Mandari Insight

V/0509/2011

Geschäftsbericht des Gesundheitsamtes 2010

Vorlagen 15.07.2011

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung, Sitzung am 14.09.2011, TOP 11

Geschaeftsbericht_2010_Gesundheitsamt

· application/pdf

Ansehen

Berichtsvorlage

· application/pdf

Ansehen

Geschaeftsbericht_2010_Gesundheitsamt

73706 Zeichen

Geschäftsbericht 
2010

2 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Impressum 
 
Herausgeberin:  Stadt Münster 
    Gesundheitsamt 
 
 
 
Münster, Juli 2011

3
Inhalt Seite 
 
1. Vorwort 4 
 
2. Jahresthemen und Schwerpunkte 2010 5 
 
 Neuausrichtung Gesundheitsamt  
 Neue Fachstelle „Frühe Hilfen“ 
Zweites Gesundheitsziel der Gesundheitskonferenz für Münster  
„Gesund aufwachsen in Münster“ 
 Abschluss des Projektes „Gesund aufwachsen…“ 
 Bündnis gegen Depression Münster 
 
3. Produktübersicht 8 
 
 Übergreifende Gesundheitsförderung 9 
 Kinder- und Jugendgesundheit  14 
 Ärztlicher Untersuchungs- und Gutachtendienst 20 
 Gesundheitsschutz 23 
 Gesundheitshilfen 30 
 Krankenhausumlage 34 
 
4. Förderung Freier Träger im Gesundheitswesen 35 
5. Stellenübersicht und Organigramm  36 
6. Standorte des Gesundheitsamtes 38

4 
1. Vorwort 
 
Sehr geehrte Damen und Herren,  
mit diesem Geschäftsbericht möchten wir Sie über wichtige Leistungsdaten und Arbeits-
schwerpunkte des Gesundheitsamtes informier en. Dabei steht das Jahr 2010 im Mittel-
punkt. Ergänzt werden diese Informationen durch  aktuelle Hinweise aus dem laufenden 
Jahr.  
Zur Erhöhung von Übersichtlichkeit und Lesbarkeit haben wir einige Veränderungen in der 
Struktur des Geschäftsberichtes vorgenommen.  So finden Sie die relevantesten Jahres-
themen, Ziele und Projektbeschreibungen, die sich nicht ei nem Produkt alleine zuordnen 
lassen,  in einem separaten Kapitel vorangeste llt. Anschließend werden die fünf Produkte 
der Produktgruppe „Gesundheitsdienste“ umfassend und systematisch auf der Grundlage 
des Haushaltsplans  vorgestellt.  
In diesem Zusammenhang  wird deut lich, dass ein Geschäftsbericht eine andere Aufgabe 
als ein Gesundheitsbericht zu erfüllen hat. Im  Geschäftsbericht stehen naturgemäß die 
Zahlen, Daten und Fakten einer Organisationseinheit im Vordergrund. Wie viele Ressour-
cen wurden für die Erreichung definierter Ziele eingesetzt? Welche Leistungskennzahlen 
konnten als Indiz für die Ergebn isqualität erreicht werden? Wo hin steuert das Amt auf der 
Grundlage der diversen gesetzlichen und komm unalpolitischen Vorgaben sowie gesell-
schaftlichen Veränderungen? 
Ziel der Gesundheitsberichter stattung ist hingegen, zu einer  Verbesserung der gesund-
heitlichen Lage und Versor gung der Bevölkerung be izutragen. Sie basiert auf einer Lage-
beschreibung und formuliert vordringliche H andlungsbedarfe insbesondere im Hinblick auf 
bedürftige Bevölkerungsgruppen. Zur Umsetzung zieht sie gesundheitsbezogene Daten 
und Informationen heran, analysiert sie mit wi ssenschaftlichen Methoden und stellt sie 
verdichtet und adressatenorientiert dar. Damit dient sie den Entscheidungsträgerinnen und 
–trägern aus Politik, Verwaltung und Gesundheitswesen als wichtige Orientierungsgrund-
lage.  
Wir hoffen, mit diesem Geschäftsbericht di e nötige Trennschärfe z wischen diesen Aufga-
benbereichen erreicht zu haben und sind für k onstruktive Anregungen für die Weiterent-
wicklung der Geschäftsberichte in den nächsten Jahren stets dankbar.  
Dankbar bin ich an dieser Stelle auch allen Mitarbeiterinnen u nd Mitarbeitern, die die viel-
fältigen Leistungen des Amtes erbracht haben. 
Herzliche Grüße! 
 
 
 
Dr. Norbert Schulze Kalthoff 
Leiter des Gesundheitsamtes

5
2. Jahresthemen und Schwerpunkte 2010 
 
Das Thema „Herausforderungen der Zukunft / Veränderungsbedarfe“ hat das Gesund-
heitsamt in den vergangenen Jahr en schon mehrfach beschäftigt. Mit der „Amtsfortbil-
dung“ am 18.03.2009 im Gesundheitshaus unter Moderation von Herrn Dr. Kösters zu die-
sem Thema hatte sich das Amt erneut auf den Weg „Neuausrichtung Gesundheitsamt“ 
gemacht. In 2010 wurde das Projekt „Neuausrichtung Gesundheitsamt“ gestartet. Die viel-
fältig geäußerten Anregungen auf der einen und  die gleichzeitig nicht zu verkennende 
Skepsis bei vielen Mitarbeiterinnen und Mita rbeitern bzgl. der „Umsetzungswahrschein-
lichkeit“ auf der anderen Seite hatten deutlich gemacht, dass der Veränderungsprozess, 
für den das Amt sich ausgesprochen hat und der zugleich von außen zunehmend er-
wünscht wird, einen starken „Motor“ benötigte. Dies zeigten auch die Erfahrungen aus der 
Vergangenheit. In Abstimmung mit dem Pers onal- und Organisationsamt sowie den betei-
ligten Dezernatsführungen wurd e entschieden, Frau Arnkens -Homann die Federführung 
für diese Aufgabe zu übertragen. Diese hatte bereits zusammen mit Herrn Conze mit der 
Bildung der sogenannten „Planungs gruppe“ mit Vertretern/-innen aus allen Abteilungen 
begonnen. Die zentralen Aufgab en in 2010 waren die künftige Ausrichtung und Schwer-
punktsetzung des Gesundheitsamtes zu erarbei ten, die Kommunikation nach Außen zu 
verbessern und die dafür erforderlichen Strukturveränderungen vorzubereiten. 
Es wurden die folgenden Themen erarbeitet: 
• Interne Strukturen optimieren indem differenziert Aufgabenstellungen ermittelt und 
neue Verantwortungsbereiche gebildet werden sollen 
• Entwicklung von Qualität sstandards im Untersuchungsdienst, Wartezeiten verkürzen 
und die Zusammenführung der Bereiche Gutachten und Infektionsschutz 
• Kommunale Gesundheitsförderung stärker in den Focus nehmen und  
• Produktbildung, Zielsetzungen, Controlling und Berichtswesen klären. 
Als ein Ergebnis des Prozesses wurde die Neuausrichtung der Beratungsstelle für Ent-
wicklungsfragen im Kindes- und J ugendalter (BfE) als eigene Fa chstelle „Frühe gesund-
heitliche Hilfen“ umgesetzt. Mit der Verlagerung der Familienhebammen und aufsuchen-
den Hilfen unter der Leitung von Frau Dr. Schwarte wurde die Neue Fachstelle „Frühe 
Hilfen“ in der Abteilung Kinder und Jugendgesundheit (53.2) gebildet. 
Der Bedarf an Hilfen für entwicklungsauffällige Kinder und ihre Familien in der Bundesre-
publik Deutschland ist in den letzten Jahren insgesamt erheblich gestiegen. Einhergehend 
mit diesen Steigerungsr aten haben sich auch die primären Indikationen für die Hilfeleis-
tungen verändert: In den Frühförderstellen der  1980er Jahre standen noch Kinder mit 
klassischen körperlichen, geistigen oder M ehrfachbehinderungen im Mittelpunkt, aktuell 
steigt der Anteil sog. „zivilisationsbedingter Entwicklungsstörungen“ in den Frühförderstel-
len deutlich. Dabei zeigen Er fahrungen der Frühförderstellen al s auch die Ergebnisse der 
Schuleingangsuntersuchungen in Münster deutlich, dass Nachfrage und Angebot nach wie 
vor nicht alle Bevölkerungsgr uppen gleichermaßen erreichen.  Als besonders wichtig er-
scheint mit „Frühen gesundheitlichen Hilfen“ für Kinder von der  Geburt bis zum Schulein-
tritt entgegenzuwirken, das gilt besonders be i Kindern, die sich in schwierigen Lebensver-
hältnissen befinden. Sämtliche Störungsbilder bezüglich der Gesundheit, des Sozialverhal-
tens und der Lernfähigkeit treten  verstärkt bei Kindern auf, deren Familien von sozialer 
Benachteiligung betroffen sind. Davon besonders betroffen sind Ki nder mit Migrationsvor-
geschichte, wie anerkannte Studien belegen. Au f verlässliche Brücken zwischen Hilfesys-

6 
temen sind insbesondere die Kinder angewiesen, die unter schwierigen Lebensumständen 
aufwachsen. An der Schnittstelle von Ge sundheitswesen und Kinder- und Jugendhilfe, 
aber auch der Schwangerenberatung, sind „f rühe gesundheitliche Hilf en“ eine wichtige 
Unterstützung. 
Das Gesundheitsamt Münster bringt vielfältige praktische Erfahrungen mit, wenn es darum 
geht, Vernetzungen und Verzahnungen von gesu ndheitlichen Hilfen und Angeboten für 
Kinder und deren Familien vor Ort sozialräumlic h umzusetzen. Dabei kann u. a. auf die 
Schuleingangsuntersuchungen verwiesen werden, die in den St adtquartieren stattfinden, 
aber auch auf Projekte des Gesundheitsamtes wie beispielsweise „Gesund aufwachsen ... 
in Münster“ oder die Mitwirkung im Pilotprojekt "Frühwarnsystem Coerde" und dem Projekt 
„Soziale Stadt Kinderhaus“. Bislang waren die Hilfen des Ges undheitsamtes Münster eher 
als „fallbezogene Angebotsstruktur“ ausgerichtet und die individuelle Förderung bzw. Be-
ratung wird in einem hohen Maße mobil, d. h. in den Familien erbracht. 
Eine Neuorientierung des Ge sundheitsdienstes beinhaltet insbesondere die Ausweitung 
und den Ausbau der „aufsuchenden Hilfen“, Sprechzeiten in den Stadtteilen mit besonde-
rem Bedarf, Angebote des Gesundheitsamts in ze ntralen Einrichtungen der Stadtteile wie 
beispielsweise in den Familienzentren der Stadt. Es gilt weiterhin ei n Netz von Hilfen auf 
zubauen von der Jugendhilfe bis zum Gesundhe itswesen, von der Schwangerenberatung 
bis hin zur Erziehungsberatung. Die beiden  Maßnahmen „Familienhebamme“ und „Ernäh-
rungsberatung“ des Projektes „Gesund aufwachsen … in Münster“ erhielten im Jahre 
2010 eine Folgeförderung durch Bundesmittel. Zur Verstetigung der Maßnahmen wurden 
unterschiedliche Wege beschritten, da sich bereits vor Anlauf der 2. Förderphase abzeich-
nete, dass eine Institutionalisierung als Regelangebot des Ges undheitsamtes, getragen 
vom städtischen Haushalt, vorerst nicht zu realisieren wäre. 
Das Angebot der Fam ilienhebamme wird über Sponsoren oder andere Fördergelder auch 
in anderen Stadtteilen in Münster (Kinderhaus, Coerde) angeboten. Die Familienhebamme 
betreut (werdende) Mütter und ihre Neugebor enen, die einen erhöhten Betreuungs- und 
Unterstützungsbedarf haben, bis zum Ende des  ersten Lebensjahres. Die Familienhe-
bamme spricht mehrere Sprachen, daher kann sie besonders Migranti nnen unterstützen. 
Darüber hinaus bietet die Familienhebamme o ffene Sprechstunden in Kitas an und steht 
auf Anfrage für Frauengruppen oder Müttertreffs zur Verfügung. Das Pharmaunternehmen 
Pfizer hat die Unterstützung für weitere dr ei Jahre (Coerde) zugesagt. Über einen Zu-
schuss aus der Gewinnausschüttung der Sparkasse Münsterland Ost kann das Angebot in 
den Stadtteilen des Projektes (Berg Fidel und Hiltrup-West) auch nach Ablauf der Förde-
rung weiterhin durchgeführt und noch auf ander e Stadtteile (Gievenbeck, Osthuesheide) 
übertragen werden. Unterstützend hierfür wir kte auch die Auszeichnung mit dem NRW-
Gesundheitspreis 2009, der die Akzeptanz der Maßnahme und Unterstützungsbereitschaft 
erhöht.  
Die Ernährungsberatung hat zum einen mit Kindern im Off enen Ganztag das Thema „Ge-
sund essen und trinken“ bearbeitet und gemeinsam gekocht, in Schulklassen und auch in 
Kitas das Thema „Gesundes Frühstück“ und den Er nährungskreis erarbeitet. Seitens der 
Projektleitung wurde an die Krankenkassen,  die auch gemeinschaftlich die Zahnprophyla-
xe finanzieren, der Antrag gestellt, die Ernährungsberatung in Stadtteilen mit erhöhtem 
Bedarf finanziell zu unterstü tzen. Da nicht alle beteiligten Krankenkassen zustimmten, 
wurde der Antrag abgelehnt. Auch der Antr ag auf einen Zuschuss aus der Gewinnaus-
schüttung der Sparkasse Münsterland Os t wurde abgelehnt. Im Rahmen eines Pro-
gramms der Stadt Münster, mit dem arme oder von Armut bedrohte Kinder unterstützt 
werden sollen, wird die Ernährungsberatung mit einem erweit erten Angebot als ein Bau-
stein zur Gesundheitsförderung eingebaut. Über die Familienzentren und in Kitas sollen 
nicht wie bisher nur die Kinder, sondern vermehrt auch die Eltern in Ernährungsfragen ge-

