2819/2022
Unfallhäufungen und tödliche Verkehrsunfälle des Jahres 2021 im Stadtbezirk Porz
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Anlage 2 - Tödliche Verkehrsunfälle des Jahres 2021 im Stadtbezirk Porz
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Tödliche Verkehrsunfälle des Jahres 2021 im Stadtbezirk Porz Anlage 2 Datum Uhrzeit Bezirk Straße Beteiligung Folgen Ursache 02.06.2021 16:40 Eil Bensberger Straße 100 m südlich von AS Königsforst-Süd F (85) - Pkw (54) 1 T (85) F quert Fahrbahn bis zur markierten Mittelinsel und setzt den Weg unvermittelt fort, als sich ein Pkw nähert. 20.07.2021 12:00 Lan gel Ranzeler Straße / Stationskm: 3,4 R (91) - Pkw (33) 1 T (91) - 1 LV (33) R quert Ranzeler Straße und missachtet die Vorfahrt 25.08.2021 11:31 Wahn Wahner Straße - freie Strecke Pkw (54) 1 T (54) Nicht angeschnallter Pkw-Fahrer kollidiert frontal mit einem Baum R - Radfahrer T - Getöte/r F - Fußgänger LV - Leichtverletze/r StraB - Straßenbahn SV - Schwerverletzte/ r Krad - Motorradfahrer
Anlage 1 - Unfallhäufungsstellen nach Einjahresbetrachtung 2021
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Anlage 1 Standort Stadtteil Verkehrs- unfälle der Kategorie 1 - 4 davon Verkehrs- unfälle mit Fuß- gängern davon Verkehrs- unfälle mit Rad- fahrern Unfallfolgen (T - Getötet / SV - Schwer- verletzt / LV - Leicht- verletzt Maß- nahmen sind erfolgt Maßnahmen in Vorbereitung / werden geprüft Kreuzung wurde überprüft - keine geeigneten Maßnahmen ersichtlich Am Bahnhof / Frankfurter Str. / Nachtigallenstr. Wahn 7 0 4 1 SV, 5 LV X Bensberger Str. / AS Königsforst Nord Eil 6 0 0 5 LV X Ettore-Bugatti-Str. / August-Horch-Str. / Neuenhofstr. Gremberghoven 4 0 0 7 LV X Hauptstr. / In der Adelenhütte Zündorf 5 0 4 5 LV X Liburer Landstr. / Wahner Str. / St.-Sebastianusstr. Libur 5 0 0 3 LV X Steinstr. / Hohenstaufenstr. / Theodor-Heuss-Str. Gremberghoven 7 1 1 9 LV X Unfallkategorien 1 - Unfall mit einer getöteten Person 2 - Unfall mit einer schwer verletzten Person 3 - Unfall mit einer leicht verletzten Person 4 - Unfall mit erheblichem Sachschaden Unfallhäufungsstellen 2021 im Bezirk Porz
Mitteilung BV
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle III/66/660/1 Vorlagen-Nummer 2819/2022 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 7 (Porz) 03.11.2022 Unfallhäufungen und tödliche Verkehrsunfälle des Jahres 2021 im Stadtbezirk Porz Zuständig für die erste Auswertung von Verkehrsunfällen ist das Polizeipräsidium Köln. Dort werden alle Unfälle nach den Kriterien Unfallkategorie (Schwere des Unfalles) und Unfalltyp (Konfliktsituation, aus welcher der Unfall entstanden ist) festgehalten. Laut Erlass des Ministeriums für Verkehr, Energie und Landesplanung vom 11.03.2008 liegt eine Un- fallhäufungsstelle innerhalb der Einjahresbetrachtung grundsätzlich dann vor, wenn sich auf einem Knoten oder einer Strecke drei Unfälle der Kategorie 1 – 4 des gleichen Typs ereignen. Sofern dieses Kriterium erreicht ist, wird der Knoten bzw. die Strecke durch die Polizei als Unfallhäufungsstelle ge- meldet. Aufgrund der Verkehrsbelastung eines Knotens kann sich die Anzahl der Unfälle, die zu einer Identifikation als Unfallhäufungsstelle führt, erhöhen. Die Unfallkategorien sind wie folgt aufgeteilt: Kategorie 1: Verkehrsunfall mit Getöteten Kategorie 2: Verkehrsunfall mit Schwerverletzten Kategorie 3: Verkehrsunfall mit Leichtverletzten Kategorie 4: Schwerwiegender Verkehrsunfall mit Sachschaden Kategorien 5 – 7: Sonstige Sachschadenunfälle Neben diesen Einjahresbetrachtungen meldet die Polizei zusätzlich Unfallhäufungsstellen oder -linien nach der Dreijahresbetrachtung. Bei dieser Betrachtung sind die Richtwerte für die Meldung als Unfallhäufung sehr niedrig angesetzt. Treten beispielsweise in einem Knoten innerhalb von drei Jah- ren fünf Unfälle auf, bei denen Radfahrende oder zu Fuß Gehende leicht verletzt wurden, führt diese Zahl – unabhängig von den Ursachen oder von der Verkehrsbelastung – zur Meldung. Eine Meldung innerhalb der Dreijahresbetrachtung erfolgt ebenfalls, wenn in einem Knoten oder einer Strecke in- nerhalb dieses Zeitraums drei Verkehrsteilnehmer*innen schwer verletzt oder getötet wurden. Die Unfallkommission untersucht und bespricht ebenfalls die tödlichen Verkehrsunfälle, die sich auf dem Kölner Stadtgebiet – mit Ausnahme der Unfälle auf den Autobahnen – ereigneten. Nach Meldung der Unfallhäufungsstelle tritt die Unfallkommission, die sich aus Vertreter*innen der Stadt Köln und der Polizei zusammensetzt, zusammen und entscheidet – meistens unter direkter Be- teiligung der Bezirksregierung – über Maßnahmen, die zur Reduzierung des Unfallaufkommens ge- eignet sind. Im Jahr 2021 wurden im Zuge der Einjahresbetrachtung (siehe Anlage 1) für den Stadtbezirk sechs Unfallhäufungsstellen gemeldet: Im Kreisverkehr Am Bahnhof / Frankfurter Straße / Nachtigallenstraße missachteten in der Mehrzahl der Unfälle in den Kreisverkehr einfahrende Pkw-Fahrende den Vorrang der im Kreisverkehr fahren- 2 den Radfahrenden. Erkennbarkeit und Übersichtlichkeit schätzt die Verwaltung in diesem Knoten nach Prüfung als ausreichend ein. Die Versetzung der Haltverbotsschilder in Verbindung mit dem Verkehrszeichen „Kreisverkehr“ vor die Fußgängerüberwege als Optimierung der Beschilderung be- findet sich noch in der Umsetzung. Auf der Bensberger Straße/BAB-Anschluss Königsforst-Nord kollidierten bei den meisten Unfällen linksabbiegende Pkw von der Bensberger Straße auf die AS Königsforst-Nord mit dem entgegen- kommenden Verkehr. Bereits bei den Unfallhäufungsmeldungen der Vorjahre wurde die Einrichtung einer Signalisierung avisiert. Derzeit erstellt die Verwaltung die Signalplanung. Am Knoten Ettore-Bugatti-Straße/August-Horch-Straße/Neuenhofstraße beruhte die Unfallursache in den meisten Fällen auf Missachtung der abknickenden Vorfahrt der Neuenhofstraße/Ettore Bugatti- Straße. Die Verwaltung stellte vor Ort eine mangelnde Nachvollziehbarkeit der Verkehrsführung für den Verkehrsteilnehmenden fest. Von einer Änderung der Vorfahrtregelung wurde wegen der Buslini- enführung der KVB durch die abknickende Vorfahrtsstraße Abstand genommen. Stattdessen wurde die vorhandene Randlinie der abknickenden Vorfahrtsstraße durch eine Randlinie in verändertem Winkel ersetzt, die verblasste Beschilderung erneuert und deren Aufstellung optimiert sowie ein priva- tes Hinweisschild entfernt. In der Einmündung Hauptstraße/In der Adelenhütte kollidierten bei allen Unfällen von der Straße „In der Adelenhütte“ nach rechts