V/0295/2009
Profile, Planungen, Perspektiven: Die Bildungsarbeit der Volkshochschule der Stadt Münster 2009/2010
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Profile-Planungen-Perspektiven-2009-2010
55055 Zeichen
1 Profile, Planungen, Perspektiven: Die Bildungsarbeit der der Stadt Münster 2009/2010 Inhaltsverzeichnis 1. Berichte 1.1 Allgemeine Organisationsentwicklung der VHS Mün ster 1.2 Leistungsdaten 2008 und Haushaltsentwicklung 20 09 2. Program mangebot und inhaltliche Schwerpunkte für das Studienjahr 2009/2010 2.1 Planungen der Programmbereiche 2.1.1 Gesellschaft, Politik, Geschichte 2.1.2 Erziehung, Familie, Älterwerden 2.1.3 Gesundheit 2.1.4 Sprachen und Länder 2.1.5 Beruf und Wirtschaft 2.1.6 EDV und Medienbildung 2.1.7 Kulturelle Bildung 2.1.8 Berufliche Qualifizierung und Vernetzung (Finanzier ung über Drittmittel) 2 1.1 Allgemeine Organisationsentwicklung der VHS Mün ster Die Volkshochschulen sind und bleiben in den Kommunen eine der zentralen Einrichtungen für Weiterbildung. In NRW arbeiten sie auf der Basis des Wei- terbildungsgesetzes des Landes und sichern der Bevölkerung e in kontinuier- liches und qualitativ hochwertiges Programm im Rahmen de r allgemeinen und zunehmend im Bereich der berufsorientierenden und berufsbegleiten- den Weiterbildung. Neben der Bereitstellung von Bildungsangeboten für die klassischen an Wei- terbildung Interessierten gibt es vier zentrale gesellschaftliche Herausfor- derungen , die auch für Volkshochschulen maßgebliche Indikatoren für ihren Bildungsauftrag sind: die hohe Zahl der nicht- bzw. zu wenig Qualifizierten unter den Menschen, die arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind, die Folgen der demographischen Entwicklung, die Integration von Menschen aus anderen Ländern und Kulturen, Kinder und Jugendliche mit zusätzlichen Unterstützungsbeda rfen und Qualifizierungsinteressen. Zu allen vier Themenfeldern bietet die Volkshochschule za hlreiche Angebote und entwickelt dabei innovative Unterrichtskonzepte und Pr ojektmaßnahmen und sichert ihre Nachhaltigkeit. Dabei berücksichtigt sie die vielfältigen Anforderungen der sich ändernden Gesellschaft und stellt passgenaue Weiterbildungsangebote auch für speziel- le Zielgruppen bereit. Der allgemeine Ruf nach mehr Weiterbildung steht alle rdings noch oft im Gegensatz zu der Weiterbildungsbereitschaft der Menschen. Dass das Zitat „Was Hänschen nicht lernt – lernt Hans nimmermehr“ nicht mehr gültig ist wird Prof. Dr. Heinz Schirp anlässlich der Eröffnung des neuen Studienjahres am 18. September im Erbdrostenhof nachweisen. Die VHS hat das Studien- jahr 2009/2010 unter das Motto gestellt „Lernen neu erleben“ und möchte die Menschen in Münster motivieren zum: Lernen an ungewöhnlichen Orten, Lernen mit neuen Methoden, Lernen auf neuen Wegen. Die Volkshochschule hat sich klar für zwei Verfahren entschieden und ist seit März 2009 nach ISO 9001:2008 und AZWV (Anerkennung als Bildungsträger nach der Anerkennungs- und Zulassungsverordnung, Weiterbi ldung, Drittes Sozialgesetzbuch) zertifiziert. Durch diese Zertifizierungen ist zum einen die finanziel le Förderungswürdig- keit der VHS durch das Land NRW ab 2010 gesichert, zum an deren ist die VHS nunmehr berechtigt, Projekte und Angebote für Trä ger des SGB II und SGB III durchzuführen. Neben dem qualitativen Aspekt trägt die Zertifizierung also auch zur wirt- schaftlichen Sicherung bei. 3 Um die Qualitätsentwicklung und -sicherung fest in den St rukturen der VHS zu verankern, ist ein Qualitätszirkel eingerichtet worden, zu dessen zentralen Aufgaben das Beschwerdemanagement gehört ebenso wie die ständige Be- arbeitung von Abweichungen vom vereinbarten Regelwerk, Aufgreifen von Verbesserungsvorschlägen aus dem Team aller Mitarbeitenden und die re- gelmäßige Durchführung interner Audits. Dadurch sichert die Volkshoch- schule, dass sie kontinuierlich Informationen und Kenntnisse erhält, um Qualitätsstandards zu sichern und erforderliche Anpassungen vorzunehmen. Weitere Schulungen für einzelne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Vorbe- reitung für die Übernahme neuer Aufgaben in diesem Z usammenhang wer- den im Sommer stattfinden. Die Volkshochschule gestaltet ihre Arbeit in der Regel in enger Kooperation mit Einrichtungen, die zu relevanten gesellschaftlichen Themen arbeiten und anderen regionalen Weiterbildungsakteuren und –akteurinnen. Durch ihr fachliches, durch Erfahrung geprägtes und z. T. auch trägerneutra- les Engagement in verschiedenen Netzwerken, trägt sie wesen tlich zur Inno- vation und Imagebildung der münsterschen Weiterbildung bei. Ein Beispiel: Die gute Zusammenarbeit von mehr als 2 0 lokalen Weiterbil- dungsträgern im Rahmen des 2. Deutschen Weiterbildungsta ges im Sep- tember 2008 führte dazu, dass sich diese nach Nachgang zu Wo rkshops ge- troffen haben, in denen die Ausgangslage für eine (a n Erwachsenen orien- tierte) Weiterbildung in Münster analysiert und ihre Perspektiven und mögli- chen Vernetzungen thematisiert wurden. Diese Arbeit wir d im zweiten Halb- jahr 2009 fortgesetzt. Nachdem in 2008 erfolgreich ein allgemeiner Tag der o ffenen Tür an der Volkshochschule durchgeführt wurde, wird sie im November 2009 mit einem Tag der offenen Tür für klein- und mittelständische Unternehmen ihre Kontakte zu Unternehmen ausbauen und über die vielfälti gen Möglichkeiten der Bildung auf Bestellung informieren. Dies gilt insb esondere für die Berei- che: Sprachen, EDV, Beruf und Wirtschaft sowie Politik, Geschichte. Das innovative Potential der Weiterbildung wird in bes onderen Projektideen entwickelt und erprobt. Diese Arbeit ist immer mit einer besonderen finanziel- len Belastung verbunden und oft lassen sich keine Einnahme n durch Teil- nehmerbeträge erwirtschaften. Dafür engagiert sich der Freundeskreis der Volkshochschule und unterstützt dabei insbesondere Arbeiten für besond e- re Zielgruppen. Ab September wird eine Werbekampagne starten, um den Freundeskreis und seine für die VHS wichtige Arbeit einem breiten Publikum zugänglich zu machen, verbunden natürlich mit der Hoffnu ng, dass es mehr Freunde für die Volkshochschule gibt. Auf die Notwendigkeit einer optimierten Weiterbildungsberatung wurde be- reits in der Ausschussvorlage 2008 hingewiesen. Hierzu habe n eine erste Konferenz mit den beratenden Fachkräften in der VHS un d weitere Einzelge- spräche stattgefunden. Im Rahmen einer Diplomarbeit an der Universität Münster wird das Modell eines möglichen Beratungskonzepts für die VHS 4 erarbeitet. Erkenntnisse aus den Rückmeldungen der Teilnehmenden und der Kurslei- tenden sind für die Volkshochschule sowohl in fachlicher a ls auch in organi- satorischer Sicht eine wichtige Grundlage für die Qualit ätsentwicklung und das Qualitätsmanagement. Deshalb kommt der Verbesserung d es Evaluati- onsverfahrens ein hoher Stellenwert zu. Ab dem Wintersemester 2009/2010 wird mit Studierenden der FH und dem Team der VHS e in neues Verfahren entwickelt. Ca 500 – 600 Dozentinnen und Dozenten arbeiten pro Studienjahr an der Volkshochschule. Hiermit stehen der Volkshochschule fachlich hochqualifi- zierte und motivierte Fachkräfte zur Seite, deren Wissen u nd Erfahrungen die qualitative Arbeit in den Fachbereichen ermöglicht und unterstützt. Auf den Quartalsbesprechungen der Volkshochschulleitung mit d en gewählten Dozenten-Vertretern werden allgemeine Informationen zur Situation der VHS, Fragen zu ihren Arbeitsbedingungen und Verbesserun gsvorschläge besprochen. Da die Kursleitenden den direkten Kontakt zu den Teilnehmen- den haben, ermöglichen diese Gespräche auch für die Leit ung Information und Austausch über die Zufriedenheit der Teilnehmende n mit dem Angebot und dem Service, geben aber auch zahlreiche Anregungen zur allgemeinen Arbeit. Positive Erfahrungen mit Sonderterminen jewei ls im Kontext des Themas „Weiterbildungsberatung“ und „Zertifizierung“ werden im neuen Stu- dienjahr zu weiteren Fachgesprächen führen. 