1229/2019
Folgen der Sturm- und Trockenheitsereignisse 2018/2019 für den städtischen Baum- und Waldbestand
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Mitteilung Ausschuss
846 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/67/671 Vorlagen-Nummer 16.04.2019 1229/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für Umwelt und Grün 09.05.2019 Folgen der Sturm- und Trockenheitsereignisse 2018/2019 für den städtischen Baum- und Waldbestand Der Witterungsverlauf des Jahres 2018 war von deutlichen Anzeichen des Klimawandels geprägt. Im Januar zogen die Sturmtiefs „Burglind“ (03.01.) und „Friederike“ (18.01.) mit Orkanböen über Köln. Das Frühjahr war ab April warm und durch eine langanhaltende Trockenperiode, die bis in den Spätherbst anhielt, geprägt. Im März 2019 (10.03.) fegte Sturmtief „Eberhard“ u.a. über Köln hinweg. Der beigefügte Bericht erläutert die damit verbundenen Folgen für den städtischen Baum- und Wald- bestand. Anlage Bericht Gez. Greitemann
Anlage 1 - Trochenschäden an Bäumen
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Amt für Landschaftspflege und Grünflächen
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Grüne Infrastruktur
Stadtgrün
Sachgebiete Baum und Forst
Bericht:
Folgen der Sturm- und Trockenheitsereignisse 2018/19 für den Kölner
Baum- und Waldbestand
- Zusammenfassung
- Wie werden Bäume mit der Hitze fertig?
- Verstärktes Auftreten von Krankheiten
• Massaria
• Komplexkrankheit Buche
• Rußrinde/Eschentriebsterben
- Sturm „Eberhard“
- Städtischer Wald
- Auswirkungen auf den Haushalt
- Anpassung an den Klimawandel
• GALK-Straßenbaumtest
• Baumstandards
• Waldlabor Köln
Amt für Landschaftspflege und Grünflächen
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Zusammenfassung
Das vergangene Jahr 2018 war geprägt durch zwei starke Stürme zum Ende des Winters
und eine sehr langanhaltende Trockenperiode, die bis in den späten Herbst reichte. Im Früh-
jahr 2019 fegte wiederum ein starker Sturm über die Stadt. Diese besonderen Wetterereig-
nisse hatten Auswirkungen auf den Baumbestand in Köln.
Im April 2018 begann eine Trockenperiode, die bis in den November anhielt. Bereits Im Mai
stieg die Temperatur bis auf 30 Grad. Durch das warme Frühjahr trieben die Bäume früh
aus. Es kam zu einer ungewöhnlich starken Blüte aller Baum- und Straucharten. Da keine
Spätfröste auftraten, konnte sich ein guter Fruchtbehang entwickeln.
Das Niederschlagsdefizit des Frühjahrs und Sommers führte bundesweit und auch in Köln zu
einer außergewöhnlichen Dürre. Ab dem Juli, der extrem trocken und heiß war, reagierten
die Bäume, vor allem Birken, Hainbuchen, Linden und Bergahorn auf die Trockenheit mit
dem Abwurf von Blättern, um ihre Verdunstungsfläche zu vermindern.
Eine abschließende Bilanz der Schäden am Baumbestand durch die langanhaltende Tro-
ckenheit kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vorgelegt werden. Bisher sind insgesamt 35
hitze- und trockenheitsbedingte Ausfälle von Straßenbäumen im Straßenbaumkataster ver-
zeichnet. Im weiteren Verlauf des Blattaustriebes werden ggf. weitere abgestorbene Bäume
zu verzeichnen sein.
Auffällig ist jedoch, dass besonders Bäume und Gehölzbestände auf ungünstigen Standor-
ten, wie z.B. Tiefgaragen oder unterbauten Flächen unter den Folgen der Hitzeperiode litten
und zum großen Teil abgestorben sind. Dies trifft auch auf viele Nadelgehölze (Eiben, Le-
bensbäume) in den Grünanlagen und auf den Friedhöfen zu. In der Regel werden diese Ge-
hölze nicht im Straßenbaumkataster erfasst, so dass keine Daten über die Verluste vorlie-
gen.
