Mandari Insight

V/0225/2014

Planungsprozess "Stadtraum Windthorststraße"

Vorlagen 28.02.2014

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft, Sitzung am 27.03.2014, TOP 8.2

Berichtsvorlage

· application/pdf

Ansehen

Berichtsvorlage

12621 Zeichen

V/0225/2014 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
Münster Marketing 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Planungsprozess "Stadtraum Windthorststraße" 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
12.03.2014 Werksausschuss Münster Marketing (als Tischvorlage) Bericht 
25.03.2014 Bezirksvertretung Münster-Mitte Bericht 
27.03.2014 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Aufgabenstellung: 
Die Verbindung vom Hauptbahnhof Münster in die Altstadt über die Windthorststraße soll von der 
Bahnhofstraße bis zum Harsewinkelplatz baulich -gestalterisch und funktional -verkehrlich opt i-
miert werden. Dabei hat dieser Straßenzug grundsät zlich zwei unterschiedliche Funktionsräume, 
die jede für sich, aber auch im Zusammenhang als Verbindungsachse entsprechend betrachtet 
werden sollen.  
 
Die Verwaltung beabsichtigt, in Kooperation mit der Immobilien - und Standortgemeinschaft 
Bahnhofsviertel Münster (ISG) und der Initiative St arke Innenstadt Münster (ISI) einen extern 
moderierten Planungsprozess anzustoßen, um Chancen und Potentiale der Windthorststraße 
gemeinsam mit den Anliegern und Nutzern zu erarbeiten und in einem zweiten Teil des Pl a-
nungsprozesses gemeinsam und mit extern er Hilfe Veränderungsoptionen und En twürfe zu ent-
wickeln.  
 
Die Stadt Münster arbeitet schon seit vielen Jahren mit privaten Akteuren an der We iterent-
wicklung, Aufwertung und Positionierung der unverwechselbaren, historisch geprägten Münst er-
aner Innenstad t (Altstadt und Bahnhofsviertel) . Einige Projekte konnten in dieser kooperativen 
Partnerschaft bisher umgesetzt werden. Für den m oderierten Planungsprozess zur Windthors t-
straße hat die Stadt Münster auf Initiative der ISG Bahnhofsviertel Münster einen A ntrag auf 
Städtebauförderung (60%) gestellt, der vom Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadten twicklung 
und Verkehr des Landes NRW positiv beschieden wurde. Darüber hinaus hat die ISG Bahnhof s-
viertel bei Antragstellung zugesagt 30% der Kosten zu übernehmen. Durc h die Koop eration mit 
der Initiative Starke Innenstadt, die innerhalb des Promenadenrings die Belange von Händlern, 
Gastronomen und Eigentümern vertritt, zeichnen jetzt beide Vereine, ISG und ISI, für diesen pr i-
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0225/2014 
Auskunft erteilt: 
Herr Thiel 
Frau Hitzler-Spital 
Ruf: 
492 61 80 
492 27 56 
E-Mail: 
Thiel@stadt-muenster.de 
Hitzler-Spital@stadt-muenster.de  
Datum: 
11.03.2014 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
V/0225/2014 
 
vaten Anteil verantwortlich. 10% der Kosten trägt die Stadt, die im Haushalt bereits entsprechend 
veranschlagt worden sind.  
 
Ausgangslage: 
Die Achse Windthorststraße bildet, neben der Achse Bah nhofstraße-Servatiiplatz-Salzstraße, 
den Hauptzugang zur Innenstadt bzw. zur Altstadt. Im Bereich zwischen der Bahnhofstraße und 
der Von-Vincke-Straße hat die Windthorststraße den Charakter einer Fußgängerzone, da zah l-
reiche Geschäfte und Dienstleister (überwiegend im Gesundheitssektor) hier für ihre Kunden 
erreichbar sind.  
Gleichzeitig fungiert die Windthorst straße am Einmündungsbereich zur Bahnhofstr aße auch als 
Abstellfläche für Fahrräder, was in dieser Funktion zu unterschiedlichen Konfliktsituati onen führt. 
Die Windthorststraße von der Von-Vincke-Straße bis zum Harsewinkelplatz übernimmt zusätzlich 
noch die Funktion der Hauptzufahrt zum Bereich Stubengasse und zur Altstadt, so dass diese 
Funktion den Fahrrad- und Fußgängerverkehr noch überlagert.  
 