1.2 Leistungsdaten 2008 und Haushaltsentwicklung 20 09 Entwicklung der drei VHS-Produktgruppen Im zurückliegenden Jahr 2008 führte die Volkshochschule in sgesamt 1 989 Veranstaltungen mit 48 482 Unterrichtsstunden durch. 25 019 Teilnehmerin- nen und Teilnehmer nutzten das Bildungsangebot der Vol kshochschule. Trotz einer geringeren Anzahl von Veranstaltungen stieg sowohl die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer als auch die Zahl der Unterrichtsstunden gegenüber dem Jahr 2007 leicht, um jeweils 1,4 % an. D ie Entwicklung der Produktgruppen ist in den Anlagen 3.1 und 3.2 dargestellt. Leicht rückläufig ist weiterhin die Nachfrage der offen en Angebote im Rah- men des Weiterbildungsgesetzes . Auf Kurse, Tages- und Wochenendse- minare, Lehrgänge und Bildungsurlaube entfielen 1 4 70 Veranstaltungen mit 16.447 Belegungen in 39.683 Unterrichtsstunden. 5 269 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen an 189 Einzelveranstaltungen (Vo rträge, Exkursio- nen, Ausstellungen und Prüfungen) teil. Die Belegunge n in den Kursen gin- gen gegenüber dem Jahr 2007 weiter um rund 4,6 % zurück, während sich in den Einzelveranstaltungen ein Plus von rund 12 % ergab. Im Rahmen der Bildung auf Bestellung wurden im Jahr 2008 305 Veran- staltungen (plus 15 %) mit 2 489 Teilnehmerinnen und Teilnehmern (plus 12 %) durchgeführt. Nahezu die Hälfte der Veranstaltungen entfiel auf den Be- reich der Fortbildung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Müns- ter. Die passgenauen Firmenschulungen beziehen sich überwi egend auf die 5 Bereiche EDV und Medien und Sprachen. Ein deutlicher Ausbau ergab sich bei den durch Drittmittel finanzierten Maßnahmen im Bereich Berufliche Qualifizierung und Vernetzung . Ins- gesamt wurden 25 Maßnahmen mit 6 433 Unterrichtsstunden und 614 Teil- nehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt. Seit 2007 ist die Volkshochschule Münster auch Beratungsstel le im Rahmen der Ausgabe von Bildungsschecks und seit Beginn des Jahres 2009 auch Beratungsstelle im Rahmen der Bildungsprämie. Nach 510 Beratungen im Jahr 2007 wurden im Jahr 2008 insgesamt 785 Beratungen im Rahmen des Bildungsschecks durchgeführt. Dabei bezogen sich 636 Beratun gen auf Ein- zelpersonen und 149 Beratungen auf betriebliche Beratungen. Die VHS Münster bietet derzeit 31 verschiedene Prüfungen , sowohl im offe- nen Angebot nach dem WbG als auch im Rahmen der Bildun g auf Bestel- lung (u. a. Schulprojekte) an. Sie ermöglichen den Erw erb von Zertifikaten und Qualifikationsnachweisen, deren Erwerb für das ber ufliche Fortkommen von großer Bedeutung ist. Im Jahr 2008 wurden 118 Prüf ungen mit 1 512 Prüfungskandidatinnen und -kandidaten durchgeführt. Die Teilnehmerschaft stellte sich in 2008 wie folgt dar: Der Frauenanteil lag bei 70,1 %, der Männeranteil b ei 29,9 %. Bundesweit beträgt der Frauenanteil an den Volkshochschulen derzeit 73,7 %. 6.665 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten 2008 erstmalig die Volks- hochschule Münster. Dies ist auch auf das differenzierte Pr üfungsangebot zurückzuführen. 76,5% der Teilnehmenden wohnen in Münste r. Die weiteren bedeutsamsten Einzugsbereiche sind Greven, Telgte, Senden , Nottuln, Gro- nau und Altenberge. Insgesamt sind bei den Anmeldungen 342 verschiedene Orte verzeichnet. Die regionale Ausstrahlung erklärt sich a us dem umfang- reichen und differenzierten Programmangebot einer Gro ßstadt-VHS sowie aus der Teilnahme von Berufspendlern; gleichzeitig verbesse rt die höhere Auslastung die Kostendeckung. Haushaltsentwicklung Zum Ende des Jahres 2008 wurden die letzten beiden Kon solidierungsmaß- nahmen im Rahmen des Rödl Gutachtens umgesetzt. Die Räum e in Hiltrup an der Westfalenstraße 196 wurden aufgegeben. Zusätzli ch entfiel ½ Stelle in der Verwaltung (Hausdienste). Trotz der Erhöhung der Teilnehmerentgelte um 0,10 Eu ro zum Beginn des Jahres 2008 blieben die Teilnehmerentgelte in der Sum me um rund 27.000 Euro unter dem Jahresergebnis des Jahres 2007. Dies ist in den weiteren Teilnehmerrückgängen in dem offenen Angebot nach dem W bG, die insbe- sondere zu einer schlechteren Kursauslastung führen, begrün det. Die Min- dereinnahmen konnten durch zusätzliche Erträge bei den Qu alifizierungs- maßnahmen, Bildungsberatungen und Bildung auf Bestell ung aufgefangen werden. Die Eigenfinanzierungsquote sank von 58,9 auf 54 ,7 %, was jedoch an der erstmals in 2008 ausgewiesenen Aufwendungen für IT Leistungsbe- ziehungen bei der citeq und höher zugerechneten Leistung sbeziehungen für Gebäude, trotz unverändertem Gebäudebestand, begründet ist. Bereinigt um 6 diese höheren Aufwendungen stieg die Eigenfinanzieru ngsquote der VHS auf 59,1 %. Die Finanzierungsanteile können der Anlage 3.3 entnommen werden. Die Teilnehmerentgelte sollen zum Beginn des neuen St udienjahres stabil bleiben. Durch stabile Preise, weitere Steigerungen de s Qualitätsmanage- ments, insbesondere in den Bereichen Service und Marketing sollen die Teilnehmerrückgänge gestoppt und eine bessere Kursauslastun g erreicht werden. Hierzu tragen auch der Ausbau und die Verbesseru ng einer geziel- ten Weiterbildungsberatung und die weitere Entwicklung von passgenauen Angeboten z. B. für Firmen bei. 2.1.1 Gesellschaft, Politik, Geschichte Das Jahresthema „Regiert das Geld die Welt?“ im Programmjahr 2008/09 hat durch die aktuelle Entwicklung auf den Finanzmärkten ins Schwarze ge- troffen und wurde von den Bürgerinnen und Bürgern in teressiert und enga- giert aufgenommen. Im kommenden Studienjahr steht das Jahresthema „Lernen neu erleben“ im Mittelpunkt der Planungen. Zum Auftakt des Studienj ahres konnte Prof. Dr. Heinz Schirp gewonnen werden, der zum Thema „Wie lernt unser Ge- hirn?“ aktuelle neurobiologische und neurodidaktische Erkenntnisse über das Lehren und Lernen darlegen wird. Innovative Lernorte in Münster, vielfältige Lehrmethoden und spannende Lerninhalte sollen das Basi sprogramm des Bildungsangebotes der Volkshochschule ergänzen und neue Zi elgruppen ansprechen. Innovative Lernorte, Lehrformen und Inhalte der politischen Bildung: Philosophisches Café Ab September wird immer am ersten Sonntag im Monat e in neues Bildungs- angebot erprobt: das Philosophische Café im Stadtgarte n Restaurant. Insbe- sondere in Zeiten von Verunsicherung und Krise ist die M öglichkeit eines Austausches über existenzielle und philosophische Fragen fü r viele Men- schen wichtig: Orientierung und Sinn als bedeutende Resso urce im Leben vieler Menschen. Internationales Konzert „ Kulturen der Toleranz “ mit dem Ensemble „Sar- band“ steht für den 3. November 2009 im Rathausfestsaal auf dem Pro- gramm. Gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdi sche Zusammen- arbeit Münster, NEHIR Münster und weiteren Kooperatio nspartnern will die Volkshochschule aktiv Zeichen für ein tolerantes Miteinander setzen. Lesungen an ungewöhnlichen Orten in Kooperation mit städtischen Ein- richtungen, dem Naturkundemuseum, der Stadtbücherei etc. und - „Lernen unterwegs“: dazu gehören Tagesfahrten, die „Nacht der Religionen“, etc. Der Fachbereich beteiligt sich im September am Friedenskulturmonat 2009 im Rahmen der Interkulturellen Wochen des Ausländerbeir ates der Stadt 7 Münster. Im Oktober 2009 stehen „ 20 Jahre friedliche Revolution “ zur Ge- schichte des Umbruchs in der DDR von Frühjahr 1989 bis zum 3 . Oktober 1990 im Mittelpunkt der Bildungsarbeit, die gleichna mige Ausstellung wird in Kooperation mit dem West-Ost-Forum Münster e.V. sowie w eiteren städti- schen