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V/0295/2009

Profile, Planungen, Perspektiven: Die Bildungsarbeit der Volkshochschule der Stadt Münster 2009/2010

Vorlagen 16.04.2009

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Nächste Beratung: Ausschuss für Schule und Weiterbildung, Sitzung am 03.06.2009, TOP 8

Profile-Planungen-Perspektiven-2009-2010

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Ansehen

3.3Finanzierungsanteile-end.xls

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Ansehen

Beschlussvorlage

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3-2Anteile-Fachbereiche end.xls

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3-1Anteil nach Produkten.xls

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Ansehen

Profile-Planungen-Perspektiven-2009-2010

55055 Zeichen

1 
Profile, Planungen, Perspektiven:  
Die Bildungsarbeit der  
 der Stadt Münster 2009/2010 
 
 
 
Inhaltsverzeichnis  
 
 
1. Berichte 
  
1.1 Allgemeine Organisationsentwicklung der VHS Mün ster 
  
1.2 Leistungsdaten 2008 und Haushaltsentwicklung 20 09 
  
2. Program 
mangebot und inhaltliche Schwerpunkte für 
das Studienjahr 2009/2010 
  
2.1 Planungen der Programmbereiche 
  
2.1.1 Gesellschaft, Politik, Geschichte 
  
2.1.2 Erziehung, Familie, Älterwerden 
  
2.1.3 Gesundheit 
  
2.1.4 Sprachen und Länder 
  
2.1.5 Beruf und Wirtschaft 
  
2.1.6 EDV und Medienbildung 
  
2.1.7 Kulturelle Bildung 
  
2.1.8 
Berufliche Qualifizierung und Vernetzung (Finanzier ung über 
Drittmittel)

2 
1.1 Allgemeine Organisationsentwicklung der VHS Mün ster 
  
 Die Volkshochschulen sind und bleiben in den Kommunen eine der zentralen 
Einrichtungen für Weiterbildung. In NRW arbeiten sie auf der Basis des Wei- 
terbildungsgesetzes des Landes und sichern der Bevölkerung e in kontinuier- 
liches und qualitativ hochwertiges Programm im Rahmen de r allgemeinen 
und zunehmend im Bereich der berufsorientierenden und  berufsbegleiten- 
den Weiterbildung.  
 
Neben der Bereitstellung von Bildungsangeboten für die  klassischen an Wei- 
terbildung Interessierten gibt es vier zentrale gesellschaftliche Herausfor- 
derungen , die auch für Volkshochschulen maßgebliche Indikatoren für ihren 
Bildungsauftrag sind: 
 
 die hohe Zahl der nicht- bzw. zu wenig Qualifizierten  unter den 
Menschen, die arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht sind, 
 die Folgen der demographischen Entwicklung, 
 die Integration von Menschen aus anderen Ländern und Kulturen, 
 Kinder und Jugendliche mit zusätzlichen Unterstützungsbeda rfen und 
Qualifizierungsinteressen. 
 
Zu allen vier Themenfeldern bietet die Volkshochschule za hlreiche Angebote 
und entwickelt dabei innovative Unterrichtskonzepte und Pr ojektmaßnahmen 
und sichert ihre Nachhaltigkeit.  
 
Dabei berücksichtigt sie die vielfältigen Anforderungen der sich ändernden 
Gesellschaft und stellt passgenaue Weiterbildungsangebote auch für speziel- 
le Zielgruppen bereit. 
 
Der allgemeine Ruf nach mehr Weiterbildung steht alle rdings noch oft  im 
Gegensatz zu der Weiterbildungsbereitschaft der Menschen.  Dass das Zitat 
„Was Hänschen nicht lernt – lernt Hans nimmermehr“ nicht  mehr gültig ist 
wird Prof. Dr. Heinz Schirp anlässlich der Eröffnung des neuen Studienjahres 
am 18. September im Erbdrostenhof nachweisen. Die VHS hat das Studien- 
jahr 2009/2010 unter das Motto gestellt „Lernen neu erleben“  und möchte 
die Menschen in Münster motivieren zum: 
 
 Lernen an ungewöhnlichen Orten, 
 Lernen mit neuen Methoden, 
 Lernen auf neuen Wegen. 
 
Die Volkshochschule hat sich klar für zwei Verfahren entschieden und ist seit 
März 2009 nach ISO 9001:2008 und AZWV (Anerkennung als Bildungsträger 
nach der Anerkennungs- und Zulassungsverordnung, Weiterbi ldung, Drittes 
Sozialgesetzbuch) zertifiziert. 
Durch diese Zertifizierungen ist zum einen die finanziel le Förderungswürdig- 
keit der VHS durch das Land NRW ab 2010 gesichert, zum an deren ist die 
VHS nunmehr berechtigt, Projekte und Angebote für Trä ger des SGB II und 
SGB III durchzuführen.  
Neben dem qualitativen Aspekt  trägt die Zertifizierung  also auch zur wirt- 
schaftlichen Sicherung bei.

3 
Um die Qualitätsentwicklung und -sicherung fest in den St rukturen der VHS 
zu verankern, ist ein Qualitätszirkel eingerichtet worden, zu dessen zentralen 
Aufgaben das Beschwerdemanagement gehört ebenso wie die  ständige Be- 
arbeitung von Abweichungen vom vereinbarten Regelwerk, Aufgreifen von 
Verbesserungsvorschlägen aus dem Team aller Mitarbeitenden  und die re- 
gelmäßige Durchführung interner Audits. Dadurch sichert die Volkshoch- 
schule, dass sie kontinuierlich Informationen und Kenntnisse  erhält,  um 
Qualitätsstandards zu sichern und erforderliche Anpassungen vorzunehmen.  
 
Weitere Schulungen für einzelne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Vorbe- 
reitung für die Übernahme neuer Aufgaben in diesem Z usammenhang wer- 
den im Sommer stattfinden. 
 
Die Volkshochschule gestaltet ihre Arbeit in der Regel in  enger Kooperation 
mit Einrichtungen, die zu relevanten gesellschaftlichen Themen arbeiten  und 
anderen regionalen Weiterbildungsakteuren und –akteurinnen.  
 
Durch ihr fachliches, durch Erfahrung geprägtes und z. T. auch  trägerneutra- 
les Engagement in verschiedenen Netzwerken, trägt sie wesen tlich zur Inno- 
vation und Imagebildung der münsterschen Weiterbildung bei. 
 
Ein Beispiel: Die gute Zusammenarbeit von mehr als  2 0 lokalen Weiterbil- 
dungsträgern im Rahmen des 2. Deutschen Weiterbildungsta ges im Sep- 
tember 2008 führte dazu, dass sich diese nach Nachgang zu Wo rkshops ge- 
troffen haben, in denen die Ausgangslage für eine (a n Erwachsenen orien- 
tierte) Weiterbildung in Münster analysiert  und ihre   Perspektiven und mögli- 
chen Vernetzungen thematisiert wurden. Diese Arbeit wir d im zweiten Halb- 
jahr 2009 fortgesetzt. 
 
Nachdem in 2008 erfolgreich ein allgemeiner Tag der o ffenen Tür an der 
Volkshochschule durchgeführt wurde, wird sie im November  2009 mit einem 
Tag der offenen Tür für klein- und mittelständische  Unternehmen ihre 
Kontakte zu Unternehmen ausbauen und über die vielfälti gen Möglichkeiten 
der Bildung auf Bestellung informieren. Dies gilt insb esondere für die Berei- 
che: Sprachen, EDV, Beruf und Wirtschaft sowie Politik, Geschichte.  
 
Das innovative Potential der Weiterbildung wird in bes onderen Projektideen 
entwickelt und erprobt. Diese Arbeit ist immer mit einer besonderen finanziel- 
len Belastung verbunden und oft lassen sich keine Einnahme n durch Teil- 
nehmerbeträge erwirtschaften. Dafür engagiert sich der Freundeskreis  der 
Volkshochschule  und unterstützt dabei insbesondere Arbeiten für besond e- 
re Zielgruppen. Ab September wird eine Werbekampagne  starten, um den 
Freundeskreis und seine für die VHS wichtige Arbeit  einem breiten Publikum 
zugänglich zu machen, verbunden natürlich mit der Hoffnu ng, dass es mehr 
Freunde für die Volkshochschule gibt.   
 
Auf die Notwendigkeit einer optimierten Weiterbildungsberatung  wurde be- 
reits in der Ausschussvorlage 2008 hingewiesen. Hierzu habe n eine erste 
Konferenz mit den beratenden Fachkräften in der VHS un d weitere Einzelge- 
spräche stattgefunden. Im Rahmen einer Diplomarbeit an  der Universität 
Münster wird das Modell eines möglichen Beratungskonzepts für die VHS

4 
erarbeitet.  
 
Erkenntnisse aus den Rückmeldungen der Teilnehmenden und  der Kurslei- 
tenden sind für die Volkshochschule sowohl in fachlicher a ls auch in organi- 
satorischer Sicht eine wichtige Grundlage für die Qualit ätsentwicklung und 
das Qualitätsmanagement. Deshalb kommt der Verbesserung d es Evaluati- 
onsverfahrens ein hoher Stellenwert zu. Ab dem Wintersemester 2009/2010 
wird mit Studierenden der FH und dem Team der VHS e in neues Verfahren 
entwickelt.  
 
