1386/2021
Jahresbericht der Naturschutzwartin Bezirk 9 Ost, Köln-Mülheim
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Mitteilung BV
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VIII/57/571 Vorlagen-Nummer 1386/2021 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 23.08.2021 Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 06.09.2021 Jahresbericht der Naturschutzwartin Bezirk 9 Ost, Köln-Mülheim Im Anhang erhalten Sie den Jahresbericht 2020 der Naturschutzwartin für den Bezirk 9 Ost, K.- Mühlheim.
2020_Jahresbericht H.I.
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Jahresbericht 2020
Hella Isbaner – Naturschutzwacht – Dienstbezirk 9 – Köln, Mülheim-Ost
Januar:
Mehrmals an verschiedenen Tagen unternahm ich fußläufig erreichbare Rundgänge durch wechselnde
Gebiete, u.a. die Dellbrücker Heide und der angrenzende Höhenfelder See. Wie zu dieser Jahreszeit zu
erwarten, war es weitestgehend ruhig und es gab keine erwähnenswerten Störungen. Doch wurden und
werden immer wieder die NSG-Schilder besprüht und vorhandene Eingangsschilder abgerissen bzw.
mutwillig entfernt!
Am Höhenfelder See war es aufgrund der Witterung ruhig, besonders für alle dort lebenden Wassertiere, die
sich ungestört und frei bewegen konnten.
Februar:
Müllfunde beim Rundgang: Dellbrücker Heide - Eingang Höhenfelder Mauspfad - lagen Müllsäcke und
sonstiger Unrat am Weg.
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Jahresbericht 2020
Hella Isbaner – Naturschutzwacht – Dienstbezirk 9 – Köln, Mülheim-Ost
Weiter später, in der Urnenstraße Dellbrück, in Höhe der Schule, befand sich wieder verschiedenartiger Müll
und Schmierereien.Diese Funde habe ist anschließend dem AWB mit Fotos per Mail gesandt.
28.02.
Wieder war ich unterwegs in der DH, um das Gelände zu kontrollieren. Zunächst ging ich vom Eingang
(Höhenfelder Mauspfad) links den schmalen Pfad entlang des Zaunes zum See. Dort war alles ruhig,
friedlich und störungsfrei. Anschließend ging ich weiter hoch, Richtung Betonweg vom Kleinen See aus.
Oben angekommen traf ich auf H. Sticht und einem Journalisten/Autor, die offenbar gerade ein Interview
führten. Es kam unvorhergesehen dann auch ein Interview mit mir zustande, mit zeitlichen
Unterbrechungen. Natürlich gab ich bereitwillig Auskunft über unsere Aktivitäten im NSG DH. Zwei
praktische Beispiele von Hundehaltern ereigneten sich während des Interviews, was ich zwischendurch
unterbrechen musste, damit ich meiner Aufgabe als Naturschutz-Wacht gerecht werden konnte. Zwei
freundliche und einsichtige Frauen mit zwei Hunden, die sich in der DH noch nicht auskannten, sprach ich
an, weil sie vorhatten diesen verbotenen Weg hinunter zu gehen. Ich berichtete kurz über das NSG und gab
ihnen noch je 1 DH-Flyer mit. Sie waren sehr dankbar dafür.Zwischenzeitlich fixierte H. Sticht einige große
Zweige direkt auf den verbotenen "Durchgang" als erkennbare Barriere. Kurz darauf sah ich - während des
Interviews - dass gerade ein Hundehalter diesen verbotenen Weg vom See her hoch kam, um durch die
Absperrung zu gehen. Ich ging augenblicklich zu ihm und erklärte freundlich die Situation und bat ihn
umzukehren. Doch das interessierte ihn nicht einmal, stattdessen versuchte er genervt die Zweige wieder
wegzuzerren und beschwerte sich heftig, dass es ja nirgendwo deutliche Schilder gäbe. H. Sticht und ich
wiesen ihn erneut auf die NSG-Schilder an den Eingängen und auf die örtlichen Gegebenheiten des NSG
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Jahresbericht 2020
Hella Isbaner – Naturschutzwacht – Dienstbezirk 9 – Köln, Mülheim-Ost
hin. Doch auch das tangierte diesen Mann nicht im Geringsten. Ich wollte dem Hundehalter noch einen
Flyer mitgeben, damit er über die Wegeführung informiert ist. Doch er lief nur wütend und schnell mit
seinem Hund Richtung Höhenfelder See! Leider gibt es immer wieder uneinsichtige und damit renitente
Hundehalter, die sich partout nichts sagen lassen. Doch alle Menschen sind verantwortlich für die Erhaltung
der Flora und Fauna und wir können das aber nur gemeinsam schaffen, wenn jeder seinen gesunden
Menschenverstand gebraucht und nicht nur seine eigenen Interessen im Fokus hat sondern mehr
gemeinschaftlich denkt und handelt. Ein Foto hatte ich noch von dem Mann gemacht.
