V/0494/2008
Jahresabschluss 2007 der Stadtwerke Münster GmbH
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AR-Vorlage 18/2008: Stw_Jahresabschluss 2007
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Seite 1 Münster, 16.05.2008 Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 18/2008 Betreff Jahresabschluss 2007 der Stadtwerke Münster GmbH Berichterstatter Herr Dr. Ohlms Herr Dr. Müller-Tengelmann Anlagen: Geschäftsbericht 2007, enthaltend: Bilanz zum 31.12.2007 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2007 Anhang, Lagebericht für das Geschäftsjahr 2007 Prüfungsbericht des Abschlussprüfers mit Bestätigungsvermerk Antrag Der Aufsichtsrat wolle beschließen Der Gesellschafterversammlung werden folgende Beschlüsse zur Annahme empfohlen: 1. Der Jahresabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.1 2.2007 in der vor- liegenden, vom Abschlussprüfer KPMG Prüfungs- und Beratun gsgesellschaft für den Öffentlichen Sektor Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfu ngsgesellschaft, Düs- seldorf, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk t estierten Fassung, wird von der Stadt Münster als alleiniger Gesellschafteri n der Stadtwerke Münster festgestellt. 2. Der Bilanzgewinn in Höhe von 770.000,00 € wird na ch Abzug der Kapitaler- tragsteuer von 154.000,00 € und des Solidaritätszuschlags vo n 8.470,00 € an den Betrieb gewerblicher Art Bäder der Stadt Münster ausg eschüttet. Als Zahlungster- min wird der 30.06.2008 festgesetzt. 3. Der Lagebericht und der Geschäftsbericht für das Geschäf tsjahr 2007 werden zur Kenntnis genommen. 4. Aufsichtsrat und Geschäftsführung der Stadtwerke Münste r GmbH werden für das Geschäftsjahr 2007 Entlastung erteilt. Seite 2 Begründung: Wie aus dem beiliegenden Lagebericht ersichtlich, kann die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Stadtwerke Münster GmbH für das Jahr 2007 insgesamt noch als zu- friedenstellend bezeichnet werden. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in unserem Absatzg ebiet haben sich nach einer leichten Belebung im Vorjahr weiterhin konsolidi ert. Bei unterschiedlicher Entwick- lung der einzelnen Branchen konnte eine positive Nachfra ge nach unseren Produkten verzeichnet werden. Der Absatz in der Wärmeversorgung ging allerdings durch die ge- genüber dem langjährigen Mittel relativ milden Außentemperaturen zurück. Zum Jahresabschluss 2007 ist auf folgende wesentliche Entwi cklungen und Ergebnisse unseres Unternehmens hinzuweisen. Energierechtliches Umfeld Mit der Gründung der Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH bereits in 2005 haben die Stadtwerke Münster die Vorgaben des 2. Gesetzes zur Neuregelung des Energie- wirtschaftsrechtes vorzeitig umgesetzt. Die Netzgesellschaft hat fristgemäß die Anträge zur Festsetzung der Strom- und Gasnetzentgelte bei den zust ändigen Regulierungsbe- hörden gestellt. Die Entgelte für die Nutzung der St rom- und Gasnetze wurden danach im Berichtsjahr z.T. erheblich gegenüber den Anträgen gekürzt. Die Stadtwerke Münster sowie die Netzgesellschaft haben im Berichtsjahr weiterhin ihre Geschäftsprozesse optimiert mit dem Ziel, die Kosten der e igenen Wertschöpfungskette entsprechend den Erfordernissen des Marktes, aber auch der Regulierungsbehörden zu senken. Erste Erfolge konnten bereits im Berichtsjahr umgesetzt werden. Die Ziele des Energiewirtschaftsgesetzes, die Entflechtung der Strom- und Gasnetze von den übrigen im Wettbewerb stehenden Teilen der St adtwerke herbeizuführen sowie einen diskriminierungsfreien Zugang der Netznutzer zu ge währleisten, wurde in jedem Fall garantiert. Leistungsentwicklung unserer Geschäftsfelder Stromversorgung Trotz zunehmenden Wettbewerbs auf dem Energiemarkt konnt e der Stromabsatz im Berichtsjahr deutlich gesteigert werden. So lag die