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3920/2021

Durchführung eines Kunstwettbewerbes für die Patios des Opernhauses

Beschlussvorlage Ausschuss 15.11.2021

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Nächste Beratung: Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln, Sitzung am 30.11.2021, TOP 3.1

Beschlussvorlage Ausschuss

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Ansehen

Anlage 2 Entwurf-Patios HPP theapro

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Ansehen

Anlage 1 Auslobung Kunstwettbewerb Patios

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Ansehen

Beschlussvorlage Ausschuss

2125 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VII/46 
 
Vorlagen-Nummer 
 3920/2021 
Freigabedatum 
 15.11.2021 
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Durchführung eines Kunstwettbewerbes für die Patios des Opernhauses 
Beschlussorgan 
Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Betriebsausschuss Bühnen beschließt für die Patios des Opernhauses einen Kunstwettbewerb 
nach Maßgabe der anliegenden Ausschreibung durchzuführen. 
 
 
Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln 30.11.2021

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
Die Sanierung der Bühnen am Offenbachplatz ist der denkmalgerechten Wiederherstellung des En-
sembles verpflichtet. Lediglich an einer nicht nach außen und nur vermittelt nach innen wirkenden 
Stelle soll eine zeitgenössische künstlerische Setzung auf den Sanierungszeitraum hinweisen.  
 
Im Opernhaus befinden sich im zweiten Obergeschoss an den beiden äußeren nord - und süd-
östlichen Flanken des Gebäudes zwei Patios. Diese von der Stadt durch hohe Wände abgeschirmte 
gleichwohl aber offenen Räume werden im Zuge der Sanierung der Bühnen am Offenbachplatz neu 
gestaltet. Dabei kommt den beiden Stirnwänden dieser Patios aufgrund ihrer Wahrnehmbarkeit aus 
dem oberen Foyer des Opernhauses eine besondere Bedeutung zu. 
 
Für diese beiden Wände von jeweils ca. 40 m 2 soll ein Kunstwettbewerb in der Form einer Mehrfach-
beauftragung von zehn Künstlerinnen und Künstlern durchgeführt werden. Die Wett -
bewerbsausschreibung mit den Angaben zum Verfahren ist dieser Vorlage beigefügt (Anlage).   
 
Die Durchführung des Wettbewerbs wird mit ca. 85.000,00 € einschl. MwSt. (Honorare, Administrati-
on, Jury) veranschlagt, die Herstellung der Kunstwerke ist mit ca. 145.000,00 € einschl. MwSt. veran-
schlagt. Die Gesamtkosten von ca. 230.000,00 € einschl. MwSt. sind im Sanierungs budget vorhan-
den.   
 
 
Anlage:  
 
Anlage 1 Auslobung  
Anlage 2 Entwurf Patios HPP theapro

Anlage 2 Entwurf-Patios HPP theapro

8065 Zeichen

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Schnitt A-A M.:1:50

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N LKD (Leichtkonstruktionsdecke) \
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Wandfarben

Stimwand West / bauzeltliche Aufnahme, April 1958

| unbÄufeN -\RÄUMkbLTUR III
| TWÜRF EIRÖLLSCHUHBAHNEN

Patio-Süd, Nordwand / Abstimmung Wandfarben, Februar 2016

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WELLE

Originalfarbe

festgelegter Farbton

Legende / Patios

N Wände
- Bauzeitliche Farben:
Westwände der Patios in Rot. (s. Foto) Ob die Ostwände ebenfalls rot gestrichen waren, ist nicht mehr zweifelsfrei nachweisbar.