Es zeichnet sich jedoch ab, dass der Wassermangel des vergangenen Sommers dazu ge-
führt hat, dass die Bäume durch Absterben einzelner Äste oder Kronenpartien auf die Tro-
ckenheit reagiert haben. Dies bedeutet in der Folge einen erhöhten Aufwand zur Herstellung
der Verkehrssicherheit. Zum anderen zeichnet sich aber auch ein erheblicher Einfluss auf die
Vitalität, also den „Gesundheitszustand“, der Bäume ab. Diese Schwächung der Bäume führt
dazu, dass verstärkt Krankheitserreger auftreten, die gesunde und vitale Bäume nicht schä-
digen können. Massaria bei Platanen ist ein solcher Schwächepilz, der zum Absterben von
Ästen führt. Ein verstärkter Massaria-Schub deutet sich jetzt schon deutlich an. Ein verstärk-
tes Auftreten der Rußrindenkrankheit, die ausschließlich Ahornbäume befällt, wird ebenfalls
festgestellt. Erstmals eindeutig definiert wurde die sog. „Buchenkomplexkranheit“, deren Auf-
treten eindeutig mit der Schwächung der Bäume durch Trockenheit in Verbindung gebracht
werden kann. Auch in diesen Fällen muss zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit ein er-
höhter Aufwand betrieben werde, der den finanziellen Aufwand in diesem Jahr erhöhen wird.
Im Folgenden werden diese Krankheiten näher erläutert.
Der städtische Wald wurde vor allem durch die drei Sturmereignisse besonders betroffen.
Dies war nicht flächendeckend der Fall, sondern betraf jeweils nur bestimmte Bereiche des
Stadtgebietes.
Die anhaltende Trockenheit führte in den Fichtenbeständen ab August zu einem massiven
Befall durch Borkenkäfer (1% der Gesamtfläche). In den Beständen liegendes Windwurfholz
Amt für Landschaftspflege und Grünflächen
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bot im Zusammenspiel mit der ungewöhnlichen Niederschlagsarmut boten ideale Brutvo-
raussetzungen. Betroffen waren alle Fichtenbestände im rechtsrheinischen und linksrheini-
schen Wald.
Die verstärkt auftretenden Sturmereignisse und die langanhaltende Trockenheit im letzten
Jahr erfordern geeignete Maßnahmen zur Optimierung der Standortvoraussetzungen von
Bäumen und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel. Die Definition von Baum-
standards, die Teilnahme an dem bundesweiten GALK-Straßenbaumtest und die Erkennt-
nisse aus dem Waldlabor sind wichtige Bausteine hierfür.
Wie werden Bäume mit der Hitze fertig?
„Die aktuelle Hitze und vor allem Trockenheit macht unseren Bäumen zu scha ffen. Um mit
den widrigen Umständen klar zu kommen, haben sie allerdings pfiffige Strategien entwickelt.
Wird die Wasserversorgung der Bäume schlechter, fällt der Druck, mit dem das Wasser von
den Wurzeln in die Kronen transportiert wird, ab. Die Bäume müssen also härter arbeiten,
um das Wasser bis in die Blätter transportieren zu können. Ein erstes Anzeichen für diesen
Druckabfall sind hängende Blätter. Um eine weitere Austrocknung und den damit verbunde-
nen Druckabfall zu vermeiden, schließen die Bäume daraufhin die Spaltö ffnungen (Stomata)
ihrer Blätter. Sie verlieren dadurch weniger Wasser, können aber gleichzeitig auch nur weni-
ger Kohlendioxid aufnehmen. Sie büßen damit also produktive Fotosyntheseleistungen, die
sie für ihre Ernährung brauchen, ein.
Im nächsten Schritt werfen die Bäume Blätter und Früchte ab. Besonders empfindlich sind
Birken, die dann alle Blätter abwerfen und ihre Transpiration damit um 95 Prozent verringern.
Danach bekommen sie wieder schnell neue Blätter.
Untersuchungen aus dem Trockenjahr 2003 zeigen, dass bereits im August Nadelstreumen-
gen viermal so hoch anfielen als in normalen Jahren. Bei Buchen wurde mit knapp einer
Tonne pro Hektar etwa ein Drittel des gesamten Buchenlaubes abgeworfen.
Eichen, Weiden und Pappeln trennen sich im Notfall gleich von ganzen Ästen. Abgeworfen
werden die untersten Seitenzweige eines Jahrestriebes. Dieses Phänomen nennen Botani-
ker Absprünge, auf die sich die Pflanzen gut vorbereiten. Bevor sie die Zweige abwerfen, ha-
ben sie in der Trennungszone Korkgewebe gebildet, so dass die Wunde bereits verheilt ist.
Eine weitere Reaktion auf Trockenheit ist verändertes Wachstum. Während der oberirdische
Blätter-und Nadelzuwachs abnimmt, investieren die Bäume in neue Wurzeln, um die Was-
seraufnahme zu verbessern.
Bleibt es weiterhin trocken, sinkt der Druck, mit dem das Wasser durch die Leitbahnen in die
Kronen transportiert wird, weiter, und es bilden sich Gasblasen. Diese lassen die Wasserfä-
den reißen und hemmen damit den Wassertransport zusätzlich. Durch das Reißen der Was-
serfäden schwingen die Gefäßwände ein paar Mal hin und her und erzeugen Töne, die man
mit einem Stethoskop hören kann.
