1822/2025
Personalbericht 2024
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Mitteilung Ausschuss
6158 Zeichen
Dezernat, Dienststelle I/11 Vorlagen-Nummer 17.06.2025 1822/2025 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / In- ternationales 23.06.2025 Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 30.06.2025 Personalbericht 2024 Gemeinsam im Wandel Die Stadt Köln verändert sich – und mit ihr auch die Anforderungen an die Verwaltung. Im Zentrum dieses Wandels stehen die Menschen, die Köln gestalten: Zum Stichtag 31.12.2024 haben 21.848 Menschen im Stammpersonal gearbeitet, die mit ihrem Ein- satz, ihrer Vielfalt und ihrem Engagement das Rückgrat der Stadtverwaltung bilden und Köln machen. Starke Signale im Recruiting Mit 1.801 Eintritten gab es erneut mehr Eintritte als Austritte (317 Eintritte mehr als im Vorjahr). In insgesamt 1.556 internen und 528 externen Ausschreibungen spiegelte sich ein aktives und breit aufgestelltes Recruiting wider. Die Resonanz: Über 17.000 externe Bewerbungen – ein klares Zeichen, dass die Stadt Köln als Arbeitgeberin immer attraktiver wird. Jobfamilien mit Perspektive Besonders erfreulich ist die positive personelle Entwicklung in den Jobfamilien der ärztlichen und therapeutischen Berufe (von 498 auf 526), in den MINT Feldern (von 2.847 auf 2.993) sowie in den lehrenden und bildenden Tätigkeiten (von 167 auf 321). In den gewerblich technischen und MINT-Berufen ist zudem der Frauenanteil weiter gestiegen (Steigerung in den MINT-Bereichen zwischen 0,4 und 1,4 Prozentpunkte) – ein wichtiger Schritt in Richtung einer vielfältigen und chancengerechten Stadtverwal- tung. Neue Wege in Personalmarketing und Personalsuche Ob direkter Kontakt über Präsenzen auf Messen und Jobbörsen, im schulischen Kontext oder auch auf Events wie der Gamescom oder dem Kölner CSD wie auch im indirekten Kontakt über Website und Social Media Kanäle – die Stadt Köln zeigt Gesicht und präsentiert sich als attraktive Arbeitgeberin in der Region. Ein wichtiger Bestandteil ist beispielsweise der weiterentwickelte „Mach Köln!“ Kanal, der gezielt alle potenziellen Kölnmacher*innen anspricht. Erfolgreich ausgebildet - 95,9 Prozent bestehen ihre Prüfung Fachkräftemangel und demografischer Wandel stellen viele Arbeitgeber*innen vor 2 große Herausforderungen. Das Durchschnittsalter der Mitarbeitenden steigt leicht auf 45,4 Jahre – ein Indikator für Erfahrung, aber auch ein Auftrag für gezielte Nach- wuchsförderung und -suche. Die Stadt Köln setzt weiterhin auf eine starke und nach- haltige Nachwuchsförderung. Mit 5.283 Bewerbungen im Verwaltungsbereich zeigt sich, dass die Stadt Köln – entgegen dem bundesweiten Trend – die Bewerbungen für Ausbildungsplätze leicht steigern konnte. 318 neue Auszubildende sind im Verwaltungsbereich in 2024 gestartet. Damit bleibt die Ausbildung ein zentraler Bestandteil der Personalstrategie. Besonders erfreulich: 231 Absolvent*innen haben 2024 erfolgreich ihre Prüfungen bestanden – eine beein- druckende Erfolgsquote von 95,9 Prozent. Insgesamt wurden in 2024 in der Gesamtverwaltung 1.425 Menschen ausgebildet. Um auch in Zukunft talentierte Nachwuchskräfte für die Stadtverwaltung zu gewinnen, wurden die Maßnahmen im Ausbildungsmarketing weiter ausgebaut. Neben der Prä- senz auf großen Job- und Ausbildungsmessen setzt die Stadt auf moderne zielgrup- pengerechte Formate wie das Veranstaltungsformat „Date mit Deiner Zukunft“, das als eine Art Tag der offenen Tür spannende Einblicke und Kontaktmöglichkeiten in die vielfältigen Ausbildungsperspektiven gibt. Die Zahl der Ausbildungs- und dualen Studi- engänge konnte in den vergangenen Jahren auf insgesamt 45 gesteigert werden. Für den neuen Nachwuchs wird das persönliche Erleben der Stadtverwaltung über Willkommensveranstaltung, Ämterrallyes und Einführungstage besonders wertvoll gestaltet. Die Stadt Köln bleibt damit eine attraktive Arbeitgeberin für junge Talente mit einem starken Fokus auf moderne Nachwuchsgewinnung, praxisnahe Ausbildung und individuelle Entwicklung. Divers, bunt und vielfaltig Der Anteil der Mitarbeitenden mit nicht-deutscher Staatsangehörigkeit ist in 2024 auf 8,22 Prozent gestiegen. Insgesamt arbeiten natürlich viel mehr Menschen mit internationaler Familiengeschichte bei der Stadt Köln. Die Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen ist ebenfalls gestiegen und liegt bei 9,63 Prozent und befindet sich damit weit über der Inklusionsquote von 7 Pro- zent, die sich die Stadt Köln als Ziel gesetzt hat, wie auch der gesetzlichen Pflicht- quote von 5 Prozent. Flexibilität entwickelt sich weiter positiv (mehr Teilzeit, auch in Führung) Flexibilität in der Arbeitswelt gewinnt weiter an Bedeutung. Die Teilzeitquote ist um einen Prozentpunkt auf 33 Prozent gestiegen – ein Trend der sowohl Frauen als auch Männer in der Verwaltung betrifft. Denn auch die Vereinbarkeit von Beruf und individuellen Lebensphasen bleibt ein zentrales Anliegen der Stadtverwaltung. Im Fokus: Prozesse – für effiziente Abläufe in der Verwaltung Mit einer offiziellen Netzwerkveranstaltung wurde in 2024 der Grundstein für das Vorbereitungsprojekt zur Einführung eines gesamtstädtischen Prozessmanagements gelegt. Ziel ist es, Grundlagen für ein erfolgreiches Prozessmanagement zu erarbei- ten, das Prozesse effizienter, transparenter und nutzungsfreundlicher gestalten kann – sowohl für die Mitarbeitenden als auch für die Bewohner*innen der Stadt Köln. Wandel mit Perspektive Die Stadtverwaltung befindet sich in einem dynamischen Wandel – fachlich, kulturell und strukturell. Um diesem Wandel gerecht zu werden, setzen wir weiterhin auf eine starke Personalstrategie, die auf Dialog, Entwicklung, Vereinbarkeit, Führung und 3 Vielfalt baut. Im Fokus steht dabei nicht nur der Mensch, sondern auch die Organisa- tion als lernende Verwaltung. Dazu ist es erforderlich, die Stadtverwaltung durch ge- zieltes Projektmanagement und Prozessoptimierungen, durch Digitalisierung, Automa- tisierung und Erschließung weiterer Themenfelder, die den Anforderungen an eine moderne Großstadt entsprechen, in den Fokus zu nehmen. 4 Gez. Blome
Personalbericht 2024
68321 Zeichen
Wir Machen Köln! Personalbericht 2024 3 Inhalt Vorwort 4 Wir machen Köln. 6 Im Interview 8 Wir sind Kölnmacher*innen. 12 T eil 1 14 1.1 Ausbildung 14 1.2 Personalakquise 2024 18 1.3 Talentmanagement 23 1.4 Prozesse und Kommunikation 25 1.5 Anerkennung und Mitarbeitendenunterstützung 28 T eil 2 34 2.1 Personalbestandim Überblick 36 2.2 Personalbestand im Detail 39 2.3 Teilzeit 42 2.4 Laufbahngruppen und Führungskräfte 46 2.5 Demographie 49 2.6 Diversität 52 2.7 Teilhabe 53 2.8 Krankenquote 54 2.9 Stellenbesetzung 58 2.10 Stellenplan 61 2.11 Ausbildung 65 2.12 Personal aufwendungen 67 Herausgebende Stelle 70 Fazit 71 Dank 74 Glossar 75 4 5 Andrea Blome Stadtdirektorin Alle diese Maßnahmen haben ein gemeinsames Ziel: Die Stadt Köln als moderne, attraktive Arbeitgeberin zu positionieren, Arbeitsprozesse zu verbessern und den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Vorwort Dieser Bericht gibt Ihnen, neben dem üblichen Zahlenwerk, einen Überblick über unsere wichtigsten Entwicklungen und Projekte. Wir laden Sie herzlich ein, einige tiefere Einblicke zu gewinnen in die Stadtverwaltung, die für alle Kölner*innen jeden Tag aktiv ist. Ihre Andrea Blome Stadtdirektorin Liebe Mitarbeiter*innen, liebe Leser*innen, die vergangenen Monate waren geprägt von Veränderung, Innovation und Fortschritt – auch in der Stadtverwaltung. Die Herausforderungen von Fachkräftemangel, einem sich wandelnden Arbeitsmarkt und der Digitalisierung haben uns einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, Prozesse zu optimieren, Zusammenarbeit zu stärken und neue Wege zu gehen. Mit der Einführung eines gesamtstädtischen Prozessmanagements legen wir einen Grund- stein für effizientere Abläufe und eine modernere Verwaltung. Wir werden uns sukzessive wichtige und zentrale Prozesse anschauen und optimieren. Gleichzeitig werden wir die relevanten Bereiche befähigen, selbst im Prozessmanagement aktiv zu werden – also Hilfe zur Selbsthilfe anbieten. Auch in Sachen Karrieremanagement haben wir einiges bewegt: die Optimierung des Stellen- besetzungsverfahrens sorgt für schnellere und effizientere Prozesse in der Personalgewinnung – ein entscheidender Vorteil im Wettbewerb um die besten Talente. Mitarbeitende, die einmal an Bord sind, können sich nun zusätzlich zum regulären Fortbildungsangebot auch on demand über eine E-Learning-Plattform individuell weiterbilden. 6 7 Kölnmacher*innen aus dem Personal- und Verwaltungsmanagement Wir machen Köln. Wir gestalten die Arbeit von morgen. 8 9 Im Interview Individuelle Entwicklungsmöglichkeiten, die Karrieren fördern und langfristige Perspektiven schaffen. Lebensphasenorientierte Arbeitsmodelle, die Elternschaft, Pflege und andere persönliche Herausforderungen berücksichtigen. Neue Arbeitswelten, wie moderne Raumkonzepte und Formen der Zusammen- arbeit, die Kreativität fördern. Eine nachhaltige Organisations- und Führungskultur, die Wertschätzung, Vertrauen und zukunftsorientierte Führung in den Mittelpunkt stellt. 