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0731/2024

Szenebericht Musik

Mitteilung Ausschuss 05.03.2024

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 12.03.2024

Mitteilung Ausschuss

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Anlage 1 IFM Spartenbericht 2024

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Mitteilung Ausschuss

1152 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VII/41/41/22 
 
Vorlagen-Nummer 05.03.2024 
 0731/2024 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 12.03.2024 
 
Szenebericht Musik 
In seiner Sitzung am 07.09.2010 hat der Ausschuss Kunst und Kultur die Verwaltung beauf-
tragt, den Sparten Musik, Darstellende Kunst (Theater und Tanz), Bildende Kunst (Fotografie) 
und Medien (Film, Literatur) die Möglichkeit zu geben, „regelmäßig über das Geschehen, die 
aktuelle Situation und die Perspektiven ihrer Arbeit zu berichten“. Dabei sollen die Spartenver-
tretungen in ihren jeweiligen Bereichen auch die interkulturellen Aktivitäten und Entwicklungen 
berücksichtigen. 
 
Die Berichte sollen entweder in Form einer ca. 5-minütigen PowerPoint-Präsentation, Video-
botschaft und/oder eines schriftlichen Berichts (maximal drei Seiten) dem Ausschuss Kunst 
und Kultur vorgestellt werden.  
 
Für die Sparte Musik werden Herr Thomas Gläßer (Vorstand IFM) und Herr Andreas Gilger 
(Sprecher Alte Musik) in der Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur für Fragen zur Verfü-
gung stehen. 
 
Anlagen:  
 
