V/0990/2005
Straßenbenennung nach Rosa Posekardt
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Beschlussvorlage
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V/0990/2005 DER OBERBÜRGERMEISTER Vermessungs- und Katasteramt Betrifft Straßenbenennung nach Rosa Posekardt Beratungsfolge 17.01.2006 Bezirksvertretung Münster-Nord Entscheidung Beschlussvorschlag: Sachentscheidung: 1. Der Verbindungsweg zwischen der Kristiansandstraße und der Straße Große Wiese erhält nicht den Straßennamen Rosa-Posekardt-Weg. 2. Die Anregung nach § 24 GO Nr. 52/2005 vom 06.09.2005 ist damit erledigt. Kosten/Folgekosten Es entstehen keine Kosten und keine Folgekosten. Begründung: Mit dem Schreiben vom 06.09.2005 (Anlage 1) schlägt Polizeihauptkommissar D. Michalowitz vor, den Verbindungsweg von der Kristiansandstraße zur Straße Große Wiese nach Rosa Posekardt zu benennen. In der Tageszeitung erschien am 13. Mai 2005 ein Nachruf auf Rosa Posekardt (Anlage 2). Dar- über hinaus liegen der Verwaltung (hier: Stadtarchiv) keine Informationen über Rosa Posekardt vor. Ihre literarischen Werke sind den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beim Stadtarchiv nicht bekannt. Bei diesem Vorschlag zur Straßenbenennung hat die Verwaltung außerdem formale Bedenken. Straßennamen dienen der Orientierung und Übersicht im Stadtgebiet. Deshalb sollen Wege, de- nen keine Hausnummern zugeordnet sind und zukünftig auch nicht zugeordnet werden, in der Re- gel nicht mit einem Straßennamen benannt werden. Das trifft bei diesem Verbindungsweg zu. Bei der Benennung von Straßen nach Personen ist grundsätzlich zu bedenken: Vorlagen-Nr.: V/0990/2005 Auskunft erteilt: Herr Zimmermann Ruf: 492 62 42 E-Mail: Zimmerma@stadt-muenster.de Datum: 18.11.2005 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0990/2005 1. Es gibt bei weitem nicht genug Straßen, Wege und Plätze, um alle Mitbürgerinnen und Mitbür- ger, die sich verdient gemacht haben, mit einem Straßennamen zu ehren. Es gibt schon meh- rere Hundert Straßennamen in Münster, die an Personen erinnern. Auch um den Wert dieser Ehrungen zu erhalten, sollte die Zahl der Straßen, die nach Personen benannt wurden, nicht wesentlich steigen und untereinander abgewogen sein. Straßenbenennungen sind Festlegun- gen für einen langen Zeitraum. Bei der Benennung einer Straße nach einer Person sollte be- dacht sein, dass Bedeutung und Erinnerung an die Person über Generationen hinaus wirkt und wirken soll. 2. Die Benennung von Straßen ist nur eine Form der Ehrung. Es gibt außer der Straßenbenen- nung noch andere Formen des Erinnerns und Gedenkens zum Beispiel durch das Anbringen einer Gedenktafel, das Aufstellen einer Skulptur, das Stiften eines Preises, die Benennung ei- nes Vereins nach der zu ehrenden Person, die Benennung eines Gebäudes, das Veröffentli- chen der Biographie oder die Pflege des Nachlasses der Person. I.V. Joksch Stadtbaurat Anlagen: Anregung Nr. 52/2005
Presse-WN-Nachruf-Rosa-Posekardt
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Anregung Nr. 52/2005 Pressespiegel nm. 13.5£° bürger haus IX] Westtätische Nachrichten Ül]Münstersche zeitung [|] Ihre Geschichten erreichten viele Herzen | \ Rosa Posekardt starb im Alter von 79 Jahren 5 ! 3 ? -kaj- Münster-Kin- derbaus. Ihre Herz- lichkeit wird fehlen. Unerwartet starb Rosa Posekardt im Alter von 79 Jahren. Mit ihren Geschichten und Ge- dichten hat sie die Her- zen und Köpfe vieler Menschen erreicht. "Dabei hat sie aus ihrer „Dichteritis‘, wie es ihrer bescheidenen Art antsprach, nie Aufhe- bens gemacht. Sie hat einfach, wann immer sie etwas bewegte-oder beschäftigte, geschrie- ben — von Jugend an. Die gebürtige Handor- ferin kam in den 50er Jahren nach Kinder- haus, heiratete ihren Mann Harry Posekardt und gründet am Ko- nermännweg eine gro- ße Familie. Rzsa Fusekardt war : Kinderhaus sehr ver. bunden. Das zeigte sich auch an den Fi- guren, die sie schuf. Dazu zählt beispiels- weise der Morio, jener füchte Geist, der im Kinderbachtal lebt. Ei- ne andere Figur, die viele mögen, ist James. James entstand bei den Familienfreizeiten des Bürgerhauses. „Wir hatten ‚oft ein Gedeck zuviel am Tisch. Das war dann für James”, erinnert sich Ulla Fie- del. James war „unser durchsichtiger Freund, der gute Geist des Bürgerhauses. Wenn immer etwas Unerklärliches pas- sierte, dann war es James.“ Auch das Literatur- cafe wäre ohne Rosa Posekardt nicht ent- standen. Sie hatte vor drei Jahren beim Wett- bewerb „Dichter des Jahres“, ausgelobt vom Internet-Forum „ab.ın- !auer-literatur", einen Preis @awonnen, von dem sie er»\ su Nach- frage berichtete. Anne Hakenes erfuhr es en assant, erzählte es im ffeewreff des Bürger- hauses. Es gab eine kleine spontane Le- sung mit Rosa Pose- kardt, viel Beifall, die Atmosphäre stimmte - alles passte wunder- bar. So entstand das Literaturcafe. Eigentlich wollte Rosa Posekardı dort gestern ihre Geschich- te „Es wareinmal“ vor- tragen, die sie eigens zum Jubiläum von Wo- chenmarkt und Kaffee- treff geschrieben hatte. Anna Hakenes tat es für sie. In „Es war ein- mal" zeichnet Rosa Po- sekardt die Historie nach und beschreibt auch eine liebgewon- nene Gewohnheit: „Ja am Markttag kaflen ‚hr 50 in aller Ruh, das macht Spaß ent- spannt auch schön und, gehört dazu.“ Ohne Rosa Posekardt gäbe es das Literatur- cafe Im Bürgerhaus nicht. I2ve
Anregung-Nr-52-05
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Anregung Nr. 52/2005 Anregung Nr. 52/2005 Anregung Nr. 52/2005
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (4)
- Kristiansandstraße
- Rosa-Posekardt-Weg
- Große Wiese
- Kinderhaus
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0990/2005
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 23.11.2005
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37