V/0422/2016
"Münsters Kulturschaffende eröffnen Willkommensräume"
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Berichtsvorlage
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V/0422/2016 DER OBERBÜRGERMEISTER Kulturamt Betrifft "Münsters Kulturschaffende eröffnen Willkommensräume" Beratungsfolge 07.06.2016 Kulturausschuss Bericht Bericht: In der Sitzung am 11.02.2016 hat der Kulturausschuss beschlossen, dass bzgl. des A n- trages der SPD -Fraktion Nr. A -R/0062/2015 an den Rat „Münsters Kulturschaffende e r- öffnen Willkommensräume“ ein erster Zwischenbericht der Verwaltung vor den Somme r- ferien erfolgt. Ziel ist, sich zunächst ein umfassenderes und nach Möglichkeit systemat i- scheres Bild über mögliche und bereits praktizierte Ansätze, daraus gewonnene Erfa h- rungen s owie Erkenntnisse über erfolgversprechende Ansätze, Voraussetzungen und Rahmenbedingungen zu machen, um ggf. erste kommunale Entwicklungsoptionen au f- zuzeigen (V/0071/2016). Alle kommunalen sowie regelgeförderten freien Kultureinrichtungen und -initiativen wur- den mittels einer Umfrage (Anlage 1) eingeladen, sich an dieser Bestandsaufnahme zu beteiligen und dabei auch offene Fragen und Anregungen zu formulieren sowie ggf. pe r- spektivische Planungen und Anforderungen aufzuzeigen. Zudem hat das Kulturamt gemeinsam mit dem Sozialamt insbesondere die regelgefö r- derten freien Kulturträger zu einem ersten Informations - und Austauschgespräch vor Ort in einer Flüchtlingsunterkunft eingeladen. In Entsprechung zu einer ähnlichen Veranstal- tung mit den Ämtern des Dezernats V E nde vergangenen Jahres wurden allgemeine I n- formationen zur Flüchtlings - und Betreuungssituation vermittelt sowie der persönliche Austausch über die Möglichkeiten kultureller Angebote eröffnet. 1. Ergebnisse 1.1 Bandbreite der Maßnahmen An der Umfrage haben sich insgesamt 31 der 40 angeschriebenen kommunalen sowie regelgeförderten freien Kultureinrichtungen und -initiativen beteiligt. Der Einladung zum Besuch einer Flüchtlingseinrichtung mit Information und Austausch vor Ort folgten 25 Vorlagen-Nr.: V/0422/2016 Auskunft erteilt: Frau Schnell Ruf: 492-4100 E-Mail: Schnell@stadt-muenster.de Datum: 13.05.2016 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0422/2016 Interessierte. Die Bet eiligung und Ausführungen in der Umfrage dokumentieren ihr grundsätzliches Selbstverständnis, sich mit gesellschaftlich relevanten Themenstellu n- gen auseinanderzusetzen und diesen mit „Neugier“, Respekt, differenziertem Blick und – auch kritischem – (Hinter-)Fragen zu begegnen. Die Einrichtungen verfolgen dabei aus ihrem jeweiligen „Kulturauftrag“ und ihrer Expertise unterschiedliche Herangehensweisen und Maßnahmen. Das Spektrum reicht von einmaligen Veranstaltungsangeboten und auf Wiederholung und Dauer an gelegten Reihen über Projekte der Vermittlung und Vernetzung bis hin zur kontinuierlichen Thematisierung und Programmierung. (Eine Systematik und stark ko m- primierte Darstellung befindet sich in Anlage 2). Neben Angeboten vor Ort in den Flüchtlingseinrichtungen laden verschiedene Kulturein- richtungen durch freien Eintritt, Kostenreduktion, besonderen Service, Führungen und Workshops, Trainings- und Probebesuche sowie Diskussionsrunden nach Vorstellung s- besuchen dazu ein, die Kultureinrichtungen und verschied enen Kulturangebote kenne n- zulernen. Neben der kulturellen Erfahrung bieten die Angebote die Gelegenheit, auch die Stadt bzw. Stadtteile zu erkunden. Die systematische Verzahnung kultureller Angebote mit dem Sprachunterricht, z.B. Singpausen während des Sprachkurses oder Theaterspiel im Rahmen von Sprachcamps, kann spielerisches Lernen und kulturelle Betätigung verbinden. Praktika -Angebote in den Kultureinrichtungen oder kostenloser Unterricht (z.B. Musiksch ule) sollen die Chance