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1681/2025

Beschlussvorlage Linkage to Care

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 13.06.2025

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Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

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Beschlussvorlage Rat

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Anlage 2 Benachrichtigung

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Anlage 1 Antragsformular

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Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

2761 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
V/53 
 
 
Vorlagen-Nummer 
1681/2025
Stand: 24.11.2025 
Sachstandsbericht  
Beschlussvorlage Linkage to Care 
Beschluss: 
 
Der Rat der Stadt Köln  
 
1. genehmigt vorbehaltlich der Förderzusage die Teilnahme am Forschungsprojekt 
„Linkage to Care“ für den Aufbau eines interdisziplinären Netzwerks aus ÖGD, GKV-
Ärzt*innen, Fachgesellschaften, dem RKI und der ÖGD-Professur in Dresden für den 
Zeitraum 01.01.2026 bis 31.12.2028. 
 
2. erkennt den Bedarf in Höhe von 79.830 € für das Haushaltsjahr 2027 an. 
Im Rahmen des Haushaltsaufstellungsverfahrens 2027 werden im Teilergebnisplan 
des Gesundheitsamtes in der Produktgruppe 0701 - Gesundheitsdienste, in TPZ 13 - 
Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen Mittel i.H.v. 14.580 € und in TPZ 11 – 
Personalaufwendungen in Höhe von 65.250 € sowie Mehrerträge in gleicher Höhe in, 
TPZ 02 – Zuwendungen und allgemeine Umlagen veranschlagt. 
 
3. beauftragt die Verwaltung die hierfür zusätzlich erforderlichen Stellenbedarfe von 0,5 
Stellen im Rahmen des regulären Stellenplanverfahrens 2027 einzubringen. Die Refi-
nanzierung der zusätzlichen Stelle erfolgt vollständig aus den Fördermitteln des Inno-
vationsausschusses beim Gemeinsamen Bundesausschuss. 
 
4. begrüßt in diesem Zusammenhang die entsprechende Initiative der Verwaltung und 
beauftragt sie, regelmäßig über die Umsetzung zu berichten. 
 
 
Status    in Bearbeitung 
 
    erledigt 
 
Aktueller Bearbeitungsstand: 
Der vom Robert Koch-Institut beim Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschuss 
„Innovationsausschuss“ beantragte Projektantrag hat eine Förderzusage bekommen. Das Ge-
sundheitsamt Köln ist neben der Technischen Universität Dresden Projekt- Konsortialpartner. 
Die endgültige Mittelfreigabe wird durch den Projektträger DLR gestellt, welcher den Innovati-
onsfonds verwaltet.  
Der Antragsteller RKI befindet sich gemeinsam mit den Konsortialpartnern (eben auch dem 
Gesundheitsamt) und dem Projektträger DLR in der konkreten Abstimmung zur Projektpla-
nung. Rückfragen wurden stets umgehend beantwortet. Der abschließende Förderbescheid

2 
 
wird erwartet. 
Weitere Informationen zum aktuellen Sachstand unter:  
Linkage to Care – Praxisforschung zur strukturierten Vernetzung von ÖGD und medizinischer 
Versorgung der GKV für bedarfsgerechte Beratung, Diagnostik und Behandlung von sexuell 
übertragbaren Infektionen bei Populationen mit Zugangsbarrieren und erhöhter Krankheitslast 
- G-BA Innovationsfonds 
 
Nächste Schritte: 
Sobald die Mittelfreigabe vom Projektträger gegeben ist, geht es in die Konkretisierung der 
Umsetzungsplanung des Projektes. 
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:  
Sobald die Freigabe der Mittel erfolgt ist und ein erster Meilenstein erreicht ist.

Beschlussvorlage Rat

10904 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
V/53 
 
Vorlagen-Nummer 
 1681/2025 
Freigabedatum 
13.06.2025  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Beschlussvorlage Linkage to Care  
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Rat der Stadt Köln  
 
1. genehmigt vorbehaltlich der Förderzusage die Teilnahme am Forschungsprojekt 
„Linkage to Care“ für den Aufbau eines interdisziplinären Netzwerks aus ÖGD, GKV-
Ärzt*innen, Fachgesellschaften, dem RKI und der ÖGD-Professur in Dresden für den 
Zeitraum 01.01.2026 bis 31.12.2028. 
 
2. erkennt den Bedarf in Höhe von 79.830 € für das Haushaltsjahr 2027 an. 
Im Rahmen des Haushaltsaufstellungsverfahrens 2027 werden im Teilergebnisplan 
des Gesundheitsamtes in der Produktgruppe 0701 - Gesundheitsdienste, in TPZ 13 - 
Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen Mittel i.H.v. 14.580 € und in TPZ 11 – 
Personalaufwendungen in Höhe von 65.250 € sowie Mehrerträge in gleicher Höhe in, 
TPZ 02 – Zuwendungen und allgemeine Umlagen veranschlagt. 
 
3. beauftragt die Verwaltung die hierfür zusätzlich erforderlichen Stellenbedarfe von 0,5 
Stellen im Rahmen des regulären Stellenplanverfahrens 2027 einzubringen. Die Refi-
nanzierung der zusätzlichen Stelle erfolgt vollständig aus den Fördermitteln des Inno-
vationsausschusses beim Gemeinsamen Bundesausschuss. 
 
4. begrüßt in diesem Zusammenhang die entsprechende Initiative der Verwaltung und 
beauftragt sie, regelmäßig über die Umsetzung zu berichten. 
 
 
 
 
Gesundheitsausschuss 17.06.2025 
Finanzausschuss 30.06.2025 
Rat 03.07.2025

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            
% 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme        € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            
% 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2027 
a) Personalaufwendungen    65.250 € 
b) Sachaufwendungen etc.    14.580 € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2027 
a) Erträge    79.830 € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung 
Das Gesundheitsamt der Stadt Köln möchte als Konsortialpartner am Projekt 
“Linkage to Care - Praxisforschung zur strukturierten Vernetzung von ÖGD und medizinischer 
Versorgung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für bedarfsgerechte Beratung, Diag-
nostik und Behandlung von sexuell übertragbaren Infektionen bei Populationen mit Zugangs-
barrieren und erhöhter Krankheitslast” teilnehmen. 
 
Hintergrund: 
Erste Anlaufstellen in Deutschland in Bezug auf sexuelle Gesundheit und sexuell übertragba-
rer Infektionen (STI) sind für viele Menschen die niedrigschwelligen Beratungsangebote des 
Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD). Hier erfolgen eine meist anonyme und kostenlose 
STI-Testung und Beratung. Der ÖGD ist, zumindest für krankenversicherte Personen, auch 
die Schnittstelle zur Weiterleitung in die ambulante ärztliche Versorgung, z.B. für eine  
(Weiter-) Behandlung. Dies scheitert jedoch oft an verschiedenen Zugangsbarrieren.

3 
Dies und weitere Faktoren führen zu einer oft unzureichenden Versorgung in Bezug auf sexu-
elle Gesundheit, was sich neben einer individuell hohen Infektions- und Krankheitslast, nega-
tiv auf einen effizienten Ressourceneinsatz im Gesundheitsamt auswirkt. 
 
Das Projekt: 
“Linkage to Care“ zielt darauf ab, den Zugang von Menschen mit Zugangsbarrieren zur ambu-
lanten ärztlichen Versorgung (GKV) und zum Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) im Be-
reich sexuell übertragbarer Infektionen (STI) zu verbessern. Im Mittelpunkt steht die nachhal-
tige Anbindung dieser Zielgruppen an bestehende Versorgungsstrukturen sowie die Sicher-
stellung einer nicht-stigmatisierenden, leitliniengerechten und qualitätsgesicherten STI-Bera-
tung, -Diagnostik und -Behandlung. 
Zur Zielgruppe gehören Personen mit unklarem Anspruch auf gesetzliche Krankenversiche-
rung in Deutschland sowie Menschen, die trotz bestehendem Versicherungsanspruch durch 
sprachliche, strukturelle oder soziale Barrieren am Zugang zur Regelversorgung gehindert 
sind. Besonders betroffen sind Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), Sexarbeitende, 
trans- und nicht-binäre Personen sowie junge Menschen mit unzureichender Information über 
STI-Versorgungsangebote. 
Insgesamt eruiert das Projekt die Voraussetzungen und schafft Lösungsansätze für einen ver-
besserten Zugang zu niedrigschwelliger, bedarfsgerechter und damit adäquater Beratung zur 
Versorgung von STI in der für diese Infektionen hochvulnerablen Zielpopulation. Dadurch kön-
nen STI frühzeitig diagnostiziert und adäquat behandelt, Folgeerkrankungen und Resistenzbil-
dungen verhindert und das Transmissionsrisiko vermindert werden. Neben dem individuellen 
Nutzen trägt dies auch dazu bei, die Infektionslast und Krankheitslast durch Folgeerkrankun-
gen in der Gesamtbevölkerung zu vermindern und entspricht damit dem Aufruf von Bundesre-
gierung und WHO. 
 
Das Projekt verfolgt drei spezifische Ziele:  
1. Der Zugang der o.g. Zielgruppen zur lokalen ambulanten Versorgung der GKV soll ver-
bessert werden.  
2. Der Zugang hochmobiler Subpopulationen – insbesondere Sexarbeitender – zu über-
regionalen Versorgungsangeboten des ÖGD´s soll erleichtert werden.  
3. Die Qualität der STI-Versorgung im ÖGD soll durch einheitliche Standards, mit Fokus 
auf Gonorrhö, verbessert werden. 
Darüber hinaus ist das Projekt ein wichtiger Schritt zur effizienteren Allokation von Ressour-
cen in der Gesundheitsversorgung. Durch die gezielte Identifikation von Versorgungsbedarfen 
und -barrieren sowie die bessere Vernetzung zwischen GKV und ÖGD können vorhandene 
Mittel wirkungsvoller eingesetzt und Versorgungslücken systematisch geschlossen werden. 
So trägt das Projekt nicht nur zur Verbesserung der Versorgungsgerechtigkeit bei, sondern 
auch zur nachhaltigen Optimierung von Ressourceneinsatz und Planung im öffentlichen Ge-
sundheitswesen. 
Im Rahmen des Projekts werden verschiedene Forschungsfragen untersucht, zum Beispiel: 
Welche Barrieren bestehen bei der Inanspruchnahme der ambulanten Versorgung? Wie ge-
lingt eine effektive Weiterleitung vom ÖGD in die GKV? Welche Faktoren beeinflussen die Ak-
zeptanz und Umsetzbarkeit regionaler und überregionaler Versorgungsnetzwerke? Und wie 
lassen sich einheitliche Qualitätsstandards in der STI-Diagnostik und -Behandlung implemen-
tieren? 
Zur Umsetzung wird ein interdisziplinäres Netzwerk aufgebaut, das Beratungsstellen des 
ÖGD, niedergelassene Ärzt*innen, Fachgesellschaften, das Robert Koch-Institut (RKI) sowie 
die neu eingerichtete ÖGD-Professur am Zentrum für Evidenzbasierte Gesundheitsversor-
gung in Dresden einbindet. Damit soll die Verbindung von Praxis, Forschung und Versorgung 
an der Schnittstelle zwischen ÖGD und ambulanter Versorgung gestärkt werden. 
Ein Mehrwert für Köln ist hierbei eine interdisziplinäre wissenschaftliche Analyse bestehender

4 
lokaler Versorgungsnetzwerke und ausschlaggebender Faktoren für ressourcenverbrau-
chende Barrieren innerhalb dieser Strukturen. Das Projektergebnis könnte für Köln Vorausset-
zungen und Lösungsansätze für eine Verbesserung der Versorgung von STI darstellen, 
gleichzeitig können in Köln bereits gut funktionierende Strukturen einen wertvollen Impuls für 
eine Verbesserung der überregionalen Versorgung geben. 
 