Stromabgabe in 2007 bei rd. 1,6 Mrd. kWh, das sind 6,9 % mehr als im Jahr 2006. Besonders positiv verlief die Expansion der Stromlieferun gen außerhalb von Münster. Das Absatzvolumen - ausschließlich an Gewerbekunden - außerh alb des Netzgebietes der Stadtwerke Münster konnte um über 50 % auf rd. 401 Mio. kWh gesteigert werden. Damit wurde das an den Wettbewerb in Münster verlorene Absatzvolumen deutlich überkompensiert. Seite 3 Das Ende 2005 fertiggestellte Gas- und Dampfturbinen-H eizkraftwerk Hafen (GuD) hat auch im Berichtsjahr die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt. Neben dieser zentralen Strom- und Wärmeerzeugungsanlag e wurden weitere dezentra- le Erzeugungsanlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung betrieb en. Insgesamt verfügen die Stadtwerke über 26 Blockheizkraftwerke (Vorjahr 23), eine Wasserkraftanlage sowie eine Windkraftanlage mit einer gesamtelektrischen Leistu ng von 108,2 MW mit einer Gesamterzeugung von rd. 542 Mio. kWh (Vorjahr rd. 470 Mio. kWh). Allein die in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugte Strompro duktion lag mit rd. 517 Mio. kWh, entsprechend 95,3 % der gesamten Erzeugung, auf einem b eachtlich hohen Niveau. Insgesamt wurden rd. 45,7 % des in Münster von uns gelieferten Stroms umwelt- freundlich in Kraft-Wärme-Kopplung sowie durch Nutzu ng regenerativer Energien erzeugt. Die Stadtwerke setzen damit das langjährige CO 2-Minderungskonzept des Unterneh- mens konsequent fort. Bei voller Auslastung der GuD-Anla ge wird allein mit dieser Er- zeugungseinheit eine jährliche CO 2-Einsparung von rd. 190.000 t bewirkt. Auf den Beschaffungsmärkten stiegen die Strombeschaffungskost en insbesondere durch Kostensteigerungen, die durch die Umlage nach den Gesetzen zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung und der erneuerbaren Energien induziert wurden, im Berichts- jahr stetig an. Die Stadtwerke Münster waren daher gezw ungen, zum 01.12.2007 die Preise für die Grundversorgung, die seit dem 01.02.200 5 unverändert galten, anzupas- sen. Erdgasversorgung Bedingt durch die milden klimatischen Bedingungen des Be richtsjahres sank der Absatz im Kommunalgasgeschäft um rd. 4,4 % gegenüber dem Ve rgleichswert des Vorjahres. Aufgrund des gestiegenen Produktionsvolumens in der GuD-A nlage sowie durch die bessere Auslastung der bestehenden und neu hinzugekommenen Blockheizkraftwerke stieg der Absatz an diese Erzeugungsanlagen um rd. 2,0 %. Damit konnte der tempera- turbedingte Einbruch im Absatzbereich z.T. kompensiert werden. Die wirtschaftliche Entwicklung des Geschäftsbereiches Erdgas war stark geprägt durch die Preisentwicklung auf den internationalen Energiemärkten, die durch die branchenüb- liche Ölpreisklausel mit Verzögerung unsere Beschaffungskosten beeinflussen. Zum 01.01.2007 wurden die Nettopreise für die Grundve rsorgung sowie die Heizgas- Sonderabkommen um 3,0 % gesenkt, so dass die Gaspreise für unsere Kunden trotz Erhöhung der Mehrwertsteuer konstant blieben. Zum 01.04.2007 wurden die Preise in der Grundversorgun g sowie die bei den Heizgas- Sonderabkommen weiter um bis zu 7,7 % gesenkt. Die im 2. Halbjahr 2007 entstandenen ölpreisinduziert en Preiserhöhungen in der Gas- beschaffung machten allerdings zum 01.12.2007 eine Anpassung unserer Verkaufs- Seite 4 preise in der Grundversorgung sowie bei den Heizgas-Sonde rabkommen um bis zu 3,8 % notwendig. Fernwärmeversorgung Der Absatz in der Fernwärmeversorgung reduzierte sich eben falls überwiegend tempe- raturbedingt - bei differenzierter Entwicklung in den Kundenbereichen - um rd. 2 %. Ein weiterer Rückgang konnte allerdings durch eine positive Entwicklung der unter dem Markennamen "Thermokonzept" errichteten unternehmenseigenen Heizungsanlagen bei Kunden z.T. kompensiert werden. Herausragendes Ereignis dieses Geschäftsfeldes war die zum 31.12.2007 vollzogene Übernahme von 183 Heizung sanlagen von der Stadt Münster, davon 3 Blockheizkraftwerke. Rd. 95 % unserer Wärmelieferungen wurden auch im Beri chtsjahr unweltfreundlich auf Basis Erdgas bzw. Gas aus regenerativen Quellen erzeugt. Rd . 