde
Jahrgangsstufe
(7), 8 und 9
Sport
Jahrgangsstufe
(7), 8 und 9
Sport
2. Jahrgangsstufe
(7), 8 und 9
Mathematik/
Erdkunde
Jahrgangsstufe
(7), 8 und 9
Sport
3. Jahrgangsstufe
10 Sport,
Jahrgangsstufe
11 – 13,
Schiene 3
Jahrgangsstufe
10 Sport,
Jahrgangsstufe
11 -13,
Schiene 4
Jahrgangsstufe
10 Sport,
Jahrgangsstufe
11 – 13,
Schiene 3
4. Jahrgangsstufe
10 Sport,
Jahrgangsstufe
11 – 13,
Schiene 3
Jahrgangsstufe
10 Sport,
Jahrgangsstufe
11 -13,
Schiene 4
Jahrgangsstufe
10 Sport,
Jahrgangsstufe
11 – 13,
Schiene 4 2.2.7.3 KLASSEN- UND
JAHRGANGSSTUFENÜBERGREIFENDE
SPORTFÖRDERUNG
Die Sportinfrastruktur der Stadt Münster und der
Region Münster stellt keine ausreichende Zahl an
Kadersportlern zur Verfügung. Da der Hochleistungs-
sport aber gleichwohl eine zukunftsfähige Perspektive
im Raum Münster benötigt, hat das Pascal-
Gymnasium ein Konzept erarbeitet, das Aufbau und
Weiterentwicklung dieser Sportklientel durch
entsprechende Rahmenbedingungen am Pascal-
Gymnasium weiter erleichtert und über den Rahmen
einer „Sportbetonten Schule“ hinaus fördert.
Bewerbung des Pascal-Gymnasiums Münster als NRW-Sportschule
- 10 -
Ebenso sind hier die zwei Partnerschulen des
Leistungssports (Annette- von-Droste-Hülshoff-Gym-
nasium, Kardinal-von-Galen-Gymnasium Hiltrup) und
das Geschwister Scholl-Gymnasium anzuführen, die
ebenfalls die Sportförderung als Teil ihres Schulprofils
aufweisen.
Das vom Pascal-Gymnasium favorisierte und
praktizierte Modell hat folgende Stärken:
• Das Modell ermöglicht jahrgangsstufenübergrei-
fendes Vormittagstraining in speziellen Sportarten
(vgl. 2.2.7.2).
• Den Schülerinnen und Schülern wird die Anwahl
eines individuellen Sprachenprofils geboten (vgl.
2.2.7.2 und 2.2.7.11).
• Die Sonderstellung der Leistungssportler im
Schulalltag wird relativiert, da sie sich voll in die
Jahrgangsstufenaktivitäten integrieren können.
• Der verletzungsbedingte Abbruch einer Sportkar-
riere wirkt sich unter entwicklungs-
psychologischen, psychischen und sozialen Aspek-
ten weniger nachteilig aus, da Ausgleich in
anderen Gruppen (z.B. Kunst, Musik, Theater)
gefunden werden kann.
Auch vor dem Hintergrund eigener persönlicher
Entwicklungserfahrungen der Pascal-Lehrkräfte als
(Hoch-)leistungssportler und der genauen Analyse der
Bedingungen der Jugendleistungssportentwicklung in
Stadt und Region Münster kommt das Pascal-
Gymnasium aus
• entwicklungspsychologischen,
• schulischen,
• pädagogischen,
• sozialen und
• sportstrukturellen
Gründen zu einem Modell der klassenübergreifenden
und jahrgangsstufenintegr ierenden Jugend(hoch)-
leistungssportförderung au f der Basis der ganzheitli-
chen Persönlichkeitsentwicklung.
Ziel dieses Modells ist es, den einzelnen Schüler mit
den unterrichtlichen und außerunterrichtlichen
Möglichkeiten so in seiner Persönlichkeitsentwicklung
z u f ö r d e r n , d a s s e r a m E n d e s e i n e r s c h u l i s c h e n
Pascal-Ausbildung folgende Ziele erreicht hat:
• eine entwicklungspsychologische sowie physisch
und psychisch positive Persönlichkeitsreifung und
-festigkeit
• eine vielfältige auch künstlerisch, musisch und
sportlich geprägte Erfa hrungsentwicklung als
lebensbegleitende Ausgleichs- und Gesunderhal-
tungsperspektive
• einen seinen Begabungen und Möglichkeiten
entsprechenden hochwertigen Schulabschluss
• eine sich der gesellschaftlichen und sozialethi-
schen Gesamtverantwort ung stellende Persön-
lichkeitsprägung
• eine über den schulischen Rahmen sich fortset-
zende Erwachsenen-Hochleistungssport-Motiva-
tion.
Aufgrund obiger Zielperspektiven und der lokalen und
regionalen Sportinfrastruktur in Stadt und Raum
Münster ist der einzelne Jugendleistungssportler nicht
als einseitig interessiertes Individuum zu sehen. Im
Vordergrund steht der vielfältig begabte, neugierige,
und Erwachsenen vertrauende junge Mensch, der sich
motiviert und optimistisch in seiner jugendlichen
Erfahrungswelt bewegt und sich Freundschaften und
neuen Herausforderungen öffnet.
Am Pascal-Gymnasium kann auch künftig das einzelne
Sporttalent in dem Jahrgangs- und Klassenverband
verbleiben, in dem sich der einzelne Schüler selbst mit
Beginn seiner Pascal-Schulkarriere eingewählt hat. Bei
einer derartigen Klassenbildung berücksichtigt das
Pascal-Gymnasium:
• die Angabe von Freundschaften,
• Grundschulzugehörigkeit,
• Wohnviertel,
• Fremdsprachenanwahl
• Sportangaben, etc.
Im Mittelpunkt stehen daher aus dem Blickpunkt des
Sports die gymnasial geeigneten, leistungsportorien-
tierten Schülerinnen und Schüler. Die Verbindung
zwischen schulischen Anforderungen und Leistungs-
sport auf dem Hintergrund von entwicklungs-
spezifischen und pädagogischen Aspekten stellt hier
die große Herausforderung dar. Dabei steht außer
Frage, dass die Schülerinnen und Schüler mit den
bestmöglichen Studien- und Berufsperspektiven aus
der Schule entlassen werden sollen.
Dies bedeutet, dass auch die Leistungssportlerinnen
und -sportler unter den Pascal-Schülerinnen und
-Schülern schon ab Klasse 5 zwischen dem englischen
oder französischen Zug wählen, dass sie sich in der
Differenzierung zwischen besonderen Schwerpunkten
im gesellschaftswissenschaftlichen oder naturwissen-
schaftlichen Bereich entscheiden und dass sie nicht
zuletzt ein Abitur mit ihren eigenen Schwerpunkten
ablegen und z. B. das deutsch-französische Abitur
oder das Abibac erreichen können.
2.2.7.4 ALLGEMEINER SPORTMOTORISCHER
TEST DER JAHRGANGSSTUFE 5
Zu Schuljahresbeginn wird seit drei Jahren der
Allgemeine Sportmotorische Test (AST), der von
Bös/Wohlmann entwickelt wurde, durchgeführt. Ziel
ist es, eine Übersicht über den sportmotorischen
Leistungsstand aller Schülerinnen und Schüler der
Jahrgangsstufe 5 zu erhalten. Verglichen werden die
Bewerbung des Pascal-Gymnasiums Münster als NRW-Sportschule
erhobenen Daten mit Vergleichswerten von Kindern
des gleichen Alters und mit den Werten der letzten
Jahrgänge, die ebenfalls den AST am Pascal-
Gymnasium absolviert haben.