Nach dem Interview machte ich mich anschließend auf, um die Freiwilligen vom BUND zu treffen. Auch sie
waren aktiv dabei an anderen Stellen vorhandene Barrieren zu verdichten bzw. zu errichten. H. Sticht kam
später auch noch dazu und bat alle in einer kurzen Lagebesprechung darum, die Barriere zum See immer
wieder zu verdichten, auch am BUND-Aussichtspunkt. Nachfolgend dazu ein paar visuelle Impressionen.
Doch noch nicht einmal 1 Tag später, waren die Barrieren bereits schon wieder zerstört worden!!!
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Jahresbericht 2020
Hella Isbaner – Naturschutzwacht – Dienstbezirk 9 – Köln, Mülheim-Ost
Barriere Seeweg DH - vorher und nachher:
Barriere BUND-Aussichtspunkt - vorher und danach.
März:
Anfang des Monats war ich wieder in Mülheim unterwegs, um auch immer wieder in diesen Bereichen zu
kontrollieren. Weitestgehend kann ich erkennen, dass die Grünanlagen schon sehr gut von der Stadt
befahren und kontrolliert werden, wobei auch der Müll beseitigt wird. Am Stadtparksee tummelten sich viele
Enten, Gänse und sonstige kleinen Tiere. Sonst gab es keine Beanstandungen.
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Jahresbericht 2020
Hella Isbaner – Naturschutzwacht – Dienstbezirk 9 – Köln, Mülheim-Ost
In den folgenden Tagen war ich u. a. mehrmals im NSG D-Heide. Ich sprach mit mehreren Besuchern und
verteilte dazu wie immer Aufklärungs-Flyer. Es war erfreulich, dass es doch noch einsichtige Menschen gibt.
Leider stellte ich jedes Mal fest, dass innerhalb des Monats die errichteten Barrieren wiederholt mehrmals
durchbrochen wurden! Natürlich werden diese wieder von den Freiwilligen errichtet. Es ist jedoch müßig!
21.03.2020, Sa
Mein nächster Rundgang war ins NSG Thielenbruch bis Heinrich-Strünker-Weg und zurück nach Hw über
DH. An der Straße vom OBI Holweide/Dellbrück, am Maschendrahtzaun, lagen von Beginn an vereinzelt,
offenbar aus den Autos geworfen, Mülltüten, Müllbecher, Glasflaschen, etc... bis zur Kreuzung.
Vom NSG am Heinrich-Strünker-Weg, vom Thielenbruch kommend (Nahe der Aral-Tankstelle - BGL-Hand).
Etliche Flaschen liegen dort im Gelände, unweit zum Ausgang Heinrich Strünker Weg, siehe einige Fotos.
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Jahresbericht 2020
Hella Isbaner – Naturschutzwacht – Dienstbezirk 9 – Köln, Mülheim-Ost
25.03.2020, Mi:
Dieses Mal wurden an verschiedenen Stellen mehrere Nistkästen in der D-Heide angebracht.
Des weiteren war wieder die Barriere zum kleinen Heide-See durchbrochen, was ständig passiert!!! Doch
wir verdichteten zusammen die Barriere, die deutlich machen soll, dass dieser Zugang verboten ist.
Außerhalb der Heide (Richtung Höhenfelder See) wurde auch noch ein Nistkasten angebracht - nahe des
Maschendrahtzauns. Da dort auch schon wieder ein kleiner Trampelpfad war, nahmen wir das in der Nähe
liegende Schnittgut von Bäumen, um den Zugang zum Trampelpfad zu verdichten. Es soll zumindest
kenntlich gemacht werden, dass dieser Weg nicht öffentlich ist. Schilder hatten wir immer wieder erneuert,
doch auch immer wieder werden diese bewusst zerstört, um dann zu sagen, "es gäbe ja noch nicht einmal
Hinweis-Schilder!"