Ca 500 – 600 Dozentinnen und Dozenten  arbeiten pro Studienjahr an der 
Volkshochschule. Hiermit stehen der Volkshochschule fachlich hochqualifi- 
zierte und motivierte Fachkräfte zur Seite, deren Wissen u nd Erfahrungen 
die qualitative Arbeit in den Fachbereichen ermöglicht  und unterstützt. Auf 
den Quartalsbesprechungen der Volkshochschulleitung mit d en gewählten 
Dozenten-Vertretern werden allgemeine Informationen zur Situation der 
VHS, Fragen zu ihren Arbeitsbedingungen und Verbesserun gsvorschläge 
besprochen. Da die Kursleitenden den direkten Kontakt zu den Teilnehmen- 
den haben, ermöglichen diese Gespräche auch für die Leit ung Information 
und  Austausch über die Zufriedenheit der Teilnehmende n mit dem Angebot 
und dem Service, geben aber auch zahlreiche Anregungen zur allgemeinen 
Arbeit. Positive Erfahrungen mit Sonderterminen jewei ls im Kontext des 
Themas „Weiterbildungsberatung“ und „Zertifizierung“ werden im neuen Stu- 
dienjahr zu weiteren Fachgesprächen führen.  
  
1.2 Leistungsdaten 2008 und Haushaltsentwicklung 20 09 
  
 Entwicklung der drei VHS-Produktgruppen 
Im zurückliegenden Jahr 2008 führte die Volkshochschule in sgesamt 1 989 
Veranstaltungen mit 48 482 Unterrichtsstunden durch. 25 019 Teilnehmerin- 
nen und Teilnehmer nutzten das Bildungsangebot der Vol kshochschule. 
Trotz einer geringeren Anzahl von Veranstaltungen stieg sowohl die Zahl der 
Teilnehmerinnen und Teilnehmer als auch die Zahl der Unterrichtsstunden 
gegenüber dem Jahr 2007 leicht, um jeweils 1,4 % an. D ie Entwicklung der 
Produktgruppen ist in den Anlagen 3.1  und 3.2  dargestellt. 
 
Leicht rückläufig ist weiterhin die Nachfrage der offen en Angebote im Rah- 
men des Weiterbildungsgesetzes . Auf Kurse, Tages- und Wochenendse- 
minare, Lehrgänge und Bildungsurlaube entfielen 1 4 70 Veranstaltungen mit 
16.447 Belegungen in 39.683 Unterrichtsstunden. 5 269 Teilnehmerinnen 
und Teilnehmer nahmen an 189 Einzelveranstaltungen (Vo rträge, Exkursio- 
nen, Ausstellungen und Prüfungen) teil. Die Belegunge n in den Kursen gin- 
gen gegenüber dem Jahr 2007 weiter um rund 4,6 % zurück, während sich in 
den Einzelveranstaltungen ein Plus von rund 12 % ergab. 
 
Im Rahmen der Bildung auf Bestellung  wurden im Jahr 2008 305 Veran- 
staltungen (plus 15 %) mit 2 489 Teilnehmerinnen und Teilnehmern (plus 12 
%) durchgeführt. Nahezu die Hälfte der Veranstaltungen  entfiel auf den Be- 
reich der Fortbildung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Müns- 
ter. Die passgenauen Firmenschulungen beziehen sich überwi egend auf die

5 
Bereiche EDV und Medien und Sprachen. 
 
Ein deutlicher Ausbau ergab sich bei den durch Drittmittel finanzierten 
Maßnahmen im Bereich Berufliche Qualifizierung und Vernetzung . Ins- 
gesamt wurden 25 Maßnahmen mit 6 433 Unterrichtsstunden  und 614 Teil- 
nehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt.  
 
Seit 2007 ist die Volkshochschule Münster auch Beratungsstel le im Rahmen 
der Ausgabe von Bildungsschecks und seit Beginn des Jahres 2009  auch 
Beratungsstelle im Rahmen der Bildungsprämie. Nach 510  Beratungen im 
Jahr 2007 wurden im Jahr 2008 insgesamt 785 Beratungen im Rahmen des 
Bildungsschecks durchgeführt. Dabei bezogen sich 636 Beratun gen auf Ein- 
zelpersonen und 149 Beratungen auf betriebliche Beratungen.  
 
Die VHS Münster bietet derzeit 31 verschiedene Prüfungen , sowohl im offe- 
nen Angebot nach dem WbG als auch im Rahmen der Bildun g auf Bestel- 
lung (u. a. Schulprojekte) an. Sie ermöglichen den Erw erb von Zertifikaten 
und Qualifikationsnachweisen, deren Erwerb für das ber ufliche Fortkommen 
von großer Bedeutung ist. Im Jahr 2008 wurden 118 Prüf ungen mit 1 512 
Prüfungskandidatinnen und -kandidaten durchgeführt.  
 
Die Teilnehmerschaft stellte sich in 2008 wie folgt dar: 
Der Frauenanteil lag bei 70,1 %, der Männeranteil b ei 29,9 %. Bundesweit 
beträgt der Frauenanteil an den Volkshochschulen derzeit 73,7 %.  
6.665 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten 2008 erstmalig die Volks- 
hochschule Münster. Dies ist auch auf das differenzierte Pr üfungsangebot 
zurückzuführen. 76,5% der Teilnehmenden wohnen in Münste r. Die weiteren 
bedeutsamsten Einzugsbereiche sind Greven, Telgte, Senden , Nottuln, Gro- 
nau und Altenberge. Insgesamt sind bei den Anmeldungen 342 verschiedene 
Orte verzeichnet. Die regionale Ausstrahlung erklärt sich a us dem umfang- 
reichen und differenzierten Programmangebot einer Gro ßstadt-VHS sowie 
aus der Teilnahme von Berufspendlern; gleichzeitig verbesse rt die höhere 
Auslastung die Kostendeckung. 
 
Haushaltsentwicklung 
Zum Ende des Jahres 2008 wurden die letzten beiden Kon solidierungsmaß- 
nahmen im Rahmen des Rödl Gutachtens umgesetzt. Die Räum e in Hiltrup 
an der Westfalenstraße 196 wurden aufgegeben. Zusätzli ch entfiel ½ Stelle 
in der Verwaltung (Hausdienste). 
 
Trotz der Erhöhung der Teilnehmerentgelte um 0,10 Eu ro zum Beginn des 
Jahres 2008 blieben die Teilnehmerentgelte in der Sum me um rund 27.000 
Euro unter dem Jahresergebnis des Jahres 2007. Dies ist in  den weiteren 
Teilnehmerrückgängen in dem offenen Angebot nach dem W bG, die insbe- 
sondere zu einer schlechteren Kursauslastung führen, begrün det. Die Min- 
dereinnahmen konnten durch zusätzliche Erträge bei den Qu alifizierungs- 
maßnahmen, Bildungsberatungen und Bildung auf Bestell ung aufgefangen 
werden. Die Eigenfinanzierungsquote sank von 58,9 auf 54 ,7 %, was jedoch 
an der erstmals in 2008 ausgewiesenen Aufwendungen für IT Leistungsbe- 
ziehungen bei der citeq und höher zugerechneten Leistung sbeziehungen für 
Gebäude, trotz unverändertem Gebäudebestand, begründet ist. Bereinigt um

6 
diese höheren Aufwendungen stieg die Eigenfinanzieru ngsquote der VHS 
auf 59,1 %. Die Finanzierungsanteile können der Anlage 3.3  entnommen 
werden. 
 
Die Teilnehmerentgelte sollen zum Beginn des neuen St udienjahres stabil 
bleiben. Durch stabile Preise, weitere Steigerungen de s Qualitätsmanage- 
ments, insbesondere in den Bereichen Service und Marketing  sollen die 
Teilnehmerrückgänge gestoppt und eine bessere Kursauslastun g erreicht 
werden. Hierzu tragen auch der Ausbau und die Verbesseru ng einer geziel- 
ten Weiterbildungsberatung und die weitere Entwicklung  von passgenauen 
Angeboten z. B. für Firmen bei.  
  
2.1.1 Gesellschaft, Politik, Geschichte 
 
 Das Jahresthema „Regiert das Geld die Welt?“  im Programmjahr 2008/09 
hat durch die aktuelle Entwicklung auf den Finanzmärkten  ins Schwarze ge- 
troffen und wurde von den Bürgerinnen und Bürgern in teressiert und enga- 
giert aufgenommen.  
 
Im kommenden Studienjahr steht das Jahresthema „Lernen neu erleben“  
im Mittelpunkt der Planungen. Zum Auftakt des Studienj ahres konnte Prof. 
Dr. Heinz Schirp gewonnen werden, der zum Thema „Wie lernt unser Ge- 
hirn?“ aktuelle neurobiologische und neurodidaktische Erkenntnisse über das 
Lehren und Lernen darlegen wird. Innovative Lernorte in Münster, vielfältige 
Lehrmethoden und spannende Lerninhalte sollen das Basi sprogramm des 
Bildungsangebotes der Volkshochschule ergänzen und neue Zi elgruppen 
ansprechen.    
 
Innovative Lernorte, Lehrformen und Inhalte der politischen Bildung: 
  
Philosophisches Café  
Ab September wird immer am ersten Sonntag im Monat e in neues Bildungs- 
angebot erprobt: das Philosophische Café im Stadtgarte n Restaurant. Insbe- 
sondere in Zeiten von Verunsicherung und Krise ist die M öglichkeit eines 
Austausches über existenzielle und philosophische Fragen fü r viele Men- 
schen wichtig: Orientierung und Sinn als bedeutende Resso urce im Leben 
vieler Menschen.  
 
Internationales Konzert  „ Kulturen der Toleranz “ mit dem Ensemble „Sar- 
band“ steht für den 3. November 2009 im Rathausfestsaal  auf dem Pro- 
gramm. Gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdi sche Zusammen- 
arbeit Münster, NEHIR Münster und weiteren Kooperatio nspartnern will die 
Volkshochschule aktiv Zeichen für ein tolerantes Miteinander setzen. 
 
Lesungen an ungewöhnlichen Orten in Kooperation mit städtischen Ein- 
richtungen, dem Naturkundemuseum, der Stadtbücherei etc.  und - „Lernen 
unterwegs“: dazu gehören Tagesfahrten, die „Nacht der Religionen“, etc.  
 
