V/0159/2026
Produktions- und Konzeptionsförderungen für freie Theater 2026
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Beschlussvorlage
17412 Zeichen
V/0159/2026
V/0159/2026
Öffentliche Beschlussvorlage
Betrifft
Produktions- und Konzeptionsförderungen für freie Theater 2026
hier: Bestätigung der Entscheidungen des Theaterkuratoriums
Beratungsfolge
10.03.2026 Kulturausschuss Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
Der Kulturausschuss bestätigt die folgenden Entscheidungen des Kuratoriums für Produktions-,
Konzeptions- und Wiederaufnahmeförderungen für freie Theater für das Jahr 2026. Die Förderun-
gen stehen unter dem ausdrücklichen Vorbehalt des Ratsbeschlusses über den Haushaltsplan
2026/27 und die damit verbundene Bereitstellung der Haushaltsmittel.
Befürwortungen:
Theatergruppe / -label Projekt Zuschuss
Brüning / Banse Produktion: Rückwärts und runter 13.600 €
Cactus Junges Theater
Produktion: Drei Stücke: was die Stunde bringt
(AT) / STAND BY ME (AT) / Stage Puzzle for
Future (AT) 36.000 €
Christian Fries Produktion: Leb hin! Leb hin! (AT) 12.500 €
Ananse Productions / Gifty
Wiafe
Konzeption: Yaa Asantewaa - Echoes of Re-
sistance 3.000 €
Skrytin Systur Produktion: Tyrannenmord 15.000 €
Physical Monkey - Sabeth
Dannenberg Wiederaufnahme: GAIA 5.000 €
Kollektiv des guten Willens
Produktion: Der Schlachtenberg & der Tod der
millennial left 13.000 €
Mareike Fiege Wiederaufnahme: FEELS LIKE FALLING 5.400 €
Bodytalk Produktion: Piano for Non-Senses 10.000 €
Bodytalk
Produktion: DRIFT zum Tunnel am Ende des
Lichts 20.000 €
Rue Obscure Produktion: The Power of Schweigen (AT) 16.700 €
Kulturamt
27.02.2026
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Frau Scepanski
Telefon: 492-4103
Scepanski@stadt -
muenster.de
- 2 -
V/0159/2026
Freuynde + Gaesdte
Produktion: Stoccafisso oder Odysseus auf den
Lofoten 10.500 €
unbound bodies / Charlie
Petersen Produktion: The Warmth of Other Suns 16.000 €
Förderempfehlungen an das Kulturamt und/oder Pumpenhaus:
Theatergruppe/-label Projekt
FreiFrau Produktion: ENDLICH!
Formation Silvia / Silvia
Jedrusiak Konzeption: Sie haben vergessen zu tanzen
Ablehnungen:
Theatergruppe/-label Projekt
Christian Fries Konzeption: Geschlechter
ProArtist - Joachim Gold-
schmidt Konzeption: Wahrheitsräume / Clash of Truths
con*fusion Kollektiv Produktion: Ich denke an einen Ort…
Begründung:
Auf der Grundlage der Leitlinien für die Produktions - und Konzeptionsförderung für freie Theater hat
das Kulturamt im Sommer 2025 die freien Theaterproduzierenden zur Antragstellung bis zum 30 .
September 2025 aufgerufen. Insgesamt wurden daraufhin 18 Anträge von 16 verschiedenen Antrag-
stellenden fristgerecht eingereicht. In seiner Sitzung am 5. November 2025 hat das Kuratorium über
sämtliche vorliegenden Anträge entschieden. Insgesamt hat es zehn Produktionsförderungen, eine
Konzeptionsförderung sowie zwei Wiederaufnahmeförderungen empfohlen. Zur Vergabe stand die
Summe von 180 TEUR entsprechend dem planerischen Haushaltsansatz für das Jahr 2026.
Dem Kuratorium war bekannt, dass die Bereitstellung dieser Mittel unter dem ausdrücklichen Vorbe-
halt des Ratsbeschlusses über den Haushaltsplan 202 6 steht. Dieser Vorbehalt wird nach positiver
Beschlussfassung im Kulturausschuss auch in die Zuwendungsbescheide an die Projektträger aufge-
nommen.
