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2010/0193

Neuordnung des Darmstädter Kreuzes Machbarkeitsstudie des ASV Darmstadt

Magistratsvorlage 21.04.2010

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2010/0193

6134 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
30.04.2010 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat VI  an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt: Straßenverkehrs- und 
Tiefbauamt 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2010/0193 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
 
Betreff: Neuordnung des Darmstädter Kreuzes 
Machbarkeitsstudie des ASV Darmstadt 
 
Vorlage vom: 21.04.2010 
 
Beschlussvorschlag: 
 
1. Der Bericht des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen Darmstadt (ASV) des La ndes Hessen wird 
zur Kenntnis genommen. 
 
 
Anlagen:  CD 
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
... 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 21. April 2010  
 
Hiermit wird Ihnen der Bericht des ASV Darmstadt zur Neuordnung des Darmstädter Kreuzes, 
Machbarkeitsstudie, zur Kenntnis gegeben. Pläne sind auf der beigefügten CD. 
 
Bericht des ASV:
 
 
„Die Brücken im Zuge der A 672 und der B 26 über die A 5 sollen in absehbarer Zeit erneuert 
werden. Für Bauwerke wird eine Standzeit von ca. 70 Jahren angesetzt. Für das ASV stellte sich 
bei der Bauwerksplanung die Frage, von welchem Querschnitt der A 5 unter den Brücken zukünftig 
auszugehen ist. Dies war der Auslöser zur Erstellung der vorgestellten Machbarkeitsstudie; sie soll 
eine Perspektive für die zukünftige Entwicklung im Bereich des Darmstädter Kreuzes aufzeigen. 
 
Mit dem Ziel, die Leistungsfähigkeit und die Verkehrssicherheit zu erhöhen, soll das Dreieck, das 
durch die AS Darmstadt/Griesheim, AS Darmstadt und das AK Darmstadt gebildet werden, durch 
eine Neuordnung der Verkehrsströme verbessert werden 
 
Eine Besonderheit im Autobahnnetz ist hier jeweils die Übereckbeziehung der A 5 und A 67. Im 
Bereich des Kreuzes gehen jeweils die Hauptfahrbahnen der beiden Autobahnen ineinander über. 
Insgesamt kreuzen sich hier die A 5, die A 67 sowie der nach Darmstadt und Griesheim führende 
Zubringer A 672. 
 
Die Überlagerung dieser verschiedenen Fahrbeziehungen in Verbindung mit dem sehr hohen 
Verkehrsaufkommen im Bereich des Kreuzes (225.000 Kfz/24 h) erfordert in Zukunft leistungsfähige 
und sichere Verkehrsanlagen. Bereits heute ist das Kreuz durch die möglichen Fahrbeziehungen 
von Spurwechselvorgängen geprägt, die die Leistungsfähigkeit einschränken und das Unfallrisiko 
erhöhen. 
 
Insgesamt existieren im Untersuchungsbereich sieben Verflechtungsbereiche. Diese werden zum 
Teil von den Verkehrsteilnehmern genutzt, ihre Fahrtroute auch entgegen der Beschilderung zu 
wählen, z. B. um Umwege zu vermeiden. Ein Beispiel hierfür ist die Ausfahrt aus Richtung 
Mannheim kommend nach Darmstadt über die AS Darmstadt anstatt über die AS Griesheim. Dieser 
Verkehrsstrom muss sich auf einem sehr kurzen Abschnitt mit dem Verkehrsstrom von der A 5 aus 
Richtung Eberstadt kommend in Richtung Frankfurt fahrend verflechten. 
 
Staus entstehen am häufigsten auf der A 5 in Fahrtrichtung Süden. Diese werden in der Regel 
ausgelöst durch die Einfädelung des (stärkeren) Stroms aus Frankfurt kommend in dem 
(schwächeren) Strom aus Richtung Rüsselsheim kommend. Die Leistungsfähigkeit nach HBS ist 
hier und in weiteren Verflechtungsbereichen am Darmstädter Kreuz und an der AS Darmstadt nicht 
mehr gegeben. 
 
Eine weitere sehr kritische Verflechtungsbeziehung betrifft den Lkw-Verkehr auf der A 5 aus 
Richtung Frankfurt kommend. Für die Fahrt in Richtung Süden auf der A 67 muss dieser von der 
rechten Spur aus zwei Spuren queren. Dies beeinträchtigt nach Aussagen der Autobahnpolizei die 
Verkehrssicherheit erheblich. 
 
Zur Ermittlung der Defizite in Bezug auf die Verkehrssicherheit wurde eine Unfallauswertung für die 
Jahre 2006 bis 2008 gemacht. Insgesamt ereigneten sich im Untersuchungsraum 776 Unfälle.

3 
... 
Vor dem Hintergrund der alleine durch den Güterverkehr zu erwartenden Verkehrssteigerungen - 
der BMVBS prognostiziert eine Steigerung im Güterverkehr um 84 % - sollte eine zukunftsfähige 
Lösung gefunden werden. 
Dazu wurden insgesamt acht Varianten zur Neuordnung der Verkehrsströme untersucht. Die 
Vorzugsvariante (auf CD beigefügt) weist im Wesentlichen folgende Merkmale auf: 
 
• Verbindung von/zur A 5 nur über AS Darmstadt; 
• Verbindung von/zur A 5 nur über AS Griesheim; 
• Bauliche Trennung der Verkehrsströme, dadurch keine Verflechtungsvorgänge mehr möglich; 
• Separate Lkw-Spur in Fahrtrichtung Süden; 
• Drehen der Einfädelbeziehung A 5 (aus Richtung Frankfurt) / A 67 (aus Richtung Groß-Gerau) 
in Fahrtrichtung Eberstadt. 
 