Anlage 1 IFM Spartenbericht 2024 
 
 
gez. Charles

Anlage 1 IFM Spartenbericht 2024

12447 Zeichen

Spartenbericht Musik, Ausschuss Kunst und Kultur des Rates der Stadt Köln, 12. März 2024 
Allgemeiner Teil 
Die Kreativität, Qualität und Vielfalt der freien Szene ist ein wesentlicher Faktor für die international 
renommierte Musikstadt Köln. Durch ihre vielen Spitzenvertreter*innen und ihr auch in der Breite 
außergewöhnliches Niveau leistet die freie Musikszene einen herausragenden Beitrag zum 
Kulturangebot der Stadt und strahlt landes- und bundesweit aus. Sie zeichnet sich aus durch 
große Innovationsfreude und intelligente Traditionspflege, durch eine beeindruckende Vielfalt 
individueller künstlerischer Ansätze und internationaler Netzwerke. Sie ist Nährboden und 
Schauplatz fluider und reaktionsschneller Kreativität und engagierter kultureller Partizipation. Kölns 
freie Musikszene steht dabei auch in einem engen Verhältnis zu den Institutionen der Stadt und 
des Landes: U.a. rekrutieren die Klangkörper, Theater und Hochschulen in Stadt, Land und 
darüber hinaus aus der freien Szene Kölns einen substantiellen Teil der Musiker*innen für 
Produktionen und Vertretungen, Projekte und Lehre. 
Um die Musikstadt Köln und das außergewöhnliche Potential ihrer freien Szene im deutschen und 
europäischen Rahmen strategisch zu entwickeln und Arbeits- und Produktionsbedingungen, 
Sichtbarkeit und Vernetzung nachhaltig zu verbessern, hat die Initiative Freie Musik (IFM) im 
Dialog mit der Kulturverwaltung Vorschläge für eine Aktualisierung des Musikförderkonzepts von 
2008 erarbeitet. Seit 2020 wurden im Vorgriff auf diese Aktualisierung mehrere neue 
Förderinstrumente mit großem Erfolg eingeführt, existierende Strukturen (zamus, Stadtgarten) 
weiterentwickelt, neue Festivalprojekte (Cologne Jazzweek, SPARK bzw. ab 2024 ORBIT/ 
Musiktheater) auf den Weg gebracht und der IFM als professionelle und hochgradig partizipative 
Spartenvertretung und Servicestelle gestärkt. Die Finanzierung und Umsetzung dieser 
Maßnahmen im Schulterschluss von Politik, Verwaltung und Szene markiert einen wichtigen 
Schritt in Richtung der angepeilten Aufstockung der Förderung der größten freien Kunstsparte in 
Köln (Anteil Corona-Stipendien Musik im Regierungsbezirk Köln 2020-2022: ca. 35%) auf 10% 
(2030) bzw. 15% (2035) des städtischen Musiketats  (laufende Aufwendungen für Bühnen der 
Stadt Köln/Anteil Oper, Gürzenich-Orchester, KölnMusik, Acht Brücken, Ensemble Musikfabrik, 
Projekt- und Betriebskostenzuschüsse freie Szene).  
Um im Wettbewerb der europäischen Musikmetropolen strategische Ziele wie den Ausbau von 
Planungssicherheit für Ensembles, Konzertreihen und Spielstätten, die Weiterentwicklung der 
Festivallandschaft, die Stärkung musikalisch-kultureller Vielfalt und die schrittweise Einführung 
existenzsichernder Honoraruntergrenzen zu erreichen, muss dieser Ausbau der kommunalen 
Musikförderung weiterhin planvoll vorangetrieben werden. Darüber hinaus sollten in den nächsten 
Jahren die Entwicklung der musikalischen Infrastruktur sowie der Bereich kulturelle Bildung 
in den Blick rücken.  
Schritte 2024 - 2026 
! Ausbau der Förderung der freien Szene von ca. 4% auf 7,5% des städtischen Musiketats
! Inflationsausgleich in den Bereichen Projektförderung und institutionelle Förderung
Bestandssicherung  der strukturbildenden Maßnahmen aus dem politischen
Veränderungsnachweis 2023/24 über den „Kernhaushalt“ (u.a. Umsetzung
Musikförderkonzept, IFM, Cologne Jazzweek, SPARK / ORBIT, Stadtgarten usw.)
! Verabschiedung neues Musikförderkonzept (geplant 2024)
! zusätzliche Mittel für wirkungsvolle Umsetzung des neuen Musikförderkonzepts (2025:
400.000€ = 300.000€ für den zweiten Förderzyklus mehrjährige Projektförderung +
100.000€ für Kleinstförderung & Sondertopf Musikalische Diversität)
! strukturbildende Maßnahmen nach Maßgabe der finanziellen Möglichkeiten:
◦ Elektronik und Klangkunst (Wiedereröffnung WDR Studio für Elektronische Musik
mit Residenzprogramm und lokalen Synergien; 2025/26: 200.000€ / Jahr)
◦ Globale Musik (internationales Festival mit starker lokaler Beteiligung, Beratungs- 
und Mentoringprogramm; 2025/26: 300.000€ / Jahr)
◦ Klassik (dezentraler „Kammermusiksaal des 21. Jahrhunderts“ mit künstlerischem
Betriebsbüro: 2025/26: 350.000€ / Jahr)
◦ Musiktheater & transdisziplinäre Projekte  (ORBIT - Festival für aktuelles
Musiktheater, Beratungs- und Unterstützungsstruktur; 2025/26: 300.000€ / Jahr)
Anlage 1

