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AN/1226/2024

Massiver Ausbau des ÖPNV-Netzes und Verzicht auf Langzüge auf der Ost-West-Achse, Taktverdichtung durch versetzte Doppel-Haltestellen

Die Linke. Änderungsantrag nach § 13 10.09.2024

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 1 (Innenstadt), Verkehrsausschuss, Sitzung am 10.12.2024

Linke Änderungsantrag nach § 13

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Linke Änderungsantrag nach § 13

6195 Zeichen

Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln  
 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
und 
Herr Ausschussvorsitzender 
Lino Hammer 
 
Rathaus, Spanischer Bau  
 50667 Köln 
Postanschrift:  
Postfach 103564 · 50475 Köln  
Tel: 0221/221 -27840 · Fax: 0221/221 -27841  
E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de 
Fraktionsvorstand  
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 10.09.2024 
AN/1226/2024 
Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Verkehrsausschuss 10.09.2024 
 
Massiver Ausbau des ÖPNV-Netzes und Verzicht auf Langzüge auf der Ost-West-Achse, 
Taktverdichtung durch versetzte Doppel-Haltestellen 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,  
sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender, 
 
 
DIE LINKE Fraktion im Rat der Stadt Köln bittet Sie, den folgenden Änderungsantrag auf die Tagesordnung 
zum Antrag 1037/2024 „Politischer Variantenentscheid für die Kapazitätserweiterung auf der Ost-West-
Achse“ des kommenden Verkehrsausschusses am 10.09.2024 zu setzen.  
 
 
I. Planungsalternative 8.2 
 
1. In der Beschlussvorlage „Politischer Variantenentscheid für die Kapazitätserweiterung auf der Ost-West-
Achse, Bereich Innenstadt“ werden unter dem „Beschlussvorschlag B“ für die oberirdische 
Planungsalternative die ersten beiden Sätze unter Punkt 1. wie folgt geändert (Änderungen fett markiert): 
Die Planung zur Kapazitätserweiterung der Ost-West-Achse im Innenstadtbereich ist für die Leistungsphasen 
Entwurfsplanung (LP 3) bis zur Ausführungsplanung (LP 6) der HOAI (Honorarordnung für Architekten und 
Ingenieure) für die oberirdische Planungsalternative 8.2 weiterzuführen. 
Diese Planung umfasst eine oberirdische Stadtbahnführung zwischen dem Eisenbahnring (Höhe Aachener 
Weiher) und dem Heumarkt in der Kölner Innenstadt mit einer Haltestelle je Richtung mit 
Mittelbahnsteigen, eine am Neumarkt und eine auf Höhe der VHS (wie in der Anlage auf Seite 9 
dargestellt). 
 
II. Wachstumsszenario weiterverfolgen

Neben der Ertüchtigung der Ost-West-Achse sollen die übrigen Projekte der geplanten ÖPNV-
Netzentwicklung (siehe Vorlage 2016/2023) weiter verfolgt und ihre Umsetzung beschleunigt werden. Der 
Fokus soll auf dem Bau neuer Strecken liegen (Wachstumsszenario). 
 
 III. Taktverdichtung statt Langzüge 
 
Der kostspielige Ausbau der Bahnsteige auf dem westlichen und östlichen Außenast der Linie 1 wird nicht 
weiter verfolgt. 
 
Anstelle des Langzugkonzepts soll es Kapazitätserhöhungen durch Taktverdichtungen geben, die durch die 
erhöhte Kapazität in den umgebauten Haltestellen Heumarkt und Neumarkt ermöglicht werden. 
 
Die Haltestellen Heumarkt und Neumarkt werden mit jeweils vier Bahnsteigkanten (zwei Mittelbahnsteigen, 
jeweils einen pro Richtung) oberirdisch ausgebaut. Zur Stadtgestaltung (Erhalt der Platzflächen) werden 
jeweils die beiden Mittelbahnsteige gegeneinander versetzt, am Neumarkt entstehen Richtungsbahnsteige auf 
der Platzfläche und der Cäcilienstraße, am Heumarkt entstehen Richtungsbahnsteige auf dem Elogiusplatz 
und auf der Augustinerstraße. Auf der Ost-West-Achse werden weiterhin 60-Meter-Züge verkehren. 
 
