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0728/2022

polisMOBILITY 2022 Bedarfsfeststellung

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 07.03.2022

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 17.03.2022, TOP 10.19

Beschlussvorlage Rat

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Beschlussvorlage Rat

11627 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
01/01-02 
 
Vorlagen-Nummer 
 0728/2022 
Freigabedatum 
07.03.2022  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
polisMOBILITY 2022 Bedarfsfeststellung 
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Rat stimmt der Realisierung der Veranstaltung „Polis Mobility 2022“ zu und erkennt den entspre-
chenden Bedarf an. 
 
Rat 17.03.2022

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  574.770 € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung 
Vom 18.05.2022-21.05.2022 findet erstmalig die polisMOBILITY in Köln statt, ein hybrides Veranstal-
tungsformat bestehend aus Konferenzen, Ausstellungen und Veranstaltungen, die sowohl auf dem 
Messegelände als auch im öffentlichen Raum stattfinden.  
Die Plattform polisMOBILITY soll sich den gesellschaftlichen Fragen rund um das Thema Mobilität 
widmen und dabei die Stadtgesellschaft inhaltlich und diskursiv einbinden. Tragender Gedanke der 
polisMOBILITY ist, dass Mobilität in den Städten zukünftig sektorübergreifend und mithilfe technologi-
scher Innovation nachhaltig und menschenzentriert gestaltet werden muss, um den Bedürfnissen aller 
beteiligter Gesellschaftsbereiche gerecht werden zu können. 
Ein innovativer Dreiklang aus Expo/Ausstellung, Konferenz und Erlebnis verankert das Thema sowohl 
auf dem Messegelände als auch direkt in der Stadt. Gleichzeitig soll der weltweiten Mobilitäts-
Community über eine digitale Content- und Event-Plattform ganzjährig ein Zuhause gegeben werden. 
Die Koelnmesse deckt im Rahmen der polisMOBILITY folgende Module organisatorisch und finanziell 
eigenverantwortlich ab: 
-  Organisation und Umsetzung von Konferenzen auf dem Messegelände 
-  Akquise von ausstellenden Unternehmen auf dem Messegelände

3 
-  Akquise von Partner*innen und Sponsor*innen auf dem Messegelände  
-  Akquise von ausstellenden Unternehmen im öffentlichen Raum 
Die Stadt Köln verfolgt mit ihrem Engagement bei der polisMOBILITY insbesondere das Ziel, nachhal-
tige und innovative Mobilität im Stadtraum sowohl für die Messebesucher*innen als auch für die Köl-
nerinnen und Kölner erlebbar zu machen und Perspektiven für eine neue Aufenthaltsqualität in Köln 
im Rahmen von Verkehrsversuchen aufzuzeigen.  
Gleichzeitig soll Kölner*innen und Messebesucher*innen ein Zugang zu nachhaltigen und modernen 
Mobilitätsangeboten gegeben werden (Experience). Dazu werden verschiedene Angebote an Mobili-
tätsdienstleistungen von Unternehmen und städtischen Akteur*innen im öffentlichen Raum angebo-
ten. Im Rahmen von Verkehrsversuchen sollen Stadträume aufgewertet und zukunftsorientierte Mobi-
litätsangebote getestet werden. In einer gemeinsamen Studie der Koelnmesse, der Stadt Köln und 
des DLR wurden die thematischen Schwerpunkte der polisMOBILITY erarbeitet 
 
In diesem Zusammenhang übernimmt die Stadt Köln im Rahmen der polisMOBILITY nachfolgende 
Aufgaben und organisiert sowie finanziert die Umsetzung dieser Module in Eigenverantwortung: 
1. polisMOBILITY City.HUB | Experience im öffentlichen Raum 
Im Rahmen der polisMOBILITY werden der westliche Teil des Rudolfplatzes und angrenzende Stra-
ßen sowie ausgewählte Areale zum polisMOBILITY City.HUB, um zukunftsorientierte Mobilität für 
Bürger*innen erfahrbar werden zu lassen. Es werden verkehrsträgerübergreifende Konzepte zur An-
triebs- und Verkehrswende präsentiert:  
o Test Drive und Test Ride: Moderne Fahrzeuge mit alternativem und emissionsfreiem Antrieb (E-
Motor, Plug-in Hybrid oder Brennstoffzellenmotor) werden interessierten Bürger*innen präsentiert 
und für eine Testfahrt angeboten.  
Von der Test Drive / Test Ride Zone aus starten die Testfahrten unmittelbar in den öffentlichen 
Verkehr und ermöglichen ein Fahrerlebnis im realen Umfeld.  
o Test Ride (Zweirad-Kurs): Der Rundkurs führt vom Rudolfplatz über die Ringe, die Ehrenstraße 
und den Friesenwall zurück zum Rudolfplatz  
o Themenflächen / Infopoints / Interaktion: Unternehmen aus der Automobil-, Motorrad- und Zwei-
radbranche, Energieversorger*innen, Sharinganbieter*innen (mit und ohne Chauffeur*in) und An-
bieter*innen von Produkten und Lösungen für die neue urbane Mobilität können sich auf ihrer 
Ausstellungs-und Präsentationsfläche Besucher*innen vorstellen. 
 
