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Genehmigung der Mittelverwendung für die Sonderausstellung "Werner Mantz. Architekturen und Menschen" vom 14. Oktober 2017 bis 21. Januar 2018 im Museum Ludwig
Beschlussvorlage Ausschuss 1709/2017 vom 09.06.2017
Stand: Am 27.06.2017 im Ausschuss Kunst und Kultur ungeändert beschlossen.
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Beschlussvorlage Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/VII/4 Vorlagen-Nummer 1709/2017 Freigabedatum 09.06.2017 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Genehmigung der Mittelverwendung für die Sonderausstellung "Werner Mantz. Architekturen und Menschen" vom 14. Oktober 2017 bis 21. Januar 2018 im Museum Ludwig Beschlussorgan Ausschuss Kunst und Kultur Gremium Datum Beschluss: Der Ausschuss für Kunst und Kultur beschließt die Verwendung der Mittel für das in der Beschluss- begründung aufgeführte Sonderausstellungsprojekt „Werner Mantz. Architekturen und Menschen“ des Museum Ludwig. Der Beschluss erfolgt unter dem Vorbehalt, dass eine Kostensteigerung oder Abweichung von der Refinanzierung dieses Ausstellungsprojektes von mehr als 10%, mindestens jedoch 10.000 €, zur erneuten Entscheidung vorgelegt wird. Ausschuss Kunst und Kultur 27.06.2017 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 98.000 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja 88.000 90 % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Begründung: Zu den vom Rat festgelegten Aufgaben der Museen gehören u. a. das Präsentieren und die Vermitt- lung musealer Inhalte. Dieses erfolgt schwerpunktmäßig durch Sonderausstellungen. Die Aufgabe der Museen ausschließlich auf die Präsentation der eigenen Bestände zu beschränken, führt dauer- haft zu einem Rückgang in der öffentlichen Wahrnehmung. Gerade die Sonderausstellungen als Aus- hängeschild der Museen ziehen die Aufmerksamkeit und damit zusätzliche Besucher an. Diese strah- len auch auf die Ständigen Sammlungen in Form von anteiligen Eintrittsgeldern, Katalogverkauf etc. ab. Eine Stagnation oder eine Zurückführung in der Durchführung von Sonderausstellungen, insbe- sondere einer weiteren Kürzung des Sonderausstellungsetats, würde die Ertragssituation deutlich schwächen. Ein etwaiger Verzicht auf Sonderausstellungen würde die bestehenden Strukturen auf lange Sicht zerschlagen. Für Drittmittelgeber wie auch für Sponsoren ist das generelle Ausstellungsprofil der Köl- ner Museen in Verbindung mit der wissenschaftlichen Reputation der Museen von besonderem Inte- resse, nicht allein der zu erwartende Publikumszuspruch und die reine Öffentlichkeitswirksamkeit der einzelnen Projekte. Gerade das Ausstellungswesen lebt von den bestehenden Kontakten zur interna- tionalen Museumswelt, dem wissenschaftlichen Austausch und dem gegenseitigen Austausch von Leihgaben. Auch die Bewerbung der einzelnen Projekte und vor allem die Presserezensionen sorgen in besonderem Maße dafür, dass die Museen in viel stärkerem Maße wahrgenommen werden, als dies allein über die Ständigen Sammlungen der Fall wäre. Der Mitteleinsatz der Sonderausstellungs- etats entfaltet aus diesen vielschichtigen Gründen eine ideelle Positivwirkung für die Museen und die Stadt insgesamt, der sich in materiellen Zahlen nicht ausdrücken lässt. Dem Museum Ludwig ist es gelungen, ein weiteres Ausstellungsprojekt für 2017 zu entwickeln, die Sonderausstellung „Werner Mantz. Architekturen und Menschen“. Die mit dieser Ausstellung verbundenen Aufwendungen betragen insgesamt 98.000 €. Diesen stehen Erträge in Höhe von 88.000 € gegenüber (s. Kalkulation am Ende der Begründung). Zur Ausfinanzie- 3 rung des Projektes ist der Einsatz des Sonderausstellungsetats 2017 des Museum Ludwig in Höhe von 10.000 € vorgesehen. Das Museum Ludwig verfügt über einen Sonderausstellungsetat von 255.600 € p.a.. Für 2017 wurden zusätzlich 60.000 € aus dem allgemeinen Sonderausstellungsetat bereitgestellt (Ausstellung Gerhard Richter), so dass dem Museum in 2017 aus diesen Etats insge- samt 315.600 € zur Verfügung stehen. Von diesem Betrag stehen noch 10.600 € zur Verfügung. Zu Gunsten des Museum Ludwig wurde bislang durch den Ausschuss für Kunst und Kultur die Mittel- verwendung für folgende Projekte genehmigt: Museum Ludwig