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V/0476/2017

ISG Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel Münster

Vorlagen 24.05.2017

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0476-2017 Anlage 1 Gestaltungsfibel

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Berichtsvorlage

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0476-2017 Anlage 1 Gestaltungsfibel

68373 Zeichen

Bahnhofsviertel Münster
GESTAL TUNGSFIBEL
2017
Gestaltungsleitlinien für 
Fassaden- und Werbeanlagen

Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel 
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Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel Münster    | 1 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Impressum 
 
 
Herausgeber: 
 
Stadt Münster 
Der Oberbürgermeister 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
Stadthaus 3 
Albersloher Weg 33, 48155 Münster 
 
 
gemeinsam mit 
 
Immobilien- und Standortgemeinschaft 
(ISG) Bahnhofsviertel e.V. 
c/o büro frauns 
Schorlemerstraße 4, 48143 Münster 
 
 
 
Verfasser: 
plan.werk Gesellschaft für Architektur und Städtebau mbH 
Schorlemerstraße 12, 48143 Münster

Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel 
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Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel Münster    | 2 
 
 
 
 
INHALTSVERZEICHNIS 
 
1.0 Einleitung   3 
 
2.0 Anlass und Zielsetzung   3 
 
3.0 Geltungsbereich   5 
 
4.0 Bestandsanalyse und Gestaltungsleitlinien für Fassaden und Werbeanlagen   5 
4.1. Berliner Platz   7 
4.1.1 Berliner Platz - Bestandsanalyse   7 
4.1.2 Berliner Platz - Gestaltungsleitlinien für Fassaden und Werbeanlagen   9 
4.2. Windthorststraße 
4.2.1 Windthorststraße Süd - Bestandsanalyse 11 
4.2.2 Windthorststraße Süd - Gestaltungsleitlinien für Fassaden und Werbeanlagen 12 
4.2.3 Windthorststraße Nord - Bestandsanalyse 14 
4.2.4 Windthorststraße Nord - Gestaltungsleitlinien für Fassaden und Werbeanlagen 16 
4.3. Bahnhofstraße 
4.3.1 Bahnhofstraße West - Bestandsanalyse 18 
4.3.2 Bahnhofstraße West - Gestaltungsleitlinien für Fassaden und Werbeanlagen 21 
4.3.3 Bahnhofstraße Ost - Bestandsanalyse 24 
4.3.4 Bahnhofstraße Ost - Gestaltungsleitlinien für Fassaden und Werbeanlagen 25 
4.4 Von-Steuben-Straße 26 
 
5.0 Öffentliche Förderung als Motivation zur Investition in den Stadtraum 27 
 
6.0 Kostenaufstellung zur Neugestaltung der Erdgeschossfassaden und Werbeanlagen  28 
6.1  Kostenaufstellung zur Neugestaltung der Er dgeschossfassaden, Vordachkonstruktionen  28 
 und Werbeanlagen am Beispiel „Berliner Platz“ 
6.2  Gesamtinvestitionen 29 
 
7.0 Anlagen 31

Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel 
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Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel Münster    | 3 
 
1.0 EINLEITUNG 
Im Münsteraner Bahnhofsviertel ist seit 2005 di e Immobilien- und Standortgemeinschaft Bahnhofs-
viertel Münster e. V. (ISG Bahnhofsviertel) aktiv. 
Ihr Ziel ist es, quartiersbezogene Projekte zur We rterhaltung der Immobilien und zur Förderung des 
Einzelhandels-, Dienstleistungs- und Wohnstandortes Bahnhofsviertel Münster umzusetzen. Das Bahn-
hofsviertel ist das Entreé in die Stadt Münster, eine der lebenswertesten Städte bundesweit. Es besitzt 
eine wichtige Funktion für die Stadtstruktur, denn es ist Scharnier zwischen dem sich entwickelnden 
Hafengebiet und der Altstadt. 
Gleichzeitig ist das Bahnhofsviertel ein Ort, der täglich von mehreren 10.000 Menschen durchquert 
wird und ein wichtiger Hotelstandort für die Un terbringung von Touristen. Rund 120 Immobilien-
eigentümer und 280 Gewerbetreibende sind hier ansässig. 
 
 
 
 
Bahnhofsviertel Münster  
 
 
2.0 ANLASS UND ZIELSETZUNG 
Das Bahnhofsviertel befindet sich seit Jahren im Wandel, wird stetig auf verschiedenen Ebenen 
weiterentwickelt und aktiv gestaltet, um sich als attraktives Quartier von Münster zu präsentieren. 
Der Berliner Platz liegt im Zentrum des Bahnhofviertels und bildet durch seine Lage und Form ein 
städtebauliches Bindeglied zwischen dem Bahnhofs vorplatz und der Zuwegung über die Windthorst-
straße in die Altstadt. Mit dem Verlauf der Bahnhofs traße besteht eine zweite direkte Anbindung vom 
Bahnhof über den Servatiiplatz zur Altstadt. 
In diesen Bereichen „Berliner Platz – Windthorststraße – Bahnhofstraße“ gilt es, den bahnfahrenden 
Besuchern einen einladenden ersten Eindruck von Münster zu vermitteln und deshalb die Gestalt-
qualität des städtischen Raumes aufzuwerten. 
Vor dem Hintergrund der aktuellen städte- und ho chbaulichen Entwicklung des Bahnhofsviertels 
(Bahnhofsumbau, Wohnhochhaus, Plan- und Umsetz ungsprozess Windthorststraße etc.) soll die 
Gestaltqualität des Gebäudebestandes und des öffentlichen Raumes verbessert und gefördert werden. 
Derzeitige gestalterische Defizite im Straßenbild sind aufzuarbeiten und zu beheben.

Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel 
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Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel Münster    | 4 
 
Gestalterische Defizite finden sich einerseits im Gebäudebestand. Zum Teil sind sie jedoch auch Folge 
nicht sehr hochwertiger und unmaßstäblicher Werbeanlagen an den Gebäuden. 
 
Da Fassadengestaltung, Werbeanlagen und Warenpräsentation im öffentlichen Raum die Gestaltqualität 
entscheidend mitprägen und die gestalterischen Festsetzungen des geltenden Bebauungsplanes Nr. 
356 nicht ausreichend sind, gibt diese „Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel“ unterstützend Gestaltleitlinien 
für Fassaden, Strukturen und Werbeanlagen.  
Die „Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel“ ist somit ein freiwilliges Instrument, das mit seinen Anregungen 
und Ideen für Immobilieneigentümer Anreize für Investitionen an den Gebäudebeständen geben soll. 
 
Indem die städtebaulichen und architektonischen Qu alitäten herausgestellt und Ideen zur Beseitigung 
offenkundiger gestalterischer Mängel aufgezeigt werden, soll langfristig die Aufenthaltsqualität für die 
Eigentümer, Bewohner und Besucher des Bahnhofsviertels gesteigert und so die Identifikation mit dem 
Quartier gefördert werden. 
 
Planungsrechtlich ist der Bebauungsplan Nr. 356 aus dem Jahr 1990 mit seinen textlichen Fest-
setzungen bindend und für die bauordnungsrechtliche Umsetzung einzuhalten. Diesem Bebauungsplan 
liegen nachfolgende textliche Festsetzungen gemäß § 81 BauO NRW (Stand 1990) zugrunde: 
 
1. Werbeanlagen sind unzulässig bei regelloser Anordnung, bei aufdringlicher Wirkung, insbesondere 
durch grelle Farbgebung oder grelle Ausleuchtung sowie bei beweglicher oder veränderlicher 
Ausführung. 
 
2. Zettel- und Bogenanschläge sind nur an Litfaßsäulen zulässig. 
 
3. Vordächer und Markisen dürfen bis zu einer Tiefe von 10 % der Breite der Verkehrsfläche, 
höchstens jedoch 1,20 m, Ausleger bis zu ei ner Tiefe von 10 % der Breite der Verkehrsfläche, 
höchstens jedoch 0,80 m vor die Gebäudefront vo rtreten. Für öffentliche Gebäude können größere 
Vordächer zugelassen werden. 
 
4. Werbeanlagen dürfen bis zur Unterkante der Fenster des 3. Obergeschosses, höchstens bis zur 
Unterkante der Fenster des obersten Geschosses reichen. Oberhalb der Fenster des 1. Ober-
geschosses sind nur Einzelbuchstaben zugelassen. 
 
5. Werbeanlagen parallel zur Fassade dürfen nicht höher als 0,60 m sein und 2/3 der Ladenfront, 
höchstens jedoch 8,00 m erreichen. 
 
6. In den Mischgebieten gelten darüber hinaus folgende Einschränkungen:  
 
6.1 Werbeanlagen sind nur zulässig an der Stätte der Leistung. Ausgenommen sind für Zettel- und  
Bogenanschläge bestimmte Flächen. 
 
6.2 Oberhalb der Unterkante der Fenster des 1. Obergeschosses können Werbeanlagen nur für Firmen 
zugelassen werden, die ausschließlich dort ihre Geschäftsräume haben; die textliche Festsetzung 
Nr. 4 bleibt unberührt.

Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel 
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3.0 GELTUNGSBEREICH  
Die Gestaltungsfibel bezieht sich auf den nachfolgend skizzierten Geltungsbereich, der im Wesentlichen 
durch aneinandergereihte straßenbegleitende Geschossbauten mit 4 bis 6 Geschossen geprägt wird. 
Das Erdgeschoss ist in der Regel mit öffentlichem Charakter als Ladenfläche, Gastronomie, Imbiss etc. 
genutzt. Die aufgehenden Geschosse sind mit Büro- oder Wohnnutzung belegt und schließen unter-
schiedlich mit geneigten Dächern, Staffelgeschoss oder Flachdach ab. Die Eigentumsstruktur ist 
heterogen in den Häuserzeilen erlebbar und wird  durch unterschiedliche Architektur- und Fassaden-
ausprägungen sichtbar. 
 
 
 
 
IIIIIIIIIII   Geltungsbereich: Bahnhofstraße – Berliner Platz – Windthorststraße 
IIIIIIIIIII   Erweiterter Geltungsbereich: Von-Steuben-Straße     
 
4.0 BESTANDSANALYSE + GESTALTUNGSLEITLINIEN FÜR FASSADEN UND WERBEANLAGEN 
Die Bestandsanalyse und die Gestaltungsleitlinien für Fassaden und Werbeanlagen werden aufgrund 
der ähnlichen Gebäude- und Fassadenstrukturen in folgende Abschnitte innerhalb des Geltungs-
bereiches gegliedert: 
 
 Berliner Platz 
 Windthorststraße - südlicher Bereich 
 Windthorststraße - nördlicher Bereich 
 Bahnhofstraße - westlicher Bereich 
 Bahnhofstraße - östlicher Bereich 
 Von-Steuben-Straße 
 
Den nachfolgenden Bestandsanalysen und Gestaltungsleitlinien für Fassaden- und Werbeanlagen sind 
jeweils Grafiken und Fotomontagen zur bildha ften Erläuterung zugeordnet. Aufgrund der 
Größenbeschränkung dieser Gestaltungsfibel (DIN A 4) lassen sich die jeweiligen Darstellungen nur 
konzeptionell erkennen. Zur besseren und detaillierteren Übersicht wird daher auf die zahlreichen 
Anlagen im DIN A 3-Format verwiesen.

Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel 
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Geltungs- und Betrachtungsbereich 
 
 
Für die vorgenannten Bereiche werden die Bestan dsituationen in Bezug auf die Fassaden und Werbe-
anlagen beschrieben, die städtebaulichen und archit ektonischen Qualitäten herausgestellt sowie offen-
kundige gestalterische Mängel aufgezeigt. Hierbei werden die Straßenzüge jeweils zusammenhängend 
betrachtet, um den Charakter der jeweiligen Straßen- und Stadträume im Sinne einer Quartiers-
betrachtung aufzuzeigen. Gestaltungsstrukturen un d –prinzipien werden im Rahmen der Bestands-
analyse ganzheitlich betrachtet. 
Vor dem Hintergrund der Feststellungen aus der Analyse werden Gestaltungsempfehlungen und –
leitlinien für Fassaden und Werbeanlagen aufgezeigt, die das Ziel der Aufwertung der Gestaltqualität 
des städtischen Raumes verfolgen. 
 