Daraus ergeben sich für die Bereiche der Windthorststraße unte rschiedliche Anforderungen, die 
alle in einem gemeinsamen, fachlich moderierten Planungsprozess aufgearbeitet werden sollen.  
 
Planungsprozess Stadtraum Windthorststraße: 
Die Erarbeitung und Umsetzung des Konzeptes „Zukunft Stadtraum Windthorststraße“ basiert auf 
zwei Prozessteilen, die eng miteinander verzahnt werden sollen. Auf der e inen Seite geht es um 
die fachliche Entwicklung eines Zielkonzeptes mit Blick auf die zukünftige baulich -gestalterische 
Entwicklung der Straße sowie ihrer Nutzungsoptionen, auf der anderen Seite ist ein Beteiligungs-
prozess der unterschiedlichen Anspruchs- und Nutzergruppen notwendig. Im Ergebnis soll für die 
Windthorststraße ein Zukunftsplan entstehen, der als verbindliche Orientierung für die perspekt i-
vische Gestaltung und Nutzung dieses Stadtraums fungieren kann. 
Die Erarb eitung des K onzeptes „Zukunft Stadtraum Windthorststraße“ soll folgende  Schwer-
punktthemen umfassen: 
 
 Stadtstrukturelle Funktion 
 Die Windthorststraße ist eine der Haupteinfallstraßen Münsters und damit sozus agen ein Tor 
zur Innenstadt. Aufgrund dieser Wer tigkeit ist es wichtig, für das Ziel konzept „ Stadtraum 
Windthorststraße“ die stadtstrukturelle Funktion zu erarbeiten und mit allen vorhandenen 
Kenndaten analytisch aufzubereiten. Hierbei sind die starken Beeinträchtigungen des Stadtbil-
des durch die vorhandenen Fahrradmassen und die sich daraus ergebenden Probleme bei der 
Nutzung des Stadtraumes deutlich herauszuarbeiten.  
 
 Einzelhandel & Dienstleistung 
 Entlang der Achse Windthorststraße befinden sich vielfältige Einzelhandels - und Dienstleis-
tungsunternehmen. Hier ist jedoch in den letzten Jahren ein in Teilen sehr starker Qualität s-
rückgang in den Angeboten zu erkennen. Um diese Tendenz für die Zukunft wieder umkehren 
zu können, ist eine Analyse des Bestandes notwendig. Aus den Ergebnissen der Analyse sind 
die Zielvorstellungen für eine qualitätsvolle und langfristige Nutzung des Einzelhandels - und 
Dienstleistungsstandortes Windthorststraße zu erarbeiten. 
 
 Verkehrliche Situation 
Die Windthorststraße wird geprägt  von einem stark frequentierten Verkehrssystem.  Die 
Hauptnutzung erfolgt durch den ÖPNV und den Individualverkehr  (Ziel- und Anliegerverkehr). 
Die Windthorststraße selbst ist eine im Wesentlichen von Fußgängern und Fahrradfahrern g e-
nutzte Straße. Dies gilt in erster Linie für den Bereich vom Bahnhof bis zur Von-Vincke-Straße, 
weniger für den Abschnitt V on-Vincke-Straße bis Stubengasse: Hier hat sich das Straßenbild 
durch die Neubebauung der Stubengasse und das damit reduzierte Parkplatzangebot deutlich 
verändert.  
Das starke Fahrradaufkommen auf der Ver kehrsachse Windthorststraße  (zwischen Von -
Vincke-Straße und Bahnhof) führt zu Zielkonflikten, die dazu beitragen,  dass die Aufenthalts-
qualität insgesamt als sehr schlecht einzustufen ist. Somit ist die verkehrliche Situation rund

3 
V/0225/2014 
 
um die Achse Windthorststr aße durch Fachplaner zu überprüfen. Ziel muss es sein, die Au f-
enthaltsqualität und die Verweildauer für die Nutzer des Stadtraums zu erhöhen. 
 