3 Fragen an die Amtsleitung des Personal- und Verwaltungsmanagements, Frau Dr. Monique Offelder Sie verantwortet mit Ihrem Team der Abteilungsleitungen das Personalgeschehen in der Kölner Stadtverwaltung und unter- stützt so mit den mehr als 400 Mitarbeitenden im Personal- und Verwaltungsmanagement die gesamte Stadtverwaltung in Personal-, Organisations- und Verwaltungsfragen. Wie würden Sie das Jahr 2024 – durch Ihre Brille betrachtet – einordnen? Im Wesentlichen sind wir bei allem was wir getan haben und noch unternehmen werden unserer Personalstrategie gefolgt. Diese basiert auf zentralen Prinzipien, die eine moderne, zukunftsfähige Verwaltung ausmachen. Es geht nicht nur um Prozesse und Strukturen, sondern um die Menschen, die unsere Stadtverwaltung ausmachen. Hier setzen wir auf: Sinnhafte Prozesse und effiziente Arbeitsabläufe, die eine wirkungsvolle Verwaltung ermöglichen. Kommunikation und Dialog, um eine offene und transparente Kommunikationskultur zu stärken. Wirksamkeit von unten nach oben, um Vertrauen und Engagement zu fördern und gemeinsam klare Ziele zu setzen. Gestaltungsmöglichkeiten und Freiraum, damit sich unsere Mitarbeitenden aktiv einbringen und Verantwortung übernehmen können. Eine starke Lern- und Fehlerkultur, um Innovation und kontinuierliche Verbesserung zu ermöglichen. → → → → → → → → → 10 11 Das hört sich alles sehr gut an. Was bedeutet das genau in der täglichen Arbeit? 2024 war ein Jahr, in dem wir diese Prinzipien konsequent weiterent- wickelt haben. Ein Meilenstein war der Start zur Einführung eines gesamt- städtischen Prozessmanagements. Damit sorgen wir für klarere Strukturen und effizientere Abläufe, die nicht nur die tägliche Arbeit erleichtern, sondern auch mehr Raum für kreative und strategische Aufgaben schaffen. Für mich ist da die Kernfrage: Tun wir das Richtige und tun wir es richtig? Wie ist Ihr Blick nach vorne? Was erwartet die Stadtverwaltung in den kommenden Jahren? Die kommenden Jahre werden von tiefgreifenden Veränderungen geprägt sein – durch Digitalisierung, Automatisierung, Fachkräftemangel und neue Anforderungen an Arbeit und Führung. Unsere Aufgabe im Personal- und Verwaltungsmanagement ist es, eine verwaltungsweite Kultur des Vertrauens, der Gestaltungsmöglichkeiten und des kontinuierlichen Lernens zu fördern. Ein Schlüssel dazu ist die Entwicklung von Methoden und Standards im Prozessmanagement, die stadtweit wirken sollen. Ein weiteres Highlight war die Optimierung des Stellen besetzungsverfahrens. Angesichts von Fachkräftemangel ist es essenziell, schnell und gezielt neue T alente zu gewinnen. Hier konnten wir unsere Besetzungszeiten im Schnitt erheblich verkürzen. Wir unternehmen regelmäßig viele Anstrengungen, um neue Talente an Bord zu holen. Wir sind bei vielen Veranstaltungen und Messen aber auch im Straßenbild regional und überregional präsent. Wir haben ein umfang- reiches Programm zur Begrüßung und Integration neuer Auszubildender. Mit anderen Worten wir betreiben Employer Branding nach außen und innen. Ein weiteres Beispiel ist die Neustrukturierung der gesamtstädtischen internen Kommunikation. Mit dem Team schaffen wir mehr Transparenz, einen bessern Informationsfluss und stärken so das Miteinander. Wir gehen aber auch immer wieder in Themen hinein, die nicht unbedingt einfach aber umso wichtiger für uns sind. Mit dem Team von Neustart Plus geben wir Kolleg*innen, die sich aus gesundheitlichen Gründen neu orientieren müssen, wichtige Beratungs- und Hilfestellung. Zugleich bleibt die Personalstrategie unser zentraler Kompass. Die Herausforderungen der Arbeitswelt von heute und morgen erfordern flexible Lösungen, sei es durch moderne Arbeitsmodelle, lebensphasen- orientierte Angebote oder neue Formen der Zusammenarbeit. Die Fortschritte aus 2024, die auch in diesem Personalbericht festgehalten sind, zeigen mir, dass wir auf einem guten Weg sind – und wir werden diesen konsequent weitergehen. Uns selbst überprüfen und wie sagt man heute so schön: uns challengen. Wir sind Kölnmacher*innen. in gewerblich- technischen Berufen tätig 7,3 % in MINT Berufen 13,7 % in der Verwaltung aktiv 43,4 % in Erziehung und lehrender, bildender oder sozialer Tätigkeit 22,8 % in ärztlicher und therapeutischer Tätigkeit 2,4 % in Sicherheit und Über - wachung tätig 7,3 % in Kultur aktiv 3,1 % Führungskräfte 9,0 % unter 30 Jahren 12,1 % 30 bis unter 50 Jahren 46,0 % 50 Jahre und älter 41,9 % vollzeitbeschäftigt 67 % teilzeitbeschäftigt 33 % weiblich 62 % männlich 38 % mit einer Behinderung/ Gleichstellung 9,6 % mit ausländischer Staatsangehörigkeit 8,2 % * Definition vergleichbar zur Wirtschaft: Gesamtjahres betrachtung 4 – 42 Krankheitstage, alle Kalendertage inklusive Wochenenden. krank (4,29 %*)9,28 % ihrer Arbeitszeit gesund (95,71 %*)90,72 % Die 21.848 Mitarbeitenden sind zu … Stichtag ist der 31.12.2024, bezogen auf das Stammpersonal (siehe Definition im Glossar) der Stadtverwaltung 1.1 Ausbildung T eil 1 Wir machen Köln – wir gestalten die Zukunft Unser Nachwuchs Von den ersten Tagen im Arbeitsleben bis hin zu gemeinsamen Erfolgen stärken wir den Teamgeist und heißen neue Auszubildende und Studierende willkommen. Erfolgreicher Start für den Einstellungsjahrgang 2024 Anfang September wurden die neuen Auszubildenden und dual Studierenden der Stadt Köln feierlich begrüßt. Rund 466 Nachwuchskräfte aus Verwaltung, IT, Handwerk, Technik, Kaufmännischem Bereich sowie aus den Bereichen Kinder, Jugend und Familie starteten im Staatenhaus der Kölner Oper in ihre berufliche Zukunft. Neben Grußworten der Stadtdirektorin und der Ausbildungsleitung sorgten musikalische Beiträge, Talkrunden und ein interaktives Klimaschutz-Thema für ein abwechslungs- reiches Programm. In den Willkommens- und Eingewöhnungstagen erwarteten die Nachwuchskräfte weitere Highlights: eine Stadtrallye mit anschließendem Grillen, eine Ämterrallye zur Erkundung verschiedener Dienststellen sowie Vernetzungsmöglichkeiten mit der Ausbildungsleitung aber natürlich auch untereinander im Ausbildungsjahrgang. So bot die erste Woche eine gelungene Mischung aus Information, Austausch und Team building – ein erfolgreicher Start für die neuen Kölnmacher*innen. Ausbildungsjahrgang 2024* aus dem Amt für Kinder, Jugend und Familie 141 Nachwuchskräfte aus Verwaltung, der IT sowie dem handwerklichen, technischen und kaufmännischen Bereich 315 Nachwuchskräfte der Bühnen 10 Nachwuchskräfte Begrüßung der neuen Auszubildenden im Staatenhaus Gemeinsam lernen, wachsen und erleben. *ohne Feuerwehr 1514 16 17 Ausbildungsjahr 2024 Auch 2024 standen Nachwuchsgewinnung und -förderung im Fokus. Auf fünf großen Job- und Ausbildungsmessen, Schulbesuchen, dem neuen Veranstaltungsformat „Date mit deiner Zukunft“ konnten zahlreiche Interessierte vom Ausbildungsteam angesprochen werden. Schulungen wie „Ausbilden mit System“ und „Bachelorschulung“ stärken die Ausbildungsqualität, während Studienreisen nach New York, Japan und Kefalonia internationale Erfahrungen ermöglichten. Gemeinschaft und Teamgeist standen beim Sommerfest im gewerblich technischen Bereich oder der Teilnahme am Drachenboot- rennen im Mittelpunkt. Ein neues Ausbildungsvideo gibt Einblicke in die vielfältigen Karrierechancen bei der Stadt Köln. Ausbildung in Zahlen* Erfolgsquote 95,9 % haben ihre Prüfungen in 2024 erfolgreich bestanden 231 Nachwuchskräfte Ausbildungs- und Studiengänge 45 Bewerbungen 5.283 Einstellungen 318 Exzellente Leistungen verdienen besondere Anerkennung Vom Abschlussjahrgang 2024 wurden sechs herausragende Studierende aus Nordrhein-Westfalen für ihre exzellenten Bachelorabschlussarbeiten bei der HSPV NRW ausgezeichnet – darunter drei Studierende aus Köln. Ausbildungsmessen und Berufsorientierungs- veranstaltungen in Schulen 20Teilnahme an über *Ausbildung in Zahlen ohne Feuerwehr, Bühnen und Amt für Kinder, Jugend und Familie, da diese Bereiche eigene Ausbildungsverantwortung haben und nicht zentral ausgewertet werden. 18 19 der Karrierewebseiten 3,4 Mio. Aufrufe (2023: 2,7 Mio. Aufrufe) 1.2 Personalakquise 2024 Wir betreiben moderne Personalgewinnung. Nicht nur Kölner*innen sehen den „Mach Köln!“- Werbespot im Kino, Fitnessstudio, beim Einkaufen oder bei Sportveranstaltungen. Stand: Februar 2025 Stichtag für die Zahlen ist der 31.12.2024 Personalwerbeplakate in 8 Städten Messe und Veranstaltungs teilnahmen 26 Beratungsgesprächen über 4.720 mit Werbemittel an Hochschulen verteilt 14.780 (2023: 12.080) 2.000 (2023: 3.000) Weiterempfehlungsrate68 % von 100 %(2023: 70 %) Aktueller kununu Score insgesamt3,8 von 5(2023: 3,8 %) Aktueller kununu Score Bewerbende 4,1 von 5(2023: 4,0 %) Besetzungen von Amtsleitungen und Stellvertretungen Einstellungen bei der Gesamtverwaltung stadtweit 15 1.801 1.556 interne und 528 externe Ausschreibungen bei über 17.000 externen Bewerbungen Zentrale Auswahlrunden mit Initiativbewerbenden 106 Immer mehr Menschen sehen fahrbare Werbung im Stadtbild auf Bahnen, Bussen, Fahrrädern, LKWs… Nahezu alle Dienst stellen nutzen den Fullservice (externe Personal suche nach einheit lichen Standards durch das Personal- und Verwaltungsmanagement). LinkedIn Follower*innen Instagram „Mach Köln!