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3564/2025

Beantwortung der Anfrage des Integrationsrates zur Förderung der natürlichen Mehrsprachigkeit als Instrument zur Verbesserung der Schulerfolge

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 08.05.2026

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Anfrage des IR zur Mehrsprachigkeit_final

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Anfrage des IR zur Mehrsprachigkeit_final

8765 Zeichen

Bezirksregierung Köln, 50606 Köln 
 
 
Datum: 21. November 2025 
Seite 1 von 5 
 
Aktenzeichen:  
  
 
 
Auskunft erteilt:  
Martin Kayser 
 
martin.kayser@bezreg-
koeln.nrw.de 
Zimmer: C412  
Telefon: (0221) 147 - 4608 
, 
Fax: (0221) 147 - 3732 , 
 
Postanschrift: 
Bezirksregierung Köln,  
50606 Köln 
 
Besucheranschrift: 
Zeughausstraße 2-8,  
50667 Köln 
 
DB bis Köln Hbf,  
U-Bahn 3,4,5,16,18 
bis Appellhofplatz 
 
Besuchereingang 
 (Hauptpforte):  
Zeughausstr. 8 
 
Besuchstermine nur nach 
telefonischer Vereinbarung 
 
Landeshauptkasse NRW: 
Landesbank Hessen-Thüringen 
 
IBAN:  
DE59 3005 0000 0001 6835 15 
 
BIC: WELADEDDXXX 
Zahlungsavise bitte an 
zentralebuchungsstelle@ 
brk.nrw.de 
Bezirksregierung Köln 
Hauptsitz: 
Zeughausstr. 
 2-8,  50667  Köln 
Telefon: (0221) 147 – 0 
Fax: (0221) 147 - 3185 
USt-ID-Nr.: DE 812110859 
 
poststelle@brk.nrw.de 
www.bezreg -koeln.nrw.de  
Stadt Köln 
Amt für Schulentwicklung 
z. Hd. Frau Ursula Brockmann 
 
- per E-Mail - 
 
 
 
 
 
Anfrage des Integrationsrats zur Mehrsprachigkeit 
Ihre Nachricht vom 30.09.2025 
 
 
Sehr geehrte Frau Brockmann, 
 
die Fragen des Integrationsrats beantworte ich als Generalist für 
Integration durch Bildung und bitte Sie um entsprechende Weiterleitung 
an das Gremium. 
 
1. Welche Projekte, Programme und Strukturen förder n innerhalb der 
Bezirksregierung Köln die natürliche Mehrsprachigkeit von 
Schülerinnen und Schülern mit internationaler Familiengeschichte? 
(Bitte differenziert nach Schulform und Jahrgangsstufe). 
Je nach Ausrichtung der im folgenden genannten Programme steht 
die Förderung der natürlichen Mehrsprachigkeit im Zentrum oder 
stellt einen Schwerpunkt neben anderen dar. 
Primarstufe: 
KOALA - Koordiniertes Mehrsprachiges Lernen  (32 Schulen) 
Das Programm KOALA fördert die Verknüpfung des 
Herkunftssprachliches Unterrichts mit dem Regelunterricht in der 
Primarstufe. Ziele des KOALA Programms sind: 
1. Förderung des Demokratieverständnisses durch int erkulturelles 
Lernen 
2. Wertschätzung aller Sprachen der Klasse als Komp etenz und 
Ressource 
3. Partizipation: Kontakt und Einbindung der Famili en in das 
Schulleben

Datum: 21. November 2025 
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Bezirksregierung Köln 
Landesprogramm „Grundschulbildung stärken durch HSU – 
Mehrsprachigkeit unterstützt den Bildungserfolg der Kinder"  (GBS) -> 
(in der BR Köln: 18 Schulen) 
 
Bilinguales Lernen  (7 Schulen) 
Grundschulen mit einem bilingualen Schulkonzept verfügen über 
einen Zweig, in dem die Schülerinnen und Schüler in der deutschen 
sowie in einer weiteren Sprache unterrichtet werden. Auch andere 
Fächer werden zum Teil im Team bilingual unterrichtet. Im 
Regierungsbezirk Köln wird dieses Konzept in folgenden 
Sprachkombinationen durchgeführt: deutsch-englisch, deutsch-
französisch, deutsch-italienisch, deutsch-spanisch, deutsch-türkisch. 
 