Finanzierung 
Der personelle Bedarf entsteht 2027, dem entsprechend ist auch eine Finanzierung erst ab 
2027 notwendig. Vom 01.01.2026 bis 31.12.2026 kann das Projekt mit bereits vorhandenen 
personellen Kapazitäten aus dem ÖGD-Pakt betreut werden. Die hierfür entstehenden Auf-
wendungen werden zu 100 % aus Landeszuschüssen refinanziert. In 2028 soll der Ressour-
cen bindende inhaltliche Teil des Projektes abgeschlossen sein. Die in 2028 geplanten Teil-
nahmen an "Netzwerktreffen" voraussichtlich im 1-2.Quartal, sind online geplant. Hierfür müs-
sen keine zusätzlichen Personal- und Sachkosten eingeplant werden. 
Die Finanzierung erfolgt vollständig durch den Gemeinsamen Bundesausschuss. Hierin sind 
eine 0,5 Stelle Facharzt*in E 15 sowie für Sachkosten eine Infrastrukturpauschale in Höhe von 
25 % der Personalkosten enthalten. Die Differenz der Personalkosten in den Förderungsun-
terlagen und den hier benannten ergibt sich aus unterschiedlichen durchschnittlichen Perso-
nalkosten. Der Umfang des Stellenanteils wird 2027 den dann geltenden städtischen Perso-
nalkosten und der Höhe der Förderung entsprechend angepasst. 
Die im Teilergebnisplan des Gesundheitsamtes in der Produktgruppe 0701 - Gesundheits-
dienste, in TPZ 13 - Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen sowie in TPZ 11 - Perso-
nalaufwendungen im Jahr 2027 entstehenden Aufwendungen in Höhe von 79.830 € können 
durch entsprechende Erträge im Teilergebnisplan des Gesundheitsamtes in der Produkt-
gruppe 0701 - Gesundheitsdienste, in TPZ 02 – Zuwendungen und allgemeine Umlagen zu 
100 % gedeckt werden. Die Erträge resultieren aus den Fördermitteln für dieses Projekt vom 
Gemeinsamen Bundesausschuss. 
Die Finanzierung der Teilnahme ist gesichert. Es entstehen durch die Teilnahme keine Mehr-
kosten. Die Auflagen der Bezirksregierung Köln zum Haushaltsplan stehen der Teilnahme 
nicht entgegen, da der Nutzen für die Gesundheit der Kölner Bevölkerung die Teilnahme 
rechtfertigt. 
 
 
Begründung der Dringlichkeit: 
Der Antrag war im Oktober 2024 eingereicht worden. Das Gesundheitsamt der Stadt Köln 
hatte zunächst eine unverbindliche Erklärung als möglicher Konsortialpartner abgegeben. Erst 
jetzt wurde eine Zusage über den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) nach dessen Sit-
zung am 23.05.2025 übersandt. Die Dringlichkeit resultiert aus der sehr kurzen Frist, innerhalb 
derer das Robert Koch-Institut vom G-BA aufgefordert wurde, bis zum 11.06.2025 rechtsver-
bindlich den Antrag einzureichen.  
Da eine Entscheidung des Rates bis zu diesem Zeitpunkt nicht erreicht werden kann, konnte 
verwaltungsseitig mit dem RKI vereinbart werden, dass zunächst der bereits abgegebene Let-
ter of Intent als Konsortialpartner als ausreichend erachtet wird und somit weiter die Möglich-
keit einer Teilnahme der Stadt Köln bis zur Gremienentscheidung offen bleibt. Jedoch sollte 
für eine Sicherheit auch der anderen Projektpartner und des Fördermittelgebers möglichst un-
verzüglich eine rechtsverbindliche Entscheidung über eine Teilnahme der Stadt Köln als Kon-
sortialpartner im Gremienablauf erreicht werden. 
 
Um eine Teilnahme am Projekt gewährleisten zu können ist daher eine Entscheidung des Ra-
tes in der Sitzung am 03.07.2025 dringend erforderlich.

Anlage 2 Benachrichtigung

11890 Zeichen

1 
Besuchsadresse: 
Gutenbergstraße 13 
10587 Berlin 
Innovationsausschuss beim G-BA, Postfach 12 06 06, 10596 Berlin 
  
 
 
 
Benachrichtigung 
 
Förderbekanntmachung des Innovationsausschusses beim Gemeinsamen Bundesausschuss 
zur themenspezifischen Förderung von Versorgungsforschung gemäß §  92a Absatz  2 Satz  1 
SGB V: Forschungsprojekte zur Weiterentwicklung der Versorgung in der gesetzlichen 
Krankenversicherung“ vom 21. Juni 2024 
 
“Linkage to Care  - Praxisforschung zur strukturierten Vernetzung von ÖGD und medizinischer 
Versorgung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für bedarfsgerechte Beratung, 
Diagnostik und Behandlung von sexuell übertragbaren Infektionen bei Populationen mit 
Zugangsbarrieren und erhöhter Krankheitslast” 
 
Projektleitung: Dr. Gyde Steffen 
 
Antrags-ID: VSF_TS_2024-099 
 
Ihr Antrag vom 21. Oktober 2024 
 
 
Sehr geehrte Frau Dr. Steffen, 
 
vielen Dank, dass Sie sich mit Ihrem Projektantrag auf die o.  g. Förderbekanntmachung des 
Innovationsausschusses beim Gemeinsamen Bundesausschuss beworben haben.  
 
Robert Koch-Institut 
Abteilung Infektionsepidemiologie, Fachgebiet 34: 
HIV/AIDS und andere sexuell oder durch Blut 
übertragbare Infektionen 
Frau Dr. Gyde Steffen 
Seestraße 10 
13353 Berlin 
 
 
Ansprechpartner/in: 
Dominique Strüver 
 
Telefon: 
+49 228 3821-2049 
 
Telefax: 
+49 228 3821-1257 
 
E-Mail: 
dominique.struever@dlr.de 
 
Datum: 
23. Mai 2025

2 
Entsprechend dem unter Nummer  8.3 der o.  g. Förderbekanntmachung beschriebenen 
Auswahlverfahren hat der Innovationsausschuss alle eingegangenen Anträge einer eingehenden 
Prüfung unterzogen und  die Empfehlungen von Mitgliedern des Expertenpools des 
Innovationsausschusses gemäß § 92b Absatz 6 Satz 7 SGB V in seine Entscheidung einbezogen.  
 
Als Ergebnis dieser Prüfung hat der Innovationsausschuss in seiner Sitzung am 23. Mai 2025  
beschlossen, Ihren Antrag unter Auflagen zur Förderung auszuwählen. 
 
Auflagen: 
• Die Gesamtausgaben für das Projekt sind auf 994.760,00 € zu kürzen. Dieser Betrag ist 
vorbehaltlich des Ergebnisses einer beihilferechtlichen Prüfung  der maximal mögliche 
Förderbetrag für förderfähige Ausgaben im Rahmen Ihres Projekts. Die notwendige 
Kürzung darf keine Auswirkung auf die Zielerreichung bzw. die  Arbeitsplanung des 
Projekts haben. Mit dem Förderbescheid werden Sie aufgefordert, auf Basis Ihres o.  g. 
Antrags entsprechend angepasste Finanzierungspläne gemäß Nummer 2 der 
Formblätter inklusive nachvollziehbarer Erläuterungen und Kalkulationen sowie ei nen 
überarbeiteten Meilensteinplan vorzulegen. Sollten Ihre Erläuterungen und 
Kalkulationen nicht nachvollziehbar sein, werden die entsprechenden Beträge bis zur 
Klärung der offenen Punkte gesperrt. 
• Bei der Neukalkulation des Projektes in Folge der Mittelkürzung beachten Sie bitte, dass 
im gekürzten Finanzierungsplan insbesondere die Notwendigkeit und Angemessenheit 
der Personalstellen, der Aufträge an Dritte und der sonstigen Sachausgaben 
nachvollziehbar sein müssen. Die angeforderten Reisemittel müssen begründet werden. 
Wir machen darauf aufmerksam, dass Ausgaben, die mit der Infrastrukturpauschale 
bereits abgegolten sind, nicht förderfähig sind. Bei der Vergabe von Aufträgen an Dritte 
ist das Wirtschaftlichkeitsgebot zu beachten.  
• Die Hypothesen, das Studiendesign und die Methodik sind nachvollziehbarer 
darzustellen. Dabei ist insbesondere das Vorgehen bei den Querschnittstudien 
detaillierter aufzuführen. Es sind die Zielgrößen und Endpunkte sowie deren 
Operationalisierung nachvollziehbar darzustellen. Dab ei sind auch die Inhalte und die 
Ausarbeitung der Fragebögen zu konkretisieren. Des Weiteren sind die 
Behandlungspfade detaillierter darzustellen und der Bezug zur GKV-Versorgung deutlich 
zu machen. Zudem ist die geplante Vernetzung mit dem ambulanten Sektor detailliert zu 
beschreiben. Der Zugang zu den Betroffenen ist genauer zu beschreiben. Dabei ist auch 
die Stichprobengröße nachvollziehbar herzuleiten und zu begründen. Die 
Sekundärdatenanalyse (Desk-Review) ist zu konkretisieren. Zudem ist zu erläutern , wie 
die (überregionalen) Handlungsempfehlungen ausgearbeitet werden. Es ist detailliert 
darzustellen, wie die Ergebnisse konkret die Versorgung innerhalb der Zuständigkeit der 
GKV verbessern werden, und welche organisatorischen, rechtlichen und ökonomisch en 
Maßnahmen hier zu treffen sind.  
• Es wird darauf hingewiesen, dass die Finanzierung GKV -fremder Leistungen über 
Projektmittel nicht förderfähig ist. Zur Finanzierung der Leistungen des ÖGD sind 
Finanzierungszusagen der entsprechend zuständigen Sozialleis tungsträger einzuholen. 
In dem Zusammenhang ist auch eine eindeutige Abgrenzung der GKV -Leistungen von 
denen des ÖGD vorzunehmen.  
• Da die Vernetzung von ÖGD und medizinischer Versorgung in der GKV im Fokus steht, 
sind Vertragsärzte, Kassenärztliche Vereinigungen sowie wenn möglich Krankenkassen 
mit einzubeziehen.

3 
• Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass bei der Nutzung informatorischer Systeme 
(u. a. E -Health-Lösungen/Telemedizin) offene Schnittstellen und Interoperabilität zu 
gewährleisten sind. Die Rege lungen zum Interoperabilitätsverzeichnis nach §§ 386 ff. 
SGB V sowie relevante Festlegungen nach § 327 Absätze 1 bis 3, §§ 371 ff. und § 385 
Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 SGB V i. V. m. § 10 der Gesundheits -IT-Interoperabilitäts-
Governance-Verordnung (GIGV) sind zu berücksichtigen. Zudem sind die von der gematik 
festgelegten sicheren Verfahren zur Übermittlung medizinischer Dokumente über die 
Telematikinfrastruktur nach §  311 Absatz  6 SGB  V einzuhalten 
(https://www.gematik.de/anwendungen/kim). 
• Es wird empfohlen,  vor Erstellung des gekürzten Finanzierungsplans und der zu 
überarbeitenden Dokumente Kontakt mit dem DLR Projektträger aufzunehmen. 
 
Bitte beachten Sie, dass die Erfüllung der Auflagen Voraussetzung für eine Förderung ist. Ohne 
Ihr Einverständnis mit den Auflagen kommt eine Förderung nicht in Betracht.  
 
Für die Erstellung des Förderbescheids bitten wir Sie bis zum 11. Juni 2025 um Vorlage folgender 
Informationen bzw. Dokumente: 
• Rechtsverbindlich unterzeichnete Bestätigung gemäß Vordruck, dass das Projekt unter 
Erfüllung der o.  g. Auflagen durchgeführt wird inkl. Erklärung zum ggf. angepassten 
Förderbeginn, 
• Erklärung zu Datenschutz, ethischen Richtlinien und Telemedizin, 
• Angabe der Bankverbindung der Konsortialführung. 
 
