AN/1696/2023
Anfrage der SPD-Fraktion, betr.: Wissenschaftliche Grundlagen der Prüfung der Kölner Straßennamen auf Zusammenhänge mit Kolonialismus oder Nationalsozialismus
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Anfrage (SPD BV4)
2925 Zeichen
SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Ehrenfeld SPD-Fraktion Ehrenfeld, Bezirksrathaus Venloer Straße 419 – 421, 50825 Köln spd-bv4@stadt-koeln.de Herrn Bezirksbürgermeister Volker Spelthann Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Bezirksbürgermeister: AN/1696/2023 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 25.09.2023 Anfrage der SPD-Fraktion, betr.: Wissenschaftliche Grundlagen der Prüfung der Kölner Straßennamen auf Zusammenhänge mit Kolonialismus oder Nationalsozialismus Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, die SPD-Fraktion bittet Sie, die folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Sitzung der Bezirksvertretung Ehrenfeld am 25. September 2023 zu setzen. In der BV-Sitzung am 15.05.2023 wurde unter TOP 12.4 die Zusammensetzung des Historischen Beirates zur Gewährleistung einer wissenschaftlich fundierten und objektiven Prüfung der Kölner Straßennamen auf Zusammenhänge mit Kolonialismus oder Nationalsozialismus mitgeteilt. Eine Nachfrage, bezüglich der Nichtberücksichtigung der Lehrstuhlinhaberin für neuere Geschichte, insbesondere die Geschichte Europas und des europäischen Kolonialismus, am Historischen Institut der Universität zu Köln, wurde bisher nicht beantwortet. Vor diesem Hintergrund bittet die SPD-Fraktion um die Beantwortung folgender Fragen: 1. Weshalb ist die Inhaberin des Lehrstuhls für neuere Geschichte, insbesondere die Geschichte Europas und des europäischen Kolonialismus, am Historischen Institut der Universität zu Köln, nicht Mitglied des Historischen Beirates zur Gewährleistung einer wissenschaftlich fundierten und objektiven Prüfung der Kölner Straßennamen auf Zusammenhänge mit Kolonialismus? 2. Wie wurde bei der Beurteilung des Straßenensembles in Neuehrenfeld mit Bezug auf kriegerische Auseinandersetzungen in China sinologischer Sachverstand eingebracht? 3. Weshalb stützt sich das Gutachten „Takufeld/Takustraße/Takuplatz, Lansstraße, Iltisstraße (Anlage 4 zur Mitteilung unter TOP 6.7.1), laut den Fußnoten, wesentlich auf Publikationen aus dem Umfeld SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Ehrenfeld des Konfuzius-Instituts an der FU Berlin, welches wegen seiner finanziellen Nähe zur Kommunistischen Partei Chinas in der Kritik steht? 4. Ist der Verwaltung bekannt, dass die hier als Autorin wesentlicher Publikationen herangezogene Wissenschaftlerin Frau Prof. Leutner, aufgrund ihrer Äußerungen vor dem Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestages am 18.11.2020 zur Lage der Menschenrechte in China, wegen Verharmlosung der chinesischen Internierungslager in Xinjiang, in der Öffentlichkeit erheblich kritisiert wird? Mit freundlichen Grüßen Petra Bossinger Jürgen Brock-Mildenberger Fraktionsvorsitzende Bezirksvertreter
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1696/2023
- Typ
- Anfrage nach § 4 BV4 (SPD)
- Datum
- 20.09.2023
- Erstellt
- 20.09.2023 15:28