Ämtern in der Bürgerhalle des Rathauses zu sehen sein . Angestrebt wird das Erarbeiten von lokalhistorischen Ergänzungspla katen, welche die Münsteraner Aktivitäten zur Wendezeit dokumentieren sollen. Im Fachbereich Gesellschaft, Politik, Geschichte entwickelt sich die Interkul- turelle Bildungsarbeit zu einem Schwerpunkt der Angebot e. In Kooperation mit der Handwerkskammer Münster werden im XENOS-Projekt „ IKU - Ver- mittlung arbeitsmarktorientierter interkultureller Kompetenzen zur Un- terstützung der Beschäftigungsfähigkeit im Handwerk “ ab April 2009 zahlreiche Interkulturelle Trainings für Lehrer(innen) an Berufskollegs sowie für Ausbilder(innen) im Handwerk seitens des Fachbereich es passgenau konzipiert und durchgeführt. Ziel dieser Trainings ist d ie Vermittlung von Kompetenzen, die zum reflektierten Umgang mit Auszubild enden aus ver- schiedenen Kulturen beitragen und interkulturelle Konf likte erkenn- und be- arbeitbar werden zu lassen. Der im Oktober 2008 erstmalig in einem Pilotprojekt en twickelte „Demokra- tieführerschein “ für Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren soll aufgrund des erfolgreichen „1. Durchlaufs“ zum festen Bestandteil d er politischen Bil- dung für Jugendliche und für weitere interessierte Schul en im offenen Ganz- tagsbereich angeboten werden. Jüdische Kulturtage 2010 in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdisch e Zusammenarbeit Münster. Vorbereitet wird eine kleine Reihe zum Thema „Jüdische Literatur in Westfalen“. 2.1.2 Erziehung, Familie, Älterwerden Pädagogik, Partnerschaft und Familie Angebote für junge Familien nach dem pädagogischen K onzept des Prager- Eltern-Kind-Programms ( PEKiP ) werden uneingeschränkt nachgefragt. Die Angebote werden in den Fachräumen der Innenstadt in der VHS-Überwasser angeboten. Die gut nachgefragten Veranstaltungen im Stadtteil Hiltrup muss- ten durch die Aufgabe der von der VHS genutzten Räume i n der Stadthalle reduziert werden. Dies gilt besonders für die Kurse für Eltern und Kleinkinder über das erste Lebensjahr hinaus. Die Gruppen des Prage r-Eltern-Kind- Programms für Eltern mit ihren Babys im ersten Lebensjahr werden derzeit in Kooperation gemeinsam mit dem Herz-Jesu-Krankenhaus durch geführt und gut angenommen. Fortbildungen Die Neuregelung durch das Kinderförderungsgesetz hat erh ebliche Auswir- kungen auf das Handlungsfeld der Kindertagespflege. In Zusammenarbeit mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien und dem Verein Münste- raner Tageseltern wird die Qualifizierung von Betreuu ngspersonen in der Kindertagespflege durchgeführt. Damit wird die Qualit ät der frühkindlichen 8 Betreuung in Münster erheblich aufgewertet. Der Erwer b des TMQ- Zertifikates (Tagesmütter und Tagesväter qualifizieren sich) des Lande sver- bandes der Volkshochschulen NRW wird zukünftig für Tagespflegepersonen in Münster vorausgesetzt. Durch die Anerkennung der VHS als Maßnahme- träger durch den Bundesverband für Kinderbetreuung in der Tagespflege e. V. ist das VHS-Zertifikat bundesweit als Qualifikationsnachweis anerkannt. Gemeinsam mit dem Netzwerk Tagespflege wird die Ausbil dung qualitativ weiterentwickelt. Der sechste Lehrgang beginnt ab Januar 2010. Die zweijährige berufsbegleitende Fortbildung für Päd agog(inn)en aus Vor- schule und Schule zum Erwerb des Nationalen Montessori-Diploms ge- hört zum Regelangebot der VHS. Der laufende berufsbe gleitende Lehrgang der zweijährigen Zusatzausbildung hat im September 200 8 begonnen und bereitet 43 Pädagogen und Pädagoginnen auf die Prüf ungen im Sommer 2010 vor. Die Ausbildung richtet sich nach den Standards d er Deutschen Montessori-Gesellschaft e.V. 2010 wird zum zweiten Mal in der VHS Münster die Zusa tzqualifikation zur PEKiP-Gruppenleiterin für pädagogische Fachkräfte angeboten. in Zu- sammenarbeit mit dem Verein für Gruppenarbeit mit Eltern und ihren Kindern im 1. Lebensjahr, PEKiP e.V. Duisburg. Fortbildungsangebote für Erzieher(innen), Sozialpädago g(inn)en und Leh- rer(innen) zu Themen der Sexualpädagogik werden weite rhin in Kooperation mit ProFamilia Münster e.V. durchgeführt. Älterwerden - Ältersein Mehr als je zuvor wird die Notwendigkeit von „Lernen a ls lebensbegleiten- des Prinzip“ zur Bewältigung der gesellschaftlichen Anfor derungen erkenn- bar. Der Ruf nach Übernahme an Verantwortung für gese llschaftliche Belan- ge und Ehrenamt richtet sich zunehmend an die Generation der „jungen Al- ten“. Gerade hier ist Weiterbildung gefragt, denn di e immer spezialisierteren Tätigkeiten ehrenamtlicher, engagierter älterer Mensch en bedürfen der An- eignung von Kompetenzen. Eigeninitiative, Selbsthilfe und Selbstengagement, Ehr enamt und bürger- schaftliches Engagement bedürfen darüber hinaus der Unterstützung . Die Volkshochschule nimmt diese Aufgabe für vielfältige Init iativen der ZwAR- Gruppen, für das Projekt „Füreinander-Miteinander“, d urch Vernetzung der Aktiven und durch die Unterstützung von engagierten Proj ekten wahr. Dar- über hinaus plant sie in Absprache mit den beteiligten Gruppen Bildungsan- gebote zur Steigerung der erforderlichen Kompetenzen. Zum fünften Mal wird es im November in Zusammenarbeit mit dem Senioren- rat Münster e.V. einen „ Seniorentag “ im Rathausfestsaal geben. Durch die Unterstützung der Stiftung Siverdes kann auf einen Eintritt verzichtet werden. Die „Service-Angebote“ rund um das Thema Pflege, in Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern, wie Krankenkassen, Pflegebüro, Cle mens-Wallrath- Haus etc. können durch erfolgreiche Kooperationen teilwe ise für die Teil- nehmenden ebenfalls unentgeltlich angeboten werden. Damit leistet die VHS 9 einen präventiven Beitrag zur Alters- und Gesundheitsvorso rge. Die Veran- staltungen der bundesweiten Aktion „Altersvorsorge macht Schule“ mit In- formationen zur privaten Altersvorsorge wurden gut angenommen und wer- den auch im nächsten Studienjahr wieder angeboten. Kursangebote, die auf die besonderen Lernbedingungen älterer Menschen eingehen, bietet die Volkshochschule, z. B. Sprach- und Computerkurse oder Gymnastik- und Bewegungsangebote. Besonders nachgefragt w erden An- gebote, in denen die Möglichkeit besteht, die eigene L ebensgeschichte zu reflektieren und schriftlich an die nächsten Generationen weiterzugeben. Ein besonderer Schwerpunkt liegt im kommenden Studienja hr auf dem As- pekt „Gesund bleiben im Alter“. Die VHS nimmt an der Gesundheitskonfe- renz zu diesem Thema teil und ist konzeptionell an den z u erarbeitenden Handlungsempfehlungen beteiligt. In Kooperation mit dem Frauenbüro der Stadt wird di e Veranstaltungsreihe für ältere Bürgerinnen „Frauen-Zeit-Alter“ im Herbst 2009 vorbereitet und durchgeführt. Die viermal jährlich erscheinende „MSZ - Münsters Senioren Zeitung“ mit einer Auflage von über 8 000 Zeitungen, wird auch im 29sten Jahr von akti- ven älteren Menschen eigenständig zusammengestellt. Durch d ie Auslage in vielen Alten-Wohneinrichtungen und Tagesstätten ist die Leserschaft der Zei- tung weit höher als die Auflage. Generationen lernen gemeinsam: Nachhaltigkeit Durch die Teilnahme an Projekt: „Generationen lernen gemeinsam: Nachhaltigkeit“ sind in der VHS Münster zwei intergenerationelle Proj ekte entstanden, die beide weitergeführt werden. Durch die Unterstützung des Freundeskreises der Volkshochschule kann die in dem Begegnungszent- rum Meerwiese entstandene generationsübergreifende Th eatergruppe eine weitere Produktion erarbeiten, die im September 2009 in der Meerwiese Premiere haben wird. Die Anregungen der Zukunftswerkstatt „Jugendrat und Seniorenvertretung: gemeinsam für ein faires Münster“ sind die Grundlagen für weitere Kontakte und gemeinsame Arbeitsvorhaben, d ie von der VHS auch weiterhin methodisch und konzeptionell unterstützt werden. 