\ 2 ’ -Die übrigen Wände waren bauzeitlich sandfarben abgetönt (s. Foto). Der Farbton für den Neuanstrich dieser Wände wurde im
Februar 2016 mit einem ähnlichen Farbton festgelegt. Die jeweiligen Längsseiten der Patio-Wände sind straßenseitig sichtbar.
Der abgestimmte Farbton dieser Wände sollte farblich zwischen der Hexagon- und Natursteinfassade vermitteln. (s. Foto Büro Lindlar)

„“, Boden
\ 3 ,- Vorschlag HPP: Tonplatten im 'wilden Verband’. Handgeschlagene FuRbodenplatten in 4cm Stärke und drei aufeinander abgestimmten Abmessungen
im Fugenverband.

= Sitzbänke

\ 4 = Konzipiert als Zweiersitzgruppen auf durchlaufendem Sichtbeton-Fertigteilsockel. Schmal geschnittene, massive Holzlatten aus europäischer Robinie.
Auf ergonomisch geschwungener, nicht sichtbarer Unterkonstruktion, ggf. demontabel (Winterfall) auf Fertigteilsockel montiert. Regelmäßige Pflege
mittels Hartwachs oder Hart-Olen erforderlich. Reinigung mittels sehr milder Seifenlauge. Alternativ: Kesseldruckimprägniertes Massivholz aus z. B.:
massiver Lärche.

En Alternativ:

\ 5). Handgeflochtenes synthetisches Raucord-Geflecht (gemäßDIN EN 581) UV-, farb- und witterungsbeständig, auf feuerverzinkter oder pulverbeschichteter

Stahl-UK.

ı Pergola
\ 6 / - massive Holzbalkenkonstruktion, ggf. lasiert oder gestrichen mittels wasserbasierter Emulsionsfarbe in ‘Schwedenrot'.

T Ausstattung
\ 7 7 -Bodenmontierte Aschenbecher, z.B.: Firma Cyria. Cortenstahl oder pulverbeschichtet.

>, Kunst / Skulpturen

0, - gemäß Skulpturenliste, Stand 01-2020:
Patio-Nord: "Kniende', Abmessungen Sockel (Basalt) 59 x 70 x 54cm
Patio-Süd: "unbekannter Torso‘, Abmessungen Sockel (Edelstahl) 100 x 35 x 35cm
Patio-Süd: "St Maria’, Anmessungen Sockel (Basalt) 56 x 53 x 36cm

on Kunst / Wand
\ 9 / - Platzhalter für noch auszuschreibende künstlerische Wandgestaltung.

Ar Erfrischungsräume
10) „Bodenbelag: Parkett, Würfemosaik

Schnitt B-B

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Grundriss 2.06 / Patio-Süd M
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 70.19mNHN = +16.75m OK Attika

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LEGENDE

Baunull = 00,00m = + 53,44 m NHN

WIKI Bestand Stahlbeton
r 77777 Bestand Mauerwerk
LI

Bestand Material unbestimmt

(B) (B) Wände von druckbelasteten Schächten
- erforderl. Maßnahmen s. Angaben Statik!

A = Stahlbetonwände
B = Ausfachungswände
B' = Bestands-MW, nur in SH

C = bewehrte Mauerwerkswände

® OKFF Oberkante Fertigfußboden
OKRB Oberkante Rohboden
—— Bodenversprung
—ıı— Deckenversprung

Oberkante Fertigkonstruktion
Oberkante Rohkonstruktion

von

vv

A Unterkante Fertigkonstruktion
a___

AHD

BRH

Unterkante Rohkonstruktion

Nicht Bestandteil der Planung

Neuplanung Stahlbeton

Neuplanung Mauerwerk,
i.d.R. Porenbeton
sonst gesondert gekennzeichnet

Kennzeichnung
Mauerwerk aus Kalksandstein

Glaswand

Druckfeste Wärmedämmung

Wärmedämmung

—_
[7777 Kufraum

DD - Deckendurchbruch

/ BD - Bodendurchbruch
<< WD - Wanddurchbruch
125 Toleranzpuffer,

das Maß im Rechteck ist variabel

m Nicht maßstäblich gezeichnet,
das Maß in der Ellipse gilt

Boden 33

Beispiel für Fugenbil: "Wi d

Iider Verban

Sitzbänke “4

Robinie Kesselldruckimprägnierte Esche

Sitzbänke ©5:
Geflecht

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Ausstattung / Patios (7)

Aschenbecher

Skulpturen / Bestand (8°

Patio-Nord Patio-Nord

n.