Das neu errichtete Geländer, am Sportplatz 1, wo viele Hundehalter vom Lupinenweg kommen, warwieder
in der Mitte durchbrochen worden! Hundehalter sind natürlich willkommen und die meisten sind auch
achtsam und rücksichtsvoll, wofür wir wirklich dankbar sind. Doch In Zeiten von "Corona" zieht es natürlich
auch viele Menschen mit ihren Tieren in die Natur. Es ist deshalb sehr überlaufen und viel unruhiger
geworden. Jeder Interessierte kann sich gerne auf der Website der Dellbrücker Heide online über die
Aktivitäten und alles weiter Wichtige informieren:
https://www.dellbruecker-heide.net/index.php
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Jahresbericht 2020
Hella Isbaner – Naturschutzwacht – Dienstbezirk 9 – Köln, Mülheim-Ost
April:
Im NSG DH wurde inzwischen im "Pferch" (ehemaliges Tanklager) eine Malaise-Falle aufgestellt.
Diese zeltartige Station ist eine von vielen von der Stadt Köln beauftragten Untersuchungsorte. Darin
werden Insekten gefangen, um diese zu bestimmen, was auch der weiteren Fortführung und Erneuerung
der Insektenkartierung dient. Es gilt herauszufinden, wie sich die Artenvielfalt der letzten Jahrzehnte
entwickelt hat. Ich empfehle an dieser Stelle gerne nochmals die Website der Dellbrücker Heide, worin es
sehr viel Wissenswertes zu entdecken gibt:
https://www.dellbruecker-heide.net/index.php
Bei meinen mehrmaligen Rundgängen, u.a. im Gelände der Dellbrücker Heide, die inzwischen sehr stark
frequentiert wird, musste ich feststellen, dass - obwohl verboten (!) - wiederholt oberhalb des Sees gegrillt
wurde und noch nicht einmal der Müll wieder mitgenommen wurde!
Mai:
Fr, 15.05.2020 - Dellbrücker Heide
Mit dem Rad bin ich zum heutigen freiwilligen Einsatz in die DH zur Kontrolle gefahren und noch weiter
meine Runde durch die Gebiete abzufahren. Viele BUND Freiwillige (siehe Fotos) haben sich dieses Mal
dem Entfernen der Schößlinge der Traubenkirsche gewidmet.
Mit Spitzhacke, Wiedehopf und mit den Händen ging es zur Sache (nahe Aussichtspunkt BUND bzw.
Ausgang zum Höhenfelder See). Die Gelegenheit für einen allgemeinen Erfahrungsaustausch hat sich
dabei auch ergeben. Es war ein ziemlich Schweiß treibender Tag. Einige Schilder "Weideweg - Durchgang
verboten" (nach Eingang Höhenfelder Mauspfad gleich rechts und am Seeweg) wurden wieder angebracht.
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Jahresbericht 2020
Hella Isbaner – Naturschutzwacht – Dienstbezirk 9 – Köln, Mülheim-Ost
Anschließend fuhr ich weiter zum Höhenfelder See. Bei den Blesshühnern hat es Nachwuchs gegeben (6),
die liebevoll von ihren Eltern versorgt wurden. Ein Schwanen-Nest gab es am Ufer auch zu sehen, wobei
die "Mama" im Nest ihre 6 Eier bebrütete und gleichzeitig das Nest weiter verdichtete.
Anschließend fuhr ich zur Kontrolle verschiedene Wege Richtung Thielenbruch weiter.
Juni:
Vom 10.06.2020 - 01.07.2020 war wieder die Ziegen- und Schafherde in die Dellbrücker Heide, um uns bei
den Pflegemaßnahmen im Gelände zu unterstützen! Zuvor musste dafür noch, für die Übernachtung der
Herde im Penningsfeld, einiges dazu vorbereitet werden. Anschließend sind wir (Schäfer und ich) nach
Rösrath gefahren, um später gemeinsam mit der Herde zu Fuß bis nach Penningsfeld zu gehen.
Abmarsch vom Turmhof Rösrath: Ankunft im Nachtquartier in Penningsfeld:
Fast jeden zweiten Tag, bis Juli, war ich stundenweise bei der Herde und beim Hüten mit dabei. Es verlief
weitestgehend friedlich, bis auf einige Hundehalter, die ihre Hunde nicht anleinen.
