2595/2017
Entwürfe der Gesamtabschlüsse 2011 - 2015
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Anlage 2 Gesamtabschluss der Stadt Köln 2015
139985 Zeichen
Entwurf Gesamtabschluss 2015 Entwurf Gesamtabschluss der Stadt Köln 2015 Gesamtergebnisrechnung Gesamtbilanz Gesamtanhang Gesamtlagebericht Dezernat II - Kämmerei Inhaltsverzeichnis Vorwort ............................................................................................................................. 5 Gesamtbilanz 2015 ........................................................................................................... 7 Gesamtergebnisrechnung 2015 ..................................................................................... 11 Gesamtverbindlichkeitenspiegel 2015 ............................................................................ 13 Gesamtkapitalflussrechnung 2015 ................................................................................. 15 Gesamtanhang zum NKF-Gesamtabschluss der Stadt Köln für das Geschäftsjahr 2015 .. 17 1. Allgemeines ........................................................................................................... 17 2. Konsolidierungskreis ............................................................................................. 17 3. Aufgabenfelder im Konsolidierungskreis des Konzerns Stadt Köln ....................... 18 4. Konsolidierungsmethoden ..................................................................................... 19 5. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.................................. 22 6. Erläuterungen zur Gesamtbilanz ........................................................................... 25 7. Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung ....................................................... 30 8. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen zum 31.12.2015 .. 34 Gesamtlagebericht 2015 ..................................................................................................... 35 1. Vorbemerkungen ................................................................................................... 35 2. Überblick über den Geschäftsverlauf .................................................................... 35 3. Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage............................................... 48 4. Chancen und Risiken ............................................................................................ 55 5. Vorgänge nach dem Abschlussstichtag ................................................................ 60 6. Organe und Mitgliedschaften ................................................................................ 60 7. Gesamtaussage in Hinblick auf die dauerhafte Leistungserbringung ................... 61 Vorwort Gemäß § 116 Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen (GO) i. V. m. § 49 Gemeindehaus- haltsverordnung Nordrhein-Westfalen (GemHVO) hat die Stadt Köln jährlich einen Gesamt- abschluss aufzustellen. Demnach sind der Jahresabschluss der Stadt Köln sowie die jewei- ligen Jahresabschlüsse der verselbstständigten Aufgabenbereiche zu konsolidieren. Der Gesamtabschluss besteht aus der Gesamtergebnisrechnung, der Gesamtbilanz, dem Gesamtanhang und dem Gesamtlagebericht. Während der Einzeljahresabschluss der Kernverwaltung Stadt Köln die Vermögens-, Schulden-, Ertrags-, und Finanzlage aus Sicht der Kernverwaltung darstellt, bildet der Ge- samtabschluss die Leistungsfähigkeit des Konzerns Stadt Köln ab. Hierzu wird die Vermö- gens-, Schulden-, Ertrags- und Finanzlage der Kernverwaltung Stadt Köln und ihrer ver- selbstständigten Aufgabenbereiche so dargestellt, als ob es sich um ein Unternehmen han- delt. Zu diesem Zweck sind alle internen Beziehungen der einbezogenen verselbstständig- ten Aufgabenbereiche untereinander und mit der Kernverwaltung Stadt Köln zu eliminieren. Lediglich die Leistungsbeziehungen zu Einheit en außerhalb des Konzerns bleiben beste- hen. Somit schließt der Gesamtabschluss eine Lücke zwischen dem Einzelabschluss der Stadt Köln und dem Beteiligungsbericht, da die Leistungsfähigkeit der wesentlichen von der Stadt Köln beherrschten Einheiten ohne die internen Leistungsbeziehungen aufgezeigt wird und somit ein realistisches Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage des Konzerns Stadt Köln vermittelt wird. Das Gesetz zur Beschleunigung der Aufstellung kommunaler Gesamtabschlüsse (verlän- gert durch das zehnte Gesetz zur Änderung der gesetzlichen Befristungen im Zuständig- keitsbereich des Ministeriums für Inneres und Kommunales) enthält Vereinfachungsregeln zur Beschleunigung der Aufstellung des kommunalen Gesamtabschlusses. So ist es aus- reichend, wenn die Gesamtabschlüsse 2011-2014 dem Gesamtabschluss 2015 beigelegt werden. Auf ein separates Verfahren kann verzichtet werden. Diese Regelung wird von der Stadt Köln in Anspruch genommen, indem der Anzeige des Gesamtabschlusses 2015 die Gesamtabschlüsse der Haushaltsjahre 2011 bis 2014 beigefügt werden. Weitere Informationen zu Berichten, gesellschaftsrechtlichen Veränderungen durch Kauf, Übernahme, Erwerb oder Verkauf von Anteilen sowie Auswirkungen auf den städtischen Haushalt der einzelnen Kalenderjahre können dem Beteiligungsbericht 2015 entnommen werden. Grundsätzlich stellt der Beteiligungsbericht eine Anlage zum Gesamtabschluss dar. Aufgrund des zeitlichen Verzugs, werden der Gesamtabschluss und der Beteiligungs- bericht erst für das Haushaltsjahr 2016 gemeinsam aufgelegt. Detailinformationen zur Kernverwaltung der Stadt Köln sind dem Einzeljahresabschluss 2015 der Stadt zu entnehmen. Bei den mathematisch genau ermittelten Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) können Rundungsdifferenzen auftreten. Seite 5 Seite 6 Aktiva (i. Tsd. Euro) 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2015 1 Anlagevermögen 21.1 82.676,3 21.516.725,1 21.409.085,6 21.256.827,0 21.374.704,7 21.430.101,1 1.1 Immaterielle Vermögensgegenstände 2.009.780,4 1.877.489,4 1.733.577,5 1.587.309,0 1.449.331,2 1.357.757,6 1.2 Sachanlagen 17.548.714,1 18.023.502,0 17.960.445,4 18.070.296,6 18.348.941,3 18.535.513,9 1.2.1 Unbebaute Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte 1.824.923,9 1.815.390,8 1.804.590,7 1.804.759,9 1.804.941,4 1.821.464,0 1.2.1.1 Grünflächen 976.987,2 980.064,9 979.968,3 979.203,7 979.674,8 979.327,9 1.2.1.2 Ackerland 171.162,7 164.847,2 168.554,7 168.459,2 170.513,0 173.581,7 1.2.1.3 Wald, Forsten 41.795,7 41.692,1 41.725,2 41.139,8 41.148,3 41.091,6 1.2.1.4 Sonstige unbebaute Grundstücke 634.978,3 628.786,6 614.342,5 615.957,2 613.605,3 627.462,8 1.2.2 Bebaute Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte 5.195.851,1 5.257.070,7 5.358.104,7 5.565.740,0 5.659.234,6 5.766.648,7 1.2.2.1 Kinder- und Jugendeinrichtungen 50.534,1 50.791,3 68.909,2 69.732,3 76.191,1 81.688,6 1.2.2.2 Schulen 944.284,8 983.843,2 1.031.770,8 1.069.764,8 1.113.622,4 1.148.757,6 1.2.2.3 Wohnbauten 2.463.405,1 2.472.826,1 2.480.220,5 2.626.530,3 2.639.005,9 2.684.827,0 1.2.2.4 Krankenhäuser 152.623,7 150.124,4 202.125,0 198.687,3 191.651,2 185.289,3 1.2.2.5 Sportstätten 82.568,8 107.181,8 110.918,3 117.238,3 117.298,7 125.944,6 1.2.2.6 Sonstige Dienst-, Geschäfts- und Betriebsgebäude 1.502.434,6 1.492.303,9 1.464.160,9 1.483.786,9 1.521.465,3 1.540.141,6 1.2.3 Infrastrukturvermögen 6.779.650,5 6.627.212,8 6.688.792,1 6.688.749,9 7.021.148,8 6.946.260,6 1.2.3.1 Grund und Boden des Infrastrukturvermögens 935.451,4 953.832,6 939.824,1 960.307,3 967.704,8 968.582,2 1.2.3.2 Brücken und Tunnel 1.653.414,5 1.608.774,6 1.799.973,5 1.906.927,2 2.311.244,0 2.271.196,5 1.2.3.3 Gleisanlagen mit Streckenausrüstung und Sicherheitsanlagen 527.982,4 506.965,3 499.334,1 499.078,1 523.696,1 521.233,7 1.2.3.4 Entwässerungs- und Abwasserbeseitigungsanlagen 1.638.434,0 1.632.919,3 1.610.046,0 1.585.794,9 1.566.053,0 1.530.628,5 1.2.3.5 Straßennetz mit Wegen, Plätzen und Verkehrslenkungsanlagen 931.975,5 884.574,5 833.867,3 771.977,6 735.801,7 693.282,4 1.2.3.6 Stromversorgungsanlagen 371.458,3 347.567,9 325.822,8 310.096,3 259.954,3 310.031,6 1.2.3.7 Gasversorgungsanlagen 123.411,3 119.010,9 116.538,2 113.126,9 117.313,1 123.778,4 1.2.3.8 Wasserversorgungsanlagen 122.257,5 127.964,5 144.524,8 134.511,0 146.449,5 150.962,2 1.2.3.9 Abfallentsorgungsanlagen 150.379,5 116.990,9 95.939,6 84.080,8 69.350,0 57.288,5 1.2.3.10 Sonstige Bauten des Infrastrukturvermögens 324.886,1 328.612,3 322.921,7 322.849,8 323.582,3 319.276,6 1.2.4 Bauten auf fremdem Grund und Boden 40.774,6 81.028,0 81.335,0 81.417,9 208.631,0 218.618,4 1.2.5 Kunstgegenstände, Kulturdenkmäler 1.525.733,4 1.676.189,2 1.677.321,3 1.572.067,2 1.575.432,6 1.578.028,3 1.2.6 Maschinen und technische Anlagen, Fahrzeuge 683.866,6 1.028.395,4 987.164,4 939.650,0 982.167,3 947.840,1 1.2.7 Betriebs- und Geschäftsausstattung 302.493,0 306.542,6 302.858,4 310.148,5 306.181,9 294.826,3 1.2.8 Geleistete Anzahlungen, Anlagen im Bau 1.195.421,0 1.231.672,5 1.060.278,8 1.107.763,2 791.203,6 961.827,4 G e s a m t b i l a n z zum 31.12.2015 Seite 7 G e s a m t b i l a n z zum 31.12.2015 Aktiva - Fortsetzung (i. Tsd. Euro) 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2015 1.3 Finanzanlagen 1.62 4.181,8 1.615.733,7 1.715.062,7 1.599.221,4 1.576.432,2 1.536.829,6 1.3.1 Anteile an verbundenen Unternehmen 435.499,0 434.395,0 484.561,6 477.225,0 497.281,0 508.535,9 1.3.2 Anteile an assoziierten Unternehmen 272.869,2 227.656,3 220.528,5 249.220,9 243.901,3 240.565,8 1.3.2 Beteiligungen 479.655,0 489.003,3 517.891,2 454.704,9 481.959,8 442.824,4 1.3.3 Sondervermögen 97.841,6 96.874,4 95.618,6 88.867,1 88.945,7 88.910,0 1.3.4 Wertpapiere des Anlagevermögens 121.254,4 131.640,6 133.520,0 101.619,8 85.977,1 85.806,5 1.3.5 Ausleihungen 217.062,6 236.164,1 262.942,8 227.583,7 178.367,3 170.187,0 1.3.5.1 an verbundene Unternehmen 14.143,0 33.720,6 70.170,6 38.216,9 18.829,5 18.410,4 1.3.5.2 an Beteiligungen 26.214,4 34.679,8 32.972,8 34.883,5 15.088,8 31.191,2 1.3.5.3 an Sondervermögen 19.836,6 18.894,7 18.258,4 17.091,7 15.682,9 3.557,6 1.3.5.4 Sonstige Ausleihungen 156.868,6 148.869,0 141.541,0 137.391,5 128.766,1 117.027,8 2 Umlaufvermögen 2.295.161,5 2.418.240,2 2.153.198,0 2.245.727,9 2.137.972,4 2.038.459,6 2.1 Vorräte 411.455,2 322.771,2 331.538,9 340.929,8 338.145,0 387.071,7 2.1.1 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Waren 361.617,9 307.913,1 315.681,0 332.545,3 317.668,3 377.969,0 2.1.2 Geleistete Anzahlungen 49.837,3 14.858,1 15.857,9 8.384,5 20.476,7 9.102,7 2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.267.546,6 1.438.315,2 1.313.685,9 1.428.713,2 1.293.003,2 1.294.104,2 2.2.1 Forderungen 993.138,4 953.027,8 840.334,9 862.879,9 926.549,6 941.327,6 2.2.2 Sonstige Vermögensgegenstände 274.408,2 485.287,4 473.351,0 565.833,3 366.453,6 352.776,6 2.3 Wertpapiere des Umlaufvermögens 2,4 20.002,4 20.002,4 514,0 15.224,4 330,8 2.4 Liquide Mittel 616.157,3 637.151,4 487.970,9 475.570,8 491.599,8 356.952,9 3 Aktive Rechnungsabgrenzung 642.391,6 638.805,1 652.712,1 656.165,1 620.998,1 600.950,0 Bilanzsumme 24.120.229,4 24.573.770,4 24.214.995,7 24.158.720,0 24.133.675,2 24.069.510,7 Seite 8 G e s a m t b i l a n z zum 31.12.2015 Passiva (i. Tsd. Euro) 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2015 1 Eigenkapital 6.79 4.994,1 6.520.917,0 6.191.750,6 5.863.244,5 5.555.440,7 4.920.655,6 1.1 Allgemeine Rücklage 6.467.206,5 6.547.419,1 6.305.300,2 6.123.548,2 5.936.128,9 5.224.821,7 1.2 Sonderrücklagen 6.147,0 6.147,0 6.147,0 6.147,0 6.147,0 6.147,0 1.3 Ausgleichsrücklage 322.364,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 1.4 Gesamtbilanzergebnis -347.009,9 -209.695,3 -257.761,8 -262.431,2 -415.723,8 -499.474,8 1.5 Gewinn- / Verlustvortrag -50.850,7 -136.764,6 -280.557,1 -273.677,8 -114.182,8 1.6 Ausgleichsposten für die Anteile anderer Gesellschafter 346.286,5 227.896,9 274.829,8 276.537,6 302.566,4 303.344,5 2 Sonderposten 4.884.683,6 5.055.166,9 5.086.922,4 5.053.370,0 5.016.371,9 4.960.483,1 2.1 für Zuwendungen 4.251.942,9 4.444.067,8 4.486.355,8 4.473.297,0 4.453.770,1 4.416.574,7 2.2 für Beiträge 561.997,9 538.496,2 524.863,5 500.176,3 479.602,5 457.834,9 2.3 für den Gebührenausgleich 4.622,0 2.009,8 4.476,0 6.373,9 5.973,9 5.794,7 2.4 Sonstige Sonderposten 66.120,8 70.593,1 71.227,1 73.522,8 77.025,4 80.278,8 3 Rückstellungen 3.373.364,6 3.459.609,5 3.496.361,8 3.485.976,2 3.598.770,3 3.817.198,5 3.1 Pensionsrückstellungen 2.024.046,3 2.094.808,0 2.146.703,4 2.254.483,9 2.348.199,0 2.485.165,4 3.2 Rückstellungen für Deponien und Altlasten 207.971,6 202.150,5 194.662,0 198.584,0 199.812,2 208.084,3 3.3 Instandhaltungsrückstellungen 72.838,8 46.089,3 41.575,6 38.169,6 31.906,5 23.206,3 3.4 Steuerrückstellungen 68.101,1 75.469,1 54.742,1 34.683,5 38.787,9 46.977,4 3.5 Sonstige Rückstellungen 1.000.406,8 1.041.092,6 1.058.678,7 960.055,2 980.064,7 1.053.765,1 4 Verbindlichkeiten 8.328.375,1 8.796.372,5 8.718.722,5 9.047.001,8 9.335.326,7 9.694.977,1 4.1 Verbindlichkeiten aus Krediten für Investitionen 6.825.125,5 7.007.781,1 7.179.326,7 7.115.828,5 7.276.686,9 7.325.682,4 4.2 Verbindlichkeiten aus Krediten zur Liquiditätssicherung 351.703,1 562.716,5 502.502,6 591.239,6 718.345,2 1.031.860,7 4.3 Verbindlichkeiten aus Vorgängen, die Kreditaufnahmen 38.730,0 36.982,9 36.957,5 35.701,8 37.260,0 33.240,8 wirtschaftlich gleichkommen 4.4 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 480.851,7 428.605,5 417.028,0 506.264,8 496.226,2 462.094,2 4.5 Verbindlichkeiten aus Transferleistungen 4.401,0 3.088,6 5.343,2 4.040,7 2.693,5 4.072,9 4.6 Sonstige Verbindlichkeiten 627.563,8 757.197,9 577.564,5 567.841,2 591.372,9 631.945,5 4.7 Erhaltene Anzahlungen 0,0 0,0 0,0 226.085,2 212.742,0 206.080,6 5 Passive Rechnungsabgrenzung 738.811,9 741.704,5 721.238,4 709.127,5 627.765,6 676.196,4 Bilanzsumme 24.120.229,4 24.573.770,4 24.214.995,7 24.158.720,0 24.133.675,2 24.069.510,7 Seite 9 Seite 10 2010 2011 2012 2013 2014 2015 1 1.554.508.669,95 1.719.306.547,15 1.628.664.939,72 1.800.680.719,41 1.787.828.890,97 1.783.933.600,46 2 531.510.664,21 592.826.212,63 688.032.327,31 794.715.914,35 798.287.702,67 777.756.984,45 3 37.229.620,88 36.155.419,40 34.392.964,17 45.160.080,26 37.164.591,51 45.520.957,09 4 338.732.313,92 430.656.776,02 421.438.529,16 426.533.486,22 433.938.026,95 460.746.909,88 5 5.674.418.126,03 5.231.175.721,89 5.284.974.404,23 5.504.929.527,42 5.063.023.163,65 5.289.337.462,85 6 181.069.866,86 212.716.832,51 249.459.805,92 305.879.913,22 334.949.819,88 392.690.129,85 7 416.625.325,44 523.173.686,40 541.119.927,63 407.222.098,21 515.253.898,00 453.634.589,66 8 29.021.707,69 24.845.239,98 25.059.831,48 24.715.491,33 28.883.975,08 22.773.946,75 9 43.131.395,97 5.683.927,17 21.094.445,84 14.266.690,22 -3.242.915,99 26.540.412,21 10 8.806.247.690,95 8.776.540.363,15 8.894.237.175,46 9.324.103.920,64 8.996.087.152,72 9.252.934.993,20 11 1.680.485.866,20 1.678.416.058,99 1.725.996.599,62 1.803.054.898,63 1.881.204.557,80 1.993.679.330,89 12 52.494.387,43 48.745.769,41 38.278.880,73 60.968.677,42 56.685.460,52 54.377.959,13 13 4.402.474.851,83 4.076.563.796,65 3.918.651.770,75 4.145.504.782,55 3.727.242.241,10 3.927.642.857,79 14 836.596.602,73 840.022.546,55 861.003.691,41 931.270.670,89 889.810.907,95 858.649.476,27 15 1.101.732.696,68 1.192.557.757,46 1.247.658.067,88 1.317.734.780,90 1.437.516.800,99 1.487.356.936,02 16 941.868.746,43 1.127.869.990,96 1.155.433.779,48 1.096.579.298,33 1.213.036.967,98 1.203.896.865,14 17 9.015.653.151,30 8.964.175.920,02 8.947.022.789,87 9.355.113.108,72 9.205.496.936,34 9.525.603.425,24 18 -209.405.460,35 -187.635.556,87 -52.785.614,41 -31.009.188,08 -209.409.783,62 -272.668.432,04 19 134.111.677,64 78.514.310,19 87.706.985,31 44.918.405,70 56.541.016,17 59.852.252,24 20 290.613.454,57 159.869.400,59 320.593.469,51 312.255.981,43 302.329.797,12 318.490.658,80 21 -156.501.776,93 -81.355.090,40 -232.886.484,20 -267.337.575,73 -245.788.780,95 -258.638.406,56 22 -365.907.237,28 -268.990.647,27 -285.672.098,61 -298.346.763,81 -455.198.564,57 -531.306.838,60 23 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 24 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 25 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 26 -365.907.237,28 -268.990.647,27 -285.672.098,61 -298.346.763,81 -455.198.564,57 -531.306.838,60 27 6.258.457,51 59.295.293,02 27.910.224,55 35.915.566,56 39.474.660,12 31.831.965,30 28 -359.648.779,77 -209.695.354,25 -257.761.874,06 -262.431.197,25 -415.723.904,45 -499.474.873,30 Ergebnis des Haushaltsjahres G e s a m t e r g e b n i s r e c h n u n g + Sonstige Transfererträge + Öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte + Zuwendungen und allgemeine Umlagen Ertrags- und Aufwandsarten (Angaben in Euro) + Steuern und ähnliche Abgaben + Privatrechtliche Leistungsentgelte + Kostenerstattungen und Kostenumlagen + Sonstige ordentliche Erträge + aktivierte Eigenleistungen + Bestandsveränderungen = Ordentliche Gesamterträge - Personalaufwendungen - Versorgungsaufwendungen - Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen - Bilanzielle Abschreibungen - Transferaufwendungen - Sonstige ordentliche Aufwendungen = Ordentliche Gesamtaufwendungen = Ordentliches Gesamtergebnis (10 und 17) + Finanzerträge - Finanzaufwendungen = Gesamtfinanzergebnis ( 19 und 20) = Gesamtergebnis der lfd. Geschäftstätigkeit (18 und 21) + Außerordentliche Erträge ± Anderen Gesellschaftern zuzurechnendes Ergebnis = Gesamtbilanzergebnis Stadt Köln (26 und 27) - Außerordentliche Aufwendungen = Außerordentliches Gesamtergebnis (23 und 24) = Gesamtjahresergebnis (22 und 25) Seite 11 Seite 12 bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre EUR EUR EUR EUR EUR 1. Anleihen 0,00 0 ,00 0,00 0,00 0,00 2. Verbindlichkeiten aus Krediten für Investitionen 7.325.682.390,92 1.615.025.228,57 2.020.234.607,88 3.690.422.554,47 7.276.686.863,64 3. Verbindlichkeiten aus Krediten zur Liquiditätssicherung 1.031.860.678,39 1.031.860.678,39 0,00 0,00 718.345.195,64 4. Verbindlichkeiten aus Vorgängen, die Kreditaufnahmen wirtschaftlich gleichkommen 33.240.831,84 1.042.081,85 6.574.660,24 25.624.089,75 37.259.997,13 5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 462.094.191,27 459.528.126,54 2.566.064,73 0,00 496.226.249,32 6. Verbindlichkeiten aus Transferleistungen 4.072.900,41 4.072.900,41 0,00 0,00 2.693.530,70 7. Sonstige Verbindlichkeiten 631.945.464,59 460.110.901,12 11.563.706,47 160.270.857,00 591.372.894,76 8. Erhaltene Anzahlungen 206.080.572,76 104.070.671,05 7.117.020,16 94.892.881,55 212.742.009,94 Summe Verbindlichkeiten 9.694.977.030,18 3.675.710.587,93 2.048.056.059,48 3.971.210.382,77 9.335.326.741,13 Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2015 Art der Verbindlichkeit Gesamtbet rag des Berichtsjahres Mit einer Restlaufzeit von Gesamtbetrag des Vorjahres Seite 13 Seite 14 2015 in TEUR 1. Periodenergebnis -531.306.839 2. Abschreibungen (+) auf Gegenstände des Anlagevermögens 774.915.101 3. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) -5.828.953 4. Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen 218.428.313 5. Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -3.712.079 6. Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -109.777.809 7. Einzahlungen (+)/Auszahlungen (-) aus außerordentlichen Posten 0 8. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 342.717.734 9. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 207.024.127 10. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -956.151.041 11. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 3.043.991 12. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -76.111.020 13. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 52.218.320 14. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -65.880.839 15. Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 0 16. Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 0 17. Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0 18. Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0 19. Sonstige Investitionseinzahlungen 0 20. Sonstige Investitionsauszahlungen 0 21. Cashflow aus Investitionstätigkeit -835.856.463 22. Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 358.491.845 23. Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten 0 24. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 358.491.845 25. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes (Summe Cashflows) -134.646.884 26. Wechselkurs-, konzernkreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes 0 27. Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 491.599.781 28. Finanzmittelbestand am Ende der Periode 356.952.897 Gesamtkapitalflussrechnung 2015 Seite 15 Seite 16 Gesamtanhang zum NKF-Gesamtabschluss der Stadt Köln für das Geschäftsjahr 2015 1. Allgemeines Die Stadt Köln hat den Einzelabschluss 2015 und als Mutterunternehmen den Gesamtab- schluss 2015 nach den Vorschriften der GO und der GemHVO aufgestellt. Hierbei wurden die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) angewendet, sofern die GO und GemH- VO auf diese Vorschriften verweisen. Für den Konzern Stadt Köln und für die voll zu konsolidierenden verselbstständigten Auf- gabenbereiche entspricht das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr. Im Konzern Stadt Köln be- stehen unmittelbar keine abweichenden Organbestellungs- und Beherrschungsrechte, so- dass der entsprechende Anteilswert den Stimmrechten entspricht. Die Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2. Konsolidierungskreis Bei der Erstellung des Gesamtabschlusses ist zunächst festzulegen, welche verselbststän- digten Aufgabenbereiche in den Konzernabschluss aufzunehmen sind. Für den Gesamtab- schluss 2015 ergab die Analyse der Beteiligungsverhältnisse und -werte, dass die nachfol- genden wesentlichen verselbstständigten Aufgabenbereiche beherrscht werden und ent- sprechend voll zu konsolidieren sind: Stadtwerke Köln GmbH (SWK) Teilkonzern o GEW Köln AG (Teilkonzern) o RheinEnergie AG (Teilkonzern) o NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH o Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln mbH o AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH o KölnBäder GmbH o AVG Abfallentsorgungs- u. Verwertungsgesellschaft Köln mbH (Teilkonzern) o moderne stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaus und der Gemein- deentwicklung mbH o Kölner Verkehrs-Betriebe AG (Teilkonzern) o Häfen und Güterverkehr Köln AG (Teilkonzern) Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR (StEB) eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln Sondervermögen eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gebäudewirtschaft der Stadt Köln Sondervermö- gen GAG Immobilien AG, börsennotiert Teilkonzern o Grund und Boden Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Grubo) o GAG Projektentwicklung GmbH o GAG Servicegesellschaft mbH o Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH Kliniken der Stadt Köln gGmbH Gegenüber dem Vorjahr haben sich folgende Veränderungen im Konsolidierungskreis er- geben: Die Gesellschaften NESKA Schifffahrts- und Speditions-Kontor GmbH, uct Um- schlag Container Terminal GmbH, dbt Duisburg Bulk Terminal GmbH, CTS Container- Seite 17 Terminal GmbH Rhein-See-Land Service, AVG Service GmbH, ENTALO GmbH & Co. KG und Windpark Zölkow GmbH & Co. KG sind erstmalig einbezogen. Die Zugänge erfolgten im Teilkonzern Stadtwerke Köln. Durch die Veränderung des Konsolidierungskreises ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr jedoch nicht beeinträchtigt, da die neu einbezogenen Ge- sellschaften einen eher geringen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Auf die folgenden wesentlichen Einheiten kann die Stadt Köln einen maßgeblichen Einfluss ausüben. Entsprechend werden sie mittels der „at equity“-Methode in den Konzernab- schluss der Stadt Köln einbezogen: Flughafen Köln/Bonn GmbH (FKB) Der Anteil der in 2015 als unwesentlich eingestuften verselbstständigten Aufgabenbereiche (gem. § 116 Abs. 3 GO und § 296 Abs. 2 HGB) an der Gesamtbilanzsumme beträgt rund 3,88 %. Im Gesamtabschluss sind diese Finanzanlagen über den städtischen Jahresab- schluss mit ihren Anschaffungskosten aktiviert. Das Gesamtbild der Beteiligungsstruktur kann sich aus vielfältigen Gründen ändern. Daher ist die Ausübung der Konsolidierungswahlrechte im Konzern jährlich neu zu prüfen und zu begründen Die aktuellen Beteiligungsstrukturen der Stadt Köln zum 31.12.2015 können den Anlagen 1a-e entnommen werden. Weitere Einzelheiten zu den voll konsolidierten, assozi- ierten und als unwesentlich eingestuften verselbstständigten Aufgabenbereichen können der Anlage 2 entnommen werden. 3. Aufgabenfelder im Konsolidierungskreis des Konzerns Stadt Köln Die Stadt Köln nimmt die von ihr zu erledigenden Aufgaben nicht nur als solche, sondern auch über ihre Unternehmenstöchter und -enkel wahr. Im Konzern Stadt Köln sind die Handlungsfelder und Aufgaben daher sehr vielfältig und reichen von den Pflichtaufgaben der kommunalen Selbstverwaltung über die Aufgaben der Daseinsvorsorge bis hin zu den freiwilligen Selbstverwaltungstätigkeiten. Neben der Kernverwaltung Stadt Köln umfassen die Betätigungsfelder der in den Gesamtabschluss voll einbezogenen verselbstständigten Aufgabenbereiche folgende Unternehmensgegenstände: Teilkonzern Stadtwerke Köln GmbH - Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme - Beteiligung an Unternehmen, die Telekommunikationsnetze einschließlich Tele- kommunikationsdienstleistungen betreiben - Betrieb von gemeinnützigen Stiftungen zur Förderung von Wissenschaft, For- schung, Erziehung, Bildung, Kultur und Familie - Bedienung des öffentlichen und nichtöffentlichen Verkehrs - Betrieb von Häfen - Durchführung von Aufgaben der Entsorgung, einschließlich der Abfallsammlung, Straßenreinigung und Winterwartung sowie die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Abwasserentsorgung Seite 18 - Entwicklung und Förderung von Liegenschaften, vornehmlich der Liegenschaften von Konzerngesellschaften - Betrieb von Bädern und einer Eissporteinrichtung Teilkonzern GAG Immobilien AG - Bewirtschaftung von 3,1 Mio. qm Wohnfläche bzw. 47.369 Wohnungen - Neubau, Kauf und Verkauf von Wohnungen und Gebäuden - Bewirtschaftung und Verwaltung eigener/fremder Wohnungen für deren Eigentümer Stadtentwässerungsbetriebe AöR - Abwasserbeseitigung - Hochwasserschutz und Hochwasservorsorge - Pflege und Unterhaltung Kölner Gewässer - Straßenentwässerung Gebäudewirtschaft Stadt Köln ‐ Bewirtschaftung, Energieversorgung und Baubetreuung von städtischen Objekten - Planung und Ausführung von Gebäudetechnik und Hochbaumaßnahmen aller Art - Projektsteuerung Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln - Vermietung und Verpachtung betriebsnotwendiger Immobilien an Betriebsgesell- schaften Kliniken der Stadt Köln gGmbH - ambulante, vor-, nach, teil- und vollstationäre Gesundheitsleistungen 4. Konsolidierungsmethoden 4.1. Kapitalkonsolidierung Bei der Kapitalkonsolidierung werden der Buchwert der Anteile der Stadt Köln am ver- selbstständigten Aufgabenbereich und das dem Beteiligungsverhältnis entsprechende an- teilige Eigenkapital des verselbstständigten Aufgabenbereichs gegeneinander aufgerech- net. Die Kapitalkonsolidierung wurde entsprechend der Neubewertungsmethode (§ 50 Abs. 1, 2 GemHVO i. v. m. § 301 Abs. 1 S. 2 HGB) durchgeführt. Die von den Stadtwerken Köln GmbH und der GAG Immobilien AG beherrschten Einheiten wurden über die jeweiligen Teilkonzernabschlüsse nach dem sukzessiven Verfahren in den Gesamtabschluss einbezogen, d. h. Kapitalkonsolidierungsbuchungen fanden teilweise schon im Rahmen der einbezogenen Teilkonzernabschlüsse statt. Seite 19 4.2. Schuldenkonsolidierung Im Gesamtabschluss der Stadt Köln erfolgte die Schuldenkonsolidierung gemäß § 50 Abs. 1, 2 GemHVO i. V. m. § 303 Abs. 1 HGB durch die Eliminierung der Ausleihun- gen, der Forderungen aus Lieferung und Leistung, der sonstigen Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände mit den korrespondierenden lang- und kurzfristigen Verpflichtungen zwischen den verselbstständigten Aufgabenbereichen. Für die Schuldenkonsolidierung wurde eine Wertgrenze von 200.000 Euro je Konzernver- bindung festgelegt. Alle hierunter liegenden Abweichungen in der Saldenabstimmung wer- den nicht konsolidiert, sondern als Wertansätze in der Gesamtbilanz ausgewiesen. Durch diese Wesentlichkeitsgrenze wird sichergeste llt, dass die Schuldenkonsolidierung mit ei- nem vertretbaren Aufwand durchgeführt werden kann. Trotz Beibehaltung unwesentlicher Posten wird ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögenslage vermittelt. Im Jahr 2015 ergaben sich insgesamt Differenzen in Höhe von 72 Tsd. Euro bei den Verbindlichkeiten (0,0008 % der Gesamtverbindlichkeiten) und 2,7 Mio. Euro bei den Forderungen (0,2 % der Gesamtforderungen). 4.3. Zwischenergebniseliminierung Im Gesamtabschluss bildet der Konzern eine wirtschaftliche Einheit. Daher ist das Gesamt- jahresergebnis um die Gewinne und Verluste aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr zwischen den einbezogenen verselbstständigten vollkonsolidierten Aufgabenbereichen zu bereinigen. Von einer Zwischenergebniseliminierung im Gesamtabschluss wurde gemäß § 50 Abs. 1, 2 GemHVO i. V. m. § 304 Abs. 2 HGB abgesehen. Die Ermittlung der Wertan- sätze dieser Lieferungen und Leistungen verursacht einen unverhältnismäßig hohen Auf- wand und ist nach einer überschlägigen Überprüfung (kein Transfer über 1 Mio. Euro) für die Vermögens-, Schulden-, Ertrags- und Finanzlage von untergeordneter Bedeutung. 4.4. Aufwands- und Ertragskonsolidierung In der Gesamtergebnisrechnung sind nur diejenigen Geschäftsvorfälle auszuweisen, die in einem wirtschaftlich einheitlichen Unternehmen ebenfalls abgebildet werden. Daher müs- sen für alle vollkonsolidierten Einheiten die konzerninternen Aufwendungen und Erträge, sogenannte Innenumsätze, durch Konsolidierungsbuchungen eliminiert werden. