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2006/0667

Aktionsplan zum Luftreinhalteplan hier: Verkehrserhebungen im Zusammenhang mit den Maßnahmen 1 - 3

Magistratsvorlage 19.10.2006

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2006/0667

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2160 Zeichen

Anlage zur Magistratsvorlage Nr. 2006/0667 
 
 
 
Abbildung 1:  
Überblick Erhebungsstellen 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
3 x außerhalb Karte
24-h-Zählungen 
an acht Knoten-
punkten
Verkehrsbefragungen 
an fünf wichtigen 
Querschnitten
Dauerzählungen
an zehn Querschnitten
Pt li h  B f  
3 x außerhalb Karte
24-h-Zählungen 
an acht Knoten-
punkten
Verkehrsbefragungen 
an fünf wichtigen 
Querschnitten
Dauerzählungen
an zehn Querschnitten
Pt li h  B f  
 
 
 
 
7,7%
3,2%
4,1%
4,3%
2,7%
5,3%2,1%
2,6%
Abbildung 2: 
Anteil des Schwerverkehrs an den  
Zählstellen

Abbildung 3: 
Quellen und Ziele des Schwerverkehrs 
(alle Befragungsstellen) 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Verteilung der Zulassungsorte
Darmstadt/ 
Darmstadt-Dieburg
22%
Übrige Region 
Starkenburg
15%
Außerhalb
63%
 
Abbildung 4: 
Verteilung der Quellen und Ziele insgesamt
Quelle oder Ziel 
in Darmstadt; 
30,6%
Quelle oder Ziel 
in Region 
Starkenburg; 
62,8%
Quelle oder Ziel 
außerhalb; 6,5%
 
Verteilung der Zulassungsorte 
(alle Befragungsstellen) 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ziel
Quelle Darmstadt 
Kreis 
Darmstadt-
Dieburg 
Odenwald-
kreis 
Übrige 
Region 
Starkenburg 
Übriges 
Deutschland 
Ausland/ 
unbekannt 
Summe 
Quellen 
Darmstadt 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 0,0% 
Kreis Darmstadt-Dieburg 15,4% 20,0% 0,0% 8,2% 28,2% 1,0% 72,8% 
Odenwaldkreis 3,1% 3,1% 0,0% 2,6% 3,6% 0,0% 12,3% 
Übrige Region Starkenburg 1,5% 0,5% 0,0% 0,0% 1,0% 0,0% 3,1% 
Übriges Deutschland 0,0% 5,1% 0,0% 2,6% 1,5% 0,0% 9,2% 
Ausland/ unbekannt 0,0% 0,5% 0,0% 0,0% 0,0% 2,1% 2,6% 
Summe Ziele 20,0% 29,2% 0,0% 13,3% 34,4% 3,1% 100,0% 
 
Abbildung 5: Relative Verteilung der Quell-Ziel-Beziehungen des Schwerverkehrs auf der 
B426 zwischen Ober-Ramstadt und Nieder-Ramstadt, Fahrtrichtung Westen

0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
Region Darmstadt Deutschland
gesamt
Euro 5
Euro 4
Euro 3
Euro 2
Euro 1
Abbildung 6: 
 
Verteilung der Schadstoffklassen im 
Vergleich Region – Deutschland 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
0
5
10
15
20
25
30
35
06:00 - 10:00
Uhr
10:00 - 16:00
Uhr
16:00 - 20:00
Uhr
20:00 - 06:00
Uhr
keine Angabe
Abbildung 7: 
 
Bevorzugte Lieferzeiten Umland 
(Anzahl Nennungen)

2006/0667

13398 Zeichen

Magistratsvorlage  
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
01.11.2006 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat III Straßenverkehrsamt 
 
Amt: Grünflächen- und 
Umweltamt  
an den Magistrat 
 
  zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 OBW bei abschl. Beschluss-
fassung Magistrat 
   
Tagesordnung:  I  II 
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2006/0667  
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
 
Betreff: Aktionsplan zum Luftreinhalteplan 
hier: Verkehrserhebungen im Zusammenhang mit den Maßnahmen 1 - 3  
 
