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2011/0207

Wettbewerbsverfahren ehemalige Cambrai-Fritsch-Kaserne mit Jefferson-Siedlung

Magistratsvorlage 10.05.2011

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2011/0207

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2011/0207

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Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
18.05.2011 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
 
Dezernat VI Dezernat I 
Dezernat II 
Dezernat V 
Grünflächenamt 
an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt: Stadtplanungsamt 
In Zusammenarbeit mit 
Grünflächenamt 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2011/0207 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
 
Betreff: Wettbewerbsverfahren ehemalige Cambrai-Fritsch-Kaserne mit Jefferson-Siedlung 
 
Vorlage vom: 10.05.2011 
 
Beschlussvorschlag: 
 
1. Der Magistrat nimmt das Konzept zum Wettbewerbsverfahren ehemalige Cambrai-Fritsch-Kaserne 
zur Kenntnis und stimmt der Umsetzung des Verfahrens zu. 
 
2. Unter der Kostenstelle Konversion 061-040-1000 stehen Mittel in Höhe von Euro 200.000,- zur 
Durchführung des Wettbewerbsverfahrens zur Verfügung 
 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
... 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 10.05.2011  
 
Mit Abzug der amerikanischen Streitkräfte im Jahr 2008 und der Freigabe der militärisch 
genutzten Flächen wurde ein umfangreicher Planungs- und Entwicklungsprozess begonnen. 
Im Juli 2008 wurde eine Magistratsvorlage beschlossen, die den Ablauf der Planungen für 
die Konversionsflächen zum Inhalt hatte. (Mag.Vorlage Nr. 2008/0313). Schon in dieser 
Vorlage wurde ein städtebaulicher Wettbewerb für die Flächen der Cambrai-Fritsch-Kaserne 
und Jefferson-Siedlung als notwendig erkannt. Die Stadtverordnetenversammlung hat am  
1. Oktober 2009 beschlossen, dass der Magistrat mit der Ausschreibung eines 
städtebaulichen Wettbewerbes für die o.g. Flächen beauftragt wird. Die Auslobung eines 
Wettbewerbes ist mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben abgestimmt. 
 
Vorgehensweise 
Mit dieser Vorlage wird das Verfahren des Wettbewerbes unter Einbeziehung der 
Öffentlichkeitsbeteiligung vorgestellt und beschlossen. Nach Abschluss der Rahmenplanung 
zu den vorgenannten Flächen, wird eine weitere Magistratsvorlage erarbeitet, die die 
inhaltlichen Ziele des Wettbewerbes beinhalten wird.  
 
Ziel des Wettbewerbes 
Zur Sicherung der städtebaulichen und landschaftsplanerischen Qualitäten soll ein 
Wohngebiet entwickelt werden, das über den denkmalgeschützten Bestand hinaus ein 
eigenständiges, innovatives und lebendiges Stadtquartier vorsieht. Weitere Ziele und 
detaillierte Inhalte werden mit dem Auslobungstext definiert. 
 
Verfahren 
Das gesamte Verfahren ist als VOF-Verfahren mit integriertem Planungswettbewerb 
vorgesehen und wird in Zusammenarbeit mit der Vergabe- und Beschaffungsstelle 
durchgeführt. Dieses Verfahren ist notwendig, da der Schwellenwert von 193.000,- Euro 
Gesamtauftragsvolumen überschritten wird. Ein wesentlicher Bestandteil des 
Konversionsprozesses ist die Beteiligung der Öffentlichkeit. Um diese sicherzustellen und 
gleichzeitig die Vorschriften des VOF-Verfahrens einhalten zu können, ist folgender Ablauf 
erforderlich: 
 
1) VOF-Verfahren 1. Teil: Bewerbungs- und Auswahlphase 
 
 a) EU-weites Bewerbungsverfahren 
 b) Auswahl von 25 Teilnehmer-Teams 
 
2) VOF-Verfahren 2. Teil: städtebaulicher und landschaftsplanerischer Wettbewerb 
 
a) städtebaulicher und landschaftsplanerischer Wettbewerb mit 25 Teilnehmern und 
Teilnehmerinnen und bis 4 Preisen 
 
3) VOF-Verfahren 3. Teil: Auftragsverhandlung 
 
 a) Mehrfachbeauftragung der Preisträger (max. 4) 
 b) Präsentation der Preisträgerarbeiten in der dritten Planungswerkstatt 
 c) Überarbeitungsphase der Preisträger nach Anregungen des Preisgerichtes und 
    der Planungswerkstatt 
d) Fachgremium entscheidet über die Rangfolge der überarbeiteten Entwürfe 
e) auf der Grundlage der Zuschlagskriterien werden mit den Teams    
   Auftragsverhandlungen geführt 
f) nach Abschluss der Auftragsverhandlungen wird ein Team beauftragt, die    
Ergebnisse 
   werden der Öffentlichkeit vorgestellt

3 
... 
Der Wettbewerb, der anonym durchgeführt wird, bildet den zweiten Teil des gesamten 
Verfahrens. Da bei einer solch großen Planungsleistung mit einem großen 
Interessentenkreis gerechnet werden kann, soll der Teilnehmerkreis auf 25 Teilnehmer und 
Teilnehmerinnen am Wettbewerbsverfahren beschränkt werden.  
 
