V/0208/2026
Bewerbung der Stadt Münster für die Ausrichtung der Invictus Games
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Anlage: Antrag der CDU-Ratsfraktion A-R/0014/2025
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Münster, 07. April 2025 RATSANTRAG Bewerbung der Stadt Münster als Austragungsort der Invictus Games 2029 Der Rat möge beschließen: Die Stadt Münster spricht sich für eine Bewerbung zur Austragung der Invictus Games im Jahr 2029 aus. 1. Die Verwaltung wird beauftragt, in Abstimmung mit dem Bundesverteidigungsministerium, dem Land NRW, der Bundeswehr, lokalen Institutionen und potenziellen Partnern ein Bewerbungskonzept zu entwickeln. 2. Die Stadt prüft Fördermöglichkeiten auf Bundes- und Landesebene sowie Kooperationspotenziale mit anderen Kommunen und internationalen Partnern. Begründung: Die Invictus Games stehen für mehr als sportlichen Wettbewerb – sie sind ein Zeichen des Respekts, der Anerkennung und der gesellschaftlichen Verantwortung gegenüber verwundeten, verletzten und erkrankten Soldatinnen und Soldaten sowie Veteraninnen und Veteranen. Münster bietet hierfür als traditionsreiche Garnisonsstadt und engagierte Friedensstadt die idealen Rahmenbedingungen. 1. Militärischer Stellenwert Münsters: Münster ist seit Jahrhunderten ein zentraler Standort für das deutsche Militär. Als Sitz des Deutsch-Niederländischen Korps, mehrerer Bundeswehrdienststellen sowie der Universität der Bundeswehr mit einem starken Fokus auf sicherheitspolitische Studien ist Münster fest in der militärischen Infrastruktur Deutschlands verankert. Dies schafft nicht nur Nähe zur Zielgruppe der Invictus Games, sondern auch ein breites Netzwerk an Unterstützern vor Ort. Auch das Münsterland insgesamt weist eine enge Verbindung zur Bundeswehr auf – etwa die Stadt Rheine mit ihrer langjährigen Rolle als bedeutende Garnisonsstadt. Diese regionale Verankerung sorgt für ein hohes Maß an Identifikation und Unterstützung für die Zielgruppe der Invictus Games. 2. Sportliche Infrastruktur und Erfahrung: Münster verfügt über eine moderne Sportinfrastruktur – darunter das Sportzentrum Sentruper Höhe, die Messehalle Münster, Schwimmhallen, barrierefreie Einrichtungen und zahlreiche Sportvereine, die inklusive und adaptive Sportarten fördern. Die Stadt hat mehrfach bewiesen, dass sie internationale Veranstaltungen mit hohem Anspruch ausrichten kann – etwa den Sparkassen Münsterland Giro oder den Münster-Marathon. Eine weitere positive Referenz sind die Landesspiele von Special Olympics Nordrhein-Westfalen im Jahr 2024, die mit großer Beteiligung und gesellschaftlicher Strahlkraft durchgeführt wurden und zeigten, wie inklusiver Sport in Münster gelebt wird. 3. Gesellschaftliches Engagement und Inklusion: Münster zeichnet sich durch ein starkes zivilgesellschaftliches Engagement aus. Inklusion, Teilhabe und Integration sind zentrale Leitmotive städtischer Politik. Die Invictus Games würden auf fruchtbaren Boden fallen – bei Bürger*innen, Institutionen, Vereinen und nicht Antrag an den Rat Nr. A-R/0014/2025 zuletzt bei der Universität Münster mit ihrer starken Forschung im Bereich Gesundheit, Psychologie und Sportwissenschaft. 4. Symbolkraft als Friedensstadt: Als Ort des Westfälischen Friedens steht Münster für Völkerverständigung und Aussöhnung – Werte, die auch im Mittelpunkt der Invictus Games stehen. Diese historische Dimension verleiht der Bewerbung eine zusätzliche Tiefe und weltweite Strahlkraft. Gez. Stefan Weber und Fraktion
Beschlussvorlage
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V/0208/2026 V/0208/2026 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Bewerbung der Stadt Münster für die Ausrichtung der Invictus Games Beratungsfolge 30.04.2026 Sportausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Sportausschuss nimmt zur Kenntnis, dass nach kurzfristiger Prüfung der Anforderungen von einer Bewerbung der Stadt Münster als Austragungsort für die Invictus Games 2029 ab- gesehen wurde. 2. Die Verwaltung empfiehlt mit Blick auf die hohen organisatorischen, infrastrukturellen und fi- nanziellen Anforderungen an die ausrichtende Stadt, auch in späteren Jahren auf eine Be- werbung der Stadt Münster zu verzichten. 