Die Methodik zu vorgenannter Bestandsanalyse und Konzeptvorschlägen erfolgt jeweils in der Be-
trachtung der gesamten Fassadenansicht eines Straßen zuges mit Hilfe einer Fotomontage. Auf dieser 
Grundlage wird der jeweilige Straßenzug in einer Strichgrafik dargestellt und mit farbigen Flächen für 
die jeweiligen vorhandenen Werbestrukturen im Bestand hinterlegt. In der Strichgrafik werden darauf 
Vorschläge zur Ordnung und Gestaltung der Werbeanlagen, Vordachkonstruktionen und Erdgeschoss- 
gliederungen erarbeitet, um konzeptionell die wichtigsten Bestandteile für die Gestaltungsstrukturen 
herauszustellen. Anhand dieser Gestaltungsprinzipien werden in der Fotomontage konkrete 
Umsetzungsvorschläge bildhaft aufgezeigt und integriert, um den konzeptionellen Vorschlägen reale 
Bilder folgen zu lassen. Die Betrachtung richte t sich vornehmlich auf die Erdgeschosszonen der 
Straßenzüge. Nicht jedes Gebäude eines Straßenzu ges wird mit konkreten Umsetzungsvorschlägen 
versehen, da einige Gebäude in der Struktur entweder in sich gestalterisch stimmig erscheinen oder in 
der Gesamtansicht/Gebäudekonzeption so komplex sind, dass Teilvorschläge für die Verbesserung der 
Gestaltqualität des Erdgeschosses ohne Betrachtung und Veränderung des Gesamtgebäudes nicht 
zielführend sind. Diese Ausnahmesituationen betreffen jedoch nur einige wenige Gebäudeabschnitte in 
den jeweiligen Straßenzügen, so dass bei Umsetzung der vorgeschlagenen Gestaltungsempfehlungen 
die Gestaltqualität der jeweiligen Straßenräume große Aufwertungen erfahren und im Kontext einer 
heterogen Straßenstruktur die Aufwertung der Gestaltqualität des städtischen Raumes erzielt würde.  
Von-Steuben-Straße 
Bahnhofstraße - Ost 
Bahnhofstraße - West 
Windthorststraße -Süd +Nord 
Berliner Platz

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4.1. BERLINER PLATZ 
 
4.1.1 BERLINER PLATZ - BESTANDSANALYSE 
Die Gebäude am Berliner Platz bilden mit der durchgängigen Sechsgeschossigkeit eine Raumkante 
zum dreieckigen vorgelagerten Berliner Platz, der ei nerseits die Funktion des Verteilers der Pendler und 
Reisenden hat und andererseits als Verweil- und Aufe nthaltsort für Anwohner und Berufstätige dient. 
Diese Funktion kann der Berliner Platz in seinem jetzigen Zustand nur ungenügend erfüllen, da sowohl 
die Platzgestaltung wie auch die unmittelbar angrenzende hochbauliche Substanz nicht den 
Anforderungen einer funktional und gestalterisch ansprechenden Stadtgestaltung genügen. 
 
Als eine der ersten Ansichten von Münster für ankommende Bahnreisende hat die Berliner Platz-
Fassade eine besondere Wertigkeit und steht symbo lisch für den ersten Eindruck, der im jetzigen 
Zustand verbesserungswürdig ist. 
 
 
 
Die heterogene, teilweise „in die Jahre“ gekommene Häuserfassade am Berliner Platz gliedert sich 
durch ein durchgängiges Erdgeschoss mit Ladennutzung oder öffentlicher Nutzung. 
Fast durchgängig verläuft eine Vordachkonstruktion mit sehr unterschiedlichen und unstrukturierten 
Werbeanlagen und trennt in der Horizontale die Er dgeschosszeile von der aufstehenden Bausubstanz 
mit unterschiedlichen Fassadenstrukturen und Nutzungen.  
 
Die überwiegenden Fensterbandfassaden in den Obergeschossen verweisen auf Büronutzungen und 
sind in ihrem Erscheinungsbild und dem baulichen Zustand instandhaltungs- und sanierungsbedürftig.  
Lochfassaden in Klinkerflächen und eine Skelettbauweise mit Beton- und Klinkerausfachungen 
ergänzen das heterogene Fassadenbild, das jedoch durch die gleiche Geschossigkeit und die nahezu 
durchlaufende Traufe / Attika zusammengehalten wird. 
Luftbild Berliner Platz

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Zeichnungsansicht Berliner Platz mit ungeordneten Werbeanlagen und Baustrukturen 
 
 
 
 
Beispielhafter Fassadenausschnitt „Berliner Platz“  mit ungeordneter und un gestalteter Erdgeschoss-
zone, unstrukturierter Werbeanlagenvielfalt, sani erungsbedürftiger Vordachkonstruktion, instand-
haltungs- und sanierungsbedürftiger Obergeschossfassade 
 
 
Ansicht Berliner Platz als Fotomontage

Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel 
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4.1.2 BERLINER PLATZ - GESTALTUNGSLEITLINIEN FÜR FASSADEN UND WERBEANLAGEN 
Für die Neugestaltung des Berliner Platzes sollte eine Aufwertung der angrenzenden Häuserfassaden 
erfolgen. Diese Maßnahme sollte unter zwei unterschiedlichen Gestaltungsaspekten durchgeführt 
werden: 
Zum einen sind die Ladenzeilen im Erdgeschoss als einheitlicher Stadtraum und „Rückgrat“ des 
Berliner Platzes zu betrachten und zu entwickeln. Das erfordert ein homogen erscheinendes 
Gesamtbild der Fassaden und darüber liegenden Werbeanlagen, so dass ein gestalterisches Leitbild im 
Erdgeschossbereich den Berliner Platz „zusammenbindet“. 
 
Die darüber befindliche heterogene Bebauung in unterschiedlichen Baustilen kann ihre Grundstruktur 
beibehalten. Hier ist es jedoch zwingend notwendig, die Fassaden der verschiedenen Häuser zu 
renovieren bzw. energetisch und gestalterisch zu ertüchtigen. 
 
Als vis-à-vis Adresse zum gegenüberliegenden neuen Hauptbahnhof kommt der kompletten Häuser-
zeile eine besondere Bedeutung im Hinblick auf da s Erscheinungsbild des gesamten Bahnhofareals zu, 
so dass eine gewisse Wertigkeit, unter dem Aspekt der allgemeinen Aufwertung des Quartiers, 
gewährleistet werden sollte. 
 
Für jedes Haus sollte in Bezug auf die Fassaden oberhalb der Erdgeschosszone eine Einzelfall-
betrachtung im Hinblick auf Substanz und jetz ige Gestaltung vorgenommen werden, auf deren 
Grundlage eine wirtschaftlich und gestalterisch sinnvolle Ertüchtigung erfolgen kann. 
 
Für die Erdgeschosszone gilt jedoch die gesamtheitliche Betrachtung gemäß nachfolgender 
Gestaltungsleitlinien und –prinzipien für eine wertig  gestaltete „öffentliche Sockelzone“ zur Förderung 
der Stadtraumqualität. 
 
 
 
Zeichnungsansicht Berliner Platz mit geordneten Werbeanlagen und Baustrukturen 
 
Berliner Platz als Fotomontage mit geordneten Werbeanlagen und Baustrukturen

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Beispielhafter Fassadenausschnitt „Berliner Platz“ mit geordneter  
und gestalteter Erdgeschosszone, strukturierter Werbeanlage sowie 
einheitlicher Vordachkonstruktion 
 
 
Ausschnitt „Berliner Platz“  mit gemeinsamer Gestaltungsleitlinie im Erdgeschoss inkl. Werbeanlagen 
Neue Werbebande in einheit-
licher Gestaltung entlang der 
gesamten Häuserzeile: 
Klar definierte Werbefelder 
 
Neues Vordach mit Metall-
verkleidung 
 
Neue Schaufensteranlage in 
einheitlicher Gestaltung

Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel 
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4.2. WINDTHORSTSTRASSE 
 
4.2.1  WINDTHORSTSTRASSE SÜD – BESTANDSANALYSE 
Die Südseite der Windthorststraße beginnt mit der Hausnummer 1 am Übergang zum Berliner Platz, 
überquert die Achtermannstraße und verläuft im Untersuchungsbereich bis zur Hausnummer 19 im 
Übergang zur Engelenschanze. 
 
Die Fassadenabwicklung stellt sich recht heterogen dar, beginnt am Berliner Platz mit der Weiter-
führung der sechsgeschossigen Bandrasterfassade, di e im Verlauf zur Achtermannstraße in der Höhe 
auf fünf Geschosse reduziert ist. Rechts der Achtermannstraße folgen eigenständige vier- bzw. 
dreigeschossige Gebäude- und Fassadenabschnitte. Im Übergang zur siebengeschossigen Bebauung 
an der Engelenschanze befindet sich eine Gebäudefuge mit einem zweigeschossigen Verbindungs-
baukörper. Allen Gebäuden auf der Südseite Windthorststraße ist gemeinsam, dass die Erdgeschoss-
zone als Ladenzone ausgebildet ist. 
 
Bis auf die mittige dreigeschossige, klassizistisch anmutende Fassade findet sich bei allen anderen 
Gebäuden eine Erdgeschosszone mit sich davon abgrenzenden Obergeschossen in unterschiedlicher 
Nutzungsstruktur (Büro, Hotel, Wohnen). Die vo r beschriebene Gebäude- und Fassadengliederung 
bietet im Grundsatz die Chance zur Ausbildung gestalterischer Einheiten an den jeweiligen Fassaden-
abschnitten, ist jedoch in der dargestellten Best andsanalyse als sehr heterogenes und ungeordnetes 
Auftreten von Werbeanlagen und unterschiedlichsten Baukonstruktionen erlebbar. 
 
Insbesondere die Gebäudeabschnitte 1-11 und 17-19 er scheinen in ihrer durchlaufenden horizontalen 
Erdgeschossgliederung in einer guten Proportion zu den darüber befindlichen Gebäuden, verlieren 
jedoch diese positive Eigenschaft durch kleinglie drige, wenig gestaltete, ungeordnete und vielfältige 
Aufteilung in der Laden- und Werbezone. 
 
Die Gebäude Nr. 13 und 15 sind in ihrer gesamten Fassadenstruktur gegliedert. Lediglich die teilweise 
großflächigen Werbeanlagen, die für die Erlebbarkei t der Gebäudestruktur nicht förderlich sind, sind 
zurückhaltende, die Gestaltung unterstützende Werbeanlagen anzubieten. 
 
 
Windthorststraße Süd als Fotomontage mit ungeordneten Werbeanlagen und Baustrukturen 
 
Zeichnungsansicht Windthorststraße Süd mit ungeordneten Werbeanlagen und Baustrukturen

Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel 
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Zeichnungsansicht „Windthorststraße Süd“ – Ausschnitt Haus Nr. 17 + 19 
 
 
Beispielhafter Ausschnitt „Windthorststraße Süd“ mit ungeordneter + ungestalteter Erdgeschosszone, 
unstrukturierter Fassaden-/Werbeanlagenvielfalt sowie tw. sanierungsbedürftiger Fassadenkonstruktion 
 
 
4.2.2 WINDTHORSTSTRASSE SÜD – GESTALTUNGSLEITLINIEN 
Analog der Gestaltungsvorschläge zum Berliner Platz wird für die Gebäude Nr. 1-11 ein zusammen-
bindendes und klar gliederndes Vordach mit strukturierten Werbeanlagen vorgeschlagen. 
Ebenfalls analog zum Berliner Platz wird die Fassade im Erdgeschoss rhythmisch gegliedert und als 
offene Schaufenster- und Ladenzeile gestaltet. Mit diesem Gestaltungsvorschlag erhält der Block am 
„Berliner Platz / Windthorststraße Süd“ eine gestalterische Aufwertung, eine klare Gliederung und 
städtebauliche Prägnanz.  
 