Der Fachbereich beteiligt sich im September am Friedenskulturmonat 2009  
im Rahmen der Interkulturellen Wochen des Ausländerbeir ates der Stadt

7 
Münster. Im Oktober 2009 stehen „ 20 Jahre friedliche Revolution “ zur Ge- 
schichte des Umbruchs in der DDR von Frühjahr 1989 bis zum 3 . Oktober 
1990 im Mittelpunkt der Bildungsarbeit, die gleichna mige Ausstellung wird in 
Kooperation mit dem West-Ost-Forum Münster e.V. sowie w eiteren städti- 
schen Ämtern in der Bürgerhalle des Rathauses zu sehen sein . Angestrebt 
wird das Erarbeiten von lokalhistorischen Ergänzungspla katen, welche die 
Münsteraner Aktivitäten zur Wendezeit dokumentieren sollen.  
 
Im Fachbereich Gesellschaft, Politik, Geschichte entwickelt sich  die Interkul- 
turelle Bildungsarbeit zu einem Schwerpunkt der Angebot e. In Kooperation 
mit der Handwerkskammer Münster werden im XENOS-Projekt „ IKU - Ver- 
mittlung arbeitsmarktorientierter interkultureller Kompetenzen zur Un- 
terstützung der Beschäftigungsfähigkeit im Handwerk “ ab April 2009 
zahlreiche Interkulturelle Trainings für Lehrer(innen) an Berufskollegs sowie 
für Ausbilder(innen) im Handwerk seitens des Fachbereich es passgenau 
konzipiert und durchgeführt.  Ziel dieser Trainings ist d ie Vermittlung von 
Kompetenzen, die zum reflektierten Umgang mit Auszubild enden aus ver- 
schiedenen Kulturen beitragen und interkulturelle Konf likte erkenn- und be- 
arbeitbar werden zu lassen.  
 
Der im Oktober 2008 erstmalig in einem Pilotprojekt en twickelte „Demokra- 
tieführerschein “ für Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren soll aufgrund 
des erfolgreichen „1. Durchlaufs“ zum festen Bestandteil d er politischen Bil- 
dung für Jugendliche und für weitere interessierte Schul en im offenen Ganz- 
tagsbereich angeboten werden.  
 
Jüdische Kulturtage 2010  
in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdisch e Zusammenarbeit 
Münster. Vorbereitet wird eine kleine Reihe zum Thema  „Jüdische Literatur 
in Westfalen“. 
 
2.1.2 Erziehung, Familie, Älterwerden 
  
 Pädagogik, Partnerschaft und Familie 
Angebote für junge Familien nach dem pädagogischen K onzept des Prager-
Eltern-Kind-Programms ( PEKiP )  werden  uneingeschränkt nachgefragt. Die 
Angebote werden in den Fachräumen der Innenstadt in der VHS-Überwasser 
angeboten. Die gut nachgefragten Veranstaltungen im Stadtteil Hiltrup muss- 
ten durch die Aufgabe der von der VHS genutzten Räume i 
n der Stadthalle  
reduziert werden. Dies gilt besonders für die Kurse für Eltern und Kleinkinder 
über das erste Lebensjahr hinaus. Die Gruppen des Prage r-Eltern-Kind-
Programms für Eltern mit ihren Babys im ersten Lebensjahr werden derzeit in 
Kooperation gemeinsam mit dem Herz-Jesu-Krankenhaus durch geführt und 
gut angenommen.  
 
Fortbildungen  
Die Neuregelung durch das Kinderförderungsgesetz hat erh ebliche Auswir- 
kungen auf das Handlungsfeld der Kindertagespflege. In Zusammenarbeit 
mit dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien und dem Verein Münste- 
raner Tageseltern wird die Qualifizierung von Betreuu ngspersonen in der 
Kindertagespflege durchgeführt. Damit wird die Qualit ät der frühkindlichen

8 
Betreuung in Münster erheblich aufgewertet. Der Erwer b des  TMQ-
Zertifikates  (Tagesmütter und Tagesväter qualifizieren sich) des Lande sver- 
bandes der Volkshochschulen NRW  wird zukünftig für Tagespflegepersonen 
in Münster  vorausgesetzt. Durch die Anerkennung der VHS als Maßnahme- 
träger durch den Bundesverband für Kinderbetreuung in der Tagespflege e. 
V. ist das VHS-Zertifikat  bundesweit als Qualifikationsnachweis anerkannt. 
Gemeinsam mit  dem Netzwerk Tagespflege wird die Ausbil dung qualitativ 
weiterentwickelt. Der sechste Lehrgang  beginnt ab Januar 2010.  
 
Die zweijährige berufsbegleitende Fortbildung für Päd agog(inn)en aus Vor- 
schule und Schule zum Erwerb des Nationalen Montessori-Diploms  ge- 
hört  zum Regelangebot der VHS. Der laufende berufsbe gleitende Lehrgang 
der zweijährigen Zusatzausbildung hat im September 200 8 begonnen und 
bereitet 43 Pädagogen und Pädagoginnen auf die Prüf ungen im Sommer 
2010 vor. Die Ausbildung richtet sich nach den Standards d er Deutschen 
Montessori-Gesellschaft e.V. 
 
2010 wird zum zweiten Mal in der VHS Münster die   Zusa tzqualifikation zur 
PEKiP-Gruppenleiterin   für pädagogische Fachkräfte angeboten. in Zu- 
sammenarbeit mit dem Verein für Gruppenarbeit mit Eltern und ihren Kindern 
im 1. Lebensjahr, PEKiP e.V. Duisburg.  
 
Fortbildungsangebote für Erzieher(innen), Sozialpädago g(inn)en und Leh- 
rer(innen) zu Themen der Sexualpädagogik werden weite rhin in Kooperation 
mit ProFamilia Münster e.V. durchgeführt. 
 
Älterwerden - Ältersein 
Mehr als je zuvor wird die Notwendigkeit von  „Lernen  a ls lebensbegleiten- 
des Prinzip“ zur Bewältigung der gesellschaftlichen Anfor derungen erkenn- 
bar. Der Ruf nach Übernahme an Verantwortung für gese llschaftliche Belan- 
ge und  Ehrenamt  richtet sich zunehmend an die Generation der „jungen Al- 
ten“. Gerade hier ist Weiterbildung gefragt, denn di e immer spezialisierteren 
Tätigkeiten ehrenamtlicher, engagierter älterer Mensch en bedürfen der An- 
eignung von Kompetenzen.  
 
Eigeninitiative, Selbsthilfe und Selbstengagement, Ehr enamt und bürger- 
schaftliches Engagement bedürfen darüber hinaus der Unterstützung . Die 
Volkshochschule nimmt diese Aufgabe für vielfältige Init iativen der ZwAR- 
Gruppen, für das Projekt „Füreinander-Miteinander“, d urch Vernetzung der 
Aktiven und durch  die Unterstützung von engagierten Proj ekten wahr. Dar- 
über hinaus plant sie in Absprache mit den beteiligten  Gruppen  Bildungsan- 
gebote zur Steigerung der erforderlichen Kompetenzen.  
 
Zum fünften Mal wird es im November in Zusammenarbeit mit dem Senioren- 
rat Münster e.V. einen „ Seniorentag “ im Rathausfestsaal geben. Durch die 
Unterstützung der Stiftung Siverdes kann auf einen Eintritt verzichtet werden. 
 
  
Die „Service-Angebote“ rund um das Thema Pflege,  in Zusammenarbeit mit 
kompetenten Partnern, wie Krankenkassen, Pflegebüro, Cle mens-Wallrath-
Haus etc. können durch erfolgreiche Kooperationen teilwe ise für die Teil- 
nehmenden ebenfalls unentgeltlich angeboten werden. Damit leistet die VHS

9 
einen präventiven Beitrag zur Alters- und Gesundheitsvorso rge. Die  Veran- 
staltungen der bundesweiten  Aktion „Altersvorsorge macht Schule“ mit In- 
formationen zur privaten Altersvorsorge  wurden gut angenommen und wer- 
den auch im nächsten Studienjahr wieder angeboten.  
 
Kursangebote, die auf die besonderen Lernbedingungen  älterer Menschen 
eingehen, bietet die Volkshochschule, z. B. Sprach- und Computerkurse oder 
Gymnastik- und Bewegungsangebote. Besonders nachgefragt  w erden An- 
gebote, in denen die Möglichkeit besteht, die eigene L ebensgeschichte zu 
reflektieren und schriftlich an die nächsten Generationen weiterzugeben. 
 
Ein besonderer Schwerpunkt liegt im kommenden Studienja hr auf dem As- 
pekt „Gesund bleiben im Alter“. Die VHS nimmt an der Gesundheitskonfe- 
renz zu diesem Thema teil und ist konzeptionell an den z u erarbeitenden 
Handlungsempfehlungen beteiligt.  
 
In Kooperation mit dem Frauenbüro der Stadt wird di e Veranstaltungsreihe 
für ältere Bürgerinnen „Frauen-Zeit-Alter“ im Herbst  2009 vorbereitet und 
durchgeführt.  
  
Die  viermal jährlich erscheinende  „MSZ - Münsters Senioren Zeitung“  mit 
einer  Auflage von über 8 000 Zeitungen, wird auch im  29sten Jahr von akti- 
ven älteren Menschen eigenständig zusammengestellt. Durch d ie Auslage in 
vielen Alten-Wohneinrichtungen und Tagesstätten ist die Leserschaft der Zei- 
tung weit höher als die Auflage.   
 
Generationen lernen gemeinsam: Nachhaltigkeit 
Durch die Teilnahme an Projekt: „Generationen lernen gemeinsam: 
Nachhaltigkeit“  sind in der VHS Münster zwei intergenerationelle Proj ekte 
entstanden, die beide weitergeführt werden. Durch die  Unterstützung des 
Freundeskreises der Volkshochschule  kann die in dem Begegnungszent- 
rum Meerwiese entstandene generationsübergreifende Th eatergruppe eine 
weitere Produktion erarbeiten, die im September 2009  in der Meerwiese 
Premiere haben wird. Die Anregungen der  Zukunftswerkstatt „Jugendrat und 
Seniorenvertretung: gemeinsam für ein faires Münster“  sind die Grundlagen 
für weitere Kontakte und  gemeinsame Arbeitsvorhaben, d ie von der VHS 
auch weiterhin methodisch und konzeptionell  unterstützt werden.  
  
