0541/2022
Ergebnis des städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs zum Bebauungsplanverfahren Nr. 75501/02 "Möhl-Areal“ in Köln-Dellbrück
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Anlage 1 Geltungsbereich
342 Zeichen
Planwirkungsbereich der Vorlage zur Orientierung vonMitgliedern des Rates, der Ausschüsse und der Bezirksver-tretungen, die wegen Befangenheit an den Beratungen zudiesem Tagesordnungspunkt nicht teilnehmen dürfen. Anlage 1 Maßstab 1 : 5 000N StadtplanungsamtGeltungsbereich des BebauungsplanesMöhl-Arealin Köln - Dellbrück 010050200300 Meter
Mitteilung Ausschuss
8733 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/61/1 613 Duch Sa Vorlagen-Nummer 01.03.2022 0541/2022 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 07.03.2022 Stadtentwicklungsausschuss 10.03.2022 Ergebnis des städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerbs zum Bebauungsplanverfahren Nr. 75501/02 "Möhl-Areal„ in Köln-Dellbrück Das überwiegend gewerblich genutzte 2,9 Hektar große Bebauungsplangebiet liegt im Norden des Stadtteils Dellbrück im Bezirk Mülheim zwischen der Bergisch Gladbacher Straße und Möhlstraße. Es stellt eine Potenzialfläche für eine wohnbauliche Entwicklung im Kölner Stadtteil Dellbrück dar. Das Areal ist durch die direkte Nachbarschaft zum S-Bahnhof Dellbrück an den öffentlichen Personennah- verkehr sowie an die umliegenden Straßen sehr gut angebunden. Ein dichtes Infrastrukturangebot ist fußläufig zu erreichen. Dieses Potenzial wird bereits im Flächennutzungsplan mit der Darstellung als Wohnbaufläche verdeutlicht. Anlass der Aufstellung des Bebauungsplans ist die Entwicklungsabsicht der Firma Möhl GmbH & Co. KG, als Eigentümerin des Großteils der Flächen im Plangebiet. Ziel ist, das überwiegend gewerblich genutzte Gebiet zu einem gemischt genutzten Quartier mit rund 200 Wohneinheiten, Büro- und kleineren Gewerbeflächen zu entwickeln. Dabei soll im Quartier auch zu- künftig ein Lebensmittelhandel und eine Kultureinrichtung integriert werden. Die Firma Möhl möchte nach der schrittweisen Realisierung Bestandshalterin ihrer Liegenschaften bleiben. Dabei soll das Projekt gemäß dem Kooperativen Baulandmodell Köln in der Modellfassung vom 10.05.2017 entwi- ckelt werden, das heißt 30 % der Geschossfläche Wohnen müssen als öffentlich geförderter Woh- nungsbau realisiert werden. Ende 2019 entstand für dieses Gebiet ein grober Vorentwurf, auf dessen Grundlage vom 22.01.2020 - 26.02.2020 die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange nach § 4 Absatz 1 Baugesetzbuch (BauGB) stattfand. Der Aufstellungsbeschluss wurde am 16.06.2020 vom Stadtentwicklungsausschuss gefasst. Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit nach § 3 Ab- satz 1 BauGB wurde vom 20.11. - 04.12.2020 durchgeführt. Die Auswertung der Ergebnisse der Be- teiligungen und den daraus folgenden Empfehlungen für die weitere Bearbeitung wurden im Vorga- benbeschluss des Stadtentwicklungsausschusses am 17.06.2021 bestätigt. Zur Konkretisierung erfolgte vom 31.05.2021 - 09.12.2021 der anonyme zweiphasige Einladungs- wettbewerb, welcher als qualitätssicherndes Verfahren für das städtebauliche Konzept als Grundlage für das weitere