Primarstufe und Sekundarstufe I 
Herkunftssprachlicher Unterricht 
Um die Wertschätzung der natürlichen Mehrsprachigkeit zu fördern, 
wird den Schülerinnen und Schülern mit internationaler 
Familiengeschichte Unterricht in der Herkunftssprache (§ 2 Absatz 
10 SchulG, § 5 APO-S I) angeboten. Er wird nach Maßgabe der 
haushaltsrechtlichen und organisatorischen Möglichkeiten und unter 
staatlicher Schulaufsicht an den Schulen angeboten. 
Der Herkunftssprachliche Unterricht ergänzt mit in der Regel fünf 
Wochenstunden den Unterricht. Er soll so weit wie möglich mit dem 
Unterricht in den Fächern sowie mit außerunterrichtlichen 
Angeboten, insbesondere im Ganztag, verknüpft werden. 
 
QuisS – Qualität in sprachheterogenen Schulen  (111 Schulen der 
Primar- und Sekundarstufe) 
DemeK – Deutschlernen in mehrsprachigen Klassen  
Das Schulentwicklungsprogramm QuisS  (Qualität in 
sprachheterogenen Schulen) und das Konzept DemeK  
(Deutschlernen in mehrsprachigen Klassen) verfolgt einen 
integrativen Sprachenbildungsansatz für den Fachunterricht. Dabei 
geht es um vier Aspekte: 
1. Berücksichtigung und Wertschätzung der Herkunfts sprachen der 
Schülerinnen und Schüler in Unterrichtsgesprächen und in 
Gruppenarbeitsphasen 
2. Aktive Einbeziehung der Herkunftssprachen als zu  stärkende 
Ressource in den Fachunterricht, z. B. durch mehrsprachige 
Wortschatzarbeit (Wortschatzlisten, Glossare, Wimmelkarten,

Datum: 21. November 2025 
Seite 3 von 5 
Bezirksregierung Köln 
Sprachdetektivarbeit, Translanguaging usw.), Sprachbewusstheit 
und Sprachenreflexion 
3. Integrative, mehrsprachige Unterrichtsvorhaben, im Schuljahr 
2025/26 etwa: Angebote zum interkulturellen und 
mehrsprachigen Literaturunterricht der Sekundarstufe 
(Mehrsprachige Literaturdidaktik in der postmigrantischen 
Gesellschaft) 
4. Implementierung mehrsprachiger Unterrichtsvorhab en in 
schulinterne Arbeits-/Lehrpläne  
 
 
ILF – Internationale Lehrkräfte fördern: 
Die Mehrsprachigkeit der teilnehmenden internationalen Lehrkräfte 
wird als Ressource für einen mehrsprachigen Unterricht in 
verschiedenen Formaten thematisiert, z. B.: 
1. Regelmäßiger Austausch von mehrsprachigen 
Unterrichtsmaterialien und -ideen 
2. Seminarsitzungen zu Grundlagen in DemeK  
3. Interne Fachtagung „Sprachsensible Unterrichtsge staltung: 
mehrsprachigkeitsorientiert, multimodal, zukunftsorientiert“ 
gemeinsam mit dem Mercator-Institut für Sprachförderung und 
Deutsch als Zweitsprache 
 
Anmerkung:  Viele der o. g. Programm sind miteinand er vernetzt, 
sodass beispielsweise Schulen, die sich im QuisS-
Programm befinden, zum Teil auch DemeK- bzw. 
KOALA-Schulen sind. 
 
2. Wie viele dieser Schülerinnen und Schüler profit ieren aktuell von den 
in Frage 1 genannten Angeboten? Wie viele werden bislang nicht 
erreicht bzw. nicht gezielt gefördert? 
HSU  (Stand Dez. 2024): 
Primarstufe: 15.135 SuS 
Sek I.  8.006 SuS 
(Aktuelle Zahlen lagen zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Antwort 
noch nicht vor.) 
QuisS : 
Primarstufe: ca. 21.000 Schülerinnen und Schüler (g esamte 
   Schüler:innenschaft) 
Sekundarstufe:  ca. 22.500 Schülerinnen und Schüler (gesamte 
   Schüler:innenschaft)

Datum: 21. November 2025 
Seite 4 von 5 
Bezirksregierung Köln 
Angaben zu den übrigen o. g. Programmen können nicht getätigt 
werden, da sich das Angebot an die gesamte Schüler:innenschaft 
richtet. 
 
3. Wie nachhaltig ist die Finanzierung der genannte n Maßnahmen 
gesichert? Welche Programme, Fördermittel oder Zuschüsse werden 
genutzt? 
Die Maßnahmen werden aus Mitteln/Stellenanteilen des Landes 
Nordrhein-Westfalen im Rahmen der „Integration durch Bildung“ 
finanziert und sind insoweit bis auf Weiteres gesichert. 
 
