0664/2023
Bilanz Karneval 2023
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Mitteilung Hauptausschuss
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Dezernat, Dienststelle I/323/1 Vorlagen-Nummer 24.02.2023 0664/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Hauptausschuss 27.02.2023 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / In- ternationales 13.03.2023 Mitteilung an den Hauptausschuss "Bilanz Karneval 2023" Der Straßenkarneval 2023 war erwartungsgemäß erneut eine Großeinsatzlage für die Kölner Sicherheitsbehörden und die Stadtverwaltung, insbesondere für das Amt für öffentliche Ord- nung. Nach sechs intensiven Einsatztagen zieht die Verwaltung insgesamt eine positive Bi- lanz: Die Menschen in Köln feierten ganz überwiegend friedlich und respektvoll, die von der Verwaltung und ihren Partnern und Dienstleistern umgesetzten Maßnahmen des Sicherheits- konzeptes haben dazu ihren Beitrag geleistet. Dabei verlagerte sich der Einsatzschwerpunkt der Ordnungskräfte wie schon in den vergan- genen Jahren weiter in den Bereich rund um die Zülpicher Straße, die Intensität in der Altstadt nahm dagegen leicht ab. Die Anpassungen des Sicherheitskonzeptes im „Kwartier Latäng“ nach dem Sessionsauftakt 2022 waren erfolgreich: Die Zugangsregelungen zur Personen- steuerung zum Schutz der Anwohnenden und Feiernden haben gegriffen und die Nutzung der angrenzenden Wiese als Ausweichfläche hat sich bewährt. Es entstand kein Druck auf die Zugangssperren nach Schließung des Veedels und die Feiernden wurden durch die Bespie- lung auf der Ausweichfläche gehalten, wodurch sich die Belastung des Umfeldes in Grenzen hielt. Zudem konnte der Rasenschutz durch entsprechende Abdeckungen trotz Nutzung wei- testgehend gewährleistet werden. Zwar finden noch einige Nachreinigungsarbeiten u.ä. statt, die Situation ist ein erheblicher Fortschritt gegenüber dem 11.11.2022. Präventive Maßnahmen vor den Straßenkarnevalstagen Der Ordnungsdienst der Stadt Köln führte schon seit Anfang Februar Präventivansprachen in Gastronomiebetrieben zum Thema Jugendschutz („Keine Kurze für Kurze“) durch. Hierzu wurden in der Altstadt 13 Betriebe sowie im „Kwartier Latäng“ 39 Betriebe aufgesucht und Informationsmaterial wie Poster und Aufkleber der Kampagne verteilt. Darüber hinaus hatte die Verwaltung für den diesjährigen Straßenkarneval eine groß angeleg- te Kommunikationskampagne aufgelegt, die crossmedial das Thema „Respekt“ in den Vor- dergrund stellte. Hieran waren sowohl Anwohnende, Gastronom*innen, Mitarbeitende der AWB, der KVB, Ret- tungssanitäter*innen, als auch der bekannte Sänger der Kölner Band „Cat Ballou“, Oliver Nie- sen, sowie zwei Influencer*innen mit großer Reichweite in der jungen Zielgruppe (Amanda Cis und Alex Molz) beteiligt. Ziel war es, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass auch beim tradi- tionsreichen Karneval-Feiern verantwortungsvolles Verhalten gefragt ist. Out-of-Home-Flächen 2 Oliver Niesen, eine Anwohnerin des „Kwartier Latängs“ sowie ein Mitarbeiter der AWB wa- ren mit ihren prägnanten „Respekt“-Botschaften auf Plakaten und digitalen Out-Of-Home- Flächen eine Woche lang