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3673/2017

Leitprojekte des Kulturdezernates

Mitteilung Ausschuss 29.11.2017

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 05.12.2017, TOP 8.5

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

21186 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VII/VII 
 
Vorlagen-Nummer 
 3673/2017 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 05.12.2017 
 
Leitprojekte Dezernat VII für Kunst und Kultur 
 
Auf Vorschlag von Frau Oberbürgermeisterin Reker im Rahmen von Verwaltungsreform und der Defi-
nition strategischer Leitlinien neue Wege zu beschreiten haben die Dezernentinnen und Dezernenten 
die Möglichkeit erhalten, über das Tagesgeschäft hinausgehende, aber unabänderlich anstehende 
Ausbauprojekte im Haushalt 2018 zu definieren, darzustellen und einzureichen. 
 
Die jeweiligen Leitprojekte bilden somit Schwerpunkte ab, die mit den strategischen Ausformulierun-
gen der einzelnen Ämter und Institute im Gesamtprozess „Perspektiven 2030“ im Laufe der nächsten 
Jahre durch das Dezernat zusammengeführt werden sollen. 
 
Mit Rücksichtnahme auf die finanzielle Situation der Stadt Köln wurde das Budget für alle Leitprojekte 
pro Dezernat und Jahr auf 3 Mio. Euro begrenzt. 
 
 
Leitprojekt „Museen, Menschen, Medien – neue Strategien für den Stand-
ort Köln“ 
 
Das Gesamtvorhaben im Überblick 
 
Die Stadt Köln verfügt über einen einzigartigen Schatz von Museen und museumsbezogenen Ser-
viceeinrichtungen mit internationaler Geltung. Dies sollte in Zukunft noch fokussierter kommuniziert 
werden. Die Domstadt hat als Museumsstandort weiteres Entwicklungspotenzial und muss die media-
le Wahrnehmung und den Publikumszuspruch noch steigern. Daher hat das Dezernat VII im Kontext 
der Verwaltungsreform der Oberbürgermeisterin das Leitprojekt „Museen, Menschen, Medien – neue 
Strategien für den Standort Köln“ auf den Weg gebracht. Das Vorhaben verfolgt zwei Ziele: nach in-
nen das einer Entlastung der Museen durch die Übernahme und Intensivierung von bestimmten Ser-
viceaufgaben an zentraler Stelle; nach außen die strategische Gewinnung und Bindung des Publi-
kums. 
 
Das Leitprojekt ist an den Museumsdienst Köln angebunden, die Maßnahmen werden aber in enger 
Abstimmung mit den Museen der Stadt Köln entwickelt. Situativ ist das Museumsreferat eingebunden. 
Somit werden vorhandene Strukturen genutzt und weiterentwickelt: Bereits jetzt hat der Museums-
dienst Köln zwei Aufgaben. Zum einen ist er zentral für Bildung und Vermittlung an allen Museen der 
Stadt Köln zuständig. Dabei entwickelt die Institution nachfrageorientierte Bildungsprogramme für alle 
Zielgruppen, die die Museen besuchen. Zum anderen verantwortet er die übergreifende Presse- und 
Öffentlichkeitsarbeit der Museen der Stadt Köln (Medienkooperationen, Messeauftritte, Organisation 
von Großevents, übergreifende Publikationen, Tourismus und Webportal museenkoeln.de) und ist 
Ansprechpartner bei Fragen der Besucherforschung. Die Museen und die zugehörigen Serviceein-
richtungen (Kunst- und Museumsbibliothek, Rheinisches Bildarchiv und Museumsdienst) haben mit 
dem Instrument der Direktorenrunde und dem zugehörigen Sprecheramt ein gutes Instrument zur 
Abstimmung von Prozessen.

2 
 
Beim Museumsreferat sind bereits jetzt bestimmte übergreifende Verwaltungsaufgaben gebündelt. 
Dies alles gilt es im Leitprojekt wirkungsvoll miteinander zu verbinden. Die finanzielle Dimension des 
Projekts ist in den Haushalt 2018 und in die mittelfristige Finanzplanung 2018 – 2020 eingeflossen. 
Eventuell erforderliches Personal wird bedarfsorientiert zu den Haushaltsplanungen angemeldet. Die 
Umsetzung startet mit Jahresbeginn 2018. Die Meilensteine 2018 bis 2020 sind unten umrissen. Pa-
rameter zur Erfolgsmessung werden im Kontext der Verwaltungsreform entwickelt. 
 