Ein Schüler der Jahrgangsstufe 5 beim Hindernislauf im Rahmen des AST.
Beim AST sind sechs unterschiedliche Einzeltests
(20m-Sprint, Zielwurf, Ball-Beine-Wand, Hindernislauf,
Medizinball-Weitstoß, 6-Minuten-Lauf) in einer
Testbatterie zusammengefügt.
Die Ergebnisse der einzelnen Disziplinen werden in so
genannte Z-Werte umgerechne t, um einen Vergleich
mit Kindern des gleichen Alters und Geschlechts
vornehmen zu können. Dabei wird der Mittelwert von
Kindern einer Altersstufe und eines Geschlechts in
Deutschland auf 100 Z-Wert-Punkte festgelegt.
10 Punkte Abweichung entsprechen dabei genau einer
Standardabweichung bei den Vergleichsdaten, die von
Bös/Wohlmann zur Verfügung gestellt werden.
Ergebnis AST 2007 - Jahrgangsstufe 5
114,5
100100
104,8
108,3 111,2
90
95
100
105
110
115
120
Mädchen Jungen
Z-Werte
Mittelwert Deutschland
Mittelwert Pascal-Gymnasium - Gesamtgruppe
Mittelwert Pascal-Gymnasium - Oberes Drittel
Zu erkennen bei der Auswertung der Daten aus dem
Schuljahr 2007/08 ist die deutliche Abweichung der
Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler am Pascal-
Gymnasium nach oben im Vergleich zu Kindern
gleichen Alters in Deutschland.
Die Ergebnisse werden den Sportlehrern zur Verfü-
gung gestellt und dienen mit den parallel ausge-
werteten Sportaktivitäten der Schülerinnen und
Schüler als erste Möglichkeit zur Sportlaufbahnbera-
tung.
2.2.7.5 VORMITTAGSTRAINING
Das Pascal-Gymnasium stellt für die Leistungssportler
vormittags drei Doppelstunden in der Woche
(Dienstag, Donnerstag, Freitag) zur Verfügung, in
denen sie von Trainern des jeweiligen Vereins oder
Verbandes trainiert werden.
Momentan werden zehn Mädchen der Jahrgangsstu-
fen 9 bis 12 im Volleyball von einem Verbandstrainer
des Westdeutschen-Volleyball-Verbandes trainiert, der
gleichzeitig Vereinstrainer beim USC Münster und
Lehrkraft am Pascal-Gymnasium ist. Integriert in
dieses Training sind selbstverständlich auch die
Mädchen, die seit Schuljahresbeginn im Sportinternat
wohnen.
Die Basketballer werden von einem Vereinstrainer des
UBC Münster trainiert. Diese neun Schüler kommen
aus den Jahrgangsstufen 11 und 12.
Die Volleyball-Trainingsgruppe während des Vormittagstrainings am Pascal-Gymnasium.
Zur Verfügung stehen den beiden Gruppen jeweils ein
Hallentrakt der Pascal-Dre ifachhalle, die Beachvolley-
ballanlage und die Außensportanlagen auf und um
das Schulgelände.
2.2.7.6 NACHFÜHR-, FÖRDERUNTERRICHT
UND HAUSAUFGABENBETREUUNG
Bei einer zielgerichteten Förderung von jungen
Leistungssportlerinnen und –sportlern muss die
Vereinbarkeit von schulischen und sportlichen
Anforderung oberstes Gebot sein. Talentierte Kinder
und Jugendliche dürfen nicht durch ihr intensives
Sporttreiben schulisch ins Abseits geraten. Eine
schlechtere Schulausbildung würde eine deutliche
Reduzierung der Zukunftschancen bedeuten. Die
Schaffung größtmöglicher Zukunftschancen ist das
vorrangige Ziel des am Pa scal-Gymnasium entwickel-
ten Förderkonzeptes.
Dem Pascal-Gymnasium stehen seit dem Schuljahr
2006/07 so genannte Ergänzungsstunden für die
spezielle Förderung von leistungssportorientierten
Schülerinnen und Schülern zur Verfügung. Diese
Stunden werden zum Nachführen von durch zum
- 11 -
Bewerbung des Pascal-Gymnasiums Münster als NRW-Sportschule
Beispiel Wettkämpfe, längere Trainingsmaßnahmen,
Vormittagtraining, etc. versäumten Unterricht
verwendet.
Weitere Stunden werden als Förderstunden einge-
setzt, wenn die schulischen Leistungen der jungen
Leistungssportlerinnen und –sportler in einzelnen
Fächern nicht stabil sind.
Im Schuljahr 2006/07 wurden die sechs zur Verfü-
gung stehenden Stunden flexibel für die ganz spezielle
Unterstützung der jungen Sportlerinnen und Sportler
genutzt. „Flexibel“ bedeutet, dass jeweils kurzfristig
nach Bedarf Lehrerinnen und Lehrer in den ge-
wünschten Fächern Nachführ- und Förderunterricht
außerhalb des normalen Stundenplans übernommen
haben.
Ab dem Schuljahr 2007/08 stehen der Schule neun
Ergänzungsstunden zur Verfügung. Es werden zwei
Stunden „flexibel“ und sieben Stunden nach festem
Plan erteilt. Die „festen“ Ergänzungsstunden werden
mindestens über ein Halbjahr durchgeführt, sie sind
im Stundenplan verankert.
Durch die Angliederung des Vollzeitinternats sind
Leistungssportlerinnen von Schulen mit abweichenden
Sprachenprofilen und –schwerpunkten an das Pascal-
Gymnasium gekommen. Einige Schülerinnen wiesen
schullaufbahnbedingt Defizite im Fach Französisch
auf. Deshalb erhalten sie jeweils drei „feste“ Nach-
führstunden. Während die Klasse dem normalen
Französischunterricht folgt, werden die Internatsschü-
lerinnen separat auf den Lernstand der Klasse
gebracht. Für die gesamte Internatsgruppe sind sechs
Nachführstunden eingesetzt.
Eine weitere „ feste“ Förderstunde in den Fächern
Deutsch und Englisch wird für eine Leistungssportlerin
der Jahrgangsstufe sechs zur Stabilisierung der
schulischen Leistungen genutzt.
Die zwei verbleibenden flexiblen Stunden werden wie
im Schuljahr 2007/08 bedarfsorientiert eingesetzt.
Die Hausaufgabenbetreuung der jungen Leistungs-
sportlerinnen und –sportler steht auf drei Säulen:
• Im Rahmen des Teilzeitinternats bzw. der
normalen Übermittagbetreuung steht täglich nach
dem Mittagessen eine pädagogische Kraft zur
Unterstützung der Hausaufgabendurchführung zur
Verfügung. Von diesem Angebot profitiert bereits
auch eine Leistungssportlerin einer mit dem Pas-
cal-Gymnasium nicht nur im Sport kooperierenden
Realschule.
• Alle Internatschülerinnen verfügen über eine
interne Hausaufgabenbetreuung durch die Inter-
natsleitung. Durch die enge Verzahnung von
Schule und Internat ist der notwendige Informati-
onsfluss gegeben. Zukünftig soll es auch möglich
sein, Leistungssportlerinnen und –sportler, die
nicht im Internat wohnen, in die interne Hausauf-
gabenbetreuung mit einzubeziehen.
• Hausaufgabenunterstützende Aspekte werden in
jeder Nachführ- bzw. Förderstunde berücksichtigt.
