4254/2021
Überplanmäßiger Aufwand im Teilergebnisplan 0403 – Römisch-Germanisches Museum
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Beschlussvorlage Rat
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/4512 Vorlagen-Nummer 4254/2021 Freigabedatum 02.02.2022 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Überplanmäßiger Aufwand im Teilergebnisplan 0403 – Römisch-Germanisches Museum Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss Der Rat beschließt überplanmäßige zahlungswirksame Aufwendungen gemäß § 83 GO NRW in Höhe von 630.000 € im Teilergebnisplan 0403 – Römisch-Germanisches Museum in der Teilplanzeile 13 – Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen im Haushaltsjahr 2021. Die Deckung erfolgt in entsprechender Höhe durch zahlungswirksame Wenigeraufwendungen im Teilergebnisplan 0413 – Archäologische Zone und Jüdisches Museum in der Teilplanzeile 13 – Auf- wendungen für Sach- und Dienstleistungen, Haushaltsjahr 2021. Rat 03.02.2022 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 630.000 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung Die aktuelle Finanzprognose des Römisch-Germanischen Museums weist für das Jahr 2021 einen aufwandsseitigen Mehrbedarf in Höhe von rd. 630.000 € in der Teilplanzeile 13 – Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen aus. Die Mehraufwendungen entfallen auf die Bereiche Bauunterhaltung und Museumshandwerker*innen. Bauunterhaltung Die Mehraufwendungen in Höhe von rd. 390.000 € an Bauunterhaltung sind auf den Unterhalt, Be- trieb bzw. Teilbetrieb des denkmalgeschützten Stammhauses am Roncalliplatz (Museums- und Stu- diengebäude) sowie die Unterhaltung der Außendepots, welche das Römisch-Germanische Museum zur Lagerung der bis zu 15 Mio. Bestandsobjekte aus Kölner Ausgrabungen nutzt, zurückzuführen. Beispielhaft seien einige Positionen benannt: Wartung und Instandhaltung der Brandschutz- und Einbruchmeldeanlage 38.500 € Hygieneprüfungen im Museum und Studiengebäude 37.000 € Asbestsanierung im Obergeschoss im Rahmen des Vitrinenrückbaues 22.000 € Kanalprüfungen durch die StEB 21.500 € Rückbau Kassettendecke 16.000 € 3 Das Stammhaus mit beiden Gebäuden (Museum und Studiengebäude) ist bis zum Beginn der eigent- lichen Bauarbeiten für die Generalsanierung (nicht vor dem dritten Quartal 2023) noch in Betrieb. Im Museum lagern aktuell die Exponate, die zu einem späteren Zeitpunkt in qualifizierte Depots ausge- lagert werden müssen. Die in diesem Zusammenhang erforderlichen aufwendigen Dokumentations- und Verpackungsarbeiten der mehrere tausend Exponate laufen unter Coronabedingungen auf Hoch- touren. Dafür mussten und müssen die klimatischen Bedingungen im Stammhaus intakt gehalten werden, damit konservatorische Schäden an den Objekten verhindert werden (zum Beispiel an den sehr wärmeempfindlichen antiken Gläsern). Zudem müssen geeignete Arbeitsbedingungen für alle daran beteiligten Mitarbeiter*innen sichergestellt werden (Restauratoren*innen, Transportarbei- ter*innen, Wissenschaftler*innen, Inventarisierungs- und Dokumentationskräfte). Das Museumsgebäude dient darüber hinaus derzeit noch als Zwischenlagerfläche für transportfertig verpackte Exponate, die zu einem späteren Zeitpunkt in Depots überführt werden. Dadurch werden Mietkosten für Depotflächen reduziert. Das Römisch-Germanische Museum verfügt über keine eige- nen qualifizierten Depotflächen. Im Studiengebäude am Roncalliplatz sind derzeit noch die Restauratoren*innen untergebracht, die den Rückbau der Sammlungen federführend betreuen, zudem Kollegen*innen aus der Bodendenk- malpflege und Inventarisation. Darüber hinaus ist dort auch noch die mehr als 10.000 Objekte umfas- sende Studiensammlung untergebracht, die nach Abschluss der Rückbauarbeiten im Museumsge- bäude magazin- und depotfertig verpackt werden muss. Auch hier sind qualifizierte klimatische Be- dingungen bzw. Sicherungsmaßnahmen zwingend erforderlich. Museumshandwerker*innen Für die Museumshandwerker*innen fallen Kosten in Höhe von rd. 240.000 € an. Die bei der Gebäudewirtschaft organisatorisch angesiedelten Museumshandwerker*innen erbringen für die Museen Leistungen im Bereich der baulichen Unterhaltung. Diese umfassen Betreuung und Wartung der technischen Anlagen (z. B. Klima- und Heizungsanlagen), Durchführung von kleineren Reparaturen, Beaufsichtigung von Fremdfirmen sowie die Sicherstellung der Aufrechterhaltung des Museumsbetriebes rund um die Uhr (z. B. durch Bereitschaftsdienste und regelmäßige Kontrolle der technischen Anlagen während Tag-/Nachtzeiten und Feiertagen). Die Aufwendungen für die von den Museumshandwerker*innen erbrachten Leistungen sind der Gebäudewirtschaft zu erstatten. Da die Mittel nicht im Haushalt 2020/2021 veranschlagt sind, sind für die Leistungen der Museums- handwerker*innen im Römisch-Germanischen Museum nachträglich Aufwandsmittel für das Haus- haltsjahr 2021 bereitzustellen. Ab dem Haushaltsjahr 2022 sind die Mittel in den jeweiligen Muse- umsbudgets veranschlagt. Kosten und Finanzierung Der überplanmäßige Mehrbedarf setzt sich in Summe wie folgt zusammen: Bauunterhaltung 390.000 € Kosten Museumshandwerker 240.000 € Summe 630.000 € Zur Finanzierung des überplanmäßigen Mehrbedarfes im Teilergebnisplan 0403 – Römisch- Germanisches Museum in der Teilplanzeile 13 – Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen im Haushaltsjahr 2021 werden zahlungswirksame Wenigeraufwendungen im Teilergebnisplan 0413 – Archäologische Zone und Jüdisches Museum in der Teilplanzeile 13 – Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen, Haushaltsjahr 2021 in gleicher Höhe herangezogen. Dies ist möglich, da aufgrund von Verzögerungen im Baufortschritt des MiQua die eingeplanten Auf- wandsermächtigungen im Haushaltsjahr 2021 nicht benötigt werden. 4 Begründung der Dringlichkeit Damit die Umschichtung der Mittel im Haushalt zur Deckung der Mehrbedarfe im Römisch- Germanischen Museum, hier: Bauunterhaltung und Museumshandwerker*innen noch im Rahmen des Jahresabschlusses 2021 umgesetzt werden kann, bedarf es der Beschlussfassung. Diese erfolgt zur Vermeidung einer Dringlichkeitsentscheidung als Direktvorlage im Rat. Die vorberatenden Gremien werden im Nachgang per Mitteilung informiert. Eine frühere Einbringung in den Gremienlauf war aufgrund umfangreicher verwaltungsinterner Ab- stimmungen, insbesondere Ermittlung des Finanzbedarfes und Sicherstellung der Finanzierung, nicht möglich.
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Roncalliplatz
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Details
- Aktenzeichen
- 4254/2021
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 02.02.2022
- Erstellt
- 06.12.2021 10:36