AN/0823/2023
Künstliche Intelligenz kann sexistisch sein – Wie stellt die Stadt sicher, dass sie diskriminie-rungsfreie KI-Anwendungen nutzt und fördert?
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SPD Anfrage nach § 4
3737 Zeichen
An die Vorsitzende des Ausschusses für die Gleichstellung von Frauen und Männern Frau Teresa De Bellis-Olinger An Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 08.05.2023 AN/0823/2023 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 11.05.2023 Künstliche Intelligenz kann sexistisch sein – Wie stellt die Stadt sicher, dass sie diskriminie-rungsfreie KI-Anwendungen nutzt und fördert? Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Frau Ausschussvorsitzende, die SPD-Fraktion bittet Sie, folgende Anfrage in die Tagesordnung des Ausschusses am 11.05.2023 aufzunehmen: Expert*innen weisen seit geraumer Zeit darauf hin, dass „Künstliche Intelligenz“ -S ys- teme (KI-Systeme) aufgrund der Daten, mit denen sie gespeist werden, sexistische oder diskriminierende Vorurteile aufweisen. Es gibt verschiedene Handlungsempfeh- lungen, wie dies vermieden oder zumindest reduziert werden kann. Es ist z. B. wich- tig, auf die Datenqualität zu achten, Algorithmen immer wieder zu kontrollieren, Trans- parenz herzustellen (z. B. auf Open Source zu setzen) und ethische Leitlinien zu etab- lieren. Einer der entscheidenden Punkte ist, dass eine hohe Diversität bei den KI-Ent- wickler*innen dazu beiträgt, dass die KI -Systeme vielfältiger und weniger anfällig für Diskriminierungen sind. Unter anderem deshalb hat die UNESCO ein Expertinnen - Netzwerk namens „Women4Ethical AI“ geschaffen, und auch die UN machte mit ihrem Slogan „DigitALL: Innovation and technology for gender equality“ am internationalen Weltfrauentag auf die Hindernisse aufmerksam, mit denen Frauen in der digitalen Welt konfrontiert sind. Die Stadt Köln arbeitet an einer KI-Strategie und setzt immer mehr auf KI-Anwendun- gen, um z. B. mit Bürger*innen in Kontakt zu treten. Ziel ist es in erster Linie, die Stadt- verwaltung effizienter zu machen, aber gleichzeitig sollte auch sichergestellt werden, dass KI verantwortungsbewusst und ethisch eingesetzt wird. In der Antwort auf eine Anfrage der SPD-Fraktion zu Chatbots und Digitalen Assisten- ten gibt die Stadt einen Sachstand zur Entwicklung des KölnBot. Dieser soll in diesem - 2 - Jahr mit weiteren Anwendungsfällen anger eichert und erneut auf der Webseite der Stadt Köln veröffentlicht werden. Vor diesem Hintergrund fragen wir die Stadtverwaltung: 1. Wie stellt die Verwaltung sicher, dass KI-Anwendungen der Stadt diskriminierungs- frei und nicht sexistisch sind? 2. Berücksichtigt die KI-Strategie der Stadt die oben erläuterten Probleme aus Sicht des Gleichstellungsamtes ausreichend? 3. Die KölnBusiness Wirtschaftsförderung unterstützt jährlich viele KI -Startups mit Gründungs- und Finanzierungsberatungen, Netzwerkevents sowie der Hil fe bei Messeauftritten und Fördergeldern. Wird bei der Entscheidung, wer unterstützt wird, auf Diversität bei den Entwickler*innen geachtet, und wie viele Startups von Gründerinnen wurden in den letzten 10 Jahren gefördert? 4. Wie viele Frauen und Menschen mit internationaler Familiengeschichte arbeiten im ZukunftsLabor mit? 5. Gibt es bereits eine Auswertung dazu, wer Ideen bei un:box cologne eingebracht hat, und wie wurde sichergestellt, dass auch Frauen und Menschen mit internatio- naler Familiengeschichte sich beteiligt haben? Wir bitten darum, die Antwort auch dem Digitalisierungsausschuss zur Kenntnis zu geben. Mit freundlichen Grüßen Gez. Christian Joisten SPD-Fraktionsvorsitzender
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0823/2023
- Typ
- SPD Anfrage nach § 4
- Datum
- 08.05.2023
- Erstellt
- 08.05.2023 13:43