Gefährlich wird es für die Bäume, wenn die Wasserleitfähigkeit unter 40 Prozent sinkt. Ab
diesem exakten Grenzwert stirbt der Baum, wie Wissenschaftler/-Innen des Max-Planck-In-
stitutes in Jena erst kürzlich bei Untersuchungen an Fichten und Kiefern herausfanden.
In Wäldern leiden größere Bäume in Dürrezeiten mehr als jüngere, erstaunt im ersten Mo-
ment, ist aber das Ergebnis einer umfangreichen Untersuchung der Folgen von 40 Dürren in
38 verschiedenen Waldtypen. Ab einem Stammdurchmesser von 50 Zentimetern sank das
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Wachstum der Bäume in trockenen Zeiten überproportional ab und es erhöhte sich die Zahl
der Bäume, die abstarben. Die Gründe sind vielfätig. Größere Bäume haben zwar mehr Wur-
zelmasse, aber diese reicht nicht immer in größere Tiefen. Außerdem sind ihre herausragen-
den Kronen mehr der Sonne ausgesetzt und sie müssen das Wasser entgegen der Schwer-
krad in größere Höhen befördern.
Die Reaktionen auf die Trockenheit wirken sich noch im kommenden Jahr aus. Der Baum
kann durch die verkürzte Vegetationszeit keine Reserven aufbauen. Flachwurzler, wie die
Fichte auf ungeeigneten Standorten, haben meist noch zusätzlich mit Feinwurzelschäden zu
kämpfen. Verkürzte Triebe, verringerte Blattmassen und eingeschränkter Zuwachs schwä-
chen die Bäume für einige Zeit und machen sie anfälliger gegen Schädlinge und Witterungs-
stress. “ Sabine Krömer-Butz, Schutzgemeinschaft Deutscher Wald
Verstärktes Auftreten von Krankheiten
Verbunden mit der Hitzeperiode in 2018 wurden die Bäume in ihrer Vitalität geschwächt. In
der Folge traten verschiedene Krankheiten verstärkt auf.
Massaria
Stadtweit haben die Platanen einen massiven Massariaschub erfahren. Ein weiterer deutli-
cher Befallsschub ist im Frühjahr zu erwarten. Der Schlauchpilz Splanchnonema platani be-
fällt Äste bis in den Starkastbereich (vereinzelt auch Stämmlinge) und verursacht einen ra-
schen Holzabbau, der zu einer verminderten Bruchfestigkeit führt und somit eine Herausfor-
derung für die Gewährleistung der Verkehrssicherheit darstellt. Es fällt auf, dass der Befalls-
druck und somit die Ausprägung der Symptome in eng gepflanzten Beständen / Baumreihen
deutlich höher ist als an Solitären oder Platanen mit größeren Pflanzabständen.
Buchen-Komplexkrankheit
An zahlreichen Buchen in mehreren Grünanlagen wurden Symptome einer Buchen Rin-
dennekrose festgestellt. Die Komplexkrankheit wurde in Köln erstmals 2014 festgestellt.
Durchgeführte Untersuchungen ergaben damals keine aussagekräftigen Ergebnisse über die
Ursachen. In 2018/19 traten verstärkt Symptome an Buchen im Bereich des Stadtwaldes auf.
Eine erneute Begutachtung der Buchen durch einen Fachgutachter bestätigte als Befund die
Buchen-Komplexkrankheit. Auszüge aus dem Gutachten werden im Folgenden wiedergege-
ben.
„Die beobachteten Schadensmuster entsprechen in Teilen dem bekannten Verlauf des „klas-
sischen“ Buchensterbens mit Beteiligung vor allem des Pilzes Neonectria coccinea (Niesar et
al. 2007). Dieser Pilz ist in der Lage, nach entsprechender Vorschädigung einzelne Nekro-
sen, aber auch streifige und sehr ausgedehnte Nekrosen in der Rinde von Ästen, Stämmlin-
gen und auch am Hauptstamm der Buche zu verursachen. Erfahrungsgemäß wird das Holz
hinter solchen streifigen Nekrosen rasch von einer Reihe verschiedener Holzfäulepilze besie-
delt, weswegen es nachfolgend zur Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit kommt. Die Ge-
schwindigkeit, in der dies passiert, ist abhängig von der Aststärke bzw. der Stämmlings-
stärke, den beteiligten Pilzen und dem Nekrosenumfang. Konkrete Vorgaben für Kontrollin-
tervalle solcher Bäume können daher nicht gemacht werden, aber generell sollte gelten,
dass abgestorbene oder stark nekrotisierte Äste innerhalb eines kurzen Zeitraumes von ca.
einem halben Jahr nach Absterben entfernt werden sollten, und dass Bäume mit streifigen
Nekrosen an Hauptstämmlingen insgesamt eine schlechte Prognose haben und daher, je
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nach Kronenzustand und Einschätzung der Bruchsicherheit bzw. den Anforderungen an die
Verkehrssicherheit vor Ort, mittelfristig entnommen werden müssen.