Die Gebäude Nr. 13 und 15 erhalten bis auf die An regungen zur Rücknahme/Reduzierung der Werbe-
anlagen keine weiteren gestalterischen, baustrukturellen und konstruktiven Änderungsvorschläge, da 
diese beiden Gebäude in ihrer Heterogenität und Eigenständigkeit nicht weiter verändert werden sollten. 
 
Die Gebäude Nr. 17 und 19 erhalten eine einheitlich gestaltete, zusammenbindende Vordachkonstruk-
tion und eine neue, einheitlich gestaltete Fassade im Rhythmus mit geschlossenen und gläsernen 
Eingangs- und Schaufensteranteilen. Im Übergang zwischen Fassade und Vordach wird eine 
horizontale Linie als Werbefläche ausgewiesen, die trotz ihrer Kleinteiligkeit ein gemeinsames, gut 
gestaltetes Werbeband für diesen Straßenabschnitt erzeugt.  
 
 
 
Zeichnungsansicht Windthorststraße Süd mit geordneten Werbeanlagen und Baustrukturen

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Windthorststraße Süd als Fotomontage mit geordneten Werbeanlagen und Baustrukturen 
 
 
 
 
 
Beispielhafter Fassadenausschnitt „Windthorststr aße Süd“ mit geordneter und gestalteter Erd-
geschosszone, strukturierter Werbeanlage und einheitlicher Vordachkonstruktion 
 
 
 
Ausschnitt „Windthorststraße Süd“ mit gemeinsamer Gestaltungsleitlinie im EG inkl. Werbeanlagen

Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel 
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4.2.3 WINDTHORSTSTRASSE NORD – BESTANDSANALYSE 
Die Nordseite der Windthorststraße beginnt am Übergang zum Berliner Platz mit der Hausnummer 4, 
dem zehngeschossigen, städtebaulich sehr markanten Hotelgebäude. Im Anschluss daran, in Richtung 
von-Vincke-Straße, entwickelt sich eine in etwa gleich hohe Bebauung mit vier bis fünf Geschossen, 
teilweise mit zusätzlichem Staffelgeschoss und im  Hinblick auf die Fassadengestaltung in unter-
schiedlicher Konstruktion und Ausprägung. 
 
Die Gebäudezeile endet auf dem Weg zur Innenstadt mit Hausnummer 20 am Übergang zur von-
Vincke-Straße und zeigt hier eine erhöhte Fassadenentwicklung mit fünf Geschossen zur 
Windthorststraße und dahinter liegenden weiteren ein bis zwei Geschossen als markantem städte-
baulichen Eckpunkt. Die Betrachtung der Erdgeschossz one zeigt auch hier eine sehr unterschiedliche 
Gestaltungs- und Fassadenstruktur, die das vorhandene heterogene Erscheinungsbild unterstreicht. 
 
Das Haus Nr. 20 ist im aktuellen Umbau mit einer schmalen Vordachkonstruktion und zurückhaltender 
Werbeanlage gut gestaltet. Lediglich die rechte, gr oßflächige Werbefläche als Leuchtreklame für die 
gesamte Höhe des Vordaches beeinträchtigt das sonst gut proportionierte Erscheinungsbild.  
 
Die Gebäude Nr. 16 und 18 wurden im Erdgescho ss bereits mit einer gemeinsamen Glas-Vordach- 
und Fensterfassadengestaltung versehen und beruhigen den Straßenabschnitt wohltuend.  
 
Das Gebäude Nr. 14 hat sowohl in der vertikalen Ausrichtung als auch in der Fassadengestaltung eine 
Sonderposition, da es das einzige Gebäude ist, da s sich vertikal orientiert und aufgrund dieser 
besonderen Fassadengestaltung keinem Verbesserungsvorschlag unterliegt. 
 
Das Gebäude Nr. 12 mit Übergang zur Achtermannstraße ist im Erdgeschoss durch eine vielfältige, 
ungeordnete Werbeanlagenanordnung inklusiv Markisen geprägt und im Hinblick auf eine ruhigere, 
ansprechende Gestaltung der Ladenzone überarbeitungsbedürftig.  
 
Die Gebäude Nr. 6 und 8 sind im Erdgeschoss mi t einem gemeinsamen Vordach und einer gleich 
strukturierten Erdgeschossfassade gestalterisch verbunden und derzeit komplett in den Glasflächen mit 
farbigen Werbefolien belegt. Auch, wenn die innere Funktion des Gebäudes eine Transparenz und 
Öffnung der Fassade zur Windthorststraße nicht erfordert, ist eine weniger plakative und auffällige 
Werbefläche für den Stadtraum an der Windthorststraße wünschenswert. 
 
Das Hotelgebäude mit der Nummer 4 wird in seinem ausdrucksstarken Fassadenbild mit Sandstein-
flächen und –rastern im Obergeschoss auf einer Er dgeschosssockel-Fassade durch eine Vielzahl von 
Werbeanlagen im direkten Übergang auf der unteren Sandsteinfläche verunklart. Hier ist neben der 
Anforderung an zurückhaltende Werbung mit Einzelbuchstaben die Position der Werbeanlagen zur 
Beruhigung des Fassadenbildes an die Oberkante des Erdgeschosses zu setzen. 
 
Insgesamt bleibt festzustellen, dass für die Nordseite der Windthorststraße, bis auf das Haus Nr. 12, 
nur wenige kleinere ordnende und gestalterisch wirksame Eingriffe in der Erdgeschosszone 
vorgeschlagen werden. Das heißt zwar nicht, dass dieser Straßenabschnitt, der sich sehr unter-
schiedlich und differenziert darstellt, insgesamt eine sehr gute Gestaltqualität darstellt, sondern eher, 
dass mit Respekt vor den vorhandenen Gebäudes trukturen Möglichkeiten der Verbesserung in 
kleineren Maßnahmen zu sehen sind, die nachfolgend im Einzelnen dargestellt werden.

Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel 
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Zeichnungsansicht Windthorststraße Nord mit tw. ungeordneten Werbeanlagen und Baustrukturen 
 
 
 
 
 
 
 
 
       
Windthorststraße Nord Haus Nr.12 im ungeordneten Bestand            und im geordneten Fassadenbild 
 
 
 
 
 
Fotomontage Windthorststraße Nord mit teilweise ungeordneten Werbeanlagen und Baustrukturen

Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel 
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4.2.4 WINDTHORSTSTRASSE NORD - GESTALTUNGSLEITLINIEN 
 
Zeichnungsansicht Windthorststraße Nord mit geordneten Werbeanlagen und Baustrukturen 
 
 
Das Gebäude Nr. 20 an der Ecke Windthorststraße/v on-Vincke-Straße zeigt sich mit gut gestalteter 
Fassade zum Gesamtbaukörper und spiegelt diesen guten Eindruck nach dem Umbau in 2016 auch in 
der Erdgeschosszone wieder. Die Ladenzone zeigt sich  transparent, gut gegliedert und bildet mit dem 
ausladenden, schlank konstruierten Vordach ein angemessenes Sockelgeschoss für das Gesamt-
gebäude. 
Die zurückhaltende Werbung mit Einzelbuchstaben im Bereich des Ladenlokals auf der Ecke unterstützt 
die gute Gestaltung. Lediglich das Ladenlokal im Übergang zum Gebäude Nr. 18 unterbricht das gute 
Gestaltungsprofil durch eine großflächige Werbeanlage mit Leuchteffekt auf gesamter Breite der 
Vordachkonstruktion für diesen Gebäudeabschnitt. Hier sollte die Werbung analog der vorgenannten 
Werbegestaltung in Einzelbuchstaben reduziert werden und mit dieser Maßnahme die klare Zäsur durch 
die Vordachkante zwischen Ladenzone und aufstehendem Gebäude wiederhergestellt werden. 
 
Die Gebäude Nr. 16 und 18 besitzen im Erdgeschoss ein gemeinsames Ladenlokal, das mit 
durchgehendem Vordach und gemeinsam gestalteter Erdgeschossfassade bereits einen Beitrag zu 
einer gesamtheitlichen Gestaltqualität für die Erdgeschossfassaden, Werbeanlagen und Vordach-
konstruktionen leistet und somit einer Gestaltungsleitlinie folgt.  
 
Das Gebäude Nr. 14 mit der in der Bestandsanal yse dargestellten Sonderstellung lässt sich 
gestalterisch nicht an die Nachbarbebauung anbinden, bleibt damit sehr eigenständig und in der 
vorgegebenen Gebäudestruktur, ohne konkrete Verbesserungsvorschläge. Aufgrund des geringen 
Anteils am gesamten Straßenzug fällt diese Sonderpo sition nicht besonders ins Gewicht, auch weil die 
Gebäudesubstanz insgesamt in einem guten Zustand ist. 
 
Windthorststraße Nord als Fotomontage mit geordneten Werbeanlagen und Baustrukturen

Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel 
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Das Gebäude Nr. 12 sollte in der Erscheinung und Wahrnehmung der Erdgeschosszone, die im 
Bestand gebäudestrukturell bereits vorhanden ist, eine Gliederung sowohl in der Fassadenstruktur als 
auch in den Werbe- und Vordachkonstruktionen er halten. Die Ladenzone sollte in Materialität und 
Gliederung der Fassadenöffnungen beruhigt werden, um diesem Sockelgeschoss eine gestalterische 
„Substanz und Kraft“ für das aufstehende Gebäude zu geben. Die Werbeanlagen sollten im Sturz-
bereich zu den Fassadenöffnungen in zurückhaltender Form in Einzelbuchstaben und Symbolen, den 
Ladenlokalen jeweils zugeordnet, angeboten werden. Vordachkonstruktionen oder Markisen können im 
oberen Bereich der Fensterfassaden integriert werden und unterstützen damit die Fassadenrhythmik. 
Das vorgeschlagene Gestaltungsprofil sollte dem Gebäudeverlauf in die Achtermannstraße folgen. 
 
Die Gebäude Nr. 6 und 8 sind, wie in der Bestandsanalyse erwähnt, bereits durch ein gemeinsames 
Vordach und eine gleich strukturierte Erdgeschossfassade gestalterisch verbunden. Lediglich im 
letzten Fassadensegment im Übergang zu Gebäude Nr. 4 fehlt das durchgehende Vordach und wird 
durch eine Markisenkonstruktion in anderer Gestaltung  und Position ergänzt. Hier wird vorgeschlagen, 
die Vordachkonstruktion in gleicher Weise zu ergänzen und mit der Funktion Sonnenschutz/Markise 
möglichst integriert auszuführen. Aufgrund der Erdgeschossnutzung durch ein Geldinstitut ist die 
Fassade in diesem Abschnitt eine der wenigen, di e sich nicht öffnend in den Straßenraum zeigen, 
jedoch einen sehr großen Fensteranteil besitzen, de r ganzflächig mit Werbefolien plakatiert ist. Diese 
sehr große und farbig stark einwirkende Werbefront sollte reduziert werden und nach dem Prinzip 
„weniger ist mehr“ in ein gestaltetes Gesamtbild überführt werden. 
 