Vorlage vom: 19.10.2006  
 
Beschlussvorschlag:  
1. Der Magistrat nimmt den Bericht zu den Ergebnissen der Verkehrserhebungen des Hessischen 
Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz, der Wissenschaftsstadt Darm-
stadt, des Polizeipräsidiums und des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen Darmstadt zur 
Kenntnis 
 
 
 
 
 
Anlagen: Grafische Abbildungen zur Vorlagerafische Abbildungen zur Vorlage 
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
... 
Begründung: 
 
Mit Magistratsvorlage vom 23. November 2005 Nr. 0723/05 hat der Magistrat den Maßnahmen zum 
Aktionsplan zugestimmt. Nach den Feststellungen des Luftreinhalteplans und den entsprechenden 
fachlichen Bewertungen durch das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie verursacht der 
Straßenverkehr einen Anteil von 46 % der Feinstaubemissionen, daran ist der LKW-Verkehr mit 
67,6 % überproportional Hauptverursacher.   
 
Im Aktionsplan sind daher folgende verkehrsbeschränkende Maßnahmen festgelegt:  
 
1. Durchfahrtsverbot für LKW ab 3,5 t in Westost- und Ostwestrichtung
 
Be- und Entlader der Stadt Darmstadt sowie aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg und Oden-
waldkreis (dies kam aufgrund von nachfolgenden Gesprächen hinzu) können in dem Zeitraum 
von 6:00 Uhr – 20:00 Uhr durch die Stadt Darmstadt fahren. 
 
2. Festsetzung eines Nachtfahrverbotes für LKW > 3,5 t
 
Das Nachtfahrverbot für LKW ab 3,5 t wurde in der Zeit zwischen 20:00 Uhr und 6:00 Uhr fest-
gesetzt.  
 
3. LKW-Fahrverbot ab 3,5 t für die Mittlere Rheinstraße 
 
 
Ab 26. April 2006 sind die Verkehrsbeschränkungen in Kraft getreten. Vorausgegangen war eine 
umfangreiche Beschilderung im gesamten Stadtgebiet, um die notwendigen Hinweise für den LKW-
Verkehr zu geben. Ein Banner wurde an der Brücke des Eifelrings am Eingangsbereich nach dem 
Darmstädter Kreuz befestigt, um LKW auf eine letzte Wendemöglichkeit hinzuweisen. Nach Beo-
bachtungen der Polizei wird diese Wendemöglichkeit in Anspruch genommen.  
 
Die Polizei und das Bürger- und Ordnungsamt haben im Anschluss an das Inkrafttreten verstärkt 
Kontrollen durchgeführt. Hierbei wurden die LKW-Fahrer in sieben verschiedenen Sprachen mittels 
Merkblatt auf die Verkehrsbeschränkungen hingewiesen. 
 
In einem Abstimmungsgespräch am 10. März 2006 beim Hessischen Umweltministerium wurde 
verabredet, dass im Frühjahr 2006 weitergehende Verkehrserhebungen stattfinden sollen, um noch 
detaillierter Informationen zum Verkehrsgeschehen in Darmstadt zu erhalten.  
 
Das Hessische Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz als für die Aufstel-
lung des Aktionsplans zuständige Behörde, hat die für diese Erhebung anfallenden Kosten über-
nommen. 
 
Die Verkehrserhebungen sind erforderlich, um die im Aktionsplan festgelegten Minderungsmaß-
nahmen hinsichtlich ihrer emissionsrelevanten Wirksamkeit zu untersuchen sowie bei stufenweiser 
Anwendung der Maßnahmen - einschließlich der als Maßnahme Nr. 13 vorgesehenen Schaffung 
einer Umweltzone - eine ausreichende Datenbasis zu erhalten.  
 
Aufgrund der speziellen Kenntnisse des innerstädtischen Verkehrs und der örtlichen Gegebenheiten 
wurden die zuständigen Verwaltungsstellen der Stadt Darmstadt mit der Vergabe und der Auftrags-
abwicklung der Verkehrserhebungen betraut.  
 
Das Hessische Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz (HMULV), die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt, das Polizeipräsidium Südhessen und das Amt für Straßen- und Ver-
kehrswesen Darmstadt (ASV) haben gemeinsam ein Verkehrserhebungsprogramm konzipiert und

3 
... 
umgesetzt. Es zielt darauf ab, Beiträge zur Wirkungsevaluation zu leisten und den Kenntnisstand 
zum LKW-Verkehr zu verbessern. 
 