im ganzen Kölner Stadtgebiet zu sehen. Insgesamt handelte es sich dabei um ca. 850 Flächen, die sich wie folgt aufteilen: - 520 City-Light-Poster mit den Motiven Oliver/Cat Ballou und Achim/AWB Stadtreini- gung - 11 Digitale City-Light-Flächen im Innenstadtbereich/Fußgängerzone mit den Motiven Oliver/Cat Ballou, Achim/AWB Stadtreinigung und Anna/Anwohnerin und Gastronomin (Leistungswerte dieser Flächen: Bruttokontakte*: 20,4 Mio., Reichweite: 1,43 Mio. - ca.100 digitale Road-Side-Screens mit dem Motiv Achim/AWB Stadtreinigung (Brutto- kontakte*: 3,05 Mio.) - 217 Station Video-Flächen mit den Achim/AWB Stadtreinigung und Anna/Anwohnerin und Gastronomin (Bruttokontakte*: 5,18 Mio) - Beflaggung Deutzer Brücke und Zoobrücke (80 Fahnen) mit den Motiven „Respekt“ und „200 Jahre Karneval“ (*Bruttokontakte = Gesamtzahl der Passanten, welche innerhalb eines fest definierten Zeit- raums in Kontakt mit einem Werbeträger kommen. Eine Person kann dabei mehrere Brutto - Kontakte generieren.) Zudem waren auf jeweils rund 50 Mega-Light-Plakatflächen und jeweils rund 100 Road- Side-Screen-Flächen die Motive „Edelgard“ und „200 Jahre Karneval“ zu sehen. Social-Media-Kampagne Um insbesondere die Zielgruppe „unter 35 Jahre“ noch besser zu adressieren, konnten die Band „Cat Ballou“ sowie die beiden reichweitenstarken Influencer*innen als Multiplika- tor*innen gewonnen werden, um die Botschaften der Stadt Köln auf den Social-Media- Plattformen Instagram und facebook zu verbreiten. Hierdurch konnten allein mit diesem Reel (kurzes Video) rund 400.000 Menschen erreicht werden. Die Inhalte standen darüber hinaus weiteren Organisationen (u.a. Festkomitee, AWB) zur Verfügung. Zusätzlich gab es einen Hinweis auf den Social-Media-Kanälen zum „Edelgard“-Angebot. Außerdem wurde als Information die Zugangskarte zur Zülpicher Straße gemeinsam mit dem Instagram-Account von „koelnistkool“ gepostet. Um die junge Zielgruppe zusätzlich zu erreichen, haben die Influencer*innen je ein eige- nes Reel auf Instagram erstellt, in dem sie auf authentische Art und Weise die gleiche Botschaft unter ihren Follower*innen gebracht haben. Sie haben die Stadt Köln in ihren Posts verlinkt. Online-Seite der Stadt Köln Auf der stadteigenen Internetseite stadt-koeln.de wurden alle Informationen rund um den Karneval veröffentlicht. Neben Informationen um Straßensperrungen, 200 Jahre Karneval oder „Keine Kurzen für Kurze“ war auch hier die „Respekt“- Kampagne Thema. In den 10 Tagen vor und während des Straßenkarnevals wurde diese Seite über 11.000 Mal aufge- rufen. Im Rahmen der Gefahrenabwehr war das Amt für öffentliche Ordnung bereits im Vorfeld der eigentlichen Karnevalstage tätig: So wurden insgesamt 133 Fahrräder in der Altstadt sowie rund um das „Kwartier Latäng“ entfernt. In mehreren Fällen wurden sowohl vor den Karnevals- tagen als auch in akuten Fällen an den Tagen selbst Gegenstände oder Aufbauten zum Schutz der allgemeinen Sicherheit entfernt, insbesondere im Bereich der Karnevalsumzüge. Vom 06.02.2023 bis zum 15.02.2023 wurden für den Aufbau der Tribünen, Logistikflächen, Toiletten etc. 26 Fahrzeuge sichergestellt und 27 Verwarnungen erteilt. Zum Auftakt des Stra- ßenkarnevals wurden zudem 98 Verwarnungen erteilt und 25 PKWs sichergestellt. 