7
schult und begleitet werden. Zusätzlich zu den bisherigen und weit eren allgemeinen An-
geboten (z. B. in Sprachkursen, Frauentreff) so llen Familien, bei denen im Rahmen des 
Fallmanagements ein erhöht er Bedarf ersichtlich ist, indi viduell beraten un d betreut wer-
den (Einkaufstraining, Wochenpläne für Mahlzeiten passend zum Familienbudget). Das 
Programm soll im Frühjahr 2011 beginnen und ist bis 2014 geplant. 
Somit ist es gelungen, für beide Maßnahmen Wege zu finden, die eine Fortführung ermög-
lichen (wenn auch für die Ernährungsberatung mit Unterbrechung). 
Die Gesundheitskonferenz beschloss 2010  die Handlungsempfehlungen „Gesund auf-
wachsen in Münster“ als Zweites Gesundheitsziel für Münster. Mit dieser Zielsetzung ist 
verbunden, dass das Thema „Gesund aufwachse n in Münster“ fortlaufend von der Ge-
sundheitskonferenz über einen Arbeitskreis bear beitet und unterstützt wird. In den in der 
Gesundheitskonferenz vertretenen Institutionen wird dieses Ziel entsprechend kommuni-
ziert, unterstützt und ggf. werden Maßnahmen umgesetzt. Die Gesundheitskonferenz wird 
vom AK jährlich über die laufenden Aktivitäten mit einem Bericht informiert.  
Zunächst sollen für die Zielgruppe Kinder im Alter von 0 – 10 Jahren Handlungsempfeh-
lungen umgesetzt werden. Eine fortlaufende Dokumentation so ll die Entwicklung und Be-
ratung von weiteren Handlungs empfehlungen unterstützen. Langfristig sollen auch Ju-
gendliche als Zielgruppe und weitere Themenbereiche einbezogen werden. 
Aufgrund der Entscheidung der Gesundheitskonferenz vom 01. April 2009 und des Haupt-
ausschusses vom 09. Dezember 2009 ist die Gesundheitskonferenz Mitglied im Bundes-
bündnis gegen Depression geworden. Mit der Auftaktveranstaltung des „Bündnis gegen 
Depression Münster“ am 10. Februar 2010 im Rathaus-Festsaal wurde die Mitgliedschaft 
für die nächsten 3 Jahre eröffnet. Es sind un terschiedliche Veranstaltungen für die Öffent-
lichkeit sowie Fortbildungen für verschiedene Berufsgruppen geplant. In 2010 haben be-
reits das wöchentliche, kostenlose Beratu ngsangebot im Gesundheitshaus, am 01. Juli 
das Expertentelefon und am 02.  Dezember der Chatroom im  Internet stattgefunden. Von 
Oktober bis Dezember wurde im Kino cine ma ein Spot des Bündnisses gezeigt und ver-
schiedene Mitglieder haben in selb st organisierten Veranstaltungen z. B. einer Lesung 
zum Tag der Suizidprävention am 10. S eptember auch Themen wie die berufliche Wie-
dereingliederung oder Probleme von Angehörigen aufgegriffen.

8 
3. Produktübersicht 
 
Produktplan des Gesundheitsamtes  
Die Produktstruktur bildet di e Gliederung des Haushaltsplans der Stadt Münster. Die Auf-
gaben des Gesundheitsamtes sind komplett dem Produktbereich „Gesundheitsdienste“ 
und der gleichnamigen Produktg ruppe zugeordnet. Nachfolgend  eine Übersicht des Pro-
duktplans des Gesundheitsamtes: 
 
Nr. Produktbereich Nr. 
 
Produktgruppe Nr. Produkt 
07 Gesundheits- 
dienste 
 
    
  07.01 Gesundheits- 
dienste 
 
  
    07.01.01 Übergreifende Gesund-
heitsförderung 
 
    07.01.02 Kinder- und Jugend-
gesundheit 
 
    07.01.03 Ärztlicher Untersuchungs- 
und Gutachtendienst 
 
    07.01.04 Gesundheitsschutz 
 
    07.01.05 Gesundheitshilfen 
 
    07.01.06 Krankenhausumlage  
(reine Finanzposition)

9
Produkt: Übergreifende Gesundheitsförderung  
(incl. Projektmanagement, Gesundheitsberichter stattung, Gesundheitsplanung, internem und  
Vertragscontrolling) 
 
Kurzdarstellung 
Die gesundheitlichen Verhältnisse in der Stadt Münster werden beobachtet, erfasst und 
bewertet.  
Maßnahmen und Projekte zur Prävention u nd kommunalen Gesundheitsförderung werden 
über das Gesundheitsamt und die Kommunale Ge sundheitskonferenz initiiert und durch-
geführt. 
Es werden insbesondere folgende Aufgaben im Einzelnen wahrgenommen: 
• Kommunale Gesundheitsplanung 
• Gesundheitsberichterstattung 
• Gesundheitskonferenz, einschl. der Betreuung ihrer Arbeitsgruppen 
• Konzept- und Projektentwicklung sowie  Management des Gesundheitshauses 
• Durchführung von bzw. Beteiligung an übe rgreifenden Projekten zur Gesundheits-
förderung 
• Internes Controlling und Vertragscont rolling der geförderten Freien Träger 
Darüber hinaus führt die Stadt  Münster seit 2004 die Geschäfte des Gesunde Städte-
Netzwerkes der Bundesrepublik Deutschland. Das Spektrum der Dienstleistungen umfasst 
u. a. die bundesweite Koordina tion des Netzwerkes, die Vorb ereitung der strategischen 
Planungen und Positionierung des Netzwerk es, Geschäftsführungsarbeit gegenüber Bun-
desministerien, Bundesverein igungen, Bundesverbänden und In stitutionen, Vorbereitung 
von Symposien und der jähr lich stattfindenden Mitgliederversammlung, Beratung neuer 
Mitglieder, Pflege des Internetauftritts, Herausgabe der Gesunde Städte-Nachrichten, Ver-
tretung der Netzwerkmitglieder, ihrer Ziele und Interessen auf Bundesebene. Diese Auf-
gaben haben eine bundesweite Ausr ichtung. Die Stadt Münste r wird damit als ein beson-
derer Gesundheitsstandort bund esweit, wahrgenommen. Er fahrungen und Erkenntnisse 
aus der Gesunde Städte-Arbeit werden der kommunalen Gesundheitsförderung für Müns-
ter zugeführt und ermöglichen so die Umsetzung regionaler Maßnahmen unter dem Label 
„Gesunde Stadt“.

10 
Ressourcen  
• Stellen (gem. tatsächlicher Ar beitszeit; Stand: 31.12.2010) 4,1  
• Aufwendungen gesamt 470.843 € 
davon  
Personalaufwendungen  302.393 € 
Zuschüsse an  
o Tumor-Netzwerk Krebsberatung im  Münsterland e.V. 30.680 € 
o Deutsche Multiple Sklerose-Gesellschaft Münster e.V. 19.980 € 
• Erträge 120.307 € 
• „ Zuschussbedarf“ für das Produkt (ohne Gebäudeaufwendungen) 350.536 €  
 
Eckdaten/TOP-Kennzahlen 
Ab 2012 sollen neue und für dieses Produkt au ssagekräftigere Kennzahlen die bisherigen 
Leistungsdaten in der Produktbeschreibung erse tzen. Diese sind – noch ohne Zahlenwer-
te – nachfolgend abgebildet. 
 
Bezeichnung 
 
2008 2009 2010
• Sitzungen der Gesundheitsk onferenz und ihrer Arbeits-
kreise 
17 16 5
• Öffentliche Veranstaltungen zur kommunalen Gesund-
heitsförderung 
Planzahl: 10
Diese Kennzahl ist neu und 
wird erst ab 2011 erhoben.
• Projekte in Kooperation mit dem Gesunde-Städte Netz-
werk 
Planzahl: 1
Diese Kennzahl ist neu und 
wird erst ab 2011 erhoben.
• Öffentliche Veranstaltu ngen im Gesundheitshaus  Planzahl: 1.750
Diese Kennzahl ist neu und 
wird erst ab 2011 erhoben.

11
Ziel im Haushaltsplan 2010 
 
Unterstützung und Förderung von gesundhei tsfördernden Lebensbedingungen und Le-
bensweisen durch Erfassung und Analyse des  Ist-Zustandes sowie Entwicklung von Maß-
nahmen. Hierzu dient beispielhaft folgendes Indikatorziel:  
 
Ziel:  Durch systematisches Controlling  der Umsetzungsmaßnahmen soll erreicht 
werden, dass die von der Gesundheit skonferenz beschlossenen Handlungs-
empfehlungen zu mindestens 60 % inner halb eines Jahres umgesetzt wer-
den. 
Zielkennzahl Anzahl umgesetzter Handlungs empfehlungen innerhalb eines Jahres nach 
Beschlussfassung (in %) 
Ergebnis 2010: 38 % 
 
Anmerkung: Ab dem Haushaltjahr 2012 soll das Ziel zu dies em Produkt, das in der Pro-
duktbeschreibung im Haushaltsplan abgebildet ist, wie folgt umformuliert werden: 
Unterstützung und Förderung von gesundhei tsfördernden Lebensbedingungen und Le-
bensweisen durch Erfassung und Analyse des  Ist-Zustandes sowie Entwicklung von Maß-
nahmen. Zu diesem Zweck wird jährlich ein Sc hwerpunktthema definiert. Dazu werden 
Handlungsempfehlungen entwickelt. 
 
