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0736/2025

Antrag zur Benennung der Grünfläche an den Wallarkaden in der Altstadt/Süd in Marie-Luise-Nikuta-Platz

Beschlussvorlage Bezirksvertretung 24.03.2025

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 1 (Innenstadt), Sitzung am 26.06.2025, TOP 4.1

Beschlussvorlage Bezirksvertretung

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Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung

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Antrag Benennung nach Nikuta - anonymisiert

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Gutachten anonymisiert

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Benennungsplan

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Beschlussvorlage Bezirksvertretung

2729 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/23/235/1 
 
Vorlagen-Nummer 
 0736/2025 
Freigabedatum 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Antrag zur Benennung der Grünfläche an den Wallarkaden in der Altstadt/Süd in Marie-
Luise-Nikuta-Platz  
Beschlussorgan 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Die Bezirksvertretung Innenstadt dankt den Petent*innen für den Vorschlag, die Grünfläche 
vor den Wallarkaden in Marie-Luise-Nikuta-Platz zu benennen.  
 
Die Bezirksvertretung Innenstadt nimmt die Stellungnahme der Verwaltung zu dem Vorschlag 
der Petent*innen zur Kenntnis und beschließt, die Grünfläche vor den Wallarkaden in Marie-
Luise-Nikuta-Platz zu benennen. 
 
Alternativ 
 
Die Bezirksvertretung Innenstadt dankt den Petent*innen für den Vorschlag. Sie beauftragt die 
Verwaltung, den Namen „Marie-Luise Nikuta“ auf die Vorschlagsliste zu nehmen. 
 
 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 08.05.2025

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
Mit Schreiben vom 07.09.2023 an die Bezirksvertretung Innenstadt wird beantragt, die Grün-
fläche vor den Wallarkaden in der Nähe der Hahnentorburg am Rudolfplatz in Marie-Luise-
Nikuta-Platz zu benennen. Der anonymisierte Antrag sowie der Lageplan sind als Anlage bei-
gefügt. 
 
Mit der Benennung soll an das Leben und Wirken der im Jahr 2020 verstorbenen und stadt-
weit sowie überregional bekannten Kölnerin erinnert werden. Marie-Luise Nikuta wurde am 
25. Juli 1938 in Köln-Nippes geboren und hat sich um Köln, die Kölsche Sprache, das Kölsche 
Liedgut und den Kölner Karneval verdient gemacht. Außerdem hat sie sich eingesetzt für die 
Akzeptanz homosexueller Lebensformen. 
 
Nach den Richtlinien des Rates für die Neu- und Umbenennung von Straßen und Plätzen 
(nachfolgend RL genannt) können Straßen nur nach Personen benannt werden, deren Todes-
tag mindestens zwei Jahre zurückliegt (Punkt 3.1). Eine Benennung nach Marie-Luise Nikuta 
ist demzufolge seit dem 25.02.2022 möglich. 
 
Eine Benennung nach Personen kann nur erfolgen, wenn deren Geschichtsbild abgeklärt ist 
(Punkt 3.2.4 der RL). Die Geschichtsprüfung ist erfolgt. Das positive Gutachten ist als Anlage 
beigefügt. 
 
Eine Benennung der kleinen Grünfläche vor den Wallarkaden in der Altstadt/Süd ist zwar für 
die Auffindbarkeit oder eine Adressgebung nicht zwingend notwendig, jedoch auf Basis der 
RL auch nicht obligatorisch abzulehnen. 
 
Einer Benennung steht aus Sicht der Verwaltung nichts im Wege. 
 
 
Anlagen 
Anonymisierter Antrag der Petent*innen 
Gutachten zu Marie-Luise Nikuta 
Benennungsplan

Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung

978 Zeichen

Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung 
Die Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung ist allen Beschlussvorlagen der Verwaltung für Gremien, auf die die 
Leitlinien Öffentlichkeitsbeteiligung Anwendung finden, beizufügen. Kreuzen Sie bitte eine der folgenden drei 
Varianten an und machen Sie entsprechende Angaben dazu. 
 