24 Kol- leg*innen beschäftigten sich ausschließlich mit der Sonderbeschilderung. Maßnahmen während der Straßenkarnevalstage Während der Karnevalstage führte der Ordnungsdienst insgesamt 1.432 Maßnahmen zum 3 direkten Jugendschutz durch. Bei 475 der kontrollierten Personen wurden Feststellungen in Bezug auf unerlaubten Konsum von Alkohol oder Tabak getroffen und Folgemaßnahmen im Rahmen von unter anderem Sicherstellungen durchgeführt. Insgesamt kümmerte sich der Ordnungsdienst um 129 hilflose Personen, in einigen Fällen mussten betrunkene oder verletz- te Personen den Hilfsdiensten übergeben werden. In 449 Fällen wurden Personen beim wil- den Urinieren angetroffen. Entsprechende Ordnungswidrigkeitenanzeigen werden im Nach- gang gefertigt. Bei Widerstandshandlungen am Freitagabend und am Samstagabend wurden jeweils zwei Mitarbeiter*innen des Ordnungsdienstes verletzt. Drei Mitarbeiter*innen mussten ihren Dienst abbrechen und im Krankenhaus behandelt werden. Allen Kolleg*innen geht es den Umständen entsprechend gut. Der Verkehrsdienst der Stadt Köln hat an Weiberfastnacht einen Notdienst mit 38 Mitarbei- ter*innen eingerichtet, die als Ansprechpersonen für die Bürger*innen für alle Belange rund um die Sicherheit im ruhenden Verkehr diente. In diesem Notdienst wurden insgesamt 416 kostenpflichtige Verwarnungen erteilt und 10 Sicherstellungsmaßnahmen durchgeführt. In der Nacht zum Karnevalssonntag in Vorbereitung auf die Schull- und Veedelszöch waren insgesamt rund 50 Mitarbeiter*innen ab 23 Uhr im Einsatz. Ebenfalls wurden im Be- reich des Zugwegs am Sonntag- und Montagmorgen rund 100 Fahrräder entfernt. Hinzu wur- den im Rahmen der Zugwegbegehungen mehrere Gaststättenbetreiber*innen zum Rück- oder Abbau ihrer Außengastronomien aufgefordert. In der Zeit von 0 Uhr bis 7 Uhr wurden rund um die Zugstrecke 243 Fahrzeuge sichergestellt und 317 schriftliche Verwarnungen ausgestellt. Sogenannte „Klingelgruppen“ haben von 190 Fahrzeughalter*innen Adressen ermitteln können, sodass zumindest 20 Fahrer*innen ihre Fahrzeuge noch wegsetzen konnten, bevor sie abgeschleppt werden mussten. Die anderen Halter*innen konnten trotz Ermittlung nicht erreicht werden. Im Bereich der Severinsstraße und auch in der Altstadt erlitten sowohl zwei Dienstfahrzeuge, als auch drei Abschleppfahrzeuge platte Reifen durch eine starke Vermüllung mit Glas. An Rosenmontag war der Verkehrsdienst bereits ab 2 Uhr im Einsatz und stellte 199 schriftli- che Verwarnungen aus. In 65 Fällen mussten Fahrzeuge sichergestellt werden – davon allein 29 Fahrzeuge auf dem Parkplatz Sachsenbergstraße. Dadurch, dass dieser Bereich zum Auf- stellungsbereich gehörte, wurden hier bereits die ersten Wagen aufgestellt und viele Zufahrten mit Gitterzäunen abgesperrt. Parallel wurden im Rahmen des Rosenmontagszugs in Worrin- gen 10 Verwarnungen erstellt und 14 Sicherstellungen durchgeführt. Beim Porzer Rosensonn- tagszug wurden insgesamt 42 schriftliche Verwarnungen erteilt und 37 Sicherstellungsmaß- nahmen durchgeführt. An Karnevalsdienstag sorgte der