Auch für das Jahr 2026 war wieder ein hohes Antragsaufkommen zu verzeichnen mit einer Gesamt-
antragssumme von knapp 260 TEUR. Sowohl die Anzahl der Anträge als auch die Gesamtantrags-
summe blieben dabei unter den massiv erhöhten Vorjahreswerten von 27 Anträgen mit einer An-
tragssumme von gut 414 TEUR. Damit bleibt dieses Förderprogramm weiterhin stark überzeichnet.
Es ist naheliegend, den diesjährigen Rückgang zurückzuführen auf die Unsicherheit in Bezug auf die
Landesförderungen, die für viele Projekte essenziell sind. Zugleich ist die anstehende Sanierung des
Probezentrums Hoppengarten und damit der Wegfall von günstigen Probemöglichkeiten ein weiterer
Unsicherheits- und Kostenfaktor für die Labels. Um finanzielle Risiken beherrschbarer zu machen,
setzen einige Labels daher vermehrt auf weniger probenintensive und damit kostengünstigere Wie-
deraufnahmen von bestehenden Stücken.
Die zu erwartenden Kostensteigerungen durch die Einführung der verpflichtenden Mindesthonorare
bei Landesförderung ab dem Jahr 2026 wurden, wie auch in vergleichbaren Kommunen, mit ca. 30%
antizipiert. Gerade durch die vermehrten Wiederaufnahmen, die weniger Proben und damit weniger
Personalkosten beanspruchen, bildet sich die Einführung der Mindesthonorare in einzelnen Projekt-
volumina in diesem Jahr etwas moderater ab. Perspektivisch ist jedoch unter Berücksichtigung der
Mindesthonorare und bei bestehender deutlicher Überzeichnung des Förderprogramms mit einem
weiteren Anstieg des Bedarfs um mind. 30% zu rechnen.
- 3 -
V/0159/2026
Im Einzelnen hat das Kuratorium seine Förderentscheidungen für 2026 wie folgt getroffen:
Befürwortungen:
Theatergruppe/-label: brüning/banse (Gabriele Brüning, Katrin Banse)
Produktion „Rückwärts und runter“
Beantragt: 13.600 Euro
Zuschuss: 13.600 Euro
Das Duo Brüning/Banse, bestehend aus der Schauspielerin und Regisseurin Gabriele Brüning sowie
der Tänzerin und Choreografin Katrin Banse, widmet sich in einer interdisziplinären Herangehenswei-
se dem Thema der Klimakatastrophe. Bereits im letzten Förderjahr konnte eine Kurz -Adaption des
Stücks im Rahmen einer Ausstellung realisiert werden. 2026 folgt nun die Produktion des abendfül-
lenden Stücks für den Theaterraum. Das Kuratorium lobt die inhaltliche Weiterentwicklung und die
tourfähige Ausrichtung.
Theatergruppe/-label: Cactus - Junges Theater (Alban Renz, Rita Roring)
Projektplanung 2026 mit drei Jugendtheaterproduktionen
Beantragt: 41.000 Euro
Zuschuss: 36.000 Euro
Cactus – Junges Theater steht seit Jahren für eine professionelle Theaterarbeit mit Jugendlichen und
eine erfolgreiche Akzeptanz auch in den Communities der LSBTIQ* und der Jugendlichen mit interna-
tionalem Familienhintergrund, die das Ensemble bereichern. Cactus plant 202 6 ein Programm mit
drei Theaterproduktionen zu den Themen Zukunftsvisionen, Bystanding und Männlichkeit: „Stage
Puzzle für Future“ (AT) als Projekt der sogenannten Reihe Cactus+, in der der Nachwuchs nicht nur
auf der Bühne steht, sondern in Regie, Dramaturgie, Bühnenbild Verantwortung trägt; die Perfor-
mance/Physical Theater-Produktion „Stand by me“ (AT) und die Schauspiel -Produktion „was die
Stunde bringt“ (AT).
Das Kuratorium hebt insbesondere die Stückthematik von „Stand by me“ hervor und hofft auf eine
Umsetzung, die ein möglichst breites und diverses gesellschaftliches Publikum erreicht.