Bitte senden Sie diese Informationen bzw. Dokumente unter Angabe der o. g. Antrags-ID direkt 
an den zuständigen Projektträger: 
 
DLR Projektträger 
– Bereich Gesundheit – 
Heinrich-Konen-Str. 1 
53227 Bonn 
Fax: +49 228 3821-1257 
 
 
Fachliche Betreuung: 
Dr. Dominique Strüver 
Tel.: +49 228 3821-2049 
E-Mail: dominique.struever@dlr.de 
Administrative Betreuung: 
Nils Bendheuer 
Tel.: +49 228 3821-2436 
E-Mail: nils.bendheuer@dlr.de

4 
 
Dieses Schreiben stellt eine Zwischenmitteilung zu Ihrem Antrag dar. Eine ve rbindliche Zusage 
erhalten Sie erst mit Erlass des Förderbescheids. Projektarbeiten dürfen nicht vor Beginn des im 
Förderbescheid genannten Förderzeitraums begonnen werden. 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
 
 
Prof. Josef Hecken  
Vorsitzender des Innovationsausschusses 
 
 
Anlagen: 
Vordruck für das Einverständnis mit den Auflagen 
Vordruck Erklärung zu Datenschutz, ethischen Richtlinien und E-Health/Telemedizin

Robert Koch-Institut 
 
 
„Linkage to Care  – Praxisforschung zur strukturierten Vernetzung von ÖGD und 
medizinischer Versorgung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für bedarfsgerechte 
Beratung, Diagnostik und Behandlung von sexuell übertragbaren Infektionen bei 
Populationen mit Zugangsbarrieren und erhöhter Krankheitslast“ vom 21. Oktober 2024 
Antrags-ID: VSF_TS_2024-099 
Schreiben des Innovationsausschusses beim Gemeinsamen Bundesausschuss vom  
23. Mai 2025 
 
 
Einverständnis mit den Auflagen und  
Erklärung zum Förderbeginn 
 
 
1. Hiermit erkläre(n) ich/ wir, dass ich/wir mit der/den im Schreiben vom 23. Mai 2025 
genannten Auflagen, insbesondere der Kürzung der Fördersumme auf 
max. 994.760,00 € einverstanden bin/sind.  
2. □ Hiermit bestätige(n) ich/wir den beantragten Förderbeginn zum 1. Januar 2026.  
□ Hiermit beantrage(n) ich/wir eine Verschiebung des Förderbeginns auf folgenden 
späteren Zeitpunkt: _____________ (spätester möglicher Förderbeginn: in der Regel 
12 Monate nach Förderentscheidung) 
 
 
 
                                   , den _____________ 
 
 
  
(Rechtsverbindliche Unterschrift)  
 
DLR Projektträger 
- Bereich Gesundheit - 
Heinrich-Konen-Str. 1 
53227 Bonn 
DLR Projektträger 
Administrative Bearbeitung 
Nils Bendheuer

1 
Robert Koch-Institut 
 
 
„Linkage to Care  – Praxisforschung zur strukturierten Vernetzung von ÖGD und 
medizinischer Versorgung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für bedarfsgerechte 
Beratung, Diagnostik und Behandlung von sexuell übertragbaren Infektionen bei 
Populationen mit Zugangsbarrieren und erhöhter Krankheitslast“ vom 21. Oktober 2024 
Antrags-ID: VSF_TS_2024-099 
Schreiben des Innovationsausschusses beim Gemeinsamen Bundesausschuss vom  
23. Mai 2025 
 
Erklärungen 
 
Einhaltung der Datenschutzvorschriften 
Hiermit erkläre(n) ich/wir, dass ich/wir zur Sicherung des Datenschutzes rechtzeitig die 
erforderlichen datenschutzrechtlichen Maßnahmen treffen werde(n) und in Zweifelsfällen die 
für die Datenschutzkontrolle zuständigen Stellen (im öffentlichen Bereich di e 
Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und 
die Informationsfreiheit, im Übrigen die betrieblichen Beauftragten für den Datenschutz) 
einschalten werde(n).  
 
Einhaltung ethischer Richtlinien 
Hiermit erkläre(n) ich/wir, dass ich/wir bei der Durchführung von Untersuchungen am 
Menschen und/oder der Gewinnung bzw. Verwendung von menschlichem Probenmaterial die 
nationalen und internationalen ethischen Standards einhalten werde(n), insbesondere die 
Empfehlungen der Deklaration von Helsinki, die Leitlinie zur Guten Klinischen Praxis (ICH-GCP) 
sowie die Richtlinien des CIOMS (Council for International Organization of Medical Sciences) 
und der WHO (World Health Organization): „Proposed International Guidelines For Biomedical 
Research Involving Human Subjects“. 
 
E-Health/Telemedizin 
Hiermit erkläre(n) ich/wir,  
 dass bei der Verwendung von elektronischen Anwendungen (E -Health-Lösungen, 
Telemedizin) die Empfehlungen und verbindlichen Festlegungen nach §  385 
Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 SGB V eingehalten werden, 
 dass für das Projekt relevante Regungen zu offenen und standardisierten Schnittstellen für 
informationstechnische Systeme nach § 371ff. SGB V gewährleistet werden, 
 
DLR Projektträger 
- Bereich Gesundheit - 
Heinrich-Konen-Str. 1 
53227 Bonn 
DLR Projektträger 
Administrative Bearbeitung 
Nils Bendheuer

2 
 dass bei der Nutzung von weiteren Anwendungen der Telematikinfrastruktur (ohne 
Nutzung der eGK) im Sinne von §  306 Absatz 1 Satz 2 Nummer 2 Buchstabe a SGB  V die 
Nutzungsvoraussetzungen der gematik nach §  327 Absatz  2 SGB  V erfüllt werden, das 
Bestätigungsverfahren bei der gematik gemäß §  327 Absatz  3 SGB  V spätestens zum 
Projektstart abgeschlossen ist  und die Umsetzbarkeit der geplanten telemedizinischen 
Interventionen hinsichtlich der Netzverfügbarkeit in der Projektregion im Rahmen der 
Projektplanung dargestellt wird, 
 dass die von der gematik festgelegten sicheren Verfahren zur Übermittlung medizinischer 
Dokumente über die Telematikinfrastruktur nach §  311 Absatz  6 SGB  V eingehalten 
werden und die Informationen und Daten, wenn möglich, strukturiert übermittelt , eine 
automatisierte Verarbeitung vor gesehen und Anwendungskennzeichen verwende t 
werden (https://www.gematik.de/anwendungen/kim
).  
 
                                   , den                            
 
 
  
(Rechtsverbindliche Unterschrift)

Anlage 1 Antragsformular

60732 Zeichen

Versorgungsforschung Seite 1/23 21.06.2024 
1 Synopse (max. 1 Seite) 
 
Allgemeine Informationen zum Projekt 
(Gesamt)Projektlei-
tung bzw. Konsortial-
führung/Antragsteller 
Dr. Gyde Steffen, Robert Koch- Institut, Abteilung für Infektionsepidemiologie, Seestr. 10, 13353 
Berlin, Tel: +4930 18754 3505, E-Mail: steffeng@rki.de  
Beteiligte Einrichtun-
gen: Konsortialpart-
ner/Kooperations-
partner 
Konsortialpartner: Fachdienst STI und sexuelle Gesundheit/ Gesundheitsamt der Stadt Köln (Ver-
tretung ÖGD für Region Köln, Rekrutierung Zielpopulation, Entwicklung Wegweiser ÖGD, Organisa-
tion und Moderation Workshops/Schulungen); Lehrstuhl Öffentliche Gesundheit/ Zentrum für Evi-
denzbasierte Gesundheitsversorgung (ZEGV)/ Universitätsklinikum TU Dresden (zuständig für quali-
tative Forschung, partizipative Konzeptualisierung Datentransfer); Kooperationspartner: CASAb-
lanca, Gesundheitsämter Charlottenburg-Wilmersdorf, Leipzig, Chemnitz, Dresden, FFM, Nürnberg 
(Vertretung ÖGD für Regionen, Rekrutierung Zielpopulation); Fachgesellschaften/Berufsverbände: 
BVF, DAGNÄ, DDG, DGE, Arbeitskreis Infektiologie DGU, DSTIG (Rekrutierung Netzwerkärzt*innen)  
Projekttitel/Akronym Praxisforschung zur strukturierten Vernetzung von ÖGD und ambulanter ärztlicher Versorgung der 
GKV für bedarfsgerechte STI-Versorgung / Linkage to Care 
Themenfeld Versorgungsforschung zu sexuell übertragbaren Infektionen (STI) 
Forschungsfeld/ 
Erkrankung/ 
Zielpopulation 
Praxisforschung zur Optimierung der STI-Versorgung von Personen mit Zugangsbarrieren zur ambu-
lanten ärztlichen Versorgung durch gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und öffentlichen Ge-
sundheitsdienst (ÖGD) aus Populationen mit erhöhter STI-Prävalenz (z.B. junge Erwachsene, Sexar-
beitende, trans- und nicht-binäre Personen sowie Männer, die Sex mit Männern haben (MSM))  
Projektziele, Hypo-
these 
Übergeordnetes Projektziel: verbesserte Navigation von Menschen mit Zugangsbarrieren zur STI-
Versorgung (Zielpopulation) innerhalb des Gesundheitssystems und nachhaltige Anbindung an Ver-
sorgungsstrukturen von ÖGD und ambulanter ärztlicher Versorgung der GKV im Rahmen der Bera-
tung, Diagnostik und Therapie von STI. Umfasst ist die multimethodische Erforschung bestehender 
Zugangswege, deren Weiterentwicklung und die Verbesserung bedarfsgerechter (nicht -stigmatisie-
render und leitliniengerechter), qualitätsgesicherter STI-Versorgung unter Einbezug der Zielpopula-
tion. Spezifische Ziele: 1. Zugangsverbesserung zu bedarfsgerechter STI-Beratung, -Diagnostik und -
Behandlung durch die lokale ambulante ärztliche Versorgung der GKV, 2.Verbesserung des Zugangs 
hochmobiler Subpopulationen zu bedarfsgerechter überregionaler STI-Versorgung im ÖGD, 3. Qua-
litätsverbesserung durch Standardisierung der STI-Versorgung im ÖGD mit Fokus auf die Gonorrhö 
Studiendesign und 
Methodik 
Situationsanalysen sowie Evaluierung etalierter Maßnahmen (s.u.) zur Erreichung der Projektziele 
unter Nutzung eines multimethodischen Ansatzes: Situationsanalysen: Desk Reviews, multizentri-
sche Querschnittsbefragung der Zielpopulation im ÖGD (A); Evaluierung: multizentrische Quer-
schnittsbefragung der Zielpopulation bei lokaler/überregionaler Weiterleitung (B), Fokusgrup pen 
mit Ärzt*innen ambulanter kassenärztlicher Versorgung (C) und des ÖGD (D)  
Intervention/Maß-
nahme/Untersu-
chungsgegenstand 
Implementierung lokaler STI-Versorgungsnetzwerke in 6 Regionen (s.u.) aus kooperierenden Ge-
sundheitsämtern (ÖGD) und Ärzt*innen der ambulanten kassenärztlichen Versorgung (Netzwerk-
ärzt*innen); Ausbau der überregionalen Vernetzung des ÖGD inkl. partizipative Konzepterarbei-
tung für den datenschutzkonformen, überregionalen, klient*innenseitigen Transfer von individuel-
len Versorgungsdaten zwischen Einrichtungen des ÖGD und Wegweisern für hochmobile Subpopu-
lationen; Standardisierung der STI-Testung und -Behandlung im ÖGD. 
Studienpopulation 
und Stichproben-
größe 
Menschen mit Barrieren im Zugang zu (kassen-)ärztlichen STI-Versorgungsangeboten (Zielpopula-
tion), die niedrigschwellige STI-Beratungsangebote des ÖGD aufsuchen. Anzahl Teilnehmende (TN) 
Befragung A: n= 1200; Befragungen B: n= 1300 lokal, n= 300 überregional; Anzahl Fokusgruppen: C: 
n=6 mit (je 8 TN), D: n=1-2 (je 10 TN) 
Region des Projekts 6 Regionen in Deutschland (Hamburg, Berlin, Sachsen, Köln, Frankfurt am Main, Nürnberg)  
Datenbasis Desk review; Primärdaten aus Querschnittsbefragungen A und B, sowie Fokusgruppen C und D  
Datenanalyse Desk Review; deskriptive statistische Analyse der Primärdaten aus Querschnittsbefragungen A und 
B; qualitative Analyse (angelehnt an Mayring) der Daten aus Fokusgruppen C und D 
Beantragte Förder-
dauer 3 Jahre 
Beantragte Förder-
mittel 1.130.410,00 
Falls zutreffend: Wiedereinreichung 
nein

Praxisforschung zur strukturierten Vernetzung von ÖGD und ambulanter ärztlicher Versorgung der GKV für bedarfsge-
rechte STI-Versorgung: Linkage to Care 
 