2.1.3 Gesundheit Gesunde Ernährung Dieser Schwerpunkt richtet sich zum einen an Kinder und Jug endliche, die durch Projekte und weitere spezielle Angebote erreicht werden und Erwach- sene, für die aus präventiven Gründen eine Ernährungsumst ellung auf der Basis einer ausgewogenen gesunden Ernährung wichtig ist. Für 2009 liegt ein Schwerpunkt in der Zusammenarbeit mit Grundschulen zum Thema „Ernährungsführerschein für Drittklässler“. Dank einer gro- ßen Spende der Sparkasse Münsterland Ost und des Freunde skreises der Volkshochschule können die Kinder aus etwa 30 Klassen den Ernährungs- 10 führerschein erwerben. Sie lernen die Grundlagen eine r gesunden Ernäh- rung kennen sowie einfache Handgriffe der Nahrungszubereitung. Für Lehre- rinnen und Erzieherinnen des offenen Ganztages wird in Zusammenarbeit mit dem DIE eine Fortbildung angeboten, sodass diese Ar beit zukünftig in den Schulen selbst geleistet werden kann. Die Unterrichtsm aterialien des DIE stehen den Schulen weiterhin kostengünstig zur Verfügung. Zum dritten Mal wird der Kurs „Adimobil“ für übergewichtige Kinder ange- boten. Die Angebote zur gesunden Ernährung im Regelangebot w erden weiter fort- geführt. In den Fachbereichen Bewegung und Entspannung wird es weiterhin ein Basisprogramm in allen gesundheitsorientierten Bewegung s- und Entspan- nungsarten geben, denn sie sind eine gute und oft preiswerte Möglichkeit der individuellen Gesundheitsförderung. Den Menschen in Bewegung zu bringen ist daher ein gesun dheitsförderndes Ziel des Fachbereiches, ausgedrückt durch ein umfangreiches S pektrum an unterschiedlichen Bewegungsarten, um den individuellen Bedürfnissen und Interessen der Teilnehmenden gerecht zu werden. Der Ber eich der „Einfüh- rung in freizeitorientierte Sportarten“ wird weiter ausgebaut, bietet er doch eine gute Möglichkeit, die Menschen über Angebote außer halb unserer Raumkapazitäten in Bewegung zu bringen und ihnen Mögl ichkeiten des Auf- baus eines kontinuierlichen Bewegungsprogramms aufzuzeigen und erlebbar zu machen. Als Ausgleich für die zunehmenden Anforderungen im Allt ag sucht der Mensch nach Entspannung und emotionaler Ausgeglichenheit. Der Bereich Entspannung bietet den Teilnehmenden verschiedene Entspa nnungsmetho- den zum Abbau von körperlicher und seelischer Anspannung a n. Das Inte- resse am Kursprogramm ist weiterhin gut. Innovative Ideen der Do- zent(inn)en können aufgrund fehlender Räumlichkeiten ni cht vollständig auf- genommen werden. Ein „neuer“ Bewegungsraum in Münster -Hiltrup bietet dagegen die Möglichkeit zur Neuplanung eines stadtteilo rientierten Entspan- nungsangebotes. Im Bereich Gehörlosenarbeit wird es weiterhin Gebärdensprachkurse im bisherigen Umfang und in der fachlichen Differenzierung geben. Weiterhin werden 2–3 Kommunikationsforen, Informationsveranstaltungen zu aktuellen politischen, wirtschaftlichen oder gesellschaftsori entierten Themen je Studienjahr vorbereitet. Zudem hat sich ein EDV-Kur s für Gehörlose be- währt und wird weiterhin durchgeführt. 2.1.4 Sprachen und Länder Lesen und Schreiben lernen für Erwachsene/Alphabetisierung Trotz 10-jähriger Schulpflicht gibt es nach wie vor viel e, auch deutsche Er- wachsene, die nicht - oder nicht ausreichend - lesen und sch reiben können. Für die so genannten „funktionalen Analphabet(inn)e n“ bietet die VHS ein 11 besonders niedrigschwelliges Angebot. Grundlegende Fert igkeiten im Lesen und Schreiben werden vermittelt und ermöglichen den betroffenen Menschen die Teilnahme auch an schriftlicher Kommunikation im täg lichen (Berufs)- Leben. Die VHS kooperiert mit dem in Münster ansässigen Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e. V. und dessen „AL FA-Telefon“. Das Angebot der Volkshochschule Münster umfasst 18 Kurse pro Jahr und er- reicht ca. 200 Teilnehmer(innen), die ein stark ermäßig tes Entgelt pro Unter- richtsstunde zahlen. In Kooperation mit dem Bundesverband Alphabetisie- rung wird ein Fortbildungsprogramm für Kursleiter(innen) in der Alphabetisie- rung durchgeführt, das von Teilnehmer(innen) aus ganz Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus auch aus dem deutschsprachigen Ausland i n Anspruch genommen wird. Wichtige Integrationshilfe: Deutsch als Fremdsprache (DaF) Grundvoraussetzung für die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben in Deutschland ist das Beherrschen der deutschen Sprache. Für Migrant(inn)en aller Herkunft bietet die Volkshochschule seit vielen Jahr en auf verschiede- nen Niveaustufen Deutschkurse an. Das Kurskonzept schließt land eskundli- che, politische und kulturelle Informationen mit ein. Die VHS bietet das „Zertifikat Deutsch“ (Niveaustufe B 1 des Gemeinsa- men Europäischen Referenzrahmens für Sprachen GER), die „Goethe- Zertifikate B 2 und C 1“ (Niveaustufen B 2 und C 1 des GER) sowie das „Kleine bzw. Große Deutsche Sprachdiplom des Goethe-I nstituts“ (Ni- veaustufe C 2 des GER) als anerkannte Prüfungen an, deren Nachfrage steigt. Im Jahr 2008 absolvierten insgesamt 97 Teilnehm er(innen) erfolgreich diese anspruchsvollen Prüfungen. Zurzeit finden mit ermäß igten Entgelten ca. 120 DaF-Kurse mit ca. 2 500 Teilnehmer(inne)n pro Jahr an der VHS Münster statt. „Club D“ – Deutsch für Sekundarstufenschüler(innen) m it Migrations- hintergrund Seit 2005 gibt es dieses kostenlose Angebot in dem regelmäßig ca. 80 Schü- ler(innen), differenziert nach Niveau- und Altersstufen freiwillig nachmittags ihre Deutschkenntnisse verbessern. Bei mindestens siebzigproze ntiger Teil- nahme gibt die VHS eine positive Rückmeldung an die Her kunftsschulen, was mit einem Erfolgsvermerk auf den Schulzeugnissen dokumentiert wird. Zu einem Höhepunkt im Studienjahr hat sich das jährlich stattfindende „In- ternationale Sommerfest“ an der VHS-Überwasser entwickelt, bei dem zahlreiche Akteurinnen und Akteure aus den verschiedenen L ändern der Welt, die an Sprachkursen „Deutsch als Fremdsprache“ teiln ehmen, mit mehr als 500 Gästen in interkulturellen Austausch treten. Diese wichtige Großveranstaltung hat sich zur Image- und Sympathieträg erin für die ge- samte VHS entwickelt. Beim dreiwöchigen „Feriensprachkurs Deutsch als Fremdsprache“ be- grüßt die VHS jeweils im August ca. 60 bis 90 junge Leu te aus bis zu 20 Na- tionen; Gäste sind Teilnehmer(innen) aus Münsters Part nerstädten. Der Sprachkurs 2009 wird wieder im August stattfinden. 12 19 Fremdsprachen im Angebot der Volkshochschule Das Fremdsprachenangebot der Volkshochschule umfasst die groß en Welt- und Verkehrssprachen, die Landessprachen der meisten Partn erstädte Münsters sowie die der benachbarten Staaten. Aufgrund von Nachfragen werden im kommenden Studienjahr auch Latein und Letti sch angeboten werden. Besonderes Kennzeichen des umfangreichen Angebotes ist auf allen Ni- veaus die jeweilige Landeskunde, die dazu beiträgt, Land und Leute in ihrem kulturellen Selbstverständnis zu begreifen. Dazu tragen a uch besonders konzipierte Sprachstudienfahrten nach Frankreich und England bei. In vielen Sprachen kann auf international anerkannte Prüfungen vorberei- tet werden, die fast alle an der Volkshochschule Münster abgelegt werden können. Immer mehr Teilnehmer(innen) nehmen an den zw eimal pro Jahr stattfindenden Prüfungen der Cambridge University teil. Erstmalig wurden 2008 Cambridge-Business-Prüfungen durch die VHS Münster abgenommen. da nicht nur die heimischen Firmen, sondern auch Ausbild ungsstätten wie die Fachhochschule Bedarf angemeldet hatten. Die Anzahl der Prüflinge für das Jahr 2009 ist ansteigend. Als Prüfungszentrum ist die VHS Münster für die (auch berufsbezogenen) Europäischen Sprachenzertifikate vom A1 bis zum C1-Niveau des Ge- meinsamen Europäischen