“ Kanal Follower*innen > 12.249 > 3.396 (2023: 9.700) XING Follower*innen> 4.100(2023: 4.000) (neuer Kanal) 20 21 Talente finden, entwickeln und binden Die Stadt Köln setzt auf gezielte Nachwuchs- und Fachkräftegewinnung, individuelle Entwicklungsmöglichkeiten und moderne Weiterbildungsangebote. Dabei ist unter anderem auch lebenslanges Lernen ein Schlüssel zum Erfolg. Erfolgreiches Messejahr 2024 – T alente gewinnen und begeistern Karrieremessen sind im Personal- marketing-Mix neben Außenwerbung, Online werbung, Karriereseite, Social Media und Berufsplattformen, Print und Radio einer der Kontaktpunkte, um Fachkräfte und Nachwuchstalente auf sich aufmerksam zu machen und zu gewinnen. Die Stadt Köln hat im Jahr 2024 insgesamt an 20 Messen teilgenommen und dabei über 4.700 Beratungsgespräche geführt. Besonders hervorzuheben ist sicherlich die Teilnahme an Europas größter Jobmesse für die LGBTIQ+ Community, die erstmals in Köln stattfand. Neben etablierten Veranstaltungen wie der Jobmesse Köln und den Kölner Karrieretagen lag der Fokus auch auf Fachmessen, darunter die „ITCS“ (IT & Career Summit) für die Zielgruppe, die sich für IT-Berufe interessiert. Ergänzend zu den Karrieremessen war die Stadt Köln auch auf diversen öffentlichen Veranstaltungen präsent, darunter der CSD (Christopher Street Day), das Straßenfest Deutz und der NRW-Tag. Die vielfältigen Messeauftritte haben die Arbeitgebermarke der Stadt Köln weiter gestärkt und zahlreiche Talente auf die verschiedenen Einstiegsmöglichkeiten aufmerksam gemacht. Werbemittel und Marketing der Stadt Köln für die Talentsuche 22 23 Individuelle Beratung zu Einstiegsmöglichkeiten Das Bewerbercenter bietet neben Recruiting auch eine umfassende Beratung zu den vielfältigen Karriere- und Quereinstiegsmöglichkeiten bei der Stadt Köln. Interessierte erhalten telefonisch, per E-Mail, Videokonferenz oder in einem persönlichen Gespräch individuelle Unterstützung bei der Orientierung und den nächsten möglichen Schritten durch ausgewählte Berater*innen des Bewerbercenters. Zielgruppen der Quereinstiegsberatung: Berufseinsteiger*innen und Absolvent*innen Fachkräfte aus anderen Bereichen mit Interesse am Quereinstieg Menschen in beruflicher Neuorientierung oder Umschulung Mit rund 700 Berufen in verschiedenen Fachrichtungen – von Verwaltung und Technik bis hin zu sozialen und medizi- nischen Bereichen – gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Teil des Kölnmacher*innen- Teams zu werden. Genau hier setzt die individuelle Beratung an. 1.3 T alentmanagement Veranstaltungen950 Teilnehmende8.771 Teilnehmende Digitale Lernplattform 3.326 Allgemeine Fortbildung 2024 Zufriedenheit der Teilnehmenden Note 1,4 Allgemeine Fortbildung 2024 Mit vielfältigen Fortbildungs- angeboten, neuen Formaten und gezielter Nachwuchsförderung können Mitarbeitende optimal auf ihrem individuellen Karriereweg als Köln macher*innen unterstützt werden. Neu: ELearning – Flexibel, effizient und individuell Digitale Weiterbildung gewinnt zunehmend an Bedeutung. E-Learnings ermöglichen eine flexible und ortsunabhängige Qualifizierung – individuell und im eigenen Lern- Tempo. Moderne Formate unter- stützen den Wissenstransfer und fördern gezielt relevante Kompetenzen. → → → Wir entwickeln uns weiter. 24 25 Digitale Weiterbildung für alle Mitarbeitenden Eine neue digitale Lernplattform bietet eine große Auswahl an E-Learnings zu Soft Skills wie Kommunikation, Strategie, Projektmanagement und Diversity. Die Module bieten in 45 bis 90 Minuten Erklärfilme, Transferaufgaben, Workbooks und Wissens- tests. Nach erfolgreichem Abschluss steht ein entsprechendes Zertifikat zum Down- load bereit. Die On-Demand-Plattform wurde im Jahr 2024 erfolgreich für die weitere Personalentwicklung der Mitarbeitenden etabliert. So können ganz konkret auch verpflichtende Schulungen zu Themen wie Datenschutz und IT-Sicherheit über die Plattform abgebildet werden. Auf diese Weise wird sicher- gestellt, dass alle Mitarbeitenden zu wichtigen Themen geschult sind und gesetzliche Vorgaben erfüllt werden. Das bisherige Fazit der Teilnehmenden lautet: „Es besteht ein deutlicher Bedarf nach digitalen und individuellen Lernformaten. Die neue Plattform rundet das bestehende Präsenzangebot optimal ab. “ Natürlich werden die Inhalte und auch eine Ausweitung des Angebotes regelmäßig überprüft. Karrierechance: Masterstudium Ein Masterstudium eröffnet neue berufliche Perspektiven im Verwaltungsdienst, Tech- nischen Dienst sowie Sozial- und Erziehungsdienst. So besteht die Möglichkeit einer Förderung, der Erstattung von Studiengebühren und der Gewährung von Studientagen. Ein wichtiger Bestandteil für die interne Weiterentwicklung. 1.4 Prozesse und Kommunikation Wir entwickeln uns immer weiter. Optimierte Abläufe, digitale Unterstützung und transparente Kommunikation Eine moderne Kommunikation und saubere digitale Prozesse sind der Schlüssel zu effizienter Zusammenarbeit – mit neuen Tools und smarten Lösungen gestalten wir die Arbeitswelt von morgen. Erfolgreicher Projektstart: Einführung eines gesamtstädtischen Prozessmanagements Die Stadt Köln startet offiziell die Vorbereitung zur Einführung eines gesamtstädtischen Prozessmanagements. Mit der Unterzeichnung des Projektauftrags durch Stadt- direktorin Andrea Blome fiel in 2024 der Startschuss für das Vorbereitungsprojekt. Ziel ist es, methodische und technische Standards sowie geeignete Rahmenbedingungen für eine effiziente stadtweite Prozesssteuerung zu schaffen. Teilnehmende der Auftaktveranstaltung „Erstes Netzwerktreffen Prozessmanagement“ 26 27 Das Vorbereitungsprojekt legt den Grundstein für eine stadtweite Einführung und hat einen klaren Schwerpunkt: Die Erarbeitung und Veröffentlichung methodischer und technischer Standards. Damit soll ein einheitlicher Rahmen geschaffen werden, der allen Dienststellen Orientierung bietet – sowohl für die Aufnahme, Analyse und Optimierung ihrer Prozesse als auch für die spätere Umsetzung im Alltag. Ein entsprechendes Folgeprojekt mit einer detaillierten Planung der nächsten Schritte wird im Anschluss an die Vorbereitungen aufgesetzt, um tragfähige Strukturen zu schaffen. Prozessmanagement hilft, Arbeitsabläufe zu verbessern, Abstimmungen zu optimieren und Prozesse effizienter zu gestalten – ein wichtiger Schritt angesichts aktueller Herausforderungen wie Digitalisierung, Fachkräftemangel und begrenzter Ressourcen. Ein umfassendes Qualifizierungsangebot wird Mitarbeitende künftig dabei unter- stützen, das Prozessmanagement aktiv mitzugestalten. Prozesse verkürzen: Kandidat*innen finden, Stellen schnell besetzen Die Besetzung offener Stellen ist in Zeiten von Fachkräftemangel, demografischem Wandel und steigendem Wettbewerb um Talente eine zentrale Herausforderung. Umso wichtiger ist es, Prozesse effizient zu gestalten, um qualifizierte Kandidat*innen schnell zu identifizieren und zeitnah in passende Positionen zu bringen. Das Projekt „Optimierung des Stellenbesetzungsverfahrens“ hatte daher das Ziel, interne Abläufe effizienter zu gestalten, Schnittstellen zu reduzieren und die Service- qualität für alle Dienststellen zu verbessern. Mit zusätzlicher externer Unterstützung wurden alle relevanten Prozesse analysiert und gezielte Optimierungsmaßnahmen abgeleitet. Ein entscheidender Faktor ist dabei die Verkürzung interner Abläufe – von der Bedarfsmeldung über die Ausschreibung bis hin zur finalen Einstellung. Dazu gehört die Optimierung von Schnittstellen zwischen den beteiligten Fach- bereichen, eine stärkere Digitalisierung des Bewerbungsprozesses sowie die parallele Bearbeitung von internen und externen Stellenausschreibungen. Weitere Zeitersparnis hat sich durch Standardisierungen im Prozess und eine schnellere Zulassungsprüfung und Bereitstellung aller relevanten Bewerbendendaten ergeben. Diese Maßnahmen sorgen für mehr Tempo und Transparenz im Besetzungsprozess. Ergänzend setzt die Stadt Köln natürlich auf ein gezieltes Recruiting und ent- sprechende Employer Branding Maßnahmen, um sich als attraktive Arbeitgeberin zu positionieren. Interne Kommunikation Nach intensiven Arbeiten wurde das Projekt „Weiterentwicklung der gesamtstädtischen internen Kommunikation“ 2024 erfolgreich abgeschlossen. Ein zentraler Schritt ist die Gründung eines neuen Teams für die interne Kommunikation im Personal- und Verwaltungsmanagement. Zudem wurde die Intranet-Redaktion mit der Redaktion des Mitarbeitenden-Magazins „Stadt intern“ zusammengeführt, um die interne Kommunikation effizient und zielgerichtet aus einer Hand zu gestalten. Kernaufgaben der neuen Organisationseinheit sind: die inhaltliche Weiterentwicklung des Intranets die Optimierung von Kommunikationskanälen die Förderung eines stadtweiten Informationsaustauschs Damit wurde eine zentrale Anlaufstelle geschaffen, die künftig für mehr Transparenz und eine stärkere Vernetzung innerhalb der Stadt verwaltung und damit beim internen Employer Branding unter „Wir machen Köln!