Erfrischungsräume “10
Bodenbelag: Parkett, Würfelmosaik

Beispiel für Farbe und Textur Beispiel für Farbe und Textur

Kesselldruckimprägnierte Kiefer

Kesselldruckimprägnierte Lärche

Abhangdecke RA Rohrachse
Brüstungshöhe in cm RD rauchdicht
BSW Brandsicherheitswache Rev. Revision
BW Brandwand RS Rauchschutz
BWwQ Brandwandqualität RSV Rauchschutzvorhang
DSV Vollwandige, dicht-u. selbstschliessende Tür RW Regenwasser
ELT Elektro RWA Rauch-Wärme-Abzug
F30 Bauteil mit F30 Brandschutzqualität SAN Sanitär
F9O Bauteil mit F90 Brandschutzqualität sF Stellflügel einer Doppeltür
FR Futterrohr so Sonnenschutz
FWA Feuerwehraufzug T30 Tür/Tor mit F30 Brandschutzqualität
G30 Glas mit G30 Brandschutzqualität T90 Tür/Tor mit F90 Brandschutzqualität
HK Heizkörper TS Trockene Steigleitung
HT Haustechnik UKD Unterkante Decke
HZ Heizung / Kälte UKRD Unterkante Rohdecke
KB Kernbohrung UV Elektrounterverteiler
LH Lichte Höhe OKFF-UKAHD UZ Unterzug
LHRD Lichte Höhe OKFF-UKRD WH Wandhydrant
LH UZ Lichte Höhe OKFF-UKUZ WD Wärmedämmung
NA Notausgang WDVS Wärmedämmverbundsystem
NS Nasse Steigleitung WSG Wetterschutzgitter
WS Wandschlitz
H Heizung E BT Bühnentechnik
K Kälte sP BB Bühnenbeleuchtung
L Lüftung FT MT Ton-/ Medientechnik
Ss Sanitär BE
Lage der Gebäude zueinander: OH + KO = 0° - SH zu OH = 0.0733°
SH zu OT = 0.2646° - OT zu OH = 0.3379°
Hinweis zu den Bühnen - Alle neuen Betonkanten und Stahleinbauten
sind orthogonal zur Bühnenmittelachse auszurichten.
Die Plandatei ist als PDF-Datei erzeugt worden.
Beim Plotten ist eigenverantwortlich auf die Maßstäblichkeit zu achten.
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Ansicht Ost Ansicht West
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Ansicht Nord
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Alle Masze sind vom Auftragnehmer verantwortlich zu prüfen !

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INDEX AENDERUNG

GEZEICHNET GEPRUEFT DATUM

PLAN-NR.

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STATUS

PLANINHALT

Patios /Nord und Südseite / 2.Obergeschoss

LAGEPLAN

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+ 0,00 m = + 53.44 m NHN

WE-Nr.: | Projekt

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FREIGABE NUTZER

FREIGABE BAUHERR

FREIGABE PROJEKTSTEUERUNG

FREIGABE FACHPLANER

TRAGWERK |osuckreuanune TECHN. AUSBAU

Sanierung BÜHNEN KÖLN

BAUHERR

Bühnen Köln
Offenbachplatz

50667 Köln

PLANVERFASSER/ ARCHITEKT/ ARBEITSGEMEINSCHAFT

HPPıtheapro

theater projekte daberto + kollegen
planungsgesellschaft mbh

Architekte;