Trinken am Dellbrücker Heide-See. Nachtpferch - Dellbr ücker Heide:
Am Sa, 01.Juli zogen wir wieder mit der Herde aus, um sie zum Nachtquartier nach Penningsfeld
zurückzubringen, was mit körperlichem Einsatz, aber ohne nennenswerte Komplikationen, gut verlief. Für
Interessierte und für weitere Informationen kann gerne den nachfolgendem Link aufrufen:
https://www.dellbruecker-heide.net/ziegenherde-in-der-dellbruecker-heide,643,1.html
Vielen Dank natürlich auch an die Ordnungskräfte, die uns zeitweise sehr hilfreich zur Seite standen! Ich
freue mich immer über Ihre Unterstützung und danke Ihnen allen für die gute Zusammenarbeit! 👍
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Jahresbericht 2020
Hella Isbaner – Naturschutzwacht – Dienstbezirk 9 – Köln, Mülheim-Ost
Juli und August:
Trotz der teilweisen großen Hitze bin ich immer unterwegs in den Gebieten gewesen und habe auch nach
den Beschilderungen gesehen, die leider oft abgerissen werden. Entsprechende Hinweise habe ich an den
BUND weitergegeben.
Auch aufgrund der heißen Tage und Corona, hat auch wieder der Besucherstrom in der Dellbrücker sehr
stark zugenommen. Ich spreche zwar mit vielen Menschen vor Ort, die auch teilweise Einsicht zeigen. Doch
allein kann ich das als Ehrenamtliche und ohne direkte Befugnisse nicht meistern, da das auch oft ein
Kampf gegen Windmühlen ist. Und mit Frust möchte ich diesen Dienst nicht tun müssen.
Aufgrund der Hitze waren inzwischen auch Warnhinweise der Stadt Köln angebracht in den Bereichen wo
vermehrt Eichenprozessions-Spinner nisteten. Ich traf in der Nähe vom Flehbach (Holweide) auf einen
entsprechenden Baum-Einsatzwagen. So kamen wir zusammen in ein sehr gutes informatives Gespräch.
Am Freitag, den 28.08. fand nun - anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Projektes
Dellbrücker Heide - eine kleine Outdoor-Feier in der Dellbrücker Heide statt.
1. Eröffnung und Begrüßung aller Beteiligten durch Holger und anschließender Rede zum 10-jährigen
Bestehen des NSG DH.
2. Herr Diestelrath, Stadt Köln, bedankte sich in einer kurzen Rede, bei allen Ehrenamtlern.
3. Verteilung der Jubiläumszeitschrift
4. Einladung zum selbstgemachten Buffet von Frau Falk und vom Rhein-Sieg-Kreis - BUND - wurden alle
Anwesenden mit Getränken versorgt.
5. Anschließend erfolgte durch H. Sticht noch ein kleiner Rundgang durch die DH für Interessierte statt,
wobei er auf die Besonderheiten hinwies.
6. Persönliche Gespräche fanden mit vielen Anwesenden und Vertretern der Unteren Naturschutzbehörde
natürlich auch statt.
7. Jeder bekam eine Broschüre zum Projekt Dellbrücker Heide überreicht, zur Erinnerung und zur
Information.
Es war eine sehr gut gelungene Veranstaltung und schön, dass auch das Wetter "mitspielte". Dazu
nachfolgend einige visuelle Impressionen.
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Jahresbericht 2020
Hella Isbaner – Naturschutzwacht – Dienstbezirk 9 – Köln, Mülheim-Ost
September:
Vom 12.09. - 02.10. war zum 2. Mal in diesem Jahr, wieder die Ziegen- und Schafherde in der Dellbrücker
Heide, um bei den weiteren Pflegeschutzmaßnahmen im Gelände mit zu helfen. Auch hierbei war ich fast
jeden 2. Tag vor Ort. Es war ähnlich wie bereits im Juni gewesen. Da es nicht nur eine Ziegenherde ist,
sondern auch noch mehrere Schafe hinzugekommen waren, gab es sehr viel zu tun. Denn die Schafe
haben meistens den Drang sich einfach "ungefragt" abzusondern, auch weil einige Hunde immer wieder
frei im Gelände umher streunten. Das macht den Tieren Angst und sie rennen einfach los. Ehe man sich
versieht, sind sie geflüchtet. Es war schon eine aufregende und Schweiß treibende Arbeit, die gesamte
Herde zu hüten und zusammenzuhalten. So war es sehr gut, dass wir zu zweit waren.