“ sorgt. → → → 28 29 1.5 Anerkennung und Mitarbeitendenunterstützung Wir wachsen gemeinsam. Engagement würdigen, Ideen fördern, Zukunft gestalten Ob langjährige Treue, herausragende Leistungen oder innovative Ideen – das Engagement der Kölnmacher*innen wird wertgeschätzt. Jubilare Der demografische Wandel sowie Fachkräftemangel lässt Arbeitgeber händeringend nach qualifiziertem Personal suchen. Gleichzeitig verändern sich berufliche Wege und Karrieren heutzutage stärker als früher. Umso mehr ist es da an der Zeit, diejenigen zu würdigen und zu feiern, die sich lange Jahre für die Verwaltung und damit die Menschen von Köln eingesetzt haben. In 2024 wurden 250 Jubilare geehrt für Ihre langjährige Treue und den 25-, 40- oder sogar beeindruckenden 50-jährigen Einsatz für die Stadt Köln. Begrüßung der Jubilare durch die Oberbügermeisterin Henriette Reker Ehrung der erfolgreichen Nachwuchstalente 2024 durch die stellvertretende Amtsleitung Erfolgreiche Nachwuchstalente 2024 geehrt 231 von 246 Prüflingen haben ihre Aus bildung oder ihr Studium bei der Stadt Köln in 2024 erfolgreich abgeschlossen – eine Erfolgsquote von 94 Prozent. Besonders herausragende Absolvent*innen wurden in einer feier lichen Veran staltung gewürdigt. Zehn von ihnen erhielten für ihre Bestnote „sehr gut“ eine persönliche Ehrung durch die stell vertretende Amtsleitung des Personal- und Verwaltungs managements. Die hohe Erfolgsquote und die exzellenten Leistungen der Prüfungsbesten unterstreichen die Qualität der Ausbildung bei der Stadt Köln. 30 31 Gemeinsam laufen unter dem Zeichen von „Mach Köln!“ – B2Run Köln 2024 Am 25. September 2024 war es wieder soweit: Beim B2Run Köln gingen rund 20.000 Teil- nehmende aus 599 Unternehmen an den Start – darunter auch zahlreiche Mitarbeitende der Stadt Köln. In diesem Jahr stand die Teilnahme erstmals unter dem einheitlichen Marketing- dach „Mach Köln!“ . Mit eigens gestalteten Laufshirts im „Mach Köln!“-Design, einem gemeinsamen Teamzelt und viel Teamgeist wurde die Präsenz und damit Werbung für die Stadtverwaltung beim beliebten Firmenlauf sichtbarer denn je. Ursprünglich mit 200 Plätzen geplant, war das Kontingent schnell ausgebucht – und wurde kurzerhand um weitere 100 Plätze erweitert. Ob laufend oder walkend – alle Teilnehmenden waren mit Begeisterung dabei und genossen den unvergesslichen Zieleinlauf im RheinEnergieSTADION sowie das gesellige Miteinander bei Brezeln, Obst und Getränken. Neben sportlicher Aktivität und der Werbung für die Stadt Köln unter dem Motto „Mach Köln!“ stand dabei vor allem eines im Fokus: Teamspirit – offen, kollegial und voller Energie. Teilnehmende am B2Run Köln Ideen, die die Stadt voranbringen Ein funktionierendes betriebliches Vorschlagswesen ist ein wichtiger Bestandteil einer modernen und effizienten Orga nisation. Es ermöglicht Mitarbeitenden, aktiv an der Weiterentwicklung von Prozessen und Strukturen mitzuwirken. Durch innovative Ideen können Abläufe vereinfacht, Ressourcen effizienter genutzt und die tägliche Arbeit erleichtert werden. Die Stadt Köln legt großen Wert auf diese Mitgestaltung und honoriert besonders erfolgreiche Vorschläge. Bei der feierlichen Urkunden verleihung durch die Stadtdirektorin wurde deutlich, welchen positiven Einfluss die Vorschläge auf den Arbeitsalltag haben. Die Vorschlag gebenden schilderten, wie ihre Ideen zur Vereinfachung von Abläufen beigetragen haben – oft mit der Erkenntnis, dass vieles nun schneller und unkomplizierter funktioniert. Eine der innovativen Ideen ist beispielsweise Hinweisschilder an den Tunnelwänden in der Kölner Stadtbahn mit einer Schutzfolie zu überziehen. Im Falle von Graffitis, bedarf es dann keiner zusätzlichen Reinigung mehr. Die Folie wird nach einer Verschmutzung einfach entfernt und durch eine neue ersetzt. Urkundenverleihung an städtische Ideengeber*innen durch die Stadtdirektorin Andrea Blome 32 33 Das Mütternetzwerk bietet eine Plattform für Austausch, Unterstützung und neue Impulse – ein starkes Zeichen für mehr Gleichberechtigung im Berufsleben. Mental Load – Die unsichtbare Belastung erkennen und bewältigen Die alltägliche Organisation von Familie, Pflege und Haushalt kann schnell zu einer mentalen Belastung werden – bekannt als Mental Load. Besonders Frauen tragen häufig immer noch die Hauptverantwortung, doch auch Männer sind zunehmend betroffen. Das Bündnis BerufLeben hat in Kooperation mit einer externen Expertin eine Broschüre erstellt, die aufklärt, warum Mental Load nicht nur privat, sondern auch beruflich relevant ist. Sie enthält praktische Tipps, um die mentale Belastung zu reduzieren und damit auch das Arbeitsklima positiv zu beeinflussen. Ein bewusster Umgang mit Mental Load hilft, Stress zu minimieren, die Leistungs- fähigkeit zu steigern und den Alltag ausgeglichener zu gestalten. Die Broschüre bietet wertvolle Impulse für einen gesünderen Umgang mit dieser oft unterschätzten Herausforderung. Pflegefall: Und plötzlich wird Unterstützung benötigt Ein Pflegefall im Angehörigenkreis tritt oftmals schnell und unerwartet ein, etwa nach Unfällen oder Krankheiten. Hier ist schnelles Handeln gefragt. Das Bündnis BerufLeben stellt umfangreiche Informationen bereit, um Mitarbeitende in solchen Situationen zu unterstützen. Über das Intranet werden regelmäßig wichtige Hinweise und Handlungsempfehlungen zu Pflege von Angehörigen angeboten, um eine bedarfsgerechte Versorgung schnell zu organisieren. Das Personal- und Verwaltungsmanagement informiert zudem über rechtliche Frage- stellungen und Ansprüche im Bereich der Angehörigenpflege. Diese Informationen sind für alle Mitarbeitenden im Intranet zugänglich, sodass Fragen, beispielsweise zum Thema Sonderurlaub, jederzeit schnell und unkompliziert geklärt werden können. Auch ein Zeichen der Wertschätzung – wenn es mal nicht so klappt: Neustart Plus Das Sachgebiet des Personal- und Verwaltungsmanagements, welches bisher bekannt war als „Fachstelle für leistungsgeminderte Kolleg*innen“ trägt seit Ende 2024 den Namen „Neustart Plus“ . Mit dieser neuen Namensgebung rückt die individuelle Vermittlung und Begleitung von Mitarbeitenden, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in ihrem bisherigen Tätigkeitsbereich eingesetzt werden können, noch stärker auch nach außen hin in den Fokus. Das Team von Neustart Plus unterstützt betroffene Mitarbeitende dabei, ihre Kompetenzen in einem neuen Aufgabenfeld optimal einzubringen. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit den Dienststellen sowie im Austausch mit dem Betriebs- ärztlichen Dienst, dem BEM-Team (Berufliches Eingliederungs management), der Schwerbehinderten- und Personalvertretung, dem Bewerbercenter und gegebenen- falls externen Leistungsträgern. Nicht nur der Name ist neu, auch der Servicegedanke hat sich erweitert: Im Mittelpunkt stehen die individuellen Möglichkeiten und Potenziale der Mitarbeitenden. Neustart Plus begleitet sie auf ihrem Weg in eine neue berufliche Perspektive – kompetenz- orientiert, wertschätzend und zielgerichtet. Aktiv für ein gutes Arbeitsumfeld Mit Initiativen für Chancengleichheit, Vereinbarkeit von Beruf und Leben sowie einem klaren Bekenntnis gegen Diskriminierung fördern wir ein respektvolles und inklusives Arbeitsumfeld. Das Personal- und Verwaltungsmanagement arbeitet bei diesen Themen in enger Kooperation mit dem Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern im Bündnis BerufLeben zusammen. Auftakt für das Mütternetzwerk Im Rahmen der Zertifizierung als familienfreundliche Arbeitgeberin unterhält die Stadt Köln bereits seit einigen Jahren das Väternetzwerk. Im Jahr 2024 wurde nun das Mütternetzwerk ins Leben gerufen – ein weiterer wichtiger Schritt zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Leben. Die Kick-off-Veranstaltung am 27. November 2024 brachte rund 80 Kölnmacherinnen aus verschiedenen Bereichen der Stadtverwaltung zusammen. 34 35 T eil 2 Zahlen – Daten – Fakten Wir haben die Daten sorgfältig zusammengeführt, bearbeitet und analysiert. Alle folgenden Auswertungen beziehen sich – solange nicht anders ausgewiesen – auf das Stammpersonal der Dienst stellen, die im Dezernatsverteilungsplan der Stadt Köln abgebildet werden. Es kann vorkommen, dass es zu geringfügigen Abweichungen zu anderen Berichten kommt, die zum Beispiel zu einem anderen Stichtag oder auf Basis einer anderen Grundgesamtheit ermittelt wurden. Der Fokus dieses Berichts liegt darauf, Zahlen und Erkenntnisse mit langfristiger Gültigkeit für die Stadt Köln zu gewinnen. 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 14.000 2 5 13.461 8.380 divers Frauen Männerkeine Geschlechtsangabe Einige Statistiken in diesem Bericht betrachten die Personalzahlen geschlechter- getrennt nach weiblich und männlich. In Deutschland sind folgende Geschlechts- einträge möglich: „weiblich“ , „männlich“ , „divers“ und „ohne Angabe“ . Perspektivisch möchten wir auch differenzierte Aussagen zu Mitarbeitenden mit nicht-binärer Geschlechtsidentität ermöglichen. Dafür ist eine entsprechende Datenbasis notwendig, die derzeit noch nicht in ausreichendem Umfang vorliegt. Die Verwaltung strebt eine möglichst inklusive und differenzierte Darstellung an und begrüßt es, wenn Mitarbeitende – dort, wo es möglich ist – ihre Angaben aktualisieren. Selbstverständlich ist dies freiwillig und unter Beachtung des Datenschutzes. Bislang liegen uns noch nicht genug aussagefähige Daten vor. Daher ist in diesem Bericht nur eine Darstellung getrennt nach Frauen und Männern möglich. In den Gesamtsummen der jeweiligen Analysen sind immer alle Mitarbeitenden enthalten. 