TAGH-PETSBHNIG:
lApelßstr. 17-21

MR GmbHffco.ks
1022790900-0 Wucustenstrasse 59 80333 München 089-740053-0

PLANINHALT

Patios / Nord und Südseite / 2.Obergeschoss, OH

PLANNUMMER STATUS INDEX _|BAUTEIL MASZSTAB |PLANFORMAT
OG-OH-DT-FA-XX-xxx-5- - - OH 1:50 AO+2
PHASE FACHGEBIET STAND
ENTWURF ARCHITEKTUR 18.12.2020
"ARCHITEKTENANGABEN FACHPLANERANGABEN
GEZEICHNET|DATUM [BEREICH GEZEICHNET|DATUM [BEREICH

as 18.12.20

GEPRUEFT |DATUM |DATEINAME
OG-OH-DT-FA-XX-xxx-5-.dgn

GEPRUEFT |DATUM |DATEINAME

Anlage 1 Auslobung Kunstwettbewerb Patios

14372 Zeichen

Wettbewerb 
zur  
Erlangung künstleri -
scher Entwürfe 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wettbewerb zur Erlangung künst lerischer Entwürfe für die Ge-
staltung der Wände der Patios des Opernhauses Köln            
 
 
Inhaltsverzeichnis 
 
1.1 Die Bühnen am Offenbachplatz 
1.2 Auslober, Koordination und Durchführung 
1.3 Wettbewerbsverfahren 
1.4 Wettbewerbsaufgabe 
1.5 Jury 
1.6 Termine

Seite 2 von 7 
 
 
 
 
1.1 Die Bühnen am Offenbachplatz  
 
Das Bühnenensemble am Offenbachplatz wurde zwischen 1957 und 1962 nach Plänen 
des Kölner Architekten Wilhelm Riphahn erbaut. Das aus Opernhaus (1957), Theaterbau 
(1962) und Opernterrassen (1960) bestehende Quartier, stellt mit seiner architektoni -
schen und städtebau lichen Qualität ein unverwechselbares Zeichen der Kölner Nach-
kriegsarchitektur dar.  
 
Das kompromisslose Architekturverständnis von Wilhelm Riphahn ist, sowohl in der Tra-
dition der deutschen Baumeister des 18. Jahrhunderts, als auch in der Klassischen Mo-
derne der 1920er und 1930er Jahre verankert. Die Bestandsgebäude am Offenbachplatz 
entwickeln demzufolge eine bemerkenswerte Eigenständigkeit. Diese Architektur ent -
spricht nicht den herkömmlichen Formen. Sie ist eigenwillig und erzielt ihre Wirkung im 
Wesentlichen durch ihre reduzierte und kraftvolle skulpturale Formensprache. 
 
Als Sinnbild des „ehrlichen Bauens“ arbeitet Wilhelm Riphahn mit groben und feinen, 
matten und glänzenden Oberflächen , und erzeugt so eine durchkomponierte Abfolge 
von unterschiedlichen Raumstimmungen, die in den festlichen Zuschauersälen ihren Hö-
hepunkt findet.

Seite 3 von 7 
 
 
 
 
 
 
Die Bedeutung der städtischen Bühnen der Stadt Köln ist aber nicht allein auf diese 
bauliche Leistung zurückzuführen. Vielmehr ist es die kulturelle Bedeutung und künstle-
rische Qualität des Spielbetriebes. Von der feierlichen Eröffnung am 18. Mai 1957 mit 
„Oberon“ von Carl Maria von Weber bis zur letzten Inszenierung des Theaterstückes von 
Elfriede Jelinek „Das Werk“, „Im Bus“ und „Ein Sturz“ im Schauspielhaus am 17. Juni 
2012, prägten die Bühnen der Stadt K öln maßgeblich die kulturelle Landschaft Kölns, 
auch bis über ihre Grenzen hinaus. 
 