Referenzrahmens für das Lernen un d Lehren von Sprachen, sowie für die Schwedisch-Prüfung SWEDEX akkreditiert. Auch für diese Prüfungen ist eine steigende Nachfrage zu verzeichnen. Zusätzlich zu den Alphabetisierungskursen und den Deutsch als Fremdspra- che-Kursen umfasst das Fremdsprachenangebot ca. 550 Kurse mit mehr als 6 000 Teilnehmer(innen) pro Studienjahr. Mit seinem regelmäßigen Fortbildungsangebot für Kursle itende sichert der Bereich die hohe Qualität seines Sprachangebots. Cambridge ESOL Prüfungen als Schulprojekt wird fortgesetzt Eine Kooperation zwischen dem Ministerium für Schule und Weiterbildung, Cambridge ESOL (English for Speakers of Other Language s) und den Prü- fungszentren (für das Münsterland nur Volkshochschule Münste r) ermöglicht es Schülerinnen und Schülern seit dem Schuljahr 2004/2 005 Englischzertifi- kate der Cambridge-Universität zu erwerben. Angeboten w erden Prüfungen zu den Referenzniveaus B1 (PET), B2 (FCE) und C1 (CAE) des Gemeinsa- men Europäischen Referenzrahmens. Von ca. 40 Schulen in und um Münster legten im laufend en Schuljahr 785 Schüler(innen) ein Cambridge Certificate in English durch die VHS Münster ab. Das sind ein Drittel mehr Prüflinge als im Vorjahr. In diesem Zusammenhang bereitet die Volkshochschule schulübe rgreifend Münsteraner Realschüler(innen) auf die PET-Prüfung in einem schulexternen Kurs vor, da dieses schulintern nicht geleistet werden kann. Sprachkurse auf Bestellung: Ein Service (nicht nur) für die städtischen Mitarbeiter(innen) Nachgefragt wurden bisher in diesem Bereich besonders die fachspezifische 13 Sprachfortbildung und hier vor allem die englische Spra che. So führte die Volkshochschule Kurse bisher für Verkehrsüberwachende, für Veterinäre und Veterinärinnen, für Schulsekretärinnen oder auch fü r Mitarbeiter(innen) von Münster Marketing und vom Stadtmuseum durch. Die Nachfrage von Münsteraner Firmen und Institutionen nimmt zu. Im ers- ten Quartal 2009 unterrichtete die VHS in 6 verschieden en Firmen und Insti- tutionen Englisch, Niederländisch und Französisch. Auch internationale Austauschschüler(innen) an Münsteraner Gymnasien erhalten durch die VHS Deutschunterricht. Ähnliche Maßna hmen wird es auch im nächsten Studienjahr geben. Eine neue Daueraufgabe: Einbürgerungstests Im Auftrag des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) führt die VHS seit Herbst 2008 die obligatorischen Einbürgerungst ests für Migranten und Migrantinnen durch, die eingebürgert werden möchten. Bei den monatlich angebotenen Testterminen wurden jew eils 50 Teilneh- me(innen) mit einer Erfolgsquote von 98 Prozent getestet. Vorbereitungskurse auf diese Tests wurden anfangs angebote n, wegen ge- ringer Nachfrage aber inzwischen wieder eingestellt. 2.1.5 Beruf und Wirtschaft Die Angebote des Fachbereichs Beruf und Wirtschaft knüpfen an die kon- kreten Anforderungen des Einzelnen nach Weiterbildung im Spannungsfeld von Arbeit und Leben an. Gerade in der derzeitigen Wi rtschaftssituation be- kommt das Thema der Verbindung von beruflicher und per sönlicher Zufrie- denheit einen höheren Stellenwert. Dabei muss berufsorientierte Weiter- bildung die Teilnehmenden in die Lage versetzen, den wechselnd en An- sprüchen in Beruf, Gesellschaft und im Privatleben gerecht zu werden. Die Vermittlung von verschiedenen Schlüsselqualifikationen (Abstraktions-, Kommunikations- und Lernvermögen, Kooperationsbereitscha ft, Kreativität und Sozialkompetenz) ist demzufolge eine der Hauptaufga ben des Fachbe- reichs. Dies geschieht in den Programmsparten Beruf und Arbeitsplatz, Wirtschaft und Finanzen, Existenzgründung, Rhetorik u nd Kommunika- tion, NLP, Mathematik und Angebote für spezielle Ber ufsfelder. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die Bewerbungstrainings , die auf die un- terschiedlichen Interessen durch differenzierte Angebot sformen eingehen (Ein Bewerbungstraining wurde übrigens von der Stiftung Warentest mit „Gut“ ausgezeichnet). Neu in diesem Angebotssegment ist die Arb eit mit dem ProfilPass . Fortbildung für Kursleiter(innen) Das Programm zur Fortbildung der Kursleiter und Kurslei terinnen wird 2009/10 weiter ausgebaut. Besonders zu erwähnen ist das Programm "Le- bendiges Lehren lernen" - Erwachsenenpädagogische Grundqualifikation für Kursleitende in der Weiterbildung, das vom Koopera tionsverbund Müns- terland der Volkshochschulen gemeinsam in der Volkshochschule Münster durchgeführt wird. 14 Bildungsberatung Ein Schwerpunkt der Arbeit in 2008/2009 ist die Beratu ng Bildungsinteres- sierter im Rahmen der Vergabe von Bildungsschecks. Die dam it verbunde- nen Beratungsgespräche haben im letzten Semester gezeigt, dass der Bera- tungsbedarf wächst und Beratung in Zukunft einen noch gr ößeren Arbeits- schwerpunkt in der Fachbereichsarbeit bilden wird. Ergänzt wird das Bera- tungsangebot seit Februar durch die vom Bund geförderte Bildungsprämie. Auch hierfür ist die VHS neben der Handwerkskammer als Be ratungsstelle anerkannt. Städtische Fortbildung (neue Zuständigkeit: Dr. Susanne Eichler) Qualifizierungsangebote für Mitarbeiter/innen der Sta dt Münster in Koopera- tion mit dem Personal- und Organisationsamt (ohne Führungskräfte): Im Jahr 2008 wurden insgesamt 1296 Unterrichtsstunden im Rahmen der Städtischen Fortbildung organisiert und durchgeführt. E s wurden 1311 Teil- nehmende erreicht (ohne Führungskräfte). Das Fortbildun gsangebot hat sich im Vergleich zum Jahr 2007 stabilisieren können. Im Qualifizierungsprogramm 2009 wurden u. a. innovativ e Bildungsangebote zum Themenfeld „neue Arbeitstechniken“ aufgenommen sowie - aufgrund neuer gesetzlicher Bestimmungen - das Angebot im EDV- Bereich ausgewei- tet (Barrierefreiheit). 2.1.6 EDV und Medienbildung Die Bildungsnachfrage nach EDV-Kursen ist erwartungsgemäß in den letzten Jahren stetig zurückgegangen. Dies entspricht dem bundeswei ten Trend, dass die Motivation an beruflicher Weiterbildung teilzun ehmen, gesunken ist. Die Gründe mögen insgesamt vielfältig sein, speziell für den EDV-Bereich kann davon ausgegangen werden, dass auf den Gebieten d er EDV- Standardanwendungen, der elektronischen Kommunikation u nd Internet in- zwischen eine Deckung an Grundqualifizierung erreicht ist, wobei es nach wie vor große z. T. bildungsferne Personenkreise gibt, di e aufgrund man- gelnder Medienkompetenz von der Teilhabe an der Inform ationsgesellschaft abgekoppelt sind. Der Teilnehmer(innen)rückgang mündet in die grundsätzli- che Planungsüberlegung, die Anzahl der EDV-Kurse zur Ste igerung der Kursauslastung zu komprimieren und das Kursangebot in den Stadtteilen aufgrund geringer Nachfrage im kommenden Studienjahr zu reduzieren. Gleichzeitig steigen die Erwartungen und Ansprüche der T eilnehmer(innen) bezüglich der Bereitstellung flexibler Beratungs- und Serviceangebote, kurz- fristiger Organisation von EDV-Kursen und an die technisch e Ausstattung in den EDV-Schulungsräumen. Die VHS hat aus diesem Grunde neben der ste- tigen Aktualisierung der Software und Hardware in de n EDV- Schulungsräumen ein neues mobiles eBeam-Set für den Ein satz in den EDV-Kursen angeschafft. Mit diesem interaktiven System kön nen Software- anwendungen direkt an der Tafel bearbeitet und Arbei ten komplett protokol- liert werden, um sie z. B. als Skript den Schulungsteiln ehmenden zur Verfü- gung zu stellen. Das moderne zukunftsorientierte eBeam-S ystem bietet den Dozenten flexible didaktisch-methodische Einsatzmöglichkeiten und den Teilnehmer(inne)n optimierte Lernvermittlungsformen. 