Dr. Andreas Kampmann-Grünewald mit Darja Winkel (links) und Maxi Gerbig aus
der Jahrgangsstufe 6 beim Nachführunterricht im Fach Deutsch.
2.2.7.7 PAUSENSPORT
Die Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen
haben am Pascal-Gymnasium vielfältige Möglichkei-
ten, sich in den Pausen auf den Außensportanlagen
sportlich zu betätigen. Sportflächen und –geräte für
Basketball, Fußball, Tischtennis, Beachvolleyball sowie
Lauf- und Fangspiele stehen zur Verfügung. Ein
Turngarten und eine Kletterwand werden in 2007
realisiert.
Die genannten Pausenhof-Angebote werden auch im
Rahmen von Vertretungs- und Springstunden für
Bewegungsaktivitäten genutzt.
Da die Bewegungsflächen sehr großräumig und
ausgedehnt sind, kommt jeder Schüler zu seinem
Recht, sich sportlich „auszutoben“.
Die Schülerinnen und Schüler sind darin geübt, ihren
Pausensport selbstständig und eigenverantwortlich zu
organisieren. Die Klassen verfügen über eigenes Ball-
und Spielmaterial.
2.2.7.8 AUßERUNTERRICHTLICHER SPORT
UND ARBEITSGEMEINSCHAFTEN
Seit vielen Jahren hat sich die Fachschaft Sport am
Pascal-Gymnasium durch die Ausgestaltung und
Weiterentwicklung eines vielfältigen Schulsportpro-
gramms das Ziel gesetzt, die Entwicklung junger
Sporttalente in schulischer , sozialer und persönlicher
Hinsicht zu fördern. Dabei spielt neben dem lehrplan-
mäßig in allen Jahrgangsstufen koedukativ erteilten
Sportunterricht der außerunterrichtliche Schulsport
eine besondere Rolle.
- 12 -
Bewerbung des Pascal-Gymnasiums Münster als NRW-Sportschule
- 13 -
Basketball-AG der Jahrgangsstufen 5 und 6
Seit den 70er Jahren hat eine stetige Erweiterung
dieser Angebote stattgefunden (vgl. 2.2.1). Im
aktuellen Schuljahr gibt es über 20 Sportarbeitsge-
meinschaften und Trainingsangebote der Partner-
vereine. Neben den Förder- und Fitnessgruppen sowie
den allgemeinen Schulsportarbeitsgemeinschaften
bilden vor allem die Talentsichtungs- und Talentför-
dergruppen eine tragfähige Grundlage für die
Entwicklung von leistungsorientierten Partnerschaften
zwischen Schule und Verein.
Badminton Do, 16:45 – 18:00 Uhr
Basketball Jungen U14 Di, 16:30 – 18:00 Uhr
Do, 16:30 – 18:00 Uhr
Basketball Jungen U18 Fr, 15:00 – 16:30 Uhr
Basketball Klasse 5/6 (Ju/Mä) Fr, 15:00 – 16:30 Uhr
Basketball Mädchen U14 Mo, 16:45 – 18:00 Uhr
Fußball Jungen Klasse 5/6 Do, 13:30 – 15:00 Uhr
Fußball Jungen Klasse 8-10 Mo, 16:45 – 18:00 Uhr
Klettern Mo, 13:30 – 15:30 Uhr
Lauftreff Mo, 18:00 – 19:00 Uhr
Do, 18:00 – 19:00 Uhr
Leichtathletik Fr, 13:15 – 15:00 Uhr
Rudern Di, 15:15 – 17:00 Uhr
Schach Klasse 5/6 Do, 13:15 – 14:45 Uhr
Schach Klasse 7-13 Mi, 13:15 – 15:00 Uhr
Tanzen Klasse 5 Mo, 13:30 – 14:30 Uhr
Tanzen Klasse 6/7 Fr, 13:15 – 14:00 Uhr
Tanzen Klasse 8/9 Fr, 14:00 – 15:00 Uhr
Tanzen Klasse 10 Do, 13:15 – 14:15 Uhr
Tischtennis Fr, 15:15 – 16:45 Uhr
Volleyball Mädchen Klasse 5 Mo, 13:30 – 15:00 Uhr
Volleyball Mädchen Klasse 6 Fr, 13:30 – 15:00 Uhr
Volleyball Mädchen Klasse 7 Fr, 13:30 – 15:00 Uhr
Volleyball Mädchen Klasse 8 Fr, 13:30 – 15:00 Uhr
Wasserspringen Mo, 17:00 – 19.00 Uhr
Mi, 18.00 – 20.00 Uhr
Eltern- / Lehrersport Fr, 20:30 – 22:30 Uhr
So haben im Schuljahr 2006/07 die Schulmannschaf-
ten, die in den Arbeitsgemeinschaften gebildet und in
den Partnervereinen leistungsorientiert gefördert
wurden, beachtenswerte Erfolge auf allen Ebenen des
Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ errungen:
• Meisterschaft und Finalteilnahme NRW in den
Sportarten
o Leichtathletik
o Basketball
o Rudern
o Schach
• Qualifikation für die Regierungsbezirksmeister-
schaften in den Sportarten
o Tischtennis
o Tennis
o Volleyball
• Bezirks- und Stadtmeisterschaften
o Fußball
o Handball
Die kooperierenden Vereine sind dem Kapitel 2.2.10
zu entnehmen.
2.2.7.9 UNTERRICHTSFAHRTEN
Neben den traditionell sprachlich ausgerichteten
Klassen- und Studienfahrten ins Ausland verfügt das
Pascal-Gymnasium über eine beachtliche Anzahl von
Wander- und Studienmaßnahmen im sportlichen
Bereich:
• Sport-Unterrichtsfahrt der 5er nach Ibbenbüren:
Wandern, Sommerrodelbahn, Klettern, Schwim-
men
• Schulwandertag aller Klassen zum Freibad nach
Hiltrup: Fahrrad fahren, Schwimmen, Fußball,
Beachvolleyball, Frisbee, Turmspringen, etc.
• Drogenpräventionstage der 8er in Saerbeck:
ergänzendes Sportprogramm
• Kombinierte Sprachen- und Sportstudienfahrt:
Segelausbildung in der Bretagne
• Ökologische Fahrradexkursion zur biologischen
Station am Heiligen Meer (bei Ibbenbüren) in dem
Leistungskurs Biologie der Jahrgangsstufe 13
Bewerbung des Pascal-Gymnasiums Münster als NRW-Sportschule
Eine Schülergruppe mit Segellehrer während der Segelausbildung in der Bretagne.
• Kennenlerntag der 11er: Kanuwandern auf der
Werse/Ems
• Bowlingtag der 11er
• SV-Seminar für Klassensprecherinnen und
Klassensprecher: Tanz, Bewegung, Frühsport,
Wandern
• Schnee-, Schlittschuh-, Rodel- und Skiwandertage
für einzelne Jahrgangsstufen (je nach Witterungs-
bedingungen auch für die gesamte Schülerschaft)
2.2.7.10 SPORTFESTE UND WETTKÄMPFE
Zahlreiche Sportveranstaltungen und Wettkämpfe sind
Pascal-Tradition und im Schulprogramm verankert:
• Nikolausturnier der Sekundarstufe I im Basketball
• Weihnachtsturnier der Sekundarstufe II im
Volleyball
• Lauf der „Pascalmeile“
• Teilnahme am Münster-Schlosslauf mit der jeweils
größten Teilnehmergruppe
• Schulsportfest Leichtathletik
• Veranstaltungen in Kooperation mit der Universi-
tät Münster
• Sportfest der Jahrgangsstufe 5 am Ende der der
ersten Schulwoche.