Versorgungsforschung Seite 2/23 21.06.2024 
2 Antragsteller  
2.1 Verantwortliche Personen/Beteiligte 
Name Institution Telefon, Fax, E-Mail Verantwortlichkeit/Rolle 
Dr. Gyde Steffen 
Dr. Klaus Jansen 
Dr. Regina Selb 
Fachgebiet HIV, AIDS und an-
dere sexuell oder durch Blut 
übertragbare Infektionen, Ro-
bert Koch-Institut (RKI) 
Tel: +49(0)30 18754 3505 
steffeng@rki.de 
Projektleitung (Gyde 
Steffen)/Konsortialfüh-
rung; Projektkoordina-
tion, Methodik, Quanti-
tative Forschung 
Prof. Dr. Anna 
Kuehne, M.Sc. 
M.Sc. 
Lehrstuhl Öffentliche Gesund-
heit, Zentrum für Evidenzba-
sierte Gesundheitsversorgung 
(ZEGV), Universitätsklinikum 
Carl Gustav Carus der TU 
Dresden 
Tel: +49 (0)351 458 19710 
anna.kuehne@ukdd.de 
Konsortialpartner;  
Methodische Leitung, 
Durchführung Qualita-
tive und partizipative 
Forschung 
Dr. med. Katrin 
Baumhauer 
Fachdienst STI und sexuelle  
Gesundheit, 
Gesundheitsamt Stadt Köln 
Tel: +49(0)221 221 22722 
Katrin.Baumhauer@stadt-
koeln.de 
Konsortialpartner; 
Etablierung geeigneter 
Versorgungsstrukturen 
Dr. Johanna 
Claass, MA MB 
BChir (Cantab UK) 
Centrum für HIV und sexuell 
übertragbare Infektionen (CA-
SAblanca) der Stadt Hamburg 
Tel: +49(0) 40 428 37 – 
4110 
johanna.claass@sozia-
les.hamburg.de 
Kooperationspartner; 
Expertise geeignete 
Versorgungsstrukturen 
 
2.2 Erklärung  
Der Antrag wurde bei keinem anderen Förderer eingereicht.  
2.3 Beteiligung von Patientinnen und Patienten und ihren Organisationen 
Es ist die partizipative Entwicklung eines Konzepts für einen datenschutzkonformen, überregionalen 
klient*innenseitigen Transfer von individuellen Versorgungsdaten zwischen Einrichtungen des ÖGD 
unter Beteiligung von Klient*innen des ÖGD geplant, sowie die partizipative Entwicklung eines 
Wegweisers. Zu diesem Zweck sollen zwei Workshops stattfinden, siehe Arbeitspaket 3. Klient*innen-
Vertreter*innen nehmen zusätzlich an der Gesamtevaluation und der Entwicklung von 
Handlungsempfehlungen teil.

Praxisforschung zur strukturierten Vernetzung von ÖGD und ambulanter ärztlicher Versorgung der GKV für bedarfsge-
rechte STI-Versorgung: Linkage to Care 
 
Versorgungsforschung Seite 3/23 21.06.2024 
3 Projektziele 
Forschungsfrage und Arbeitshypothese, Projektziel 
Übergeordnetes Projektziel ist die verbesserte Navigation von Menschen mit Zugangsbarrieren im Zu-
gang zur ambulanten (kassen-)ärztlichen Versorgung (Zielpopulation) innerhalb des Gesundheitssys-
tems und die nachhaltige Anbindung an Versorgungsstrukturen von öffentlichem Gesundheitsdienst 
(ÖGD) und ambulanter ärztlicher Versorgung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Rahmen 
der Beratung, Diagnostik und Therapie in Bezug auf sexuell übertragbare Infektionen (STI). Das Projekt 
umfasst die multimethodische Erforschung bestehender Zugangswege, deren Weiterentwicklung und 
die Verbesserung von bedarfsgerechter (nicht-stigmatisierender und leitliniengerechter), qualitätsgesi-
cherter STI-Versorgung unter Einbezug der Zielpopulation.  
Mit dem Projekt wird ein starkes interdisziplinäres Netzwerk geschaffen, bestehend aus den STI-Bera-
tungsstellen des ÖGD, Ärzt*innen der ambulanten kassenärztlichen Versorgung und den entsprechen-
den Fachgesellschaften, dem RKI als wissenschaftliches Institut mit umfangreicher Forschungskompe-
tenz im Bereich STI und der neu eingerichteten ÖGD-Professur in Dresden am Zentrum für Evidenzba-
sierte Gesundheitsversorgung (ZEGV) zur Stärkung der Vernetzung Praxis und Wissenschaft, aber auch 
Versorgungsforschung an der Schnittstelle ÖGD und ambulante Versorgung.  
Spezifische Projektziele sind 
1. die Verbesserung des Zuganges der Zielpopulation zu bedarfsgerechter STI-Beratung, -Diagnos-
tik und -Behandlung durch die lokale ambulante ärztliche Versorgung der GKV,  
2. die Verbesserung des Zugangs hochmobiler Subpopulationen zu bedarfsgerechter überregiona-
ler STI-Versorgung im ÖGD,  
3. die Verbesserung der Qualität der STI-Versorgung im ÖGD durch Vereinheitlichung von Stan-
dards mit Fokus auf die Gonorrhö 
Die Zielpopulation ist definiert als Personen mit Zugangsbarrieren zur ambulanten ärztlichen Versor-
gung durch gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) aus Po-
pulationen mit erhöhter STI-Prävalenz. Dazu gehören Personen mit  
• unklarem Anspruch auf eine gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland,  
• Personen mit Versicherungsanspruch, aber anderen Zugangsbarrieren haben (z.B. Stigmatisie-
rungserfahrungen, fehlende deutschen Sprachkenntnisse oder Unkenntnis über das deutsche Ver-
sorgungssystem, mangelndes Wissen zu STI und bestehenden Angeboten der gesundheitlichen Re-
gelversorgung, strukturelle Engpässe in der Versorgung)

Praxisforschung zur strukturierten Vernetzung von ÖGD und ambulanter ärztlicher Versorgung der GKV für bedarfsge-
rechte STI-Versorgung: Linkage to Care 
 
Versorgungsforschung Seite 4/23 21.06.2024 
Schlüsselpopulationen, die besonders von STI und diesen Barrieren betroffen sind, sind unter anderem 
Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), Sexarbeitende (SW) und trans- und nicht-binäre Men-
schen, aber auch junge Menschen generell, die oft nur unzureichend über STI-Versorgungsangebote 
informiert sind. 
Spezifische Forschungsfragen 
1. Wie kann der Zugang der Zielpopulation zu einer bedarfsgerechten STI-Beratung, -Diagnostik und -
Behandlung durch die ambulante ärztliche Versorgung der GKV an der Schnittstelle ÖGD - ambu-
lante Versorgung verbessert werden? 
• Was sind die Charakteristika der Zielpopulation und welche Hürden bestehen für die Inan-
spruchnahme von bedarfsgerechter ambulanter ärztlicher Versorgung der GKV? 
• Welche Faktoren bestimmen die Akzeptanz der Weiterleitung vom ÖGD in die ambulante ärztli-
che Versorgung der GKV in der Zielpopulation? 
• Welche Faktoren bestimmen die Machbarkeit der Umsetzung von lokalen Versorgungsnetzwer-
ken, bestehend aus Vertretenden der STI-Versorgungsangebote der Gesundheitsämter und 
Ärzt*innen der ambulanten ärztlichen Versorgung der GKV?  
• Welche Bedarfe gibt es in den teilnehmenden Gesundheitsämtern in Bezug auf Sozialberatung 
zur Klärung des Anspruchs auf eine GKV?  
2. Wie kann der Zugang der Zielpopulation zu bedarfsgerechter überregionaler STI-Versorgung ver-
bessert werden? 
• Welche Charakteristika der Zielpopulation sind mit hoher Mobilität assoziiert und welche Hür-
den bestehen in der mobilen Subpopulation bei der überregionalen Inanspruchnahme von STI-
Versorgungsangeboten des ÖGD, insbesondere bei SW? 
• Wie kann ein klient*innenseitigen Transfer individueller Versorgungsdaten zwischen Einrichtun-
gen des ÖGD erfolgen?  
• Welche Faktoren bestimmen die Akzeptanz von Maßnahmen zur Verbesserung der überregio-
nalen STI-Versorgung? 
• Welche Faktoren bestimmen die Machbarkeit von Maßnahmen für eine verbesserte überregio-
nale Vernetzung des ÖGD in Bezug auf die STI-Versorgung? 
3. Wie kann die Qualität der STI-Versorgung im ÖGD verbessert werden? 
• Wie kann eine Umsetzung der Vereinheitlichung von Qualitätsstandards bei der STI-Diagnostik 
und -Behandlung erfolgen?

Praxisforschung zur strukturierten Vernetzung von ÖGD und ambulanter ärztlicher Versorgung der GKV für bedarfsge-
rechte STI-Versorgung: Linkage to Care 
 
Versorgungsforschung Seite 5/23 21.06.2024 
4 Beitrag zur Verbesserung der Versorgung 
4.1. Relevanz  
STI verlaufen oft asymptomatisch, können aber zu schweren Folgeerkrankungen führen. Infektionen 
mit Chlamydia trachomatis (CT) und Neisseria gonorrhoeae (NG) sind bei Frauen eine wesentliche 
Ursache von chronischen Entzündungen des kleinen Beckens, Unfruchtbarkeit sowie von Fehlgeburten 
im ersten Trimester und extrauterinen Schwangerschaften. Zusätzlich können bakterielle STI die 
Empfänglichkeit für HIV sowie das HIV-Übertragungsrisiko erhöhen (1). In der Regel sind bakterielle STI 
gut antibiotisch behandelbar. Bei NG zeigt sich jedoch ein Anstieg von Resistenzen gegen alle 
wesentlichen Antibiotikaklassen (2). Eine bedarfsorientierte, regelmäßige Testung auf und frühzeitige, 
adäquate Behandlung von bakteriellen STI ist daher essentiell, um Infektionen frühzeitig zu erkennen, 
Transmissionen zu verhindern und Folgeerkrankungen sowie Resistenzbildungen zu vermeiden.  
Die Prävalenz von CT ist besonders hoch bei jungen Frauen. In der populationsbezogenen Studie DEGS 
(Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland, 2008-2011) zeigte sich die höchste CT-Prävalenz 
bei 18-24-jährigen Frauen (2,3%) (3). Für Frauen unter 25 Jahre wird daher aktuell ein jährliches 
Screening auf CT empfohlen, die Kosten werden von der GKV übernommen. Bei MSM werden 
insgesamt höhere Prävalenzen bakterieller STI beobachtet als in der Allgemeinbevölkerung, das Risiko 
für den Erwerb einer Infektion ist jedoch abhängig vom individuellen Sexualverhalten. In zwei großen 
deutschen Studien unter MSM wurden hohe Prävalenzen von 12,8% für CT, 10,1% für NG und 3,6% für 
Syphilis (4)bzw. 9,9% für CT, 8,9% für NG und 17,0% für MG gefunden (5). Es zeigte sich dabei ein 
Zusammenhang zwischen Risikoverhalten und STI-Prävalenz, zum Beispiel bei Einnahme einer HIV-
Präexpositionsprophylaxe (PrEP). Es wird daher in Deutschland aktuell ein bedarfsorientiertes STI-
Screening je nach sexuellem Risikoverhalten für MSM alle 3-6 Monate empfohlen (6). Dies gilt auch für 
alle PrEP-Nutzenden (unabhängig des Geschlechts), hierfür werden die Kosten von der GKV 
übernommen (7). Es gibt nur sehr wenige Daten zur Prävalenz von STI in trans- und nicht-binären 
Communitys. Die Prävalenz selbstberichteter Infektionen mit CT bzw. NG lag in einer deutschen Studie 
bei 4,5% bzw. 2,7% (8). In den deutschen Screening-Empfehlungen sind trans- und nicht-binäre 
Personen bisher nicht abgebildet. Internationale Studien zeigen, dass das STI-Risiko für SW stark von 
den Lebens- und Arbeitsbedingungen und dem damit in Verbindung stehenden sexuellen Risiko-/und 
Präventionsverhalten ist. Zum Vorkommen von STI bei SW in Deutschland liegen nur ältere Daten vor. 
In zwei deutschen Studien aus den Jahren 2010-2013 bei weiblichen SW zeigten sich Prävalenzen von 
10,2% bzw. 20% für CT und 4,3% in selbst-entnommenen Vaginalabstrichen (9, 10). Höhere 
Prävalenzen zeigten sich bei jüngere Frauen, Frauen aus dem Ausland mit geringen