Am 24. November 2011 beschloss der Rat der Stadt Köln eine umfangreiche Sanierung 
der städtischen Bühnen am Offenbachplatz. Eine bedeutende und komplexe Auf gabe, 
denn es g eht um eine denkmalgerechte Sanierung der Bestandgebäude und eine Er -
weiterung um die Neubauten der Kinderoper, des Kleinen Hauses an der Stelle der ehe-
maligen Opernterrassen und einer zum größten Teil unterirdisch liegenden neuen Infra-
struktur.  
 
Mit dem Ziel, die architektonischen und kulturellen Spuren des Ensembles unverfälscht 
zu sichern, dessen bauzeitliche Strahlkraft sichtbar zu machen und die bauliche Qualität 
durch eine Generalsanierung zu verbessern, entwickelt das Büro HPP  in Köln, in Zu-
sammenarbeit mit theapro in München eine Konzeption, die auf der Wertschätzung des 
Vorhandenen basiert. Alle baulichen Interventionen sind zurückhaltend und zeigen den-
noch im Rahmen des vorgegebenen Farb - und Materialkanons von Wilhelm Riphahn 
eine starke Eigenständigkeit. Die Grenze zwischen dem Vorhandenem und dem Neuen 
bleibt erkennbar.  
 
1.2 Auslober, Koordination und Durchführung 
 
Auslober des Wettbewerbes sind die Bühnen der Stadt Köln, eine eigenbetriebsähnliche 
Einrichtung der Stadt Köln nach der Eigenbetriebsverordnung Nordrhein-Westfalen. Das 
Verfahrensmanagement wird durch die Bühnen der Stadt Köln sichergestellt.

Seite 4 von 7 
 
 
 
 
1.3 Wettbewerbsverfahren 
 
Der Wettbewerb wird als Einladungswettbewerb und Mehrfachbeauftragung ausgelobt. 
Es werden zehn Künstlerinnen und Künstler eingeladen. Die Einladung erfolgt auf Vor -
schlag der Jury, die Vorschläge für teilnehmende Künstlerinnen und Künstler unterbrei-
ten kann. Das Verfahren ist nicht anonym. Jede Künstlerin und jeder Künstler bekommt 
die Möglichkeit, ihren oder seinen Entwurf der Jury vorzutragen. 
 
Im Rahmen dieses Wettbewerbs stehen den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern 
zwei Bearbeitungsbereiche zur Verfügung. Aus  den eingereichten Beiträgen wählt die 
Jury eine Arbeit für beide Bearbeitungsbereiche aus. Das Werk soll eine Identifikation 
und einen Bezug zur Architektur des Ge bäudes herstellen und dem Ort eine weitere 
Wahrnehmungsebene hinzufügen. Beiträge die korrespondierende Arbeiten  für beide 
Patios beinhalten sind erwünscht aber nicht zwingend. Für jeden Patio kann auch eine 
eigenständige Arbeit eingereicht werden. 
 
Für alle Wettbewerbsteilnehmerinnen und Wettbewerbsteilnehmer besteht die Möglich-
keit die Bearbeitungsbereiche zu besichtigen. 
 
Besondere Kriterien für die Auswahl einer Arbeit bestehen über die in den Kapiteln 1.1 
und 1.2 genannten allgemeinen Kriterien hinaus nicht. Die Jury ist frei in Ihrer Entschei-
dung. Von den teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern ist mit der Abgabe der Ar -
beiten eine vom Auslober vorbereitete Verfassererklärung sowie ein Erläuterungsbericht 
zu übergeben, Fragen des Urheberrechts sind nicht berührt. 
 
Allerdings ist für das An- bzw. Einbringen der Arbeiten eine denkmalrechtliche Erlaubnis 
nach § 9 Denkmalschutzgesetz NRW einzuholen. Arbeiten, die den Charakter des Denk-
mals stark überformen oder die Atmosphäre der Patios völlig verunklaren, müssen ggf. 
aus denkmalpflegerischen Gründen ausgeschlossen werden. 
 