Theatergruppe/-label: Christian Fries
Produktion „Leb hin! Leb hin!“
Beantragt: 17.500 Euro
Zuschuss: 12.500 Euro
Christian Fries fokussiert sich in seiner Praxis auf literaturnahe Solo -Stücke, die er mit einer hohen
Identifikation künstlerisch auflädt. Mit der Produktion „Leb hin! Leb hin!“ widmet er sich erneut dem
Text „Lenz“ von Georg Büchner und wird diesen in Kooperation mit dem Musiker Jan Klare mit einem
musikalischen Schwerpunkt neu inszenieren. Die Jury verspricht sich von Christian Fries eine eigen-
ständige und präzise Ausarbeitung der literarischen Vorlage und befürwortet insbesondere die neue
Kooperation auf musikalischer Ebene.
Theatergruppe/-label: Ananse Productions / Gifty Wiafe
Konzeption „Yaa Asantewaa – Echoes of Resistance“
Beantragt: 5.000 Euro
Zuschuss: 3.000 Euro
Gifty Wiafe, die sich als Schauspielerin und Regisseurin aus dem Umfeld von Cactus – Junges Thea-
ter entwickelt hat, stellt hiermit ihren ersten Kuratoriumsantrag mit ihrem neuen Label „Ananse Pro-
ductions“. Orientiert an der historischen Figur der Yaa Asantewaa, einer führenden Person in der mat-
riarchalen Gesellschaftsordnung der Ashanti-Kultur in Ghana, widmet sich Wiafe Fragen von Wider-
stand und kultureller Selbstbehauptung – nicht zuletzt aus der Perspektive einer weiblichen Figur.
Das Kuratorium zeigt sich sehr überzeugt vom Inhalt dieser Konzeptionsskizze und ist gespannt auf
die Umsetzung als deutsch-ghanaische Kollaboration.
- 4 -
V/0159/2026
Theatergruppe/-label: Skrytin Systur (Lennart Aufenvenne, Sebastian Voosholz)
Produktion „Tyrannenmord“
Beantragt: 20.000 Euro
Zuschuss: 15.000 Euro
„Skrytin Systur“ wurde 2020 von Lennart Aufenvenne und Sebastian Voosholz gegründet. Mithilfe
ihrer ersten Kuratoriumsförderung realisierten sie 2025 mit „Auf brennende Autos schauen“ eine
scharfe Stilkritik an der Protestkultur. Auch das neue Projekt „Tyrannenmord“ widmet sich gegenwär-
tigen Gesellschaftsthemen wie Faschismus und Extremismus. Das Kuratorium erwartet gespannt
eine erneut pointierte Perspektive gepaart mit einer eigenwilligen Umsetzung, die die Rollen von Zu-
schauenden und Teilnehmenden herausfordert.
Theatergruppe/-label: Physical Monkey – Sabeth Dannenberg
Wiederaufnahme „GAIA“
Beantragt: 8.450 Euro
Zuschuss: 5.000 Euro
Sabeth Dannenberg hat ihre künstlerische Linie mit ihrem Label „Physical Monkey“ konsequent wei-
terentwickelt und dabei den Fokus auf die Arbeit mit dem Chinesischen Mast gesetzt. Ihr Stück „Gaia“
wurde 2021 mit einer Produktionsförderung des Theaterkuratoriums in Koproduktion mit den Ruhr-
festspielen Recklinghausen und den Flottmannhallen Herne realisiert und soll nun zur Wiederauf-
nahme gebracht werden. Es vereint Element des Neuen Zirkus und des Physical Theater und bildet
damit eine eigenständige künstlerische Praxis in der hiesigen Szene. Das Kuratorium begrüßt dar-
über hinaus auch den inhaltlichen Fokus auf weiterhin aktuelle Gedankenbilder des Myzels als Inspi-
ration für eine utopische Zukunftsvision.
Theatergruppe/-label: Kollektiv des guten Willens (Mareike Fiege, Peter Maria Volkhardt,
Maximilian Wigger)
Produktion „Der Schlachtenberg & der Tod der Millennial Left“
Beantragt: 16.000 Euro
Zuschuss: 13.000 Euro
Das Kollektiv des guten Willens vereint Akteur:innen aus den Bereichen Bildende und Darstellende
Kunst sowie Video/Film und Performance. Ihr erstes gemeinsames Projekt widmet sich den Deut-
schen Bauernkriegen anlässlich des 500. Jahrestags 2025. Sie folgen der Leitfrage, welchen media-
len, künstlerischen und politischen Resonanzraum die Bauernkriege als epochenbestimmender Pro-
test gegen Ausbeutung und Feudalherrschaft heute noch erzeugen können. Das Kuratorium ist über-
zeugt von dem transdisziplinären und experimentierfreudigen Ansatz des Labels, der einen 500 Jahre
alten gesellschaftlichen Aufstand klug ins Heute übersetzt, und ist neugierig auf die künstlerische
Formsprache für Repräsentation dieser epischen Schlacht.