Für dieses vielfältige Sportangebot wurde das Pascal-
Gymnasium vom Ministerium für Kultur und Sport,
Schule und Weiterbildung in NRW beim landesweit
ausgeschriebenen Wettbewerb „Schulsport plus “
ausgezeichnet.
Eine Schülerin beim Staffellauf während des Sportfestes der Jahrgangsstufe 5.
2.2.7.11 AUFNAHMEVORAUSSETZUNGEN AM
PASCAL-GYMNASIUM
Die Aufnahmevoraussetzungen zur Klasse 5 am
Pascal-Gymnasium entsprechen grundsätzlich den
Aufnahmevoraussetzungen aller Gymnasien in NRW.
Das Pascal-Gymnasium gilt aufgrund verschiedener
besonderer Aspekte seines Schulprofils als anspruchs-
volles Gymnasium. Die Aufnahme am Pascal-
Gymnasium stellt den Schülerinnen und Schülern klare
Anforderungen und liefert ihnen umfangreiche
Möglichkeiten:
• Alle Fünftklässler beginnen nach dem „Nimm-2-
Fremdsprachenmodell“ mit zwei Fremdsprachen.
• Das Pascal-Gymnasium hat seit 1970 einen
bilingual deutsch-französischen Zug und gehört
damit zu den bilingual deutsch-französischen
Gründungsgymnasien.
• Seit 1988 hat es im E-Zug in einigen Fächern
Englisch als Arbeitssprache ermöglicht.
• Ab 2007 können die Pascal-Schülerinnen und
-Schüler das ABIBAC als voll gültiges französi-
sches Abitur erwerben.
• Als Pilotschule ist das Pascal-Gymnasium an der
CertiLingua-Mehrsprachenabiturentwicklung (In-
ternationales Exzellenzlabel für Fremdsprachen)
beteiligt.
• Seit 2007 ist das Pascal-Gymnasium von der
Landesregierung als Europaschule in NRW zertifi-
ziert.
Diesen Herausforderungen stellen sich gymnasiale
geeignete Kinder aus bildungsorientierten Familien
des gesamten Stadtgebiets und der westlich gelege-
nen Vororte Altenberge, Billerbeck, Havixbeck,
Hohenholte, Horstmar, Laer, Nienberge, Roxel in
erfreulicher Anzahl.
- 14 -
Bewerbung des Pascal-Gymnasiums Münster als NRW-Sportschule
Das Pascal-Gymnasium hat mit den oben genannten
Zugangsvoraussetzungen seine Schülerschaft in den
letzten Jahren verdoppelt (985 Schülerinnen und
Schüler in 2007/2008).
Über die genannten allgemeinen Voraussetzungen
und Anforderungen hinaus gelten die folgenden
speziellen Kriterien für eine bevorzugte Aufnahme am
Pascal-Gymnasium:
• Durch Sportfachverbände bescheinigte sportliche
Hochbegabung.
• Anmeldung im bilingual deutsch-französischen
Zug.
2.2.8 TEILZEITINTERNAT MIT
MITTAGESSENAUSGABE,
HAUSAUFGABEN- UND
ÜBERMITTAG-BETREUUNG
- 15 -
Allen Schülerinnen und Schülern des Pascal-
Gymnasiums steht in der Mittagszeit die Schulkantine
zur Verfügung. Diese so genannte „ESSBAR“ wurde im
vergangenen Schuljahr mit Unterstützung des
Schulträgers und des Fördervereins zu einem
attraktiven Raum mit Außenterrasse umgestaltet.
Die Essenausgabe findet zwischen 12.15 Uhr und
14.15 Uhr statt, so dass insbesondere in der
halbstündigen Mittagspause zwischen der 6. und 7.
Stunde eine warme Mahlzeit eingenommen werden
kann.
Bei Lehrgängen erhalten Sportlerinnen und Sportler
auch nach den offiziellen Öffnungszeiten der ESSBAR
eine entsprechende Verpflegung. Es stehen täglich
zwei Menüs zur Auswahl, darunter ist immer ein
vegetarisches Gericht. Das Essen wird von der Kantine
der Bezirksregierung Münster geliefert.
Mittagessenausgabe in der „ESS-BAR“
Zur Zeit können innerhalb kürzester Zeit bis zu ca.
150 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und
Lehrer bedient werden. Hierfür stehen der ESS-BAR-
Raum, das Aula-Foyer und zusätzlich bei schönem
Wetter eine Terrasse zur Verfügung.
Weiterhin besteht jederzeit die Möglichkeit, einen
kleinen Snack am Kiosk zu erwerben, der von 8.30
Uhr bis 14.30 Uhr geöffnet ist.
Im Anschluss an das Mittage ssen bietet das Pascal-
Gymnasium den Schülerinnen und Schülern der
Jahrgangsstufen 5 bis 7 von montags bis freitags eine
Übermittag-Betreuung bis 16.00 Uhr an. Die ange-
meldeten Kinder können hier unter Aufsicht von
Pädagogen die Hausaufgaben erledigen, an interes-
santen Projekten teilnehmen oder die vielfältigen AG-
Angebote nutzen.
2.2.9 SPORTINTERNAT MÜNSTER ALS
VOLLINTERNAT
Das Sportvollzeitinternat Münster wurde im August
2007 vom Förderverein für den Leistungssport
Münster e.V. eingerichtet. Die Ernennung des Pascal-
Gymnasiums zur Sportbetonten Schule war eine
entscheidende Voraussetzung hierfür.
Gruppenfoto mit den fünf Internatsschülerinnen bei der Einweihung des Sportinternats.
Das Internat ermöglicht derzeit fünf Volleyball-
Nationalspielerinnen die Kombination von fundierter
schulischer Ausbildung mit der Zielsetzung einer
ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung und
hochklassigem Leistungsspor t (mit entsprechend
hohen Trainingsumfängen).
Untergebracht sind die Sportlerinnen derzeit in der
DJK-Sportschule (Grevener Straße 125). Die Athletin-
nen wohnen in Einzelzimmern (13-15qm) mit einem
eigenen Bad in einer separaten Etage der überwie-
gend zu Lehrgangszwecken genutzten DJK-
Sportschule, die etwa 20 Minuten vom Pascal-
Gymnasium entfernt liegt. Frühstück und Abendessen
werden im Speisesaal der DJK-Sportschule einge-
nommen. Die Küche bietet abwechslungsreiche und
sportlergerechte Kost an. Auch besondere Verpfle-
gungswünsche werden vom Küchenpersonal
berücksichtigt. Zusätzlich steht den Internats-
schülerinnen jederzeit eine Teeküche zur Verfügung,
in der auch kleine Snacks zubereitet werden können.
Zurzeit ist die pädagogische Ganztagsbetreuung mit
einer vollen Stelle (Ruth Funk, 40 Stunden) und einer
400-Euro-Stelle (Carola Bröter, 12 Stunden) gewähr-
leistet.
Bewerbung des Pascal-Gymnasiums Münster als NRW-Sportschule
Ruth Funk als diplomierte Kinder- und Jugendpsycho-
login hat als Mutter mit zwei Töchtern am Pascal-
Gymnasium (Klasse 6/Jahrga ngsstufe 12) einerseits
einschlägige Pascal-Schulerfahrungen, andererseits als
ehemalige Volleyball-Nationalspielerin im Jugend- und
Erwachsenenalter ebenfalls langjährige Internatser-
fahrung in Lohhof/Bayern sammeln können.