36 37 2.1 Personalbestand im Überblick Personalbestandsentwicklung in der Gesamtverwaltung Stammpersonal: alle aktiven angestellten und verbeamteten Mitarbeiter*innen der Gesamtverwaltung ohne Auszubildende und Studierende (inklusive der eigenbetriebs- ähnlichen Einrichtungen Gebäudewirtschaft, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Bühnen und Orchester und der Zusatzversorgungs- und Beihilfekasse als Sonder- vermögen der Stadt Köln) wie im Dezernatsverteilungsplan der Stadt Köln abgebildet. Gesamtpersonal: Stammpersonal plus abgeordnetes Personal, Honorarkräfte, Studierende, Auszubildende, Praktikant*innen, Volontär*innen, Zivildienstleistende, Bundesfreiwillige, Beurlaubte und Mitarbeitende in der Freistellungsphase der Altersteilzeit. 15.000 16.000 17.000 18.000 19.000 20.000 21.000 22.000 23.000 24.000 25.000 2024202320222021202020192018201720162015201420132012 18.634 16.556 18.938 16.831 19.199 17.039 19.536 17.303 20.271 17.979 20.669 18.301 21.352 18.880 21.997 19.549 23.509 24.054 24.034 23.903 21.158 21.623 21.570 21.461 24.343 21.848 StammpersonalGesamtpersonal Entwicklung des Personalbestands in der Gesamtverwaltung 2022 – 2024 Mitarbeitende Personalbestand 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2024 Veränderung zum Vorjahr Beamt*innen 4.565 4.601 4.574 -14,04 Tarifbeschäftigte 17.0051) 16.860 17.274 292,43 Stammpersonal 21.570 21.461 21.848 278,39 Abgeordnetes Personal 53 47 40 -5,04 Honorarkräfte 7 7 6 -1,00 Ausbildung/Studium ... 0,00 Beamt*innen 584 574 619 43,01 Tarifbeschäftigte 462 416 431 13,18 Praktika, Volontariate etc. 290 351 375 20,92 Bundesfreiwilligendienst 55 52 51 -2,01 aktive Beschäftigte 23.021 22.908 23.370 347,45 Altersteilzeit – Freizeitphase 75 108 121 6,06 Beurlaubte 938 887 852 -29,56 Gesamtpersonalbestand 24.034 23.903 24.343 323,95 1) Inklusive der zur Corona-Unterstützung eingestellten, befristeten Beschäftigten, die im jeweiligen Jahr zum Stichtag 31.12. in einem Arbeitsverhältnis mit der Stadt Köln standen 38 39 Vollzeitäquivalent (VZÄ)1) Personalbestand 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2024 Veränderung zum Vorjahr Beamt*innen 4.274,78 4.309,06 4.295,02 -14,04 Tarifbeschäftigte 14.529,16 14.603,30 14.895,73 292,43 Stammpersonal 18.803,94 18.912,36 19.190,75 278,39 Abgeordnetes Personal 46,28 41,52 36,48 -5,04 Honorarkräfte 7,00 7,00 6,00 -1,00 Ausbildung/Studium ... 0,00 Beamt*innen 580,60 571,98 614,99 43,01 Tarifbeschäftigte 458,78 413,59 426,77 13,18 Praktika, Volontariate etc. 273,18 327,26 348,18 20,92 Bundesfreiwilligendienst 54,52 50,01 48,00 -2,01 aktive Beschäftigte 20.224,30 20.323,72 20.671,17 347,45 Altersteilzeit – Freizeitphase 34,91 48,85 54,91 6,06 Beurlaubte 778,99 743,59 714,03 -29,56 Gesamtpersonalbestand 21.038,20 21.116,16 21.440,11 323,95 1) Die Anzahl der VZÄ gibt an, wie viele Vollzeitstellen sich rechnerisch bei einer gemischten Personal- belegung mit Teilzeitbeschäftigten ergeben. Es ist eine hypothetische Zahl, die ausdrückt, wie hoch die Zahl der Erwerbstätigen wäre, wenn es nur Vollzeitarbeitsplätze gäbe 33 % 48 % 39 % 64 % 15 % 29 % 52 % 44 % 67 % 69 % 45 % 67 %393 Gesamt 52 %5.725 61 %822 36 %774 85 %6.173 71 %2.510 48 %1.295 56 %1.854 33 %1.620 31 %611 55 %71 OB Oberbürgermeisterin Dezernat I Allgemeine Verwaltung und Ordnung Dezernat II Finanzen und Recht Dezernat III Mobilität Dezernat IV Bildung, Jugend und Sport Dezernat V Soziales, Gesundheit und Wohnen Dezernat VI Planen und Bauen Dezernat VII Kunst und Kultur Dezernat VIII Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Dezernat IX Stadtentwicklung, Wirtschaft, Digitalisierung und Regionales PR Personalräte Frauen Männer 2.2 Personalbestand im Detail Mitarbeitende nach Dezernaten sowie Geschlecht 40 41 Personalbestand nach Jobfamilien Erläuterungen zu den Jobfamilien finden Sie im Glossar. Sicherheit und Überwachung Lehrende bildende Tätigkeiten Kultur Gewerblich-technische Berufe MINT T echnik MINT Mathematik, Naturwissenschaften MINT Informatik sonstige Verwaltungsberufe Verwaltung Erziehung, soziale und hauswirt. Tätigkeiten Ärztliche- und therapeutische Tätigkeiten 526 4.650 8.253 1.236 230 135 2.628 1.599 679 321 1.591 Sicherheit und Überwachung Lehrende bildende Tätigkeiten Kultur Gewerblich-technische Berufe MINT T echnik MINT Mathematik, Naturwissenschaften MINT Informatik sonstige Verwaltungsberufe Verwaltung Erziehung, soziale und hauswirt. Tätigkeiten Ärztliche- und therapeutische Tätigkeiten 78,9 % 91,0 % 68,2 % 85,8 % 16,5 % 48,9 % 29,4 % 32,9 % 47,3 % 55,8 % 14,4 % 21,1 % 9,0 % 31,8 % 14,2 % 83,5 % 51,1 % 70,6 % 67,1 % 52,7 % 44,2 % 85,6 % MännerFrauen Aufteilung der Geschlechter nach Jobfamilien Geschlechterverteilung im Stammpersonal 62 % 38 % Männer: 8.381 Frauen: 13.467 42 43 2.3 T eilzeit T eilzeitquoten nach Geschlecht Männer T eilzeitquote in der Gesamtverwaltung Teilzeit: 7.130 Vollzeit: 14.718 Frauen Teilzeit: 6.057 Vollzeit: 7.410 Teilzeit: 1.073 Vollzeit: 7.308 67 % 33 % 55 % 45 % 87 % 13 % 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 3.500 1.051 3.116 2.963 50 % – 74 % vollzeitnah (75 % und mehr) weniger als 50 % Verteilung T eilzeit anteilig zu einer Vollzeitstelle Ein Drittel der städtischen Mitarbeitenden arbeiten in Teilzeit, allerdings zu unterschiedlichen Anteilen. Fast 15 Prozent der Teilzeitkräfte (1.051 Mitarbeitende) arbeiten weniger als die Hälfte der Stunden einer Vollzeitstelle. 44 Prozent der Teilzeitkräfte (3.116 Mitarbeitende) arbeiten vollzeitnah, das bedeutet mehr als 29 Stunden in der Woche. 44 45 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 14.000 4.228 (33 %) 2.422 (29 %) 480 (32 %) 12.592 7.846 1.410 T eilzeit(-quote)Mitarbeitende Laufbahngruppe 1 Laufbahngruppe 2, 1. Einstiegsamt Laufbahngruppe 2, 2. Einstiegsamt T eilzeit(quote) nach Laufbahngruppen Hinweis: Laufbahngruppe 1: ehemals Einfacher und Mittlerer Dienst Laufbahngruppe 2.1: ehemals Gehobener Dienst Laufbahngruppe 2.2: ehemals Höherer Dienst Verteilung T eilzeitanteile nach Geschlecht 85 Prozent der Mitarbeitenden in T eilzeit sind weiblich, 15 Prozent der T eilzeit beschäftigten sind männlich. Betrachtet man die Stundenverteilung der weiblichen T eilzeitkräfte, arbeiten 41 Prozent vollzeitnah, 14 Prozent arbeiten weniger als die Hälfte der Vollzeitstunden. T eilzeitquote in Führungspositionen Führen in T eilzeit nach Geschlecht 81 % 19 % 77 % 23 % Führen in Teilzeit: 364 Führen in Vollzeit: 1.603 Frauen: 282 Männer: 82 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 50 % – 74 % vollzeitnah (75 % und mehr)weniger als 50 % 821 2.740 2.496 230 376 467 MännerFrauen 46 47 2.4 Laufbahngruppen und Führungskräfte Führungskräfte Gesamtzahl Führungskräfte: 1.967 Führungskräfte nach Geschlecht Frauen: 1.069 Männer: 898 Laufbahngruppe 1: 12.592 Laufbahngruppe 2, 1. Einstiegsamt: 7.846 Laufbahngruppe 2, 2. Einstiegsamt: 1.410 Mitarbeitende nach Laufbahngruppen 6 % 36 % 58 % 54 % 46 % Führungskräfte nach Laufbahngruppe und Geschlecht Laufbahngruppen: Laufbahnen, die verwandte und gleichwertige Vor- und Ausbildungen voraussetzen Laufbahngruppe 1: ehemaliger Einfacher Dienst und Mittlerer Dienst Laufbahngruppe 2.1.: Einstiegsamt – ehemaliger Gehobener Dienst Laufbahngruppe 2.2.: Einstiegsamt – ehemaliger Höherer Dienst 0 200 400 600 800 1000 1200 100 100 482 681 316 288 Laufbahngruppe 1 Laufbahngruppe 2, 1. Einstiegsamt Laufbahngruppe 2, 2. Einstiegsamt MännerFrauen 48 49 Führungskräfte nach Funktion Kindertagesstättenleitung Sachgruppenleitung Sachgebietsleitung Referent*in Abteilungsleitung Stellvertretende Stabsstellenleitung Leitung Stabsstelle Stellvertretende Leitung eigenbetriebliche Einrichtung Leitung eigenbetriebsähnliche Einrichtung Stellvertretende Punktdienststellenleitung Leitung Punktdienststelle Stellvertretende Amtsleitung Amtsleitung Dezernent*in und Oberbürgermeisterin 3 7 22 20 18 18 8 8 10 6 1 4 1 0 5 3 67 75 21 20 306 321 408 361 172 20 27 35 MännerFrauen 2.5 Demographie Durchschnittsalter: 45,4 Jahre Altersverteilung in der Stadtverwaltung < 20 20 – 24 25 – 29 30 – 34 35 – 39 40 – 44 45 – 49 50 – 54 55 – 59 60 - 64 > 65234 148 1.727 1.023 2.088 1.341 1.682 911 1.585 881 1.527 947 1.474 1.103 1.438 1.089 1.294 721 212411 7 5 MännerFrauen Altersgruppe 50 51 Altersbedingte Austritte in den nächsten 10 Jahren …gesamt … unter den Führungskräften 76 % 24 % Personalbestand ohne altersbedingte Austritte Austritte bis 2034: 5.198 Personalbestand ohne altersbedingte Austritte Austritte bis 2034: 589 70 % 30 % Das sind pro Jahr circa 520 Mitarbeitende. Das sind pro Jahr circa 60 Führungskräfte. Altersbedingte Austritte in den nächsten 10 Jahren ... nach Jobfamilien Jobfamilie Austritte bis 2034 Anteil Ärztliche und therapeutische Tätigkeiten 126 24 % Erziehung, soziale und hauswirtschaftliche Tätigkeiten 880 19 % Verwaltung 1.925 23 % Sonstige Verwaltungsberufe 351 28 % MINT Informatik 46 20 % MINT Mathematik, Naturwissenschaften 25 19 % MINT Technik 724 28 % Gewerblich-technische Berufe 457 29 % Kultur 140 21 % Lehrende bildende Tätigkeiten 99 30 % Sicherheit und Überwachung 425 27 % Gesamtergebnis 5.198 24 % Der Anteil bemisst sich am Bestand des Stammpersonals in der Jobfamilie zum 31.12.2024 52 53 2.6 Diversität Die Stadt Köln ist bunt und vielfältig – das spiegelt sich auch in der Belegschaft wieder. Die Angabe zur internationalen Familiengeschichte ist freiwillig. Wir können jedoch anhand von Staatsangehörigkeiten einen kleinen Einblick in die Diversität der Verwaltung geben. Es ist davon auszugehen, dass der Anteil an Mitarbeitenden mit internationaler Familiengeschichte wesentlich höher liegt. Folgender Anteil an Mit- arbeitenden hat (zum Teil neben der deutschen) eine ausländische Staatsangehörigkeit. Mitarbeitende mit ausländischer Staatsangehörigkeit 2022 2023 2024 Mitarbeiter*innen mit nicht-deutscher Staatsangehörigkeit 1.674 1.721 1.796 Anteil an der Gesamtverwaltung 7,76 % 8,02 % 8,22 % T op 10 der Herkunftsländer Ranking Staatsangehörigkeit Anzahl der Mitarbeitenden Platz 1 türkisch 719 Platz 2 italienisch 223 Platz 3 griechisch 79 Platz 4 polnisch 63 Platz 5 russisch 42 Platz 6 spanisch 41 Platz 7 iranisch 32 Platz 8 österreichisch 31 Platz 9 portugiesisch 29 Platz 10 niederländisch 27 4 % 5 % 6 % 7 % 8 % 9 % 10 % 202420232022202120202019201820172016201520142013 7,2 % 7,6 % 7,8 % 8,0 % 8,2 % 8,3 % 8,6 % 8,9 % 9,0 % 9,3 % 9,5 % 7 % 5 % Quote Inklusionsvereinbarung gesetzliche Pflichtquote Quote Stadt Köln 9,6 % Schwerbehindertenquote Die Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen von 9,63 Prozent im Jahr 2024 basiert auf der Jahresmeldung an die Agentur für Arbeit und den Landschafts- verband (nach § 163 Absatz 2 Neuntes Buch Sozialgesetzbuch). Die gesetzliche Pflichtquote beträgt 5 Prozent; die Zielquote der Inklusionsvereinbarung der Stadt Köln liegt bei 7 Prozent. Am 31.12.2024 waren von den 21.848 Mitarbeitenden der Stadt Köln 1.918 Menschen mit Schwerbehinderung beziehungsweise gleichgestellte Beschäftigte. 