Die beobachteten Schäden in der Oberkrone der meisten untersuchten Bäume entsprechen
eher dem Verlauf der „neuartigen“ Kronenschäden der Buche, .... Solche Kronenschäden
sind geprägt vom Absterben einzelner Äste und Kronenpartien unter Beteiligung von „Son-
nenbrandnekrosen“ (welche meist von schwächeparasitischen Pilzen wie Neonectria cocci-
nea erweitert werden), Insektenbefall (Buchenprachtkäfer und Bunter Buchenborkenkäfer)
sowie raschem Befall durch verschiedene Holzfäulepilze, unter denen die Familie der Xylari-
ales (Hypoxylon spp., Biscogniauxia nummularia) dominiert. Als auslösende Faktoren gelten
hier, neben der raschen Öffnung der Bestände (Sonnenbrandgefahr), intensive und kurz auf-
einander folgende Masten (Fruktifikation), welche den Holzzuwachs und die Vitalität der Bu-
che stark herabsetzen. Strahlungsreiches, warmes Frühsommerwetter induziert solche Vor-
gänge bei der Buche, weshalb die unter den Bedingungen des „Klimawandels“ beobachteten
Witterungstrends in den letzten beiden Jahrzehnten zu einer Häufung starker Masten und
zur Zunahme abiotischer Stressoren bei der Buche beigetragen haben.
Bei zahlreichen Bäumen kommt offenbar dem Sommer 2018 eine wesentliche prädisponie-
rende Rolle zu. Solche Bäume, die zuhauf in den Beständen zu sehen sind, haben im Herbst
2018 zum großen Teil ihr Laub nicht verloren, was ein Hinweis darauf ist, dass sie nicht mehr
in der Lage waren, ein Demarkationsgewebe am Blattgrund auszubilden. Bei solchen Bäu-
men, die noch im Spätwinter 2018/2019 im vertrockneten Herbstlaub stehen, muss man da-
von ausgehen, dass sie mindestens zu einem wesentlichen Teil soweit durch akute Trocken-
schäden beeinträchtigt sind, so dass im Frühjahr 2019 entweder kein oder ein nur schwacher
Austrieb erfolgen wird. Diesbezüglich kann aber aufgrund der vorgenommenen Untersuchun-
gen keine Prognose abgegeben werden, es muss zunächst der Austriebverlauf des Früh-
jahrs 2019 abgewartet werden. Aufgrund der Extremwitterung im Sommer 2018 ist aber ab
2019 ein deutlicher Schadensschub nach dem Muster der „neuartigen“ Kronenschäden in
den Beständen zu erwarten.
Handlungsbedarf
Der Austrieb im Frühjahr 2019 sollte abgewartet werden, um die Mortalitätsrate der Bäume
bzw. die Rate der Bäume mit starken Kronenschäden zu erfassen. Stark geschädigte Bäume
mit streifigen Nekrosen an Hauptstämmlingen haben insgesamt eine schlechte Prognose, da
die zu erwartenden Sekundärschäden die Bruchsicherheit reduzieren werden und durch ver-
stärkten Lichteinfall Rindenschäden durch Sonnenbrand zu erwarten sind. Stark geschädigte
Bäume sollten daher je nach Kronenzustand und Einschätzung der Bruchsicherheit kurz- bis
mittelfristig entnommen werden. Eine rasch einsetzende Bruchgefahr kann z.B. angezeigt
sein, wenn die für die neuartigen Kronenschäden typischen Schadorganismen wie Pilze der
Gruppe Xylariales, Basidiomyzeten wie Schizophyllum und Insekten wie Buchenprachtkäfer
vorhanden sind. Vordringlich ist die Identifizierung von Bäumen mit der rasch verlaufenden
„neuartigen“ Symptomatik sowie von Bäumen mit stammumfassendem Befall durch Wurzel-
fäulepilze, da hier die Bruch- und Standsicherheit stark herabgesetzt sein kann.