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgte gemäß § 50 Abs. 1, 2 GemHVO i. V. m. § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Erträge mit den auf diese entfallenden Aufwen- dungen. Bei der Verrechnung konzerninterner Lieferungen und Leistungen kam es zu Auf- rechnungsdifferenzen in Höhe der jeweils ausgewiesenen Umsatzsteuer, die in den jeweili- gen Aufwandspositionen verblieben sind. Für die Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurde eine Wertgrenze in Höhe von 400.000 Euro je Konzernverbindung festgelegt. Alle hierunter liegenden Abweichungen in der Saldenabstimmung werden nicht konsolidiert, sondern als Wertansätze in der Gesamter- gebnisrechnung ausgewiesen. Durch die Wesentlichkeitsgrenze wird sichergestellt, dass die Aufwands- und Ertragskonsolidierung mit einem vertretbaren Aufwand durchgeführt werden kann. Trotz Beibehaltung unwesentlicher Posten wird ein den tatsächlichen Ver- Seite 20 hältnissen entsprechendes Bild der Vermögenslage vermittelt. Im Jahr 2015 ergaben sich insgesamt Differenzen von 153,4 Tsd. Euro bei den Erträgen (0,002 % der Gesamterträge) und 567,9 Tsd. Euro bei den Aufwendungen (0,006 % der Gesamtaufwendungen). 4.5. „at equity“ Konsolidierung Bei der sog. „at equity“ Konsolidierung wird der Beteiligungsbuchwert des einzubeziehen- den verselbstständigten maßgeblich beeinflussten Aufgabenbereichs (assoziiertes Unter- nehmen) anstelle der Vermögensgegenstände und Schulden in den Gesamtabschluss übernommen. Der Unterschied zum Ausweis im Einzelabschluss (zu Anschaffungskosten) besteht darin, dass die Beteiligung „at equity“, das heißt zum anteiligen Eigenkapital bewer- tet und fortgeschrieben wird. Als Konsolidierungsmethode ist im Sinne des Handelsrechts die Buchwertmethode als Re- ferenzmodell für den kommunalen Gesamtabschluss anzuwenden. In Ausübung des Wahlrechts gemäß § 312 Abs. 5 HGB wurde auf eine Anpassung der as- soziierten „at equity“ bewerteten verselbstständigten Aufgabenbereiche aus den mittelbaren Beteiligungen an die konzerneinheitlichen Ansatz- und Bewertungsmethoden verzichtet. Ebenso wurde wegen Unwesentlichkeit keine Zwischenergebniseliminierung durchgeführt. Seite 21 5. Angaben zu den Bilanzier ungs- und Bewertungsmethoden Für den Gesamtabschluss wurden die Daten der einbezogenen verselbstständigten Aufga- benbereiche unter Berücksichtigung des Wesentlichkeitsgrundsatzes (§ 50 Abs. 1 GemH- VO i. V. m. § 308 Abs. 2 S. 3 HGB) nach den bei der Stadt Köln geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufbereitet. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden jeweils einzeln angesetzt und bewertet. Entsprechend dem Realisations- und Imparitätsprinzip wurden Vermögensgegenstände höchstens mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten, be- wertet. Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung werden über ihre Nut- zungsdauer linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Gemäß § 253 Abs. 3 HGB und § 35 Abs. 1 GemHVO erfolgten die planmäßigen Ab- schreibungen konzerneinheitlich linear, es sei denn, die degressive oder leistungsbezoge- ne Abschreibung entspricht dem tatsächlichen Ressourcenverbrauch besser. Die Nutzungsdauern orientieren sich im Wesentlichen an der bei der Stadt Köln festgeleg- ten Nutzungstabelle, die auf der Rahmenvorgabe für Kommunen des Innenministeriums NRW basiert. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 410,00 Euro wurden grundsätzlich im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben und bei Anschaffungskosten bis 60,00 Euro unmittelbar als Aufwand gebucht. Die Finanzanlagen wurden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Außerplanmä- ßige Abschreibungen wurden vorgenommen, sofern von einer dauerhaften Wertminderung auszugehen ist. Zuschreibungen erfolgten für Abschreibungen aus Vorjahren, soweit der ursprüngliche Abschreibungsgrund entfallen ist. Die in den Finanzanlagen verbliebenen übrigen Beteiligungen wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Ab dem Jahr 2013 wurden Wertveränderungen von Finanzanlagen mit der Allgemeinen Rücklage verrechnet. Die Ausleihungen wurden zum Nennwert aktiviert. Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrige- ren Wert am Abschlussstichtag angesetzt. Die Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe, Waren wurden zu fortgeschriebenen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten unter Be- rücksichtigung erkennbarer Ausfallrisiken aktiviert. Die Forderungen sind im Forderungs- spiegel nach Restlaufzeiten dargestellt. In der Position aktive Rechnungsabgrenzung wurden die geleisteten Auszahlungen aus- gewiesen, die erst in den Perioden nach dem Gesamtabschlussstichtag als Aufwand ver- bucht werden. Seite 22 Nach § 43 Abs. 2 GemHVO ist bei geleisteten Zuwendungen, die mit einer mehrjährigen, zeitlich befristeten und einklagbaren Gegenleistungsverpflichtung verbunden sind, ein akti- ver Rechnungsabgrenzungsposten zu bilden. Die so bilanzierten Zuwendungen wurden anteilig über die Dauer der Gegenleistungsverpflichtung aufwandswirksam aufgelöst. Das Eigenkapital setzt sich aus den Positionen Allgemeine Rücklage, der Sonderrücklage, der Ausgleichsrücklage und dem Gesamtbilanz ergebnis zusammen. Es ist im Rahmen der Gesamtabschlusserstellung um den Ausgleichsposten für die Anteile anderer Gesellschaf- ter zu erweitern. Die Position Allgemeine Rücklage bildet im Gesamtabschluss den Ober- begriff für die Allgemeine Rücklage, das Stammkapital, die Kapitalrücklage, die Ergebnis- rücklagen und dem passivischen Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung. Erträge und Aufwendungen aus dem Abgang und der Veräußerung von Vermögensgegen- ständen nach § 90 Abs. 3 Satz 1 der Gemeindeordnung sowie aus Wertveränderungen von Finanzanlagen wurden unmittelbar mit der allgemeinen Rücklage verrechnet. Zuwendungen und Beiträge für zweckgebundene Investitionen wurden in der Regel als Sonderposten ausgewiesen. Die Sonderposten wurden gemäß § 49 Abs. 3 i. V. m. § 43 Abs. 5 GemHVO brutto bilanziert und entsprechend der Abnutzung des bezuschussten Vermögensgegenstandes aufgelöst. Bei den im Gesamtabschluss passivierten Sonderpos- ten ist zu berücksichtigen, dass gemäß der Empfehlung des Modellprojektes bei den ver- selbstständigten Aufgabenbereichen die Netto–Bilanzierung von Zuschüssen teilweise bei- behalten wurde. Nach §§ 8, 9 und 11 des Kommunalabgabengesetzes NRW wurden die von der Stadt Köln oder einem ihrer verselbstständigten Aufgabenbereiche zur Herstellung, Anschaffung oder Erweiterung von öffentlichen Einrichtungen oder Anlagen erhaltenen Beiträge sowie be- stimmte Erschließungsbeiträge als Sonderposten für Beiträge erfasst. Überschüsse aus der Gebührenkalkulation wurden als Sonderposten für Gebührenausgleich ausgewie- sen. Unter der Position sonstige Sonderposten wurden alle weiteren von Dritten gewähr- ten Leistungen erfasst, bei denen die Voraussetzungen für die Bildung eines Sonderpos- tens vorliegen. Alle am Bilanzstichtag bestehenden und erkennbaren Risiken sind durch die Bildung von Rückstellungen berücksichtigt worden. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen für bestehende Ver- sorgungsansprüche und sämtliche Anwartschaften sowie andere nach dem Dienstaustritt fortgeltenden Ansprüche wurden grundsätzlich nach dem Teilwertverfahren als Barwert bilanziert. Die im Rahmen der Aufstellung des HGB-Einzelabschlusses sowie der HGB- Teilkonzernabschlüsse ermittelten Teil- bzw. Barwerte wurden aufgrund des Wesentlich- keitsgrundsatzes gemäß § 308 Abs. 2 S. 3 HGB ohne weitere Anpassung für den Gesamt- abschluss übernommen. Bei den Rückstellungen für Deponien und Altlasten wurden die zu erwartenden Kosten für Rekultivierung und Nachsorge von Deponien passiviert. Gemäß § 36 Abs. 3 GemHVO wurden Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungen angesetzt, wenn das Nach- holen der Instandhaltung hinreichend konkret beabsichtigt war und als unterlassen bewertet wurde. Dabei wurde für den Gesamtabschluss der Stadt Köln konzerneinheitlich ein Zeit- raum von drei Jahren nach dem Abschlussstichtag festgelegt. Die vorgesehenen Maßnah- men wurden am Abschlussstichtag einzeln bestimmt und wertmäßig beziffert. Auf die Bil- dung einer Rückstellung wurde verzichtet, wenn diese für die zutreffende Darstellung der Seite 23 Vermögens-, Schulden-, Ertrags- und Finanzgesamtlage des Konzerns Stadt Köln unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung unbedeutend war. Sonstige Rückstellungen wurden u. a. für Altersteilzeit, nicht beanspruchten Urlaub und für Lieferungen und Leistungen aus ausstehenden Rechnungen gebildet. Die Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit ihrem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen. Zu den Verbindlichkeiten zählen insbesondere Anleihen, Verbindlichkeiten aus Krediten für Investitionen, aus Krediten zur Liquiditätssicherung, aus Vorgängen, die Kreditaufnahmen wirtschaftlich gleich kommen, aus Lieferungen und Leistungen, aus Transferleistungen so- wie sonstige Verbindlichkeiten. Die Zusammensetzung sowie die Fristigkeiten der Verbind- lichkeiten sind dem Verbindlichkeiten-spiegel zu entnehmen. Passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Einzahlungen vor dem Bilanzstich- tag, die erst in den Folgejahren zu Erträgen werden. Der Ansatz erfolgte zum Nennwert. Seite 24 6. Erläuterungen zur Gesamtbilanz Die Gesamtbilanzsumme zum 31.12.2015 des Konzerns Stadt Köln beträgt 24.069 Mio. Euro. Zusammengefasst stellt sich die Grundstruktur der Gesamtbilanz wie folgt dar: Gesamtbilanz zum 31.12.2015 31.12.2015 in Tsd. Euro 31.12.2014 in Tsd. Euro Aktiva 1 Anlagevermögen 21.430.101 21.374.705 2 Umlaufvermögen 2.038.460 2.137.972 3 Aktive Rechnungsabgrenzung 600.950 620.998 Bilanzsumme 24.069.511 24.133.675 Passiva 1 Eigenkapital 4.920.656 5.555.441 2 Sonderposten 4.960.483 5.016.372 3 Rückstellungen 3.817.199 3.598.770 4 Verbindlichkeiten 9.694.977 9.335.327 5 Passive Rechnungsabgrenzung 676.196 627.766 Bilanzsumme 24.069.511 24.133.675 Die für den Gesamtwert wesentlichen Bestandteile werden im Folgenden kurz in ihrer Zu- sammensetzung und Entstehung erläutert. 6.1. Aktiva 6.1.1. Anlagevermögen Die nachfolgende Grafik gibt einen Überblick darüber, wie sich das Anlagevermögen auf die Stadt Köln und die konsolidierten Töchter aufteilt. Sie stellt zusätzlich dar, welcher Teil des Anlagevermögens durch die Konsolidierung entfällt. Hierbei handelt es sich im Wesent- lichen um die Beteiligungsbuchwerte, die bei der Kapitalkonsolidierung gegen das Stamm- kapital der Beteiligungen ausgebucht wurde. Seite 25 Nach der Art der bilanzierten Vermögenswerte setzt sich der Bilanzposten aus den im Fol- genden dargestellten Vermögensarten zusammen. Immaterielle Vermögenswerte Die größte Position in den immateriellen Vermögensgegenständen ist mit 94,5 % der Ge- schäfts- oder Firmenwert. Er hat zum 31.12.2015 einen Buchwert in Höhe von 1,3 Mrd. Euro. Er wird jährlich mit 137 Mio. Euro planmäßig abgeschrieben und leitet sich größtenteils aus der Konsolidierung des SWK-Konzerns ab. Sachanlagevermögen Das Konzernsachanlagevermögen teilt sich wie folgt auf die einzelnen Anlageklassen auf: Anlagenklasse 31.12.2015 in Tsd. Euro 31.12.2014 in Tsd. Euro Unbebaute Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte 1.821.464 1.804.941 Bebaute Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte 5.766.649 5.659.235 Infrastrukturvermögen 6.946.260 7.021.149 Bauten auf fremdem Grund und Boden 218.618 208.631 Kunstgegenstände, Kulturdenkmäler 1.578.028 1.575.433 Maschinen und technische Anlagen, Fahrzeuge 947.840 982.167 Betriebs- und Geschäftsausstattung 294.826 306.182 Geleistete Anzahlungen, Anlagen im Bau 961.827 791.204 Summe 18.535.514 18.348.941 Stadt Köln Kernverwaltung; 13.768.445 TEUR Konsolidierungs- effekte; -3.790.164 TEUR SWK Konzern; 4.802.004 TEUR Veranstaltungs- zentrum; 334.755 TEUR Gebäude- wirtschaft; 1.523.872 TEUR Kliniken der Stadt Köln; 203.349 TEUR GAG Konzern; 2.634.687 TEUR StEB; 1.953.153 TEUR 21.430.101 TEUR Seite 26 Die bebauten Grundstücke und grundstücksgleichen Rechte machen mit 5,8 bzw. 6,9 Mio. Euro 31,1 % bzw. 37,5 % aus. Der mit Abstand größte Teil der bebauten Grund- stücke entfällt auf die GAG (2,5 Mrd. Euro) gefolgt von der Gebäudewirtschaft (1,3 Mrd. Euro). Der mit 3,2 Mrd. Euro größte Teil des Infrastrukturvermögens ist bei der Stadt Köln gebunden, gefolgt von der Stadtwerke mit 2,0 Mrd. Euro und den Stadtentwäs- serungsbetrieben mit 1,7 Mrd. Euro. Finanzanlagen Die Finanzanlagen betragen etwa 1.537 Mio. Euro und sind durch die Kapitalkonsolidierung um 5.589 Mio. Euro ggü. den Einzelabschlüssen aller einbezogenen Unternehmen verrin- gert. Im Wesentlichen beruht die Verringerung mit 4.977 Mio. Euro auf den verbundenen Unternehmen. Die Finanzanlagen werden im Gesamtabschluss gegen das Stammkapital der Tochterunternehmen konsolidiert. Die größten nicht konsolidierten Beteiligungsbuchwerte entfallen auf die Koelnmesse GmbH (234,9 Mio. Euro), die SBK Sozial-Betriebe-Köln gemeinnützige GmbH (61,5 Mio. Euro), die Kölner Sportstätten GmbH (39,0 Mio. Euro) sowie die BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG (39,9 Mio. Euro). Als Sondervermögen wird im Ge- samtabschluss das Wallraf-Richartz-Museum (85,9 Mio. Euro) ausgewiesen. Wertpapiere des Anlagevermögens und langfristige Ausleihungen betragen etwa 256 Mio. Euro. 6.1.2. Umlaufvermögen Die folgende Tabelle zeigt, wie sich das Umlaufvermögen in den Jahren 2014 und 2015 auf die diesbezüglichen Einzelposten aufgliedert. Einzelposten des Umlaufvermögens 2015 in Tsd. Euro 2014 in Tsd. Euro Vorräte 387.072 338.145 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.294.104 1.293.003 Wertpapiere des Umlaufvermögens 331 15.224 Liquide Mittel 356.953 491.600 Summe 2.038.460 2.137.972 Die Forderungen (981 Mio. Euro) haben größtenteils eine Restlaufzeit von unter einem Jahr (837 Mio. Euro). Seite 27 6.2. Passiva 6.2.1. Eigenkapital Die folgende Tabelle zeigt, wie sich das Eigenkapital in den Jahren 2014 und 2015 auf die diesbezüglichen Einzelposten aufgliedert. Eigenkapital 2015 in Tsd. Euro 2014 in Tsd. Euro Allgemeine Rücklage 5.224.822 5.936.129 Sonderrücklagen 6.147 6.147 Ausgleichsrücklage 0 0 Gesamtbilanzergebnis -499.475 -415.724 Gewinn- / Verlustvortrag -114.183 -273.678 Ausgleichsposten für die Anteile anderer Gesellschafter 303.345 302.566 Summe 4.920.656 5.555.441 In der Position allgemeine Rücklage werden die Gewinnrücklagen der einbezogenen Ein- heiten und der bei der Erstkonsolidierung entstandene passivische Unterschiedsbetrag (223 Mio. Euro.) ausgewiesen. Dieser wird gemäß § 309 HGB entsprechend der durch- schnittlichen Nutzungsdauer planmäßig über einen Zeitraum von 30 Jahren aufgelöst. Der Rückgang der allgemeinen Rücklage ist auf das negative Gesamtjahresergebnis 2014 und Buchungen der Kapitalkonsolidierung zurückzuführen. Die Position Sonderrücklagen entspricht dem städtischen Einzelabschluss. Die Ausgleichsrücklage der Stadt Köln wurde mit Ausgleich des Fehlbetrags des Haus- haltsjahres 2010 im Jahr 2011 endgültig aufgezehrt. Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter enthält die konzernfremden Minderheitenanteile aus den Teilkonzernen Stadtwerke Köln und GAG Immobilien AG. 6.2.2. Sonderposten Die folgende Tabelle zeigt, wie sich die Sonderposten in den Jahren 2014 und 2015 aus diesbezüglichen Einzelposten zusammensetzen. Art der Sonderposten 2015 in Tsd. Euro 2014 in Tsd. Euro Sonderposten für Zuwendungen 4.416.574 4.453.770 Sonderposten für Beiträge 457.835 479.603 Sonderposten für den Gebührenausgleich 5.795 5.974 Sonstige Sonderposten 80.279 77.025 Summe 4.960.483 5.016.372 Seite 28 6.2.3. Rückstellungen Die folgende Tabelle zeigt, wie sich die Rückstellungen in den Jahren 2014 und 2015 aus diesbezüglichen Einzelposten zusammensetzen. Art der Rückstellung 2015 in Tsd. Euro 2014 in Tsd. Euro Pensionsrückstellungen 2.485.165 2.348.199 Rückstellungen für Deponien und Altlasten 208.084 199.812 Instandhaltungsrückstellungen 23.206 31.907 Steuerrückstellungen 46.977 38.788 Sonstige Rückstellungen 1.053.765 980.065 Summe 3.817.199 3.598.771 6.2.4. Verbindlichkeiten Angaben zur Zusammensetzung und Fristigkeit der Verbindlichkeiten sind dem Gesamt- verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen. Seite 29 7. Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung Die folgenden Tabellen geben einen Überblick über die Entwicklung der Erträge und Auf- wendungen vom Jahr 2010 bis zum Berichtsjahr 2015. 7.1. Gesamterträge Steuern und ähnliche Abgaben Steuern und ähnliche Abgaben in Mio. Euro 2010 2011 2012 2013 2014 2015 1.555 1.719 1.629 1.801 1.788 1.784 Bei der Ertragsposition Steuern und ähnliche Abgaben handelt es sich ausschließlich um Erträge der Kernverwaltung Stadt Köln. Im Rahmen der Konsolidierungsbuchungen wurden in dieser Position lediglich die konzerninternen Steuererträge eliminiert. Zuwendungen und allgemeinen Umlagen Zuwendungen und allgemeinen Umlagen in Mio. Euro 2010 2011 2012 2013 2014 2015 532 593 688 795 798 778 Die Zuwendungen und allgemeinen Umlagen enthalten überwiegend die allgemeinen und laufenden Zuweisungen des Landes. Die planmäßigen Auflösungen aus Sonderposten werden ebenfalls in dieser Position gezeigt. Sonstige Transfererträge Sonstige Transfererträge in Mio. Euro 2010 2011 2012 2013 2014 2015 37 36 34 45 37 46 Bei den sonstigen Transfererträgen handelt es sich im Wesentlichen um die Erstattungen im Zusammenhang mit Sozial- und Jugendhilfeleistungen aus der Ergebnisrechnung der Kernverwaltung Stadt Köln. Öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte Öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte in Mio. Euro 2010 2011 2012 2013 2014 2015 339 431 421 427 434 461 Die Erlöse aus der Stadtentwässerung vor Konsolidierung betrugen im Jahr 2015 210,6 Mio. Euro. Die Erträge aus öffentlich-rechtlichen Leistungsentgelten der Kernverwal- tung Stadt Köln betrugen im Jahr 2015 vor Konsolidierungsbuchungen 260,6 Mio. Euro. Wesentliche Eliminierungen in dieser Position waren die städtischen Erstattungen für Ka- Seite 30 nalnutzungsgebühren sowie die Konsolidierung der Grundbesitzabgaben der verselbst- ständigten Aufgabenbereiche. Privatrechtliche Leistungsentgelte Privatrechtliche Leistungsentgelte in Mio. Euro 2010 2011 2012 2013 2014 2015 5.674 5.231 5.285 5.505 5.063 5.289 Die privatrechtlichen Leistungsentgelte stellen mit 5,3 Mrd. Euro die größte Ertragsposition im Gesamtabschluss dar. Umfangreiche Eliminierungen waren im Bereich der Erträge Mie- ten und Nebenkostenabrechnungen, hier vor allem zwischen der Gebäudewirtschaft und der Kernverwaltung, durchzuführen. Kostenerstattungen und Kostenumlagen Kostenerstattungen und Kostenumlagen in Mio. Euro 2010 2011 2012 2013 2014 2015 181 213 249 306 335 393 In der Ertragsposition Kostenerstattungen und Kostenumlagen werden u. a. Leistungsbetei- ligungen des Bundes an den Kosten der Unterkunft und Erstattungen des Jobcenters für bereitgestelltes Personal ausgewiesen. Diese Position ergibt sich im Wesentlichen aus dem Einzelabschluss der Kernverwaltung Stadt Köln. Sonstige Erträge Sonstige Erträge in Mio. Euro 2010 2011 2012 2013 2014 2015 417 523 541 407 515 454 In der Position sonstige Erträge wurden die Konzessionsabgaben der RheinEnergie AG an die Stadt Köln eliminiert. Aktivierte Eigenleistungen Aktivierte Eigenleistungen in Mio. Euro 2010 2011 2012 2013 2014 2015 29 25 25 25 29 23 Die aktivierten Eigenleistungen stammen zum Großteil aus dem Stadtwerke-Konzern. Seite 31 Bestandsveränderungen Bestandsveränderungen in Mio. Euro 2010 2011 2012 2013 2014 2015 43 6 21 14 -3 27 Die Bestandsveränderungen stammen zum Großteil aus dem Stadtwerke-Konzern und der Gebäudewirtschaft. Finanzerträge Finanzerträge in Mio. Euro 2010 2011 2012 2013 2014 2015 134 79 88 45 57 60 Erträge aus assoziierten Unternehmen und Beteiligungserträge wurden im Wesentlichen im Teilkonzern Stadtwerke Köln GmbH realisiert. Diese stammen aus assoziierten Gesell- schaften und unwesentlichen Beteiligungen, die nur mit ihren Anschaffungskosten in den Gesamtabschluss einbezogen wurden. 7.2. Gesamtaufwendungen Personalaufwendungen Personalaufwendungen in Mio. Euro 2010 2011 2012 2013 2014 2015 1.680 1.678 1.726 1.803 1.881 1.994 Geringfügige Konsolidierungsbuchungen sind im Bereich konzerninterner Personalgestel- lung entstanden. Versorgungsaufwendungen Versorgungsaufwendungen in Mio. Euro 2010 2011 2012 2013 2014 2015 52 49 38 61 57 54 Die Versorgungsaufwendungen werden für die pensionierten Beamtinnen und Beamten der Stadt und ihrer Tochtergesellschaften mit Dienstherrenfähigkeit gezahlt. Seite 32 Aufwendungen aus Sach- und Dienstleistungen Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen in Mio. Euro 2010 2011 2012 2013 2014 2015 4.402 4.077 3.919 4.146 3.727 3.928 Die Aufwendungen aus Sach- und Dienstleistungen stellen den größten Aufwandsblock im Konzern Stadt Köln dar. Bilanzielle Abschreibungen Bilanzielle Abschreibungen in Mio. Euro 2010 2011 2012 2013 2014 2015 837 840 861 931 890 859 Der größte Teil der Abschreibungen betrifft Sachverhalte aus den Einzelabschlüssen der einbezogenen Einheiten (697,0 Mio. Euro). Im Rahmen des Gesamtabschlusses wurden stille Reserven in Höhe von 24,2 Mio. Euro aufgelöst. Zusätzlich wurde der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 137,4 Mio. Euro abgeschrieben. Transferaufwendungen Transferaufwendungen in Mio. Euro 2010 2011 2012 2013 2014 2015 1.102 1.193 1.248 1.318 1.438 1.487 Transferaufwendungen ergeben sich ausschließlich aus dem Abschluss der Kernverwal- tung Stadt Köln. Zu eliminieren waren geleistete Betriebskostenzuschüsse bzw. Zuschüsse an die verselbstständigten Aufgabenbereiche. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Zuschüsse an das Veranstaltungszentrum. Sonstige ordentliche Aufwendungen Sonstige ordentliche Aufwendungen in Mio. Euro 2010 2011 2012 2013 2014 2015 942 1.128 1.155 1.097 1.213 1.204 Die sonstigen ordentlichen Aufwendungen beinhalten hauptsächlich die Mietaufwendungen der Stadt, die mit den betreffenden Erträgen aus privatrechtlichen Leistungsentgelten bei der Gebäudewirtschaft zu konsolidieren waren. Seite 33 8. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen zum 31.12.2015 Zum 31.12.2015 bestanden Miet-, Leasing-, Wartungs- und Dienstleistungsverträgen u. a. für Hardware, Software, IT/TK-Anlagen, Kopierer und Drucker, für Fahrzeuge der Ver- kehrsüberwachung, Fahrzeuge im Rettungsdienst und weitere Fahrzeuge. Für Geschäfts- räume bestehen langfristige Mietverträge. Aus den Versorgungsverpflichtungen der Zusatzversorgungskassen (ZVK) gegenüber den versicherten aktiven Mitarbeitern und ehemaligen Mitarbeitern ergeben sich Fehlbeträge. Diese lassen sich auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens er- mitteln. Im Gutachten wurde ein Rechnungszinssatz von 3,89 %, eine systemkonforme Anwartschaftsdynamik sowie eine Rentendynamik von 1 % nach den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck zu Grunde gelegt. Die Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben werden im Konzern in die lang- fristige Liquiditätsplanung einbezogen. Sie werden insbesondere durch noch nicht valutierte und noch aufzunehmende langfristige Kredite und vorhandene Liquiditätsreserven gedeckt. Für zukünftige Instandhaltungs- und Moder nisierungsmaßnahmen der Wohnraumbewirt- schaftung wurde ein umfangreiches mehrjähriges Programm aufgestellt. Die Finanzierung ist teilweise durch branchenübliche Fremdfinanzierung und teilweise durch Mittelzuflüsse aus den zukünftigen Jahresergebnissen und aus Grundstücksverkäufen vorgesehen. Den Konzern binden die Bezugsverträge für Strom, Erdgas, Wirbelschichtbraunkohle und Wasser. Die finanziellen Verpflichtungen aus Kaufkontrakten im Stromhandel betragen 1.938,2 Mio. Euro. Es besteht ein öffentlich-rechtlicher Vertrag mit dem Wasser- und Bodenverband Wahn vom 19.11.2003 über die Ausführung der Aufgaben für Abwasserableitung und -reinigung sowie ord- nungsgemäße Entsorgung der Reststoffe und zur Gewässerunterhaltung und -ausbau einschließlich der damit verbundenen fi- nanz- und verwaltungstechnischen Leistungen. Risiken und finanzielle Verpflichtungen ergeben sich darüber hinaus aus der Beteiligung an der Koelnmesse GmbH. Wie sich diese auf den Konzern im Einzelnen auswirken, kann den Ausführungen im Beteiligungsbericht 2015 entnommen werden. Weitere Ausführungen zu allen weiteren Chancen und Risiken finden sich im Kapitel 4.4 (Operative Chancen und Risiken). Seite 34 Gesamtlagebericht 2015 1. Vorbemerkungen Der gemeindliche Gesamtabschluss bietet die Möglichkeit, Informationen über die wirt- schaftlichen Verhältnisse der Stadt Köln (der Verwaltung und der Betriebe der Stadt Köln) in einem in sich schlüssigen Zahlenwerk zusammenzufassen. Dieser integrierten Gesamt- sicht wird auch im Gesamtlagebericht Rechnung getragen. Ein Gesamtlagebericht soll gemäß § 51 Abs. 1 GemHVO das durch den Gesamtabschluss zu vermittelnde Bild der Vermögens-, Schulden-, Ertrags- und Finanzgesamtlage der Kommune einschließlich der verselbstständigten Aufgabenbereiche näher erläutern. Dies erfolgt nachfolgend durch die Vermittlung eines Überblicks über den Geschäftsverlauf so- wie eine Analyse der wirtschaftlichen Lage des Konzerns Stadt Köln im Geschäftsjahr 2015. Zusätzlich werden Chancen und Risiken der Geschäftstätigkeit dargestellt und ein Ausblick auf die künftige Entwicklung mit dem Ziel der dauerhaften und nachhaltigen Leis- tungserbringung für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Köln gegeben. Durch das Gesetz zur Beschleunigung der Aufstellung kommunaler Gesamtabschlüsse in Nordrhein-Westfalen ergibt sich für die Stadt Köln die Möglichkeit, die Gesamtabschlüsse für die Jahre 2011 bis 2014 der Anzeige des Gesamtabschlusses 2015 beizufügen. Zur besseren Übersicht hat sich die Stadt Köln entschieden, den Zeitraum 2011 - 2014 und das Jahr 2015 separat in jeweils einem Lagebericht zu beschreiben. Ist der Blick auf die länger- fristige Entwicklung für Verständnis- und/oder Analysezwecke hilfreich, werden Zeitreihen zur Entwicklung des Konzerns Stadt Köln dargestellt. Der vorliegende Gesamtlagebericht für die Stadt Köln zum 31.12.2015 baut auf dem Lage- bericht 2015 der Stadt Köln sowie auf den Lageberichten der in den Gesamtabschluss ein- bezogenen Beteiligungsunternehmen zum 31.12.2015 auf. Ergänzt wird der Gesamtlage- bericht durch den (dem Gesamtabschluss als Anlage beigefügten) Beteiligungsbericht 2015 der Stadt Köln. Zum Stichtag 31.12.2015 liefert dieser gemäß § 117 GO NRW einen detail- lierten Überblick über den Beteiligungsbesitz der Stadt Köln. 2. Überblick über den Geschäftsverlauf 2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen In 2015 hat sich die Konjunktur in Deutschland und im Euroraum weiter erholt. Die Zu- wachsrate des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das Jahr 2015 beläuft sich in Deutschland auf 1,7 % und fällt somit etwas schlechter aus als im Euro-Raum mit 2,0 % (EU 2,2 %). In NRW konnte in 2015 kein reales Wirtschaftswachstum realisiert werden, so dass die Zuwachsrate des realen BIP hier 0,0 % beträgt. Die anhaltende Niedrigzinsphase belastet weiterhin den Finanzsektor und birgt Risiken für die dauerhafte Finanzstabilität, da durch das geringe Zinsniveau mittelfristig die Ge- schäftsmodelle des Finanzsektors ausgehöhlt werden. Für Kreditnehmer ist dieses Zinsni- veau grundsätzlich vorteilhaft, da die Zinsaufwendungen trotz hoher Kreditbestände mode- rat ausfallen. Die Auswirkungen internationaler Konflikte machten sich in Deutschland in einer hohen Flüchtlingsmigration bemerkbar. Im Jahr 2015 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) insgesamt 476.649 formelle Asylanträge gestellt und somit 273.815 Seite 35 mehr als im Vorjahr. Angesichts der grundsätzlich guten wirtschaftlichen Situation der öf- fentlichen Haushalte sollten die mit der Flüchtlingsmigration zusammenhängenden abseh- baren Ausgaben finanziell verkraftbar sein. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erwartet direkte Ausgaben der öffentlichen Hand für die Flüchtlingsmigration von 5,9 bis 8,3 Mrd. Euro im Jahr 2015. Im Bundesdurchschnitt ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in 2015 um 2,2 % im Vergleich zu 2014 angestiegen. Der Kölner Beschäftigungszuwachs belief sich im gleichen Zeitraum auf 2,5 %. In Köln sind vier von fünf Beschäftigten im Dienstleis- tungssektor tätig, in dem auch überwiegend die Beschäftigungszuwächse zu verzeichnen waren. Infolge steigender Beschäftigungszahlen ist die Zahl der Arbeitslosen zum Jahres- ende 2015 gegenüber 2014 um 1,1 % auf 49.850 gesunken. Gleichzeitig verringerte sich die Arbeitslosenquote von 9,1 % in 2014 auf 8,8 % in 2015. Damit liegt die Arbeitslosen- quote in Köln über dem Bundesdurchschnitt von 6,1 % und dem Landesdurchschnitt von 7,7 % zum Jahresende 2015. Wie die Stadt Köln auf die damit verbundenen Anforderungen reagiert, hängt einerseits von ihren finanziellen Möglichkeiten und andererseits von ihrer strategischen Ausrichtung in Bezug auf die wesentlichen Handlungsfelder ab. Daher wird im Folgenden kurz auf die Entwicklung der bedeutendsten Einnahmequellen eingegangen, bevor dann die Schwerpunkte in den einzelnen Aufgabengebieten beschrie- ben werden. 