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Kinder- und jugendfreundliches Köln - Rückblick auf die Siegelverleihung und Sachstand zum 27.03.2018

Mitteilung Ausschuss 0976/2018 vom 05.04.2018

Stand: Am 10.04.2018 im Jugendhilfeausschuss beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

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    Hallo, I bims! Dein Kinder- und Jugendbüro kommt Dein Projekt für Köln? Gestalte mit! Kinder- und jugendfreundliche Kommune Köln Die Oberbürgermeisterin
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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/512/2 Vorlagen-Nummer 05.04.2018 0976/2018 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Jugendhilfeausschuss 10.04.2018 Kinder- und jugendfreundliches Köln - Rückblick auf die Siegelverleihung und Sachstand zum 27.03.2018 Kinder- und jugendfreundliches Köln – Wir sind startklar! 1. Rückblick auf die Siegelverleihung Am 20. Februar 2018 führte im Vorfeld zur Siegelverleihung am Vormittag eine Kick off Veranstaltung in das Thema „Kinder- und jugendfreundliches Köln“ ein. Frau Dr. Klein begrüßte die Teilnehmenden und führte anhand eines Interviews, das von der Modera- torin Anke Bruns geführt wurde, ins Thema ein. Anschließend referierte Christine Hüls vom Verein STADTKINDER Dortmund zum Thema „sichere Bewegungsräume für Kinder“ und der Vorsitzende des Kölner Jugendrings, Marvin Stutzer spannte in seinem Vortrag einen Bogen zwischen „Fremdbestimmung und Selbstorganisation“ (beide Folien lie- gen an). Im Anschluss präsentierten Schülerinnen und Schüler einer Vorbereitungsklasse der Katharina- Henoth-Gesamtschule in Kalk unter der Regie des Theater ImPuls e.V. eine emotional bewegende szenische Darstellung verschiedener Kinderrechte. Abschließend diskutierten Jugendliche der Bezirksschülerinnenvertretung und des junge Stadt e.V. moderiert von Anke Bruns gemeinsam mit dem Vorstand des Kinderfreundliche Kommunen e.V., UNICEF und dem Leiter des Amtes für Kinder, Jugend und Familie, Stephan Glaremin, welche Infor- mationen und Anregungen aus den Fachimpulsen in die Umsetzung des Aktionsplans „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ einfließen werden. Um 14:00 Uhr war es dann soweit. Im Anschluss an die gemeinsame Pressekonferenz - dpa sorgte für eine bundesweite Berichterstattung – begrüßte Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker die Gäste. Köln als erste Millionenstadt, die sich mit dem Aktionsplan „Kinder- und jugendfreundliches Köln“ er- folgreich um das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ beworben hat, drückt damit ein klares Be- kenntnis zur Umsetzung der UN Kinderrechtekonvention auf lokaler Ebene aus. Das Siegel ist keine Auszeichnung für einen Status Quo, sondern eine Auszeichnung und Motivation für den Prozess, Köln kinder- und jugendfreundlicher zu gestalten. Die Stadt Köln nutzt diese Chance, um die Rechte von Kindern und Jugendlichen weiter zu stärken – als erste Großstadt in der Bundes- republik. Der Aktionsplan wird gesamtstädtisch umgesetzt werden. Die Gestaltung Kölns als kinder- und ju- gendfreundliche Kommune nimmt ab 2018 als Leitprojekt des Dezernates für Bildung, Jugend und Sport eine herausgehobene Stellung ein. Es ist damit eingebunden in die Entwicklung der Ge- samtstrategie „Kölner Perspektiven 2030“. Weitere Grußworte sprachen Ralf Kleindiek, Staatssekretär im BFSFJ Christian Schneider, Geschäftsführer Deutsches Kommitee für UNICEF Dr. Heide-Rose Brückner, Geschäftsführerin Verein Kinderfreundliche Kommunen 2 Anne Lütkes, Vorsitzende des Vereins Kinderfreundliche Kommunen Musikalisch umrahmt wurde die Siegelverleihung vom Kinderchor der Rheinischen Musikschule „Lucky Kids“ unter der Leitung von Michael Kokott. Die Kinder spiegelten mit ihren Liedern die positive und energiegeladene Stimmung wider, die die Akteure und die Gäste in ihre jeweiligen Wirkungskreise mitnahmen. Pressemitteilungen, der Film und weitergehende Informationen stehen zum download bereit: http://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/siegel-kinderfreundliche-kommune https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/blog/kinderfreundliches-koeln-gedanken-zum- siegel/160918 http://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/familie-kinder/ 2. Sachstand Kooperatives Kinder- und Jugendbüro Die Jugendverwaltung erarbeitet gemeinsam mit dem Vorstand des Kölner Jugendrings die Beschrei- bung für die 2,5 Personalstellen für das Kooperative Kinder- und Jugendbüro. Die 0,5 Stelle in Trägerschaft des Kölner Jugendrings konnte inzwischen besetzt werden. Die Mitar- beiterin wird zum 01.06.2018 ihren Dienst antreten. Die beiden städtischen Stellen waren bis 23.03.2018 intern ausgeschrieben und können hoffentlich ebenfalls zum Sommer besetzt sein. Idealer Standort für das Kooperative Kinder- und Jugendbüro wäre eine zentrale Innenstadtlage, gut erreichbar für alle Kinder und Jugendlichen. Ein konkreter Ort in einer Größenordnung von ca. 120qm konnte bisher noch nicht gefunden werden. Die Jugendverwaltung geht Hinweisen gerne nach. Als Interimslösung wird die Jugendverwaltung dem Kooperativen Kinder- und Jugendbüro gegebenenfalls Räume zur Verfügung stellen. 3. Planspiel Kinder- und Jugendrechte im Verwaltungshandeln umsetzen „Von der Simulation zur Wirklichkeit - Kooperative Verwaltung am Beispiel der Stadtteilent- wicklung“ Am 12. März 2018 fand in Kooperation mit dem Verein Kinderfreundliche Kommunen und finanziert durch das BFSFJ eine Fortbildung statt, die zwei Mitarbeitende des Verein „lokale demokratie“ Leipzig durchführten. Die Fortbildung war ein erster Schritt in der Umsetzung des Aktionsplanes Kinder- und jugendfreund- liches Köln. In der eintägigen Fortbildung lernten Verwaltungsmitarbeiterinnen und Mitarbeiter in komplexen Pla- nungs- und Entscheidungssituationen, Kinder- und Jugendinteressen einzubeziehen, wie sie Hand- lungsspielräume in ihrem Arbeitsalltag erweitern und fachübergreifende, interdisziplinäre Aufgaben bewältigen können. Die Simulation als Methode implizierte realitätsnahe und komplexe Aufgabenstellungen für die Teil- nehmenden und gab ihnen die Möglichkeit, unterschiedliche Lösungswege gemeinsam auszutesten. Die Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter beteiligten sich interaktiv an der Bewältigung der gestellten Aufgabe. Dazu gehörte, Lösungswege und Maßnahmen ämterübergreifend miteinander abzustimmen. Die Methode förderte das vernetzte Denken und die Initiierung zielführender und ge- meinsamer Aushandlungsprozesse mit dem Ziel, die ressortübergreifende Zusammenarbeit in der Stadtverwaltung zu fördern und gleichermaßen Kinderrechte als Querschnittsthema in das Verwal- tungshandeln einzubeziehen. An der Fortbildung nahmen 18 Kolleginnen und Kollegen aus 14 verschiedenen Dienststellen teil. Gez. Dr. Klein
  • Fremdbestimmung und Selbstorganisation