Schon bei Beauftragung der Rahmenplanung war ersichtlich, dass das Areal große 
landschaftsplanerische Aspekte beinhaltet. Die Bezeichnung des Wettbewerbs wird deshalb 
als „städtebaulicher und landschaftsplanerischer Wettbewerb“ geführt, darüber hinaus 
müssen sich die Bewerber und Bewerberinnen für das Verfahren als Arbeitsgruppen von 
Stadt- und Landschaftsplanern zusammenschließen. Aufgrund der Größe und der 
Komplexität der Planungsaufgabe, wird von den Bewerbern und Bewerberinnen ein 
Nachweis über Referenzprojekte in ähnlicher Größenordnung und Komplexität verlangt. 
 
Neben fünf geladenen Teilnehmerteams aus Stadt- und Landschaftsplanern erfolgt in einem 
offenen Bewerbungsverfahren die Auswahl 20 weiterer Teilnehmer-Teams, diese werden 
differenziert in 15 Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Kategorie „Teilnehmer mit 
Berufserfahrung“ und fünf Teilnehmer-Teams der Gruppe „Junge Büros“. Diese 
Differenzierung soll jungen Stadtplanern und Stadtplanerinnen die Möglichkeit eröffnen an 
dem Wettbewerbsverfahren teilzunehmen auch wenn sie nicht die geforderten 
Referenzprojekte nachweisen können. 
 
Wettbewerbs-Jury 
Der städtebauliche und landschaftsplanerische Wettbewerb wird nach den Regeln der RPW 
2008  durchgeführt. Die Jury-Besetzung muss deshalb nach Fach- und Sachpreisrichtern, 
sowie Sachverständigen ohne Stimmrecht erfolgen. Um den unterschiedlichen Inhalten des 
Wettbewerbes gerecht zu werden, wird das Preisgericht der Fachpreisrichter wie folgt 
besetzt: 3 Stadtplaner/Stadtplanerinnen,  1 Architekt/Architektin und 1 Landschaftsplaner/ 
Landschaftsplanerin. 
Neben den 5 Fachpreisrichtern werden vier Sachpreisrichter der Jury angehören. Diese 
Gruppe wird vertreten durch: Vertreter der Wissenschaftsstadt Darmstadt, sowie einen 
Vertreter/Vertreterin  der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. 
 
Weiterhin gibt es das Gremium der Sachverständigen, die das Wettbewerbsverfahren 
begleiten, jedoch kein Stimmrecht in der Jury-Sitzung haben. Diese Gruppe setzt sich wie 
folgt zusammen:  die relevanten Fachämter (Stadtplanungsamt, Grünflächenamt, 
Straßenverkehrs- und Tiefbauamt, Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung, Denkmalschutz, 
Bauaufsichtsamt, Sozialverwaltung), die HessenAgentur Stadtentwicklungsgesellschaft, die 
Schader-Stiftung, ein Vertreter/Vertreterin der WIR-Agentur als Vertretung der Wohngruppen 
und eine Person aus der Bürgerschaft (durch Los aus der Interessentenliste bestimmt). 
 
Finanzierung 
Zur Finanzierung des Wettbewerbsverfahrens wurde bei der Anmeldung der Kostenstelle 
Konversion ein entsprechender Posten bei der groben Kalkulation berücksichtigt. Durch 
Änderung der HOAI, sowie durch allgemeine Kostensteigerungen und zusätzliche 
Planungsleistungen, wie z.B. Erstellen eines Modells, haben sich die Kosten des 
Wettbewerbsverfahrens erhöht. Dies wurde bei der Anmeldung der Mittel im 
Nachtragshaushalt berücksichtigt. Unter der Kostenstelle Konversion 061-040-1000 stehen 
Mittel in Höhe von Euro 200.000,- zur Durchführung des Wettbewerbsverfahrens zur 
Verfügung. Zur Refinanzierung sind Verhandlungen mit der BImA aufgenommen worden. Ein 
Ergebnis über eine Kostenbeteiligung steht noch aus. 
 
Vorläufiger Zeitrahmen 2011 / 2012 
Ende Juni:  Versendung der Bekanntmachung des Wettbewerbsverfahrens 
Mitte August:  Bewerbungsende, anschließend Prüfung der Bewerbungen, evtl. 
Losverfahren  
Mitte September: Benachrichtigung der Teilnehmer-Teams 
Anfang Oktober: Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen

4 
... 
Mitte Oktober:  Rückfragenkolloquium 
Mitte Dezember: Abgabe der Arbeiten 
Ende Dezember:  Abgabe der Modelle, anschließend Vorprüfung der eingereichten  
   Arbeiten 
Anfang Februar:  Preisgerichtssitzung 
Mitte Februar:  dritte Planungswerkstatt, anschließend Auswertung der Anregungen 
Mitte März:  Überarbeitungsphase bis Ende April 
Anfang Mai:  Auftragsverhandlungen  
Mitte Juni:  vierte Planungswerkstatt und Magistratsbeschluss 
 
 
 
 
 
Darmstadt, 10. Mai 2011  
VI 61.1.1 la/th   Nst 2612 
 
 
 
Dezernat I      Dezernat II:    
 
 
 
 
 
Walter Hoffmann     Wolfgang Glenz   
Oberbürgermeister     Bürgermeister    
 
 
 
Dezernat V:       Dezernat VI: 
 
 
 
 
 
Jochen Partsch      Dieter Wenzel 
Stadtrat       Stadtrat

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Details

Vorlagen-Nr.
2011/0207
Typ
Magistratsvorlage
Datum
10.05.2011
Erstellt
29.09.2026 00:00