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rechte STI-Versorgung: Linkage to Care 
 
Versorgungsforschung Seite 6/23 21.06.2024 
Deutschkenntnissen, Frauen ohne gültige Krankenversicherung und Frauen, die auf der Straße oder in 
großen Einrichtungen arbeiteten (10). Eine regelmäßige Testung, auch ohne Vorliegen von 
Symptomen, wird risikoadaptiert alle 3-6 Monate empfohlen. 
In Deutschland gibt es vielfältige Barrieren für den Zugang zu STI-Beratung, bedarfsgerechter Testung 
und Behandlung durch Ärzt*innen der ambulanten ärztliche Versorgung der GKV (im Folgenden auch 
kassenärztliche Versorgung genannt). Eine fehlende Krankenversicherung, aber auch Stigmatisierungs-
erfahrungen, fehlende deutsche Sprachkenntnisse oder Unkenntnis über das deutsche Versorgungs-
system können Menschen daran hindern, diese in Anspruch zu nehmen. Ebenso gibt es Hürden auf der 
Seite von Ärzt*innen, z.B. fehlendes Wissen, wann eine STI-Testung für verschiedene Populationen in-
diziert ist und abgerechnet werden darf, fehlende Terminangebote für akute Symptomatik sowie Un-
klarheiten in Bezug auf die Mitbehandlung von Sexualpartner*innen. Dies kann dazu führen, dass STI 
unzureichend diagnostiziert oder suboptimal behandelt werden, wodurch Folgeerkrankungen und die 
Weiterverbreitung von Infektionen begünstigt werden.  
Die World Health Organization (WHO) benennt Schlüsselpopulationen, die besonders von STI und 
Zugangsbarrieren für eine bedarfsgerechte Versorgung betroffen sind (11). Dazu gehören unter 
anderem MSM, SW und Trans* und nicht-binäre Personen (12-14). Auch andere Menschen treffen auf 
Hürden. So sind junge Menschen oft nur unzureichend über STI und bestehende Versorgungsangebote 
der Regelversorgung informiert (15). Auch kommt es bei der Versorgung mit der PrEP aktuell zu 
terminlichen Engpässen, wodurch gerade für sexuell sehr aktive Menschen der Zugang zu 
bedarfsgerechter Versorgung eingeschränkt ist. 
Die WHO hat die Eliminierung von HIV, viraler Hepatitis B/C und STI bis 2030 als Ziel ausgerufen (16). 
Deutschland hat sich dem Aufruf mit der Strategie zur Eindämmung von HIV, Hepatitis B und C und 
anderen sexuell übertragbaren Infektionen (BIS- Strategie) angeschlossen und legt einen Fokus auf die 
Schaffung von niedrigschwelligen, bedarfsorientierten Präventions-, Test- und Behandlungsangeboten, 
insbesondere für die o.g. unterversorgten, für STI besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppen (17).  
4.2 Verbesserung der Versorgung  
Erste Anlaufstellen in Deutschland in Bezug auf sexuelle Gesundheit und STI sind für viele Menschen 
aus den o.g. Schlüsselpopulationen die niedrigschwelligen Beratungsangebote des ÖGD. Hier erfolgen 
eine meist anonyme und kostenlose STI-Testung und Beratung. Der ÖGD ist, zumindest für krankenver-
sicherte Personen, auch die Schnittstelle zur Weiterleitung in die ambulante ärztliche Versorgung der 
GKV, z.B. für eine (Weiter-)Behandlung. Dies scheitert jedoch oft an den oben genannten Zugangsbarri-
eren. Durch die Etablierung lokaler Versorgungsnetzwerke von ÖGD und interessierten, geschulten

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Versorgungsforschung Seite 7/23 21.06.2024 
Ärzt*innen der relevanten Fachrichtungen Infektiologie, Gynäkologie, Urologie, Dermato-Venerologie 
und Endokrinologie könnte die Überleitung in die ambulante ärztliche Versorgung der GKV verbessert 
werden. Dies umfasst auch Personen mit PrEP-Wunsch, welche in den kassenärztlichen Praxen keinen 
Termin finden, oder für die im Gesundheitsamt eine PrEP-Indikation gestellt wird. Eine Ausweitung der 
Sozialberatung in Bezug auf die Klärung von Versicherungsansprüchen für Klient*innen des ÖGD 
könnte zusätzlich dazu beitragen, mehr Menschen Zugang zur ärztlichen Regelversorgung zu verschaf-
fen. Die Ressourceneinsparung des ÖGD könnten dazu genutzt werden, Angebote zur Prävention, Tes-
tung und Behandlung von STI bei Menschen ohne Versicherungsanspruch bzw. deren Lebenswelt eine 
Weiterleitung nicht zulässt, auszubauen und die überregionale Vernetzung zu optimieren.  
Besonderen Hürden für eine adäquate Gesundheitsversorgung begegnen Menschen mit hoher Mobili-
tät (z.B. arbeitsbedingte Mobilität bei Sexarbeitenden oder Menschen in prekären Arbeitsverhältnis-
sen, mobile Menschen aus Sinti- und Roma-Communities). Sie halten sich oft nur kurze Zeit an einem 
Ort auf und können medizinische Angebote daher nur punktuell in Anspruch nehmen. Die durch die 
kommunale Organisation des ÖGD entstehende Unterschiedlichkeit und zum Zeil Unübersichtlichkeit 
der bestehenden Angebotsstrukturen zu STI und sexueller Gesundheit (z.B. durch uneinheitliche Na-
mensgebung, unterschiedliches Leistungsspektrum) führt häufig zu Unsicherheit und dazu, dass diese 
Personen den Kontakt zum ÖGD verlieren und gar keine Versorgung mehr haben. Zudem kommt es 
durch die nur partielle Vernetzung zwischen den Gesundheitsämtern und einer fehlenden gemeinsa-
men Dokumentation dazu, dass Doppelversorgungen stattfinden oder Therapien unterbrochen wer-
den. Eine bessere Vernetzung zwischen den STI-Beratungsstellen der Gesundheitsämter, ein (digitaler) 
Wegweiser für Patienten zu bestehenden lokalen STI-Versorgungsangeboten des ÖGD und etablierten 
Versorgungsnetzwerken sowie die Möglichkeit eines datenschutzkonformen, überregionalen, kli-
ent*innenseitigen Transfers von individuellen Versorgungsdaten im ÖGD könnte die Versorgungssitua-
tion deutlich verbessern und Doppelversorgung bzw. Therapieabbrüche verhindern.  
Nicht zuletzt führt die mangelnde Vernetzung zwischen den Gesundheitsämtern auch zu unterschiedli-
chen Test- und Behandlungsstandards. Durch unterschiedliche Vorgaben in den Bundesländern und 
z.T. unzureichende Adhärenz der Klient*innen können entsprechende Leitlinien-Empfehlungen im ÖGD 
nur bedingt umgesetzt werden. Beispielsweise fordert die Leitlinie zur Diagnostik und Behandlung der 
Gonorrhö immer eine Empfindlichkeitstestung und eine entsprechende Therapie, sowie eine Therapie-
kontrolle (18). Da eine Wiedervorstellung oft nicht gesichert ist, haben sich lokale Standards etabliert. 
Durch die Entwicklung von Maßnahmen zur Qualitätssicherung der STI-Testung und -Behandlung mit 
einheitlicher Umsetzung in deutschen Gesundheitsämtern kann eine qualitätsgesicherte Versorgung

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Versorgungsforschung Seite 8/23 21.06.2024 
flächendeckend gewährleistet werden. Aufgrund der besorgniserregenden Resistenzsituation bei NG 
wird hierbei die optimale Testung und Behandlung der Gonorrhö gelegt priorisiert.  
Insgesamt eruiert das Projekt die Voraussetzungen und schafft Lösungsansätze für einen verbesserten 
Zugang zu niedrigschwelliger, bedarfsgerechter und damit adäquater Beratung zur Versorgung von STI 
in der für diese Infektionen hochvulnerablen Zielpopulation. Dadurch können STI frühzeitig 
diagnostiziert und adäquat behandelt, Folgeerkrankungen und Resistenzbildungen verhindert und das 
Transmissionsrisiko in ihrem Netzwerk zu vermindert werden. Neben dem individuellen Nutzen trägt 
dies auch dazu bei, die Infektionslast und Krankheitslast durch Folgeerkrankungen in der 
Gesamtbevölkerung zu vermindern und entspricht damit dem Aufruf von Bundesregierung und WHO.  
4.3 Innovationsgehalt des Projekts 
Bei dem Projekt handelt es sich um eine multi-methodische Praxisforschung, in deren Rahmen Modelle 
zur Optimierung der STI-Versorgung von Populationen mit erhöhter Prävalenz direkt während der 
Implementierung und Durchführung innovativer regionaler Netzwerke kontinuierlich evaluiert werden. 
Die Forschungsergebnisse des Projekts können als Grundlage für eine deutschlandweite 
Implementierung entsprechender Netzwerke dienen und damit einen wichtigen und neuartigen 
Beitrag zur Optimierung der STI-Versorgung in Deutschland insbesondere für Populationen mit 
erhöhter Krankheitslast, durch eine Senkung der STI-Prävalenz aber auch für die 
Versichertengemeinschaft insgesamt leisten. Für das Projekt etabliert sich ein interdisziplinäres und 
starkes Netzwerk aus Einrichtungen der GKV, des ÖGD, Fachgesellschaften und der akademischen 
Forschung mit hohem Innovationsgehalt. 
5 Qualifikation und Vorerfahrung der Antragsteller 
Dr. Gyde Steffen, Dr. Regina Selb und Dr. phil Klaus Jansen  sind Epidemiolog*innen mit 
Schwerpunkt STI und im Fachgebiets HIV/AIDS und andere sexuell oder durch Blu t übertragbare 
Infektionen am RKI tätig. Das Fachgebiet hat langjährige und umfangreiche Expertise in der 
Erhebung, Auswertung und Interpretation epidemiologischer Daten sowie der Entwicklung einer 
Evidenzbasis für zielgerichtete Empfehlungen in den Bereic hen Prävention, Diagnostik und 
Therapie. Das Fachgebiet ist im STI -Bereich national wie international mit wissenschaftlichen und 
klinischen Einrichtungen sowie dem ÖGD stark vernetzt. Klaus Jansen ist stellvertretender Leiter des 
Fachgebiets und leitet hier das Fachteam STI. 
Dr. med. Katrin Baumhauer ist Ärztin am Gesundheitsamt Köln und leitet dort die Abteilung 
Gesundheitshilfen sowie den Fachdienst STI und sexuelle Gesundheit sowie die Aidskoordination. 
Sie verfügt über eine langjährige Expertise in der HIV- und STI-Versorgung im ÖGD, insbesondere für

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rechte STI-Versorgung: Linkage to Care 
 