 
Arbeitsbericht  
Rückblick und Erläuterungen 2010 
 Gesunde Städte-Sekretariat 
Nach einem in 2010 begonnenen Entscheidungsprozess haben sich die Stadt Müns-
ter und die Mitglieder des Gesunde Städte-Netzwerks (GSN) , vertreten durch den 
Sprecherinnen- und Sprecherrat, Anf ang 2011 auf eine Weit erführung der Ge-
schäftsaufgaben durch die Stadt Münster bis zum Jahr 2015 verständigt. Zugleich 
wurde eine Personalkostenerstattung ab 2012 in Höhe von 18.000 € jährlich für diese 
Aufgabe durch die Mitgliedskommunen des GSN beschlossen. 
 Umsetzung des Migrationsleitbildes 
Der Prozess zur Umsetzung des Migrationsleit bildes konkretisierte sich in 2010 mit 
der Entwicklung einer Matrix, welche Proj ekte durchgeführt und welche Ziele des 
Migrationsleitbildes damit erreicht wer den. Zudem fand ein zwei tägiges Praxissemi-
nar für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeite r des Gesundheitsamtes zum Thema „Der 
Umgang mit Menschen aus ander en Kulturen“ statt. Aktuell und in 2012 geht es im 
weiteren Umsetzungsprozess um die Identif izierung von verfügbaren und verwertba-
ren Daten für Indikatoren zur Messung der Zielerreichung für die Ziele des Migrati-
onsleitbildes im Handlungsfeld Gesundheit.

12 
 Modellprojekt „Gesund aufwachsen in … Münster“  
Im Rahmen des Modellprojektes wurden in 2010 noch die Maßnahmen „Familienhe-
bamme“ und „Ernährungsberatung“ fortgeführt und vom Bund gefördert. Auftrag für 
das letzte Förderjahr war, diese beiden Maßnahmen dauerhaft zu verstetigen. Für 
die Sprechstunden der Familienhebamme wur de dies über einen  Zuschuss aus der 
Gewinnausschüttung der Sparkasse Münsterland Ost an die Stadt Münster erreicht. 
Für die Ernährungsberatung wurden sowohl bei den Krankenkassen als auch beim 
Sparkassenfonds Anträge gestellt, die jedoch nicht bewilligt werden konnten. In 2011 
ist eine Aufnahme in das Maßnahmenpr ogramm einer kindbezogenen Armutsprä-
vention gelungen (vgl. auch Produkt „Kinder- und Jugendgesundheit).  
 Gesundheitskonferenz  
Die Gesundheitskonferenz hat auf ihrer Sitzung am 03. März 2010 das 2. Gesund-
heitsziel „Gesund aufwachsen in Münster“  mit zahlreichen Handlungsempfehlun-
gen beschlossen. Die Handlungsempfehlungen haben zunächst Kinder im Alter von 
0 – 10 Jahren und die Menschen und Institutionen, die mit ihnen arbeiten, im Blick. 
Thematisch stehen die Stär kung der Lebenskompetenzen, Ernährung, Bewegung 
und Stressbewältigung im Vordergrund. 
Außerdem wurden die Handlungsempfehlungen „Gesund älter werden in Müns-
ter – Gut ernährt und wirklich fit“ (2. Teil) verabschiedet. Dieser Schwerpunkt zum 
Thema Ernährung stellt untersc hiedliche Probleme von Üb ergewicht der unter 70-
jährigen zu Mangelernährung der über 80-jährigen in den Mittelpunkt.  
 Gesundheitsberichterstattung 
In der Reihe „Gesundheitsberichte“ ist in 2010 als Band 16 vom Gesundheitsamt ein 
Zwischenbericht über die „Entwicklung des Versor gungsangebotes für psy-
chisch kranke Menschen in Münster“ herausgegeben und in  mehreren Fachaus-
schüssen vorgestellt worden. 
 Gesundheitshaus  
Auch in 2010 war das Gesundheitshaus, das von den städtisch verwalteten Stiftun-
gen Magdalenenhospital und Si verdes getragen wird, wieder  Veranstaltungsort zahl-
reicher Angebote im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention, die in zwei 
Halbjahresprogrammen veröffentlicht wurd en. Das Gesundheitsamt hat sich neben 
der Geschäftsführung und Koordination für das Gesundheitshaus auch aktiv an der 
Programmgestaltung beteiligt. Schwerpunktveranstaltungen , an denen das Ge-
sundheitsamt in 2010 inhaltlic h und organisatorisch mitgewir kt hat, waren u. a. die 
Reisebörse, der Männertag, der Informati onstag Schule für Familien mit behinder-
ten/entwicklungsverzögerten Kindern, Veranstaltunge n und Kampagnen zur gesun-
den Ernährung in Grundschulen und beim Atlantis-Sommerferienprogramm.

13
Aktuelles 2011 
 Der neue Gesundheitsrahmenbericht (Reihe „Gesundheitsberichte“, Band 17) ist 
im Frühjahr 2011 der Gesundhe itskonferenz und dem Ausschuss für Soziales, Ge-
sundheit und Arbeitsförderung vorgestellt worden. 
 Herr Espei, der für das Gesundheitsamt die Geschäftsführung des Gesundheits-
hauses seit dessen Errichtung wahrgenommen hat, hat zum 01. Mai 2011 eine neue 
Stelle in der Stadtverwal tung angetreten. Frau Noll is t die neue Ansprechpartnerin 
des Gesundheitsamtes im Gesundheitshaus. Anstelle der früheren 1,0 Stelle steht 
hierfür künftig jedoch nur noch eine 0,6 St elle zur Verfügung, da der Personalkosten-
zuschuss aus Stiftungsmitteln gesenkt werden so ll. Anteilig soll dies durch eine stär-
kere Beteiligung der im Gesundheitshaus ans ässigen Mieter und Ehrenamtlichen am 
Betrieb des Hauses ausgeglic hen werden. Erste Gesprä che hierzu wurden inzwi-
schen geführt. 
 Im ersten Halbjahr 2011 ist im Gesundheitshaus ein Büro der „Ambulanten Diens-
te / Ambulant betreutes Wohnen“ der Stift Tilbeck GmbH als neuer Mieter einge-
zogen.  
 Mit dem Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit (LIGA) ist unter dem Titel „check 
your kid“ im Frühjahr 2011 eine gemeinsame Akti onswoche zur Motivation der El-
tern, ihre Kinder im Rahmen der U-Unte rsuchungen der Kinderärztin/dem Kinderarzt 
vorzustellen (speziell U8 und U9), durchgeführt worden. In  diesem Rahmen wurden 
u. a. Info-Stände in der Innenstadt, bei der Münster-Tafel und beim Jobcenter Kin-
derhaus (in Kooperation mit dem MiMi-Projekt) betreut sowie unter Teilnahme der 
Landesgesundheitsministerin, Frau Steffens, ein Aktionstag im Zoo durchgeführt. 
 Der Arbeitskreis der Gesundheitskonferenz „Gesund älter werden“ hat den drit-
ten und letzten Teil der Handlungsempfehl ungen „Gesund älter werden in Münster“ 
mit dem Schwerpunkt „Psychische Gesund heit und soziale Teilhabe“ der Gesund-
heitskonferenz am 30. März 2011 vorgelegt.

14 
Produkt: Kinder- und Jugendgesundheit 
 
 
Kurzdarstellung 
Das Gesundheitsamt hat u. a. die Aufgabe, Kinder und Jugendlic he vor Gesundheitsge-
fahren zu schützen und ihre Gesundheit zu fördern. Daher sind alle Leistungen des Amtes 
für die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen in diesem Produkt gebündelt. Für die viel-
fältigen Aufgaben hält das Ge sundheitsamt in der Abteilu ng für Kinder- und Jugendge-
sundheit den Kinder- und Jugendärztlichen Dienst, die Bera tungsstelle „Frühe Hilfen im 
Gesundheitsamt“ und den Kinder- und Jugendzahng esundheitsdienst vor. Ebenfalls die-
sem Produkt zugeordnet sind die Kinder- und J ugendpsychiatrischen Hilfen, die jedoch in 
der Abteilung „Sozialpsychiatrischer Dienst“ organisatorisch angesiedelt sind. 
 
Ressourcen  
• Stellen (gem. tatsächlicher Ar beitszeit; Stand: 31.12.2010)  26,2  
• Aufwendungen gesamt 2.126.855 € 
davon  
Personalaufwendungen  1.635.663 € 
Zuschüsse an  
o Verein für Mototherapie und psychomotorische  
 Entwicklungsförderung e.V. 46.020 € 
o Kinderneurologie-Hilfe Münster e.V. 15.000 € 
• Erträge 79.166 € 
• „Zuschussbedarf“ für das Produkt (ohne Gebäudeaufwendungen)  2.047.689 €

15
Eckdaten/TOP-Kennzahlen 
Die für die Kinder- und Jugendgesundheit zuständigen Mitarbeiter/-innen des Gesund-
heitsamtes erfüllen ausgehend von den verschiedenen gesetzlich fi xierten Aufträgen zahl-
reiche Aufgaben im Dienste der Gesundheitsfö rderung und Prävention. Es bestehen zu 
diesem Zweck Kontakte zur Bevölkerung und zu anderen professionellen Akteuren auf 
den verschiedensten Ebenen. Ein großer Anteil der Aufgaben wird  vor Ort z. B. in Schu-
len, Kindertagesstätten oder aufsuchend in Familien erfüllt.  
Die folgende Tabelle gibt daher Kennzahlen wieder, die Anhaltspunkte für die Entwicklung 
der Arbeitsbereiche geben. 
 
Bezeichnung 
 
2008 2009 2010
• Schuleingangsuntersuchungen  2.358 2.456 2.381
• Schulentlassuntersuchungen  233 538 394
• Schulsprechstunden (in Stunden) 463 571 625
• Betriebsmedizin vor Ort (Anzahl Termine) 324 336 434
• Betriebsmedizin telefonische Beratung (Fälle) 124 749 112
• Begutachtungen nach dem Schulgesetz  308 366 408
• Amtsärztliche und sonstige Gutachten  548 605 448
• Sprachheilambulanz: Kinder in Betreuung  
o davon Neuvorstellungen 
255 
127 
265 
145 
210
122
• Schulzahnärztlich untersuchte Kinder 16.126 15.993 15.075
• Veranstaltungen zur zahnärztlichen Gruppenprophylaxe 198 312 316
• Veranstaltungen zur Ernährungsberatung 62 75 100
• Kinder und Jugendliche in  Betreuung der Beratungs-
stelle 
766 828 819
• Kinder in heilpädago gischer Frühförderung 124 143 151
• Zahl der durch die Familienhebamme betreuten Frauen  95 95 125
• Betreuungstermine für Schwangere und junge Mütter 
(Anzahl Termine)  
633 712 998
• Kinder- und Jugendpsychiatrisc he Hilfen (Anzahl Kinder, 
Jugendliche und junge Volljährige) 
k. A. 168 267

16 
Ziele im Haushaltsplan 2010 
 
Frühzeitige Identifizierung von Krankheiten, Behinderungen,  Entwicklungs- und Verhal-
tensauffälligkeiten und deren positive Be einflussung durch Beratung und Vermittlung adä-
quater Förder- und Behandlungsmaßnahmen sowie Schutz vor vermeidbaren Krankheiten 
(z. B. durch Impfung) und optimale Einbindung aller Kinder in das Regelversorgungssys-
tem des Gesundheitswesens. Hierzu dienen beispielhaft folgende Indikatorziele: 
 
1. Ziel: Bei Schulanfängern soll ein Masern-Durchimpfungs grad von mind. 95 % durch 
Impfstatusanalyse und  Impf beratung bei jeder Untersuchung sowie durch Öffentlich-
keitsarbeit erreicht werden 
Zielkennzahl:  Masern-Durchimpfungsgrad  (in %) 
Ergebnis 2010: 96 % 
Anmerkung: Ab dem Jahr 2012 soll anstatt des Masern-Durchimpfungsgrades der Masern-
Komplettschutz (zweifache Masernimpfung) als Maßstab herangezogen werden. 
 