90 % des Wärmeabsat- zes wurden aus der GuD-Anlage am HKW-Hafen geliefert. Die übrigen Lieferungen er- folgten aus nunmehr 26 Blockheizkraftwerken, weitere 5 % wurden aus den Thermo- konzept-Anlagen zum größten Teil mit umweltfreundlichen Brennwertkesseln geliefert. Ähnlich wie bei der Gasversorgung hatte auch die Entwicklu ng der Ölpreise maßgebli- chen Einfluss auf die Gestehungskosten der Fernwärmeerzeugu ng. Danach wurden zum 01.04.2007 Kostenvorteile in der Beschaffung durch e ine Preissenkung bis zu 7,7 % an die Kunden weitergegeben. Die danach wieder um steigenden ölpreisinduzier- ten Beschaffungskosten führten aber zum 01.10.2007 zu eine r moderaten Preisanpas- sung bis zu 3,2 %. Trinkwasserversorgung Der langfristig anhaltende Trend zum Wassersparen konnte auch im Berichtsjahr nur z.T. durch neue Kunden kompensiert werden. Insgesamt lag der Wasserabsatz rd. 2,1 % unter dem vergleichbaren Wert des Vorjahres. Rd. 65 % der Lieferungen an unsere Verbraucher wurde n ortsnah aus eigenen Wasser- vorkommen gefördert (Vorjahr rd. 63,2 %), 35 % des Wasse rbedarfes wurden über den langfristigen Wasserlieferungsvertrag aus dem Wasserwerk Haltern geliefert. Auch in der Wassersparte wurden im Berichtsjahr Kostensenku ngsmaßnahmen konse- quent umgesetzt. Die Stadtwerke waren daher in der Lage, die seit dem 01.02.2004 gel- tenden Preise für den allgemeinen Tarif stabil zu halten. Verkehrsbetrieb Die hohe Anzahl der Fahrgäste des Vorjahres (33,1 Mio.) wurden mit 32,7 Mio. Fahrgäs- ten im Berichtsjahr leicht unterschritten. Der Rückgang de r Fahrgäste war wesentlich bedingt durch die Abbestellung von Schülerkarten mit rd. 600.000 Fahrten im Rahmen der Neuregelung der Schülerfreifahrt durch die Stadt Münster. Dieser Rückgang konnte durch Zuwächse in anderen Bereichen, insbesondere im Abon nement-Bereich, zum großen Teil ausgeglichen werden. Seite 5 Der Verkehrsbetrieb hat seine Betriebsleistungen auch im Berichtsjahr der geänderten Nachfrage angepasst. Bei Steigerung des Angebotes konnte n im Rahmen von leichten Linienänderungen die Betriebsleistungen und damit di e Kosten des Verkehrsbetriebes reduziert werden. Anlässlich des Fahrplanwechsels im Januar 2007 wurden wei tere Vorgaben des Nah- verkehrsplanes Münster umgesetzt. Insbesondere durch Bündel ung von Linien entspre- chend der tatsächlichen Fahrgastnachfrage wurde eine Ang ebotsverbesserung bei gleichzeitiger Kostensenkung erzielt. Beteiligungen, Immobilien und sonstige Aktivitäten Mit der Sparte "Beteiligungen, Immobilien und sonstige Aktivitäten" haben die Stadtwer- ke in Erfüllung der Vorgaben des Energiewirtschaftsgesetze s die Entflechtung des Rechnungswesens bei den Stadtwerken umgesetzt. Diese Spartengliederung ermöglicht die unbundling-konforme Erstellung der Aktivitätenabschl üsse, die Harmonisierung des internen und externen Rechnungswesens. Das Gesamtergebnis dieser Sparte ist besonders geprägt du rch die Aufwendungen aus der Verlustübernahme der Stadtwerke Münster Netzgesellsch aft mbH. Weitere Schwer- punkte in dieser Sparte sind Aktivitäten der Straßenbele uchtung, Dienstleistungen im Bereich Asset Services für die Netzgesellschaft sowie der Im mobilienbereich der Stadt- werke einschließlich Hafenbetrieb. Ergebnisentwicklung Das Geschäftsergebnis war wesentlich geprägt durch die Pre isentwicklung auf den E- nergiemärkten, den klimatisch bedingten Absatzrückgang im W ärmemarkt sowie die Entwicklung der in 2005 gegründeten Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH. Die Umsatzerlöse