Der Höhepunkt war der Auszug aus der Heide an einem Freitag, 02.10. Da die Dellbrücker Heide
inzwischen ziemlich trocken war, fand die Herde nicht mehr so viel saftiges Grün. Als wir gegen 14:00 Uhr
aus der DH auszogen, kamen wir nicht wirklich voran, denn die Tiere blieben an jedem Eichenbaum stehen,
um die knackigen Eicheln zu fressen. :-) Außerdem mussten wir dadurch mitten im Berufsverkehr auch
einige gefährliche Straßen überqueren! Das war wirklich eine sehr große Herausforderung für uns alle
gewesen! Doch wir kamen dennoch - zwar ziemlich erschöpft und entkräftet, doch wohl behalten - im
Penningsfeld an. Die Herde blieb noch einige Tage dort, im eigens dafür vorbereiteten Quartier. In Rösrath
sind sie einige Tage später wieder gut zurück gekommen, wo dann auch mehrere Helfer mit dabei waren.
Damit der Bericht nicht zu groß wird, habe ich hierzu keine weiteren Fotos eingefügt.
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Jahresbericht 2020
Hella Isbaner – Naturschutzwacht – Dienstbezirk 9 – Köln, Mülheim-Ost
Von Oktober bis Dezember:
Meine Rundgänge waren sehr unterschiedlich und vielfältig. So traf ich z. B. wieder in Mülheim am
Stadtpark-See, zwei Herren, die im dortigen See beschäftigt waren. Das weckte mein Interesse und so ging
ich hin, stellte mich vor und wir hatten ein sehr interessantes Gespräch. Die beiden waren von der SteB
AöR - Stadtentwässerungsbetriebe Köln. Ich fragte, was sie dort im Wasser an den Drahtgebilden
vorhatten. Der eine Herr erklärte mir freundlich und aufgeschlossen, dass sie darin Pflanzen angebracht
haben, die nach unten, durch ihre Wurzeln, für die Säuberung des Sees beitragen helfen sollen und
anderen Kleinlebewesen im Wasser zu überleben helfen. Damit sich die Wild- und Nilgänse und auch
andere Enten nicht auf die eingebrachten Pflanzenteile setzen und alles wegfressen, haben sie über diese
schwimmenden Pflanzen-Inseln mit Metalldrahtzäunen als Schutz darüber befestigt, was fast wie ein
Drahthäuschen anmutet. Eine sehr gute Idee. Allerdings befinden sich in dem See auch 8 Koi's, Rotaugen
und sogar ein 1,5 m langer Hecht war darin. Letzteren haben sie jedoch gefangen und zur "Groov" nach
Zündorf gebracht. Denn der kleine See in Mülheim ist dafür völlig ungeeignet. Er bemängelte allerdings
zurecht, dass viele Besucher immer alle Tiere dort füttern wollen, und zwar mit "Futter" was für die Tiere
wirklich nicht geeignet ist! Einerseits sieht es nach Tierliebe aus, aber andererseits verlernen die Vögel
dadurch selbst nach Futter zu suchen. Wenn dann mal Tagelang niemand kommt, um sie zu füttern, dann
sterben sie! Unser Erfahrungsaustausch war wirklich hoch interessant.
Nachfolgend zwei visuelle Eindrücke:
Weitere Rundgänge erfolgten natürlich auch an anderen Stellen und in verschiedenen Gebieten.
Fliegenpilze gab es mehrere, aber leider auch beschmierte NSG-Schilder in der Dellbrücker Heide.
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Jahresbericht 2020
Hella Isbaner – Naturschutzwacht – Dienstbezirk 9 – Köln, Mülheim-Ost
Die Schwäne am Höhenfelder See sind inzwischen groß geworden und es geht ihnen gut.
Es gibt jedoch auch immer wieder einige "Zweibeiner" am Höhenfelder See, die es sich dort häuslich und
gemütlich machen, wenn es warm ist. Es wird gegrillt, geangelt, ob legal oder illegal, gebadet und...
Deshalb wäre es schon hilfreich, wenn das Ordnungsamt dort vor Ort mehrmals kontrollieren würde.
Bedingt durch die "Corona-Maßnahmen", worunter sehr viele Menschen leiden, zieht es natürlich auch
Viele in die Natur. Zumindest hat der Zulauf extrem zugenommen, was für kleine Erholungsgebiete oft nicht
ausreicht, damit Mensch - Tier und die Natur unbeschadet diese Zeiten überstehen/überleben können.
Doch mit gegenseitiger Einsicht, Rücksichtnahme, Respekt und Verantwortungsgefühl kann es gelingen.
Viele tun es bereits und leben das auch praktisch vor. Ich bin jedem Einzelnen sehr dankbar, der mit- und
weiter denkt. Denn wir alle können diese extremen Herausforderungen nur gemeinsam meistern. 👍
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Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1386/2021
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 04.08.2021
- Erstellt
- 14.04.2021 09:01