1168/2022
Jahresbericht 2021 - Obstwiesen
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VIII/67/671/1 Vorlagen-Nummer 25.04.2022 1168/2022 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 02.05.2022 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 19.05.2022 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 19.05.2022 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 09.06.2022 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 09.06.2022 Bezirksvertretung 7 (Porz) 09.06.2022 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 13.06.2022 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 15.06.2022 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 20.06.2022 Jahresbericht 2021 - Obstwiesen Monitoring Streuobstwiesen Köln / Jahresbericht 2021 Die NABU-Naturschutzstation hat mit dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen 2019 eine Vereinbarung über die Förderung der Baum- und Biotoppflege auf 28 Kölner Streuobstwiesen abge- schlossen. Diese Vereinbarung wurde 2020 noch einmal erweitert und umfasst zum Zeitpunkt der Berichtserstel- lung 30 städtische Streuobstbestände. Handlungsfelder und Aufgaben im Rahmen des Betreuungsvertrages sind: Berichtswesen, Monitoring, Planung Begehungen & Baumkartierungen Floristische Erfassungen Konzeptuelle Arbeit Berichte und Nachweise Pflege der Streuobstbestände Obstbaumpflege und –neupflanzung Hecken- und Zaunpflege Wiesenentwicklung Betreuung, Öffentlichkeitsarbeit, Werbung 2 Umweltbildungsmaßnahmen Werbung, Presse, Beschilderung Kommunikation (Stadt, Pächter, dritte Akteure) Der anliegende Bericht fasst die im Förderzeitraum 2020/21 durch die Station erbrachten Leistungen zusammen. Anlage: Jahresbericht_Obstwiesen_2021.pdf Gez. Wolfgramm
Jahresbericht_Obstwiesen_2021
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1 17/03/2022 NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln Volker Unterladstetter Sönke Geske Förderung Streuobstwiesen Stadt Köln Förderzeitraum 11/2020 – 11/2021 Textlicher Teil 2 Zusammenfassung Die NABU-Naturschutzstation (fortan „Station“) hat mit dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen (fortan „Grünflächenamt“) 2019 eine Vereinbarung über die Förderung der Baum- und Biotoppflege auf 28 Kölner Streuobstwiesen abgeschlossen. Diese Vereinbarung wurde 2020 noch einmal erweitert und umfasst zum Zeitpunkt der Berichtserstellung 30 städtische Streuobstbestände. Dieser Bericht fasst die im Förderzeitraum 2020/21 durch die Station erbrachten Leistungen zusammen und ist als Erläuterung des tabellarischen Maßnahmenplans gedacht. Der Förderzeitraum umfasst alle Leistungen, die vom 16.11.2020 bis zum 15.11.2021 erbracht worden sind. Wie in den Vorjahren endet der Verwendungsnachweis mit dem Stichtag 15.11.2021 nach Beginn der Wintersaison 2021/22, so dass der Berichtszeitraum sowohl Teile der Wintersaison 2020/21 als auch den Beginn des Winters 2011/22 abdeckt. Daher ist in den Bereichen Winterschnitt und Jungbaumpflanzung zu berücksichtigen, dass zum Stichtag erst ein Teil der für die Wintersaison 2021/22 geplanten Arbeiten umgesetzt worden ist. Erläuterung der Förderkategorien Die Verwendungsnachweis der durch die Station erbrachten Leistungen erfolgt auf dem tabellarischen Maßnahmenplan nach insgesamt 12 aus der Fördervereinbarung entnommenen Kategorien, die in 3 Handlungsfeldern zusammengefasst sind. Diese Handlungsfelder umfassen (1) Berichtswesen, Monitoring, Planung, (2) Pflege der Streuobstbestände und (3) Betreuung, Öffentlichkeitsarbeit, Werbung. Sofern die Leistungen einzelnen Streuobstbeständen zuzuordnen waren, listet der tabellarische Maßnahmenplan diese flächenspezifisch auf. Ein Teil der erbrachten Leistungen konnte jedoch nicht stundengenau auf Einzelflächen umgerechnet werden. In diesen Fällen erfolgt die Auflistung flächenübergreifend. Insgesamt wurden mit der Pflege der Kölner Streuobstbestände sowie im Rahmen der konzeptuellen Arbeit 2021 fünf hauptamtliche Mitarbeiter der Station (anteilig) beschäftigt: Volker Unterladstetter (Planung, Projektbetreuung, Baum- und Biotoppflege), Sönke Geske (Planung, Projektbetreuung und Abrechnung), Olaf Schluck (Baum- und Biotoppflege), Max Appelshoffer (Baum- und Biotoppflege) sowie Max Eggers (Baum- und Biotoppflege). Daneben beschäftigt die Station einen Pool aus fünf Freiwilligen und Hilfsmitarbeitern, die ebenfalls zum Einsatz kommen. Mit Gärtnermeister Marcus Nitzsche wurde zudem ein weiterer Hauptamtlicher extern beauftragt. Er fungierte als Anleiter bei den Einsätzen des ehrenamtlichen Arbeitskreises Streuobst und war darüber hinaus im Bereich Baum- und Biotoppflege tätig. Damit sind zum Zeitpunkt der Berichtsabfassung insgesamt sechs feste Mitarbeiter der Naturschutzstation mit der Pflege der Kölner Streuobstbestände befasst, darunter fünf Personen mit praktischer Baum- und Biotoppflege. Im Folgenden werden die Kategorien und die darunter verbuchten Leistungen erläutert. 1.1 Begehungen & Baumkartierungen Unter diese Kategorie fallen folgende Leistungen: — Ortstermine mit Vertretern der Fachämter zur Maßnahmenplanung und –begleitung 3 — Flächenbegehungen im Rahmen der allgemeinen Betreuung — Erfassungen der Baumbestände anhand von standardisierten Parametern Nach Möglichkeit wurden die Begehungen den einzelnen Flächen zugeordnet. Bei routinemäßigen Begehungen mehrerer Flächen hintereinander (was typischerweise zeiteffizienter ist) wurde allerdings auf eine flächengenaue Umrechnung der gesamten Begehungszeit verzichtet. Bei den Kartierungen der Baumbestände werden Merkmale wie Obstbaumart, Altersklasse, Vitalitätsstufe, Obstsorte (soweit ermittelbar) etc. erfasst. Im Zuge dieser Kartierungen kommt es fortlaufend zu einer Vergrößerung des Datensatzes, und damit zu neuen Erkenntnissen über Größe und Zustand der Streuobstbestände. Dies schlägt sich unter anderem in teilweise veränderten Baumzahlen bei der Besprechung der Einzelflächen nieder. Im Berichtszeitraum wurden alle Flächen mindestens einmal begangen und auf Baum- und Biotopzustand kontrolliert. Auf Flächen, die zurzeit schwerpunktmäßig durch die Naturschutzstation bearbeitet werden, wie etwa die Streuobstbestände am Mennweg, Am Alt Engeldorfer Hof und im Nüssenberger Busch, erfolgten mehrere Begehungen zu verschiedenen Zeiten im Jahr. 1.2 Floristische Erfassungen Im Berichtszeitraum wurden Daten zur Entwicklung der Flora auf folgenden Flächen gesammelt: 213.01 Am Alt Engeldorfer Hof, 602.01, 406.01 Nüssenberger Busch West, Mennweg, sowie 606.02 Nüssenberger Busch Ost. Diese Erfassungen erfolgten im Rahmen des NABU-Insektenschutzfonds, welcher die Maßnahmen zur floristischen Aufwertung des Grünlandes (Mahdgutübertragung, Ansaat) finanziert hat. 1.3 Konzeptuelle Arbeit, GIS Unter dieser Kategorie werden folgende Leistungen zusammengefasst: — Arbeiten am Gesamtkonzept Streuobstpflege Köln — Arbeiten an den „Pflege- und Entwicklungsplänen“ für die Einzelflächen — Arbeiten an den jährlichen Pflegeempfehlungen für die Wiesenpflege der Einzelflächen — GIS-Arbeiten (KOK – Kölner Obstwiesenkataster; Punktgenaue Erfassung der Obstbäume auf den Projektflächen; Datenverarbeitung der Baumkartierungen; Erstellen von kartographischen Darstellungen der vorgeschlagenen Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen) — Planung von Baumpflegemaßnahmen und –nachpflanzungen; — Planung der Pflegeeinsätze; Organisation und Planung der Aktivitäten des Arbeitskreises 1.4 Berichte und Nachweise Unter diese Kategorie fällt die Dokumentation der geleisteten Arbeiten, die Erstellung des Maßnahmenplans als Verwendungsnachweis sowie die allgemeine Datenverarbeitung im Rahmen der Projektplanung (Zeiterfassung, Kostenaufstellung, Rechnungs- und Auftragsabwicklung). 