Carola Bröter hat sich als Leiterin des aus Vereins-
gründen 2005 aufgelösten Volleyballinternats des
USC-Münster in Münster-Hiltrup bewährt und kennt
das Pascal-Gymnasium auch aus eigener unterrichtli-
cher Erfahrung seit dem Schuljahr 2006/2007.
Die erzieherische Arbeit im Internat steht im Einklang
mit dem pädagogischen Konzept des Pascal-Gymna-
siums. Dies bedeutet, dass die schulische Ausbildung
und die ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung der
Internatsschülerinnen und -schüler in den Vorder-
grund gerückt werden.
Besonderes Augenmerk wird auf Unterstützung der
schulischen Leistungen im Rahmen des Internatsbe-
triebs gelegt. An dieser Stelle sollen beispielhaft die
Hausaufgabenbetreuung, die Unterrichts- und Klas-
senarbeitsvorbereitung und die Vermittlung effizienter
Lernstrategien genannt werden. Dieser Aspekt ist
besonders wichtig, da die Leistungssportlerinnen und
-sportler aufgrund ihres zeitintensiven Trainings
organisatorisch stark gefordert sind.
Durch Fahrzeiten zwischen Schule, Internat, Krafttrai-
ning und Hallentraining gehen derzeit täglich etwa
zwei Stunden verloren, die bei der hohen Belastung
der Sportlerinnen besser zur Regeneration genutzt
werden sollten.
2.2.10 KOOPERATION MIT VEREINEN
UND VERBÄNDEN IN
VERSCHIEDENEN SPORTARTEN
Das Pascal-Gymnasium hat eine lange Tradition in der
Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Sportvereinen.
Die Kooperation wird dadurch deutlich, dass viele
Schulsportarbeitsgemeinschaften, Talentsichtungs-
und Talentfördergruppen von Trainern und Übungslei-
tern dieser Vereine durchgeführt werden. Hieraus
resultiert auch die hohe Anzahl von Schülerinnen und
Schülern, die am Wettbewerb „Jugend trainiert für
Olympia“ teilnehmen.
Zurzeit bestehen folgende Kooperationen:
• UBC Münster e.V.: Seit ca. 25 Jahren arbeitet
das Pascal-Gymnasium im Basketballbereich mit
diesem leistungsorientierten Verein zusammen.
Der Baustein Sport wird von Trainern des UBC
Münster mitgestaltet. Auch das Vormittagstrai-
ning im Basketball wird von einem Trainer des
UBC geleitet. Die NRW-Jugendliga-Spieler des
UBC Münster sind überwiegend Schüler des Pas-
cal-Gymnasiums.
• USC Münster e.V.: Die noch junge Kooperation
mit dem münsterschen Bundesligaverein zeigt
schon jetzt deutliche Früchte. Der Baustein Sport
und das Vormittagstraining der Auswahlspielerin-
nen wird von Trainern des USC Münster mitge-
staltet bzw. geleitet. Die leistungsorientierten
Volleyball-Arbeitsgemeinschaften werden unter
Leitung des USC durchgeführt. Viele Trainings-
einheiten der USC-Jugendmannschaften finden
am Pascal-Gymnasium statt.
• Telekom Post SV Münster e.V.: Seit sieben
Jahren arbeitet dieser Sportverein ebenfalls im
Volleyballbereich mit dem Pascal-Gymnasium
zusammen. Durch diese Kooperation sollen Schü-
lerinnen und Schüler dem Volleyballsport erhalten
bleiben, die nicht den Hochleistungssportbereich
erreichen können oder wollen.
• LG Ratio Münster e.V.: Innerhalb der letzten
drei Jahre hat sich eine jahrgangsstufenübergrei-
fende Leichtathletik-Arbeitsgemeinschaft eta-
bliert. Insgesamt soll die Zusammenarbeit in der
Zukunft auch im Hinblick auf die sportmotorische
Grundausbildung deutlich erweitert werden.
• Die Residenz Münster e.V.: In der Sportart
Standardtanz und Showdance werden unter-
schiedliche Tanz-Arbeitsgemeinschaften von
einer Tanztrainerin geleitet. Jährlich führt der
Verein ein Tanzprojekt im Rahmen des Baustein-
unterrichts der Klasse 6 durch.
• Ruder Verein Münster 82 e.V.: Durch die
langjährigen Kontakte zum Ruderverein Münster
wurden und werden Schulsportarbeitsgemein-
schaften in Kooperation durchgeführt. Bei Bedarf
wurden Sportkurse in der Mittel- und Oberstufe
am Kanal realisiert.
• SK Münster 32 e.V.: Der Schachverein bietet
seit mehreren Jahren Arbeitsgemeinschaften für
die unterschiedlichen Niveaus am Pascal-
Gymnasium an, aus denen unter anderem schon
NRW-Jugendmeister hervorgegangen sind.
• SV Münster 91 e.V.: Die Zusammenarbeit im
Bereich Wasserspringen konnte in den letzten
zwei Jahren deutlich intensiviert werden, da zwei
national bedeutende Wasserspringer (vgl. 2.2.4.)
an das Pascal-Gymnasium gewechselt sind. Zur-
zeit findet eine Talentsichtungs- und
Talentförderungsmaßnahme in dieser Kooperati-
on statt.
Wasserspringergruppe unter anderem mit Luisa Stegat (5f1),
Stephan Odenthal (6f1) und Maxi Gerbig (6e2) im Ostbad
- 16 -
Bewerbung des Pascal-Gymnasiums Münster als NRW-Sportschule
2.2.11 ZUSAMMENARBEIT MIT DER
WWU MÜNSTER
Das Pascal-Gymnasium arbeitet mit der Westfälischen
Wilhelms-Universität (WWU) zusammen. Eingebunden
ist vorrangig der Arbeitsbereich Trainingswissenschaft
des Fachbereichs Psychologie und Sportwissenschaft,
außerdem das Institut für Sportmedizin des Universi-
tätsklinikums Münster.
Dabei gewährt die Schule der WWU Münster die
Möglichkeit zur Durchführung von Untersuchungen im
Rahmen von Examens- bzw. Doktorarbeiten, zum
Beispiel im Bereich der Verletzungsprophylaxe oder
des Sprinttrainings.
Untersuchung eines Schülers der Jahrgangsstufe 11 zur Verletzungsprophylaxe im Rahmen
einer Doktorarbeit an der WWU Münster im September 2007.
Die WWU unterstützt die Schule beim Vergleich von
Testdaten (vgl. 2.2.7.4.) und bei Bereitstellung von
Materialien (Pulsuhren, Lichtschranken) und Sportstät-
ten (Leichtathletik-Halle, Sportplätze mit Laufbahnen,
Leichtathletik-Anlagen wie Diskuswurfring).
Des Weiteren stehen der Schule zahlreiche Ansprech-
partner im Bereich der Lehrerausbildung sowie der
Verletzungsbehandlung und -prophylaxe zur Verfü-
gung. Auch können zahlreiche Trainingsdokumen-
tationen im Bereich der Sportmotorischen Grund-
ausbildung bzw. des Grundlagentrainings ausgewertet
und weiterentwickelt werden.
2.2.12 VERKEHRSANBINDUNG
Das Schul- und Sportgelände des Pascal-Gymnasiums
mit Dreifach-, Einfachhalle und Außensportflächen
liegt am nördlichen Rand des Innenstadtbereichs in
unmittelbarer Nähe zum Kreuzviertel. Zwischen
Cheruskerring und Wienburgpark Nord gelegen, ist es
aus dem Kreuzviertel und dem Innenstadtbereich zu
Fuß gut zu erreichen.