2. polisCamp | Bürgerdialog 
Das polisCAMP bringt als Begleitveranstaltung zur polisMOBILITY vom 18. – 21.05.2022 die Themen 
der urbanen Transformation und Verkehrswende mitten in die Kölner Innenstadt. Gemeinsam mit 
vielfältigen Akteur*innen der Kölner Stadtgesellschaft wird an diesen Tagen die Zukunft der urbanen 
Mobilität diskutiert und Lösungsansätze werden erlebbar gemacht. Östlich der Hahnentorburg, um-
säumt von großen Bäumen, entsteht auf dem Rudolfplatz ein temporäres „Dorf im Umbau“. Kern des-
sen sind sechs Bauwagen samt „Vorgärten“, die von Akteur*innen der Stadtgestaltung aus Köln und 
NRW entlang der verschiedenen Themenfelder zukünftiger Mobilität gestaltet und bespielt werden. 
Die Bauwagen, eine Bühne und weitere Gestaltungselemente formen dabei einen Raum zwischen 
dörflicher Intimität und Baustelle. Dieses gleichzeitig private und sich transformierende Umfeld dient 
als Plattform für den Austausch zwischen Bürger*innen, Expert*innen und Entscheider*innen. 
 
3. Verkehrsversuche 
Im Rahmen der polisMOBILITY werden Besucher*innen die nachfolgenden drei durch die Stadt Köln 
bereits umgesetzten Verkehrsversuche präsentiert:  
o Fahrradspur auf dem Hohenzollernring  
o Verkehrsberuhigung der Ehren- sowie Breitestraße  
o Verkehrskonzept Altstadt  
 
Die bereits umgesetzten Verkehrsversuche wurden ausgewählt, um innovative Planungsansätze zu 
präsentieren und dadurch Kölner*innen einen Zugang zu attraktiven Stadträumen und neuen Mobili-

4 
tätsangeboten zu ermöglichen. Die Verkehrsversuche werden mit Präsentationsstelen im Stadtbild, 
mit Führungen und auf einem Messestand vorgestellt. Neben der Vorstellung der Verkehrsversuche 
werden nachhaltige gestalterische Maßnahmen (z. B. Begrünung, Möblierung, Markierung) auf der 
Ehrenstraße umgesetzt, die über einige Jahre bis zur späteren, baulichen Umgestaltung der Ehren-
straße (Bauzeit abschnittsweise 2024-2027) bestehen bleiben. 
Um einen Transfer vom Messegelände in die Innenstadt sicherzustellen, ist ein Shuttle-Service ge-
plant.  
 
4. BestPractice Projekte  
Parallel zum Messegeschehen der polisMOBILITY und den stattfindenden Konferenzen haben Besu-
cher*innen die Möglichkeit, mehr über verschiedene städtische und private Mobilitätsprojekte in Köln 
zu erfahren. 
So bietet die Mobilitätsmesse einen Einblick in Innovationen, Daten und Trends in der Domstadt. Wie 
lässt sich der Stadtverkehr klimaneutraler gestalten? Was hat sich in der Region in Sachen Ladeinf-
rastruktur getan? Und wie sieht eine moderne Baustellenerfassung aus? Von der Quartiersentwick-
lung bis zur Digitalisierung des Stadtverkehrs – die Best Practices geben Fachbesucher*innen einen 
spannenden Einblick in unterschiedliche Mobilitätsprojekte und ermöglichen den direkten Austausch 
mit den jeweils zuständigen Expert*innen vor Ort.  
Die BestPractice Projekte werden mit Präsentationsstelen sowie Führungen vorgestellt. 
Um einen Transfer vom Messegelände zu den jeweiligen Projekten sicherzustellen, ist ein Shuttle-
Service geplant.  
 