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    „Fremdbestimmung und Selbstorganisation" Wer entscheidet was – und wie ändert sich das? • Zusammenschluss von 20 Jugendverbänden und -organisationen • Interessenvertretung von Kindern und Jugendlichen in Köln • Junge Menschen setzen sich selbstorganisiert + demokratisch mit ihrer Umwelt auseinander • Junge Menschen entwickeln eigene Ideen und treten dafür ein Ausgangsthese • Kinder und Jugendliche haben in dieser Welt nicht das Sagen, weder gesellschaftlich noch privat Geburt: Die Ausgangslage • Armer oder reicher Teil der Erde? • Armer + reicher Teil der Gesellschaft? • Land oder Stadt? • Meer oder Berge? • Arbeiter*innen- oder Akademiker*inneneltern? • Kleinfamilie, Heim oder Kommune? Mein Tagesablauf (mit 14) Wann? Was? Wer entscheidet? 6:00 – 7:00 Aufstehen, Anziehen, … Staat / Schule / Ich 7:20 Zur Schule fahren Staat / Schule / Ich 8:00 – 15:30 Schule Staat / Schule 15:30 – 16:30 Nach Hause fahren Eltern / Ich nachmittags / abends Kinder- und Jugendverband Ich 22:00 Schlafen Eltern / Schule Beispiel Schule: Keine Demokratie • Staatlich vorgegeben: • Schulpflicht • Lehrplan • Stundenplan • Noten • Abschlüsse • Konkurrenz / Selektion • Zweck: Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt + Vorsortierung für die Berufe Beispiel Schule: Mitbestimmungsmöglichkeiten • Konstruktiv kritisch • Klassensprecher*in wählen • Schüler*innensprecher*innen wählen • Anträge an die Schulkonferenz richten • Grundsätzlich kritisch • Streiken • Klassenbücher verschwinden lassen Beispiel Jugendverband: Mitbestimmungsmöglichkeiten • Demokratisch organisiert • Teilnehmer*innen: Gruppenstunde / Vollversammlung / Zeltlagerrat • Helfer*innen: Kollektivtreffen / Mitgliederversammlung / Konferenz / Vorstand • Rahmenbedingungen bewusst machen • Gesetzliche Vorschriften / Finanzielle Möglichkeiten • Verankerung in der bestehenden Gesellschaft und ihren Ungleichheiten V orschläge für eine Kinderfreundliche Kommune • Soziale Grundlage: • Gute materielle Lebensbedingungen • Freiheit von Armut und Diskriminierung • Keine Abschiebungen und Zwangsräumungen • Mitbestimmung und Teilhabe: • Mitbestimmung in allen Lebenslagen • Aktive Förderung und Anleitung zur Mitbestimmung Exkurs: Die Kinderrechte • Ein Hinweis drauf, was Kindern und Jugendlichen auch heutzutage noch alles Schlimmes geschieht • Offene Frage: Was bringt das abstrakte Recht konkret? • Beispiel: „Recht auf Bildung“ und mehrgliedriges Schulsystem • Beispiel: „Vorrang des Kindeswohls“ im Falle von Abschiebungen Konkrete Ansätze für die Stadt • Interessenvertretungen der Kinder- und Jugendliche an Planungen der Verwaltung und Entscheidungen des Rates zu allen Themen beteiligen • Mitbestimmungsmöglichkeiten in Kita, Schule, Ausbildung, Familie und Freizeit fördern und aktiv unterstützen • Beispiel Schule: Finanzielle und personelle Förderung der SV-Arbeit • Beispiel Freizeit: Förderung und Einbindung der Jugendverbandsarbeit Konkrete Ansätze für eine selbstorganisierte Jugend • Austausch mit Mitschüler*innen / Freund*innen über gemeinsame Interessen • Mut zum Widerspruch Erwachsenen gegenüber • Mitbestimmungsmöglichkeiten nutzen und bewusst überschreiten, um sie auszuweiten Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Ich freue mich auf eine gute Diskussion.
  • 180215_Koeln_Sichere Bewegungsraeume fuer Kinder_Huels_kl

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    Sichere Bewegungsräume für Kinder Dipl.-Ing. Christina Hüls Planungsbüro STADTKINDER Köln, 20.02.2018 Team • Raum- und Stadtplaner, Landschaftsarchitekten, Umweltingenieure • ergänzend freie Mitarbeiter aus den Bereichen Pädagogik, Interkulturelle Vermittlung, Architektur und Marketing Freiraumplanung Planungsbüro STADTKINDER Handlungsfelder Familienfreundliche Stadtplanung + Beteiligung verschiedener Zielgruppen: Kinder, Jugendliche, Senioren, Stadtteilbewohner, Geschäftsleute, ... Stadterneuerung / Quartiersentwicklung Zur Person Dipl.-Ing. Christina Hüls • Stadtplanerin AKNW & Mediatorin • Teamleiterin des Handlungsfeldes Familienfreundliche Stadtplanung Tätigkeitsschwerpunkte • Bundesweite Projekte der Familienfreundlichen Stadtplanung • Beteiligungen (Generationenübergreifend, zielgruppenspezifisch, Klein- und Großgruppenmoderation) • Spielflächenkonzepte / Spielplatzbedarfsplanungen • Beratung zur Fördermittelakquise Sicherer Bewegungsraum?! Was ist schon sicher? DIN 18034 (2012) „Spielplätze und Freiräume zum Spielen - Anforderungen für Planung, Bau und Betrieb.“ Ziel • Schaffung eines kindgerechten Wohnumfeldes als Voraussetzung für kinder- und jugendgerechte Städte Einleitung „Diese Norm betrachtet Sicherheitsanforderungen, die an Spielplätze im Allgemeinen zu stellen sind. Dabei wurde davon ausgegangen, dass Kinder lernen müssen Risiken abzuschätzen und mit ihnen umzugehen“. Bewegungsräume! Bewegungsräume? Bewegung Bewegungsansprüche verschiedener Generationen Kinder • spielerisches Entdecken und Ausprobieren Jugendliche • intensive körperliche Erfahrungen Erwachsene • Sport und Bewegung als Ausgleich zum Beruf Ältere Menschen • gesundheitsorientierte, sanftere Bewegungsformen Hochbetagte • angeleitete Bewegungsstunden vgl. KommunalHandbuch Spielflächen, Beckmann Verlag 2017, S. 111 ff. Die Stadt als Spiel- und Bewegungsraum Wohnumfeld Soziale Stadt Maßnahme im Aktionsplan 3.3.2.1 Berücksichtigung von Kinder- und Jugendinteressen bei der Umsetzung von Projekten „Soziale Stadt“ • Durchführung eines Partizipationsprojektes für Kinder und Jugendliche bei jeder quartiersbezogenen Städtebauförderung • Verwendung von 20% der Mittel aus dem Verfügungsfonds durch Kinder und Jugendliche selbst SpielLandschaftStadt e.V. Straßen und Wege als Bewegungsräume Schulumfeld Verkehr Maßnahme im Aktionsplan 3.1.5.3 Einarbeitung der Kinder- und Jugendrechte in das Verkehrskonzept • Aufbereitung der Gefährdungslagen von Kindern und Jugendlichen • Berücksichtigung der vorliegenden Beteiligungsergebnisse • Zukünftig stärkere Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen bei der Neuplanung kinderfreundlicher Wohnsiedlungen und kommunaler Verkehrsvorhaben Angsträume Maßnahme im Aktionsplan 3.1.5.1 Abbau von Angsträumen im öffentlichen Raum • Abbau von Angsträumen • Ausbau sicherer Wegevernetzung der Spielräume Schulhofgestaltung Maßnahme im Aktionsplan 3.1.5.2 Gute Schule 2020 - Schulgeländegestaltung • Verbesserung des Schulalltags • Verbesserung der Bewegungsmöglichkeiten in den Pausen Temporäre Bespielung Quelle: Gartenbauamt Bremerhaven Maßnahme im Aktionsplan 3.1.2.5 Spiel und Sport in der Freizeit • min. ein offenes Sport- und Bewegungsangebot pro Woche auf einer Freifläche Partizipation Maßnahme im Aktionsplan 3.3.2.2 Kinder- und Jugendbeteiligungsverfahren in der Stadtplanung • Berücksichtigung der Qualitätskriterien und Forderungen des Projektes „Stadt mit Zukunft - Gestalten mit Kindern und Jugendlichen“ (2009) • Ausbau der ämterübergreifenden Kooperation Planen im System Maßnahme im Aktionsplan 3.3.2.4 Spielraumplanung im öffentlichen Raum • Erhalt und Sicherung der vorhandenen Spielräume • Schaffung neuer innovativer öffentlicher Spiel-, Frei- und Entwicklungsräume • Barrierefreier Zugang • Schaffung nutzungsoffener Räume (für Jugendliche) • Partizipation von Kindern und Jugendlichen Spielflächensystem Verwaltungshandeln Maßnahme im Aktionsplan 3.2.2.2 Einrichtung einer Steuerungsgruppe zur Umsetzung des Aktionsplans • Gewährleistung der Umsetzung der Kinderrechte • Regelmäßige Prüfung der Umsetzung des Aktionsplans • Erarbeitung von Standards und Qualitätskriterien zur Überprüfung kommunaler Beschlüsse Danke! Planungsbüro STADTKINDER Christina Hüls 0231-524031 christina.huels@stadt-kinder .de www.stadt-kinder.de Dieses Dokument ist Teil einer Präsentation und ohne die mündlichen Erläuterungen unvollständig.