 
Begründung 
Im Rahmen der Vorbereitungen zum Variantenentscheid Ertüchtigung der Ost-West-Achse wurden den 
Begleitgremien auch die oberirdische Variante 8.2 vorgestellt, welche die Verwaltung ausgearbeitet hat. 
 
Diese sieht am Neumarkt eine Doppelhaltestelle vor, dort wo sie jetzt ist und auf Höhe der VHS, mit 
Mittelbahnsteg und jeweils 2 Gleisen in jede Richtung. 
 
Dies würde verhindern, dass die Gleise bis weit in das Platz-Oval des Neumarkts hinein gelegt werden. 
Der Platz und die südliche Baumreihe würden voll erhalten bleiben. 
 
Den Begleitgremien wurde mehrfach zugesichert, dass auch diese Variante 8.2 Eingang in die 
Beschlussvorlage finden würde. 
In der Beschlussvorlage ist diese Variante jedoch nicht enthalten. 
Die offiziell mitgeteilte Begründung, man habe eine möglichst „schlanke Vorlage“ gewünscht, ist bei einem 
Dokument mit über 400 Seiten in keiner Weise nachvollziehbar. 
 
Die vier Gleise auf dem Neumarkt werden von den Tunnelbefürwortern immer wieder als ein Grund 
herangezogen, warum die Stadtbahn unter die Erde müsse. 
Die Gleise weit in den Neumarkt hinein zu legen ist jedoch bei einer oberirdischen Lösung überhaupt nicht 
nötig. Auch eine Doppelhaltestelle wird der Anforderung der KVB gerecht, dass sie am Neumarkt vier 
Gleise haben möchte. 
 
Im Sommer 2024 berichtete die Presse, dass die Finanzierung des Ausbaus des KVB-Liniennetzes gefährdet 
sei. Der Fokus soll in Zukunft auf dem Weiterbau der Nord-Süd-Stadtbahn und dem Bau des Ost-West-
Tunnels liegen. Die übrigen geplanten Projekte der Netzentwicklung seien gefährdet und müssten gestrichen 
werden, als da sind: 
• Verlängerung Linie 4 nach Widdersdorf 
• Verlängerung Stadtbahn Süd ach Rondorf/Meschenich 
• Verlängerung Linie 13 bis zum Rhein 
• Schienenanschluss Neubrück 
• Schienenanschluss Mülheim-Süd und Verlängerung nach Stammheim/Flittard

Dieser Antrag fordert das Gegenteil. Der Fokus wird auf die Erweiterung des KVB-Schienennetzes gelegt 
und das Wachstumsszenario weiter verfolgt. 
Auf das kostspielige Langzugkonzept mit Verlängerung von 34 Haltestellen wird verzichtet, dessen weitere 
Folgen (Ausbau der Werkstätten und Abstellanlagen, schlechtere Flexibilität des Netzes) noch gar nicht 
berücksichtigt wurden. 
Bei der Ost-West-Achse wird der „Flaschenhals“ in der Innenstadt ertüchtigt und auf einen besseren 
Betriebsablauf durch weniger Autoverkehr gesetzt. Durch die konsequente Beseitigung des 
Durchgangsverkehrs im Innenstadtbereich wird der gleiche Effekt erzielt, wie durch einen kostspieligen 
Tunnel. 
Die Verdoppelung der Bahnsteigkanten an Heumarkt und Neumarkt ermöglicht einen Fünf-Minuten-Takt 
auf allen drei Linien der Ost-West-Achse, wie die Expertise von Prof. Dr. Stölting von der TH Köln 
nachweist. 
Durch Doppelhaltestellen kann auch vermieden werden, vier Gleise bis weit in die Platzfläche des 
Neumarkts hinein zu legen. 
Durch diesen Beschluss wird der Weiterbau des KVB-Liniennetzes als entscheidender Baustein der 
Verkehrswende gesichert. 
 
gez. 
Michael Weisenstein   
Fraktionsgeschäftsführer

Beratungsverlauf (1)

10.12.2024 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt), Verkehrsausschuss
Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: Sache ist erledigt

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/1226/2024
Typ
Die Linke. Änderungsantrag nach § 13
Datum
10.09.2024
Erstellt
09.09.2024 13:00