5. Städtischer Messeauftritt  
Gemeinsam mit dem Stadtwerke Konzern wird im Ausstellungsbereich der Koelnmesse ein gemein-
samer Messeauftritt realisiert. Die Fläche der Stadt Köln beträgt ca. 100 Quadratmeter. Es werden die 
nachfolgenden Themen präsentiert:  
o Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ 
o Bahnknoten Köln (mit NVR/VRS) 
o Ausbauprojekte Stadtbahn 
o Wasserbusse 
o Mobilstationen – Forschungsprojekt MoSt (mit NVR) 
o Ausbau des Radverkehrs 
o Venloer Straße – Verkehrsversuch  
o Lastenrad-Förderprojekt 
o Mehr Aufenthaltsqualität und mehr Platz für den Fuß- und Radverkehr in Lupenräumen 
 
6. Cargo Bike Sharing Europe - Europäische Fachkonferenz zum Thema Cargo Bike Sharing 
Cargo Bike Sharing Europe ist die erste europäische Fachkonferenz zum Thema Cargobike Sharing. 
Unterschiedliche Akteur*innen aus Politik, Kommunen und Städteplanung sowie Betreiber*innen, Inf-
rastruktur- und Softwareanbieter*innen kommen für den europaweiten Austausch und Wissenstrans-
fer auf der Koelnmesse zusammen. Ziel ist es, die Sichtbarkeit von Cargobike Sharing-Systemen zu 
erhöhen und diese voranzutreiben. Die Konferenz wird von der Berliner Agentur cargobike.jetzt orga-
nisiert und von der Koelnmesse auf dem eigenen Gelände veranstaltet. Die Stadt Köln tritt an dieser 
Stelle als Partnerin auf.  
 
Grundlage des Engagements der Stadtverwaltung sowie der Koelnmesse ist ein entsprechend lau-
tender Ratsbeschluss von Dezember 2019 (Vorlagen-Nummer AN/1740/2019).  
An dieser Stelle ist anzumerken, dass sich das Projekt polisMOBILITY derzeit weiterhin in der Akqui-
sephase befindet, bei der es vor allem darum geht, für die diversen Themenfelder der Mobilität adä-
quate Partner*innen zu finden, seien es Institutionen, Verbände und Organisationen, seien es privat-
wirtschaftliche Unternehmen, Initiativen und sonstige Akteur*innen. Gleiches gilt für die geplanten

5 
Kongressformate. In Abhängigkeit von den Akquiseergebnissen ist es durchaus möglich, dass einzel-
ne Module des Veranstaltungskonzeptes modifiziert oder hinsichtlich ihres Umfangs der realen Inte-
ressenslage angepasst und neu gewichtet werden. Dieses wiederum kann mit entsprechenden Effek-
ten auf Höhe und Verteilung der Kosten einhergehen, sodass sich die dargestellte Projektkalkulation 
verändern kann und wird.   
In diesem Zusammenhang sei auch darauf hingewiesen, dass sich bei der geplanten partiellen Refi-
nanzierung der Kosten über Einnahmen aus Vermarktung / Sponsoring derzeit noch keine validen 
Aussagen über die zu erwartende Höhe treffen lassen können. Zwar liegen erste Interessenbekun-
dungen einzelner Unternehmen bereits vor, doch stehen die entsprechenden Vertragsabschlüsse 
noch aus. 
Bedarf & Finanzierung  
Gemäß einer aktuellen Projektkalkulation belaufen sich die Kosten für die Umsetzung der städti-
scherseits zu verantworteten Aufgaben auf rd. 574.770 Euro brutto. Im Einzelnen fallen voraussicht-
lich folgende Kosten an: 
 
Bedarf netto 
polisMOBILITY City.HUB 60.000 
polisCamp | Bürgerdialog 139.000 
Verkehrsversuche 110.000 
BestPractice Projekte 20.000 
Städtischer Messeauftritt  90.000 
Cargo Bike Sharing Europe 25.000 
Öffentlichkeitsarbeit  10.000 
Projektmanagement / Technische Veranstaltungsleitung 10.000 
5% Puffer 19.000 
Summe netto 483.000 
MwSt. 91.770 
Summe brutto 574.770 
 
Die erforderlichen Mittel in Höhe von rund 574.770 Euro brutto stehen bei der Stabsstelle Events wie 
folgt zur Verfügung: 
Kostenstelle  S 000100220 
Kostenträger  P 0240 0000 108 
Finanzposition: vorwiegend 0100.572.9900.9 (sonstige Dienstleistung)

Beratungsverlauf (1)

17.03.2022 Rat
TOP 10.19 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0728/2022
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
07.03.2022
Erstellt
01.03.2022 10:12