2. Ziel: Bei den kinderärztlichen Früherkennungsuntersuchungen soll eine Teilnahmequote 
von mind. 95% durch Analyse der Vorsorgedat en und Beratung bei jeder Untersuchung 
sowie durch Öffentlichkeitsarbeit erreicht werden 
Zielkennzahl:  Teilnahme quote an kinderärztlichen Fr üherkennungsuntersuchungen 
(mind. 8 von 9 Vorsorgeuntersuchungen, in %) 
Ergebnis 2010:  93 % 
 
3. Ziel: Die Zahngesundheitsquote von höchstens 20 % behandlungsbedürftiger Gebisse 
soll bei der Gesamtzahl der untersuchten Kinder  in Kindergärten, Grund- und Förderschu-
len durch Erhebung des Ist-Zustandes, Durc hführung von Prophylaxe-Maßnahmen und 
Information der Eltern sowie Multiplikatoren erhalten werden 
Zielkennzahl:  Quote von behandlungsbedürftig en Gebissen bei der Gesamtzahl der un-
tersuchten Kinder (in %) 
Ergebnis 2010:  20 % 
 
Das nachfolgende Ziel ist in der Produktbesch reibung im Haushalt splan 2010 und 2011 
noch dem Produkt „Gesundheitshilfen“ zugeordnet: 
Die Inanspruchnahme des Hilfeangebotes der Familienhebamme soll durch offene He-
bammensprechstunden in Kitas in Stadtteilen mit besonderen Bedarfen gesteigert werden. 
Zielkennzahl: 350 Hebammensprechstunden in den Kitas/Jahr  
Ergebnis 2010:  498 
 
 
 
Arbeitsbericht 
Rückblick und Erläuterungen 2010 
 Frühe Hilfen im Gesundheitsamt 
Im Bereich der Frühen Hilfen hat es Umstru kturierungen gegeben. Alle Eltern wün-
schen sich eine gesunde Entwicklung für ihr Kind. Doch häufig kommt es zu Proble-
men. Hier bietet die Beratungsstelle Fr ühe Hilfen im Gesundheitsamt Unterstützung 
bereits in der Schwangerschaft, aufsuchende Hilfen in Einrichtu ngen oder zu Hause 
sowie Frühförderung für entwickl ungsverzögerte Kinder. Durc h diese Hilfen „aus ei-
ner Hand“ durch ein multiprofessionelles Team wird sichergestellt, dass Frauen, Kin-

17
der und Familien die Unterstützung bekommen, die sie individuell benötigen. Die Be-
ratungsstelle übernimmt hier die Clearing-  und Lotsenfunktion und trägt mit ihrer Ar-
beit zur kindbezogenen Armutsprävention in Münster bei. 
 Schulärztliche Untersuchungen 
Der Kinder- und Gesundheitsdienst des Gesundheitsamtes führt jährlich in Kinderta-
geseinrichtungen schulärztliche Untersuc hungen von Kindern im  letzten Kindergar-
tenjahr durch. Damit wer den Aufgaben der Schuleingangsuntersuchung mit Vorsor-
geaufgaben nach dem Kinderbildungsgesetz (§ 10) synergistisch verbunden. Seit 
mehreren Jahren ist damit in allen Kindertagesstätten und Familienzentren mit einem 
hohen sozialkompensatorischen Versorgungsbedarf eine annähernd 100%ige aufsu-
chende schulärztliche Betreuung gegeben.  
Insbesondere die Kinder von Familien mit einem besonderen Unterstützungsbedarf 
werden damit noch deutlich vor der Schulanmeldung im Kindergartenalter erreicht. 
 Schulentlassuntersuchungen und Schulsprechstunden 
Neben der Unterstützung von Familien mit Kindern im Vorschulalter besteht ein be-
sonderer kompensatorischer Bedarf bei d en 15 bis 16-jährigen Jugendlichen am En-
de der Schullaufbahn. Diese Altersgruppe wird  von der primärmedizinischen Versor-
gung kaum noch erreicht. In der Vergangenheit wurden für diesen Bedarf vorwiegend 
Schulentlassuntersuchungen und Schulsprechstunden sowie in besonderen Fällen 
Einzelfallberatungen angeboten. Es registriert nicht nur der schulärztliche Dienst 
wachsende Probleme bei dieser Teilgruppe  im Jugendalter. Bei steigendem Bedarf 
und zugleich begrenzten Ressourcen ist hier zukünftig eine passgenaue Neuausrich-
tung der Angebote in Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit geplant.  
 Betriebsmedizinische Aufgaben 
Der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst „nimmt  für Gemeinschaftseinrichtungen, 
insbesondere in Tageseinrichtungen fü r Kinder und Schulen, betriebsmedizinische 
Aufgaben war“ (§ 12.2 Gesetz für den öff entlichen Gesundheitsdienst NRW). Damit 
schließt der Gesetzgeber die ‚betriebsmedizinische Lücke’ für Kinder am ‚Arbeitsplatz 
Schule’ bzw. ‚Arbeitsplatz Kindertagesstätte’. Neben der beratenden Unterstützung 
bei der Betreuung / Integration chronisch kranker oder behinderter Kinder und Ju-
gendlicher steht die Beratung und Betreuung in den Bereichen von Infektionsschutz 
und Hygiene im Vordergrund.  
Als Kennzahlen für diese Tätigkeit eignen sich die Anzahl von unmittelbaren Kontak-
ten des schulärztlichen Dienstes in die Einrichtungen (Betriebsmedizin vor Ort) sowie 
die Anzahl von Fallberatungen aufgrund nicht meldepflic htiger Erkrankungen über 
die Telefon-Hotline (Betriebsmedizin telefonische Beratung) In 2010 kam es zu örtli-
chen Ausbrüchen von Keuchhusten und Verdachtsfällen von Masern, die Maßnah-
men über den Infektionsschutz des Einzelnen hinaus erforderlich machten. 
 Zahngesundheit 
Die Entwicklung der Zahngesundheit  liegt auf einem recht guten Niveau und ist 
differenziert zu sehen: Die Anzahl der na turgesunden Gebisse ist weiter gestiegen 
(auf 52,7%), während anderer seits die unbehandelte Karies  wieder leicht zugenom-
men hat (19,8%). Die Anzahl der behandelten Kinder hat al s Folge abgenommen 
(27,5%).

18 
Kinder des offenen Ganztagsbereichs der Al bert-Schweitzer-Schule (Förder-
schule Schwerpunkt Lernen) wurden in Zusammenarbeit mit dem Verein SEHT 
(Selbständigkeitshilfe bei Teilleis tungsschwächen Münster e. V.)  im Zahnärztli-
chen Dienst untersucht, einer Behandlung unterz ogen und durch Angs tabbau eine 
zukünftige Behandlung ermögl icht sowie durch Unterwei sungen eine akzeptable 
Zahnpflege initiiert; es handelt sich hier insbesondere um Kinder aus belasteten Le-
benslagen.  
Der Tag der Zahngesundheit  wurde 2010 im Rahmen ei ner Woche vom 27.09 - 
01.10. im Schulzentrum Ro xel unter Einsatz von „K ariestunnel und Zahnputzbrun-
nen“ für alle Schüler der Klassen 1- 6 der Grund-, Haupt- und Förderschule began-
gen. Insgesamt nahmen fast 500 Schüler an den  vielfältigen Aktionen teil, die nach-
haltig in Erinnerung blieben und als effektiv e Präventionsmaßnahme auch in Zukunft 
in ähnlicher Form angeboten werden.  
  Familienhebammen   
Im Jahr 2010 wurden 125 Frauen durch die Familien hebammen betreut. Da inzwi-
schen vier Hebammen als Honorarkräfte für das Gesundheitsamt tätig sind, konnte 
diese Zahl erreicht werden.  Der Erstkontakt erfolgt mö glichst schon in der Schwan-
gerschaft. Die freiberuflichen Hebammen re chnen zunächst ihre Leistungen direkt 
mit den Krankenkassen ab. Erst wenn das nicht mehr möglich ist, erfolgt die Abrech-
nung über Projektmittel des  Gesundheitsamtes. So wu rden 2010 998 Hausbesuche 
abgerechnet. Die Anzahl der Besuche ist je nach Fallintensität sehr unterschiedlich.  
 Darüber hinaus wurden 2010 in 17 ausgewählten Familienz entren / Kindertagesstät-
ten 498 Hebammensprechstunden angeboten. Hier konnten ab September 2010 die 
Stadtteile Gievenbeck und Angelmodde / Osthuesheide mit einbezogen werden. 
 Da mehr Hebammen als Honorarkrä fte eingesetzt wurden und die Hebammen-
sprechstunden in den Kindertagesstätten aus gebaut werden konnten, stieg die Zahl 
der Betreuungstermine auf annähernd 1.000. 
 Kinder- und Jugendpsychiatrische Hilfen  
Die Kinder- und Jugendpsychiatrischen Hilfen  des Gesundheitsamtes waren 2010 – 
trotz guter ambulanter Ve rsorgungslage in Münster – deutlich angestiegen. Es wur-
den insgesamt 267 Kinder, Jugendliche und j unge Volljährige betreut. Die Ursachen 
hierfür liegen v. a. in der wachsenden Anzahl Minderjähriger, die sich aus allen so-
zialen Bezügen zurückziehen und durch hohen Medienkonsum beeinträchtigt sind. 
Das Gesundheitsamt gewährleistet hier als einzige Institution aufsuchende psychiat-
rische Hilfen. Außerdem wuchsen 2010 auch die Hilfen für belastete Risikogruppen, 
v. a. für Kinder psychisch kranker Eltern . 199 psychisch erkrankte Eltern, davon 57 
mit Migrationsvorgeschichte, erhielten 2010 in enger Kooperation mit allen beteiligten 
Institutionen Diagnostik, Beratung und Hilfestellungen. Mehr als zwei Drittel der psy-
chisch erkrankten Eltern waren Mütter.  
 Durch eine verbesserte personelle Aussta ttung (seit Oktober 2010: eine Facharzt-
stelle, zwei Teilzeitstellen Sozialpädagogik ) konnten die Hilfen qu alitativ und quanti-
tativ für Betroffene verbessert werden.  
 Ferner wurde sehr erfolg reich im Projekt  „Bündnis gegen Depression bei Kindern 
und Jugendlichen“ mitgewirkt.

19
Aktuelles 2011 
 2011 wird eine Umst rukturierung der schulärztlichen Betreuung der älteren Schü-
lerinnen und Schüler in Haupt- und Förderschulen begonnen. Hierbei ist eine In-
tensivierung des Austausches mit der Schulsozialarbeit des Amtes für Kinder, Ju-
gendliche und Familien vorgesehen. Vor dem  Hintergrund der bestehenden Res-
sourcen und den wachsenden / sich ändernden Bedarfen bei dieser Gruppe soll eine 
Optimierung von Prävention und Gesundhei tsförderung in enger Zusammenarbeit 
mit den Aufgaben der Jugendhilfe in dieser Altersgruppe erfolgen.  
 Die Fachstelle „Frühe Hilfen“ baut Ihre Angebote zur kindbezogenen Armutsprä-
vention in Münster weiter aus. Konkret beschlossen sind die Aufstockung im Bereich 
der Ernährungsberatung um 10 Std./Woche (Ernährungsschule in Kindertagesein-
richtungen und Fallmanagement „Ernährung in Familien“) sowie der Einsatz einer 
Kinderkrankenschwester / Sozialmedizinischen Assistentin im Umfang einer 0,5 Stel-
le für den Ausbau der Präventionskette für Kinder ab dem 1. Lebensjahr (vgl. Vorlage 
V/0239/2011).  
  Im Arbeitskreis Zahn gesundheit wurde eine neue Honorarkraft für die Gruppen-
prophylaxe eingestellt, die speziell für ei n neu entwickeltes Grundschulprogramm 
(modifiziertes Arbeiten an Stationen) eingesetzt wird.  
 Der Kinder- und Jugendpsyc hiatrische Bereich  füllt mittlerweile eine eigene 
Fachstelle im Sozialpsychiatrischen Dienst aus. Der Prozess der Weiterentwicklung 
von Arbeitsstandards und der Optimierung von Arbeitsabläufen wird in der Fachstelle 
2011 fortgesetzt.  
 Seit dem 01. Juli 2011 wirkt eine Fachärztin  auf Honorarbasis in der Fachstelle mit, 
um die gutachterlichen Aufgaben gemäß § 35a SGB VIII zu sichern.  
 Die Handlungsempfehlunge n und Checklisten zum Ki nderschutz bei drogenabhängi-
gen Schwangeren und Eltern werden 2011 mit allen beteiligten Institutionen überprüft 
und ggf. erweitert.  
 Detaillierte Angaben zu den kinder- und j ugendpsychiatrischen Planungen können 
dem aktuellen Zwischenbericht zur kinde r- und jugendpsychiatri schen Versorgung 
entnommen werden (Berichtsvorlage V/0472/2011).