 
Serviceaufgaben 
 
Primäres Ziel ist die Entlastung der Museen zugunsten einer Konzentration auf die musealen Kern-
aufgaben durch die Übernahme von Serviceaufgaben im Verwaltungsbereich von zunächst 
 
• IT-Sicherheit und Datenschutz 
• „Dezentraler“ Vergabestelle entspr. KVO 
• Projektierung der Optimierung der Kassensysteme 
• strategischer IT-Entwicklung z.B. von „e“-Komponenten wie eTicketing und ePayment 
• Fachadministration aller Museumsanwendungen zur Sicherstellung performanter 
 Services 
• notwendigem Ausbau des IT-Netzes der Museen inkl. WLAN in den Häusern. 
 
 
Die so zu erzielenden einheitlichen operativen Standards und Prozessoptimierungen führen zu einer 
Verschlankung und Effizienzsteigerung. In diesem Zusammenhang ist auch die Erstellung einer ge-
meinsamen Digitalstrategie für den Museumsstandort zu sehen, die die Bestände nach einheitlichen 
Standards für unterschiedliche Nutzergruppen erschließt und zudem die optimale Nutzung vorhande-
ner Ressourcen sicherstellt. Gleichzeitig werden so die notwendigen Voraussetzungen für das zweite 
große Ziel des Leitprojekts geschaffen. 
 
In einem nächsten Schritt werden integrative Konzepte für die weitergehenden organisatorischen 
Aufgaben zur Unterstützung der Museen in Verwaltungsaufgaben wie die Koordination von Stellen-
plänen, Budgets und Bedarfen im Schulterschluss mit den Häusern entwickelt. Ergänzt werden sollen 
diese Serviceaufgaben durch eine zentrale Unterstützung und Beratung der Museen bei Drittmittelan-
trägen sowie deren fallweise und inhaltsgebundene Anbindung an weitere gesamtstädtische Prozes-
se zur Akquise von Drittmitteln, wie Fördermittel des Landes, des Bundes und der Europäischen Uni-
on. 
 
Da insbesondere für den Museumsbereich die Bindung von einflussreichen Persönlichkeiten, die den 
Museen wohlwollend geneigt sind, von entscheidender Bedeutung ist, muss der bisher sehr erfolgrei-
che, sorgsame Umgang mit und die persönliche Ansprache von Sammlern und Stiftern zugunsten der 
Kölner Museumslandschaft, die in hohem Maße auf bürgerschaftlicher Zuwendung gründet, sicherge-
stellt werden. Schließlich wäre die Kölner Museumslandschaft, in hohem Maße auf bürgerschaftlicher 
Zuwendung gegründet, ohne die Stifter um vieles ärmer. Im Zuge des Leitprojekts soll daher das vom 
Kulturdezernat aufgelegte Konzept zum Umgang mit Stiftern und Mäzenen fortgeschrieben und die 
vorgesehenen operativen Maßnahmen verstetigt und ausgeweitet werden.  
 
 
Gewinnung und Bindung von Publikum 
 
Das zweite Ziel wird im Kulturmanagement mit dem Begriff des Audience Development beschrieben. 
Beim Audience Development verbinden sich Aufgaben und Handlungsweisen von Kulturmarketing, 
Öffentlichkeitsarbeit und Kulturvermittlung / Kultureller Bildung. Hinzu kommen Elemente der Besu-
cherforschung zur Qualitätssicherung. Erreichte Zielgruppen werden gebunden und potenzielle Ziel-
gruppen angesprochen. Ziel ist die quantitative und qualitative Erweiterung des Kölner Museumspub-
likums, die Ausweitung der übergreifenden Bildungsarbeit und die nachhaltige Platzierung der Muse-
en im Verständnis der Stadtgesellschaft als soziale Orte. Um diesen Bezug deutlich zu machen, wird 
der im angelsächsischen Raum verbreitete Begriff des Audience Development verwendet.

