0768/2026
Kliniken der Stadt Köln gGmbH - Information zum Gesundheitscampus Merheim
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle II/II/2 Vorlagen-Nummer 16.03.2026 0768/2026 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Finanzausschuss 16.03.2026 Kliniken der Stadt Köln gGmbH - Information zum Gesundheitscampus Merheim Mit seinem Grundsatzbeschluss v. 15.06.2023 hat der Rat der Stadt Köln die Kliniken der Stadt Köln mit der Umsetzung des sog. Zukunftsmodells beauftragt (Vorlage-Nr. 0551/2023). Das Zukunftsmodell sieht die Zusammenführung aller medizinischen Leistungen der Kliniken Köln auf einem erweiterten und modernisierten Gesund- heitscampus Merheim vor. Die Geschäftsführung der Kliniken Köln hat den Finanz- ausschuss des Rates der Stadt Köln zuletzt am 30.06.2025 über den Planungs- und Baufortschritt des Gesundheitscampus Merheim im Rahmen eines regelmäßigen Sa- nierungsberichts unterrichtet (Vorlage-Nr. 1667/2025). Am 13.03.2026 haben die Kliniken Köln die Öffentlichkeit erstmals über das Projekt Gesundheitscampus Merheim ausführlich informiert (Anlage). Wesentliche Meilen- steine für die Jahre 2026 und 2027 stellen die Fertigstellung der Sanierung des sog. A-Strangs des Bettenhauses in Merheim dar (Bestandssanierung) sowie die Baufeld- freimachung für die Neubauten für das Kinderkrankenhaus und einen Erweiterungs- bau. Der Baubeginn soll 2028 erfolgen. Der Finanzausschuss wird in einer seinen nächsten Sitzungen entsprechend des Auf- trags des Rates der Stadt Köln im Wege eines Sanierungsberichts der Geschäftsfüh- rung der Kliniken Köln über den aktuellen Planungs- und Baufortschritt im Detail unter- richtet. gez. Prof. Dr. Diemert
Anlage 1_KdSK_PM_2026-03-13_Gesundheitcampus-Merheim
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Kliniken der Stadt Köln gGmbH Geschäftsführung: Amsterdamer Straße
Amtsgericht Köln HRB: 53323 Daniel Dellmann Holweide
St.-Nr. 218/5722/1536 Prof. Dr. med. Axel Goßmann Merheim
Aufsichtsratsvorsitzender:
Dr. med. vet. Ralf Unna
13. März 2026
Aus Vision wird Realität: Gesundheitscampus Merheim der Kliniken Köln nimmt Form an
Das deutsche Gesundheitswesen steht vor tiefgreifenden strukturellen Veränderungen . Viele
Krankenhäuser arbeiten in Gebäuden, die aus einer völlig anderen Zeit stammen und deren
räumliche Strukturen nicht mehr zu den Anforderungen moderner Medizin passen. Die tech-
nischen Anlagen sind häufig veraltet, die Wege innerhalb der Gebäude lang und unüber-
sichtlich, und die räumliche Trennung wichtiger Funktionsbereiche erschwert effiziente Ab-
läufe. Gleichzeitig steigen die Erwartungen der Bevölkerung an Qualität, Sicherheit und
Komfort.
Der demografische Wandel stellt alle Kliniken vor zusätzliche Herausforderungen: Die Zahl
älterer Menschen nimmt stetig zu, und mit ihr die Häufigkeit chronischer und komplexer Er-
krankungen. Diese Patientengruppe benötigt oft eine eng abgestimmte , interdisziplinäre Ver-
sorgung, die in fragmentierten Strukturen nur schwer zu gewährleisten ist. Parallel dazu ver-
schärft sich der Fachkräftemangel, insbesondere in der Pflege und in spezialisierten medizi-
nischen Bereichen. Krankenhäuser müssen daher Wege finden, Personal effizienter einzu-
setzen und Arbeitsbedingungen zu verbessern.