Ausblick für die Entwicklung der waldartigen Bestände und Baumgruppen:
Aufgrund der starken Schäden seit etwa 2010 und den sich jetzt infolge des Sommers 2018
abzeichnenden weiteren Verlusten wird sich die Zahl der älteren Buchen im Gebiet aufgrund
der Anforderungen an die Verkehrssicherheit vermutlich weiter deutlich vermindern. Buche
ist zwar hier sicherlich die Klimaxbaumart, aber die Bedingungen des Klimawandels und –
hier – evtl. die Geschichte der Bestände und die besonderen Standortsbedingungen führen
aufgrund der starken Schäden dazu, dass viele Bäume aus Sicht der Verkehrssicherheit
nicht zu halten sein werden. “ Prof. Dr. Rolf Kehr
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Schwerpunktbereiche Buchenkomplexkrankheit im Stadtwald
Die stärksten Schäden wurden bislang im Stadtwald, im Vorgebirgspark und im Bereich
Aachener Str./Militärringstraße festgestellt. Dort wo der Befall eindeutig festgestellt wurde,
mussten zahlreiche Bäume gefällt werden.
Eine Bekämpfung der Komplexkrankheit ist nicht möglich.
Rußrinde/Eschentriebsterben
Der Bergahorn ist weiterhin von der Rußrindenkrankheit betroffen. Die Pilzkrankheit führt
dazu, dass Bäume absterben, durch Weißfäule rasch ihre Bruchfestigkeit verlieren und ins-
besondere zur Verkehrssicherung an Waldrändern gefällt werden müssen. Die Ausfälle neh-
men zu und es ist zu erwarten, dass dieser Trend zunächst anhält, da viele Bergahorne –
eine anspruchsvolle Baumart hinsichtlich der Wasserversorgung - durch die Trockenheit ge-
schwächt wurden.
Die Esche hat die Trockenheit typischerweise gut überstanden, die Bäume zeigten kaum
Trockenstresssymptome. Diese Baumart leidet aber weiter unter dem Eschentriebsterben,
das durch einen aus dem asiatischen Raum eingeschleppten Pilz verursacht wird. Inzwi-
schen sind Eschen im gesamten Stadtgebiet betroffen. Befallene Bäume sind im Anfangssta-
dium an einzelnen abgestorbenen Ästen zu erkennen. Infizierte Bäume können den Befall
nicht abwehren. Im weiteren Verlauf der Infektion sterben deshalb Teile der Krone und
schließlich der gesamte Baum ab. Durch die Krankheit erhöht sich der Verkehrssicherungs-
aufwand, da befallene Bäume an Straßen und Bebauung gefällt werden müssen.
Sturm „Eberhard“
Am 10. März 2019 fegte Sturmtief „Eberhard“ u.a. über Köln hinweg, gefolgt von einer stür-
mischen Woche, wodurch Bäume im gesamten Stadtgebiet Schaden genommen haben. Die
Baumschadensbilanz aus Sicht des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen stellt sich
neben zahlreichen Astausbrüchen aus folgenden Totalverlusten zusammen:
• Straßenbäume: 67 Bäume
• Schulen und Kitas: 32 Bäume
• Grünanlagen: ca. 410 Bäume
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• Friedhöfe: ca. 200 Bäume
• Kleingärten: 8 Bäume
Städtischer Wald
Der Sturm „Burglind“ traf den städtischen Wald besonders hart. Der Schadensschwerpunkt
lag im rechtsrheinischen Wald im Bereich der Brücker Hardt, Brücker Heide und dem Ost-
friedhof. Im Wildgehege Brück wurde ein 70 jähriger Kiefernbestand auf einer Fläche von 1,3
ha vom Sturm geworfen. Neben Einzelwürfen wurden auch ganze Gruppen von Laub- und
Nadelbäumen umgeworfen. Viele Wege wurden durch umgestürzte Bäume versperrt. Im
linksrheinischen Wald waren die Schäden wesentlich geringer, da die Laubbäume dem
Sturm weniger Angriffsfläche boten. Im Äußeren Grüngürtel wurden im Beethovenpark und
am Arboretum auf einer Fläche von insgesamt 0,5 ha Bäume vom Sturm geworfen, außer-
dem fielen einzelne Bäume. Der danach folgende Orkan „Friederike“ war der schwerste
Sturm in NRW seit „Kyrill“ im Januar 2008, mit Böen bis 140 km/h. In Köln erreichte der
Sturm Windstärke 9 und Spitzenböen von 115 Km/h. Die Schäden waren aber diesmal deut-
lich geringer als bei „Burglind“ und konzentrierten sich auf Einzelwürfe vor allem im nördli-
chen rechtsrheinischen Wald in Dünnwald. Im Bereich Brücker Heide und Brücker Hardt wa-
ren die Fichten am Flehbach betroffen. Außerdem wurden dort wieder einzelne Bäume um-
geworfen und versperrten die Wege. Im linksrheinischen Wald verursachte der Sturm nur ge-
ringe Schäden. Im Forstbotanischen Garten wurden Bäume geworfen und dadurch Wege
versperrt. Die beiden Stürme verursachten insgesamt eine Schadholzmenge von 3.500 Fest-
metern. Bemerkenswert ist, dass fast ausschließlich Nadelholz (ca. 90% der Gesamtmenge),
vor allem Kiefer und Fichte, betroffen waren. Die Kronen der Nadelbäume boten dem Sturm
eine große Angriffsfläche. Außerdem war der Boden durch die hohen Niederschläge im De-
zember sehr nass. Die Haltekraft der Wurzel wurde dadurch vermindert, sodass viele Bäume
aufgrund ihrer großen Kronenfläche und -masse vom Sturm aus dem Boden gehebelt wur-
den.