Versorgungsforschung Seite 9/23 21.06.2024 
Populationen mit erschwertem Zugang. Aufgrund ihrer umfangreichen Expertise ist sie Mitglied in 
zahlreichen Gremien auf Länder - und Bundesebene und koordiniert zudem zusammen mit Dr. 
Johanna Claass den Qualitätszirkel Sexuelle Gesundheit/STI der Großstadtgesundheitsämter. 
Dr. med Johanna Claass MA MB BChir (Cantab UK), ist Ärztin und leitet das Centrum für HIV und 
sexuell übertragbare Infektionen (CASAblanca) als zentrale Einrichtung der HIV- und STI-Versorgung 
des öffentlichen Gesundheits-dienstes der Stadt Hamburg. Sie ist langjährig in der klinischen 
Versorgung von HIV/STI im Rahmen des ÖGD tätig und verfügt hier über umfangreiche Expertise wie 
auch zu versorgungsstrukturellen Fragen der HIV-STI-Versorgung und ist in verschiedenen Gremien auf 
Länder- und Bundesebene in diesem Gebiet tätig.  
Prof. Dr. med. Anna Kühne M.Sc. M.Sc. ist Ärztin, Epidemiologin und Gesundheitswissenschaftlerin mit 
einem Schwerpunkt in der infektionsepidemiologischen Forschung und die Gesundheit von 
vulnerablen Gruppen. Sie ist Professorin für Öffentliche Gesundheit am Zentrum für evidenzbasierte 
Gesundheitsversorgung (ZEGV) an der medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden und 
verfügt über eine hohe Expertise in der Praxisforschung und weiteren wissenschaftlichen Methoden 
insbesondere im Hinblick auf den ÖGD. 
6 Wissenschaftliches und methodisches Vorgehen: Projektdurchführung 
6.1 Studiendesign und Methodik 
Das Projekt umfasst eine Situationsanalyse, sowie Etablierung bzw. Weiterentwicklung und Evaluie-
rung von Maßnahmen, die eine bedarfsgerechte STI-Versorgung von Klient*innen des ÖGD mit Zu-
gangsbarrieren zur ambulanten (kassen-)ärztlichen Versorgung zulassen. Diese beinhaltet 
• für Personen mit Anspruch auf Leistungen der GKV eine nicht-stigmatisierende, leitliniengerechte 
kassenärztliche Versorgung durch niedergelassene Ärzt*innen 
•  für Personen ohne Anspruch auf Leistungen der GKV die qualitätsgesicherte STI-Versorgung im 
ÖGD.  
Das Projekt erfolgt multimethodisch und partizipativ unter Einbezug von ÖGD, Ärzt*innen der ambu-
lanten kassenärztlichen Versorgung und der Zielpopulation und wird in Gesundheitsämtern in sechs 
Städten bzw. Regionen (Hamburg, Berlin, Region Sachsen (Chemnitz, Dresden, Leipzig) , Köln, Frankfurt 
am Main und Nürnberg) bundesweit durchgeführt.  
Studienpopulation:  
• Menschen mit Barrieren im Zugang zu (kassen-)ärztlichen STI-Versorgungsangeboten (Zielpopula-
tion), die niedrigschwellige STI-Beratungsangebote des ÖGD aufsuchen (im Folgenden auch Kli-
ent*innen der teilnehmenden Gesundheitsämter genannt).

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Versorgungsforschung Seite 10/23 21.06.2024 
• Ärzt*innen der etablierten lokalen STI-Versorgungsnetzwerke (s.u.) 
• Vertretende der STI-Beratungsstellen der kooperierenden Gesundheitsämter 
 
Das Projekt gliedert sich in fünf Arbeitspakete: 
AP1: Situationsanalyse, Weiterentwicklung und Evaluierung von lokalen STI-Versorgungsnetzwerken 
bestehend aus ÖGD und Ärzt*innen der ambulanten kassenärztlicher Versorgung, die eine erfolgrei-
che lokale Überleitung in eine stigmatisierungsfreie, ambulante Versorgung erlauben 
1. Situationsanalyse  
• Desk Review zur Vernetzung von ÖGD und niedergelassenen Ärzt*innen in den Städten der ko-
operierenden Gesundheitsämter 
• Schriftliche, multizentrische Basis-Querschnittsbefragung von Klient*innen der kooperieren-
den Gesundheitsämter zu Soziodemographie, Verhaltensfaktoren, STI-Anamnese und erlebten 
Hürden in Bezug auf die Inanspruchnahme bedarfsgerechter kassenärztlicher STI-Versorgung 
(auch überregional)  
o Zufalls-Stichprobe von 200 Teilnehmenden pro Gesundheitsamt; Stichprobenziehung: nach 
vorher festgelegter Strategie wird z.B. jede 5. Person zur Teilnahme eingeladen; Einschluss-
kriterien: 1) Inanspruchnahme eines niedrigschwelligen STI-Versorgungsangebotes in einem 
der kooperierenden Gesundheitsämter und 2) Bereitschaft zum Ausfüllen eines anonymen 
Fragebogens (online oder papierbasiert) im Gesundheitsamt 
o Standardisierter, mehrsprachiger Fragebogen mit ca. 20 Fragen, Ausfüllen eigenständig oder 
mit Hilfe, Sprachmittlung vorhanden 
o Direkte Ausgabe einer Aufwandsentschädigung für Teilnehmende 
2. Weiterentwicklung  
• Einladung von (weiteren) niedergelassenen Ärzt*innen im Umkreis der kooperierenden Ge-
sundheitsämter zur Teilnahme an einem lokalen/regionalen STI-Versorgungsnetzwerk über die 
Fachgesellschaften Infektiologie (DAGNÄ), Gynäkologie (BVF), Urologie (DGU), Dermatologie 
(DDG), Endokrinologie (DGE) und sexuell übertragbare Infektionen (DSTIG)  
• Durchführung eines Präsenz-Auftakttreffens und regelmäßigen halbjährlichen (online)-Netz-
werktreffen für jedes Versorgungsnetzwerk, um teilnehmende Ärzt*innen aus der lokalen kas-
senärztlichen Versorgung und die STI-Beratungsstellen der Gesundheitsämter in Kontakt zu 
bringen und unter Moderation aktuelle Themen/ Herausforderungen (z.B. PrEP-Versorgung bei 
strukturellen Engpässen in der ambulanten Versorgung) zu diskutieren

Praxisforschung zur strukturierten Vernetzung von ÖGD und ambulanter ärztlicher Versorgung der GKV für bedarfsge-
rechte STI-Versorgung: Linkage to Care 
 
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• Durchführung von Online-Schulungen (5 Themen an 10 Terminen) für Ärzt*innen der STI-Ver-
sorgungsnetzwerke zu den versorgungsrelevanten Bedarfen von Menschen mit verschiedenen 
Vulnerabilitäten (z.B. Reduktion stigmatisierender Einstellungen gegenüber Menschen mit un-
terschiedlichen Lebenswelten; spezielle Bedarfen im Bereich sexueller Gesundheit und STI bei 
Trans- und nicht-binären Personen, SW und MSM)  
• Bewerbung der Versorgungsnetzwerke 
o Bereitstellung von Informationen zu teilnehmenden Ärzt*innen des STI-Versorgungsnetz-
werkes auf der Webseite des jeweiligen kooperierenden Gesundheitsamtes  
o Bereitstellung von Postern und Flyern mit einer Verlinkung zu diesen Informationen (QR-
Code) in verschiedenen Sprachen/ in einfacher Sprache  
3. Evaluierung  
• Schriftliche, multizentrische Querschnittsbefragung von Klient*innen, die von den kooperie-
renden Gesundheitsämtern lokal an Netzwerk-Ärzt*innen weitergeleitet wurden zu Soziodemo-
graphie, Verhaltensfaktoren, STI-Anamnese und Akzeptanz der der Weiterleitung 
o Stichprobe von ca. 1300 Personen: Im Durchschnitt ist pro Gesundheitsamt mit der Weiter-
leitung von ca. 30 Personen pro Monat zu rechnen. Über eine Dauer von 18 Monaten kön-
nen somit insgesamt 3240 Personen weitergeleitet werden. Es wird davon ausgegangen, 
dass 80% der Weiterleitungen in Praxen des regionalen Netzwerkes erfolgen, 20% in überre-
gionale Netzwerke (siehe AP3). Es wird mit einer Response für die Teilnahme an der Befra-
gung von 50% gerechnet.  
o Stichprobenziehung: Einladung aller vom ÖGD weitergeleiteter Klient*innen; Einschlusskrite-
rien: 1) Weiterleitung vom Gesundheitsamt zu Ärzt*in des lokalen Versorgungsnetzwerkes; 
2) Bereitschaft zum Ausfüllen eines anonymen Fragebogens (online oder papierbasiert) in 
der Praxis 
o Die Identifizierung weitergeleiteter Klient*innen erfolgt durch ein Gutscheinsystem. Diesen 
bekommen die o.g. Klient*innen in einem vordefinierten Zeitraum bei Besuch der nied-
rigschwelligen STI-Angebote der kooperierenden Gesundheitsämter ausgehändigt (unabhän-
gig von der Teilnahme an der Basisbefragung, bedruckt mit einem Identifier) und können ihn 
abgeben, wenn sie eine Praxis im lokalen STI-Versorgungsnetzwerk aufsuchen  
o Standardisierter, mehrsprachiger Fragebogen mit ca. 20 Fragen, Ausfüllen eigenständig oder 
mit Hilfe, Sprachmittlung vorhanden

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o Aufwandsentschädigung für alle weitergeleiteten Klient*innen bei Abgabe des Gutscheins 
und für Netzwerk-Ärzt*innen (unabhängig von der Teilnahme an der Befragung) 
• Durchführung einer Fokusgruppe pro Stadt mit je 2 Vertretenden der STI-Beratungsstelle des ko-
operierenden Gesundheitsamtes und bis zu 8 Netzwerk-Ärzt*innen zu Erfahrungen, Best Practice 
und Herausforderungen bei der Etablierung der lokalen Netzwerke (in der Mitte des Projekts) 
o Nutzung eines strukturierten Leitfadens, Dauer ca. 60 Minuten 
o Aufwandsentschädigung für teilnehmende Netzwerk-Ärzt*innen 
AP2: Situationsanalyse und Weiterentwicklung des Angebots zur Klärung von Versicherungsansprü-
chen für Klient*innen des ÖGD 
1. Situationsanalyse 
• Desk Review zu bereits vorhandenen Strukturen zur Klärung von Versicherungsansprüchen in 
den Städten der kooperierenden Gesundheitsämter  
2. Weiterentwicklung  
• Durchführung von online-Schulungen an drei Terminen für die kooperierenden Gesundheitsäm-
ter und interessierte Netzwerk-Ärzt*innen zur Sozialberatung von Menschen, mit unklarem 
Versicherungsstatus oder Problemen mit der Übernahme von Kosten für Gesundheitsleistungen 
zur Klärung des Anspruchs auf eine GKV 
AP3: Situationsanalyse, Weiterentwicklung und Evaluierung von Maßnahmen zur überregionalen 
Vernetzung zwischen STI-Beratungsstellen des ÖGD, die für hochmobile Subpopulationen eine er-
folgreiche überregionale Überleitung innerhalb des ÖGD erlauben 
1. Situationsanalyse 
• Desk Review zur Vernetzung von ÖGD und niedergelassenen Ärzt*innen in den Städten der koope-
rierenden Gesundheitsämter 
• Schriftliche, multizentrische Basis-Querschnittsbefragung von 1200 Klient*innen der kooperieren-
den Gesundheitsämter zu Soziodemographie, Verhaltensfaktoren, STI-Anamnese und erlebten Hür-
den in Bezug auf die Inanspruchnahme bedarfsgerechter kassenärztlicher STI-Versorgung (auch 
überregional)  (siehe AP1) – stratifizierte Auswertung nach Mobilität der befragten Personen 
2. Weiterentwicklung  
• Einladung aller Gesundheitsämter des Qualitätszirkels Sexuelle Gesundheit/STI der Großstadtge-
sundheitsämter (insgesamt 16 Gesundheitsämter, Kooperationsgesundheitsämter) zur Vernetzung 
zwischen deren STI-Beratungsstellen

