A-W/0019/2015
"Geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen von Anfang an vorsehen" (in Ergänzung zur Vorlage V/0924/2014)
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Stellungnahme der Verwaltung vom 17.11.2016
5852 Zeichen
61.42.0014
Frau Sowa
17.11.2016
6159
Amt für Bürger- und Ratsservice
Bezirksvertretung Münster-West
Bezirksverwaltung West
Über Herrn Stadtrat Peck
„Geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen von Anfang an vorsehen“
Antrag Ifd. Nr. A-W/0019/2015 der CDU- und SPD-Fraktion der
Bezirksvertretung Münster-West vom 13.04.2015
Mit dem Antrag (A-W/0019/2015) der CDU- und SPD-Fraktion in der
Bezirksvertretung Münster-West vom 13.04.2015 wurde die Verwaltung beauftragt,
ein Verkehrsberuhigungskonzept zu entwickeln, nach dem die Meyerbeerstraße und
die Brockmannstraße (südlicher Teil) im Rahmen des Endausbaus verkehrsberuhigt
erstellt werden, mit dem Ziel, eine Nutzung als Schleichweg“ und „Rennstrecke“ zur
Umgehung der Weseler Straße zu vermeiden.
Der o. g. Antrag wurde unter Beteiligung der zuständigen Fachdienststellen der
Verwaltung und der Polizei mit folgendem Ergebnis geprüft:
Das Verkehrsnetz für das Gebiet westlich des Dingbängerweges ist im
Bebauungsplanplan Nr.396 „Mecklenbeck — Weseler Straße / Dingbängerweg /
Egelshove“ festgesetzt.
Das hierarchisch gegliederte Straßennetz dient der Aufnahme nicht nur des
fließenden, sondern auch des ruhenden Verkehrs. Den Fahrflächen sind alle
Stellplätze der Wohnbebauung in Senkrechtaufstellung zugeordnet. Sie sind nicht
nur flächensparend, sondern auch gehwegsichernd, da sie ein Parken auf den
Gehwegen weitgehend ausschließen. Außerdem tragen sie zur Verkehrsberuhigung
bei, da der Parkvorgang im Straßenraum erfolgt. und ein zu schnelles Befahren der
Straßen verhindert.
Zusätzliche verkehrsberuhigende Maßnahmen:
Im Rahmen der Ausführungsplanung zum Bebauungsplan Nr. 396 wurden bereits
bauliche Maßnahmen zur Geschwindigkeitsdämpfung wie Aufpflasterungen, die
einen stark geschwindigkeitsdämpfenden Effekt aufweisen, berücksichtigt.
Um die Verkehrssicherheit der Radfahrer im Bereich des vorhandenen Spielplatzes
an der Meyerbeerstraße zu erhöhen, wird im Rahmen des Endausbaus eine
Aufpflasterung realisiert. Zudem wird im Einmündungsbereich
Meyerbeerstraße/Brockmannstraße zusätzlich eine Aufpflasterung vorgesehen, um
auf den Tempo-30-Zoneneingang aufmerksam zu machen. Die entstehenden
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zusätzlichen Kosten für die geplante Aufpflasterung von ca. 10.000 € werden im
Rahmen des Endausbaus berücksichtigt.
Die Verwaltung empfiehlt, den Endausbau der beiden Straßen mit den vorgesehen
verkehrsberuhigenden Maßnahmen (Aufpflasterungen) abzuwarten und bei
Erfordernis weitere zusätzliche verkehrsberuhigende Maßnahmen zu prüfen.
Weitere zusätzliche verkehrsberuhigende Maßnahmen werden zurzeit aus Sicht der
Verwaltung nicht für erforderlich gehalten.
Unterbrechung der Meyerbeerstraße in Höhe des Spielplatzes
Der o. g. rechtskräftige Bebauungsplan Nr. 396 setzt eine durchgängige Verbindung
im Zuge der Meyerbeerstraße fest. Zurzeit ist die Baustraße In Höhe des vorh.
Spielplatzes mit Freiburger Kegeln gesperrt.
Viele Anwohner der Straße Am Hof Schultmann klagen über den zugenommenen
Schleichverkehr, der auf die Sperrung an der Meyerbeerstraße zurückzuführen ist.
Im Zuge des Endausbaus der Straße soll diese Sperrung aufgehoben werden, da die
Meyerbeerstraße ein unverzichtbares Element des Gesamtnetzes ist. Ihre
Erschließungs- und Verteilungsfunktion würde erheblich beeinträchtigt, wenn die
Anbindung am Dingbängerweg entfiele. Es müssten längere Wege von der
Innenstadt über die schon hoch belastete Weseler Straße in Kauf genommen
werden. Die Anbindung der Meyerbeerstraße an die Weseler Straße dient zudem der
Erschließung des geplanten verlegten Bahnhaltepunktes südlich der Weseler Straße.
