V/0612/2012
Erläuterungsschild am Paul-Wulf-Weg
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Berichtsvorlage
1071 Zeichen
V/0612/2012 DER OBERBÜRGERMEISTER Vermessungs- und Katasteramt Betrifft Erläuterungsschild am Paul-Wulf-Weg Beratungsfolge 04.09.2012 Bezirksvertretung Münster-Mitte Bericht Bericht: Mit der Anregung nach § 24 Gemeindeordnung lfd. Nr. 65/2011 vom 07.07.2011 hat der Freundeskreis Paul Wulf vorgeschlagen, den Jöttenweg in Pau l-Wulf-Weg umzubene n- nen und an der Straße eine Hinweistafel anzubringen, mit der an Paul Wulf und Karl Wi l- helm Jötten erinnert wird. Wie in der Beschlussvorlage V/0366/2012 angekündigt, wird der Textentwurf für diese Tafel der Bezirksvertretung vorgestel lt. (Anlage) Die Tafel soll am Abzweig Hüfferstraße / Paul -Wulf-Weg an einem der schon vorhandenen Pfosten oder der Vorgartenmauer angebracht werden. In Vertretung Schultheiß Stadtdirektor Anlagen: Textentwurf für das Hinweisschild Vorlagen-Nr.: V/0612/2012 Auskunft erteilt: Herr Zimmermann Ruf: 492 62 42 E-Mail: ZimmermannBernhard@stadt-muenster.de Datum: 08.08.2012 Öffentliche Berichtsvorlage
Textentwurf
1125 Zeichen
Anlage 1 Textentwurf für die Hinweistafel Originalgröße: 231 x 420 mm hier verkleinert auf 60 Prozent Paul-Wulf-Weg Paul Wulf (1921-1999) stammte aus einer Arbeiterfamilie in Münster, wurde aus wirt- schaftlicher Not in Kinderheimen untergebracht und geriet 1932 in eine Anstalt für Geisteskranke. Vor der Entlassung 1938 setzte die Anstalt die Zwangssterilisation durch. Ab 1949 leistete Paul Wulf als Opfer des NS- Regimes vielfältige Aufklärungsarbeit zum Nationalsozialismus und zu Zwangssterilisationen. Für sein Engagement erhielt er 1991 das Bundesverdienstkreuz. Jöttenweg Diese Straße war von 1960 bis 2012 nach Prof. Dr. Karl Wilhelm Jötten (1886-1958) benannt. Jötten war Direktor des Hygienischen Instituts der Universität Münster und herausragender Wissenschaftler auf dem Gebiet der Staublungenforschung. Die Straße wurde 2012 umbenannt, nachdem bekannt wurde, dass Jötten von 1933 bis 1945 das NS- Regime aktiv unterstützt hat. Seine „rassehygienischen Untersuchungen an Hilfsschulkindern“ trugen zur Legitimation von Zwangssterilisationen von ca. 100.000 Kindern bei.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (2)
- Paul-Wulf-Weg
- Hüfferstraße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0612/2012
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 07.08.2012
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37