  • LY_v5_Broschuere_DINA5_180206

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    Die Oberbürgermeisterin Kinder- und jugend- freundliches Köln Aktionsplan KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE Köln Kinder- und jugendfreundliches Köln Kapitel Seite 3 Kinder- und jugend- freundliches Köln Aktionsplan KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE Köln Kinder- und jugendfreundliches Köln Aktionsplan Seite 4 Kinder- und jugendfreundliches Köln Kapitel Seite 5 Köln erhält als erste Großstadt Deutschlands das Siegel „Kinder- und jugendfreundliche Kommune“. Das erfüllt mich mit Freude und Stolz. Mit einem eigenen Aktionsplan hat sich unsere Stadt zum Ziel gesetzt: Alle Kinder und Jugendliche – unabhängig von ihren persönlichen Lebenssituationen – er- halten die Zuwendung, Unterstützung und Förderung, die es ihnen ermöglicht, ihre Zukunft selbst zu gestalten. In meiner Verwaltung ist das Thema „Kinder- und Jugendfreundlich- keit“ ein Querschnittsthema, d.h. auch beispielsweise in der Stadt- und Verkehrsplanung sowie im Gesundheits- und Um- weltschutz ist es ein immer zu berücksichtigender Aspekt. Wichtig ist dabei auch, dass Kinder und Jugendliche selbst zu allen Themen, die ihr Lebensumfeld betreffen, zu Wort kommen und mitgestalten können. Wenn es um die Zukunft geht, müssen Kinder und Jugend liche schon heute mitreden. Henriette Reker Oberbürgermeisterin der Stadt Köln 1. Hintergrund Kinder- und jugendfreundliches Köln – Wir sind startklar Kinder und Jugendliche haben Rechte. Die „Vereinbarung über die Rechte des Kindes“ wurde bereits 1989 von der UN-Hauptversammlung beschlossen und ist in Deutsch- land geltendes Recht. Die UN-Kinderrechtskonvention umfasst Rechte zur Teilhabe, Förderung und Partizipation von Kindern und Jugendlichen. Der „Vorrang des Kindes- wohls“ ist dabei eine besondere Regel, um Kinder- und Jugendrechte wirksam werden zu lassen. Sie schreibt vor, dass das Kindeswohl – Englisch: „best interest of the child“ – ein Gesichtspunkt ist, der vorrangig bei Ent- scheidungen zu berücksichtigen ist. So sollen nicht nur einzelne Rechte umgesetzt werden, vielmehr ist das „best interest of the child“ ein Grundsatz des Handelns. Die Stadt Köln hat sich auf den Weg gemacht, die UN-Kinderrechtskonvention zu verwirklichen. Ein wesent- licher Baustein ist dabei das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ des Vereins „Kinderfreundliche Kommunen e.V.“. Köln ist die erste und bisher einzige Großstadt, die dieses Siegel erhält. Hierfür hat die Stadt Köln einen Aktionsplan erstellt. Viele Kölnerinnen und Kölner haben daran mitgewirkt: Es wurden Kinder und Jugendliche befragt, Verwaltungs- mitarbeiterinnen und -mitarbeiter, Interessensvertre- tungen von Kindern und Jugendlichen und der Rat der Stadt Köln, der den „Aktionsplan kinder- und jugend- freundliche Kommune“ am 19.12.2017 beschlossen hat. Kinder- und jugendfreundliches Köln Aktionsplan Seite 6 Seite 7Kinder- und jugendfreundliches Köln 1. Hintergrund Köln – eine wachsende Stadt Köln ist eine wachsende Stadt – weil Menschen nach Köln ziehen, aber auch, weil immer mehr Kinder geboren werden. Die Kinder und Jugendlichen in Köln haben dabei ganz unterschiedliche Lebensbedingungen und -welten. Ausreichend Wohnraum, Bildungsangebote und barrierefreie Zugänge sind wichtige Grundpfeiler, damit alle Kinder und Jugendlichen gut aufwachsen können. Gerade auch, weil Kinder und Jugendliche ganz unterschiedliche Ressourcen und Ideen mitbringen. Geschlecht, (familiäre) Migrationserfahrung, Wohnort, Gesundheit, eine mögliche Beeinträchtigung und insbesondere die (familiäre) wirtschaftliche Lage haben Einfluss auf den Alltag der Kinder und Jugendlichen und ihre Chancen. Die kinder- und jugendfreundliche Kommune ist eines der Leitprojekte zu der Frage „Wie wollen wir in Köln leben?“, die im Kölner Strategieprozess „Köln 2030“ behandelt wird. Mit der Umsetzung des Aktionsplans „Kinder- und jugend- freundliches Köln“ werden wir einen ganzheitlichen, zeitgemäßen Blick dafür entwickeln, was in Köln zu tun ist und wie sich Formen der Zusammenarbeit zwischen Ämtern und Dienststellen, zwischen Elternhaus, Kita, Schule, Vereinen und Trägern der freien Jugendhilfe entwickeln. Wir werden Strukturen bilden, in denen Kinder und Jugend- liche als Experten in eigener Sache ihre Vorstellungen darüber einbringen können, wie es zugehen und aussehen sollte in ihrer Lebenswelt. Dr. Agnes Klein Stadt Köln, Beigeordnete für Bildung, Jugend und Sport Kinder- und jugendfreundliches Köln Aktionsplan Seite 8 Seite 9Kinder- und jugendfreundliches Köln 2. Ziele Bei der Erstellung des Aktionsplans „Kinderfreundliche Kommune“ waren zwei Fragestellungen handlungsleitend: – Wie kann die Kinder- und Jugendinteressenvertretung in einer Großstadt in ihrer Bedeutung so ausgestaltet und angebunden werden, dass sie gesamtstädtisch wie auch in den Stadtbezirken erfolgreich agieren kann und Zugänge für alle Kinder und Jugendlichen ermöglicht? – Wie kann es gelingen, aus bewährten und erfolgrei- chen Maßnahmen und Strukturen in einzelnen Stadt- bezirken übertragbare Formate zu entwickeln, die auch in anderen Stadtbezirken und auch stadt weit anwendbar werden? Der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. hat auf Basis der Befragung von Kindern und Jugendlichen sowie von Mitarbeitenden der Verwaltung Empfehlungen für die Stadt Köln unter den Überschriften „Vorrang des Kindeswohls (best interest of the child)“, „Kinder- und jugendfreundliche Rahmengebung“, „Partizipation von Kindern und Jugendlichen“ und „Information über Kinderrechte“ erarbeitet. Diese sind in die im Folgenden dargestellten Leitziele für Köln als kinder- und jugend- freundliche Stadt mit eingeflossen. Während das Kapitel „Vorrang des Kindeswohls (best interest of the child)“ konkrete Themen wie Kinderarmut oder Gesundheit aufgreift, werden in dem Kapitel „Kinder- und jugend- freundliche Rahmengebung“ strukturelle Vorhaben beschrieben, die für eine langfristige Arbeit im Sinne der Die Umsetzung der UN Kinderrechtekonvention ist originärer Auftrag des Amtes für Kinder, Jugend und Familie. Gemein- sam möchten wir erreichen, dass Aufwachsen in Köln gelin- gen kann. Hier ist unserer Auftrag der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Vernachlässigung und häuslicher Gewalt, Bildungsorte zu schaffen, Partner für Kinder und Jugendliche und Eltern zu sein. Die Mitarbeitenden meines Amtes ent- wickeln altersentsprechende Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen bei allen sie betreffenden Fragen und setzten diese in ihrer alltäglichen Praxis um. Mir