2.2. Die Situation der Stadt Köln Mit 1.069.192 Einwohnern zum 31.12.2015 ist die kreisfreie Stadt Köln die bevölkerungs- reichste Stadt in Nordrhein-Westfalen (NRW) und die viertgrößte Stadt Deutschlands. Bei einer Stadtgeschichte von über 2.000 Jahren hält die Stadt Köln ein umfangreiches Kultur- angebot bereit. Neben dem weltberühmten Kölner Dom können Besucher die ereignisrei- che Entwicklung im Laufe der Jahrhunderte anhand vieler römischer und mittelalterlicher Baudenkmäler, Ausgrabungsstätten und durch weitere kulturelle Angebote (z. B. in Form von Museen) kennen lernen. In der Medienstadt Köln haben diverse Verbände und Medienunternehmen mit zahlreichen Fernsehsendern, Musikproduzenten und Verlagshäusern ihren Sitz. Weltweite Bedeutung hat die Stadt Köln als Kongress- und Messestandort. Zu den wichtigsten Kölner Messen zählen die Fotomesse photokina, die Süßwarenmesse ISM, die Videospielmesse Game- scom und mit der Art Cologne die älteste Kunstmesse der Welt. Das umfangreiche Kultur- angebot sowie jährlich wiederkehrende und wechselnde Großveranstaltungen machen Köln zu einem beliebten internationalen Reiseziel. Als Verkehrsknotenpunkt bietet die Rheinmetropole Köln einen umfangreichen Schienen- personenfernverkehr. Der Containerumschlagbahnhof Köln Eifeltor zählt zu den größten Großumschlaganlagen in Europa. Vier Binnenhäfen und der internationale Flughafen Köln/Bonn ergänzen die Kölner Infrastruktur. Aufgrund ihres umfangreichen kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Angebots erfreut sich die Stadt Köln nicht nur als touristisches Reiseziel sondern auch als dauerhafter Woh- nort einer steigenden Beliebtheit. Die Stadt Köln prognostiziert einen Anstieg der Kölner Seite 36 Bevölkerung bis 2040 auf 1.186.5001 Einwohnerinnen und Einwohner. Dies entspricht ei- nem Anstieg von 13,5 % im Vergleich zum Basisjahr 2015. Entsprechend der Prognose ist damit zu rechnen, dass bereits 2025 knapp 100.000 Menschen mehr in Köln leben werden. Mit der Anzahl der Einwohnerinnen und Einwohner verändert sich auch deren Altersstruktur sowie die Zahl und Struktur der privaten Haushalte. Besonders stark steigt voraussichtlich die relative und absolute Zahl der über 65- und der über 80-Jährigen. Aber auch die Zahl der Kinder und Jugendlichen nimmt zu. Somit bleibt das Durchschnittsalter in Köln bis 2025 stabil bei 42 Jahren. Bis 2040 steigt es moderat auf 43,3 Jahre. Die Zahl der Kölner Haus- halte steigt bis 2040 voraussichtlich um 75.400 auf 626.400 an. Aus den Prognosen ergeben sich Handlungsbedarfe in allen kommunalen Aufgabenberei- chen, die zum einen erhebliche Investitionen insbesondere im Bildungsbereich und im Wohnungsbau erfordern. Zum anderen ergeben sich zusätzliche Bedarfe auf den sozialen Handlungsfeldern, die durch den demographischen Wandel mit dem zunehmenden Anteil älterer Menschen noch verstärkt werden. 2.3. Entwicklung der Steuern und Schlüsselzuweisungen Die wesentliche Einnahmequelle der Stadt Köln, die durch den Konzern schwer zu beein- flussen sind, stellen die Steuern und Schlüsselzuweisungen dar (28 Prozent der Gesamter- träge in 2015). Steuern und ähnliche Abgaben Die Erträge aus Steuern und ähnlichen Abgaben haben im Konzern der Stadt Köln 2015 im Vergleich zu 2014 nur leicht abgenommen und stellen weiterhin mit 1,8 Mrd. Euro nach den privatrechtlichen Leistungsentgelten die wichtigste Ertragsquelle dar. Es gab einen Rück- gang bei der Netto-Gewerbesteuer um 150,7 Mio. Euro (Gesamtvolumen 769,0 Mio. Euro). Zum Rückgang haben neben den aus der Rechtsprechung für die Veranlagungsjahre 2001 und 2002 resultierenden hohen Beträge in einem Einzelfall insbesondere die zum Ende des Jahres eingegangenen Steuermessbescheide der Finanzverwaltung geführt, aus denen sich Rückzahlungsverpflichtungen in Höhe von insgesamt rd. 97 Mio. Euro ergeben. Die Rückzahlung erfolgt erst Anfang des Jahres 2016, die ergebniswirksame Belastung ist je- doch bereits im Ergebnis und der Bilanz des Jahres 2015 zu berücksichtigen. 600 650 700 750 800 850 900 950 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Gewerbesteuer in Mio. Euro Entwicklung der Netto-Gewerbesteuer (Ist-Gewerbesteuer abzgl. Gewerbesteuerumlage und Fonds Deutsche Einheit) Seite 37 Die vorangestellte Grafik macht deutlich, dass die Netto-Gewerbesteuer im Zeitablauf gro- ßen Schwankungen unterliegt. Ihre Höhe lässt sich aus Sicht des Konzerns nur durch den Gewerbesteuerhebesatz beeinflussen. Eine Erhöhung des Hebesatzes gefährdet jedoch die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Köln. Der Gewerbesteuerhebesatz wurde zuletzt im Jahr 2011 von 450 Punkten auf 475 Punkte angehoben. Der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer stellt mit 501,0 Mio. Euro in 2015 eine wich- tige Ertragsquelle dar, es sind Mehrerträge in Höhe von rund 48 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr entstanden. Schlüsselzuweisungen Die Schlüsselzuweisungen des Landes stiegen im Vergleich zum Vorjahr um etwa 82,2 Mio. Euro auf 297,3 Mio. Euro. Die Zuweisungen des Landes für laufende Zwecke betragen 283,0 Mio. Euro und liegen damit 27,3 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. 2.4. Kommunale Leistungserbringung Die Stadt Köln ist verpflichtet, die Grundversorgung der Bevölkerung mit Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge sicherzustellen. Zur Sicherstellung dieser Grundversorgung erbringt die Stadt Köln eine Vielzahl von Leistungen, die ihr als Aufgaben vom Bund oder dem Land gesetzlich auferlegt oder übertragen worden sind. Hinzu kommen freiwillige Aufgaben, bei denen die Stadt Köln selbst entscheidet, ob und in welcher Form sie tätig wird. Sie bilden das Herzstück der Kommunalpolitik. Beispiele für Freiwillige Aufgaben sind u.a. neun städtische Museen, die Stadtbibliothek mit zwölf Stand- orten, eine Vielzahl von Jugendeinrichtungen und Sportplätzen, zwölf Frei- und Freizeitbä- der, der Kölner Zoo, acht Musikschulstandorte und vieles mehr. Ver- und Entsorgung Um ihrer Verantwortung im Bereich der Ver- und Entsorgung gerecht zu werden, über- nimmt die Stadt Köln Aufgaben in Bezug auf die Energie- und Wasserversorgung, die Ab- fallentsorgung und Entwässerung. Energie und Wasser Die Bereitstellung von Energie und Wasser wird im Konzern hauptsächlich durch die RheinEnergie AG und ihre Tochtergesellschaften wahrgenommen. Wesentliche Herausfor- derungen in diesem Bereich ergaben sich auch in 2015 aus den dynamischen Veränderun- gen der energiepolitischen Rahmenbedingungen auf europäischer und nationaler Ebene, dem sich verändernden Verbraucherverhalten, dem Vormarsch erneuerbarer Energieträger sowie aus sinkenden Energiepreisen. Die Absatzsituation der RheinEnergie AG wurde im Geschäftsjahr 2015 hauptsächlich durch zwei Faktoren beeinflusst: Die gegenüber 2014 niedrigere Durchschnittstemperatur begünstigte den Absatz im Bereich der Wärmeenergieträger, während sich der intensive Preiswettbewerb im Strom- und Gasmarkt bei unverändert hoher Wechselbereitschaft der Kunden unvermindert fortsetzte. Seite 38 Um dem Wettbewerbsdruck zu begegnen, setzt die RheinEnergie AG konsequent auf marktgängige Produkte in Verbindung mit immer umfangreicheren, kundenorientierten Be- ratungs- und Dienstleistungen. Begleitet wird dies durch umfassende Aktivitäten zur Bin- dung und Rückgewinnung von Kunden in allen Segmenten sowie den Ausbau neuer Onli- ne-Vertriebswege. Abfallentsorgung und -verwertung Das Geschäftsfeld Abfallentsorgung und -verwertung wird zum einen durch die AWB Ab- fallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH (AWB) vertreten, die im Wesentlichen Aufgaben der Ab- fallbeseitigung und Straßenreinigung sowie der Wertstofflogistik übernimmt. Zum anderen betreibt die AVG Abfallentsorgungs- und Müllverbrennungsanlage Köln (AVG) in Köln bzw. der Umgebung eine Restmüllverbrennungsanlage (RMVA) und eine Deponie für die Ent- sorgung von Industrie- und Gewerbeabfällen (Deponie Vereinigte Ville) und zählt zusam- men mit drei weiteren Beteiligungen ebenfalls zu diesem Geschäftsfeld. Wie in den Vorjahren, so wurden auch in 2015 diverse Maßnahmen im Rahmen von „Aktiv für Köln“ – der Kampagne, um mehr Abfälle zu vermeiden, wiederzuverwenden und zu verwerten – umgesetzt. Der Schwerpunkt lag neben den Maßnahmen zur Abfallvermeidung auf dem weiteren Ausbau der E-Schrott-Samm lung sowie der Sensibilisierung der Bürge- rinnen und Bürger für eine verstärkte Abfalltrennung. Im Zeitraum 2015/2016 wurde eine neue Hausmüllanalyse durchgeführt und untersucht, wieviel Wertstoffpotenzial noch in der Restmülltonne enthalten ist. Mit Hilfe der Ergebnisse sollen abfallwirtschaftliche Maßnahmen bewertet und neue Maßnahmen zur Optimierung der getrennten Sammlungen (Serviceangebote und Sammelstrukturen) entwickelt werden. Unter der Berücksichtigung der notwendigen Stillstandszeiten durch Revisionen erreichte die RMVA eine hohe Verfügbarkeit, sodass in der Anlage rund 717.000 t Abfälle verbrannt werden konnten. Die dabei gewonnene Wärme wurde dazu genutzt, 370.155 MWh Strom und 330.789 t Ferndampf zu erzeugen. Davon wurden nach Abzug des Eigenverbrauchs 337.829 MWh Energie in Form von Strom und Dampf abgesetzt. Die Emissionsdaten der RMVA lagen im Jahr 2015 wieder deutlich unter den gesetzlichen Vorgaben wie auch unter den strengeren Genehmigungswerten. Auch im Geschäftsjahr 2015 wurden auf der Deponie Vereinigte Ville ganzjährig Abfälle verwertet und beseitigt. Nach deutlich über den geplanten Abfallmengen liegender Anliefer- frequenz in den ersten fünf Monaten des Jahres sanken die Anlieferungen im 2. Halbjahr spürbar. Insgesamt liegt die Mengenentwicklung rein rechnerisch etwa 14 % unter dem Vorjahresniveau aber gut 15.000 t über den geplanten Werten. Mit den angenommenen 464.000 t ist es gelungen, die Deponie mit ausreichenden Abfallmengen zu bewirtschaften. Gewässer und Entwässerung Die Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR sind im Konzern Stadt Köln mit allen wasser- wirtschaftlichen Aufgaben (mit Ausnahme des Trinkwassers) betraut. Den Schwerpunkt im Bereich der Gewässer bilden die Arbeiten zur Umsetzung der europä- ischen Wasserrahmenrichtlinie, welche einen guten Zustand der Gewässer bis 2015 - mit Seite 39 zwei Verlängerungszyklen von jeweils sechs Jahren bis 2027 - fordert. Für die Kölner Ge- wässer sind zahlreiche morphologische und hydromorphologische Maßnahmen vorgese- hen, die in dem rechtlich vorgeschriebenen Umsetzungsfahrplan zusammengestellt wur- den. Dieser Umsetzungsfahrplan wurde in 2013 in das Gewässerentwicklungskonzept für die Kölner Bäche aufgenommen. Der Rat der Stadt Köln hat das Gewässerentwicklungs- konzept in seiner Sitzung am 11.02.2014 beschlossen. Seitdem werden die Maßnahmen der Gewässerverbesserung geplant und umgesetzt. Insgesamt wurden 2015 2,2 km Straßenentwässerungskanäle baulich saniert. Im Nachgang zum fertiggestellten Hochwasserschutz wurden noch Restarbeiten durchge- führt, die sich aus einer geänderten Gesetzeslage oder der Überprüfung von Uferabschnit- ten ergaben. Hierzu gehörten beispielsweise die barrierefreie Nach- bzw. Umrüstung von Treppenanlagen und Rampen entsprechend der „Erklä rung von Barcelona“ sowie die Er- tüchtigung der sogenannten Lindemauer. Die Planungen hierzu wurden in 2015 verstärkt fortgeführt. Telekommunikation Das Leistungsangebot der Sparte Telekommunikation umfasst Telefonie, Mobilfunk, TV sowie Internet-, Daten- und Wholesale-Dienste für Privat- und Geschäftskunden und wird im Konzern Stadt Köln von der NetCologne wahrgenommen. In einem nach wie vor schwie- rigen, dynamischen und hochregulierten Telekommunikationsmarktumfeld, das durch in- tensiven Wettbewerb und hohen Preisdruck gekennzeichnet ist, hat sich die NetCologne auch 2015 erfolgreich behauptet. Die technische Grundlage dafür ist das eigene, leistungs- starke Breitbandnetz. Es ist eines der modernsten Europas und bietet Kapazitäten für die weitere Entwicklung des Faktors Kommunikation in der Region. Von besonderer Bedeutung waren im Geschäftsjahr 2015 der Start der Vectoring- Technologie, der weitere Ausbau des Glasfasernetzes „Fibre to the Curb“ (FTTC) sowie der Anschluss zusätzlicher LTE-Standorte. Verkehr Im Rahmen ihrer verkehrspolitischen Ziele übernimmt die Stadt Köln Aufgaben im Zusam- menhang mit dem öffentlichen Personennahverkehr sowie des Hafenbetriebs und Schie- nenverkehrs. Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) Im Konzern Stadt Köln werden die städtischen Buslinien und die Stadtbahn von der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) betrieben. Die Fahrgastzahlen der KVB nahmen 2015 gegen- über dem Vorjahr leicht zu. Insgesamt wurden 276,2 Mio. Fahrten unternommen, ein Zu- wachs von 1,1 Mio. Fahrten (+0,4 %). Während die Zahl der Fahrgäste im entgeltlichen Linienverkehr um 2,1 Mio. Fahrgäste stieg, sank die Zahl der Fahrgäste des übrigen Ver- kehrs um 1,0 Mio. Fahrgäste. Dieser Rückgang ist überwiegend auf die geringere Zahl an Fahrgästen ohne gültigen Fahrausweis zurückzuführen (-1,2 Mio.). Die Stammkundschaft der KVB wuchs 2015 weiter an und lag bei rund 304.000 Fahrgästen. Seite 40 Weitere wichtige Aktivitäten in Köln im Bereich ÖPNV waren die Fortsetzung der Baumaß- nahmen der Nord-Süd Stadtbahn sowie die Inbetriebnahme der ersten batteriebetriebenen Gelenkbusse. Hafen und Güterverkehr sowie Schienenverkehr Gegenstand des Geschäftsfeldes Hafen und Güterverkehr ist der Betrieb von Häfen, von öffentlichem und nicht-öffentlichem Eisenbahn- und Binnenschifffahrtsverkehr und der Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf sowie die Durchführung und Förderung aller Vorhaben, die damit im Zusammenhang stehen. Der Konzern Stadt Köln übernimmt die Bereitstellung von Infrastruktur und zentralen Dienstleistungen für den Hafenbetrieb und den Schienenver- kehr. Diese Aufgabe wird grundsätzlich von der Häfen- und Güterverkehr Köln AG (HGK) und ihrer Töchter wahrgenommen. Während sich der Durchgangsverkehr 2015 positiv entwickelte, gab es bei den anderen Verkehrsbeziehungen Rückgänge, wie z. B. beim Binnenverkehr, beim Versand in das Aus- land und beim Empfang aus dem Ausland. Der Rückgang wirkte sich besonders bei Kohle, rohem Erdöl und Erdgas sowie Erzen, Steinen und Erden und sonstigen Bergbauerzeug- nissen aus. Für die Rückgänge beim Kohleumschlag ist die schwache Nachfrage aus dem Bereich der Kraftwerkswirtschaft ursächlich , die wiederum auf Effekte der Energiewende, einen milden Temperaturverlauf zu Beginn und Ende des Jahres sowie auf technische Gründe beim Betrieb der Kraftwerke zurückzuführen ist. Sport und Kultur Die Stadt schafft ein vielfältiges Freizeitangebot, das den unterschiedlichen Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger durch ein breites Angebot an verschiedenen Betätigungsmög- lichkeiten gerecht wird. Aufgrund der Vielschichtigkeit des Angebots kann im Folgenden nur kurz auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche eingegangen werden. Sport Die Stadt Köln fördert den vereinsgebundenen und -ungebundenen Sport, insbesondere den Amateursport, durch die Bereitstellung und Erhaltung von Sportanlagen. Dadurch soll ein bedarfsorientiertes und flächendeckendes Angebot sichergestellt werden. Einen wichtigen Beitrag zur Erholung leistet die KölnBäder GmbH. Trotz einer angespann- ten Haushaltssituation legt die Stadt Köln großen Wert auf einen bürgerorientierten und wirtschaftlich attraktiven Betrieb von Freizeitbädern. Das schließt den Bau neuer Anlagen und die grundlegende Modernisierung von Bädern ebenso ein, wie die kontinuierliche Wei- terentwicklung des Angebotes entsprechend den sich verändernden Wünschen und Be- dürfnissen der Kölnerinnen und Kölner. Ziel ist es hierbei, das Angebot zu sozialverträgli- chen Tarifen anzubieten. Aus den Zweckbädern der Vergangenheit sind inzwischen auch sportgerechte Freizeitanlagen geworden, die über den Badebetrieb hinaus auch vielfältige Fitness-, Sauna-, Eissport- sowie Gesundheits- und Wellness-Angebote bereithalten. Aktuellen ökonomischen Herausforderungen wird bereits mit koordinierten und wirkungsvol- len Maßnahmen zur Kostenbegrenzung oder -senkung sowie zur Steigerung der Umsatzer- Seite 41 löse entgegengewirkt. So wurde beispielsweise durch den Einsatz stromsparender LED- Geräte oder Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung der Energieverbrauch spürbar reduziert. In den vergangenen 18 Jahren wurden insgesamt fast 192 Mio. Euro in die Mo- dernisierung und Erneuerung der Infrastruktur der Kölner Bäder investiert – hiervon rund 52 Mio. Euro allein in den Bereichen Reparaturen, Instandhaltungen sowie Unterhalt bauli- cher und bautechnischer Anlagen. Zur Stärkung der Ertragsseite wurde im Geschäftsjahr 2015 beschlossen, die Tarife zum 1. Februar 2016 anzupassen. Auch die Beteiligung der Stadt Köln an der Kölner Sportstätten GmbH, welche Sportanla- gen betreibt und vermarktet, dient der Sportförderung. Kultur Die Stadt Köln betreibt neun Museen mit einem breiten kulturellen Angebot. Die inhaltliche Ausrichtung des jeweiligen Angebots ist Aufgabe des Museums. Bei Querschnittsaufgaben wie z. B. der strategischen Steuerung und Entwicklung, der Finanzplanung, dem internen Controlling, museumsübergreifenden Angelegenheiten, der Durchführung von Bauunterhal- tungsmaßnahmen und Grundsatzfragen werden die Museen zentral unterstützt. Hierdurch werden Synergieeffekte ausgeschöpft und Einsparpotentiale realisiert. Die Kölner Kulturlandschaft wird darüber hinaus durch die Unterstützung und Initiierung innovativer künstlerischer Ansätze mit fi nanzieller und beratender Förderung von Künstlern und Instituten gefördert. Ferner werden anspruchsvolle, experimentelle Veranstaltungen durchgeführt bzw. betreut. Für Künstler und Künstlergruppen werden Arbeitsräume und Spielstätten geschaffen und vermittelt. Hierdurch wird eine künstlerisch anspruchsvolle, professionelle, freie Kunst zur Sicherung der kulturellen Vielfalt und der Qualifizierung von Künstlern ermöglicht. Im Historischen Archiv der Stadt Köln werden historisch bedeutsame Unterlagen aus städ- tischer und privater Provenienz archiviert und somit dauerhaft gesichert. Sowohl der Ein- sturz des Historischen Archivs in 2009 und die daraus folgende Aufarbeitung und Zusam- menführung der dabei beschädigten Archivalien als auch das Beweissicherungsverfahren zur Feststellung der Schadensursache und der dafür Verantwortlichen führten auch im Jahr 2015 zu erheblichen Belastungen mit Millionenbeträgen. Es ist aktuell noch nicht absehbar, wann die zivil- und strafrechtlichen Verfahren abgeschlossen sein werden. Eine Prognose über den Ausgang der Verfahren ist gegenwärtig nicht möglich. Vom Konzern Stadt Köln werden die Kölner Philharmonie, der Gürzenich, das Veranstal- tungsgebäude Flora Köln sowie der Tanzbrunnen und das Theater am Tanzbrunnen im Wege von Gesamt- und Einzelverpachtungen betrieben. Der Betrieb dieser Veranstal- tungsstätten orientiert sich vorrangig an den Interessen der Bevölkerung. Bildung Im Rahmen des Aufgabengebiets „Bildung“ leistet die Stadt Köln ihren Beitrag durch die Kindertagesbetreuung, die Wahrnehmung ihrer Schulträgeraufgaben und durch Weiterbil- dungsangebote der Volkshochschule. Seite 42 Kindertagesbetreuung In der Kindertagesbetreuung werden Schutz und Hilfen sowie die Entwicklung und Bereit- stellung einer kinder-, jugend- und familiengerechten Infrastruktur für Kinder bis zum Schul- eintritt gewährt. Dabei soll das Wohl der Kinder durch sozialpädagogische Betreuung, Er- ziehung, Bildung und Förderung sichergestellt werden. In 2015 wurde der U3-gerechte Umbau von Kindertagesstätten im vorhandenen Bestand fortgesetzt. Im Berichtsjahr wur- den 15 Kindertagesstätten hergerichtet, zehn befanden sich im Umbau oder kurz vor der Abnahme. Der Umbau weiterer vier Kindertagesstätten wurde zeitlich festgelegt. Kinder- und jugendpädagogische Einrichtung Die Stadt Köln leistet die pädagogische Betreuung von behinderten sowie nichtbehinderten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie die Beratung und Unterstützung der Personensorgeberechtigten im Rahmen von teilstationärer und stationärer Unterbringung. Zudem unterstützt die Stadt Köln die Sicherstellung von Erziehung, Betreuung, Pflege, För- derung und Schutz von behinderten und nichtbehinderten Kindern, Jugendlichen und jun- gen Erwachsenen innerhalb und außerhalb der Familie sowie die Integration in den Fami- lienverband und das soziale Umfeld. Die Aufwendungen für die Betreuung von unbegleite- ten minderjährigen Flüchtlingen haben sich mit Einsetzen der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 stark erhöht. Diese Aufwendungen werden jedoch – mit Zeitversatz – komplett vom Land erstattet. Schulträgeraufgaben Als kreisfreie Stadt ist die Stadt Köln Trägerin der öffentlichen Schulen aller Schulformen. Ausgenommen sind sechs öffentliche Förderschulen, deren Träger der Landschaftsverband Rheinland ist. In der Stadt Köln werden derzeit 281 Schulen aus allen Schulformen betreut. Im Interesse einer zeitnahen und nachhaltigen Instandsetzung der Immobilien sollten stadtweit bis zu 40 Schulen über das Modell der Öffentlich-Privaten-Partnerschaft (ÖPP) instand gesetzt werden. Die Sanierung und der Teilneubau von vier Schulen an drei Schul- standorten belaufen sich auf ein angenommenes Kostenvolumen von rd. 97 Mio. Euro. Der europaweite Teilnahmewettbewerb wurde Ende 2015 abgeschlossen. Die Auswertung soll- te bis Dezember 2016 erfolgen, ein Ratsbeschluss über die Beauftragung ist für Herbst 2017 geplant. Eine Evaluierung der bisher umgesetzten ÖPP-Projekte ergab, dass diese als erfolgreich eingestuft werden können. Nach dem Ausbau der Offenen Ganztagsschulen (OGTS) an Grund- und Förderschulen hatte die Erweiterung des Ganztagsbetriebes (GTS) an weiterbildenden Schulen und ins- besondere die Schaffung von zusätzlichen Schülerplätzen in 2015 höchste Priorität. Die bauliche Umsetzung auf einen Ganztagsbetrieb erfolgte sukzessiv und wurde aufgrund notwendiger Bedarfsanpassungen an verschiedenen Schulstandorten durch Neu- und Er- weiterungsbauten sowie Optimierungen des Raumprogramms im vorhandenen Bestand ergänzt. Da rund ein Drittel der Schulen der Stadt Köln unter Denkmalschutz steht, besteht in diesen Fällen die Verpflichtung zur Erhaltung und Modernisierung der Bausubstanz im Rahmen von Generalsanierungen unter Berücksichtigung der gestiegenen Anforderungen an den Brandschutz und die Barrierefreiheit der Gebäude. Seite 43 Großprojekte im Schulbausegment 2015 waren u. a. - integrierte Universitätsschulen - Deutz Campus - Gesamtschule Wasseramselweg (mit vorlaufender Ersatzfläche) - Gymnasium Zusestraße (mit vorlaufender Ersatzfläche) - Gesamtschule Innenstadt. Weitere Gesamtschulen in ähnlicher Größenordnung waren 2015 in Vorbereitung, ebenso diverse Standortuntersuchungen zur Errichtung neuer Gymnasien. Gesundheitsversorgung und Soziales Die Stadt Köln hält im Rahmen ihrer öffentlichen Daseinsfürsorge Leistungen im Bereich der Gesundheitsversorgung, der sozialen Fürsorge sowie der sozialen Grundsicherung bereit. Gesundheitsversorgung Zum kommunalen Aufgabenbereich der Gesundheitsversorgung gehören die Gesundheits- dienste und die Kliniken der Stadt Köln gGmbH (Kliniken Köln). Die Gesundheitsdienste erfüllen verschiedene Aufgaben, um gesundheitliche Beeinträchti- gungen und Schäden zu vermindern. Hierzu zählen u. a. die Erstellung medizinischer Gut- achten, die Mitwirkung bei der Sicherung von Leben und körperlicher Unversehrtheit sowie die Unterstützung einer bedarfsgerechten, dem allgemeinen Stand der gesundheitswissen- schaftlichen und medizinischen Erkenntnisse entsprechenden Gesundheitsversorgung der Kölner Bevölkerung, Touristen, Behörden, Gerichte und Organisationen. Die konzernzugehörigen Kliniken Köln fördern das öffentliche Gesundheitswesen insbe- sondere durch die bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung der Stadt Köln vor allem durch ambulante, vor-, nach-, voll- und teilstationäre Krankenversorgung mit leistungsfähi- gen, wirtschaftlich gesicherten Krankenhäusern, Medizinischen Versorgungszentren und Rehabilitationseinrichtungen sowie die medizinisch zweckmäßige und ausreichende Ver- sorgung der in diesen Einrichtungen behandelten Patientinnen und Patienten. Mit den Standorten in Köln-Merheim, Köln-Holweide und dem Kinderkrankenhaus Amster- damer Straße sind die Kliniken Köln eine der größten kommunalen Kliniken Deutschlands. In Deutschlands größtem Krankenhausvergleich, den das Magazin Focus Gesundheit jähr- lich herausgibt, zählen die Kliniken Köln auch qualitativ zu den besten Krankenhäusern in Deutschland. Ein ausgezeichneter Mix von Grund-, Regel- und Maximalversorgung für Pa- tientinnen und Patienten aller Altersstufen bildet dabei den Kern der unternehmerischen Ausrichtung für die Zukunft. Das Geschäftsjahr 2015 brachte für die Kliniken Köln eine Vielzahl von Veränderungen. In dem bereits aufgesetzten und im Geschäftsjahr 2015 weiterentwickeltem Restrukturie- rungsprogramm wurden interne Leistungsfaktoren, die Wettbewerbssituation sowie externe Rahmenbedingungen und Trends zur Identifizierung von Missverhältnissen zwischen An- gebot und Nachfrage analysiert und bewertet, um den durch die Gesellschafterin erteilten Seite 44 Versorgungsauftrags sicherzustellen. Ein weiterentwickeltes Medizinkonzept bildet dabei die Grundlage der laufenden Restrukturierung und sieht sowohl an einzelnen Standorten als auch für einzelne Fachabteilungen eine Kapazitätsbereinigung und – konsolidierung vor. Ziel ist eine interdisziplinäre Versorgung der Patienten, möglichst in einer Behand- lungskette, die von der ambulanten Vorbehandlung bis zur postoperativen Rehabilitation reicht. In diesem Zusammenhang werden die Kliniken Köln ihre medizinische Ausrichtung verstärkt in Richtung Zentrums- und Schwerpunktbildung unter paralleler Aufnahme von Kooperationen mit verschiedenen anderen Anbietern aus dem Gesundheitsmarkt intensi- vieren. Voraussetzung für die Umsetzung neuer Strukturen im Kernleistungsbereich des Unternehmens sind zudem dringend erforderliche Investitionen, um Infrastrukturdefizite abzubauen. Da die Mittel aus eigener Kraft derzeit nicht vorhanden sind und die von der Landesregierung zur Verfügung gestellten Pauschalförderbeträge nur einen marginalen Teil abdecken, werden kontinuierlich auch alternative Finanzierungsmodelle geprüft, um den Investitionsstau abbauen zu können. Erste Erfolge konnten dabei in 2015 mit dem Aufbau einer langfristigen Kooperation im Bereich Kardiologie mit einem Weltmarktführer aus dem Medizinproduktbereich erzielt werden. Soziales Die Stadt Köln erbringt für Menschen, deren finanzielle Mittel zur Existenzsicherung nicht ausreichen, gesetzliche Leistungen im sozialen Bereich, die der Hilfe zur Selbsthilfe und Förderung eines menschenwürdigen Lebens dienen. Diese richten sich nach den Vorschrif- ten der Sozialgesetzbücher. Neben den gesetzlich verpflichtenden Leistungen erbringt die Stadt Köln auch freiwillige Sozialleistungen und interkulturelle Hilfen. Diese sollen die sozialen und wirtschaftlichen Nachteile für bedürftige Kölnerinnen und Kölner reduzieren, das interkulturelle Zusammen- leben stärken und die soziale Integration fördern. Hierfür werden Vergünstigungen für be- dürftige Kölnerinnen und Kölner gewährt (z.B. Köln-Pass) und die Träger der Freien Wohl- fahrtspflege und Anbieter interkultureller Aktivitäten gefördert. Ferner betreibt, unterhält und fördert die Stadt Köln Bürgerhäuser und -zentren. Diese stellen bedarfs- und interessenge- rechte Freizeit- und Kulturangebote sowie soziale Dienstleistungen für die Bevölkerung (insbesondere für Stadtbezirksbewohnerinnen und Stadtbezirksbewohner) bereit. Diese sollen die Alltagssituation der Menschen verbessern sowie die Integration und Kontaktauf- nahme erleichtern. Stadtentwicklung und Wohnungsbau Die Situation auf dem Kölner Wohnungsmarkt war auch 2015 weiter angespannt. Mieten, Preise für Eigentumswohnungen und Grundstücke sind weiter gestiegen. Die Preise von Kölner Eigentumswohnungen sind zwischen 2014 und 2015 durchschnittlich um 7 % ge- stiegen. Die Steigerung der Mietpreise fiel niedriger aus. Dabei nahmen die Baulandpreise um 10 % zu. Die Zahl der Fortzüge von Familien ins Umland ist in den letzten Jahren ge- stiegen. In 2015 wurde mit 3.957 Wohnungen die höchste Bauleistung der letzten 15 Jahre in Köln erreicht. Damit wurde im vierten Jahr in Folge ein Neubauergebnis von über 3.000 Woh- Seite 45 nungen erzielt. Es wurden insbesondere 2.849 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (385 und damit 15,6 % mehr als im Vorjahr) fertiggestellt. Für die nächsten Jahre ist davon auszugehen, dass der Einwohnerzuwachs und das Haus- haltswachstum in Köln weiter zunehmen, was zu einem steigenden Bedarf an Wohnraum führt. Der Rat der Stadt hatte daher als Ziel beschlossen, bis 2020 jährlich 3.900 Wohnun- gen zu errichten, davon 3.400 in Geschossbauweise. In 2015 wurden durch die GAG 387 Wohnungen fertig gestellt und weitere 429 Wohnungen modernisiert bzw. saniert. Im Konzern Stadt Köln hat nicht nur die Schaffung neuen Wohnraums einen hohen Stel- lenwert, sondern auch die damit verbundenen sozialen Bedürfnisse der Mieterinnen und Mieter. Neben der Belegungssteuerung und der individuellen Sozialbetreuung von Mietern werden zahlreiche und vielfältige Projekte in den Quartieren der Stadt Köln initiiert und ko- ordiniert. Die Projektbandbreite reicht dabei von Sport- und Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche über Wohnumfeldverschönerungen, Mieterfeste, Kunst- und Kreativaktio- nen im Quartier, naturnahe Umweltbildungsproj ekte, die Einrichtung von Nachbarschafts- treffs bis hin zur Förderung von Mieterinitiati ven sowie die Einrichtung von alternativen Wohnprojekten. Nach wie vor hat dabei der Themenbereich „Gestaltung des demographi- schen Wandels“ hohe Aktualität und stellt eine der Schwerpunktaufgaben des Sozialmana- gements dar. Durch den Zustrom von Geflüchteten von Herbst 2015 bis Anfang des Jahres 2016 war und ist die Stadt Köln wie alle anderen Kommunen besonderen Belastungen ausgesetzt. Kurz- fristig mussten notwendige Unterkünfte bereitgestellt werden, gleichzeitig wurde im Rah- men der Amtshilfe für das Land ein Zentrum zur Verteilung der ankommenden Geflüchteten eingerichtet, das bis April 2016 in Betrieb war. Vorübergehend wurden die ankommenden Schutzsuchenden in Massenunterkünften (Sporthallen) untergebracht, da kurzfristig andere Unterbringungsmöglichkeiten nicht bereitgestellt werden konnten. Die Errichtung von ge- eigneten Wohnunterkünften stellt die Stadt Köln ab 2016 vor besondere logistische und finanzielle Herausforderungen. Auch die Integration der Geflüchteten ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Diese Aufgabe wird vom kommunalen Integrationszentrum der Stadt Köln wahrgenommen. Dieses soll die Ver- netzung der Integrationsarbeit vor Ort stärken und koordinieren sowie die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund verbessern. Ferner werden hier neu eingereiste Kinder und Jugendliche und deren Eltern zum Schul- und Bildungssystem beraten. Wirtschaft und Tourismus Ziel der Sparte Wirtschaftsförderung und Tourismus ist es, den Wirtschaftsstandort Köln nachhaltig zu stärken und die Attraktivität für Reisende sowie Geschäftsleute zu steigern. Die Bereiche Wirtschaft und Tourismus greifen dabei unweigerlich ineinander und bestär- ken sich gegenseitig. Seite 46 Wirtschaft Um die Position der Stadt Köln als attraktiven Wirtschaftsstandort zu sichern und weiterzu- entwickeln, werden wirtschaftsfördernde Maßnahmen in den Bereichen Standortmarketing, Unternehmensservice, Arbeitsmarktförderung und Medienwirtschaft entwickelt, durchge- führt und koordiniert. Diese richten sich an Unternehmen, Institutionen, Investoren, Exis- tenzgründer und am Arbeitsmarkt benachteiligte Personen. So fanden im Jahr 2015 3.363 Existenzgründungsberatungen statt und es wurden 164.000 qm Gewerbe-/ Industriefläche unter Beteiligung der Wirtschafsförderung vermarktet. Insgesamt wurden 1.607 Unterneh- men betreut. Den Zielen der Wirtschaftsförderung dienen auch die Beteiligungen an der BioCampus Co- logne Grundbesitz GmbH & Co. KG, der RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und Grün- derzentrum Köln GmbH und der GIZ Gründer- und Innovationszentrum GmbH im Techno- logiePark Köln, die u. a. die Gründung neuer Unternehmen und den Technologietransfer fördern. Tourismus Im Jahr 2015 hat das Reiseziel Köln erneut hohe Zuwächse erzielt: Erstmals wurden 5,98 Millionen Übernachtungen in gewerblichen Beherbergungsbetrieben gezählt. Auch im Köl- ner Kongress- und Tagungsmarkt spiegelt sich die positive Entwicklung wider. Im Jahr 2015 fanden an 166 Orten 47.900 Veranstaltungen mit insgesamt 3,76 Millionen Teilneh- mern statt. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen erfreulichen Zuwachs von 5,3 % bei den Veranstaltungen sowie eine Steigerung der Teilnehmerzahl um 3 %. Durch die Be- teiligung KölnTourismus GmbH fördert der Konzern seine Ziele auf dem Gebiet des Tou- rismus und als Kongress-Standort. Es gilt Köln und seine Region im nationalen und interna- tionalen Markt zu positionieren und eine entsprechende Wertschöpfung aus dem Touris- mus und dem Kongresswesen für die Wirtschaft in der Stadt und der Region zu realisieren. Seite 47 3. Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Analyse und Bewertung der mit dem Gesamtabschluss verfügbaren Daten ermöglicht eine klarere Sicht auf die wirtschaftliche Aufgabenwahrnehmung und damit Erkenntnisse, die über die hinausgehen, die sich mit dem eingeschränkten Blick auf die Einzelabschlüsse ergeben. Die Zusammenhänge sind vielschichtig und komplex und machen daher einen differenzier- ten Blick auf die Vermögenslage (Gesamtbil anz), die Ergebnislage (Gesamtergebnisrech- nung) und die Finanzlage (Gesamtkapitalflussrechnung) erforderlich. Im Folgenden werden diese Bestandteile des Gesamtabschlusses getrennt analysiert, um auf dieser Grundlage dann eine Risikobewertung vornehmen zu können. Im Rahmen der Analyse wird darauf eingegangen, wie sich die jeweiligen Gesamtergebnis- se zusammensetzen und welche Faktoren einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr genommen haben. 3.1. Ertrags- und Aufwandssituation Der Gesamtabschluss weist nach Dotierung der Minderheiten einen Fehlbetrag in Höhe von 499,5 Mio. Euro aus. Damit liegt erneut ein negatives Ergebnis vor, das sich im Ver- gleich zum Vorjahr (415,7 Mio. Euro) nochmals erhöhte. Die Entstehung des (in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen) Gesamtbilanzer- gebnisses ergibt sich anhand des folgenden Schemas aus dem Einzelergebnis der Stadt Köln: Entwicklung des Gesamtbilanzergebnis 2015 in Tsd. Euro Städtisches Einzelabschlussergebnis -400.976 Ergebnisbeiträge der verselbstständigten Aufgabenbereiche 116.525 Amortisation Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung -137.448 Amortisation stille Reserven -21.953 Anpassung der latenten Steuern 0 Konsolidierung der Gewinnabführungen -72.884 Saldo aus der Aufwands- und Ertragskonsolidierung -5.691 Saldo aus der Schuldenkonsolidierung -1.443 Sonstige Konsolidierungsmaßnahmen -7.435 = Gesamtjahresergebnis -531.307 davon anderen Gesellschaftern zuzurechnen: 31.832 Gesamtbilanzergebnis -499.475 Positiv zum Ergebnis haben insbesondere der Stadtwerke-Konzern, die GAG und die Stadtentwässerung beigetragen. Während sich die Jahresergebnisse bei GAG und StEB größtenteils stetig entwickelten, steigerte sich der Gewinn des Stadtwerke-Konzerns um gut 77 Mio. Euro. Der Anteil Dritter am Jahresergebnis verringerte sich um 7,6 Mio. Euro auf 31,8 Mio. Euro. (Hierbei handelt es sich um den Anteil Dritter aufgrund ihrer Minderheiten- Seite 48 anteile an Gesellschaften innerhalb der voll konsolidierten Teilkonzerne GAG Immobilien AG und Stadtwerke Köln.) Rein technische Buchungen auf Ebene der Kapitalkonsolidierung (240 Mio. Euro) beein- flussten das Gesamtergebnis erheblich. Die Ergebnislage war in 2015 geprägt von einem Fehlbetrag im ordentlichen Ergebnis (- 272,7 Mio. Euro) und einem weiterhin stark negativen Finanzergebnis (-258,6 Mio. Euro). Ordentliches Ergebnis Die Ertragslage zeichnete sich aus durch einen Anstieg der privatrechtlichen Leistungsent- gelte um 226,3 Mio. Euro und einen Rückgang der sonstigen ordentlichen Erträge um 61,6 Mio. Euro. Die positive Entwicklung der privatrechtlichen Leistungsentgelte lässt sich auf den gestiegenen Absatz von Energie und Wasser sowie eine Verbesserung im Hafen- umschlag- und Güterverkehr zurückführen. Der Anstieg der ordentlichen Aufwendungen fiel im Vergleich zu den ordentlichen Erträgen etwas höher aus. Die Personalaufwendungen stiegen um 112,5 Mio. Euro, die Aufwendun- gen für Sach- und Dienstleistungen um 200,4 Mio. Euro und die Transferaufwendungen um 49,8 Mio. Euro. Da die ordentlichen Erträge in ähnlichem Maße gestiegen sind, blieb der Aufwandsdeckungsgrad mit 97,1 % (Vorjahr 97,7 %) nahezu konstant. Insgesamt ist fest- zustellen, dass die ordentlichen Erträge nicht ausreichten um die ordentlichen Aufwendun- gen zu decken. Zur Erhöhung der Personalaufwendungen haben im Wesentlichen die Entwicklungen in der Kernverwaltung und im Stadtwerkekonzern beigetragen. Wie die Personalintensität von 20,9 % (Vorjahr 20,4 %) zeigt, sind die Personalaufwendungen in den Jahren auch deutlich im Vergleich zu den ordentlichen Aufwendungen gestiegen. Dies lässt sich unter anderem mit der erstmaligen Einbeziehung der NESKA-Gruppe in den Konsolidierungskreis der HGK (417 Mitarbeiter) erklären. Die Verteilung der Personalaufwandssteigerung entspricht der Verteilung des Personals auf die Konzerngesellschaften. -600,00 -500,00 -400,00 -300,00 -200,00 -100,00 0,00 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Gesamtergebnis in Mio. Euro Entwicklung des Gesamtergebnisses seit 2010 Seite 49 Die Steigerung der Sach- und Dienstleistungsintensität auf 41,2 % (Vorjahr 40,5 %) liegt mit 1,8 % deutlich über der Inflationsrate 2015 von 0,3 %. Die Transferaufwendungen werden ausschließlich bei der Stadt Köln generiert. Sie beste- hen größtenteils aus Sozialleistungen der Kernverwaltung. Die Transferaufwandsquote blieb mit 15,6 % im Vergleich zum Vorjahr erstmals konstant und stieg nicht weiter an. Die Abschreibungsintensität zeigt, dass die getätigten Investitionen der Vorjahre das Ge- samtergebnis mit etwa 8,1 % (Vorjahr 7,9 %) belasten. Die Drittfinanzierungsquote zeigt das Verhältnis der Erträge aus der Auflösung der Sonder- posten und der Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen und damit den Grad der Bezuschussung des Sachanlagevermögens. Wie in den vergangenen Jahren betrug die Kennzahl im Konzern der Stadt Köln etwa 20 % (2015 19,8 %). Etwa ein Fünftel der bilan- ziellen Abschreibungen wird durch die Auflösung von Sonderposten durch Zuwendungsge- ber finanziert. Finanzergebnis Das Finanzergebnis ist nach wie vor stark negativ. Dies lag insbesondere an dem stetig steigenden Umfang der Kreditverbindlichkeiten, welche Zinsaufwendungen nach sich zie- hen. Dabei stiegen die Finanzaufwendungen auch in den letzten Jahren nicht so stark an wie die Kreditverbindlichkeiten. Dies ist insbesondere auf die sinkenden Zinssätze für auf dem Kapitalmarkt aufgenommene Kredite zurück zu führen. Fehlende Finanzerträge auf- grund niedriger Zinsen für angelegte Finanzmittel beeinflussten das Finanzergebnis zusätz- lich. Stadt Köln 16.925 Stadtwerke Konzern 12.430 GAG 507 StEB 605 Gebäudewirtschaft 474 Kliniken 4.500 Verteilung des Personals auf die Konzerngesellschaften im Jahr 2015 Gesamtpersonalbestand: 35.441 Seite 50 Kennzahlen der Ergebnislage im Überblick 3.2. Vermögens- und Schuldenlage Die Bilanzsumme belief sich zum 31. Dezember 2015 auf 24.069,5 Mio. Euro. Sie liegt da- mit 64,2 Mio. Euro oder 0,2 % unter dem entsprechenden Wert des Vorjahres (24.133,7 Mio. Euro). Die folgende Abbildung stellt dar, wie die Vermögensstruktur des Konzerns von der Kon- zernmutter – der Stadt Köln – in 2015 beeinflusst war. Die goldene Bilanzregel (Anlagendeckungsgrad 2) besagt, dass langfristiges Vermögen auch langfristig finanziert sein soll. Im Konzern der Stadt Köln waren 2015 etwa 79,9 % und damit ein Großteil des langfristigen Vermögens durch langfristiges Eigenkapital und Fremd- kapital finanziert. Kennzahlen zur Ergebnislage Kennzahl 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Aufwandsdeckungsgrad 97,7 % 97,9 % 99,4 % 99,7 % 97,7 % 97,1% Personalintensität 18,6 % 18,7 % 19,3 % 19,3 % 20,4 % 20,9% Sach- und Dienstleistungsin- tensität 48,8 % 45,5 % 43,8 % 44,3 % 40,5 % 41,2% Transferaufwandsquote 12,2 % 13, 3 % 13,9 % 14,1 % 15,6 % 15,6% Abschreibungs- intensität 9,2 % 8,0 % 7,5 % 9,1 % 7,9 % 8,1 % Drittfinanzierungs-quote 12,8 % 19,2 % 20,7 % 16,8 % 20,2 % 19,8 % 0 5 10 15 20 25 30Vermögen in Mrd. Euro Veränderungen der einzelnen Bilanzkategorien durch den Gesamtabschluss Veränderung durch den Gesamtabschluss Jahresabschluss der Stadt 2015 Seite 51 Aktiva Entwicklungen, die zu einer Abnahme des Wertes der Aktiva geführt haben Auf der Aktivseite war insbesondere die Entwicklung der liquiden Mittel auf 357,0 Mio. Euro (- 134,6 Mio. Euro) rückläufig. Begründen lässt sich der Rückgang der liquiden Mittel insbe- sondere mit dem Erwerb neuer Beteiligungsgesellschaften. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind – trotz Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts aus der Erstkonsolidierung i.H.v. 137,4 Mio. Euro - nur um 91,6 Mio. Euro zu- rückgegangen. Dies liegt daran, dass sich die Aufnahme weiterer Gesellschaften in den Konsolidierungskreis positiv auf den Wert ausgewirkt hat. Entwicklungen, die zu einer Zunahme des Wertes der Aktiva geführt haben Die Investitionen erhöhten das Sachanlagevermögen um 186,6 Mio. Euro auf 18.536 Mio. Euro. Erklären lässt sich diese Entwicklung mit Hilfe der Investitionsquote. 2015 betrug sie 105,9 % (Vorjahr 108,9 %). Die nach wie vor über 100 % liegende Investitionsquote sagt aus, dass die Bruttoinvestitionen die Abgänge des Anlagevermögens und die Abschreibun- gen übersteigen. Insgesamt wurde der Wertever zehr also durch Investitionen überkompen- siert. Wesentliche Investitionen betrafen unter anderem die Bereiche Schulen (35 Mio. Eu- ro), Wohnbauten (58 Mio. Euro), Energie und Wasserversorgung (232 Mio. Euro), ÖPNV (104 Mio. Euro), Telekommunikation (22 Mio. Euro) sowie die Abfallentsorgung und - verwertung (19 Mio. Euro). Die Infrastruktur umfasst mit stabilen 28,8 % (Vorjahr 29,1 %) der gesamten Bilanzsumme (Infrastrukturquote) den höchsten Vermögensposten. Passiva Auf der Passivseite steht dem erheblichen Eigenkapitalverzehr von 634,8 Mio. Euro eine starke Zunahme von Rückstellungen (275,7 Mio. Euro) und Verbindlichkeiten (302,4 Mio. Euro) gegenüber. Entwicklungen, die zu einer Abnahme des Wertes der Passiva geführt haben Mit der Verringerung des Eigenkapitals im Jahr 2015 hat sich das Eigenkapital seit dem ersten Gesamtabschluss (im Jahre 2010) um 1.874 Mio. Euro verringert. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in dem stetig sinkenden Verhältnis zwischen dem Wert des Eigenkapitals und dem Gesamtkapital wider. Dieses Verhältnis wird durch die Eigenkapitalquote 1 darge- stellt, die seit 2010 kontinuierlich abnimmt und im Jahr 2015 auf den Wert 20,4 % (Vorjahr 23,0 %) gefallen ist. Inklusive der im kommunalen Bereich wie Eigenkapital wirkenden Sonderposten für Zuweisungen und Beiträge beträgt die Quote 40,7 % (Vorjahr Eigenkapi- talquote 2 43,5 %) und liegt deutlich über dem Wert vieler Kommunen in Nordrhein- Westfalen, die teilweise gar kein Eigenkapital mehr ausweisen können. Die Fehlbetragsquote gibt an, welchen Anteil der allgemeinen Rücklage und der Aus- gleichsrücklage durch den Jahresfehlbetrag aufgezehrt wurde. 2015 betrug die Kennzahl Seite 52 im Konzern der Stadt Köln 9,6 % (Vorjahr 7,0 %). Somit wurden 2015 fast 10 % des Eigen- kapitals der Stadt Köln durch den Fehlbetrag verzehrt. Entwicklungen, die zu einer Zunahme des Wertes der Passiva geführt haben Die Pensionsrückstellungen stiegen im Geschäftsjahr 2015 im Vergleich zu den Vorjahren überdurchschnittlich um 137,0 Mio. Euro auf 2.485,2 Mio. Euro und damit um 5,8 % an. Aufgrund der Niedrigzinsphase ist in Zukunft mit erhöhten Zuführungen zu Pensionsrück- stellungen zu rechnen, da durch die niedrigere Zinsen die Refinanzierung der Pensions- rückstellungen in den einbezogen verselbstständigten Aufgabenträgern teurer werden. Die kurzfristige Verbindlichkeitenquote ist aufgrund höherer Kredite zur Liquiditätssicherung leicht auf 8,3 % gestiegen. Kennzahlen der Vermögenslage im Überblick Kennzahlen zur Vermögens- und Schuldenlage Kennzahl 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Anlagendeckungsgrad 2 87,0 % 86,4 % 85,9 % 84,5 % 83,1 % 79,9 % Investitionsquote 84,5 % 121,9 % 82,4 % 81,9 % 108,9 % 105,9 % Infrastrukturquote 28,1 % 27,0 % 27,6 % 27,7 % 29,1 % 28,9 % Eigenkapitalquote 1 28,2 % 26,5 % 25,6 % 24,3 % 23,0 % 20,4 % Eigenkapitalquote 2 48,1 % 47,1 % 46,3 % 44,9 % 43,5 % 40,7 % Fehlbetragsquote 5,6 % 3,2 % 4,1 % 4,3 % 7,0 % 9,6 % Kurzfristige Verbind- lichkeitenquote 6,9 % 8,9 % 7,8 % 10,1 % 14,1 % 15,3 % Seite 53 3.3. Finanzlage Die nachfolgende, verkürzte Form der Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwen- dung der finanziellen Mittel im Stadt Köln Konzern. Die Werte wurden durch die indirekte Methode ermittelt, d. h. sie wurden aus der Gesamtergebnisrechnung abgeleitet. Der Fi- nanzmittelbestand verringerte sich im Ergebnis um 134,6 Mio. Euro auf 357 Mio. Euro. Gesamtkapitalflussrechnung (Kurzfassung) 2015 (Mio. Euro) 2014 Mio. Euro Cashflow - aus laufender Geschäftstätigkeit 342,7 552,4 - aus der Investitionstätigkeit -835,9 -825,9 - aus der Finanzierungstätigkeit 358,5 289,5 Veränderung des Finanzmittelfonds -134,6 16,0 Flüssige Mittel am 1. Januar des Jahres 491,6 475,6 Flüssige Mittel am 31. Dezember des Jahres 357,0 491,6 Im Jahr 2015 ergab sich ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 342,7 Mio. Euro (Vorjahr 552,4 Mio. Euro). Dies ist aufgrund des weiterhin negativen ordentlichen Gesamtergebnisses (-272 Mio. Euro) bemerkenswert. Da sich in der Ergebnis- rechnung zeigt, dass die Aufwendungen die Erträge übersteigen, ist dies damit zu erklären, dass viele der Aufwendungen nicht zahlungswirksam sind. Aufgrund der vielen Investitionen, welche die Vermögensverkäufe deutlich überstiegen, ergab sich ein negativer Cashflow aus Investitionstätigkeit. Netto wurden 2015 etwa 835,9 Mio. Euro für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Köln investiert. Da der Cashflow der Investitionstätigkeit nicht allein durch den Cashflow aus laufender Ge- schäftstätigkeit finanziert werden konnte, wurden Netto etwa 358,5 Mio. Euro Schulden neu aufgenommen (Vorjahr 289,5 Mio. Euro). Trotzdem konnte die Zinslastquote mit 3,3 % (Vorjahr 3,2 %) konstant gehalten werden. Dies zeigt, dass der Konzern trotz steigender Verbindlichkeiten von den niedrigen Zinsen für Fremdkapital profitiert. Die Addition des Cashflows aus den drei genannten Quellen erklärt im Ergebnis die Verrin- gerung des Finanzmittelfonds bzw. der flüssigen Mittel von 491,6 Mio. Euro um 134,6 Mio. Euro auf 357,0 Mio. Euro. Dies spiegelt sich auch in der Liquidität zweiten Grades wider. Sie betrug 2015 etwa 32,5 % und zeigt, dass etwa ein Drittel der kurzfristigen Verbindlich- keiten durch kurzfristige Forderungen und flüssige Mittel gedeckt sind. Kennzahlen der Finanzlage im Überblick Kennzahlen zur Finanzlage Kennzahl 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Zinslastquote 3,2 % 1,8 % 3,6 % 3,3 % 3,3 % 3,3 % Liquidität zweiten Grades 93,7 % 71,8 % 69,5 % 51,7 % 38,2 % 32,5 % Eine Definition der Kennzahlen ist der Anlage 3 zu entnehmen. Seite 54 4. Chancen und Risiken 4.1. Wesentliche Chancen im Stadt Köln Konzern Zum Abschlussstichtag bestehen ergebnisrelevante Risiken, die einen wesentlichen Ein- fluss auf den Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage und die Ertragslage des Konzerns haben können. Gleichzeitig gehen mit den Risiken auch Chancen einher. Grundsätzlich ist dabei zu unterscheiden zw ischen Chancen und Risiken, die von außen auf den Konzern wirken, ohne dass der Konzern einen signifikanten Einfluss auf diese Risi- ken nehmen kann (externe Chancen und Risiken) und Chancen und Risiken, deren Ursa- che konzernintern begründet sind (interne Chancen und Risiken). Innerhalb dieser übergeordneten Kategorien ergeben sich Chancen und Risiken in Bezug auf unterschiedliche Themenfelder. Die folgende Darstellung unterscheidet daher - bei den externen Risiken zwischen politi schen, regulatorischen und rechtlichen Chan- cen und Risiken und solchen im Markt und Wettbewerb und - bei den internen Risiken zwischen den operativen und den finanziellen Chancen und Risiken. Die als wesentlich identifizierten Chancen und Risiken werden im Einzelnen erläutern. Bei der Darstellung und Beurteilung der Risiken wird von einer Nettobetrachtung ausgegangen, das heißt, bereits getroffene Maßnahmen der Risikobegrenzung wurden berücksichtigt. 4.2. Politische, regulatorische und rechtliche Chancen und Risiken Politik, Gesetzgebung und Verträge setzen die Rahmenbedingungen für die Geschäftsfel- der, in denen der Konzern tätig ist. Für Unternehmen mit langfristig ausgelegten Investitio- nen sind verlässliche Rahmenbedingungen unabdingbar für den wirtschaftlichen Erfolg. Dies betrifft insbesondere die Energieversorger, die in erheblichem Umfang Risiken auf- grund äußerer Eingriffe von Regulierungs behörden, insbesondere der Bundesnetzagentur oder der Landesbehörden, ausgesetzt sind. Dabei sind nicht nur die Kalkulation der Netz- entgelte und die Festlegung der sogenannten Erlösobergrenzen im Strom- und Gasbereich betroffen. Auch bei der Kalkulation von Wasser- und Fernwärmepreisen sind Eingriffe der Kartellbehörden denkbar, die, wie im Netzbereich, negative Auswirkungen auf die Ertrags- lage der betroffenen Unternehmen haben können. Das streng regulierte Marktumfeld für die Telekommunikationsbranche bietet gleicherma- ßen Chancen und Risiken. Dies betrifft beispielsweise Eingriffe in die Entgeltfestlegung für bestimmte Leistungen im Netz. Neben der Bundesnetzagentur greift zunehmend auch das Bundeskartellamt in wettbewerbsbeeinflussende Entscheidungen der Branche ein. Im Geschäftsfeld Abfallentsorgung und -verwertung ergeben sich Umweltrisiken aus dem Geschäftsbetrieb in Form von Gefahren für die Umwelt durch den Betrieb riskanter Anlagen oder den Umgang mit Gefahrgütern in keinem nennenswerten Umfang. Zur Verringerung der Risiken werden vorgesehene Maßnahmen zur Vermeidung von Gefahren einschließlich der Beschäftigung entsprechender Sicherheitsbeauftragter eingehalten. Im Bereich Bildung sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt etwaige Risiken, die sich aus den Veränderungen in der Schullandschaft und den damit verbundenen Investitions- und In- standhaltungsentscheidungen ergeben können, schwer einzuschätzen. Als kritisch werden Seite 55 die Rahmenbedingungen beim Abbau des Sanierungsstaus, beim Stellenausbau und bei der Personalgewinnung/-erhaltung eingestuft. Chancen ergeben sich für den Gesundheitsbereich durch die vom Bundesgesundheitsmi- nisterium geplante Qualitätsoffensive im stationären Sektor. Künftig wird die Qualitätskom- ponente verstärkt in die Beurteilung der Behandlungsergebnisse sowie in die Vergütungs- strukturen der Krankenhäuser einfließen, sodass die Kliniken hoffen, sich mit den bereits etablierten hohen Qualitätsstandards von Wettbewerbern absetzen zu können. 4.3. Chancen und Risiken im Markt und Wettbewerb Die Entwicklung der Beschaffungs- und Absatzmärkte, die Wettbewerbssituation sowie weitere, die Nachfrage bestimmende Faktoren wirken in unterschiedlichem Ausmaß auf den Konzern ein. Die weiter anhaltende dynamische Veränderung struktureller und verhaltensbezogener Entwicklungen – wie der demografische Wandel, der Klimawandel und veränderte Wertvor- stellungen vor allem der jüngeren Generation – erhöhen die Bedeutung des ÖPNV zuneh- mend. Dies ist eine wesentliche Chance im Bereich ÖPNV, die zugleich mit neuen Heraus- forderungen verbunden ist. In den Folgejahren wird ein Anstieg der Umsatzerlöse erwartet, der aus gestärkter Kundennachfrage und regelmäßigen Tarifpreisanpassungen im Ver- kehrsverbund resultiert. Angesichts einer zunehmenden Spezialisierung ergeben sich im Gesundheitsbereich neue Chancen in den sektorenübergreifenden Kooperationen. Im Hinblick auf den zentralen Auf- trag der Kliniken Köln, eine bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen, ergibt sich auch die Notwendigkeit, Kooperationen mit niedergelassenen Ärzten und ande- ren Einrichtungen, auch unter Nutzung von zentralen Strukturen für die Informationstechno- logie, auszubauen. Hierdurch können zudem zusätzliche Einkommensquellen geöffnet, Patientenströme gesichert und Skalen- und Verbundvorteile realisiert werden. Produkte der Telekommunikationsbranche unterliegen einer hohen Komplexität und Dyna- mik. Mit dem wachsenden Ausbau der FTTB-, FTTC- und HFC-Infrastrukturen sind zukünf- tige Chancen auf Ertragssteigerungen verbunden. Andererseits erzeugt das Marktumfeld einen permanenten Innovations- und Investitionsdruck, mit einem verkürzten Zeitfenster für die Amortisation von Investitionen. Die Entscheidung für die Entwicklung zukunftsweisender und wettbewerbsfähiger Produkte sowie deren anschließende Markteinführung bergen da- her das Risiko von zukünftigen Sonderabschre ibungen für die zwischenzeitlich „veraltete“ Technik. Herausforderungen im Geschäftsfeld Stadtentwicklung und Wohnungsbau sind die Bereit- stellung von ausreichendem Wohnraum für die zunehmende Stadtbevölkerung ebenso wie die Erfüllung von Ansprüchen bestimmter Nutzergruppen, wie Studenten, Mehrgeneratio- nenhaushalte oder Senioren. Die vorgenannten Herausforderungen stellen jedoch auch Chancen zur Ertragssteigerung in diesem Segment dar. Für die Immobilienbewirtschaftung bestehen die Risiken im Wesentlichen in der möglichen Verschlechterung der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die zu einer Verminderung der Mieterlöse, einer ver- stärkten Zahlungsunfähigkeit der Mieter und zu erhöhtem Leerstand führen können. Die derzeitige Lage des Wohnungsmarkts in Köln lässt jedoch keine kritischen Tendenzen er- kennen, die die Ertragslage wesentlich beeinträchtigen können. Seite 56 Zu den nicht beeinflussbaren Risiken für den Tourismusstandort Köln zählen die Gefahr von Terroranschlägen, das Sicherheitsgefühl von Besuchern, starke Währungsschwankun- gen, ein stark steigender Ölpreis sowie lang andauernde Streiks bei Bahnen und Flugge- sellschaften. Eine Chance für das Reiseziel Köln ist die Ausweitung von Flugverbindungen zwischen Fernzielen und dem Flughafen Köln-Bonn durch die neue Airline Eurowings. Auch die aktu- elle Marktentwicklung in Ost- und Südosteuropa mit neuen Flugverbindungen ins Rheinland eröffnet 2016 Chancen für den Tourismus- und Wirtschaftsstandort Köln. Sollte es den pri- vaten Betreibern von Fernbuslinien gelingen, wie geplant ein modernes Terminal in zentra- ler Lage mit guter Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr zu installieren, wäre dies aus touristischer Sicht eine ideale Ergänzung des seit Oktober 2015 in Betrieb befind- lichen Haltepunktes am Flughafen Köln-Bonn. Auf diese Weise könnten verlorene Marktan- teile zurückgewonnen werden. 4.4. Operative Chancen und Risiken Die in der Erstellung und Bereitstellung von Dienstleistungen eingesetzten Anlagen und Prozesse sind relevante Erfolgsfaktoren. Aus der Verfügbarkeit der Anlagen sowie der Effi- zienz und Qualität der definierten Prozesse können sich Chancen und Risiken in diesem Bereich ergeben. Im Bereich Gewässer und Entwässerung ist aufgrund des Alters der Kanalnetze auch in den nächsten Jahren eine Fortsetzung der baulichen Sanierung erforderlich. Durch innova- tive Techniken, wie z. B. unterirdische Sanierungsverfahren, werden dabei die Belastungen für Anlieger und den Verkehr so gering wie möglich gehalten. Parallel hierzu werden derzeit alle Klärwerke und Pumpanlagen modernisiert. Die Erneuerung der Maschinen- und Elekt- rotechnik soll sowohl das Risiko der Gewässerbelastungen vermindern als auch einen wirt- schaftlicheren und nachhaltigeren Betrieb der Anlagen gewährleisten. Bedingt durch den Ausbau der Klärwerke besteht aber weiterhin ein erhöhtes Abgaberisiko, da Bauprovisorien und gewisse Bauzustände die Reinigungsleistung gefährden können. Die intensive Beglei- tung der Baumaßnahmen vor dem Hintergrund der Risikobewertung hat sich bewährt und wird bei dieser hohen Risikobewertung fortgesetzt. 4.5. Finanzielle Chancen und Risiken Eine der größten Herausforderungen für die Stadt Köln ist der Abbau des Haushaltsdefizits und die damit einhergehende Reduzierung der Entnahmequoten aus der allgemeinen Rücklage. Vor dem Hintergrund der gesunkenen Steuereinnahmen sowie der erhöhten Aufwendungen (u. a. durch den Einsturz des Historischen Archivs und die Unterbringung von Geflüchteten) wird dies in den kommenden Jahren schwer zu realisieren sein. Erst ab 2020 ist durch den Wegfall des Anteils der Kommunen an der Finanzierung des Fonds Deutsche Einheit mit einer spürbaren Entlastung zu rechnen, die zu einer kontinuierlichen Absenkung der Fehlbetragsquoten führen kann. Die finanzwirtschaftlichen Risiken in allen Geschäftsfeldern umfassen hauptsächlich Zins- änderungs-, Bonitäts- und Liquiditätsrisiken, welche im Konzern permanent beobachtet und minimiert werden. Währungsrisiken sind im Konzern kaum vorhanden, da die Geschäftsak- tivitäten im Wesentlichen national ausgerichtet sind und die Absatz- und Beschaffungspro- zesse fast ausschließlich in Euro abgebildet werden. Seite 57 Das an den Finanzmärkten anhaltend niedrige Zinsniveau birgt für den Konzern Chancen und Risiken gleichermaßen: Ein Anstieg der Zinsen würde einerseits die Kreditkosten ver- teuern, was vor allem Gesellschaften mit ausgeprägter Investitionstätigkeit mittel- und lang- fristig belasten würde. Bilanziell würden hingegen langfristige Rückstellungen dann günsti- ger bewertet. Auswirkungen ergeben sich im Geschäftsfeld Energie und Wasser zunehmend auch aus der Regulierung von Energiehandelsgeschäften. Die beiden EU-Verordnungen „EU Regula- tion on Wholesale Energy Market Integrity and Transparency (REMIT)“ sowie „European Market Infrastructure Regulation (EMIR)“ verpflichten die Marktteilnehmer, unterschiedliche Informationen zu veröffentlichen und ihre Transaktionen zu melden. Außerdem sind in hö- herem Umfang als bisher finanzielle Sicherheiten zu hinterlegen. Alle genannten Aspekte führen zu erhöhtem administrativem Aufw and sowie zu einer nachhaltigen Erhöhung der Kosten im Handelsbereich. Im Geschäftsfeld ÖPNV stellen die zunehmende Liberalisierung des ÖPNV-Marktes und die steigende Finanzmittelknappheit der öffentlichen Haushalte die wesentlichen Risiken dar. Technische Ausfallrisiken sowie umwelt bezogene Risiken werden durch die regelmä- ßige Instandhaltung und permanente Verbesserung des technischen Standards minimiert. Der Einsturz des Historischen Archivs in 2009 und die daraus folgenden Aufwendungen - teilweise in noch ungewisser Höhe - führen weiterhin zu erheblichen Belastungen mit Milli- onenbeträgen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in seinem Urteil vom 29.10.2009 entschieden, dass die Stadt Köln beim Bau der neuen Messehallen (Nordhallen) gegen Europarecht ver- stoßen hat. In 2016 konnte in dem hierüber seit 2010 geführten Rechtsstreit zwischen der Stadt Köln und der Grundstücksgesellschaft Köln Messe 15 - 18 GbR eine Einigung erzielt werden. Um beihilferechtliche Risiken auszuschließen, wurde die Vergleichsvereinbarung in einem informellen Verfahren der Europäischen Kommission zur Prüfung vorgelegt. Ein Abschluss der Vereinbarung ist erst nach Zustimmung der Kommission geplant. Derzeit liegt noch keine Rückmeldung aus Brüssel vor. Für den ausgehandelten Schadensanteil der Stadt Köln sollen die Mittel im Rahmen des Verlustausgleiches gemäß § 10 Abs. 6 Ei- genbetriebsverordnung aus dem allgemeinen städtischen Haushalt bereitgestellt werden. Im Jahresabschluss 2014 - dem Jahr, in dem die Vergleichsverhandlungen aufgenommen wurden - wurde hierfür eine Rückstellung in Höhe von 57,2 Mio. Euro gebildet. Im Gesundheitsbereich stellen die stark eingeschränkten öffentlichen Budgets für Gesund- heitsdienstleistungen sowie der weiter zunehmende Investitionsdruck auf Grund des medi- zinischen Fortschritts eine schwierige Ausgangslage für die Kliniken Köln – wie für alle deutschen Krankenhäuser – dar. Die Unterkapitalisierung und die vergleichsweise margina- le Investitionsförderung durch die Länder sind die entscheidenden Ursachen für die wirt- schaftliche Situation. Die im Hinblick auf die Versorgungssicherheit unvermeidbaren Investi- tionen führen zum Substanzverlust in anderen Bereichen und das Ergebnis wird wegen der fehlenden Förderung bis zur drohenden Insolvenz belastet. Parallel führt der demographi- sche Wandel zur Zunahme von Patientenströmen mit auf Grund der Altersentwicklung deutlich höheren Komorbiditäten (zusätzliche Erkrankungen im Rahmen einer definierten Grunderkrankung). Die weitere Zunahme der Tendenz zu ambulanten Versorgungsstruktu- ren sowie die Vorgabe deutlich kürzerer Verweildauern seitens der Leistungsträger führen zu einer Steigerung der Kostenbelastung des gesamten stationären Sektors. Durch die Seite 58 Festpreisfinanzierung der Krankenhäuser gibt es jedoch wenig Spielraum für diese, der diesen Kostenanstieg auffangen könnte. 