Bebauungsplanverfahren durchgeführt wurde. Ziel war es, für die Fläche alternative städtebauliche und freiraumplanerische Konzepte zu erhalten. In die Aufgabenstellung flossen die Vorgaben der Auftraggeberin sowie die Empfehlungen aus dem Vorgabenbeschluss ein. Östlich der Flächen der Firma Möhl schließen sich weitere 6,7 ha großteils gewerblich genutzte Grundstücke an. Auch diese Grundstücke eignen sich zukünftig für eine Neustrukturierung der Be- bauung und Weiterführung des gemischt genutzten Möhl-Areals. Der städtebaulich-freiraumplanerische Wettbewerb für das Möhl-Areal ist daher zwei-phasig durchge- führt worden. In der ersten Phase (Ideenteil) wurde das ganze Gebiet zwischen der Bahntrasse mit dem S-Bahnhof Köln-Dellbrück, der Möhlstraße, der Bergisch Gladbacher Straße und im Osten der 2 Eschenbruchstraße betrachtet, um eine langfristig tragfähige Entwicklung vorzubereiten. In der zweiten Phase wurde besonders der Vertiefungsteil (Geltungsbereich des Bebauungsplanes Möhl-Areal) betrachtet, bei dem durch das laufende Planverfahren eine konkrete Planung und Um- setzung erfolgen soll. Entsprechend der im Vorfeld klar definierten Aufgabenstellung sollten im neuen gemischt genutzten Quartier Geschosswohnungsbau, Einzelhandel, eine Kultureinrichtung, Quartiersgaragen und gleich- zeitig anspruchsvolle Freiraum-und Grünstrukturen entwickelt werden. Der Durchführung des Wett- bewerbs lag die "Richtlinie für Planungswettbewerbe" (RPW 2013) zugrunde. Die Anwendung und Anerkennung der RPW 2013 war für die Ausloberin und Teilnehmenden sowie alle übrigen Beteiligten verbindlich. Das 17-köpfige Preisgericht unter dem Vorsitz von Jürgen Minkus bestand aus Vertretern der Firma Möhl, Politik und Verwaltung sowie anerkannten Fachleuten aus der Planungspraxis. Es nahmen zehn Bürogemeinschaften aus Architektur- mit Landschaftsarchitekturbüros teil, die nachfolgend ge- nannt werden (in Klammern: Zeitpunkt des Ausscheidens, bzw. Rang der Prämierung): Thomas Schüler Architekten und Stadtplaner, Düsseldorf mit faktorgruen Landschaftsarchitek- ten, Freiburg (1. Preis) 3pass Architekten Stadtplaner, Köln mit RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn (2. Preis) Pesch Partner Architekten Stadtplaner, Dortmund mit wbp Landschaftsarchitekten, Bochum (3. Preis) rheinflügel severin, Düsseldorf mit TERRA.NOVA, München (ausgeschieden nach 2. Wertungsrundgang) tobe.Stadt, Frankfurt am Main mit Johannes Cox Landschaftsarchitekt (HKK Landschaftsarchi- tektur), Frankfurt am Main (ausgeschieden nach 2. Wertungsrundgang) bbzl böhm zahiri landschaften städtebau, Berlin (ausgeschieden nach 1. Phase) Wienstroer Architekten und Stadtplaner, Neuss mit Studio grüngrau, Düsseldorf (ausgeschieden nach 1. Phase) New Architekten, Köln mit club L94 Landschaftsarchitekten, Köln (ausgeschieden nach 1. Phase) Octagon Architekturkollektiv, Leipzig mit GM013 Landschaftsarchitektur, Berlin (ausgeschieden nach 1. Phase) ASTOC ARCHITECTS AND PLANNERS, Köln mit scape Landschaftsarchitekten, Düsseldorf (ausgeschieden nach 1. Phase) Prämiert mit dem ersten Preis wurde die Arbeit von Thomas Schüler Architekten und Stadtplaner, Düsseldorf mit faktorgruen Landschaftsarchitekten, Freiburg. Der