erhöhten sich nach Abzug der Energiesteue rn um 20,4 Mio. € auf 444,3 Mio. € im Berichtsjahr. Diese Steigerung der Umsa tzerlöse ist neben der Ände- rung von Preisen und Mengen im Stadtgebiet hauptsächlich auf die Expansion der Stromlieferung in fremde Netze zurückzuführen, während die übrigen Sparten per Saldo Umsatzrückgänge zu verzeichnen hatten. Die bereits in den Vorjahren erfolgreich begonnenen M aßnahmen zur Kostensenkung wurden auch im Berichtsjahr weiterhin konsequent umgesetzt . Damit konnten Margen- verschlechterungen durch Absatzrückgänge, aber auch Mehrkosten insbesondere im Beschaffungsbereich z.T. ausgeglichen werden. Auch im Jahr 2007 haben die Stadtwerke wiederum in die Erweiterung des Sachanlage- vermögens investiert. So wurde z.B. zur Erhöhung der Effi zienz des Kraft-Wärme- Kopplungsprozesses in der GuD-Anlage am HKW-Hafen im Au gust 2007 ein Wärme- speicher mit einem Investitionsvolumen von rd. 6,2 Mio. € in Betrieb genommen. Die übrigen Investitionen, z.B. Aktivitäten zur Erschließung n euer Baugebiete, Verdich- tungsmaßnahmen in der Versorgungswirtschaft sowie die Ausst attung des Verkehrsbe- triebes mit neuen Gelenkzügen, lagen auf dem Niveau der Vorjahre. In Verbindung mit Seite 6 einer Stärkung der Finanzanlagen wurde damit die Zukun ftsfähigkeit des Unternehmens abgestützt. Um den Qualitätsstandard unserer Versorgungsnetze und dam it die Verfügbarkeit und Versorgungssicherheit auch für die Zukunft weiter zu erha lten, wurden im Auftrag der Stadtwerke Münster Netzgesellschaft wie in den Vorjahren umfangreiche Instandhal- tungsmaßnahmen in den Netzen durchgeführt. Für zukünftige Risiken und Aufwendungen, insbesondere be i den Erzeugungsanlagen, Personalaufwendungen, anstehenden Restrukturierungsmaßna hmen in den Versor- gungsbereichen sowie Preisrisiken im Energiebereich, wur de angemessene Vorsorge durch die Bildung von Rückstellungen getroffen. Durch konsequentes Finanzmanagement ist es gelungen, die V erbindlichkeiten gegen- über den Kreditinstituten, die in den Vorjahren zur F inanzierung der Kraftwerksanlagen angestiegen waren, deutlich zu senken. Dies führt zu einer zukünftigen spürbaren Ver- minderung der Kapitalkosten. Nach dem mit der Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH a bgeschlossenen Ergeb- nisabführungsvertrag haben die Stadtwerke den Bilanzverlu st dieses Unternehmens in Höhe von 17,7 Mio. € zu übernehmen. Dieser gegenüber d em Vorjahr um 15,6 Mio. € gestiegenen Fehlbetrag ist insbesondere auf die hohen I nstandhaltungskosten der Ver- sorgungsnetze sowie die Kürzung der Netzentgelte durch die Regulierungsbehörden zurückzuführen. Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 200 7 weist mit 20,4 Mio. € ein um 3,5 Mio. € niedrigeres Ergebnis der gewöhnlichen Ge schäftstätigkeit aus. Das Er- gebnis des Vorjahres war zudem durch die Realisierung eines steuerfreien Bilanzge- winns bei der Veräußerung von Wertpapieren des Anlagevermögens geprägt. Die Steuerlast lag mit 13,6 Mio. € um 5,5 Mio. € über dem Betrag des Vorjahres. Der Jahresüberschuss lag mit 6,8 Mio. € rd. 9,0 Mio. € u nter dem Vergleichswert des Vorjahres. Aus dem Jahresüberschuss des Vorjahres konnte al lerdings ein Betrag in Höhe von 8,2 Mio. € zur Finanzierung einer Kapitalerhö hung bei einer Beteiligungsge- sellschaft den Gewinnrücklagen zugeführt werden. Entsprechend einer im Berichtsjahr beschlossenen Vorabgewinnausschüttung wurden in 2007 bereits 6,0 Mio. € (Vorjahr 7,0 Mio. €) an die Gesellschafterin ausgeschüttet. Da- nach weist die Gewinn- und Verlustrechnung einen Bilanz gewinn in Höhe von 770 T€ aus (Vorjahr 560 T€). Dieser Bilanzgewinn soll nach dem Vorschlag der Geschäftsfü hrung an die Gesellschaf- terin ausgeschüttet werden. Nähere Erläuterungen zum abgelaufenen Geschäftsjahr sind dem beiliegenden