Für die Wettbewerbsbearbeitung wird eine Vergütung von 5.000, - € zuzüglich MwSt.  
bezahlt, die im Falle einer Beauftragung auf die Honorierung der künstlerischen Leistung 
angerechnet wird. Als Honorar für die Ausführung der ausgewählten Kunstwerke werden 
pauschal 40.000,00 € zuzüglich MwSt. vereinbart.  
 
1.4 Wettbewerbsaufgabe  
 
Die Opernhäuser sind grundsätzlich Orte der darstellenden Kunst. Dies gilt vor allem für 
die Häuser der Nachkriegsarchitektur in Deutschland. Eine aus dem Gedankengut der 
klassischen Moderne  hergeleitete Architektur  verzichtet bewusst  auf ausschmü -
ckende  Elemente. Diese Sachlichkeit soll dazu dienen, die gesellschaftspolitischen In-
halte zu verstärken. Hier ist die Zuschauerin oder der Zuschauer beziehungsweise die 
bürgerliche Gesellschaft der Mittelpunkt des Geschehens. Wandmalereien, allegorische 
Darstellungen oder opulente Stuckelemente weichen der schmucklosen Nüchternheit.  
Diese Grundhaltung darf nicht verunklart werden. Und dennoch suchen die Bühnen nach 
einer angemessenen Antwort auf die Frage, wie die bildende Kunst das architektonische 
Werk von Wilhelm Riphahn ergänzen kann.  
 
Die sogenannten Pausenräume des Opernhauses befinden sich im zweiten Oberge-
schoss, an den beiden äußeren  nord- und südöstlichen Flanken des Opernhauses mit 
direkter Anbindung an die Treppenhäuser. Deren räumliche Erweiterung erfolgt über die 
Patios. Die bauzeitliche Bezeichnung als Pausenraum entspricht nicht der tatsächlichen 
Nutzung der Räume. Neben der klassi schen Pausengastronomie finden hier diverse

Seite 5 von 7 
 
 
 
 
Veranstaltungen statt. Von internen Sitzungen der Bühnen, über Empfänge i m kleinen 
Kreis, bis zu unterschiedlichen kleineren Kunstformaten, wie Lesungen oder Matineen.  
 
Die besondere Qualität dieser Orte liegt unter anderem an den Außenbereichen der Pa-
tios, die -  in sich geschlossen, der Witterung ausgesetzt und akustisch der Stadt zuge-
wandt - urbane Kleinode sind. Die jeweiligen ca. 40 m2 großen stirnseitigen Wandflächen 
(ca.10 m breit und ca. 4 m hoch) sind die Wettbewerbsbereiche. Deren räumliche Wir -
kung ist außerordentlich hoch. Für die Gestaltung dieser Räume liegt eine Planung von 
HPP theapro vor, die für die Entwurfsbearbeitung zu berücksichtigen ist 
 
Ziel des Wettbewerbes ist die Realisierung von zwei Kunstwerken an den beiden Stirn-
wänden der Patios. Dabei soll nach Möglichkeit die gesamte Wandfläche von ca. 40 m2 
bearbeitet werden. Zwischen den beiden zu bearbeitenden Wänden gibt es keinen di -
rekten Bezug, außer der Tatsache, daß die Patios funktional gleichwertig, weitgehend 
gleich dimensioniert und gleich ausgestattet sind. Es gibt keinen Standort im oberen Fo-
yer des Opernhauses, von dem aus beide Stirnwände der Patios gleichzeitig zu sehen 
wären. Die beiden Kunstwerke können sich deshalb auf einander beziehen, sie können 
in den Themen oder Techniken korrespondieren oder a ber auch völlig unterschiedlich 
sein.  
 