2.1.3 Gesundheit 
  
 Gesunde Ernährung 
Dieser Schwerpunkt richtet sich zum einen an Kinder und Jug endliche, die 
durch Projekte und weitere spezielle Angebote erreicht werden und Erwach- 
sene, für die aus präventiven Gründen eine Ernährungsumst ellung auf der 
Basis einer ausgewogenen gesunden Ernährung wichtig ist.  
 
Für 2009 liegt ein Schwerpunkt in der Zusammenarbeit  mit Grundschulen 
zum Thema „Ernährungsführerschein für Drittklässler“.  Dank einer gro- 
ßen Spende der Sparkasse Münsterland Ost und des Freunde skreises der 
Volkshochschule können die Kinder aus etwa 30 Klassen den Ernährungs-

10  
führerschein erwerben. Sie lernen die Grundlagen eine r gesunden Ernäh- 
rung kennen sowie einfache Handgriffe der Nahrungszubereitung. Für Lehre- 
rinnen und Erzieherinnen des offenen Ganztages wird in Zusammenarbeit 
mit dem DIE eine Fortbildung angeboten, sodass diese Ar beit zukünftig in 
den Schulen selbst geleistet werden kann. Die Unterrichtsm aterialien des 
DIE stehen den Schulen weiterhin kostengünstig zur Verfügung. 
 
Zum dritten Mal wird der Kurs „Adimobil“  für übergewichtige Kinder ange- 
boten.  
 
Die Angebote zur gesunden Ernährung im Regelangebot w erden weiter fort- 
geführt.  
 
 In den Fachbereichen Bewegung  und Entspannung  wird es weiterhin ein 
Basisprogramm in allen gesundheitsorientierten Bewegung s- und Entspan- 
nungsarten geben, denn sie sind eine gute und oft preiswerte Möglichkeit der 
individuellen Gesundheitsförderung.   
 
Den Menschen in Bewegung zu bringen ist daher ein gesun dheitsförderndes 
Ziel des Fachbereiches, ausgedrückt durch ein umfangreiches S pektrum an 
unterschiedlichen Bewegungsarten, um den individuellen Bedürfnissen und 
Interessen der Teilnehmenden gerecht zu werden. Der Ber eich der „Einfüh- 
rung in freizeitorientierte Sportarten“ wird weiter ausgebaut, bietet er doch 
eine gute Möglichkeit, die Menschen über Angebote außer halb unserer 
Raumkapazitäten in Bewegung zu bringen und ihnen Mögl ichkeiten des Auf- 
baus eines kontinuierlichen Bewegungsprogramms aufzuzeigen und erlebbar 
zu machen.  
 
Als Ausgleich für die zunehmenden Anforderungen im Allt ag sucht  der 
Mensch nach  Entspannung und emotionaler Ausgeglichenheit. Der Bereich 
Entspannung bietet den Teilnehmenden verschiedene Entspa nnungsmetho- 
den zum Abbau von körperlicher und seelischer Anspannung a n. Das Inte- 
resse am Kursprogramm ist weiterhin gut. Innovative Ideen  der Do- 
zent(inn)en können aufgrund fehlender Räumlichkeiten ni cht vollständig auf- 
genommen werden. Ein „neuer“ Bewegungsraum in Münster -Hiltrup bietet 
dagegen die Möglichkeit zur Neuplanung eines stadtteilo rientierten Entspan- 
nungsangebotes. 
 
Im Bereich Gehörlosenarbeit wird es weiterhin Gebärdensprachkurse im 
bisherigen Umfang und in der fachlichen Differenzierung  geben.  
Weiterhin werden 2–3 Kommunikationsforen, Informationsveranstaltungen zu 
aktuellen politischen, wirtschaftlichen oder gesellschaftsori entierten Themen 
je Studienjahr vorbereitet. Zudem hat sich ein EDV-Kur s für Gehörlose be- 
währt und wird weiterhin durchgeführt. 
 
2.1.4 Sprachen und Länder 
  
 Lesen und Schreiben lernen für Erwachsene/Alphabetisierung 
Trotz 10-jähriger Schulpflicht gibt es nach wie vor viel e, auch deutsche Er- 
wachsene, die nicht - oder nicht ausreichend - lesen und sch reiben können. 
Für  die  so genannten „funktionalen Analphabet(inn)e n“ bietet die VHS  ein

11  
besonders niedrigschwelliges Angebot. Grundlegende Fert igkeiten im Lesen 
und Schreiben werden vermittelt und ermöglichen den betroffenen Menschen 
die Teilnahme auch an schriftlicher Kommunikation im täg lichen (Berufs)-
Leben. Die VHS kooperiert mit dem in Münster ansässigen Bundesverband 
Alphabetisierung und Grundbildung e. V. und dessen „AL FA-Telefon“.  Das 
Angebot der Volkshochschule Münster umfasst 18 Kurse pro Jahr  und er- 
reicht ca. 200 Teilnehmer(innen), die ein stark ermäßig tes Entgelt pro Unter- 
richtsstunde zahlen. In Kooperation mit dem Bundesverband Alphabetisie- 
rung  wird ein Fortbildungsprogramm für Kursleiter(innen) in der Alphabetisie- 
rung durchgeführt, das von Teilnehmer(innen) aus ganz Nordrhein-Westfalen 
und darüber hinaus auch aus dem deutschsprachigen Ausland i n Anspruch 
genommen wird. 
 
Wichtige Integrationshilfe: Deutsch als Fremdsprache (DaF) 
Grundvoraussetzung für die Teilnahme am gesellschaftlichen  Leben in 
Deutschland ist das Beherrschen der deutschen Sprache. Für Migrant(inn)en 
aller Herkunft bietet die Volkshochschule seit vielen Jahr en auf verschiede- 
nen Niveaustufen Deutschkurse an. Das Kurskonzept schließt land eskundli- 
che, politische und kulturelle Informationen mit ein. 
 
Die VHS bietet das „Zertifikat Deutsch“  (Niveaustufe B 1 des Gemeinsa- 
men Europäischen Referenzrahmens für Sprachen GER), die „Goethe-
Zertifikate B 2 und C 1“ (Niveaustufen B 2 und C 1 des GER) sowie das 
„Kleine bzw. Große Deutsche Sprachdiplom des Goethe-I nstituts“ (Ni- 
veaustufe C  2 des GER)  als anerkannte Prüfungen an, deren Nachfrage 
steigt. Im Jahr 2008 absolvierten insgesamt 97 Teilnehm er(innen) erfolgreich 
diese anspruchsvollen Prüfungen. Zurzeit finden mit ermäß igten Entgelten 
ca. 120 DaF-Kurse  mit ca. 2 500 Teilnehmer(inne)n pro Jahr an der VHS 
Münster statt.  
 
„Club D“ – Deutsch für Sekundarstufenschüler(innen) m it Migrations- 
hintergrund 
Seit 2005 gibt es dieses kostenlose Angebot in dem regelmäßig ca. 80 Schü- 
ler(innen), differenziert nach Niveau- und Altersstufen  freiwillig nachmittags 
ihre Deutschkenntnisse verbessern. Bei mindestens siebzigproze ntiger Teil- 
nahme gibt die VHS eine positive Rückmeldung an die Her kunftsschulen, 
was mit einem Erfolgsvermerk auf den Schulzeugnissen dokumentiert wird.  
 
Zu einem Höhepunkt im Studienjahr hat sich das jährlich  stattfindende „In- 
ternationale Sommerfest“  an der VHS-Überwasser entwickelt, bei dem 
zahlreiche Akteurinnen und Akteure aus den verschiedenen L ändern der 
Welt, die an Sprachkursen „Deutsch als Fremdsprache“ teiln ehmen, mit 
mehr als 500 Gästen in interkulturellen Austausch treten.  Diese wichtige 
Großveranstaltung  hat sich zur Image- und Sympathieträg erin für die ge- 
samte VHS entwickelt. 
 
Beim dreiwöchigen „Feriensprachkurs Deutsch als Fremdsprache“  be- 
grüßt die VHS jeweils im August ca. 60 bis 90 junge Leu te aus bis zu 20 Na- 
tionen; Gäste sind Teilnehmer(innen) aus Münsters Part nerstädten. Der 
Sprachkurs 2009 wird wieder im August stattfinden.

12  
19 Fremdsprachen im Angebot der Volkshochschule 
Das Fremdsprachenangebot der Volkshochschule umfasst die groß en Welt- 
und Verkehrssprachen, die Landessprachen der meisten Partn erstädte 
Münsters sowie die der benachbarten Staaten. Aufgrund von Nachfragen 
werden im kommenden Studienjahr auch Latein und Letti sch angeboten 
werden.  
Besonderes Kennzeichen des umfangreichen Angebotes ist auf  allen Ni- 
veaus die jeweilige Landeskunde, die dazu beiträgt, Land  und Leute in ihrem 
kulturellen Selbstverständnis zu begreifen. Dazu tragen a uch besonders 
konzipierte Sprachstudienfahrten nach Frankreich und  England bei. 
 
In vielen Sprachen kann auf international anerkannte Prüfungen  vorberei- 
tet werden, die fast alle an der Volkshochschule Münster  abgelegt werden 
können. Immer mehr Teilnehmer(innen) nehmen an den zw eimal pro Jahr 
stattfindenden Prüfungen der Cambridge University  teil. Erstmalig wurden 
2008 Cambridge-Business-Prüfungen durch die VHS Münster  abgenommen. 
da nicht nur die heimischen Firmen, sondern auch Ausbild ungsstätten wie 
die Fachhochschule Bedarf angemeldet hatten. Die Anzahl der Prüflinge für 
das Jahr 2009 ist ansteigend. 
 