Wie o. erläutert wird im Rahmen des Endausbaus an dieser Stelle eine
Aufpflasterung zu Geschwindigkeitsdämpfung vorgesehen.
Umgestaltung des Kreuzungsbereiches Weseler Straße/Meyerbeerstraße
Der Kreuzungspunkt Meyerbeerstraße/Weseler Straße ist so konzipiert, dass die
Befahrbarkeit mit einem 3-achsigen Müllfahrzeug sichergestellt ist. Diesen
Einmündungsbereich enger zu gestalten ist aus verkehrstechnischer Sicht nicht
möglich. Der Rad- und Fußgängerverkehr wird in diesem Bereich auf einem
beidseitig geführten gem. Geh- und Radweg geführt, um die Sicherheit der Radfahrer
und Fußgänger an dieser Stelle zu erhöhen. Im weiteren Verlauf der
Meyerbeerstraße wird die Fahrbahn auf 5,50m eingeengt. Der Radverkehr wird
entsprechend den Vorgaben der StVO in Tempo-30-Zonen auf der Fahrbahn geführt.
Nach einer aktuellen am 24.11.2015 durchgeführten Verkehrszählung ist
festzustellen, dass sich durch die neue Entlastungsstraße Fritz-Stricker-Straße K 5
das Verkehrsaufkommen im Vergleich zu früheren Zählungen in den parallelen
Straßen wesentlich verändert hat.
Bei einem Vergleich der Verkehrserhebungen aus dem Jahr 2011 und aus dem Jahr
2015 lassen sich signifikante Unterscheide feststellen. Das durchschnittliche tägliche
Verkehrsaufkommen (DTV) aus dem Jahr 2011 betrug auf dem Dingbängerweg
11.000 Fahrzeuge/24h. Das Verkehrsaufkommen aus der aktuellen Messung beträgt
auf dem Dingbängerweg insgesamt 7.800 Kfz/24h. Die aktuelle Verkehrszählung
bestätigt, dass eine Verlagerung des fließenden Verkehrs auf die neue
Entlastungsstraße Fritz-Stricker-Straße mit einem Verkehrsaufkommen von ca. 6.900
Kfz/24h stattgefunden hat.
Zudem wurden nach Auskunft der Straßenverkehrsbehörde
Richtungshinweisschilder und Hinweisschilder an den neuen Einmündungspunkt der
Entlastungsstraße verlegt, um den Fremdverkehr über die neue Entlastungsstraße zu
führen.
Der o. g. Antrag wird damit als erledigt angesehen.
Christian Schowe
Anlage
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Originalantrag
5365 Zeichen
! ! Fraktionen in der Bezirksvertretung Münster - West
An den
Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Münster – West
Herrn Stephan Brinktrine
Pantaleonplatz 7
48161 M ü n s t e r
Münster , 02.04.2015
Antrag „ Geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen von Anfang an
vorsehen“
(in Ergänzung zu Vorlage V/0924/2014)
Die Verwaltung wird beauftragt, ein Verkehrsberuhigungskonzept zu entwickeln,
nach dem die Meyerbeerstraße und die Brockmannstraße (südlicher Teil) im
Rahmen des Endausbaus verkehrsberuhigt erstellt werden, mit dem Ziel, eine
Nutzung als „Schleichweg“ und „Rennstrecke“ zur Umgehung der Weseler Straße zu
vermeiden.
Dabei soll u.a. geprüft werden, wie der Kreuzungsbereich mit der Weseler Straße
so umgestaltet werden kann, dass die Einfahrt von schweren LKW in Zukunft
vermieden und der Verkehr insgesamt abgebremst wird.
Zudem sollte dargestellt werden, ob eine Unterbrechung der Meyerbeerstraße für
den Kraftverkehr bei gleichzeitiger Durchlässigkeit für Fußgänger und Radfahrer in
Höhe des Spielplatzes sinnvoll ist.
Nach dem Vorbild des bestehenden Quartiers Mecklenbeck-Mitte soll z.B. durch
-versetzte Freiburger Kegel im Verlauf der beiden Straßen
-Aufpflasterung der Kreuzung Meyerbeerstraße / Brockmannstraße
-zusätzliche geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen im Bereich der bereits
ausgebauten Meyerbeerstraße
oder ähnlich wirksame bzw. wirksamere Maßnahmen der Verkehr insgesamt
„abgebremst“ werden.
Zur Finanzierung der Maßnahmen ist zu prüfen, ob Erschließungsbeiträge für die
neuen Wohnquartiere herangezogen werden können.
CDU-Kreisverband Münster e.V.
Mauritzstraße 4-6 • 48143 Münster
Telefon (02 51) 4 18 42-0
Telefax (02 51) 4 18 42-44
post@cdu-muenster.de • www.cdu-muenster.de
! ! Fraktionen in der Bezirksvertretung Münster - West
Eine aktuelle Verkehrszählung und eine Geschwindigkeitsmessung insbesondere auf
der Meyerbeerstraße sollten zeitnah durchgeführt werden.