15 Das geplante Bildungsangebot im Fachbereich EDV im Rah men des Weiter- bildungsgesetzes orientiert sich im inhaltlichen Aufbau a n der bewährten dreiteiligen Struktur: • Basisqualifizierung im Bereich der Standardanwendung en und elektronischer Kommunikation , • Fachqualifizierung mit berufsorientierter Ausrichtung und • zielgruppenorientierte Bildungsangebote. EDV-Angebote zur Basisqualifizierung Dieses Angebotssegment umfasst die Vermittlung von Orienti erungswissen und Erschließungskompetenzen auf den Gebieten der EDV- Standardanwendungen und elektronischen Kommunikation sowie Inter- net . Die Angebotspalette in diesen Bereichen wird ergänzt durch spezielle Schulungen und Workshops mit konkreten Anwendungsbezügen (w ie z. B. „Wissenschaftliche Arbeiten erstellen mit Word 2007“ oder „Einführung in die Makroprogrammierung mit Excel“), die genügend Raum bi eten, um auf indi- viduelle Wünsche der Teilnehmer(innen) einzugehen. Zwei neue Angebote richten sich an Nutzer(innen) von Apple Computern, die in dem fortschrittli- chen Betriebssystem OSX und in der Anwendungssoftware gesch ult werden können. Im Rahmen des modularen Zertifikatssystems Europäischer Computer- Pass Xpert können seit dem letzten Studienjahr die bisherigen Pap ierprü- fungen in dem neuen akkreditierten Online-Testcenter al s Online-Prüfungen durchgeführt werden. Berufliche EDV-Qualifizierungsangebote und Zertifikatskurse In diesem Teilbereich geht es um die Vermittlung beruf lich verwertbarer und praxisbezogener Qualifikationen in kaufmännischen EDV-An wendungen, Netzwerken, Programmierung und multimedialen EDV-Anwe ndungen. Hier ist es besonders wichtig, unseren Teilnehmer(inne)n die M öglichkeit zu bie- ten, sich in Lehrgängen qualifizieren zu können, Prüfung en zu absolvieren und anerkannte IT-Zertifikate zu erlangen, die auf de m Arbeitsmarkt einen hohen Stellenwert haben. Großer Nachfrage erfreut sich der Lehrgang „PC- System-Betreuer(in)“, der erneut angeboten wird. Spezielle Angebote für Mitarbeiter(innen) kleiner und mittelständischer Un- ternehmen (KMU) wie „Daten professionell mit Filtern und Pivottabellen aus- werten“ oder „Aufbau einer Unternehmensdatenbank mi t Access“ und be- sondere Seminare zu neuen technischen und aktuellen Trend s wie „Einrich- tung virtueller PCs“ komplettieren die Angebotspalette der beruflichen EDV- Qualifizierung. Insgesamt erlebt der Bereich der Programmierung eine kl eine Renaissance, der durch eine differenziertere Kursstruktur Rechnung getragen wird. Im letzten Studienjahr wurde in diesem Angebotsbereich bei einzelnen Se- minaren testweise die neue Dachmarke „VHS exklusiv“ eingerichtet. Hierbei handelt es sich um Kurse für maximal sechs Teilnehmer, die im Rahmen ei- ner kleinen Intensivgruppe möglichst schnelles und effektives Lernen ermög- 16 lichen – zu deutlich höheren Kursentgelten. Aufgrund der positiven Erfahrung wird diese Kursform auf weitere Seminare ausgeweitet. Zielgruppenorientierte EDV-Angebote Medienbildungsangebote für Senior(inn)en werden zu vielfältigen EDV- Anwendungen durchgeführt. Seniorenkurse werden auch in den Stadtteilen Hiltrup in Kooperation mit dem Kinder-, Jugend- und Begegnungshaus „37 Grad“ und in Kinderhaus in Zusammenarbeit mit dem „Wu ddi“ angeboten. Für sie sind für das kommende Studienjahr insgesamt 30 Ve ranstaltungen geplant. Die im letzten Studienjahr eingeführten EDV-Übungsnachmittage finden großen Zuspruch . Senior(inn)en erhalten hier die Möglichkeit, unter fachkundiger Betreuung ihr in den Kursen erworbenes Wisse n zu vertiefen, praktisch zu erproben und ihre aktuellen Probleme zu lösen. VHS-Angebote für Schulen Innerhalb des Teilbereichs „ Junge VHS“ haben sich die EDV-Workshops bewährt, die regelmäßig in den Schulferien durchgefüh rt werden. Ergänzt werden sie im kommenden Studienjahr durch Ferienworksho ps zu speziellen Themen wie „Comics und Poster erstellen mit Photoshop“. Darüber hinaus werden an zahlreichen Schulen sehr erfolgreich Kurse zur Schreibtechnik mit Einführung in Word durchgeführt. In dem Angebotssegment Lehrerfortbildungen werden besonders von Stu- dienreferendaren Prüfungen zur Erlangung der „e-card .nrw“ weiterhin stark nachgefragt, was noch einmal den hohen Bedeutungsgrad dieses in Koope- ration mit den Volkshochschulen und dem Schulministerium entwickelten Zertifikats unterstreicht. Insgesamt haben im vergangenen Studienjahr 135 (angehende) Lehrer(innen) dieses Zertifikat an der Vo lkshochschule Münster erworben. Im Rahmen der Bildungspartnerschaft VHS und Schule wird die Koopera- tion mit dem Kompetenzteam Münster in den Bereichen Le hrerfortbildung und Schülerqualifizierung fortgesetzt. Ziel ist es, die Qualität der Bildung zu optimieren, das Bildungsangebot in Münster für das System Schule zu erwei- tern und die Bedarfe von Schulsystemen, von Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern zu ermitteln und passgenau zu bedienen. VHS als Partnerin der städtischen IT-Ausbildung Über diese o. a. zielgruppenorientierten Angebotsbereiche hinaus und neben den Weiterbildungsangeboten im Rahmen des Weiterbildu ngsgesetzes führt die Volkshochschule die städtischen IT-Grundlagenschulungen durch. Im Jahr 2008 umfasste dieser Bereich 52 Kurse, durchgeführt m it 392 USTD und insgesamt 485 Teilnehmer(inne)n. Ämterspezifische N achfragen nach Fortbildungsseminaren zeigt die innerstädtische Akzeptanz der VHS als qua- lifizierten Schulungspartnerin, bedeutet aber auch hoh en organisatorischen Beratungs- und Organisationsaufwand. 2009 wird sich der Umfang der städ- tischen Fortbildungen auf dem Niveau von 2008 bewegen. Bürgerfunk und Bürgermedien – neue Plattformen nutzen Der Bürgerfunk im lokalen Hörfunk dient nach den Bestimm ungen des Lan- desmediengesetzes NRW dazu, das lokale Informationsangebot zu ergän- 17 zen und den Erwerb von Medienkompetenz , insbesondere von Schülerin- nen und Schülern, zu ermöglichen und damit auch zur gese llschaftlichen Meinungsbildung beizutragen. Zur Stärkung der Medienkompetenz müssen Personen, die im Bürgerfunk senden wollen, an einem Qualifizierungsangebot teilnehmen. Dieses umfasst ein Bürgerfunk-Zertifikat mit Vermittlung allgemeiner rechtlicher und media- ler Kompetenzen sowie Schulungen zur Vermittlung speziell er Kenntnisse im Radio. Im vergangenen Studienjahr haben ca. 40 Persone n ein Zertifikat er- worben. Mit einer Retestierung nach einem Jahr erlange n die Bürgerfunke- rinnen und Bürgerfunker nun erstmalig ihre Sendeberech tigung für 24 Mona- te. Im Rahmen des Bürgerfunkzertifikates für Fortgeschrittene ist die "Erpro- bung neuer Plattformen" wichtiger Bestandteil zum Medienkompetenzer- werb. Podcasting bezeichnet das Produzieren und Anbiete n von Medienda- teien (Audio oder Video) über das Internet. Monatliche Schulungen mit Radio-Profis im Studienjahr 2009/2010 fördern den Erwerb von fundierten journalistischen Kenntnissen. Wöchentliche Schu- lungen begleiten die Radioproduktionen und verselbständ igen die ca. 10 bis 12 regelmäßigen Gruppen zunehmend in ihrer Tätigkeit. Eine semiprofessio- nelle Hörfunkgruppe und Selbsthilfegruppen sind 2008/2 009 als neue Produ- zenten hinzugekommen. Den Erwerb der Medienkompetenz von Schülerinnen und Sch ülern fördert das VHS-Bürgerfunkstudio 2009 durch Schulprojekte mit 10 Schulen von der Grund-, Haupt- und Förderschule bis zum Berufskolleg, von der Projekt- woche bis zu wöchentlichen Lerneinheit im Offenen Ganztag. 