Als Prüfungszentrum ist die VHS Münster für die (auch  berufsbezogenen) 
Europäischen Sprachenzertifikate  vom A1 bis zum C1-Niveau des Ge- 
meinsamen Europäischen Referenzrahmens für das Lernen un d Lehren von 
Sprachen, sowie für die Schwedisch-Prüfung SWEDEX akkreditiert.  
Auch für diese Prüfungen ist eine steigende Nachfrage zu verzeichnen. 
 
Zusätzlich zu den Alphabetisierungskursen und den Deutsch als  Fremdspra- 
che-Kursen umfasst  das Fremdsprachenangebot ca. 550 Kurse mit mehr 
als 6 000 Teilnehmer(innen) pro Studienjahr.  
 
Mit seinem regelmäßigen Fortbildungsangebot für Kursle itende sichert der 
Bereich die hohe Qualität seines Sprachangebots.  
 
Cambridge ESOL Prüfungen als Schulprojekt wird fortgesetzt 
Eine Kooperation zwischen dem Ministerium für Schule und  Weiterbildung, 
Cambridge ESOL (English for Speakers of Other Language s) und den Prü- 
fungszentren (für das Münsterland nur Volkshochschule Münste r) ermöglicht 
es Schülerinnen und Schülern seit dem Schuljahr 2004/2 005  Englischzertifi- 
kate der Cambridge-Universität zu erwerben. Angeboten w erden Prüfungen 
zu den Referenzniveaus B1 (PET), B2 (FCE) und C1 (CAE) des Gemeinsa- 
men Europäischen Referenzrahmens.  
Von ca. 40 Schulen in und um Münster legten im laufend en Schuljahr 785 
Schüler(innen) ein Cambridge Certificate in English durch die VHS Münster 
ab. Das sind ein Drittel mehr Prüflinge als im Vorjahr. 
In diesem Zusammenhang bereitet die Volkshochschule schulübe rgreifend 
Münsteraner Realschüler(innen) auf die PET-Prüfung in einem schulexternen 
Kurs vor, da dieses schulintern nicht geleistet werden kann. 
 
Sprachkurse auf Bestellung: Ein Service (nicht nur)  für die städtischen 
Mitarbeiter(innen) 
Nachgefragt wurden bisher in diesem Bereich besonders die  fachspezifische

13  
Sprachfortbildung und hier vor allem die englische Spra che. So führte die 
Volkshochschule Kurse bisher für Verkehrsüberwachende, für  Veterinäre 
und Veterinärinnen, für Schulsekretärinnen oder auch fü r Mitarbeiter(innen) 
von Münster Marketing und vom Stadtmuseum durch.  
Die Nachfrage von Münsteraner Firmen und Institutionen nimmt zu. Im ers- 
ten Quartal 2009 unterrichtete die VHS in 6 verschieden en Firmen und Insti- 
tutionen Englisch, Niederländisch und Französisch. 
Auch internationale Austauschschüler(innen) an Münsteraner  Gymnasien 
erhalten durch die VHS Deutschunterricht. Ähnliche Maßna hmen wird es 
auch im nächsten Studienjahr geben. 
 
Eine neue Daueraufgabe: Einbürgerungstests 
Im Auftrag des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) führt die  
VHS seit Herbst 2008 die obligatorischen Einbürgerungst ests für Migranten 
und Migrantinnen durch, die eingebürgert werden möchten. 
Bei den monatlich angebotenen Testterminen wurden jew eils 50 Teilneh- 
me(innen) mit einer Erfolgsquote von 98 Prozent getestet. 
Vorbereitungskurse auf diese Tests wurden anfangs angebote n, wegen ge- 
ringer Nachfrage aber inzwischen wieder eingestellt. 
 
2.1.5 Beruf und Wirtschaft 
  
 Die Angebote des Fachbereichs Beruf und Wirtschaft  knüpfen an die kon- 
kreten Anforderungen des Einzelnen nach Weiterbildung  im Spannungsfeld 
von Arbeit und Leben an. Gerade in der derzeitigen Wi rtschaftssituation be- 
kommt das Thema der Verbindung von beruflicher und per sönlicher Zufrie- 
denheit einen höheren Stellenwert. Dabei muss berufsorientierte Weiter- 
bildung  die Teilnehmenden in die Lage versetzen, den wechselnd en An- 
sprüchen in Beruf, Gesellschaft und im Privatleben gerecht  zu werden. Die 
Vermittlung von verschiedenen Schlüsselqualifikationen  (Abstraktions-, 
Kommunikations- und Lernvermögen, Kooperationsbereitscha ft, Kreativität 
und Sozialkompetenz) ist demzufolge eine der Hauptaufga ben des Fachbe- 
reichs. Dies geschieht in den Programmsparten Beruf und Arbeitsplatz, 
Wirtschaft und Finanzen, Existenzgründung, Rhetorik u nd Kommunika- 
tion, NLP, Mathematik und Angebote für spezielle Ber ufsfelder. Einen 
besonderen Schwerpunkt bilden die Bewerbungstrainings , die auf die un- 
terschiedlichen Interessen durch differenzierte Angebot sformen eingehen 
(Ein Bewerbungstraining wurde übrigens von der Stiftung Warentest  mit 
„Gut“  ausgezeichnet). Neu in diesem Angebotssegment ist die Arb eit mit 
dem ProfilPass . 
  
Fortbildung für Kursleiter(innen) 
Das Programm zur Fortbildung der Kursleiter und Kurslei terinnen wird 
2009/10 weiter ausgebaut. Besonders zu erwähnen ist das Programm "Le- 
bendiges Lehren lernen"  - Erwachsenenpädagogische Grundqualifikation 
für Kursleitende in der Weiterbildung, das vom Koopera tionsverbund Müns- 
terland der Volkshochschulen gemeinsam in der Volkshochschule  Münster 
durchgeführt wird.

14  
Bildungsberatung 
Ein Schwerpunkt der Arbeit in 2008/2009 ist die Beratu ng Bildungsinteres- 
sierter im Rahmen der Vergabe von Bildungsschecks. Die dam it verbunde- 
nen Beratungsgespräche haben im letzten Semester gezeigt,  dass der Bera- 
tungsbedarf wächst und Beratung in Zukunft einen noch gr ößeren Arbeits- 
schwerpunkt in der Fachbereichsarbeit bilden wird. Ergänzt  wird das Bera- 
tungsangebot seit Februar durch die vom Bund geförderte  Bildungsprämie. 
Auch hierfür ist die VHS neben der Handwerkskammer als Be ratungsstelle 
anerkannt. 
 
Städtische Fortbildung (neue Zuständigkeit: Dr. Susanne Eichler) 
Qualifizierungsangebote für Mitarbeiter/innen der Sta dt Münster in Koopera- 
tion mit dem Personal- und Organisationsamt (ohne Führungskräfte): 
Im Jahr 2008 wurden insgesamt 1296 Unterrichtsstunden im Rahmen der 
Städtischen Fortbildung organisiert und durchgeführt. E s wurden 1311 Teil- 
nehmende erreicht (ohne Führungskräfte). Das Fortbildun gsangebot hat sich 
im Vergleich zum Jahr 2007 stabilisieren können.  
 
Im Qualifizierungsprogramm 2009 wurden u. a. innovativ e Bildungsangebote 
zum Themenfeld „neue Arbeitstechniken“ aufgenommen sowie  - aufgrund 
neuer gesetzlicher Bestimmungen - das Angebot im EDV- Bereich ausgewei- 
tet (Barrierefreiheit).  
 
2.1.6 EDV und Medienbildung 
  
 Die Bildungsnachfrage nach EDV-Kursen ist erwartungsgemäß in den letzten 
Jahren stetig zurückgegangen. Dies entspricht dem bundeswei ten Trend, 
dass die Motivation an beruflicher Weiterbildung teilzun ehmen, gesunken ist. 
Die Gründe mögen insgesamt vielfältig sein, speziell für den EDV-Bereich 
kann davon ausgegangen werden, dass auf den Gebieten d er EDV-
Standardanwendungen, der elektronischen Kommunikation u nd Internet in- 
zwischen eine Deckung an Grundqualifizierung  erreicht ist, wobei es nach 
wie vor große z. T. bildungsferne Personenkreise gibt, di e aufgrund man- 
gelnder Medienkompetenz von der Teilhabe an der Inform ationsgesellschaft 
abgekoppelt sind. Der Teilnehmer(innen)rückgang mündet in die grundsätzli- 
che Planungsüberlegung, die Anzahl der EDV-Kurse zur Ste igerung der 
Kursauslastung zu komprimieren und das Kursangebot in den  Stadtteilen 
aufgrund geringer Nachfrage im kommenden Studienjahr zu reduzieren. 
 
Gleichzeitig steigen die Erwartungen und Ansprüche der T eilnehmer(innen) 
bezüglich der Bereitstellung flexibler Beratungs- und Serviceangebote, kurz- 
fristiger Organisation von EDV-Kursen und an die technisch e Ausstattung in 
den EDV-Schulungsräumen. Die VHS hat aus diesem Grunde neben der ste- 
tigen Aktualisierung der Software und Hardware in de n EDV-
Schulungsräumen ein neues mobiles eBeam-Set für den Ein satz in den 
EDV-Kursen angeschafft.  Mit diesem interaktiven System kön nen Software- 
anwendungen direkt an der Tafel bearbeitet und Arbei ten komplett protokol- 
liert werden, um sie z. B. als Skript den Schulungsteiln ehmenden zur Verfü- 
gung zu stellen.  Das moderne zukunftsorientierte eBeam-S ystem bietet den 
Dozenten flexible didaktisch-methodische Einsatzmöglichkeiten  und den 
Teilnehmer(inne)n optimierte Lernvermittlungsformen.