Das Programm umfasst folgende Punkte: 
 
 
1. 24-Stundenzählungen an acht Knotenpunkten 
2. Verkehrsbefragungen an fünf wichtigen Querschnitten (jeweils vormittags von 8:30 Uhr – 
12:30 Uhr) 
3. Postalische Befragung von Unternehmen in der Region 
4. Dauerzählungen an zehn Querschnitten 
 
Siehe Anlage, Abbildung 1. 
 
Die Auswertung der Erhebungen der Position 1 – 3 erfolgte durch das Straßenverkehrsamt und das 
Grünflächen- und Umweltamt, die Auswertung der Erhebung unter Position 4 erfolgte durch das Amt 
für Straßen- und Verkehrswesen Darmstadt bzw. durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, 
Verkehr und Landesentwicklung.  
 
Ergebnisse Verkehrszählungen 
 
Nach den Zählungen im Stadtgebiet Darmstadt liegt der Anteil des Schwerverkehrs > 3,5 t zwischen 
2% und 5%. Höhere Prozentanteile gibt es an den Kreuzungen Hanauer Straße/Heinrichstraße mit 
5,3% sowie Langener Straße Richtung Norden mit 8,7% und Hanauer Straße Richtung Osten mit 
7,9%. Letzteres entspricht der Bedeutung der Straßen für den überörtlichen Wirtschaftsverkehr.  
 
Auf den Straßenabschnitten, die zur Umfahrung der Durchfahrverbotszone in der Innenstadt genutzt 
werden können, ist das Schwerverkehraufkommen im Vergleich zum Jahr 2005 zum Teil deutlich 
angestiegen. Rückgänge gibt es dagegen auf der Hanauer Straße zu verzeichnen, die direkt in die 
Verbotszone führt.  
 
In den Nachtstunden von 22:00 Uhr – 6:00 Uhr findet 7,4% des gesamten Schwerverkehrs statt. 
Dieser Anteil liegt höher als der des gesamten Kfz-Verkehrs (6,1%). Der auf die Abendstunden 
(18:00 Uhr – 22:00 Uhr) entfallende Anteil des täglichen Schwerverkehrs liegt mit 5,7% deutlich 
geringer als der des Gesamtverkehrs (19%).  
 
Siehe Anlage, Abbildung 2. 
 
Ergebnisse Verkehrsbefragungen  
 
Eine Befragung des Schwerverkehrs ab 7,5 t ergab, dass knapp 
1/3 aller Fahrten Quelle oder Ziel in 
Darmstadt und knapp 2/3 in der Region haben.  
 
Siehe Anlage, Abbildung 3. 
 
Auf Wunsch des Landkreises Darmstadt-Dieburg wurden die Quell-/Zielbeziehungen bei den Befra-
gungsstellen an der B 426 zusätzlich ausgewertet. Die Daten belegen, dass bei den Quellen und 
Zielen des Schwerverkehrs über 7,5 t Orte im Landkreis Darmstadt-Dieburg dominieren, mit großem 
Abstand gefolgt von der Stadt Darmstadt und dem Odenwaldkreis.  
 
Siehe Anlage, Abbildung 4.

4 
... 
Der Vergleich der Ziel- und Quellverkehre zeigt, dass der regionale Schwerverkehr überwiegend mit 
außerhalb der Region zugelassenen LKWs erbracht wird. 
 
Siehe Anlage, Abbildung 5. 
 
Ergebnisse der Unternehmensbefragungen durch das Grünflächen- und Umweltamt, Abtei-
lung Umwelt 
 
Im Zuge einer postalischen Befragung wurden Unternehmen in der Region bzgl. ihrer Zusammen-
setzung der Fahrzeugflotte  unterschieden nach Schadstoffklassen, den Lieferfrequenzen von und 
nach Darmstadt und in das nähere Umland bzw. aus dem Umland sowie den Lieferzeiten erbeten.  
 