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• Durchführung eines überregionalen Auftaktreffens und regelmäßiger (Online)-Treffen einmal 
halbjährlich, um die STI-Beratungsstellen der teilnehmenden Gesundheitsämter in Kontakt zu brin-
gen, unter Moderation aktuelle Themen zu diskutieren und gemeinsam (weiterführende) verein-
heitlichte Strukturen anzustoßen (z.B. einheitliche Namensgebung, Versorgungsangebote). 
• Erstellung eines (digitaler) Wegweisers, welcher überregional alle Informationen STI-Anlaufstellen/ 
Angeboten des ÖGD in den Städten der teilnehmenden Gesundheitsämter enthält  
o Zusätzlich Bereitstellung von Informationen zu den lokalen STI-Versorgungsnetzwerken (s.o.) 
o Bereitstellung des Wegweisers auf den Webseiten der teilnehmenden Gesundheitsämter und 
als Print-Version 
• Partizipative Entwicklung eines Konzepts für einen datenschutzkonformen, überregionalen kli-
ent*innenseitigen Transfer individueller Versorgungsdaten zwischen Einrichtungen des ÖGD zu 
STI-Anamnese, Testung und Behandlung  
o Desk review zu bereits vorhandenen (lokalen) Konzepten in Deutschland und anderen Europäi-
schen Ländern 
o Workshop zur partizipativen Konzeptualisierung mit fünf hochmobilen Klient*innen nied-
rigschwelliger STI-Angebote des Gesundheitsamts Köln sowie Vertretenden der STI-Beratungs-
stelle des Gesundheitsamts Köln 
o Entwicklung des Konzeptes durch den Konsortialpartner der Universität Dresden 
o Abstimmung mit den STI-Beratungsstellen der teilnehmenden Gesundheitsämter  
o Workshop zur Finalisierung des Konzeptes mit den an der Entwicklung beteiligten Klient*innen 
und den Vertretenden der STI-Beratungsstelle des Gesundheitsamts Köln 
3. Evaluierung 
• Schriftliche, multizentrische Querschnittsbefragung von Klient*innen, die von den teilnehmenden 
Gesundheitsämtern untereinander überregional weitergeleitet wurden zu Soziodemographie, Ver-
haltensfaktoren, STI-Anamnese und Akzeptanz der der Weiterleitung 
o Stichprobe von ca. 300 Personen: Im Durchschnitt ist pro Modellregionen die Weiterleitung von 
ca. 30 Personen pro Monat anzunehmen. Über eine Dauer von 18 Monaten können somit ins-
gesamt 3240 Personen weitergeleitet werden. Es wird davon ausgegangen, dass 20% der Wei-
terleitungen in überregionale Netzwerke erfolgen, 80% in regionale Netzwerke (siehe AP1). Es 
wird mit einer Response für die Teilnahme an der Befragung von 50% gerechnet.  
o Stichprobenziehung: Einladung aller von anderen Gesundheitsämtern weitergeleiteter Kli-
ent*innen

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o Die Identifizierung weitergeleiteter Klient*innen erfolgt durch ein Gutscheinsystem. Diesen be-
kommen die o.g. Klient*innen in einem vordefinierten Zeitraum bei Besuch der niedrigschwelli-
gen STI-Angebote der teilnehmenden Gesundheitsämter ausgehändigt (s. AP1, unabhängig von 
der Teilnahme an der Basisbefragung, bedruckt mit einem Identifier) und können ihn abgeben, 
wenn sie ein anderes Gesundheitsamt aufsuchen. 
o Einschlusskriterien: 
▪ Überregionale Weiterleitung von einem anderen teilnehmenden Gesundheitsamt 
▪ Bereitschaft zum Ausfüllen eines anonymen Fragebogens (online oder papierbasiert) im 
Gesundheitsamt 
o Standardisierter, mehrsprachiger Fragebogen mit ca. 20 Fragen, Ausfüllen eigenständig oder 
mit Hilfe, Sprachmittlung vorhanden 
o Aufwandsentschädigung für alle weitergeleiteten Klient*innen bei Abgabe des Gutscheins (un-
abhängig von der Teilnahme an der Befragung) 
• Durchführung einer Fokusgruppe im Rahmen des Abschlussworkshops (Anzahl je nach Anzahl der 
teilnehmenden Gesundheitsämter, max. 10 Personen pro Fokusgruppe) mit je 2 Vertretenden der 
STI-Beratungsstellen der teilnehmenden Gesundheitsämter zu Erfahrungen, Best Practice und Her-
ausforderungen bei der Etablierung der überregionalen Vernetzung (inkl. Wegweiser, Konzept Da-
tentransfer) 
o Nutzung eines strukturierten Leitfadens, Dauer ca. 60 Minuten 
AP4: Situationsanalyse und Weiterentwicklung von Standards zur Qualitätssicherung der STI-Versor-
gung im ÖGD für eine verbesserte Qualität der STI-Versorgung im ÖGD 
1. Situationsanalyse 
• Desk Review zu vorhandenen Standards und Protokollen zu Testung /Behandlung von STI im ÖGD  
2. Weiterentwicklung 
• Durchführung von zwei Workshops mit je zwei Vertretenden der STI-Beratungsstellen der koope-
rierenden Gesundheitsämter und Expert*innen (aus Fachgesellschaften, niedergelassener Ärzte-
schaft der lokalen Versorgungsnetzwerke, RKI): 
o Workshop 1 
▪ Gemeinsame Evaluation bestehender Standards 
▪ Diskussion und Ideensammlung für einheitliche, an den ÖGD angepassten Standards zu Te-
stung und Behandlung von STI

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▪ Erstellung von Empfehlungen und Standard Operation Procedures (SOPs) auf Basis der Er-
gebnisse des Workshops 
o Workshop 2: Abstimmung der SOPs mit den kooperierenden Gesundheitsämtern 
• Durchführung von Online-Schulungen an drei Terminen für alle interessierten Gesundheitsämter 
zur Umsetzung der entwickelten Standards 
AP5: Auswertung der erhobenen Daten und Ableitung von Empfehlungen 
Die erhobenen Daten werden qualitativ und quantitativ ausgewertet. 
• Fokusgruppen: Die Fokusgruppen werden mit einem strukturierten Leitfaden durchgeführt und 
aufgezeichnet. Die Aufzeichnungen werden dann transkribiert, in das Programm MAXQDA 22 
(VERBI, Deutschland) importiert und nach dem Verfahren der qualitativen Inhaltsanalyse nach Phi-
lipp A. E. Mayring kodiert und zusammengefasst (19). Für die Kodierung wurden zunächst die zu 
evaluierenden Themenbereiche aufgelistet und daraus die induktiven Codes für die Inhaltsanalyse 
abgeleitet. Während der Analyse werden diese Codes in Themenbereiche ergänzt und analysiert. 
• Quantitative Auswertung: Vor der Datenanalyse erfolgt eine Prüfung der Daten auf Plausibilität 
und Vollständigkeit. Fehlende Daten werden beschrieben, und soweit möglich, wird versucht, feh-
lende Informationen zu ermitteln und in die Analyse einzubeziehen. Fehlende Antworten in der Be-
fragung werden belassen. Die Daten werden mit STATA 17 und R uni-, und bivariabel analysiert. Zu-
nächst erfolgt die Deskription aller erhobener Variablen, hierfür werden die Ergebnisse in Frequen-
zen, Anteilen und anderen beschreibenden Maßzahlen wie Median und Mittelwert angegeben. Die 
Prävalenzen werden als Anteile unter Angabe des 95%-Konfidenzintervallen angegeben. Die bivari-
aten Analysen erfolgen unter Angabe von Medianen (Min/Max) bei kontinuierlichen Variablen und 
Frequenzen und Anteilen bei dichotomen/kategorialen Variablen. Für alle bivariaten Analysen wird 
die statistische Signifikanz mit den geeigneten Testverfahren (z.B. Chi-Quadrat-Test, Wilcoxon-
Mann-Whitney-Test) geprüft.  
• Es wird ein Abschlussworkshop für die lokalen Versorgungsnetzwerke und die an der überregiona-
len Vernetzung beteiligten Gesundheitsämter durchgeführt. Hier werden die Ergebnisse der Praxis-
forschung vorgestellt und daraus resultierende Handlungsempfehlungen für eine bundesweite Aus-
rollung der Maßnahmen diskutiert.

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6.2 Arbeits-, Zeit- und Meilensteinplanung 
 
M1: Auftakt-Netzwerktreffen lokale STI-Versorgungsnetzwerke in Regionen 
M2: Erstes überregionales Treffen des ÖGD (2-tägig); A: Auftakt-Treffen - überregionale Vernetzung im 
ÖGD; B: Workshop mit ÖGD/geladenen Fachexpert*innen - Konzeptualisierung Qualitätssicherung 
M3: Workshop mit Klient*innen/ Gesundheitsamt Köln - Partizipative Erarbeitung Konzept 
Datentransfer 
M4: Zweites Netzwerktreffen lokale STI-Versorgungsnetzwerke in Regionen; A: Diskussion allgemeiner 
Themen/weitere Vernetzung; B: Fokusgruppen mit ÖGD/Netzwerkärzt*innen - Herausforderungen der 
lokalen Weiterleitung von Klient*innen: Identifikation und Lösungsansätze 
2026 2027 2028
Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4
AP 1: Lokale Versorgungsnetzwerke
Desk Review
Ethik und Datenschutz für Befragung/ Fokusgruppen
Erabeitung Datenerhebungsinstrumente Befragung/ Fokusgruppen
Rekrutierung Netzwerkpraxen
Netzwerktreffen lokal M1 M4A
Fokusgruppen lokal STI-Versorgungsnetzwerke M4B
Regelmäßige Online-Netzwerktreffen 
Online-Schulungen zu versorgungsrelevanten Bedarfen 
Basisbefragung Klient*innen (Fragebogen)
Befragung Klient*innen bei lokaler Weiterleitung (Fragebogen)
Auswertung Befragungen/ Fokusgruppen
AP 2: Klärung Versicherungsansprüche
Desk Review: Vorhandene Strukturen
Schulungsangebote ÖGD/ 3x
AP 3: Überregionale Vernetzung ÖGD
Desk Review
Ethik und Datenschutz für Befragung/ Fokusgruppen
Erabeitung Datenerhebungsinstrumente  Befragung/ Fokusgruppen
Rekrutierung von teilnehmenden Gesundheitsämtern
Netzwerktreffen überregional M2A M5A
Regelmäßige Online-Vernetzungstreffen teilnehmende Gesundheitsämter
Partizipative Entwicklung Transfermöglichkeiten indiv. Versorgungsdaten
Workshop mit Klient*innen + Gesundheitsamt Köln M3 M6
Entwicklung eines Wegweisers (WW)
Implementierung WW/VP in überregionale Versorgung
Befragung Klient*innen bei überregionaler Weiterleitung (Fragebogen)
Fokusgruppe überregional ÖGD M7A
Auswertung Befragung/ Auswertung Ergebnisse 
AP4: Qualitätssicherung im ÖGD
Desk Review: vorhandene Protokolle
Netzwerktreffen Überregional M2B M5B
Etablierung "Best practice Qualitätssicherung"
Entwicklung Infomaterial zur SOP "Best practice Qualitätssicherung"
Online-Schulungen "Best practice Qualitätssicherung" für ÖGD
Abschlussworkshop: Regionale und überregionale Netzwerke M7B
Abschlussbericht und Publikation M8

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M5: Zweites überregionales Treffen des ÖGD (2-tägig); A: Abstimmung Wegweiser und Konzept 
Datentransfer mit dem ÖGD; B: Workshop mit ÖGD - Finalisierung einer Standard Operating Procedure 
(SOP) für Qualitätssicherung der Diagnostik von Neisseria gonorrhoeae  
M6: Workshop mit Klient*innen/ Gesundheitsamt Köln – partizipative Finalisierung Konzept 
Datentransfer 
M7: A: Fokusgruppen mit ÖGD - Herausforderungen der überregionalen Weiterleitung von 
Klient*innen: Identifikation und Lösungsansätze; B: Abschlussworkshop mit ÖGD/ Ärzt*innen der 
lokalen STI-Versorgungsnetzwerke/ Klient*innen: Ergebnisvorstellung und Handlungsempfehlungen  
M8: Abschlussbericht und Publikation 
Anmerkung: Tätigkeiten im Rahmen des Arbeitspakets 5 (Auswertung der erhobenen Daten und 
Ableitung von Empfehlungen) sind in der o.g. Darstellung in die Arbeitspakete 1-4 integriert.  
7 Risikofaktoren 
1) Geringe Beteiligung von Ärzt*innen der ambulanten ärztlichen Versorgung der GKV: durch die um-
fangreiche Beteiligung relevanter Fachgesellschaften kann die Rekrutierung der Praxen über diese er-
folgen. Somit ist dieses Risiko als eher gering einzustufen. 
2) Nicht-Erreichen der Rekrutierungsziele für die Befragungen von Klient*innen: die geplante Anzahl 
der Befragungen wurde auf Basis von Behandlungszahlen der kooperierenden Gesundheitsämter Köln 
und Hamburg berechnet. Hieraus wurde auch die Anzahl der weitergeleiteten Klient*innen pro Monat 
und Gesundheitsamt im Projekt realistisch abgeleitet. Zusätzlich wurde zur Absicherung eine niedrige 
Response von 50% für die Teilnahme an der Befragung angenommen. Die Teilnehmenden erhalten als 
Motivation ein Incentive i.H.v. 20 Euro. Die Studiendokumente werden mehrsprachig eingesetzt, um 
eine möglichst breite Rekrutierung zu ermöglichen und einen Rekrutierungs-Bias im Hinblick auf Her-
kunft/ Sprache zu vermeiden. Durch die Rekrutierung durch Mitarbeitende der STI-Beratungsangebote 
besteht häufig ein Vertrauensverhältnis, zudem sind alle Befragungen anonym, d.h. die Teilnehmenden 
müssen keine z.B. rechtlichen Konsequenzen (fehlender Aufenthaltsstatus, SW) befürchten.   
8 Verwertungspotenzial 
Das Projekt weist ein hohes Verwertungspotenzial auf. Übergeordnetes Ziel des Projektes ist die ver-
besserte Navigation von Menschen mit Zugangsbarrieren innerhalb des Gesundheitssystems und die 
nachhaltige Anbindung an Versorgungsstrukturen von ÖGD und ambulanter ärztlicher Versorgung der 
GKV im Rahmen der STI-Beratung, Diagnostik und Therapie. Das Projekt umfasst die multimethodische 
Erforschung bestehender Zugangswege, deren Weiterentwicklung und die Verbesserung hin zu einer 
bedarfsgerechten, qualitätsgesicherten STI-Versorgung in sechs Städten bzw. Regionen in Deutschland