Die Machbarkeitsstudie wurde dem BMVBS vorgelegt und durch diesen freigegeben. Die 
Ergebnisse werden in die Planungen der oben genannten Bauwerke im Zuge der A 672 und der B 
26 einfließen. Sie werden zudem bei der aktuellen Trassenplanung der ICE-Neubaustrecke 
Rhein/Main – Rhein/Neckar Berücksichtigung finden.  
Die Planung muss hierzu im Detail weiter ausgearbeitet werden. 
 
Eine Umsetzung des mit ca. 100 Millionen Euro veranschlagten Gesamtprojekts ist aus derzeitiger 
Sicht nur in Abschnitten realistisch. Wie oben geschildert, steht zunächst die Erneuerung der 
Brücken im Zuge der A 672 und der B 26 über die A 5 an. Kurz- bis mittelfristig wird darüber hinaus 
die Brücke der A 672 über die A 67 im Bereich der AS Griesheim zu erneuern sein (sogenannte 
Hähnchenkurve). 
 
Wir werden Sie über die weiteren Schritte zu gegebener Zeit informieren.“ 
 
Die in der Machbarkeitsstudie gemachten Planungsvorschläge des ASV betreffen auf jeden Fall 
Grundstücke des Tierschutzvereins und des Hundesportvereins. Eine fachlich detaillierte 
Beurteilung kann aber erst erfolgen, wenn vom Land Detailpläne vorgelegt werden. 
 
Die Originalpläne sind in der Magistratsgeschäftsstelle einzusehen. 
 
 
Darmstadt, 21. April 2010 
VI-66/4 st-br 
Nst. 2833 
 
Anlage 
CD 
 
 
Der Dezernent VI: 
 
 
 
 
Dipl.-Ing. Dieter Wenzel  
Stadtrat

anlage 1

984 Zeichen

Anlage□3
Übersicht□der□Verflechtungsbereiche
67
0m
140mca.□140m
200m
150m
280m
600m
950m
450m
240m 300m
200m
200m
1.000m
200m
530m
12
0m
200m
4 3
2
1
6
5
BAB A 67□Süd BAB A 5□Süd
B26□Darmstadt
BAB A 5□Nord
BAB A 67□Nord
B26□Griesheim
ohne□Maßstab
Durth□Roos
Consulting□GmbH
Neuordnung□der□Verkehrsströme
im□Bereich□BAB A 5□/ A 67
zwischen AS□Darmstadt□/
AS□Griesheim□/ AK□Darmstadt
-□Machbarkeitsstudie□-
12
3
5
I
6
7
4
AS□Darmstadt
A6
72
A67
A5
A67
A5
AS□Griesheim
AK□Darmstadt
Darmstadt, April 2009

Anlage□4
Übersicht□der□Fahrbeziehungen□mit
doppelter Anbindung
A
B
Route□1.□Priorität□(Beschilderung□folgend)
Route□2.□Priorität
4 3
2
1
6
5
BAB A 67□Süd BAB A 5□Süd
B26□Darmstadt
BAB A 5□Nord
BAB A 67□Nord
B26□Griesheim
ohne□Maßstab
Durth□Roos
Consulting□GmbH
Neuordnung□der□Verkehrsströme
im□Bereich□BAB A 5□/ A 67
zwischen AS□Darmstadt□/
AS□Griesheim□/ AK□Darmstadt
-□Machbarkeitsstudie□-
A
A
A
A
B
B
B
B
12
3
5
I
6
7
4
AS□DarmstadtAS□Griesheim
AK□Darmstadt
Darmstadt, April 2009

anlage 3

600 Zeichen

Nordring
Bebauung
Griesheim Bebauung an der
Wilhelm-Leuschner-Straße
AM Darmstadt
AK Darmstadt
AS Darmstadt
AS Darmstadt/Griesheim
B A BA5
BAB A 5
BAB A 67
BAB A
5
BAB A 67
Rh
einstraß
e
B2 6
BAB A 672
Straßenbahn
Darmstadt - Griesheim
Siedlung Tann
NBS Rhein-Main -
Rhein-Neckar
(Mülldeponie)
Anlage 1
Übersichtsplan
Maßstab 1:5.000
Durth Roos
Consulting GmbH
Darmstadt, April 2009
Grundlage:
Orthophotokarte 1:1.000
übergeben vom ASV-Darmstadt, 01.09.2008
Neuordnung der Verkehrsströme
im Bereich BAB A 5 / A 67
zwischen AS Darmstadt /
AS Griesheim / AK Darmstadt
- Machbarkeitsstudie -
4 3
2
1
6
5

Beratungsverlauf (4)

TOP 27
TOP 7
TOP 248
TOP 11

Orte (1)

  • Wilhelm-Leuschner-Straße

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Details

Vorlagen-Nr.
2010/0193
Typ
Magistratsvorlage
Datum
21.04.2010
Erstellt
29.09.2026 00:00