Verkehrsdienst für den reibungslosen Ablauf der Karnevals- züge in den Kölner Veedeln. Insbesondere die Absperrung der Venloer Straße stellte dabei eine große Herausforderung dar, da sich immer wieder Fahrzeuge trotz Sonderbeschilderun- gen in den Aufstellbereich und auf die Zugstrecke stellten. Am Dienstag wurden in den Veedeln 480 schriftliche Verwarnungen erteilt und 241 Sicherstel- lungen durchgeführt. Insgesamt erteilte der Verkehrsdienst an den Karnevalstagen 1.565 Verwarnungen und stellte 645 Fahrzeuge sicher. An allen Tagen wurden die Maßnahmen aus dem Koordinierungsstab im Rathaus gesteuert, in dem alle operativ tätigen Dienststellen, Behörden und städtischen Gesellschaften sowie die jeweiligen Veranstalter und der städtische Dienstleister vertreten waren. Sperrungen und Kontrollen durch externen Dienstleister Neben mehreren hundert städtischen Mitarbeitenden waren an den Karnevalstagen auch Sicherheitskräfte im Auftrag der Stadt im Einsatz, um für die Sicherheit der Fei- ernden und den bestmöglichen Schutz der Anwohnenden im Bereich der Partyhot- spots zu sorgen. Sie sicherten unter anderem Absperrungen und kontrollierten das Glasverbot. Das von der Stadt Köln mit der Umsetzung des Sicherheits- und Sperrkonzeptes be- 4 auftragte Unternehmen beschäftigt dabei kein eigenes Sicherheitspersonal, sondern kauft die Leistung bei anderen Firmen ein. Bei der Überprüfung des eingesetzten Wach- und Servicepersonals übt die Stadt Köln dabei einen außergewöhnlich hohen Standard aus: Zuverlässigkeitsprüfungen werden nicht nur bei den eingesetzten Wachkräften, sondern auch bei den eingesetzten Ser- vicekräften durchgeführt. Dies ist deutschlandweit bei Großveranstaltungen nicht üb- lich und weit mehr als gesetzlich vorgeschrieben. Regelmäßige Sicherheitsüberprü- fungen spätestens alle fünf Jahre sind lediglich bei Bewacher*innen im Sinne des §34a Gewerbeordnung gesetzlich vorgegeben – nicht aber bei Servicekräften. Der beauftragte Dienstleister wurde daher seitens der Stadt Köln verpflichtet, nur Mit- arbeitende einzusetzen, die einer (freiwilligen) Sicherheitsüberprüfung zugestimmt ha- ben. Insofern wurden in Zusammenarbeit mit der Polizei alle Kräfte im Vorfeld über- prüft, ob Erkenntnisse vorliegen, die gegen einen Einsatz sprechen. Im Rahmen dieser Kontrollen wurden bereits im Vorfeld des Einsatzes etwa 2.200 Personen überprüft und vor Ort vor Arbeitsbeginn als die im Vorfeld überprüften Personen identifiziert. Ins- gesamt wurden dabei ca. 6 % der Personen abgelehnt (polizeiliche Erkenntnisse bzw. Einträge im Ausländerzentralregister), ca. 13 % abgewiesen (Kriterien für Nachmel- dung nicht erfüllt) und ca. 5% von verschiedenen Unternehmen doppelt angemeldet. Im Laufe der Karnevalstage wurden insgesamt 684 privat beauftragte Sicherheitskräfte tatsächlich eingesetzt – davon 160 Wachkräfte und 524 Servicekräfte. Mitarbeitende des Amtes für öffentliche Ordnung prüften an den Sperrstellen, ob dort die im Vorfeld positiv überprüften Kräfte eingesetzt waren. Insgesamt wurden 2.048 dieser teils ver- deckten Kontrollen durchgeführt. Verstöße der eingesetzten Personen, wie fehlende Dienstausweise, wurden