ist es wichtig, dass alle Kinder und Jugendlichen ihre Rechte kennen und diese auch aktiv einfordern können, denn ein „Kinderfreund- liches Köln“ ist Anspruch und Sebstverpflichtung zugleich. Stephan Glaremin Leiter des Amtes für Kinder, Jugend und Familie Kinder- und jugendfreundliches Köln Aktionsplan Seite 10 Seite 11Kinder- und jugendfreundliches Köln 2. Ziele Kinderrechte durch die Stadtverwaltung sorgen sollen. In den Themenfeldern „Partizipation von Kindern und Jugendlichen“ und „Information über Kinderrechte“ wer- den Ansätze skizziert, wie im Sinne der oben genannten Fragestellungen die vielfältigen Projekte gestärkt und eine gewinnbringende gemeinsame Weiterentwicklung umgesetzt werden kann. 2.1 Vorrang des Kindeswohls – „best interest of the child“ In Deutschland ist der Begriff des Kindeswohls stark mit der körperlichen und seelischen Unversehrtheit des Kindes oder des Jugendlichen verknüpft. Die UN-Kinder- rechtskonvention spricht im Original vom „best interest of the child“. Dieser Begriff macht deutlich, dass „Kin- deswohl“ hier weiter gefasst ist. In Köln gibt es bereits viele Maßnahmen, Projekte und Gruppen, die sich für den Schutz, die Förderung und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen einsetzen. Mit den Leitzielen „Die Folgen von Kinderarmut bekämpfen“, „Gesundheit und Bildung fördern“, „Sport und Bewegung fördern“, „Medienkompetenz vermitteln“ und „Integration und Inklusion voranbringen“ sind Inhalte formuliert, die zur Umsetzung der Kinderrechte wesentlich sind. 2.1.1 Die Folgen von Kinderarmut bekämpfen Kinderarmut und Jugendarbeitslosigkeit als Hemmnisse brauchen besondere Aufmerksamkeit auf dem Weg der Verwirklichung der UN-Kinderrechte. Viele einflussreiche Entscheidungen werden auf Landes-, Bundes- oder gar europäischer und globaler Ebene getroffen. Die Stadt Köln macht es sich zur Aufgabe, gegen die Folgen von Armut anzugehen und Kindern und Jugendlichen Chancen für eine bessere Zukunft zu eröffnen. Durch ein soge- nanntes Monitoring der Präventionsketten können die Wirkungen in den unterschiedlichen Stadtteilen Kölns überprüft und die Anstrengungen angepasst werden. Vorrang des Kindeswohls (best interest of the child) Auszugsweise Maßnahmen: Umwelt und Natur schützen und bewahren Einarbeitung der Kinder- und Jugendrechte in das Verkehrskonzept GoJa – Gesundheitsorientierte Jugendarbeit in Köln Einrichtung eines Sportnetzwerkes Schutz vor Gefahren im Umgang mit Medien Abbau von Angsträumen im öffentlichen Raum Kinder- und Jugendfreundlichkeit ist keine Selbstver- ständlichkeit. Aber sie ist das schönste Element in einer Gemeinschaft und prägt eine Kommune wie Köln. Deshalb unterstütze ich die Umsetzung des Aktionsplans kinder- und jugendfreundliches Köln, denn er ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer Stadt mit diesen Attributen. Die Umsetzung der Rechte von Kindern liegt mir besonders am Herzen, da nur so junge Talente gehört und gefördert werden können. Für diesen zukunftsträchtigen Einsatz wünsche ich mir viele Mitstreiter. Dr. Ralf Heinen, Vorsitzender des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie, SPD Kinder- und jugendfreundliches Köln Aktionsplan Seite 12 Seite 13Kinder- und jugendfreundliches Köln 2. Ziele 2.1.2 Gesundheit und Bildung fördern Kinder und Jugendliche haben das „Recht auf ein Höchst- maß an Gesundheit, auf Gesundheitsvorsorge und medi zinische Betreuung“ heißt es in der UN-Kinder- rechts konvention. In Köln wird in unterschiedlichen Pro grammen daran gearbeitet, dieses Recht umzusetzen. Gesundheit steht in einem starken Zusammenhang mit der sozio ökonomischen Lage der Kinder und Jugend- lichen und auch mit ihrem Verhältnis zur Umwelt und ihrem Zugang zu Bildung. Wichtige Handlungsfelder für die Umsetzung des Rechtes auf Gesundheit sind Ernäh- rung, Bewegung, Entspannung und Suchtprävention. Ein besonderer Fokus wird zum Beispiel auf die Situation von Kindern, die mit einem Elternteil aufwachsen, gelegt. 2.1.3 Sport und Bewegung fördern Zur Erfüllung des „Rechts auf Spiel, Freizeit und Erho- lung“ leistet der Sport einen wesentlichen Beitrag. Der Sport kann eine hohe integrative Wirkung haben und trägt zur Gesundheit und zum Selbstwertgefühl von Kindern und Jugendlichen bei. Neben dem Sport im Ver- ein braucht es auch bespielbare Plätze im öffentlichen Raum, auf denen zum Beispiel Trendsportarten stattfin- den können. 2.1.4 Medienkompetenz vermitteln Kinder und Jugendliche bringen als „digital natives“ bereits Handwerkszeug zur Nutzung von Medien mit. Dabei nutzen sie das Internet je nach Geschlecht, Alter und bisheriger Bildungsgeschichte zu unterschiedlichen Zwecken. „Online-sein“ ist insbesondere für Jugendliche elementar zur Pflege von Freundschaften, zur Organi- sa tion von Freizeit und zur Meinungsbildung. Für einen selbstbestimmten Umgang mit ihren Daten, aber auch zum Schutz vor Hate Speech, Cybermobbing und ähn- lichem, ist es wichtig, dass sie die Dynamiken des Netzes kennenlernen. Medienkompetenz ist wichtig zur Abwehr möglicher Gefahren und ein Schlüssel für die Beteiligung an Politik und Gesellschaft sowie für Bildungs- und Berufskarrieren. Sie muss jugendgerecht an vielen unter- schiedlichen Bildungsorten vermittelt werden. 2.1.5 Integration und Inklusion voranbringen Die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen in Köln sind vielfältig und verschieden. Dies gilt für alle Kinder und Jugendlichen, sei es, dass sie durch eine familiäre Migrationsgeschichte, eine körper- liche und geistige Beeinträchtigung oder ihre sexuelle Kinder und Jugendliche brauchen Respekt, Freiraum und freie Räume – zum Spielen, Toben, zum Denken, Reden und Treffen. Dafür setzte ich mich gern ein! Ulrike Kessing, Jugendpolitische Sprecherin BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Ein kinder- und jugendfreundliches Köln kann nur MIT den Kindern und Jugendlichen verwirklicht werden! Daher unterstütze ich den Aktionsplan. Dr. Helge Schlieben, Jugendpolitischer Sprecher, CDU Kinder- und jugendfreundliches Köln Aktionsplan Seite 14 Seite 15Kinder- und jugendfreundliches Köln 2. Ziele Orientierung geprägt sind. Insgesamt ist zu sagen, dass die wachsende Stadt Köln nicht nur vor großen Heraus- forderungen in Bezug auf die Vielfältigkeit der Lebens- lagen aller Kinder und Jugendlichen steht, sondern diese insbesondere mit strukturellen Aufgaben wie der Schaf- fung von ausreichendem Wohnraum, Bildungsange- boten, barrierefreien Zugängen und vielem mehr stark verbunden sind. Als wachsende Stadt hat sich die Stadt Köln zum Ziel gesetzt, die kulturelle, geschlechtliche, sexuelle und familiäre Vielfalt aller Kinder und Jugend- lichen unabhängig von ihrem sozialen Status zu stärken. Auf Anregung der Stadtarbeitsgemeinschaft Behinder- tenpolitik wurde der Aktionsplan um folgenden Passus erweitert: Die Interessen von Kindern und Jugendlichen mit einer Behinderung auf kindlichen Schutz und Teil- habe werden angemessen dargestellt und im weiteren Prozess im Maßnahmenkatalog aufgenommen. Dabei sind die Behindertenorganisationen aus der Stadt- arbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik als Sachkundige in eigener Angelegenheit zu beteiligen. 