Einsatz Sonder- ausstellungsetat Erwirtschaftete Einnahmen Drittmittel / sonst. Erträge Gesamtkosten Sonderausstellungsetat ML 2017 255.600 EUR Anteil aus allgem. Sonderausstellungs- etat 60.000 EUR Gesamtetat ML 2017 315.600 EUR Gerhard Richter. Neue Bilder 60.000 EUR 40.000 EUR 0 EUR 400.000 EUR Reena Spaulings 10.000 EUR 20.000 EUR 100.000 EUR 130.000 EUR Sammlung Hahn 45.000 EUR 124.500 EUR 268.000 EUR 437.500 EUR Otto Freundlich 100.000 EUR 106.000 EUR 435.000 EUR 641.000 EUR James Rosenquist 90.000 EUR 360.000 EUR 1.173.500 EUR 1.623.500 EUR Summe Museum Ludwig 305.000 EUR 650.500 EUR 1.976.500 EUR 3.232.000 EUR Restmittel Museum Ludwig 10.600 EUR Sonderausstellung „Werner Mantz. Architekturen und Menschen“ Ein gemeinsames Ausstellungsprojekt des Museum Ludwig, Köln und des Nederlands Fotomuseum, Rotterdam 14. Oktober 2017 – 21. Januar 2018 Museum Ludwig, Köln 19. Mai – 02. September 2018 Nederlands Fotomuseum, Rotterdam Werner Mantz (1901–1983) ist als einer der prominenten Fotografen des Neuen Bauens im Köln der 1920er-Jahre bekannt. Geboren und aufgewachsen in Köln, eröffnete er 1921 ein Fotoatelier und porträtierte zunächst prominente Intellektuelle, Künstler und Politiker. Ab 1926 erhielt er auch Aufträ- ge als Architekturfotograf für Wilhelm Riphahn, Peter Franz Nöcker, Caspar Maria Grod und anderer Vertreter der architektonischen Avantgarde, die Konrad Adenauers Siedlungspolitik für ein modernes Köln umsetzten. Als Architekturfotograf machte er das Neue Köln durch seine Bilder über die Stadt- grenzen hinaus bekannt. Architekturzeitschriften wie „Bauwelt“, „Die Form“ oder „Bauwarte“ publizier- ten seine Aufnahmen. In ihrer sachlichen, schwarzweißen Strenge wirken die stets menschenleeren Gebäude und Straßenzügen in Mantz‘ Bildern wie monumentale Kulissen der Moderne. 1932 eröffnete Mantz in Maastricht ein zweites Atelier, wohin er 1938 emigrierte, um den Nationalso- zialisten zu entkommen. Hier fand er zurück zu seinem frühen Thema: Menschenbildnisse, vor allem aber Kinderbildnisse. Mantz verstand sich in späten Jahren als Porträtfotograf, wurde aber in der Fo- togeschichte vor allem als Architekturfotograf rezipiert. Er selbst sah seine Porträts als ebenso wichtig an wie seine Architekturaufnahmen. Diese beiden Motivkreise seines Werkes erstmals zusammenzu- führen ist das Anliegen der Ausstellung. Das Museum Ludwig erwarb schon 1979 unter Vermittlung von L. Fritz Gruber 500 Fotografien von Werner Mantz nachdem das Landesmuseum Bonn ihm im Jahr zuvor eine erste Retrospektive aus- gerichtet hatte und Mantz 1977 auf der documenta vertreten war. Das Museum Ludwig hat ihn seither mit zwei Einzelausstellungen gewürdigt: „Werner Mantz: Architekturphotographie in Köln 1926–1932” 1982 und “Werner Mantz: Vision vom Neuen Köln” im Jahr 2000. Insofern lag der Schwerpunkt stets auf seinen Architekturfotografien der Kölner Zeit. Das Nederlands Fotomuseum verwahrt den umfang- reichen Bestand seiner Werke aus den Niederlanden. Der Bestand ist nach wie vor wenig bekannt und wird nun zum ersten Mal präsentiert. Durch das Gemeinschaftsprojekt dieser Werner Mantz Aus- stellung durch das Museum Ludwig und das Nederlands Fotomuseum wird dessen Werk erstmals in seiner historischen Breite und Diversität vorgestellt. 4 Die Ausstellung umfasst etwa 150 Exponate (hälftig auf Köln, hälftig aus Rotterdam) und wird zu- sammengestellt von Miriam Halwani (Museum Ludwig) und Fritz Gierstberg (Nederlands Fotomuse- um). Unterstützt wird das Projekt vom Land NRW und der GAG (Zusagen liegen vor). Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Kosten/Erlösplan: Museum Museum Ludwig Titel Werner Mantz Zahlende Besucher 45.000 Kosten Architektur/Installation 2.000 EUR Transport/Versicherungen 22.500 EUR Werbung/Öffentlichkeitsarbeit/Didaktik 40.000 EUR Katalog/sonstige Publikationen 4.000 EUR Vorbereitungs- und Durchführungskosten 29.500 EUR Kosten gesamt 98.000 EUR Erlöse Eintritte 45.000 EUR Verkaufserlöse (Katalog etc.) 1.500 EUR Zuschüsse vom Land (zugesagt) 40.000 EUR Zuschüsse von Sonstigen 0 EUR Spenden und sonst. Erlöse (zugesagt) 1.500 EUR Erlöse gesamt 88.000 EUR Mittel aus Sonderausstellungsetat 2017 10.000 EUR Überschuss/Defizit 0 EUR
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