nur vereinzelt festgestellt. Darüber hinaus ging der Zoll auf Initiative der Stadt Köln zusätzlich möglichen Hinweisen auf Schwarzarbeit anhand ei- ner Liste der eingesetzten Kräfte nach. Zudem begleitete er den Check-in des Wach- und Servicepersonals vor ihrem Einsatz. Nach den Vorfällen am 11.11.2022 hat die Stadt Köln zusätzlich veranlasst, dass alle Kräfte des Wach- und Servicepersonals nummerierte Westen trugen, damit sie un- kompliziert und zweifelsfrei zu identifizieren waren. Die Mitarbeitenden eines Subun- ternehmens, die im Verdacht stehen, an Weiberfastnacht Eintrittsgeld von Feiernden kassiert zu haben, konnten daher unmittelbar nach Bekanntwerden von Videos identi- fiziert und an die Polizei übermittelt werden. Ausblick In den nächsten Wochen wird eine intensive Nachbetrachtung aller Veranstaltungen im öffent- lichen Raum und der Feiern ohne Veranstalter mit allen Beteiligten stattfinden. Die Ergebnisse werden in die Vorbereitung des 11.11.2023 einfließen. Auf Einladung der Oberbürgermeisterin tagt zudem am 28. Februar 2023 der Runde Tisch Karneval (RTK) und die Stadtverwaltung plant auch hier eine Information der Teilnehmenden über die Bilanz zum diesjährigen Straßenkarneval. Basierend auf den in der letzten Sitzung des RTKs am 10. Januar 2023 geäußerten Wünschen, verschiedene Themen mithilfe von Arbeitsgruppen zu bearbeiten, wird es dort eine entsprechende Information der Verwaltung über die künftige Arbeitsweise geben, um neue Konzepte u.a. zur Entlastung des „Kwartier Latäng“ zu erarbeiten. Im Vordergrund soll dabei die Arbeit in kleineren Arbeitsgruppen ste- hen, um verschiedene Themenfelder unter Berücksichtigung der Stakeholder und Rahmenbe- dingungen umfassend beleuchten zu können. gez. Reker
Anlage 1_Vorabauszug Hauptausschuss 27.02.2023, TOP 2.1.6
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Geschäftsführung Hauptausschuss Frau Piszczan Telefon: (0221) 221 26014 Fax: (0221) 221 26570 E-Mail: giulia.piszczan@stadt -koeln.de Datum: 03.03.2023 Auszug aus dem Entwurf der Niederschrift der 17. Sitzung des Hauptausschusses vom 27.02.2023 öffentlich 2.1.6 Mitteilung an den Hauptausschuss "Bilanz Karneval 2023" 0664/2023 Die Vertreter*innen der Politik danken der Verwaltung für die gute Umsetzung des Si- cherheitskonzeptes an Karneval und stellen ihre Positionen dar. Herr Richter bittet, die Mitteilung auch in den Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales zu verweisen. Zudem fragt er nach einer Auswertung in Bezug auf den Einsatz von Pferden im Ro- senmontagszug. Herr Petelkau möchte wissen, wie die Altersstruktur der Personen sei, die aufgrund von Alkohol rettungsdienstlich versorgt werden mussten. Frau Glashagen fragt nach den Kosten, die durch die Sicherheitsmaßnahmen an Kar- neval entstanden sind. Herr Cremer bittet auch die AfD-Fraktion zum Runden Tisch Karneval einzuladen. Frau Bezirksbürgermeisterin Weitekamp stellt ihre Sicht zu der Bilanz dar. Die Nachfragen werden schriftlich beantwortet und mit der Mitteilung dem Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales zur Kenntnis ge- geben. Der Hauptausschuss nimmt die Mitteilung zur Kenntnis.