Mit dem Fahrrad gelangt man auf sicheren Radwegen
in kurzer Zeit zum Beispiel aus Coerde, Sentrup,
Gievenbeck, Kinderhaus, Mauritz und dem Erphovier-
tel zum Pascal-Gymnasium.
Man kann die Schule direkt mit den Buslinien 3, 4, 5,
9, 15, 16, 17 erreichen.
Vor und nach dem Unterricht fahren die Linie 4 von
der Sentruper Höhe, die Linie 5 von Nienberge über
Gievenbeck, die Linie 9 aus Coerde, die Linien 15 und
16 aus Albachten/Mecklenbeck bzw. Kinderhaus die
Schule direkt an. Aus Handorf und Sudmühle
bestehen ebenfalls gute Busanbindungen.
Von Altenberge, Havixbeck, Häger, Hohenholte,
Horstmar, Laer, Nienberge und Roxel bestehen
mehrere direkte Busanbindungen zum Pascal-
Gymnasium. Für einige Verbindungen existieren
besondere Schülerspezialverkehrpläne, die der
öffentliche Fahrplan nicht ausweist.
Somit ist das Pascal-Gymnasium mit dem Verkehrs-
mittel Bus vom gesamten Stadtgebiet Münsters und
von den westlichen Umlandgemeinden gut zu
erreichen.
Auch zum südlichen und westlichen Münsterland ist
das Pascal-Gymnasium über die Bundesbahn
verkehrsgünstig gelegen. Orte wie Dülmen, Haltern,
Recklinghausen, Hamm etc. besitzen eine kurze
Anbindung an Münster. Die Bereiche des Münsterlan-
des, die nicht durch das Schienennetz an Münster
angebunden sind, werden über das Schnellbussystem
zügig erreicht.
- 17 -
Bewerbung des Pascal-Gymnasiums Münster als NRW-Sportschule
- 18 -
3 ZU SCHAFFENDE VORAUSSETZUNGEN
FÜR DIE ARBEIT ALS NRW-
SPORTSCHULE
Das Pascal-Gymnasium hat das Ziel, den Jugendsport,
den Jugendleistungs- und den Jugendhochleis-
tungssport zu fördern und zugleich die Basis für
lebenslanges Gesunderhalten und Sporttreiben zu
legen. Neben den bereits vorhandenen guten
Bedingungen für leistungssportorientierte Schülerin-
nen und Schüler am Pascal-Gymnasium müssen
jedoch die schulischen Betreuungsmöglichkeiten im
Hinblick auf die zu leistende Arbeit als NRW-
Sportschule ausgeweitet werden.
3.1 DURCH DAS PASCAL-GYMNASIUM
ZU SCHAFFENDE
VORAUSSETZUNGEN
In den 40 Jahren seiner Entwicklung haben sich am
Pascal-Gymnasium gute Voraussetzungen entwickelt,
mit leistungssportorientierten Schülerinnen und
Schülern zu arbeiten. Insbesondere das in den letzten
Jahren verwirklichte Konzept „Ganzheitliche Persön-
lichkeitsentwicklung“ und die Arbeit als Sportbetonte
Schule haben neue Impulse setzen können.
Gleichwohl sind für die Weiterentwicklung des Pascal-
Gymnasiums zur NRW-Sportschule erhebliche
Veränderungen erforderlich, die zu einem Teil durch
die Schule selbst zu leisten sind.
3.1.1 KONZEPT GANZHEITLICHE
PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG
Die dreijährige Erfahrung mit dem Konzept „Ganzheit-
liche Persönlichkeitsentwicklung“ hat immer deutlicher
werden lassen, dass die spor tinteressierten Schülerin-
nen und Schüler zusätzlich zum Sportangebot des
Bausteins und der Arbeitsgemeinschaften einen
Ausgleich insbesondere im künstlerischen Bereich
suchen, hier speziell im Baustein Theater. Diese
Orientierung erscheint im Sinne einer ganzheitlichen
Persönlichkeitsentwicklung unterstützenswert.
Da die künstlerischen Bausteine zeitlich parallel zu
den Sport-Bausteinen liegen, ist eine Weiterentwick-
lung notwendig geworden: Über Differenzierungs-
maßnahmen in den künstlerischen Fächern muss im
Vormittagsbereich erreic ht werden, dass die
Schülerinnen und Schüler den von ihnen gewünsch-
ten, dem Ausgleich dienenden Baustein anwählen
können.
Auch die Fachschaft Musik arbeitet an einer Neuord-
nung mit dem Ziel, über ein differenziertes Angebot
(Musical, Instrumentalunterricht, Chor) den speziellen
Interessen der Schülerinnen und Schüler gerecht zu
werden.
Im Bereich Theater ist wegen der großen Nachfrage
eine Ausweitung der außerunterrichtlichen Angebote
geplant.
3.1.2 ORGANISATIONSRAHMEN
Die bestehende Unterrichtsstruktur hat sich grund-
sätzlich bewährt, wenngleich die umfangreichen
organisatorischen Maßnahmen zur Umsetzung der
Sportbetonten Schule für den Schulbetrieb erhebliche
Belastungen erzeugt haben. Sowohl Kollegium als
auch Schüler- und Elternschaft tragen jedoch die
Stundenplanveränderungen, um die Konzeptumset-
zung im Rahmen der Ganzheitlichen Persönlich-
keitsentwicklung zu ermöglichen.
Unabhängig von der möglichen Ernennung zur NRW-
Sportschule muss die Stundenplanung gleichwohl den
Erfordernissen der schulischen Leistungssportförde-
rung halbjährlich angepasst werden. Zu
berücksichtigende Faktoren sind die Anzahl der zu
fördernden Sportlerinnen und Sportler, der Umfang
des Vormittagstrainings und die Anzahl abzudecken-
der Sportarten.
Weiterhin muss es durch die Erweiterung des
Raumprogramms (Seminar-, Kraft-, Gymnastikraum
etc.)im Sportbereich zu einer spürbaren Entlastung im
Bereich des parallelen Pflichtsportunterrichts führen.
Natürlich steigt hierdurch die Qualität des Sportunter-
richts und des Vormittagstrainings deutlich. Zusätzlich
führt die Konzentration von anspruchsvollen Sport-
stätten zu einer deutlichen Reduktion des
Transferaufwandes für die Hochleistungssportlerinnen
und -sportler.
Der Status der NRW-Sportschule würde demnach am
Pascal-Gymnasium keinen erweiterten unterrichtsor-
ganisatorischen Mehraufwand erfordern, der über das
bisher zu Leistende hinausgeht, wohl aber die
Bereitstellung von entsprechenden Lehrer-Anrech-
nungsstunden, um diese Arbeit überhaupt in
vertretbarem Rahmen leisten zu können.
3.1.3 STABILISIERUNG UND
AUSWEITUNG DER
BETREUUNGSMAßNAHMEN
Die schulischen Betreuungsmaßnahmen für Jugend-
leistungssportlerinnen und -sportler beziehen sich auf
die Bereiche Beratung, Koordination, Verwaltung,
Unterricht, Hausaufgabenbetreuung, Vormittags- und
teilweise Nachmittagstraining.