20 
Produkt: Ärztlicher Untersuchungs- und Gutachtendienst 
 
 
Kurzdarstellung 
Das Gesundheitsamt erstellt im Auftrag ärztliche Zeugnisse und Gutachten auf der Grund-
lage entsprechender Rechtsvor schriften als Entscheidungshilf e für externe Behörden und 
die Stadtverwaltung. 
Außerdem werden im Auftrag des Personal- und Organisationsdezernates betriebsärztli-
che Aufgaben für die ca. 5.750 Mitarbeiteri nnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung 
wahrgenommen.  
Im Rahmen des amtsärztlichen Gutachtenwesens werden insbesondere folgende Begut-
achtungen vorgenommen: 
• Gutachten nach Beamten- und Tarifrecht  (z. B. bei Berufungen in das Beamten-
verhältnis, Einstellungen, Dienstfähigk eiten, Reha-Maßnahm en, Beihilfegewährun-
gen) 
• Gerichtsärztliche Gutachten (z. B. Pr ozess-, Verhandlungs- und Haftfähigkeit) 
• Gutachten im Rahmen der Gewährung von Sozialleistungen (z. B. SGB II, SGB IX 
und SGB XII, Asylbewerberleistungsgesetz) 
• sonstige Gutachten (z. B. im Rahmen des Ordnungsrechts, Prüfungsatteste,  
Kindergeldgewährung, Bescheinigungen für Steuerpflichtige)  
Im Rahmen des Betriebsärztlichen Dienstes fü r die Stadtverwaltung Münster werden ne-
ben Beratungen und Informationsveranstalt ungen insbesondere arbeitsmedizinische 
Eignungs- und Vorsorgeuntersuc hungen sowie Impfungen für st ädtische Mitarbeiterinnen 
und Mitarbeiter durchgeführt. 
 
Ressourcen  
• Stellen (gem. tatsächlicher Ar beitszeit; Stand: 31.12.2010) 9,5  
• Aufwendungen gesamt  912.114 € 
davon  
Personalaufwendungen  619.695 € 
• Erträge
  326.372 € 
• „Zuschussbedarf“ für das Produkt (ohne Gebäudeaufwendungen)  585.742 €

21
Eckdaten/TOP-Kennzahlen  
 
Bezeichnung 
 
2008 2009 2010
• Amtsärztliche Zeugnisse und Gutachten (ohne SGB IX)  2.720 3.156 2.936
• Begutachtungen nach SGB IX  
(Prüfung der Schwerbehinderteneigenschaft  
incl. Gutachten durch Honorarärzte) 
8.805 10.383 11.237
• Betriebsärztliche Vorsorgeuntersuchungen 696 693 1.013
• Impfungen für städt. Mitar beiterinnen und Mitarbeiter 814 945 745
 
 
Ziel im Haushaltsplan 2010 
 
Erstellen einer zeitnahen und aussagkräftigen Entscheidungshilfe für den Auftraggeber, 
hierzu dient beispielhaft folgendes Indikatorziel: 
Mindestens 90 % der Gutachtenaufträge sollen jeweils innerhalb von 6 Wochen (ohne Zu-
satzbegutachtung) abgewickelt werden 
 
Zielkennzahl: Anteil der innerhalb von 6 Wochen durchgeführten Gutachtenaufträge (in 
%) 
Ergebnis 2010:  75 % 
 
 
Arbeitsbericht 
Rückblick und Erläuterungen 2010 
 Amtsärztliche Gutachten 
Die Quote von 75% Gutachtenaufträgen, die innerhalb von 6 Wochen nach Auf-
tragseingang bearbeitet wurden, lag unterhalb des Zielwertes von 90%. Die Haupt-
gründe dafür waren eine Stellenv akanz im Ärztlichen Dienst im ersten Halbjahr 2010 
sowie der überdurchschnittlic h hohe Aufwand für betriebs ärztliche Eignungs- und 
Vorsorgeuntersuchungen. 
  Begutachtungen nach SGB IX (Prüfung der Schwerbehinderteneigenschaft) 
Die Zahlen für die Durchführung von gutachtlichen Stellungnahmen und Untersu-
chungen zur Feststellung des Grades der Behinderung incl. der Beteiligung bei ent-
sprechenden Widersprüchen und Klageverf ahren vor dem Sozialgericht sind seit 
2008 kontinuierlich gestiegen. Die in 2008  hierzu im Gesundheitsamt eingerichtete 
0,66 Arztstelle ist im Juni 2010 auf Vo llzeit aufgestockt worden. Im Gegenzug muss-
ten jedoch die Mittel für Honorarärzte entsprechend gekürzt werden.

22 
Zum Aufgabengebiet der eingestellten Ärztin gehörte weiterhin di e Qualitätssiche-
rung der durch Außengutacht er durchgeführten Begutachtungen sowie die kontinu-
ierliche Anleitung und Information über Neuerungen der Versorgungsmedizinverord-
nung. In diesem Rahmen erfolgte auch 2010 weiterhin die Leitung eines von der Ärz-
tekammer anerkannten Qualitätszirkels für die Begutachtung im Schwerbehinderten-
recht im Regierungsbezirk Münster, der auch 2011 fortgeführt wird. 
  Betriebsärztliche Vorsorgeuntersuchungen 
Die hohe Anzahl von Vorsorgeuntersuchungen in 2010 resultiert insbesondere aus 
einem überdurchschnittlich großen Volumen an Untersuchungen für Mitarbeiter des 
Tiefbauamtes, die aufgrund einer Zertifizierung des Tiefbauamtes noch in 2010 
durchgeführt werden mussten. 
Aktuelles 2011 
 Der Betriebsmedizinische Dienst für die Stadtverwaltung Münster ist zum 01. Juni 
2011 aus der bisherigen Abteilungsstruktur  des Gesundheitsamtes herausgelöst und 
als Stabstelle der Amtsleitung direkt z ugeordnet worden. Dadurc h soll künftig die 
Trennung der amtsärztlichen und der betriebsärztlich en Aufgabenerledigung noch 
deutlicher betont werden. 
  Zum 01. Januar 2012 we rden auch die ärztlichen Gutachten im Rahmen der SGB II 
– Leistungen in der Verantwortung des Gesundhei tsamtes erstellt und aus dem 
Budget des Jobcenters bezahlt. Die Vorber eitungen für diese um fangreiche Erweite-
rung des Produkts „Ärztlicher Untersuchungs- und Gutachtendienst“ haben bereits in 
der ersten Jahreshälfte 2011 begonnen. 
 Im ersten Halbjahr 2011 hat  das Gesundheitsamt eine überörtliche Fortbildungs-
veranstaltung mit ca. 65 Teilnehmerinnen und Te ilnehmern aus mehreren Kommu-
nen für die im Rahmen des SGB IX (Schwerbehindertenrecht) tätigen Außengutach-
ter in den Räumen des Gesundheitshauses organisiert und unter eigener Leitung 
durchgeführt.

23
Produkt: Gesundheitsschutz 
 
 
Kurzdarstellung 
Die Ausbreitung übertragbarer Krankheiten wird durch Aufklärung, Beratung, Untersu-
chung und Aufdeckung von Infektionsketten ver hütet bzw. bekämpft. Die Einhaltung der 
Hygienestandards z. B. bei Trinkwasserversorgungsanlagen, Krankenhäusern, Arztpra-
xen, Pflegeeinrichtungen und Gemeinschaftseinrichtungen wird überwacht.  
Das Gesundheitsamt klärt die Bevölkerung und Behörden weiterhin über gesundheitsge-
fährdende und gesundheitsschädigende Einflüsse aus der Umwelt auf und trägt zu ihrer 
Verringerung bei.  
Der Arzneimittelverkehr auf örtlicher Eben e wird überwacht und di e Bevölkerung über ei-
nen verantwortlichen Umgang mit Arzneimitteln aufgeklärt.  
Das Gesundheitsamt führt die Aufsicht über die Gesundheitsfachberufe und stellt den Prü-
fungsvorsitz bei den staatlichen Examina nichtärztlicher Heilberufe. 
 
Ressourcen  
• Stellen (gem. tatsächlicher Ar beitszeit; Stand: 31.12.2010) 13,8  
• Aufwendungen gesamt  1.299.987 € 
davon  
Personalaufwendungen 859.967 € 
Zuschüsse an  
o AidsHilfe Münster e.V.   224.230 € 
(davon 74.600 € „kommunalisierte“ Landesmittel)  
o DRK Westfalen-Lippe Jugendrotkr euz (Youth-Worker)  25.600 € 
(„kommunalisierte“ Landesmittel) 
• Erträge gesamt
 368.287 € 
• „ Zuschussbedarf“ für das Produkt (ohne Gebäudeaufwendungen)  931.700 €

24 
Eckdaten/TOP-Kennzahlen  
 
Bezeichnung 
 
2008 2009 2010
• Infektionsermittlungen nach Infektionsschutzgesetz 
(IfSG) ohne Gemeinschaftseinrichtungen für Kinder 
3.387 4.087 3.604
• Belehrungen nach § 43 IfSG (Umgang mit Lebensmitteln 
bzw. Tätigkeiten in Küchen) 
3.212 3.425 3.431
• TBC-Neuerkrankungen (Tbc = Tuberkulose) 20 19 17
• Vorladungen im Rahmen der TBC-Fürsorge 1.523 1.121 1.052
• Aids-/STI-Beratungen (STI = sexually transmitted infecti-
ons, deutsch: sexuell übertragbare Infektionen) 
1.930 2.312 2.460
• HIV-Antikörpertests  
o davon positiv 
• Untersuchungen auf Syphilis 
o davon positiv 
• Untersuchungen auf andere STI´s 
561 
3 
87 
4 
55 
640 
3 
82 
3 
67 
791
6
118
1
61
• Zielgruppenspezifische Pr äventionsveranstaltungen zu 
Aids und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten 
44 38 12
• überprüfte Einrichtung en im Rahmen Hygieneüberwa-
chung (z. B. Krankenhäuser, Laboratorien, Alten- und 
Pflegeeinrichtungen, Arztpraxen, Heime (z. B. Kinder-
heime), Bäder, Fußpflegepraxen, Tätowierstudios) 
117 54 182
• überprüfte Trinkwasseranlagen 371 303 515
• umweltmedizinische Ste llungnahmen in Genehmigungs-
verfahren  
178 190 292
• Genehmigungsverfahren nach BundesImmissions-
SchutzGesetz (BImSchG), Bauordnung (BauO), IfSG 
162 197 301
• Trinkwasserbefunde (Kleinan lagen, Eigen- und Einzel-
wasserversorgung) 
davon positiv  
 (d.h. in diesen Befunden wurden mikrobiologische oder physika-
lisch-chemische Auffälligkeiten (Überschreitungen) festgestellt)  
1.525 
 
178 
1.592 
 
168 
1.611
 
160
• Trinkwasser-Hausinstallationsproben 
davon positiv  
 (d.h. in diesen Befunden wurden mikrobiologische oder physika-
lisch-chemische Auffälligkeiten (Überschreitungen) festgestellt) 
 3.056 
577 
3.104
395

25
 
• umwelthygienische Beratungen (Beispiele: zur Hygiene 
(Krankenhaus, Altenheim, Schule, öffentl. Gebäude, 
Wohnungen u. a. Schimmelpilz), zum Trinkwasser, zum 
Immissionsschutz)  
davon aus dem Bereich Infektionsschutz 
 7.046 
 