15  
Das geplante Bildungsangebot im Fachbereich EDV im Rah men des Weiter- 
bildungsgesetzes orientiert sich im inhaltlichen Aufbau a n der bewährten 
dreiteiligen Struktur:  
 
• Basisqualifizierung im Bereich der Standardanwendung en und 
elektronischer Kommunikation ,  
• Fachqualifizierung mit berufsorientierter Ausrichtung und   
• zielgruppenorientierte Bildungsangebote.   
 
EDV-Angebote zur Basisqualifizierung 
Dieses Angebotssegment umfasst die Vermittlung von Orienti erungswissen 
und Erschließungskompetenzen auf den Gebieten der EDV-
Standardanwendungen  und elektronischen Kommunikation  sowie Inter- 
net . Die Angebotspalette in diesen Bereichen wird ergänzt  durch spezielle 
Schulungen und Workshops mit konkreten Anwendungsbezügen (w ie z. B. 
„Wissenschaftliche Arbeiten erstellen mit Word 2007“ oder „Einführung in die 
Makroprogrammierung mit Excel“), die genügend Raum bi eten, um auf indi- 
viduelle Wünsche der Teilnehmer(innen) einzugehen. Zwei  neue Angebote 
richten sich an Nutzer(innen) von Apple Computern, die in dem fortschrittli- 
chen Betriebssystem OSX und in der Anwendungssoftware gesch ult werden 
können.  
 
Im Rahmen des modularen Zertifikatssystems Europäischer Computer- 
Pass Xpert  können seit dem letzten Studienjahr die bisherigen Pap ierprü- 
fungen in dem neuen akkreditierten Online-Testcenter al s Online-Prüfungen 
durchgeführt werden.  
 
Berufliche EDV-Qualifizierungsangebote und Zertifikatskurse 
In diesem Teilbereich geht es um die Vermittlung beruf lich verwertbarer und 
praxisbezogener Qualifikationen in kaufmännischen EDV-An wendungen, 
Netzwerken, Programmierung und multimedialen EDV-Anwe ndungen. Hier 
ist es besonders wichtig, unseren Teilnehmer(inne)n die M öglichkeit zu bie- 
ten, sich in Lehrgängen qualifizieren zu können, Prüfung en zu absolvieren 
und anerkannte IT-Zertifikate zu erlangen, die auf de m Arbeitsmarkt einen 
hohen Stellenwert haben. Großer Nachfrage erfreut sich  der Lehrgang „PC-
System-Betreuer(in)“, der erneut angeboten wird.  
 
Spezielle Angebote für Mitarbeiter(innen) kleiner und  mittelständischer Un- 
ternehmen (KMU) wie „Daten professionell mit Filtern und Pivottabellen aus- 
werten“ oder „Aufbau einer Unternehmensdatenbank mi t Access“ und be- 
sondere Seminare zu neuen technischen und aktuellen Trend s wie „Einrich- 
tung virtueller PCs“ komplettieren die Angebotspalette  der beruflichen EDV-
Qualifizierung.  
 
Insgesamt erlebt der Bereich der Programmierung eine kl eine Renaissance, 
der durch eine differenziertere Kursstruktur Rechnung getragen wird.  
 
Im letzten Studienjahr wurde in diesem Angebotsbereich bei einzelnen Se- 
minaren testweise die neue Dachmarke „VHS exklusiv“ eingerichtet. Hierbei 
handelt es sich um Kurse für maximal sechs Teilnehmer, die   im Rahmen ei- 
ner kleinen Intensivgruppe möglichst schnelles und effektives Lernen ermög-

16  
lichen – zu deutlich höheren Kursentgelten. Aufgrund der positiven Erfahrung 
wird diese Kursform auf weitere Seminare ausgeweitet.  
 
Zielgruppenorientierte EDV-Angebote 
Medienbildungsangebote für Senior(inn)en  werden zu vielfältigen EDV-
Anwendungen durchgeführt. Seniorenkurse werden auch in  den Stadtteilen 
Hiltrup in Kooperation mit dem Kinder-, Jugend- und  Begegnungshaus „37 
Grad“ und in Kinderhaus in Zusammenarbeit mit dem „Wu ddi“ angeboten. 
Für sie sind für das kommende Studienjahr insgesamt 30 Ve ranstaltungen 
geplant. Die im letzten Studienjahr eingeführten EDV-Übungsnachmittage 
finden großen Zuspruch . Senior(inn)en erhalten hier die Möglichkeit, unter 
fachkundiger Betreuung ihr in den Kursen erworbenes Wisse n zu vertiefen, 
praktisch zu erproben und ihre aktuellen Probleme zu lösen.  
 
VHS-Angebote für Schulen 
Innerhalb des Teilbereichs „ Junge VHS“  haben sich die EDV-Workshops 
bewährt, die regelmäßig in den Schulferien durchgefüh rt werden. Ergänzt 
werden sie im kommenden Studienjahr durch Ferienworksho ps zu speziellen 
Themen wie „Comics und Poster erstellen mit Photoshop“. Darüber hinaus 
werden an zahlreichen Schulen sehr erfolgreich Kurse zur Schreibtechnik mit 
Einführung in Word durchgeführt.  
 
In dem Angebotssegment Lehrerfortbildungen  werden besonders von Stu- 
dienreferendaren Prüfungen zur Erlangung der „e-card .nrw“ weiterhin stark 
nachgefragt, was noch einmal den hohen Bedeutungsgrad dieses in Koope- 
ration mit den Volkshochschulen und dem Schulministerium entwickelten 
Zertifikats unterstreicht. Insgesamt haben im vergangenen Studienjahr 135 
(angehende) Lehrer(innen) dieses Zertifikat an der Vo lkshochschule Münster 
erworben.  
 
Im Rahmen der Bildungspartnerschaft VHS und Schule  wird die Koopera- 
tion mit dem Kompetenzteam Münster in den Bereichen Le hrerfortbildung 
und Schülerqualifizierung fortgesetzt. Ziel ist es, die Qualität der Bildung zu 
optimieren, das Bildungsangebot in Münster für das System Schule zu erwei- 
tern und die Bedarfe von Schulsystemen, von Lehrerinnen und Lehrern, 
Schülerinnen und Schülern zu ermitteln und passgenau zu bedienen.  
 
VHS als Partnerin der städtischen IT-Ausbildung 
Über diese o. a. zielgruppenorientierten Angebotsbereiche hinaus und neben 
den Weiterbildungsangeboten im Rahmen des Weiterbildu ngsgesetzes führt 
die Volkshochschule die städtischen IT-Grundlagenschulungen  durch. Im 
Jahr 2008 umfasste dieser Bereich 52 Kurse, durchgeführt m it 392 USTD 
und insgesamt 485 Teilnehmer(inne)n. Ämterspezifische N achfragen nach 
Fortbildungsseminaren zeigt die innerstädtische Akzeptanz der VHS als qua- 
lifizierten Schulungspartnerin, bedeutet aber auch hoh en organisatorischen 
Beratungs- und Organisationsaufwand. 2009 wird sich der Umfang der städ- 
tischen Fortbildungen auf dem  Niveau von 2008 bewegen. 
  
 Bürgerfunk und Bürgermedien – neue Plattformen nutzen 
Der Bürgerfunk im lokalen Hörfunk dient nach den Bestimm ungen des Lan- 
desmediengesetzes NRW dazu, das lokale Informationsangebot zu ergän-

17  
zen und den Erwerb von Medienkompetenz , insbesondere von Schülerin- 
nen und Schülern, zu ermöglichen und damit auch zur gese llschaftlichen 
Meinungsbildung beizutragen.  
 
Zur Stärkung der Medienkompetenz müssen Personen, die im  Bürgerfunk 
senden wollen, an einem Qualifizierungsangebot teilnehmen. Dieses umfasst 
ein Bürgerfunk-Zertifikat  mit Vermittlung allgemeiner rechtlicher und media- 
ler Kompetenzen sowie Schulungen zur Vermittlung speziell er Kenntnisse im 
Radio. Im vergangenen Studienjahr haben ca. 40 Persone n ein Zertifikat er- 
worben. Mit einer Retestierung nach einem Jahr erlange n die Bürgerfunke- 
rinnen und Bürgerfunker nun erstmalig ihre Sendeberech tigung für 24 Mona- 
te. 
 
Im Rahmen des Bürgerfunkzertifikates für Fortgeschrittene ist die "Erpro- 
bung neuer Plattformen"  wichtiger Bestandteil zum Medienkompetenzer- 
werb. Podcasting bezeichnet das Produzieren und Anbiete n von Medienda- 
teien (Audio oder Video) über das Internet.  
 
Monatliche Schulungen mit Radio-Profis im Studienjahr 2009/2010 fördern 
den Erwerb von fundierten journalistischen Kenntnissen. Wöchentliche Schu- 
lungen begleiten die Radioproduktionen und verselbständ igen die ca. 10 bis 
12 regelmäßigen Gruppen zunehmend in ihrer Tätigkeit.  Eine semiprofessio- 
nelle Hörfunkgruppe und Selbsthilfegruppen sind 2008/2 009 als neue Produ- 
zenten hinzugekommen. 
 
Den Erwerb der Medienkompetenz von Schülerinnen und Sch ülern fördert 
das VHS-Bürgerfunkstudio 2009 durch Schulprojekte mit 10 Schulen  von 
der Grund-, Haupt- und Förderschule bis zum Berufskolleg,  von der Projekt- 
woche bis zu wöchentlichen Lerneinheit im Offenen Ganztag.  
 