2.1.7 Kulturelle Bildung Sinnstiftendes Element des Fachbereichs im Arbeitsjahr 20 08/09 war das „Projekt Faust“ , eine Kooperation mit den Städtischen Bühnen Münster, die zum ersten Mal in dieser Dichte Teilnehmende und Dozent( inn)en der VHS- Sparten Literatur, Theater, Kunst und Fotografie zusam mengeführt hat. Hier- bei wurde das Profil des Fachbereichs realisiert, am Geg enstand „Faust“ kunst- und kulturinteressierte Teilnehmer(innen) sachkundi g zu einer selb- ständigen Rezeption und Produktion in den genannten Bi ldungssparten an- zuleiten. In diesem Zusammenhang ist es gelungen, die kre ativen gestalteri- schen Fähigkeiten der Teilnehmenden zu fördern, deren ko mmunikative und kulturelle Kompetenzen zu erweitern und für interkult urelle Lebenszusam- menhänge zu sensibilisieren. Die Ergebnisse dieses Projekte s werden in ei- ner Dokumentation zusammengefasst. Das neue Fachbereichsprogramm 2009/2010 wird diesen int erdisziplinären Ansatz fertigkeitsorientiert vertiefen, indem die vertrau ensvollen, sparten- übergreifenden Kooperationen von Teilnehmenden wie D ozent(inn)en mit neuen Partnern und Lernorten verknüpft werden: Das neu e VHS- Jahresthema wird so von „Kunst&Kultur“ zu einem Erlebnisfeld gestaltet für Lernen und Bildung, vornehmlich in den Bereichen L iteratur, Theater, 18 Kunst und Fotografie. Kulturelle Bildung wird so als lebensbegleitender Be- gegnungs- und Lernprozess von Kunst&Kultur begriffen, der, ausgehend von Alltagserfahrungen der Teilnehmenden, Bürger(innen) neben Impulsen zur eigenen Persönlichkeitsentwicklung kreative und soziale Schlü sselqualifikati- onen im Kontext aktueller gesellschaftlicher Anforderungen vermittelt. Kooperationen sind ein wichtiges Instrument für die a nregende Begegnung und Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Sichtweisen: Dies geschieht im Rahmen von VHS-Veranstaltungen in Künstlerateliers, jahreszeitlich aus- gerichteten Kreativwochen, regionalen Kooperationen mi t anderen Bildungs- trägern, Kulturinitiativen und Künstler(innen)projekt en, der bewährten Zu- sammenarbeit mit anderen Ämtern der Stadt Münster und weiteren, auch gewerblichen Partnern vor Ort. Ziel ist der kontinuierl iche Auf- und Ausbau eines kooperativen Netzwerks „Kunst&Kultur“ mit partnerscha ftlicher Res- sourcen-Nutzung. 2.1.8 Berufliche Qualifizierung und Vernetzung ( Finanzierung über Drittmittel) Die Prämissen der im Bereich „Berufliche Qualifizierung und Vernetzung“ ge- leisteten Arbeit: Wir gehen davon aus, dass die Vielfalt der vorhandenen Integrationsoptionen (incl. eines in der Region verankerten guten Lebensgefühls) Menschen bewe gen kann, gern in Münster / in der Region Münster zu leben und sich dort mit ihren Kompetenzen einzubringen. dass die Stadt Münster auf keinen Bürger und keine Bürg erin verzich- ten kann. Bislang Unbeteiligte und Ausgegrenzte müssen e benso im Focus von regionalen weiterbildungs-, beschäftigungs- und sozialpoli- tischen Handlungsstrategien stehen wie bereits „Aktivierte“ und „Integ- rierte“. dass öffentlich geförderte Weiterbildung sich schwerpunktm äßig in Bereichen engagieren sollte, in denen bundes-, landes- und kommu- nalpolitische Steuerung (aktuell) eine besondere Bede utung hat und in denen keine gleichartige bzw. gleichwertige „privatw irtschaftliche“ „Konkurrenz“ vorhanden ist. dass Weiterbildung Brücken schlägt zwischen regionalen Beda rfen, Optionen und individuellen Potenzialen. Im Bereich „Berufliche Qualifizierung und Vernetzung“ der VHS geht es dar- um, 1. die regionale sozial-, bildungs- und beschäftigungsp olitische Aus- gangslage kompetent wahrzunehmen und zu beschreiben, 2. unsere Weiterbildungs-, Beratungs- und Vermittlung s- und Vernet- zungskonzepte in die Gesamtkonzepte für Regionalentwicklung zu 19 vernetzen bzw. auch Impulse aus vorhandenen Gesamtkonzepten aufzugreifen oder an deren Weiterentwicklung mitzuarbeiten, 3. Handlungsansätze zu identifizieren und ressortübergr eifend verfol- gen, passgenaue und innovative Handlungsstrategien zu ent wi- ckeln, zu vernetzen, zu realisieren und zu evaluieren, 4. passgenaue Projektvorhaben und Aktivitäten zu entwickeln, d. h., - effektive Ansprachesysteme für Adressatinnen und Adressaten von Bildung zu entwickeln und zu realisieren, - durch eine angebotsoffen beratende und informieren de „An- laufstelle“ im Vorfeld der Bildungsbeteiligung optimierte Zugän- ge zu Bildung zu gewährleisten, - inhaltliche und organisatorische Qualität der Bildung sangebote zu verbessern und Instrumente zu Steuerung derselben zu entwickeln (insbesondere unter den Aspekten Unterrichtsqual i- tät, Teilnehmendenzufriedenheit, Qualität des Persona ls, Pro- jektmanagement, Dokumentation, Vertragsgestaltung) - Organisationsstrukturen effizienter zu gestalten, - Schul- bzw. Erstausbildung und organisiertes und infor melles Anschlusslernen zu verzahnen, - durch gezielte Beratung/Support während der Teilnah me an Bildungsangeboten Nutzen und Ergebnisse der Teilnahme zu erhöhen, 5. die Preisgestaltung für Bildungsangebote innovativ un d angemes- sen zu gestalten, 6. die Weiterentwicklung und konsequente Realisierung von Personal- entwicklung in Bildungsinstitutionen (u. a. verstärkte Ein beziehung der Potentiale von Freiberuflichen) zu forcieren, 7. Diskussionen um Schwerpunktsetzungen von öffentlich verant worte- ter/geförderter Weiterbildung zu fördern. Der Bereich arbeitet derzeit schwerpunktmäßig in den Ge schäftsfeldern „Vereinbarkeit“, „Betreuen und Versorgen“, „Grundbildung/Alphabetisierung“ sowie „Migration/Integration“. Im vergangenen Jahr haben sich die Mitarbeitenden des Be reichs und die VHS-Leitung neben der Ausgestaltung der Bereichsangebot e sehr intensiv mit den Zielen ihres beruflichen Handels auseinandergese tzt und diese im Kontext der VHS-Arbeit insgesamt sowie im Kontext von ko mmunalen, lan- des- und bundespolitischen Zielen und Strategien (messbar ) weiterentwi- ckelt: 1) Entwicklung und Erprobung von Systemlösungen für beschäf tigungs- orientierte Weiterbildung, Beratung und Vermittlung insbesondere für Berufsrückkehrerinnen, Menschen mit Migrationshintergrund, Alleiner- ziehende, Analphabetinnen und Analphabeten und von Ar beitslosig- keit betroffene und bedrohte Menschen mit dem Ziel des beruflichen 20 Wiedereinstiegs, 2) (Wieder-)herstellung und Erhöhung der individuelle n Beschäftigungs- fähigkeit durch Orientierung, Perspektiventwicklung sowie betriebsna- he und theoretische Qualifizierung, 3) Erhöhung der Weiterbildungsbereitschaft, -fähigkeit und -beteiligung, 4) Vermittlung in Beschäftigung. Der Erfolg der engagiert geführten Auseinandersetzung ist offensichtlich: Die verbindliche Implementierung des Bereichs „Beruflich e Qualifizierung und Vernetzung“ in das Gesamtgeschehen VHS ist weit fortg eschritten und u. a. auch ablesbar an der erfolgreich durchgeführten Z ertifizierung nach „AZWV“ (Anerkennung als Bildungsträger nach Anerkennung s- und Zulas- sungsverordnung) und ISO 9001:2008. Die Palette der Weiterbildungs-, Beratungs-, Vermittl ungs- und Vernetzungs- angebote des Bereichs wurde nochmals profiliert, stabilisiert und erweitert. Die strukturelle Verankerung der Angebote in eine regi onale und überregio- nale Bildungslandschaft wurde optimiert; die nachhalti ge Wirksamkeit des in einzelnen Projektvorhaben Initiierten nachweislich sicherg estellt. Bemer- kenswert ist insbesondere die ausgesprochen gute innovative und nachhaltig angelegte Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Münster. Das im Bereich „Berufliche Qualifizierung und Vernetzun g“ entwickelte und ausdrücklich gepflegte Innovationspotential ist sehr groß und wird in 2009/2010 u. a. in der Beteiligung bzw. konzeptuellen Ausgestaltung von mindestes drei neuen Projektvorhaben sichtbar werden. Es wird um die thematischen Schwerpunkte „Gute Arbeit fü r Alleinerziehen- de/Weiterentwicklung eines regionalen Unterstützungssystems“, „Ansprache und Erhöhung der Bildungsbeteiligung von Menschen mit g eringer Grundbil- dung“ sowie das Thema „Ausbau und Vernetzung von Beratun gs- und Wei- terbildungsangeboten im Handlungsfeld von hauswirtschaf tlichen Betreu- ungsleistungen, Kindertagespflege und Betreuung von ält eren Men- schen/demographisch definierte Herausforderung“ gehen.