 
2.978 
4.002
3.178
• Apotheken- und sonstige Betriebsbesichtigungen  76 86 68
• Abschlussprüfungen in Gesundheitsfachberufen 1.313 1.558 1.496
• Erlaubnisse zum Führen der Berufsbezeichnung 740 796 745  
 
Ziele im Haushaltsplan 2010 
 
Verringerung der Gesundheitsrisiken für die Bevölkerung durch Prävention, Aufklärung 
und qualitätssichernde Überwa chungsmaßnahmen. Hierzu dienen beispielhaft folgende 
Indikatorziele: 
 
1. Ziel: Die durchschnittliche Ausbruchdauer von Norovirusinfektionen in Krankenhäusern 
soll durch Beratungen, Hygieneüberwachungen etc. verkürzt/ begrenzt werden. 
Zielkennzahl: Durchschnittliche Ausbruchdauer  von Norovirusinfektionen (in Tagen)  
Ergebnis 2010:  12 
 
2. Ziel: Die Beanstandungsquote bei  Wasse rversorgungsanlagen -Kle inanlagen- (Trink-
wasserbrunnen) soll  durch Beratungen und Or tsbesichtigungen auf unter 10  % reduziert 
werden. 
Zielkennzahl: Gravierende M ängel bei Kleinanlagen (in %) 
Ergebnis 2010:  10 % 
 
 
Arbeitsbericht 
Rückblick und Erläuterungen 2010 
 Neue Grippe („Schweinegrippe“) 
 Als Pandemie H1N1 2009/10  wurde das globale Au ftreten von Influenza-
Erkrankungen bezeichnet, die durch eine im  Jahr 2009 entdeckte Influenzavirus-
Variante (H1N1) hervorgerufen werden. Ende April 2009 warnte die Weltgesund-
heitsorganisation (WHO) vor einer weltweit en Verbreitung (Pandemie). Anfang Juni 
2009 wurde die Warnung auf die höchste Ala rmstufe hoch gestuft. Die enorme Auf-
merksamkeit und der Umfang der getro ffenen Maßnahmen auch in Münster liegen 
darin begründet, dass ein anderer H1N1-Subtyp die Influenza-Pandemie 1919/20 
(„Spanische Grippe“) mit 50 Millionen Todesopf ern verursacht hatte. Die WHO hat 
nach mehr als einem Jahr im August 2010 für die Schweine- oder H1N1-Grippe die 
Phase der Pandemie für beendet erklärt. A llein In Münster sind in den Jahren 
2009/10 537 Infektionsfälle und 1 Todesfall  beim Gesundheitsamt gemeldet worden. 
Die Beratungszahlen im Infektionsschutz in 2009 sind auc h aufgrund dieser Pande-
mie stark angestiegen und im Jahr 2010 auf hohem Niveau geblieben.

26 
 Aufgrund der starken Personalbindung durch  die H1N1-Pandemie konnten andere 
Bereiche (Besichtigungen, z. B. von ambulant operierenden Arztpraxen) nicht im ge-
planten Umfang durchgeführt werden. 
  Genehmigungsverfahren (BImSchG, BauO, IfSG) 
Das Gesundheitsamt prüft und begutachtet  in Zusammenarbeit mit dem Bauord-
nungsamt Neu-, Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen von Krankenhäusern, Hei-
men, Schulen, Kindergärten, Lüftungsanlag en usw. unter hygienisch-technischen 
und gesundheitlichen Aspekten. Damit soll  der Hygiene und der Gesundheitsvorsor-
ge bereits bei der Planung derartiger Einrichtungen Rechnung getragen werden.  
Das Gesundheitsamt beurteilt die gesundheit liche Verträglichkeit des Vorhabens bei 
Genehmigungsverfahren nach dem Bundesi mmissionsschutzgesetz/ dem Gesetz 
über Umweltverträglichkeitsprüfung oder auch in Genehmigungsverfahren für Labore 
nach dem Gesetz zur Regelung der Gentechnik oder dem Infektionsschutzgesetz. 
Es hat sich in den letzten Jahren sehr deut lich gezeigt, dass eine stetig wachsende 
Anzahl von Anträgen (2008 (162), 2009 (197); 2010 (301)) hygienisch relevanter Ein-
richtungen zu verzeichnen ist. 
  Hygieneüberwachung - Überprüfte Einrichtungen 
Hygienische Überprüfungen sind ein wes entlicher Bestandteil der medizinischen 
Qualitätssicherung. Durch sie soll sicherge stellt und dokumentie rt werden, dass in 
Krankenhäusern und ander en medizinischen Einrichtung en die hygienischen Bedin-
gungen derart sind, dass die Wahrscheinlic hkeit von Gesundheitsschäden und  
-beeinträchtigungen bei Patienten und Mitar beitern durch Einhaltung anerkannter 
Regeln der Hygiene auf ei n unvermeidbares Mindestmaß reduziert wird. In den 
Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen können ohne ausrei-
chende hygienische Überprüfun gen Gesundheitsrisiken (z. B. durch falsche Desin-
fektion und Reinigung, fehlende Schutzausrüstung, Schadstoffe; Wasser führende 
Systeme; Raumlufttechnische-Anlagen; Instrumente) unerkannt bleiben und zu einer 
Gefährdung von Patientinnen und Patienten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 
führen. 
Die bisherigen Erfahrungen hab en gezeigt, dass trotz Schul ungen und Aufklärungen 
über die Notwendigkeit von unverzichtba ren hygienischen Maßnahmen diese oft 
nicht konsequent durchgeführt werden. K ontrollüberprüfungen können dazu beitra-
gen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Einrichtungen Verhaltensfehler vor 
Augen zu führen. 
  Trinkwasseranlagen 
Kleinanlagen 
Der Rückgang der Fallzahlen bei der Besi chtigung der Kleinanlagen zur Versorgung 
mit Trinkwasser lässt sich 2009 mit Planstellenveränderungen begründen. Im Jahr 
2010 wurde hier durch eine er höhte Priorisierung dieser Aufgabe eine deutlich höhe-
re Besichtigungszahl (515) erreicht. 
Hausinstallation 
In Verteilungsleitungen der Trinkwasserver sorgung und in der Hausinstallation kann 
es zur Kontamination des Wassers durch  hygienisch relevante Mikroorganismen 
kommen. In besonderem Maße unterliegen Krankenhäuser, Arztpraxen, Altenheime,

27
Pflegeheime, Kindergärten, Schulen, Sportstätten, Hotels, Kasernen und andere Ein-
richtungen der Überwachung durch das Gesundheitsamt.  
Es zeigte sich, dass in etwa 40 – 60 % der Proben aus Krankenhäusern, Altenhei-
men und Hallenbädern positive Legionellennachweise gefunden wurden! 
Von Legionellen und Pseudomonaden geht eine Gesundheitsgefahr aus. Gesamtziel 
der Überprüfung und Überwac hung durch das Gesundheitsamt bleibt, durch gesi-
cherte Kontrolle der Trinkwasser-Hausinst allation präventiven Gesundheitsschutz zu 
betreiben. 
 Multiresistente Keime (z. B. MRSA) 
Das Gesundheitsamt Münster nimmt an dem neuen EurSafety Health-net Projekt  
teil. Das Hauptziel des  Projektes ist die Stärkung der Patientensicherheit und der 
Schutz vor Infektionen. Konkret bedeutet das, die grenzüberschreitende Zusammen-
arbeit zum Schutz der Menschen vor Infekt ionsgefahren wie z. B. „Neue Grippe“ zu 
stärken, auf der anderen Seite aber auch Infektionen zu vermeiden, denen Patientin-
nen und Patienten behandlungsbedingt ausgesetzt sind. Hierbei ist insbesondere der 
Schutz vor Erregern mit Antibiotikaresiste nz (z. B. MRSA) von herausragender Be-
deutung, da der Anteil in Deutschland bis zu  20 mal höher liegt als in den Niederlan-
den.  
Der Schutz der Patientinnen und Patienten vor Infektionen und Antibiotikaresistenzen 
soll mittels Schaffung eines grenzüber schreitenden Qualitätsve rbundes möglichst 
vieler Teilnehmer des Ge sundheitswesens (PatientI nnen, Krankenhäuser, Arztpra-
xen, Gesundheitsämter, Labore u. a.) entlang des gesamten niederländisch-
deutschen Grenz-Euregio-Gebietes in den kommenden 5 Jahren realisiert werden, z. 
B. initiiert das Gesundheitsamt Münster das  Treffen eines MRSA-Qualitätszirkels der 
Hygienebeauftragten der Kliniken in Münster.  
Im Rahmen des EUREGIO MRSA-net haben sich die beteili gten Krankenhäuser zu 
einem Qualitätsverbund zusa mmengeschlossen. Hierbei si nd nahezu alle Kranken-
häuser und Kliniken der Region beteiligt. Die Krankenhäuser und Kliniken, die die 
EUREGIO Qualitätsziele im Ra hmen des Projektes erfüllt haben, um PatientInnen 
vor MRSA-Infektionen zu schützen, haben das EUREGIO MRSA-net Qualitäts- und 
Transparenzsiegel erhalten. Die Überprüfung erfolgt extern durch die Gesundheits-
ämter, die Projektleiter und das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit (LIGA).

28 
  Arzneimittelaufsicht 
Die Arzneimittelaufsicht des Gesundheitsamtes  hat sich verstärkt der Sicherstellung 
ordnungsgemäßer Herstellungsbedingungen für die Produktion steriler Arzneimit-
tel zugewandt. So wurden alle Hersteller ents prechender Arzneimittel im Stadtgebiet 
aufgrund des am Uniklinikum Mainz bekannt gewordenen Vo rfalls einer Arzneimittel-
kontamination einer intensivierten Be sichtigung unterzogen. Vergleichbare Aus-
gangsstoffe wie am Mainzer Klinikum wur den im hiesigen Klinikum auch verwandt. 
Veränderungen sowohl im Herstellungsverfahren als auch im Hygienemanagement 
wurden angestoßen und werden weiter begleitet.  
Weitere Arbeitsschwerpunkte der Arzneimittelaufsicht waren Besichtigungen in Al-
tenheimen, um die ordnungsgemäße Durchführung der Arzneimittelversorgung dort 
durch vertraglich dazu verpflichtete Apot heken nachzuhalten und die erstmalige flä-
chendeckende Überprüfung des Betäubungsmittelverkehrs in Arztpraxen aller 
Fachrichtungen. Letzteres war zuvor nur auf Praxen mit Substitutionsbehandlung be-
schränkt durchgeführt worden. Die entsprec henden Aktivitäten sollen in den folgen-
den Jahren fortgesetzt werden.  
  PTA-Lehranstalt 
Der Amtsapotheker nimmt als Prüfungsvorsit zender an der PTA-Lehranstalt (PTA = 
Pharmazeutisch-Technische Assistenten/ In) Münster die Leitung einer entsprechen-
den Expertengruppe der Prüfungsvo rsitzenden für NRW wahr und hat in 2010 eine 
Weiterbildung zum allgemei nen Prüfungsrecht für Prüfung svorsitzende organisiert. 
Weiterhin wurde eine internetbasierte Informations- und Kontaktplattform für Prü-
fungsvorsitzende errichtet, die vom Gesundheitsamt Münster betreut wird und die die 
Arbeitsergebnisse der EFG-PTA (Expertenfachgruppe der Apotheker – Bereich 
pharmazeutisch Technischer Assistenten/ Innen)  sowie wichtige rechtliche Zusam-
menhänge verdeutlicht.  
 Aids-Beratung 
Im Zuge der Einführung des für die Bürger kostenlosen sogenannten „Aids-
Schnelltests“ im Gesundheitsamt ist die Test- und damit direkt zusammenhängend 
auch die Beratungsnachfrage weiter angestiegen. Dies hatte zur Folge, dass die Zahl 
der Präventionsveranstaltungen, die durch das Gesundheitsamt organisiert wurden, 
aufgrund der begrenzten Ressourcen nicht im bisherigen Umfang aufrecht erhalten 
werden konnte. Dem Trend soll jedoch durc h stärkere Einbind ung der Aids-Hilfe 
Münster e.V. entgegengewirkt werden (s. Aktuelles 2011).  
Die Aids-/STI-Beratung ist organisatorisch im Herbst  2010 der bisherigen Abteilung 
Infektionsschutz und Umwelthygiene zugeordnet worden. Dadurch soll eine noch en-
gere Zusammenarbeit und Unterstützung mit den dort tätigen Ärztinnen und Ärzten 
und Hygienekontrolleurinnen und –kontrolleuren erreicht werden.