4.6. Gesamtbewertung In der Gesamtbewertung lassen sich wesentliche bestandsgefährdende Risiken für den Konzern und seine Gesellschaften nicht feststellen. Die Risikotragfähigkeit des Konzerns ist durch eine entsprechende Eigenkapitalausstattung gegeben. Seite 59 5. Vorgänge nach dem Abschlussstichtag Nach dem Abschlussstichtag 31.12.2015 haben sich Vorgänge von besonderer Bedeutung bei den Bühnen der Stadt Köln und beim Veranstaltungszentrum ergeben. Bei den Bühnen der Stadt Köln sind bei der Baumaßnahme „Sanierung Bühnen Köln“ Ter- minverschiebungen und Kostenerhöhungen eingetreten. Die Projektleitung der Baumaß- nahme lag bis April 2016 bei der Gebäudewirtschaft. Von besonderer Bedeutung für das Veranstaltungszentrum war die in 2016 erteilte Zustim- mung der Gremien der Stadt Köln zum Vergleichsvorschlag zur Beendigung des Rechts- streits um die Messehallen Nord unter dem Vorbehalt, dass seitens der EU-Kommission keine Bedenken vorgetragen werden. Hiervon abgesehen traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanz- stichtag ein. 6. Organe und Mitgliedschaften Nach § 116 Abs. 4 GO NRW sind am Schluss des Lageberichts für die Mitglieder des Ver- waltungsvorstandes und des Rates neben dem Vor- und Familiennamen anzugeben: 1. Der ausgeübte Beruf 2. Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des Aktiengesetzes 3. Mitgliedschaft in Organen von verselbstständigten Aufgabenbereichen der Gemein- de in öffentlich-rechtlicher oder privatrechtlicher Form 4. Die Mitgliedschaft in Organen sonstiger privatrechtlicher Unternehmen Gemäß § 95 Abs. 2 GO NRW besteht diese Verpflichtung auch schon gleichlautend für den Einzeljahresabschluss der Stadt Köln. Anstelle eines zusätzlichen Abdruckes erfolgt daher hierzu der Verweis auf den Jahresabschluss 2015 der Stadt Köln, Seite 145ff. Seite 60 Seite 62 Struktur der Beteiligungen der Stadt Köln für d en Gesamtabschluss Stadtbahngesellschaft Rhei n-Sieg mbH i.L. Stammkapital: 778.240,- € Zoologischer Garten Köln AG Grund kapital: 139.500,- € Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung mbH Stammkapital: 26.000,- € Bühnen der Stadt Köln (eige nbetriebsähnl. Einrichtung) Kölner Sportstätten GmbH Stamm kapital: 4,6 Mio. € Teilkonzern Stadtwerke Köln GmbH Stammkapital: 185,55 Mio. € 100 % 88,2 % 100 % Konzern Stadt Köln 100 % 100 % Vollkonsolidierungskreis: Verbundene Unternehmen, die nicht konsolidiert werden: Kernverwaltung Stadt Köln 100 % Kernverwaltung Stadt Köln Teilkonzern GAG I mmobilien AG Grundkapital: 16,73 Mio. € Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR (StEB) Stammkapital 500.000 € Kliniken der Stadt Köln gGmbH Stamm kapital 17 Mio. € Gebäudewirtschaft der Stadt Köln (eige nbetriebsähnl. Einrichtung) Stammkapital 1 Mio. € Veranstaltungszentrum Köln (eige nbetriebsähnl. Einrichtung) KölnTourismus GmbH Stamm kapital: 500.000,- € Sozial-Betriebe Köln gGmbH Stamm kapital: 45 Mio. € Familie–Ernst–Wendt–Stiftung 100 % 100 % 100 % 100 % 88,1 % 50 % Gürzenich-Orchester/ Kölne r-Philharmoniker (eigenbetriebsähnl. Einrichtung) 100 % 100 % Einbezug „at equity“: Flughafen KölnBonn GmbH Stamm kapital: 11,82 Mio. € 31,1 % Abfallwirtschaftsbetriebe (eige nbetriebsähnl. Einrichtung) 100 % Wallraf-Richartz-Museum/ Fond ation Corboud (eigenbetriebsähnl. Einrichtung) 100 % 100 % Anlage 1a Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum Köln GmbH Stammkapital: 3,4 Mio. € 99,9 % BioCampus Cologne Grund besitz GmbH & Co. KG Stammkapital: 5,0 Mio. € 100 % Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG Stammkapital: 5,0 Mio. € 100 % Seite 63 Struktur der Beteiligungen der Stadtwerke Köln GmbH als Tei lkonzern der Stadt Köln (I) Konzern Stadtwerk e Köln GmbH (Beteiligungsquote Stadt Köln: 100 %) Voll konsolidierte Tochterunternehmen & assoziierte Unternehmen (Einbezug „at equity“): wegen untergeordneter Bedeutung nicht konsolidierte Tochterunternehmen & assoziierte Unternehmen GEW Köln AG Kölner Verkehrs-Betriebe AG Wohnungsgesellschaft der Stadt werke Köln mbH AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH Häfen und Güterverkehr Köln AG KölnBäder GmbH NetCologne Gesellschaft für Tele kommunikation mbH NetAachen GmbH Brunata Wärmemesser-G. Schul theiss GmbH & Co METRONA Wärmemesser-G. Schul theiß GmbH & Co AVG Abfallentsorgungs- u. Ver- wertu ngsgesellschaft Köln mbH moderne stadt Gesellschaft zur Förde rung des Städtebaus und der Gemeindeentwicklung mbH RheinEnergie AG 10 % 39,2 % 26 % Verwaltungsgesell. Schultheiss mbH Unternehmensverwaltungsgesellschaft METRO NA mbH RW Gesellschaft für Anteilsbesitz II mbH Westigo GmbH Pohl & Co. GmbH KSV Kölner Schulbusverkehr Bunkerbetriebe Büchting GmbH Navigare Stauerei- u. Speditions GmbH MASSLOG GmbH Oudkerk Belgium BVBA METRONA Wärememesser Union GmbH METRONA Polska AWB Köln Verwaltung GmbH Kölner Seilbahn-Gesellschaft mbH RVG Rheinauhafen Verwal tungsgesellschaft mbH Rheinland Cargo Schweiz GmbH Direkte Beteiligung der Stadt Köln: […] S. 4 NetRegio GmbH AVG Ressourcen GmbH AVG Kompostierung GmbH Rhein-Cargo GmbH & Co KG DKS Dienstleistungsgesellsch. für Ko mmunikationsanlagen des Stadt- und Regional- verkehrs mbH Schilling Omnibusverkehr GmbH K-B-S Busreisen GmbH NESKA Schifffahrts- und Spedi tionskontor GmbH Oudrek B.V., Rotterdam Modernes Köln Gesellschaft für Stadt entwicklung mbH Butzweilerhof Verwaltung GmbH Radio Köln GmbH & Co KG K.R.B.-Busreisen GmbH RheinCargo Verwaltungs-GmbH Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf GmbH KCT Krefelder Container Terminal GmbH KCG Knapsack Cargo GmbH 10 % Voll konsolidierte Tochterunternehmen assozi ierte Unternehmen (Einbezug „at equity“) AVG Service GmbH HTAG Häfen und Transport AG dbt Duisburg Bulk Terminal GmbH CTS Container-Terminal GmbH Rhei n-See-Land- Service uct Umschlag Container Terminal GmbH Pohl & Co. Beteiligungs GmbH RBT Rhein-Ruhr Bulk Terminal GmbH Alcotrans Container Line GmbH Alcotrans Container Line B.V. METRONA S.r.L., Rom Anla ge 1b Seite 64 Nachrichtlich: Struktur der Beteiligungen der RheinEnergie AG als Teilkonzern der Stadtwerke Köln GmbH Bergische Licht-, Kraft- und Wass erwerke (BELKAW) GmbH AggerEnergie GmbH GVG Gasversorgungsgesellschaft mbH Rhein-Erft Rheinische NETZGesellschaft mbH RheinEnergie Trading GmbH EVL Energieversorgung Leve rkusen GmbH & Co. KG evd Energieversorgung Dorma gen GmbH Stadtwerke Leichlingen GmbH Stadtwerke Troisdorf GmbH rhenag Rheinische Energie AG ENERGOTEC Energi etechnik GmbH GT-HKW Niehl GmbH RheinEnergie HKW Rostock GmbH RheinEnergie Biokraft GmbH RheinEnergie Express GmbH Stadtwerke Lohmar GmbH & Co. KG BFSZ Köln Boden-Forschungs- und Sanierungs-Zentrum GmbH 8 KU GmbH RheinEnergie HKW Niehl 3 GmbH EVL Verwaltungs- u. Beteiligungs- gese llschaft mbH Leverkusen AS 3 Beteiligungs GmbH CCNE Colonia Cluj-Napoca Energi e S.R.L., Rumänien RheinWerke GmbH MVV Energie AG EnW Energie und Wasserver- sorgu ng Bonn/Rhein-Sieg GmbH 50,1 % 65,6 % 57,3 % 100 % 40 % 100 % 100 % 100 % 100 % 50 % 49 % 33,3 % 50 % 16,3 % 49 % 49 % 50 % 13,7 % 87,8 %33,3 % 100 % 100 % 100 % 49 % 12,5 % 100 % Konzern RheinEnergie AG ENTALO GmbH & Co. KG RheinEnergie Grünstromdirekt GmbH RheinEnergie Solar GmbH RheinEnergie Windkraft GmbH 100 % 100 % 100 % Stadtwerke Lohmar Verwal tungs-GmbH 49 % ASEW Energie und Umwelt Servic e GmbH & Co. KG 7,1 % Stromnetz Bornheim G mbH & Co. KG 49 % Anla ge 1c Seite 65 Struktur der Beteiligungen der GAG Immobilien AG als Tei lkonzern der Stadt Köln Konzern GAG Imm obilien AG Grundkapital: 16,73 Mio. € (Beteiligungsquote Stadt Köln: 88,21 %) 62 % 100 % 25 % GAG Projektentwicklung GmbH St ammkapital: 100.000,- € Vollkonsolidiertes verbundenes Unternehmen GAG Servicegesellschaft mbH St ammkapital 25.000,- € Vollkonsolidiertes verbundenes Unternehmen Grund und Boden GmbH Stamm kapital: 92 Mio. € Vollkonsolidiertes verbundenes Unternehmen (Beteiligungsquote Stadt Köln: 38 %) Mietmanagementgesell- scha ft der GAG GmbH Stammkapital : 25.000,- € Vollkonsolidiertes verbundenes Unternehmen modernes köln Gese llschaft für Stadtentwicklung mbH Stammkapital: 2,1 Mio. € Equity-Einbezug über Teilkonzern 90 % 10 % 100 % Di e Stadtwerke Köln GmbH sowie die moderne stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH (voll konsolidiertes Tochterunternehmen der Stadtwerke Köln GmbH) halten ebenfalls jeweils 25 % an der modernes köln GmbH, daher wird die modernes köln GmbH im Gesamtabschluss zu einem verbundenen Unternehmen, das nicht voll konsolidiert wird. Anlage 1d Seite 66 Nachrichtlich: Struktur der Beteiligungen der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln eigenbetriebsähnliche Ein richtung Veranstaltungszentrum Köln KölnKongress GmbH Koelnmesse Ausstellungen Gmb H Organizacao de Feiras Ltda. Co. Ltd., Tokio, Japan Koelnmesse Inc., Chicago, USA Koelnmesse GmbH Stammkapital: 51,2 M io. € Koelnmesse S.r.l., Mailand, Ita lien Koelnmesse Pte. Ltd., Singapur Koelnmesse Ltd., Hongkong Koelnmesse Co. Ltd., Bangkok 79, 08 % Koelnmesse YA Tradefair Pvt. Ltd., IndienKoelnmesse Co. Ltd., China 100 % 100 % 100 % 100 % 100 % 49 % 50 % 100 % 100 % 100 % 75 % Anl age 1e 51 % KölnMusik Betriebs- und Service- gesellschaft mbH 89,93 % Seite 67 Seite 68 Anlage 2 Einbeziehung der maßgeblichen verselbständigten Aufgabenbereiche in den Gesamtabschluss zum 31.12.2015 Verbundene verselbständigte Aufgabenbereiche die in den Gesamtabschluss einbezogen sind Beteiligungsquote (%) Bilanzsumme in Tsd. Euro 31.12.2015 Anteil an der Gesamtbilanz- summe (%)* Stadtwerke Köln GmbH (SWK) Teilkonzern 100,00 5.136.371 17,90 Stadtentwässerungsbetrieb Köln, AöR (StEB) 100,00 1.956.891 6,82 Eigenbetrieb Veranstaltungszentrum Köln Sondervermögen 100,00 393.125 1,37 Gebäudewirtschaft der Stadt Köln Sondervermögen 100,00 1.600.997 5,58 GAG Immobilien AG, börsennotiert Teilkonzern 88,21 2.616.921 9,12 Kliniken der Stadt Köln gGmbH 100,00 312.400 1,09 Summe 12.776.704 44,53 Mittelbar über die Teilkonzerne Stadtwerke Köln und GAG Immobilien Effektive Betei- ligungsquote (%) AVG, Abfallentsorgungs- u. Verwertungsgesellschaft Köln mbH 50,10 AWB, Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH u. Co. KG 100,00 Net Cologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH 100,00 Köln Bäder GmbH 100,00 RheinEnergie AG 80,00 KVB, Kölner Verkehrs-Betriebe AG 100,00 Häfen u. Güterverkehr Köln AG 93,70 Grund und Boden GmbH 92,69 GAG Servicegesellschaft mbH 88,21 Verbundene verselbständigte Aufgabenbereiche die nicht in den Gesamtabschluss einbezogen sind Beteiligungsquote (%) Bilanzsumme in Tsd. Euro Anteil an der Gesamtbilanz- summe (%) Bühnen eigenbetriebsähnliche Einrichtung 100,00 258.512 0,90 SBK Sozial-Betriebe-Köln gGmbH 100,00 180.969 0,63 Kölner Sportstätten GmbH 100,00 126.857 0,44 BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG 100,00 42.371 0,15 Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG 100,00 41.530 0,14 Aktiengesellschaft Zoologischer Garten Köln 88,11 31.699 0,11 Gürzenich Orchester eigenbetriebsähnliche Einrichtung 100,00 13.014 0,05 KölnTourismus GmbH 100,00 7.551 0,03 Beihilfekasse der Stadt Köln 100,00 5.143 0,02 Jugendzentren Köln Gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH (JugZ) 51,00 2.431 0,01 RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und Gründerzentrum Köln GmbH 99,925 2.010 0,01 Kölner Gesellschaft für Arbeits- u. Berufsförderung mbH 100,00 1.853 0,01 Akademie der Künste der Welt gGmbH 100,00 816 0,00 AchtBrücken GmbH 51,00 591 0,00 BioCampus Cologne Management GmbH 100,00 42 0,00 Summe 757.877 2,50 Seite 69 Assoziierte verselbständigte Aufgaben- bereiche die in den Gesamtabschluss „at equity“ einbezogen sind Beteiligungsquote (%) Bilanzsumme in Tsd. Euro 31.12.2015 Anteil an der Gesamtbilanz- summe (%) Flughafen Köln/Bonn GmbH, Köln, (FKB) 31,12 760.000 2,65 Mittelbar über die RheinEnergie AG als Gesellschaft im Konzern Stadtwerke Köln Effektive Betei- ligungsquote (%) Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG, Leverkusen 50,00 Stadtwerke Troisdorf GmbH, Troisdorf 40,00 evd energieversorgung dormagen GmbH, Dormagen 49,00 Stadtwerke Leichlingen GmbH, Leichlingen 49,00 rhenag Rheinische Energie AG, Köln 33,30 Stadtwerke Lohmar GmbH & Co. KG, Lohmar 49,00 Mittelbar über die Häfen und Güterverkehr Köln AG als Gesellschaft im Konzern Stadtwerke Köln Effektive Betei- ligungsquote (%) RheinCargo GmbH & Co. KG, Neuss 50,00 Mittelbar über Grund und Boden GmbH als Gesellschaft im Konzern GAG Immobilien AG Effektive Betei- ligungsquote (%) modernes köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH 50,00 Assoziierte verselbständigte Aufgabenbereiche die nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind GIZ, Gründer- u. Innovationszentrum im Technologiepark Köln GmbH Zweckverband VRS SRS, Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH i.L Zweckverband Naturpark Rheinland Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH mittelbar über Stadtwerke Köln GmbH Radio Köln GmbH & Co. KG, Köln mittelbar über die GEW Köln AG als Gesellschaft im Konzern Stadtwerke Köln RW Gesellschaft für Anteilsbesitz II mbH, Köln mittelbar über die RheinEnergie AG als Gesellschaft im Konzern Stadtwerke Köln GmbH Energieversorgung Leverkusen Verwaltungs- u. Beteiligungs GmbH, Leverkusen TradeSoft RM GmbH, Köln RheinWerke GmbH, Köln AS 3 Beteiligungs GmbH, Essen Stadtwerke Lohmar Verwaltungs- GmbH, Lohmar COLONIA-CLUJ-NAPOCA- Energie S.R.L, Cluj-Napoca / Rumänien mittelbar über METRONA GmbH & Co als Gesellschaft im Konzern Stadtwerke Köln GmbH Metrona Wärmemesser Union GmbH, München mittelbar über die HGK AG als Gesellschaft im Konzern Stadtwerke Köln GmbH Rheinfähre Köln-Langel / Hitdorf GmbH, Köln RVG Rheinauhafen Verwaltungsgesellschaft, Köln Rhein Cargo Verwaltungs- GmbH, Neuss NESKA Schiffs- und Speditionskontor GmbH, Duisburg KCG Knapsack Cargo GmbH, Hürth Seite 70 Anlage 3 Erläuterungen zum verwendeten NKF – Kennzahlenset NRW Eigenkapitalquote 1 Die Eigenkapitalquote 1 gibt Auskunft über die Kapitalstruktur des Konzerns und kann ein wichtiger Bonitätsfaktor sein. Der prozentuale Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital wird über die Betrachtung im Mehrjahresvergleich aussagekräftig. Eigenkapitalquote 1 = EK * 100 Gesamtbilanzsumme Eigenkapitalquote 2 Die Eigenkapitalquote 2 misst den Anteil des „wirtschaftlichen Eigenkapitals“ an dem Gesamtkapital. Da bei Kommunen Sonderposten mit Eigenkapitalcharakter ein wesentlicher Ansatz in der Bilanz darstellt, ist der Wert „wirtschaftliches Eigenkapital“ um diese zu erweitern. Eigenkapitalquote 2 = (EK + Sonderposten für Zuwendungen/Beiträge) * 100 Gesamtbilanzsumme Fehlbetragsquote Die Fehlbetragsquote gibt Auskunft über den durch den Gesamtjahresfehlbetrag (vor Minderheitenanteil) in Anspruch genommenen Anteil des Gesamteigenkapitals (ohne Minderheitenanteil). Fehlbetragsquote = Gesamtjahresergebnis (vor Minderheitenanteil) * 100 Allgemeine Rücklage Infrastrukturquote Die Infrastrukturquote spiegelt das Verhältnis des Infrastrukturvermögens zum Gesamtvermögen wider. Sie gibt Auskunft über den Anteil des Vermögens, der im Rahmen der Daseinsvorsorge für die Funktionsfähigkeit des Gemeinwesens langfristig gebunden ist. Infrastrukturquote = Infrastrukturvermögen * 100 Gesamtbilanzsumme Anlagendeckungsgrad 2 Diese Kennzahl gibt an, inwieweit das Anlagevermögen durch langfristig zur Verfügung stehendes Kapital finanziert ist. Seite 71 Anlagendeckungsgrad 2 = (EK + SoPo Zuwendungen/Beiträge + langfr. FK) * 100 Anlagevermögen Investitionsquote Die Investitionsquote gibt Auskunft darüber, in welchem Umfang dem Substanzverlust durch Abschreibungen und Vermögensabgänge neue Investitionen gegenüberstehen. Investitionsquote = Bruttoinvestitionen * 100 (Abgänge des Anlagevermögens + Abschreibungsaufwand) Liquidität 2. Grades Die Liquidität zweiten Grades gibt stichtagsbezogen an, inwieweit die kurzfristigen Forderungen und flüssigen Mittel die kurzfristigen Verbindlichkeiten decken. Liquidität 2. Grades =(Liquide Mittel + kurzfristige Forderungen) * 100 Kurzfristige Verbindlichkeiten Kurzfristige Verbindlichkeitenquote Ange zeigt wird mit dieser Kennzahl das Verhältnis aus Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr zur Bilanzsumme. Kurzfristige Verbindlichkeitenquote = Kurzfr. Verbindlichkeiten * 100 Gesamtbilanzsumme Aufwandsdeckungsgrad Der Aufwandsdeckungsgrad gibt an, inwieweit die ordentlichen Aufwendungen durch ordentliche Erträge gedeckt werden. Aufwandsdeckungsgrad = Ordentliche Gesamterträge * 100 Ordentliche Gesamtaufwendungen Drittfinanzierungsquote Die Drittfinanzierungsquote gibt an, inwieweit die Belastung durch Abschreibungen auf das Anlagevermögen durch Erträge aus der Auflösung von Sonderposten abgemildert wird. Drittfinanzierungsquote = Erträge aus der Auflösung von Sonderposten * 100 Bilanzielle Abschreibungen auf das Anlagevermögen Seite 72 Personalintensität Die Personalintensität gibt an, welchen Anteil die Personalaufwendungen an den ordentlichen Gesamtaufwendungen ausmachen. Personalintensität = Personalaufwendungen * 100 Ordentliche Gesamtaufwendungen Sach- und Dienstleistungsintensität Diese Kennzahl gibt Auskunft darüber, in welchem Anteil Leistungen am Markt für die kommunale Aufgabenerledigung erworben werden. Sach- u. Dienstleistungsintensität = Aufw. für Sach u. Dienstleistungen * 100 Ordentliche Gesamtaufwendungen Transferaufwandsquote Die Transferquote zeigt in welchem Ausmaß die Kommune Leistungen an Dritte ohne Gegenleistungen getätigt hat. Transferaufwandsquote = Transferaufwendungen * 100 Ordentliche Gesamtaufwendungen Abschreibungsintensität Die Abschreibungsintensität zeigt, in welchem Umfang die Kommune durch das Abschreibungsvolumen des Anlagevermögens in Bezug zu den ordentlichen Gesamtaufwendungen belastet wird. Abschreibungsintensität = Bilanzielle Abschreibungen auf das AV * 100 Ordentliche Gesamtaufwendungen Zinslastquote Die Zinslastquote zeigt, welche Belastungen aus Finanzaufwendungen zusätzlich zu den ordentlichen Aufwendungen bestehen. Zinslastquote = Finanzaufwendungen * 100 Ordentliche Gesamtaufwendungen Seite 73
Anlage 3 Auszug FA vom 25.09. TOP 12.20
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Anlage 3 Geschäftsführung Finanzausschuss Herr Hengstenberg Telefon: (0221) 221-24649 Fax : (0221) 221-23902 E-Mail: michael.hengstenberg@stadt-koeln.de Datum: 26.09.2017 Auszug aus dem Entwurf der Niederschrift der Sitzung des Finanzausschusses vom 25.09.2017 öffentlich 12.20 Entwürfe der Gesamtabschlüsse 2011 - 2015 2595/2017 Hinweis: Zu diesem TOP gab es zu Beginn der Sitzung eine Power Point Präsentation der Verwaltung. Ratsmitglied Wortmann bittet die Verwaltung die Präsentation als Anlage für die Ratssitzung zur Verfügung zu stellen. Frau Stadtkämmerin Klug sagt dies zu. Beschluss: Der Finanzausschuss empfiehlt dem Rat wie folgt zu beschließen: Der Rat nimmt die als Anlage beigefügten, von der Kämmerin aufgestellten und von der Oberbürgermeisterin bestätigten Entwürfe der Gesamtabschlüsse für die Jahre 2011 bis 2014 sowie 2015 zur Kenntnis. Er beschließt, den Rechnungsprüfungsaus- schuss mit der Prüfung des Gesamtabschlusses 2015 gemäß § 116 Abs. 6 Gemein- deordnung NRW zu beauftragen. Abstimmungsergebnis: einstimmig zugestimmt
Beschlussvorlage Rat
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle II/200 Vorlagen-Nummer 2595/2017 Freigabedatum 01.09.2017 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Entwürfe der Gesamtabschlüsse 2011 - 2015 Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat nimmt die als Anlage beigefügten, von der Kämmerin aufgestellten und von der Oberbürger- meisterin bestätigten Entwürfe der Gesamtabschlüsse für die Jahre 2011 bis 2014 sowie 2015 zur Kenntnis. Er beschließt, den Rechnungsprüfungsausschuss mit der Prüfung des Gesamtabschlusses 2015 gemäß § 116 Abs. 6 Gemeindeordnung NRW zu beauftragen. Finanzausschuss 25.09.2017 Rat 28.09.2017 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Begründung Gemäß § 116 Gemeindeordnung Nordrhein -Westfalen (GO) i. V. m. § 49 Gemeindehaushaltsverord- nung Nordrhein-Westfalen (GemHVO) hat die Stadt Köln jährlich einen Gesamtabschluss aufzuste l- len. Demnach sind der Jahresabschluss der Stadt Köln sowie die jeweiligen Jahresabschlüsse der verselbstständigten Aufgabenbereiche zu konsolidieren. Während der Einzeljahresabschluss der Stadt Köln die Vermögens -, Schulden-, Ertrags-, und Finanz- lage aus Sic ht der Kernverwaltung darstellt, bildet der Gesamtabschluss die Leistungsfähigkeit des Konzerns Stadt Köln ab. Hierzu wird die Vermögens -, Schulden-, Ertrags- und Finanzlage der Ker n- verwaltung Stadt Köln und ihrer verselbstständigten Aufgabenbereiche so da rgestellt, als ob es sich um ein Unternehmen handelt. Zu diesem Zweck sind alle internen Beziehungen der einbezogenen verselbstständigten Aufgabenbereiche untereinander und mit der Kernverwaltung Stadt Köln zu elim i- nieren. Lediglich die Leistungsbeziehunge n zu Einheiten außerhalb des Konzerns bleiben bestehen. Somit schließt der Gesamtabschluss eine Lücke zwischen dem Einzelabschluss der Stadt Köln und dem Beteiligungsbericht, da die Leistungsfähigkeit der wesentlichen von der Stadt Köln beherrschten Einheiten ohne die internen Leistungsbeziehungen aufgezeigt wird und somit ein realistisches Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage des Konzerns Stadt Köln vermittelt wird. Nachdem im März 2016 der Gesamtabschluss 2010 als Entwurf in den Rat eingebracht wu rde, folgen nun die Entwürfe der Gesamtabschlüsse 2011 bis 2015. Das Gesetz zur Beschleunigung der Aufstellung kommunaler Gesamtabschlüsse (verlängert durch das zehnte Gesetz zur Änderung der gesetzlichen Befristungen im Zuständigkeitsbereich des Ministe- riums für Inneres und Kommunales) enthält Vereinfachungsregeln zur Beschleunigung der Aufste l- lung des kommunalen Gesamtabschlusses. So ist es ausreichend, wenn die Gesamtabschlüsse 2011 bis 2014 dem Gesamtabschluss 2015 als Entwurf beigefügt werden. Auf ein separates Verfahren kann verzichtet werden. Diese Regelung wird von der Stadt Köln in Anspruch genommen, indem der Anzeige des Gesamtabschlusses 2015 die Gesamtabschlüsse der Haushaltsjahre 2011 bis 2014 lediglich als Entwurf beigefügt werden. Der Entwurf des Gesamtabschlusses 2015 beinhaltet die testierten Jahresabschlüsse der zum Ko n- solidierungskreis gehörenden verselbstständigten Aufgabenbereiche. Für die Stadt Köln wurden die Entwurfsdaten des Einzelabschlusses der Stadt Köln herangezogen, da dieser n och nicht abschli e- ßend geprüft und festgestellt ist. Weitere Informationen zu Berichten, gesellschaftsrechtlichen Veränderungen durch Kauf, Überna h- me, Erwerb oder Verkauf von Anteilen sowie Auswirkungen auf den städtischen Haushalt der einze l- nen Kalenderjahre können dem Beteiligungsbericht 2015 entnommen werden. Grundsätzlich stellt der Beteiligungsbericht eine Anlage zum Gesamtabschluss dar. Dies war aufgrund des zeitlichen Verzugs der Aufstellung der Gesamtabschlüsse in der Vergangenheit jedoch nicht möglich. In der folgenden Übersicht sind die Kerngrößen und Kennzahlen der Gesamtabschlüsse 2011 bis 2015 dargestellt. Zur besseren Vergleichbarkeit sind ebenfalls die Zahlen des Gesamtabschlussen t- wurfs 2010 abgebildet. Gesamtabschlüsse der Stadt Köln 2010 – 2015 (in Mio. Euro bzw. %) 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Gesamtkonzernergebnis nach Abzug der Anteile anderer Gesellschafter -359,6 -209,7 -257,8 -262,4 -415,7 -499,5 Gesamtbilanzsumme 24.120,2 24.573,8 24.215,0 24.158,7 24.133.7 24.069,5 Gesamteigenkapital 6.795,0 6.521,0 6.192,0 5.863,2 5.555,4 4.921,0 EK-Quote II 48,1% 47,1% 46,3% 44,9% 43,5% 40,7% Aufwandsdeckungsgrad 97,7% 97,9% 99,4% 99,7% 97,7% 97,1% Investitionsquote 84,5% 121,9% 82,4% 81,9% 108,9% 105,9% 3 Die Eigenkapitalquote II zeigt, wie hoch der Anteil des Eigenkapitals (und der Sonderposten für Z u- weisungen und Beiträge) an der Bilanzsumme ist. Erhöht sich die Bilanzsumme durch Konsolidierung im Gesamtabschluss bei relativ konstantem Eigenkapital aus dem Einzelabschluss des Mutterunter- nehmens, sinkt rein rechnerisch die Eigenkapitalquote. Sie ist von 54,1 % im Einzeljahresabschluss der Stadt auf 40,7 % im Gesamtabschluss gesunken. Der Aufwandsdeckungsgrad lag 2015 bei 97,1 % im Gesamtabschluss und bei 90,6 % im Einzela b- schluss der Stadt Köln. Dieser Vergleich zeigt, dass die in den Konzernabschluss einbezogenen B e- teiligungen einen wesentlichen Beitrag zur Deckung der ordentlichen Aufwendungen durch die o r- dentlichen Erträge leisten. Die Investitionsquote lag in den Jahren 2010 bis 2015 bei durchschnittlich 97,6 %. Im selben Zeitraum lag sie im Jahresabschluss der Stadt bei lediglich 72,8 %. Grundsätzlich ist eine Investitionsquote von 100 % oder darüber von Vorteil. Dies bedeutet, dass die Abschreibungen auf das Anlagevermö gen durch Investitionen kompensiert werden. Bei diesem Vergleich zeigt sich, dass die verselbstständigten Aufgabenbereiche (Beteiligungen) deu t- lich stärker investieren als die Kernverwaltung. Das Gesamtkonzerndefizit gemäß Gesamtergebnisrechnung beträgt ( nach Abzug der auf andere Gesellschafter entfallenden Anteile) 499,5 Mio. Euro. Die Gesamtabschlüsse sind im Entwurf durch die Kämmerin aufgestellt und von der Oberbürgermei s- terin bestätigt. Für die Jahre 2011 bis 2014 werden sie nur im Entwurf in den Ra t eingebracht und der Anzeige des Gesamtabschlusses 2015 nach dessen Prüfung und Bestätigung durch den Rat beig e- fügt. Der Gesamtabschluss ist vor einer förmlichen Bestätigung durch den Rechnungsprüfungsausschuss zu prüfen (§ 96 Absatz 1 GO). Der Prüfung mu ss ein entsprechender Prüfauftrag des Rates vorau s- gehen. Der geprüfte Gesamtabschluss 2015 ist entsprechend § 116 Abs. 1 Gemeindeordnung (GO) durch den Rat zu bestätigen und anschließend der Aufsichtsbehörde anzuzeigen sowie öffentlich bekannt zu machen. Anlagen
Präsentation Gesamtabschluss 2015
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© Paulo dos Santos 1 Dezernat II - Kämmerei Gesamtabschluss der Stadt Köln zum 31.12.2015 Finanzausschuss am 25.09.2017 2 Dezernat II - Kämmerei 31,1% Eigenbetrieb Veranstaltungszentrum Gebäudewirtschaft Sondervermögen Konzern bildet 96 % der Beteiligungen ab* Stadt Köln Konzern Konzern *gemessen an der Gesamtbilanzsumme Verfahren zur Aufstellung der Gesamtabschlüsse • Vereinfachungsregelung in NRW wird angewandt: • Gesamtabschlüsse 2011-2014 nur im Entwurf • Gesamtabschluss 2015 wird durch das RPA geprüft • Zukünftig jährlich ein Gesamtabschluss • Gesamtabschluss 2016 voraussichtlich zu Beginn 2018 als Entwurf • Aktueller Stand der Datenerfassung 3 Dezernat II - Kämmerei Klar gegliedert: Der Aufbau des Berichts 1. Gesamtbilanz, -ergebnisrechnung, - verbindlichkeitenspiegel und –kapitalflussrechnung 2015 2. Gesamtanhang 1. Erläuterungen zu den konsolidierten Unternehmen und den abgebildeten Aufgabenfeldern 2. Erläuterungen zur Gesamtbilanz und –ergebnisrechnung 3. Gesamtlagebericht 1. Überblick über den Geschäftsverlauf (Spartensicht) 2. Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3. Chancen und Risiken aus Sicht des Gesamtabschlusses 4 Dezernat II - Kämmerei 7 Sparten im Gesamtabschluss… 5 Dezernat II - Kämmerei Stadtentwicklung und Wohnungsbau Gesundheits- versorgung und Soziales Sport und Kultur Bildung Verkehr Ver- und Entsorgung Wirtschaft und Tourismus … leisten viel für den Konzern 6 Dezernat II - Kämmerei Stadtentwicklung und Wohnungsbau Sport und Kultur Bildung Verkehr Ver- und Entsorgung 276,2 Mio. Fahrgäste in Bus und Stadtbahn 49.213 bewirt- schaftete Wohnungen 2,6 Mio. Badegäste in den Kölner Bädern 17.199 GWh Strom abgesetzt 147.842 Schulplätze angeboten Ver- und Entsorgung 182.847 Restmüll- entleerungen wöchentlich Gesundheits- versorgung und Soziales 60.939 stationär behandelte Patienten Zusammensetzung wesentlicher Größen - Bilanzpositionen - 7 Dezernat II - Kämmerei 3 5 7 9 11 13 15 17 19 21 23 25 27 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Bilanzposition (Mrd. Euro) Sachanlagevermögen Verbindlichkeiten Rückstellungen Eigenkapital Gesamtbilanzsumme Veränderung seit 2010 +1,0 Mrd. +1,4 Mrd. -1,9 Mrd. Zusammensetzung wesentlicher Größen - Bilanzpositionen - 8 Dezernat II - Kämmerei 3 5 7 9 11 13 15 17 19 21 23 25 27 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Bilanzposition (Mrd. Euro) Sachanlagevermögen Verbindlichkeiten Rückstellungen Eigenkapital Gesamtbilanzsumme Veränderung seit 2010 +1,0 Mrd. +1,4 Mrd. -1,9 Mrd. Energie- und Wasserver- sorgung +232 Mio. Euro ÖPNV +104 Mio. Euro Wohnbauten +58 Mio. Euro Schulen + 35 Mio. Euro Stadt Köln +519 Mio. Euro Stadtwerke Köln +663 Mio. Euro GAG +231 Mio. Euro Stadt Köln: -1,2 Mrd. Euro Sachanlagevermögen Verbindlichkeiten Eigenkapital Zusammensetzung wesentlicher Größen - Kennzahlen - 9 Dezernat II - Kämmerei Eigenkapitalquote II Aufwandsdeckungsgrad Investitionsquote 0% 20% 40% 60% 80% 100% 120% 140% 2010 2011 2012 2013 2014 2015 Ø Investitionsquote Stadt Köln: 72,8 % Ø Investitionsquote im Konzern: 97,6 % Aufwandsdeckungsgrad 2015 Stadt Köln: 90,6 % Eigenkapitalquote II 2015 Stadt Köln: 54,1 % Aufwandsdeckungsgrad 2015 im Konzern: 97,1 % Konsolidierung Eigenkapitalquote II 2015 im Konzern: 40,7 % Marktfähige Leistungen Der Jahresabschluss der Stadt beeinflusst das Gesamtergebnis stark 10 Dezernat II - Kämmerei *2016: Entwurf -337,0 -180,0 -238,9 -178,5 -246,3 -401,0 -359,7 -209,7 -257,8 -262,4 -415,7 -499,5 -600,00 -500,00 -400,00 -300,00 -200,00 -100,00 0,00 100,00 200,00 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 Mio. Euro Städtisches Einzelabschlussergebnis* Gesamtbilanzverlust 152,3 Zusammensetzung wesentlicher Größen - Umsatzerlöse und Personal - 11 Dezernat II - Kämmerei Stadt Köln 16.925 Stadtwerke Konzern 12.430 GAG 507 StEB 605 Gebäudewirtschaft 474 Kliniken 4.500 0 5.000 10.000 15.000 20.000 Verteilung des Personals auf die Konzerngesellschaften im Jahr 2015 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 3.500 4.000 Energie und Wasser Kliniken Hausbewirtschaftung ÖPNV Mio. Euro Umsatzerlöse 2015 2014 2015 Die Sparten im Gesamtabschluss nach Abführung und Zuschuss 12 Dezernat II - Kämmerei Stadtentwicklung und Wohnungsbau Gesundheits- versorgung und Soziales Sport und Kultur Bildung Verkehr Ver- und Entsorgung Wirtschaft und Tourismus Ausblick Aus der (angenehmen) Pflicht eine Tugend machen: Pflicht: Aufstellung des Gesamtabschlusses nach § 116 GO NRW Tugend: Der Gesamtabschluss soll langfristig und regelmäßig Informationen für eine wirtschaftliche und nachhaltige Steuerung liefern. 13 Dezernat II - Kämmerei © Paulo dos Santos 14 Dezernat II - Kämmerei Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Haben Sie noch Fragen?