Gebäude Nr. 4 erzielt durch seine Höhe, Position über Eck und Fassadengestaltung eine besondere 
städtebauliche Aufmerksamkeit. Die Erdgeschosszone zeigt in einheitlicher Struktur und Materialität 
sowohl von der Windthorst- als auch von der Bahnhofstraße einen gu t gestalteten Gebäudesockel. Der 
Übergang zu dem aufstehenden Gebäude wird jedoch durch diverse Werbeanlagen verunklart und 
sollte im Bereich der Sturzausbildung zum Sockelge schoss mit jeweiliger Zuordnung zu den Laden- 
und Nutzungseinheiten positioniert werden. Die Markisen und Vordachkonstruktionen sollten ebenfalls 
im Bereich der Oberkante der Erdgeschossfassade integriert werden, so dass eine klare Zäsur 
zwischen Ladenzeile und aufstehendem Gebäude erzeugt wird. Einzelne Werbeanlagen auf der 
markanten Natursteinfassade sollten sich in der So nderposition als Einzelbuchstabenwerbung farblich 
harmonisch mit der Natursteinfassade verbinden. Das gilt gleichermaßen für den empfohlenen 
Austausch oder Rückbau der großen Zeit- und Temperaturanzeige. 
              
BESTAND                Fassadenausschnitt „Windthorststraße 4“           GESTALTUNGSVORSCHLAG

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4.3  BAHNHOFSTRASSE 
 
4.3.1  BAHNHOFSTRASSE WEST 1+ 2 - BESTANDSANALYSE 
Die Straßenansicht der Westseite zur Bahnhofstraße gliedert sich aufgrund der Länge der 
Bahnhofstraße in zwei Abschnitte: „Bahnhofstraße West 1“ beschreibt die Häuserzeile vom Übergang 
in die Windthorststraße bis zum Übergang zur Urbanstraße mit den Hausnummern 12-24 und dem 
Eckgebäude an der Windthorststraße mit postalischer Zuordnung zum Berliner Platz 2/2a. 
Der Abschnitt „Bahnhofstraße West 2“ beginnt an der Urbanstraße, endet im Übergang zum 
Servatiiplatz und beschreibt die Hausnummern 2-10. 
 
Der Gesamtüberblick der Fassadenabwicklung zeigt bei näherer Betrachtung eine Aneinanderreihung 
von gut strukturierten und im Ansatz wertigen Gebäudeabschnitten, deren Konstruktionsprinzipien klar 
erkennbar sind, die jedoch in Teilen in einem sanierungs- und modernisierungsbedürftigen Zustand 
sind. Das trifft auch für die Erdgeschosszonen zu, die nachfolgend im Einzelnen betrachtet, analysiert 
und mit Vorschlägen nachgebessert werden. 
 
Der Abschnitt „Bahnhofstraße West 1“ beginnt mit dem zehngeschossigen Hochpunkt am Berliner 
Platz 2, zeigt sich im weiteren Verlauf mit fast durchgängigen Gebäudehöhen mit fünf bis sechs Ge-
schossen und bildet einen weiteren kleinen Hochpunkt mit acht Geschossen im Übergang zur 
Urbanstraße.  
 
Das Haus Nr. 2/2a, im gleichen Baustil und ganzheit lich gestaltet, bietet ein gutes Gestaltungsbild im 
Sinne und der Fortsetzung der Beschreibung zum Haus Nr. 4 auf der Windthorststraße Nord. Die 
großflächige Werbung im 4. Geschoss des Eckgebäudes (Hotel Conti) sollte zurückgebaut werden. 
Flächige Werbeanlagen oberhalb der Erdgeschossz one auf Natursteinbändern wirken störend auf das 
ganzheitliche Gestaltungsprofil der Fassaden. Das Er dgeschoss zeigt sich in einheitlicher Form und 
Farbe und bildet einen wertigen Sockel für das Gesamtgebäude ab. 
 
Das Gebäude Nr. 24 zeigt sich im Grundsatz in klar er Strukturierung der Obergeschosse mit gerasteter 
Baukonstruktion und einem abgegrenzten Sockelgeschoss mit transparenter Fassade und horizontal 
durchlaufendem Werbeanlagenriegel. Die Werbeanlage, teilweise mit Markisen verbunden, addiert sich 
unruhig und wenig geordnet durch Einzelbestandteile unterschiedlicher Ausprägung.  
 
Haus Nr. 20 bis 22 nimmt in dem Straßenzug eine Sonderposition ein, da mit der Theaternutzung und 
der großen, ausladenden Vordachkonstruktio n auf großer Geschosshöhe dem Gebäude ein 
wirkungsvolles Portal gegeben wird, das durch die Werbung mit aufgestellten Einzelbuchstaben 
harmonisch ergänzt wird. Die Fassadengestaltung im Erdgeschoss bezieht sich auf die Vordach-
konstruktion, gliedert sich in Eingang, Foyer und  Kassenhaus und bildet somit eine gestalterische 
Einheit im Verbund mit dem Vordach. 
 
Haus Nr. 18 ist in der Grundstruktur in gerasteter Bauweise und klar gegliederter Erdgeschosszone 
stark sanierungs- und modernisierungsbedürftig. Das sehr tief hängende Plexiglas-Vordach der Laden-
zone zeigt sich in Position und Ausführung wenig wertig. Der breite, weiße horizontale Riegel zwischen 
Erdgeschoss und den Obergeschossen bietet Ra um zur Aufnahme eines Vordaches (soweit not-
wendig) im oberen Bereich und einer darunter liegender strukturierten Werbefläche.

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Die Erdgeschossfassade besteht im Wesentlichen aus bodentiefen Glasfassaden, die in Alter und 
Konstruktion zwar ebenfalls sanierungsbedürftig, jedoch in der Struktur und Öffnung zum Straßenraum 
zuträglich sind. 
 
Das Gebäude 14-16 ist mit einer Hotelnutzung versehen und zeigt sich im erhöhten Sockelgeschoss 
mit einer fast geschlossenen Fassade, die lediglich zwei kleinere Einschübe mit Fassadenöffnungen 
zum Straßenraum hin besitzt. Durch die große Läng e des Gebäudes mit geschlossenen Fassadenteilen 
hat dieser Abschnitt eine prägende Wirkung. Durch die sehr starke Differenzierung in der Materialität 
und Ausbildung des Sockelgeschosses als grau gera sterte Glaspaneel-Oberfläche und im Kontext der 
sonst durch Natursteinflächen, Ziegelflächen und ei ner Bandrasterstruktur geordneten und gestalteten 
aufstehenden Fassade wirkt die glänzende, glatte, graue Fassadenfläche im Verhältniszum Baukörper 
fremdartig. Wünschenswert wäre eine Gesamtgestaltung in Materialität und Ausbildung zu einem 
gesamtheitlichen Baukörper, der sich dann auch zum benachbarten Haus Nr. 12 hin gestalterisch 
ergänzend zeigt.  
 
Haus Nr. 12 gliedert sich durch einen zweigeschossigen Sandsteinsockel mit Öffnung des Erdge-
schosses durch großflächige Glasfassaden und au fstehenden sechs Geschossen im Wechselspiel 
zwischen Naturstein, Ziegel und Fensterbändern in gut gestalteter und proportionierter Darstellung. Das 
Gebäude wirkt sehr wertig und in sich wohlproportioniert. Die Werbeanlagen befinden sich in zurück-
haltender Anordnung, ohne die Gesamtgestaltung des Gebäudes zu beeinflussen. 
 
 
 
 
Zeichnungsansicht Bahnhofstraße West 1 mit teilweise ungeordneten Werbeanlagen und Baustrukturen 
 
 
 
 
Fotomontage Bahnhofstraße West 1 mit teilweise ungeordneten Werbeanlagen und Baustrukturen

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Der Abschnitt Bahnhofstraße West 2, zwischen den Einmündungen Urbanstraße und Servatiiplatz, zeigt 
sich in durchgängiger sechsgeschossiger Bauweise in fünf Gebäudeabschnitten mit jeweiliger Aus-
bildung einer Sockelzone als überwiegend offen gestalteter Ladenzone mit klar erkennbarer 
Abgrenzung zu den jeweiligen Obergeschossen.  
Alle Obergeschosse zeigen sich in Struktur, Ma terialität und Konstruktionsprinzipien auf unter-
schiedliche Art und Weise, aber konsequent für jeden Hausabschnitt, in guter Qualität. Die Fassaden 
sind, dem Alter geschuldet, in Teilen sanierungs- und  modernisierungsbedürftig. Das trifft auch - bis 
auf eine Ausnahme - für die Erdgeschosszone zu und stellt sich im Einzelnen wie folgt dar: 
 
Das Haus Nr. 10 nimmt im Erdgeschoss die Trag- und Pfeilerstruktur des aufstehenden Gebäudeteils 
im Grundsatz auf, wirkt jedoch sehr heterogen durch die unterschiedlichen Fassadenfüllungen im 
Erdgeschoss. Vier unterschiedliche Gestaltungs- und Fassadenprinzipien verunklaren die wertige und 
einheitliche Gesamtstruktur des Gebäudes. Dieser Eindruck wird auch durch eine nur teilweise durch-
geführte Vordachkonstruktion unterstützt. Die Erdgeschoßfassade ist in ihrem Zustand überholungs-
bedürftig. Die unterschiedlichen Fassadenkonstruktion en sollten hier vereinheitlich werden, damit das 
Gestaltungsprinzip in der Wiederholung diesen Gebäudeabschnitt deutlich erkennbar macht. 
 
Im Übergang zu Gebäude Nr. 8 ist die gleiche Gesc hossbildung ablesbar, jedoch in anderer Fassaden-
materialität als beim Haus Nr.10. Die Obergeschosse sind im Zustand sanierungsbedürftig, aber in der 
Struktur stark genug, um auch nach der Sanierung üb erzeugen zu können. Für das Erdgeschoss bietet 
sich die Weiterführung des vorgenannten Vordaches aus Haus Nr. 10 in gemeinsamer Gestaltung an. 
Gleiches gilt auch für die Ladenfassade. 
 
Das Haus Nr.6 ist in sich wertig und ganzheitlich konzipiert. Die Erdgeschosszone befindet sich in 
einem sehr guten baulichen und gestalterischen Zust and und erfüllt alle Vorgaben an die Fassaden- 
und Werbeanlagengestaltung dieser Fibel. 
 
Das Haus Nr. 4 bildet sich im Erdgeschoss durch eine klare Zäsur in Baukonstruktion und Materialität 
ab. Eine vorhandene Vordachkonstruktion könnte mit dem benachbarten Gebäude Nr. 2 in gemein-
schaftlicher Gestaltung und Konstruktion ausgeführt werden. Dies gilt auch für eine gemeinschaftliche 
Struktur zu den Werbeanlagen direkt unterhalb der Vordachkonstruktion. Ansonsten ist die bestehende 
Struktur mit mittigem Eingang und symmetrischer Sc haufensterflächenanordnung in sich schlüssig 
und ausgewogen. 
 
Das Haus Nr. 2 mit dem Übergang zum Servatiiplat z zeigt in den Obergeschossen eine wertige 
Fassadenstruktur aus Sandstein- und Klinkerflächen und Bändern und setzt auf ein klar definiertes 
Erdgeschoss mit Abgrenzung durch eine durchgängige Vordachkonstruktion auf. Die Gliederung der 
vertikalen Sandsteinpfeiler wird im Erdgeschoss aufgenommen, jedoch durch unterschiedlich 
behandelte Fassadenelemente und Werbeanlagen verunklart. Hier ist eine Vereinheitlichung der 
Fassadenfüllungen mit einer klaren Ordnung in der Werbung unterhalb der Vordachkonstruktion 
anzustreben.

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Zeichnungsansicht Bahnhofstraße West 2 mit teilweise ungeordneten Werbeanlagen und Baustrukturen 
 
 
 
4.3.2 BAHNHOFSTRASSE WEST 1 + 2 - GESTALTUNGSLEITLINIEN 
Im Abschnitt Bahnhofstraße West 1 besteht für das Haus Nr. 2/2a lediglich die Gestaltungs-
empfehlung zu den Werbeanlagen oberhalb des E rdgeschosses. Für diesen Fassadenabschnitt gilt, 
dass die wertige Natursteinfassade in Struktur und Bänderung möglichst freigestellt und werbeanlagen-
frei sein sollte. Ergänzend dazu sollte die Werbung im 4. OG entfernt oder in Form von Einzelbuch-
staben im Brüstungsfeld der dunklen Fassadenausfachungen reduziert werden. 
 