4 2.1 Obstbaumpflege und –neupflanzung Diese Kategorie umfasst die eigentlichen Arbeiten an den Obstbäumen: — Baumschnitt (im Wesentlichen Erziehungsschnitt von Jungbäumen, Erhaltungsschnitt im Ertragsalter, Erneuerungsschnitt bei Altbäumen und allgemein vergreisten Bäumen mit verminderter Vitalität; die Schnittmaßnahmen erfolgen mit jeweils baumspezifischer Analyse und Zielsetzung) — Verwertung von Schnittgut (wo möglich als biologisch wertvolle Totholzstrukturen/ Benjeshecken auf der Fläche, ansonsten Entsorgung bzw. Häckseln vor Ort) — Nachpflanzung von Jungbäumen (neben der eigentlichen Pflanzung Errichtung von Verbissschutz und Anbringen von Wühlmausschutz) — Baumscheibenpflege bei Jungbäumen (Aufhacken der Baumscheibe, Ausmähen bzw. Freimähen der Baumscheibenumgebung zur Vermeidung von Wühlmausschäden) — Wässerung bei Jungbäumen (im Fall von längeren Trockenphasen während der Wachstumszeit, ist im Berichtsjahr 2021 aufgrund der relativ feuchten Witterung weitestgehend entfallen) Von den 30 Projektflächen konnten im Förderzeitraum 2020/21 insgesamt 23 Streuobstbestände baumpflegerisch bearbeitet werden. Abbildung 1: Übersicht über die in den vergangenen 5 Jahren in Köln gepflanzten Obstbäume. Der blaue Balken kennzeichnet die im Rahmen dieser Förderung nachgepflanzten Bäume („Förderung 67“). Winter 20/21 meint hier den Zeitraum von November 2020 bis April 2021 und nicht das Förderjahr 2020/21 (16.11.2020 bis 15.11.2021). Im Rahmen der Förderung konnten im Winter 2020/21 insgesamt 32 hochstämmige Obstbäume auf städtischen Streuobstbeständen nachgepflanzt werden. Im Winter 2021/22 waren es 24 Obstbäume. Die geringere Zahl an Nachpflanzungen 2021/22 erklärt sich durch das stark angestiegene Auftragsvolumen bei Neupflanzungen der Naturschutzstation. So wurden diesen Winter unter anderem umfangreiche Pflanzarbeiten auf den Obstwiesen Bergheimer Dreieck, Birnbaumallee Nüssenberger Busch sowie am Thurner Kamp im Auftrag für das Grünflächenamt durchgeführt (vgl. Abb. 1). 5 29 28 32 26 0 0 0 30 145 0 5 30 16 55 34 58 78 176 0 50 100 150 200 Winter 17/18 Winter 18/19 Winter 19/20 Winter 20/21 Winter 21/22 Gepflanzte Bäume nach Wintersaison und Finanzierungsart Förderung 67 Aufträge 67 Sonstige Gesamt 5 2.2 Hecken- und Zaunpflege, sowie Anlage Diese Kategorie umfasst die eigentlichen Arbeiten an den Umgrenzungen der Streuobstbestände, d.h. der vorhandenen Hecken und Zäune (mit inbegriffen ist das eventuelle Errichten weiterer Hecken und Zäune nach Absprache mit dem Grünflächenamt). Daneben wurden hier auch weitere allgemeine Biotoppflegearbeiten inkludiert, die nicht mit der Baum- oder Wiesenpflege zusammenhängen. Die Heckenpflege spielt derzeit bei verbrachten Altbeständen wie etwa dem Mennweg (602.01) eine wichtige Rolle, da durchgewachsene Althecken trotz ihrer eigenen ökologischen Wertigkeit einen erheblichen negativen Einfluss auf die Baumgesundheit bzw. Vitalität der Obstbäume sowie auf die Ausprägung der Artenvielfalt in der Krautschicht der Wiesen ausüben. Auf einigen Wiesen besteht darüber hinaus die Aufgabe, vorgerückte Gehölzbestände zurückzudrängen und Obstbäume wieder freizustellen. 2.3 Wiesenentwicklung Unter diese Kategorie fallen alle Maßnahmen, die die Pflege bzw. ökologische Weiterentwicklung der Wiesen beinhalten. Im ersten Förderjahr wurde vorgeschlagen, einige der kleineren Streuobstbestände in den kommenden Jahren durch das Landschaftspflegeteam der Station zu betreuen, besonders auf ökologisch besonders wertvollen Flächen, die einer (groß)maschinellen Pflege kaum zugänglich sind. Dies konnte 2021 auf den Streuobstwiesen 207.01 Unter den Birken, 601.01 N4 Rheinaue Worringen Nord, 601.05 N1 Kasselberger Weg sowie 602.01 Mennweg erfolgreich umgesetzt werden. Zudem halfen haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter bei der fachgerechten Pflege der Streuobstwiese in 208.01 Finkens Garten. Im 501.01 Johannes- Giesberts-Park konnte die Naturschutzstation in Zusammenarbeit mit der Bürgergruppe Clouth-Garten auf ca. 1000 m2 eine Wildblumenwiese rund um die neu gepflanzten Obstbäume einsäen. 3.1 Umweltbildungsmaßnahmen Umweltbildungsmaßnahmen im engeren Sinne umfassen: — Baum- und Biotoppflegemaßnahmen mit Schulklassen, Jugendzentren und sonstigen Kindergruppen — Offene Schnittkurse für Mitarbeiter des Grünflächenamts, interessierte Anwohner und sonstige Dritte — Führungen bzw. Exkursionen über ausgewählte Streuobstwiesen Daneben sind die Arbeitseinsätze des Arbeitskreises Streuobst neben der eigentlichen Baum- und Biotoppflege auch als Umweltbildungsmaßnahmen im weiteren Sinne zu verstehen, die allen interessierten Kölnerinnen und Kölnern offenstehen. Die Mitarbeit im AK ermöglicht den teilnehmenden Ehrenamtlern (über längere Zeiträume) einen oftmals erheblichen Wissenszuwachs in den Themen Baum- und Biotoppflege, Obsternte und –vermarktung, sowie Obstsortenkunde. Die Pflegeeinsätze des AKs wurden im Verwendungsnachweis jedoch unter ihrer primären Funktion als Pflegeeinsätze aufgeführt. Im Berichtszeitraum 2020/21 wurde der größte Teil der Umweltbildung, insbesondere das naturschutzpädagogische Programm, noch über das LVR-Projekt "Streuobstwiesen in der Großstadt" finanziert (Laufzeit 2019-2021). Darunter fallen mehrere Dutzend Aktionen mit den Jugendzentren Krebelshof, Northside und Meschenich. Außerdem wurde eine Fortbildung für Obstbaumwarte in Kooperation mit dem Umweltbildungszentrum Gut Leidenhausen durchgeführt. 