Bei den beiden Wänden handelt es sich um Mauerwerkswände, die mit einem minerali-
schen Wärmedämmverbundsystem versehenen sind. Die Teilnehmerinnen und Teilneh-
mer des Wettbewerbs haben diesen Bestand zu berücksichtigen, etwaige notwendige 
Veränderungen des Untergrundes sind den Kunstwerken zuzuordnen. In beiden Wän-
den befinden sich Türen, die einen schmalen Raum führen, in dem haustechnische An-
lagen untergebracht sind. Die Türen müssen an den jeweiligen Orten verbleiben, können 
jedoch wie Tapetentüren in das jeweilige Kunstwerk integriert werden.  
 
Bei der Bearbeitung der Aufgabe ist zu berücksichtigen, daß es sich bei den angebote-
nen Flächen um Außenwände handelt. Die Kunstwerke sind so zu konzipieren, daß 
diese auch dauerhaft erhalten werden können. 
 
Von den teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern wird erwartet, Konzepte bzw. Ent-
würfe für beide Bearbeitungsbereiche zu erstellen. Jede Teil nehmerin oder jeder Teil -
nehmer darf für jedes Patio nur eine Arbeit ohne Varianten und Alternativentwürfe ein -
reichen. 
 
Zusätzlich zu dem Konzept oder dem Entwurf ist ein maximal fünf DIN A 4 Seiten um -
fassender Erläuterungsbericht abzugeben. Inhalt dieser Erläuterung sind zwingend ne-
ben der Beschreibung der Arbeit in ihrer Konstruktion und Materialität ein Kostenvoran-
schlag, ein Terminplan sowie ein Pflege- und Unterhaltungskonzept.  
 
Als Kostenrahmen für die ausgeführten Arbeiten werden je Wand 60.000,00 € netto vor-
gegeben, in der Summe also 120.000,00 € netto. 
 
1.5  Jury 
 
Die Jury besteht aus Sachpreisrichterinnen und Sachpreisrichtern, die die politische und 
verwaltungstechnische Kompetenz des Auslobers repräsentieren und aus Fachpreis -
richterinnen und Fachpreisrichtern, die die künstlerische Kompetenz repräsentieren. Alle 
Mitglieder der Jury dürfen maximal vier Vorschläge zur Einladung von Künstlerinnen und 
Künstlern machen. Die Fachpreisrichter rinnen und Fachpreisrichter  entscheiden über 
die Auswahl der einzuladenden Künstlerinnen und Künstler. Die gesamte Jury entschei-
det über die Auswahl der Arbeit zur Realisierung. Neben den Preisrichterinnen und

Seite 6 von 7 
 
 
 
 
Preisrichtern können auch Sachverständige ohne Stimmrecht an der Jurysitzung teilneh-
men. Die Jury besteht aus: 
 
Sachpreisrichterrinnen und Sachpreisrichter: 
 
Stephan Charles, Kulturdezernent der Stadt Köln 
Andreas Hupke, Bezirksbürgermeister Innenstadt 
Hein Mulders, designierter Opernintendant 
Remigius Otrzonsek, HPP Architekten 
Elfie Scho-Antwerpes, Vorsitzende des Betriebsausschusses Bühnen 
Patrick Wasserbauer, geschäftsführender Direktor Bühnen 
 
Vertretung: Brigitta von Bülow, stellvertretende Vorsit zende des Betriebsausschusses 
Bühnen; Dr. Ralph Elster, stellvertretender Vorsitzender des Betriebsausschusses 
Bühnen 
 
Fachpreisrichterrinnen und Fachpreisrichter: 
 
Friederike van Duiven, Bundesverband bildender Künstler 
Yilmaz Dziewior, Direktor Museum Ludwig 
Lutz Fritsch, Künstler 
Kay von Keitz, Autor und Kurator, Kunstbeirat Köln 
Prof. Marcel Odenbach, Künstler, Kunstakademie Düsseldorf 
Susanne Titz, Direktorin Museum Abteiberg, Mönchengladbach 
Nico Joana Weber, Künstlerin 
 