Die Buchen blühten ebenfalls wieder stark. Auffällig war bei dieser Baumart der nur 2 jährige
Abstand zwischen dem letzten Mastjahr 2016. Die Häufung der Mastjahre in kurzer Folge
führt zu einer hohen physiologischen Belastung der Buche. Auch die Eiche fruktifizierte und
entwickelt einen guten Eichelbehang. Ende April war der Blattaustrieb der Bäume abge-
schlossen. Die Belaubung entwickelte sich zunächst gut, da trotz trockener Frühjahrswitte-
rung genügend Wasser aus dem nassen Winter im Boden gespeichert war. Bei den Eichen
war der Fraß durch Raupen des Frostspanners und Eichenwicklers, wie im Vorjahr, gering.
Im Friedenswald und Lindenthaler Tierpark wurden Eichen vom Eichenprozessionsspinner
befallen. Durch die warme trockene Witterung der letzten Jahre wurde die Ausbreitung des
Prozessionsspinners gefördert, sodass sich in diesem Jahr der Befall weiter vergrößert hat.
Die Raupennester wurden an den Erholungsschwerpunkten sofort beseitigt, um eine Gefähr-
dung der Bevölkerung durch die allergen wirkenden Raupenhaare zu verhindern. Traubenkir-
schen wurden wieder von Gespinstmotten befallen. Dieser Befall ist für die Bäume und auch
Menschen ungefährlich.
Ab dem Juli wurden in den Kronen der Buchen Trockenstresssymptome, wie eingerollte und
vertrocknete Blätter, erkennbar. Besonders massiv traten diese Symptome im Lindenthaler
Tierpark und angrenzenden Stadtwald auf. Dort vertrockneten ganze Kronenteile von einzel-
nen Buchen. Diese Bäume mussten aus Verkehrssicherungsgründen im Herbst gefällt wer-
den. Bei der Eiche waren Reaktionen auf die Trockenheit bei einzelnen Bäumen zu be-
obachten, deren Blätter frühzeitig vertrockneten. Insgesamt machte die Eiche jedoch trotz
der Trockenheit einen vitalen Eindruck. Im Forstbotanischen Garten starben einzelne tro-
ckenheitsempfindliche Koniferenarten ab. Im Juli und August trockneten die Waldbäche, der
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Kurtenwaldbach und Flehbach, komplett aus. Es bestand während des ganzen Sommers
und bis in den Herbst eine erhöhte Waldbrandgefahr. Bis auf ein kleines Bodenfeuer am Hö-
henfelder See Ende Juli und einem kleineren Waldbrand auf einem Gelände der deutschen
Bahn, außerhalb städtischen Waldes, brachen jedoch keine Waldbrände aus.
In den Fichtenbeständen war ab August massiver Befall durch Borkenkäfer (Buchdrucker) zu
erkennen. In den Beständen liegendes Windwurfholz bot im Zusammenspiel mit der unge-
wöhnlichen Niederschlagsarmut ideale Brutvoraussetzungen. Betroffen waren alle Fichten-
bestände im rechtsrheinischen und linksrheinischen Wald. Die Schäden konzentrierten sich
vor allem im Dünnwalder Mittelbusch. In diesem Bereich starben ganze Fichtenbestände
durch den Käferbefall ab. Auch die Fichtenbestände entlang des Flehbachs in Brück waren
betroffen. Bedingt durch die Trockenheit fehlten den Fichten die natürlichen Abwehrmöglich-
keiten (Harzfluss), mit denen sich der gesunde Baum meist erfolgreich wehren kann. Es wur-
den umfangreiche Maßnahmen zur Eindämmung des Befalls durchgeführt (Befallmonitoring,
Entnahme frisch befallener Bäume). Im Mittelbusch wurden ca. 400 Festmeter frischer Ste-
hendbefall eingeschlagen und sofort abgefahren. Da die Sägewerke aufgrund der deutsch-
landweiten Kalamität keine freien Kapazitäten zur Verarbeitung des Käferholzes hatten,
wurde der Einschlag frisch befallener Bäume im Herbst eingestellt. Intensives Monitoring
wurde weiterhin durchgeführt, um im kommenden Frühjahr vor Beginn der Flugperiode des
Käfers befallene Fichten einzuschlagen und zu Sägewerken abzufahren. Andere Nadel-
baumarten wie Kiefer und Douglasie wurden von Borkenkäfern nicht befallen. Da im städti-
schen Wald seit vielen Jahren die nicht standortgerechten Fichtenbestände in Laubwälder
aus Buchen und Eichen umgebaut wurden, sind die Borkenkäferschäden für den städtischen
Wald nicht gravierend, da nur noch eine Restfläche von 40 Hektar betroffen ist, die lediglich
einen Anteil von einem Prozent an der Waldfläche ausmacht. Die Flächen sind teilweise
schon mit Buchen vorangebaut oder es hat sich bereits eine natürliche Verjüngung von
Laubbaumarten eingefunden, sodass die Entwicklung zu naturnahen Laubwäldern gewähr-
leitet ist. Soweit es aus Verkehrssicherungsgründen vertretbar ist, werden die abgestorbenen
Fichten stehen gelassen, um Lebensräume für totholzbewohnende Tierarten zu schaffen.