2.1.6 Gestaltung kinder- und jugendfreundlicher Lebensräume Kinder und Jugendliche sind in besonderer Weise auf den öffentlichen Raum angewiesen – als Gestaltungsort, als Treffpunkt und durch die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs. Letzteres ist für Kinder und Jugendliche in vielen Befragungen von besonderer Relevanz – sie füh- len sich häufig unsicher, wenn sie mit der U-Bahn, dem Bus oder dem Fahrrad unterwegs sind. Insofern ist es ein wesentlicher Aspekt von Kinder- und Jugendfreundlich- keit, die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in der Verkehrsplanung und -politik zu berücksichtigen. Es braucht darüber hinaus ausreichend partizipativ gestal- tete Spiel- und Sportplätze. Eine besondere Bedeutung und Verantwortung in der Umsetzung der UN-Kinderrechte haben die Bildungs- orte wie zum Beispiel Schulen und Einrichtungen der Jugendhilfe. Sie sind Orte, an denen Kinder und Jugend- liche sich häufig und lange aufhalten und prägende Bildungserfahrungen machen. Ich wünsche Köln, dass der Aktionsplan lebendig umgesetzt wird, viele Akteure – vor allem Kinder und Jugendliche – mitwirken können, dass es gelingt, dezernatübergreifend die Verwaltung zu sensibilisieren für die Kinderrechte und dass die Idee von der kinder- und jugendfreundlichen Stadt Köln gelingt. Für diese anspruchsvollen Ziele wird es die Kraft aller brauchen, in der Politik, in der Verwaltung und in der Zivilgesellschaft, vor allem mit ihren jungen Bürgerinnen und Bürgern. Anne Lütkes, Vorsitzende des Vereins „Kinderfreundliche Kommunen“ Kinder- und jugendfreundliches Köln Aktionsplan Seite 16 Seite 17Kinder- und jugendfreundliches Köln 2. ZieleKinder- und Jugendfreundliches Köln Aktionsplan 2018 Vorhaben Geld in die Hand von Jugendlichen Stadtinformationskampagne auf Innen- plakaten der KVB und Citylightpostern „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Eröffnung Ko ope ra tives Kinder- und Jugendbüro Berichterstattung Rat, Fach ausschüsse, Bezirksvertretung Workshop Strukturentwicklung Kurzfassung des Aktionsplans Kinder- und Jugendfreundliches Köln Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember 10 Kinderrechte von Jugendlichen gezeichnet Präsentation auf dem Weltkindertag Jahrespressekonferenz Planungskonferenz 2019 Mitarbeitende der Stadtverwaltung, Träger der freien Jugendhilfe Arbeitsgruppe Kindeswohl best interest of the child (3 x Jahr) Planspiel Kinderfreundliche Kommune (12.03.) Workshop Kinderrechte im Verwal - tungshandeln umsetzen Arbeitsgruppe Information (3 x Jahr) Information Aufbau einer interaktiven Website Arbeitsgruppe Kinder- und Jugendfreundliche Rahmengebung (3 x Jahr) Arbeitsgruppe Partizipation (3 x Jahr) 20.02.2018 Kick Off und Siegel verleihung KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE Köln Kinder- und jugendfreundliches Köln Aktionsplan Seite 18 Seite 19Kinder- und jugendfreundliches Köln 2. Ziele 2.2 Kinder- und jugendfreundliche Rahmengebung Wie Kinder und Jugendliche aufwachsen, ist von vielfäl- tigen gesamtgesellschaftlichen Faktoren abhängig. In Köln ist zunächst das Dezernat für Bildung, Jugend und Sport, und hier vor allem das Amt für Kinder, Jugend und Familie und das Amt für Schulentwicklung, für die Belange von Kindern und Jugendlichen zuständig. Dabei handelt es sich jedoch um zwei Ämter unter vielen. Die UN-Kinderrechtskonvention schreibt vor, dass das „best interest of the child“ bei „allen Maßnahmen“ ein Gesichtspunkt ist, der „vorrangig zu berücksichtigen“ ist. Auch Verkehrsplanung, der öffentliche Nahverkehr, die Luftreinheit oder die Anzahl von Grünanlagen haben positive oder negative Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche. Die zuständigen Ämter werden Kinder und Jugendliche zukünftig verstärkt in den Blick nehmen. Damit sie nicht als eine Gruppe unter vielen gelten, sondern aufgrund ihrer besonderen Rechte auf Schutz, Teilhabe und Förderung mitgedacht werden, braucht es neue Instrumente und eine besondere Sensibilität. 2.2.1 Kinderrechte im Verwaltungshandeln Um die unterschiedlichen Ämter und Ausschüsse für Kinderrechte im Sinne des Vorrangs des „best interest of the child“ zu sensibilisieren, werden fest vereinbarte Vorgaben benötigt, wie die Kinderrechte Eingang in den Alltag des Verwaltungshandelns finden, insbesondere bei der Erstellung von Vorlagen für die politischen Gremien. Als ein Baustein werden Kinderrechte in die Hauptsatzung der Stadt Köln aufgenommen. Die Ver- waltung gründet zudem eine Steuerungsgruppe, um die Vorhaben zur kinder- und jugendfreundlichen Kommune voranzubringen. 2.2.2 Kinderrechte in Aus- und Fortbildung Den meisten Menschen, die in den Ämtern und Behörden der Stadt Köln arbeiten, fehlt zur Zeit noch das Wissen und Handwerkszeug, um ihre Entscheidungen und ihr Handeln auf die besonderen Bedürfnisse und Lebens- Wir vergeuden viel Geld, Anstrengung und Zeit in unserer Gesellschaft. Jetzt ist der Moment gekommen Kindern und Jugendlichen eine Stimmen zu geben, ihnen Gehör zu verschaffen und somit unmittelbar in unsere Zukunft zu investieren. Simone Mangold, Bezirksschülerinnen- und -schülervertretung Kinderfreundliche Rahmengebung Auszugsweise Maßnahmen: Aufnahme der Kinderrechte in die Hauptsatzung der Stadt Köln Einrichtung eines kooperativen Kinder- und Jugendbüros Schulung des Personals in allen betroffenen Dezernaten Aufnahme der Kinderrechte in die Ausbildung in Verwaltungsbereichen Entwicklung von Qualitätskriterien zur Überprüfung der Kinder- und Jugend - freundlichkeit Kinder- und jugendfreundliches Köln Aktionsplan Seite 20 Seite 21Kinder- und jugendfreundliches Köln 2. Ziele realitäten von Kindern und Jugendlichen abzustimmen. Die Steuerungsgruppe entwickelt Prüfkriterien, die den Mitarbeitenden zur Verfügung gestellt werden. Zudem werden entsprechende Fortbildungen angeboten. In der Ausbildung von Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern wird das Wissen um die Kinderrechte ein fester Bestandteil. 