◦kulturelle Infrastruktur (Schaffung zusätzlicher Proberaumkapazitäten,  
Spielstätte mit Profil globale / transkulturelle Musik, multifunktionaler Raum für 
Musiktheater, transdisziplinäre und performative Projekte) 
!Entbürokratisierung (Ausbau Festbetragsförderung, Kleinstförderung ohne Eigenanteil, 
Vereinfachung Verwendungsnachweise) 
!Entwicklung Gesamtkonzept „Musikstadt Köln“ 
!Intensivierung des Dialogs mit Land (Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW) und 
Bund (Musikfonds, Kulturstiftung des Bundes, BKM) 
Perspektive 2030 
!Ausbau der Förderung der freien Szene auf 10% des städtischen Musiketats 
!Anhebung der Projektförderung auf 40% der Gesamtförderung der freien Musikszene 
!Fortführung strukturbildende Maßnahmen (s.o.) 
!Verbesserung kulturelle Infrastruktur (Proberäume, Ertüchtigung Spielstätten, administrative 
Infrastruktur/en für Ensembles und Festivals) 
!konzertierte Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit für Festivals, Reihen und Spielstätten 
!schrittweise Einführung existenzsichernder Mindesthonorare 
Perspektive 2035 
!Ausbau der Förderung der freien Szene auf 15% des städtischen Musiketats 
!(Weiter-)Entwicklung Festivalformate in allen Musiksparten 
!(Weiter-)Entwicklung kulturelle Infrastruktur (Proberäume, Spielstätten, Produktionsorte, 
internationales transdisziplinäres Produktionszentrum) 
!Entwicklung des Bereichs musikalisch-kulturelle Bildung und Vermittlung (Projektförderung) 
Die Teilszenen - Potentiale, Probleme, Perspektiven 
TEILSZENENÜBERGREIFEND 
Potentiale starke, lebendige und vielfältige lokale Szenen, hohes Niveau in Breite und Spitze, 
Vernetzung mit der HfMT Köln, Akteur*innen mit (inter-)nationaler Strahlkraft  
Probleme Raummangel (Proberäume, Spielstätten), mangelnde längerfristige Förderung für 
Ensembles und Reihen, teilweise ausbaufähige Repräsentation in Lehre und Ausbildung (Globale 
Musik, Musiktheater & transdisziplinäre Projekte), prekäre Situation vieler Einzelmusiker*innen  
Perspektiven neue Fördermöglichkeiten des anstehenden Musikförderkonzepts (substantielle und 
nachhaltige Erhöhung der freien Projektmittel, Einführung von mehrjähriger Projektförderung für 
Ensembles, Strukturen und größere Projekte), intensivere Zusammenarbeit mit den Orchestern 
und Institutionen (Musiktheater & transdisziplinäre Projekte, Neue Musik), Stärkung Infrastruktur 
ALTE MUSIK 
Potentiale herausragende und dynamische Ensemble-Landschaft, Festival für Alte Musik / 
Zentrum für Alte Musik (zamus) der Kölner Gesellschaft für Alte Musik, mögliche Zusammenarbeit 
mit DLF, WDR, Festivals und Reihen 
Probleme sowohl die bestehenden Räume als auch die geplanten Erweiterungen des zamus sind 
aktuell einer akuten Bedrohung ausgesetzt, die sehr dringlich ausgeräumt  werden muss 
Perspektiven  Weiterentwicklung des zamus-Festival für Alte Musik auf Augenhöhe mit FELIX-
Festival, Standortsicherung und Ausbau zamus 
ELEKTRONIK & KLANGKUNST 
Potentiale legendäre Historie der Stadt im Bereich Elektronik und Klangkunst (Elektronische  
Studios, Pionierarbeit in zeitgenössischer und populärer Musik), enge Vernetzung und 
Zusammenarbeit mit Kunsthochschule für Medien / Klanglabor und Reihe M, regelmäßiges Web-
Radioformat FUNKT Sessions mit 674FM (Schaufenster Elektronik, Klangkunst aus Köln), LTK4 
Probleme fehlendes Festival für elektronische Künste (wie z.B. ars electronica), keine   
internationalen Leuchtturmprojekte, keine szeneübergreifende Veranstaltungsplattform 
Perspektiven Gründung transdisziplinäres Festival für elektronische Künste, szeneübergreifende 
Veranstaltungsplattform, Aufführungs- und Produktionsort mit Residenzprogramm, Etablierung des 
Elektronischen Studios des WDR als der lokalen und internationalen freien Szene zugänglicher 
Forschungs- und Produktionsort