3 
 
Strukturell implementiert wird das Audience Development durch den mit Um- und Ausbau der beiden 
Abteilungen des Museumsdienstes: Marketing und Kommunikation (bisher: Abteilung für Presse- 
und Öffentlichkeitsarbeit) und Bildung und Vermittlung (bislang: Museumspädagogik). In Vorberei-
tung wurden Einrichtungen an großen Museumsstandorten im deutschsprachigen Raum im Rahmen 
einer Best Practice-Analyse untersucht. Im Ergebnis dienen die Museumsdienste Basel, das Muse-
umsufer Frankfurt, die Besucherdienste der Staatlichen Museen zu Berlin und die Kulturprojekte Ber-
lin GmbH als Referenzeinrichtungen. 
 
Abteilung Marketing und Kommunikation 
Ziele eines modernen Museumsmarketings 
 
• Museum als sozialer Ort steht im Mittelpunkt. 
• Museum ist nicht nur Musentempel und Wissensspeicher.  
• Museum bietet nachfrageorientiert Bildungs-, Erlebnis- und Freizeitqualitäten.  
• Museum wird zu Stätte für Begegnung, offenen Diskurs, Innovation und Inspiration. 
 
 
Strategien bezogen auf Köln 
 
• Kommunikation der Museumsvielfalt mit Hilfe von sechs Leitthemen (Vermächtnis 
 der Römer, Schätze der Vergangenheit, Moderne trifft Avantgarde, Weltkultur am 
 Rhein, Gedenken und Erinnern, Köln mit allen Sinnen) 
• (Niederschwellige) Kommunikation aus Nutzerperspektive 
• Stärkung der Sichtbarkeit in der Metropolregion Rheinland, im Beneluxraum und 
 bundesweit 
• Erschließung der Bestände über eine flächendeckende Digitalstrategie (siehe auch 
 Ziel 1)  
• Kommunikative Vernetzung der Museen mit Angeboten, Veranstaltungen und Infor- 
 mationen aus anderen Kultursparten 
• Bildung einer Schnittstelle zum Kulturmarketing innerhalb eines stadtweiten Marke 
 Tingkonzepts 
 
 
Instrumente einer neuen Abteilung Marketing und Kommunikation 
 
• Instrumente des klassischen Marketings (mit den Bereichen Produkt, Vertrieb, Preis 
 und Kommunikation) sowie der Besucherforschung  
• Instrumente des Online Marketings (mit den Bereichen eContent, eCommerce,  
eCommunity und eCommunication)  
• Veranstaltungsmanagement (Management übergreifender Events und Besucher- 
 services für alle öffentlichen, drittmittelfinanzierten und buchbaren Bildungspro- 
 gramme)  
 
 
Maßnahmen des übergreifenden Marketings 
 
• Standortbezogene Kommunikation ganzer Produktgruppen (Ausstellungen, Events, Veran- 
staltungen) statt Detailkommunikation einzelner Produkte eines Museums 
• zielgruppenspezifisch und nachfrageorientiert ausgerichtete Kommunikationskanäle 
(Print; Social Media-Plattformen; Community Building; Newsletter; Anzeigen- und  
Plakatkampagnen) 
• Schaffung und Ausbau von  
o strategischen Kooperationen (Transportwesen, Messe, Handel, Tourismus) 
o Werbe- und Medienpartnerschaften 
o analogen und digitalen Vertriebskanälen (eCommerce) 
o wirkungsvollem Direktmarketing (telefonisch, E-Mail-Marketing)

4 
 
• bessere Einbindung der nichtstädtischen Museen 
• Abstimmung von Terminen zu Pressekonferenzen, Eröffnungsterminen und Medien 
 kampagnen zu Sonderausstellungen sowie deren und gebündelte Kommunikation 
• regelmäßige Meetings innerhalb der Museumslandschaft und mit Stakeholdern 
(Kultureinrichtungen; Presseamt; KölnTourismus) 
 
 
Abteilung Bildung und Vermittlung 
 
Ziele einer zeitgemäßen Vermittlungsarbeit in den Museen der Stadt Köln 
• Konzeption, Durchführung und Evaluierung von Programmen für die gesamte 
 Bevölkerung, unabhängig von Alter, Herkunft, Bildung und Religion 
• Sensibilisierung des Publikums für Kunst und kulturelles Erbe mit all seinen 
Bezügen zu einer ständig sich wandelnden Gesellschaft  
• Stärkung der Persönlichkeit mit ihren Anlagen und Kompetenzen  
 