5,6 Prozent aller Führungskräfte haben eine Schwerbehinderung (111 Personen). 2.7 T eilhabe 54 55 2.8 Krankenquote Entwicklung der Ausfallquote durch Krankheit (Gesamtverwaltung mit unterschiedlichen Berechnungsmethoden und im Vergleich) Die Krankenquote der Stadt Köln hat sich in 2024 um 0,13 Prozentpunkte auf 9,28 Prozent gesenkt. 2 % 4 % 6 % 8 % 10 % 202420232022202120202019201820172016201520142013 Stadt Köln Gesamtverwaltung (1 – > 42 Tage) Betriebskrankenkassen (4 – 42 Tage) 7,42 % 3,62 % 3,79 % 3,81 % 3,90 % 4,04 % 3,89 % 3,97 % 3,39 % 4,51 %4,61 % 5,04 % 4,36 % 5,90 %5,98 % 3,52 % 7,63 % 8,31 % 8,51 % 8,74 % 8,85 % 8,85 % 8,09 % 9,41 % 4,29 % 5,90 % 9,28 % 9,84 % 7,98 % Stadt Köln (4 – 42 Krankheitstage) Aufteilung der Krankheitstage nach Krankheitsdauer (Verwaltungsberechnung) Wie man an der Verteilung erkennen kann, ist ein bedeutender Anteil Krankheitstage ab 43 Tagen, also Langzeiterkrankungen. Rechnet man diese aus der Krankenquote heraus, wie es bei Krankenkassen üblich ist, liegt die Krankenquote der Stadt Köln (Erkrankungen von 4 bis 42 Tagen) im Jahr 2024 bei 4,29 Prozent. 1 – 3 Krankheitstage 4 – 42 Krankheitstage ab 43 Krankheitstage 46 % 15 % 39 % Die Mitarbeitenden sind in ihrer Arbeitszeit zu 90,72 % 9,28 % krank gesund Berechnung nach Verwaltungsdefinition: 1 bis > 42 Tagen, alle Zeiträume, Krankheitstage alle Kalendertage, inklusive Wochenenden und Feiertagen, alle Gruppen Berechnung vergleichbar zur Definition der Wirtschaft: Gesamtjahresbetrachtung 4 – 42 Krankheitstage, alle Kalendertage inklusive Wochenenden gesund krank 95,71 % 4,29 % 56 57 Versuch eines Vergleichs Die Krankenquote, wie sie in Kommunen wie der Stadt Köln ermittelt wird, lässt sich nur sehr eingeschränkt mit den Zahlen vergleichen, die Krankenkassen und private Unternehmen veröffentlichen. Daher gibt es in der unten aufgeführten Übersicht den Versuch einer Einordnung der Quote der Stadt Köln mit den Krankenquoten anderer Institutionen, zusammen mit der jeweiligen Berechnungsmethode im Vergleich. Eine direkte Vergleichbarkeit ist aufgrund verschiedener Berechnungsmethoden nur schwer herzustellen. Krankenquote der Stadt Köln nach unterschiedlichen Berechnungsansätzen Stadt Köln – Gesamtverwaltung (1 – 42 Krankheitstage) 5,71 % Gesamtjahresbetrachtung, 1 – 42 Krankheitstage, alle Kalendertage, inklusive Wochenenden und Feiertagen Stadt Köln – Gesamtverwaltung (4 – 42 Krankheitstage) 4,29 % Gesamtjahresbetrachtung, 4 – 42 Krankheitstage, alle Kalendertage, inklusive Wochenenden und Feiertagen Zum Vergleich die jeweiligen Krankenquoten weiterer Institutionen Krankenquote des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 5,93 % Basis Kalendertage (ohne Wochenenden und Feiertage), Krankentage laut Meldung 1 – 42 Tage, aus Monatswerten wird der Jahresdurchschnitt ermittelt Quelle: IAB Krankenquote der Gesetzlichen Krankenversicherung 5,80 % Basis Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, 1 – 42 Tage (in der Regel erst ab 3 Tagen), aus 12 Stichtagswerten (zum Monats- anfang) wird der Jahresdurchschnitt ermittelt, Basis Arbeitstage ohne Wochen- enden und Feiertage, Beschäftigte und Arbeitslose Quelle: Statista Krankenstand Betriebskrankenkassen 5,90 % Basis Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, 1 – 42 Tage (in der Regel erst ab 3 Tagen), in der Regel auch über 42 Tage hinaus, aus Monatswerten wird der Jahresdurch- schnitt ermittelt, Basis Kalendertage, nur Beschäftigte Quelle: BKK Dachverband Hinweis zur Vergleichbarkeit: – Die Quoten der Krankenkassen beinhalten keine Kurzzeiterkrankungen (1 – 3 Tage) ohne ärztliches Attest. – Unternehmen sowie Krankenkassen rechnen oft die Langzeiterkrankungen (ab 43 Tage) heraus, da die Mitarbeiter*innen ausgesteuert sind und somit keine Kosten für das Unternehmen verursachen. – Des Weiteren werden in manchen Branchen die Ausfalltage auf Vollzeitäquivalente umgerechnet (nicht wie hier auf Personen). – Auch wird die Krankenstandquote in diesem Bericht anhand von 365 Kalendertagen inklusive Wochenenden und Feiertagen ermittelt, während diese in anderen Unter- nehmen und bei Krankenkassen oft rausgerechnet wird beziehungsweise nur die Arbeitstage berücksichtigt werden. 58 59 0 200 400 600 800 1.000 1.200 1.400 1.600 1.800 2.000 1.556 528 intern extern 2.9 Stellenbesetzung Zum Teil werden mehrere Personen mit einer Ausschreibung gesucht. Stellenausschreibungen 2024 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 1.614 1.801 Austritte Eintritte Ein und Austritte Gesamtverwaltung 2024 Zu den Austritten zählen unter anderem altersbedingte Gründe wie Rente und Pension wie auch arbeitgeber- und arbeitnehmerseitige Kündigungen und das Ende befristeter Beschäftigungen. 60 61 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 2024202320222021202020192018201720162015 AustritteEintritte 1.110 932875 1.256 1.139 1.000 1.034 1.339 1.589 1.264 1.607 2.099 2.277 1.794 1.614 1.931 1.801 2.858 2.365 2.853 Eintritte und Austritte seit 2015 Im Jahr 2024 hat sich die Anzahl der Eintritte etwa auf Vorjahresniveau gehalten. Die Austritte bei der Stadt Köln sind um 317 Personen niedriger als im Vor jahr. 2.10 Stellenplan Entwicklung der Mehrstellen seit 2003/2004 Nachdem unter anderem aufgrund der Geflüchtetenthematik seit 2015 höher ausfallende Stellenzusetzungen erforderlich waren, war die Anzahl der Mehrstellen ab dem Stellenplan 2016/2017 zunächst wieder stark rückläufig. Die Corona-Pandemie machte kurzfristig eine temporäre Personalaufstockung erforderlich, sowie langfristig eine Stärkung des öffentlichen Gesundheitsdienstes. Diese Entwicklung und die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine haben ab dem Stellen- plan 2022 erhöhte Stellenzusetzungen gefordert. Im Stellenplan 2025/2026 werden keine zusätzlichen Stellen für neue Aufgaben vorgesehen, die zusätzliche Aufwände im Haushalt verursachen. Gleichwohl müssen mit diesem Stellenplan 2025/2026 die bereits im laufenden Stellenplan 2023/2024 anerkannten Bedarfe (718,82 Mehrstellen) verfahrenstechnisch abschließend umgesetzt und abgebildet werden. Diese Mehrstellen aus dem Stellenplan 2023/2024 sind vollständig finanziert. 62 63 Entwicklung der Mehrstellen seit 2003/2004 0 200 400 600 800 1.000 1.200 1.400 2025/ 2026 2023/ 2024 20222020/ 2021 201920182016/ 2017 20152013/ 2014 20122010/ 2011 2008/ 2009 20072005/ 2006 2003/ 2004 203,39 485,72 1.027,54 1.043,37 1.207,20 357,39 185,22 312,10 482,12 505,23 630,76 541,92 486,24 378,9 867,67 Durchschnittliche Anzahl MehrstellenMehrstellen je Stellenplan 826,62 Stellenentwicklung seit 2020/2021 Mit der Verabschiedung des Stellenplanes 2025/2026, ist der Stellenbestand der Kernverwaltung auf rund 20.678 Stellen gestiegen. Die Tabelle zeigt (saldiert) die Entwicklung der Stellenzusetzungen und -absetzungen sowie der Entfristungen und Befristungsverlängerungen seit dem Stellenplanjahr 2020/2021. 2020/2021 2022 2023/2024 2025/2026 Mehrbedarfe insgesamt 697,57 573,44 1.237,70 872,82 Neue Mehrstellen 541,92 486,24 1.207,20 826,62 … davon unbefristet 497,52 454,16 1.134,93 555,66 … davon befristet 44,40 32,08 72,27 317,16 Mehrbedarfe aus befristeten Stellen 155,65 87,20 30,50 46,20 … davon aus Entfristungen 36,70 5,50 11,50 22,50 … davon Verlängerungen von befristeten Stellen 118,95 81,70 19,00 23,70 Wenigerstellen insgesamt 48,22 40,02 47,89 491,89 … davon unbefristet -22,67 -25,02 -5,14 -443,14 … davon befristet -25,55 -15,00 -42,75 -48,75 Mehrstellen insgesamt (Saldo Mehr/Wenigerstellen) 493,70 446,22 1.159,31 334,73 Gesamtstellenzahl gerundet1) 18.673 19.188 20.343 20.678 1) Gerundete vollzeitverrechnete Stellen, ohne Nachwuchskräfte und ohne die Stellen der eigen- betriebsähnlichen Einrichtungen. Die zu den jeweiligen Stellenplanjahren vom Rat beschlossenen Änderungsanträge der Fraktionen sind in den Gesamtstellenzahlen berücksichtigt. Im Stellenplan 2025/2026 werden keine zusätzlichen Stellen für neue Aufgaben vorgesehen, die zusätzliche Aufwände im Haushalt verursachen. Gleichwohl müssen mit diesem Stellenplan 2025/2026 die bereits im laufenden Stellenplan 2023/2024 anerkannten Bedarfe (718,82 Mehrstellen) verfahrenstechnisch abschließend umge- setzt und abgebildet werden. Diese Mehrstellen aus dem Stellenplan 2023/2024 sind vollständig finanziert. Zu den anerkannten Mehrbedarfen 2023/2024 gehören insgesamt 872,82 Mehrstellen (davon 317,16 Stellen befristet) zum Stellenplan 2025/2026. 