Von den angeschriebenen 194 Unternehmen haben 47% geantwortet (92). Ein Großteil der Unter-
nehmen hat alle Fragen beantwortet.  
 
1. Schadstoffklassen der LKW
 
 
Die Angaben zu den Schadstoffklassen der von den Unternehmen betriebenen LKW > 3,5 t er-
geben, dass mit 60% die meisten Fahrzeuge der vom Jahr 2000 an maßgebenden Schadstoff-
klasse Euro 3 angehören. Ein Vergleich mit bundesweiten Daten des Kraftfahrbundesamtes 
zeigt, dass im regionalen Fahrzeugbestand schadstoffärmere LKW stärker vertreten sind als im 
bundesweiten Bestand.  
 
 Siehe Anlage, Abbildung 6. 
 
2. Lieferfrequenzen
 
 
47% der antwortenden Unternehmen unterhalten regelmäßige Lieferbeziehungen ins Stadtge-
biet Darmstadt. Die Mehrzahl hiervon täglich (74%), 16% wöchentlich und 10% monatlich. Teil-
weise gibt es jedoch tägliche Lieferungen mit bis zum Teil 20 Fahrten aus dem bzw. in das 
Stadtgebiet.  
 
Ein entsprechendes Bild gibt die Lieferfrequenz über die an Darmstadt direkt angrenzenden 
Gemeinden. Die Mehrzahl der Befragten (70%) liefert täglich, 22% wöchentlich und 8% monat-
lich in/aus dem Umland. 
 
3. Lieferzeiten
 
 
Als bevorzugte bzw. tatsächlich genutzte Lieferzeiträume werden sowohl für das Stadtgebiet als 
auch für das Umland alle Stundengruppen tagsüber nahezu gleich häufig genannt.  
 
 Siehe Anlage, Abbildung 7.

5 
... 
Ergebnisse der Zählungen des ASV 
 
Das ASV Darmstadt hat im Februar und März sowie im Juni Zählungen durchgeführt, die einen Ver-
gleich der Zahlen des Schwerverkehrs über 3,5 t vor und nach der Sperrung der Darmstädter In-
nenstadt ermöglichen.  
 
Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:  
 
a) Die Gesamtzahlen des Schwerverkehrs > 3,5 t von und zur Sperrzone an der Zählstelle B 26 
sind gesunken, gleiches gilt für die Zählstellen B 449 (Trautheim) und L 3094 (Dieburger Stra-
ße). 
 
b) Die Gesamtzahlen des Schwerverkehrs auf Straßen außerhalb der Sperrzonen im Landkreis 
sind gestiegen, wobei jedoch der Gesamtverkehr (PKW und LKW) im Vergleichsraum allgemein 
angestiegen ist.  
 
c) Entsprechend dieser Betrachtung führt das ASV aus, dass die Zunahme des Schwerverkehrs 
auf Strecken im Landkreis Darmstadt-Dieburg sich nicht allein mit der Feinstaub-
Verkehrslenkung in Darmstadt erklären lässt.  
 
d) Ein Vergleich von Tages- und Nachtzeiten zeigt, dass das Durchfahrtsverbot nachts offensicht-
lich stärker wirkt als tagsüber. 
 
  
Fazit 
 
Innerhalb des Stadtgebietes hat das Schwerverkehrsaufkommen deutlich räumliche Schwerpunkte 
im Gewerbeviertel im Westen und Norden sowie auf der B 26 als regionale Hauptverkehrsachse. 
Schwerverkehr ist folglich kein flächenhaftes, sondern ein räumlich abgrenzbares Phänomen.  
 
Vorher-Nachher-Vergleiche von Zählungen an innerstädtischen Knoten zeigen deutlich eine Ver-
drängung von Schwerverkehr aus der Verbotszone heraus auf nicht von der Sperrung betroffene 
Straßen. Für die Innenstadt ist das Verbot verkehrlich wirksam.  
 
Der Schwerverkehr nach Darmstadt hat einen Anteil von 
1/3 aller Fahrten; ca. 2/3 entfällt auf den 
Landkreis Darmstadt-Dieburg und die übrige Region bzw. auf reine Durchfahrten.  
 