Anlage 1 Gesamtabschlüsse der Stadt Köln 2011-2014
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Entwurf Gesamtabschlüsse 2011 - 2014
Entwurf
Gesamtergebnisrechnung
Gesamtbilanz
Gesamtanhang
Gesamtlagebericht
Dezernat II - Kämmerei
Gesamtabschlüsse der Stadt Köln 2011 -
20
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Inhaltsverzeichnis
Vorwort .................................................................................................................................. 5
Gesamtbilanz 2011 – 2014 ................................................................................................... 7
Gesamtergebnisrechnung 2011 – 2014 .............................................................................. 11
Gesamtverbindlichkeitenspiegel 2014 ................................................................................. 13
Gesamtkapitalflussrechnung 2014 ...................................................................................... 15
1. Allgemeines ........................................................................................................... 17
1.1. Konsolidierungskreis ........................................................................... 17
1.1.1. Beteiligungsstrukturen zum 31.12.2014 ................................................. 18
1.1.2. Konsolidierungskreis der Stadt Köln ....................................................... 18
1.1.3. Unwesentliche verselbständigte Aufgabenbereiche ............................... 20
1.1.4 Einbezug von assoziierten verselbständigten Aufgabenbereichen ........ 21
1.2. Aufgabenfelder im Konsolidierungskreis 2011-2014 ........................... 22
1.3. Konsolidierungsmethoden ................................................................... 23
1.3.1. Kapitalkonsolidierung ............................................................................. 23
1.3.2. Schuldenkonsolidierung ......................................................................... 23
1.3.3. Zwischenergebniseliminierung ............................................................... 23
1.3.4. Aufwands- und Ertragskonsolidierung .................................................... 24
1.3.5. „at equity“ Konsolidierung ....................................................................... 24
1.4. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ............... 25
2. Erläuterungen zur Gesamtbilanz ........................................................................... 28
2.1. Aktiva .................................................................................................. 28
2.1.1. Anlagevermögen .................................................................................... 28
2.1.2. Umlaufvermögen .................................................................................... 30
2.2. Passiva ................................................................................................ 31
2.2.1. Eigenkapital ............................................................................................ 31
2.2.2. Sonderposten ......................................................................................... 32
2.2.3. Rückstellungen ....................................................................................... 32
2.2.4. Verbindlichkeiten .................................................................................... 32
2.2.5. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen .............. 33
3. Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung ....................................................... 35
3.1. Gesamterträge .................................................................................... 35
3.1.1. Steuern und ähnliche Abgaben .............................................................. 35
3.1.2. Zuwendungen und allgemeinen Umlagen .............................................. 35
3.1.3. Sonstige Transfererträge ........................................................................ 35
3.1.4. Öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte ................................................... 35
3.1.5. Privatrechtliche Leistungsentgelte .......................................................... 35
3.1.6. Kostenerstattungen und Kostenumlagen ............................................... 35
3.1.7. Sonstige Erträge ..................................................................................... 35
3.1.8. Zinserträge ............................................................................................. 35
3.1.9. Erträge aus assoziierten Unternehmen .................................................. 35
3.2. Gesamtaufwendungen ........................................................................ 36
3.2.1. Personalaufwendungen .......................................................................... 36
3.2.2. Versorgungsaufwendungen .................................................................... 36
3.2.3. Aufwendungen aus Sach- und Dienstleistungen .................................... 36
3.2.4. Bilanzielle Abschreibungen .................................................................... 36
3.2.5. Transferaufwendungen ........................................................................... 36
3.2.6. Sonstige ordentliche Aufwendungen ...................................................... 36
4. NKF – Kennzahlenset NRW .................................................................................. 37
4.1. Kennzahlen zur Bilanz ........................................................................ 37
4.2. Kennzahlen zur Ergebnisrechnung ..................................................... 39
5. Gesamtlagebericht zum Gesamtabschluss der Stadt Köln für die Geschäftsjahre
2011 – 2014 .................................................................................................................... 41
6. Organe und Mitgliedschaften ................................................................................ 41
Vorwort
Gemäß § 116 Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen (GO) i. V. m. § 49 Gemeindehaus-
haltsverordnung Nordrhein-Westfalen (GemHVO) hat die Stadt Köln jährlich einen Gesamt-
abschluss aufzustellen. Demnach sind der Jahresabschluss der Stadt Köln sowie die jewei-
ligen Jahresabschlüsse der verselbständigten Aufgabenbereiche zu konsolidieren.
Der Gesamtabschluss besteht aus der Gesamtergebnisrechnung, der Gesamtbilanz, dem
Gesamtanhang und dem Gesamtlagebericht.
Während der Einzeljahresabschluss der Kernverwaltung Stadt Köln die Vermögens-,
Schulden-, Ertrags-, und Finanzlage aus Sicht der Kernverwaltung darstellt, bildet der Ge-
samtabschluss die Beziehungen des Konzerns Stadt Köln zu Konzernfremden ab. Hierzu
wird die Vermögens-, Schulden-, Ertrags- und Finanzlage der Kernverwaltung Stadt Köln
und ihrer verselbständigten Aufgabenbereiche so dargestellt, als ob es sich um eine wirt-
schaftliche Einheit handelt. Zu diesem Zweck sind alle internen Beziehungen zwischen den
einbezogenen verselbständigten Aufgabenbereichen untereinander und der Kernverwal-
tung Stadt Köln zu eliminieren.
Entsprechend des Gesetzes zur Beschleunigung der Aufstellung kommunaler Gesamtab-
schlüsse und zur Änderung kommunalrechtlicher Vorschriften wendet die Stadt Köln die
Vereinfachungsregelung an. Daher werden der Anzeige des Gesamtabschlusses 2015 die
Gesamtabschlüsse der Haushaltsjahre 2011 bis 2014 im Entwurf beigefügt.
Dieses Dokument umfasst als zusammenfassendes Gesamtdokument die Gesamtab-
schlüsse 2011 bis 2014 und wird dem Gesamtabschluss 2015 beigefügt. Die Ausführungen
im Anhang und Lagebericht beziehen sich aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht immer
auf alle vier Jahre, sondern insbesondere auf das Jahr 2014. Die Darstellung der Zahlen
erfolgt jeweils für alle vier Jahre.
Weitere Informationen zu Berichten, gesellschaftsrechtlichen Veränderungen durch Kauf,
Übernahme, Erwerb oder Verkauf von Anteilen sowie Auswirkungen auf den städtischen
Haushalt der einzelnen Kalenderjahre können den Beteiligungsberichten 2011 - 2014 ent-
nommen werden. Grundsätzlich stellt der Beteiligungsbericht eine Anlage zum Gesamtab-
schluss dar. Aufgrund des zeitlichen Verzugs, werden der Gesamtabschluss und der Betei-
ligungsbericht erst für das Haushaltsjahr 2016 gemeinsam aufgelegt.
Zur Kernverwaltung Stadt Köln sind die Detailinformationen den Einzeljahresabschlüssen
2011- 2014 zu entnehmen.
Bei den mathematisch genau ermittelten Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.)
können Rundungsdifferenzen auftreten.
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Aktiva (i. Tsd. Euro) 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2014
1 Anlagevermögen 21.182.676,3 21.516.725,1 21.409.085,6 21.256.827,0 21.374.704,7
1.1 Immaterielle Vermögensgegenstände 2.009.780,4 1.877.489,4 1.733.577,5 1.587.309,0 1.449.331,2
1.2 Sachanlagen 17.548.714,1 18.023.502,0 17.960.445,4 18.070.296,6 18.348.941,3
1.2.1 Unbebaute Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte 1.824.923,9 1.815.390,8 1.804.590,7 1.804.759,9 1.804.941,4
1.2.1.1 Grünflächen 976.987,2 980.064,9 979.968,3 979.203,7 979.674,8
1.2.1.2 Ackerland 171.162,7 164.847,2 168.554,7 168.459,2 170.513,0
1.2.1.3 Wald, Forsten 41.795,7 41.692,1 41.725,2 41.139,8 41.148,3
1.2.1.4 Sonstige unbebaute Grundstücke 634.978,3 628.786,6 614.342,5 615.957,2 613.605,3
1.2.2 Bebaute Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte 5.195.851,1 5.257.070,7 5.358.104,7 5.565.740,0 5.659.234,6
1.2.2.1 Kinder- und Jugendeinrichtungen 50.534,1 50.791,3 68.909,2 69.732,3 76.191,1
1.2.2.2 Schulen 944.284,8 983.843,2 1.031.770,8 1.069.764,8 1.113.622,4
1.2.2.3 Wohnbauten 2.463.405,1 2.472.826,1 2.480.220,5 2.626.530,3 2.639.005,9
1.2.2.4 Krankenhäuser 152.623,7 150.124,4 202.125,0 198.687,3 191.651,2
1.2.2.5 Sportstätten 82.568,8 107.181,8 110.918,3 117.238,3 117.298,7
1.2.2.6 Sonstige Dienst-, Geschäfts- und Betriebsgebäude 1.502.434,6 1.492.303,9 1.464.160,9 1.483.786,9 1.521.465,3
1.2.3 Infrastrukturvermögen 6.779.650,5 6.627.212,8 6.688.792,1 6.688.749,9 7.021.148,8
1.2.3.1 Grund und Boden des Infrastrukturvermögens 935.451,4 953.832,6 939.824,1 960.307,3 967.704,8
1.2.3.2 Brücken und Tunnel 1.653.414,5 1.608.774,6 1.799.973,5 1.906.927,2 2.311.244,0
1.2.3.3 Gleisanlagen mit Streckenausrüstung und Sicherheitsanlagen 527.982,4 506.965,3 499.334,1 499.078,1 523.696,1
1.2.3.4 Entwässerungs- und Abwasserbeseitigungsanlagen 1.638.434,0 1.632.919,3 1.610.046,0 1.585.794,9 1.566.053,0
1.2.3.5 Straßennetz mit Wegen, Plätzen und Verkehrslenkungsanlagen 931.975,5 884.574,5 833.867,3 771.977,6 735.801,7
1.2.3.6 Stromversorgungsanlagen 371.458,3 347.567,9 325.822,8 310.096,3 259.954,3
1.2.3.7 Gasversorgungsanlagen 123.411,3 119.010,9 116.538,2 113.126,9 117.313,1
1.2.3.8 Wasserversorgungsanlagen 122.257,5 127.964,5 144.524,8 134.511,0 146.449,5
1.2.3.9 Abfallentsorgungsanlagen 150.379,5 116.990,9 95.939,6 84.080,8 69.350,0
1.2.3.10 Sonstige Bauten des Infrastrukturvermögens 324.886,1 328.612,3 322.921,7 322.849,8 323.582,3
1.2.4 Bauten auf fremdem Grund und Boden 40.774,6 81.028,0 81.335,0 81.417,9 208.631,0
1.2.5 Kunstgegenstände, Kulturdenkmäler 1.525.733,4 1.676.189,2 1.677.321,3 1.572.067,2 1.575.432,6
1.2.6 Maschinen und technische Anlagen, Fahrzeuge 683.866,6 1.028.395,4 987.164,4 939.650,0 982.167,3
1.2.7 Betriebs- und Geschäftsausstattung 302.493,0 306.542,6 302.858,4 310.148,5 306.181,9
1.2.8 Geleistete Anzahlungen, Anlagen im Bau 1.195.421,0 1.231.672,5 1.060.278,8 1.107.763,2 791.203,6
G e s a m t b i l a n z 2010 bis 2014
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G e s a m t b i l a n z 2010 bis 2014
Aktiva - Fortsetzung (i. Tsd. Euro) 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2014
1.3 Finanzanlagen 1.624.181,8 1.615.733,7 1.715.062,7 1.599.221,4 1.576.432,2
1.3.1 Anteile an verbundenen Unternehmen 435.499,0 434.395,0 484.561,6 477.225,0 497.281,0
1.3.2 Anteile an assoziierten Unternehmen 272.869,2 227.656,3 220.528,5 249.220,9 243.901,3
1.3.2 Beteiligungen 479.655,0 489.003,3 517.891,2 454.704,9 481.959,8
1.3.3 Sondervermögen 97.841,6 96.874,4 95.618,6 88.867,1 88.945,7
1.3.4 Wertpapiere des Anlagevermögens 121.254,4 131.640,6 133.520,0 101.619,8 85.977,1
1.3.5 Ausleihungen 217.062,6 236.164,1 262.942,8 227.583,7 178.367,3
1.3.5.1 an verbundene Unternehmen 14.143,0 33.720,6 70.170,6 38.216,9 18.829,5
1.3.5.2 an Beteiligungen 26.214,4 34.679,8 32.972,8 34.883,5 15.088,8
1.3.5.3 an Sondervermögen 19.836,6 18.894,7 18.258,4 17.091,7 15.682,9
1.3.5.4 Sonstige Ausleihungen 156.868,6 148.869,0 141.541,0 137.391,5 128.766,1
2 Umlaufvermögen 2.295.161,5 2.418.240,2 2.153.198,0 2.245.727,9 2.137.972,4
2.1 Vorräte 411.455,2 322.771,2 331.538,9 340.929,8 338.145,0
2.1.1 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Waren 361.617,9 307.913,1 315.681,0 332.545,3 317.668,3
2.1.2 Geleistete Anzahlungen 49.837,3 14.858,1 15.857,9 8.384,5 20.476,7
2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.267.546,6 1.438.315,2 1.313.685,9 1.428.713,2 1.293.003,2
2.2.1 Forderungen 993.138,4 953.027,8 840.334,9 862.879,9 926.549,6
2.2.2 Sonstige Vermögensgegenstände 274.408,2 485.287,4 473.351,0 565.833,3 366.453,6
2.3 Wertpapiere des Umlaufvermögens 2,4 20.002,4 20.002,4 514,0 15.224,4
2.4 Liquide Mittel 616.157,3 637.151,4 487.970,9 475.570,8 491.599,8
3 Aktive Rechnungsabgrenzung 642.391,6 638.805,1 652.712,1 656.165,1 620.998,1
Bilanzsumme 24.120.229,4 24.573.770,4 24.214.995,7 24.158.720,0 24.133.675,2
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G e s a m t b i l a n z 2010 bis 2014
Passiva (i. Tsd. Euro) 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2014
1 Eigenkapital 6.794.994,1 6.520.916,9 6.191.750,6 5.863.244,5 5.555.440,7
1.1 Allgemeine Rücklage 6.467.206,5 6.547.419,1 6.305.300,2 6.123.548,2 5.936.128,9
1.2 Sonderrücklagen 6.147,0 6.147,0 6.147,0 6.147,0 6.147,0
1.3 Ausgleichsrücklage 322.364,0 0,0 0,0 0,0 0,0
1.4 Gesamtbilanzergebnis -347.009,9 -209.695,4 -257.761,8 -262.431,2 -415.723,8
1.5 Gewinn- / Verlustvortrag -50.850,7 -136.764,6 -280.557,1 -273.677,8
1.6 Ausgleichsposten für die Anteile anderer Gesellschafter 346.286,5 227.896,9 274.829,8 276.537,6 302.566,4
2 Sonderposten 4.884.683,6 5.055.166,9 5.086.922,4 5.053.370,0 5.016.371,9
2.1 für Zuwendungen 4.251.942,9 4.444.067,8 4.486.355,8 4.473.297,0 4.453.770,1
2.2 für Beiträge 561.997,9 538.496,2 524.863,5 500.176,3 479.602,5
2.3 für den Gebührenausgleich 4.622,0 2.009,8 4.476,0 6.373,9 5.973,9
2.4 Sonstige Sonderposten 66.120,8 70.593,1 71.227,1 73.522,8 77.025,4
3 Rückstellungen 3.373.364,6 3.459.609,5 3.496.361,8 3.485.976,2 3.598.770,3
3.1 Pensionsrückstellungen 2.024.046,3 2.094.808,0 2.146.703,4 2.254.483,9 2.348.199,0
3.2 Rückstellungen für Deponien und Altlasten 207.971,6 202.150,5 194.662,0 198.584,0 199.812,2
3.3 Instandhaltungsrückstellungen 72.838,8 46.089,3 41.575,6 38.169,6 31.906,5
3.4 Steuerrückstellungen 68.101,1 75.469,1 54.742,1 34.683,5 38.787,9
3.5 Sonstige Rückstellungen 1.000.406,8 1.041.092,6 1.058.678,7 960.055,2 980.064,7
4 Verbindlichkeiten 8.328.375,1 8.796.372,5 8.718.722,5 9.047.001,8 9.335.326,7
4.1 Verbindlichkeiten aus Krediten für Investitionen 6.825.125,5 7.007.781,1 7.179.326,7 7.115.828,5 7.276.686,9
4.2 Verbindlichkeiten aus Krediten zur Liquiditätssicherung 351.703,1 562.716,5 502.502,6 591.239,6 718.345,2
4.3 Verbindlichkeiten aus Vorgängen, die Kreditaufnahmen 38.730,0 36.982,9 36.957,5 35.701,8 37.260,0
wirtschaftlich gleichkommen
4.4 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 480.851,7 428.605,5 417.028,0 506.264,8 496.226,2
4.5 Verbindlichkeiten aus Transferleistungen 4.401,0 3.088,6 5.343,2 4.040,7 2.693,5
4.6 Sonstige Verbindlichkeiten 627.563,8 757.197,9 577.564,5 567.841,2 591.372,9
4.7 Erhaltene Anzahlungen 0,0 0,0 0,0 226.085,2 212.742,0
5 Passive Rechnungsabgrenzung 738.811,9 741.704,5 721.238,4 709.127,5 627.765,6
Bilanzsumme 24.120.229,4 24.573.770,3 24.214.995,7 24.158.720,0 24.133.675,2
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Seite 10
2010 2011 2012 2013 2014
1 1.554.508.669,95 1.719.306.547,15 1.628.664.939,72 1.800.680.719,41 1.787.828.890,97
2 531.510.664,21 592.826.212,63 688.032.327,31 794.715.914,35 798.287.702,67
3 37.229.620,88 36.155.419,40 34.392.964,17 45.160.080,26 37.164.591,51
4 338.732.313,92 430.656.776,02 421.438.529,16 426.533.486,22 433.938.026,95
5 5.674.418.126,03 5.231.175.721,89 5.284.974.404,23 5.504.929.527,42 5.063.023.163,65
6 181.069.866,86 212.716.832,51 249.459.805,92 305.879.913,22 334.949.819,88
7 416.625.325,44 523.173.686,40 541.119.927,63 407.222.098,21 515.253.898,00
8 29.021.707,69 24.845.239,98 25.059.831,48 24.715.491,33 28.883.975,08
9 43.131.395,97 5.683.927,17 21.094.445,84 14.266.690,22 -3.242.915,99
10 8.806.247.690,95 8.776.540.363,15 8.894.237.175,46 9.324.103.920,64 8.996.087.152,72
11 1.680.485.866,20 1.678.416.058,99 1.725.996.599,62 1.803.054.898,63 1.881.204.557,80
12 52.494.387,43 48.745.769,41 38.278.880,73 60.968.677,42 56.685.460,52
13 4.402.474.851,83 4.076.563.796,65 3.918.651.770,75 4.145.504.782,55 3.727.242.241,10
14 836.596.602,73 840.022.546,55 861.003.691,41 931.270.670,89 889.810.907,95
15 1.101.732.696,68 1.192.557.757,46 1.247.658.067,88 1.317.734.780,90 1.437.516.800,99
16 941.868.746,43 1.127.869.990,96 1.155.433.779,48 1.096.579.298,33 1.213.036.967,98
17 9.015.653.151,30 8.964.175.920,02 8.947.022.789,87 9.355.113.108,72 9.205.496.936,34
18 -209.405.460,35 -187.635.556,87 -52.785.614,41 -31.009.188,08 -209.409.783,62
19 134.111.677,64 78.514.310,19 87.706.985,31 44.918.405,70 56.541.016,17
20 290.613.454,57 159.869.400,59 320.593.469,51 312.255.981,43 302.329.797,12
21 -156.501.776,93 -81.355.090,40 -232.886.484,20 -267.337.575,73 -245.788.780,95
22 -365.907.237,28 -268.990.647,27 -285.672.098,61 -298.346.763,81 -455.198.564,57
23 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
24 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
25 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
26 -365.907.237,28 -268.990.647,27 -285.672.098,61 -298.346.763,81 -455.198.564,57
27 6.258.457,51 59.295.293,02 27.910.224,55 35.915.566,56 39.474.660,12
28 -359.648.779,77 -209.695.354,25 -257.761.874,06 -262.431.197,25 -415.723.904,45
+ Zuwendungen und allgemeine Umlagen
G e s a m t e r g e b n i s r e c h n u n g
Ertrags- und Aufwandsarten (Angaben in Euro)
Ergebnis des Haushaltsjahres
+ Steuern und ähnliche Abgaben
+ Sonstige Transfererträge
+ Öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte
+ Privatrechtliche Leistungsentgelte
+ Kostenerstattungen und Kostenumlagen
+ Sonstige ordentliche Erträge
+ aktivierte Eigenleistungen
+ Bestandsveränderungen
= Ordentliche Gesamterträge
- Personalaufwendungen
- Versorgungsaufwendungen
- Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen
- Bilanzielle Abschreibungen
- Transferaufwendungen
- Sonstige ordentliche Aufwendungen
= Ordentliche Gesamtaufwendungen
= Ordentliches Gesamtergebnis (10 und 17)
+ Finanzerträge
- Finanzaufwendungen
= Gesamtfinanzergebnis ( 19 und 20)
=
Gesamtergebnis der laufenden Geschäftstätigkeit
(18 und 21)
+ Außerordentliche Erträge
± Anderen Gesellschaftern zuzurechnendes Ergebnis
= Gesamtbilanzergebnis Stadt Köln (26 und 27)
- Außerordentliche Aufwendungen
= Außerordentliches Gesamtergebnis (23 und 24)
= Gesamtjahresergebnis (22 und 25)
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Seite 12
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR EUR
1. Anleihen 0,00 0, 00 0,00 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Krediten für
Investitionen 7.276.686.863,64 1.574.179.557,20 2.011.743.322,67 3.690.763.983,77 7.115.828.531,17
3. Verbindlichkeiten aus Krediten zur
Liquiditätssicherung 718.345.195,64 718.345.195,64 0,00 0,00 591.239.567,88
4. Verbindlichkeiten aus Vorgängen, die
Kreditaufnahmen wirtschaftlich gleichkommen 37.259.997,13 4.086.353,14 6.424.008,08 26.749.635,91 35.701.755,63
5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 496.226.249,32 492.776.167,61 3.450.081,71 0,00 506.264.697,97
6. Verbindlichkeiten aus Transferleistungen 2.693.530,70 2.693.530,70 0,00 0,00 4.040.739,97
7. Sonstige Verbindlichkeiten 591.372.894,76 479.202.272,94 8.981.616,57 103.189.005,25 567.841.247,58
8. Erhaltene Anzahlungen 212.742.009,94 124.380.239,28 18.811.964,26 69.549.806,40 226.085.197,51
Summe Verbindlichkeiten 9.335.326.741,13 3.395.663.316,51 2.049.410.993,29 3.890.252.431,33 9.047.001.737,71
Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2014
Art der Verbindlichkeit
Gesam
tbetrag des
Berichtsjahres
Mit einer Restlaufzeit von
Gesamtbetrag des
Vorjahres
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Seite 14
2014
in TEUR
1. Periodenergebnis -455.198.564,57
2. Abschreibungen (+) auf Gegenstände des Anlagevermögens 723.908.627,45
3. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) -3.810.577,66
4. Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen 112.794.100,17
5.
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie
anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 146.859.231,64
6.
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer
Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 27.837.464,57
7. Einzahlungen (+)/Auszahlungen (-) aus außerordentlichen Posten 0,00
8. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 552.390.281,60
9. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 311.463.764,92
10. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.163.716.093,48
11. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 21.067.858,19
12. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -23.189.706,40
13. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 84.292.569,54
14. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -55.801.916,55
15.
Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen
Geschäftseinheiten 0,00
16.
Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen
Geschäftseinheiten 0,00
17. Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0,00
18. Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0,00
19. Sonstige Investitionseinzahlungen 0,00
20. Sonstige Investitionsauszahlungen 0,00
21. Cashflow aus Investitionstätigkeit -825.883.523,78
22. Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 289.522.201,73
23. Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten 0,00
24. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 289.522.201,73
25. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes (Summe Cashflows) 16.028.959,55
26. Wechselkurs-, konzernkreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelbestandes 0,00
27. Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 475.570.820,97
28. Finanzmittelbestand am Ende der Periode 491.599.780,52
Gesamtkapitalflussrechnung 2014
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Seite 16
Gesamtanhang zum NKF-Gesamtabschluss der Stadt Köln für die Geschäfts-
jahre 2011 - 2014
1. Allgemeines
Die Stadt Köln hat die Einzelabschlüsse 2011 bis 2014 und als Mutterunternehmen die Ge-
samtabschlüsse 2011 bis 2014 nach den Vorschriften der GO und der GemHVO aufge-
stellt. Hierbei wurden die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) angewendet, so-
fern die GO und GemHVO auf diese Vorschriften verweisen.
Für den Konzern Stadt Köln und für die voll zu konsolidierenden verselbständigten Aufga-
benbereiche entspricht das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr, sodass sich die Problematik
einer abweichenden Rechnungslegungsperiode nicht stellt.
Die Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
1.1. Konsolidierungskreis
Bei der Erstellung des Gesamtabschlusses ist zunächst festzulegen, welche verselbstän-
digten Aufgabenbereiche in den Konzernabschluss aufzunehmen sind. Im ersten Schritt
wurde hierfür die effektive Beteiligungsquote als wesentliches Kriterium verwendet.
Im Konzern Stadt Köln bestehen unmittelbar keine abweichenden Organbestellungs- und
Beherrschungsrechte, sodass der entsprechende Anteilswert den Stimmrechten entspricht.