Eine freiwillige Öffentlichkeitsbeteiligung wird nicht vorgeschlagen. 
Warum wird keine Öffentlichkeitsbeteiligung vorgeschlagen? 
- Sonstiges 
Bitte begründen Sie Ihre Entscheidung (Begründung zwingend erforderlich): 
In der Zuständigkeitsordnung der Stadt Köln sowie in den Richtlinien des Rates für Neu- und 
Umbenennungen von Straßen und Plätzen ist eine Öffentlichkeitsbeteiligung nicht vorgesehen. 
 
 
Kontakt 
OB/1 Büro der Oberbürgermeisterin 
OB/12 Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung 
Brückenstraße 5-11 
50667 Köln 
Telefon: 0221 – 221 25044 
E-M ail: oeffentlichkeitsbeteiligung@stadt-koeln.de 
Intranetauftritt: Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung

Antrag Benennung nach Nikuta - anonymisiert

4467 Zeichen

An die

Stadt Köln

Bezirksvertretung 1 - Innenstadt

zZ. H. Herrn Bezirksbürgermeister Andreas Hupke
Ludwigstraße 8

50697 Köln

Umwidmung einer Grünfläche und
Benennung als Marie-Luise-Nikuto-Plotz Köln, 07.09.2023

Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister Hupke,

als u :: es uns ein Herzensonliegen on dos
Leben ung Wirken der im Jahr 2020 verstorbenen Kölnerin Morie-Luise Nikuto zu erinnern. Ein
Aspekt unseres satzungsgemäßen Vereinszweckes ist die Schaffung eines öffentlichen
Erinnerungsraums.

Wir haben uns dazu bereits vertiefte Gedanken gemacht ung einen ous unserer Sicht idealen
Platz gefunden — nämlich die Grünfläche vor den Wallorkaden on der Verbindung zwischen
Hahnenstroße und Pilgrimstroßs (Siehe auch Anlage 1),

Dozu weiter unten mehr. Zunächst ober möchte ich auf die Überlegungen eingehen, worum die
Stodt Köln mit einem Platz an die Kölnerin Morie-Luise Nikuto erinnern sollte.

Marie-Luise Nikuta hat sich um Köln, die Kölsche Sprache, dos Kölsche Liedgut, den Kölner
Karneval und so vieles mehr verdient gemacht. Als Frau hat sie „Ihren Mann gestanden" ist Beispiel
gelebter Emanzipation und von Toleranz gewesen, Persönlich hatte ich eine sehr enge Verbindung
zu Marie-Luise Nikuta und habe sie als großartige, witzige und liebenswerte Persönlichkeit
kennenlernen dürfen. Bereits zu Lebzeiten habe ich mich bemüht, ihrern Wirken in und für Köln
Ausdruck zu verleihen. Ich darf hierzu ouf meine Schreiben an Herrn Oberbürgermeister Jürgen

Roters bzw. Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker verweisen, nl

Meinem Wunsch auf Ehrenbürgerschaft ist zwar nicht entsprochen worden, die in meinen
Schreiben aufgeführten Begründungen meines Vorschloges möchte ich zitieren und ols
Begründung zur Widmung eines Platzes wiederholen:

Sie war ein leuchtendes Vorbilg für Toleranz

Marie-Luise Nikuta ist bereits bei Lesben- und Schwulen-Veronstaltungen aufgetreten, als 8 175
StGB homosexuelle Handlungen noch unter Strafe stellte und noch hinter verschlossenen Türen
gefeiert werden musste. Sie hatte nie Berührungsängste - im Gegenteil, sie hat damals schon dort
als eine der Ersten Präsenz gezeigt und feierte bis in Hohe Alter gerne mit der Community. Auch
dafür musste sie sich viel gefollen Iossen, ob von Presse oder dem „etoblierten" Karneval. Es war
für sie selbostverständlich gemeinsam mit der StattGarde den CSD zu feiern und hot die
StattGorde regelmäßig bei der Porade begleitet. Dies war schlicht ihrer offenen Einstellung
geschuldet. Solange sich Menschen mit Respekt behandeln und sich offen begegnen, war sie
dobei und setzte sich nach ihrem Können auch für Außenstehende ein.