eröffnen, eigene Interesse n und Fähigkeiten zu ermitteln bzw. zu vertiefen sowie ggf. an kulturellen Betätigungen vor der Flucht anz u- knüpfen und diese weiterzuverfolgen. Kontakt, Kommunikation, Partizipation stehen im Vordergrund bei einer ganzen Reihe integrativer Angebote, die F lüchtlinge in bestehende Programme einbeziehen oder mit neuen Projekten und Konzepten den künstlerischen und kulturellen Austausch fördern. Viele dieser Angebote richten sich vor allem an Kinder und Jugendliche im Rahmen ei n- maliger bis langfristig angelegter Projekte. Die Ebene der Vernetzung und Vermittlung ist ein weiteres zentrales Handlungsfeld. Das Angebot reicht von der kostenfreien Bereitstellung von Räumen und Infrastruktur speziell in den verschiedenen Stadtteileinrichtungen für Treffen von Flücht lingen und /oder Net z- werken etc. bis hin zur Etablierung offener Angebote und Bühnen mit gemeinsam gesta l- teten, interkulturellen Programmen. Verschiedene – auch neue Orte – können und sollen damit zu festen, regelmäßigen und niederschwelligen Anlaufstellen werden. Spezielle Vernetzungs- und Vermittlungsangebote richten sich zudem an Multiplikatoren, Ehre n- amtliche sowie Professionelle in der interkulturellen Kultur - und Bildungsarbeit. Die B e- reitstellung von Lehrmaterialien, speziellen Sprachkursen, Fortbild ungen sowie Au s- tauschmöglichkeiten sollen gezielte und bedarfsgerechte Unterstützung bieten. Viele der Kultureinrichtungen verstehen sich grundsätzlich als Ort der stetigen Themat i- sierung und inhaltlichen Auseinandersetzung mit Fragen der Identitätssuche und des kulturellen Austausches. Aus dem eigenen Selbstverständnis der Einrichtungen und aus ihrer Kulturarbeit resultierend finden dort kontinuierlich die inhaltliche Auseinanderse t- zung mit Themen der Migration, mit Fragen der privaten/individuellen und ö ffent- lich/gesellschaftlichen kulturellen Identität und der Dialog zwischen unterschiedlichen Kulturkreisen statt. Das äußert sich in den laufenden Programmen der Häuser mit Fil m- reihen, Ausstellungen, Theaterproduktionen u.a., die aktuelle gesellschaftliche Situatio- nen und Zusammenhänge mit künstlerischen Mitteln hinterfragen und aufzeigen. 3 V/0422/2016 1.2 Umsetzung und erste Erfahrungswerte Die kommunalen und freien Kultureinrichtungen und -initiativen organisieren die Angebo- te bislang großteils aus dem laufenden Betrie b mit bereits bestehenden personellen Ressourcen. Sie kooperieren dabei je nach Ausrichtung und Zielsetzung des Angebots mit Flüchtlingseinrichtungen, Schulen, Kitas, Sprachschulen und Bildungseinrichtungen, Sozial- und Jugendverbänden sowie Ehrenamtlichen und Ehrenamts-Netzwerken. Die Finanzierung erfolgt ebenfalls vielfach aus den laufenden Mitteln sowie aus generie r- ten Spenden, Sponsoring - und Fördermitteln sowie über Patenschaften und mit Unte r- stützung durch die Fördervereine. Bei den Fördermitteln hand elt es sich im geringen Umfang um kommunale Fördermittel (Integrationsrat, Kulturamt, Sozialamt, Schulamt), Projektfördermittel des Landes (Fond s Soziokultur, Fond s Darstellende Künste, Kultur und Schule, Kulturrucksack) sowie pe r- spektivisch für die länger fristig angelegten Projekte des Theaters Münster, des Kre a- tivhauses und der Westfälischen Schule für Musik nach erfolgreicher Antragstellung um Landesmittel bzw. Bundesmittel im Rahmen des Programms „Kultur macht stark“. Da viele der Projekte und Handlung sansätze erst angelaufen und/oder in Vorbereitu ng sind, ist eine Bilanz, insbesondere zur inhaltlichen Gestaltung der Angebote, zum jetz i- gen Zeitpunkt kaum möglich. Rückmeldungen über fehlende, wenige oder nur sehr unregelmäßig Teilnehmende st e- hen neben „E rfolgsmeldungen“ bzgl. der Annahme einiger niederschwelliger Angebote wie z. B. des „Willkommensraums my place is your place“ des kleinen