Für das Haus Nr. 24 gilt es, die Erdgeschossfassade neu zu strukturieren, zu beruhigen und zu ordnen 
und mit einem durchlaufenden Riegel, der Fensterfassade zugeordnet, den Raum für gestaltete Werbe-
anlagen und Vordachkonstruktionen herzustellen. Mit wenigen gestalterischen Maßnahmen kann hier 
im Erscheinungsbild der Aluminiumfassade eine Beruhigung erfolgen, die auf der einen Seite die 
Erdgeschossfassadenstruktur einheitlich ergänzt und auf der anderen Seite Trägerfläche für einzelne 
Werbeanlagen als auch Markisen- und Vordachkonstruktionen sein kann. 
 
Für das Gebäude Nr. 20-22 besteht neben der Modernisierung der Fassade oberhalb der Erdgeschoss-
zone kein weiterer Handlungsbedarf. 
 
Für das Gebäude Nr. 18 gelten die gleichen Anregungen und Prinzipien wie für das Haus 24 mit Neu-
gliederung der Erdgeschossfassade, Aufnahme einer Werbelinie und integrierten Vordachkonstruktion. 
 
Für das Gebäude Nr. 14-16 beziehen sich die Gest altungsvorschläge weniger auf die Werbeanlagen 
und öffentliche Wahrnehmung und Nutzbarkeit der Erdgeschossebene als vielmehr auf die Gesamt-
gestaltung in Materialität und Ausbildung zu einem gesamtheitlichen Baukörper mit starker Präsenz für  
Bahnhofstraße West 2 als Fotomontage mit teilweise ungeordneten Werbeanlagen und Baustrukturen

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den Straßenraum. Hier schlagen wir die Ausbildung des Sockelgeschosses in Harmonie zu den 
sonstigen Fassadenmaterialien in Natursteinoptik vo r, um das Gebäude in der Fassadenansicht wieder 
zu vereinen und im Kontext auf das benachbarte Haus  Nr. 12 in eine harmonisch gestaltete Einheit zu 
überführen. 
 
Das Gebäude Nr. 12 ist in sich schlüssig gestaltet und bedarf keiner weiteren Gestaltungsvorschläge. 
 
 
 
Zeichnungsansicht Bahnhofstraße West 1 mit geordneten Werbeanlagen und Baustrukturen 
 
 
 
Gestaltungsbeispiel für das Gebäude Nr.24                          Gestaltungsbeispiel für das Gebäude Nr.18 
 
 
Im Straßenabschnitt Bahnhofstraße West 2 wird für die Gebäude Nr. 8 und 10 eine durchgängige 
Vordachkonstruktion in einheitlicher Gestaltung un d Ausprägung vorgeschlagen. Die Erdgeschosszone 
ist mit neuen Fassadenelementen zu gliedern und zu beruhigen. Die jeweiligen Fassaden- und 
Tragstrukturen aus den Obergeschossen sind dabei herunterzuführen und zu berücksichtigen.  
Bahnhofstraße West 1 als Fotomontage mit geordneten Werbeanlagen und Baustrukturen

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Im oberen Segment der neuen Fensterfassaden entsteht eine Werbeanlagenlinie unterhalb der 
Vordachkonstruktion mit geordneten Feldern, de n möglicherweise unterschiedlichen Läden und 
Nutzern zugeordnet.  
 
Das Gebäude Nr. 6 ist in sich schlüssig gestaltet und bedarf keiner weiteren Gestaltungsvorschläge. 
 
Die Gebäude Nr. 4 und Nr. 2 erhalten analog de r Gestaltungsvorschläge zum Haus Nr. 8-10 eine 
zusammenhängende Vordachkonstruktion, in Teilen neue Fensterfassaden unter Berücksichtigung der 
vorhandenen Tragkonstruktionen sowie einen Riegel mit gegliederten Werbeanlagen unterhalb der 
Vordachkonstruktion. Diese Maßnahmen würden somit zu einem gesamtheitlich sehr guten 
Gestaltungsbild beitragen. 
 
Zeichnungsansicht Bahnhofstraße West 2 mit geordneten Werbeanlagen und Baustrukturen 
 
 
 
Gestaltungsbeispiel für das Gebäude Nr. 8-10                  Gestaltungsbeispiel für das Gebäude Nr. 2- 4 
Bahnhofstraße West 2 als Fotomontage mit geordneten Werbeanlagen und Baustrukturen

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4.3.3 BAHNHOFSTRASSE OST – BESTANDSANALYSE 
Das dreiteilige Gebäude der „Direktion“ auf der Ostseite der Bahnhofstraße, beginnend im Übergang 
zur Wolbecker Straße, folgt dem Straßenverlauf bis zum angrenzenden Bahnhofsgebäude.  
 
Der erste Gebäudeabschnitt mit der Zuordnung Haus Nr. 1-3 gliedert sich in ein hohes Erdgeschoss 
mit aufliegenden drei Regelgeschossen und einem zusätzlichen Staffelgeschoss als insgesamt 
fünfgeschossiges Gebäude.  
Die Fassade ist sehr wertig gegliedert und gestaltet. Die Obergeschossfassade besteht aus Klinker-
flächen mit Fensteröffnungen als Doppelfenster und Natursteinumrahmung in gleichmäßiger Glieder-
ung, das Staffelgeschoss nimmt die Natursteinbänder gestalterisch auf und gliedert sich im 
Wechselspiel zwischen Fensterfassade und Natursteinpfeiler über die gesamte Länge des Gebäudes.  
 
Das überhöhte Erdgeschoss bildet mit Natursteinpfeilern und –riegeln die übergeordnete statische 
Struktur ab und ergänzt sich harmonisch mit dem aufstehenden Gebäude. Die jeweiligen Felder 
zwischen den Natursteinpfeilern sind mit Fensterf assadenanlagen gleicher Struktur und Farbe gefüllt. 
Ein durchgehendes Band mit dem Raum für Werbeanlagen und in die Fassade integrierten 
ausfahrbaren Vordachmarkisen gibt jedem Feld bzw. jeder Ladeneinheit die Möglichkeit, auf sich 
aufmerksam zu machen. Trotz unterschiedlicher Farben und Schriftgrößen, Schrifttypen und 
Darstellungen stellt sich das Werbeband harmonisch dar und ermöglicht bei festgelegter Gesamtgröße 
eine individuelle Gestaltung, ohne die Gesamt-Gestaltleitlinie zu stören. 
 
Dieses Gestaltungsprinzip ist ein hervorragendes Vo rbild und somit ein anregender Beitrag für diese 
Gestaltungsfibel. 
 
Das mittige Gebäude der Direktion mit den Hausnummern 5, 7 und 9 ist siebengeschossig bei einem 
ebenfalls überhöhten Erdgeschoss, das sich auf gleicher Linie zum benachbarten Sockelgeschoss 
befindet. Die Obergeschosse sind durchgerastert, gefüllt mit Einzelfenstern und Klinkerbrüstungen bzw. 
kompletten Klinkerfeldern bei geschlossener Fassade.  
Das Erdgeschoss nimmt das Gestaltungsprinzip des Gebäudes 1-3 im Grundsatz auf, lediglich die 
Tragstruktur bildet sich nicht in einem gesonderten Material ab, sondern integriert sich ebenfalls in die 
Fassade mit durchgehenden Aluminiumverkleidungen vor den Stützenkonstruktionen.  
 
Auch diesem Gebäudeabschnitt kann ein Vorbildcharakter für gute Fassaden- und Werbegestaltung 
bescheinigt werden. 
 
Der zur Bahnhofstraße zurückliegende Gebäudeteil Nr. 11 mit drei Geschossen plus Staffelgeschoss 
unterscheidet sich zwar in Geschosshöhen un d Fassadengliederung vom sonstigen Direktions-
gebäude, nimmt aber sehr wohltuend Materialität (Klinker-Loch-Fassade mit Natursteinrahmung an 
den Einzelfenstern) sowie rhythmisch gegliedertes  Staffelgeschoss mit auf und verbindet sich somit 
gestalterisch mit den vorgenannten Gebäudeteilen auf der Ostseite der Bahnhofstraße.  
 
Das Erdgeschoss mit der Ladenzone bildet sich klar von den aufstehenden Obergeschossen ab, nimmt 
Materialität, Farbe und Höhe der Werbeanlagen prinzipiell mit auf und schafft somit einen gut 
gestalteten Gesamteindruck zum Gebäudekomplex.

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Fotomontage der Bahnhofstraße Ost im Bestand mit geordneten Werbeanlagen und Baustrukturen 
 
Zeichnungsansicht Bahnhofstraße Ost im Bestand mit geordneten Werbeanlagen und Baustrukturen 
 
 
 
4.3.4 BAHNHOFSTRASSE OST - GESTALTUNGSLEITLINIEN 
Im Grundsatz beschreibt die Bestandsaufnahme der Ostseite zur Bahnhofstraße auch gleichermaßen 
die Gestaltungsleitlinien. Mit Vorbildcharakter wurden hier die Erdgeschosszonen in Bezug auf 
Fassadenrhythmik, Fassadengestaltung, Werbeanlag en und Vordachanlagen perfekt umgesetzt und 
dienen in optimaler Weise mit ihrer sehr wertigen und gut gestalteten Erscheinung als Vorbild für diese 
Gestaltungsfibel. 
Einziger kleiner Kritikpunkt sind die plakativen und großflächigen zusätzlichen Werbefolien in den 
Schaufensterbereichen, die hier und da das ruhige, geordnete und harmonische Bild zu den Werbe-
anlagen beeinträchtigen. Hier könnte die optische Wahrnehmung noch verbessert werden. Diese 
Störungen sind jedoch sicherlich dem Aktionismus jedes einzelnen Ladenbesitzers geschuldet und 
sollten vor Ausuferung und Wildwuchs gelegentlich gestoppt werden. 
 
 
Zeichnungsansicht Bahnhofstraße Ost mit geordneten Werbeanlagen und Baustrukturen

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4.4  VON-STEUBEN-STRASSE – ERWEITERTER GELTUNGSBEREICH 
 
 
Die Von-Steuben-Straße mit den beiden Straßenansichten Ost und West liegt im erweiterten 
Geltungsbereich dieser Gestaltungsfibel. 
 
Die Von-Steuben-Straße nimmt eine Sonderstellung ein, da sie 
 
- kein direktes Verbindungsglied zwischen Bahnhof und Innenstadt darstellt, 
- in ihrer baulichen und funktionalen Struktur von den bisher untersuchten Straßenzügen abweicht, 
- im Erdgeschoss nicht als öffentliche Zone ausgebildet ist und 
- der Straßenzug durch große Neubauprojekte im einem Prozess der Neustrukturierung ist.  
 
Zu diesen Projekten zählen der Neubau von zwei  Hotels an  der Ecke Von-Steuben-Straße / 
Herwarthstraße, das Metropolis-Hochhaus am nördlic hen Beginn der Von-Steuben-Straße (postalisch: 
Berliner Platz 39) mit Gastronomie-Nutzung im  Erdgeschoss und Wohnnutzung in den Ober-
geschossen sowie ein Neubaukonzept für die „Westfalen-Höfe“ an der Von-Steuben-Straße 13 / Kleine 
Bahnhofstraße. Diese Neubaukonzepte beschreiben ca. 30-35 % der kompletten Straßenansichtsfläche 
zur Von-Steuben-Straße und sind somit sehr prägend für die Gesamt-Erscheinung. 
 
Somit ist es nicht nur wertvoll, sondern zwinge nd notwendig, die baulichen Konzepte, und hier 
insbesondere die Gestaltung und Funktionalität der Erdgeschossebenen, zu kennen, um gezielt die 
Gestaltungsleitlinien für die Von-Steuben-Straße in ganzheitlicher Betrachtung durchführen zu können.  
 