2.3 Partizipation von Kindern und Jugendlichen Partizipation ist gelebte Demokratie. Sei es in der Familie, in der Kindertagesstätte, in der Schule oder der Kinder- und Jugendarbeit: Kinder und Jugendliche dürfen immer mehr mitbestimmen und -gestalten. Dadurch erlernen sie in der Praxis, mit unterschiedlichen Auf- fassungen umzugehen und erleben diese Gesellschaft als veränderbar. Allerdings werden Kinder und Jugend- liche noch nicht in allen für sie wichtigen Bereichen zum Mitdenken und -machen eingeladen. Wenn sie sich äußern, wird dies häufig als unpolitisch missverstanden. Zudem sind Politik- und Verwaltungs- prozesse abstrakt und in ihren Zeitabläufen für Kinder und Jugendliche schwer zu fassen. Die Stadt Köln entwickelt mit dem „lernenden Konzept“ zur Partizipation die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen weiter. Im Mittelpunkt der Debatte stehen unter anderem folgende Fragen: – Wie können Partizipationsprozesse verbindlich und nachhaltig gestaltet werden? – Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden, damit Kinder und Jugendliche nicht nur gehört und motiviert, sondern ihre Positionen in Planungs- und Entscheidungsprozesse auch einbezogen werden? – Wie schafft man Zugänge auch für Kinder und Jugendliche ohne Partizipationserfahrungen? – Was sind geeignete Qualifizierungsformate sowohl für Politik, Verwaltung, Pädagoginnen und Pädagogen als auch für Kinder und Jugendliche? Partizipation von Kindern und Jugendlichen Auszugsweise Maßnahmen: Ausbau der Jugendforen in allen neun Stadtbezirken Vorhaben „Geld in die Hand von Kindern und Jugendlichen“ Partizipation in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit Partizipation und Beteiligungskultur im „Kita-Alltag“ leben und gestalten Demokratieführerschein – Lerne Deine Beteiligungsmöglichkeiten kennen Durchführung einer Jugendbefragung Lasst uns nicht scheinen, sondern leben. Wir fordern Partizipation für alle Kinder und Jugendlichen in Köln! Wir sind alle Künstler unseres politischen und sozialen Zusammenlebens. Lasst uns Köln bemalen mit den Farben der Teilhabe, Inklusion und Solidarität! Sarah Niknamtavin, Bezirksschülerinnen- und -schülervertretung Kinder- und jugendfreundliches Köln Aktionsplan Seite 22 Seite 23Kinder- und jugendfreundliches Köln 2. Ziele Die Ergebnisse werden mit dem Prozess der Leitlinien- entwicklung zur Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern im Büro der Oberbürgermeisterin verzahnt. 2.3.1 Einrichtung des kooperativen Kinder- und Jugendbüros Bereits mit der Beauftragung der Verwaltung, den Aktionsplan „Kinder- und jugendfreundliches Köln“ zu erstellen haben die jugendpolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Kölner Ratsfraktionen einen inhalt- lichen Schwerpunkt auf die Einbindung des Kölner Konzeptes zur Partizipation von Kindern und Jugend- lichen sowie die Umsetzung von Maßnahmen zur Ent- wicklung von Partizipationsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen beschlossen. Ein kooperatives Jugendbüro wird eingerichtet, in dem die Jugendverwaltung mit dem Kölner Jugendring gleichberechtigt zusammenarbeitet. Seine Aufgabe ist es unter anderem, Schnittstellen zwischen Partizi- pa tionsprozessen von Kindern und Jugendlichen, der Verwaltung sowie der Politik zu organisieren. Das Jugendbüro beruht auf zwei Säulen: Der Kölner Jugendring als Arbeitsgemeinschaft unterschiedlicher Selbstorganisationen von Jugendlichen (wie den Jugendverbänden und der Bezirksschülervertretung) und Orga nisationen der Jugendarbeit (wie zum Beispiel die Arbeitsgemeinschaft der Offenen Türen) haben verstärkt die Möglichkeit, parteiisch für Kinder und Jugendliche ansprechbar zu sein und auch widerstän- dige Positionen zu präsentieren. Die Stadt Köln auf der anderen Seite verfügt über Zugänge, um Wirksamkeit von Partizipationsprozessen zu organisieren und hat reichlich Erfahrungen in Gestaltungsprozessen. 2.3.2 Partizipation langfristig etablieren und stärken Partizipation wird entlang der Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen gedacht (wie Schule, Freizeitgestal- tung aber auch Mobilität). Beteiligung in den Einrich- tungen der Kinder- und Jugendarbeit, den kinder- und jugendpädagogischen Einrichtungen, dem Allgemeinen Kinder sehen ihr Umfeld aus einer anderen Perspektive – unvoreingenommen und mit reinem Herzen. Köln braucht Herz und Verstand. Daher sind Kinder vollumfänglich in unsere Stadt miteinzubinden. Sylvia Laufenberg, Jugendpolitische Sprecherin, FDP Ich wünsche mir für Köln, dass wir nicht in Generationen oder Grenzen denken, sondern als gemeinsame Stadt für die Rechte und das Wohl aller Kinder, unabhängig von Nationalität, Geschlecht oder Einkommen eintreten. Es darf nicht immer nur über uns Kinder und Jugendliche geredet werden, sondern wir müssen aktiv und radikal in Entschei- dungsprozesse eingebunden werden, denn Kinder sind nicht nur die Zukunft, sondern auch ein wichtiger gegenwärtiger Teil der Gesellschaft. Johan Wientgen, Bezirksschülerinnen- und -schülervertretung Kinder- und jugendfreundliches Köln Aktionsplan Seite 24 Seite 25Kinder- und jugendfreundliches Köln 2. Ziele Sozialen Dienst, in Schulen, in Kindertagesstätten sowie die Selbstorganisation von Kindern und Jugend- lichen in Verbänden und vieles mehr werden gestärkt. Die Stadt Köln befragt erstmals 2018 in größerem Um fang Jugendliche nach ihrer Meinung und nach Verbesserungs vorschlägen. Auch die Ebene der Stadt- bezirke soll in den Fokus rücken. Dabei werden jeweils passende Foren durchgeführt, so dass Kinder und Jugend- liche in ihrer Vielfalt teilhaben können. Mit der Aktion „Geld in die Hand von Jugendlichen“ werden Budgets zur Selbstverwaltung zur Verfügung gestellt. Die Rat- hausschule als klassisches Projekt politischer Bildung wird weiterentwickelt. 2.3.3 Einbezug von Kinder- und Jugendinteressen in die Stadtplanung Kinder und Jugendliche haben einen besonderen Blick auf die Stadt – aber auch besondere Bedürfnisse. Sie sind auf der einen Seite zum Beispiel auf die Möglichkeit, kostenfrei Sport-, Bolz- und Spielplätze und den öffent- lichen Nahverkehr zu nutzen besonders angewiesen. Sie bringen auf der anderen Seite das Potenzial mit, die Stadt neu und kreativ zu gestalten und ausgetretene Wege zu verlassen. Mit dem Projekt „Stadt mit Zukunft“ wurden bereits gute Erfahrungen gemacht, ämter- übergreifend Kinder und Jugendliche einzubeziehen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden aufgegriffen und die Zusammenarbeit der zuständigen Bereiche in der Verwaltung ausgebaut. Kinder- und Jugendfreundlichkeit in Köln ist mir wichtig, damit tatsächlich alle Kinder im Wohlergehen aufwachsen können. Ich setze mich besonders für die Umsetzung der Rechte der Kinder ein, weil auch Köln hier Nachbesserungs- bedarf hat, etwa wenn es um Bildungszugang von Flücht- lingskindern geht. Ich unterstütze die Umsetzung des Aktionsplans „Kinder- und jugendfreundliches Köln“, weil er viele gute, Ansatzpunkte enthält, um die Stadt kinder- und jugendfreundlicher zu gestalten. Besonders gut gefällt mir, dass Prävention und Partizipation konsequent um gesetzt werden soll und Kinderarmut auf kommunaler Ebene ange- gangen wird. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Armut von Familien und/oder das Aufwachsen in benachteiligten Veedeln Kindern und Jugendlichen Chancen auf Teilhabe und Bildung rauben. Ich wünsche mir für Köln, dass Kinderrechte um- gesetzt werden, Kinderinteressen konsequent im Mittelpunkt stehen und sie Vorrang vor jenen des Wirtschaftsstandortes haben. Dr. Carolin Butterwegge, Die Linke Kinder- und jugendfreundliches Köln Aktionsplan Seite 26 Seite 27Kinder- und jugendfreundliches Köln 2. Ziele 2.4 Information über Kinderrechte Damit Rechte eingefordert, umgesetzt und mit Leben gefüllt werden können, ist es wichtig, dass sowohl Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene sie kennen. Um die bisher beschriebenen Ziele zu erreichen, be- darf es über die reine Kommunikation der UN-Kinder- rechtskonvention hinaus auch einer Plattform, die Mitmachmöglichkeiten vorstellt. Sie soll Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, auf digitalem Weg Themen zu setzen, die ihnen wichtig sind und Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu erreichen. Auch Onlinebeteiligungsverfahren an Planungen und Entscheidungen der Stadt sind denkbar. Über diese stetige Information hinaus sollen einzelne Aspekte kampagnenförmig in die Öffentlichkeit getra- gen werden. Die Lage von Kindern und Jugendlichen sowie ihre Meinungen und Ideen sollen jährlich bei einer Pressekonferenz in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden. Mit dem Weltkindertag gibt es bereits ein jährlich stattfindendes großes Fest der Kinderrechte. Information über Kinder- und Jugendrechte Auszugsweise Maßnahmen: Aufbau einer Website mit Informationen zu Beteiligungsmöglichkeiten in Köln Erstellen eines Leitfaden für Kinder und Jugendliche Entwicklung einer Kinderrechte-Kampagne Entwicklung und Bereitstellung altersgerech - ter Informationen für Kinder und Jugendliche Regelmäßige Berichterstattung Wenn sich Kinder- und Jugendinteressen durchsetzen sollen, brauchen Kinder und Jugendliche Räume, in denen sie sich selbstorganisiert und kritisch mit der Welt um sie herum auseinandersetzen können und Mittel, ihre Interessen selbst- bewusst und laut in der Öffentlichkeit zu vertreten. Gesicher- te Wohn- und Lebensverhältnisse, gute Bildung und der Schutz vor Armut und Abschiebung sind die Voraussetzung für Teilhabe an der Gesellschaft. Marvin Stutzer, Vorsitzender des Kölner Jugendrings Kinder- und jugendfreundliches Köln Aktionsplan Seite 28 Seite 29Kinder- und jugendfreundliches Köln 3. Zusammenfassung und Ausblick dass die Welt gestalt- und veränderbar ist und dass seine und ihre Meinung „zählt“, ist auch als Erwachsene und Erwachsener bereit, sich für Demokratie und Menschen- rechte einzusetzen. Instrument hierfür ist ein „lernendes Gesamtkonzept“ zur Partizipation – mit Schulen, Kinder- tagesstätten, Jugendselbstvertretungen und -organisa- tionen, Einrichtungen der Jugendarbeit und vielen mehr als besonderen Orten der Partizipation. Eine weitere wesentliche Säule ist die Förderung der Teil- habechancen von Kindern und Jugendlichen, insbeson- dere von solchen, die in prekären Lebensverhältnissen aufwachsen. Im Rahmen des Landesprogramms „Kom- munale Präventionsketten“ ist vorgesehen, ein Leitbild zu erstellen, Maßnahmen zur Weiterentwicklung der bestehenden Präventionskette von Fördermaßnahmen zu entwickeln und die Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen in der Stadt zu analysieren. Diese „Daten für Taten“ fließen in die Arbeit für eine kinder- und jugendfreundliche Kommune ein. Köln wird das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ durch den gleichnamigen Verein verliehen. Das Siegel ist keine Auszeichnung für einen Status Quo, sondern eine Auszeichnung und Motivation für den Prozess, Köln kinder- und jugendfreundlicher zu gestalten. Die Stadt Köln nutzt diese Chance, um die Rechte von Kindern und Jugendlichen weiter zu stärken – als erste Großstadt in der Bundesrepublik. Die unterschiedlichen Ämter sind aufgefordert, die UN-Kinderrechtskonvention in ihr Handeln zu integrieren. Dazu gehören die im Aktionsplan beschriebenen Handlungsfelder: – Vorrang des Kindeswohls – Kinder- und jugendfreundliche Rahmengebung – Partizipation von Kindern und Jugendlichen in allen sie betreffenden Bereichen – Information über die Rechte von Kindern und Jugendlichen Der Aktionsplan soll gesamtstädtisch umgesetzt werden. Die Gestaltung Kölns als kinder- und jugendfreundliche Kommune nimmt ab 2018 als Leitprojekt des Dezernates für Bildung, Jugend und Sport eine herausgehobene Stellung ein. Es ist damit eingebunden in die Entwicklung der Gesamtstrategie „Kölner Perspektiven 2030“. Besonders ist an dieser Stelle auf die Umsetzung und Ausgestaltung der Partizipationsrechte von Kindern und Jugendlichen hinzuweisen. Wer schon früh lernt, 3. Zusammenfassung und Ausblick Ich setzte mich für die Umsetzung der Rechte der Kinder ein, weil die Zukunft in ihren Händen liegt und sie die Möglichkeit haben etwas in unserer Stadt zu verändern. Sie helfen uns mit ihren Ideen, Motivationen und hohem Engagement uns stärker für Kinderrechte einzusetzen. Elif Aydin, Juniorsachverständige des Vereins „Kinderfreundliche Kommunen“ Kinder- und jugendfreundliches Köln Aktionsplan Seite 30 Seite 31Kinder- und jugendfreundliches Köln Impressum Bisher standen Kinder und Jugendliche als Träger der UN-Kinderrechte im Mittelpunkt des Aktionsplans. Aber auch Eltern können Krisen durchleben und benötigen in diesen Zeiten Rat, Unterstützung, Hilfe und Förderung. Daher wird in Zukunft auch der Blickwinkel auf Mütter und Väter miteinbezogen. Schließlich tragen Familien in ho- hem Maße zum gelingenden Aufwachsen ihrer Kinder bei. Das Siegel zur kinder- und jugendfreundlichen Kommune wird Köln bis 2020 verliehen – dann wird die Arbeit aus- gewertet und über eine Neuzertifizierung beraten. Für die Stadt Köln ist klar: Kinder- und Jugendfreundlichkeit soll harter Standortfaktor werden. KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE Köln Stadt Köln Amt für Kinder, Jugend und Familie Kinderinteressen und Jugendförderung Aachener Straße 220 50931 Köln Die Oberbürgermeisterin Amt für Kinder, Jugend und Familie Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Grafik Zimmer, Büro für Corporate Design und Visuelle Kommunikation Bildnachweis Titel: getty images, Maria Fuchs S. x, xxx, xxx Druck Druckhaus Süd, Köln 13-CS/51 /5.000/02.2018 Dank Allen, die an der Erarbeitung des Aktionsplans mit- gearbeitet haben und sich an der Umsetzung der Maßnahmen in den nächsten drei Jahren beteiligen werden, sei an dieser Stelle herzlich gedankt.