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unter partizipativem Einbezug der Zielpopulation. Die durchgeführten Maßnahmen, z.B. die Etablie-
rung von lokalen STI-Versorgungsnetzwerken, können im Nachgang auch in anderen Regionen umge-
setzt werden. So kann der Zugang zu bedarfsgerechter STI-Versorgung bundesweit in Kooperation der 
unterschiedlichen Versorgungsformen verbessert werden. Ebenso können die im Rahmen der verbes-
serten überregionalen STI-Versorgung entwickelten Tools bundesweit implementiert und genutzt wer-
den. Auch kommen die etablierten Protokolle zur Qualitätssicherung der Diagnostik, Resistenztestung 
und Behandlung von NG und anderen bakteriellen STI dem ÖGD in Deutschland insgesamt zu Gute und 
können somit die Versorgung von Patientinnen und Patienten dauerhaft optimieren, was insbesondere 
in Bezug auf verminderte Resistenzentwicklungen auch für die gesamte Versichertengemeinschaft von 
hoher Relevanz ist.  
9 Ethische/rechtliche Gesichtspunkte 
Vor der Durchführung der quantitativen Befragungen und der Fokusgruppen wird ein Votum der 
zuständigen Ethik-Kommissionen eingeholt. Zudem wird ein Datenschutzkonzept durch das RKI erstellt.  
Die quantitativen Befragungen erfolgen freiwillig und anonym. Die Klient*innen werden von den 
teilnehmenden Gesundheitsämtern bzw. von den Netzwerk-Ärzt*innen zur Teilnahme eingeladen und 
erhalten eine Aufwandsentschädigung. Teilnehmende werden mit einer schriftlichen 
Studieninformationen über die Befragungen aufgeklärt. Potentiell identifizierenden Daten werden im 
Fragebogen in Kategorien erhoben (z.B. Alter, Herkunftsland). Es können zudem auch Fragen mit „ich 
weiß nicht“ oder „ich möchte nicht antworten“ beantwortet werden. Alle Studiendokumente liegen in 
mehreren Sprachen vor. Vor Durchführung der Fokusgruppen werden die Teilnehmenden ebenfalls mit 
einer Studieninformation aufgeklärt. Es erfolgt zudem eine schriftliche Einwilligung.  
Das Konzept zum klient*innenseitigen Transfer von individuellen Versorgungsdaten wird von der 
Universität Dresden und dem Gesundheitsamt Köln partizipativ mit Klient*innen entwickelt. Diese 
können dabei anonym bleiben. Die Klient*innen werden vom Gesundheitsamt Köln zur Teilnahme an 
der Entwicklung eingeladen und erhalten eine Vergütung. Bei der Entwicklung des Konzeptes werden 
(datenschutz-) rechtliche Vorschriften in der Umsetzung beachtet und ethische Aspekte diskutiert. 
10 Finanzierungsplan 
 
10.1 Personalausgaben € 
 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Epidemiologin (m/w/d) 
Projektkoordination am RKI 
E14, 80%, 36 Monate 257.568,00 
 Projektassistenz (m/w/d) am RKI  E9, 50%, 36 Monate 122.760,00

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 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, (m/w/d) Universität 
Dresden 
E13, 40%, 30 Monate 101.040,00 
 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Ärztin (m/w/d) am GA 
Köln  
E15, 50%, 12 Monate 58.320,00 
 
10.1 Summe Personalausgaben 539.688,00 
 
10.2 Sachausgaben € 
10.2.1 Aufträge an Dritte  
 Honorare Fachexpertinnen AP4 (Qualitätssicherung) 2.000,00 
 Honorare für Schulungen der Netzwerkärzt*innen (z.B. durch Roter Stöckelschuh)  10.000,00 
 Honorare Schulungen des ÖGD zu Versicherungsansprüchen  3.000,00 
10.2.2 Reisen  
 2x6 lokale Netzwerktreffen/Workshops: Raummiete, Catering 24.000,00 
 Überregionale Netzwerktreffen/Workshops: Reisekosten, Raummiete, Catering 25.400,00 
 Workshops mit Klient*innen: Reisekosten, Raummiete, Catering 9.000,00 
 Abschlussworkshop Klient*innen-Vertreter*innen, Netzwerkärzt*innen und ÖGD 
inkl. Fokusgruppe zur Machbarkeit: Reisekosten, Raummiete, Catering 
34.000,00 
10.2.3 Sonstige Sachausgaben  
 Gebühren Ethikkommission  1.000,00 
 Übersetzungskosten Studieninstrumente 5.000,00 
 Aufwandsentschädigung teilnehmende Klient*innen Basisbefragung (Fragebogen) 24.000,00 
 Aufwandsentschädigung teilnehmende Klient*innen bei Weiterleitung (Fragebo-
gen) 
64.800,00 
 Aufwandsentschädigung Netzwerkärzt*innen (Aufklärung Patientinnen, ggf. Un-
terstützung bei der Beantwortung des Fragebogens) 
162.000,00 
 Aufwandsentschädigung Netzwerkärzt*innen: Teilnahme an Fokusgruppen/Netz-
werktreffen lokal 
9.600,00 
 Sachmittel ÖGD (6 teilnehmende GAs) Sprachmittlung  72.000,00 
 Aufwandsentschädigung Peers für Workshops (2x) und Konzept Datentransfer 10.000,00 
10.2.4 Infrastrukturpauschale (bis zu 25 % der Personalausgaben, siehe 10.1)  134.922,00 
10.2 Summe Sachausgaben 590.722,00

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10.3 Investitionen (Einzelpreis > 800 € netto) € 
10.3 Summe Investitionen 0 
 
10.4 Gesamtausgaben des Projekts € 
10.4.1 Summe der Personalausgaben 539.688,00 
10.4.2 Summe der Sachausgaben 590.722,00 
10.4.3 Summe der Investitionen 0 
10.4 Gesamtsumme der Ausgaben des Projekts 1.130.410,00 
 
11 Unterschriften 
 
 
 
 
__________________________________________________________________________ 
Ort, Datum Unterschrift   
 Dr. Gyde Steffen  
 (Gesamt)Projektleitung/Konsortialführung  
 
 
 
________________________________________________________________________ 
Ort, Datum Unterschrift   
 Prof. Dr. Anna Kuehne  
 Verantwortliche Person für die Methodik

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18. Deutsche STI-Gesellschaft e.V. (DSTIG) - Gesellschaft zur Förderung der Sexuellen Gesundheit. S2k -
Leitlinie Diagnostik und Therapie der Gonorrhoe. 2018. 
19. Mayring P. Qualitative Inhaltsanalyse. Grundlagen und Techniken. 13. überarbeitete Auflage ed. 
Weinheim und Basel: Beltz; 2015 20.07.2022

Praxisforschung zur strukturierten Vernetzung von ÖGD und ambulanter ärztlicher Versorgung der GKV für bedarfsge-
rechte STI-Versorgung: Linkage to Care 
 
Versorgungsforschung Seite 22/23 21.06.2024 
 
13 Anlagen 
 
Anlage Nr. Bezeichnung Beigefügt 
1 Liste der Kooperationspartner gemäß Vorlage unter Punkt 14 so-
wie Letter of Intent (LOI) der Kooperationspartner (inkl. Unter-
schrift) (max. 1 Seite pro Kooperationspartner). 
☒ 
2 Darstellung der Expertisen (insbesondere in Form von Kurzle-
bensläufen inklusive wesentlicher Publikationen) der (Ge-
samt)Projektleitung bzw. der Konsortialführung, der wesentli-
chen (Konsortial -)Partner und der verantwortlichen Person für 
die Koordination und Methodik (max. 1 Seite pro Person, inkl. 
Nennung der drei wichtigsten Publikationen mit Relevanz für das 
beantragte Projekt). 
☒ 
3 Formblatt zur Beantragung von Fördermitteln für die Konsortial-
führung (bzw. der Projektleitung bei Einzelprojekten). 
☒ 
4 Falls zutreffend: Formblätter zur Beantragung von Fördermitteln  
für jeden Konsortialpartner. 
☒ 
 
14 Vorlage zu Anlage 1: Liste der Kooperationspartner ohne Förderung 
 
Name Kooperationspartner  Art der Unterstützung LOI beigefügt 
Centrum für HIV und sexuell 
übertragbare Infektionen 
(CASAblanca) der Stadt Hamburg 
Modellregion, fachliche Beratung zu 
optimierten Versorgungsformen 
☒ 
Bezirksamt Charlottenburg-
Wilmersdorf - Gesundheitsamt  
Modellregion, fachliche Beratung zu 
optimierten Versorgungsformen 
☒ 
Amt für Gesundheit und Prävention - 
Stadt Chemnitz 
Modellregion, fachliche Beratung zu 
optimierten Versorgungsformen 
☒ 
Landeshauptstadt Dresden 
Amt für Gesundheit und Prävention 
Modellregion, fachliche Beratung zu 
optimierten Versorgungsformen

Praxisforschung zur strukturierten Vernetzung von ÖGD und ambulanter ärztlicher Versorgung der GKV für bedarfsge-
rechte STI-Versorgung: Linkage to Care 
 
Versorgungsforschung Seite 23/23 21.06.2024 
Stadt Leipzig Gesundheitsamt Modellregion, fachliche Berat ung zu 
optimierten Versorgungsformen 
☒ 
Stadt Frankfurt am Main Gesundheits-
amt 
Modellregion, fachliche Beratung zu opti-
mierten Versorgungsformen ☒ 
Gesundheitsamt Nürnberg Modellregion, fachliche Beratung zu opti-
mierten Versorgungsformen ☒ 
Berufsverband der Frauenärzte e.V. 
(BVF) 
Fachliche Begleitung, Rekrutierung von 
Netzwerkpraxen ☒ 
Deutsche Arbeitsgemeinschaft 
ambulant tätiger Ärztinnen und 
Ärzte für Infektionskrankheiten und 
HIV-Medizin e.V. (DAGNÄ) 
Fachliche Begleitung, Rekrutierung von 
Netzwerkpraxen 
☒ 
Deutsche Dermatologische 
Gesellschaft (DDG) 
Fachliche Begleitung, Rekrutierung von 
Netzwerkpraxen 
☒ 
Deutsche Gesellschaft 
Endokrinologie (DGE) 
Fachliche Begleitung, Rekrutierung von 
Netzwerkpraxen 
☒ 
Deutsche Gesellschaft Urologie 
(DGU) 
Fachliche Begleitung, Rekrutierung von 
Netzwerkpraxen 
☒ 
Deutsche STI Gesellschaft (DSTIG) Fachliche Begleitung, Rekrutierung von 
Netzwerkpraxen

Beratungsverlauf (3)

17.06.2025 Gesundheitsausschuss
TOP 5.3 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
30.06.2025 Finanzausschuss
TOP 10.19 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
03.07.2025 Rat
TOP 10.39 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1681/2025
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
13.06.2025
Erstellt
27.05.2025 10:59