Bühnenbodens oder der „offenen Bücherregale“ in den Flüchtlingseinrichtungen sowie der Bereitstel lung von Lehr- und Lernmaterialien für Multiplikatoren in der Stadtbücherei. Neben den inhalt- lichen Fragen zur Gestaltung „bedarfsgerechter“ Angebote, der Berücksichtigung Kultu r- kreisspezifischer Aspekte, Rollenbilder etc. sind die Rahmenbedingungen von hoher B e- deutung. Der In formationsabgleich vor Ort in der Flüchtlingsunterkunft hat anschaulich verdeutlicht, dass die Bereitschaft zur Wahrnehmung von kulturellen Angeboten im Ko n- text einer sowohl für die Flüchtlinge als auch für die Aufnahmeeinrichtungen und Integr a- tionshelfer herausfordernden Situation zu bewerten ist. Ob Kulturangebote Anklang finden, hängt somit auch von den folgenden Konditionen ab: Status, Länge und Perspektive des Aufenthalts in Deutschland, Grad der Orientierung und persönlichen Befindlichkeit, „Bildungs - und Kulturnähe“, kulturelle und gesellschaftl i- che Gepflogenheiten der Herkunftsländer, Sprach kompetenz, Mobilität, Interesse sowie von der Art der Kontaktaufnahme und des Informationsfl usses sowie den personellen und fachlichen Ressourcen des Unterstützungssystems. 2. Fazit und Handlungsempfehlungen Auf der Grundlage ihres Selbstverständnisses realisieren und/oder planen die kommun a- len und freien regelgeförderten Kultureinrichtungen und -initiativen eine Bandbreite ve r- schiedener Handlungsansätze und Pro jekte, die gerade auch in der gegenseitigen E r- gänzung mittelfristig zu einer nachhaltigen „Willkommenskultur“ beitragen können. In dem angestoßenen „lernenden Prozess“ erfahren auch die vorhandenen inter - und transkulturellen Ansätze und Kompetenzen der Ku lturakteure eine neue Aktualität. Z u- gleich ist die für alle herausfordernden Situation der Aufnahme - und des Ankommens auch durch ein „trial and error“ gekennzeichnet. 4 V/0422/2016 Für eine differenzierte inhaltliche Bewertung und Einschätzung „bedarfsgerechter“ A n- sätze liegen derzeit noch keine ausreichenden Erfahrungswerte vor. Vielmehr lassen sich erste Tendenzen sowie grobe Handlungsempfehlungen und Entwicklungsmöglic h- keiten aufzeigen: 1. Angebote in räumlicher Nähe der Flüchtlingsunterkünfte erleichtern den Zugang und schaffen insbesondere bei flexibler und offener Angebotsstruktur niede r- schwellige Orte der Begegnung und des Kennenlernens. 2. Für die Planung, Bedarfseinschätzung, Bewerbung und Unterstützung aktueller kultureller Projekte ist unter den jetzigen Rahmenbed ingungen der direkte Kontakt zu den Sozialarbeitern und Sozialarbeiterinnen der Flüchtlingsunterkünfte und d e- ren Ehrenamtsnetzwerk notwendig. 3. Die Bündelung und Koordinierung kultureller Angebote, die Kommunikation und der Informationsfluss und die Konditio nen für die begleitende Unterstützung mü s- sen verbessert werden. Derzeit gibt es bereits im Bereich des Freiwilligeneng a- gements bei der Stadt Münster Bestrebungen, di e Ehrenamtsstrukturen zu opt i- mieren. Dabei werden auch der Einsatz von Kulturmittlern sowi e die Etablierung und Erweiterung entsprechender Informations- und Austauschmedien geprüft. Für eine effektive Perspektive ist eine Vernetzung der Bereiche Kultur, Soziales, I n- tegration und Freiwilligenengagement verstärkt notwendig. 4. Mittelfristiges Ziel sollte es sein, die Arbeit der Kultureinrichtungen mit ihren reg u- lären Angeboten im integrativen Sinne Flüchtlingen und Migranten unabhängig von Sonderprojekten vermittelbar und erreichbar zu machen. Dafür gilt es, en t- sprechende strukturelle Ansätze in der Vermittlung und Kommunikation zu scha f- fen, um Dauerhaftigkeit und Kontinuität zu gewährleisten. Integration sollte dabei nicht als einseitige Aktion verstanden werden, sondern geprägt sein durch Offe n- heit für Neues und anderes in der hiesigen Kultur und Ge sellschaft mit wechse l- seitigen Begegnungen von Flüchtlingen und „Stammpublikum“. 