3.2 Werbung, Presse, Beschilderung Diese Kategorie umfasst die (geplanten) Arbeiten an der Außendarstellung der Kölner Obstwiesenpflege. Angedacht sind Infotafeln, die an den Streuobstwiesen aufgestellt werden sollen sowie eine neutrale Webseite 6 (Landing page), die über das Thema Streuobstwiesen in Köln informiert und interessierte Nutzerinnen und Nutzer an die unterschiedlichen Akteure und Vereine verweist, die in Köln in der Streuobstwiesenpflege engagiert sind. 3.3 Kommunikation (Stadt, Pächter, dritte Akteure) In dieser Kategorie werden alle Leistungen rund um die Kommunikation mit den Projektpartnern und weiteren relevanten Akteuren abgerechnet. Darunter fallen: — Präsentationen und Mitarbeit an der Kölner Obstwiesenkommission — Kommunikation mit dem Grünflächenamt und weiteren Fachämtern (UNB, Umweltamt); Präsentationen im Beirat der UNB — Kommunikation und Abstimmung von Pflegemaßnahmen mit Flächenpächtern (Vereine, Bürgergruppen, private Pächter etc.) — Kommunikation mit der Politik und zivilgesellschaftlichen Initiativen (bspw. "Essbare Stadt") — Kommunikation mit und Beratung von interessierten Bürgerinnen und Bürgern; Bearbeitung von Anfragen zu Kölner Streuobstwiesen — Kommunikation mit ehrenamtlichen Mitarbeitern, Koordination der verschiedenen Baumpflegeteams 4.1 Pflanzen und Material für Pflanzung Diese Kategorie umfasst die Materialkosten für Jungbäume, Edelreiser, Pflanzmaterial wie Verbiss- und Wühlmausschutz, Pflanzpfähle und Anbinder, organischen Dünger und Arbeitsgeräte. 4.2 Aufträge an Externe In dieser Kategorie sind im Wesentlichen die Kosten durch die Beauftragung von Marcus Nitzsche aufgeführt. Sie umfassen neben der Arbeitszeit auch Material, das durch ihn beschafft worden ist. Diese Kosten der Beauftragung werden nicht den Flächen zugeordnet, da dies sehr aufwändig wäre und uns nicht zweckdienlich scheint. Aus den dem Finanzbericht beigelegten Belegen gehen die Flächen aber hervor. 7 Darstellung der Projektflächen Die aktuell 30 städtischen Streuobstbestände verteilen sich über das gesamte Kölner Stadtgebiet. Abbildung 2 veranschaulicht ihre Lage in den Bezirken und Stadtteilen. Mit Ausnahme von Bezirk 1 Innenstadt findet die Projektarbeit damit in allen Kölner Bezirken statt. Abbildung 2: Kartographische Darstellung der im Förderprogramm enthaltenen Streuobstbestände (n=30). Grüne Bestände wurden im Berichtszeitraum bearbeitet, in gelben Beständen fanden keine Pflegeeinsätze statt. 8 Erläuterung der flächenbezogenen Maßnahmen 207.01 Unter den Birken Bezirk: Rodenkirchen Flächengröße: 0,39 ha Stadtteil: Hahnwald Anzahl Bäume: 25 Bäume Folgende Pflegemaßnahmen sind im Förderzeitraum durchgeführt worden: — Winterschnitt/ Baumpflege am 10.03.2021 — Wiesenmahd/ Baumscheibenpflege am 16.06.2021 Der Obstbaumbestand „Unter den Birken“ in Hahnwald geht auf eine ehemalige Ausgleichsmaßnahme im Zuge der Verfüllung und Bebauung einer angrenzenden Kiesgrube zurück. Der Bestand zählt 25 Obstbäume, von denen die meisten nah am Waldrand stehen bzw. von Sukzessionsvegetation umgeben sind. Die Freiflächen im mittleren Bereich wurden primär als Amphibienschutzflächen angelegt, mit zwei Tümpeln und Kies-Sand- Verfüllungen als Überwinterungsquartier. Durch die Lage inmitten von Wald- bzw. Gehölzbeständen leidet die Obstwiese unter einer starken Verbuschung bzw. einer Verschattung durch den vorrückenden Waldrand. Hier werden in den kommenden Jahren Eingriffe in den Waldrand notwendig sein, um die Fläche in ihrer derzeitigen Form offenzuhalten. Im Rahmen von Biotoppflegeeinsätzen wurden bereits erste randliche Brombeer- und Gehölzbestände gemulcht. Die Wiesenpflege wird seit 2019/20 durch das Landschaftspflegeteam der Station durchgeführt. Durch die schonende Bearbeitung mit Balkenmäher und Handsense kann erwartet werden, dass die pflanzliche und tierische Vielfalt dieser Fläche in den kommenden Jahren deutlich gesteigert werden kann. 208.01 Finkens Garten Bezirk: Rodenkirchen Flächengröße: 0,59 ha Stadtteil: Rodenkirchen Anzahl Bäume: 72 Bäume Im Förderzeitraum sind folgende Pflegemaßnahmen durchgeführt worden: — Winterschnitt/ Baumpflege am 05.02.2021 — Winterschnitt/ Biotoppflege am 18.02.2021 — Baumpflanzung am 09.03.2021 — Wiesenmahd am 07.07.2021 — Wiesenmahd am 19.07.2021 9 — Wiesenmahd am 28.07.2021 Der Streuobstbestand in Finkens Garten zählt zu den alten, besonders wertvollen Beständen in Köln. Dementsprechend anspruchsvoll stellt sich die Arbeit an den Altbäumen dar. Aufgrund zu geringer Baumpflegemaßnahmen in der Vergangenheit besteht ein moderater Pflegerückstand im Bereich Kronenpflege. Außerdem leiden viele der mittelalten Bäume unter einer fehlenden Vitalität, deren Ursachen bisher nicht genau nachgewiesen werden konnten. Diese Bäume reagieren auch auf intensiven Winterschnitt kaum oder gar nicht mit Neutriebbildung. Das Phänomen könnte auf Fehler bei der Pflanzung (verzinkter Draht) oder eventuell auch auf Bodenmüdigkeit zurückzuführen sein. Weitere Untersuchungen sind in den kommenden Jahren nötig. Im Förderzeitraum 2020/21 ergaben sich unerwartet viele Aufgaben im Bereich der Wiesenpflege, da das Personal von Finkens Garten und des Kolping-Bildungswerks zeitweise ausgedünnt war. Auch im Maschinenpark von Finkens Garten ergaben sich durch den langen Ausfall des Balkenmähers Probleme. Die Naturschutzstation hat daher im Berichtsjahr zusätzliche Arbeitskapazitäten für den Streuobstbestand in Finkens Garten bereitgestellt. Es wird erwartet, dass die Pflegearbeiten 2021/22 wieder durch Finkens Garten selbst geleistet werden können. Der nächste Baumpflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2021/22 vorgesehen. Die Station steht mit der Leitung von Finkens Garten in Kontakt und plant die Maßnahmen in enger Abstimmung. 212.01 Am Moosberg Bezirk: Rodenkirchen Flächengröße: 0,49 ha Stadtteil: Immendorf Anzahl Bäume: 21 Bäume Im Förderzeitraum sind folgende Pflegemaßnahmen durchgeführt worden: — Winterschnitt/ Baumpflege am 27.10.2021 Die Obstwiese „Am Moosberg“ ist einer der vielen jüngeren Obstbaumbestände in Köln. Obwohl ihr wertgebende Habitatstrukturen weitgehend fehlen, stellt sie durch ihre Lage ein entscheidendes Vernetzungselement in der Rodenkirchener Feldflur dar. Der Untergrund ist am Standort tendenziell eher nährstoffarm mit höheren Sandanteilen, was sich sichtbar auf die Entwicklung der Obstbäume auswirkt. Der Pflegerückstand im Bereich Kronenpflege/ -formierung der Jungbäume konnte mittlerweile weitgehend behoben werden. Das Pflegeziel in den kommenden Jahren ist die Erziehung naturgemäßer Obstbaumkronen und die Korrektur verwachsener Kronenbilder. Eine lokale Bürgerinitiative hat Interesse an einer Mitarbeit bei der Streuobstwiesenpflege bekundet und nach Absprache im Herbst 2021 die Obstbäume beerntet. Die nächste Baumpflege ist für die Wintersaison 2020/21 vorgesehen. 