GLOBALE MUSIK 
Potentiale starke und vielschichtige Szene mit lebendiger Verankerung in den migrantischen 
Communities, innovative Ansätze im Low-Budget-Bereich, unterschiedlich ausgerichtete kleinere 
und mittlere Festivalformate (Timcheh, Mit Afrika, Multiphonics u.a.), seit 2020 zwei 
Interessenvertretungen (GMK e.V., Plattform Aktuelle Musikkulturen), erste Erfolge bei der 
Mobilisierung der Szene (GMK e.V., Klangtopografie Köln, Podiumsdiskussionen), IFM Thinktank 
Musikalische Diversität, gestärkte Wahrnehmung bei Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit, 
verstärkte Berücksichtigung in der kommunalen Kulturförderung 
Probleme Reichtum der Szene könnte deutlich besser kommuniziert und gefördert werden. Vielfalt 
der (Sub-)Genres sollte als Chance begriffen werden. Keine adäquate Repräsentation der 
verschiedenen Facetten Globaler Musik in Kulturinstitutionen und Spielstätten, teilweise 
Zugangsbarrieren wegen Sprache etc. 
Perspektiven Aktualisierung gesellschaftlicher Teilhabe und (Re-)Vitalisierung kultureller 
Ressourcen, Stärkung von Spielstätten mit Profil im Bereich global-lokaler und transkultureller 
Musik, Stärkung der Szenevertretungen und ihrer Aktivitäten, Entwicklung professioneller 
Werkzeuge und Strukturen für Beratung, Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung (Büro Globale Musik 
/ Veranstaltungsplattform), Gründung eines innovativen internationalen Festivals 
JAZZ 
Potentiale erfolgreiche Etablierung eines internationalen Festivals mit starker Verankerung in der 
lokalen Szene (Cologne Jazzweek), hervorragende freie Spielstätten (Stadtgarten, LOFT, King 
Georg), starke Szeneplattform (Kölner Jazz Konferenz), Internetplattform jazzstadt.de 
Probleme: angesichts der Leistungsfähigkeit der Szene ausbaufähige Projektförderung 
Perspektiven Stärkung von Diversität, kleineren Spielstätten / Festivals / Reihen, Initiativen im 
Bildungs- und Vermittlungsbereich, Aktivitäten in den Stadtteilen 
KLASSIK 
Potentiale enge Verbindungen zur Orchesterlandschaft der Stadt, 2017 neugegründete 
Szenevertretung (Initiative Klassik Köln) 
Probleme ausbaufähiger Zugang zur Projektförderung, keine festen Strukturen und Orte 
Perspektiven nachhaltige Einbeziehung der freien Klassik in die Projektförderung und dauerhafte 
Stärkung von langfristig angelegten Reihen (Öffnung für Ensembles), Kammermusikreihe als 
Schaufenster der Szene, Aus- oder Neubau eines akustisch hervorragenden Kammermusiksaals 
MUSIKTHEATER & TRANSDISZIPLINÄRE PROJEKTE 
Potentiale international prägende Entwicklungen und Traditionslinien in Köln (Kagel, Stockhausen, 
Zimmermann), über Kölner Initiative Musiktheater regionale und bundesweite Vernetzung (Berlin, 
Hamburg, Leipzig, Frankfurt), neues, überregional wahrgenommenes Festival ORBIT 
Probleme hohe Produktionskosten, schwierige Förderstruktur (Trennung Musik/Theater), großer 
Beratungs- und Unterstützungsbedarf im Bereich Akquise und Produktion 
Perspektiven nachhaltige Aufstockung der Strukturförderung für Festival ORBIT, substantielle 
Förderung eines adäquaten Produktions- und Präsentationsorts (Depot?), Lockerung der 
Spartentrennung zwischen den Referaten zur Erleichterung transdisziplinärer Produktionen 
NEUE MUSIK 
Potentiale starke Plattformen wie das Büro für zeitgenössische Musik ON - Neue Musik Köln und 
KGNM (Kölner Gesellschaft für neue Musik), gute bundesweite Vernetzung, hervorragende 
Ensembles, starke Verbindungen zu Ensemble Musikfabrik, HfMT Köln, Rundfunkanstalten 
Probleme ausbaufähige Förderung von Projekten, Kompositionsvorhaben, Ensembles, zu geringe 
Berücksichtigung Kölner Komponist*innen in den Programmen lokaler Institute und Orchester 
Perspektiven „Fördern, was es von sich aus schwer hat“ als Leitlinie der Förderpolitik fortschreiben 
Köln, den 16. Februar 2024 
Thomas Gläßer, Dorrit Bauerecker, Ulla Oster (Vorstand IFM) 
IFM e.V. | Initiative Freie Musik in Köln | Heliosstraße 15 | 50825 Köln 
in Abstimmung mit den Vertreter*innen der Teilszenen  Alte Musik (IV Alte Musik), Elektronik und 
Klangkunst (IV e+k), Globale Musik (GMK e.V. & PAM), Jazz (Kölner Jazzkonferenz e.V.), Klassik 
(Initiative Klassik Köln), Musiktheater & transdisziplinäre Projekte (IV Musiktheater & 
transdisziplinäre Projekte / Kölner Initiative Musiktheater), Neue Musik (IV Neue Musik)

Beratungsverlauf (1)

12.03.2024 Ausschuss Kunst und Kultur
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0731/2024
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
05.03.2024
Erstellt
22.02.2024 15:15