AN/0179/2025
Wohnungssituation der Mieterinnen und Mieter der LEG Immobiliengesellschaft in Höhenhaus kurz, mittel- und langfristig verbessern und die bestehende Zweckentfremdung schnellstmöglich zu beenden
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Dringlichkeitsantrag Wohnungssituation der Mieterinnen und Mieter der LEG Immobiliengesellschaft in Höhenhaus kurz mittel- und langfristig verbe
4304 Zeichen
Herrn Bezirksbürgermeister
Stadtbezirk Mülheim
Norbert Fuchs
Frau Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
Die Linke. Fraktion
in der BV Köln- Mülheim
Bezirksrathaus Köln-Mülheim
Wiener Platz 2a
51065 Köln
Köln, den 02.02.2025
Dringlichkeitsantrag gem. § 38 der Geschäftsordnung des Rates
Wohnungssituation der Mieterinnen und Mieter der LEG
Immobiliengesellschaft in Höhenhaus (Siedlung Schlebuscher Weg, Mainweg,
Birkenweg, Höhscheider Weg) kurz, mittel- und langfristig verbessern und die
bestehende Zweckentfremdung schnellstmöglich zu beenden
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister,
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
die Fraktion DIE LINKE. bittet Sie, den nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung
der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Köln-Mülheim zu setzen.
Beschluss:
Die Bezirksvertretung Köln-Mülheim beauftragt die Verwaltung,
alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu nutzen, die Wohnungssituation
der Mieterinnen und Mieter der LEG Immobiliengesellschaft in Höhenhaus
(Siedlung Schlebuscher Weg, Mainweg, Birkenweg, Höhscheider Weg) kurz-,
mittel- und langfristig verbessern und die bestehende Zweckentfremdung
schnellstmöglich zu beenden.
Folgende Maßnahmen sollen u.a. erfolgen:
- Überprüfung und Einleitung von Maßnahmen gemeldeter und noch zu
meldender Missstände in betroffenen Wohnungen durch die
Wohnungsaufsicht
- Mietpreisüberprüfung hinsichtlich der auf verbliebene Mieter*innen
auferlegten umfangreichenNebenkosten u.a. der Grünschnitt- und
Rasenpflege
- Überprüfung und im besten Fall Umsetzung einer möglichen
Zwischennutzung durch Wohnungslose, Obdachlose und
Wohnungssuchende
Begründung:
Eine am Samstag, dem 01.02.2025 durchgeführte Kundgebung dreier
wohnungspolitischer Initiativen (Recht auf Stadt, Wohnen Wagen und
Aktionsbündnis gegen Wohnungsnot und Stadtzerstörung in Köln) mit Gesprächen
betroffener Mieterinnen und Mieter der LEG-Siedlung und Anwohner*innen
offenbarte Sachstände, die nicht hinnehmbar, juristisch fragwürdig und letztendlich
skandalös sind.
Eine Mieterin berichtete, dass sie aufgrund der Sanierungs- bzw.
Neubaumaßnahmen vor zwei Jahren mit ihre Familie in eine kleinere Ersatzwohnung
umziehen musste. Diese weist Mängel wie z. B. Schimmel auf, obwohl sie sich nach
ihren Angaben an das Amt für Wohnungswesen gewendet hatte. Des Weiteren
wurde ihre alte Wohnung wieder vermietet, wie sie in Erfahrung gebracht hatte.
Andere Mieter berichten, dass Mängel in ihren Wohnungen mit der Begründung, des
sowieso bevorstehenden Abrisses, nicht mehr von der LEG beseitigt werden.
Des Weiteren wurde berichtet, dass die noch in Häusern der LEG Wohnenden für
Nebenkosten aufkommen müssten, an denen sich vor dem Leerziehen etlicher
Häuser auch deren Bewohner*innen beteiligen mussten. Hier handelt es sich zum
Beispiel um die Grünschnitt und Rasenpflege.
Auch wurde erzählt, dass nicht alle betroffenen Mieter*innen über die Pläne der LEG
informiert wurden, geschweige, dass ihnen Zwischenstands- Meldungen gegeben
wurden.
Ansprechpersonen vor Ort sind keine da. Frühere Filialen der LEG in Köln wurden
geschlossen.
Die Menschen in den noch bewohnten Häusern / Ersatzwohnungen haben Angst,
dass sie auf die Straße gesetzt werden oder irgendwann ausziehen müssen ohne
eine Wohnung angeboten zu bekommen, die für sie auch bezahlbar wäre.
Anwohner*innen berichten von nächtlichen Geräuschen in eigentlich leerstehenden
Wohnungen und ungutem Gefühl bei Dunkelheit Wege zu nehmen die durch den
Bereich der leeren Häuser führen.
Die Mitglieder der Bezirksvertretung sollen ihre Möglichkeiten ausschöpfen, den
betroffenen Menschen unterstützend zur Seite zu stehen
Mit freundlichen Grüßen
gez. Beate Hane-Knoll Nijat Bakis
Fraktionsvorsitzende stellvertretender Fraktionsvorsitzender
DIE LINKE. DIE LINKE.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0179/2025
- Typ
- Antrag nach § 12 (Dringlichkeitsantrag)
- Datum
- 03.02.2025
- Erstellt
- 03.02.2025 09:11