Leitlinien des Bildungskonzepts des Museumsdienstes Köln 
 
• Sammlungsbezug 
• Nachfrageorientierung   
• Kompetenzorientierung  
• Empowerment 
• Partizipation 
• Lebenslanges Lernen 
• Vernetzung 
 
Strategien  
 
• Nachhaltigkeit von Bildungsarbeit für förderbedürftige Zielgruppen im belasteten 
Sozialraum vertiefen 
• bislang drittmittelabhängige Kernbereiche durch städtische Mittel verstärken 
• Bildungsarbeit in den Bereichen Lebenslanges Lernen (LLL) und Alter, Inter 
kulturalität und Diversität, Inklusion und barrierearme Vermittlung diversitäts- 
sensibel erweitern 
• Digitaloffensive für mediale Vermittlung im Rahmen einer digitalen Gesamtstrategie 
 für den Museumsstandort entwickeln 
 
Maßnahmen 
 
• Nachhaltige Bildungsarbeit für sozial schwache Zielgruppen 
• Intensivierung von Maßnahmen für die gesamte Stadtgesellschaft  
• Reduktion der Abhängigkeit von Drittmitteln  
• Digitaloffensive für mediale Vermittlung am Museumsstandort (siehe auch Ziel 1)  
• Qualitätssicherung für bestehende Programme 
 
 
Milestones 2018 bis 2020 
 
Folgende Ziele sind vorgesehen: 
 
• Ende 2017 
o Die barrierefreien Bildungsangebote in allen Museen sind neu gefasst 
o Das Programm für KiTas in allen Museen ist neu gefasst. 
o Ein strategisches Redaktionskonzept für Social Media zu museenkoeln 
liegt vor.

5 
 
• Ende 2018 
o Das Konzept einer Kölner Museumszeitung ist erstellt. 
o Analoge und digitale Kommunikation sind eng miteinander verzahnt. 
o Das strategische Konzept einer Digitalstrategie liegt vor. 
o Online Ticketing und online-Kassensysteme sind erfolgreich eingerichtet. 
o Werbepartnerschaften mit Bühnen Köln, ÖPNV und anderen Logistikunter- 
  nehmen sind etabliert 
o Ein Newsletter für Journalisten im Raum BeneLux sind erschienen 
o Das Konzept für eine Verstetigung des museumsbus.koeln liegt vor. 
o Das Konzept einer nachhaltigen Bildungsarbeit für sozial schwache Ziel- 
gruppen liegt vor. 
 
• Ende 2019 
 Das Konzept einer nachhaltigen Bildungsarbeit für sozial schwache Ziel- 
gruppen liegt vor. 
o Das museumsmobil.koeln fährt zu Bildungs- und Sozialeinrichtungen 
o Maßnahmen des Regionalmarketings auf der Rheinschiene sind etabliert 
o Die Online Collection der Museen der Stadt Köln geht online. 
o Das strategische Konzept zur Digitaloffensive für mediale Vermittlung am 
Museumsstandort steht. 
o Suchmaschinen-Optimierung ist als permanenter Prozess etabliert. 
o Es finden regelmäßige Besucherbefragungen statt. 
 
• Ende 2020 
 Das Museumsportal museen.koeln wird in ein integrales Content- 
Management-System überführt. 
 Digitale Kulturwege verbinden die Museen mit dem städtischen Raum 
 E-Publishing und E-Learning ergänzen die museumdidaktischen Angebote 
 
 
Leitprojekt „Kulturmarketing“ 
 
 
Wie im Leitprojekt „Museen, Menschen, Medien – bereits für die kommunale Museumslandschaft 
dargestellt, gilt für den gesamten Bereich von Kunst und Kultur: Köln benötigt ein professionelles Kul-
turmarketing, das als eine wichtige Säule eines übergreifenden Stadtmarketings zu positionieren ist. 
Als Image- und Wachstumsmotor und durch viele Untersuchungen von Umwegrentabilität untermau-
ert hat sich Kultur längst zu einem harten Standortfaktor entwickelt, der als Marke „Köln und die Kul-
tur“ getragen von einer Kommunikationsstrategie präsentiert werden muss. Kultur lebt nicht dauerhaft 
von selbstverständlichen Erfolgen, wie innovativen Sonderausstellungen und dem Ruf einer Mu-
sikstadt, einer Theaterstadt, einer Literaturstadt u. a. m. Das Profil und breitgefächterte Angebot der 
Kölner Kulturmetropole muss neu im Bewusstsein der Menschen verankert werden, in der Stadt, nati-
onal und international. 
 