64 65 Mehrstellen 2025/2026 nach Aufgabenschwerpunkten (nicht abschließend) Zu den anerkannten Mehrbedarfen 2023/2024 gehören insgesamt 872,82 Mehrstellen (davon 317,16 Stellen befristet) zum Stellenplan 2025/2026. Diese setzen sich schwer- punktmäßig wie folgt zusammen: Anzahl Stellen Thema/Aufgabe und Amt 174,75 Befristeter Mehrbedarf zur Umsetzung der Wohngeldreform 61,75 Mehrstellen im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD), unter anderem zur Umsetzung des "Hilfe zur Erziehung – Konzeptes" 55,00 Aufstockung des Stellenpools im Bereich des Jobcenters aufgrund der Ausweitung des Kapazitätsplans (refinanziert) 50,75 Befristeter Mehrbedarf im Rahmen des ÖGD-Pakt (Öffentlicher Gesundheitsdienst) 46,70 Befristete Mehrstellen zur Umsetzung des neuen Staatsangehörigkeitsgesetzes 46,60 Mehrstellen zur Überführung der Honorarkräfte in eine Festanstellung in der Rheinischen Musikschule 38,00 Mehrstellen in einem zentralen Stellenpool als Unterstützungskräfte für Schulhausmeisterdienste 31,50 Mehrstellen zur Kompensation der verringerten Nettoarbeitszeit aufgrund des Tarifabschlusses Sozial- und Erziehungsdienst 2022 bei den Tageseinrichtungen und der Tagesbetreuung für Kinder 20 Mehrstellen aufgrund der Aufstockung der Höhenrettung (37) 12,8 Mehrstellen aufgrund von Neubauten im Bereich der Schulen (02) 9 Mehrstellen im Bereich der Zusatzversorgung und Beihilfe (1100) 2024 wurden 318 Nachwuchskräfte (Studierende und Auszubildende) in 30 verschiedenen Berufsbildern eingestellt. Ausbildungsquote Die Quote liegt seit 2020 um die 8 Prozent. In 2024 ist sie auf 8,89 Prozent gestiegen. 2.11 Ausbildung Gesamtzahl Auszubildende und Studierende 2024: 1.050 zuzüglich Praktikant*innen und Volontär*innen: 375 6 % 7 % 8 % 9 % 10 % 20242023202220212020201920182017201620152014 8,03 %7,98 % 8,24 %8,08 % 8,95 %8,79 % 8,04 % 7,26 % 6,64 % 6,29 % 8,89 % 66 67 Art der Ausbildung Anwärter*innen (Beamtenrecht): 619 Auszubildende (Tarifrecht): 43159 % 41 % Altersgruppen Nachwuchskräfte Studierende, Auszubildende, Praktikant*innen, Volontär*innen Durchschnittsalter: 25 Jahre < 20 20 - 24 25 - 29 30 - 34 35 - 39 40 - 44 45 - 49 50 - 54 55 - 59 MännerFrauen 1 0 2 1 114 1328 4137 156151 292357 9479 6395 2.12 Personal aufwendungen 1) Planwerte gemäß Beschluss vom 13.02.2025 Die Personalaufwendungen sind einschließlich der Beihilfen und der Zusatz- versorgungskasse (ZVK) für das aktive Personal je Haushaltsjahr in Millionen Euro abgebildet. Personalaufwendungen Kernverwaltung Angaben (gerundet) in Millionen Euro 0 200 400 600 800 1.000 1.200 1.400 1.600 2029 1)2028 1)2027 1)2026 1)2025 1)202420232022202120202019 543 1.142 207 582 1.152 216 613 1.192 218 634 1.275 234 672 1.279 234 721 1.339 238 781 1.492 280 819 1.545 292 829 1.563 296 842 1.584 301 811 1.533 290 Gesamt (inklusive Arbeitgeberanteile, Beihilfe, Rückstellung ...) davon Entgelt Beschäftigtedavon bezüge Beamte 68 69 Personalaufwendungen Kernverwaltung aufgeschlüsselt Angaben (gerundet) in Millionen Euro Übersicht Personalauf wendungen 2020 2021 2022 2023 2024 20251) 20261) 20271) 20281) 20291) Bezüge Beamt*innen 215,8 218,2 234,2 233,7 250,6 280,2 289,8 292,0 296,4 300,9 Entgelt Beschäftigte 582,1 612,6 634,4 671,6 725,4 780,9 811,2 818,9 829,4 842,0 Arbeitgeber- anteile Sozial- versicherung 166,3 177,7 185,7 188,9 212,3 218,5 217,7 219,9 222,7 226,1 Unfall- versicherung 2,4 3,6 3,2 3,5 3,7 4,2 4,3 4,4 4,5 4,5 Beihilfe 15,7 16,0 16,3 17,6 21,4 18,9 18,8 19,0 19,2 19,5 zahlungs- wirksamer Personalauf- wand 982,3 1.028,1 1.073,8 1.115,3 1.213,4 1.302,7 1.341,8 1.354,2 1.372,2 1.393,0 Pensionsrück- stellungen 90,8 105,3 129,0 99,4 149,0 124,2 124,2 124,2 124,2 124,2 Beihilfe- rückstellung 31,3 25,5 37,4 23,8 41,0 29,8 29,8 29,8 29,8 29,8 Rück- stellungen für ATZ, Urlaub, Überstunden, LOB etc. 47,1 33,3 35,0 41,0 48,0 35,3 36,8 36,8 36,8 36,8 Rückstellungs- aufwand insgesamt 169,2 164,1 201,4 164,2 238,0 189,3 190,8 190,8 190,8 190,8 Personalauf wendungen gesamt 1.151,5 1.192,3 1.275,2 1.279,4 1.451,4 1.492,0 1.532,6 1.545,0 1.563,0 1.583,8 Die vorliegende Übersicht zeigt die (voraussichtliche) Entwicklung der Personalauf- wendungen in der Kernverwaltung über einen Zeitraum von zehn Jahren – von 2020 bis zur Haushaltsplanung 2029. Sie berücksichtigt sowohl die zahlungswirksamen Aufwendungen (zum Beispiel Bezüge, Entgelte, Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung) als auch nicht zahlungswirksame Komponenten wie Rückstellungen für Pensionen und Beihilfen. 1) Planwerte gemäß Beschluss vom 13.02.2025 Personalintensität Kernverwaltung in Prozent Angaben in Millionen Euro, gerundet 1) Planwerte gemäß Beschluss vom 13.02.2025 Die Personalintensität drückt aus, in welchem Umfang im operativen Kernbereich einer Gemeinde die ordentlichen Aufwendungen durch Aufwendungen für Personal gebunden werden. 0 1.000 2.000 3.000 4.000 5.000 6.000 7.000 8.000 9.000 10.000 11.000 12.000 13.000 14.000 2029 1)2028 1)2027 1)2026 1)2025 1)2024202320222021202020192018 4.457 3.466 22 % 991 4.846 3.704 24 % 1.142 5.623 4.471 20 % 1.152 5.086 3.893 23 % 1.193 5.564 4.289 23 % 1.275 5.778 4.499 23 % 1.279 6.250 4.799 23 % 1.451 6.288 4.796 23 % 1.492 6.498 4.965 24 % 1.533 6.564 6.703 6.852 5.2685.1405.019 24 % 23 %23 % 1.545 1.563 1.584 Personalaufwand anderer ordentlicher Aufwand ordentlicher Aufwand 70 71 Herausgebende Stelle Das Personal- und Verwaltungsmanagement Möglichmacher*innen für 21.848 Beschäftigte Führungskräfte 54 weiblich 78,8 % männlich 21,2 % Abteilungen 5 110 – Zentrale Verwaltung Personalcontrolling, Finanzen 111 – Kompetenzzentrum Personalentwicklung, Personalmarketing, Ausbildung 112 – Organisation Standards und Grundsätze, Organisationsmanagement und -entwicklung 113 – Personalservice und beratung Entgelt, Versorgung, Arbeits- und Beamtenrecht 114 – Bewerbercenter Recruiting und Bewerberbüro Kolleg*innen 424 weiblich 66,7 % männlich 33,3 % Stichtag für die Zahlen ist der 31.12.2024 Fazit Wir machen Köln – wir fassen zusammen Personalberichts-Summary Gemeinsam im Wandel Die Stadt Köln verändert sich – und mit ihr auch die Anforderungen an die Verwaltung. Im Zentrum dieses Wandels stehen die Menschen, die Köln gestalten: Zum Stichtag 31.12.2024 haben 21.848 Menschen im Stammpersonal gearbeitet, die mit ihrem Einsatz, ihrer Vielfalt und ihrem Engagement das Rückgrat der Stadtverwaltung bilden und Köln machen. Starke Signale im Recruiting Mit 1.801 Eintritten gab es erneut mehr Eintritte als Austritte – und damit 317 mehr als im Vorjahr. In insgesamt 1.556 internen und 528 externen Ausschreibungen spiegelte sich ein aktives und breit aufgestelltes Recruiting wider. Die Resonanz: Über 17.000 externe Bewerbungen – ein klares Zeichen, dass die Stadt Köln als Arbeitgeberin immer attraktiver wird. Jobfamilien mit Perspektive Besonders erfreulich ist die positive Entwicklung in den Jobfamilien der ärztlichen und therapeutischen Berufen (von 498 auf 526), in den MINT Feldern (von 2.847 auf 2.993) sowie in den lehrenden und bildenden Tätigkeiten (von 167 auf 321). In den gewerblich technischen und MINT-Berufen ist zudem der Frauen anteil weiter gestiegen (Steigerung in den MINT-Bereichen zwischen 0,4 und 1,4 Prozentpunkte) – ein wichtiger Schritt in Richtung einer vielfältigen und chancengerechten Stadtverwaltung. Neue Wege in Personalmarketing und Personalsuche Ob direkter Kontakt über Präsenzen auf Messen und Jobbörsen, im schulischen Kontext oder auch auf Events wie der Gamescom oder dem Kölner CSD wie auch im indirekten Kontakt über Website und Social Media Kanäle – die Stadt Köln zeigt 72 73 Gesicht und präsentiert sich als attraktive Arbeitgeberin in der Region. Ein wichtiger Bestandteil ist beispielsweise der weiterentwickelte „Mach Köln!“ Kanal, der gezielt alle potenziellen Kölnmacher*innen anspricht. Erfolgreich ausgebildet 95,9 Prozent bestehen ihre Prüfung Fachkräftemangel und demografischer Wandel stellen viele Arbeitgeber*innen vor große Herausforderungen. Das Durchschnittsalter der Mitarbeitenden steigt leicht auf 45,4 Jahre – ein Indikator für Erfahrung, aber auch eine Auftrag für gezielte Nach- wuchsförderung und -suche. Die Stadt Köln setzt weiterhin auf eine starke und nach- haltige Nachwuchsförderung. Mit 5.283 Bewerbungen im Verwaltungsbereich zeigt sich, dass die Stadt Köln – entgegen dem bundesweiten Trend – die Bewerbungen für Ausbildungsplätze leicht steigern konnte. 