Ge- schäftsbericht zu entnehmen. Seite 7 Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung gemäß Gemeindeordnung Zur Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung und zur Zwecke rreichung gemäß § 108 Abs. 2 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen nehmen wir für unsere wichtigsten Geschäftsbereiche wie folgt Stellung: Im Energiebereich, der die Strom-, Erdgas- und Fernwä rmeversorgung umfasst, haben wir gemäß § 1 des Energiewirtschaftsgesetzes eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträglich e Versorgung der Allgemeinheit anzustreben. Dieses Ziel wurde im Berichtsjahr 2007 in allen Punkten erreicht. In der Wasserversorgung haben die Stadtwerke gemäß § 47 a Landeswassergesetz NW eine dem Gemeinwohl entsprechende öffentliche Wasser versorgung sicherzustel- len. Darüber hinaus haben die Stadtwerke als mit der Wasserversorgung verpflichtetes Unternehmen auf einen haushälterischen Umgang mit dem Wasser hingewirkt. Eben- falls haben die Stadtwerke gemäß § 1 der Trinkwasserversor gung Wasser geliefert, das die menschliche Gesundheit vor nachteiligen Einflüssen, d ie sich aus der Verunreini- gung von Wasser ergeben können, schützt. Im Verkehrsbereich haben die Stadtwerke Münster im Auftr ag der Stadt Münster als Aufgabenträger des öffentlichen Nahverkehrs jederzeit siche re, effiziente und hochwer- tigen Verkehrsleistungen angeboten. Die Vorgaben der S tadt Münster nach dem aktuel- len Nahverkehrsplan wurden jederzeit erfüllt. Der von den Stadtwerken ausgewiesene Jahresüberschuss, der na ch Abzug der Kapi- talertragsteuern und des Solidaritätszuschlages an die Sta dt Münster als Gesellschafte- rin der Stadtwerke Münster GmbH ausgeschüttet werden sol l, stellt eine angemessene Eigenkapitalverzinsung gemäß Gemeindeordnung NW dar. Die Stadtwerke Münster haben auch im Berichtsjahr die ih r gemäß Satzung obliegende Beratung der Kunden und der Bevölkerung mit dem Ziel, den Verbrauch von Energie und Wasser zu reduzieren, erfüllt. Ebenfalls ist die Bere itschaft zum Einsatz regenerati- ver Energieträger durch das Unternehmen gefördert worden. Die öffentliche Zwecksetzung der Stadtwerke Münster GmbH gemäß Gemeindeordnung NW wurde danach in allen Fällen erfüllt. Der Jahresabschluss 2007 sowie der Lagebericht für das Geschäf tsjahr 2007 sind von der KPMG Prüfungs- und Beratungsgesellschaft für den Öff entlichen Sektor Aktienge- sellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüf t worden. Beanstandun- gen haben sich nicht ergeben. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Stadtwerke Münster GmbH gez. Dr. Ohlms gez. Dr. Müller-Tengelmann
AR-Vorlage 24/2008: Bestellung des Abschlussprüfers
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Münster, 19.05.2008 Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 24/2008 Betreff Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2008 der Stadtwerke Münster GmbH Berichterstatter Herr Dr. Ohlms Herr Dr. Müller-Tengelmann Antrag Der Aufsichtsrat wolle beschließen: Der Gesellschafterversammlung wird folgender Beschluss zur Annahme empfohlen: Für die Durchführung der Abschlussprüfung des Einzel- und Konzernabschlusses der Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2008 wi rd die KPMG Prü- fungs- und Beratungsgesellschaft für den öffentlichen Sekt or Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, gewählt Der Auftrag wird erteilt durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Gesellschaft. Begründung Gemäß der ab 01.01.2001 gültigen Rahmenrichtlinie fü r Beteiligungen der Stadt Müns- ter Ziffer 7.14 wird "der Gesellschafterversammlung und dem Aufsichtsrat .... empfohlen, die Abschlussprüfergesellschaft nach fünf bis sieben Jahren zu wechseln ....". Diese Bedingung wurde im Geschäftsjahr 2002 mit dem erstmalig en Wechsel der