Begründung:
Mit der 4. und 6. Änderung des B-Plans 396 entstehen in Mecklenbeck-Mitte neue
Wohnquartiere, zu deren Erschließung die Meyerbeerstraße und die
Brockmannstraße als Baustraßen vorbereitet wurden.
Schon jetzt - vor Bau der Wohnquartiere - ist festzustellen, dass diese als
Parallelstraßen zur Weseler Straße bzw. zum Dingbängerweg erstellten Straßen
vermehrt zur Umgehung von Ampeln genutzt werden. Erschwerend kommt hinzu,
dass beide Straßen durch die gerade Straßenführung und dem aufgrund der
Senkrechtparkplätze breiten Straßenquerschnitt zu Geschwindigkeitsübertretungen
verleiten. Dies muss von vornherein unterbunden werden und die Straßen müssen
für Durchgangsverkehre unattraktiv werden.
Daher ist gleich mit dem Endausbau durch bauliche Maßnahmen, wie im Antrag
formuliert, sicherzustellen, dass diese Straßen für Schleich- und
Durchgangsverkehre unattraktiv werden. Auch die bestehende Meyerbeerstraße,
die nach der o.g. B-Plan-Änderung zukünftig beidseitig dem Wohnen dient, muss
einen Wohngebietscharakter erhalten und ist in das Konzept einzubeziehen.
Die Meyerbeerstraße wurde ursprünglich zur Erschließung eines
Dienstleistungsgürtels entlang der Weseler Straße geplant, der aus verkehrlichen
Gründen nicht direkt von der Weseler Straße erschlossen werden konnte. Mit der
Umwidmung der Flächen für den Wohnungsbau besteht die Möglichkeit, die
Attraktivität dieser Zufahrt für ortsfremde Schleichverkehre unattraktiver zu
machen.
Durch den offensichtlich zu großzügig gestalteten Einmündungsbereich in die
Weseler Straße werden immer wieder LKW verleitet, in die Meyerbeerstraße
einzufahren. Da es sich mittlerweile um eine Straße zur Erschließung der nun
reinen Wohngebiete handelt, sind die LKW dann gezwungen, im Kreuzungsbereich
zu wenden. In der Vergangenheit kam es dabei wiederholt zu Beschädigungen an
parkenden Fahrzeugen und auch an den Vorgärten der Anliegerinnen und Anlieger.
Da es sich zudem ein Spielplatz in unmittelbarer Nähe befindet, ist zusätzlich eine
Gefährdung von Kindern durch rückwärtsfahrende LKW zu befürchten. Die Kreuzung
sollte also so umgestaltet werden, dass dies in Zukunft effektiv verhindert wird.
Die Meyerbeerstraße erschließt lediglich die angrenzenden Wohngebiete und dient
nicht zur Entlastung der Weseler Straße. Da sich an der Straße zudem ein gut
genutzter Spielplatz befindet, sollten alle Möglichkeiten zur Verkehrsberuhigung
CDU-Kreisverband Münster e.V.
Mauritzstraße 4-6 • 48143 Münster
Telefon (02 51) 4 18 42-0
Telefax (02 51) 4 18 42-44
post@cdu-muenster.de • www.cdu-muenster.de
! ! Fraktionen in der Bezirksvertretung Münster - West
geprüft werden, insbesondere auch eine etwaige Unterbrechung der Straße in Höhe
des Spielplatzes. Bei durch die neuen Baugebiete künftig zu erwartendem höherem
Verkehrsaufkommen könnte ansonsten eine erhebliche Gefährdung für die dort
spielenden und im weiteren Verlauf auch wohnenden Kinder eintreten.
Die zurückgestellten Anträge von CDU und SPD aus Januar 2015 unter gleicher
Überschrift sind mit diesem Antrag erledigt.
gezeichnet:
Brinktrine
Hamann
Hinzmann
Köster
Kraut-Kleinschmidt
Krekeler
Kretzschmar
Lilge
Neugebauer
Schappler
Schmitz
v. Diepenbroick-Grüter
Wolfgarten
CDU-Kreisverband Münster e.V.
Mauritzstraße 4-6 • 48143 Münster
Telefon (02 51) 4 18 42-0
Telefax (02 51) 4 18 42-44
post@cdu-muenster.de • www.cdu-muenster.de
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: vertagt, mit Prüfauftrag
Zur SitzungOrte (8)
- Meyerbeerstraße
- Brockmannstraße
- Weseler Straße
- Mauritzstraße 4
- Dingbängerweg 11
- Am Hof Schultmann
- Fritz-Stricker-Straße
- Egelshove
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- A-W/0019/2015
- Typ
- Antrag an die BV West
- Datum
- 14.04.2015
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37