 Gebäude / Fassaden 
Der qualitative Abfall bei einzelnen Nutzungen der gewerblichen Flächen an der Windthors t-
straße wird auch dadurch unterstützt, dass das Erscheinungsbild der Gebäude wenig zeitg e-
mäß ist und ein gewisser Sanierungsstau entstanden ist. Um diesem Trend entgegen wirken 
zu können, ist es enorm wichtig, den Eigentümern und Gewerbetreibenden einen umsetzb a-
ren, nachvollziehbaren und für alle verbindlichen Qualitätsstandard vorzugeben. Ebenfalls 
spielt die Außenwerbung in diesem Bereich eine wesentliche Rolle. Eine Neuordnung der 
Werbeflächen unter höchstem qualitativem Anspruch (wie z.B. in der Altstadt) ers cheint sinn-
voll. Durch die Vorgabe von klaren Rahmenbedingungen erfährt die gesamte Windthorststr a-
ße eine deutliche Aufwertung. Nicht zuletzt profitieren Eigentümer und Gewerbetreibende s o-
wie die Besucher der Windthorststraße gleichermaßen von einer Qualitätsverbesserung. 
 
 Städtebau / Stadtgestaltung / Öffentlicher Raum 
Die Windthorststraße wurde in den achtziger Jahren anspruchsvoll stadträumlich neu gesta l-
tet, jedoch ist die ursprüngliche Qualität durch das enorme Fahrradaufkommen nicht mehr 
vorhanden. Somit ist der öffentliche Raum weder erlebbar noch nutzbar und eine Verweilquali-
tät für Fußgänger ist auf der gesamten Windthorststraße nicht gegeben. Hier gilt es durch 
stadtgestalterische Mittel den öffentlichen Raum wieder als Erlebnis - und Verweilraum zu ge-
stalten. Dazu gehört auch die Erarbeitung eines Beleuchtungs konzeptes, verstanden als ko n-
sequente Fortsetzung des Projektes „Lichtboulevard Bahnhofstraße“ der ISG Bahnhofsviertel 
Münster e.V. 
 
Mit Blick auf die unterschiedlichen Anspruchs - und Nutzergruppen des Stadtraums Windthors t-
straße lassen sich derzeit für den Beteiligungsprozess drei grundsätzliche Zielgruppen ausm a-
chen: 
 
 unmittelbar „Betroffene“ (Anlieger) 
Immobilieneigentümer an der Windthorststraße (und anliegende Straßen) , Unternehmen an der 
Windthorststraße (und anliegende Straßen), Bewohner an der Windthorststraße (und anliegende 
Straßen) 
 
 mittelbar „Betroffene“ (Nutzer) 
Pendler durch die Windthorststraße, Münsteraner Bürgerschaft 
 
 Entscheidungsträger 
Politik der Stadt Münst er, Mitglieder der  Immobilien- und Standortgemeinschaft Bahnhofsviertel 
Münster und der Initiative Starke Innenstadt Münster 
 
Ziel der Beteiligung ist ein gemeinsam getragenes Ergebnis zur Zukunft des Stadtraumes 
Windthorststraße, das durch einen integrativen, partizipative n und nachhaltigen Dialog aller B e-
teiligten gewährleistet w erden soll. Es geht um die systematische Auseinandersetzung mit der 
Gestalt, der Nutzung und den Gebrauch des Raumes Windthorststraße und die Abwägung der 
Effekte für die Anlieger und die Innenstadt von Münster als Ganzes. 
 
Darüber hinaus ist es notwendig, alle Beteiligten, insbesondere die unmittelbar „Betroffenen“ (An-
lieger) zu einem eigenverantwortlichen und koordinierten Handeln zu bewegen, insbesondere 
wenn es um die anstehenden und notwendigen  „privaten Investitionen“ zur Zukunftssicherung 
des Stadtraums geht (z.B. der Sanierungsstau an Gebäuden und Fassaden). 
 