Anlage 2_Beantwortung der Fragen aus dem Hauptausschuss
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Anlage 2 zu Session Nr. 0664/2023 – Bilanz Karneval 2023 In seiner Sitzung am 27.02.2023 hat der Hauptausschuss die obengenannte Mitteilung zur Kenntnis genommen. Im Rahmen dessen wurden die nachstehenden inhaltlichen Fragen gestellt: 1. Herr Richter fragt nach einer Auswertung in Bezug auf den Einsatz von Pferden im Rosenmontagszug. 2. Herr Petelkau möchte wissen, wie die Altersstruktur der Personen sei, die aufgrund von Alkohol rettungsdienstlich versorgt werden mussten. 3. Frau Glashagen fragt nach den Kosten, die durch die Sicherheitsmaßnahmen an Karneval entstanden sind. Die schriftliche Beantwortung der Nachfragen zur Mitteilung wurde im Rahmen der Kenntnisgabe selbiger im Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales am 13.03.2023 zugesagt. Die Verwaltung nimmt dazu wie folgt Stellung: Zu 1: Die Überwachung und Vor-Ort-Kontrolle der Pferde im Rosenmontagszug 2023 erfolgte unter Orientierung an den Leitlinien des Landes NRW. Seit 2018 wurden die Auflagen für den Einsatz von Pferden von Seiten des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes, Abteilung Veterinärwesen, unter Berücksichtigung von tierschutzrechtlichen Aspekten sukzessive verschärft. Diese Auflagen wurden gemeinsam mit dem Festkomitee Kölner Karneval in dessen Richtlinien zum Einsatz von Pferden im Rosenmontagszug festgehalten und bereits erstmalig beim Rosenmontagszug 2020 umgesetzt. Nach dem Zug 2020 wurden die Anforderungen an die im Vorfeld abzulegende Gelassenheitsprüfung (GHP) als Vorbereitung der Pferde auf den Zug weiter verschärft. Hierbei wurden die Pferde mit bestimmten Situationen, wie sie bei Brauchtumsumzügen vorkommen können, konfrontiert und geprüft. Beim diesjährigen Zug wurde die Überwachung von sieben amtlichen Veterinär*innen durchgeführt. Es wurden Teams gebildet, welche die Entnahme der Blutproben, die Kontrolle der Pferde beim Entladen sowie die Überprüfung der Transportfahrzeuge vornahmen. Schwerpunktmäßig erfolgte die augenscheinliche Überprüfung des Ernährungs- und Pflegezustandes der Pferde sowie die stichproben- artige Kontrolle von Blutproben auf verbotene Substanzen (z.B. Beruhigungsmittel, Schmerzmittel, leistungssteigernde Substanzen). Blutproben wurden von 10% der teilnehmenden Pferde genommen. Des Weiteren erfolgten an kritischen Bereichen, wie z.B. Deutzer Brücke, Severinstraße sowie bei der Auflösung des Zuges am Chlodwigplatz die Inaugenscheinnahme der Pferde und Begutachtung ihres Zustandes. Vorab wurden der Verwaltung die Eckdaten der Pferde (Gewichte, Alter, Qualifikationen etc.) sowie die Qualifikation der Reiter und Kutschfahrer vorgelegt. Die Auswertung des gesammelten Dokumentationsmaterials sowie die Ergebnisse der Blutproben stehen noch aus. In der 11. Kalenderwoche 2023 ist eine Nachbesprechung des Zuges geplant, bei der alle Ergebnisse gesammelt und von den amtlichen Tierärzt*innen ausgewertet und abschließend bewertet werden. Geplant ist außerdem die Besprechung dieser Auswertung mit dem Festkomitee, um weiterhin und zukünftig eine Verbesserung der Bedingungen unter Berücksichtigung des Tierwohls zu gewährleisten. Eine abschließende Bewertung liegt daher zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor. Diese kann dem Hauptausschuss sowie dem Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales für die nächste Sitzung zur Verfügung gestellt werden. Zu 2: Nach Auswertung der Berufsfeuerwehr Köln, Abteilung Rettungsdienst, ergibt sich folgenden Aufschlüsselung: Einsatztag Karneval 2023 Alkoholisierte Personen < 18 Jahre Alkoholisierte Personen > 18 Jahre Alkoholisierte Personen ohne Erfassung des Alters Weiberfastnacht 61 91 26 Karnevalsfreitag 14 21 0 Karnevalssamstag 0 0 0 Karnevalssonntag 5 12 0 Rosenmontag 4 0 40 Karnevalsdienstag 0 0 0 Summe: 84 124 66 Eine weitergehende Aufschlüsselung der Altersklassen wurde nicht erfasst. Zu 3: Die Sicherheitsmaßnahmen zu Karneval umfassen alle Leistungen der Gefahrenabwehr von Weiberfastnacht bis Rosenmontag sowohl für die bekannten Feier -Hotspots (Altstadt, Südstadt, Kwartier Latäng) als auch die Schull- und Veedelszöch sowie den Rosenmontagszug. Darin enthalten sind Planungsleistungen, Personal- und Materialeinsatz, Gestellung von Toiletten und Abfallbehältern, zusätzliche Reinigungsleitungen sowie präventive Öffentlichkeitsarbeit. Erfasst werden nur die Rechnungen für Leistungen außerhalb der Verwaltung. Da noch nicht alle Rechnungen abschließend vorliegen, kann die finale Summe nicht mitgeteilt werden. Derzeit liegen Rechnungen in Höhe von rund 1,7 Millionen EUR vor.
Anlage 3_Runder Tisch Karneval_Arbeitsgruppe_28.02.2023
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Karneval Projektstruktur für Organisation neuer Arbeitsgruppen 2 Runder Tisch Karneval Geschäftsstelle AG3 Dezentrale Veranstaltungs- formate AG-Leitungsrunde AG1 Zielgruppen- kommunikation AG2 Weiterentwicklung Angebote im Kwartier Latäng AG3 Dezentrale Veranstaltungs- formate 5/6 • Kommunikation • Zielgruppenansprache • Verknüpfung bestehender und neuer Angebote • Leitung: Presseamt • Moderation: Amt für Kinder, Jugend und Familie AG 1 Zielgruppenkommunikation 5/6 • Entwicklung von Angeboten zur Entlastung des Kwartier Latäng • Leitung: Interessenvertretung des Gastgewerbes • Moderation: Bürgeramt Innenstadt; Amt der Oberbürgermeisterin AG 2 Weiterentwicklung Angebote im Kwartier Latäng 5/6 • Feiern im öffentlichen Raum • Entwicklung dezentraler Formate für junges Publikum in der Stadt • Entwicklung mobiler Angebote • Leitung: Interessenvertretung des Brauchtums in und um Köln • Moderation: Amt der Oberbürgermeisterin AG 3 Dezentrale Veranstaltungsformate Mögliche grobe Zeitplanung 6 Ereignis Datum/Zeitraum Status/Anmerkung Karneval 2023 Do. 16. Februar bis Mi. 22. Februar 2023 Runder Tisch Karneval 28. Februar 2023 Erster Korridor mögliche Sitzungstermine Wochen 13. März bis 7. April 2023 Zeitplanung obliegt AGs, Zeitraum: 4 Wochen Ostern Fr. 7. April bis Mo. 10. April 2023 (Osterferien 3.-15.04.23) Zweiter Korridor mögliche Sitzungstermine Wochen 17. April bis 5. Mai 2023 Zeitplanung obliegt AGs, Zeitraum: 3 Wochen Runder Tisch Karneval mit Vorstellung Ergebnisse AGs Woche 22. bis 26. Mai 2023 Planungsphase Bis 31. August 2023 Umsetzungsphase Bis 11. November 2023 6/6 Vielen Dank
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0664/2023
- Typ
- Mitteilung Hauptausschuss
- Datum
- 13.03.2023
- Erstellt
- 22.02.2023 14:10