Die Kliniken der Stadt Köln betreiben derzeit drei große Krankenhäuser in Merheim, Hol-
weide und das Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße. Diese Standorte verfügen über
zahlreiche parallele Strukturen, die hohe Kosten verursachen und die Organisation erschwe-
ren. Die räumliche Trennung führt zudem oft zu zeitkritischen Verlegungen, die die Sicher-
heit der Patient*innen beeinträchtigen können. Vor diesem Hintergrund wurde im Juni 2023
vom Rat der Stadt Köln entschieden, die medizinischen Angebote auf einem zentralen Ge-
sundheitscampus in Merheim am Standort von einem der beiden Maximalversorger in Köln
zu bündeln.
Dr. Ralf Unna, Aufsichtsratsvorsitzender der Kliniken der Sta dt Köln, betont: „Mit dem Be-
schluss zum Gesundheitscampus Merheim hat der Rat der Stadt Köln eine klare strategi-
sche Entscheidung für die Zukunft der städtischen Gesundheitsversorgung getroffen. Dass
dieses Projekt nun sichtbar voranschreitet, ist ein wich tiges Signal für die Bürgerinnen und
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Marketing, Kommunikation u. Medien
Ihre Ansprechpartner*innen:
Sigrid Krebs, René Hartmann
Kliniken der Stadt Köln gGmbH
Neufelder Str. 34
51067 Köln (Köln - Holweide)
Telefon: 02 21 / 89 07-2291 (S. Krebs)
Telefon: 02 21 / 89 07-2343 (R. Hartmann)
Zentrale: 02 21 / 89 07-0
E-Mail: KrebsSi@kliniken-koeln.de
E-Mail: HartmannRe@kliniken-koeln.de
Internet: www.kliniken-koeln.de
PRESSEMITTEILUNG
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Bürger unserer Stadt. Der neue Campus wird moderne Medizin, effiziente Strukturen und
hohe Versorgungsqualität an einem Standort bündeln und damit die Kliniken Köln für die
nächsten Jahrzehnte zukunftssicher aufstellen.“
Ziel ist es, moderne, leistungsfähige und zukunftssichere Strukturen der stationären Versor-
gung in Köln zu schaffen, die eine qualitativ hochwe rtige Versorgung ermöglichen und
gleichzeitig wirtschaftlich tragfähig sind.
Ziele der Zentralisierung und Vorteile des neuen Gesundheitscampus Merheim
Die Zentralisierung verfolgt mehrere strategische Ziele, die weit über eine reine bauliche Mo-
dernisierung hinausgehen. Ein zentrales Anliegen ist die Bündelung medizinischer Kompe-
tenzen an einem Standort. Durch die räumliche Nähe der Fachbereiche können interdiszipli-
näre Abstimmungen schneller erfolgen, was die Behandlungsqualität verbessert und die
Versorgung beschleunigt. Die Wege für Patient *innen, Personal und Material werden kürzer,
und die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen wird erleichtert.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Reduktion von Doppelstrukturen. Derzeit existieren an
den drei Standorten jeweils eigene Notaufnahmen, Radiologien, Intensivstationen und Funk-
tionsbereiche. Diese Mehrfachvorhaltungen sind kostenintensiv und erschweren die Perso-
nalplanung in Zeiten des Fachkräftemangels erheblich. Durch die Zusammenführung ent-
steht eine moderne Infrastruktur, die auf die Bedürfnisse eines großen Klinikverbunds zuge-
schnitten ist. Personal kann effizienter eingesetzt werden, und die technische Ausstattung
wird zentral gebündelt.
Die Zahl der Planbetten wird im Zuge der Neuordnung um 313 reduziert. Diese Anpassung
entspricht aktuellen Entwicklungen in der Krankenhausplanung , die stärker auf ambulante
und tagesklinische Versorgung setzen. Daniel Dellmann, Geschäftsführer der Kliniken der
Stadt Köln, erklärt anlässlich der Vorstellung der ersten Visualisierung des künftigen Ge-
sundheitscampus am 13. März 2026: „Wir schaffen mit dem Ausbau des Gesundheitscam-
pus Merheim nicht nur neue Gebäude, sondern vor allem neue Strukturen für eine moderne
Krankenhausversorgung. Durch die Zusammenführung der bisherigen Standorte können wir
medizinische Kompetenzen bündeln, Abläufe deutlich eff izienter gestalten und gleichzeitig
noch attraktivere Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden schaffen. Der Campus ist
damit ein zentraler Baustein, um die Kliniken Köln langfristig wirtschaftlich stabil und medizi-
nisch leistungsfähig aufzustellen.“
Die vom Gesetzgeber vorgegebene Krankenhausfinanzierung ändert sich in naher Zukunft
umfassend. Aufgrund des Fortschritts in der Medizin werden künftig viel mehr Behandlungen
als heute ambulant erbracht. Die Abrechnung kann zunehmend nur nach künftig gelte nden
„Hybrid-DRG“ erfolgen. Dies hat Auswirkungen auf die Raumplanung in Krankenhäusern
und wird auf dem Gesundheitscampus Merheim bei der Bauplanung von vorne herein be-
rücksichtigt. Gleichzeitig wird die stationäre Versorgung durch moderne Räume, optimier te
Abläufe und spezialisierte Einheiten qualitativ verbessert. Die Reduktion der Betten bedeutet
daher in keiner Weise eine Verschlechterung der Versorgung, sondern eine Anpassung an
moderne Versorgungsmodelle.