Durch den frühzeitigen Laubverlust in Folge der extremen Trockenheit, konnten die Bäume
nur wenige Reservestoffe aufbauen. Damit starten die Bäume bereits geschwächt ins neue
Jahr. Nach den Erfahrungen aus dem Trockenjahr 2003 sind im nächsten Jahr verringerte
Blattmassen, verkürzte Triebe und ein eingeschränktes Wachstum zu erwarten. Zu befürch-
ten sind Störungen im Nährstoffhaushalt und eine erhöhte Anfälligkeit gegen Schädlinge und
Witterungsstress. Die Erholung des Waldes ist wesentlich davon abhängig, dass im kom-
menden Herbst und Winter die Bodenwasservorräte durch überdurchschnittliche Nieder-
schläge wieder aufgefüllt werden und die kommende Vegetationsperiode nicht zu trocken
wird. In der Vegetationsperiode 2019 wird deshalb erst nach dem Blattaustrieb beurteilt wer-
den können, wie sich die lange Trockenheit auf die Vitalität des Waldes ausgewirkt hat. We-
gen dieser Unwägbarkeiten wurde die Durchforstung des Äußeren Grüngürtels, die zur
Pflege des Waldes notwendig ist, im Winter 2018/19 zunächst ausgesetzt.
Auswirkungen auf den Haushalt
Die wesentlichen Schwerpunkte des Haushalts liegen in der Erfüllung aller verkehrssichern-
den Maßnahmen innerhalb städtischer Grünanlagen/Grünflächen, Forstflächen sowie auf
Kölner Friedhöfen. Dazu gehören unter anderem die turnusmäßige Prüfung aller städtischen
Bäume sowie die Wartung und Reparatur aller städtischen Spielgeräte auf öffentlichen Spiel-
plätzen.
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Für diese Aufgabe sind für das Jahr 2019 insgesamt rd. 5 Mio. € vorgesehen. Im Vergleich
zum Jahr 2018 entspricht dies einer Steigerung von rd. 1,2 Mio. €.
Die Entwicklung des Haushaltes von 67 wird in den kommenden Jahren vor allem von zwei
Faktoren/Herausforderungen geprägt sein:
Zum einen ist dies der nicht mehr wegzudiskutierende Klimawandel, der insbesondere im
Grünbereich zur Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen führen wird. So hat der Klimawan-
del bei der Entwicklung des Straßenbaumbestandes zur Folge, dass neue Baumarten gefun-
den werden müssen und dass verstärkt auch in die Standortverbesserung investiert werden
muss. Ebenso muss auch im Forstbereich zunehmend in die Umwandlung der Forstbe-
stände in standortgerechte Gesellschaften investiert werden.
Gerade die außergewöhnliche Trockenheit im vergangenen Jahr war ursächlich für erhebli-
chen Zusatzaufwand bei der Baumpflege, z. B. Massariabefall bei den Platanen. Unter ande-
rem sind in 2018 hierdurch bis jetzt rd. 900.000 € Mehrausgaben gegenüber den Planansät-
zen entstanden.
Für die Zukunft muss verstärkt mit derartigen klimatischen Extremen gerechnet werden, so-
dass ein dauerhafter Anstieg der Kosten wahrscheinlich ist.
Anpassung an den Klimawandel
GALK-Straßenbaumtest
Die Stadt Köln nimmt seit 2005 an dem GALK-Straßenbaumtest teil. An dem vom Arbeits-
kreis „Stadtbäume“ bei der Deutschen Gartenamtsleiter Konferenz initiierte Straßenbaumtest
nehmen die Städte Berlin, Dresden, Frankfurt/M., Hamburg, Köln, München, Münster, Nürn-
berg, Osnabrück, Rostock und Stuttgart teil. Mit Basel und Wien nehmen auch zwei im Ar-
beitskreis vertretene europäische Partnerstädte teil.