Theatergruppe/-label: Mareike Fiege
Wiederaufnahme „Feels Like Falling“
Beantragt: 9.400 Euro
Zuschuss: 5.400 Euro
Das Stück „Feels Like Falling“ wurde 2025 mithilfe einer Produktionsförderung des Theaterkuratori-
ums realisiert und soll nun zur Wiederaufnahme kommen. Es vereint Performance, Tanz und Theater
mit Bild- und Erfahrungswelten aus dem Bereich Mountainbike und Motocross. Auf der Bühne sind
neben Performer:innen, Musiker:innen und Autor:innen auch die Sportler:innen selbst zugegen und
ergänzen dadurch einen weiteren Aspekt von körperlicher Belastung und Ausdruck. Das Kuratorium
begrüßt die eigenwillige Verknüpfung zum Extremsport und das daraus resultierende ungewohnte
Setting im Theater- und Zuschauerraum.
- 5 -
V/0159/2026
Theatergruppe/-label: Bodytalk TanzTheater (Yoshiko Waki, Rolf Baumgart)
Zwei Tanztheaterproduktionen „Piano for Non -Senses“; „DRIFT
zum Tunnel am Ende des Lichts“ (AT)
Beantragt: 32.000 Euro
Zuschuss: 30.000 Euro
Die Gruppe „Bodytalk TanzTheater“ hat ihren Arbeitsschwerpunkt seit 2016 in Münster und entwickelt
Tanz-/Theaterproduktionen, die seitdem regelmäßig überregionale Beachtung erzielen. Bodytalk för-
dert immer wieder in ihren Reihen auch neue Talente und ist bereits zum zweiten Mal mit der Exzel-
lenzförderung des Landes NRW ausgezeichnet worden. Auch in ihren für 2026 geplanten Produktio-
nen verbinden sie wieder Tanzperformances mit (Live -)Musik und Bildender Kunst, wenn sie sich
etwa auf John Cage beziehen oder in einer deutsch-polnischen Koproduktion dem Motiv des Tunnels
widmen. Das Kuratorium verspricht sich vom Tanztheaterprogramm 2025 von „Bodytalk“ mutige und
qualitätvolle Produktionen mit starkem Gegenwartsbezug und überregionaler wie internationaler Ver-
netzung und Beachtung.
Theatergruppe/-label: Rue Obscure (Anne Keller / Karina Behrendt)
Produktion „The Power of Schweigen“ (AT)
Beantragt: 20.000 Euro
Zuschuss: 16.700 Euro
„Rue Obscure“ ist ein Theaterlabel für surreale und magisch -realistische Theater- und Perfor-
manceprojekte, das sich an der Schnittstelle von darstellender und bildender Kunst verortet und häu-
fig begehbare Raumerlebnisse schafft. Kürzlich wurde das Label mit der dreijährigen Konzeptionsför-
derung durch das Land NRW ausgezeichnet. Für 2026 sieht das Label eine Produktion vor, die sich
mit der Funktion und Macht von Schweigen – gerade in lauten und mitunter populistischen Zeiten –
auseinandersetzt. Diese folgt auf die in den Vorjahren bearbeiteten Themen „Erneuerung“ und „Er-
müdung“ und greift damit erneut ein großes Begriffskonstrukt auf, das in vielen gesellschaftlichen
Bereichen von Bedeutung ist. Das Kuratorium schätzt die fundierte Herangehensweise und den
künstlerischen Ansatz von Rue Obscure und erwartet die Entwicklung einer anspruchsvollen Neupro-
duktion.