Der neue Gesundheitscampus soll zudem ein noch attraktiverer Arbeitsplatz für Mitarbei-
tende sein. Moderne Arbeitsumgebungen, zukunftsorientierte Medizintechnik, klare Pro-
zesse und eine bessere räumliche Organisation sollen dazu beitragen, Personal zu gewin-
nen und langfristig zu binden. Die Zentralis ierung erleichtert die Personalplanung, verbes-
sert die Ausbildungsmöglichkeiten und stärkt die Attraktivität des Standorts.
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Kliniken der Stadt Köln gGmbH Geschäftsführung: Amsterdamer Straße
Amtsgericht Köln HRB: 53323 Daniel Dellmann Holweide
St.-Nr. 218/5722/1536 Prof. Dr. med. Axel Goßmann Merheim
Aufsichtsratsvorsitzender:
Dr. med. vet. Ralf Unna
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Massive bauliche und strukturelle Defizite
Die bisherigen Standorte der Kliniken Köln weisen erhebliche strukturelle Defizite auf, die
eine Modernisierung erschweren. In Holweide sind die Gebäude stark sanierungsbedürftig,
und die räumliche Struktur entspricht nicht mehr den Anforderungen moderner Medizin. Die
Wege sind lang, die Funkti onsbereiche ungünstig verteilt und die technische Infrastruktur ist
veraltet. Eine umfassende Sanierung wäre nicht nur kostenintensiv, sondern würde den Be-
trieb über Jahre hinweg massiv beeinträchtigen.
Auch die parallelen Strukturen zwischen Merheim, Holweide und Amsterdamer Straße füh-
ren zu organisatorischen Herausforderungen. Patient*innen müssen häufig zwischen den
Standorten verlegt werden, insbesondere bei komplexen Krankheitsbildern. Diese Verleg -
ungen sind zeitaufwendig und bergen Risiken. Zudem erschweren sie die Personalplanung,
da Fachkräfte an mehreren Orten gleichzeitig vorgehalten werden müssen.
Durch den Umzug des Standorts Holweide und die Integration des Ki nderkrankenhauses in
den neuen Gesundheitscampus Merheim entsteht eine kompakte, leistungsfähige Struktur,
die eine durchgängige Versorgung ermöglicht. Die räumliche Nähe der Fachbereiche er-
leichtert die Zusammenarbeit und verbessert die Versorgungssicherheit.
Sanierung und Modernisierung der Bestandsgebäude in Merheim
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts und Bestandteil der umfassenden Förderung
durch das Land NRW ist die Modernisierung der bestehenden Gebäude auf dem Campus
Merheim. Besonders wichtig ist die Sanierung des A -Strangs im Bettenhaus. Die bisherigen
Mehrbettzimmer werden durch moderne 2 -Bett-Zimmer mit eigener Nasszelle ersetzt. Dies
verbessert nicht nur den Komfort der Patient *innen, sondern entspricht auch aktuellen hygie-
nischen Standards. Zusätzlich entstehen spezialisie rte Bereiche für geriatrische und demen-
ziell erkrankte Patient *innen, die eine bedarfsgerechte Versorgung ermöglichen.