212.02 Vor dem Dorf Bezirk: Rodenkirchen Flächengröße: 0,12 ha Stadtteil: Immendorf Anzahl Bäume: 19 Bäume Folgende Pflegemaßnahmen konnten im Förderzeitraum durchgeführt werden: 10 — Winterschnitt/ Baumpfleg am 09.02.2021 — Biotoppflege/ Astgutentsorgung am 22.04.2021 Die Obstbaumreihe „Vor dem Dorf“ schließt sich östlich beinahe nahtlos an die Obstwiese „Am Moosberg“ an. Sie besteht überwiegend aus vitalen Jungbäumen, die noch in der Phase des Kronenaufbaus sind. Unterhalb der Bäume wurde eine initiale Ansaat mit zumeist standorttypischen Grünlandpflanzen vorgenommen und die Fläche ist nach wie vor relativ kräuter- und blütenreich, auch wenn das Mahdgut teilweise nicht abgeräumt wird und sich zunehmend wilde Trampelpfade durch die Vegetation ziehen und Trittschäden deutlich erkennbar sind. Die Baumreihe befindet sich aktuell in einem guten Pflegezustand. Die Bäume stehen gesund, die Kronenentwicklung ist günstig. Der nächste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2021/22 geplant. 213.01 Am Alt Engeldorfer Hof Bezirk: Rodenkirchen Flächengröße: 1,5 ha Stadtteil: Meschenich Anzahl Bäume: 91 Bäume Folgende Pflegemaßnahmen konnten im Förderzeitraum durchgeführt werden: — Baumpflanzung am 28.11.2020 — Winterschnitt/ Baumpflege am 10.03.2021 — Wiesenmahd/ Biotoppflege/ Baumscheibenpflege am 16.06.2021 — Baumscheibenpflege/ Quittenernte am 29.09.2021 Der Streuobstbestand gehört zu den ersten Flächen, die von der Station bearbeitet wurden. Daher konnten in den Vorjahren schon relativ umfangreiche Vorarbeiten geleistet werden. Im Bereich Kronenpflege der Obstbäume besteht jedoch immer noch ein moderater bis erheblicher Pflegerückstand, der in den kommenden Jahren durch weitere Pflegeeingriffe nach und nach aufgelöst werden muss. Die Wiese stellt sich als mäßig kräuter- und artenreiche Glatthaferwiese auf tonigem Untergrund dar. Zur ökologischen Aufwertung wurde im Sommer 2020 auf einem zuvor gefrästen Streifen eine Mahdgutübertragung durchgeführt. Die finanziellen Mittel wurden vom NABU-Insektenschutzfond zur Verfügung gestellt. Nach einer positiven Initialentwicklung gab es 2021 Probleme mit dem für die Wiesenmahd zuständigen Auftragnehmer und das Mahdgut lag mehrere Wochen auf den wertvollen Flächen der Mahdgutübertragung. Dadurch muss befürchtet werden, dass viele Kräuter unter der faulenden Biomasse eingegangen sind. Bei der weiteren Entwicklung muss daher dringend auf eine fachgerechte Durchführung der Bewirtschaftung geachtet werden. Der nächste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2021/22 geplant. 213.02 Langenackerstraße Bezirk: Rodenkirchen Flächengröße: 0,09 ha Stadtteil: Meschenich Anzahl Bäume: 19 Bäume 11 Folgende Pflegemaßnahmen konnten im Förderzeitraum durchgeführt werden: — Verkehrssicherung/ Baumfällung am 30.11.2020 — Winterschnitt/ Baumpflege am 16.02.2021 Die Obstbaumreihe an der Langenackerstraße ist ebenso wie die Schwester-Baumreihe „Vor dem Dorf“ im Zuge der Regionale 2010 entstanden. Ebenso wie diese besteht die Baumreihe an der Langenackerstraße überwiegend aus vitalen Jungbäumen, die noch in der Phase des Kronenaufbaus sind. Unterhalb der Bäume wurde eine initiale Ansaat mit zumeist standorttypischen Grünlandpflanzen angelegt, die Fläche ist nach wie vor relativ kräuter- und blütenreich (jedoch weniger vielfältig und graslastiger als „Vor dem Dorf“). Im Förderzeitraum 2020/21 konnten die Obstbäume zum zweiten Mal durchpflegt werden und stehen aktuell gut. Weitere Erziehungsschnitt sind für eine fachgerechte Kronenentwicklung in den nächsten Jahren allerdings notwendig. Die nächste Baumpflege ist für die Wintersaison 2021/22 geplant. 305.01 Belvederestraße Bezirk: Lindenthal Flächengröße: 1,25 ha Stadtteil: Müngersdorf Anzahl Bäume: 41 Bäume Die Obstwiese an der Belvederestraße wird seit vielen Jahren von ehrenamtlichen Kräften der FreiLuGa gepflegt und weiterentwickelt. Sie dient neben der Obsternte auch als Lehr- und Lernort, um Kindern und Jugendlichen die Methoden des extensiven Streuobstbaus zu vermitteln. Die Bäume befinden sich teilweise in gutem Zustand, weisen jedoch teilweise auch starke (alte) Wühlmausschäden auf, bis hin zu schräg wachsenden bzw. umgefallenen Exemplaren. Die Krautschicht der Wiese ist in weiten Teilen kräuterarm und vergrast, der südliche Bereich besteht aus einer sporadisch gemähten Brennnessel-Hochstaudenflur. Am nördlichen Ende wird der Boden merklich magerer und würde sich für eine Entwicklung hin zu einer blütenreichen Mähwiese eignen. Dem steht jedoch die bisher unregelmäßig durchgeführte Mahd entgegen, sowie das bisher als Mulch auf der Fläche belassene Schnittgut. Auch die Tendenz des Pächters, Teile der Wiese mit dem Aufsitzmäher zu mähen, trägt nicht zu einer sinnvollen ökologischen Weiterentwicklung bei. Die Station steht mit den Verantwortlichen der FreiLuGa in Kontakt und plant die Maßnahmen in enger Abstimmung. Der nächste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2021/22 geplant. 406.01 Nüssenberger Busch West Bezirk: Ehrenfeld Flächengröße: 0,43 ha Stadtteil: Ossendorf Anzahl Bäume: 41 Bäume Folgende Pflegearbeiten sind im Förderzeitraum durchgeführt worden: — Baumpflanzung am 18.11.2020 — Winterschnitt/ Baumpflege am 25.11.2020 12 — aumscheibenpflege am 20.07.2021 Der Streuobstbestand Nüssenberger Busch West befand sich zu Beginn der Pflegearbeiten in einem Zustand fortgeschrittener Brache. Aufgrund der angrenzenden Waldränder stellte die zunehmde Beschattung bzw. das Vorrücken von Wildgehölzen in die Fläche ein erhebliches Problem dar. Im Winter 2018/19 wurde der Waldrand daher in Zusammenarbeit zwischen Grünflächenamt, UNB und Station zurückgesetzt und maschinelle Entbuschungsmaßnahmen durchgeführt. Weitere Entbuschungsmaßnahmen sind im Berichtszeitraum 2019/20 sowie 2020/21 erfolgt. Durch die weit zurückliegende Nutzungsaufgabe befinden sich die Kronen der Obstbäume in einem ungenügenden Zustand mit starker Verdichtung und Naturkronenausprägung. Durch die Pflegearbeiten im Förderzeitraum 2018/19 bis 2020/21 konnten diese Entwicklungen zum Teil korrigiert werden. Hier werden jedoch in den kommenden Jahren noch umfangreiche Arbeiten notwendig sein, um eine Kronenregeneration bzw. Neuformierung zu erreichen. Einige der kräftigeren Apfelbäume im hinteren Bereich der Lichtung weisen allerdings derart verwachsene Kronenbilder auf, dass eine Umstellung auf günstigere Kronenmodelle kaum mehr möglich ist, ohne baumschädigende Eingriffe vorzunehmen. Besonders die mächtigen Reiter, mit denen die Bäume aufgrund des zunehmenden Lichtmangels ihre Kronen nach oben getrieben haben, lassen sich längst nicht mehr entnehmen. Abbildung 3: Junger Pflaumenbaum der Sorte Feys Gelbe Hauszwetsche, umrahmt von blühendem Klatschmohn (Juni 2021). Abbildung 4: Am Fußweg in Parkplatznähe konnte eine Reihe von Jungbäumen nachgepflanzt werden. In den kommenden Jahren könnten hier kleine Infotafeln die einzelnen Sorten vorstellen (Mai 2021). Der nächste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2021/22 geplant. 