Die seit Schuljahresbeginn 2007/2008 am Pascal-
Gymnasium unterrichteten und trainierenden
Kadersportlerinnen und Kadersportler sind erheblichen
Belastungen durch die schulischen Anforderungen
ausgesetzt (nachführender Unterricht, Klausuren).
Zusätzlich sind die umfangreichen Trainingsmaßnah-
men und der Wochenendspielbetrieb mit
Doppelspielrecht (Jugend- und Erwachsenenbereich)
Bewerbung des Pascal-Gymnasiums Münster als NRW-Sportschule
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zu absolvieren. Diese Problematik wird in Koordinati-
ons- und Reflexionsgesprächen mit den Internats-
sportlerinnen deutlich thematisiert.
Betreuende Lehrkräfte, Internatsleitung und Schullei-
tung sind bereits jetzt mit Vereins- und
Verbandstrainern im Gespräch, um perspektivisch die
Belastungen zu eruieren und das von 14-/15-jährigen
Jugendlichen zu leistende Pensum im Blick zu
behalten. Auch altersangemessene unverplante
Freizeit hat ihren unabdingbaren entwicklungspsycho-
logischen Stellenwert.
Das Pascal-Gymnasium muss und wird versuchen,
durch einen erhöhten Betreuungsumfang auch im
Koordinationsbereich Belastungsspitzen für diese
Schülerinnen und Schüler zu entschärfen.
Die Förderung der Jugendleistungssportlerinnen und
-sportler wird zukünftig weiter ausgebaut und
konzeptionell überdacht werden müssen. In diesem
Rahmen werden Beratung und Zusammenarbeit mit
dem Institut für Begabungsforschung- und –förderung
an der WWU Münster und der schulpsychologischen
Beratungsstelle der Stadt Münster durch das Pascal-
Gymnasium intensiviert.
Die Pascal-Gemeinde unterstützt in vielfältiger Form
die Entwicklung von Jugendleistungssportlerinnen und
–sportler wie auch alle anderen Schülerinnen und
Schüler zu selbständigen, ihre Anforderungen
eigenverantwortlich regelnden Persönlichkeiten.
3.1.4 EINBINDUNG WEITERER
SCHULFORMEN
Das Pascal-Gymnasium arbeitet seit Jahren erfolgreich
mit der benachbarten Realschule im Kreuzviertel
zusammen. So wechseln jährlich Zehntklässler der
Realschule im Kreuzviertel erfolgreich in die Oberstufe
des Pascal-Gymnasiums. Der Schülerspezialverkehr
aus dem Westmünsterland wird von beiden Schullei-
tungen nach Bedarfslage koordiniert und gemeinsam
genutzt.
Eine Kadersportlerin dieser Realschule (C-Jugend,
Nationalmannschaft, Fußball) nutzt bereits seit
Schuljahresbeginn 2007/2008 die Angebote des
Teilinternats.
Die Schulleitung der Realschule im Kreuzviertel, Frau
Rektorin Hagemeier, und der Schulleiter des Pascal-
Gymnasiums haben eine Verzahnung der Jugendleis-
tungssportunterstützung der Realschule im Kreuz-
viertel und des Pascal-Gymnasiums vereinbart. Frau
Hagemeier wird entsprechende Beschlussvorlagen den
Mitwirkungsgremien ihrer Schule im Herbst 2007
unterbreiten.
Auch die Zusammenarbeit mit den Hauptschulen
Coerde, Kinderhaus und Wartburg wird vom Pascal-
Gymnasium positiv gesehen und unterstützt, falls sich
eine entsprechende Bedarfslage ergeben sollte.
3.2 DURCH DIE STADT MÜNSTER,
DURCH DAS LAND NRW UND
DURCH SPORTINSTITUTIONEN ZU
SCHAFFENDE VORAUSSETZUNGEN
Das Pascal-Gymnasium ist für die im Rahmen der
Sportbetonten Schule zugesagten und erhaltenen
Unterstützungen sehr dankbar.
Lehrerkonferenz, Schulpflegschaft und Schülervertre-
tung des Pascal-Gymnasiums befürworten die
Weiterentwicklung des Pascal-Gymnasiums im
Rahmen der ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung
zur NRW-Sportschule. Die Zustimmung der Schulkon-
ferenz am 11.10.07 basiert auf folgenden
Rahmenbedingungen, die in Absprache mit der Schule
zu realisieren sind:
• Übernahme der Fahrtkosten für auswärtige
Kadersportler, die nicht im Vollinternat unterge-
bracht sind und an das Pascal-Gymnasium
wechseln möchten.
• Nutzung der bestehenden, allerdings sanierungs-
bedürftigen Leichtathletikanlagen in/am Wien-
burgpark.
• Deckung des erhöhten Verwaltungsmehraufwan-
des (Material/Ausstattung) im Sekretariat.
• Aufstockung der bereits ab Schuljahr 2008/09
bereitgestellten Sekretariatsstunden von 15 auf
20 Wochenstunden (insgesamt 1/2 Stelle) für den
Arbeitsbereich NRW-Sportschule.
• Aufstockung der städtischen Finanzmitteln zum
Ersatz der erheblich höher beanspruchten schuli-
schen Sportmaterialien von 11.000,-- Euro
(Sportbetonte Schule) auf 15.000,-- Euro jährlich
(zusätzlich zum normalen Ausstattungsetat eines
Gymnasiums dieser Größe).
• Die Trainingssituation in der Dreifachhalle am
Pascal-Gymnasium und der ebenfalls zur Verfü-
gung stehenden Einfachhalle des Abend-
Gymnasiums als Trainingsstätten ist zurzeit aus-
reichend. Die Belegung wird in Zusammenarbeit
zwischen dem Sportamt und dem Pascal-
Gymnasium absprachegemäß ermöglicht.
• Eine Erweiterung des Hallenbereichs ist jedoch
dringend angezeigt. Neben der Erstellung eines
Halleneingangsbereichs auch für Veranstaltungen
mit Zuschauern ist die Einrichtung eines Kraft-
raumes, von Physiotherapieräumen und von
Trainings- und Seminarräumen mit Möglichkeiten
zur Spiel- und Bewegungsanalyse auf dem Schul-
gelände dringend notwendig. Auch eine
Ausweitung des Geräteraumbereichs ist wichtig,
um alle Sportmaterialien sicher und ordnungsge-
mäß lagern zu können.
• Reparatur bzw. Erneuerung des Hallenbodens der
Dreifachhalle.
Bewerbung des Pascal-Gymnasiums Münster als NRW-Sportschule
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• Einrichtung eines Vollinternats mit Räumen für die
Essenseinnahme und die spezielle schulische
Betreuung auf dem Pascal-Schulgelände (Endstu-
fe mit maximal 32 Plätzen), da zurzeit am Tag
Fahrzeiten zwischen Schule, Internat, Krafttrai-
ning und Hallentraining von etwa zwei Stunden
entstehen, die bei der hohen Belastung der Sport-
lerinnen besser zur Regeneration genutzt werden
sollten. Eine direktere Anbindung an das Pascal-
Gymnasium durch räumliche Nähe würde auch im
Hinblick auf die Zusammenarbeit zwischen Leh-
rern und Internatspädagogen die Betreuung der
Internatsschülerinnen und -schüler deutlich ver-
bessern, da dann zum Beispiel auch einzelne
Springstunden im Sekundarstufe II – Bereich für
vorholenden und nachführenden Unterricht ge-
nutzt werden können.
