AN/0287/2023
Antrag: Visaerleichterungen für Erdbebenopfer
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
GOL - Antrag Visaerleichterungen
7022 Zeichen
Grün offene Liste Migration (GOL) Datum 21.02.2023 An den Vorsitzenden des Integrationsrates Herrn Tayfun Keltek An die Geschäftsstelle des Integrationsrates Herrn Andreas Vetter Antrag gem. § 4 der Geschäftsordnung des Integrationsrates Gremium Datum der Sitzung Integrationsrat 28.02.2023 Antrag: Visaerleichterungen für Erdbebenopfer Beschluss: „Die Ausländerbehörde wird gebeten den Beschluss der Bundesregierung Visaerleichterungen für die Erdbebenopfer aus der Türkei konsequent umzusetzen, bürokratische Hürden abzubauen und Wartezeiten zu vermeiden. Hierzu sollen bei der Bearbeitung und Beschleunigung u.a. auch die interkulturellen Zentren der Stadt Köln, die in Köln ansässigen Integrationsagenturen und der Kölner Flüchtlingsrat der Ausländerbehörde als Expert*innen unterstützend zur Seite stehen, um die Bearbeitung der Fälle zu beschleunigen und mehrmonatige Wartezeiten zu vermeiden. Die Verwaltung soll ferner prüfen, wie man kurzfristig Personal aufstocken kann und ggf. Beratungstermine auch am Wochenende anbieten kann. Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, ob auch schnellstmöglich Sprechstunden zur Beratung und Abgabe von Verpflichtungserklärungen und Aufenthaltstitel für Betroffene ohne Anmeldung angeboten werden können. Diese Sprechstunde wurde erstmals am 15.02.23 von der Dortmunder Stadtverwaltung am Info- Point in der Berswordt-Halle angeboten. Weiterhin wird die Verwaltung gebeten, Ansprechpersonen für die Bearbeitung der Anfragen zu benennen und diese inkl. ihrer Kontaktdaten auf den Seiten der Ausländer:Innenbehörde zu veröffentlichen." Begründung: Die Betroffenen brauchen sofort und schnelle Hilfe. Die Erdbebenopfer in der Türkei und Syrien sind traumatisiert und müssen schnellstmöglich aus dem Krisengebiet evakuiert werden, um auf Distanz und in Sicherheit ihre traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten – weiterhin sind zahlreiche Gebäude zerstört, so dass Personen kurzfristig für die kalte Jahreszeit Unterkünfte benötigen. Auch die Familienangehörigen in Köln sind traumatisiert und voller Sorge. Dies berichten und bestätigen auch viele Psycholog*innen und Psychotherapeut*innen mit internationaler Familiengeschichte in Köln, die aktuell in der Krisenintervention und Traumaarbeit tätig sind und den massiv angestiegenen Bedarf sehr deutlich schildern. In Deutschland respektive Köln bangen zehntausende Menschen um ihre Angehörigen in den Erdbebenregionen. Sie würden diese gern aus der bitteren Not herausholen und für eine befristete Zeit bei sich aufnehmen. Die Bundesregierung hat verkündet dies jetzt zu erleichtern. Vom Erdbeben betroffene Menschen in der Türkei und Syrien sollen über ein unbürokratisches Visaverfahren die Möglichkeit erhalten, zeitweise bei Angehörigen in Deutschland unterzukommen. Das teilten das Auswärtige Amt und das Bundesinnenministerium am 18.02.2023 in Berlin mit. „Als Bundesregierung wollen wir helfen, dass Familien in Deutschland Angehörige, die vom Erdbeben betroffen sind, vorübergehend bei sich aufnehmen können, wenn sie kein Dach mehr über dem Kopf haben oder medizinische Behandlung brauchen", sagte Außenministerin Annalena Baerbock. Das Auswärtige Amt hat ihren Angaben zufolge gemeinsam mit dem Bundesinnenministerium eine Task Force gebildet mit dem Ziel, das Visaverfahren für diese Fälle so unbürokratisch wie möglich zu machen. Das Auswärtige Amt habe schon jetzt sein Personal an den Auslandsvertretungen verstärkt und