Ich dorf mich glücklich schätzen, doss ich eine so außergewöhnliche Kölner Persönlichkeit
kennenlernen durfte und als persönliche Freundin bezeichnen konnte.

Nun noch einige Überlegungen, für die Auswohl der Grünftäche am Rudolfplatz. Diese Fläche ist
aus mehreren Gründen prädestiniert.

« Die zentralen Lage wäre ein ongemessener Standort an dem wohl jeder Kölner vorbei
kommen würde.

« Die Fläche liegt on der Straßenbahnhaltestelle Rudoliplatz und hätte damit einen tollen
Bezug zu ihrem „Stroßenbahn-Song" einer ihrer bekanntesten Lieder.

« Mit der Nähe zur Hahnentorburg, dem Sitz der EhrenGarde gäbe es eine Verbindung zu
Ihrer großen Passion dam Karneval,

«. mit der Nähe zur Schoofenstroße dann zusätzlich die Verbindung und Erinnerung ar ihre
Offenheit ung Toleranz sowie ihren Einsatz als Botschafterin für die Community.

Wir würden uns über eine eingehende und wohlwollende Prüfung unseres Antrages sahr freuen.
Morie-Luise Nikuto ist nunmehr seit mehr als zwei Jahren verstorben, wos eine Voroussetzung für
die Widmung eines Platzes / einer Stroße darstellt. Zudem könnte die Stadt ein Zeichen setzen,
indem sie einen weiteren und sehr ze ‚Standort nach einer weiblichen Persönlichkeit
benennen würde,

Wir als Verein würden uns Im Gegenzug dozu verpflichten ehrenamtlich die Pflege des Standortes
zu übernehmen. Wir haben porallel auch bereits eine Grünflächenpotenschaft als ersten Schritt
beontroo: 20° ce: Price ser Grüntiöche würden wir uns
zudem bereit erklären und verpflichten Spendengelder einzuwerben und Sponsoren zu
akquirieren, um noch einem Ideenwettbewerb auf der Fläche auch ein Denkmal aus eigenen
Mitteln zu errichten,

Sehr gerne stehe ich auch für persönliche Gespräche mit Ihnen odar der Bezirksvertretung zur
Verfügung, um unser Anliegen weiter auszuführen und zu bekräftigen.

Mit freundlichen Grüße vom gesort

Gutachten anonymisiert

4002 Zeichen

/ 2 
44 06.03.2024 
  
  
 44_71_01_Straßenbenen-
nung_Nikuta_Marie_Lu-
ise.docx 
235-1 
Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster  
Zentrales Namensarchiv - Straßenneu- und -umbenennung 
 