Die Von-Steuben-Straße gehört bei der Umsetzung der Gestaltungsfibel zum erweiterten Geltungs-
bereich und somit nicht zum ersten Handlungssc hwerpunkt. Somit kann sie zu einem späteren 
Zeitpunkt in Kenntnis der Umsetzungserfahrungen aus den vor beschriebenen Kernbereichen 
profitieren und wird daher zwar namentlich und vorbereitend aufgeführt, ist jedoch bis zur 
vorgenannten erweiterten Kenntnis weder im Bestand noch in der Erarbeitung der Gestaltungsleitlinien 
Gegenstand einer Analyse und Bewertung. 
Erweiterter Geltungsbereich 
Von-Steuben-Straße

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5.0 ÖFFENTLICHE FÖRDERUNG ALS MOTIVATION ZUR INVESTITION IN DEN STADTRAUM 
Der nachfolgende Maßnahmenkatalog mit Kostenschä tzung zu den Gestaltungsempfehlungen zeigt die 
notwendigen Investitionen auf, verweist auf mögliche Förderungen bei Einhaltung der Gestaltungs-
vorgaben und –prinzipien und soll somit Investitionsanreize bei den Eigentümern schaffen sowie die 
Attraktivität des Stadtraumes stärken. 
 
Aus dem Verfügungsfonds Münster-Innenstadt des Städtebau-Förderprogramms „Aktive Stadt- und 
Ortsteilzentren“ für das Programmgebiet „Münster-Innenstadt“ wird die Förderung der beschriebenen 
Maßnahmen zur Neugestaltung der Erdgeschossfassa den und Werbeanlagen aus der Gestaltungsfibel 
Bahnhofsviertel beantragt. Der genaue Fördersatz is t noch festzulegen und orientiert sich an der 
nachfolgenden Kostenaufstellung für die einzelnen Gestaltungsbeiträge. 
 
 
Zur Förderung werden beantragt: 
 
- Ertüchtigung+ Erneuerung der Erdgeschossfassaden unter Einhaltung der Gestaltungsvorgaben 
- Ertüchtigung+ Erneuerung der Vordachkonstruktionen inkl. der Aufnahme zu den Werbeanlagen 
- Ertüchtigung+ Gestaltung von Werbeanlagen im Kontext der Gestaltungsvorgaben + –prinzipien 
 
 
In dieser Gestaltungsfibel wurden zahlreiche Gestaltungsempfehlungen im Sinne der vorgenannten 
Kategorien ausgearbeitet. 
Gestaltungsempfehlungen und –maßnahmen wurd en aufgrund von Inaugenscheinnahmen und 
grafischer sowie fotografischer Behandlung der Ansichten erstellt, jedoch ohne vertiefende Kenntnis 
der Statik, Baukonstruktionen oder sonstiger baulicher Faktoren, die vor Umsetzung einer jeden 
Maßnahme zu prüfen und zu bewerten sind.  
Für jedes einzelne Gebäude bzw. jeden einzelnen Eigentümer gelten die Gestaltungsvorschläge somit 
als Rahmen für eine detaillierte Ausführungsprüfung und Planung. Für eine Umsetzung müssten daher 
die Belange zur Baukonstruktion, zum Tragwerk, zum Schall- und Wärmeschutz sowie zu Brandschutz- 
und Sicherheitsbelangen hinzugezogen und berücksichtigt werden. 
 
Im weiteren Umsetzungsprozess bieten die Stadt M ünster und die ISG Bahnhofsviertel ihre weiter-
gehende Unterstützung an, damit bei jeder Einzelfallbetrachtung gemeinsam, auf der Grundlage der 
Gestaltungsfibel und im Abgleich mit den Gestaltungsfestsetzungen des Bebauungsplanes Nr. 356 
optimale Gestaltungslösungen im Sinne einer Aufwertung der jeweiligen Immobilie und des 
zugehörigen Stadtraumes erreicht werden. 
 
Diese Unterstützung gilt auch für die Betrachtung zur Ertüchtigung, Sanierung und / oder Erneuerung 
der Obergeschossfassaden, die in dieser Fibel zwar im Gesamtkontext der Fassadenabwicklungen 
angerissen wurden, ohne jedoch auf exakte Umsetzungen im gestalterischen, konstruktiven und 
dämmtechnischen Sinne einzugehen. Insbesonder e auf die Möglichkeiten der Förderung von 
Fassadenerneuerungen im Sinne einer energetischen Ertüchtigung wird an dieser Stelle hingewiesen. 
Die zuständigen Beratungsstellen der Stadt Münster (Kundenzentrum im Stadthaus 3, Albersloher Weg 
33, 58155 Münster) stehen Ihnen hierbei gern zur Verfügung.

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6.0 KOSTENAUFSTELLUNG zur Neugestaltung der Erdgeschossfassaden und der Werbeanlagen  
Zur Bewertung der Investitionskosten zu den vorgenannten Gestaltungsvorschlägen werden die 
vorgeschlagenen Maßnahmen in Kategorien eingeteilt und mit einem jeweiligen Kostenansatz pro 
laufenden Meter Fassade ermittelt. 
Am Beispiel der Neugestaltung der Erdgeschossfassaden und der Vordachkonstruktionen sowie 
Werbeanlagen werden die Einheitspreise auf den Meter Fassade ermittelt und als Indikator für die 
vorgeschlagenen ähnlichen Maßnahmen im Geltungsbereich herangezogen. Hieraus entwickeln sich 
die folgenden Kategorien / Kostengruppen: 
 
Kostengruppe 1 
- Komplett-Maßnahmen an Erdgeschossfassade und Vordach sowie Werbeanlagengestaltung 
Kostengruppe 2 
- Maßnahmen an der Erdgeschossfassade 
Kostengruppe 3 
- Diverse Maßnahmen an den Werbeanlagen 
 
 
6.1 KOSTENAUFSTELLUNG zur Neugestaltung de r Erdgeschossfassaden und der Werbeanlagen 
am Beispiel „Berliner Platz“  
 
KOSTENKALKULATION VORDÄCHER inkl. WERBEANLAGEN 
 
Position 
 
Leistungsbeschreibung 
Kurzform 
Mengen Einheitspreis 
Euro netto 
Gesamtpreis 
Euro netto 
     
Werbeanlagen 
Rückbau 
Rückbau der vorhandenen Werbeanlagen inkl. 
aller Unterkonstruktionen und 
Elektroinstallationen 
110 lfdm 60,00 6.600,00  
Vordach 
Rückbau
 
Rückbau der vorhandenen Vordächer bis auf 
die Stahlunterkonstruktion 
110 lfdm 80,00 8.800,00  
Vordach 
Ertüchtigung 
Unterkonstruktion 
Statische und konstruktive Ertüchtigung der 
vorhandenen Stahlunterkonstruktion inkl. 
Ergänzungen für neue Werbeanlagen
 
110 lfdm 200,00 22.000,00  
Vordach 
Vorder-+Untersicht 
Neue Metallverkleidung an Vorderkante und 
Untersicht montieren inkl. notwendiger Unter-
konstruktion und Abdichtungen 
110 lfdm 250,00 27.500,00  
Vordach 
Oberseite 
Unterkonstruktion/Tragschicht für 
Abdichtungsbahnen herstellen 
110 lfdm 50,00 5.500,00  
Vordach 
Oberseite 
Abdichtungsarbeiten auf Vordach Oberseite 
inkl. Anarbeiten an die Gebäude + Anschluss 
an die vorhandene Regenentwässerung
 
110 lfdm 100,00 11.000,00  
Werbeanlage 
Beleuchtung 
Montage einer einheitlich durchlaufenden 
Beleuchtung als LED Lichtband an der 
Unterkante Werbeblende
 
110 lfdm 70,00 7.700,00  
Werbeanlage 
Montage 
Montage der neuen Werbeanlage-Träger-
konstruktion inkl. aller Anschlussarbeiten 
110 lfdm 200,00 22.000,00  
Gesamtkosten – netto   111.100,00  
Zuzüglich 19% Umsatzsteuer   21.109,00 
Gesamtkosten – brutto   132.209,00  
Gesamtkosten brutto / pro lfdm Vordach und Werbeanlagen (gerundet) 1.200,00

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KOSTENKALKULATION ERDGESCHOSSFASSADEN 
 
Position 
 
Leistungsbeschreibung 
Kurzform 
Mengen Einheitspreis 
Euro netto 
Gesamtpreis 
Euro netto 
     
Fassaden 
Rückbau 
Demontage aller Eingangs- und Schau-
fensterfassaden 
110 lfdm 100,00 11.000,00  
Fassaden 
Bestand Ertüchtigen 
Ertüchtigung aller anschließenden Bauteile 
vorbereitend für den Einbau der neuen Schau-
fensteranlagen 
110 lfdm 250,00 27.500,00  
Fassaden 
Einbau neuer 
Fassaden 
Einbau der neuen Aluminium - Schaufenster-
fassaden inkl. Eingangstüren und Herstellung 
aller baukonstruktiver und dämmtechnischer 
Anschlüsse an den Bestand 
360
 qm 1.000,00 360.000,00  
Gesamtkosten – netto   398.500,00  
Zuzüglich 19% Umsatzsteuer   75.715,00 
Gesamtkosten – brutto   474.215,00  
Gesamtkosten brutto / pro lfdm Erdgeschossfassade (gerundet) 4.300,00 
 
Dementsprechend werden folgende Einheitspreise den jeweiligen Kostengruppen als Kostenindikatoren 
zugeordnet: 
 
Kostengruppe 1 = 5.500,- Euro / lfdm Fassade 
- Komplett-Maßnahmen an Erdgeschossfassade und Vordach sowie Werbeanlagengestaltung 
Kostengruppe 2 = 4.300,- Euro / lfdm Fassade 
- Maßnahmen an der Erdgeschossfassade 
Kostengruppe 3 =  300,- Euro / lfdm Fassade 
- Diverse Maßnahmen an den Werbeanlagen: Da diese Maßnahmen sehr unterschiedlicher Natur sind, 
kann hier nur ein sehr überschlägiger Kostenansatz als Referenz herangezogen werden und dient 
lediglich als Indikator für die Ermittlung der Gesamtinvestitionen. 
 