Rund 13% des Schwerverkehrs auf der B 26 waren zum Erhebungszeitpunkt  Durchgangsverkehr, 
der unter das Durchfahrtsverbot fällt. Die Befolgungsrate des Verbots ist mithin noch verbesse-
rungsfähig. 
 
Die Quellen und Ziele des Schwerverkehrs auf der B 426 als mutmaßliche Hauptauffangstrecke für 
die aus dem Stadtgebiet verdrängten Verkehre liegt überwiegend in der Region, insbesondere im 
Landkreis Darmstadt-Dieburg, sowie mit deutlichem Abstand in der Stadt Darmstadt selbst sowie im 
Odenwaldkreis. Verkehre ohne regionalen Bezug sind anteilmäßig fast ohne Bedeutung.  
 
Den Zählungen des ASV zufolge wirken die LKW-Durchfahrtsverbote nachts stärker als tagsüber.  
 
Weiteres Vorgehen/Ausblick:

6 
... 
- Entsprechend dem Beschluss des Magistrates zum Aktionsplan vom 23. November 2005 Maß-
nahme 13 wird die Ausweisung einer Umweltzone in Darmstadt bearbeitet. 
 
Bei der noch genauer zu definierenden Umweltzone handelt es sich um ein zurzeit besonders 
belastetes Gebiet, in dem durch Zufahrtsbeschränkungen für nicht schadstoffarme Fahrzeuge 
eine Reduktion von Feinstaub erfolgen soll. Die Kennzeichnung der Fahrzeuge und Schadstoff-
klassen erfolgt entsprechend einer Verordnung des Bundes. 
 
Gemeinsam mit Vertretern der IHK Darmstadt, der Handwerkskammer, des Einzelhandelsver-
bandes und den städtischen Ämtern hat eine erste Besprechung zu den Grundlagen einer Um-
weltzone stattgefunden. Es werden jetzt Fachdaten über die Verkehrsbeziehungen, die Einwoh-
nerdaten der angedachten Zone und die Zulassungsdaten der dort angemeldeten Fahrzeuge 
erarbeitet. 
 
Die immissionsfachliche Beurteilung wird anhand der Fachdaten das Hessische Landesamt für 
Umwelt und Geologie im Auftrag des Umweltministeriums durchführen. 
 
- Zur derzeitigen Immissionssituation wird festgestellt, dass an der Hügelstraße bis 
22. Oktober 2006 31 Überschreitungen des Tagesmittelwertes von PM
10  (>50 µg/m³) gemessen 
wurden. 2005 lagen im Oktober bereits 40 Überschreitungen vor.  
 
Ein Vergleich mit der Messstation Frankfurt, Friedberger Landstraße mit 48 Überschreitungen 
bis 22. Oktober 2006 lässt – bei aller Vorsicht - die Annahme zu, dass die verkehrlichen Maß-
nahmen sowie das Feuchtkehren in Darmstadt zu einer Reduktion von Feinstaub geführt haben, 
da an beiden Messstellen im letzten Jahr eine vergleichbare Anzahl von Überschreitungen ge-
messen wurden. Das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie wird frühestens im Jahr 
nach Inkrafttreten der Maßnahmen sämtliche Messwerte, Wetter- und Verkehrsdaten auswerten 
um den Grad der Effektivität festzustellen.  
 
- Die interne AG prüft inwieweit die festgestellten Verstöße gegen das Durchfahrtsverbot kurzfris-
tig leichter festgestellt und geahndet werden können. Dem Magistrat wird berichtet, sobald Er-
gebnisse der Arbeitsgruppe vorliegen.  
 
Darmstadt, den 23. Oktober 2006  
67-40 kr-hr    
/telephonesolid 3283 
 
 
Dezernat III       Dezernat VI   
 
 
 
 
Klaus Feuchtinger      Dipl.-Ing. Dieter Wenzel 
Stadtrat       Stadtrat 
 
Anlage

Beratungsverlauf (1)

TOP 724

Orte (5)

  • Langener Straße
  • Hanauer Straße
  • Hügelstraße
  • Rheinstraße
  • Heinrichstraße

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Details

Vorlagen-Nr.
2006/0667
Typ
Magistratsvorlage
Datum
19.10.2006
Erstellt
29.09.2026 00:00