Es wurde daher folgende Kategorisierung vorgenommen:
Bei verselbständigten Aufgabenbereichen, an denen die Stadt Köln über 50 % der
Anteile hält, ist von einer einheitlichen Leitung auszugehen und es besteht grund-
sätzlich Vollkonsolidierungspflicht.
Bei verselbständigten Aufgabenbereichen, an denen die Stadt Köln über 20 % der
Anteile hält, ist von einem maßgeblichen Einfluss auszugehen. Diese verselbstän-
digten Aufgabenbereiche sind im Rahmen der Equity-Methode („at equity“) zu kon-
solidieren.
Bei verselbständigten Aufgabenbereichen, an denen die Stadt Köln unter 20 % der
Anteile hält, ist nicht von einem maßgeblichen Einfluss auszugehen. Die verselb-
ständigten Aufgabenbereiche werden in der Position “Übrige Beteiligungen“ mit ih-
ren Anschaffungskosten („at cost“) angesetzt.
Das Gesamtbild der Beteiligungsstruktur kann sich aus vielfältigen Gründen ändern. Daher
muss die Ausübung des Konsolidierungswahlrechtes im Konzern jährlich neu geprüft und
begründet werden.
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1.1.1. Beteiligungsstrukturen zum 31.12.2014
Struktur der unmittelbaren Beteiligungen der Stadt Köln für den Gesamtabschluss,
Anlage 1a
Struktur der Beteiligungen der Stadtwerke Köln GmbH als Teilkonzern der Stadt
Köln, Anlage 1b
Struktur der Beteiligungen der RheinEnergie AG als Teilkonzern der Stadtwerke
Köln GmbH, Anlage 1c
Struktur der Beteiligungen der GAG Immobilien AG als Teilkonzern der Stadt Köln,
Anlage 1d
Struktur der Beteiligungen der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Veranstaltungs-
zentrum Köln, Anlage 1e
1.1.2. Konsolidierungskreis der Stadt Köln
Für die Gesamtabschlüsse 2011 – 2014 ergab die Analyse der Beteiligungsverhältnisse
und -werte den in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Konsolidierungskreis. Hier
exemplarisch anhand der Werte des Jahres 2014:
Verselbständigte Aufgabenbereiche Beteiligungs-
quote (%)
Bilanzsumme in
Tsd. Euro
01.01.2014
Anteil (%)
Stadtwerke Köln GmbH (SWK)
Teilkonzern 100,00 4.920.183 17,49
Stadtentwässerungsbetrieb Köln, AöR
(StEB) 100,00 1.986.596 7,06
Eigenbetrieb Veranstaltungszentrum
Köln Sondervermögen 100,00 338.128 1,20
Gebäudewirtschaft der Stadt Köln
Sondervermögen 100,00 1.650.412 5,87
GAG Immobilien AG, börsennotiert
Teilkonzern 88,21 2.362.681 8,40
Kliniken der Stadt Köln gGmbH 100,00 294.800 1,05
Summe 11.552.800 41,06
assoziierte Unternehmen
Flughafen Köln/Bonn GmbH, Köln,
(FKB) 31,12 716.800 2,55
Stadt Köln (Konzernmutter) 14.809.439 52,64
Summe 27.079.039 96,25
Die Beteiligung der Stadt Köln am Flughafen Köln/Bonn (FKB) beträgt 31,12 %. Somit stellt
der FKB für den städtischen Gesamtabschluss einen assoziierten verselbständigten Aufga-
benbereich dar. Gemäß § 50 Abs. 3 GemHVO i. V. m. §§ 311, 312 HGB besteht hier Kon-
solidierungspflicht.
Über den Teilkonzern Stadtwerke Köln und den Teilkonzern GAG Immobilien wurden nach
dem sukzessiven Verfahren u. a. folgende verselbständigte Aufgabenbereiche im Wege der
Vollkonsolidierung auf jeweiliger Teilkonzernebene in den Gesamtabschluss einbezogen
(effektive Beteiligungsquoten in Klammern):
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AVG, Abfallentsorgungs- u. Verwertungsgesellschaft Köln mbH (50,1 %)
AWB, Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH u. Co. KG (100 %)
Net Cologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH (100 %)
Köln Bäder GmbH (100 %)
RheinEnergie AG (80 %)
KVB, Kölner Verkehrs-Betriebe AG (100 %)
Häfen u. Güterverkehr Köln AG (93,7 %)
Grund und Boden GmbH (92,69 %)
GAG Servicegesellschaft mbH (88,21 %)
Als Tochterunternehmen des Eigenbetriebes Veranstaltungszentrum der Stadt Köln ist die
Koelnmesse GmbH aus Sicht des Gesamtabschlusses eine mittelbare Beteiligung und so-
mit nicht direkter Bestandteil des städtischen Konsolidierungskreises.
Folgende assoziierte verselbständigte Aufgabenbereiche wurden im Gesamtabschluss „at
equity“ über den jeweiligen Teilkonzern Stadtwerke Köln GmbH bzw. GAG Immobilien AG
berücksichtigt:
mittelbar über die Stadtwerke Köln GmbH:
Kölner Aussenwerbung GmbH, Köln
mittelbar über die RheinEnergie AG als Gesellschaft im Konzern Stadtwerke Köln GmbH:
Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG, Leverkusen
Stadtwerke Troisdorf GmbH, Troisdorf
energieversorgung dormagen GmbH, Dormagen
Stadtwerke Leichlingen GmbH, Leichlingen
rhenag Rheinische Energie AG, Köln
Stadtwerke Lohmar GmbH & Co. KG, Lohmar
RheinCargo GmbH & Co. KG, Neuss
mittelbar über Grund u. Boden GmbH als Gesellschaft im Konzern GAG Immobilien AG:
modernes köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH
25 % der Anteile an modernes köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH werden im Teil-
konzern Stadtwerke Köln GmbH und ebenfalls 25 % im Teilkonzern GAG Immobilien AG
gehalten. Somit wird aus diesem verselbständigten Aufgabenbereich auf Ebene des Ge-
samtabschlusses ein voll zu konsolidierender Aufgabenbereich. Aufgrund der untergeord-
neten Bedeutung erfolgt im Gesamtabschluss ein Ansatz zu Anschaffungskosten in der
Position Anteile an verbundenen Unternehmen.
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1.1.3. Unwesentliche verselbständigte Aufgabenbereiche
Aufgrund eines Konsolidierungswahlrechts, kann die Konzernmutter in bestimmten Fällen
darauf verzichten einzelne verselbständigte Aufgabenbereiche in den Gesamtabschluss
einzubeziehen.
Verselbständigte Aufgabenbereiche, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Ver-
hältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Schulden-, Ertrags- und Finanzgesamt-
lage von untergeordneter Bedeutung sind, brauchen gem. § 116 Abs. 3 GO und § 296 Abs.
2 HGB nicht in den Gesamtabschluss einbezogen werden.
Zur Prüfung der Wesentlichkeit wurden die Einzeljahresabschlüsse aller verselbständigten
Aufgabenbereiche herangezogen, an denen die Stadt Köln unmittelbar beteiligt ist. Die Prü-
fung erfolgte mittels Verhältniskennzahlen. Es wurden die Bilanzsumme, die Liquidität, das
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sowie die ordentlichen Erträge in Relation
zum Gesamtkonzern betrachtet. Hierbei bildete die Bilanzsumme den wichtigsten Faktor.
Deshalb wird hier exemplarisch nur auf diesen eingegangen. Verhältniszahlen stellen An-
haltspunkte für die Beurteilung dar, wann ein verselbständigter Aufgabenbereich für den
Konzern von übergeordneter Bedeutung ist. Entscheidend ist letztendlich allerdings das
Gesamtbild, das heißt die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit des verselbständigten Aufga-
benbereichs innerhalb der Einheit Konzern Stadt Köln.
Der Anteil der als unwesentlich eingestuften verselbständigten Aufgabenbereiche, die somit
in den Kalenderjahren 2011 - 2014 nicht voll konsolidiert werden, an der Gesamtbilanz-
summe beträgt in 2014 rund 2,14 % und entspricht somit den Vorgaben des § 296 Abs. 2
S. 2 HGB. Aktiviert sind diese Finanzanlagen über den städtischen Jahresabschluss im
Gesamtabschluss mit ihren Anschaffungskosten.
Folgende verselbständigte Aufgabenbereiche wurden gemäß § 116 Abs. 3 GO und § 296
Abs. 2 HGB als nicht voll zu konsolidierende verselbständigte Aufgabenbereiche eingestuft,
weil deren Einfluss auf die Vermögens-, Schulden-, Ertrags- und Finanzlage des Konzerns
Stadt Köln, auch in der Summe, von untergeordneter Bedeutung ist. Exemplarisch sind
diese nachfolgend für das Jahr 2014 dargestellt.
Verselbständigte Aufgabenbereiche Beteiligungs-
quote (%)
Bilanzsumme
in Tsd. Euro
31.12.2014
Anteil (%)
Beihilfekasse der Stadt Köln 100,00 5.761 0,02
KölnTourismus GmbH 100,00 7.784 0,03
SBK Sozial-Betriebe-Köln gGmbH 100,00 132.612 0,47
Kölner Gesellschaft für Arbeits- u. Berufs-
förderung mbH 100,00 1.631 0,01
Aktiengesellschaft Zoologischer Garten
Köln 88,11 32.408 0,12
Jugendzentren Köln Gemeinnützige Be-
triebsgesellschaft mbH (JugZ) 51,00 1.967 0,01
Bühnen eigenbetriebsähnliche Einrichtung 100,00 230.708 0,82
Akademie der Künste der Welt gGmbH 100,00 843 0,00
Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co.
KG 100,00 52.721 0,19
BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH &
Co. KG
100,00 41.014 0,15
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Gürzenich Orchester eigenbetriebsähnliche
Einrichtung 100,00 11.620 0,04
Kölner Sportstätten GmbH 100,00 132.713 0,47
AchtBrücken GmbH 51,00 455 0,00
RTZ Rechtsrheinisches Technologie- und
Gründerzentrum Köln GmbH 99,925 2.044 0,01
BioCampus Cologne Management GmbH 100,00 42 0,00
Summe 654.323 2,34 %
1.1.4 Einbezug von assoziierten verselbständigten Aufgabenbereichen
Bei einer Beteiligungsquote zwischen 20 % und 50 % wird von einem maßgeblichen Ein-
fluss des Anteilseigners ausgegangen. Derartige Beteiligungen werden als assoziierte Un-
ternehmen bzw. verselbständigte Aufgabenbereiche bezeichnet.
Folgende assoziierte verselbständigte Aufgabenbereiche wurden gemäß
§ 50 Abs. 3 GemHVO i. V. m. § 311 Abs. 2 HGB aufgrund ihrer untergeordneten Bedeu-
tung im Gesamtabschluss nicht „at equity“, sondern zu Anschaffungskosten aktiviert:
unmittelbar über die Stadt Köln:
GIZ, Gründer- u. Innovationszentrum im Technologiepark Köln GmbH
Zweckverband VRS
mittelbar über die GEW Köln AG als Gesellschaft im Konzern Stadtwerke Köln GmbH:
Stadtwerke Düsseldorf AG, Düsseldorf
mittelbar über die RheinEnergie AG als Gesellschaft im Konzern Stadtwerke Köln GmbH:
COLONIA-CLUJ-NAPOCA- Energie S.R.L, Cluj-Napoca / Rumänien
mittelbar über METRONA GmbH & Co als Gesellschaft im Konzern Stadtwerke Köln
GmbH:
Metrona Wärmemesser Union GmbH, München
mittelbar über die KVB AG als Gesellschaft im Konzern Stadtwerke Köln GmbH:
Schilling Omnibusverkehr GmbH, Hürth
mittelbar über die HGK AG als Gesellschaft im Konzern Stadtwerke Köln GmbH:
Rheinfähre Köln-Langel / Hitdorf GmbH, Köln
RVG Rheinauhafen Verwaltungsgesellschaft, Köln
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1.2. Aufgabenfelder im Konsolidierungskreis 2011-2014
Im Konzern Stadt Köln sind die Handlungsfelder und Aufgaben sehr vielfältig und reichen
von den Pflichtaufgaben der kommunalen Selbstverwaltung über die Aufgaben der Da-
seinsvorsorge bis hin zu den freiwilligen Selbstverwaltungstätigkeiten. Neben der Kernver-
waltung Stadt Köln umfassen die Betätigungsfelder der in den Gesamtabschluss einbezo-
genen verselbständigten Aufgabenbereiche folgende Unternehmensgegenstände:
Teilkonzern Stadtwerke Köln GmbH
- die Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme
- die Beteiligung an Unternehmen, die Telekommunikationsnetze einschließlich Tele-
kommunikationsdienstleistungen betreiben
- der Betrieb von gemeinnützigen Stiftungen zur Förderung von Wissenschaft, For-
schung, Erziehung, Bildung, Kultur und Familie
- die Bedienung des öffentlichen und nichtöffentlichen Verkehrs
- der Betrieb von Häfen
- die Durchführung von Aufgaben der Entsorgung, einschließlich der Abfallsammlung,
Straßenreinigung und Winterwartung, sowie die Erbringung von Dienstleistungen im
Bereich der Abwasserentsorgung
- die Entwicklung und Förderung von Liegensc haften, vornehmlich der Liegenschaf-
ten von Konzerngesellschaften
- Werbung und Rundfunk
- der Betrieb von Bädern und einer Eissporteinrichtung
Teilkonzern GAG Immobilien AG
- Bewirtschaftung von 3,1 Mio. qm Wohnfläche bzw. 47.063 Wohnungen
- Verkauf von Wohnungen und Gebäuden
- Bewirtschaftung u. Verwaltung eigener Wohnungen und fremder Wohnungen für de-
ren Eigentümer
- Bereitstellung von sicherem Wohnraum zu sozial angemessenen Bedingungen
Stadtentwässerungsbetrieb AöR
- Abwasserbeseitigung
- Hochwasserschutz und Hochwasservorsorge
- Pflege und Unterhaltung Kölner Gewässer
- Straßenentwässerung
Gebäudewirtschaft Stadt Köln
‐ Bewirtschaftung, Energieversorgung u. Baubetreuung von städtischen Objekten
- Planung und Ausführung von Gebäudetechnik und Hochbaumaßnahmen aller Art
- Projektsteuerung
Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln
- Vermietung und Verpachtung von betriebsnotwendigen Immobilien an Betriebsge-
sellschaften
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Kliniken der Stadt Köln gGmbH
- ambulante, vor-, nach, teil- und vollstationäre Gesundheitsleistungen
1.3. Konsolidierungsmethoden
1.3.1. Kapitalkonsolidierung
Bei der Kapitalkonsolidierung werden der Buchwert der Anteile der Stadt Köln am verselb-
ständigten Aufgabenbereich und das dem Beteiligungsverhältnis entsprechende anteilige
Eigenkapital des verselbständigten Aufgabenbereichs gegeneinander aufgerechnet
(vgl. § 301 Abs. 1 S. 1 HGB).
Die Kapitalkonsolidierung wurde entsprechend der Neubewertungsmethode
(§ 50 Abs. 1, 2 GemHVO i. v. m. § 301 Abs. 1 S. 2 HGB) durchgeführt. Die Stadtwerke Köln
GmbH und die GAG Immobilien AG wurden mit ihrem (Teil-)Konzernabschlüssen konsoli-
diert, d.h. Kapitalkonsolidierungsbuchungen fanden teilweise schon im Rahmen der einbe-
zogenen Teilkonzernabschlüsse statt.
1.3.2. Schuldenkonsolidierung
Die Schuldenkonsolidierung ist für alle vollkonsolidierten Einheiten durchzuführen und um-
fasst die Aufrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten. Im Gesamtabschluss wird
der Konzern Stadt Köln als ein einziges Unternehmen betrachtet. Da der Konzern keine
Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber sich selbst ausweisen kann, müssen diese
durch die Schuldenkonsolidierung eliminiert werden. Im Ergebnis werden ausschließlich
Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nicht konzernzugehörigen Unternehmen
bilanziert.
Im Gesamtabschluss erfolgte die Schuldenkonsolidierung gemäß § 50 Abs. 1, 2 GemHVO
i. V. m. § 303 Abs. 1 HGB durch die Eliminierung der Ausleihungen, der Forderungen aus
Lieferung und Leistung, der sonstigen Forderungen und der sonstigen Vermögensgegen-
stände mit den korrespondierenden lang- und kurzfristigen Verpflichtungen zwischen den
verselbständigten Aufgabenbereichen.
Für die Schuldenkonsolidierung wurde eine Wertgrenze von 200.000 Euro je Konzernver-
bindung festgelegt. Alle hierunter liegenden Abweichungen in der Saldenabstimmung wer-
den nicht konsolidiert, sondern als Wertansätze in der Gesamtbilanz ausgewiesen. Durch
diese Wesentlichkeitsgrenze wird sichergestellt, dass die Schuldenkonsolidierung mit ei-
nem vertretbaren Aufwand durchgeführt werden kann. Trotz Beibehaltung unwesentlicher
Posten wird ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögenslage
vermittelt. Im Jahr 2014 ergaben sich insgesamt Differenzen von 1,25 Mio. Euro bei den
Verbindlichkeiten (0,01 % der Gesamtverbindlichkeiten) und 2,41 Mio. Euro bei den Forde-
rungen (0,19 % der Gesamtforderungen).
1.3.3. Zwischenergebniseliminierung
Im Gesamtabschluss bildet der Konzern eine wirtschaftliche Einheit. Daher ist das Konzern-
jahresergebnis um die Gewinne und Verluste aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr
zwischen den einbezogenen verselbstständigten vollkonsolidierten Aufgabenbereichen zu
bereinigen. Diese Zwischenergebnisse sind aus Konzernsicht nicht realisiert und müssen
entsprechend dem Realisationsprinzip (Verbot des Ausweises nicht realisierter Gewinne)
im Rahmen der Konsolidierung eliminiert werden.
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Von einer Zwischenergebniseliminierung gemäß § 50 Abs. 1, 2 GemHVO i. V. m.
§ 304 Abs. 2 HGB im Gesamtabschluss wurde abgesehen, da die entsprechenden Bezie-
hungen zwischen den verselbständigten Aufgabenbereichen zu üblichen Marktbedingun-
gen durchgeführt wurden. Zudem erfordert die Ermittlung der Wertansätze dieser Lieferun-
gen und Leistungen einen unverhältnismäßig hohen Aufwand und ist nach einer überschlä-
gigen Überprüfung (kein Transfer über 1 Mio. Euro) für die Vermögens-, Schulden-, Er-
trags- und Finanzlage von untergeordneter Bedeutung.
1.3.4. Aufwands- und Ertragskonsolidierung
In der Gesamtergebnisrechnung sind nur diejenigen Geschäftsvorfälle auszuweisen, die in
einem wirtschaftlich einheitlichen Unternehmen ebenfalls abgebildet werden. Daher müs-
sen für alle vollkonsolidierten Einheiten die konzerninternen Aufwendungen und Erträge,
sogenannte Innenumsätze, durch Konsolidierungsbuchungen eliminiert werden.
Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgte gemäß § 50 Abs. 1, 2 GemHVO i. V. m.
§ 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Erträge mit den auf diese entfallenden Aufwen-
dungen. Bei der Verrechnung konzerninterner Lieferungen und Leistungen kam es zu Auf-
rechnungsdifferenzen in Höhe der jeweils ausgewiesenen Umsatzsteuer, die in den jeweili-
gen Aufwandspositionen verblieben sind.
Für die Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurde eine Wertgrenze von 400.000 Euro je
Konzernverbindung festgelegt. Alle hierunter liegenden Abweichungen in der Saldenab-
stimmung werden nicht konsolidiert, sondern als Wertansätze in der Gesamtergebnisrech-
nung ausgewiesen. Durch diese Wesentlichkeitsgrenze wird sichergestellt, dass die Auf-
wands- und Ertragskonsolidierung mit einem vertretbaren Aufwand durchgeführt werden
kann. Trotz Beibehaltung unwesentlicher Posten wird ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögenslage vermittelt. Im Jahr 2014 ergaben sich insgesamt
Differenzen von 2,88 Mio. Euro bei den Erträgen (0,03 % der Gesamterträge) und 0,08 Mio.
Euro bei den Aufwendungen (0,00 % der Gesamtaufwendungen).
1.3.5. „at equity“ Konsolidierung
Hierbei wird der Beteiligungsbuchwert des einzubeziehenden verselbständigten maßgeb-
lich beeinflussten Aufgabenbereichs (assoziiertes Unternehmen) anstelle der Vermögens-
gegenstände und Schulden in den Gesamtabschluss übernommen. Der Unterschied zum
Ausweis im Einzelabschluss (zu Anschaffungskosten) liegt darin, dass die Beteiligung „at
equity“, das heißt zum anteiligen Eigenkapital bewertet und fortgeschrieben wird.
Als Konsolidierungsmethode ist im Sinne des Handelsrechts als Referenzmodell für den
kommunalen Gesamtabschluss die Buchwertmethode anzuwenden.
In Ausübung des Wahlrechts gemäß § 312 Abs. 5 HGB wurde auf eine Anpassung der as-
soziierten „at equity“ bewerteten verselbständigten Aufgabenbereiche aus den mittelbaren
Beteiligungen an die konzerneinheitlichen Ansatz- und Bewertungsmethoden verzichtet.
Ebenso wurde wegen Unwesentlichkeit keine Zwischenergebniseliminierung durchgeführt.
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1.4. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für den Gesamtabschluss wurden die Daten der einbezogenen verselbständigten Aufga-
benbereiche vorschriftsgemäß nach den bei der Stadt Köln geltenden Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden aufgestellt, sofern deren Auswirkungen für die Vermittlung eines den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Schulden-, Ertrags-
und Finanzlage des „Konzerns Stadt Köln“ von Bedeutung sind (§ 50 Abs. 1 GemHVO i. V.
m. § 308 Abs. 2 S. 3 HGB).
Die Vermögensgegenstände und Schulden sind jeweils einzeln angesetzt und bewertet
worden.
Entsprechend dem Realisations- und Imparitätsprinzip wurden Vermögensgegenstände
höchstens mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt.
Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um
lineare Abschreibungen, bewertet. Geschäfts- und Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung
werden über ihre Nutzungsdauer linear abgeschrieben.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter
Berücksichtigung von im Wesentlichen linearer Abschreibungen entsprechend der voraus-
sichtlichen Nutzungsdauer angesetzt.
Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 410,00 Euro wurden
grundsätzlich im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben und bei Anschaffungskosten bis
60,00 Euro unmittelbar als Aufwand gebucht.
Die Finanzanlagen wurden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Außerplanmä-
ßige Abschreibungen wurden vorgenommen, sofern von einer dauerhaften Wertminderung
auszugehen ist. Zuschreibungen erfolgen für Abschreibungen aus Vorjahren, soweit der
ursprüngliche Abschreibungsgrund entfallen ist. Die in den Finanzanlagen verbliebenen
übrigen Beteiligungen wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Ab dem
Jahr 2013 werden Wertveränderungen von Finanzanlagen mit der Allgemeinen Rücklage
verrechnet.
Die Ausleihungen wurden zu Nennwerten aktiviert.
Gemäß § 253 Abs. 3 HGB und § 35 Abs. 1 GemHVO erfolgen die planmäßigen Ab-
schreibungen konzerneinheitlich linear, es sei denn die degressive oder leistungsbezoge-
ne Abschreibung entspricht dem tatsächlichen Ressourcenverbrauch besser.
Die Nutzungsdauern orientieren sich an der bei der Stadt Köln festgelegten Nutzungsta-
belle, die auf der Rahmenvorgabe für Kommunen des Innenministeriums NRW basiert. Von
dieser örtlichen Nutzungstabelle wurde nur in begründeten Ausnahmefällen abgewichen.
Weitere Einzelheiten hierzu können der kommunalen Abschreibungstabelle der Stadt Köln
entnommen werden.
Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrige-
ren Wert am Abschlussstichtag angesetzt.
Die Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe, Waren sind zu fortgeschriebenen Anschaffungs-
bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten unter Be-
rücksichtigung erkennbarer Ausfallrisiken aktiviert. Die Forderungen sind im Forderungs-
spiegel nach Restlaufzeiten dargestellt.
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In der Position aktive Rechnungsabgrenzung sind die geleisteten Auszahlungen ausge-
wiesen, die erst in den Perioden nach dem Gesamtabschlussstichtag als Aufwand verbucht
werden.
Nach § 43 Abs. 2 GemHVO ist bei geleisteten Zuwendungen, die mit einer mehrjährigen,
zeitlich befristeten und einklagbaren Gegenleistungsverpflichtung verbunden sind, ein akti-
ver Rechnungsabgrenzungsposten zu bilden. Die so bilanzierten Zuwendungen sind antei-
lig über die Dauer der Gegenleistungsverpflichtung aufwandswirksam aufzulösen.
Das Eigenkapital setzt sich aus den Positionen Allgemeine Rücklage, der Sonderrücklage,
der Ausgleichsrücklage und dem Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag zusammen. Es ist
im Rahmen der Gesamtabschlusserstellung um den Ausgleichsposten für die Anteile ande-
rer Gesellschafter zu erweitern. Die Position Allgemeine Rücklage bildet im Gesamtab-
schluss den Oberbegriff für die Allgemeine Rücklage, das Stammkapital, die Kapitalrückla-
ge, die Ergebnisrücklagen und dem passivischen Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkon-
solidierung.
Zuwendungen und Beiträge für zweckgebundene Investitionen werden in der Regel als
Sonderposten ausgewiesen. Sonderposten wurden gemäß § 49 Abs. 3 i. V. m. § 43 Abs.
5 GemHVO brutto bilanziert. Erhaltene Zuwendungen und Beiträge für Investitionen mit
Zweckbindung wurden als Sonderposten angesetzt und entsprechend der Abnutzung des
bezuschussten Vermögensgegenstandes aufgelöst.
Nach §§ 8, 9 und 11 des Kommunalabgabengesetzes NRW sind die von der Stadt Köln
oder einem ihrer verselbständigten Aufgabenbereiche zur Herstellung, Anschaffung oder
Erweiterung von öffentlichen Einrichtungen oder Anlagen erhaltenen Beiträge als Sonder-
posten für Beiträge zu erfassen. Auch bestimmte Erschließungsbeiträge werden als Son-
derposten erfasst. Überschüsse aus der Gebührenkalkulation sind als Sonderposten für
Gebührenausgleich auszuweisen. Unter der Position sonstige Sonderposten sind alle
weiteren von Dritten gewährten Leistungen zu erfassen, bei denen die Voraussetzungen für
die Bildung eines Sonderpostens vorliegen.
Alle am Bilanzstichtag bestehenden und erkennbaren Risiken sind durch die Bildung von
Rückstellungen berücksichtigt worden.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden für bestehende
Versorgungsansprüche und sämtliche Anwartschaften sowie andere nach dem Dienstaus-
tritt fortgeltenden Ansprüche gebildet. Die im Rahmen der Aufstellung des HGB-
Einzelabschlusses sowie der HGB-Teilkonzernabschlüsse ermittelten Teil- bzw. Barwerte
wurden aufgrund des Wesentlichkeitsgrundsatzes gemäß § 308 Abs. 2 S. 3 HGB ohne wei-
tere Anpassung für den Gesamtabschluss übernommen.
Unter die Rückstellungen für Deponien und Altlasten fallen Rückstellungen für die Re-
kultivierung und Nachsorge von Deponien, welche in Höhe den hierfür erwartenden Ge-
samtkosten passiviert werden. Gemäß § 36 Abs. 3 GemHVO wurden Rückstellungen für
unterlassene Instandhaltungen angesetzt, wenn das Nachholen der Instandhaltung hin-
reichend konkret beabsichtigt war und als unterlassen bewertet wurde. Dabei wurde für den
Gesamtabschluss der Stadt Köln konzerneinheitlich ein Zeitraum von drei Jahren nach dem
Abschlussstichtag festgelegt. Die vorgesehenen Maßnahmen mussten am Abschlussstich-
tag einzeln bestimmt und wertmäßig beziffert sein. Auf die Bildung einer Rückstellung wur-
de verzichtet, wenn diese für die zutreffende Darstellung der Vermögens-, Schulden-, Er-
trags- und Finanzgesamtlage des Konzerns Stadt Köln unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsgemäßer Buchführung unbedeutend war.
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Sonstige Rückstellungen sind u. a. für Altersteilzeit, nicht beanspruchten Urlaub und für
Lieferungen und Leistungen aus ausstehenden Rechnungen gebildet.
Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen. Zu
den Verbindlichkeiten zählen insbesondere Anleihen, Verbindlichkeiten aus Krediten für
Investitionen, aus Krediten zur Liquiditätssicherung, aus Vorgängen, die Kreditaufnahmen
wirtschaftlich gleich kommen, aus Lieferungen und Leistungen, aus Transferleistungen so-
wie sonstige Verbindlichkeiten. Die Zusammensetzung sowie die Fristigkeiten der Verbind-
lichkeiten sind dem Verbindlichkeiten-spiegel zu entnehmen.
Passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Einzahlungen vor dem Bilanzstich-
tag, die erst in den Folgejahren zu Erträgen werden. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert.
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2. Erläuterungen zur Gesamtbilanz
Die Gesamtbilanzsumme zum 31.12.2014 des Konzerns Stadt Köln beträgt 24.134 Mio.
Euro. Zusammengefasst stellt sich die Grundstruktur der Gesamtbilanz wie folgt dar:
G e s a m t b i l a n z 2011 - 2014
Aktiva
(i. Tsd. Euro) 31.12.2010 31.12.2011 31.12. 2012 31.12.2013 31.12.2014
1 Anlagevermögen 21.182.676 21.516.725 21.409. 086 21.256.827 21.374.705
2 Umlaufvermögen 2.295.161 2.418.240 2.153. 198 2.245.728 2.137.972
3 Aktive Rech-
nungsabgrenzung 642.392 638.805 652.712 656.165 620.998
Bilanzsumme 24.120.229 24.573.770 24.214.996 24.158.720 24.133.675
Passiva
(i. Tsd. Euro) 31.12.2010 31.12.2011 31.12. 2012 31.12.2013 31.12.2014
1 Eigenkapital 6.794.994 6.520.917 6.191. 751 5.863.245 5.555.441
2 Sonderposten 4.884.683 5.055.167 5.086. 922 5.053.370 5.016.372
3 Rückstellungen 3.373.364 3.459.610 3.496. 362 3.485.976 3.598.770
4 Verbindlichkeiten 8.328.375 8.796.373 8.718. 723 9.047.002 9.335.327
5 Passive Rech-
nungsabgrenzung 738.812 741.705 721.238 709.128 627.766
Bilanzsumme 24.120.229 24.573.770 24.214.996 24.158.720 24.133.675
2.1. Aktiva
2.1.1. Anlagevermögen
Nachfolgend ist das Konzernanlagevermögen vor Konsolidierung dargestellt:
Verselbständigter Aufgabenbereich
31.12.2014
in Tsd. Euro
in %
Stadt Köln Kernverwaltung 13.816.190 55,28
Stadtwerke Köln Konzern GmbH (SWK) 4.583.223 18,34
GAG Immobilien AG 2.571.636 10,29
Stadtentwässerungsbetrieb Köln, A ö R (StEB) 1.980.856 7,93
Eigenbetrieb Veranstaltungszentrum Köln 337.439 1,35
Gebäudewirtschaft der Stadt Köln 1.486.947 5,95
Kliniken der Stadt Köln gGmbH 215.398 0,86
Gesamt 24.991.689 100,00
4.1.1.1 Immaterielle Vermögenswerte
Insgesamt betragen zum 31.12.2014 die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte aus
der Erstkonsolidierung 1,4 Mrd. Euro. Diese werden seit 2010 mit 137,45 Mio. Euro jährlich
abgeschrieben. Diese leiten sich größtenteils aus der Konsolidierung des SWK Konzerns
ab.
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Aufgrund der Bereitstellung von wesentlichen kommunalen Dienstleistungen, wie bei-
spielsweise öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), Müllentsorgung und Energieversor-
gung, ist dieser verselbständigte Aufgabenbereich für die Stadt Köln von entscheidender
Bedeutung. Der Teilkonzern Stadtwerke besteht bereits seit mehr als 50 Jahren. Von einer
langen Bestandsdauer als kommunales Versorgungsunternehmen ist sicher auszugehen.
Bestandsgefährdende Risiken sind in absehbarer Zeit nicht zu erkennen. Allerdings ist hier
auf die zukünftig hohe Investitionsquote der RheinEnergie AG (Tochterunternehmen des
SWK Teilkonzerns) hinzuweisen.
4.1.1.2 Sachanlagevermögen
Das Konzernsachanlagevermögen teilt sich wie folgt auf die einzelnen Anlageklassen auf:
Anlagenklasse
31.12.2010
in Tsd.
Euro
31.12.2011
in Tsd.
Euro
31.12.2012
in Tsd.
Euro
31.12.2013
in Tsd.
Euro
31.12.2014
in Tsd.
Euro
Unbebaute Grundstücke und
grundstücksgleiche Rechte 1.824.924 1.815.391 1.804. 591 1.804.760 1.804.941
Bebaute Grundstücke und
grundstücksgleiche Rechte 5.195.851 5.257.071 5.358. 105 5.565.740 5.659.235
Infrastrukturvermögen 6.779.651 6. 627.213 6.688.792 6.688.750 7.021.149
Bauten auf fremdem Grund
und Boden 40.775 81.028 81.335 81.418 208.631
Kunstgegenstände, Kultur-
denkmäler 1.525.733 1.676.189 1.677. 321 1.572.067 1.575.433
Maschinen und technische
Anlagen, Fahrzeuge 683.867 1.028.395 987.164 939.650 982.167
Betriebs- und Geschäftsaus-
stattung 302.493 306.543 302.858 310.149 306.182
Geleistete Anzahlungen,
Anlagen im Bau 1.195.421 1.231.673 1.060. 279 1.107.763 791.204
Summe 17.548.714 18.023.502 17.960.445 18.070.297 18.348.941
4.1.1.3 Finanzanlagen
Die Finanzanlagen betragen etwa 1.576.432,2 Tsd. Euro und sind um 5.575.012 Tsd. Euro
ggü. dem Einzelabschluss verringert. Hierzu zählen im Wesentlichen die verbundenen Un-
ternehmen mit einer Verringerung um 4.967.091 Tsd. Euro. Die größten Beteiligungsbuch-
werte entfallen auf die Koelnmesse GmbH, die Sozialbetriebe Köln gGmbH (SBK), die Köl-
ner Sportstätten GmbH (KSS) sowie die BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co.