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    WIR ELRID ETARTRLARL KINDERFREUNDLICHE abe] eidenpesch ju Kölner “ Eine Initiative von vgcnd Ying y Kinderhilfswerk Stadt Köln \ Q m N m L Pe S S) Au ZI 9) \N\ — m > 8) .) SQ P2 Q N] m $) cz -) m © LIEBE KINDER, LIEBE JUSENPLICHE ! NÄCHSTES JAHR WERPEN DIE VON DEN VEREINTEN NATIONEN BESCHLOSSENEN KINDERRECHTE 30 JAHRE ALT. SIE SELTEN ÜBERALL AUF DER WELT FÜR ALLE KINDER BIS 18 JAHRE - vom NEUGEBORENEN BABY BIS ZU SIEBZEHNJÄHRIGEN JUGENPLICHEN. DESHALB WOLLEN WIR, DASS ALLE KINDER, JUGENDLICHEN UND ERWACHSENEN DIESE RECHTE KENNEN UNP SICH DAFÜR EINSETZEN, DASS SIE WIRKLICHKEIT WERDEN ! HIERZU HAT DER COMICZEICHNER MILLUS MIT JUNGEN MENSCHEN AUS KÖLN DIESES HEFT ENTWORFEN UND STELLT ELCH ZEHN DIESER KINDERRECHTE VOR. SCHAUT SELBST EINMAL NACH: SIND DIESE RECHTE FÜR EUCH UND EURE FREUND“INNEN SCHON UMGESETZT 2 WAS MUSS NOCH GETAN WERDEN, DAMIT ALLE KINDER UND JUGENDLICHEN EIN GUTES LEBEN FÜHREN KÖNNEN ? VIEL SPAR BEIM LESEN UND ANGUCKEN ! EUER KÖLNER JUGENPRINS FEBRUAR 2018 HERAUSGEBER KÖLNER JUGENDRIN IMPRE: SUM KARTÄUSERWALL a . z = = 50678 KÖLN “ KOOPERATION MIT ADT KÖLN, AMT li ‚ AMT FÜR Kınpeı DACHLOW - R, JUGEND UND Come JUGENDPROJEKT WEIDEN FAMILIE ZEICHNER miLLUS PESCH DRUCK PRUCKHAUS slip MEDIEN SMBH _ r\ = BN® | | ! | mu N IA II | | || | \ unse ser N Zn RR vr So n_ AN! gg EL FLTIEN. SIE KANN JA HAMMER 6UT SCHIEBEN. SIE MUSS UNBEDINGT IN UNSEREM FUBBALLTEAM MITSPIELEN ! DU KANNST NICHT MITSPIELEN, FUBBALL IST NICHTS FÜR MÄDCHEN ! DAS STIMMT DOCH NICHT! AUCH MÄDCHEN KÖNNEN FUBBALL SPIELEN. HAST DU ETWA ANGST VOR EINEM MÄDCHEN ZU VERLIEREN 2 ICH 2 Äh... NEIN I SIE KANN MITSPIELEN, ARTIKEL 2 DAS RECHT AUF GLEICHE BEHANDLUNG DAS RECHT AUF GLEICHBEHANDLUNG UND SCHUTZ VOR DISKRIMINIERUNG UNABHÄNGIG VON RELIGION, HERKUNFT UND GESCHLECHT DAS IST DER NEUE, ER KOMMT AUS RUSSLAND, HEY RUSSEI DAS IST MEIN PLATZ, HIER IN DEUTSCHLAND HABE ICH DAS SAGEN, KAPIERT 2 NENNE MICH rn BITTE NICHT RUSSE, ICH HABE EINEN NAMEN. ICH HEIBE MARCEL UND WENN DAS DEIN PLATZ IST, DANN SETZE ICH MICH WOANDERS HIN. ARTIKEL 8 DAS RECHT AUF GLEICHE BEHANDLUNG DAS RECHT AUF EINEN NAMEN UND EINE STAATSZUGEHÖRIGKEIT DER IST JA RIESIG, DAS SIEHT NICHT GUT AUS. DAS FIEBER GEHT NICHT WEG, DU BRAUCHST DRINGEND EINEN ARZT. WENN SIE KEIN GELD HABEN, DANN KANN ICH IHNEN NICHT HELFEN. "5 Mmepizin KOSTET Pr VIEL GELD, MEIN SOHN IST SEIT TAGEN KRANK, BITTE HELFEN SIE UNS. | WAS SIND SIE FÜR EIN ARZT 2 IH EEE IN | SIE KONNEN DEN | ae JUNGEN - ARTIKEL 24 DOCH NICHT Kae er DAS RECHT AUF GESUNDHEIT MIR. ICH WERDE WESSCHICKEN ! EUCH HELFEN. KEINER DARF DIR DEN ZUGANG ZU GESUNDHEITSDIENSTEN 7 N VORENTHALTEN u BRING DIE SÄCKE N IN DEN KELLER UND DANN KANNST DU DAS WERKZEUG SAUBER MACHEN, IN EINER DAS HAT MIR HALBEN STUNDE DER CHEF NICHT IST ABGABE, BEIGEBRACHT. WIE SOLL ICH DAS ALLES BEANTWORTEN ? HÖREN SIE ZU. WENN DAS RECHT AUF BILDUNG, DANN VERNÜNFTIG, KÜMMERT BRINGEN ELCH LM IHN. ARTIKEL 28 AR ie DAS RECHT AUF BILDUNG UND AUSBILDUNG WENN DAS RECHT AUF BILDUNG UND AUSBILDUNG, DANN VERNÜNFTIS Van PASST DU NACH DEN HAUSAUFGABEN AUF DEINEN BRUDER AUF UND KANNST DU DEN ABWASCH MACHEN, DAMIT ICH EINKAUFEN GEHEN KANN 2 ICH WÜNSCHTE, ICH KÖNNTE MITSPIELEN. GEHT NICHT. ICH Muss AUF MEINEN BRUDER AUF- ARTIKEL 31 DAS RECHT AUF FREIZEIT, SPIEL UND ERHOLUNG DU HAST EINEN ANSPRUCH AUF RUHE UND FREIZEIT, AUF SPIEL UND ERHOLUNG DU MUSST Zu DEINEM VATER ZIEHEN. was 2 ABER MEINE GANZEN FREUNDE LEBEN HIER UND PAPA HAT NICHT MAL INTERNET. BEIM FAMILIENGERICHT. NIEMAND INTERESSIERT MEINE MEINUNG, ICH WILL NICHT WESZIEHEN, VIELLEICHT KANN DAS FAMILIENGERICHT HELFEN, ARTIKEL 12 DAS RECHT AUF EIGENE MEINUNG DU HAST DAS RECHT DIR EINE EIGENE MEINUNG ZU BILDEN UND DIESE MEINUNG FREI ZU ÄUBERN PAPA, HIER IST ÜBERHAUPT KEIN PLATZ. ICH HABE NICHT MAL EIN EIGENES ZIMMER. ALLE SIND SO LAUT! WIE SOLL ICH HIER SO LERNEN KÖNNEN ? WENN DIE NOCH LAUTER WERDEN, FLIPPE ICH AUS } TT] ARTIKEL 19 DAS RECHT AUF EIN LEBEN OHNE GEWALT DAS RECHT AUF PRIVATSPHÄRE UND EINE 6EWALTFREIE u ERZIEHUNG IM SINNE DER GLEICHBERECHTIGUNG UND DES FRIEDENS BEI UNS SEID IHR SICHER. IHR KÖNNT SO VIEL ESSEN WIE IHR WOLLT. SCHAU WIE DIE AUSSEHEN, HÄNSEL UND GRETEL FÜR ArmEI LASST DOCH DIE KINDER IN RUHE. SIE HABEN EICH DOCH NICHTS GETAN. ARTIKEL 3, 22 UND 38 DAS RECHT AUF SOFORTIGE HILFE IN KATASTROPHEN UND NOTLAGEN, AUF SCHUTZ VOR 6RALSAMKEIT, VER- NACHLÄSSIGLING, AUSNUTZUNG UND VERFOLGUNG Van SEIT TAGEN STREITEN SICH DIE ELTERN. ICH WÜNSCHTE, ICH HÄTTE EIN SICHERES ZU- HAUSE. ICH HABE SO EINEN HUNGER. ICH HABE \ HUNGER. Komm MIT, Im JUSEND- ZENTRUM GIBT ES ETWAS ZU ESSEN. WAS JAMMERST DU JETZT HIER Rum! WILLST DU WIEDER EINE SESCHEUERT BEKOMMEN ? \ N HÖR AUF yes 7 UNSEREN 4 SOHN zu N a Y ÄRGERN ! ARTIKEL 16 SCHUTZ VOR GEWALTANWENDUNG, MISSHANDLUNG, VERWAHRLOSUNG DU HAST DAS RECHT AUF EINE FAMILIE, ELTERLICHE FÜRSORGE UND EIN SICHERES ZUHAUSE ICH HABE GEHÖRT, DU MACHST GERNE MUSIK 2 VIELLEICHT DAS IST HABE ICH GENAU HOFFENTLICH 1“ MICHAEL. IST ER NICHT SO DAS RICHTIGE FÜR DEIN NEUER LANGWEILIG WIE BETREUER. , DER LETZTE. en ace ARTIKEL 23 GEHT VOLL FORPERUNG BEHINDERTER el KINDER DAS MACHT RICHTIG SPAB ! DEN BEAT HABE ICH GEMACHT. COOL, DU HAST DAS RECHT AUF INDIVIDUELLE BETREUUNG BEI BEHINDERUNG VII ker DANKE zn: MIT DER UNTERSTÜTZUNG DER KINDER UND JUGENDLICHEN DES JUSENDZENTRUMS DACHLOW IST DIESES COMICHEFT IN ZUSAMMENARBEIT MIT COMICZEICHNER MILLUS ENTSTANDEN. DIE KINDER UND JUGENDLICHEN SIND DIE AUTOREN DER ZEHN COMIC-SESCHICHTEN, DIE DER COMICZEICHNER MILLUS MIT IHNEN ZEICHNETE UND COLORIERTE. AN | ERICH, DER LEITER DES JUSENDZENTRUMS, MACHTE DIESE KREATIVE ZUSAMMENARBEIT MÖGLICH, 3 A rTTBNn BED VI gunssucn el BuNaBEE Zn uuman, — AN LEI LIREN INN a NÜINEN Bau \ı ayeseer anne Sur dene) RSTL A itiere | u BEBBBET un IN NEN EEFEEELF AN | nun Du! 4 Ko | a En and BEFÖRDERT DURCH & AMT FÜR KINDER, JUGEND UND FAMILIE Kölner vgCndking jugendprojekt eidenpesch

Beratungsverlauf

  1. 10.04.2018

    Jugendhilfeausschuss

    TOP 8.4.2, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen

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