Im Erdgeschoss des Bettenhauses werden zentrale Funktionsbereiche neu organisiert. Dazu
gehören eine gemeinsame Endoskopie, optimierte A mbulanzbereiche und ein Zentrales Pa-
tientenmanagement (ZPM). Das ZPM bündelt alle vorbereitenden Untersuchungen und Ab-
läufe vor Operationen an einem Ort. Dadurch werden Wartezeiten reduziert, und stationäre
Voraufnahmen können weitgehend entfallen. Auch da s Institut für Transfusionsmedizin mit
der Blutspende-Zentrale wird aus dem Untergeschoss die aufgehenden Geschosse verlegt,
um Wege zu verkürzen und Risiken durch Starkregen zu minimieren.
Weitere Bereiche werden ebenfalls umfassend umgebaut. Die freiwerdenden Flächen der
Endoskopie werden als Ambulanzen genutzt. Mehrere internistische Intensivstationen wer-
den zusammengeführt, um Synergien zu schaffen und die Versorgung zu verbessern. Die
neurologische Intensivstat ion zieht in modernisierte Bereiche um, während die Pflegedienst-
leitung neue Räume erhält.
Das Haus 29 wird zur zentralen onkologischen Ambulanz mit tagesklinischen Angeboten
umgebaut. Haus 32, das bereits weitgehend modernisiert ist, erhält zusätzliche F lächen für
die Onkologie.
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Neubauten: Kinderkrankenhaus und Erweiterungsbau
Der Neubaukomplex nördlich des bestehenden Klinikums bildet das Herzstück des neuen
Gesundheitscampus. Er besteht aus zwei Gebäud en: dem neuen Kinderkrankenhaus und
dem Erweiterungsbau für d ie Erwachsenenmedizin .
Im Kinderkrankenhaus werden das integrierte Kindernotfallzentrum (KINZ), Spezialambulan-
zen, Kinderradiologie und das Sozialpädagogische Zentrum untergebracht. „Wir schaffen
jetzt mit dem Gesundheitscampus Merheim zukunftsweisende Voraussetzungen für eine
moderne, vernetzte und hochprofessionelle Spezialmedizin, die ihresgleichen such t. Gerade
bei komplexen Krankheitsbildern profitieren Patientinnen und Patienten von kurzen Wegen,
enger interdisziplinärer Zusammenarbeit und einer hochmodernen Infrastruktur. Mit dem in-
tegrierten Notfallzentrum, spezialisierten Zentren und einem neuen Perinatal -Zentrum bün-
deln wir Kompetenzen und stärken die medizinische Leistungsfähigkeit unseres Maximalve r-
sorgers nachhaltig, so Geschäftsführer Prof. Dr. Axel Goßmann .“
Ein besonderer Schwerpunkt ist das neue Perinatal -Zentrum Level 1, in dem die Geburts-
hilfe, Neonatologie und Kinderintensivmedizin räumlich vereint werden. Dadurch entfallen
risikoreiche Verlegungen von Früh - und Neugeborenen zwischen verschiedenen Standorten.
Der Erweiterungsbau enthält das Integrierte Notfallzentrum (INZ), zusätzliche OP -Kapazitä-
ten, die Gynäkologie und die Geburtshilfe . Die modulare Bauweise ermöglicht flexible An-
passungen an zukünftige Entwicklungen. Großzügige Innenhöfe sorgen für Tageslicht und
Orientierung.
Das neue Integrierte Notfallzentrum (INZ)
Das INZ bildet einen zentralen Baustein des Gesundheitscampus Merheim. Es ist die An-
laufstelle für alle Notfallpatient *innen – sowohl liegend als auch gehend. Die Struktur ist in
High-Care-, Intermediate-Care- und Low-Care-Bereiche gegliedert, was eine schnelle und
zielgerichtete Versorgung ermöglicht. Die Notfallradiologie mit CT, MRT und Röntgen ist di-
rekt angebunden, so dass die bildgebende Diagnostik ohne Zeitverlust erfolgen kann.
Als besondere Schwerpunkte des Campus sind geplant:
Überregionales Trauma -Zentrum
Schwerbrandverletzten-Zentrum
Stroke-Unit
Chest Pain Unit
Neuro-Zentrum
Durch die räumliche Nähe der Fachbereiche können komplexe Notfälle interdisziplinär und
ohne Verzögerung behandelt werden.