3. Der Antrag der CDU-Ratsfraktion A-R/0014/2025 gilt damit als erledigt. II. Finanzielle Auswirkungen: Finanzielle Aufwände entstehen nicht. Begründung: Die CDU-Ratsfraktion hatte unter dem 07.04.2025 beantragt, eine Bewerbung der Stadt Münster als Austragungsort der Invictus Games 2029 zu prüfen. D a der Antrag formal erst in der Ratssitzung vom 21.05.2025 gestellt und an den Sportausschuss verwiesen wurde, die Bewerbungsfrist für die Ausrichtung der Invictus Games 2029 bereits der 16. Mai 2025 war , hatte die Verwaltung d ie Vo- raussetzungen der Bewerbung zunächst kurzfristig fachlich geprüft. Danach wurde die Option auch für spätere Jahre vertiefend geprüft und bewertet. Im Rahmen der Prüfung wurde festgestellt, dass die Ausrichtung der Invictus Games mit sehr hohen organisatorischen, infrastrukturellen und finanziellen Anforderungen verbunden ist. Wesentliche Vo- raussetzungen umfassen geeignete Sportstätten für unterschiedliche Disziplinen, barrierefreie Un- terbringungskapazitäten, leistungsfähige Verkehrs- und Logistikstrukturen sowie erhebliche Kapazi- täten im Bereich Sicherheit, Organisation und Freiwilligen-Einsatz. Sportamt 31.03.2026 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Mathmann Telefon: 492 5252 MathmannJana@stadt - muenster.de - 2 - V/0208/2026 Konkret wird erwartet: • Teilnehmende und Unterbringung: rund 500 bis 550 Athletinnen und Athleten sowie deren Delegationen und Angehörige, insgesamt etwa 3.000 akkreditierte Personen aus der Invic- tus-Community. Die Gastgeberstadt muss daher in der Lage sein, komfortable und barriere- freie Unterbringung für etwa 3.000 Personen bereitzustellen, ergänzt um zusätzliche Kapazi- täten für Besucherinnen und Besucher sowie Touristinnen und Touristen. • Sportstätten: mehrere parallel nutzbare Hallen und Freiluftarenen für Disziplinen wie Leicht- athletik, Schwimmen, Rollstuhlbasketball, Sitzvolleyball und Indoor-Rudern. Die Wettkampf- stätten müssen barrierefrei zugänglich sein und über Umkleiden, Aufwärmflächen sowie Zu- schauertribünen verfügen. Für hochkarätige Wettbewerbe sind Veranstaltungsorte mit einer optimalen Kapazität von bis zu 10.000 Zuschauerinnen und Zuschauern erforderlich. • Verkehr und Logistik: leistungsfähiges Shuttle-System zwischen Unterkünften, Sportstätten und Zeremonieorten; barrierefreier ÖPNV; Logistikflächen für Material, medizinische Versor- gung und Eventtechnik; leistungsfähige Anbindung an internationale Flughäfen. • Sicherheit und Organisation: umfassende Sicherheits- und Rettungskonzepte; medizinische Versorgung für verletzungs- und rehaspezifische Bedürfnisse; Einrichtung eines Local Orga- nising Committee; Koordination von etwa 1.000 bis 1.200 freiwilligen Helferinnen und Helfern für Betreuung, Transport, Wettkampforganisation und Besucherservice. • Besucher- und Medieninfrastruktur: Kapazitäten für insgesamt über 100.000 Zuschau- er*innen über den gesamten Veranstaltungszeitraum. Die Invictus Games beginnen mit einer Eröffnungszeremonie und enden mit einer Abschlusszeremonie, die jeweils eine Kapazität von bis zu 50.000 Personen erfordern. Darüber hinaus sind barrierefreie Publikumsbereiche, sanitäre Einrichtungen, Gastronomie, Orientierungssysteme sowie leistungsfähige Medien- zentren für die internationale Berichterstattung vorzuhalten. Die Stadt Münster verfügt derzeit nicht in ausreichendem Maße über die notwendige Infrastruktur, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Insbesondere fehlen geeignete Veranstaltungsstätten in der erforderlichen Größenordnung sowie weitere notwendige Rahmenbedingungen für eine inter- nationale Veranstaltung dieser Art. Vor diesem Hintergrund empfiehlt die Verwaltung, von einer Bewerbung auch für spätere Jahre abzu- sehen. In Vertretung gez. Thomas Paal Stadtrat Anlage: Antrag der CDU-Ratsfraktion A-R/0014/2025
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Sentruper Höhe
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Details
- Aktenzeichen
- V/0208/2026
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 23.03.2026
- Erstellt
- 23.03.2026 09:43