29
Aktuelles 2011 
  EHEC-Pandemie (EHEC = Enterohämorrhagische Escherichia coli) 
Ab Mai 2011 kam es zuerst in Norddeut schland (Hamburg, Schleswig-Holstein), spä-
ter auch in anderen Bundesländern und Staaten zu erhöhten Fallzahlen einer schwe-
ren Verlaufsform von EHEC-Infektionen (mi t dem sog. HUS = Hämolytisch Urämi-
sches Syndrom). 
Die Ursache des Ausbruchs konnte durch die epidemiologischen Studien, die aufein-
ander aufbauten, zunehmend eingegrenzt werden.  
Sprossen aus einem niedersächsischen Gartenbaubetrieb waren als Ursache für 
zahlreiche Erkrankungshäufungen bzw. Ei nzelerkrankungen von EHEC O104:H4 in 
fünf betroffenen Bundes ländern verantwortlich. Bei anfänglich verdächtigen Gemü-
sesorten wie Gurken, Tomaten oder Salate konnte der Keimquelle n-Verdacht nicht 
bestätigt werden. 
Zusätzlich wurden Hinweise einer Übertragung von Mensch zu M ensch (Cateringfir-
ma, auch über Kontakt mit Lebensmitteln) bekannt. 
Der sprunghafte Anstieg des Beratungs- und Informationsaufwandes durch das Ge-
sundheitsamt Münster wurde aufgefangen durch: 
• Einrichtung einer Beratungs-Hotline 
• Erstellung und Veröffentlichu ng von Merkblättern für Schulen und Kindertages-
stätten (ständige Aktualisierungen) 
• Aktuelle Hygieneempfehlungen des Gesundheitsamtes auf der Homepage 
(Aktualisierungen) 
• Regelmäßige zeitnahe Übermittlung der ak tuellen Fälle an das LIGA NRW (LIGA 
NRW = Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit NRW, mit Software) 
  Das Bundesministerium für Gesundheit hat am 11. Mai 2011 die Änderung der  
Ersten Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung vom 3. Mai 2011  
bekannt gegeben. Die geänderte Verordnung tritt am 1. November 2011 in Kraft. 
Die aus dem Jahr 2001 stammende novell ierte Trinkwasserverordnung (TrinkwV 
2001) wurde in einigen P unkten an neueste wissenscha ftliche Erkenntnisse und eu-
ropäische Vorgaben angepasst. Die Novelle bringt außerdem eine Reihe neuer Defi-
nitionen, die bestehende Un klarheiten beseitigen sollen . Welche Auswirkungen die 
neue Trinkwasserverordnung auf die praktisc he Arbeit des Gesundheitsamtes haben 
wird, wird derzeit intensiv geprüft.  
 Präventionsangebote sollen verstärkt durch und in Kooperation mit der Aids-Hilfe 
Münster e.V. und anderen sexualpädagogisc hen Beratungsangeboten durchgeführt 
werden. 
 Derzeit wird eine Leistungsvereinbarung mit der  Aids-Hilfe Münster e. V. vorbereitet, 
in der dieses Ziel mit aufgenommen werden soll.

30 
Produkt: Gesundheitshilfen  
(künftig: „Sozialpsychiatrische Hilfen“)  
 
Kurzdarstellung 
Das Gesundheitsamt leistet sozialkompensatorische Maßnahmen für gesundheitlich unzu-
reichend versorgte Bevölkerungsgruppen und vermittelt bedarfsgerechte medizinische und 
soziale Hilfen. Für Menschen mit psychi schen Störungen und Behi nderungen, Abhängig-
keitskranke und ihre Angehörigen  bietet der Sozialpsychiat rische Dienst darüber hinaus 
vor- und nachsorgende Hilfen sowie Unterstützung in Krisensituationen. 
Es werden insbesondere folgende Aufgaben wahrgenommen: 
• Sozialpsychiatrischer Dienst (Sozia lpsychiatrische Hilfen nach PsychKG, ÖGDG, 
SGB II) 
• Psychiatriekoordination (diese Auf gabe war bislang dem Produkt „Übergreifende 
Gesundheitsförderung“ zugeordnet) 
• Krisennotdienst an Wochenenden (au sschließlich über Honorarkräfte) 
• Beauftragung und Aufsicht über  die Leistungserbringung von Freien Trägern im Be-
reich der Suchtberatung und der Psychosozialen Hilfen  
Bislang wurden auch die Tätigkeiten der „Familienhebamme am Gesundheitsamt“ diesem 
Produkt zugeordnet. Mit der organisatorischen Verlagerung dieser Aufgabe und der ent-
sprechenden Stellenanteile in die Abteilung für Kinde r- und Jugendgesundheit in 2010 
sind die entsprechenden Aktivitäten jetzt auch dem Produkt „Kinder- und Jugendgesund-
heit“ zugeordnet. In der Folge wird das Pro dukt „Gesundheitshilfen“ künftig in „Sozialpsy-
chiatrische Hilfen“ umbenannt und ihm somit eine eindeutigere Bezeichnung gegeben.

31
Ressourcen  
• Stellen (gem. tatsächlicher Ar beitszeit; Stand: 31.12.2010) 9,5  
• Aufwendungen gesamt  1.341.539 € 
davon  
Personalaufwendungen  548.915 € 
Zuschüsse an  
o Psychosoziales Zentrum des Diakonischen Werks MS e.V. 198.680 € 
o Förderkreis Sozialpsychiatrie e.V. 3.580 € 
o Krisenhilfe e.V. 97.030 € 
o Rümpelfix GmbH 58.060 € 
o Beratungsstellen für Suchtgefährdete 
ƒ Diakonisches Werk Münster e.V. 79.340 € 
 (davon 20.500 „kommunalisierte“ Landesmittel) 
ƒ Caritasverband für die Stadt Münster e.V.  151.490 € 
 (davon 20.500 „kommunalisierte“ Landesmittel) 
• Erträge
 82.605 € 
• „Zuschussbedarf“ für das Produkt (ohne Gebäudeaufwendungen)  1.258.934 €  
 
Eckdaten/TOP-Kennzahlen  
 
Bezeichnung 
 
2008 2009 2010
• Erstkontakte im Sozialpsychiatrischen Dienst  905 902 921
• Klienten im Sozialpsychi atrischen Dienst insgesamt 1.778 1.893 1.977
• Kriseninterventionen* 73 65 88*
1
 
(171)
• Anzahl Einsätze im Kr isennotdienst am Wochenende 535 529 362*
2
• Sitzungen des Arbeitskreises Psychiatrie und seiner Ar-
beitsgruppen 
15 6 9
*
1
 Die Anzahl der tatsächlich geleistet en Kriseneinsätze im Sozialpsychiatrischen Dienst liegt höher, konnte 
bislang aber noch nicht ausreichend erfasst werden. Durch eine Änderung in der Datenauswertung wurden 
aktuell 171 Kriseninterventionen in 2010 gezählt. Das Do kumentationsverfahren bedarf hier weiterer Opti-
mierung.  
*
2 
Andere Zählweise auf Grund eines veränderten Vergütungssystems der Honorarkräfte

32 
Ziel im Haushaltsplan 2010 
 
Psychisch kranke und suchtkranke Menschen sollen durch rechtzeitige und angemessene 
Unterstützung befähigt werden, ein eigenverantwortliches und se lbstbestimmtes Leben in 
der Gemeinschaft zu führen. Menschen in besonderen Problemlagen (u. a. Menschen mit 
Migrationsvorgeschichte, Obdachlose, sozial benachteiligte Familien, schwangere Frauen) 
sollen adäquate medizinische und soziale Hilf en angeboten werden. Hierzu dienen bei-
spielhaft folgende Indikatorziele: 
 
1. Ziel: Bei Krisenmeldungen soll  in allen Fällen eine unmi ttelbare Intervention noch am 
selben Tag erfolgen 
Zielkennzahl: Kriseninterventionen am Tag der Meldung (in %) 
Ergebnis 2010:  100 % 
 
2. Ziel: Die persönlichen - auch aufsuchenden- Beratungsgespräche des sozialpsychiatri-
schen Dienstes sollen mindestens im bisheri gen Umfang im Rahmen der vor- und  nach-
sorgenden Hilfen aufrechterhalten werden. 
Zielkennzahl: Persönliche Beratungsgespr äche pro Klient (Durchschnittswert)  
Ergebnis 2010:  1,1 
Zielkennzahl: Hausbesuche pro Klient (Durchschnittswert ) 
Ergebnis 2010:  0,7 
 
 
 
Arbeitsbericht 
Rückblick und Erläuterungen 2010 
 Prozess- und Standardentwicklung 
Für die Arbeit im Sozialpsychiatrischen Dienst konnten zwei neue Mitarbeiterinnen 
eingestellt werden (eine Vollzeitstelle im Erwachsenenbereich, eine Teilzeitstelle im 
Kinder- und Jugendpsychiatrischen Bereich). In diesem Zusammenhang und auch im 
Rahmen der Neuausrichtung des Gesundheitsam tes wurden die Sozialbezirke neu 
zugeschnitten und zugeteilt. Es wurden drei Teams gebildet, zwei im Bereich der Er-
wachsenpsychiatrie und eins, zukünftig als eigene Fachstelle, im Bereich der Kinder- 
und Jugendpsychiatrie. Die strukturell en Änderungen sollen daz u führen, dass bür-
gerfreundlicher, flexibler und zeitnäher reagiert werden kann. 
Die Standards der Arbeit wurden in diesem Kontext neu bewertet und hinsichtlich des 
Verbesserungsbedarfs hinterfragt. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen.

33
 Hilfeplanung für psychisch auffällige Erwerbsfähige 
Der Sozialpsychiatrische Dienst hat sich 2010 mit diesem neuen Aufgabenbereich 
auseinandergesetzt. Im § 16a SG B II wird die psychosoziale Betreuung als eine von 
vier kommunalen Eingliederung sleistungen geregelt. Ziel is t die Eingliederung von 
erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in das Erwerbsleben.  
Die Konzeptionierung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Dezernat und dem Jobcen-
ter und setzt sich in 2011 fort. 
 Hilfeplanung zur Eingliederungshilfe für behinderte Menschen  
In 2010 wirkte der Sozialpsychiatrische Diens t als Vertreter des örtlichen Sozialhilfe-
trägers am „Individuellen Hilfeplanverfahren“ der LWL-Behindertenhilfe Westfalen für 
den Bereich der Menschen mit psychischen  Erkrankungen und Abhängigkeitserkran-
kungen mit. Die Aufgabe dieses Verfahrens ist die Ermittlung des individuellen Hilfe-
bedarfes zur Durchführung der Leistungen im  Rahmen der Eingliederungshilfe ge-
mäß § 53 /54 SGB XII.  
Insgesamt fanden 2010 an 36 Ta gen Hilfeplankonferenzen statt. Beteiligt waren ne-
ben dem Sozialpsychiatrischen Dienst der An tragssteller/ die Antragsstellerin, der 
Anbieter des ambulant bzw.  stationär betreuten Wohnens, der örtliche und der über-
örtlichen Sozialhilfeträger.  
 Migration und seelische Gesundheit 
Im Rahmen der Umsetzung des Migrationsleit bildes der Stadt Münster hat sich der 
Sozialpsychiatrische Dienst mit dem Zusa mmenhang von Migration und seelischer 
Gesundheit auseinander gesetzt. Es wurden Besonderheiten in der Beratungs- und 
Betreuungsarbeit des Sozialpsychiatrischen  Dienstes untersucht und systematisiert. 
Ferner konnten Items zur Erfassung von Menschen mit Migrationvorgeschichte ent-
wickelt werden. Dieser Prozess wird in 2011 fortgesetzt. 
 Broschüre "Hilfen für Angehörige psychisch Kranker" 
Der Wegweiser zu Angeboten und Einricht ungen in Münster wurde 2010 im Sozial-
psychiatrischen Dienst erstellt und steht seit Februar 2011 den Bürgerinnen und Bür-
gern der Stadt Münster zur Verfügung.