4. Welche Maßnahmen und behördlichen Strukturen sor gen für die 
Bündelung und Koordination dieser Programme? Welche 
Akteurinnen und Akteuren sind in die Beratungs- und 
Entscheidungsprozesse eingebunden? 
Bezirksregierung: Arbeitsstelle Migration 
- Regelmäßig stattfinden Arbeitstreffen (Dezernate, Schulämter, 
HSU-Lehrkräfte) 
- Begleitung des KOALA-Programms 
- Begleitung des GBS-Programms 
- Begleitung des QuisS-Programms 
- Begleitung des DemeK-Programms 
- Begleitung der bilingualen Schulen 
- Begleitung des Verbunds Kölner Europäischer Grunds chulen 
- Begleitung des ILF-Programms 
Schulämter: Schulaufsichtsbeamt:innen und regionale 
Fachberatungen 
- Regelmäßig stattfindende Sprechstunden und Treffen  (digital und 
in Präsenz) 
- Regelmäßige Dienstbesprechungen 
ZMI – Zentrum für Mehrsprachigkeit und Integration (Kooperation 
von Stadt Köln, Bezirksregierung Köln und Universität zu Köln) 
LaSI – Landesstelle Schulische Integration, hier im Bezug auf 
Programme im Regierungsbezirk Köln 
- Qualifizierungsmaßahmen Landesprogramm GBS (Tandem : HSU 
und Regellehrkräfte) 
- Austausch mit Schulaufsicht 
QUA-LiS – Qualitäts- und UnterstützungsAgentur – Landesinstitut für 
Schule 
Universität zu Köln 
- Kooperation mit LehrkräftePlus Köln

Datum: 21. November 2025 
Seite 5 von 5 
Bezirksregierung Köln 
- Kooperation mit Mercator-Institut für Sprachförder ung und 
Deutsch als Zweitsprache 
 
5. Plant die Bezirksregierung Köln eine Ausweitung bestehender 
Projekte, Programme und Strukturen zur Förderung der natürlichen 
Mehrsprachigkeit? 
- Weitere Verbreitung von KOALA 
- Etablierung weiterer Sprachen im Rahmen des HSU 
- Dezernat 46 (Lehrkräfteforbildung) 
o in Zusammenarbeit mit QuisS: Entwicklung eines neu en 
Angebots zur sprachsensiblen Schulentwicklung (unter 
Berücksichtigung von Mehrsprachigkeit). Start: 2. Halbjahr 
2025/26 
o in Kooperation mit Mercator-Institut der Universit ät zu 
Köln: Fortbildung „sprachsensibles Unterrichten im dualen 
System“ 
- Kooperation im Rahmen von ILF 
- Förderung der natürlichen Mehrsprachigkeit in der Sek II 
(Berufskolleg) durch Projekte im Rahmen der Ästhetischen 
Bildung 
 
 
 
im Auftrag 
 
Martin Kayser 
Generalist Integration durch Bildung

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

1726 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IV/40/404 
 
Vorlagen-Nummer 08.05.2026 
 3564/2025 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Schule und Weiterbildung 15.06.2026 
 
Beantwortung der Anfrage des Integrationsrates zur Förderung der natürlichen 
Mehrsprachigkeit als Instrument zur Verbesserung der Schulerfolge 
Beantwortung der Anfrage des Integrationsrates zur Förderung der natürlichen 
Mehrsprachigkeit als Instrument zur Verbesserung der Schulerfolge 
Mit Schreiben vom 05.06.2025 bittet der Integrationsrat, die Beantwortung folgen-
der Fragen durch die Bezirksregierung Köln einzuholen: 
1. Welche Projekte, Programme und Strukturen fördern innerhalb der Bezirks-
regierung Köln die natürliche Mehrsprachigkeit von Schülerinnen und Schü-
lern mit internationaler Familiengeschichte? (Bitte differenziert nach Schul-
form und Jahrgangsstufe). 
2. Wie viele dieser Schülerinnen und Schüler profitieren aktuell von den in Frage 
1 genannten Angeboten? Wie viele werden bislang nicht erreicht bzw. nicht 
gezielt gefördert? 
3. Wie nachhaltig ist die Finanzierung der genannten Maßnahmen gesichert? 
Welche Programme, Fördermittel oder Zuschüsse werden genutzt? 
4. Welche Maßnahmen und behördlichen Strukturen sorgen für die Bündelung 
und Koordination dieser Programme? Welche Akteurinnen und Akteuren sind 
in die Beratungs- und Entscheidungsprozesse eingebunden? 
5. Plant die Bezirksregierung Köln eine Ausweitung bestehender Projekte, Pro-
gramme und Strukturen zur Förderung der natürlichen Mehrsprachigkeit? 
 
Die Antwort des zuständigen Generalisten für Integration durch Bildung in der Be-
zirksregierung Köln ist als Anlage beigefügt. 
  
 
Gez. Voigtsberger

Beratungsverlauf (1)

15.06.2026 Ausschuss Schule und Weiterbildung
TOP 8.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3564/2025
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
08.05.2026
Erstellt
12.12.2025 16:55