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Kliniken der Stadt Köln gGmbH Geschäftsführung: Amsterdamer Straße
Amtsgericht Köln HRB: 53323 Daniel Dellmann Holweide
St.-Nr. 218/5722/1536 Prof. Dr. med. Axel Goßmann Merheim
Aufsichtsratsvorsitzender:
Dr. med. vet. Ralf Unna
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Krisenvorsorge und Pandemiefähigkeit
Der Gesundheitscampus Merheim ist gezielt auf zukünftige Krisen vorbereitet. Dazu gehö-
ren:
moderne Isolationsräume mit direktem Außenzugang
eine Infektionsstation mit separatem Eingang
Dekontaminationsbereiche
Räume für chemische und radiologische Sonderlagen
telemedizinische Anbindungen
Diese Strukturen ermöglichen eine sichere Versorgung auch in Pandemie- oder Katastro-
phensituationen.
Unter dem Neubau wird eine zweigeschossige Tiefgarage errichtet. Ziel ist es, diese mit medi-
zintechnischen Ausstattungen so vorzurüsten, dass diese bei einem jederzeit möglichen Mas-
senanfall von Verletzen (MANV) in ein unterirdisches Krisenzentrum zur Versorgung von Ver-
letzten kurzfristig umgerüstet werden kann. Diese Planung hat in Deutschland Pilotcharakter
und ist ein Meilenstein beim Ausbau der Resilienz der Kliniken Köln. Dieses Vorhaben stößt
auf große Zustimmung bei Entscheider*innen auf Landes- und Bundesebene, allerdings ste-
hen derzeit keine finanziellen Mittel zur vollumfänglichen Umsetzung zur Verfügung.
Klimaanpassung und Nachhaltigkeit
Die Planung berücksichtigt die zunehmende Wärmebelastung in Köln. Maßnahmen sind un-
ter anderem:
begrünte Dächer und Fassaden
optimierter sommerlicher Wärmeschutz
hochwertige Sonnenschutzsysteme
aktivierbare Speichermassen und Nachtlüftung
klimaangepasste Grünflächen
Die Abstimmung mit Stadtplanung, Bauaufsicht und Stadtentwässerungsbetrieben stellt
sicher, dass alle Maßnahmen den städtischen Standards entsprechen.
Mobilität, Logistik und Erreichbarkeit
Ein neuer Service-Hub an der südlichen Wilhelm-Griesinger-Straße nahe der benachbarten
LVR-Klinik entlastet den Gesundheitscampus vom täglichen Güterverkehr. Eine neue
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ÖPNV-Haltestelle am künftigen Haupteingang verbessert die Erreichbarkei t für Patient*innen
und Mitarbeitende. Die Wegeführung auf dem Gesundheitscampus wird barrierefrei und
übersichtlich gestaltet.
Bedeutung für Mitarbeitende und Versorgung
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die Zusammenarbeit der Mitarbeitenden. Die Kliniken Köln
setzen auf interdisziplinär arbeitende Teams, moderne Arbeitsbedingungen und eine wert-
schätzende Unternehmenskultur. Die Zentralisierung erleichtert die Personalplanung, ver-
bessert die Ausbildungsmöglichkeiten und stärkt die Attraktivität der Ausbildungs- und Ar-
beitsplätze des Standorts.
Der Gesundheitscampus Merheim wird zu einem leistungsfähigen, zukunftsorientierten Zent-
rum, das die medizinische Versorgung in Köln nachhaltig verbessert und als Modell für mo-
derne Krankenhausstrukturen dienen kann.
Zeitliche Übersicht und BGF:
Vorlaufmaßnahmen im Bestand:
- Fertigstellung 8. und 9. Obergeschoss Bettenhaus, A-Strang: Ende 2026
- Gesamtfertigstellung A-Strang: 2027
Kernprojekt Neubauten:
- Baufeldfreimachung, Abrisse Hangar, Winterhilfe: Sommer 2026
- Spatenstich, Beginn Baugrubenaushub: 2027
- Geplante Fertigstellung: 2031
Neubau Service- und Logistikzentrum (ehem. Wäscherei): 2032/2033
Bruttogeschossfläche (BGF)
- Neubau Kinderkrankenhaus u. Neubau Erweiterungsbau: rd. 95.000 m2
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0768/2026
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 16.03.2026
- Erstellt
- 13.03.2026 14:53