501.01 Johannes-Giesberts-Park Bezirk: Nippes Flächengröße: 0,45 ha Stadtteil: Nippes Anzahl Bäume: 25 Bäume Folgende Pflegearbeiten sind im Förderzeitraum durchgeführt worden: — Winterschnitt/ Baumpflege am 03.03.2021 — Wiesenmahd am 19.06.2021 — Baumpflanzung am 10.11.2021 13 Der Streuobstbestand im Johannes-Giesberts-Park besteht aus einer Handvoll älterer Obstbäume, die aufgrund mangelnder Pflege nur noch eine verminderte Vitalität aufweisen und in den kommenden Jahren in mehreren Pflegeintervallen revitalisiert werden müssen. Zusätzlich zu den Bestandsbäumen wurden im Berichtszeitraum erstmals neue Jungbäume gepflanzt und eine Wildblumenwiese angesät. Die Pflegearbeiten auf der Obstwiese finden in Kooperation mit der Bürgerinitiative Clouth Garten statt. 507.01 KlimaPark Bilderstöckchen Bezirk: Nippes Flächengröße: 0,87 ha Stadtteil: Bilderstöckchen Anzahl Bäume: 52 Bäume Die Station unterstützt die KlimaPark-Gruppe bei Ihrer Arbeit an den Obstbäumen. Nach eher verhaltenen Schnittmaßnahmen in den ersten Standjahren konnte 2020 die erforderliche Erziehungsarbeit an den noch jungen Baumkronen intensiviert werden. Außerdem konnten in den vergangenen Jahren weitere seltene Obstsorten im KlimaPark gepflanzt werden. Mehrere Teilbereiche werden zudem von der KlimaPark-Initiative zu artenreichen Wildblumenwiesen entwickelt. Die Naturschutzstation steht bei all diesen Themen als Ansprechpartner und Förderer zur Verfügung. Beide Seiten wollen die erfolgreiche Zusammenarbeit auch in den kommenden Jahren fortsetzen. 601.01 N4 Rheinaue Worringen Nord Bezirk: Chorweiler Flächengröße: 0,09 ha Stadtteil: Merkenich Anzahl Bäume: 12 Bäume Im Förderzeitraum konnten folgende Pflegearbeiten durchgeführt werden: — Winterschnitt/ Baumpflege am 27.01.2021 Die kleine Obstwiese in der Rheinaue Worringen liegt am Rand des Naturschutzgebietes N4 und ist umgeben von Grünland und Äckern. In den letzten Dürrejahren hat gerade diese Fläche besonders leiden müssen, was durch den sandig-kiesigen, sehr wenig wasserbindigen Alluvialboden der Aue bedingt ist. Die Wiese stellte sich bisher als nur mäßig artenreiche Glatthaferwiese dar, konnte aber durch eine händische und sehr schonende Wiesenmahd in den letzten Jahren bereits strukturell verbessert werden, so dass der Kräuteranteil durch offenen Bodenstellen leicht erhöht war. Durch die etwas artenreicheren Nachbarbestände besteht die Hoffnung, dass noch fehlende Grünlandarten in den nächsten Jahren ihren Weg auf die kleine Obstwiese finden werden. Es besteht aktuell ein moderater Pflegerückstand im Bereich Kronenpflege der Obstbäume. Mit den bisherigen Arbeitseinsätzen konnte dieser Rückstand teilweise behoben werden. Die randlich stehenden Obstbäume werden durch landwirtschaftliche Tätigkeit auf dem benachbarten Flurstück im Kronen- und Wurzelbereich teilweise erheblich beschädigt. Eine Überprüfung der Flurgrenzen durch die UNB hat allerdings überraschend ergeben, dass die Obstbäume zu dicht an die Flurgrenze des benachbarten Ackers gesetzt worden sind. Der nächste Baumpflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2021/22 geplant. 14 601.02 N4 Rheinaue Worringen Süd Bezirk: Chorweiler Flächengröße: 0,28 ha Stadtteil: Merkenich Anzahl Bäume: 23 Bäume Im Förderzeitraum konnten folgende Pflegearbeiten durchgeführt werden: — Winterschnitt/ Baumpflege am 27.01.2021 Die südliche der beiden Obstwiesen in der Rheinaue Worringen wurde etwa 2005 als Ersatzmaßnahme auf einem ehemaligen Acker angelegt. Nördlich der Obstbäume wurde flächig mit Wildgehölzen aufgeforstet, der südliche Teil am Fuß des Rheindeichs wurde als Grünland(brache) konzipiert und ist unbepflanzt geblieben. Die Obstbäume sind in einem überwiegend guten Zustand und haben das Ertragsalter erreicht. Der Kronenaufbau ist durch wiederholte Schnittmaßnahmen allgemein gut gelungen. Das Grünland zu Füßen der Bäume ist dagegen relativ artenarm und wird von Gräsern dominiert. Es besteht aktuell ein moderater Pflegerückstand im Bereich Kronenpflege der Obstbäume. Mit den bisherigen Arbeitseinsätzen konnte dieser Rückstand teilweise behoben werden. Die nordöstlich angrenzende flächige Gehölzpflanzung steht bereits zu dicht an den randlichen Obstbäumen und sollte in den kommenden Jahren an der Grenze zur Obstwiese auf den Stock gesetzt werden. Der nächste Arbeitseinsatz ist für die Wintersaison 2021/22 geplant. 601.04 N1 St. Amandus Bezirk: Chorweiler Flächengröße: 0,58 ha Stadtteil: Merkenich Anzahl Bäume: 49 Bäume Die Obstwiese zu Füßen der Pfarrkirche St. Amandus ist etwa 2005/06 auf einer ehemaligen Viehweide angelegt worden und liegt im Naturschutzgebiet Rheinaue Worringen-Langel. Der Baumbestand erstreckt sich in mehreren langen Reihen quer zum Flussverlauf und befindet sich ganz überwiegend in mangelhaftem Zustand. Im Förderzeitraum sind keine Pflegearbeiten erfolgt. In der Wintersaison 2018/19 war von dritter Seite (möglicherweise vom ansässigen Landwirt) ein Schnitt der Obstbäume durchgeführt worden, der allerdings nur darauf abzielte, bei der Mahd störende Äste zu entfernen. Dadurch wurden die zuvor ungepflegten Bäume deutlich verunstaltet und potenzielle Leitäste beseitigt. Der erste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2021/22 vorgesehen. 601.05 N1 Kasselberger Weg Bezirk: Chorweiler Flächengröße: 0,41 ha Stadtteil: Merkenich Anzahl Bäume: 29 Bäume 15 Im Förderzeitraum konnten folgende Pflegearbeiten durchgeführt werden: — Jungbaumschnitt am 06.01.2021 — Wiesenmahd am 12.05.2021 — Wiesenmahd/ Baumscheibenpflege am 19.05.2021 — Wiesenmahd am 26.05.2021 — Wiesenmahd/ Baumscheibenpflege am 01.09.2021 Die Obstwiese am Kasselberger Weg gehört zu den besserentwickelten Streuobstbeständen in Köln. Neben dem guten Baumzustand ist vor allem der Artenreichtum der Stromtal-Glatthaferwiese hervorzuheben. Die Mahd ist in den vergangenen Jahren durch einen ortsansässigen Landwirt durchgeführt worden. Aufgrund der heute üblichen Maschinenbreite konnte sie allerdings nur dürftig durchgeführt werden. Zudem blieb das Mahdgut trotz anders lautender Verabredungen immer wieder auf der Fläche liegen. Daher hat die Station die Wiesenmahd seit 2020 mit eigenem Personal durchgeführt. Durch die händische Mahd soll einem schleichenden Verlust der pflanzlichen Vielfalt auf der Wiese vorgebeugt werden. Auch im Förderzeitraum 2020/21 ist die Mahd kleinmaschinell bzw. mit der Handsense erfolgt. Es hat sich allerdings gezeigt, dass die Fläche zu groß und in feuchten Sommern zu wüchsig ist, als dass eine solche händische Mahd zeitökonomisch zu rechtfertigen wäre. Daher wurde Ende 2021 besprochen, die Mahd in den kommenden Jahren durch das Grünflächenamt ausschreiben zu lassen. Abbildung 5: Blick über die Obstwiese 601.05 N1 Kasselberger Weg Richtung Süden. (April 2021). Es besteht ein moderater Pflegerückstand im Bereich Kronenpflege der Obstbäume. Durch den fruchtbaren Auenboden und die gute Wasserzügigkeit wachsen die Obstbäume auf der Fläche sehr gesund und mit zum Teil sehr hohem Jahreszuwachs. Die in der Vergangenheit nicht ausreichende Schnittpflege hat daher zu relativ stark verdichteten Naturkronen geführt. Die bisherigen Pflegeeinsätze konnten den Pflegerückstand teilweise beheben. Der nächste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2021/22 geplant. 