318 neue Auszubildende sind im Verwaltungsbereich in 2024 gestartet. Damit bleibt die Ausbildung ein zentraler Bestandteil der Personalstrategie. Besonders erfreulich: 231 Absolvent*innen haben 2024 erfolgreich ihre Prüfungen bestanden – eine beein- druckende Erfolgsquote von 95,9 Prozent. Insgesamt wurden in 2024 in der Gesamtverwaltung 1.425 Menschen ausgebildet. Um auch in Zukunft talentierte Nachwuchskräfte für die Stadtverwaltung zu gewinnen, wurden die Maßnahmen im Ausbildungsmarketing weiter ausgebaut. Neben der Präsenz auf großen Job- und Ausbildungsmessen setzt die Stadt auf moderne zielgruppen- gerechte Formate wie das Veranstaltungsformat „Date mit Deiner Zukunft“ , das als eine Art Tag der offenen Tür spannende Einblicke und Kontaktmöglichkeiten in die vielfältigen Ausbildungsperspektiven gibt. Die Zahl der Ausbildungs- und dualen Studiengänge konnte in den vergangenen Jahren auf insgesamt circa 45 gesteigert werden. Für den neuen Nachwuchs wird das persönliche Erleben der Stadtverwaltung über Willkommensveranstaltung, Ämterrallyes und Einführungstage besonders wertvoll gestaltet. Die Stadt Köln bleibt damit eine der attraktivsten Arbeitgeberinnen für junge Talente mit einem starken Fokus auf moderne Nachwuchsgewinnung, praxisnahe Ausbildung und individuelle Entwicklung. Divers, bunt und vielfältig Der Anteil der Mitarbeitenden mit nichtdeutscher Staatsangehörigkeit ist in 2024 auf 8,22 Prozent gestiegen. Insgesamt arbeiten natürlich viel mehr Menschen mit internationaler Familiengeschichte bei der Stadt Köln. Die Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen liegt bei 9,63 Prozent und befindet sich damit weit über der Inklusionsquote von 7 Prozent, die sich die Stadt Köln als Ziel gesetzt hat, wie auch der gesetzlichen Pflichtquote von 5 Prozent. Einige Statistiken in diesem Bericht betrachten die Personalzahlen geschlechter- getrennt nach weiblich und männlich. In Deutschland sind folgende Geschlechts- einträge möglich: „weiblich“ , „männlich“ , „divers“ und „ohne Angabe“ . Perspektivisch möchten wir auch differenzierte Aussagen zu Mitarbeitenden mit nicht-binärer Geschlechtsidentität ermöglichen. Dafür ist eine entsprechende Datenbasis notwendig, die derzeit noch nicht in ausreichendem Umfang vorliegt. Die Verwaltung strebt eine möglichst inklusive und differenzierte Darstellung an und begrüßt es, wenn Mitarbeitende – dort, wo es möglich ist – ihre Angaben aktualisieren. Selbstverständlich ist dies freiwillig und unter Beachtung des Datenschutzes. Bislang liegen uns noch nicht genug aussagefähige Daten vor. Daher ist in diesem Bericht nur eine Darstellung getrennt nach Frauen und Männern möglich. In den Gesamtsummen der jeweiligen Analysen sind natürlich immer alle Mitarbeitenden enthalten. Flexibilität entwickelt sich weiter positiv – mehr T eilzeit, auch in Führung Flexibilität in der Arbeitswelt gewinnt weiter an Bedeutung. Die Teilzeitquote ist um einen Prozentpunkt auf 33 Prozent gestiegen – ein Trend der sowohl Frauen als auch Männer in der Verwaltung betrifft. Denn auch die Vereinbarkeit von Beruf und individuellen Lebensphasen bleibt ein zentrales Anliegen der Stadtverwaltung. Im Fokus: Prozesse – für effiziente Abläufe in der Verwaltung Mit einer offiziellen Netzwerkveranstaltung wurde in 2024 der Grundstein für das Vorbereitungsprojekt zur Einführung eines gesamtstädtischen Prozessmanagements gelegt. Ziel ist es, Grundlagen für ein erfolgreiches Prozessmanagement zu erarbeiten, das Prozesse effizienter, transparenter und nutzendenfreundlicher gestalten kann – sowohl für die Mitarbeitenden als auch für die Bewohner*innen der Stadt Köln. Zukunft mit Perspektive Die Stadtverwaltung befindet sich in einem dynamischen Wandel – fachlich, kulturell und strukturell. Um diesem Wandel gerecht zu werden, setzen wir weiterhin auf eine starke Personalstrategie, die auf Dialog, Entwicklung, Vereinbarkeit, Führung und Vielfalt baut. Im Fokus steht dabei nicht nur der Mensch, sondern auch die Organisation als lernende Verwaltung. Dazu ist es erforderlich, die Stadtverwaltung durch gezieltes Projektmanagement und Prozessoptimierungen, durch Digitalisierung, Automatisierung und Erschließung weiterer Themenfelder, die den Anforderungen an eine moderne Großstadt entsprechen, in den Fokus zu nehmen. 74 75 Dank Wir bedanken uns bei allen Kölnmacher*innen, die bei diesem Jahresbericht zur Personal- und Organisationsentwicklung mitgewirkt haben. Danke an alle Abteilungen, die uns mit Daten, Feedback und wertvollen Einblicken unterstützt haben. Glossar Abgeordnete/abgeordnetes Personal: verbeamtete Mitarbeitende, die vorübergehend ihre Tätigkeit bei einem anderen Dienstherren wahrnehmen (nicht zu verwechseln mit politischen Abgeordneten) Gesamtpersonal: Stammpersonal plus Abgeordnete, Honorarkräfte, Anwärter*innen, Auszubildende, Praktikant*innen, Volontär*innen, Zivildienstleistende, Bundesfrei- willigendienst, Beurlaubte und Mitarbeitende in der Freistellungsphase der Altersteilzeit Gesamtverwaltung: Kernverwaltung plus die eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen und Sondervermögen: Gebäudewirtschaft, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Bühnen, Orchester und die Zusatzversorgungs- und Beihilfekasse Gleichstellungsplan: definiert die Ziele und Schwerpunkte der städtischen Gleich- stellungsarbeit für die kommenden Jahre und benennt entsprechende Maßnahmen zur Erreichung der Gleichstellungsziele. Der Gleichstellungsplan löst den vorherigen Frauenförderplan ab. Inklusionsvereinbarung: Vertrag der Arbeitgeberin Stadt Köln mit der Gesamtschwer- behindertenvertretung und dem Gesamtpersonalrat, welcher die Teilhabe behinderter und schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben stärken und unterstützen soll. Abgeschlossen im Dezember 2016, löst die Inklusionsvereinbarung die vorherige Integrationsvereinbarung der Stadt Köln ab. Jobfamilien: Zusammenfassung von unterschiedlichen Berufsbildern zu Gruppen auf Basis des Berufskatalogs der Bundesagentur für Arbeit in Verbindung mit den sogenannten MINT-Berufen (siehe Seite 72) Kernverwaltung: alle Organisationseinheiten im administrativen Kernbereich (Dezernate, Fachbereiche, Ämter, Abteilungen, Sachgebiete oder ähnliche) einer Kommunalen Verwaltung, ohne eigenbetriebsähnliche Einrichtungen sowie Organisatorisch und/oder rechtlich verselbstständigten Einrichtungen (Eigenbetrieb, Eigengesellschaft, Stiftung und andere) 76 77 Laufbahngruppen: Laufbahnen, die verwandte und gleichwertige Vor- und Ausbildungen voraussetzen Laufbahngruppe 1 – ehemaliger Einfacher Dienst und Mittlerer Dienst Laufbahngruppe 2,1. Einstiegsamt – ehemaliger Gehobener Dienst Laufbahngruppe 2,2. Einstiegsamt – ehemaliger Höherer Dienst MINTBerufe: steht für Berufsbilder in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik Punktdienststellen: Aus Dienststellen ausgelagerte, selbstständige Teilbereiche mit eigenen Entscheidungskompetenzen, für die wirtschaftliche und/oder rechtliche Besonderheiten gelten (zum Beispiel 1100/Zusatzversorgung und Beihilfe, 5000/Jobcenter). Im Dezernatsverteilungsplan mit einem Punkt vor der Dienststellen- nummer gekennzeichnet Stammpersonal: alle aktiven angestellten und verbeamteten Mitarbeiter*innen der Gesamtverwaltung (inklusive der eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen Gebäude- wirtschaft, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Bühnen und Orchester und der Zusatzversorgungs- und Beihilfekasse als Sondervermögen der Stadt Köln) wie im Dezernatsverteilungsplan der Stadt Köln abgebildet Vollzeitäquivalent (VZÄ): Hilfsgröße bei der Messung von Arbeitszeit, definiert als die Anzahl der gearbeiteten Stunden, geteilt durch die übliche Arbeitszeit eines Vollzeit- Erwerbstätigen. Die Anzahl der VZÄ gibt an, wie viele Vollzeitstellen sich rechnerisch bei einer gemischten Personalbelegung mit Teilzeitbeschäftigten ergeben. Nummer Jobfamilie 1 Ärztliche und therapeutische Tätigkeiten Zum Beispiel Arzt*Ärztin, Logopäd*in, (Schul-)Psycholog*in 2 Erziehung, soziale und hauswirtschaftliche Tätigkeiten Zum Beispiel Erzieher- und Kinderpflegeberufe, Sozialarbeiter*in 3a Verwaltung Verwaltungsberufe 3b Sonstige Verwaltungsberufe Zum Beispiel Jurist*in, Call-Center-Agents, (Schul-)Sekretär*in, Bibliothekar*in 4a MINT Informatik Berufe in der Datenverarbeitung 4b MINT Mathematik, Naturwissenschaften Berufe im Geo- und Umweltbereich 4c MINT T echnik Zum Beispiel Techniker*in, Architekt*in, Ingenieur*in, technische Feuerwehrberufe, Vermessungsberufe 5 Gewerblich-technische Berufe Zum Beispiel Reinigungskraft, Schneider*in, Sportplatzwart*in, Straßenbauberufe, Gärtner*in 6 Kultur Berufe im künstlerischen Bereich 7 Lehrende bildende Tätigkeiten Zum Beispiel Musikschullehrer*in 8 Sicherheit und Überwachung Zum Beispiel Ordnungs- und Ermittlungsdienst, Feuerwehrberufe, Schulwegbegleiter*in Kontakt Stadt Köln Personal- und Verwaltungsmanagement Willy-Brandt-Platz 3 50679 Köln T: 0221 221-34888 F: 0221 221-22219 personalundverwaltungsmanagement@stadt-koeln.de Die Oberbürgermeisterin Dezernat für Allgemeine Verwaltung und Ordnung Personal- und Verwaltungsmanagement Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Gestaltung und Druck Zentrale Dienste der Stadt Köln Bildnachweis Seite 6 – 7: Gruppenfoto Personal- und Verwaltungsmanagement: Constantin Ehrchen für Stadt Köln; Seite 28: Jubilarenehrung: Sabine Große Wortmann für Stadt Köln; Wenn nicht anders angegeben: Stadt Köln 13-JH/120-25/Dez I/40/06.2025
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1822/2025
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 17.06.2025
- Erstellt
- 05.06.2025 13:14