 
6.2 GESAMTINVESTITIONEN 
Der nachfolgende Lageplan zeigt mit farblicher Markierung die Gebäude mit Gestaltungsvorschlägen in 
dem Geltungsbereich der Gestaltungsfibel in der Zuordnung zu den jeweiligen Kostengruppen. 
Die vorgenannten Einheitspreise zu den Kostengruppen werden mit den jeweiligen laufenden Metern 
Fassadenabwicklung multipliziert und ergeben eine Gesamtinvestition in Höhe von ca. 2,5 Mio. EUR 
brutto für die vorgeschlagenen Maßnahmen am Berliner Platz, an der Windthorststraße und an der 
Bahnhofstraße in nachfolgender Einzelaufteilung: 
 
Kostengruppe 1 = 5.500,- Euro x ca 350 lfdm Fassade = 1.925.000,- Euro 
- Komplett-Maßnahmen an Erdgeschossfassade und Vordach sowie Werbeanlagengestaltung 
Kostengruppe 2 = 4.300,- Euro x  ca 120 lfdm Fassade = 516.000,- Euro 
- Maßnahmen an der Erdgeschossfassade 
Kostengruppe 3 = 300,- Euro x ca 340 lfdm Fassade = 102.000,- Euro 
- Diverse Maßnahmen an den Werbeanlagen

Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel 
____________________________________________________ 
_______________________________________________________________________________________ 
Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel Münster    | 30

Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel 
____________________________________________________ 
_______________________________________________________________________________________ 
Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel Münster    | 31 
 
 
7.0 ANLAGEN 
 
Berliner Platz - Fassadenabwicklung Bestand [Ansicht und Grafik] 
Berliner Platz - Fassadenabwicklung Gestaltungskonzept [Ansicht und Grafik] 
Berliner Platz - Fassadenausschnitte: Bestand und Konzept im Vergleich 
 
Windthorststraße Süd - Fassadenabwicklung Bestand [Ansicht und Grafik] 
Windthorststraße Süd - Fassadenabwicklung Gestaltungskonzept [Ansicht und Grafik] 
Windthorststraße Süd - Fassadenausschnitte: Bestand und Konzept im Vergleich 
 
Windthorststraße Nord - Fassadenabwicklung Bestand [Ansicht und Grafik] 
Windthorststraße Nord - Fassadenabwicklung Gestaltungskonzept [Ansicht und Grafik] 
Windthorststraße Nord - Fassadenausschnitte: Bestand und Konzept im Vergleich 
 
Bahnhofstraße West 1 - Fassadenabwicklung Bestand [Ansicht und Grafik] 
Bahnhofstraße West 1 - Fassadenabwicklung Gestaltungskonzept [Ansicht und Grafik] 
Bahnhofstraße West 1 - Fassadenausschnitte: Bestand und Konzept im Vergleich 
 
Bahnhofstraße West 2 - Fassadenabwicklung Bestand [Ansicht und Grafik] 
Bahnhofstraße West 2 - Fassadenabwicklung Gestaltungskonzept [Ansicht und Grafik] 
Bahnhofstraße West 2 - Fassadenausschnitte: Bestand und Konzept im Vergleich 
 
Bahnhofstraße Ost - Fassadenabwicklung Bestand und Konzept [Ansicht und Grafik] 
Bahnhofstraße Ost - Fassadenausschnitte: Bestand

Bestand Grafik
Bestand Ansicht
Berliner Platz
Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel Münster - Fassadenabwicklung Bestand
242628309 22 16 14 12 10 6 4 28
242628309 22 16 14 12 10 6 4 28

Berliner Platz
Konzept Grafik
Konzept Ansicht
Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel Münster - Fassadenabwicklung Konzept
242628309 22 16 14 12 10 6 4 28
242628309 22 16 14 12 10 6 4 28
Ansicht Berliner Platz - Neugestaltung Erdgeschossfassaden  
14|06|2016
ISG 
plan.werk Gesellschaft für Architektur und Städtebau mbH
Bestandsfassade
Neugestaltung
Immobilien- und 
Standortgemeinschaft
Willkommen
im Bahnhofsviertel
Münster
 Stadt der Wissenschaft und Lebensart

Berliner Platz
Bestand Ansicht - Ausschnitt 1 Bestand Ansicht - Ausschnitt 2
Konzept Ansicht - Ausschnitt 1 Konzept Ansicht - Ausschnitt 2
Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel Münster - Fassadenabwicklung
Ansicht Berliner Platz - Neugestaltung Erdgeschossfassaden  
14|06|2016
ISG 
plan.werk Gesellschaft für Architektur und Städtebau mbH
Bestandsfassade
Neugestaltung
Immobilien- und 
Standortgemeinschaft
Willkommen
im Bahnhofsviertel
Münster
 Stadt der Wissenschaft und Lebensart
Ansicht Berliner Platz - Neugestaltung Erdgeschossfassaden  
14|06|2016
ISG 
plan.werk Gesellschaft für Architektur und Städtebau mbH
Bestandsfassade
Neugestaltung
Immobilien- und 
Standortgemeinschaft
Willkommen
im Bahnhofsviertel
Münster
 Stadt der Wissenschaft und Lebensart
Ansicht Berliner Platz - Neugestaltung Erdgeschossfassaden  
14|06|2016
ISG 
plan.werk Gesellschaft für Architektur und Städtebau mbH
Bestandsfassade
Neugestaltung
Immobilien- und 
Standortgemeinschaft
Willkommen
im Bahnhofsviertel
Münster
 Stadt der Wissenschaft und Lebensart
Ansicht Berliner Platz - Neugestaltung Erdgeschossfassaden  
14|06|2016
ISG 
plan.werk Gesellschaft für Architektur und Städtebau mbH
Bestandsfassade
Neugestaltung
Immobilien- und 
Standortgemeinschaft
Willkommen
im Bahnhofsviertel
Münster
 Stadt der Wissenschaft und Lebensart

Bestand Grafik
Bestand Ansicht
Windthorststraße Süd
Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel Münster - Fassadenabwicklung Bestand
Achtermannstraße
11 13 17 1915
11971 13 17 19153 5
971 3 5

Windthorststraße Süd
Konzept Grafik
Konzept Ansicht
Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel Münster - Fassadenabwicklung Konzept
Achtermannstraße
11 13 17 1915
11 13 17 191511971 3 5
971 3 5

Windthorststraße Süd
Bestand Ansicht - Ausschnitt 1 Bestand Ansicht - Ausschnitt 2
Konzept Ansicht - Ausschnitt 1 Konzept Ansicht - Ausschnitt 2
Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel Münster - Fassadenabwicklung
17 19
17 1973 5
73 5
1
1

Bestand Grafik
Bestand Ansicht
Windthorststraße Nord
Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel Münster - Fassadenabwicklung Bestand
Achtermannstraße
14161820 12 6 48
14161820 12 6 48

Windthorststraße Nord
Konzept Grafik
Konzept Ansicht
Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel Münster - Fassadenabwicklung Konzept
14161820 12 6 48
14161820 12 6 48
Achtermannstraße

Windthorststraße Nord
Bestand Ansicht - Ausschnitt 1 Bestand Ansicht - Ausschnitt 2
Konzept Ansicht - Ausschnitt 1 Konzept Ansicht - Ausschnitt 2
Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel Münster - Fassadenabwicklung
12 6 4
12 6 4
14
14

Bestand Grafik
Bestand Ansicht
Bahnhofstraße West I
Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel Münster - Fassadenabwicklung Bestand
242A 18 14-16 1220-22
242A 18 14-16 1220-22

Bahnhofstraße West I
Konzept Grafik
Konzept Ansicht
Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel Münster - Fassadenabwicklung Konzept
242A 18 14-16 1220-22
242A 18 14-16 1220-22

Bahnhofstraße West I
Bestand Ansicht - Ausschnitt 1 Bestand Ansicht - Ausschnitt 2
Konzept Ansicht - Ausschnitt 1 Konzept Ansicht - Ausschnitt 2
Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel Münster - Fassadenabwicklung
242A 18 14-16
242A 18 14-16

Bestand Grafik
Bestand Ansicht
Bahnhofstraße West II
Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel Münster - Fassadenabwicklung Bestand
10 6 28 4
10 6 28 4

Bahnhofstraße West II
Konzept Grafik
Konzept Ansicht
Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel Münster - Fassadenabwicklung Konzept
10 6 28 4
10 6 28 4

Bahnhofstraße West II
Bestand Ansicht - Ausschnitt 1 Bestand Ansicht - Ausschnitt 2
Konzept Ansicht - Ausschnitt 1 Konzept Ansicht - Ausschnitt 2
Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel Münster - Fassadenabwicklung
10 28 4
10 28 4

Bestand Grafik
Bestand Ansicht
Bahnhofstraße Ost
Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel Münster - Fassadenabwicklung Bestand
Konzept Grafik
Bestand Grafik
Bestand Ansicht
51-3 117 9
51-3 117 9
51-3 117 9

Bahnhofstraße Ost
Bestand Ansicht - Ausschnitt 1 Bestand Ansicht - Ausschnitt 2
Konzept Ansicht - Ausschnitt 1 Konzept Ansicht - Ausschnitt 2
Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel Münster - Fassadenabwicklung
Bestand Ansicht
51-3 117 9
Bestand Ansicht- Ausschnitt 1 Bestand Ansicht- Ausschnitt 2 Bestand Ansicht- Ausschnitt 3
1-3 117 9

Berichtsvorlage

12598 Zeichen

V/0476/2017 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
ISG Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel Münster 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
20.06.2017 Beirat für Stadtgestaltung Bericht 
27.06.2017 Bezirksvertretung Münster-Mitte Bericht 
06.07.2017 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen Bericht 
 
 
Bericht: 
 
ISG Bahnhofsviertel Münster e.V. 
 
Die Immobilien- und Standortgemeinschaft ISG Bahnhofsviertel Münster e.V. wurde im Jahr 2005 
gegründet und versteht sich als freiwilliger Zusammenschluss von Immobilieneigentümern, G e-
werbetreibenden, Bewohnern und A kteuren aus dem Bahnhofsviertel, welche ihr Quartier durch 
unterschiedlichste Maßnahmen aufwerten und weiterentwickeln wollen und dabei unterschie d-
lichste Maßnahmen und Projekte im öffentlichen und privaten Raum umgesetzt haben (z.B. 
Lichtboulevard Bahnhofstraße, Kunstprojekt Rehberger) oder umsetzen wollen.  
Dies alles grundsätzlich auf freiwilliger Basis in Eigenregie bzw. in Kooperation mit verschied e-
nen Ämter der Stadt Münster oder anderen Institutionen. Zur Umsetzung der verschiedenen 
Maßnahmen und Projekte hat die ISG Bahnhofsviertel in den letzten Jahren Netzwerke mit diver-
sen Partnern im Bereich Planen, Bauen, Kunst, Kultur und Wirtschaft gebildet und baut die K o-
operation immer weiter aus. 
 
Die Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Bahnhofsviertel Münster e.V. verfolgt das Ziel, 
die Chancen und Potenziale des Bahnhofsviertels aufzugreifen  und Lösungen für anstehende 
Herausforderungen im starken Schulterschluss zu realisieren.  
Im Vordergrund der gemeinsamen Arbeit stehen die  konsequente Verbesser ung der Wettb e-
werbssituation des Quartiers, die Kommunikation eines klaren  Standortprofils sowie die Umse t-
zung einer gut durchdachten Vermarktung des Viertels. Darüber hinaus stehen die Belebung der 
Handels-, Gewerbe- und Dienstleistungsstruktur sowie die städtebauliche Situation im Fokus der 
Arbeit. Gleichzeitig ist das Bahnhofsviertel ein Ort, der täglich von mehreren 10.000 Menschen 
durchquert wird und ein wichtiger Hotelstandort für die Unterbringung von Touristen. Rund 120 
Immobilieneigentümer und 280 Gewerbetreibende sind hier ansässig. 
 
Kennzeichnend für das Münsteraner Bahnhofsviertel  sind die zentrale innerstädtische Lage, der  
städtebaulich stark urbane Charakter und die unmittelbare  Nähe zur Altstadt sowie die Funktion 
als bedeutendster und frequenzstärkster Verkehrsknotenpunkt. Als Entree in die Stadt empfängt 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0476/2017 
Auskunft erteilt: 
Herr Thiel 
Ruf: 
492 61 80 
E-Mail: 
Thiel@stadt-muenster.de 
Datum: 
23.05.2017 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
V/0476/2017 
 
Münster im Bahnhofsviertel eine Vielzahl von Gästen und  Besuchern. Gleichzeitig durchqueren 
tausende Bürgerinnen und Bürger sowie Pendler aus der Region  Tag für Tag das Viertel.  Zur 
Verwirklichung der von der ISG benannten Ziele  wurden und werden im Rahmen von Arbeits - 
oder Projektgruppen die  Erarbeitung, Organisation und Umsetzung konkreter  Maßnahmen und 
Projekte -  die dem gesamten Quartier zu Gute kommen – gemeinsam mit den Partnern vorberei-
tet und realisiert.  
 
                       
  
 
Das ISG-Gebiet umfasst: 
Achtermannstraße, Bahnhofstraße, Berliner Platz, Eisenbahnstraße, Engelenschanze, Herwart h-
straße Servatiiplatz, Urbanstraße, Von -Vincke-Straße, Von -Steuben-Straße sowie Teile der 
Brockhoffstraße, Engelstraße, Friedrichstraße, Hafenstraße, Mauritztor, Salzstraße, Schorleme r-
straße, Windthorststraße und Wolbecker Straße. 
 