34 
Aktuelles 2011 
 Der Prozess der Weiterentwicklung  und Dokumentation von Standards in der Ar-
beit ist im Jahr 2010 vorbereitet worden und wird im Jahr 2011 mit externer Unter-
stützung fortgeführt.  
 Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Sozialpsychiatrischen Dienstes werden 
2011 im Umgang mit gewaltbereiten Klienten geschult. Ein ganztägiges "Deeska-
lationstraining" ist vorgesehen. 
 Hilfeplanung für Hilfen zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten:  
Personen, bei denen besondere Lebensverhältn isse mit sozialen Schwierigkeiten 
verbunden sind, haben gemäß § 67 SGB XII Anspruch auf Leistungen zur Überwin-
dung dieser Schwierigkeiten, wenn sie aus eigener Kraft hi erzu nicht fähig sind. Der 
LWL plant, die Beratung, Erhebung und Festste llung des Bedarfes zukünftig perso-
nenzentriert und Leistungserbr inger unabhängig durchführen zu lassen und hierfür 
Dritte zu beauftragen. Es be stehen Überlegungen, den Sozialpsychiatrischen Dienst 
als unabhängige und erfahrene Institution mit diesen Aufgaben zu betrauen. Eine 
endgültige Entscheidung des LWL liegt bisher noch nicht vor.  
 Die Wegweiser für die Hilfen für psyc hisch Kranke und Ihre Angehörigen  wer-
den derzeit als Datenbank aufgearbeitet, die via Internet abgefragt werden kann. 
Produkt: Krankenhausumlage 
 
Die Städte und Gemeinden beteiligen sich über eine Krankenhausumlage an der Finanzie-
rung von Krankenhausinvestition en. Die Bemessung der Umlage nhöhe orientiert sich an 
der Einwohnerzahl. Rechtsgrundlage ist das Krankenhausgesetz NRW. 
Dieses Produkt beinhaltet kei ne kommunalen Gestaltungsspielräu me und wird in diesem 
Bericht nicht näher erläutert.

35
4. Förderung Freier Träger im Gesundheitswesen 
 (produktübergreifende Darstellung) 
 
Die enge Zusammenarbeit und K ooperation des Gesundheitsamtes mit anderen im Rah-
men der Gesundheitsförderung,  Prävention und Gesundheitshilfe tätigen Vereinen und 
Initiativen soll zu einer Verbesserung der ge sundheitlichen Situation in Münster beitragen. 
In diesem Kontext steht auch die finanzielle Unterstützung von Freien Trägern, die mit 
ihren Präventions- und Hi lfsangeboten Menschen in gesundheitlichen Notlagen, Men-
schen mit chronischen Krankheiten und Behinderun gen unterstützen. Bislang liegen erst 
mit drei Freien Trägern Leist ungsvereinbarungen vor. Ziel ist es aber, mit allen Zuschuss-
empfängern Leistungsvereinbarungen abzuschließen.  Die Vorbereitungen hierfür haben 
begonnen. 
Zuschüsse an Freie Träger in den Haushaltsjahren 2008 – 2010  
(Produktgruppe „Gesundheitsdienste“) 
 
Träger 
 
Förderungsart Zuschuss 
2008 in € 
Zuschuss 
2009 in € 
Zuschuss
2010 in € 
Diakonisches Werk Münster e.V.   Personal- und Sachkosten-
zuschuss für Psychosoz. 
Zentrum 
198.680 198.680 198.680
Förderkreis Sozialpsychiatrie e.V. Sachkostenzuschuss     3.580 3.580 3.580
Krisenhilfe e.V. Pauschalzuschuss   92.030 97.030 97.030
Rümpelfix GmbH Personal-, Miet- und Sach-
kostenzuschuss 
  58.060 58.060 58.060
Beratungsstellen für Suchtgefährdete 
- Diakonisches Werk Münster  
- Caritasverband für die Stadt Münster  
Pauschalzuschuss 
(incl. 41.000 € „kommunali-
sierte“ Landesmittel) 
256.240 
 
228.020 
 
230.830 
AidsHilfe Münster e.V. 
 
Pauschalzuschuss 
(incl. 74.600 € „kommunali-
sierte“ Landesmittel) 
222.420 
 
222.420 
 
224.230
DRK Westfalen Lippe Jugendrotkreuz 
(Youth-Worker) 
„kommunalisierte Landes-
mittel“ 
25.600 25.600 25.600
Krebsberatungsstelle im Tumor-Netzwerk 
im Münsterland (TiM) e.V. 
Leistungsvereinbarung    30.680 30.680 30.680
Deutsche Multiple Sklerose-Gesellschaft 
Ortsvereinig. für Münster u. Umgebung e.V. 
Leistungsvereinbarung   19.980 19.980 19.980
Verein für Mototherapie und psycho-
motorische Entwicklungsförderung e.V. 
Leistungsvereinbarung    46.020 46.020 46.020
Kinderneurologiehilfe-Hilfe Münster e.V. Pauschalzuschuss 0 25.000 15.000
  
Fördersumme  
 
953.290 
 
955.070 949.690

36 
5. Stellenübersicht und Organigramm 
 
Der Stellenplan der Stadt Münster wies für das Gesundheitsamt im Haushaltsjahr 2010 
insgesamt 66,77 Planstellen aus.  
Das waren 2,5 Planstellen mehr als im Vorjahr. Die Stellenvermehrung resultiert aus einer 
Stellenaufstockung des Sozialps ychiatrischen Dienstes um 1,5 St ellen (1,0 Stellen für die 
Erwachsenen- und 0,5 Stelle für die Kinder- und Jugendpsychiatrie) sowie um 1,0 Stelle in 
der Fachstelle „Frühe Hilfen im Gesundheitsamt“ (vorher Beratungsstelle für Entwicklungs-
fragen / BfE). 
In einem 10-Jahres-Vergleich hat sich der Stellenbestand von 2000 bis 2010 um 5,06 Stel-
len reduziert. 
Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes betrug zum Stich-
tag 31.12.2010 insgesamt 83. Der Anteil der Männer lag bei 25%, der der Frauen bei 75%. 
40% der Beschäftigten waren teilzeitbeschäfti gt. Der Altersdurchschnitt im Gesundheits-
amt lag bei ca.  48 Jahren und damit um ca. 2,5 Jahre über  dem Durchschnitt der Stadt-
verwaltung Münster insgesamt.  
Das Personal des Gesundheitsamtes ist g eprägt von Multiprofessionalität.  
Rund 15 verschiedene Berufsbilder  sind hier tätig und bild en ein hohes fachliches Po-
tenzial: 
Apotheker
 diverse Fachärzte und Fachärztinnen
 Arzthelferin
 Dipl. Heilpäda-
gogin
 Dipl. Oecotrophologe/in
 Dipl. Psychologin, Psychotherapeutin
 Dipl. Sozi-
alarbeiter/in bzw. Di pl. Sozialpädagoge/in
 Erzieherin
 Hygienekontrolleur/in
 Ge-
sundheitsingenieur/in
 Gesundheitswissenschaftler
 Med.-techn. Assistentin
 Ver-
waltungsberufe
 Zahnarzt
 Zahnarzthelferin

37
In 2011 wurde die Organisationsstruktur des Gesundheitsamtes geändert. U. a. wur-
den die bisherigen Abteilung en „Ärztlicher Beratungs- und Untersuchungsdienst“ und „In-
fektionsschutz und Umwelthygiene“ zur Abteilung „Medizinischer Dienst“ zusammengelegt 
sowie der Betriebsärztliche Di enst als eigenständi ge Einheit aus der Abteilungsstruktur 
herausgelöst und als Stabstelle der Amtsleitung direkt zugeordnet.  
Die aktuelle Organisationsstruktur (Stand. 01.07.2011) ist nachfolgend abgebildet:

38 
6. Standorte des Gesundheitsamtes 
 
Das Gesundheitsamt Münster hat drei Standorte. Der größte Teil des Amtes befindet sich 
im Stammhaus am Stühmerweg 8.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Abteilung für Kinder- und Jugendgesundheit  ist im Gebäude der Franz Bröcker-
Stiftung an der Stolbergstr aße 2a untergebracht. Hier finden sowohl der Kinder- und Ju-
gendärztliche Dienst, der Kinder- und Jugendzahnge sundheitsdienst als auch die Bera-
tungsstelle „Frühe Hilfen im Gesundheitsamt“ gute räumliche Arbeitsbedingungen vor.  
 
 
 
 
 
 
 
 
Dritter Standort ist das Gesundheitshaus an der Gasselstiege 13. Hier hat eine Mitarbeite-
rin der Abteilung „Gesundheitsmanagement, zentrale Dienste“ ihren Arbeitsplatz. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gesundheitsamt  
Gebäude Stühmerweg 8
 
Abteilung für Kinder- und  
Jugendgesundheit  
 
Gesundheitshaus  
Gasselstiege 13
 
 
Alle drei Gebäude verfügen über behindertengerecht e Zugänge, Aufzüge und Toilettenan-
lagen.

Berichtsvorlage

1996 Zeichen

V/0509/2011 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Gesundheitsamt 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Geschäftsbericht des Gesundheitsamtes 2010 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
13.09.2011 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen Bericht
14.09.2011 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht
14.09.2011 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Der Geschäftsbericht vermittelt einen Überblick über die Aufgabenfelder und Aktivitäten des Ge-
sundheitsamtes im Jahr 2010. Die Gliederung orientiert sich an der Produktstruktur des Haus-
halts. 
 
Der Produktdarstellung vorangestellt ist eine Beschreibung der Jahresthemen und Schwerpunkte 
2010. Zum Ende des Berichts finden sich produktübergreifende Übersichten zur Verteilung der 
Fördermittel sowie zum Stellenbestand und zur Organisation des Gesundheitsamtes.  
 
Berichtsaufbau und –inhalt sind gegenüber den Berichten der Vorjahre grundlegend überarbeitet 
und insgesamt deutlich gestrafft worden. Innerhalb der einzelnen Produktdarstellungen folgen sie 
konsequent dem gleichen Muster. Insbesondere wurden die allgemein beschreibenden Textpas-
sagen, die sich nicht auf Besonderheiten des Berichtsjahres beziehen, stark reduziert. Zugleich 
wurden die sich in 2011 abzeichnenden neuen Entwicklungen in den Geschäftsbericht mit aufge-
nommen. Mit diesen Veränderungen soll eine bessere Lesbarkeit und höhere Aktualität erreicht 
werden. Im Internet wird eine barrierearme Fassung bereitgestellt. 
 
Der Geschäftsbericht ist kein Gesundheitsbericht im Sinne der Kommunalen Gesundheitsbe-
richterstattung. Er ersetzt auch nicht die anlassbezogen erstellten themenspezifischen Einzelbe-
richte, Vorlagen oder Sonderpublikationen des Gesundheitsamtes. 
 
 
In Vertretung 
gez. 
Thomas Paal 
Stadtrat 
 
Anlage: Geschäftsbericht 2010 
 
 
  
Vorlagen-Nr.: 
V/0509/2011 
Auskunft erteilt: 
Frau Kempe 
Ruf: 
492-5306 
E-Mail: 
KempeB@stadt-muenster.de 
Datum: 
21.07.2011 
Öffentliche Berichtsvorlage

Beratungsverlauf (3)

13.09.2011 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen
TOP 3 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
14.09.2011 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien
TOP 4.1 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
14.09.2011 Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Arbeitsförderung
TOP 11 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (3)

  • Stühmerweg 8
  • Gasselstiege 13
  • Kinderhaus

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0509/2011
Typ
Vorlagen
Datum
15.07.2011
Erstellt
06.10.2020 14:37