Siegerentwurf definiert ein robustes städtebauliches Grundgerüst und sieht im Wesentlichen eine Blockrandbebauung mit orthogonalem Freiraumsystem, orientiert an Bahnlinie und Bergisch Gladba- cher Straße, vor. Die vorgeschlagene Konzeption gewährt einen widerstandsfähigen Städtebau und kann der an- spruchsvollen schrittweisen Realisierung des Gesamtgebietes gerecht werden. Das konzeptionelle Leitmotiv ist die zentrale "Grüne Mitte", die im Vertiefungsbereich den dazugehö- rigen Quartiersplatz an den Bahnhofsvorplatz anschließt. Der nordöstliche Entréeplatz im Ideenteil soll in die angrenzenden Freiräume überleiten. Die Adressen der Baufelder werden über die zentrale Grüne Achse gebildet, was zu einer Durchmi- schung des Gebiets führt und dem angestrebten zukünftigen Charakter des Quartiers gerecht wird. Auch wird der Vorschlag eines Entréeplatzes an der Bergisch Gladbacher Straße im Bereich des Le- bensmittel-Vollsortimenters grundsätzlich positiv bewertet. Dieser könnte in seiner Funktionalität und Aufenthaltsqualität durchaus mutiger gestaltet werden. 3 Der Entwurf überzeugt mit gut proportionierten Stadtbaukörpern und entsprechenden Freiräumen. Eine gute Lesbarkeit der öffentlichen Räume trägt zur Identitätsbildung bei. Der hohe Anteil an Grün- und Freiräumen sowie die starke Durchgrünung der Freiräume schaffen ein qualitätsvolles Wohn- und Arbeitsumfeld. Die Gewerbebauten im nördlichen Bereich werden vom Preisgericht hinsichtlich ihrer Ausgestaltung kritisch bewertet. Diese wirken wie Rückseiten und könnten in ihrer Wirkung qualitätsvoller in das Gesamtkonzept eingebunden und über die Funktion als Lärmschutz hinaus ausgestaltet werden. Die Funktion der vorgeschlagenen Passage zwischen Drogeriemarkt und Lebensmittel- Vollsortimenter wird vom Preisgericht kontrovers diskutiert und erscheint auch hinsichtlich der Ab- wicklung der Anlieferung für Vollsortimenter und Drogeriemarkt fraglich. Insgesamt überzeugt der Entwurf mit einer robusten städtebaulichen Struktur, die mit ihrer Körnigkeit und für den Standort in Köln-Dellbrück als sehr angemessen und integrierend bewertet wird. Die vor- geschlagene Freiraumkonzeption vermittelt zwischen den einzelnen Bausteinen und bildet ein quali- tätsvolles Rückgrat. Die Ausloberin folgt der einstimmigen Empfehlung der Jury, die Arbeit mit dem 1. Preis mit der weite- ren Bearbeitung zu beauftragen. Es gilt nun den Entwurf weiter auszuarbeiten, ohne den definierten städtebaulichen Rahmen zu verlassen. Der überarbeitete Siegerentwurf bildet die Grundlage für das weitere Bebauungsplanverfahren im Geltungsbereich des Möhl-Areals. Anlagen Anlage 1 Geltungsbereich Anlage 2 Siegerentwurf Anlage 3 Siegerentwurf Vertiefungsbereich Anlage 4 Dokumentation Wettbewerb Gez. Greitemann
Anlage 3 Siegerentwurf Vertiefungsbereich
101 Zeichen
Anlage 3 unmaßstäblichN StadtplanungsamtSiegerentwurf VertiefungsbereichMöhl-Arealin Köln - Dellbrück
Anlage 2 Siegerentwurf
82 Zeichen
Anlage 2 unmaßstäblichN StadtplanungsamtSiegerentwurfMöhl-Arealin Köln - Dellbrück
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0541/2022
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 01.03.2022
- Erstellt
- 14.02.2022 13:23