 
Betr. Straßen- oder Platzbenennung nach Marie-Luise Nikuta 
 
In den verzeichneten Beständen des Historischen Archivs der Stadt Köln finden sich 
kaum Informationen zu Marie-Luise Nikuta. Die Stellungnahme ergibt sich aus veröf-
fentlichten Quellen  
Aus Bestand 446B (Meldekartei) sind einige Lebensdaten zu ergänzen. Maria Luise 
Oberbrinkmann wurde am 25. Juli 1938 in Köln(-Nippes) als zweites Kind der Ehe-
leute Friedrich und Agnes Oberbrinkmann geboren (Standesamt Nippes, Reg.-Nr. 
717/38). Beruflich war sie bei Gerling als „Versicherungskauffrau“ tätig. Am 9. No-
vember 1962 (Standesamt Nippes; Reg.-Nr. 1075/62) heiratete sie den Schwei-
ßer/Kunstschlosser Emil Wilhelm Nikuta (geb. 4. Oktober 1929 in Köln). Der Ehe-
mann Wilhelm Nikuta ist am 14. Mai 2008 in Köln gestorben. Aus der Ehe ging ein 
Kind hervor, die 1968 geborene Tochter Andrea Elinor. Alle Familienmitglieder waren 
katholisch. Maria Luise Nikuta lebte seit ihrer Geburt in Nippes und zog 1970 nach 
Mauenheim, wo sie bis zum Umzug in die Seniorenresidenz am Dom 2014 wohnte. 
Am 25. Februar 2020 starb Maria Luise Nikuta in Köln.  
Marie-Luise – dieser Vornamen ist in allen Veröffentlichungen zu finden – oder in der 
Kurzform Marlis Nikuta ist als Mundartsängerin bekannt geworden, insbesondere 
durch ihre zahlreichen Mottolieder, die sie für den Kölner Karneval geschrieben hat. 
Nach ihren eigenen Angaben begann sie im Alter von 13 Jahren im Karneval aufzu-
treten, 1967 schickte sie ihr Lied „Kölsch, Kölsch, Kölsch“ an den WDR und hatte 
nach der Geburt ihrer Tochter damit erste Erfolge. Seitdem behauptete sich Marie-
Louise Nikuta in der Männerdomäne Karneval. Sie textete, komponierte und sang bis 
zum gesundheits- und altersbedingte Ende ihrer Karriere im Jahr 2014 rund 170 Lie-
der. Darunter sind die bekanntesten: „E paar Grosche für Ihs“ (1977), „Straßenbahn 
Song - Weißte wat, mr fahre met dr Stroßebahn noh Hus“ (1978), „Do kannste nix 
dran mache“ oder „Dat ahle Sofa us dr Köch“. Als erste Frau erhielt sie 1973 die 
„Goldene Ostermann-Medaille“ der Stadt Köln.

- 2 - 
 
 
Die in den Organisationen des Karnevals bis in die 1990er Jahre vorhandene Ableh-
nung homosexueller Lebensformen teilte Marie-Louise Nikuta nicht. Nach eigenen 
Angaben trat sie schon Anfang der 1980er Jahre in der Diskothek „Pimpernel“ auf, 
einem bekannten Treffpunkt der schwulen Community in Köln. Später war sie fester 
Bestandteil der „Rosa Sitzung“. Seit 2003 war sie mehrfach Teilnehmerin des „Co-
logne Pride“, fuhr auf verschiedenen Paradewagen mit und trat im Bühnenprogramm 
auf. 
Im Jahr 2015 erhielt Marie-Louise Nikuta den „Goldenen Hennes“ einen Preis für To-
leranz und Akzeptanz“, der im Rahmen des Schaafenstraßenfestes verliehen wurde. 
Hier heißt es in der Würdigung: „Mit der Preisverleihung wird nicht nur ihr Lebens-
werk geehrt, sondern auch ihr öffentliches Engagement für die Kölner Schwulen und 
Lesben und die Unterstützung verschiedener Projekte der Kölner Aids-Hilfe.“ Als An-
erkennung ihrer Unterstützung für die Aidshilfe Köln wurde sie in den Beirat des Ver-
eins berufen. Im Jahr 2014 erhielt sie den Ehrenamtspreis „Knuddel Award“ des „Ver-
eins für mehr Respekt und Akzeptanz der Vielfalt“.  
Marie-Luise Nikuta engagierte sich in vielfältiger Weise für den Kölner Karneval. 
Schon 1974 nahm sie an der Steubenparade in New York teil und vertrat dort Köln. 
Als „Botschafterin des Kölner Karnevals“ besuchte sie 1987 Windhoek in Namibia, 
um dort am „Windhoek Karneval“, der von der „Karnevalsgesellschaft Windhoek 
1952“ organisiert wird, teilzunehmen. Nähere Informationen zu diesem Besuch sind 
nicht vorhanden.  
Auf Grundlage der veröffentlichten Quellen bestehen keine Bedenken seitens des 
Historischen Archivs, eine Straße oder einen Platz nach Marie-Louise Nikuta zu be-
nennen.

Benennungsplan

47 Zeichen

Benennungsplan Marie
-
Luise
-
Nikuta
-
Platz
N

Beratungsverlauf (1)

26.06.2025 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 4.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (4)

  • Brückenstraße 5
  • Marie-Luise-Nikuta-Platz
  • Rudolfplatz
  • Ludwigstraße 8

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Details

Aktenzeichen
0736/2025
Typ
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
Datum
24.03.2025
Erstellt
11.03.2025 09:41