601.09 N1 Langeler Damm Nord Bezirk: Chorweiler Flächengröße: 0,08 ha Stadtteil: Merkenich Anzahl Bäume: 5 Bäume 16 Im Förderzeitraum konnten folgende Pflegearbeiten durchgeführt werden: — Winterschnitt/ Baumpflege am 08.11.2021 Es handelt sich um einen sehr kleinen Baumbestand aus nur noch 5 Obstbäumen im Auengrünland nördlich des Rheindeichs bei Rheinkasel. Durch die Flächenmitte zieht sich eine Gastrasse und verursacht eine Lücke im Baumbestand. Der moderate Rückstand bei der Kronenpflege der Obstbäume konnte in den vergangenen zwei Förderzeiträumen reduziert werden. Eine Nachpflanzung von Bäumen jenseits des Trassenraums sollte in den kommenden Jahren geprüft werden. 601.10 N1 Auf dem Werth Nord Bezirk: Chorweiler Flächengröße: 0,14 ha Stadtteil: Merkenich Anzahl Bäume: 16 Bäume Aktuell besteht weiterhin ein moderater Rückstand bei der Kronenpflege der Obstbäume, der aber in den kommenden Jahren ohne große Probleme Schnitt für Schnitt aufgelöst werden kann. Der nächste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2021/22 geplant. 601.11 N1 Langeler Damm Süd Bezirk: Chorweiler Flächengröße: 1,43 ha Stadtteil: Merkenich Anzahl Bäume: 40 Bäume Im Förderzeitraum konnten folgende Pflegearbeiten durchgeführt werden: — Winterschnitt/ Baumpflege im Zeitraum 25.10. – 03.011.2021 Die Fläche wurde der Fördervereinbarung nachträglich hinzugefügt. Aktuell besteht ein zum Teil erheblicher Rückstand bei der Kronenpflege der Obstbäume, der in den kommenden Jahren durch mehrere Pflegeeingriffe sukzessive aufgelöst werden muss. Durch die letzten Dürrejahre sind einige Bäume abgängig. Zudem beeinträchtigt auch die Schattierung durch einige riesige Pappeln am Rand der Fläche den Wuchs der Obstbäume. Die Pappeln wurden allerdings im Berichtszeitraum durch städtische Baumpfleger zurückgeschnitten, da sie zum Teil erheblich bruchgefährdet waren. Einige Flurstücke der Gesamtfläche befinden sich in privatem Besitz und unterliegen weiterhin keiner vertraglich fixierten Vereinbarung zur Pflege durch die Station. Erste Gespräche mit dem Besitzer fanden statt, wurden allerdings durch den Beginn der Coronapandemie wieder verhindert. Erste Pflegearbeiten sind trotz der noch zu klärenden rechtlichen Situation aufgrund akuten Handlungsbedarfs im Berichtszeitraum durchgeführt worden. Der erste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2020/21 geplant, insofern zuvor eine Verständigung mit dem Besitzer erfolgt. 17 601.12 N1 Auf dem Werth Süd Bezirk: Chorweiler Flächengröße: 0,25 ha Stadtteil: Merkenich Anzahl Bäume: 23 Bäume Aktuell besteht weiterhin ein moderater Rückstand bei der Kronenpflege der Obstbäume, der aber in den kommenden Jahren ohne große Probleme Schnitt für Schnitt aufgelöst werden kann. Der nächste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2021/22 geplant. 602.01 Mennweg Bezirk: Chorweiler Flächengröße: 0,66 ha Stadtteil: Fühlingen Anzahl Bäume: 81 Bäume Im Förderzeitraum konnten folgende Pflegearbeiten durchgeführt werden: — Baumpflanzung/ Heckenpflege am 09.12.2020 — Heckenpflege/ Biotoppflege am 23.12.2020 — Jungbaumschnitt am 06.01.2021 — Winterschnitt Altbäume am 13.01.2021 — Biotoppflege/ Heckenpflege am 27.01.2021 — Heckenpflege/ Biotoppflege am 04.02.2021 — Heckenpflege/ Biotoppflege am 25.02.2021 — Wiesenmahd am 05.05.2021 — Wiesenmahd am 11.06.2021 — Wiesenmahd am 20.06.2021 — Mahdgutübertragung am 05.07.2021 — Baumscheibenpflege am 20.07.2021 — Wiesenmahd/ Biotoppflege am 23.09.2021 Die Obstwiese am Mennweg zählt zu den ältesten Streuobstbeständen im Kölner Stadtgebiet. Entsprechend viele Altbäume befinden sich auf der Fläche. Die an den Längsseiten zum Teil gepflanzten, zum Teil wild entstandenen Hecken sind zwar ökologisch wertvolle Biotopelemente, greifen jedoch zunehmend auf die Wiesenfläche über und beschatten die Obstbäume. Der Mennweg stellt derzeit einen Schwerpunkt in den jährlichen Pflegearbeiten der Naturschutzstation dar und soll in den kommenden Jahren ökologisch behutsam restauriert werden. 18 Abbildung 6: Anlage der Frässtreifen für die Mahdgutübertragung (Juni 2021). Abbildung 7: Blick in den Bestand der Spenderfläche für die Mahdgutübertragung. Das Mahdgut wurde wenig später auf den Frässtreifen am Mennweg verteilt. (Juni 2021). Ein wesentlicher Aspekt der Pflegearbeiten ist das abschnittsweise Auf-den-Stock-Setzen der Hecken. Das Entfernen von Überhältern aus den Hecken konnte im Berichtszeitraum fortgeführt werden, um die teilweise massive Beschattung der schmalen Obstwiesenfläche zu reduzieren. Mittlerweile sind fast alle Überhälter entnommen worden, und mehrere Bereiche der Althecke wurden auf den Stock gesetzt. Diese Biotoppflegearbeiten sollen 2021/22 fortgeführt werden. Die Mahd der für Maschinen kaum zugänglichen Fläche wird durch die Station geleistet. Dabei wird je nach Entwicklungsgrad der relativ artenarmen Fuchsschwanz-Glatthaferwiese in Etappen mit Handsense und Balkenmäher gemäht, um die Vielfalt zu fördern und bessere Entwicklungsbedingungen für die Wiese zu schaffen. Im Berichtszeitraum konnte zudem eine Mahdgutübertragung an zwei Stellen durchgeführt werden, bei dem Spendermaterial aus der nahegelegenen Rheinaue verwendet werden konnte. Die Bereiche werden 2021/22 einer floristischen Erfassung unterzogen. An allen Pflegearbeiten auf der Obstwiese konnten in regelmäßigen Aktionen auch Kinder und Jugendliche des Jugendzentrums Northside teilnehmen und so die Streuobstkultur in all ihrer Vielfalt über das Jahr hinweg erleben. Die Kooperation mit dem Jugendzentrum soll auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden. Damit gewinnt am Mennweg neben der naturschutzfachlichen Arbeit auch die naturschutzpädagogische Beschäftigung mit dem Thema Streuobst an Bedeutung. Weitere Pflegeeinsätze sind noch für die aktuelle Wintersaison 2021/22 geplant. 