3.3Finanzierungsanteile-end.xls
1144 Zeichen
3.3 Finanzierungsanteile im Jahresvergleich Aufwendungen Ordentliche Aufwendungen 3.247.908 € 91,5% 3.297.617 € 88,4% 3.293.531 € 80,6% Interne Leistungsbeziehung Gebäude 302.400 € 8,5% 434.630 € 11,6% 595.609 € 14,6% Interne Leistungsbeziehung IT-Aufwendungen Citeq 196.020 € 4,8% Summe Aufwendungen 3.550.308 € 100% 3.732.247 € 100% 4.085.160 € 100% Erträge Eigenerzielte Erträge 2.030.329 € 57,2% 2.198.066 € 58,9% 2.235.443 € 54,7% Landeszuweisung WBG 503.780 € 14,2% 448.177 € 12,0% 448.210 € 11,0% Zuweisung Stadt Münster 713.799 € 20,1% 651.374 € 17,5% 609.878 € 14,9% Interne Leistungsbeziehungen Stadt Münster 302.400 € 8,5% 434.630 € 11,6% 791.629 € 19,4% Summe Erträge 3.550.308 € 100% 3.732.247 € 100,0% 4.085.160 € 100% 2006 2007 2008 Erträge - € 500.000 € 1.000.000 € 1.500.000 € 2.000.000 € 2.500.000 € 2006 2007 2008 Eigenerzielte Erträge Landeszuweisung WBG Zuweisung Stadt Münster Interne Leistungsbeziehungen Stadt Münster
Beschlussvorlage
4020 Zeichen
V/0295/2009 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Schule und Weiterbildung Betrifft Profile, Planungen, Perspektiven: Die Bildungsarbeit der Volkshochschule der Stadt Münster 2009/2010 Beratungsfolge 03.06.2009 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Den vom Beirat der Volkshochschule am 26.04.2009 entwickelten Grundzügen der Bildungsar- beit 2009/2010 (siehe Anlage) wird zugestimmt. 2. Die Beschlussfassung erfolgt unter dem Vorbehalt der Bereitstellung der erforderlichen Haus- haltsmittel. 3. Die Verwaltung wird beauftragt, die Grundzüge der Bildungsarbeit im Studienjahr 2009/2010 im Ausländerbeirat, Ausschuss für Gleichstellung und dem Kulturausschuss vorzustellen. Finanzierung/Mittelbereitstellung Die Mittel sind im doppischen Haushaltsplan 2009 und in der Ergebnis- und Finanzplanung 2008 - 2012, Produktgruppe 0402, veranschlagt. Begründung: Nach § 4 der Satzung der Volkshochschule verabschiedet der Ausschuss für Schule und Weiter- bildung die Grundzüge der Lehrplangestaltung eines Studienjahres. Im Rahmen dieser Grundzüge hat die Volkshochschule das Recht auf selbstständige Lehrplangestaltung. Die inhaltlichen Grundzüge der Lehrplangestaltung sind in der Anlage „Profile, Planungen, Perspektiven: Die Bil- dungsarbeit der Volkshochschule der Stadt Münster 2009/2010“ dargestellt. Der Beirat der Volkshochschule Münster hat sich in seiner Sitzung am 28.04.2009 mit den Grund- zügen der Planungen der Bildungsarbeit für das Studienjahr 2009/2010 beschäftigt und ihnen zu- gestimmt: Vorlagen-Nr.: V/0295/2009 Auskunft erteilt: Frau Bedenbecker-Busch Ruf: 492 43 03 E-Mail: Bedenbecker-Busch@stadt- muenster.de Datum: 29.04.2009 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0295/2009 Neben dem offenen Regelangebot gibt es gezielte und passgenaue Angebote im Rahmen der Bil- dung auf Bestellung sowie Maßnahmen im Bereich der Drittmittelfinanzierten Qualifizierungsange- bote. Das Unterrichtsvolumen im Jahr 2008 umfasste in allen drei Produktgruppen zusammen 48.482 Unterrichtsstunden und lag damit rund 1,4 % höher als im Jahr 2007. Auch die Anzahl der Bele- gungen mit 25.019 Teilnehmerinnen und Teilnehmern lag in etwa 1,5 % über dem Ergebnis des Jahres 2007. Nach wie vor sind Teilnehmerrückgänge bei den offenen Angeboten im Rahmen des Weiterbildungsgesetzes, hier insbesondere in den Kursen, zu verzeichnen. Zuwächse gibt es bei den Angeboten im Rahmen der Bildung auf Bestellung und insbesondere bei den Auftragsmaß- nahmen im Rahmen der Drittmittelfinanzierten Qualifizierungsprojekte. Die Ergebnisse der Umfrage bei den Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern bestätigen erneut die hohe Akzeptanz, besonders bezogen auf die inhaltliche Qualität des Weiterbildungsangebotes der Volkshochschule der Stadt Münster. Aufgrund der höheren Teilnehmerentgelte sind auch die Erwartungen an Beratungs- und Servicequalität gestiegen. Hier sind durch das im Sommer 2008 neu eingeführte Servicekonzept sowie den Ausbau der Beratung Verbesserungen spürbar. Auch für das Studienjahr 2009/2010 sind keine Entgelterhöhungen im Rahmen der offenen Ange- bote geplant. Damit soll die weitere Erholung bei den Belegungszahlen und damit eine verbesserte Kursauslastung unterstützt werden, was im Ende eine höhere Kostendeckung bewirkt. Das Angebot im Rahmen des Weiterbildungsgesetzes wird quantitativ in etwa auf der Basis des vergangenen Studienjahres vorgelegt. Die Grundzüge der inhaltlichen Planung der sieben Fachbe- reiche und des Bereiches Qualifizierung und Vernetzung für das Studienjahr 2009/2010 sind den ausführlichen Beschreibungen der Anlage zu entnehmen. Die Planung erfolgt im Rahmen der Haushaltsansätze für den Haushalt 2009 und der mittelfristigen Finanzplanung ab 2010. i. V. Dr. Hanke Stadträtin Anlagen: Profile, Planungen, Perspektiven: Die Bildungsarbeit der Volkshochschule der Stadt Müns- ter 2009/2010
3-2Anteile-Fachbereiche end.xls
1382 Zeichen
3.2 Anteile nach Fachbereichen Fachbereiche Unterrichststunden Teilnehmende Unterri chtsstunden Teilnehmende Gesellschaft, Politik, Geschichte 585 2.658 646 2.786 Erziehung, Familie, Älterwerden 3.989 1.860 3.216 1.613 Gesundheit 5.448 4.318 5.112 4.439 Sprachen und Länder 23.245 8.354 23.178 8.472 Beruf und Wirtschaft 1.474 750 994 777 EDV und Medienbildung 3.693 1.934 3.645 1.838 Kulturelle Bildung 3.268 2.291 2.892 1.991 Summe 41.702 22.165 39.683 21.916 2007 2008 Anteile nach Fachbereichen 2008 - 5.000 10.000 15.000 20.000 25.000 Gesellschaft, Politik, Geschichte Erziehung, Familie, Älterwerden Gesundheit Sprachen und Länder Beruf und Wirtschaft EDV und Medienbildung Kulturelle Bildung Unterrichtsstunden Teilnehmende
3-1Anteil nach Produkten.xls
1104 Zeichen
3.1 Anteile nach Produkten Produkte 2006 2007 2008 + - Angebote im Rahmen des Weiterbildungsgesetzes - Anzahl Veranstaltungen 2.251 1.797 1.659 -138 - Anzahl der Unterrichtsstunden 50.877 41.702 39.683 -2.019 - Anzahl Teilnehmer und Teilnehmerinnen 26.951 22.165 21.916 -249 -- davon in Kursen 19.596 17.466 16.647 -819 -- davon in Einzelveranstaltungen 5.937 4.699 5.269 570 Bildung auf Bestellung - Anzahl Veranstaltungen 136 262 305 43 -- davon Fortbildung Stadt Münster 136 130 156 26 - Anzahl der Unterrichtsstunden 1.216 2.085 2.366 281 -- davon Fortbildung Stadt Münster 1.216 1.138 1.296 158 - Anzahl Teilnehmer und Teilnehmerinnen 1.372 2.229 2.489 260 -- davon Fortbildung Stadt Münster 1.372 1.298 1.311 13 Drittmittelfinanzierte Qualifizierungsprojekte - Anzahl Veranstaltungen 10 21 25 4 - Anzahl der Unterrichtsstunden 3.760 6433 2673 - Anzahl Teilnehmer und Teilnehmerinnen 159 280 614 334 Summe Veranstaltungen 2.397 2.080 1.989 -91 Summe Teilnehmer und Teilnehmerinnen 28.482 24.674 25.019 345 Summe Unterrichtsstunden 52.093 47.547 48.482 935
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (2)
- Westfalenstraße 196
- Kinderhaus
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0295/2009
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 16.04.2009
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37