Antrag auf Erweiterung des Schuleinzugsgebietes von Schulen mit bilingualem Zweig
Antrag nach § 3 der GeschO des Rates AN/1927/2023 vom 08.01.2024
Stand: Am 04.06.2024 im Integrationsrat endgültig zurückgezogen.
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FachAK 3 - Antrag auf Erweiterung des Schuleinzugsgebietes von Schulen mit bilingualem Zweig
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FachAK 3 06.11.2023 An den Vorsitzenden des Integrationsrates Herrn Tayfun Keltek An die Geschäftsstelle des Integrationsrates Herrn Andreas Vetter Antrag gem. § 4 der Geschäftsordnung des Integrationsrates Gremium Datum der Sitzung Integrationsrat 16.01.2024 Antrag auf Erweiterung des Schuleinzugsgebietes von Schulen mit bilingualem Zweig Beschluss: Der Integrationsrat bittet den Rat der Stadt Köln um eine Erweiterung des Schuleinzugsgebietes für Schulen mit bilingualen Zweigen zur Förderung der natürlichen Zweisprachigkeit der Kinder und Jugendlichen mit internationaler Familiengeschichte in Köln. Begründung In Köln können die Eltern grundsätzlich dem Schulgesetz entsprechend frei wählen, an welcher Grundschule sie Ihr Kind anmelden wollen. Allerdings gibt es Einschränkungen bei der Umsetzung dieses Wahlrechts. 1. Die Schulen sind gehalten, Kinder, die im „Einzugsbereich“ der Schule wohnen, bevorzugt aufzunehmen. 2. Kinder, die außerhalb des „Einzugsbereiches“ wohnen, erhalten keine Fahrtkostenerstattung. Das führt de facto dazu, dass nur, wenn es die Aufnahmekapazität zulässt, Kinder in einer Schule aufgenommen werden, die außerhalb des Einzugsbereichs wohnen. Diese Möglichkeit wird von Eltern genutzt, wenn eine Schule ein bestimmtes Angebot hat, z.B. Bilingualität, das nicht alle Schulen vorweisen können. Die Kölner Schullandschaft ist vielfältig ausgerichtet. So gibt es in Köln mit insgesamt 13 Schulen den Verbund der Europäischen Grundschulen. Den Kölner Europäischen Grundschulen ist gemeinsam, dass sie mit dem Konzept des bilingualen bzw. mehrsprachigen Lernens oder des Koordinierten Lernens (KOALA) arbeiten. Diese Kölner Schulen bieten mit ihrem einzigartigen Angebot allen Kindern die Möglichkeit von Anfang an gemeinsam mehrsprachig zu lernen. Dabei gibt es Angebote des bilingualen bzw. mehrsprachigen Lernens an Kölner Grundschulen in Deutsch - Englisch, Deutsch -Französisch, Deutsch-Italienisch, Deutsch -Russisch, Deutsch– Spanisch und Deutsch-Türkisch. Die Schüler*innen dieser Schulen erfahren u.a. durch das mehrsprachige Lernen im Schulalltag ein tolerantes Miteinander und entwickeln Verständnis für einander . Damit sind diese Schulen ein unverzichtbarer Bestandteil des vom Rat geforderten und geförderten Bemühens um eine lebendige Mehrsprachigkeit in Köln. Diese von den jeweiligen Schulkollegien und Elternschaften mit besonderer Unterstützung der Stadt und der Bezirksregierung geschaffenen Schulprofile sind jedoch durch die jetzigen Restriktionen in der Auswahlpraxis in ihrem Bestand bedroht. Sie benötigen eine hinreichend große Anzahl von Kindern des jeweiligen herkunftssprachlichen Schwerpunktes, um das Konzept mehrsprachiger Erziehung umsetzen zu können. In diesen Fällen sollte daher d er Elternwunsch im Hinblick auf mehrsprachiges Lernen Berücksichtigung finden und bei den Auswahlkriterien eine wichtige Rolle spielen. Eine Ausweitung der besagten Kriterien (ähnlich wie zum Beispiel die Geschwisterkind-Regelung) ist mit der Festlegung und Priorisierung eines Kontingentes für die am Angebot interessierten Schüler*innen lösbar. Ein Abbau dieser wichtigen pädagogischen Leuchttürme widerspräche massiv dem eigenen Anspruch der Stad t, wie er im Ratsbeschluss vom 20.06.2022 (1017/2022) formuliert worden ist: Für den Erhalt der Glaubwürdigkeit dieses Anspruchs ist das Gegenteil notwendig, nämlich die Ausweitung dieser Angebote unter Einbezug möglichst vieler Grundschulen und mit Bl ick auf die in Köln tatsächlich gesprochenen, auch nicht - europäischen, Sprachen . Damit würden die jetzt notwendigen Sonderregelungen weitgehend überflüssig und die Erziehung zur Mehrsprachigkeit zur bereichernden Normalität in unserer Stadt, die sich mit ihren Ko operationspartnern genau dafür das ZMI-Zentrum für Mehrsprachigkeit und Integration geschaffen hat. Mit freundlichen Grüßen Luziano Gonzales Tejon, Gönül Topuz
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