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Professionelle Aufarbeitung der Kölner Kolonialgeschichte tut not!
Die Linke. Anfrage nach § 4 AN/2218/2021 vom 21.10.2021
Stand: Am 26.10.2021 im Ausschuss Kunst und Kultur beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.
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Linke Anfrage nach § 4
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Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln Vorsitzende des Ausschusses Kunst und Kultur Frau Elfi Scho-Antwerpes Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln Postanschrift: Postfach 103564 · 50475 Köln Tel: 0221/221 -27840 · Fax: 0221/221-27841 E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de Fraktionsvorstand Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: AN/2218/2021 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss Kunst und Kultur Professionelle Aufarbeitung der Kölner Kolonialgeschichte tut not! Sehr geehrte Frau Vorsitzende, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, DIE LINKE. Fraktion im Rat der Stadt Köln bittet Sie, folgende Anfrage au f die Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses Kunst und Kultur am 26.10.2022 zu setzen Weltweit sind die Kolonialgeschichte und ihre Fortschreibung bis heute durch den rassistischen Meuchelmord an George Floyd ins Bewusstsein der ehemaligen Kolonialstaaten gerückt. Köln als „Kolonialmetropole des Westens“ hatte dabei eine sehr umfangreiche und unrühmliche Rolle gespielt. Diese Beteiligung ist bislang wissenschaftlich nur wenig aufgearbeitet worden. Im begonnen Prozess des Amtes für Integration und Vielfalt finden sich dazu weder konkrete Personen noch Budget oder Stellen. Die so genannte Auftaktveranstaltung am 8.10.2021 war intransparent bezüglich der ausgewählten Initiativen und Gruppen und lieferte keine Antworten zu den Auswahlkriterien und der notwen digen Finanzierung. Es ist zu befürchten, dass die Stadtverwaltung diese wichtige Aufarbeitung nur oberflächlich und feigenblattartig betreibt und versucht, den Prozess nur mit den völlig unzureichenden Bordmittteln der Verwaltung zu stemmen. Die Aufarbeitung der Kolonialvergangenheit ist eine langwierige und schmerzliche Katharsis, die von der Verwaltung transparent, basisdemokratisch, ausreichend finanziert, neutral und umgehend betrieben werden sollte. Das ist bisher nicht erkennbar. 1. Wer bestimmt über die Zusammensetzung der jeweiligen Experten*innen Gremien im Amt für Vielfalt und im Liegenschaftsamt und was sind die genauen Aufgaben dieser Gremien? 2. Wieviel wissenschaftliche Stellen sind für welchen Zeitraum zur Aufarbeitung der kolonialgeschichtliche Vergangenheit der verschiedenen beteiligten Gruppen, wie Kirche, Universität, Zoo, Botanischer Garten/Flora, Gesundheitswesen usw... geplant? 3. Wie viele externe Gutachten für die Identifizierung und Klassifizierung von Straßen - und Platznamen sowie Den kmälern in Köln sind vorgesehen? 4. In welchem Umfang und vor allem mit welchem Budget sollen Projekte der zivilgesellschaftlichen Initiativen und Gruppen gefördert und ermöglicht werden? 5. Wie und in welchem Umfang sollen bisherige Projekte der zivilgesellsc haftlichen Gruppen eingebunden werden, wie z.B. die Ausstellung „Köln Postkolonial -ein lokalhistorisches Projekt der Erinnerungsarbeit“, Buchveröffentlichung „Köln und der deutsche Kolonialismus“ etc..? : gez. gez. Michael Weisenstein Jörg Kobel Fraktionsgeschäftsführer Kulturpolitischer Sprecher
Beratungsverlauf
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