606.02 Nüssenberger Busch Ost Bezirk: Chorweiler Flächengröße: 0,31 ha Stadtteil: Pesch Anzahl Bäume: 31 Bäume Folgende Pflegearbeiten sind im Förderzeitraum durchgeführt worden: — Jungbaumschnitt am 06.01.2021 — Biotoppflege/ Entkusselung am 17.02.2021 — Baumscheibenpflege am 20.07.2021 19 Der Streuobstbestand Nüssenberger Busch Ost befand sich zu Beginn der Pflegearbeiten in einem Zustand fortgeschrittener Brache. Aufgrund der angrenzenden Waldränder stellt die zunehmde Beschattung bzw. das Vorrücken von Wildgehölzen in die Fläche ein erhebliches Problem dar. In den Berichtsjahren 2018/19 und 2019/20 wurden am Waldrand und in der Fläche erste Entbuschungsmaßnahmen durchgeführt. Weitere Maßnahmen sind in der Wintersaison 2020/21 erfolgt. Es zeichnet sich ab, dass der Altbestand der Streuobstwiese, der sich zwischen dem Waldrand und einer vorgeschobener Gehölzpflanzung befindet, nicht ohne größere forstliche Eingriffe zu erhalten ist. Hier muss entweder in den kommenden Jahren ein Teil der umliegenden Bäume entnommen werden, oder der Altbestand wird als Obstwiesenbrache der Sukzession überlassen. Eine maschinelle Mahd mit Schlepper ist spätestens seit dem Berichtsjahr 2020/21 aufgrund umgefallener Bäume und vorrückender Gebüsche nicht mehr möglich. Auf der Neufläche sind die Entkusselungsarbeiten noch nicht abgeschlossen und müssen in den kommenden Jahren fortgeführt werden, um eine Verwaldung zu verhindern. Es wird empfohlen, dass die Stubben der zurückgesetzten Wildgehölze auf der Fläche maschinell beseitigt werden, so wie es 2020/21 bereits auf der Streuobstfläche Nüssenberger Busch West geschehen ist. 610.01 Waldwiese Kreuzfeld Bezirk: Chorweiler Flächengröße: 0,7 ha Stadtteil: Blumenberg Anzahl Bäume: 60 Bäume Die Streuobstwiese Kreuzfeld gehört zu den stark verbrachten Obstwiesen im Portfolio der Station. Durch ihre Lage inmitten eines Waldstückes ergeben sich zwei Jahrzehnte nach der Anlage wachsende Probleme mit dem vorrückenden Waldrand. Aus diesem Grund wurde die Unterstützung vom Forst Köln erbeten, um die Waldränder in den kommenden Jahren zu durchpflegen und zurückzuschneiden. Die Obstbäume stehen mehrheitlich gut, besitzen aber infolge lange ausbleibender Schnittmaßnahmen zum Teil riesige Naturkronen. 2018 war das letzte gute Ertragsjahr der Fläche. Aus diesem Jahr resultieren mehrere umfangreiche Astbrüche infolge von Vollbehang und ungünstiger Statik. Die Wiese unterhalb der Bäume besteht aus einem relativ artenarmen Grasbestand. Sie befindet sich im Beweidungsvertrag mit einem Schafhalter. In den letzten Jahren ist die Fläche jedoch ganz offensichtlich brach gefallen, eine Beweidung hat dort seit längerem nicht mehr stattgefunden. Der geplante erste Pflegeeinsatz war für die Wintersaison 2020/21 geplant, musste aber nochmals verschoben werden. Aktuell ist ein Erstschnitt in der laufenden Wintersaison 2021/22 geplant. 612.01 Krebelshof Altbestand Bezirk: Chorweiler Flächengröße: 0,3 ha Stadtteil: Worringen Anzahl Bäume: 21 Bäume Im Berichtszeitraum konnten folgende Arbeitsmaßnahmen durchgeführt werden: — Winterschnitt/ Baumpflege am 24.03.2021 Der Altbestand am Jugendzentrum Krebelshof umfasst derzeit 21 Bäume, von denen die meisten ein Alter von mehr als 50 Jahren aufweisen. Die Wiese wird im Sommer als Zeltplatz, Versammlungsort und Spielwiese für die Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen genutzt. Die Fläche ist daher als Rasen ausgeprägt und wird 20 mehrmals jährlich gemäht. Zukünftig soll allerdings ein Randbereich als Wildblumenwiese von der Rasenpflege ausgenommen werden. Es besteht derzeit ein moderater Pflegerückstand bei der Altbaumpflege. Manche der Bäume sind abgängig, einige fielen bereits vor Jahren um oder wurden im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht gefällt. Die noch verbliebenen Altbäume sollen in den kommenden Jahren durch Verjüngungsschnitte (Kronenauslichtung, Kronenpflege, moderate Kroneneinkürzung zur Unterstützung einer Sekundärkronenbildung) in ihrem Zustand stabilisiert werden. Zudem sollen Jungbäume nachgepflanzt werden, um die Altersstruktur des Baumbestandes zu verjüngen. Das Wässern der Jungbäume wird vom Krebelshof gewährleistet. Die Station steht mit der Leitung des Jugendzentrums in engem Kontakt und führt die Maßnahmen in Kooperation mit den dortigen Mitarbeitern durch. Der nächste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2021/22 vorgesehen. 612.02 Krebelshof Ost Bezirk: Chorweiler Flächengröße: 0,7 ha Stadtteil: Worringen Anzahl Bäume: 48 Bäume Im Berichtszeitraum konnten folgende Arbeitsmaßnahmen durchgeführt werden: — Winterschnitt/ Baumpflege am 24.03.2021 Die Fläche Krebelshof Ost besteht aus zwei Teilflächen unterschiedlichen Alters. Am Südostende stehen knapp zehn etwa 15 Jahre alte Obstbäume, die infolge einer mangelnden Kronenpflege ziemlich dichte Naturkronen ausgebildet haben. Nordwestlich schließen sich weitere 30 Jungbäume an, die in den letzten Jahren im Zuge der angrenzenden Wohnbebauung gepflanzt worden sind. Aktuell besteht noch ein moderater Pflegerückstand bei den Bestandsbäumen auf dem Südteil der Fläche. Der nächste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2021/22 geplant. 715.01 Wesselinger Weg Bezirk: Porz Flächengröße: 0,53 ha Stadtteil: Langel Anzahl Bäume: 65 Bäume Im Berichtszeitraum konnten folgende Arbeitsmaßnahmen durchgeführt werden: — Wiesenmahd/ Schröpfschnitt Mahdgutstreifen am 22.04.2021 Der Streuobstbestand am Wesselinger Weg gehört zu den Kölner Altflächen und geht auf eine alte Selbstversorgerkultur zurück. Davon zeugen noch immer zahlreiche niederstämmige Obstbäume im fortgeschrittenen Baumalter. Auch die Reste eines alten Fundaments sind noch immer im Gras der Wiese zu finden. Nachdem die Fläche zwischenzeitlich als Pferdeweide gedient hatte, fiel sie in den vergangenen Jahren zunehmend brach. Mittlerweile konnte die Wiese wieder in einen zweischürigen Pflegerhythmus überführt werden. Aufgrund der relativ stark vergrasten und pflanzlich monotonen Fläche wurde im Berichtszeitraum 2019/20 zudem eine Mahdgutübertragung durchgeführt. 21 Auf der Basis von Gutachten zum PEPl N11 sowie in daran anschließenden Diskussionen wurde auf die schlechten Bodenverhältnisse auf der Fläche hingewiesen. Aufgrund der holozänen Sand- und Kiesablagerungen im Bereich der Niederterrasse besteht ein örtlich stark variierendes, meistenteils jedoch sehr geringes Wasserspeichervermögen, unter dem viele der Obstbäume gerade in den vergangenen Trockenjahren sehr gelitten haben. Erste Instandsetzungsarbeiten an den Bäumen konnten in den vergangenen Jahren durchgeführt werden. Vor allem die stark auftretenden Stamm- und Stockausschläge wurden mehrfach beseitigt. Der nächste Baumpflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2021/22 geplant. 