Aufwertung des Bahnhofsquartiers  
 
Das Bahnhofsviertel befindet sich seit Jahren im Wandel, wird stetig auf verschiede nen Ebenen 
weiterentwickelt und aktiv gestaltet, um sich als attraktives Quartier von Münster zu präsentieren. 
Der Berliner Platz liegt im Zentrum des Bahnhofviertels und bildet durch seine Lage und Form ein 
städtebauliches Bindeglied zwischen dem Bahnhofs vorplatz und der Zuwegung über die 
Windthorststraße in die Altstadt. Mit dem Verlauf der Bahnhofstraße besteht eine zweite direkte 
Anbindung vom Bahnhof über den Servatiiplatz zur Altstadt. 
 
In diesen Bereichen „Berliner Platz – Windthorststraße – Bahnhofstraße“ gilt es, den bahnfahren-
den Besuchern einen einladenden ersten Eindruck von Münster zu vermitteln und deshalb die 
Gestaltqualität des städtischen Raumes aufzuwerten.  Vor dem Hintergrund der aktuellen städte - 
und hochbaulichen Entwicklung des Bahnhofs viertels (Bahnhofsumbau, Wohnhochhaus, Plan - 
und Umsetzungsprozess Windthorststraße etc.) soll die  Gestaltqualität des Gebäudebestandes

3 
V/0476/2017 
 
und des öffentlichen Raumes verbessert und gefördert werden.  Derzeitige gestalterische Defizite 
im Straßenbild sind gemeinsam aufzuarbeiten und sollen im Schulterschluss mit den Eigent ü-
mern gemeinsam behoben werden.  
 
Auch das Bahnhofsviertel muss sich „ins rechte Licht  setzen“, um von Passanten, Kunden und 
Bewohnern in seiner Funktion als das Entree in die Stadt Münster  und mit seinen Qualitäten 
wahrgenommen zu werden. 
Veränderungen, die das „Wesen“ eines Quartiers  zum Positiven beeinflussen können, brauchen 
starke Partner, die sich mit ihrer Stadt, ihrem Quartier und  ihrem Straßenzug identifizieren und 
anstehende Herausforderungen gemeinsam in Angriff nehmen. 
 
In diesem Punkt möchte die ISG wieder auf ihr privates Engagement setzten und eine Veränd e-
rung erreichen. Sie fühlt sich für die Stadt, für das Quartier verantwortlich und will aktiv Standort-
entwicklung mitgestalten. Die ISG möchte  mit einem freiwilligen Konzept die Stärkung des su b-
jektiven Sicherheitsempfindens in der Bahnhofstraße,  die Erhöhung der Aufenthalts - und Ve r-
weilqualität und die Beeinflussung und Erweiterung der  Wegebeziehungen in die Altstadt erre i-
chen. 
 
Gestalterische Defizite finden sich einerseits im Gebäudebestand. Zum Teil sind sie jedoch auch 
Folge nicht hochwertiger und unmaßstäblicher Werbeanlagen an den Gebäuden.  Da Fassaden-
gestaltung, Werbeanlagen und Warenpräsentation im öffentlichen Raum die Ges taltqualität ent-
scheidend mitprägen und die gestalterischen Festsetzungen des geltenden Bebauungsplanes Nr. 
356 nicht ausreichend sind, gibt die hier vorliegende „Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel“ unterstüt-
zend Gestaltleitlinien für Fassaden, Strukturen und Werbeanlagen. 
 
Ausgehend von der erfolgreichen Sanierung und Inwertsetzung der Immobile „Die Direktion“, ist 
die Idee entstanden, gemeinschaftlich das Erscheinungsbild der Gebäude im Bahnhofsviertel zu 
verbessern und beim Thema Werbung und Licht eine Strukturierung und Zonierung zu erreichen. 
„Die Direktion“ dient dabei als Vorbild, wie mit hochwertiger, gebäudebezogener Gestaltung und 
einheitlicher Werbekonzeption ein Mehrwert für Eigentümer und Mieter erreicht werden konnte. 
Das im Juni 2017 eröffnete n eue Empfangsgebäude der Deutschen Bahn AG folgt ebenfalls di e-
sem Grundsatz und zeigt eine hochwertige und attraktive Fassadengestaltung. Darin integriert ist 
ein standortbezogenes angepasstes Werbekonzept, welches die hochwertige Fassade stützt und 
ohne Häufung und mit geordneter, gleichberechtigter Anordnung eine ansprechende Wahrne h-
mung der Werbenden ermöglicht.  
 
Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel Münster 
 
Die „Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel“ ist somit ein freiwilliges Instrument, das mit seinen Anr e-
gungen und Ideen für Immobilieneigentümer Anreize für Investitionen an den Gebäudebeständen 
geben soll. Indem die städtebaulichen und architektonischen Qualitäten herausgestellt und Ideen 
zur Beseitigung offenkundiger gestalterischer Mängel aufgezeigt werden, soll langfristig die Au f-
enthaltsqualität für die Eigentümer, Bewohner und Besucher des Bahnhofsviertels gesteigert und 
so die Identifikation mit dem Quartier gefördert werden. 
 
Planungsrechtlich ist der Bebauungsplan Nr. 356 aus dem Jahr 1990 mit seinen te xtlichen Fest-
setzungen bindend und für die bauordnungsrechtliche Umsetzung einzuhalten. Diesem Beba u-
ungsplan liegen nachfolgende textliche Festsetzungen gemäß § 81 BauO NRW (Stand 1990) 
zugrunde: 
1. Werbeanlagen sind unzulässig bei regelloser Anordnung, bei a ufdringlicher Wirkung, ins-
besondere durch grelle Farbgebung oder grelle Ausleuchtung sowie bei beweglicher oder 
veränderlicher Ausführung. 
2. Zettel- und Bogenanschläge sind nur an Litfaßsäulen zulässig. 
3. Vordächer und Markisen dürfen bis zu einer Tiefe von 10 % der Breite der Verkehrsfläche, 
höchstens jedoch 1,20 m, Ausleger bis zu einer Tiefe von 10 % der Breite der Verkehr s-

4 
V/0476/2017 
 
fläche, höchstens jedoch 0,80 m vor die Gebäudefront vortreten. Für öffentliche Gebäude 
können größere Vordächer zugelassen werden. 
4. Werbeanlagen dürfen bis zur Unterkante der Fenster des 3. Obergeschosses, höchstens 
bis zur Unterkante der Fenster des obersten Geschosses reichen. Oberhalb der Fenster 
des 1. Obergeschosses sind nur Einzelbuchstaben zugelassen. 
5. Werbeanlagen parallel zur Fassade dürfen nicht höher als 0,60 m sein und 2/3 der Laden-
front, höchstens jedoch 8,00 m erreichen.  
6. In den Mischgebieten gelten darüber hinaus folgende Einschränkungen: 
6.1 Werbeanlagen sind nur zulässig an der Stätte der Leistung. Ausgenommen sind für Ze t-
tel- und Bogenanschläge bestimmte Flächen. 
6.2 Oberhalb der Unterkante der Fenster des 1. Obergeschosses können Werbeanlagen nur 
für Firmen  zugelassen werden, die ausschließlich dort ihre Geschäftsräume haben; die 
textliche Festsetzung Nr. 4 bleibt unberührt. 
 
Die Gestaltungsfibel bezieht sich auf den nachfolgend skizzierten Geltungsbereich, der im W e-
sentlichen durch aneinandergereihte straßenbegleitende Geschossbauten mit 4 bis 6 Gescho s-
sen geprägt wird. 
Das Erdgeschoss hat  in der Regel öffentlichem Charakter und wird als Ladenfläche, Gastron o-
mie, Imbiss etc. genutzt. Die aufgehenden Geschosse sind mit Büro - oder Wohnnutzung belegt 
und schließen unterschiedlich  mit geneigten Dächern, Staffelgeschoss oder Flachdach ab. Die 
Eigentumsstruktur ist heterogen in den Häuserz eilen erlebbar und wird durch unterschiedliche 
Architektur- und Fassadenausprägungen sichtbar. 
 
 
 
 
IIIIIIIIIII Geltungsbereich: Bahnhofstraße – Berliner Platz – Windthorststraße 
IIIIIIIIIII Erweiterter Geltungsbereich: Von-Steuben-Straße 
 
Es ist nicht bea bsichtigt, eine Vereinheitlichung des gesamten Quartieres zu erreichen und den 
Immobilieneigentümern Vorschriften zu machen, wie diese ihr Objekt zu gestalten haben. Vie l-
mehr sollen über die Darstellung des Vorher -Nachher und die Visualisierung von Gestalt ungs-
elementen Hinweise gegeben werden, wie ein städtebaulicher Mehrwert für den Eigentümer aber 
auch für den Kunden bzw. den Besucher erreicht werden kann. Ein „etwas weniger“ kann somit 
in der Zukunft zu einem deutlichen „etwas mehr“ an Attraktivität führ en und somit insgesamt b e-
trachtet wirtschaftlich positive Auswirkungen auf das einzelne Objekt und das gesamt Quartier 
haben.  
 
Mit der als Anlage 1 dieser Vorlage beigefügten Gestaltungsfibel will die ISG Bahnhofsviertel 
Münster e.V. die Idee insgesamt vorstellen und für eine freiwillige Unterstützung dieser Idee wer-
ben. Die ISG selber wird die Gestaltungsfibel einsetzen, um ihren Mitgliedern und anderen Int e-

5 
V/0476/2017 
 
ressierten im Quartier die Entwicklungs - und Gestaltungsmöglichkeiten in persönlichen Gespr ä-
chen au fzuzeigen und um eine Berücksichtigung der Ideen bei anstehenden Um -, Aus - oder 
Neubauten zu bitten.  
Die Umsetzung soll im Zuge ohnehin anstehender Baumaßnahmen im Bahnhofsquartier erfolgen 
und dabei einen ersten Schwerpunkt im Bereich Berliner Platz erha lten, da nach Aussage der 
ISG hier in der nächsten Zeit viele Baumaßnahmen anstehen. Perspektivisch soll aber das g e-
samte Bahnhofsviertel bearbeitet werden. In der Gestaltungsfibel bislang noch nicht konkret da r-
gestellte Bereiche werden bei Bedarf ergänzt und fortgeführt, so dass das freiwillige Instrument 
der Gestaltungsfibel immer aktuell gehalten werden kann und auf Bedarfe oder Anforderungen 
kurzfristig reagiert werden kann. 
Ergänzend denkt die ISG Bahnhofsviertel Münster e.V. darüber nach, die Gestaltu ngsempfeh-
lungen neben der kostenfreien persönlichen Beratung auch mit kleinen finanziellen Anreizen zu 
unterstützen, z.B. im Bereich der Fassadenelemente im Erdgeschoss und einer gewissen Sta n-
dardisierung bei den Werbeträgern, ggf. gefördert über den Verfü gungsfonds Münster -
Innenstadt. 
 
 
 
I..V. 
 
 
 
Denstorff 
Stadtbaurat 
 
 
 
 
 
Anlage 1: Gestaltungsfibel Bahnhofsviertel Münster

Beratungsverlauf (3)

20.06.2017 Beirat für Stadtgestaltung
TOP 3 Bericht
Zur Sitzung
27.06.2017 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 6.2 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
06.07.2017 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen
TOP 4.4 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (20)

  • Achtermannstraße 11
  • Bahnhofstraße 4
  • Eisenbahnstraße
  • Urbanstraße
  • Brockhoffstraße
  • Engelstraße
  • Friedrichstraße
  • Hafenstraße
  • Salzstraße
  • Windthorststraße 4
  • Von-Steuben-Straße 26
  • Schorlemerstraße 4
  • Wolbecker Straße
  • Herwarthstraße
  • Berliner Platz 7
  • Servatiiplatz
  • Albersloher Weg 33
  • Von-Vincke-Straße
  • Engelenschanze
  • Mauritztor

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0476/2017
Typ
Vorlagen
Datum
24.05.2017
Erstellt
06.10.2020 14:37