KG. Etwa 260.000 TEUR entfallen auf Wertpapiere des Anlagevermögens und langfristige
Ausleihungen.
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2.1.2. Umlaufvermögen
Das Umlaufvermögen gliedert sich in Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögensge-
genstände, Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie liquide Mittel.
Einzelposten des
Umlaufvermögens
2010
in Tsd.
Euro
2011
in Tsd.
Euro
2012
in Tsd.
Euro
2013
in Tsd.
Euro
2014
in Tsd.
Euro
Vorräte 411.455 322.771 331.539 340.930 338.145
Forderungen und
sonstige Vermögens-
gegenstände
1.267.547 1.438.315 1.313. 686 1.428.713 1.293.003
Wertpapiere des Um-
laufvermögens 2 20.002 20.002 514 15.224
Liquide Mittel 616.157 637.151 487.971 475.571 491.600
Summe 2.295.162 2.418.240 2. 153.198 2.245.728 2.137.972
Die Forderungen (927 Mio. Euro) haben größtenteils eine Restlaufzeit von unter einem Jahr
(804 Mio. Euro).
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2.2. Passiva
2.2.1. Eigenkapital
Eigenkapital 2010 2011 2012 2013 2014
Allgemeine Rücklage 6.467.207 6.547.419 6.305.300 6.123.548 5.936.129
Sonderrücklagen 6.147 6.147 6.147 6.147 6.147
Ausgleichsrücklage 322.364 000 0
Jahresüberschuss/
Jahresfehlbetrag -347.010 -209.695 -257.762 -262.431 -415.724
Gewinn- / Verlustvor-
trag 0 -50.851 -136.765 -280.557 -273.678
Ausgleichsposten für
die Anteile
anderer Gesellschafter
346.287
227.897 274.830 276.538 302.566
Summe 6.794.994 6.520.917 6. 191.751 5.863.245 5.555.441
In der Position allgemeine Rücklage werden ebenfalls die Gewinnrücklagen der einbezo-
genen Einheiten und der bei der Erstkonsolidierung entstandene passivische Unter-
schiedsbetrag (223 Mio. Euro.) ausgewiesen. Dieser wird gemäß § 309 HGB entsprechend
der durchschnittlichen Nutzungsdauer planmäßig über einen Zeitraum von 30 Jahren auf-
gelöst.
Die Position Sonderrücklagen entspricht dem städtischen Einzelabschluss.
Die Ausgleichsrücklage der Stadt Köln wurde mit Ausgleich des städtischen Fehlbetrags
aus 2010 endgültig aufgezehrt.
Die Entstehung des in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Jahresfehlbetrags
lässt sich anhand des folgenden Schemas im Vergleich zum Einzelergebnis der Stadt er-
klären:
Entwicklung des Gesamtbilanzverlustes 2014 in Tsd. Euro
Städtisches Einzelabschlussergebnis -246.340
Ergebnisbeiträge der verselbständigten Aufgabenbereiche 97.974
Amortisation Geschäfts- u. Firmenwert a. d. Erstkonsolidierung -137.448
Amortisation stille Reserven -24.226
Anpassung der latenten Steuern 2.310
Zurücknahme der Gewinnabführungen -133.019
Saldo aus der Aufwands- und Ertragskonsolidierung -1.147
Saldo aus der Schuldenkonsolidierung -1.296
Sonstige Konsolidierungsmaßnahmen -12.006
= Gesamtjahresergebnis -455.199
davon anderen Gesellschaftern zuzurechnen: 39.475
Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter enthält die konzernfremden
Minderheitenanteile aus den Teilkonzernen Stadtwerke Köln und GAG Immobilien AG.
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2.2.2. Sonderposten
Im Gesamtabschluss passivierte Sonderposten in Höhe von 5.016.371,9 TEUR entspre-
chen im Wesentlichen den von den einbezogenen verselbständigten Aufgabenbereichen
gemeldeten Werten.
Entsprechend den Empfehlungen der Modellprojekte wurde bei den verselbständigten Auf-
gabenbereichen die Netto–Bilanzierung von Zuschüssen, die diese vor dem Erstkonsolidie-
rungsstichtag erhalten haben, beibehalten.
2.2.3. Rückstellungen
Art der Rückstellung 2010
in Tsd. Euro
2011
in Tsd. Euro
2012
in Tsd. Euro
2013
in Tsd. Euro
2014
in Tsd. Euro
Pensionsrückstellungen 2.024.046 2. 094.808 2.146.703 2.254.484 2.348.199
Rückstellungen für De-
ponien und Altlasten 207.972 202.151 194.662 198.584 199.812
Instandhaltungsrück-
stellungen 72.839 46.089 41.576 38.170 31.907
Steuerrückstellungen 68.101 75.469 54.742 34.684 38.788
Sonstige Rückstellun-
gen 1.000.407 1.041.093 1.058.679 960.055 980.065
Summe 3.373.365 3.459.610 3. 496.362 3.485.976 3.598.770
Entsprechend der Empfehlung aus dem Modellprojekt wurden vorhandene Wertansätze,
insbesondere der Pensionsrückstellungen, zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung aus den
Einzeljahresabschlüssen der verselbständigten Aufgabenbereiche übernommen.
2.2.4. Verbindlichkeiten
Angaben zur Zusammensetzung und Fristigkeit der Verbindlichkeiten sind dem Gesamt-
verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen.
Seite 32
2.2.5. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Stadt Köln Kernverwaltung
Zum 31.12.2014 bestanden bei der Stadt Köln Leasingverträge u. a. für Hardware IT/TK-
Anlagen, für Fahrzeuge der Verkehrsüberwachung und Fahrzeuge im Rettungsdienst.
Teilkonzern Stadtwerke Köln GmbH
Den Teilkonzern binden die Bezugsverträge für Strom, Erdgas, Wirbelschichtbraunkohle
und Wasser sowie Mietverträge über die Geschäftsräume und Software. Die Verpflichtun-
gen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich im Teilkonzern auf 117,7 Mio. Euro.
Aus erteilten Investitionsaufträgen summiert sich das Bestellobligo im Teilkonzern auf 203,9
Mio. Euro. Die finanziellen Verpflichtungen aus Kaufkontrakten im Stromhandel betragen
2.269,1 Mio. Euro.
Auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens bei einem Rechnungs-
zinssatz von 4,54 % und einer systemkonformen Anwartschaftsdynamik sowie einer Ren-
tendynamik von 1 % nach den Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Heubeck bestehen Fehlbe-
träge aus den Versorgungsverpflichtungen der Zusatzversorgungskassen (ZVK) gegenüber
den versicherten Mitarbeitern und ehemaligen Mitarbeitern in Höhe von 354,7 Mio. Euro.
Teilkonzern GAG Immobilien AG
Die GAG hat als Teilkonzernmutterunternehmen die Verwaltungsräumlichkeiten des Teil-
konzerns in der Josef-Lammerting-Allee 20-22 seit dem 01.11.2003 mit einer festen Lauf-
zeit bis zum 31.10.2018 angemietet. Es besteht eine Verlängerungsoption und auf Verlan-
gen des Vermieters eine Rückbauverpflichtung für Mietereinbauten.
Aus diesem und zahlreichen anderen Mietverhältnissen (PKW, Betriebs- und Geschäfts-
ausstattung) beträgt die Summe der Mindest-Leasingzahlungen 7.096 Tsd. Euro.
Bei der GAG wurde für zukünftige Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen ein
umfangreiches mehrjähriges Programm aufgestellt. Die Finanzierung ist teilweise durch
branchenübliche Fremdfinanzierung und teilweise durch Mittelzuflüsse aus den zukünftigen
Jahresergebnissen und aus Grundstücksverkäufen vorgesehen. Aus begonnenen Bau-
maßnahmen ergeben sich nach Abzug der unter den Positionen „Anlagen im Bau“ und
„Grundstücke mit Wohnbauten“ bereits aktivierten Beträge bis zur Fertigstellung der Neu-
bauten beziehungsweise Modernisierungsmaßnahmen Restverpflichtungen in Höhe von
66.529 Tsd. Euro. Diese werden insbesondere durch noch nicht valutierte und noch aufzu-
nehmende langfristige Kredite und vorhandene Liquiditätsreserven gedeckt.
Investitionen nach dem Bilanzstichtag (in Durchführung befindliche und geplante Baumaß-
nahmen) werden insbesondere durch noch nicht valutierte und noch aufzunehmende lang-
fristige Kredite und vorhandene Liquiditätsreserven gedeckt.
Seite 33
Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR
Es besteht ein öffentlich-rechtlicher Vertrag zwischen dem Wasser- und Bodenverband
Wahn und dem Stadtentwässerungsbetrieb vom 19.11.2003 über
die Ausführung der Aufgaben für Abwasserableitung und -reinigung sowie ord-
nungsgemäße Entsorgung der Reststoffe und
zur Gewässerunterhaltung und -ausbau einschließlich der damit verbundenen fi-
nanz- und verwaltungstechnischen Leistungen.
Kliniken der Stadt Köln gGmbH
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Kliniken der Stadt Köln umfassen mehrjähri-
ge Verpflichtungen aus Miet-, Leasing-, Wartungs- und Dienstleistungsverträgen und
schwebende Verpflichtungen im Zusammenhang mit begonnenen Investitionsvorhaben.
Für einen Prognosezeitraum von fünf Jahren betragen diese insgesamt 75,4 Mio. Euro.
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln
Risiken und finanzielle Verpflichtungen des Veranstaltungszentrums der Stadt Köln erge-
ben sich aus dessen Beteiligung an der Koelnmesse GmbH. Wie sich diese auf das Veran-
staltungszentrum im Einzelnen auswirken kann den Ausführungen im Beteiligungsbericht
2014 entnommen werden.
Seite 34
3. Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung
3.1. Gesamterträge
3.1.1. Steuern und ähnliche Abgaben
Bei der Ertragsposition Steuern und ähnliche Abgaben handelt es sich ausschließlich um
Erträge der Kernverwaltung Stadt Köln. Im Rahmen der Konsolidierungsbuchungen wurden
in dieser Position lediglich die konzerninternen Steuererträge eliminiert.
3.1.2. Zuwendungen und allgemeinen Umlagen
Die Zuwendungen und allgemeinen Umlagen enthalten überwiegend die allgemeinen und
laufenden Zuweisungen des Landes. Die planmäßigen Auflösungen aus Sonderposten
werden ebenfalls in dieser Position gezeigt. Daran beträgt der Anteil des Teilkonzerns
Stadtwerke Köln GmbH in 2014 36,1 Mio. Euro.
3.1.3. Sonstige Transfererträge
Bei den sonstigen Transfererträgen handelt es sich im Wesentlichen um die Erstattungen
im Zusammenhang mit Sozial- und Jugendleistungen aus der Ergebnisrechnung der Kern-
verwaltung Stadt Köln.
3.1.4. Öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte
Die Erlöse aus der Stadtentwässerung vor Konsolidierung betrugen 207,2 Mio. Euro. Die
Erträge aus öffentlich-rechtlichen Leistungsentgelten der Kernverwaltung Stadt Köln betru-
gen vor Konsolidierungsbuchungen 240,1 Mio. Euro. Wesentliche Eliminierungen in dieser
Position waren die städtischen Erstattungen Kanalnutzungsgebühren sowie die Konsolidie-
rung der Grundbesitzabgaben der verselbständigten Aufgabenbereiche.
3.1.5. Privatrechtliche Leistungsentgelte
Die privatrechtlichen Leistungsentgelte stellen mit 5,1 Mrd. Euro die größte Ertragsposition
im Gesamtabschluss dar. Umfangreiche Eliminierungen waren im Bereich der Mieterträge
und Nebenkosten, hier vor allem zwischen der Gebäudewirtschaft und der Kernverwaltung,
durchzuführen. Dem Unternehmenszweck entsprechend waren die seitens der GAG Im-
mobilien AG zu eliminierenden Erträge nicht wesentlich.
3.1.6. Kostenerstattungen und Kostenumlagen
In der Ertragsposition Kostenerstattungen und Kostenumlagen werden u. a. Leistungsbetei-
ligungen des Bundes an den Kosten der Unterkunft und Erstattungen der ARGE für bereit-
gestelltes Personal ausgewiesen. Diese Position wird bis auf einen minimalen Betrag aus
dem Einzelabschluss der Kernverwaltung Stadt Köln gefüllt.
3.1.7. Sonstige Erträge
In der Position sonstige Erträge wurden die Konzessionsabgaben der RheinEnergie AG in
2014 in Höhe von 80,2 Mio. Euro eliminiert.
3.1.8. Zinserträge
Die Zinserträge aus Darlehen, die im Wesentlichen aus städtischen Verträgen mit der GAG
Immobilien AG bestehen, waren in Höhe von 2,9 Mio. Euro zu konsolidieren.
3.1.9. Erträge aus assoziierten Unternehmen
Erträge aus assoziierten Unternehmen wurden im Wesentlichen im Teilkonzern Stadtwerke
Köln GmbH realisiert.
Seite 35
3.2. Gesamtaufwendungen
3.2.1. Personalaufwendungen
Personalaufwendungen in Mio. Euro
2010 2011 2012 2013 2014
1.680 1.678 1.726 1.803 1.881
Geringfügige Konsolidierungsbuchungen sind im Bereich konzerninterner Personalgestel-
lung entstanden.
3.2.2. Versorgungsaufwendungen
Personalaufwendungen in Mio. Euro
2010 2011 2012 2013 2014
52 49 38 61 57
Die Versorgungsaufwendungen werden für die pensionierten Beamtinnen und Beamten der
Stadt und ihrer Tochtergesellschaften mit Dienstherrenfähigkeit gezahlt.
3.2.3. Aufwendungen aus Sach- und Dienstleistungen
Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen in Mio. Euro
2010 2011 2012 2013 2014
4.402 4.077 3.919 4.146 3.727
Die Aufwendungen aus Sach- und Dienstleistungen stellen den größten Aufwandsblock im
Konzern Stadt Köln dar.
3.2.4. Bilanzielle Abschreibungen
In den Folgeperioden führt die Aufdeckung stiller Reserven zu höheren Abschreibungsauf-
wendungen für die abnutzbaren Anlagengegenstände. Bei den Abschreibungen auf Sach-
anlagen betrug die Erhöhung durch die Auflösung der stillen Reserven 24,2 Mio. Euro. Wei-
terer Abschreibungsaufwand in Höhe von 137,4 Mio. Euro ergibt sich aus dem als Restgrö-
ße verbleibenden Geschäfts- und Firmenwert.
3.2.5. Transferaufwendungen
Transferaufwendungen in Mio. Euro
2010 2011 2012 2013 2014
1.102 1.193 1.248 1.318 1.438
Transferaufwendungen kommen ausschließlich aus dem Abschluss der Kernverwaltung
Stadt Köln. Zu eliminieren waren geleistete Betriebskostenzuschüsse bzw. Zuschüsse an
die verselbständigten Aufgabenbereiche. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Zu-
schüsse an das Veranstaltungszentrum.
3.2.6. Sonstige ordentliche Aufwendungen
Die sonstigen ordentlichen Aufwendungen beinhalten hauptsächlich die Mietaufwendungen
der Stadt, die entsprechend der Erträge aus privatrechtlichen Leistungsentgelten bei der
Gebäudewirtschaft zu konsolidieren waren.
Seite 36
4. NKF – Kennzahlenset NRW
Im Folgenden werden die für den Gesamtabschluss relevanten Kennzahlen des NKF-
Kennzahlensets dargestellt. Diese Kennzahlen sollen bei der Beurteilung der wirtschaftli-
chen Lage der Gesamtkommune und bei der Steuerung unterstützen.
4.1. Kennzahlen zur Bilanz
Kennzahl 2010 2011 2012 2013 2014
Eigenkapitalquote 1 28,2 % 26,5 % 25,6 % 24,3 % 23,0 %
Eigenkapitalquote 2 48,1 % 47,1 % 46,3 % 44,9 % 43,5 %
Fehlbetragsquote -5,6 % -3,2 % -4,1 % -4,3 % -7,0 %
Infrastrukturquote 28,1 % 27,0 % 27,6 % 27,7 % 29,1 %
Anlagendeckungsgrad 2 87,0 % 86,4 % 85,9 % 84,5 % 83,1 %
Investitionsquote 84,5 % 121,9 % 82,4 % 81,9 % 108,9 %
Liquidität zweiten Grades 93,7 % 71,8 % 69,5 % 51,7 % 38,2 %
Kurzfristige Verbindlichkeitenquote 6,9 % 8,9 % 7,8 % 10,1 % 14,1 %
Eigenkapitalquote 1
Die Eigenkapitalquote 1 gibt Auskunft über die Kapitalstruktur des Konzerns und kann ein
wichtiger Bonitätsfaktor sein. Der prozentuale Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital
wird über die Betrachtung im Mehrjahresvergleich aussagekräftig.
Eigenkapitalquote 1 = EK * 100
Gesamtbilanzsumme
Eigenkapitalquote 2
Die Eigenkapitalquote 2 misst den Anteil des „wirtschaftlichen Eigenkapitals“ an dem Ge-
samtkapital. Da bei Kommunen Sonderposten mit Eigenkapitalcharakter ein wesentlicher
Ansatz in der Bilanz darstellt, ist der Wert „wirtschaftliches Eigenkapital“ um diese zu erwei-
tern.
Eigenkapitalquote 2 = (EK + Sonderposten für Zuwendungen/Beiträge) * 100
Gesamtbilanzsumme
Fehlbetragsquote
Die Fehlbetragsquote gibt Auskunft über den durch den Gesamtjahresfehlbetrag (vor Min-
derheitenanteil) in Anspruch genommenen Anteil des Gesamteigenkapitals(ohne Minder-
heitenanteil).
Fehlbetragsquote = Gesamtjahresergebnis (vor Minderheitenanteil) * 100
Allgemeine Rücklage
Seite 37
Infrastrukturquote
Die Infrastrukturquote spiegelt das Verhältnis des Infrastrukturvermögens zum Gesamtver-
mögen wider. Sie gibt Auskunft über den Anteil des Vermögens, der im Rahmen der Da-
seinsvorsorge für die Funktionsfähigkeit des Gemeinwesens langfristig gebunden ist.
Infrastrukturquote = Infrastrukturvermögen * 100
Gesamtbilanzsumme
Anlagendeckungsgrad 2
Diese Kennzahl gibt an, inwieweit das Anlagevermögen durch langfristig zur Verfügung
stehendes Kapital finanziert ist.
Anlagendeckungsgrad 2 = (EK + SoPo Zuwendungen/Beiträge + langfr. FK) * 100
Anlagevermögen
Investitionsquote
Die Investitionsquote gibt Auskunft darüber, in welchem Umfang dem Substanzverlust
durch Abschreibungen und Vermögensabgänge neue Investitionen gegenüberstehen.
Investitionsquote = Bruttoinvestitionen * 100
(Abgänge des Anlagevermögens + Abschreibungsaufwand)
Liquidität 2. Grades
Die Liquidität zweiten Grades gibt stichtagsbezogen an, inwieweit die kurzfristigen Forde-
rungen und flüssigen Mittel die kurzfristigen Verbindlichkeiten decken.
Liquidität 2. Grades = (Liquide Mittel + kurzfristige Forderungen) * 100
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Kurzfristige Verbindlichkeitenquote
Angezeigt wird mit dieser Kennzahl das Verhältnis aus Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit
von weniger als einem Jahr zur Bilanzsumme.
Kurzfristige Verbindlichkeitenquote = Kurzfr. Verbindlichkeiten * 100
Gesamtbilanzsumme
Seite 38
4.2. Kennzahlen zur Ergebnisrechnung
Kennzahl 2010 2011 2012 2013 2014
Aufwandsdeckungsgrad 97,7 % 97,9 % 99,4 % 99,7 % 97,7 %
Drittfinanzierungsquote 12,8 % 19,2 % 20,7 % 16,8 % 20,2 %
Personalintensität 18,6 % 18,7 % 19,3 % 19,3 % 20,4 %
Sach- und Dienstleistungsintensität 48,8 % 45,5 % 43,8 % 44,3 % 40,5 %
Transferaufwandsquote 12,2 % 13,3 % 13,9 % 14,1 % 15,6 %
Abschreibungsintensität 9,2 % 8,0 % 7,5 % 9,1 % 7,9 %
Zinslastquote 3,2 % 1,8 % 3,6 % 3,3 % 3,3 %
Aufwandsdeckungsgrad
Der Aufwandsdeckungsgrad gibt an, inwieweit die ordentlichen Aufwendungen durch or-
dentliche Erträge gedeckt werden.
Aufwandsdeckungsgrad = Ordentliche Gesamterträge * 100
Ordentliche Gesamtaufwendungen
Drittfinanzierungsquote
Die Drittfinanzierungsquote gibt an, inwieweit die Belastung durch Abschreibungen auf das
Anlagevermögen durch Erträge aus der Auflösung von Sonderposten
abgemildert wird.
Drittfinanzierungsquote = Erträge aus der Auflösung von Sonderposten * 100
Bilanzielle Abschreibungen auf das Anlagevermögen
Personalintensität
Die Personalintensität gibt an, welchen Anteil die Personalaufwendungen an den ordentli-
chen Gesamtaufwendungen ausmachen.
Personalintensität = Personalaufwendungen * 100
Ordentliche Gesamtaufwendungen
Sach- und Dienstleistungsintensität
Diese Kennzahl gibt Auskunft darüber, in welchem Anteil Leistungen am Markt für die
kommunale Aufgabenerledigung erworben werden.
Sach‐ u. Dienstleistungsintensität = Aufw. für Sach u. Dienstleistungen * 100
Ordentliche Gesamtaufwendungen
Seite 39
Transferaufwandsquote
Die Transferquote zeigt in welchem Ausmaß die Kommune Leistungen an Dritte ohne Ge-
genleistungen getätigt hat.
Transferaufwandsquote = Transferaufwendungen * 100
Ordentliche Gesamtaufwendungen
Abschreibungsintensität
Die Abschreibungsintensität zeigt, in welchem Umfang die Kommune durch das Abschrei-
bungsvolumen des Anlagevermögens in Bezug zu den ordentlichen Gesamtaufwendungen
belastet wird.
Abschreibungsintensität = Bilanzielle Abschreibungen auf das AV * 100
Ordentliche Gesamtaufwendungen
Zinslastquote
Die Zinslastquote zeigt, welche Belastungen aus Finanzaufwendungen zusätzlich zu den
ordentlichen Aufwendungen bestehen.
Zinslastquote = Finanzaufwendungen * 100
Ordentliche Gesamtaufwendungen
Seite 40
Seite 42
Struktur der Beteiligungen der Stadt Köln
für den
Gesamtabschluss
Teilkonzern
Stadtw
erke Köln GmbH
Stammkapital: 185,55 Mio. €
100 %
88,2 %
100 %
Konzern Stadt Köln
100 %
100 %
V
ollkonsolidierungskreis: Verbundene Unternehmen,
die nicht konsolidiert werden:
Kernverwaltung Stadt Köln
100 %
Kernverwaltung Stadt Köln
Teilkonzern
GAG Im
mobilien AG
Grundkapital: 16,73 Mio. €
Stadtentwässerungsbetriebe
Köln,
AöR (StEB)
Stammkapital 500.000 €
Kliniken der Stadt Köln gGmbH
Stammk
apital 17 Mio. €
Gebäudewirtschaft der Stadt Köln
(eigen
betriebsähnl. Einrichtung)
Stammkapital 1 Mio. €
Veranstaltungszentrum Köln
(eigen
betriebsähnl. Einrichtung)
Einbezug „at equity“:
Flughafen KölnBonn GmbH
Stammk
apital: 11,82 Mio. €
31,1 %
[…] S. 2
[…] S.
4
[…] S. 5
Anlage 1a
Stadtbahngesellschaft
Rhein
-Sieg mbH i.L.
Stammkapital: 778.240,- €
Zoologischer Garten Köln AG
Grundk
apital: 139.500,- €
Kölner Gesellschaft für Arbeits-
und Be
rufsförderung mbH
Stammkapital: 26.000,- €
Bühnen der Stadt Köln
(eigen
betriebsähnl. Einrichtung)
Kölner Sportstätten GmbH
Stammk
apital: 4,6 Mio. €
KölnTourismus GmbH
Stammk
apital: 500.000,- €
Sozial-Betriebe Köln gGmbH
Stammk
apital: 45 Mio. €
Familie–Ernst–Wendt–Stiftung
100 %
100 %
100 %
100 %
88,1 %
50 %
Gürzenich-Orchester/
Kölner-Ph
ilharmoniker
(eigenbetriebsähnl. Einrichtung)
100 %
100 %
Abfallwirtschaftsbetriebe
(eigen
betriebsähnl. Einrichtung)
100 %
Wallraf-Richartz-Museum/
Fonda
tion Corboud
(eigenbetriebsähnl. Einrichtung)
100 %
100 %
Rechtsrheinisches Technologie-
und G
ründerzentrum Köln GmbH
Stammkapital: 3,4 Mio. €
99,9 %
BioCampus Cologne
Grundb
esitz GmbH & Co. KG
Stammkapital: 5,0 Mio. €
100 %
Butzweilerhof Grundbesitz
GmbH
& Co. KG
Stammkapital: 5,0 Mio. €
100 %
Seite 43
Struktur der Beteiligungen der Stadtwerke Köln GmbH
als Teil
konzern der Stadt Köln (I)
Konzern
Stadtwerke
Köln GmbH
(Beteiligungsquote Stadt Köln: 100 %)
Voll konsolidierte
Tochterunternehmen
& assoziierte Unternehmen
(Einbezug „at equity“):
wegen untergeordneter Bedeutung
nicht konsolidierte
Tochterunternehmen
& assoziierte Unternehmen
GEW Köln AG
Kölner Verkehrs-Betriebe AG
Wohnungsgesellschaft der
Stadtw
erke Köln mbH
AWB Abfallwirtschaftsbetriebe
Köln G
mbH
Häfen und Güterverkehr
Köln AG
KölnBäder GmbH
NetCologne Gesellschaft für
Telek
ommunikation mbH
NetAachen GmbH
Brunata Wärmemesser-G.
Schult
heiss GmbH & Co
METRONA Wärmemesser-G.
Schult
heiß GmbH & Co
AVG Abfallentsorgungs- u. Ver-
wertun
gsgesellschaft Köln mbH
moderne stadt Gesellschaft zur
Förderu
ng des Städtebaus und
der Gemeindeentwicklung mbH
RheinEnergie AG
10 %
39,2
%
26 %
Verwaltungsgesellschaft Schultheiss
mbH
Unternehmensverwaltungsgesellschaft
METRON
A mbH
RW Gesellschaft für Anteilsbesitz II mbH
Westigo GmbH
RC Data GmbH
KSV Kölner Schulbusverkehr
Bunkerbetriebe Büchting GmbH
Navigare Stauerei- u. Speditions GmbH
MASSLOG GmbH
Oudkerk Belgium BVBA
METRONA Wärememesser Union GmbH
METRONA Polska
AWB Köln Verwaltung GmbH
Kölner Seilbahn-Gesellschaft mbH
RVG Rheinauhafen
Verwalt
ungsgesellschaft mbH
Rheinland Cargo Schweiz GmbH
Direkte Beteiligung der Stadt Köln:
[…] S. 4
NetRegio GmbH
AVG Ressourcen GmbH
AVG Kompostierung GmbH
Kölner Aussenwerbung GmbH
Rhein-Cargo GmbH & Co KG
DKS Dienstleistungsgesellsch.
für Kom
munikationsanlagen
des Stadt- und Regional-
verkehrs mbH
Schilling Omnibusverkehr
GmbH
K-B-S Busreisen GmbH
HTAG Häfen und Transport AG
Duisb
urg
Oudrek B.V., Rotterdam
Modernes Köln Gesellschaft für
Stadte
ntwicklung mbH
Butzweilerhof Verwaltung GmbH
Radio Köln GmbH & Co KG
K.R.B.-Busreisen GmbH
RheinCargo Verwaltungs-GmbH
Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf GmbH
NESKA Schifffahrts- und
Spedit
ionskontor GmbH
KCG Knapsack Cargo GmbH
10 %
Voll konsolidierte Tochterunternehmen
assozii
erte Unternehmen (Einbezug „at equity“)
Anlage 1b
Seite 44
Nachrichtlich: Struktur der Beteiligungen der RheinEnergie AG
als Teilkonzern der Stadtwerke Köln GmbH
Bergische Licht-, Kraft- und
Wasse
rwerke (BELKAW) GmbH
AggerEnergie GmbH
GVG Gasversorgungsgesellschaft
mbH R
hein-Erft
Rheinische NETZGesellschaft
mbH
RheinEnergie Trading GmbH
EVL Energieversorgung
Leverk
usen GmbH & Co. KG
evd Energieversorgung
Dormag
en GmbH
Stadtwerke Leichlingen GmbH
Stadtwerke Troisdorf GmbH
rhenag Rheinische Energie AG
ENERGOTEC
Energie
technik GmbH
GT-HKW Niehl GmbH
RheinEnergie HKW Rostock
GmbH
RheinEnergie Biokraft GmbH
RheinEnergie Express GmbH
Stadtwerke Lohmar
GmbH
& Co. KG
BFSZ Köln Boden-Forschungs-
und Sa
nierungs-Zentrum GmbH
8 KU GmbH
RheinEnergie HKW Niehl 3
GmbH
EVL Verwaltungs- u. Beteiligungs-
gesel
lschaft mbH Leverkusen
AS 3 Beteiligungs GmbH
CCNE Colonia Cluj-Napoca
Energie
S.R.L., Rumänien
RheinWerke GmbH
MVV Energie AG
EnW Energie und Wasserver-
sorgun
g Bonn/Rhein-Sieg GmbH
50,1 %
65,6
%
57,3 %
100 %
40 %
100 %
100 %
100 %
100 %
50 %
49 %
33,3 %
50 %
16,3 %
49 %
49 %
50 % 13,7 %
87,8 %33,3 %
100 %
100 %
100 %
49 %
12,5 %
100 %
Konzern
RheinEnergie AG
ENTALO GmbH & Co. KG
RheinEnergie Grünstromdirekt
GmbH
RheinEnergie Solar GmbH
RheinEnergie Windkraft GmbH
100 %
100 %
100 %
Stadtwerke Lohmar
Verwalt
ungs-GmbH
49 %
ASEW Energie und Umwelt
Service
GmbH & Co. KG
7,1 %
Stromnetz Bornheim G
mbH &
Co. KG
49 %
Tradesoft RM GmbH
50 %
An
lage 1c
Seite 45
Struktur der Beteiligungen der GAG Immobilien AG
als Teil
konzern der Stadt Köln
Konzern
GAG Immobilien
AG
Grundkapital: 16,73 Mio. €
(Beteiligungsquote Stadt Köln: 88,21 %)
62 % 100 %
25 %
GBA Projektentwicklung
GmbH
Köln-Merheim
Stammkapital: 100.000,- €
Vollkonsolidiertes
verbundenes
Unternehmen
GAG Servicegesellschaft
mbH
Sta
mmkapital 25.000,- €
Vollkonsolidiertes
verbundenes
Unternehmen
Grund und Boden GmbH
Stammk
apital: 92 Mio. €
Vollkonsolidiertes
verbundenes
Unternehmen
(Beteiligungsquote
Stadt Köln: 38 %)
Mietmanagementgesell-
schaf
t der GAG GmbH
Stammkapital : 25.000,- €
Vollkonsolidiertes
verbundenes
Unternehmen
modernes köln
Gesel
lschaft
für Stadtentwicklung mbH
Stammkapital: 2,1 Mio. €
Equity-Einbezug über
Teilkonzern
Die Stadtwerke Köln GmbH sowie die moderne stadt Gesellschaft
zur F
örderung des Städtebaus und der Gemeindeentwicklung mbH
(voll konsolidiertes Tochterunternehmen der Stadtwerke Köln
GmbH) halten ebenfalls jeweils 25 % an modernes köln GmbH,
daher wird die modernes köln GmbH im Gesamtabschluss zu einem
verbundenen Unternehmen, das jedoch aufgrund seiner
untergeordneten Bedeutung nicht voll konsolidiert wird.
90 %
10 %
100 %
Anl
age 1d
Seite 46
Nachrichtlich: Struktur der Beteiligungen der
eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Veranstaltungszentrum Köln
eigenbetriebsähnliche
E
inrichtung
Veranstaltungszentrum Köln
Koelnmesse Ausstellungen
G
mbH
Organizacao de Feiras Ltda.
Co. Ltd., Tokio, Japan
Koelnmesse Inc., Chicago, USA
Koelnmesse GmbH
Stammkapital:
51,2 Mio. €
Koelnmesse S.r.l., Mailand,
I
talien
Koelnmesse Pte. Ltd., Singapur
Koelnmesse Ltd., Hongkong
Koelnmesse Co. Ltd., Bangkok
7
9,08 %
Koelnmesse YA Tradefair
Pv
t. Ltd., IndienKoelnmesse Co. Ltd., China
100 %
1
00 %
100 %
100 %
100 %
49 %
50 %
100 %
100 %
100 %
75 %
A
nlage 1e
KölnKongress GmbH
51 %
KölnMusik Betriebs-
u
nd Service-
gesellschaft mbH
89,93 %
Seite 47
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2595/2017
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 01.09.2017
- Erstellt
- 21.08.2017 13:26