Vertretung: Dr. Brigitte Kölle, Galerie der Gegenwart Hamburger Kunsthalle 
 
Sachverständiger: Dr. Thomas Werner, Stadtkonservator 
 
1.6  Termine 
 
Die Mitglieder der Jury werden gebeten, bis zum 13.01.2022 Vorschläge für teilneh -
mende Künstlerinnen und Künstler zu unterbreiten. Jedes Jurymitglied darf maximal vier 
Künstlerinnen oder Künstler vorschlagen. Die Vorschläge sind formlos mit einer kurzen 
Begründung und ggf. einer Abbildung als pdf an die e -mail Adresse kunst.sanie-
rung@buehnen.koeln mit dem Betreff „Vorschlag für Teilnahme Kunstwettbewerb“ zu 
richten. Die Fachpreisrichterinnen und Fachpreisrichter treffen sich zu einer ersten Sit -
zung am 21.01.2022 in der die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler ausgewählt 
werden. Die von der Jury ausgewählten Künstlerinnen und Künstler erhal ten die Wett-
bewerbsunterlagen am 04.02.2022. Den Künstlerinnen und Künstlern steht danach ein 
Bearbeitungszeitraum von drei Monaten bis zum 06.05.2022 zur Verfügung. Der Besich-
tigungstermin wird auf den 25.02.2022 10.00 Uhr festgelegt. Anschließend an die Be -
sichtigung findet ein Kolloquium statt. Die Teilnahme am Kolloquium ist für die teilneh -
menden Künstlerinnen und Künstler verpflichtend, bei Vorlie gen besonderer Gründe  
können sich die Künstlerinnen und Künstler vertreten lassen. Weitere Nachfragen kön-
nen von den Teilnehmerinnen und Teilneh mern des Wettbewerbs bis zum 08.04.2022 
über die e -mail Adresse kunst.sanierung@buehnen.koeln gestellt werden. Bei Bedarf 
können Einzelbesichtigungen nach Terminvereinbarung mit dem Auslober zwischen 
dem 25.02.2022 und dem 08.04.2022 vorgenommen werden. Die Einlieferungsfrist für 
die Unterlagen des Wettbewerbes endet am 06.05.2022 um 24.00 Uhr. Die Quittung der 
Einlieferung bei der Post oder einem ande ren vergleichbaren Zustelldienst  dient als 
Nachweis der rechtzeitigen Einlieferung.

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Die Jury tagt am 23.05.2022, es findet lediglich eine formale Vorprüfung statt. Jede 
Künstlerin und jeder Künstler bekommt die Möglichkeit, an diesem Tag ihre oder seine 
Arbeit vor der Jury zu präsentieren, dazu stehen jeweils 30 Minuten zur Verfügung. Die 
Art der Präsentation kann von den Künstlerinnen und Künstlern frei gewählt werden. 
 
Die Termine im Überblick: 
 
13.01.2022: Einreichung von Vorschlägen für teilnehmende Künstlerinnen und Künstler   
beim Auslober 
 
21.01.2022: Treffen der Fachpreisrichterinnen und Fachpreisrichter zur Auswahl der teil-
nehmenden Künstlerinnen und Künstler 
 
04.02.2022: Übergabe der Wettbewerbsunterlagen an die teilnehmenden Künstlerinnen 
und Künstler 
 
25.02.2022: Besichtigungstermin und Kolloquium 
 
25.02.2022 bis 08.04.2022: Zeitraum für evtl. Einzelbesichtigungen 
 
06.05.2022: Letzter Abgabetermin  
 
23.05.2022: Sitzung der Jury 
 
 
 
Anlagen  
 
Verfassererklärung 
Anlage Entwurf Patios HPP theapro

Beratungsverlauf (1)

30.11.2021 Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln
TOP 3.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3920/2021
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
15.11.2021
Erstellt
08.11.2021 12:21