AN/0097/2017
Erwerb der Weißhaus-Immobilie einschließlich Parkanlage durch die öffentliche Hand
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Antrag von Rolf Kremers/FWK
3835 Zeichen
in der Bezirksvertretung
Köln-Lindenthal
Frau Bezirksbürgermeisterin
Helga Blömer-Frerker
Frau Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
Rolf Kremers
c/o Bezirksrathaus, Aachener Str.220,
50931 Köln
Tel.:0221/437087
Mobil: 0151/17536705
Mail: RolfKremers@netcologne.de
Köln, den 19.1.2017
Zur Sitzung der Bezirksvertretung Lindenthal 6.2.2017
Sehr geehrte Frau Bezirksbürgermeisterin, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
folgenden Antrag bitte ich auf die nächste Sitzung der Bezirksvertretung Lindenthal
zu setzen:
Erwerb der Weißhaus-Immobilie einschließlich Parkanlage durch die Öffentli-
che Hand
Die Beantwortung meiner Anfragen zum obigen Thema durch die Verwaltung waren
bislang völlig unzureichend. Nunmehr greift der Kölner Stadtanzeiger mit einem
Pressebericht vom 11.1.017 die Angelegenheit ebenfalls auf, und zwar unter der
Überschrift „Wer kauft das Schlösschen in Köln-Sülz?“.
Es ist festzustellen, dass Schloss Weißhaus nach dem Tode seines Eigentümers
zum Verkauf ansteht .Nach o.g. Pressemeldung und Mitteilung der Verwaltung ist der
Verkauf noch immer nicht erfolgt.
Das Schloss, jetzt mit einer klassizistischen Fassade ausgestattet, ist eines von drei
noch erhaltenen Barockschlössern in Köln.Das Ensemble befindet sich an einem seit
dem Mittelalter bebauten Platz und ist gleichzeitig ein einzigartiger Standort, an dem
auch rheinische Unternehmenskultur präsent ist. Es war Sitz der Familie Wolf, die in
Frechen ein großes Steinzeug-Unternehmen betrieb. In der Gründerzeit und danach
errichtete das Unternehmen für seine Beschäftigten zahlreiche Werkswohnungen in
Frechen und Köln. Nicht nur dadurch sind Schloss, Kapelle und Park ein kulturelles
Erbe der rheinischen Regionalgeschichte, das von der öffentlichen Hand erworben
und für die Bürgerinnen und Bürger erschlossen werden muss.
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Das Anwesen bietet die einmalige Chance, den Park als Erholungsfläche für die Be-
völkerung zu nutzen und Schloss und Kapelle für die Besucher zu öffnen.Es sind ne-
ben Vorschlägen für kulturelle Nutzungen inzwischen auch Überlegungen der Uni-
versität bekannt geworden, das Objekt auch zur Unterbringung der theaterwissen-
schaftlichen Sammlung (derzeit Schloss Wahn) zu nutzen.Mitglieder verschiedener
Fraktionen der Bezirksvertretung Lindenthal hatten eine Nutzung als Standesamt
vorgeschlagen und möchten den repräsentativen Saal im Schloss auch als bezirkli-
chen Veranstaltungsort nutzen.Denkbar wären auch Mitnutzungen der Anlage durch
Stiftungen und Private für Zwecke, die dem Charakter der Anlage entsprechen. So
sind auch ein Cafe und weitere Einnahmen generierende Aktivitäten möglich.
Die Immobilie sollte im Jahre 2015 ca. 8,5 Mio.Euro kosten, wird aber nach angebli-
chem städtischen Wertgutachten mit ca. 5 Mio Euro geschätzt.
Angesichts dieser Umstände möge die Bezirksvertretung folgendes beschließen:
1 .Der Rat wird aufgefordert, die Verwaltung zu beauftragen, umgehend Verhandlun-
gen mit dem die Immobilie anbietenden Unternehmen aufzunehmen und zu prüfen,
ob ein Ankauf durch die öffentliche Hand (entweder durch die Stadt allein oder ge-
meinsam mit dem Land für die Universität oder dem Landschaftsverband) möglich
ist.
2. Die Verwaltung soll ein Nutzungs- und Unterhaltungskonzept - evt. gemeinsam
mit den LVR und anderen potentiellen Nutzern – entwickeln, dabei die touristische
Attraktivität (einziges Wasserschloss in Köln) einbeziehen und das Konzept dem Rat
vorlegen.
3. Die Finanzierung des Kaufs soll aus Einsparungen im laufenden Haushalt erwirt-
schaftet werden. Zum Beispiel durch Einsparungen bei den Standards für die neu zu
planende Sanierung des Opern-und Schauspielhauses.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Rolf Kremers
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Aachener Straße
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Details
- Aktenzeichen
- AN/0097/2017
- Typ
- Antrag nach § 3 der GeschO des Rates
- Datum
- 23.01.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27