Ein Runder Tisch des Kulturentwicklungsplans sowie weitere Überlegungen der auf diesem Gebiet 
nötigen Akteure in Köln befasst sich seit geraumer Zeit mit diesen Herausforderungen. 
 
Mit der Setzung des Leitprojektes Kulturmarketing im Haushaltsplan der Stadt 2018 beabsichtigt das 
Kulturdezernat zu Beginn des kommenden Jahres einen Expertenkreis einzuladen, um ein tragfähi-
ges Konzept zu erarbeiten und erste Marketingschritte in die Wege zu leiten. Im Haushalt ist hierfür 
im Jahr 2018 ein Ansatz von 150.000 € vorgesehen.

6 
 
Leitprojekt „Stärkung der freien Szene als Akteur der Stadtgesellschaft“ 
 
 
Kultur wird in Köln täglich in überwältigendem Variationsreichtum angeboten – von großen städti-
schen Institutionen wie den Bühnen der Stadt Köln, über das Gürzenich Orchester und der breitgefä-
cherten Museumslandschaft bis hin zu der „freien Kulturszene" und den vielen kulturwirtschaftlichen 
Veranstalterinnen und Veranstaltern. Sie alle prägen das kulturelle Bild der Stadt; schaffen eine inno-
vative Atmosphäre und bedingen damit die Attraktivität Kölns. Die Kölner Kulturlandschaft ruht somit 
auf zwei Säulen: der städtischen Kultur sowie der freien Kultur- und Kreativszene.  
 
In einer zeitgenössischen Metropole, die durch stete massive Veränderungen der Stadtgesellschaft 
aufgrund von Migration, Demographie sowie dem Selbstbewusstsein zahlreicher Bevölkerungsschich-
ten nach kultureller Teilhabe geprägt ist, kommt der freien Kulturszene mit ihren vielfältigen Protago-
nisten und ihrem ausdifferenziertem Kulturangebot eine immer wichtigere Bedeutung zu. 
 
Damit die freie Szene den Anforderungen einer diversen Stadtgesellschaft gewachsen ist und mit 
einem diversen Veranstaltungsangebot an die Bürgerinnen und Bürger begegnen kann, muss sie 
gefördert und unterstützt werden, professionelle Strukturen auszubauen und zu entwickeln. Der aktu-
elle Datenreport der Kultur- und Kreativwirtschaft Köln belegt, dass die schwache wirtschaftliche La-
ge, d.h. die Honorarbedingungen der freien Kulturakteure, professionelle Kulturarbeit erschweren. Ziel 
der Kulturförderung der freien Szene muss daher in Zukunft in höherem Maße sein, bestehende 
Strukturen in Köln, die ein qualitätvolles Kultur- und Kunstprogramm bieten, mit höherer Förderung zu 
unterstützen, damit sie Kunstschaffende angemessen entlohnen können. 
 
Gleichzeitig sollen dadurch internationale Kooperations- und Netzwerkarbeit befördert werden sowie 
durch die Bereitstellung von kreativen Freiräumen für die freie Szene künstlerische Weiterentwicklung 
und künstlerisches Wagnis gefördert werden. Wie in vielen Metropolen werden in Köln Freiräume 
durch starke Verdichtung der Innenstadt zur Mangelware. Die Erwartung an die Stadtverwaltung zur 
Aufrechterhaltung des Kulturangebots an die Bürgerinnen und Bürger ist, neue und bestehende 
Räume sowie den öffentlichen Raum auch in Zeiten einer innerstädtischen Verdichtung für freie Kul-
tur vorzuhalten. Um dies zu gewährleisten bedarf es der Entwicklung von neuen Förderformaten. 
 
Eine weitere wichtige zukünftige Herausforderung liegt zudem in dem Ausbau kultureller Teilhabe 
durch die Förderung zielgruppenspezifischer Ansprache und Vermittlung durch die freie Szene. The-
menfelder wie interkulturelle und inklusive Kulturarbeit prägen die Arbeit freier Kunstinstitutionen und 
somit deren Förderung durch Kommunen. Ziel muss es sein, Zugangsbarrieren, die durch kulturelle 
Diversität entstehen können, durch eine möglichst einfache und transparente Ansprache an die Bür-
gerinnen und Bürger abzubauen. Das Kulturamt sieht deshalb seine Aufgabe darin, freie Kulturinstitu-
tionen und Künstlerinnen und Künstler in ihrer Ansprache an ein diverses Publikum zu beraten und zu 
begleiten.  
 