Theatergruppe/-label: Freuynde + Gaesdte (Zeha Schröder, Anke Winterhoff)
Produktion „Stoccafisso oder Odysseus auf den Lofoten“
Beantragt: 21.000 Euro
Zuschuss: 10.500 Euro
Das Ensemble Freuynde + Gaesdte präsentiert seine Produktionen seit 1999 erfolgreich an unge-
wöhnlichen Orten. Sie setzen die Reihe der großen „Entdecker“ fort, die sie mit „Faust in Space“
(2023) und einer Neu -Interpretation von Robinson Crusoe (2025) begonnen haben. 2026 versetzen
sie eine venezianische Odyssee des 15. Jh. auf die Aaseefähre „Solaaris“ und nähern sich so dem
Konstrukt Europas. Das Kuratorium schätzt die künstlerische Praxis des Ensembles und verspricht
sich wieder ein anspruchsvolles und ambitioniertes Programm an einem außergewöhnlichen Ort.
Theatergruppe/-label: unbound bodies / Charlie Petersen
Produktion „The Warmth of Other Suns“
Beantragt: 16.000 Euro
Zuschuss: 16.000 Euro
Die Tänzerin Charlie Petersen realisiert seit 2019 unter den Labels unbound bodies und MNEME
(Tanz/Theater für junges Publikum) eigene Stücke und übernimmt zudem externe Produktionsleitun-
gen, wie zuletzt bei der kuratoriumsgeförderten Produktion „The Greenhouse“ von Jack Widdowson.
Petersen hat sich in den letzten Jahren ein großes europäisches Netzwerk künstlerischer Ak-
teur:innen aufgebaut und beabsichtigt mit „The Warmth of Other Suns“ ein umfassendes Kooperati-
onsprojekt als transnationale Stückentwicklun g zu produzieren, das verschiedene nationale Förde-
rungen zusammenbringt und entsprechend viele Gastspiele vereint. Mit Mitteln aus Musik und Tanz
- 6 -
V/0159/2026
widmet sich das Stück dem Bild der Prozession und seinen vielfältigen Kontexten und Interpretati-
onsmöglichkeiten. Das Kuratorium ist überzeugt von Petersens eindrucksvollen und ambitionierten
Plänen und ist gespannt auf eine neue europäische Handschrift im Tanzbereich.
Empfehlungen für andere Fördertöpfe:
Angesichts des hohen Antragsaufkommens mit großen Fördersummen empfiehlt das Theaterkurato-
rium, die folgenden Produktionen aufgrund inhaltlicher bzw. formaler Aspekte nach Möglichkeit aus
Mitteln des Kulturamts zu unterstützen.
Theatergruppe/-label: FreiFrau
Produktion „ENDLICH!“
Beantragt: 8.640 Euro
Angesichts der Überzeichnung der Kuratoriumsmittel, der hohen Qualität des Projekts sowie der ver-
gleichsweise geringen Antragssumme empfiehlt das Kuratorium die anteilige Berücksichtigung dieses
Antrags im Rahmen der Projektfördermittel des Kulturamts. Darüber hinaus hat das Pumpenhaus
einen Koproduktionsbeitrag in Aussicht gestellt.
Theatergruppe/-label: Formation Silvia Jedrusiak
Konzeption „Sie haben vergessen zu tanzen“
Beantragt: 5.000 Euro
Die Produzentin und Regisseurin Silvia Jedrusiak will mithilfe einer Konzeptionsförderung ein perfor-
matives Format entwickeln, das den Tanz als verbindende Praxis in den Mittelpunkt stellt. Da der Fo-
kus auf eine Beteiligung von Anwohner:innen in Angelmodde und Gremmendorf liegt, empfiehlt das
Kuratorium eine anteilige Berücksichtigung des Antrags im Rahmen der Stadtteilkulturförderung des
Kulturamts.
Ablehnungen:
Das Kuratorium lehnte die folgenden Anträge ab, da es die darin beschriebenen Vorhaben im Ver-
gleich zu den positiv bewerteten Projekten für qualitativ nicht hinreichend oder weniger hinreichend
einschätzte oder die Projektvorschläge nicht den Förderkriterien bzw. der Förderabsicht der Leitlinien
entsprachen:
Theatergruppe/-label Projekt
Beantragt
Christian Fries Konzeption: Geschlechter 5.000 €
ProArtist – Joachim
Goldschmidt
3-jährige Konzeptionsförderung: Wahrheitsträume /
Clash of Truths (Antragssumme p.a.)
5.000 €
con*fusion Kollektiv Produktion: Ich denke an einen Ort… 16.000 €
i.V.
gez.
Cornelia Wilkens
Stadträtin
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Hoppengarten
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0159/2026
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 26.02.2026
- Erstellt
- 26.02.2026 12:52