Durchführung: 
Der Ablauf des Planungsprozesses soll die nachfolgend aufgelisteten Schritte beinhalten. D abei 
soll das Verfahren in einem fachlich extern moderierten Prozess, wie oben beschrieben, ablaufen 
und von einem Koordinierungskreis, gebildet aus Vertretern der beiden Vereine ISG und ISI s o-

4 
V/0225/2014 
 
wie der Stadt gesteuert werden. Das Verfahren selbst soll offen gestaltet sein, damit Anregu n-
gen, Hinweise und Ergänzungen auch während der Durchführung einzelner Bausteine noch ei n-
gebunden werden können. Die möglichen Schritte: 
 
- Auftaktveranstaltung zum Planungsprozess: Ermittlung von Chancen und Zielen, Ideen 
und einem Leitbild des Planungsprozesses. 
- Informations- und Beteiligungsforum im Internet (über die Webseite der ISG Bahnhof s-
viertel): während des gesamten Zeitraumes, z.B. über themenbezogene Fragen im 14 -
tägigen Wechsel oder über die Kommentierung der in den einzelnen Veranstaltungen e r-
zielten Ergebnisse. 
- Durchführung eines Planungsworkshops mit Arbeitsstationen zu den Themen: Stadtstruk-
turelle Funktion; Einzelhandel und Dienstleistung; Verkehrliche Situation; Gebäude und 
Fassaden; Städtebau und Stadtgestaltung. 
- Entwurfsphase mit drei extern en Planungsbüros: Entwickeln von Lösungsmöglichkeiten 
und Konzepten in Kenntnis des bereits gemeinsam erarbeiteten Leitbildes sowie der Zi e-
le, Ideen, Vorschläge, Chancen und Möglichkeiten des Planungsworkshops; Abschluss 
bildet ein gemeinsames Fachgremium, welches eine Empfehlung aussprechen soll. 
- Durchführung einer „Testphase“ in der Windthorststraße: Im Zuge einer „Reinigungsph a-
se“ werden die abgestellten Fahrräder abgeräumt und die vorhandenen Fahrradständer 
abgebaut. Für ca. 8 Wochen soll dieser Bereich „inszeniert“ werden, indem mögliche Vor-
schläge und Lösungsmöglichkeiten aus der Entwurfsphase gemeinsam mit den Anliegern 
und Nutzern ausprobiert werden sollen. 
- Fazit und Schlussveranstaltung: Reflexion des gesamten Planungsprozesses und Ers t-
einschätzung der testweise ausprobierten Lösungsmöglichkeiten und Ideen; Empfehlu n-
gen für die weitere Umsetzung. 
 
Die o.a. Testphase wird evaluiert und von der Universität Münster, Fachbereich Geographie, wis-
senschaftlich begleitet. Die insgesamt erzielten und in Teile n ausprobierten Ergebnisse sollen 
dann abschließend öffentlich vorgestellt werden. Bei posit ivem Ergebnis soll anschließend eine 
mögliche Umsetzung gemeinschaftlich vorbereitet werden. Dabei ist grundsätzlich vorgesehen, 
dass sich ISG und ISI finanziell an  der Umsetzung konkreter Maßnahmen beteiligen, wenn ko n-
krete Maßnahmen im öffentlichen Raum z.B. über eine mögliche Städtebauförderung abgesichert 
werden. Dazu wären dann zu gegebener Zeit weitere Schritte einzuleiten. 
 
 
 
 
I.V. 
 
 
gez.  
 
Schultheiß 
Stadtdirektor

Beratungsverlauf (3)

12.03.2014 Werksausschuss Münster Marketing
TOP 5 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
25.03.2014 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 6.4 Bericht Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich geändert beschlossen

Zur Sitzung
27.03.2014 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
TOP 8.2 Bericht Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (7)

  • Windthorststraße
  • Bahnhofstraße
  • Von-Vincke-Straße
  • Stubengasse
  • Harsewinkelplatz
  • Servatiiplatz
  • Salzstraße

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0225/2014
Typ
Vorlagen
Datum
28.02.2014
Erstellt
06.10.2020 14:37