bspw. Kapazitäten an den Visa-Annahmezentren in der Türkei umgeschichtet. Die Regelung richtet sich an Erdbebengeschädigte, die in Deutschland bei Familienangehörigen ersten oder zweiten Grades mit deutscher Staatsbürgerschaft oder einem dauerhaften Aufenthaltsrecht Zuflucht suchen wollen. Wir stellen fest, dass die Aufhebung dieser Hürden leider noch nicht in der Verwaltung angekommen ist und trotz allergrößter Not, die Ausländerbehörde telefonisch kaum zu erreichen ist und Termine für die Visavergabe sich leider um Wochen und Monate verzögern. Zeit die die Betroffenen vor Ort aber nicht haben. Die direkt Betroffenen im Erdbebengebiet, darunter auch viele Kinder, harren derweil in Eiseskälte in Zelten und weiteren provisorisch eingerichteten „Unterkünften“ aus. So erreichten uns Meldungen, dass sogar im Zuge der Familienzusammenführung die hoch schwangere Ehefrau eines Kölners, die ohne Obhut und Unterkunft sich aktuell im Erdbebengebiet aufhält, aufgrund bürokratischer Hürden kein Visum erhält. Die Stadtverwaltung in Dortmund bspw. bot kurzfristig am 15.02. am Info-Point in der Berswordt-Halle ohne Anmeldung und unbürokratisch zwischen 8 und 15 Uhr eine Sprechstunde an. Hier können sich Dortmunder*innen informieren, wie sie ihre Verwandten aus den Erdbebengebieten in der Türkei und Syrien hierhin holen können. Zudem besteht die Möglichkeit - wenn bereits Betroffene in der Vergangenheit einen Aufenthaltstitel beantragt haben - diese dort abzuholen, falls dieser Personenkreis in die Regionen reisen möchte. Sollten Betroffene die notwendigen Unterlagen alle zusammen haben, ist es außerdem möglich, am gleichen Ort auch schon die Verpflichtungserklärung abzugeben. Somit können Familienangehörige vor Ort unkompliziert ihre Verwandten für 3 Monate nach Dortmund holen. „In den ersten Stunden konnten bis zu hundert Beratungsgespräche geführt werden. Es gab viele Fragen zur Einreise nach Deutschland: "Wir haben auch bereits konkret unterstützen können mit der Erteilung von Verpflichtungserklärungen oder der Ausgabe von Aufenthaltstiteln" erklärte Melanie Schmickler, Leiterin der Ausländerbehörde Dortmund. Die Ausländerbehörde hatte tags zuvor schon Hunderte Gespräche mit Betroffenen geführt. "Im Vorfeld hat die Verwaltung sehr gut gearbeitet", bestätigte auch Ratsmitglied Cüneyt Karadas. Das Hilfsangebot werde in mehreren Sprachen angeboten – ob türkisch, kurdisch, syrisch oder arabisch. So konnten auch viele Fragen beantwortet werden. Man sei sehr zufrieden, die Resonanz sei bislang sehr gut. "Wir sind auch sehr glücklich darüber, dass wir viele Fragen bereits im Vorfeld klären konnten, so dass die Menschen nicht alle heute persönlich vorsprechen mussten", so Schmickler. Über alle Kanäle, welche die Ausländerbehörde anbot, wurden Fragen beantwortet, darüber sei man auch weiterhin erreichbar.“ Quelle: https://www.dortmund.de/de/leben_in_dortmund/nachrichtenportal/alle_nachrichten/nachricht .jsp?nid=727920 Weitere Informationen: https://www.dortmund.de/.../aktuelles.../index.html In dieser humanitären Katastrophe ist es unsere Aufgabe, nicht nur die angekündigten unbürokratischen Visaerleichterungen mit Leben zu füllen und Hürden abzubauen sondern diese auch vor Ort schnellstmöglich umzusetzen. Dies sind wir den vielen Kölner*innen und betroffenen Familienangehörigen schuldig, hier schnell und unbürokratisch Unterstützung zu leisten. Mit freundlichen Grüßen, Elizaveta Khan, Ahmet Edis, Dorsa Billstein
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0287/2023
- Typ
- Antrag nach § 12 (Dringlichkeitsantrag)
- Datum
- 22.02.2023
- Erstellt
- 22.02.2023 13:52