2.1.7 Kulturelle Bildung 
  
 Sinnstiftendes Element des Fachbereichs im Arbeitsjahr 20 08/09 war das 
„Projekt Faust“ , eine Kooperation mit den Städtischen Bühnen Münster,  die 
zum ersten Mal in dieser Dichte Teilnehmende und Dozent( inn)en der VHS-
Sparten Literatur, Theater, Kunst und Fotografie zusam mengeführt hat. Hier- 
bei wurde das Profil des Fachbereichs realisiert, am Geg enstand „Faust“ 
kunst- und kulturinteressierte Teilnehmer(innen) sachkundi g zu einer selb- 
ständigen Rezeption und Produktion in den genannten Bi ldungssparten an- 
zuleiten. In diesem Zusammenhang ist es gelungen, die kre ativen gestalteri- 
schen Fähigkeiten der Teilnehmenden zu fördern, deren ko mmunikative und 
kulturelle Kompetenzen zu erweitern und für interkult urelle Lebenszusam- 
menhänge zu sensibilisieren. Die Ergebnisse dieses Projekte s werden in ei- 
ner Dokumentation zusammengefasst. 
 
Das neue Fachbereichsprogramm 2009/2010 wird diesen int erdisziplinären 
Ansatz fertigkeitsorientiert vertiefen, indem die vertrau ensvollen, sparten- 
übergreifenden Kooperationen von Teilnehmenden wie D ozent(inn)en mit 
neuen Partnern und Lernorten verknüpft werden: Das neu e VHS-
Jahresthema wird so von „Kunst&Kultur“  zu einem Erlebnisfeld gestaltet 
für Lernen und Bildung, vornehmlich in den Bereichen L iteratur, Theater,

18  
Kunst und Fotografie. Kulturelle Bildung wird so als lebensbegleitender Be- 
gegnungs- und Lernprozess von Kunst&Kultur begriffen, der, ausgehend von 
Alltagserfahrungen der Teilnehmenden, Bürger(innen) neben Impulsen zur 
eigenen Persönlichkeitsentwicklung kreative und soziale Schlü sselqualifikati- 
onen im Kontext aktueller gesellschaftlicher Anforderungen vermittelt. 
 
Kooperationen sind ein wichtiges Instrument für die a nregende Begegnung 
und Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Sichtweisen:  Dies geschieht 
im Rahmen von VHS-Veranstaltungen in Künstlerateliers, jahreszeitlich aus- 
gerichteten Kreativwochen, regionalen Kooperationen mi t anderen Bildungs- 
trägern, Kulturinitiativen und Künstler(innen)projekt en, der bewährten Zu- 
sammenarbeit mit anderen Ämtern der Stadt Münster und  weiteren, auch 
gewerblichen Partnern vor Ort. Ziel ist der kontinuierl iche Auf- und Ausbau 
eines kooperativen Netzwerks „Kunst&Kultur“ mit partnerscha ftlicher Res- 
sourcen-Nutzung. 
  
2.1.8 Berufliche Qualifizierung und Vernetzung ( 
Finanzierung über 
Drittmittel) 
  
 Die Prämissen der im Bereich „Berufliche Qualifizierung und Vernetzung“ ge- 
leisteten Arbeit: 
 
Wir gehen davon aus,  
 dass die Vielfalt der vorhandenen Integrationsoptionen  (incl. eines in 
der Region verankerten guten Lebensgefühls) Menschen bewe gen 
kann, gern in Münster / in der Region Münster zu leben und sich dort 
mit ihren Kompetenzen einzubringen. 
 
 dass die Stadt Münster auf keinen Bürger und keine Bürg erin verzich- 
ten kann. Bislang Unbeteiligte und Ausgegrenzte müssen e benso im 
Focus von regionalen weiterbildungs-, beschäftigungs- und sozialpoli- 
tischen Handlungsstrategien stehen wie bereits „Aktivierte“ und „Integ- 
rierte“. 
 
 dass öffentlich geförderte Weiterbildung sich schwerpunktm äßig in 
Bereichen engagieren sollte, in denen bundes-, landes-   und kommu- 
nalpolitische  Steuerung (aktuell) eine besondere Bede utung hat und 
in denen keine gleichartige bzw. gleichwertige „privatw irtschaftliche“ 
„Konkurrenz“ vorhanden ist.  
 
 
dass Weiterbildung Brücken schlägt zwischen regionalen Beda rfen,  
Optionen und individuellen Potenzialen. 
 
Im Bereich „Berufliche Qualifizierung und Vernetzung“ der VHS geht es dar- 
um,  
 
1. die regionale sozial-, bildungs- und beschäftigungsp olitische Aus- 
gangslage kompetent wahrzunehmen und zu beschreiben, 
 
2. unsere Weiterbildungs-, Beratungs- und Vermittlung s- und Vernet- 
zungskonzepte in die Gesamtkonzepte für Regionalentwicklung  zu

19  
vernetzen bzw. auch Impulse aus vorhandenen  Gesamtkonzepten 
aufzugreifen oder an deren Weiterentwicklung mitzuarbeiten, 
 
3. Handlungsansätze  zu identifizieren und ressortübergr eifend verfol- 
gen, passgenaue und innovative Handlungsstrategien zu ent wi- 
ckeln, zu vernetzen, zu  realisieren und zu evaluieren, 
 
4. passgenaue Projektvorhaben und Aktivitäten zu entwickeln,  d. h., 
- effektive Ansprachesysteme für Adressatinnen und Adressaten  
von Bildung zu entwickeln und  zu realisieren, 
- durch eine angebotsoffen beratende und informieren de „An- 
laufstelle“ im Vorfeld der Bildungsbeteiligung optimierte Zugän- 
ge zu Bildung zu gewährleisten, 
- inhaltliche und organisatorische Qualität der Bildung sangebote 
zu verbessern und Instrumente zu Steuerung derselben zu 
entwickeln (insbesondere unter den Aspekten Unterrichtsqual i- 
tät, Teilnehmendenzufriedenheit, Qualität des Persona ls, Pro- 
jektmanagement, Dokumentation, Vertragsgestaltung) 
- Organisationsstrukturen effizienter zu gestalten, 
- Schul- bzw. Erstausbildung und organisiertes und infor melles 
Anschlusslernen zu verzahnen, 
- durch gezielte Beratung/Support während der Teilnah me an 
Bildungsangeboten Nutzen und Ergebnisse der Teilnahme zu  
erhöhen, 
 
5. die Preisgestaltung für Bildungsangebote innovativ un d angemes- 
sen zu gestalten, 
 
6. die Weiterentwicklung und konsequente Realisierung von Personal- 
entwicklung in Bildungsinstitutionen (u. a. verstärkte Ein beziehung 
der Potentiale von Freiberuflichen) zu forcieren, 
 
7. Diskussionen um Schwerpunktsetzungen von öffentlich verant worte- 
ter/geförderter Weiterbildung zu fördern. 
 
Der Bereich arbeitet derzeit schwerpunktmäßig in den Ge schäftsfeldern 
„Vereinbarkeit“, „Betreuen und Versorgen“, „Grundbildung/Alphabetisierung“ 
sowie „Migration/Integration“. 
 
Im vergangenen Jahr haben sich die Mitarbeitenden des Be reichs und die 
VHS-Leitung neben der Ausgestaltung der Bereichsangebot e sehr intensiv 
mit den Zielen ihres beruflichen Handels auseinandergese tzt und diese im 
Kontext der VHS-Arbeit insgesamt sowie im Kontext von ko mmunalen, lan- 
des- und bundespolitischen Zielen und Strategien (messbar ) weiterentwi- 
ckelt: 
 
1) Entwicklung und Erprobung von Systemlösungen für beschäf tigungs- 
orientierte Weiterbildung, Beratung und Vermittlung   insbesondere für 
Berufsrückkehrerinnen, Menschen mit Migrationshintergrund,  Alleiner- 
ziehende, Analphabetinnen und Analphabeten und von Ar beitslosig- 
keit betroffene und bedrohte Menschen mit dem Ziel des beruflichen

20  
Wiedereinstiegs, 
2) (Wieder-)herstellung und Erhöhung der individuelle n Beschäftigungs- 
fähigkeit durch Orientierung, Perspektiventwicklung sowie betriebsna- 
he und theoretische Qualifizierung, 
3) Erhöhung der Weiterbildungsbereitschaft, -fähigkeit und -beteiligung, 
4) Vermittlung in Beschäftigung. 
 
Der Erfolg der engagiert geführten  Auseinandersetzung ist offensichtlich:  
 
Die verbindliche Implementierung des Bereichs „Beruflich e Qualifizierung 
und Vernetzung“ in das Gesamtgeschehen VHS ist weit fortg eschritten und 
u. a. auch ablesbar an der erfolgreich durchgeführten Z ertifizierung nach 
„AZWV“  (Anerkennung als Bildungsträger nach Anerkennung s- und Zulas- 
sungsverordnung) und ISO 9001:2008. 
 
Die Palette der Weiterbildungs-, Beratungs-, Vermittl ungs- und Vernetzungs- 
angebote des Bereichs wurde nochmals profiliert, stabilisiert und erweitert.  
 
Die strukturelle Verankerung der Angebote in eine regi onale und überregio- 
nale Bildungslandschaft wurde optimiert; die nachhalti ge Wirksamkeit des in 
einzelnen Projektvorhaben Initiierten nachweislich sicherg estellt. Bemer- 
kenswert ist insbesondere die ausgesprochen gute innovative und nachhaltig 
angelegte Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Münster. 
 
Das im Bereich „Berufliche Qualifizierung und Vernetzun g“ entwickelte und 
ausdrücklich gepflegte Innovationspotential ist sehr groß und wird in 
2009/2010 u. a. in der Beteiligung bzw. konzeptuellen Ausgestaltung von 
mindestes drei neuen Projektvorhaben sichtbar werden. 
 
Es wird um die thematischen Schwerpunkte „Gute Arbeit fü r Alleinerziehen- 
de/Weiterentwicklung eines regionalen Unterstützungssystems“, „Ansprache 
und Erhöhung der Bildungsbeteiligung von Menschen mit g eringer Grundbil- 
dung“ sowie das Thema „Ausbau und Vernetzung von Beratun gs- und Wei- 
terbildungsangeboten im Handlungsfeld von hauswirtschaf tlichen Betreu- 
ungsleistungen, Kindertagespflege und Betreuung von ält eren Men- 
schen/demographisch definierte Herausforderung“ gehen.