5. Zwischenschritt: Eine erfolgreichen Antragstellung um Landes - bzw. Bundesmittel vorausgesetzt, werden erste Ansätze mit dieser Zielsetzung im Rahmen der lä n- gerfristig angelegt en Projekte der Westfälischen Schule für Musik, des Theaters Münster sowie des Kreativhauses sichtbar und in ihrer Wirkung überprüfbar. Neben einer Verbesserung der Rahmenbedingungen, besteht seitens der Kulturschaf- fenden der Wunsch der Vernetzung und einer weitergehenden inhaltlichen Auseinan- dersetzung. Ein weiterer Termin findet auf Einladung des Kulturamts im Oktober statt. i. V. gez. Wilkens Stadträtin Anlagen: Anlage 1: Fragebogen „Willkommenskultur“ Anlage 2: Systematisierte Bestandsaufnahme der Maßnahmen im Bereich „Willkommenskultur“
Anlage1_Fragebogen_Willkommenskultur
2006 Zeichen
Anlage 1 zur Vorlage V/0422/2016
Fragebogen „Willkommenskultur“
Abfrage „Willkommenskultur“ in Münster
Bitte einreichen bis 11. April 2016
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WER: Institution, Adresse, Ansprechpartner
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WAS: Mit welchen Maßnahmen, Projekten, Ideen reagieren Sie auf die Flüchtlingsthematik?
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WOZU: Mit welchem Ziel?
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WIE: Wie setzen Sie die Maßnahme um? Mit welchen Mitteln? Wie sprechen Sie die
Zielgruppe an bzw. wie erreichen Sie die Zielgruppe? Was ist besonders zu beachten?
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WIE: Wie finanzieren Sie das Angebot?
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Anlage 1 zur Vorlage V/0422/2016
Fragebogen „Willkommenskultur“
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WELCHE Ergebnisse und Erfahrungen gibt es bereits? Wie hoch war die Beteiligung?
Was war überraschend? … hinderlich? … erfolgreich? … erfolgversprechend?...
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Was leiten Sie daraus ab bzgl. notwendiger Voraussetzungen und Rahmenbedingungen?
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Wie wollen Sie perspektivisch weiter vorgehen? Was ist Ihrer Meinung nach
perspektivisch wichtig?
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Welche offenen Fragen, Anregungen oder Bedarfe haben Sie?
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Münster, den Klicken Sie hier, um Text einzugeben.
Anlage2_Bestandsaufnahme_Willkomenskultur
8976 Zeichen
Anlage 2 zur Vorlage V/0422/2016 Systematisierte Bestandsaufnahme der Maßnahmen im Bereich „Willkommenskultur“ 1 Anlage 2: Systematisierte Bestandsaufnahme der Maßnahmen im Bereich „Willkommenskultur“ I ANGEBOTE UND PROJEKTE 1. Angebote in den Flüchtlingseinrichtungen o Einrichtung von Bücherregalen (Stadtbücherei) o Trommelkurse für Kinder und Jugendliche (Westfälis che Schule für Musik) o Theaterworkshops für Kinder (Theater Münster) 2. Angebote / Kennenlernen der Kultur-Einrichtungen o Einladung zu Theatervorstellungen mit Übersetzern und anschließendem Gespräch/Austausch (Cactus Junges Theater, Wolfgang Borchert Theater) o Kostenloser Eintritt zu allen Aufführungen (Chariv ari-Puppentheater) o Systematische Kostenreduktion durch Münsterpass (B egegnungszentrum Kap.8) o Intensivere Einblicke in die Einrichtungen durch F ührungen, Trainings- und Probebesuche (Kap.8, Theater Münster/Sinfonieorchester) o Niedrigschwellige Kreativworkshops für Kinder (Sta dtmuseum) o Medienworkshops (Bennohaus) o Systematische Einrichtung von Strukturen für Flüch tlinge als neue Nutzergruppe: Vereinfachte Ausleihe, kostenlose WLAN-Nutzung, Kurzinfos in arabischer Sprache, Führungen (Stadtbücherei) o Einladung von Flüchtlingen zu einem Austausch/Gesp räch über Menschenrechte, Demokratie und Geschichte um Erfahrungswerte