Ziel des Straßenbaumtests ist die systematisch und praxisbezogen Suche nach neuen
Baumarten, die vor dem Hintergrund des prognostizierten Klimawandels besonders geeignet
für den extremen Standort Straße sind. (vgl. www.galk.de)
Die Baumpflanzungen werden von den Teilnehmerstädten im Rahmen anstehender Projekte
finanziert. Insgesamt werden 35 Baumarten und Baumsorten getestet. Die Ergebnisse dieser
bundesweiten Untersuchung fließen in die Fortschreibung der GALK-Straßenbaumliste ein.
(vgl. www.galk.de)
In Köln konnten bisher folgende Baumarten/-sorten gepflanzt werden
Feldahorn- Acer campestre 'Huibers Elegant'
Burgenahorn- Acer monspessulanum
Ahorn - Acer platanoides 'Allershausen'
Ahorn -Acer rubrum 'Scanlon'
Felsenbirne - Amelanchier arborea 'Robin Hill'
Gingko biloba 'Princeton Sentry'
Ginkgo biloba 'Fastigiata Blagon'
Blasenbaum - Koelreuteria paniculata
Amberbaum - Liquidambar styraciflua 'Paarl'
Magnolie - Magnolia kobus
Zierapfel -Malus tschonoskii
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Hopfenbuche - Ostrya carpinifolia
Traubenkirsche - Prunus padus 'Schloss Tiefurt'
Flügelnuss - Pterocarya rohifolia 'Bokravention'
Ungarische eiche - Quercus frainetto
Silberlinde - Tilia tomentosa 'Szeleste'
Zelkova serrata
Baumstandards
Vor dem Hintergrund der stadtgestalteri-
schen, ökologischen und klimatischen Bedeu-
tung von Bäumen für die Stadt Köln wurden
„Standards für die Planung, Pflanzung, Pflege
und Unterhaltung von Straßenbäumen“ erar-
beitet. Diese dienen als allgemein gültige Vor-
gaben für das Amt für Landschaftspflege und
Grünflächen als auch für Dritte, z.B. Investo-
ren.
Wesentliches Ziel dieser Standards ist die
Schaffung optimaler Standortvoraussetzun-
gen für Bäume.
Waldlabor Köln
Das Waldlabor Köln wurde 2010 vom Amt für Landschaftspflege und Grünflächen eingerich-
tet. Die Idee des Labors ist es, neue Wald- und Gehölzformen in der Stadt zu erproben. Ein
„Wandelwald“ experimentiert mit Waldbildern, ein „Wildniswald“ mit natürlicher Sukzession
und ein „Klimawald“ mit klimawandelangepassten Baumarten.
Im Rahmen des Waldlabors soll der Frage nachgegangen werden, welche Baumarten ange-
sichts des Klimawandels geeignet sind um für die Zukunft einen gesunden und stabilen Wald
zu entwickeln. Um diese Frage zu be-
antworten wurde Herr Prof. Roloff, Uni-
versität Dresden, mit der Expertise be-
auftragt Baumarten für Wald im Klima-
wandel im Raum Köln vorzuschlagen.
Aufgrund einer Analyse von Verbrei-
tungsgebieten und Klimadiagrammen
sowie der Einschätzung des physiologi-
schen und ökologischen Potentials ei-
ner Art wurden 12 Baumarten (Sand-
birke, Spitzahorn, Winterlinde, Hainbu-
che, Esskastanie, Elsbeere, Mehlbeere,
Flaumeiche, Vogelkirsche, Walnuss,
Robinie, Küstentanne) vorgeschlagen,
die gut bis sehr gut für einen "Klima-
wald" geeignet sind. Zudem wurde der
Aspekt der Stadtnähe mitberücksichtigt.
Nicht nur die waldbauliche Eignung
Amt für Landschaftspflege und Grünflächen
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sollte die wichtige Funktion dieser Klimawald-Baumarten sein, sondern auch ästhetische Ge-
sichtspunkte einen hohen Stellenwert haben. Aus der Palette der vorgeschlagenen Baumar-
ten wurden für den Klimawald Elsbeere, Mehlbeere, Flaumeiche, Walnuss und Küstentanne
ausgewählt. Im Wandelwald werden Sandbirke, Esskastanie, Elsbeere, Vogelkirsche, Küs-
tentanne und auch Douglasie, Eibe und Feldahorn verwendet. (Foto. Hermann Schieffer)
Im Rahmen eines Gutachtens wird Herr Prof. Roloff in 2019 die „Klimabäume“ und deren
Wachstum untersuchen.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1229/2019
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 16.04.2019
- Erstellt
- 02.04.2019 10:31