Prüfungsge- sellschaft von der WIBERA zur KPMG Prüfungs- und Beratungsgesellschaft erfüllt. In den vergangenen 6 Jahren haben die Abschlussprüfer der KPMG sehr gewissenhaft und umsichtig ihre Prüfungstätigkeiten zum Jahresabschluss i m Hause der Stadtwerke vorgenommen. Dabei haben wir Prüferkompetenz auch im S inne branchenspezifischen Fachwissens festgestellt. In Einzelfragen wurden wertvolle Anregungen sowohl für das Rechnungswesen als auch andere Fachbereiche gegeben. Glei ches gilt für die Durch- führung der jeweiligen Schwerpunktprüfungen entsprechen d den Vorgaben des Auf- sichtsrates. Der turnusmäßige Wechsel des Abschlussprüfers nach den o. g. Rahmenrichtlinien wird nach Absprache mit der Beteiligungsverwaltung der Stadt Münster zum Jahresab- schluss 2009 rechtzeitig vorbereitet. Es wird daher als sinnvoll angesehen, KPMG auch für das Ge schäftsjahr 2008 mit der Abschlussprüfung für den Einzel- und Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zu beauftragen. Neben der Stadtwerke Münster GmbH werden voraussichtlich auch die mandantenbe- treuten Beteiligungsgesellschaften Stadtwerke Münster Ne tzgesellschaft mbH, Stadt- werke Münster Neue Energie GmbH, items GmbH, Westfälisch e Fernwärmeversorgung GmbH, Energiehandelsgesellschaft West mbH sowie Verkehrsservi ce Gesellschaft Münster mbH KPMG mit der Prüfung ihrer Einzelabschlüsse beauftragen. Gemäß § 12 des Gesellschaftsvertrages der Stadtwerke Münster GmbH wird die Bestel- lung des Abschlussprüfers nach Beschlussfassung durch die Gesellsch afterversamm- lung durch die Geschäftsführung des Unternehmens vorgenommen. Nach dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unterne hmen (KonTraG) soll der Prüfungsauftrag durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft er teilt werden. Diese Regelung ist seit mehreren Jahren Praxis im Hause der Stadtwerke. Die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte durch den Abschlusspr üfer für das Ge- schäftsjahr 2008 erfolgt mit einer besonderen Vorlage an den Aufsichtsrat. Stadtwerke Münster GmbH gez. Dr. Ohlms gez. Dr. Müller-Tengelmann
Beschlussvorlage
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V/0494/2008 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Finanzen und Beteiligungen Betrifft Jahresabschluss 2007 der Stadtwerke Münster GmbH Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2008 Beratungsfolge 17.06.2008 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Jahresabschluss (bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) sowie der Geschäftsbericht incl. Lagebericht der Stadtwerke Münster GmbH für das Ge- schäftsjahr 2007 werden zur Kenntnis genommen. 2. Es wird weiter davon Kenntnis genommen, da ss dem Jahresabschluss der Stadtwerke Müns- ter GmbH für das Geschäftsjahr 2007 durch den vom Aufsichtsrat beauftragten Jahresab- schlussprüfer KPMG Prüfungs- und Beratungsgesellschaft AG unter dem 29.05.2008 der un- eingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde. 3. Der Vertreter der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Münster GmbH wird ermächtigt, folgende Entscheidungen zu treffen: a) Der Jahresabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2007, abschließend in der Bilanz bei Aktiva und Passiva mit 478.077.130,64 €, in der Gewinn- und Verlustrechnung bei Umsatzerlösen von 481.212.761,95 €, mit einem Jahresüberschuss von 6.770.000,00 €, mit einem Bilanzgewinn von 770.000,00 €, wird festgestellt. b) Der Bilanzgewinn von 770.000,00 € wird nach Abzug der Kapitalertragsteuer von 154.000,00 € und des Solidaritätszuschlags von 8.470 € an den Betrieb gewerblicher Art Bäder der Stadt Münster ausgeschüttet. Als Zahlungstermin wird der 30.06.2008 festge- setzt. Vorlagen-Nr.: V/0494/2008 Auskunft erteilt: Herr Deppe Ruf: 492 20 20 E-Mail: Deppe@stadt-muenster.de