715.04 Biotopwiese Bitzgen Bezirk: Porz Flächengröße: 0,56 ha Stadtteil: Langel Anzahl Bäume: 25 Bäume Die Fläche zählt zu den Kölner Altbeständen. Durch die Waldrandlage und eine augenscheinlich bereits lange zurückliegende Nutzungsaufgabe befindet sich der Streuobstbestand in einem Zustand fortgeschrittener Brache bzw. Verbuschung. Ob eine Restaurierung der Fläche wirklich zielführend ist, ist weiterhin Gegenstand von Beratungen. 805.01 Waldbadviertel Schwetzinger Straße Bezirk: Kalk Flächengröße: 1,53 ha Stadtteil: Ostheim Anzahl Bäume: 118 Bäume Im Förderzeitraum konnten folgende Pflegearbeiten durchgeführt werden: — Baumpflanzung am 02.12.2020 — Winterschnitt/ Baumpflege am 03.02.2021 — Wiesenmahd/ Baumscheibenpflege am 23.06.2021 Die etwa 120 Jungbäume auf der Fläche sind im Rahmen einer Ausgleichsmaßnahme für die angrenzende GAG-Siedlung Waldbadviertel gepflanzt worden. Ein Pflanzschnitt sowie eine fachgerechte Kronenformierung sind in den ersten Jahren nicht erfolgt. Dies konnte in den vergangenen beiden Berichtsjahren teilweise behoben werden. Die Baumpflege der Station hat bereits zu sichtbar gestärkten Kronen der Jungbäume geführt. Die Umstellung auf eine naturgemäße Obstbaumkrone muss in den kommenden Jahren durch jährliche Schnitte weiterverfolgt werden. Die Pflegeeinsätze der Station finden in Absprache und mit Unterstützung durch das Grünpflegeteam von Uli Schroer statt. Der nächste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2021/22 geplant. 904.02 Ferdinand-Stücker-Straße Bezirk: Mülheim Flächengröße: 0,56 ha Stadtteil: Hohlweide Anzahl Bäume: 30 Bäume 22 Im Förderzeitraum konnten folgende Pflegearbeiten durchgeführt werden: — Winterschnitt/ Baumpflege am 08.03.2021 Die Obstweide liegt östlich der Isenburgwiesen etwas versteckt hinter der Wohnbebauung. Von der Ferdinand- Stücker-Straße ist sie nur durch einen schmalen Weg zugänglich. Sie wird aktuell als Weidefläche für Pferde und Esel genutzt. Die rund 30 Obstbäume befinden sich in unterschiedlichem Alter. Einige von ihnen sind bereits Baumveteranen im hohen Alter mit hohem ökologischem Wert. Eine Kronenpflege an den Obstbäumen ist erkennbar auf längere Zeit nicht durchgeführt worden. Auch die Baumscheiben und Stammbereiche innerhalb der Vierböcke sind länger nicht bearbeitet worden und benötigen dringende Pflege. Im Förderzeitraum 2020/21 konnte eine Erstpflege an den Obstbäumen erfolgreich durchgeführt werden. Der nächste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2021/22 vorgesehen. 904.03 Kochwiesenstraße Bezirk: Mülheim Flächengröße: 0,8 ha Stadtteil: Hohlweide Anzahl Bäume: 24 Bäume Im Förderzeitraum konnten folgende Pflegearbeiten durchgeführt werden: — Winterschnitt/ Baumpflege am 08.03.2021 Die Obstweide an der Kochwiesenstraße wird aktuell durch Rinderbeweidung bewirtschaftet. Im Winter kommen die Tiere von der Fläche. Der Baumbestand besteht aus etwa 20 Jahre alten Obstbäumen, die von Vierböcken vor Tierfraß geschützt werden. Die Rinderbeweidung hat bei den Bäumen eine unten wie abgeschnitten wirkende Kronenform entstehen lassen. Die Stammausschläge haben an einigen Bäumen durch den ständigen Verbiss enorme Ausmaße angenommen. Von einigen Ausnahmen abgesehen stehen die Bäume mehr oder weniger gesund, allerdings ist an den Baumkronen baumpflegerisch in der Vergangenheit nur wenig gearbeitet worden. Eine klare Kronenhierarchie mit steil formierten Leitästen ist nicht erkennbar. Im Förderzeitraum konnte eine Erstpflege der Obstbäume erfolgreich durchgeführt werden. In einem nächsten Arbeitsschritt sollen die maroden Verbissschützer an den Bäumen entfernt und durch neue Verbissschützer ersetzt werden. Der nächste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2021/22 vorgesehen. 907.01 Am Weißen Mönch Süd Bezirk: Mülheim Flächengröße: 1,28 ha Stadtteil: Dünnwald Anzahl Bäume: 102 Bäume Im Förderzeitraum konnten folgende Pflegearbeiten durchgeführt werden: — Winterschnitt im Zeitraum 15.02. – 10.03.2021 Die Streuobstwiese am Weißen Mönch Süd stellt mit über 100 Obstbäumen einen der größten Kölner Streuobstbestände dar. Die weitläufige, in Viereckpflanzung realisierte Wiese mit ihren hochgewachsenen 23 Obstbäumen prägt wesentlich die Landschaft entlang des Mutzbaches und lädt zu einem Spaziergang unter den Baumkronen ein. Aufgrund unregelmäßiger Kronenpflege besteht aktuell ein moderater Rückstand bei der Baumpflege. Die meisten Bäume zeigen ausgeprägte unstrukturierte Naturkronen. Vereinzelte Astbrüche deuten darauf hin, dass die Statik der Gerüstäste bei vielen der Bäume leicht bis moderat beeinträchtigt ist. Die Wiese unter den Bäumen wird derzeit als Kurzrasenfläche gepflegt und viermal jährlich gemulcht. Dadurch bleibt sie in ihrer pflanzlichen Vielfalt weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Lediglich im Frühjahr ergibt sich mit der Blüte von Löwenzahn und Gänseblümchen ein nennenswerter Blühaspekt. Im Förderzeitraum 2020/21 konnten die Arbeiten des Vorjahres fortgeführt und ein weiterer Teil des Obstbaumbestandes erstmals durchpflegt werden. Dabei wurde darauf geachtet, keine übermäßigen Triebreaktionen bei den Bäumen auszulösen. Die Auslichtung und Neuformierung der Kronen wird in den kommenden Jahren auf mehrere Pflegeintervalle verteilt. Der nächste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2021/22 vorgesehen. 907.02 Am Weißen Mönch Nord Bezirk: Mülheim Flächengröße: 0,17 ha Stadtteil: Dünnwald Anzahl Bäume: 15 Bäume Im Förderzeitraum konnten folgende Pflegearbeiten durchgeführt werden: — Winterschnitt/ Baumpflege im Zeitraum 01.02. – 10.02.2021 Die Streuobstwiese am Weißen Mönch Nord ist quasi die kleinere Schwester der großen Obstwiese am Südende vom Weißen Mönch. Sie besteht derzeit aus 15 Bäumen, die im gleichen Alter sind wie die Bäume auf der Südfläche. Auch der Baumzustand unterscheidet sich nicht wesentlich von den Bäumen der großen Zwillingsfläche. Im Gegensatz zur größeren Fläche fällt hier vor allem auf, dass die Nähe zu den bachbegleitenden Pappelbeständen hier zu einer Schattierung der angrenzenden Obstbäume und einem „fliehenden Kronenbild“ geführt hat. Im Förderzeitraum konnten die Arbeiten des Vorjahres weitergeführt werden. Es wird darauf geachtet, die Kronenneuformierung schrittweise vorzunehmen, um keine unnötige Triebreaktion der Obstbäume zu provozieren. Der nächste Pflegeeinsatz ist für die Wintersaison 2021/22 vorgesehen.
Beratungsverlauf (9)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (15)
- Langenackerstraße
- Belvederestraße
- Ferdinand-Stücker-Straße
- Kochwiesenstraße
- Mennweg
- Thurner Kamp
- Kasselberger Weg
- Langeler Damm
- Wesselinger Weg
- Am Moosberg
- Schwetzinger Straße
- Unter den Birken
- Gut Leidenhausen
- Am Weißen Mönch
- Vor dem Dorf
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Details
- Aktenzeichen
- 1168/2022
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 25.04.2022
- Erstellt
- 05.04.2022 15:49