für einen künftigen Umgang mit der Besuchergruppe zu sammeln (Villa ten Hompel) 3. Integrative Projekte o musikalisches Spielangebot für Mädchen zwischen 8- 14 Jahren (Begegnungszentrum Meerwiese) o Langfristige Musikprojekte an Schulen geplant (Wes tfälische Schule für Musik) o Integrative Ferien- und Freizeitangebote für Kinde r und Jugendliche, Ferienworkshops (Bennohaus) o Impulsworkshops in Flüchtlingsklassen (Cactus Jung es Theater) o Führungen, Workshops, Proben- und Vorstellungsbesu che mit Flüchtlingsklassen (Theater Münster) o Das TheaterJugendOrchester plant mit geflüchteten Jugendlichen in den Bereichen Tanz, Orchester und Geräuschensemble über ein halbes Jahr mit Jugendlichen aus Münster eine Musiktheater-Inszenierung zu erarbeiten. o Theaterprojekt in einer Willkommensklasse (Theater pädagogisches Zentrum) o „Damals fremd > heute vertraut“ – Archiv und Jugen d: auf Spurensuche in Münster; Projekt mit dem Geschwister-Scholl-Gymnasium in dem sich mit Einzelaspekten der Migrationsgeschichte auseinandergesetzt wurde (Stadtarchiv) o Trommelkurse (Kulturkooperative Münster e.V.) Anlage 2 zur Vorlage V/0422/2016 Systematisierte Bestandsaufnahme der Maßnahmen im Bereich „Willkommenskultur“ 2 o Projekte im Rahmen der Kulturrucksack-Förderung: S partenübergreifend „Herkunftsgeschichten I, II und III“ (Jugendkunstschule), Fotoprojekt „KulturGut“ (Thomas Mohn),Theaterprojekt „Cross Roads“ (Katja Mengeringhausen, Meerwiese), Führungen in der Nacht der Museen und Galerien (Kulturamt) o Projekte im Rahmen von Kultur und Schule, die zur Überwindung von sprachlichen Barrieren, nicht-sprachliche Zugänge wählen sowie Projekte mit interkultureller Ausrichtung (Kulturamt) o „Hauptschule Hiltrup rockt“ unterstützt Integratio n von Kindern und Jugendlichen, die in Münster eine langfristige Bleibeperspektive geplant haben (Westfälische Schule für Musik) 4. Systematische Verzahnung / gezielte Förderung o Singpausen während der Sprachkurse geplant (Westfä lische Schule für Musik) o Sprachförderung und Theaterspiel (Theaterpädagogis ches Zentrum) o Theatrale Sprachvermittlung in Workshops, in Planu ng (Theater Münster) o Kostenreduzierter Musikunterricht für Flüchtlinge, weiterführend und an den Unterricht/Kenntnisstand aus dem Heimatland anknüpfend (Westfälische Schule für Musik) o Praktika im Bereich Fernsehen und Radio für Flücht linge (Bennohaus) II VERNETZUNG UND VERMITTLUNG 1. Willkommensräume schaffen o Raumangebot für Treffen der Flüchtlinge und / oder Netzwerke, Gremien in den Einrichtungen (z.B. Hof Hesselmann, Begegnungszentrum Meerwiese, Kap.8, Bennohaus, Cinema & Kurbelkiste, Medienforum, Stadtheimatbund) o Offene Angebote z.B. Jam-Session im Cuba Cultur, „ My place is your place – A very warm welcome to Münster“ (Der kleine Bühnenboden), o Orientierungsrundgänge durch die Stadt in Englisch oder Deutsch (Stadtheimatbund) o Angebot zum regelmäßigen Austausch von Geflüchtete n, Mitarbeitern des Theaters und Interessierten geplant (Theater Münster) o Generationsübergreifendes, interkulturelles und in tegratives Abendprogramm „Kultur am Kanal“ (Bennohaus) o Sendeplätze für Initiativen, Vereine Organisatione n, bspw. die GGUA Flüchtlingshilfe, Bereitstellung der personellen und technischen Infrastruktur für eigene Beiträge (Medienforum) 2. Multiplikatorenarbeit / Service o Bereitstellung langfristig nutzbarer Strukturen: L ernräume, Info-Blatt für Begleiter von Flüchtlingsgruppen, Zusammenstellung von Lehrmaterialien, Bilderbuchboxen, Thementaschen für KITAs und Schulen zum Deutsch lernen und verstehen, umfassendes Medienangebot (digital und analog) mit Zeitungs- und Zeitschriftendatenbank mit Zugriff auf Titel aus aller Welt, DaZ-Bücher und Lernprogramme, Literatur in arabischer Sprache und Farsi, Zweisprachige Bilder- und Kinderbücher (Stadtbücherei) Anlage 2 zur Vorlage V/0422/2016 Systematisierte Bestandsaufnahme der Maßnahmen im Bereich „Willkommenskultur“ 3 o Perspektivisch Schulungen / Fortbildungen Interku ltur und Theaterpädagogik (Theater Münster) o Sprachkurs „Arabisch“ für in Flüchtlingshilfe täti ge Ehrenamtliche (Kreativ-Haus) o Fachtagung „Wie weiter mit der Weiterbildung“: Wie muss ich die Weiterbildung angesichts der vielen geflüchteten Menschen zukünftig aufstellen und wie schafft man für Flüchtlinge Zugänge zu den Angeboten? (Kreativ-Haus) o „4-Phasen-Werkstatt“ in Planung: eine prozessorien tierte Projektwerkstatt, die sich sowohl an in der Flüchtlingshilfe tätige Akteure der Erwachsenenbildung als auch an Akteure der sozialen Arbeit richtet (Kreativ-Haus) o Logistische Hilfe bei Einrichtung der Flüchtlingsu nterkünfte (Stadtheimatbund) o Unterstützung von Theatern in Palästina und im Mit telmeerraum sowie dem Jugendtheater Cactus sowie ein stetiger Austausch (Theater Pumpenhaus) o Kooperationen, Austausch mit Theatern, Künstlern, Institutionen im In- und Ausland (Theater Münster, Kunsthalle, Westfälischer Kunstverein, Theater Pumpenhaus) III KONTINUIERLICHE THEMATISIERUNG UND INHALTLICHE AUSEINANDERSETZUNG 1. Information / Aufklärung o Stadtarchiv Münster o „Flüchtlinge in Gedenkstätten“ beobachtet Besucher gruppen in der Ausstellung, tauscht Erfahrungen mit anderen Gedenkstätten aus, stellt Probleme heraus und erarbeitet Lösungsansätze (Villa ten Hompel) o Organisation von Austauschmöglichkeiten von Mitarb eitern der Gedenkstätten (Villa ten Hompel) o Sendung von Mitschnitten der Info-Veranstaltungen zur Flüchtlingssituation im Webradio, z.B. in Gievenbeck (Medienforum) 2. Kontinuierliche Programmierung o Film(Programm)e mit der Thematik Migration aus dem Ländern der sog. Dritten Welt, also auch den derzeitigen Bürgerkriegsländern und zu den verschiedenen Aspekten der Globalisierung im Abendprogramm und im Schulkino (Cinema & Kurbelkiste) o Per se findet eine intensive Beschäftigung mit Fra gen der privaten/individuellen und öffentlich/gesellschaftlichen kulturellen Identität statt. Seit 2003 werden kontinuierlich internationale Künstlerinnen und Künstler eingeladen, die sich mit Themen des Dialogs unterschiedlicher Kulturkreise auseinandersetzen (Kunsthalle, Westfälischer Kunstverein) o Theater versteht sich als ein Ort des „Zu-Sich-Kommens“, ein Ort der Identitätssuche. Es ist kollektives Gedächtnis und kulturelles Erbe. Theater zeigt woher wir kommen, wo wir stehen und wohin wir gehen. Theaterarbeit bemüht sich, den Menschen in der Stadt die Angst vor dem Fremden, dem Neuen zu nehmen. (Theater Münster) o Inszenierung zum Thema Verlust und Suche nach Heim at (Theater Titanick) o Seit 1985 ist das Theater Pumpenhaus kontinuierlic h in einem internationalen Feld aktiv. Es unterstützt die Arbeit von Theatern in Palästina und im Anlage 2 zur Vorlage V/0422/2016 Systematisierte Bestandsaufnahme der Maßnahmen im Bereich „Willkommenskultur“ 4 Mittelmeerraum und außerdem die Arbeit des koproduzierten Jugendtheater Cactus. o Projekte, die sich mit kultureller Identität und k ulturellem Austausch befassen, sich direkt und speziell an Flüchtlinge richten oder integrativ konzipiert sind, werden stetig durch die Förderpolitik des Kulturamts unterstützt. o Das Medienforum bietet Interessierten, Vereinen, O rganisationen, Initiativen und Einzelpersonen die Möglichkeit monatliche oder sporadische Sendungen aufzunehmen und zu senden. Die Gruppen beteiligen sich damit eigenständig und unmittelbar am lokalen Diskurs über die Ausgestaltung einer „Willkommenskultur“ und praktizieren diese damit selbst.
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- V/0422/2016
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 19.05.2016
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37