• Bereitstellung von 18 Lehrerstunden für nach-
bzw. vorholenden Unterricht (Hausaufgabenbe-
treuung für Kadersportler) im Schuljahr
2008/2009 mit sukzessiver Anpassungsklausel
gemäß vergleichbaren Schulen nach Bedarfslage
• Bereitstellung von 10 zusätzlichen Lehrerstunden
für Koordination ab Schuljahr 2008/2009 mit
sukzessiver Anpassungsklausel gemäß vergleich-
baren Schulen und Bedarfslage
• Stärkere Einflussname der Schulleitung bei
möglichen Stellenausschreibungen unter besonde-
rer Berücksichtigung des Sportprofils
• Ausweitung der Konzeptentwicklung zum
Hochleistungs- und Jugendhochleistungssport in
der Region Münster.
• Ausbau der Sportinfrastruktur für Jugendhochleis-
tungssport in Münster.
• Entsendung von weiteren Jugendhochleistungs-
sportlerinnen und -sportler in das Sportinternat in
möglichst vielen Sportarten.
• Unterstützung des Pascal-Modells durch Verstär-
kung der Kooperation und durch Entsendung von
Vereins- und Verbandsjugendtrainern zum Durch-
führen von Vormittagstraining und Sport-
Bausteinunterricht.
• Anpassung des Betreuungsrahmens bei einer zu
erwartenden Ausweitung des Internatsbetriebs
(Anfragen von verschiedenen Verbänden liegen
vor).
Das Land NRW hat dem Pascal-Gymnasium zum
Schuljahr 2007/2008 zwölf Lehrerstunden für
unterrichtliche Betreuung für nach- und vorholenden
Unterricht (vgl. 2.2.7.6.) zur Verfügung gestellt.
Zurzeit werden drei Stunden verabredungsgemäß an
das Kardinal-von-Galen-Gymnasium Hiltrup abgetre-
ten.
Vier weitere Lehrerstunden für Koordinationsbedarf im
Rahmen der Sportbetonten Schule erhält das Pascal-
Gymnasium seit dem Schuljahr 2007/2008. Diese
Stunden decken den Mehrbedarf nur ansatzweise.
Der Zeitaufwand zur Realisierung des Gesamtstun-
denplans im Rahmen des Pascal-Modells ist dermaßen
immens, dass eine dritte Lehrkraft in das Stunden-
planbüro eingebunden werden musste. Dies wurde
notwendig, obwohl mit einem der neuesten Compu-
terstundenplan-Verwaltungsprogramme gearbeitet
wird.
Trotz der zusätzlichen Arbeitsbelastung hält die
Schulgemeinde das Pascal-Modell unter spezieller
Berücksichtigung der sportinfrastrukturellen Rahmen-
bedingungen in der Stadt und Region Münster für
zukunftsfähiger und erfolgversprechender als andere
schulische Modelle der Jugendleistungssportförde-
rung.
Auch im Bereich der Koordination der Bausteine
musste die Schulleitung eine weitere Lehrkraft
einbinden, da diese zeitaufwändige Tätigkeit innerhalb
des bisherigen Organisationsrahmens nicht zu
realisieren war.
Neben der Gesamtstundenplanung und der Betreuung
der Bausteinkoordination tritt ein erhöhter täglicher
Vertretungsbedarf auf, da die Absenzen im Rahmen
der Sportbetonung nicht unwesentlich sind. Im
Zusammenhang mit vielen Aktivitäten innerhalb des
Schulprofils (vielfältige Unterrichtsgänge, Austausch-
und Auslandsprogramm: Blois, Orléans, Hockerill,
Cambridge, Baltimore/USA, Canberra/Australien,
Brescia, Sardinien) bedeutet dieses eine erhebliche
Ausweitung des Vertretungsbedarfs, der täglich zu
leisten ist.
Im Falle einer Anerkennung als NRW-Sportschule ist
insbesondere zum Ausbau der Leistungssportförde-
rung die Erhöhung der vom Land zur Verfügung zu
stellenden Lehrerstunden erforderlich.
Bewerbung des Pascal-Gymnasiums Münster als NRW-Sportschule
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4 AUSBLICK
Sport - vor allem auch der Höchstleistungssport – hat
als identifikationsstiftende, persönlichkeitsbildende,
Vorbild gebende Kraft eine große gesamtgesellschaft-
liche Bedeutung. In der auf Konsum fixierten,
Wertorientierung verlierenden Gesellschaft gilt dies
insbesondere für den jungen Menschen.
Die Pascal-Schulgemeinde freut sich, vom Schulträger
Stadt Münster und durch Sportpolitik, -verbände und
–vereine angesprochen worden zu sein, ein eigenes,
auf die Standortbedingungen in Münster zugeschnit-
tenes, insgesamt für den Jugend(hoch)leistungsport
innovatives Sportförderprofil zu entwickeln, das
wichtige Elemente der „Sportbetonten Schule “
aufnimmt und auf der entwicklungsphysiologisch
wichtigen Basis der Ganzheitlichkeit fußt.
Das Pascal-Modell stellt die individuelle Persönlichkeit
und Begabungsvielfalt des einzelnen Jugendlichen in
den Vordergrund und verlässt damit bewusst die
bisher gegangenen Wege.
Damit versucht der Pascal-Ansatz den Ursachen für
die bisherigen sportwissenschaftlichen Erkenntnisse
(u. a. veröffentlicht auf der Tagung im Rahmen der
Ruhrolympiade in Hattingen 2007) über die erstaun-
lich hohe Abbrecherquote der ehemaligen
Jugendhochleistungssportler beim Eintritt ins
Erwachsenenalter entgegenzuwirken. Grundlage hier-
für muss der Einklang zwischen hochwertigem
Schulabschluss und Hochleistungstraining sein.
Schule, Sport, Politik, Verbände und Verwaltung sind
gefordert, mit neuen Ideen und Modellen dem
Jugend-(hoch)leistungssport bisher nicht ausge-
schöpfte Möglichkeiten im Hochleistungssport auch im
Erwachsenenalter zu eröffnen.
Nach Auffassung der Schulgemeinde ist das Pascal-
Modell unter den gegebenen Standortbedingungen
zukunftsweisend für die Gesamtpersönlichkeitsent-
wicklung jeder Jugendleistungssportlerin und jedes
Jugendleistungssportlers.
Weiterhin stellt dieses Modell einen erheblichen
Reputationszuwachs für den Bildungs- und Sport-
standort Münster dar.
Es ermöglicht Hochleistungssporterfolge für alle Sport
unterstützenden Verbände und Vertretungen, da es
zukunftssicher die Fortsetzung der Spitzensportkarrie-
re im Erwachsenenalter durch die frühzeitige
ganzheitliche Förderung des Sportlers ermöglicht.
Die Pascal-Schulgemeinde sieht der Weiterentwick-
lung von der „Sportbetonten Schule“ zur „NRW-
Sportschule“ auf der Basis der ganzheitlichen
Persönlichkeitsentwicklung im Vertrauen auf den
langfristigen Erfolg seines innovativen Förderkonzep-
tes Jugendhochleistungssport optimistisch entgegen,
hofft auf positive Beschlüsse und setzt auf die
Unterstützung folgender Institutionen:
• Bezirksregierung Münster,
• Innenministerium des Landes NRW,
• Ministerium für Schule und Weiterbildung des
Landes NRW,
• Schulträger Stadt Münster,
• Sportpolitik, -verbände und –vereine.
Beratungsverlauf (8)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (7)
- Coerdestraße
- Grevener Straße 125
- Cheruskerring
- Wienburgstraße
- Sentruper Höhe
- Kinderhaus
- Werse
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0159/2008
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 19.02.2008
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37