 
Strategische Schwerpunkte/Antworten auf diese Herausforderungen 
 
Das Kulturdezernat hat in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt zu den Haushaltsplanungen 2018ff das 
Leitprojekt „Freie Szene als Akteur der Stadtgesellschaft weiter stärken“ (Nr. 44) eingebracht.  
 
Der strategische Ansatz verfolgt eine kontinuierliche Erhöhung der Förderungen. Im Vordergrund 
steht die Erhöhung der Transferaufwendungen zur Förderung der freien Szene. 
 
In der mittelfristigen Finanzplanung werden daher folgende Mittel inklusive der Erhöhungen durch die 
politischen Änderungsanträge in der TPZ 15 - Transferaufwendungen veranschlagt:

7 
 
Plan     2018  2019  2020  2021 
15 – Transferaufwendungen 
für Freie Szene    7.500.307 7.893.907 8.257.107 8.646.607 
Steigerung       334.000    523.600    313.200    389.500 
Absolute Steigerung 
von 2018 zu 2021                   1.560.300 
     20,8% 
 
Das Leitprojekt soll in seiner Grundidee die Fördermittel der freien Szene an das Budget der instituti-
onalisierten Kulturlandschaft in eine stabile Relation bringen. Insoweit muss diese Relation immer 
wieder geprüft werden, um das Leitprojekt auch über die mittelfristige Finanzplanung hinaus, fort-
schreiben zu können. 
 
Die Wirkung des Leitprojektes zeigt sich in einem ersten Schritt in Maßnahmen, die für die Stärkung 
und Sicherung der Qualität, der Vielfalt und Struktur der freien Szene in Köln geeignet sind. Daher 
sind die zusätzlichen Mittel im Haushalt 2018 insbesondere für die gezielte Erhöhung der Institutionel-
len Förderung vorgesehen. 
 
Die Verteilung der verbleibenden disponiblen Mittel wird zurzeit mit Blick auf die im Kulturamt mit der 
Szene erarbeiteten und beschlossenen Förderkonzepte entwickelt, so dass die Verteilung der Steige-
rung in Höhe von 334.000 Euro für das Jahr 2018 in einer gesonderten Beschlussvorlage in der Sit-
zung im Januar 2018 eingebracht wird. 
 
Mit dem Leitprojekt soll ab 2019 auch die Weiterentwicklung bzw. Wiederaufnahme von Maßnahmen 
aus der Kulturentwicklungsplanung wie z.B. ein Kinderkulturhaus, eine Infrastruktur für den Tanzbe-
reich oder anderes wieder in den Blick genommen werden. 
 
Neben der Förderung der freien Szene durch Zuwendungen müssen die städtischen Immobilien, die 
insbesondere als subventionierte Atelierräume vermietet werden, in einem sicheren Zustand erhalten 
bleiben. Dazu wurde in der TPZ 13 – Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen die Mittel zur 
Unterhaltung der Gebäude ebenfalls erhöht. 
 
 
Plan     2018  2019  2020  2021 
13 – Aufwendungen 
für Sach- und Dienstleistungen; 178.089 219.089 247.289 275.189 
Sachkonto Unterhaltung der 
Gebäude 
Steigerung      98.000  41.000   28.200   27.900 
Absolute Steigerung 
von 2018 zu 2021         195.100 
109,6% 
 
Bei der Anmeldung der Leitprojekte wurden konsequenterweise auch die notwendigen personellen 
Ressourcen angemeldet. Für das Kulturamt wurden daher folgende Ressourcen angemeldet: 
 
a) Entfristung der Stelle für die Prüfung der Verwendungsnachweise 
b) Zusätzliche Referentenstelle für spartenübergreifende, interkulturelle Bereiche 
c) Zusätzliche Verwaltungsstelle  
 
 
a) und b) wurden im Personalstellenplan genehmigt. 
 
Eine weitere Verwaltungsstelle muss je nach Bedarf evtl. unterjährig zugesetzt werden.

Beratungsverlauf (1)

05.12.2017 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 8.5 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3673/2017
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
29.11.2017
Erstellt
24.11.2017 13:43