Datum: 30.05.2008 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0494/2008 c) Der Lagebericht und der Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2007 werden zur Kenntnis genommen. d) Dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung der Stadtwerke Münster GmbH werden für das Geschäftsjahr 2007 Entlastung erteilt. e) Für die Durchführung der Abschlussprüfung des Einzel- und Konzernabschlusses der Stadtwerke Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2008 wird die KPMG Prüfungs- und Be- ratungsgesellschaft für den öffentlichen Sektor Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsge- sellschaft, Düsseldorf, gewählt (Anlage 2). Der Auftrag wird erteilt durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Gesellschaft. Begründung: Die Stadtwerke Münster GmbH ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Stadt Münster. Gemäß § 12 des Gesellschaftsvertrages unterliegt der Gesellschafterversammlung u. a. die Beschlussfas- sung über • die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des Ergebnisses, • die Entlastung der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates und • die Auswahl des Abschlussprüfers. Kurzanalyse des Jahresabschlusses 2007 der Stadtwerke Münster GmbH : Ertragslage: Die Stadtwerke Münster GmbH hat im Geschäftsjahr 2007 einen Jahresüberschuss in Höhe von 6,77 Mio. € (Vorjahr 15,76 Mio. €) erzielt. Grund für den Rückgang des Jahresüberschusses ist das negative Ergebnis der Netzgesellschaft zum 31.12.2007 in Höhe von 17,7 Mio. €. Bei gestiegenen Umsatzerlösen verbesserte sich der Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahr um 29,1 Mio. € auf 481,2 Mio. €. Die Umsatzerlöse erhöhten sich in den Energiesparten mengen- und preisbedingt sowie durch Expansion der Stromlieferung in fremde Netze. Die übrigen Sparten hatten Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Auf der Aufwandsseite entwickelten sich die wesentlichen Aufwandspositionen (Material, Personal, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen) unterschiedlich. Auf der einen Seite erhöhten sich der Materialaufwand um 6,9 Mio. € auf 356,2 Mio. €. Die Personalkosten stiegen um rd. 0,4 Mio. € auf rd. 57,3 Mio. €. Die Abschreibungen erhöhten sich um 0,66 Mio. € auf rd. 36,9 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um rd. 2,8 Mio. € auf 53,5 Mio. €. Vermögenslage: Abschreibungen und die Umschichtung von Finanzanlagen haben dazu geführt, dass sich die Bi- lanzsumme um 4,8 Mio. € auf rd. 478,1 Mio. € erhöht hat. Der Kassenbestand (rd. 10,3 Mio. €) hat sich gegenüber dem Vorjahr (17,2 Mio. €) verringert. Die sonstigen Wertpapiere sind um 11,8 Mio. € auf 60 Mio. € gestiegen. Der Wert der Rückstellungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um rd. 3,3 Mio. € auf 122,8 Mio. €. Diese Erhöhung ist zurückzuführen auf zukünftige Aufwendungen und Risiken, insbesondere bei - 3 - V/0494/2008 den Erzeugungsanlagen, Personalaufwendungen, anstehende Restrukturierungsmaßnahmen in den Versorgungsbereichen sowie Preisrisiken im Energiebereich. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 770.000 € (Jahresüberschuss i. H. v. 6.770.000 € abzüglich Vorabgewinnausschüttung i. H. v. 6.000.0000 €) an die Stadt Münster auszuschütten. Einzelheiten zum Jahresabschluss sind sowohl dem Geschäftsbericht 2007 als auch der als Anla- ge 1 beigefügten Aufsichtsratsvorlage Nr. 18/2008 der Stadtwerke Münster GmbH zu entnehmen. Der Aufsichtsrat berät über den Jahresabschluss 2007 in seiner Sitzung am 12.06.2008. Über das Ergebnis wird mündlich berichtet werden. I. V. gez. Bickeböller Stadtkämmerin Anlagen:
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- V/0494/2008
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 30.05.2008
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37