in Hauptstraße abbiegende Pkw-Fahrende mit dem „In der Adelenhütte“ querenden Radverkehr. Die Verwaltung verweist hier auf den Baubeschluss zur Verbesserung des Fuß- und Radverkehrs an der Hauptstraße zwischen „In der Adelenhütte“ und der Hauptstraße Haus- nummer 348 vom 05.11.2019, der nach Abschluss des Hochbaus vor Ort zeitnah umgesetzt wird. Am Knoten Liburer Landstraße/Wahner Straße/Sankt-Sebastianus-Straße ereigneten sich alle Unfäl- le, weil der von der Wahner Straße in die St.-Sebastianus-Straße links abbiegende Verkehr mit dem geradeaus fahrenden Verkehr aus der St.-Sebastianus-Straße in die Liburer Landstraße kollidierte. Von der Einrichtung eines Kreisverkehrs wurde nach Prüfung seitens der Verwaltung Abstand ge- nommen. Alternativ wird die Planung für eine Lichtsignalanlage erarbeitet. Am Knoten Steinstraße/Hohenstaufenstraße/Theodor-Heuss-Straße beruhte das Unfallgeschehen in der Häufung darauf, dass Radfahrende, die beide Äste der Steinstraße aus Richtung der Hohenstau- fenstraße querten, von linksabbiegenden Fahrzeugen erfasst wurden. Zur Verbesserung der Situation wird der Schutzstreifen in der Ausfahrt aus der Hohenstaufenstraße fortgeführt und eine Aufstellfläche für Radfahrende markiert, wobei die vorhandenen Markierungen aufgefrischt werden. Die Signalisie- rung wird an diese Maßnahme angepasst und ein Schutzblinker installiert. Außerdem werden an dem Knoten zusätzlich Seitenradarmessungen durchgeführt. Die Maßnahmen befinden sich in der Umset- zung. Im Stadtbezirk Porz ereigneten sich 2021 drei tödliche Verkehrsunfälle (siehe Anlage 2): Am 16.04.2021 war ein joggender Fußgänger im Begriff, die Bensberger Straße 100 Meter südlich des BAB-Anschlusses Königsforst Süd zu überqueren. Pkw-Fahrende hatten den Eindruck, der Jog- ger habe diese vorbeifahren lassen wollen, da er auf dem mit Sperrfläche markierten Mittelstreifen anhielt. Unvermittelt lief der Jogger anschließend weiter. Nach Einschätzung der Verwaltung wäre dieser Unfall mit verkehrstechnischen Maßnahmen nicht zu verhindern gewesen. Am 20.07.2021 querte ein Fahrradfahrender die Ranzeler Straße, missachtete die Vorfahrt eines Pkw-Fahrenden und verunglückte tödlich. Nach Prüfung der Situation vor Ort erkannte die Verwaltung keine geeigneten verkehrstechnischen Maßnahmen, die den tödlichen Unfall verhindert hätten. Am 25.08.2021 befuhr ein Pkw-Fahrender die Wahner Straße und fuhr auf gerader Strecke unge- bremst frontal gegen einen Baum. Aus Sicht der Verwaltung wäre der Unfall mit verkehrstechnischen Maßnahmen nicht zu verhindern gewesen. Anlagen: 3 Anlage 1 – Unfallhäufungsstellen nach Einjahresbetrachtung Anlage 2 – Tödliche Verkehrsunfälle
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (18)
- Ranzeler Straße
- Frankfurter Straße
- Nachtigallenstraße
- Bensberger Straße 100
- August-Horch-Straße
- Neuenhofstraße
- Hauptstraße
- Liburer Landstraße
- Wahner Straße
- Sebastianusstraße
- Steinstraße
- Hohenstaufenstraße
- Theodor-Heuss-Straße
- Am Bahnhof
- Sankt-Sebastianus-Straße
- St.-Sebastianus-Straße
- In der Adelenhütte
- Straße 10
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Details
- Aktenzeichen
- 2819/2022
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 14.09.2022
- Erstellt
- 26.08.2022 18:10