3.3Finanzierungsanteile-end.xls

1144 Zeichen

3.3 Finanzierungsanteile im Jahresvergleich 
Aufwendungen 
Ordentliche Aufwendungen 3.247.908 €   91,5% 3.297.617 €   88,4% 3.293.531 €         80,6% 
Interne Leistungsbeziehung Gebäude 302.400 €      8,5% 434.630 €      11,6% 595.609 €            14,6% 
Interne Leistungsbeziehung  IT-Aufwendungen  Citeq 196.020 €               4,8% 
Summe Aufwendungen 3.550.308 €   100% 3.732.247 €   100% 4.085.160 €            100% 
Erträge 
Eigenerzielte Erträge 2.030.329 €  
57,2% 2.198.066 €   58,9% 2.235.443 €            54,7% 
Landeszuweisung WBG 503.780 €     14,2% 448.177 €      12,0% 448.210 €               11,0% 
Zuweisung Stadt Münster 713.799 €       20,1% 651.374 €          17,5% 609.878 €                14,9% 
Interne Leistungsbeziehungen Stadt Münster 302.400 €       8,5% 434.630 €          11,6% 791.629 €                19,4% 
Summe Erträge 3.550.308 €    100% 3.732.247 €       100,0% 4.085.160 €             100% 
2006 2007 2008 
Erträge 
-  €
500.000 €
1.000.000 €
1.500.000 €
2.000.000 €
2.500.000 €
2006 2007 2008 
Eigenerzielte Erträge 
Landeszuweisung WBG 
Zuweisung Stadt Münster 
Interne Leistungsbeziehungen Stadt 
Münster

Beschlussvorlage

4020 Zeichen

V/0295/2009 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Schule und Weiterbildung 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Profile, Planungen, Perspektiven: Die Bildungsarbeit der Volkshochschule der Stadt Münster 
2009/2010 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
03.06.2009 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
1. Den vom Beirat der Volkshochschule am 26.04.2009 entwickelten Grundzügen der Bildungsar-
beit 2009/2010 (siehe Anlage) wird zugestimmt. 
 
2. Die Beschlussfassung erfolgt unter dem Vorbehalt der Bereitstellung der erforderlichen Haus-
haltsmittel.  
 
3. Die Verwaltung wird beauftragt, die Grundzüge der Bildungsarbeit im Studienjahr 2009/2010 im 
Ausländerbeirat, Ausschuss für Gleichstellung und dem Kulturausschuss vorzustellen. 
 
 
 
 
 
Finanzierung/Mittelbereitstellung 
Die Mittel sind im doppischen Haushaltsplan 2009 und in der Ergebnis- und Finanzplanung 2008 - 
2012, Produktgruppe 0402, veranschlagt. 
 
 
Begründung: 
 
Nach § 4 der Satzung der Volkshochschule verabschiedet der Ausschuss für Schule und Weiter-
bildung die Grundzüge der Lehrplangestaltung eines Studienjahres. Im Rahmen dieser Grundzüge 
hat die Volkshochschule das Recht auf selbstständige Lehrplangestaltung.  Die inhaltlichen 
Grundzüge der Lehrplangestaltung sind in der Anlage „Profile, Planungen, Perspektiven: Die Bil-
dungsarbeit der Volkshochschule der Stadt Münster 2009/2010“ dargestellt. 
 
Der Beirat der Volkshochschule Münster hat sich in seiner Sitzung am 28.04.2009 mit den Grund-
zügen der Planungen der Bildungsarbeit für das Studienjahr 2009/2010 beschäftigt und ihnen zu-
gestimmt: 
Vorlagen-Nr.: 
V/0295/2009 
Auskunft erteilt: 
Frau Bedenbecker-Busch 
Ruf: 
492 43 03 
E-Mail: 
Bedenbecker-Busch@stadt-
muenster.de  
Datum: 
29.04.2009 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0295/2009 
 
Neben dem offenen Regelangebot gibt es gezielte und passgenaue Angebote im Rahmen der Bil-
dung auf Bestellung sowie Maßnahmen im Bereich der  Drittmittelfinanzierten Qualifizierungsange-
bote.  
 
Das Unterrichtsvolumen im Jahr 2008 umfasste in allen drei Produktgruppen zusammen 48.482 
Unterrichtsstunden und lag damit rund 1,4 % höher als im Jahr 2007. Auch die Anzahl der Bele-
gungen mit 25.019 Teilnehmerinnen und Teilnehmern lag in etwa 1,5 % über dem Ergebnis des 
Jahres 2007. Nach wie vor sind Teilnehmerrückgänge bei den offenen Angeboten im Rahmen des 
Weiterbildungsgesetzes, hier insbesondere in den Kursen, zu verzeichnen. Zuwächse gibt es bei 
den Angeboten im Rahmen der Bildung auf Bestellung und insbesondere bei den Auftragsmaß-
nahmen im Rahmen der Drittmittelfinanzierten Qualifizierungsprojekte. 
 
Die Ergebnisse der Umfrage bei den Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern bestätigen erneut 
die hohe Akzeptanz, besonders bezogen auf die inhaltliche Qualität des Weiterbildungsangebotes 
der Volkshochschule der Stadt Münster. Aufgrund der höheren Teilnehmerentgelte sind auch die 
Erwartungen an Beratungs- und Servicequalität gestiegen. Hier sind durch das im Sommer 2008 
neu eingeführte Servicekonzept sowie den Ausbau der Beratung Verbesserungen spürbar. 
 
Auch für das Studienjahr 2009/2010 sind keine Entgelterhöhungen im Rahmen der offenen Ange-
bote geplant. Damit soll die weitere Erholung bei den Belegungszahlen und damit eine verbesserte 
Kursauslastung unterstützt werden, was im Ende eine höhere Kostendeckung bewirkt.  
 
Das Angebot im Rahmen des Weiterbildungsgesetzes wird quantitativ in etwa auf der Basis des 
vergangenen Studienjahres vorgelegt. Die Grundzüge der inhaltlichen Planung der sieben Fachbe-
reiche und des Bereiches Qualifizierung und Vernetzung für das Studienjahr 2009/2010 sind den 
ausführlichen Beschreibungen der Anlage zu entnehmen. 
 
Die Planung erfolgt im Rahmen der Haushaltsansätze für den Haushalt 2009 und der mittelfristigen 
Finanzplanung ab 2010.  
 
 
 
i. V. 
 
 
 
 
Dr. Hanke 
Stadträtin 
 
Anlagen: 
Profile, Planungen, Perspektiven: Die Bildungsarbeit der Volkshochschule der Stadt Müns-
ter 2009/2010

3-2Anteile-Fachbereiche end.xls

1382 Zeichen

3.2 Anteile nach Fachbereichen 
Fachbereiche Unterrichststunden Teilnehmende Unterri chtsstunden Teilnehmende 
Gesellschaft, Politik, Geschichte 585                            2.658                 646                            2.786              
Erziehung, Familie, Älterwerden 3.989                         1.860                 3.216                         1.613              
Gesundheit 5.448                         4.318                 5.112                         4.439              
Sprachen und Länder 23.245                       8.354                 23.178                       8.472              
Beruf und Wirtschaft 1.474                         750                    994                            777                 
EDV und Medienbildung 3.693                         1.934                 3.645                         1.838              
Kulturelle Bildung 3.268                         2.291                 2.892                         1.991              
Summe 41.702                       22.165               39.683                       21.916            
2007 2008 
Anteile nach Fachbereichen 2008 
-  
5.000 
10.000 
15.000 
20.000 
25.000 
Gesellschaft, 
Politik, 
Geschichte 
Erziehung, 
Familie, 
Älterwerden 
Gesundheit Sprachen und 
Länder 
Beruf und 
Wirtschaft 
EDV und 
Medienbildung 
Kulturelle Bildung 
Unterrichtsstunden 
Teilnehmende

3-1Anteil nach Produkten.xls

1104 Zeichen

3.1 Anteile nach Produkten 
Produkte 2006 2007 2008  + -  
Angebote im Rahmen des Weiterbildungsgesetzes 
 - Anzahl Veranstaltungen 
2.251 1.797 1.659 -138 
 - Anzahl der Unterrichtsstunden 50.877 41.702 39.683 -2.019 
 - Anzahl Teilnehmer und Teilnehmerinnen 26.951 22.165 21.916 -249 
  -- davon in Kursen 19.596 17.466 16.647 -819 
  -- davon in Einzelveranstaltungen 5.937 4.699 5.269 570 
Bildung auf Bestellung 
 - Anzahl Veranstaltungen 
136 262 305 43 
  -- davon Fortbildung Stadt Münster 136 130 156 26 
 - Anzahl der Unterrichtsstunden 1.216 2.085 2.366 281 
  -- davon Fortbildung Stadt Münster 1.216 1.138 1.296 158 
 - Anzahl Teilnehmer und Teilnehmerinnen 1.372 2.229 2.489 260 
  -- davon Fortbildung Stadt Münster 1.372 1.298 1.311 13 
Drittmittelfinanzierte Qualifizierungsprojekte 
 - Anzahl Veranstaltungen 
10 21 25 4
 - Anzahl der Unterrichtsstunden 3.760 6433 2673 
 - Anzahl Teilnehmer und Teilnehmerinnen 159 280 614 334 
Summe Veranstaltungen 2.397 2.080 1.989 -91 
Summe Teilnehmer und Teilnehmerinnen 28.482 24.674 25.019 345 
Summe Unterrichtsstunden 52.093 47.547 48.482 935

Beratungsverlauf (1)

03.06.2009 Ausschuss für Schule und Weiterbildung
TOP 8 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Westfalenstraße 196
  • Kinderhaus

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Details

Vorlagen-Nr.
V/0295/2009
Typ
Vorlagen
Datum
16.04.2009
Erstellt
06.10.2020 14:37